iM. 193 Sonntag den 19. August Drittes Blatt 1900 ttgtich Gießener Anzeiger Watetet“ x. rBUttec General-Anzeiger (eifflü« Loß «ßcheiuenben 9huna>cr Mf wnn. M Ehr Aints- und Anzeigeblatt für den Ureis Gissten. Iht Oretzeuer larttea tte Anzeiger U< «nzttgew-vermittimeßSstellen de» In- und HufUaM «h»m Anzeigen für den Gießener Anzeiger rntftfc». AeilenpreiS: lokal 12 Pfg., aultoärt» 20 Pf,. Aezngsprei, •itttdiäbd. Mk 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohnr durch die AbholesteL« viertcljLhrl. Mk. IM monatlich 66 $ft- Bei Postbezug Mk. 2.40 vierteljShast mit Bestellgeld JhfceWee, Ggyeditton und Drucker«: Mr. 7. —. LIIIUBWg^W Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmirt, Matter für hessische DoUlsKnnde. Adreg« für Depesche«: Anzeiger chletzE. Fernsprecher Nr. 6L China 1895 bis zum Juni 1900. i. Die neueste Geschichte Chinas und hiermit gleichzeitig diejenige des Umschwungs der Beziehungen aller fremden Mächte zu China hebt mit dem Frieden von Si- monoseki (Sommer 1895) an, welcher den fttieg mit Japan beendete. Nachdem die Schwäche des chinesischen Kolosses hinreichend genug offenbar geworden und durch das Einschreiten der Mächte (Deutschland, Rußland, Frankreich) die Gefahr glücklich beseitigt war, daß das sieghaft und kühn aufstrebende Japan das Reformwerk in China selbst in die Hand nehmen werde, begann eine Art von unblutiger Eroberungspolitik seitens der fremden Mächte. Die Schlagwörter dieser Politik lassen sich in die Begriffe zusammenfassen: Reformen der Wehrkraft mit Hilfe fremder Instrukteure; Interessengebiete der auswärtigen Mächte; Konzessionen für Eisenbahnbau, für Bergbau, für Niederlassungsrechte; Gewährung von Staatsanleihen mit Leistung von Garantien und Uebernahme von Verpfändungen der Staatseinnahmen; Gebietsabtretungen. Die letzten fünf Jahre tragen das Gepräge, daß auf der einen Seite die chinesische Regierung zwischen Zugeständnissen und Widerstand gegen die ihr zugemuteten Forderungen schwankt, während auf der anderen Seite die Mächte bemüht sind, mit thunlichster Beschleunigung und meist ohne gegenseitige Verständigung möglichst große Vorteile und möglichst ausgiebige Anwartschaft auf weitere Machtentwickelung sich zu verschaffen. Nachdem in der ersten Zeit nach Beendigung des japanischen Krieges von seiten der chinesischen Regierung keine Schritte gethan wurden, welche auf die Nutzbarmachung der in jenem Kriege hervorgetretenen Lehren schließen ließen, trat bald ein sichtbarer Umschwung zur Reformfreundlichkeit ein, die von der nächsten einflußreichen Umgebung des jungen Kaisers Kuangsü auszugehen schien. Die Regierung trat mit den Mächten in engere Beziehungen, verstand sich zur Bewilligung von Eisenbahnkonzessionen, zur Erschließung weiter Gebiete für die Handelsfreiheit und Missionsthätigkeit, zur lieber» lassung von Pachtgebieten an die Machte (für Rußland Port Arthur und Talienwan mit Hintetrland, für D e u t s ch- land Kiautschou, für England Wei-Hai-Wei und Kau- lung. (Auf dem Festlande, Hongkong gegenüber.)) Aber auch in die innere Politik schien ein frischer Aufschwung gekommen zu sein. Li-Hung-Tschang bereiste die europäischen Höfe und knüpfte vornehmlich mit Deutschland Vertrauen erweckende Beziehungen an. Russische und namentlich auch deutsche Instrukteure arbeiteten nicht ohne Erfolg ander Reorganisation der Armee in den Nord- vst-Provinzen, während im Süden französische, audy englische Militärs thätig waren. Die uralte Gelehrtenhierarchie, welche noch immer die höchsten Staatsämter nach einer vieltausendjährigen Sitte beherrschte, begann sich unter dem Einfluß moderner Ansichten zu lockern. Der Versuch, Schulen für die mittleren und selbst für die niederen Stände zu errichten, eine Presse ins Leben zu rufen, die Gewalt der Zentralregierung auch in den entfernteren Provinzen zur Geltung zu bringen, vor allem aber nach Art der europäischerseits verwalteten Seezölle ein geordnetes Finanzwesen einzuführen, deutete in der ^.Yat auf den Beginn des Bruches mit der traditionellen unveweglichkeit und der versteinerten, unnahbaren Kultur „ Selbe» Rasse, welche dem Abendländer als eine nur inucham übertünchte Barbarei erscheinen muß. Prinz Kuna Lt-Hung-Tschang und Kang-Yu-wei als Haupt- fortschrittlichen Richtung, als einflußreicher Ratgeber des Kaders welcher hauptsächlich für kurze Zeit einen Anschein von selbstbestimmendem Herrscher gehabt haben durfte^ L er Empfang des Prinzen Heinrich von Preußen durch den ein in der Geschichte Chinas noch Nie dagewesenes Ereignis, bildet gewissermaßen den bcr fremdenfreundlichen Bewegung. (15. Mai 1898.) a ä Es ist nur zu begreiflich, daß die nach chinesischem Begriff übereifrigen, weit über das zunächst erreichbare Ziel hinausgehenden Reformversuche zu einem Rückschlag, zu einer gefährlichen Reaktion führen mußten. Weniger' der Tod des Prinzen Kung (Ende Mai 1898), als eine Reihe innerer politischer Notwendigkeiten führten bereits in der zweiten Hälfte 1898 den Umschwung herbei. Die Mcmdschu- Dynastie ist bekanntlich keine rein.chinesische, und wird von zahlreichen Millionen als eine Gewaltherrschaft angesehen, mit welcher man sich nur ungern abfindet, welche man mit Vorliebe für alle erlittene Schmach und Unbill verantwortlich macht. Die Niederlage im japanischen Krieg blieb doch der großen Masse nickst so vollständig gleichgiltig, wie man wohl vielfach nickst mit Recht außerhalb Chinas angenommen hat. Man empfand mit Unbehaglichkeit das Zunehmen des in Händen der Ausländer befindlichen Han- 75^'..welcher die eigenen Interessen in ganz realem Sinne Kwalcrte; man sah die Ausbreitung des Christentums, oeuen Vertreter den Achutz der chinesischen Regierung genossen. Das Feschalten an der eigenen, überschätzten, stolz hochgehaltenen Kultur brachte sehr schnell einen herben Gegensatz zu stände, denn der Chinese sieht in dem Fremden keinen höherstehenden Kulturmenschen, sondern mehr den rücksichtslosen Ausbeuter, der die modernen Kulturmittel, wie Eisenbahnen und Industrie, nur deshalb ins Land bringt, um sich zum Nachteil des letzteren zu bereichern. Der wahre Sinn der Reformbestrebungen blieb der großen Masse fremd. 9iur langsam brach sich wegen der noch immer äußerst schlechten Verkehrsverhältnisse die Willensmeinung der Regierung Bahn, meist aber gelangten nur falsch aufgefaßte Bruchstücke in die weiteren Kreise des Volkes. So wird es nicht wunderbar erscheinen, wenn man fast überall der reform- und fremdenfreundlichen Dynastie die Schuld für die Mißstände beimaß, welche schon vorhanden waren und sich aus den Reformen, aus den Zugeständnissen zu ergeben schienen. Auf der einen Seite gedrängt durch die Mächte, welche naturgemäß mehr und mehr forderten und das Erreichte natürlich mit voller Energie apsbeuteten, auf der anderen Seite ebenso beängstigt durch die zunehmende Sektenbildung, durch die wachsende Unruhe im eigenen Volk, sah sich die regierende Partei zu Peking vor die Existenzfrage gestellt. Das Neue hatte keinen Grund im Urcharakter der Chinesen, daher schien die Rückkehr zum alten als der einzig gangbare Weg. Die altchinesische Richtung fand ihre Verkörperung in der Person der Kaiserin-Witwe, einer begabten Frau, welche sich durch Klugheit und durch die Gunst der Verhältnisse aus niederem Stand zur Macht emporgeschtvungen und diese als Regentin in schweren Stürmen zu behaupten gewußt hat. Während sie äußerlich das gute Einvernehmen mit den Mächten fortsetzte, und dem blöden Volkss das Beispiel gab, als ob China noch immer in alter Machtfülle über sämtlichen (Staaten! der Welt stände, vollzog sie hinter den verschlossenen Pforten des kaiserlichen Palastes zu Peking eine Revolution, deren Einzelheiten sich der Kenntnis entziehen und vielleicht nie enthüllt werden dürften. Schon im August 1898 erschien ein noch im Namen Kuangsüs erlassener Befehl, welcher alle Reformen widerrief. Später bemächtigte sich, die Kaiserin-Witwe selbst der Gewalt; bald sollte Kuangsü ermordet, bald zur Abdankung gezwungen sein, bald wurde berichtet, daß der rechtmäßige Kaiser ein Schattendasein führe, und in der sinnlichverweichlichenden Luft seines Palastes körperlich und geistig dahinsieche. Alles, was neuerdings aus dem Palastleben in Peking berichtet wurde, ist mit Vorsicht aufzunehmen, aber soviel wenigstens darf als erwiesen angesehen werden, daß unmittelbar vor Losbruch der jetzigen Erhebung in der Kaiserin-Witwe die eigentliche Regierungsgewalt zu erblicken war. Li-Hung-Tschang hatte den Posten des Vizekönigs in einer der entlegenen Südprovinzen erhalten und war somit der Einwirkung auf den Lauf der Ereignisse an der augenblicklich entscheidenden Stelle entrückt. Die sonstigen, ehedem einflußreichen Anhänger der Reformströmungen Knangsüs hatten ihre Geltung eingebüßt; Kang-Yu-wei flüchtete im Herbst 1898 nach Japan. Die Partei der Reformfreunde hatte zwei große Fehler begangen. Erstens hat sie durch die offizielle Zauder-Politik der durch sie vertretenen Regierung Kuangsüs keinen der Mächte, nicht einmal Rußland als dauerhaften Bundesgenossen gewinnen können; vielleicht dürfte die künftige Beurteilung, welche späterhin die wahren Beweggründe erkennen und sichten wird, es für einen politischen Fehler der auswärtigen Mächte erachten, daß sie die Partei Kuangsüs nicht gestärkt und zur entscheidenden Macht erhoben haben. Zweitens fehlte es der Reformpartei am ausschlaggebenden Faktor, an einer sicheren, tüchtigen Militärmacht, toeldye im Notfall eingreifen und jeden Widerstand mit Gewalt niederschlagen konnte. Aeußerlich machte sich der Umschwung bemerkbar durch die fast in ganz China, bald hier bald dort, auftauchenden unruhigen Bewegungen, namentlich durch *bie Ausschreitungen gegen vereinzelte Missionsanstalten im Innern, sowie auch durch die sichtlich ablehnende Haltung der Zentralregierung gegen weitere Zugeständnisse an die auswärtigen Mächte, z. an Italien, welche die Abtretung eines Küsten- streifens in der Provinz Tschekiang verlangt hatte. In Nordchina trat die national-chinesische Eigentümlichkeit, die Bildung religiös-politischer Geheimbünde hervor, während in Peking die Haltung des Pöbels und selbst der Truppen bereits gegen Ende 1899 so unsicher wurde, daß die Ge- sandschaften Schutzwachen aus eigenen Landungstruppen erbaten und bald darauf erhielten, leider aber in ganz unzureichender Stärke. Die von der Kaiserin-Witwe angefachte Bewegung hatte dasselbe Schicksal, welches allen extremen Strömungen zu widerfahren pflegt, daß nämlich eine noch weitergehende, in vorliegendem Fall noch reaktionärere Richtung nach und nach hervortritt, um mit Gewalt, mit Hilfe der Revolution die gelindere Strömung zu beseitigen und sich selbst zu bethätigen. So auch hier. Noch lassen die Nachrichten nicht erkennen, welche Ereignisse in dem herrschenden Kreise sich zu Peking abgespielt haben, wie weit die Anarchie und der Umsturz der bestehenden Gewalten dort gelangt sind. Allem Anschein nach ist aber die Kaiserin-Witwe gestürzt und eine noch fremdenfeindlichere, auf blutige Gewalt- thaten gestützte Herrschaft, vertreten durchs den Prinzen Tuan, in den Besitz der Regierung gelangt. Hiermit würde sich in den Aufruhr, der die Volksmassen aufwühlt, gleichzeitig eine rein persönlich-dynastisck>e Frage verkörpern. Prinz Tuan hat Rechtsansprüche auf den kaiserlichen Thron, denn als Kaiser Taokuang 1850 starb, sollte der Vater des Prinzen Tuan laut Testament Nachfolger werden, allein infolge von Jntriguen und Fälschungen gelangte statt dessen sein Bruder Hienfong auf den Thron, welchen er bis 1861 inne hatte. Eine seiner Frauen ist die jetzt so viel genannte Kaiserin-Witwe geivefen; Prinz Kung war fein jüngerer Bruder. Auf Hienfong folgte Tungtsi (1861 bis 1875), welcher als minderjährig unter der von Prinz ftung geleiteten Regentschaft stand und ohne Nack).kommen starb. Ihm folgte sein erst vier Jahre alter Neffe Kuangsü, über dessen Regierungszeit wir schon kurz berichtet haben. Als sein Nachfolger wurde im Anfang des laufenden Jahres der junge Prinz Putsing (geb. 1886 als Sohn des Prinzen Tuan) in Aussicht genommen. Infolge aller dieser Schieb - ungen besteht ein schroffen Gegensatz zwischen Tuan und der Partei der Kaiserin-Witwe, so daß es durchaus nicht unwahrscheinlich wäre, wenn Tuan die jetzigen Unruhen dazu benutzen würde, um seine Ansprüche auf den Thron von neuem geltend zu machen. In welchen Beziehungen dieser Prinz zu den Boxern steht, ist noch nicht zu erkennen, vielmehr dürften alle Angaben hierüber auf Vermutung beruhen. Meratur. 100 Jahre sind verflossen, seit FriedrichWöhler, der Freund unseres Liebig und der Mitbegründer unserer modernen Chemie, das Licht der Welt erblickt hat. Er war es, der der Vorstellung von der Lebenskraft, die in jedem Pflanzen- und Tierkörper wirksam fein sollte, durch seine Forschungen den Todesstoß versetzte. Dr. Bechhold widmet in der letzten Nummer der „Umschau" (Frankfurt a. M.) dieser großen Persönlichkeit eine liebevolle Schilderung, in der er auch die Bedeutung seiner Entdeckungen dem allgemeinen Verständnis näher bringt. Die gleiche Nummer enthält einen höchst interessanten Aufsaß von Dr. Tschierschky „lieber den Wert der Arbeit zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Ländern". Kandel and KerKehc. KslkSVirstchast. — Die Zustände in den GastwirtschaftSküchen sollen auf Anordnung des Reichskanzlers in allernächster Zeit einer umfassenden Prüfung unterzogen werden. Es handelt sich hierbei um eine Feststellung, ob und inwieweit die Klagen deS Verbandes deutscher Köche zu Berlin, die dieser in einer längeren Eingabe dem Reichskanzler unterbreitet hat, berechtigt sind. Diese Klagen erstrecken sich besonders auf zahlreiche, die Gesundheit des Küchenpersonals schädigende Mißstände in den Küchen und den zur Küche gehörigen Räumen der Gast- und Schankwirtschaften, Hotels und Garküchen. Die Erheblichkeit der Klagen ist vom Reichskanzler anerkannt worden, der infolgedeffen die Regierungspräsidenten sofort anwies, eine gründliche Revision in die Wege zu leiten. An der Hand eines vom Reichskanzleramt zufammengestellten Fragebogens, der 20 Fragen umfaßt, wird hauptsächlich darnach geforscht werden, ob die Klagen des Köcheverbaudes in Bezug auf örtliche Lage der Küchen und ihrer Nebenräume, auf Temperatür, Ventilation, Sitzgelegenheiten usw. begründet sind. Alle diese Punkte würden nötigenfalls ein Einschreiten auf Grund des $ 120 Absatz e der Gewerbeordnung gestatten. — Das Hettler sche Posthandbuch, mit RedaktionSschluß tm Juni, also alle Neuerungen enthaltend, ist soebm bet uns ctn- gelaufen. Wir können dieses von der Generaldtrektton der Württem- bergtschm Posten und Telegraphen revidierte, vom bayerischen Ver- kehrSministerium warm befürwortet« Werk mit bestem Gewissen em- psthlm. Der 10. Jahrgang bringt u. a. zahlreiche Abbildungen von Musterformularen. ES wird in keinem Kontor und in den Amtsstuben keiner Behörde entbehrt werden können. Die baS Buck her- stellmde Firma Greiner n. Pfeiffer, König!. Hofbuchdrucker in Stuttgart, hoben sich ein weiteres Verdienst dadurch erworben, daß sie neben der bisherigen broschierten und gebundenen Ausgabe auch eine solche mit dem gesetzlich geschützten Register-System von König u. Co. veranstalteten (brofch. 3 Mk.). Aerienheim. In den heißen Monaten sehnen sich mit vollem Recht besonders die ständig auf Bureaux in großen Städten beschäftigten Personen nach Ferien, um sich in freier Natur zu erholen. Den staatlichen und städtischen Beamten wird alljährlich ein Urlaub bewilligt, die Privatbeamten dagegen sind in dieser Beziehung meist weniger gut daran; in einigen größeren Betrieben gibt es allerdings sogen. Ferienordnungen. In dieser Richtung ist besonders anerkennenswert das Vorgehen der durch ihre Nahrunflsmiltel bekannten Maggi-Gesellschaft in Berlin (Fabriken in Singen (Großh. Baden): sie gewährt jährlich ihren sämtlichen 171 Bureaubeamten Ferien; aber nicht genug damit, hat sie — vereint mit der schweizerischen, österreichischen und französischen Maggi-Gesellschaft — die „Villa Balmberg* oberhalb Brunnen am Vierwaldstättersee in der Schweiz als Ferienheim für ihre Beamten, deren Frauen und Kinder, eingerichtet. — Hoffentlich können wir bald wieder von ähnlichen, im Jntereffe der Angestellten getroffenen Wohlfahrtseinrichtungen unseren Lesern berichten. MEY’s Stoffwäsche u Fabrik von äusserst vortheilhaft " M trägt jedes Stück. Im Gebrauch Diese Handelsmarke Billig, praktisch, elegant. von Leinenwäsche kaum zu unterscheiden. Vorrätig in Giessen bei: Ernst Balser, Ottmar Köhler, H. Kühn, Seltersweg 36, C. Steinhäuser, Neuenbäue, Wilh. Klee, Marktstrasse 2, Julius Hoos, Bahnhofstrasse 41, Ph. Lüdeking, Seltersweg 5. In Butzbach bei A. Weickhardt. Man hüte sich vor Nachahmungen, welche mit ähnlichen Etiketten, in ähnlichen Verpackungen u. grösstenteils auch unter denselben Benennungen an geboten werden, und fordere beim Kauf ausdrücklich 2262 echte Wäsche von Mey & Edlich. LEIPZIG-PLAGWITZ Rumän. Hoflieferanten. aus der MEY & EDLICH, Kgl. Sächs. u. Kgl. Ma- Seifenpulver (Salmiak-Terpentin-Seifenpulver) ißt ein unübertreffliches, allgemein beliebtes Wasch- und Bleichmittel. Es verleiht der Wäsche einen anhaltend angenehmen Geruch. Geber all erhältlich. 224 Man achte auf das Wort „Jitka11- Trinkt Aranse-Limonade „Kühleborn" gesetzlich geschützt Nr. 32587 anerkannt vorzügliches und wohlbekömmliches Erfrischungsgetränk. Zu haben in satt sämtlichen Hotels 3k Bräutigam, Bleichstraße 21. T. Bruder, Wallthorstraße 14. Emil Alschbach, Seltersweg 24. E. Eichmann, Nordanlage. und Restaurants, sowie bei den Herren: H. Sengnagel, Neuenbäue. H. Hahn, Bismarckstraße. A. & S. Wallenfels, Marktplatz. 5019 LlMMiem (Damenkopswaschen) Auswhrung 1 SWdtt empfiehlt H. Plank SpeM-Damell-kriftm-Geschäft. Alle Arten Haararbeiten, wie Zöpfe, Scheitel, Locken u. s. w. werden schön und billig angefertigt. 3947 Telephon 4721 Telegraphen Aektr. Wen Wafferstands- Fmuttlber Sicherheits- Anlagen liefert zu billigen Pr-eisen Max Weissbäcker Hieße«, L>üdanlage 23. 9i,,du Beste Stärkemittel. © [Ueberell verrMtig in Pecketen en 10, 20 n. 60 Pfg.j Helar. Back (Fabrik.voffMtck's Doppel-Stlrke) UlmajD.' Zöpfe, Dreher, Haar Uhrkette«, Toup4s, Scheitel «. Perrücke« werden billigst angefertigt. Spezialität in grauen und weißen Haaren bei 910 H. Tichy, Akltersweg 60. Fabrik: Robert Berge Pössneok i. Vinavigo.SpaDische ^killgesellsod. Import feinster alter Weine, deren Reinheit garantiert wird. Malaga, Madeira, Sherry, Laer. Christi, Portwein, rot und weiss, Vermouth, Muscat, sowie ff. Cognac. Verkauf in 1/1 und i/2 Flaschen, sowie glasweiser Ausschank im 5290 Hotel Grossherzog von Hessen, Giessen. “tau, Toqnao r Man Ärztlich empfohlen. Preise stehen auf den Etiketten. verlange Ä \ C ” Flasche M. 1.80, 2.50, 3.—, 3.50, 4.—, 5.— Cognac zuckerfrei Flasche Mk. 3 Vorzüglich für Genesende und Zuckerkranke. Literflasche Mk. 2.— . Haupt-Niederlage für engros und detail: Ad. Geisse in Giessen. Zwei Epidemien. — Biergarteo. — Der Gerichtsdiener als Sattenmörder. — Das Ende einer Grobe. Berlin hat jedes Jahr zwei große Musikepidernieen zu überstehen. Die unstreitig gefährlichere, deren Einzel- sälle die komplizierteren sind, ist die Winterepidemie; da lassen die riesigen Musikramschbazare, die sog. Konzertagenturen, ihre Scharen los, und es giebt dann in der großen, weiten Stadt keinen Saal und kein Sälchen, in dem nicht die Geige gestrichen, das Cello geschabt und das Klavier massiert wird. Das ist die Zeit, in der Menschen, denen man nie im Leben etwas zu Leide gethan hat, einem plötzlich zwei Billets zum Konzert Müller oder zur Soiree Schultze in die Hand stecken und etwas von dem sehr viel versprechenden Pianisten Müller und der höchst talentvollen Sopranistin Schultze — Aglaia Schultze - murmeln. Mitunter verlangen sie sogar noch daß man diese Billets bezahlen soll. Tos ist die Zeit, in der auch die Schüleraufführungen grassieren, mit Programmen so lang, daß sie Schatten werfen, denn keiner der Eleven und keine- der Elevinnen darf übergangen werden. Es wäre ja nicht gut zu machen, kämen die Zuhörer nicht zu der lieber - zeugung, daß es kein widerstandsfähigeres Fell giebt, als das menschliche Trommelfell. Tiefe schwere Zeit ist also die der Winterepidemie. . Im Sommer dagegen herrschen die Biergartenkonzerte^ Es g i e b t, allen gegenteiligen Ansichten zum Trotz, Gärtert in Berlin. Die meisten liegen ja erste Etage oder sind einfach in den .Hof hinausgetragen, aber es giebt auch „Naturgärten" (beiläufig ein Wort, das nur in Berlin geprägt werden konnte). Ter Gastwirt nun, den eine solch grüne Oase eigen ist, sucht sie möglichst auszunützen, möglichst viel Gäste hineinzuziehen, und das gelingt ihm am besten durch „Musike". Musikanten giebts in Berlin die Hülle und Fülle, weiß der Teufel, der sie geschaffen hat, wo sie alle Herkommen, und so hat er bald feine Kapelle zusammen. Die großen Etablissements, deren Pächter und Bewirtschafter den vornehmen Namen „Oekonom" tragen, engagieren Musikkapellen, und die spielen in der ^hat durchgängig gut und ziehen das Publikum am menten an. Die „Zivilorchester" aber, die „Hauskapellen" vollführen zum Teil eine Musik, haß man Lust bekommt, im Strafgesetzbuch nachzuschlagen, ob es dagegen keinen Paragraphen giebt. , , Es giebt keinen, ich habe schon nachgesehen. Augenblicklich ist die Musikmacherei im vollsten Gange, das fiedelt und bläst aller Enden, und der Berliner Spießbürger sitzt dabei, schwitzt, trinkt viel Bier und findet das Leben „zeitraubend, aber schön". Und wenn wir schließlich gerecht sein wollen, hat er Recht, wenn er sich nach des Tages Last und Mühen auf seine Weise amüsiert und nicht danach fragt, ob die Musik, die ihm gefällt, auch nach berliner ZSrief. (Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck verboten.) Ueberrafchuugen nach der Sommerfrische. — Dreimal Bahnsteigkarten. Das Ende der Schulferien ist für tausende von Familien, die in der Sommerfrische See- oder Bergluft genossen haben, der Mahnruf zur Heimkehr gewesen. Ach, es hat vielen diesmal nicht an Ueberraschiungen gefehlt. Nicht die selbstverständliche Thür-Guirlande mit dem Neuruppiner „Willkommen" in der Mitte; auch nicht der mit Rechnungen vollgepfropfte Briefkasten! Tie Herren Spitzbuben sind es gewesen, die mit kolossalem Eifer und anerkennenswertem Spürsinn eine erstaunliche Reihe von Wohnungsvisiten abgestattet und sich beim Verlassen der bewohnerlos gefundenen Räume die schönsten Andenken an die liebe Familie mitgenommen haben. Vielfach haben sie sich nicht mit Uhren und Schmucksachen begnügt, sondern Garderobe und Wäsche ebenso fröhlich mitgehen heißen, wie Möbel, Teppiche, Portieren, Speisevorräte re. Einem Zahnarzt in der Potsdamer Straße haben sie sogar den ganzen Weinkeller ausgeräumt, bis auf die sauren Moselmarken, mit denen er ihrer Ansicht nach, wahr- scheinlich allzugroße Zahnfleischwunden herzhaft zusammenzuziehen, diese Sorte also in seinem Berufe nicht gut zu entbehren vermag! Es ist überhaupt toll, wie die edle Zunft der Gauner und Langfinger sich entwickelt und mit immer neuen Triks aus der Bildfläche erscheint. Unvergessen ist noch die geradezu geniale Geschichte, die in Halensee passierte, wo einem jungen Ehepaar die Wohnung ausgeräumt wurde, während es im Theater war. Die raffinierten Spitzbuben kamen in Frack und Zylinder, erleuch teten alle Räume auf das Festlichste, und während einer prickelnde Walzermelodieen auf dem Piano zum besten gab, sodaß die übrigen Hausbewohner eine kleine Feier bei den jungen Leuten vermuteten, revidieren die anderen Schränke und Kästen, bis alles, was ihr Herz begehrte, in ihrem Besitz war. Darauf verschwanden sie, ruhig und gemessen, wie echte Gentlemen — und sind bis> .auf den heutigen Tag auch noch nicht erwischt! Ein erfolgreicher Feldzug wird augenblicklich auch gegen Ladenbesitzer ausgeführt, indem irgend ein Mitglied der „Gilde von den fremden Taschen" den Geschäftsinhaber hinausholt, um ihm einen Gegenstand feines Schaufensters als den zu bezeichnen, den er gern kaufen möchte. Während dieser kurzen Straßenszene find die anderen der Bande in den Laden geschlüpft und bemächtigen sich mit der berühmten „affenartigen Geschwindigkeit" der Ladenkasse, worauf auch Nr. 1 unter irgend einem Vorwand verduftet. Jedenfalls ein Verfahren, das sich außerhalb Berlins sehr gut verwenden läßt. Zu Nutz und Frommen aller Kaufleute mit -offenen Geschäften sei es deshalb festgenagelt. Daß man unlängst auch eine Kanone gestohlen hat, die aber von der Polizei wieder herbeigeschafft werden konnte, sei als Kuriosum bei dieser Langfinger-Revue gleichfalls mitgeteilt. Uebrigens ein seltsames Stibitz-Objekt. Ob der gute Spitzbube eine Vorliebe für hübsche Uhrketten-Anhängsel gehabt hat? — Wie Herr A. C. Thielen, der allmächtige Eisenbahn- Minister, die Bahneinnfahmen erhöht, davon erlebte ich ach Montag, wo die Ferienbummler zurückkehrten, ein klassisches Beispiel. Ein Familienvater mi seinem Küchen- bragoner wolle die heimkehrenden Kinder mit dem obligaten Gepäck in Empfang nehmen und lösten für den auf dem Potsdamer Bahnhof einlaufenden Zug Bahnsteigkarten. Der Zug war aber geteilt. Die zweite Hälfte kam auf einem aiweren Perron an und da die Kinder nicht in der ersten saßen, mußte Papa seufzend neue Bahnsteigkarten lösen, oa jeder Perron besondere Sperre hat. Nun saßen die Kinder auch nicht in der zweiten Zughälfte, sondern kamen in einem dritten Zug, der extra hatte eingestellt werden müssen. Der kam aber wieder auf Perron eins an. Und so opferte der schwergeprüfte Familienvater zum dritten Male die zwei Nickel!...'. Es lebe da.s Zeitalter des Verkehrs! ... A. R. jedermanns Geschmack ist. Es sind gerade die guten Elemente des Volkes, welche im Biergarten ihre Erholung suchen. Es wäre ganz gut, wenn es mehr Biergärten unb; dafür weniger Animierkneipen gäbe. Immer und immer wieder zeigt sich erschreckend aufs neue, welch entsetzlichenl Einfluß diese Lasterhöhlen ausüben. Vor zwei Jahren heiratete ein Gerichtsdiener, ein ordentlicher, solider Munn, ein braves, wirtschaftliches Mädchen, und die Ehe ließ sich vorzüglich an. Da geriet der Mann zufällig einmal/, vielleicht, weil er gerade einmal auf dem Nachhausewege! ein Glas Bier trinken wollte, in solch ein Lokal, und damit war sein Schicksal besiegelt. Eine.Kellnerin wußte ihm in ihre Netze zu ziehen, und seitdem war er wie umgewän-i delt. Er vernachlässigte seine Frau, ließ sie darben, um! alles hier Animierhebe zuzuwenden und erklärte auf Vorwürfe trotzig, er wolle auch sein „Amüsement" haben. Und- nun ereignete sich das Furchtbare. Ihm wurde ein Kind geboren, und statt daß dieses freudige Ereignis die Galten; einander näher gebracht hätte, gab es ihm Gelegenheit/ einen finsteren Entschluß auszuführen. Seine Frau war ja nur auf seine Pflege angewiesen, und so überreichte er ihr zum Frühstück Semmeln, die mit Butter und Phosphor bestrichen waren. Er wollte sie vergiften. Zum Glück genoß die bedauernswerte Frau nichts davon, das Verbrechen kam zu tage, und gefesselt brachte man den Liebhaber der Dirne und diese selbst ins Gefängnis. EiH Opfer der Animierkneipe — verloren fürs Leben. — Verloren für seinen Beruf, wenn auch glücklicherweise nicht fürs Leben scheint auch Willy Arends zu sein, der (ehemalige) Meisterfahrer. Er war ein einfacher Schlosserstift, als er entdeckte, daß es seine beiden Beine: mit den Wellen einer Maschine aufnehmen könnten. Diesen! erfreulichen Umstand beutete er aus. Er machte die- Gewinnung einer gut entwickelten Beinmuskulatur zu seinem Lebenszweck und das Pedaltreten zu seinen Beruf. Sehr richtig von ihm, hätte er versucht, ein „Intellektueller"' zu werden, so wäre ihm dieser Versuch höchstwahrscheinlich danebengelungen, und wäre er ihm geglückt, so wäre er dabei in irgend einem obskuren Winkel verhungert. Er erwählte also das besser Teil. Bald war er der gefeiertem Liebling des Volkes und erhielt den Kosenamen „Willy".! Willy gewann Gold und Ehren die Fülle. Aber nach einer Zeit der Triumphe trat eine Epoche des Niederganges ein. Zwar noch oft bewies er, daß er noch, schneller als x-mal in der Runde umherfahren könne als irgend ein Konkurrent/ aber sehr oft wurde er überholt. Endgiltig scheint aber jetzt erst sein Schicksal besiegelt. Er sollte sich im Sport- park Friedenau mit dem „großen" Franzosen Jaequelin! messen, aber er kam nicht dazu. Er wurde schon im Borlaufe von einem Licht zweiter Güte geschlagen. Als er vom Rade stieg, äußerte er selber resigniert, daß es mit seiner Rennherrschaft wohl vorbei fei. Eine schöne Karriere das, für die man mit 25 Jahren unbrauchbar wird. Man kann diesen Heroen des Strampelkultus ihre Preise und Gehälter, ihre Fabriksubventionen und ihre Wettgewinne von Herzen gönnen, man kann sich damit abfinden, daß es Leute giebt, die es für eine menschenwürdige Daseinsaufgabe halten, ewig auf Asphalt im Kreise umherzujagen, aber gegen den verblödenden Einfluß, den die allzuweit getriebene Sportliebe auf das Volk übt, muß man sich erklären. Heutzutage nimmt Sp o r t soviel Raum in einer großen Zeitung ein wie Politik. Kann man sie nicht einmal beide für einige Zeit — weglassen? Prämiiert: Butzbach 1898. Adrian ce-Buckeye Mein Geschäft verlege Ich ab I. Oktober 1900 nach Bahnhofstrasse 30, Einige vorjährige Herren- and Damenräder billig abzngeben. - — SO 6 Erlernen unter meiner persönlichen Leitung, auch bei ungünstiger Witterung in einem geschlossenen Raume, auf einem Lernapparat. Fr. Krogmann Wetzsteingasse 33 Grösste leistungsfähigste Werkstätte Oberhessens für Fahrräder Vertreter erster deutscher Firmen abr Adler, Mars, Gritzner, Patria. Zubehör- und Ersatzteile in grosser Auswahl. Prompte,., schnelle Bedienung. ein« und zweispäunig (auch für Riudviehbetrieb) mit Rollen« lagern und neuer patentierter Zugvorrichtung, wodurch das Zugvieh und die Maschine auftergewöhulich geschont B werden. Getreidemähmaschinen und leichte Garbenbinder für Dkl psttdk, sowie Pferderechen, Heuwender und landwirtschaftliche Geräte jeder Art hält auf Lager und empfiehlt billigst 3589 Liebigstrasse 13. M. Rosenthal Liebigstrasse 13. WLdntroffeil m EiOGell, ArbkitckWng u. KiihlKgigKkil Köchste Auszeichnung der Deutschen ^andwirtschafts Gesellschaft 1899. Neueste original amerikanische Grasmähmaschinen JE DAI IX BUTZBALll " IB98 Gröhes Erfatzteile-Lager. Keparatüren verdeu prompt mrsgesührt. Original Singer Nähmaschinen. Kgl. Bayr. EtaatSmedaiüe München 1898 mit der Motivierung: Vorzüglich und vielseitig mustergiltig» Unsere neuen Sorten von Familien-Maschinen stellen das Vollkommenste dar, was die Nähmaschinen-Technik bisher für Familiengebrauch und häusliche Industrie erzeugt hat. Unsere Maschinen für Fabrikationszwecke find unerreicht in Nähgeschwindigkeit und Dauer, wie in Vielseitigkeit und Güte der Leistungen. Spezial-Maschinen für die verschiedensten Zwecke und für jede Branche der Industrie. Kostenfreie UnterrichtSkurse auch In der Modernen Kunststickerei. Singer Go. Mähmaschinen Akt. Hes. Frühere Firma: G. Neidlinger. 4873 Bahnhofstraße 4. Giessen. Aahnhofstrahe 4, Krntegetränk für Landleute. DaS - Mit Gold.Medaille prämiirl. ucl 'I- er i° s.« 2 S §1 Leibt r^nk Beste, Billigste und Gesundeste ist der in Magdeburg. Leipzig und FSieu mit goldener Medaille prämiierte Buck’s Leibtrunk. Der zur Bereitung von „Auck's Leivtrunk" dienende, aus verschiedenen Früchten hergefleMe, sorgfältig präparierte, Konzentrierte „Fruchtsaft“ entsprechend den reich-gesetzlichen Aefilmmungen nud frei von allen schädliche« Zusätzen (erst in verdünntem Zustande genußfertig), liefert, mit kaltem -Nasser vermengt, ein angenehmes, sehr erfrischendes, ovsswelnarliges chetränk. „vuck's Leibtrunk" zeichnet tich aus durch: 1. Grösste Billigkeit, ca. 6 Pfg. pro Liter. Aeln ZuLer nötig. 2. Höchst einfache Znbereitung. 1 Liter Fruchtsaft wird Ibfach mit kaltem Wafier verdünnt und der Trunk ist fertig, sofort IrlnKKar, gewinnt aber an Hüte durch Lagerung. 3. Vortreffliche Haltbarkeit. 4. Goldgelbe Farbe. 5. Vortreffliche* Vermehrangemlttel für ObstmoHt. Alleinverkauf für Höerheffen und Provinz Kesten-Yastau: Kölner Konsum-Anstalt C. A. -ackenderg Rachfolger 6148 Bahnhofstraße 27.Giessen.Ketepho« 231. Die Säuglings-Ernährung nach dem bewährten System von Prof. Dr. Soxhlet ist in zuverlässiger Weise ausschliesslich nur mittelst des von Prof. Dr. Soxhlet selbst erfundenen Sterilisir-Apparates mit LuHdruckverNchlass D. R.-P. Nr. 57524 durchzuführen. Wer sich vor Misserfolgen schützen will, weise alle Ab- änderungenUnberufener oder Nachahmungen zurück und verlange den Original-Soxhlet-Apparat mit dem Namenszug des Erfinders; insbesondere achte man darauf, dass jede Flasche diesen Namenszug trägt. Nur diesen Apparaten ist eine richtige, vom Erfinder des Systems verfasste Gebrauchsanweisung beigegeben. Alleinige Fabrikation und Vertrieb für Hessen-Nassau und das Grossherzogthum Hessen ___ 6092 Gebrüder Weil in Frankfurt a. M. Concessionäre der Firma Metzeler & Co. in München. Niederlagen in Gleesen: C. A. Faber; W. Kilblnger; Adam Reinig; Brüder Schmidt; Emil Schmidt; J. Schellen- berg’s Nchf. In Wetzlar: Fritz Brenner; Rud. Spiess Nchf.; Anton Waldschmldt. In Gamberg: P. Haber; Ph. Wenz. In Alsfeld: G. Waldeck Wwe. In Fried berg in Hessen: Chr. Hess. In Bad-Nauheim: H. Kegelmann. 3471 Einbruch-Diebstahl. Die BerficheruugS Gesellschaft Hamburg in Hamburg, Grundkapital 4,000,000 Mk., versichert Waren, Mobilien, Geld nud Wertgegenstände gegen Abhandenkommen und Beschädigung infolge eines Einbruchsdiebstahls. Die Prämien sind mäßig und die Bedingungen frei von Härten. Polizen zum Selbstausstellen und Prospekte durch die 5008 Henerat-Agentur Kießerr, A. Schmidt, Mäusöurg 16. Gartenmöbel, Obstpressen, Waschmangeln, Rasenmäher Emil Pistor Nachf. Inhaber; H. Selbst und L. Schussler 10 Marktstrasse 10. lager in Werkzeugen,Eiseowaaren und «rs— HaushaUungsgegenständen mninjnn Eisschränke Gartenmöbel Rasenmäher Emaillierte Geschirre Petroleumkocher Spiritusgaskocher Haushaltungsmaschinen 3561 empfehlen A. KrÖll SÖhn©. Preisermässigung auf Fahrräder! Wegen vorgerückter Saison habe meine seitherigen, schon sehr billigen Preise noch wesentlich ermäßigt. 6385 Joh. Fr. Schaaf, renommiertestes Fahrradgeschäft in Gießen, ________Wetzsteinstraße 44.________ Sind Sie Taub?? Jede Art von Taubheit und Schwerhörigkeit ist mit unserer neuen Erfindung heilbar; nur Taubgeborene unkurirbar. — Ohrensausen hört sofort auf. Beschreibt Euren Fall. Kostenfreie Untersuchung und Auskunft Jeder kann sich mit geringen Kosten zu Hause selbst heilen- Dir. Dalton'e Ohrenhellanstalt, * 696 La Salle Ave., Chicago, JU. Herzenswunsch! aller Damen ist ein zarteS, reines Gesicht, rosiges, jugendfrischeö Aussehen, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint Man wasche sich daher mit: Radebeul« Wenmlih-Zkisk v. ZSergmarm & ßo., ZtadeVeul-Z>resde« 2810] Schutzmarke: Eteckenpserd. ä St. 50 Pf. in der ^ngekapotheke, bei ^mikAender, Zst.A.Mövs, Hart Schwaav, _________Anna ^lauK.__________ Aür Metzger! Hlllkklöht Md Hackbretter in allen Dimensionen sind wieder vorrätig bei 5287 Andr. Euler. Weiße und Greme-Wortzänge in großer Auswahl, abgepatzt und am Stück. Großer Posten Vorhänge von 3 Mk. an per Fenster zum Ausverkauf. Vorhänge in Wolle, Seide und gestickt. 4168 Th. Brück, Moßgaffe 16. Vereinigt sind die Vorzüge des Kakaopulvers und der Cbokolade in Moser-Roth’s Portlonen-Kakao mit Zucker ***■ der Vereinigten Chokolade-Fabriken Moser-Roth, kgl. Hofl., Stuttgart. Der Portionen-Kakao, in runde, feste Tabletten gepresst, ist nur aus den edelsten Kakao-Bohnen hergestellt, sehr schmackhaft, schnell löslich und, da entölt, leicht verdaulich und von höchstem Nährwert. Die Beimengung der entsprechenden Quantität Zucker verleiht ihm die Eigenschaft feiner Chokolade, er ist jedoch wegen seiner ausserordentlichen Ausgiebigkeit wesentlich billiger. Eine Portion oder Tablette v. ca. 10 Gramm, für 1 Tasse ausreichend, kostet 3'/e Pfg. Die Abpassung in Tabletten schliesst jeden Irrtum bei der Zubereitung aus. Die feste Form verhütet einen Verlust durch Zerstäuben und schützt das Aroma gegen widrige Einflüsse. Die gefällige und bequeme Verpackung, die einfache uod schnelle Zubereitung (am besten halb Wasser, halb Milch, einmal leicht aufgekocht) machen den Portionen-Kakao wertvoll für den Haushalt wie als Reiseproviant für Touristen, Radfahrer u. s. w. 8777 Erhältlich in Kartons von 24 Tabletten zum Preise von Mk. —.75. Proberollen mit 6 Tabletten 20 Pfg. Vorrätig in den meisten Konditoreien, Delikatessen-, Kolonialwaren- u. Drogen- Geschäften. B0~ Ersichtlich durch Plakate. **M Hemden Beinkleider für Damen u. Mädchen Nachtjacken Nachthemden Nachtkittel Unterröcke Hausschurzen Zierschürzen Handtücher Tischtücher Mundtücher Wischtücher u. dgl. m. m Ausverkauf rr wegen baulicher Veränderung meines Ledens. Waschstoffe aller Art. Kleiderstoffe Damen- Konfektion. Seidenstoffe Plüsch Sammt Auf einen Posten trüb gewordener Wäsche Bettkattune Betttücher Bettbezüge Bettkolter Bettfedern Bettdecken 4996 Kissenbezüge Barchent Federleinen Drell Hemdentuch Chiffon, Tischdecken Leinen, Halbleinen u. dgl. m. mache besonders aufmerksam. Bedeutend unter Einkaufspreis Aettestes Geschäft der Brauche em Blähe. *86% Grabdenkmäler a. Mauumente F. Spndfrma/m 5308 8144 & 7558 ieforung franko jeder Bahnstation. Verantwortlich für den allgemeinen Teil: I. V.: A. Steffenhagen; für den Anzeigenteil: Hans Beck. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univcrfitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. « UfllK 3949 :-I Marmor, Sijenit, Granit n. Land, kein in streng reeller, künstl.Aus- fübrung beikoul.Preisnotierung Erlin Jede Hausfrau wird erstaunt sein über die Wirkung. Oberbe*ri86b* Geweebe-Aeeetellung 1638 mit d<-r höchsten Aeiielchuung preiagekr. gebrannten Kaffee der Holl. Katieebrennerei H. Disqne & Co., Mannheim seit Jahren bekannt und beliebt unter der Marke Teppiche, Möbelstoffe, Linoleum aller Fabrikate u. Qualitäten. Beete Referenten rar geil. Einsichtnahme. Grösstes Bettenlager Eiserne Matrateen mit gea. geach. ver- atellb. Kopfteil, Eiaenmöbel. Spezialabteilnng für Vorhänge, Möbelfabrik ■"Ejr Gegründet 1S5C. Permanente Ausstellung kompletter Muster- zimmer in jedem Style. 8 Schaufenster. Grösstes Möbellager Lieferung vollständiger Wohnungseinrichtungen Jeder Preislage. Ernst ChaUier (Rudolphs Nacht) Glessen. Spexlal-€leischäft für Musikwaren aller Art. Graue Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Hendlung und Leihanstalt Spezialität: Billige Angaben. „Elefanten-Kaffee“ sind auserlesene, hochfeine Qualitäts-Kaffee. Nur prht ZU haben in verschIo88enen l/z, i/t und ye Ro.-Paketen zu Mk. 1.20 bis Mk. 2.— vvui per 1/g Ko. mit Firma und Schutzmarke „Elefant“ versehen. Verkaufsstellen zu billigsten Originalpreisen Bind an Plakaten erkenntlich und in den Zeitungen bekannt gegeben. A. Docter Seltersweg. A. Docter Seltersweg. TERATO IR9P Ate besten Speisen schmecken nicht ohne Zuthat des richtigen Gewürzes. Genau fo ist es beim Kaffee k Linde s Esten; für Kaffee ein vollkommen lösliches Pulver, kommt einem vorhandenen Bedürfnis entgegen. Linde s Essenz verleiht jedem Raffeegetränk. einerlei ob man reinen Bohnenkaffee, Malzkaffee oder Beides gemischt, oder eine andere Mischung gebraucht, einen vollmundigen angenehmeren Geschmack, feineres Aroma und die überall gewünschte schöne Farbe. Man muff aber nicht zuviel nehmen — X gestrichener Kaffeelöffel — d. h. 3 bis 4 Gramm auf I Liter Getränk genügen. Kraveinfassungen, sowie das Neuvergolden von Schriften und alle in das Fach einschlagende Arbeiten werden prompt und billigst besorgt. Gegen Zahlungen von nur 3 Mark Fahrräder prima neue, deutsche, unter Garantie. Joh. Fr. Schaaf, renommiertestes Fahrradgeschäft in Gießen, Wetzsteinstraße 44. [4421 Ein guter feiner Kaffee ist ein Hochgenuss und niemals gesundheitsschädlich, wohl aber geringer, schlechter Kaffee. Die nach J. v. Liebig’s Vorschrift — nicht mit Harz (oder Schellack) — ®t»x' [hin ffct'l Cbwn Zzi MILLI M