Nr. SIS Mittwoch de« 19 September 15«. Jahrgang 1900 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Preis große desgl. für für für Kuh „Christel" 1. Preis Feuilleton. Snzeigen-BermitttuNs-stell« de« In- und ÄuflUsU» Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgtye. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., an-wSrIS 20 Pfg. BMto, V^aitha und Drude* »4»fHx«6e Nr. 7. »Leda I." Anerkennung Rind Anerkennung und Rind Anerkennung und H. Fehr zum o. Profeffor der Mathematik ernannt. — Miß Jane Harrison ist für die neu errichtete zweite Professur der klassischen Archäologie an dem Newnham College in Cambridge ausersehen. — Aus Brüssel wird geschrieben: Der belgische Senator Chevalier Desvamps-David wurde znm Generalsekretär des Instituts für Internationales Recht ernannt und der Sitz dieses Instituts gleichzeitig nach Brüssel verlegt. 9 — Zwei Berliner Universitäts-Professoren begingen dieser Tage das 25 jährige Jubiläum ihrer Lehrthätigkeit an der Berliner Hochschule: der Geh. Medizinalrat Profeffor SDr. 6. Senator und der Direktor deS zahnärztlichen Instituts, Profeffor Dr. F. Busch. Geh. Rat Senator ist 1834 In Gnesen geboren, hat in Berlin studiert, und seine Thätig- leit ausschließlich der Berliner Universität gewidmet; Profeffor Busch, 1844 in Elbing geboren, studierte in Jena, Königsberg und Berlin, wo er als Assistenzarzt an Langenbecks Klinik wirkte. Beide Gelehrte wurden am 14. September 1875 zu a. o. Professoren ernannt. — Der Berliner Privatdozent Dr. Helfferich siedelt für den Winter nach Hamburg über, um dort Vorlesungen über Nationalökonomie, Finanzwiffen- schaft und Handelspolitik zu halten. — Der Kathedralpriester und rumänische Prediger an der griechisch,orientalischen Kathedralkirche in Czernowitz, Dr. Stephan S a g h i n, ist zum a.-o. Profeffor der speziellen Dogmatik an der Universität in Czernowitz ernannt worden. — Wie aus Leipzig berichtet wird, ist der o. Honorarprofessor und Direktor des Veterinär-Instituts an der dortigen Universität, Professor Dr. Zürn, im Alter von 65 Jahren gestorben. Professor Zürn, der 27 Jahre in Leipzig thätig gewesen ist, hat sich namentlich auch um die Sache des Tierschutzes große Verdienste erworben. schätze erleichtern, welche sie ihrer reichen Vergangenheit danken und die noch jetzt den Stolz jedes Italieners, auch des geringsten ausmachen. Durch Signor Marino Vigano, Sekretär der Museen der Brera und des palazzo Poldi- Pozzoli, erhielt ich auf meine Bitte genaue Angaben über das gestohlene Gemälde. Dasselbe wird dem Jacques Torenvltet von Leyden (1641 bis 1719) zugeschrieben, ist auf Kupfer gemalt, soll das Portrait eines Mannes darstellen, der eine Vase in der Hand hielt. Die Höhe beträgt 0,12, die Breite 0,09. Das kleine Gemälde könnte möglicherweise irgendwo zum Verkauf angeboten werden. Es würde mir eine Freude sein, durch diese Mitteilung eventuell zu seiner Auffindung beitragen zu dürfen. P. Lange. Mt lepigen zn der «chmttragS für We (sSgeAt* L»ß **$ä*tt*tn ftumacc Ml mo. N MMMhngee lptkßenS twefrt. Zuchtvereine Grünberg - Lauter • Weickartshain für Sammlung 2. Preis — 250 Mk., Zuchtvereine Heuchelheim - Steinbach - Allendorf für 3. Preis = 150 Mk. Gießen, den 16. September 1900. Der Direktor des Kreiszuchtvereins. Boeckmann. ZSezugsprel« vierteljährl. Mk. monatlich 76 Pfg. mit Bringerlohn i durch die AbholesteL« vierteljährl. Mk. IX monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljichM mit Bestellgeld. treffe für Depeschen: Anzeiger chietzg». Fernsprecher Rr. 5L Der deutsche Juristeutag. IV. Die zweite Plenarversammlung wurde von Präsident o. Stößer (Karlsruhe) eröffnet. Man wendet sich zu der Frage der einheitlichen Ordnung des juristischen Studiums. Es werden nun eine ganze Reihe von Anträgen eingebracht, welche den Zweck haben, die einheitliche Ordnung des Studien- und Prüfungswesens durch das Reich als geboten zu erklären und auch die Möglichkeit einer reichsgesetzlichen Behandlung offen zu lassen. Justizrat Goldschmidt-Berlin erblickt in den gestrigen Beschlüssen einen Widerspruch mit den Beschlüssen des Dresdener Juristentages und zugleich ein Zugeständnis an partikularistische Strömungen, das im Interesse des Reichsgedankens bedauert werden müsse; das Mindeste, wozu man sich aufschwingen müsse, sei das, der Reichsgewalt die Regelung offen zu lassen. Professor Dr. Rosen begründet seinen Antrag und betont, daß das Reich ebenso gut eine juristische Prüfung erlassen könne, wie es eine medizinische erlassen habe. Der Redner bringt noch einen weitern Antrag bezüglich der Frage derZwischen- prüfungen ein und verlangt, daß bei Einrichtung dieser unter allen Umständen die Freizügigkeit der Studenten auf den Universitäten gesichert werden müsse. Rechtsanwalt Dr. Scherer-Mainz spricht gegen die Verlängerung der Studienzeit. Die Beschlüsse lauten: I. Einheitliche Ordnung ist geboten 1. hinsichtlich des Universitätsstudiums a) für seinen wissenschaftlichen Plan, b) für ein Mindestmaß seiner Dauer vo/r sieben Semestern und c) für das Maß 'lier Anforderungen an die erste juristische Prüfung. 2. Hinsichtlich des Vorbereitungs- tee*R Um »»zeig« ta D-chN ** .Hess, featater M. ^Blätter fte N4- SsiälhmU- Karl Keil, Grünberg, für Rind und 10 Mk., wirb, bis tn den Dezember hinein. Zu den Aufwendungen für die Zwecke der Expedition gehört auch die Herstellung von Kabelverbindungen, die den Nachrichtendienst zwischen der Leitung der Expeditionskuppen und der Heimat erleichtern. Nicht minder gehören zu dieser Aufwendung die Kosten für das Chartern von Dampfern zum Ersatz für die Postdampfer, die ihres Flachgangs wegen vor Taku von der deutschen Marineführung in Anspruch genommen worden sind. Selbstverständlich sind alle diese Ausgaben nur Auslagen, die von China zu erstatten sind. 9 Unrichtig in dieser Darstellung muß die Behauptung sein, daß bei der Begebung der Schatzanweisungen nach Amerika der Reichskanzler jetzt von der Ermächtigung des § 3 des Etatsgesetzes Gebrauch mache. Schatzanweisungen, die auf Grund dieses Paragraphen ausgegeben werden, dürfen nur sechs Monate über den Schluß des Verwaltungsjahres hinaus laufen, während die Umlaufszeit der jetzt ausgegebenen Schatzanweisungen vier und fünf Jahre ist. Bis zum Zusammentritt des Reichstages werden also nach der Schätzung der „Bert. N. Nachr." die 80 Millionen verausgabt sein; dazu kommen die nahezu 30 Millionen, die jetzt schon ausgegeben sind, also zusammen 110 Millionen; wie hoch sich daneben die „buchmäßigen Aufwendungen" belaufen werden, wird nicht angedeutet. Die Einnahmen des Reichs, auch aus Anleihen, dürfen nur zn den Zwecken verwendet werden, wozu der Reichstag sie bewilligt hat. Zum Feldzug in China ist bisher vom Reichstage nichts bewilligt worden. Die Verwunderung darüber, daß die Einholung wenigstens der nachträglichen Genehmigung bis°Mitte November hinauSgeschoben werden soll, wird immer allgemeiner werden. Daß man aber vorerst nicht die geringste Aussicht hat, „alle diese Ausgaben" von China erstattet zu erhalten, bedarf keines weiterrn Beweises. J'lZimmer, Bingmühle, für Kuh „Betty" Anerkennung und H. Haas XIH, Steinbach, 10 Mk., L. Krämer II., Steinbach, 10 Mk., Julius Zimmer, Bingmühle, = 100 Mk., Siebener Anzeiger Henerat-Imzeiger Chr. Pitz, Lauter, für Kuh „Lotte" Ehrenpreis, Johs. Stein II., Weickartshain, für „Emmy" Anerkennung und 10 Mk., L- i^römer II., Steinbach, für Kuh Anerkennung und I. Zimmer, Bingmühle, für Kuh „Susanne II." Anerkennung und 10 Mk., PH. Kröck, Heuchelheim, für Kuh Ehrenpreis = 100 Mk., Wagner, Allendorf, für Kuh Anerkennung und 10 Mk., 10 $itä' ®tünber9' für Kuh »Bertha» Hnetfennuug und Erstes Blatte Ei« Bilderdiebstahl in Italien. Eine soeben aus Italien nach Deutschland zuruckgekehrte Dame schreibt uns- Am 26. August, einem Sonntage, an dem der Gratis-Eintritt besonders viele Leute herbeigelockt hatte, war ich in Mai^ land im Museo Poldi-Pozzoli. Eine Amerikanerin hatte sich zu mir gesellt. Wir betrachteten bald gemeinsam bald einzeln die herrlichen Kunstschätze. Plötzlich, als die Dame mich aus ein holländisches Werk in dem kleinen Seitenkabinet des ersten großen Saales aufmerksam machen wollte, entdeckte sie, daß das Gemälde, das sie noch vor -einem Augenblicke bewundert hatte, aus dem Rahmen gestohlen sei. Ich ries sofort den Diener und erstattete Anzeige. Vergeblich durcheilten die bestürzten Leute die ganze Gallerie, vergeblich stellten sie in allen an dem Tage geöffneten Sammlungen Mailands Nachforschungen an: Diebe und Bild waren und blieben verschwunden. Dergleichen schändlicher Mißbrauch ist (vorausgesetzt, daß ein Fremder der Dieb mehr zu beklagen, als die Italiener allen Fremden Pi-ssU Vertrauens entgegenkommen und ihnen durch ihre ^tebenswürdrgkeit auf jede Weise das Studium der KunstPolitische Tagesschau. Wie viel kostet der deutsche Feldzug in China? Auf diese Frage suchen die „Berl. Neuest. Nachr." eine Antwort, indem sie sich anscheinend auf Mitteilungen aus amtlichen Kreisen stützen. Sie sind der Meinung, daß „die liquiden Mittel von der Erschöpfung nicht allzu fern find", und führen aus: Das Reich hat außer den Betriebsmitteln, die den einzelnen Ressorts zugewiesen sind, verfügbare flüssige Fonds in den Überschüssen des Vorjahres, die sich diesmal auf rund 32 Millionen Mark belaufen. Außerdem ist der Reichskanzler durch § 3 des Reichshaushaltgesetzes ermächtigt, zur vorübergehenden Verstärkung des ordentlichen Betriebsfonds der Reichshauptkasse nach Bedarf, jedoch nicht über den Betrag von 175MillionenMk. hinaus, Schatzanweisungen auszugeben. Von dieser Berechtigung wird jetzt Gebrauch gemacht. Selbstverständlich hat der Reichskanzler die Regoziation mit den Reichsschatzanweisungen nicht hinausgezögert, bis die 32 Millionen des vorjährigen Ueberschuffes effektiv ausgegeben waren. Das verbot die Vorsicht, obwohl das Reich auch in diesem Fall noch nicht in Verlegenheit zu kommen brauchte. Wir haben mcht bte golbenen hunbertundzwanzig Millionen Mark im Auge, bte im Juliusturm zu Spanbau lagern, benn bie Verfügbarkeit über diese beginnt erst im Kriegsfall, unb im „Krieg" sinb wir trotz allem unb allem nicht . . . Abgesehen von dem Schatz des Juliuslurms hat das Reich aber zum mindesten die Möglichkeit, noch an Geldern außer den Ueberschüffen des Vorjahres zu verwenden: die den Einzelstaaten zustehenden, von diesen aber nicht abgehobenen und stillschweigend oder verabredetermaßen gestundeten Beträge. Der preußische Staat, der etwa 100 Millionen Mark Überschüsse und für diese keine unmittelbar notwendige Verwendung hat, könnte in natürlicher Bundesfreundlichkeit recht wohl sein Guthaben an das Reich bei diesem einige Zeit stehen lassen. Gleichwohl darf angenommen werden, daß der Reichskanzler die jetzige Maßregel der Ausgabe von verzinslichen Reichsschatzscheinen ergriffen hat, ehe er den eben erwähnten inneren Kredit in Anspruch zu nehmen gezwungen war, d. h. ehe die 32 Millionen Mark des vorjährigen Ueberschuffes thatsächlich verausgabt waren. Es wäre aber ein Irrt urm, wollte man hieraus schließen, daß die seitherigen Aufwendungen hinter 30 Millionen Mark zurückblieben. Denn nicht alle für die Expedition nach China gemachten tatsächlichen Aufwendungen sind mit sofortigen Geldausgaben verknüpft. Es gießt nicht blos Lieferanten, die an eine längere Zahlungsfrist gebunden sind, es sind auch alte Materialbestände vorhanden, die man jetzt aufbrauchen kann, während ihr Ersatz erst nach und nach in Arbeit gegeben wird. Die Munitionsvorräte und die Lebensmittelkonserven, die nach China gehen, räumen zum Teil mit alten Beständen auf. Aus' ihrer allerdings nicht aufzuschiebenden Erneuerung erwächst kein drängendes Geldbedürfnis. Welche Summen hierbei in Frage kommen, läßt sich nur annähernd abschätzen. Wir haben Ursache zu der Vermutung, daß die Summe des bereits ausgegebenen Geldes unter 30 Millionen Marxist, daß die Summe der sozusagen buchmäßigen Aufwendungen an 40 Millionen Mark heranrückt. Die 80 Millionen Mark, die der Reichskanzler durch Ausgabe von Reichsschatzscheinen bekommt, begrenzen bie Summe ber Aufwenbungen, bie ber Voraussicht nach zur Verausgabung gelangen können ober gelangen werden, bis der Reichstag in der Lage ist, etwa weiter erforderliche Kredite zu bewilligen, das heißt, da der Reichstag wahrscheinlich Mitte November berufen werden Universität und Hochschule. „ -..T7 Dem Privatdozenten ber klassischen Archäologie an ber Uni« Titular.Professor Dr. Dessau wurde eine wissenschaftliche Beamtenstelle bei ber kgl. Akademie ber Wissenschaften über-- 7 •2)e^ '0- Prozessor ber analytischen Chemie an ber technischen Hochschule in Wien Dr. Georg Vortmann ist zum o. Profeffor bieses Faches an ber genannten Hochschule ernannt worben. — Man schreibt auä Genf: An ber hiesigen Universität wurde ber Privatbozent Bekanntmachung. AmtStage des Großherzoglichen Kreisamts Gieße« betreffend. Die unterzeichnete Behörde wird SamStag den 6. Oktober 1900, von vormittags 9 Uhr an, «inen AmtStag im Rathaufe zu Grüuberg abhalten und wird den Kreis-Eingesessenen aus den Amtsgerichts-Bezirken Grünberg, Homberg und Laubach anheimgestellt, etwaige Anliegen in diesem Termine vorzubringen. Gießen, den 17. September 1900. G.roßherzogliches Kreisamt Gießen. । v. Bechtold. Gießen, den 17. September 1900. Betr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grohh. Bürgermeistereien der in den AwtSgerichtsbezirkeu Grüuberg, Homberg und «aubach gelegenen Gemeinden deS Kreises Gietzerr. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnis bringen lassen. __________________v. Bechtold. Bekanntmachung. Bei der Landesausstellung zu Darmstadt haben folgende Aussteller unseres Zuchtvereins Preise erhalten: Gemeinde Beltershain für Bulle „Hauptmann" 1. Preis — 120 Julius Zimmer, Bingmühle, für Bulle „Milian" Anerkennung und 10 Mk., Gemeinde Heuchelheim für Bulle „Radetzky" Anerkennung und 10 Mk., Theodor Stein, Grünberg, für Rind „Flora" 1. Preis (Ehrenpreis) 100 Mk., Ludwig ^öM III., Grünberg, für Rind „Frieda" 1. Preis I Zimmer, Bingmühle, für Familie 3. Preis = 100 Mk., I- Zimmer, „ für kleine Sammlung 2. = 150 Mk., weißen englischen Schlages (Yorkshire usw.) 132 Stück aus- I gestellt. Von oberhessischen Ausstellern hatten diese Gruppe I beschickt: Oberamtmann Hoffmann-Hof Güll bei Lich, Guts- I Pächter F. Koch-Hof Hasselheck bei Bad Nauheim, Gemeinde I Ockstadt bei Friedberg; Kreuzungen von Landschweinen mit I englischen Schweinen (Westfalen, Meißener usw.) waren I 52 Stück vorhanden, zu der aus Oberhessen nur die Ge- I meinde Griedel bei Friedberg einen Beitrag gesandt hatte; I deutsche Landschweine waren nur in 2 Exemplaren I vertreten, ausgestellt von Hans Burger-Hofgut Konrads- I dorf bei Büdingen. Die Gruppe Schafe wies nur 15 Stück auf, von I denen die Hälfte von Oberhessischen Landwirten ausge- I stellt war, nämlich von: Wilh. Duchardt-Grünberg und Oberamtmann Hoffmann-Hofgüll bei Lich. In der Gruppe Ziegen zählten wir 168 Stück. Oberhessen hatte diese Gruppe nicht beschickt. An der Gruppe Geflügel hatten sich mehr Aussteller beteiligt. 423 H ü h n e r (Cochinchina, Brahmaputra, 1 Langshan, Dorking, Houdans, Spanier, Plymouth-Rocks, I Vyandottes, Andalusier, Minorka, Italiener, Hamburger, Ramelsloher, Bergische Kräher, Lackenfelder, Thüringer Bausbäckchen, ostfriesische Möven, Nackthälse, gelbe Orping- I tons, graue Schotten und verschiedene Kreuzungen, wie I Italiener-Vogelsberger Landhuhn, Andalusier-Italiener- I Andalusier, Spanier-Langshan-Spanier), Truthühner I (weiße und bronzefarbig), Enten (Peking, Rouen, Ayles- I bürg, indische Laufenten, blaue Schweden, Eajuga, Land- I enten, Holl. Kreuzschnabelente und Kreuzungen), Gänse I (Emdener, Toulouser, Italiener, japanische Gänse, Höcker- I gänse). Aus Oberhessen hatten in dieser Gruppe aus- I gestellt: Eonr. Rübsamen-Gießen, I. Bill IV.- I Nieder-Weisel, O. Heck-Dudenrod b. B., Bürgermeister I Krausgrill-Nieder-Weisel; Eier von Minorka hatte A. I Waniier-Butzbach und von Landhühnern A.Schäg-Ober- I Moos ausgestellt, in der Litteratur dieser Gruppe fanden I wir aus Oberhessen den Verlag von H. May Nächst- I Lauterbach mit einer Anleitung zur Buchführung für land- I wirtschaftliche Geflügelzucht vertreten. In der Gruppe Bienen hatten aus Oberhessen aus- I gestellt: Lehrer Heck-Dudenrod, Ww. Keck-Nidda, K. Franz- I Nidda, Schpeiner Hch^ Schmidt IX.-Großen-Bnseck. In Abteilung II, Erzeugnisse des Pflanzenbaues, hatten in der Gruppe Ackerbau aus Ober- I Hessen ausgestellt: Freiherrlich Riedesel'sches Gut, H., Back- I haus, Gutspächter - Rudlos, Karl Bopp-Reichelsheim in der Wetterau, Johannes Kircher, Bürgermeister, Angersbach, I Heinrich Alles, Gutsbesitzer, Ober-Florstadt, landwirtsch. Kränzchen Alsfeld, Milch! Keller-Melbach, Karl May-Staden, M. Meuser - Ockstadt, K. Hartmann III-Rödgen, Peter I Häuser IX - Niederweisel, I. Heilmann-Kl. Karben, M. Hessenberger-Staden, M. Jehner-Rödgen, I. Schuld-Sta- I den, Frhr. Riedesel'sche- Gutsverwaltung Oberverwalter H. I Erb-Stockhausen, S. Hirsch-Osthofen, I. Rothermel-Groß- | Breitenbach G. Blum-Melbach, Karl Diel-Ober-Wöllstadt, I E. Eichelmann-Wohn'bäch, F. Fenchel-Griedel, I. Fenchel- I Griedel, R. Geck-Melbach F. Gelb-M. Karben, G. Gröninger VIII-Ockstadt, M. Hessenberger-Stgden, W. Klein-Burg- gräfenrode, K. Lung-Wohnbach I- Michel VIII-Brüchen- I brücken, I. Mörler III-Ockstadt, I. Philippi-Wohnbuch I. Rothermel - Groß-Breitenbach, L. Schickert-Schniften- I bergerhos, G. PH. Schuch-Kl. Karben, Karl Schumann-Sta- I den, I. Tröster-Griedel, I. Georg II-Ockstadt, W. Hensel- 1 Södel, M. Johner-Rödgen, Karl Schäg-Obermoos, G. Reß^ Nieder-Wöllstadt, K. Schumann-Staden, I. H. Straßheim- Griedel, K. I. Wetz-Griedel; in Gruppe Obstbiau das Frhrl. Riedesel'sche Gut Rndlos (Pächter H. Backhaus), ferner die Ortsgruppen des oberhessischen Obstbauvereins Ober-Eschbach, Rodheim v. d. H., Petterweil, Dortelweil, Ockstadt, Oberrosbach, Grüningen, Alsfeld, Kreisverband Büdingen, Obstbauverein Schotten, sowie Baumwärter «Doch und Marburger-Vilbel, Schmidt und Lorenz-Holzhausen v. d. H., Billasch^-Friedberg, A. Feuerbach-Ober Wöllstadt, H. Lindt-Weckesheim, W. Lind-Wölfersheim, F. W. Richter- Reichelsheim, Jak. Huber-Niederweisel, H. Görtler III-Sta- den, G. L. Ludwig-Lang-Göns, F. E. Bender-Grüningen, I. .Krämer-Steinbach, W. Jung-Holzheim, M. Emmel-Bel- lersheim, W. SchMeel und K. Müller-Bettenhausen, F. Kammer-Obbornhofen, I. Kreiling VI - Heuchelheim, W. Lamp sen.-Vilbel Ernst Klinker-Schloß Naumburg, Graf | Solms-Rodelheim-Assenheim, ferner die Ortsgruppen bezw. ; Gemeinden Klein-Karben, Rödgen, Wölfersheim, Melbach, Niedermörlen, Geiß^-Nidda, Wenings, Fauerbach- Frischborn, Straßenbau verwaltungGießen, Bleichenbach, Michelnau, Rodenbach, Rudingshain, Wetterseld, Homberg a. d. O., Einartshausen, sowie H. Forbach-Butz- bach, C. Götz-Frischborn, G. Hill-Storndorf, K. Hofmann I Rabertshausen, K. Veick-Rainrod, O. Meiski-Ulrichstein, F. Schuchardt-Lauterbach, F. Kammer-Obbornhofen,Ph. Wehrheim IX-Rodheim v. d. H., O. Fink-Vilbel, Ortsgruppe Bad Nauheim, Ortsgruppe Bellersheim, Ortsgruppe Bettenhausen, Ortsgruppe Himbach, K. Fleischhauer II-Schwal- heim, G. Bingel II - Schwalheim, Gebr. Hiesmayer-Vilbel, Gust. Göbel und A. Müller-Bellersheim, Pfarrer Dockendor f - G i e ß e n, C. F. Ulrich-Wölfersheim, F. W. Richter- Reichelsheim, G. Ph. Herbert-Ober Erlenbach, Reg.-Ass. Knab-Klein-Karben, K. Michel - Budenheim, Ortsgruppe Butzbach, G. Betz-Melbach, Ortsgruppe Friedberg, Mengel-Nidda, W. Schuck Ww.-Klein Karben,- Landw- .Haus- saltungsschnle-Linpheim, F. Köhler-Zell, K. L. Lmd IV Geiß-Nidda, H. Rullmnan-Nidda, P. I. Eh. Schafer--vao Nauheim, W. G. Schmid-Reichelsheim, Ph.. Stemhauser- I Friedberg, I. Weil-Salzhausen, PH. Karl Hensel-^.ortei- weil, G. Hahn-Bellersheim. . A aS In der Abteilung Forstwirtschaft und vZagd I hatten die oberhessischen Oberförstereien Feldkrucken, Ore- I beitem, Eichelsdorf und Nidda ausgestellt. Die Abteilung Landwirts ch a f t l t ch e H i l f s - I stoffe hatte aus Oberhessen nur Firma Friedrich I Schmoll, Düngerfabrik, Friedberg, aestbickt. Eine größere Beteiligung von ^.berhesseu aus war in der Abteilung M o l k e r e i w e s e n, in der vertreten I waren: K. Schäg-Obermoos und die Molkereigeiiosten- I schäften Altenstadt, Büdingen, Echzells Grebenau, Groß- I Felda, Hungen, Niedergemünden, Osthetm-dlieoerweisel, I Storndorf-Vadenrod, Ulfa und Zell, ferner E. Stöpler- I Lauterbach. In der Abteilung Landwirtschaftliche Ma- I fchinen und Geräte sehen wir die oberhessischen Firmen A. I. Tröster-Butzbach, Ehr. Langbein-Butzbach, und A. Mengel-Nidda vertreten. Zu der wissenschaftlichen 2lbteilung hatten aus Ober- Hessen die Verlagsbuchhandlung von Emil Roth- Gießen,. Oberlehrer A. Wawser-Butzbach, die landwirtschaftliche Winterschule Büdingen, Heinr. Bopp-Reichels- Heim, Dr. A. Fülberth-Utphe, F. Hauser III.-Niederweiset, Karl Serth-Badenrod, Kulturinspektionen Friedberg und Gießen und Kreiskulturtechniker Kunz-Lauterbach Beiträge geleistet. J Vom sozialdemokratische« Parteitag. (Von unferm K. S.-Mitarbeiter.) Nachdruck verboten. Mainz, 17. September. I. Die rote Woche in Mainz. — Em gewissenhaft beobachtetes Zeremoniell. — Revolutionäre Embleme. — Liebknechts Bildnis. — Auer au Bebels Stelle. — Die Erkrankung des Herrn Bebel. — Der fehlende Liebknecht. — Ein kolossaler Festbesuch. — Abermalige Ehrung Liebknechts. — Eine spontane Huldigung. — Die Wahl des Bureaus. — Herr Peruerstorsfer aus Wien. — Eine Bitte um Unterstützung. Für die alte Bischossfladt Mainz ist jetzt die rote Woche angebrochen. Eingeleitet wurde sie durch die bereits erwähnte Frauenkonferenz, die außer der Feststellung der Thatsache, daß trotz jahrzehntelanger Bemühungen die sozialistische Frauenbewegung nicht vom Flecke kommen will, ein anderes Ergebnis nicht gehabt hat und dadurch zum wenig stimmungsvollen Vorspiel ward für den Parteitag selbst, der nun die ganze Woche hindurch daS öffentliche Interesse in Anspruch nehmen wird. Die gestern Abend stattgehabte Eröffnungsfeier vollzog sich unter gewissenhaftester Beobachtung des bei solchen Anlässen üblichen Zeremoniells. In der festlich geschmückten Stadthalle fehlte eS nicht an proletarischen Emblemen, und vom Hintergrund der Tribüne herab blickte daS etwas zu mild und weich ausgefallene, kaum von Meisterhand gemalte Greisenantlitz des alten Liebknecht aus die Anwesenden herab. An Gesangsvorträgen fehlte es natürlich auch nicht, und sogar für ein lebendes Bild, in dem allegorisch die Befreiung der Arbeiterklasfe dargeste^t wurde, war Sorge getragen worden. Urheber der diesem Bilde zu Grunde liegenden Idee soll Liebknecht selbst gewesen sein. Die große Festrede des Abends hielt Ignaz Auer, nachdem Dr. David, der lokale Führer, vorher einige einleitende Worte markigen Stils gesprochen hatte. Auf den Plakaten war allerdings August Bebel als Redner aufgeführt worden, am Samstag raunte man sich aber in den Kreisen der Eingeweihten bereits zu, daß er einer Erkrankung wegen nicht kommen könne und daß Auer an seiner Stelle reden werde. Doch sollte dies geheim gehalten werden, damit dem Besuch der Begrüßungsfeierlichkeit kein Abbruch geschähe. Auer ist zwar kein feuriger Redner tote Bebel, der durch den lyrischen Schwung seiner Worte sein Auditorium oft mit sich fortreißt, aber er besitzt doch eine ganze Menge höchst persönlicher Eigenart, die eS mit sich bringt, daß ihm jeder gern zuhört und durch seine Ausführungen niemals sich gelangweilt fühlt. Die Beteiligung der Mainzer Arbeiter-Bevölkerung an dieser Vorfeier war kolossal. Auf Grund der bekannten Raumverhältnisse deS Saales ließ sich unschwer feststellen, daß mindestens achttausend Personen in dem Saal und den Galerien sich aufhielten. Das Gedränge war an einzelnen Stellen so groß, daß mehrere Personen in Ohnmacht fielen. Heute früh nahm der Parteitag feine eigentlichen Geschäfte in Angriff. Die Sitzung wurde durch den Abg. Singer eröffnet. Singer redete wortreicher, als Auer es gestern gethan, erzielte aber keineswegs einen gletdjen @tn< druck. Als Liebknechts Name genannt wurde, da erhoben sich aber spontan alle von ihren Sitzen. Die wetteren Ausführungen des Redners waren eigentlich überflüssig, und es klang banal, als er den Vorschlag machte, der Kongreß [ möge der Familie Liebknecht durch em Telegramm offiziell sein Beileid auSdrllcken. Natürlich hatte gegen diesen Vor- schlag niemand etwas einzuwenden. ®tn0e* ^^ß ferne Rede mit einem Hinweis auf d,- Zukunstshoffnungen seiner Partei, von der er behauptet-, daß sie nicht ruhen und nicht rasten werde, bis der letzte ihrer Widersacher nieder ge^NAJ ^'folgte die 'Konstituierung des Bureaus, Da dieser Teil des Arbeitsprogramms offenbar gut vorbereitet roar klappte die Ausführung: die Wahl des Bureaus vollzog sich fast mit Einstimmigkeit nach den gemachten Vorschlägen. Nunmehr erhielt Engelbrecht Pernerstorsfer aus Wien, der vor etwa Jahresfrist noch bürgerlicher Demokrat war, das Wort zu einer Ansprache, die er namens der österreichischen Sozialdemokratie an den Parteitag rteptete. Pernerstorsfer ist ein jovialer Herr in den 50er Jahren, oeffen behäbige Gestalt sofort erkennen läßt, daß er kein Freund von Traurigkeit ist. In humorvolle und breiter Ausmalung entwarf er ein anschauliches Bild der politischen Zerfahrenheit Oesterreichs, wo man mrgends mehr festen Boden unter den Füßen habe, und wo nach seiner Meinung im Kampfe des jmhhf^n Leben- d,e Sozialdemokratie den -inz.g-n trockenen Boden darstell. «ll-rdings seien di- Verhältnisse der österreichischen Sozial- demokratie nicht glänzend. Von dem allgemeinen Jammer werde sie mitbetroffen; m-besonde« fehle -- ihr I-tzt, danach der Auflösung des Parlaments zum Januar N u- wablen bevorständen, gar sehr an den erforderlichen Mitteln »nr »aitatiom Die deutsche Sozialdemokratie bilde für die österreichische einen »Trost und ein Stärkungsmittel". B-, bim Worte »Stärkungsmittel" bemächtigte sich eine Der- anüate Stimmung bet Versammlung, die jedoch wieder einet ernsten Haltung Platz machte, als Pernetstorffer eine "dunstes: a) für seine Teilung unter Gerichte Staatsanwaltschaft, Rechtsanwaltschaft und Behörden der mnern I Verwaltung, b) für seine Tauer und c) für das Map ver i Anforderungen an die zweite juristische Prüfung. Es tft zu fordern, daß jedenfalls IjiufidjtM) de- UinverMis- I ftubiums und des gerichtlichen Vorbereitungsdienst^, der I Bildungsgang für Justiz und Verwaltung der chl-iche fei I und daß die Gerichtsreferendare wahrend eines ^cils des I Vorbereitungsdienstes bei -iner^Behorde der innern Verwaltung beschäftigt werden. II. ^er landesrechtlichen Regelung sind vorzubehalten: 1. der gesamte ^Dterrrchtsbetricb I auf den Uniäwsitaten, 2. die theoretische Fortbildung der im Vorbereitikngsdienst stehenden Referendare 3. die Organisation und Form beider juristischen Prüfungen. Tie gebotene einheitliche Ordnung des sutistischen Bildungs- I ganges ist zunächst zweckmäßigetweise unter kommt,sart- scher Zuziehung von Vertretern der Wissenschaft und I Praxis auf dein Wege freier Vereinbarung unter den Re- I gierungen der deutschen Einzelstaaten anzustreben. Der I Juristentag hat gegen die Einrichtung von sogenannten I Zwischenprüfungen schwere Bedenken, beschließt indessen, I den Gegenstand nochmals auf die Tagesordnung des I nächsten Juristentags zu setzen und durch eingehende Gut- I achten vorzubereiten. Als unerläßlich bezeichnet er es aber I schon heute, daß, soweit in deutschen Staaten Zwischen- | Prüfungen bereits eingeführt sind oder noch eingeführt I werden sollten, im Interesse der Freizügigkeit unter den I deutschen Universitäten Vereinbarungen der Regierungen I über die gegenseitige Anerkennung dieser Prüfungen ge- I troffen werden . Damit ist die Tagesordnung erschöpft. I Die nächste Tagung foll in Berlin stattfinden. __________ I Landwirtschaftliche Landesausstellung. ff. Darmstadt, 17. September. Heute abend hat die landwirtschaftliche Landes-Aus- I stellung ihr Ende erreicht. Wenn die Landwirte sonst auch I mit Recht klagen mögen, niemand meine es gut mit ihnen I und habe etwas übrig für sie, über das prachtvolle Fest- I wetter werden sie sich mal recht gefreut haben. Ter un- I getrübte Sonnenschein der vier Ausstellungstage hat auch I wohl nicht zum wenigsten dazu beigetragen, die Besucher- I zahl zu ungeahnter Höhe anwachsen zu lassen. Heber die I Gediegenheit und Reichhaltigkeit der Ausstellung herrschte nur ein Ton der Befriedigung; über das in ihr Gebotene I haben wir unfern Lesern bereits in Nr. 213, 3. Blatt eine I genaue Ueberficht gegeben. Auf Einzelheiten der ver- I schiedenen Gruppen einzugehen, müssen wir den ausge- I sprachen landwirtschaftlichen Fach - Zeitungen und -Zeit- I schriften überlassen. Uns erübrigt somit nur noch, unfern I Lesern die rege Beteiligung an fast allen Gruppen Ms I unserer Provinz Ob er Hess en und die ihr zugefallenen Preise I bekannt zu geben. Die Ausstellung war ein Unternehmen des hessischen I Landwirtschgftsrats und wurde von ihm durch folgende I Organe geleitet: 1. Ausstellungsleitun g: Geh. Re- I gierungs - Rat Haas-Offenbach, Oekonomierat Dett-I Weiler-Darmstadt, Oekonomierat Schlenke -Hardthof, I Oekonomierat Dr. Müller-Offenbach; 2. Haupt-Aus- I schuß, 3. Bau- und Platzausschuß, 4. Wirtschafts-, Wohn- ungs- und Vergnügungsausschutz, 5. Verlösungs- und Ver- I sicherungsausschuß, 6. Ausschuß für das landwirtschaftliche I Rennen. Die Ausstellung gliederte sich in folgende Ab- I teilungen und Gruppen: Abt. I: Tiere (Pferde, Rinder, I Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel, Bienen); Abt. II: I Erzeugnis sedesPflanzenbaues (Ackerbau, Obst- I bau, Weinbau, Gemüsebau, Gartenbau); Abt. III: Forst - I wirtschaft und Jagd; Abt. IV: Landwirtschaft - I I icf) e Hilfsstoffe; Abt. V: Landwirtschaftliche Neben - Gewerbe einschl. Molkereiwesen;! Abt. VI: Landwirtschaftliche Maschinen und ! Geräte; Abt. VII: Wissenschaftliche Abteilung. Die Abteilung Tiere war so reich und mit gutem I Material beschickt, daß ein Herausfinden des Besten unter I dem Guten den Preisrichtern viel Kopfzerbrechen machte I und so die Arbeit des Richtens sehr verzögerte. In der Gruppe Pferde waren 59 Pferde des Wagen- I schlags uüd 45 des Arbeitsschlags vertreten; darunter I hatten von oberhessischen Landwirten ausgestellt: Konrad I Volp-Niederweisel, Georg Dietz-Niederweisel, Heinr. Scheu- I ermann-Echzell, Hossmann-Hosgüll bei Lich, Jakob Reuter V I Niederweisel, Brauereibes. Georg Bichler-Gießen,! Karl Stühler-Hainbach. In der Gruppe Rinder waren 347 reine Simin e n t h a l e r ausgestellt, und aus Oberhessen beschickt von den Landwirten bezw. Gemeinden und Bezirksvereinen: Bezirkszuchtverein Alsfeld, Bezirkszuchtverein Büdingen, Bezirkszuchtverein Lauterbach, Gemeinde Angersbach, Zuchtverein Friedberg, Gemeinde Burggräfenrode, Gemeinde Reichelsheim, C. Pfannstiel-Angenrod, Ernst Hagel- Bindsachsen, I. Schuch-Hos Schleifeld, Wilh. Becker-Echzell, Phil. Stoll II - Echzell, H. Feuerbach-Okarben, W. F. Michel- Buchenbrücken, W. Keil-Melbach, I. W. Moscherosch - Burggräfenrode, H. Backhaus-Rudlos, Gräfl. v. Görtz'fche Burg- güterverwaltung-Schlitz, H. F. Rodemer-Angersbach, H. K. Schmidt-Angersbach, Ph. Ch. Heller II-Lieh, A. Schmidt- | Strebendorf, P. Häuser IX - Niederweisel, Heinr. Jakob I Straßheim, W. Jakobi V-Rodheim v. d. H., Ernst Klee- berger-Melbach, H. Backhaus-Rudlos, Konr. Döll-Eichen- rod, Wilh. Euler-Maar; ferner Simmerithaler Kreuzungen 21 Stück. Vogelsberger standen 82 zur Schau; darunter hatten aus Oberhessen ausgestellt: die Zuchtvereine Grünberg - Umgegend, Lauter und Weickartshain, Gemeinde Beltershain, I. Zimmer-Bingmühle, Gemeinde Herchenhain, Karl Fischer-Hof Zwiefalten, Ortszuchtverein Heuchelheim, Steinbach und Allendorf, Gemeinde Heuchelheim, Bezirkszuchtverein Schotten, Gemeinde Eschenrod, W. Kunkel-Efchenrod, Theod. Stein-Grünberg, L. Jöckel III Grünberg, Karl Keil-Grünberg, Gg. Fuldat-Grüuberg, H. Pilz-Lauter b. Grünberg, Ww. Ehr. Winter-Herchenhain, Konr. Adolph II-Herchenhain, H. Appel III -Herchenhain, Ph. L. Volzmann-Heuchelheim, PH. Gorr IV - Heuchelheim', H. Haas XIII - Steinbach, Ludw. Krämer II-Steinbach, Geißler II-Steinbach, Casp. Großhans-Grünberg, Joh' Stein II-Weickartshain, F. Roth II-Steinbach, Ehr. Haas- Grünberg, I. Rinn XX - Heuchelheim, L. Wagner-Allen- dorf, Bürgern:. Krämer-Steinbach Karl Winter II-Her- chenhain, Heinr. Alt - Herchenhain; dieGlaudonners- Perger Rasse war mit 122 Exemplaren vertreten. In der Gruppe Schweine waren reinrassige des finanzielle Unterstützung für die österreichischen Parteigenossen von den deutschen erbat. Von anderer Seite wird uns noch folgendes geschrieben : Bei der Schristführerwahl wurde auch eine Frau in das Büreau berufen, Frau Zietz aus Hamburg, die das Amt mit einer anmutigen Verbeugung annahm. Bei Festsetzung der Tagesordnung wurde beschlossen, die Frage der Taktik der Partei bei den Landtagswahlen, für die Bebel die Berichterstattung übernommen, erstt in den letzten Tagen des Kongresses zu behandeln. Ein Antrag, die Frage der Neutralität der Gewerkschaften gegenüber der Politik auf die Tagesordnung zu setzen, fiel aus Mangel a n Unterstützung unter den Tisch- Tie Arbeitszeit für die Tagung wurde von 9 biß 1 Uhr und 3 bis 7 Uhr festgesetzt. Den Geschäftsbericht erstatteten Parteikassierer Ger isch aus Berlin und der Abg. Psa n nkuch aus Berlin. Für die Kontrolleure berichtete Abg. Meister aus Hannover. Nach dem Berichte von Gerisch haben im verflossenen Jahre die Einnahmen die Ausgaben nicht gedeckt, was nach dem Berichterstatter darauf zurückzuführen ist, daß die „großen Wahlkreise ihre Pflichten gegen die Parteikasse in keiner Weise erfüllt haben". Abg. Meister teilt mit, daß gegen die Parteileitung ein Protest erhoben worden und zwar von Seiten der Berliner Genossen gegen die Erhöhung des Gehaltes des Leiters der Parteibuchhandlung in Berlin um 1000 Mark. Ueber diesen Gegenstand sprachen noch M a n a s s e - Berlin und Ulrich-Osfenbach, letzterer scharf gegen die Berliner. Ueber die Mandatsniederlegung Buebs sprach Fischer -Mülhausen. Allem Anschein nach werden die Verhandlungen einen ruhigen Verlauf nehmen. In der Frage der Reorganisation der Partei ist, wie verlautet, ein Kompromiß zu Stande gekommen und ebenso wegen der Landtagswahlen. Der Antrag Berlin wegen der Gehälter der Partei- Beamten wurde vor der Abstimmung zurückgezogen. — Singer erstattete den parlamentarischen Bericht. Von Elberseld wurde der Antrag gestellt, die Fraktion möge im Reichstage den Antrag stellen, den Majestäts-Belei- digunasparagraphen auszuheben. Singer erwähnt, daß dies die Fraktion schon immer gethan habe. Allein es liege nicht in der Natur der Sozialdemokratie, Menschen zu beleidigen, also auch keine Monarchen. Gewehr- Elberfeld will den Antrag direkt angenommen haben. Fräulein Rosa Luxemburg stellt den Antrag, die Fraktion solle im Reichstag die Maßnahmen der preußischen Regierung wegen Gebrauchs der polnischen Sprache in der Provinz Posen zur Sprache bringen. Gegen Fräulein Luxemburg war ein Flugblatt eingegangen, in dem ihr wegen • ihres Verhaltens Vorwürfe gemacht werden, wogegen diese sich heftig verteidigt, aber ebenso energisch durch einen Polen zurückgewiesen wird. Schmalfeld- Hamburg bringt den Streik bei Bloehm und Voß in Hamburg zur Sprache. Es sprechen noch Köhm, der mit der Haltung der Fraktion beim Zuchthausgesetz nicht zufrieden ist, Eisner-Berlin, Fr o hm e-Hamburg, der das Verhalten der Fraktion verteidigte. Jn^Fortsetzung der Debatte über den Antrag Luxemburg, Sprachen-Maßnahmen der preußischen Regierung betressend, wurde der Antrag mit großer Mehrheit angenommen. Der Majestäts-Beleidigungs-Paragraph - Antrag Elberfeld wurde angenommen. Andere nebensächliche Anträge werden abgelehnt. Auer referiert über da§ Organisations-Statut. Er befürwortet den Antrag Wiesbaden zu §2 des Organisations- Statuts, Ausschluß betreffend, der ein Schiedsgericht von drei Personen vorschlägt, von denen eine der Antragsteller, eine der Betroffene und eine der Partei-Vorstand ernennt. Der Partei-Vorstand hat das Schiedsgericht zu berufen. Zu § 3 befürwortet Auer einen Antrag der Frauen in den Länoern, wo Frauen politischen Vereinen nicht angehören dürfen, das System der Vertrauens-Personen beibehalten wird. Die Verleger, Geschäftsführer 2c. der Arbeiterpresse treten heute abend zu einer Besprechung zusammen. Die deutschen, österreichischen und Schweizer Sozialisten haben Begrüßungs-Telegramme geschickt. Schluß 7 Uhr 15 Min. Morgen Fortsetzung. Nermischtrs. Budapest, 16. September. Der Rechtsbeistand der Neuen Pester Gewerbe- und Handelskammer ist nach Unterschlagung bedeutender Summen nach Amerika geflüchtet. Die Pest. Im Haag wird versichert, daß ein Pestfall in Amsterdam festgestellt worden sei. Der Fall soll in einem gewissen Hause konstatiert worden sein. Die Nachricht bedarf jedoch noch der Bestätigung. Die belgische Regierung hat eine amtliche Delegation nach Glasgow entsandt, um die zur Bekämpfung der Pest getroffenen Maßregeln zu studieren. Die Mission besteht aus Beamten des Ackerbauministeriums, einigen Professoren und Aerzten. Das schreckliche Unglück in Texas, das so viele Menschenleben gekostet und namenloses Unglück herbeigeführt hat, veranlaßte die Berliner amerikanische Botschaft zu einer Sammlung von Beiträgen. Die Zeichnung hat am 15 d. M. begonnen. Es sind bereits 2000 Mark zur Linderung der Not gespendet worden. Bei dieser Summe ist zu berücksichtigen, daß sie zwei Stunden nach Eröffnung der Subskription gezeichnet worden war. — Der Ackerbauminister gibt bekannt, daß bei dem Orkan in Texas 75000 Ctr. stehender Baumwolle vernichtet wurden. In Galvestone wurden 50 000 Tonnen Baumwolle vernichtet. Paris, 16. September. Die Jenabrücke im Ausstellungsgebiete wurde durch eine in einem benachbarten Restaurant entstandene Explosion beschädigt. Die Art und Weise, wie die Explosion erfolgte, ist noch unaufgeklärt. Ein mit Karbol gefüllter Apparat explodierte plötzlich und man war besorgt, daß eine Explosion von 15 weiteren Behältern, die im ganzen 2000 1 Alkohol enthielten, noch er- I folgen würde. Ein Teil der Fußgängerbrücke geriet in Brand. Dieser Teil der Ausstellung mußte während des ganzen Abends geschloffen bleiben. Arbeiter, die in der Nähe des Explosionsortes arbeiteten, erklärten, ihrer Ansicht nach sei die Explosion auf die Unvorsichtigkeit eines Spaziergängers zurückzuführen, der ein brennendes Streichholz von der Brücke herabgeworfen habe. Bilbao, 17. September. Bei einem Eisenbahn - zusammenstoß wurde ein Paffagier getötet, ein Zugführer und ein anderer Bahnbeamter lebensgefährlich und mehrere Passagiere leicht verletzt. New York, 17. September. Der Wahrspruch der Totenschau-Kommission in Sachen der seinerzeit bei dem Brande in Hoboken umS Leben Gekommenen erklärte, die Erzählung von der Unmenschlichkeit von Kapitänen derSchleppboote für wohl begründet, aber die Namen der betreffenden Kapitäne seien nicht mehr zu ermitteln. Die Zahl der Ertrunkenen würde geringer gewesen sein, wenn die Schleppboote mehr Zeit darauf verwendet hätten, Menschenleben zu retten, als der Hoffnung nachzugehen, Güter zu bergen. Ueber die Eutstehungsursache des Brandes hat man keine Kenntnis. Handel und Verkehr. Nslkr«iktsthafi. Frankfurter Börse vom 17. September. Wechsel auf New-York zu 0.00-00. Prämien auf Kredit per ult. Sept USM/o, do. per ult Okt. 2.40%, Diakonto-Kommandit per ult. Sept. 1.00%, do. per ult. Okt. 2.30 o/o, Lombarden per ub Sept. 0.50%, do. per ult Okt. 0 90%. Deutsche Bank per ult. Sept. 0.00%. Notierungen ; Kreditaktien 206.80-000.00-00 , Dlskonto- Kcmmandit 173.30-60-00-00-00 Staatsbahn 141.70-00., Lombarden 26.00.00, Italiener 94.10, Spanier 72.00-00, Bproz. Mexikaner 25.40, Bochumer 178.50-90 bz., Laura 194 80-5.60-4.50-60-50 bz., Harpener 176.10-176-000.00 bz., Gelsenkirchen 188-00.000 bz., G., Privat-Diskont 4%-4% % G. 1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 206.80-40-000-000.00 bz., Dis- konto-Kommandit 173.40-172.10-40 tfz., Staatsbahn 141.70-50.0 bz., Lombardei) 00.C0-26.C0 b., Laura 000-00, Berliner Handelsgesellschaft 000.00 bz., Sproz. Mexikaner 00.00 bz, 3proz. Portugiesen 00.00-00 bz., Ottomanbank 000.00 bz. Schul nzüge in grosser Auswahl! Giessen, Kirchenplatz 11. Markus Bauer. Seiden-Blusen n 3.90 und höher — 4 MeterI — porto- und zollfrei zugesandtI Muster umgehend; ebenso von schwarzer, weißer und farbiger „Henneberg-Seide" von 75 Pfg. bis 18,65 per Meter. 122 G. Henneberg, Seiieii-FainM (L v. k.M) Zürich. Bekanntmachung, betreffend. Städtisches Elektrizitätswerk. Um die Abgabe von Elektrizität für den Bedarf des Stadtgebietes bi» zum 1. April 1901 bewirken zu können, ist es jetzt schon erforderlich, die Verteilung elektrischer Energie in diesem Gebiet festzustellen. Das Werk wird im Gleichstrom-Dreileitersystem 2 mal 220 Volt ausgeführt. Die Stärke der Leitungen und die Führung derselben wird in den Straßen entsprechend dem voraussichtlichen Bedürfe an elektrischer Energie für die einzelnen Bezirke bestimmt. Wird dabei auch Spielraum für einen über den Rahmen der ersten Anmeldungen hiuausgeheudeu Verbrauch vorgesehen, so können durch nachträgliche Anmeldungen den Abnehmern Schwierigkeiten und besondere Kosten erwachsen. ES wird deshalb dringend gebeten, den voraussichtlichen Bedarf au elektrischer Energie bis zum 1. Oktober dS. IS. auf den dafür in dem Büreau deS städtischen Elektrizitätswerkes (Neumühle) und bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei unentgeltlich zur Verfügung stehenden Formularen auzumeldeu. Die Bedingungen für den Bezug elektrischer Energie sind ebendaselbst erhältlich. Die Aufforderung zur Stellung definitiver Anträge auf Anschluß erfolgt dann später. Zur Erläuterung sei bemerkt, daß jedes Grundstück in der Regel nur einen Anschluß an die elektrische Leitung erhält, daß aber die verschiedenen Gebäude eines Grundstückes oder die verschiedenen Stockwerke eines Gebäudes durch besonderen, mietweise Überlaffenen, Zähler in ihrem Verbrauche kontrolliert werden können. Bei der Anmeldung ist getrennt anzugeben der voraussichtliche Bedarf an elektrischer Energie: a) Ar,_Beleuchtungszwecke durch Bezeichnung der Art, Stärke und Zahl der Lampen, d) für elektrische Motoren nach Pferdestärken des Elektrometers, J“r sonstige Zwecke unter Beschreibung der Verwendung, die beiden letzten Angaben mit Zufügung der Tageszeiten und Stunden, in welchen der Betrieb voll und beschränkt stattfindet. Jede gewünschte wettere Auskunft erteilt der Betriebsletter des städtifchen Elektrizitätswerkes, Herr Mulert, auf der Neumühle in den Stunden von 11 — 12 Uhr vormittags und 5—6 Uhr nachmittags. Gießen, den 27. August 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 5705 Mittwoch den 26. Zeptbr. d. nachmittag» L% Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Carl Georg stehenden Immobilien der Gemarkung Gießen: Flur 40 Nr. 37>%0o — 276 qm Hofraite links der Chaussee, Flur 40 Nr. 37«% » — 166 qm Grabgarten daselbst off^rtlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. September 1900. Ortsgericht Gießen. Gros. 5859 Göstversteigerung. Donnerstag den 20. d. M , von nachmittags 4 Uhr an, soll das Obst, als Aepfel (meist Tafelobst), Birnen und Zwetschen, von dem Freiherrlich van der Hoop'scherr Gute bei Rodhe-m a. 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