f W ebenti, 4S.L MM. 15, _______49^ °QUembe 5t. -^L k, iMtt, » biK 'kvigSplah 3. Ä 4666 LSttten^ V oli furns. N« Jahren in die 4216 W Kaserne, it HtnachZkar- 4887 ntor gesucht. 2855 des. die tt6. n gesucht. ÜleuHabt (: Mchea t gesucht. linwrg L,!. >n ein Mchen vaveaußalt. DirpstmLM t - wird W' -rav! mit i Skelett, ein W N fi-heig- ichttmg M ,uewrw‘ ge M«Mde ,u t>ttloul«u millagS zroischen atze 8 angesehen Steinstraße 16_._ gvferve zu m- Tbinbie»# brunttrrwtyw. ’^Äw1 S$a V* LS tllersweg No. 63- M6V ZMlpa^ - ..al IttbH« B ;6rte» LageI en i '60- M. 166 Zweites Blatt. Donnerstag den 19. Mi 1900 Ave Lnz«gen«BermitttungSstelleo deS In« und ÄuMeeNt nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgcfou Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., au-wärtS 20 Pfg. ZLezugspreis vierteljährl. Ml. 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohnr durch die AbholesteS« vierteklährl. Mk. IM monatlich 65 Pfg. 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Juli meldet, der Eisenbahndirektor Sh eng dementiere die Nachricht von der Niedermetze- luug der Gesandten in Peking und der chinesische Gesandte in Washington erhielt Depeschen aus Nanking sowie vom Taotai Sheng, die besagen, daß die Gesandtschaften in Peking noch am 9. Juli sich in Sicherheit befanden. Doch ist weder der einen noch der anderen Meldung zu glauben und an dem furchtbaren Massacre, trotz aller chinesischen Versuche, sie abzuleugnen, leider nicht mehr zu zweifeln. Ein Telegramm des amerikanischen Konsuls in Kanton meldet: Li Hung Tschang ist heute von Kanton ab» gereist, nachdem er in der vergangenen Nacht ein Edikt erhielt, durch das er zum Bizekönig von Tschili ernannt und angewiesen wurde, sich sofort dorthin zu begeben. In Kanton befürchtet man, die Abwesenheit Li Hung TschangS gebe Anlaß zu Ruhestörungen. In Kanton trafen französische Kanonenboote ein. Der „Daily Mail" wird aus Shanghai vom 17. Juli, 3.10 nachmittags gemeldet: Die verbündeten Truppen nahmen ihren Angriff auf die ummauerte C h i - nesenstadt von Tientsin am Samstag den 14.Juli morgenA wieder auf und es gelang ihnen, eure Bresche in die Mauer zu schießen und alle Forts zu nehmen. Die Chinesen wurden völlig geschlagen. Die Verbündeten nahmen von der Chinesenstadt und ihren Nerteidigungswerken Besitz. Die G e s a m t v e r l u st e der Verbündeten in den Kämpfen um Tientsin am Donnerstag, Freitag und Samstag beliefen sich auf ungefähr 800 Tote und Verwundete. Das ist die neueste Meldung von den Vorgängen in Tientsin. Ueber die Kämpfe in Tientsin am 13. Juli wird dem Reuterschen Büreau gemeldet: Heute wurde von den Verbündeten ein gemeinsamer Angriff auf die Eingeborenenstadt unternommen. Die chinesischen Stellungen wurden von mehr als 40 Kanonen beschossen. Die Verbündeten erlitten sehr schwere Verluste. Acht chinesische Geschütze wurden erobert. Der Feind wurde nach einem heftigen Geschützfeuer aus dem Westarsenal vertrieben, doch hielt man es für unmöglich, heute in die Stadt einzudringen. Eine starke gemischte Truppenchacht liegt jetzt dicht vor ben. Mauern der Chinesenstadt. Morgen wird wahrscheinliche ein Sturmangriff unternommen werden. — Diese Darstellung bestätigt folgende amtliche Meldung des Vize-Admirals Bendemann aus Taku vom 14. ds.: Die Verbündeten haben am 13. von allen Befestigungen um Tientsin, außer einer, Besitz ergriffen. Die Wegnahme dieser wird nach dem Eintreffen der unterwegs befindlichen russischen Geschütze erwartet. Ueber frühere Vorgänge berichtet Admiral Bendemann vom 11. Juli: Die Japaner, Russen, Amerikaner und Engländer haben am 9. das Arsenal westlich von Tientsin gestürmt und besetzt, von wo die Stadt unter Feuer gehalten wurde. (Dieses Arsenal ging dann an einem der folgenden Tage wieder an die Chinesen verloren und mußtet am 13. zurückerobert werden.) Die verwundeten Seesoldaten, außer zwei in Tientsin gebliebenen, sind heute nach Tsingtau geschickt worden; ihr Zu- K; gut. — Schließlich teilt der Chef des Kreuzerge- fchwaders über Tschifu. mit, daß er am 11. ds. die abgelösten eutoehrlichen Ingenieure und Deckoffiziere sowie Kranke uuo Verwundete zur Heimkehr mit Dampfer Stuttgart nach aT -^schickt habe. Transportführer ist Marine- Ltaosrngenteur Gehrmann. Der Korrespondent des „Daily x k m ^gegen, auf Seite der Verbündeten seien LbO Tote und Verwundete zu verzeichnen, wovon allein auf die Russen 107 entfielen einschließlich eines Artillerie- Obersten; auf englischer Seite fielen ebenfalls ein Oberst und em Kapitän. Viele Schwerverwundete sollen von den Chinesen getötet worden sein, weil der Rückzug der Europäer in solcher Eile erfolgen mußte, daß die Verwundeten nicht mitgenommen werden konnten. Dem „Globe" wird aus Shanghai telegraphiert daß 100 000 Chinesen mit Mausergewehren und moderner Artillerie auf Shanghai im Anmarsch sind und gegenwärtig 40 Meilen von dort biwakieren. — Nach einem Telegramm des „Daily Expreß" soll Shanghai in großer Gefahr Kchw'eben. — Der deutsche Kreuzer „Gefion" ist irr Shanghai angekommen, aber nur mit halber Bemannung. Die Chinesen! drohen, den großen Oelbehälter in Brand zu stecken. Die Haltung des Volkes werde täglich unverschämter. In der Mandschurei herrscht jetzt Kriegszustand zwischen Russen und Chinesen. Wie aus Petersburg vom berichtet wird, meldet ein Telegramm des Chefs der Weiten Station der chinesischen Osteisenbahn, Ingenieurs ^tzchow: „Am 13. Juli um 10 Uhr kam auf der Station 6HEar ein Dragoman des Generals Tschün, des Kom- m>andanten einer aus 1000 Mann bestehenden gut bewaffneten chinesischen Truppe zu mir und erklärte, daß er infolge eines von dem Kommandanten in Zizikhar erhaltenen Befehls militärische Operationen gegen die Russen eröffnen würde, wenn wir nicht sofort die Mandschurei verließen. Ich berief infolgedessen alle Arbeiter und versammelte sie auf den Stationen, wo wir uns im Einverständnis mit dem Kommandanten der Schutzwache zur Verteidigung verschanzten. Um 2 Uhr erhielten wir einen Befehl des Hauptingenieurs, an der russischen Grenze alle fünf Sektionen mit der Kasse und den Akten zu konzentrieren. Dieser Befehl wurde von dem Ingenieur Botscharow, den: Ch^s der westlichen Station, der eine hinlängliche Zahl Schutzmannschaften hatte, bestätigt. Alle Beamten, Bediensteten und Arbeiter, insgesamt 600 Mann, sowie das Sektionstazarett mit den Kranken kamen glücklich um 5 Uhr in Zuruchaikujewsky an. Am 14. ds. nachmittags wurde unerwartet und ohne Ursache Blagowiescht- schensk von den Chinesen vom benachbarten Dorfe Sachalin aus bis neuneinhalb Uhr abends bombardiert. Auf unserer Seite fielen drei Mann, darunter ein Soldat; sechs Mann, darunter fünf Soldaten, wurden verwundet; die Truppen und die Bewohner von Blagowiescht- schensk verteidigten die Stadt in musterhafter Weise, die Gebäude wurden nur unbedeutend beschädigt. Die Verluste der Chinesen sind nicht bekannt. Die chinesische Käse rne in Sachalin und viele Wohngebäude wurden durch das Feuer unserer Geschütze in Brand gesteckt." Auch! im Süden des russischen Interessengebietes, auf der Halbinsel Liaotung treiben jetzt die Boxer ihr Unwesen. Die dänische Missionsgesellschaft erhielt in Kopenhagen telegraphische Nachrichten vom 17. ds., wonach die dänische Missionsstation in Yungkwantung auf der Halbinsel Liaotung zerstört ist. Die Missionare seien gerettet und befänden sich in Tschemulpo. Dem „Standard" wird "us Tschifu telegraphiert, daß thatsächlich die ganz^ erwachsene männliche Bevölkerung der Provinzen Tschili, Schansi und Schantung sich zur Verteidigung der Hauptstadt zusammenschart. Von Taku ist eine kleine Abteilung deutsch er Truppen ncuf); Kiautschou zurückgesandt worden, um dortigen etwaigen Ruhestörungen vorzubeugen. Der „Temps" stellt fest, daß in dem Verzeichnis der chinesischen Zollverwaltung ein zu geringer Betrag für die Eingangszölle ausländischer Waffen und Munition vermerkt worden ist, obgleich China in den letzten Jahren bedeutende Mengen Waffen und Munition in Belgien, Deutschland und England gekauft hat. Die chinesischen Beamten, sagt der „Temvs", haben bei Aufstellung der Statistik die Einfuhr der Waffen wissentlich übergangen, und so konnten die Chinesen ihre Rüstungen betreiben, ohne das die Mächte auf der Grundlage der Statistik die Ausdehnung dieser Rüstungen bemerken konnten. Unter denjenigen Landsleuten, deren Verlust wir in Peking zu beklagen haben, befindet sich auch der an der chinesischen Universität angestellte deutsche Professor v. B r ö n, der noch am 31. Mai von Peking an die „Tägliche Rundschau" einen Brief richtete, in dem er vorauszuahnen schien, daß er in Peking seinen Untergang finden werde. Brön erzählt nicht ohne Gereiztheit, daß er die Lage immer als ungemein gefahrdrohend betrachtet und darüber auch zu wiederholten Malen der deutschen Gefandtschäft Mitteilung gemacht habe, daß er jedoch stets auf eine durchaus optimistische S t i m m u n g gestoßen sei. „Hiervon", so sagt er in seinem Briefe, „ein anderes Mal, falls überhaupt noch möglich". Brön erzählt nun in sehr interessanter Weise, wie die Boxergefahr sich Immer mehr abzeichnete, wie die Boxer in einer Art von Uniform, rotem Turban und rotem Gürtel, überall herumliefen, mit den besten Waffen ausgerüstet wurden und wie alle Welt wußte, daß Prinz Tuan an ihrer Spitze stand. Am 26. Mai hätten ihm, Brön, seine Diener bereits gesagt, daß alle Europäer, die die Stadt nicht innerhalb zwei Tagen verlassen würden, getötet werden sollten, die Beratungen der Boxer hätten beim General Tungfuhsiang stattgefunden, demselben, dessen Truppen nach den letzten chinesischen Berichten bei der Erstürmung der englischen Gesandtschaft den Ausschlag gaben. Ein Bericht an die deutsche Gesandschaft habe gar keinem Verständnis begegnet und er, Brön, habe sich darauf entschlossen, sein Haus zu verlassen und nach dem französischen Hotel zu ziehen, in dem man alles zur Verteidigung eingerichtet hatte. Für den äußersten Fall war eine Mauer durchbrochen, durch die man sich nach der französischen Gesandtschaft retten konnte. Tas geschah am 28. Mai. „An diesem Tage", so erzählt Brön, „gaben wir nun jede Hoffnung auf fremde Hilfe auf und beschlossen, uns bis zur letzten Patrone und bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen. Dementsprechend wurde das Hotel in einen widerstandsfähigen Zustand gebracht, die Patronen wurden ausgepackt, die Massen geputzt und verteilt, das Hauptthor verbarrikadiert, die Wasserspritzen auf die Dächer geschafft und durch eine Brücke von Dach' zu Dach die Verbindung! mit der Plattform des Vorderhauses hergestellt, um die Front des Hauses bestreichen zu können." Diese Vorkehrungen bewiesen, daß die Besorgnisse um diese Zeit sich schon weiteren Kreisen mitgeteilt hatten. An diesem Tage wurden auch die Gesandten zuerst bedenklich und faßten den Beschluß, die schleunige Entsendung von Truppenäbteil- ungen zu erbitten, die dann auch kamen, aber schließlich, man weiß in welcher heldenmütigen Weise, erlegen sind. Der Brief des Professors v. Brön zeigt, daß er über die Gefahr eine richtigere Anschauung besessen hat als die amtlichen Vertreter der Regierungen. Er berührt sehr eigenartig, dieser Brief ans dem Grabe, in dem" immer wieder die Besorgnis hervortritt, daß es seinem Schreiber nicht gelingen werde, wohlbehalten aus den verwirrten Verhältnissen herauszukommen. * * * Der „Liberte" zufolge haben die französischen Minister der Kolonieen, der Marine, des Krieges und des Aeußeren die Minimalstärke der französischen Expedition für China aus 40 000 Mann berechnet. Jeder Minister wird in seinem Ressort möglichst bald die nötigen Vorkehrungen treffen, damit das Expeditionskorps in allernächster Zeit nach China abgehen kann. Es finden augenblicklich Verhandlungen statt zwischen Paris, Berlin, London und Petersburg. Eine jede dieser Regierungen soll eine Minimalzahl von 40000 Mann nach China senden. Zum Generalstabschef des sranzösischen Expeditions korps ist der Oberst Soucillion vom 4. Marineinfanterieregiment ernannt worden. Der Generalstab besteht außerdem aus einem Oberstleutnant, zwei Bataillonskommandeuren, drei Hauptleuten und einem Leutnant. In den nächsten Tagen wird ein Transportdampfer 30 Offiziere und 750 Mann Marineinfanterie für Taku an Bord nehmen; außerdem wird der Dampfer eine Ladung Maulesel an Bord nehmen. — Daily Expreß plaidiert für die Sendung Lord WolseleyS als Leiter der verbündeten Truppen in China. Ueber diplomatische Verhandlungen wegen der Ernennung eines Oberbefehlshabers für die europäischen Truppen in Ostasien ist in Berlin nichts bekannt. * * * Dr. Mumm von Schwarzenstein, der an Stelle des ermordeten Frhrn. v. Ketteler nach China geht, ist in Berlin eingetroffen und wird sich spätestens am 7. August nach China einschiffen. Stationiert wird die deutsche Gesandtschaft zunächst im Fort von Tfintau. Wann sie Tsintan verlassen und wo sie dann residieren wird, wird von der Entwickelung der kommenden Ereignisse abhängen. Wie man aus Danzig meldet, werden die oft * asiatischen Regimenter kurz vor ihrer Einschiffung vom Kaiser neue Fahnen erhalten. — Der Abmarsch des ersten Bataillons Kriegsfreiwilliger erfolgte am Dienstagabend von der Kaserne deS Garde Füsilier-Regiments. Es ist dies das 1. Bataillon des 1. ostasiatischen Infanterie-Regiments, welches, wie bereits gemeldet, ebenso wie die anderen Truppenteile des Expeditionskorps, vor seiner Abreise noch eine Schießübung auf dem Truppenübungsplatz bei Döberitz abhält. Die Formierung der deutsch-ostasiatischen Jnsanterie-Brigaden erfolgt bekanntlich in Berlin. Die Bekleidung wird beim Bekleidungsamt des Gardekorps angefertigt, und in wenigen Tagen müffen 12,000 Röcke und Mäntel abgeliefert sein, zu welchem Zwecke 800 Militärschneider angestellt sind. — Am nächsten Freitag trifft über den Brenner die erste deutsche Truppenabteilung in Genua ein, um sich am gleichen Tage aus dem nach China gehenden Postdampfer einzuschiffen. — Auch eine Polizei- Soldatentruppe soll für China gebildet werden. In verschiedenen Berliner Polizeibezirken ist bereits eine Umfrage nach Bewerbern gehalten worden. Die bisherigen Meldungen waren außerordentlich zahlreich. Nach einer Meldung aus Kiel ernannte der Kaiser den Kapitänleutnant Höpsner, sowie die Oberleutnants Heinrich und Püllen zu Kommandanten dreier Torpedoboote für den Kriegsschauplatz. In Potsdam treffen ununterbrochen Freiwillige aus allen Richtungen ein, die dort eingekleidet werden. Die Kavallerie ist besonders zahlreich bei diesem Truppen-Trans- port vertreten. Heute (Mittwoch) wird das ostasiatische Reiterregiment vollzählig fein und mit seinen Exerzitien beginnen. Aus Anlaß der Ermordung deS deutschen Gesandten in Peking haben auch der Sultan und die ottomanische Regierung durch ihre Botschaft in Berlin tiefes Beileid aus- sprechen laffen. er die hiesigen Behörden in Kenntnis gesetzt wurden, das; eine Anzahl vagabundierender, in schlechtem Ruse stehender Ausländer aus Johannesburg, die während des Krieges ..o o hierher gekommen sind, um Unruhen zu stiften und sich | der höchsten Hoft und Militärch'Osrgen von Kaiser Ni Der Krieg in Südafrika. Lord Roberts entsandte, wie aus Pretoria gemeldet wird, am 16 d. M. eine Streitmachi, um die Buren von den Kopses im Norden und Nordwesten der Stadt zu vertreiben. Die Buren räumten indessen diese Stellungen, ohne einen Schutz zu thun. Wilcocks Truppen entsetzt worden. Amsterdam, 17. Juli. In den ersten Tagen des September werden Bevollmächtigte aller Staaten die Akten zur Anerkennung der Beschlüsse b ~ ** Friedenskonferenz, unterzeichnen. Es findet alsdann eine Zusammenkunft zur Ernennung eines Generalsekretärs ßvnd der nötigen Beamten statt. Auch die Geschäftsordnung wird dort festgesetzt werden. B r ü nn, 17. Juli. Beim Schulsckflußfest der D e u t - scheu im Ort La atz bei Brünn wurden bte Teniehmer vonca. 50Czechenübersallen unb mit Stei n eni beworfen, woburch mehrfach Berwunbungen beige- bracht wurden. Als ein Gendarm erschien, zogen sich die Deutsches Reich. Berlin, 17. Juli. Aus Drontheim wird von heute vormittag drahtlich gemeldet, daß der gestrige Ausflug des Kaisers nach Fjeldsater bei gutem Wetter verlaufen ist. Heute hat strömender Regen eingesetzt. An Bord ist alles wohl. — Wie der „Reichsanzeiger" meldet, ist dem Reichstags-Präsidenten Grafen Ballestrem der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz verliehen worden. — Eine für die preußischen Landlehrer wichtige Verfügung har die Regierung in Potsdam erlassen. ES wird darin ausgesührt, daß zusolge früherer Bestimmungen ein Lr hrer keinen Anspruch darauf hatte, durch Verkauf eines Teiles der ihm von der Gemeinde gelieferten Feuerung sein bares Einkommen zu vermehren; er habe alles, was er in natura spare, für die Gemeinde, nicht für seinen Nutzen gespart und dürfe daher die übrig gebliebenen Feuerungsmaterialien nicht verkaufen. Diese Bestimmung ist nun, wie die neue Verfügung besagt, nach Inkrafttreten des Lehrerbesoldungsgesetzes nicht mehr zutreffend. Fortan wird dem Lehrer der Wert der freien Feuerung zum eigenen Bedarf aus daS ihm bewilligte Grundgehalt angerechnet. Die von der Gemeinde gelieferte Feuerungsmenge, bezw. der etwaige an ihrer Stelle gezahlte Barbetrag bildet jetzt einen Teil des Einkommens. Was der Lehrer hieran erspart, kann er nach seinem Be lieben und Nutzen verwenden. Hannover, 17. Juli. Reichstags-Stichwahl im Wahlkreise Einbeck-Northeim . JornS (natl.) 8612, Fischer (Soz.) 4355 Stimmen. 5 Orte fehlen. Die Wahl Jornö' ist gesichert. Homburg v. b. H., 17. Juli. Die Kaiserin litt gestern morgen mit den beiden ältesten Prinzen in den großen Tannenwald, von wo sie nach 7 Uhr zurückkehrten. Sodann wurde die übliche Brunnen- und Badekur fortgesetzt. Die Kaiserin wird am 19. ds. nach Kiel reisen und von dort am 25. dS. wieder nach Homburg zurück kehren. Sie wird in Homburg mit den Kindern bis zum 10. August verbleiben, an welchem Tage der Grundstein für das Reichs-LimeS-Museum auf derSaalburg in feierlicher Weise gelegt werden soll. Nach der Feier wird sich die hiesige Hofhaltung aufiösen und mit dem Prinzen Joachim und Prinzessin Luise nach Wilhelmshöhe übersiedeln. Telegramme deS Otetzeuer Anzeigers. Berlin, 18. Juli. Wenn das Expeditions-Korps in M;ina angelangt sein wird, wird Deutschland in den chinesischen (bewässern und in China folgende Streitmacht haben: An Bord der dortigen Kriegsschiffe werden sein: 399 (beschütze und 5540 Mann; in China selbst werden fein: 18455 Mann Landlruppen mit 94 Geschützen. L o n b o ii, 18. Jrrli. Der Preß-Association zusolge soll amtlicherseits berichtet sein, daß die Chinesen über 900 000 Mausergew ehre verfügen, und daß sie in ihren Arsenalen die nötigen Maschinen besitzen, um ebenso gut wie in Europa dienötigenGewehreherstellen zu können. London, 18. Juli. „Daily Mail" meldet aus Shanghai vom 17. d. M.:' T-er Tao Tai Scheng wohnte heute einer Versammlung der fremden K o n f ii l n bei, in der er erklärte, in den Besitz eines Telegramms gelangt zu sein, das von den Vicekönigen Liu Kunyi und Tschung Tsching Ting unterzeichnet ist. Dieselben erklären darin, daß die Fremden in Peking am 9. Juli noch am Leben gewesen seien und durch die kaiserlichen Truppen beschützt wurden. Die fremden'Konsuln machten den Tao Tai daraus aufmerksam, daß sie diesem Telegramme nicht den geringsten Wert beimessen könnten und forderten ihn auf, es mit dem am vorigen Samstag eingelaufenen Telegramm in Uebeveinstimmung zu bringen. Der Tao Tai konnte hierauf keine genügende Antwort geben. London, 18. Juli. Der Sekretär der chinesischen Gesandtschaft erklärte, daß man noch immer ohne Nach- । richt sei, doch soll vorgestern ein Telegramm von einem , der Vicekönige aus dem Süden angekommen sein. Die „Philadelphia Times" bringt die Spezialmeldung, daß die Amerikaner in Peking den schlimmsten Martern! ausgesetzt waren. Die amerikanische Flagge wurde, n i e d e r g e r i s s e n. Diese Nachricht soll der Verwaltung seit Freitag bekannt gewesen sein. Loudon, 18. Juli. „Daily Mail" meldet aus Petersburg: Die Chinesen mit 7 Batterien in Ostsibirien nahmen eine Stellung an den Ufern des Amurflusses ein. Durch diese Bewegungen stören sie jeden Verkehr auf der transsibirischen Bahn. — Dasselbe Blatt meldet auS Moskau, die chinesischen Truppen hätten bei Kolojan einige Niederlagen, in denen sich russische Waren im Werte von 25000 Francs befanden, zerstört. „Daily Expreß" kommentiert diese beiden Telegramme und konstatiert, daß dieselben von der russischen Zensur durchgelassen worden seien. ES sei eine große und überraschende Nachricht, daß die chinesischen Truppen einen solchen Sieg über die Russen davongetragen hätten. DaS Blatt weist auf die Richtigkeit der Nachricht hin, daß sich eine so bedeutende Artillerie-Streitkraft an der sibirischen Grenze befand, und fügt hinzu, daß Rußland die erste Macht sei, welche die Aufteilung Chinas zu beginnen habe. Paris, 18. Juli. Einer gestern hier eingetroffenen über Nagasaki expedierten Depesche deS französischen Konsul« in Tientsin vom 7. Juli zusolge werden die französischen Verluste vom 18. Juni bis 7. Juli aus neun Tote und 37 Verwundete angegeben. Die Mehrzahl dieser Verluste fällt aus den 6. und 7. Juli bei der Verteidigung des Konsulats, das stark unter dem Bombardement gelitten hat. Die französischen Kanonen beteiligten sich an dem Bombardement der befestigten chinesischen Positionen mit 60 Melinit-Geschossen. Gleichzeitig mit dieser Depesche traf eine über Tschisu expedierte Depesche desselben Konsuls datiert vom 11. Juli abends ein, nach der die Totenliste sich um vier, die Verwundetenliste um sieben erhöht. Die französische Konzession in Tientsin ist durch daS Bombardement total zerstört. Paris, 18. Juli. In Marinekreisen ist man über den Kreuzer Guichen, der am 23. v. M. nach China abgegangen ist, sehr beunruhigt, weil er schprere Beschädigungen am Kessel erlitten hat und in Saygon repariert werden mußte. Der Kreuzer Guichen ist ein vollständig neuer Dampfer. Petersburg, 18. Juli. Nachrichten auS Tschisu schildern die Situation von Tientsin als immer bedenklicher. Die Chinesen rücken mit bewundernswürdiger Beharrlichkeit vor. Jbre Streitkräfte werd n von Tag zu Tag größer. Zwischen Tientsin und Peking werden starke Besestigungen errichtet. Am 17. Juli berechnete man die chinesische HeereSmacht vor Peking auf mindestens 150000 gut bewaffnete Soldaten. Im russischen KriegSminifterium rechnet man infolge dessen sogar mit der Möglichkeit, Tientsin räumen zu müssen. Es darf kaum bezweifelt werden, daß nunmehr Rußland energisch einen Vorstoß von Norden her gegen Peking vorbereitet, den es alsdann völlig aus eigene Hand auSsühren würde. Die russischen Rüstungen weisen aus einen solchen Plan hin. Am 15. dS. M. gehen 56 Offiziere und 94 Militärärzte nach der Front ab. In der Verwaltung des russischen Roten Kreuzes herrscht eine fieberhafte Thätigkeit. Ein Lazarett mit 200 Betten wird ausgestattet, Aerzte und Pflegepersonal werden angenommen und nach Ostafien gesandt. einem 'Burenkommando, mit/dem sie in Verbindung standen, anzufchließen beabsichtigten, wurden 380 solcher Ausländer verhaftet. Den betreffenden Konsuln wurde mitgeteilt, daß die Verhafteten freigelasfen würden, wenn die Konsuln für ihre gute Haltung einstehen. — Es wurde festgestellt, daß die Burem ihre Stellungen nördlich von Pretoria verstärken. Hier widersprechen sich wieder zwei Nachrichten. Oben wird gesagt, die Buren hätten ihre Stellungen im Norden der Stadt geräumt, ohne einen Schuß zu thun; hier heißt es, daß sie im Norden ihre Stellungen verstärken. Der Verlauf wird ja bald zeigen, was richtig ist. Um welche Kopjes eS sich übrigens handelt, ersieht man aus beiden Meldungen nicht. Jrn Norden der Stadt waren burische Mteilungen auf einem 15 Kilometer entfernten Höhenzuge gemeldet; im Nordosten war den Buren bekanntlich der Nitralsnek (28 .Kilometer), im Nordosten der Derdeport (8 Kilometer) in die Hände gefallen. Ausland. London, 17. Juli. Unterhaus. Malartney bringt eine Bill ein, die bestimmt, daß Seesoldaten und Matrosen der .Kriegsmarine nach zwölfjähriger Dienstzeit in das Reserve-Verhältnis treten sollen. Bei Besprechung des Etatstitels der Schiffsbauten verteidigt Lord Goschen eingehend das Bestreben der Admiralität Röhr en kessel cinzuführen. — Oberhaus. Kriegsminister Lord Landsdowne erklärt, daß die Regierung keine Mühe scheuen werde, die im südasrikanischen Feldzuge gemachten Erfahrungen in Rechnung zu ziehen, wenn ihr Ergebnis zeige, daß Aenderungen in oer Organisation und Ver- w a l t u n g der Armee am Platze seien. —- Das Reuter'sche Bureau meldet aus Tumusu vom 17. ds.: Kumassi (Aschanti-Land, Westasrika) ist von Pelesch dem König seine Entlassung überreicht und ihm empfohlen, Carp mit der Bildung des Kabinetts zu beauftragen. Der König nahm die Demission an. Petersburg, 17. Juli. Heute nachmittag ist der Schah von Per'sien hier eingetroffen. Er wurde in Gegenwart von Mitgliedern der kaiserlichen Familie und Czechen zurück. _. r, Konstantinopel, 16. Juli. Der in türkischen Diensten stehende Deutsche Reformer Oberst v. R ü d a t s ch (früher Offizier im Drag.-Regt. Nr. 1 in Tilsit. D. Red.) reiste heute zusammen mit dem zum Vali von Tripolis er- nannten Mehmed Hafuz-Pascha (früher Vali von lieskub) nach Tripolis ab, um dort eine Reorganisation der irregulären Truppen vorzunehmen. Bukarest, 17. Juli. Nachdem die konservative und die konstitutionelle Partei sich zwecks Verschmelzung der konservativen und konstitutionellen Elemente geeinigt, hat Nack) Blättermeldungen aus Pretoria hat Roberts den Vor marsch auf der ganzen Linie wieder ausgenommen. Auch Jan! Hamilton ist anscheinend wieder zu , iumih-vuhw.. »..v ------- f .. Roberts' Heer gestoßen. Lord Roberts soll sich gegenwärtig I heule das Ministerium K a n t a k u z i n o im Schlosse der besten Gesundheit. erfreuen; er wurde jedenfalls seit " " """ mehreren Tagen regelmäßig zu Pferde gesehen. Das Reutersche Büreau meldet aus Pretoria: Nachdem ko laus auf dem Nikolaibahnhofe herzlich begrüßt. Der Kaiser geleitete den Schah im offenen Wagen über den Newskiprospekt, der im schönsten Festschmuck prangte, zum Winterpalais. Auf dem Newskiprospekt war ein Triumphbogen errichtet. Inmitten persischer Fahnen und eines! reichen Guirlandenschjmuckes befand sich das persische Wahlen. Zu beiden Seiten der Straße bildeten Truppen Spalier. Hinter ihnen drängte sich eine gewaltige Menschenmenge. Im Winterpalais wurde der Schah von der Kaiserin inmitten des Hofstaates empfangen. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. Juli 1900. ♦* Die 8. Kompagnie des 2. ostafiatischen Infanterie- Regiments für China wurde, wie wir bereits meldeten, in Frankfurt a. M. in Kriegsstärke aus den Jnfanterietruppen- teilen des 18. Armeekorps zusammengezogen. Am Sonntagmorgen wurde die Kompagnie unter Anwesenheit der Generalität und des aus Urlaub eigens dorthin gekommenen ommandierenden Generals von Lindequist nach einem Feld- und AbschiedSgotteSdienst durch Militär-Oberpfarrer Ms hl eingesegnet. Montagnachmittag war Appell, bei )em die Kompagnie in feldmarschmäßiger Ausrüstung mit Ausnahme von Gewehr und Seitengewehr, sowie das 81. Infanterie-Regiment im Beisein der Generalität antraten. Die Mannschaften trugen die kakifarbige Tropenuniform und Mütze. Fünf Offiziere, Hauptmann Bartsch (116. Regt.), Lt. Muther (117. Regt.), Lt. Fischer (116. Regt.), Lt. Griesel (87. Regt.), Ob.-Lt. Arnold 166. Regt.) werden diese 8. Kompagnie begleiten. Auch )rei Einjährige sind der Kompagnie angeschlossen worden. Die Ausrüstung besteht in drei Tropenanzügen, zwei Tuchanzügen (Litewka), einem Mantel, ferner in Tropenstrohhut und Aluminiumhelm. Der Tornister birgt nur Litewka und Putzzeug, doch wird ein wasserdichter Sack, der besonders expediert werden wird, die nötigen weiteren Ausrüstungsgegenstände enthalten. Die Soldaten werden in Magdeburg erst noch acht Tage mit dem neuesten Gewehr Modell 98 einexerziert werden, und das ist das Allerlangweiligste bei der ganzen Geschichte, versicherte ein 116er. Aus dem Kasernenhof formierte daS Regiment ein Karree, dessen eine Seite die neugebildete 8. Kompagnie des 2. ostasiatischen Infanterie-Regiments einnahm. General v. Lindequist hielt darauf eine Ansprache, die in der klaren, einfachen und herzlichen Sprechweise einen sichtlichen Eindruck aus die Scheidenden machte. An jeden der abgehenden Offiziere, an die Feldwebel, Unteroffiziere und Einjährigen richtete nun der General einige liebenswürdige Worte; dann trat die Kompagnie nochmals zusammen, um die Kriegslöhnung in Empfang zu nehmen und zu gleicher Zeit den Befehl ihres Hauptmanns, am nächsten Morgen um 4 Uhr anzutreten. Noch machte sich Hauptmann Bartsch mit feinen Kompagnieoffizieren bekannt, und dann war die Kompagnie entlassen. Einige fanden ihre Eltern am Kasernenhof; dann gabS ein eifrige« Fragen und herzliches Abschiednehmen. Am Abend nahm daS Regiment bei einer kleinen Festlichkeit von den wackeren Kameraden Abschied. Sie wurden von der Regimentsmusik um 5 Uhr heute früh zur Bahn begleitet, um nach Magdeburg zu fahren, von wo sie am 29. nach Bremerhaven und von da Tags darauf ihrem Bestimmungsort entgegeneilen werden. ** Carlschnlz-Abend. Der Sommer hat genau wie der Winter seine VergnügungS-Aera, der Pulsschlag des Genußlebens setzt nie au«, das Bedürfnis in angenehmer und leichter Werse sich unterhalten zu lassen, läßt selbst in dieser Zeit der drückendsten Hitze nur wenig nach. So kann im Gegensatz zu der winterlichen Hochflut deS VergnÜgung«- lcbenS doch nicht von einer sommerlichen Ebbe die Rede fein. Ja nicht einmal von wesentlichen Unterscheidungsmerkmalen kann in dieser Hinsicht gesprochen werden. Die Konzerte, Bälle, Diners und Soupers in geschlossenen Räumen im Winter finden ihre Fortsetzung im Sommer zumeist in der freien Natur. An Stelle der kunstvoll gewölbten Decken der Säle wölbt sich über uns das blaue oder auch gelegentlich einmal graue Zeltdach des Himmels, das Tausenden von unterhaltungslustigen Menschen ohne Unterschied des Standes und der Geburt gastliche Unterkunft gewährt. Die liederreichen Kehlen unserer Winterkonzerte finden wir im Sommer nicht nur in den gefiederten Sängern des Waldes wieder, auch die menschlichen Sängerkehlen sind im Sommer nicht verstummt, sie lassen sich zur Sommerzeit ebenso gern hören. Konzerte haben wir tn diesem Sommer wahrlich in so großer Zahl, daß es uns keineswegs Überrascht, wenn dieses oder jenes so wenige Besucher findet, daß es entweder garnicht zu stände oder nur auf cm paar Nummern kommt. Andere, auf günstigere Tage verlegte, find dafür umso besuchter. Der gestrige Carlschulz Abend hatte nur eine Handvoll Zuhörer gesunden und doch war. jeder Platz ein Schwitzplatz; die Hitze im geschloffenen Saale war schwer erträglich und wohl der einzige verschwindend geringen Zuspruchs. Herr Carlschulz und Frau Carlschulz PetrowSka beschränkten sich daher auf eine ganz geringe Anzahl von Vorträgen. Herr Carlschulz unterhielt die Erschienenen zum Besten mit ein paar Schnurren, die man gern belachte, so z. B. das zungenanstößige Kinder- lieb von Herrn Meyer mit seinem Geier, und die Dialekt- Variationen des Liede« „Nur am Rhein da will ich leben , das U. a. salzende charakteristische Berliner Strophe enthält: Ick habe irjendwo jelesen Bon eenem Fluß mit Namen Rhein. Det muß en Irrtum find jewesen, Es wird de Spree jemeent woll sein." Die Klaviervorträge litten unter der Verstimmtheit de« PianinoS. — Am Samstag, so verkündete Herr Carlschulz, soll sich an derselben Stelle das ganze angekündigte Programm unverkürzt abspielen. Wie uns Herr Carlschulz heute mitteilt, findet das Samstagskonzert im Stein'schen Garten statt. Die für gestern gelösten Billets behalte« lli 1900. 1 ällfanterie, Wbtttn, in ”Sotintag, «iKhÄ dir M'toniutnen ’M einem r’^etpjarret ^pell, bei Stiftung mit Mt bas MM an-, 'N lmBa.rtlch 2t, Fij^r ■'2t Arnolb gleiten. Auch Men worden, n, zwei Tuch- lropenstrohhut : nur Litewka Sack, der be- veiteren Aus- m werden in * Gewehr i Ui tUtx« hichte, ver- f formierte das ie neugtbilbtk erie-Regiments raus eine Au- zlichen Sprech- .benben machte, die Feldwebel ti der W die KoMM in EoWS zu iS (wptmaM , Ro4z machte ^Mojsizieren Mafien. Einige jbi ein eifriges 6enb nahm das Xö^tre/rMf imtSmO m Magdeburg zu ien und von da lenttlen werden. : genau wie bei hlagdesGemch ml MmM Ss M w s wW Ebbe bie Rede llnterfcheidung^ >n werden. Menen Räumen wx M1" je®*«2* »4 8«; lli M* h gewährt, w 1 etf $r.* ’S?A‘ "Äff? :n "”b^Vt Ä *» -ZS-.' SxS “I'b? j* tebtn“. ÄH; ,-Ä •*,»» * für SamStag ihre Giltigkeit. Der Vorverkauf findet wiederum in der Musikalienhandlung von Challier statt. ** Schützenfest. Wie wir schon mitteilten, findet am kommenden Sonntag, Montan und Dienstag auf unserem Schützenplatz ein großes Preisschießen, verbunden mit einem Volksfest statt. Da unser Schützenplatz mit seinen schattigen Bäumen und seiner herrlichen Lage sonst schon eine gern aufgesuchte Stätte der Erholung bildet, so darf wohl um so mehr die vom Schützenverein getroffene Veranstaltung aus zahlreichen Besuch rechnen. Außer Konzert und Volksbelustigung ist für jeden Tag ein Tänzchen vorgesehen. Alles nähere besagen die Inserate. ** Orpheum Ensemble. Gestern abend begann das Or- pheum-Ensemble H'aberfelder seine Vorstellungen in den «Vier Jahreszeiten" vor zahlreichem Publikum mit dem günstigsten Erfolge. Von den einzelnen Pieren seien nur die Borträge der Spezial-Jodlerin sowie der Soubrette Gon della hervorgehoben. Beide wurden durch beifällige Ausnahme ihrer Darbietungen zu bereitwilligst gewährten Zugaben veranlaßt. Besonderen Beifalls erfreute sich der Humorist Haberfelder, sowie das Duett der Geschwister Camentia. Ferner fand das neue Programm der musikalischen Vorträge des Damen-Orchesters Hellas ungeteilten Beifall. Wie aus dem Annoncenteil ersichtlich, finden die Vorstellungen allabendlich statt. ** Fußballspiel. Der aus der Gambachwiese am Sonn- tagnachmittag angesetzte Fußball-Wettkampf zwischen Gießener und Laubacher Gymnasiasten mußte, da die Verhandlungen mit der Besitzerin sich zerschlugen, in der Nähe der Freienseener Brücke stattfinden, wo Bürgermeister Jochem in entgegenkommenster Weise für den Wettkampf eine größere Wiese dem Klub unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. Zahlreiche Zuschauer folgten den Wettspielen mit sichtlichem Interesse. Die Zahl der Spieler betrug 11 gegen 11, Spiele wurden zwei von je 40 Minuten Zeitdauer unternommen. Beide Spiele blieben unentschieden. * • Postalisches. Im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt ertrug die Wechselstempelsteuer im Juni d. I. 15465,30 Mk., zusammen mit den Vormonaten des ab 1. April lausenden Etatsjahres 49 720,90 Mk. oder 3381,30 Mk. mehr als im gleichen Zeitraum des Etats- jahrS 1899. * * Laudeslolterie. Die Ziehungsweise der 5. Klaffe der Hess. Landeslotterie ist wie folgt festgesetzt: Es werden am 7., 8., 9., 10., 13. und 14. August je 1000, am 16. 600 und am 17. und 20. August je 400 Gewinne gezogen. * • Die Gewinnliste der bei Gelegegenheit der 2. Ver- bandsausftellung der Herdbuchgesellschasten für das Vogelsberger Rind zu Marburg stattgesundenen Verlosung liegt in der Expedition des „Gießener Anzeigers" aus. *• Zugverspätung. Im Schnellzug 44 Berlin-Frankfurt mußte gestern aus Station Marburg der Postwagen ausgesetzt werden, dessen Achsen sich heißgelaufen hatten. Dadurch erlitt ein Teil der Berliner Post verspätete Bestellung. + sich, 17. Juli. In der Jhring'schen Brauerei ereignete sich heute ein bedauerlicher Unfall. Der Maschinenschloffer Friedrich Walz sollte ein schweres Ventil in der Decke anbringen. Er stieg mit der ca. 60 Pfund schweren Last zur Leiter hinauf, verlor das Gleichgewicht und stürzte ab. Das schwere Ventil fiel ihm nach und spaltete ihm die Hirnschale. Hofrat Dr. Stamm legte dem Verunglückten den ersten Verband an, dann wurde der Arme nach Gießen in die Klinik gebracht. Der Verunglückte ist erst 18 Jahre alt, ein ruhiger strebsamer Arbeiter und die Stütze seiner alternden Eltern. Rieder-Ohmen, 17. Juli. SamStagnachmittag 4 Uhr brach in der Hofraithe des JohS. Grün Feuer aus. Da sich die Scheune in unmittelbarer Nähe der Eisenbahn befindet und noch mit einem Strohdach gedeckt ist, so darf man wohl mit Recht annehmen, daß das Feuer durch Funken aus der Maschine des Schnellzuges, der kurze Zeit vor Ausbruch des Brandes die Stelle passierte, verursacht wurde. Durch rasches und umsichtiges Eingreifen der Nachbarschaft, sowie der Feuerwehr, wurde das Feuer auf seinen Herd beschränkt. Nieder Weisel, 17. Juli. Wie sehr die Gründung eines Turnvereins der großen Mehrheit der Einwohnerschaft unserer Gemeinde allgemeiner Wunsch war, Leigt die zahlreiche Beitrittserklärung. Nicht weniger als bv Mitglieder trugen sich als aktive Turner in die Vereinsliste ein. Lehrer Hildebrand legte in der am Samstag ftattgehabten Versammlung in einer mit großem Beifall ausgenommenen Ansprache die Bestrebungen des Turnvereins dar. Der Grundgedanke seiner Rede war: jede Turnanstalt ioD auch Erziehungsanstalt sein, indem die Turnerei Erziehung des Geistes, Pflege des Körpers und Pflege des -rutschen nationalen Sinnes erstrebt. Mit einem kräftigen „Gut Heil" auf den neugegründeten Turnverein schloß der Vorsitzende die Versammlung. Laubach, 17. Juli. Am Sonntag unternahm der hiesige Kirchengesangverein auf 6 Wagen einen Ausflug nach dem Lehrerheim bei Schotten. Eine zahlreiche Versammlung hatte sich dort eiugefunden; außer den dortigen Kurgästen waren viele Besucher aus Schotten und Gedern erschienen, um unter grünen Bäumen den Borträgen des gemischten Chors zu lauschen, die ebenso wie die Lieder- quartette von vier Gederner Herren, „Vogelsberger Männerquartett" genannt, sich eines lebhaften Beifalls erfreuten. Der heiße Sommertag veranlaßte noch eine Rast im Gast hause zur Traube in Schotten, und erst am späten Abend kehrte man von dem Ausfluge zurück. Sch. Darmstadt, 17. Juli. Ein Zehntel des 5) aupt g e w i n n es der 4. Klasse der Hessischen Klassen Lotterie, der bekanntlich 60 000 Mark betrug, das von zwei befreundeten L a n d l e n t e n in O b e r h e s s en gemein sain gespielt worden war, dürfte demnächst zu einem interessanten Rechtsstreit führen. Die Freunde hatten die vorhergehenden drei Klassen gemeinsam gespielt und bezahlt; der eine besaß das Los und bat am Tage der 4. Ziehung den Anderen um Begleichung seines Anteils; was dieser auch bis zum Abend zu ordnen versprach. Spät Abends erhielt der Besitzer des Loses Mitteilung von dem auf das Los gefallenen Hauptgewinn und weigerte sich am nächsten Morgen, den ihm von dem anderen Losteilhaber angebotenen Geldbetrag anzunehmen, mit dem Bemerken, daß er nun alleiniger Besitzer des Loses sei, da der Andere ja nichts dafür bezahlt have. Mau darf auf Auslegung des Gerichtshofes gespannt sein. — Die hiesigen Zimmermeister waren in der letzten Woche hier im Gasthaus zum Schwanen versammelt, um in verschiedenen wichtigen wirtschaftlichen Fragen re. Stellung zu nehmen. Wie wir Hören, ist in erster Linie beabsichtigt, Schritte anzubahneih um einen Gesamtverband der hessischen Zimmer m e i st e r ins Leben zu rufen. Zu dem Zwecke sollen zunächst in den hessischen Kreisstädten Vereine gebildet werden. Mainz, 17. Juli. Vom vierten Stock herab st ü r z t e gestern nachmittag in dem Hause Hintere Bleiche 29 der 5jährige Sohn des Schreiners Heinrich Schuck in den Hof hinab. In demselben Momente, als der unglückliche Knabe herabstürzte, war die Schwiegermutter des im Hause wohnenden Wirtes Ohl im Hofe beschäftigt. Das Kind fiel direkt auf die alte Frau. Durch die Wucht stürzte die alte Frau besinnungslos zusammen, der Sturz des Kindes war aber dadurch gemildert. Durch das Aufschlagen des Knaben mit seinem Kopfe auf das Pflaster erlitt er eine schwere Verletzung. Das Kind wurde ins Rochushospital verbracht. Die alte Frau war inzwischen wieder zur Besinnung gekommen und erholte sich alsbald von ihrem Schrecken. Außer einigen unbedeutenden Verletzungen hatte sie keinen Schaden genommen. bm. Mainz, 17. Juli. Vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wird am 26. September das große 18 Menschenleben fordernde Bootsunglück, das sich am Abend des dritten Ostertages zwischen Rüdesheim und Bingen zutrug, sein gerichtliches Nachspiel finden, und zwar mit einer Anklage gegen den überlebenden Fährmann Franz Hauck von Bingen wegen fahrlässiger Tötung. *♦ Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die wegen der Mordthat am 13. Mai in Hechtsheim Inhaftierten Borstel, Orth und Löb wurden am SamStag aus der Untersuchungshaft in Mainz entlassen. Bekanntlich wurde der Knecht Kloos im Streite durch einen Messerstich getötet. In der Untersuchungshaft befinden sich noch Strößinger, die zwei Brüder Sippe! und Kaltenbach. — Die Inhaber der bankerotten Bankfirma Gustav Vogel u. Comp., Gustav und Max Vogel, in Offenbach, die beide flüchtig sind, werden nunmehr steckbrieflich verfolgt. Zur Last gelegt werden ihnen Vergehen der Untreue, Unterschlagung und des Betrugs. — Dem KreiS-Spat kaffen. Direktor Schlabach zu Wetzlar ist der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. Vermischtes. * Dortmund, 17. Juli. Auf dem Wittener Gußstahlwerke stürzte ein Schmelzofen zusammen. Der glühende Inhalt ergoß sich über vier am Ofen beschäftigte Arbeiter. Dieselben erlitten schwere Brandwunden und mußten ins Hospital gebracht werden. * Berlin, 16. Juli. Ihr Kind und sich selb st zu ermorden versuchte heute früh um zweieinhalb Uhr die 36 Jahre alte Frau des Reisenden Rekowsky, Minna. Die Leute sind erst seit zwei Jahren verheiratet und haben eine Tochter. Gestern mackchen sie einen Ausflug nach Schildhorn. Gegen Abend wurde getanzt. Da forderte eine dem Ehepaare bekannte Frau den Rekowsky auf, mit ihr einmal zu tanzen. Er entsprach der Aufforderung ebenso arglos, wie sie gestellt war. Frau Rekowsky geriet in maßlose Eifersucht. Vor einigen Tagen war ihr Mann einmal eine Nacht wegge^blieben; er hatte einen Skat gespielt und dann durchgekneipt. Sofort stand es nun bei ihr fest, daß er den Skat und die Kneiperei nur vorgeschützt habe, und daß er in Wirklichkeit bei der Frau gewesen stei, die jetzt mit ihm tanzte. Tas sagte sie ihrem Manne, als sie vom Ausfluge zurückgekehrt und um elfeinhalb Uhr vor ihrer Wohnung angekommen waren. Wenn er nicht niad^e, so schrie sie ihn auf der Straße an, daß er in die Wohnung hinaufkomme, so werde sie ihm auf der Stelle eine Flasche an den Kopf schlagen. Um nicht weiter Aufsehen zu erregen und in der Erwartung, daß seine Frau ihm folgen werde, schloß Rekowsky die Hausthür auf und ging hinein. Die Frau aber folgte ihm nicht, sondern lief mit dem Kinde weg, irrte einige Stunden nmher und kam schließlich um halb drei Uhr an den Nordhafen. Sofort stieg sie über das Geländer, um sich mit dem Kinde auf dem Arme in das Wasser zu stürzen. Ein Schutzmann jedock) sprang in diesem Augenblick hinzu, riß die Frau zurück und brachte sie, da sie sich augenscheinlich in krankhafter Auftegung befand, mit dem Kinde nach der Charitee. Die Frau wird wegen versuchten Kindesmordes als Polizeigefangene gehalten. * Harburg, 17. Juli. Ein schweres Unwetter ist über Harburg und Umgegend in der verflossenen Nacht niedergegangen. Die Moorburg' und Neulandhäuser sind infolge Blitzschlages eingeäschert. — lieber eine unglücklich verlaufene Ballonfahrt wir aus Albano tele- grapiert: Der Ballon der Hygiene-Ausstellung in Neapel, der bei seiner gestrigen vierten Auffahrt vier Personen in der Gondel hatte, fiel bei Capri ins Meer. Graf Alfons Montecapo, einer der Insassen, wurde bewußtlos im Meere treibend aufgefunden, von den anderen drei Herren fehlt jede Spur. Die Dampfer der Laguna durchsuchten das Meer bei Ischia und Procsta, konnten aber die Verunglückten nicht finden. * Kopenhagen, 17. Juli. Ritzaus Bureau erhielt heute aus Oerebak (Island) über Leith folgende am 11. ds. aufgegebene Depesche: Eine unbeschädigte Korkboje mit der Marke: „Andrees Polar-Expedition 1896 No. 3" wurde ohne Deckel und ohne Inhalt am 7. Juli irn Meer bei Lopstoedum unter dem 63/42 Grad nördlicher Breite und 20/43 Grad westlicher Länge aufgesunden. Die Boje geht mit dem dänischen Dampfer „Bvlnia" an das königl. meterologische Institut in Kopenhagen ab. Auch daS hiesige Meteorologische Institut erhielt heute aus Oerebak eine Depesche, ähnlich der an RitzauS Bureau, nur wird als Fundort der 20,53 Grad westlicher Länge bezeichnet. Die Ankunst des Dampfers „Botnia" mit der Boje wird hier am Freitag erwartet. Das Meteorologische Institut beabsichtigt, die Boje gleich dem hiesigen schwedisch-norwegischen Gesandten zu Übergeben. * Bern, 17. Juli. Am Stanserhorn (Kanton Nidwalden) ist Christoph Hahn auS Preußen abgestürzt und an den erhaltenen Verletzungen alsbald gestorben. In Saviöge (Wallis) ist der 30jährige verheiratete Walliser Luzet abgestürzt; er war sofort tot. Sport, Spiel, Jagd. Radrennen zu Gießen. Im Anschluß an den gestrigen Bericht werden wir von sportkundiger Seite darauf aufmerksam gemacht, daß man auf den AuSgang deS Fahrens um den Gauwandcr- preiS am nächsten Sonntag nicht minder gespannt ist, wie aus das Ergebnis deS RmnenS um den Stadtpreis. Der von dem Gau 9 deS Deutschen Radfahrerbundes gestiftete massiv silberne Humpen von hohem Werte ist nämlich zum dritten Mal in ununterbrochener Reihenfolge von unserem Gießener Amateur Carl Duill zu verteidigen; und wenn eS ihm gelingt, auch dieses Mal wieder Sieger zu bleiben, so geht dieser hervorragende Preis endgültig in seinen Besitz über. ES wäre dieS eine um so bedeutendere Auszeichnung für den sympathischen Gießener Fahrn, der vor wenigen Tagen auch in Darmstadt daS Rennen um den Wanderpreis deS verewigten Prinzen Wilhelm glatt gewinn, als gerade dieser Gau-Humpen vor ihm nur je einmal von den Meisterfahrern der Welt Paul Albert und Ludwig Opel erobert worden war, wie die Gravierungen zeigen. All Heil dem wackeren Gießener Verteidiger deS Gaupreises! — Sämtliche zur Verteilung gelangenden Preise werden in dem Schaufenster der Firma August Oßmann, SelterSweg, zur Ausstellung gelangen. Berlin, 17. Juli. Pferderennen zu Hoppegarten. Großer Preis von Berlin. 50 000 Mk. 2200 Meter. 1. Fürst Hohenlohe.OehringenS „Lamete", 2. Belts „Ordonnanz", 3. Kgl. Hauptgestüt Graditz' „Pomp". Ferner liefen: „Kismet", „Minnesänger", „Cannae", „Belisar". Tot. 52 :10. Pl. 44, 36:20. Arbeiterdewrgunz. bm. Mainz, 17. Juli. In dem hiesigen Spenglergewerbe ist eine Lohnbewegung im Anzug. Die Gesellen behaupten, feiten- der Meister würden die vereinbarten Lohnsätze nicht eingehalten und durch allerlei Mittel die Löhne gedrückt. Eine heute abend stattsindende Versammlung wird darüber entscheiden, ob man in den Ausstand treten will. Prag, 18. Jali. Der Verein für die Bergbau-Interessen Nord-Böhmen8 beschloß, zwecks Verh tnderung eines neuen Bergarbeiter streike und im Hinblick auf die andauernd schlechte Lage deS KohlenmarkteS seinen Mitgliedern vorzuschlagen, weitere Lohn-Erhöhungen zu gewähren. Ärmste Meldungen. Loudon, 18. Juli. „Daily Expreß" meldet auS Baira: Der britische Konsul ist durch einen jungen Mann überfallen und durch einen Dolchstich lebensgefährlich verletzt worden. Der Thäter ist verhaftet. Städtischer Arbeitsnachweis Gieße« Garteuftratze ft. «»gebot der Arbeitnehmer r 1 Heizer, 1 Lauffrau, 1 Schreibgehilfe. . Nachfrage der Arbeitgeber r 3 Bauschiofser, i Schuhmacher, 3 Bau- ßchremer, mehrere Taglohner, mehrere Dienstmädchen, 1 Kindermädchen 2 Lauf« trauen, 1 Schreibgehilfe.____________________________________________ '________ Bekanntmachung Die fälligen Pachtgelder von Triebvierteln und anderen städtischen Grundstücken pro 1900 können bis Ende dieses Monats noch ohne Kosten bezahlt werden. Zahltage: Dienrtag, Donnerstag und Samstag. Gießen, den 17. Juni 1900. Stadtkaffe Gießen: Doepfer. 4938 Die Lieferung von Steinkohlen — Nußkohlen I oder II, oder doppel: gesiebten Stückkohlen, oder melierten Fett- steinkohlen mit 60% Stückgehalt — soll am Mittwoch den 25. Juli d. IS., vormittags 10 Uhr, in 3 Losen ä 240000 bezw. 200000 kg für 1800 verdungen werden Die Lieferungsbedingungen liegen im Geschäftszimmer 92, Kaserne I, zur Einsicht aus, können auch von der Garnisonverwaltung gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Schriftliche und versiegelte Angebote sind'an der vorbezeichneten Stelle vor Beginn des Termins mit der Aufschrift „Angebot auf Lieferung von Steinkohlen" versehen abzugeben. 4617 Garnisonverwaltung Gießen. Bekanntmachung. Donnerstag den 19. d. M., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 65 Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie zwei schwere Wagen zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 18. Juli 1900. 02986 Seipel, Gerichtsvollzieher. (ihnpffhlimoi'u Restaurant " Pr,ml“B,er zum Kronprinz. Aktien-Brauerei Giessen. Bier über die Strasse nur in eigenen Gläsern. Wdt. Mlachthaus. Freibask. 4923 Heute und morgen: Zchmiuesteisch 25 Nlg. Schellfische Kabeljau in la. feinster, blutfrischer Ware soeben eingetroffen bei 528 A. & G. Wallenfels. Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. Nemögens-Nlay pro 31. Dezember 1899. Activa: Jt Kassenvorrat 8662.66 Wertpapiere 13034.28 Darlehn auf Schuldscheine 105498.26 Hypotheken 81646.01 Kaufschillinge 5920.70 Mobilien 150- Stückzinsen, Zinsenreste 6149.19 Ausstehende Gerichtskosten 28.26 Summa 221089.36 Passiva: JL Geschäftsguthaben der Genoffen 9275.81 Reservefonds 10447.3? Kapitaleinlagen 199667.77 Rückständige Kaufschillinge 91.11 Reingewinn 1607.35 Summa 221089.36 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1898 . 167 Während 1899 gingen ab ... . 2 zu ... . 7 ---- 5 Daher Stand der Mitglieder Ende 1899 . . 172 Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genoffen beim Rechner Wilhelm Schwalb II. offen. Daubringen, den 18. Juli 1900. Spar- und Vorschuß-Verein, S. G. m. u. H., |u Daubringen. Wilhelm Albach, Direktor. Wilhelm Schtvalb II., Rechner. Einladung1. Die Mitglieder des Spar- und Vorschuß-Vereins, E. G. m. u. H., zu Daubringen werden hiermit auf Sonntag den 2». d. Mts., nachmittags 4 Uhr, zu einer General-V er Sammlung bei Wirt Albach freundlichst eingeladen. Tages,Ordnung: Abhör der Rechnung pro 1899. Verschiedenes. 4956 Der Vorstand. Jugendfest. Die für das diesjährige Jugendfest vorgesehenen acht Wirtschaft«, Plätze im Philosophenwald sollen auf dem Wege der Submiffion vergeben werden. Bedingungen und Angebotssormulare können im Knabenschulhause an der Nordanlage, Zimmer Nr. 2, vom 19. bis 21. Juli inkl., vormittags von 10 bis 11 Uhr, in Empfang genommen und der daselbst aufliegende Plan eingesehen werden. Angebote nach dem 21. Juli bleiben unberücksichtigt. Gießen, den 17. Juli 1900. 4937 Das Fest-Komitee. Zu den vier Jahreszeiten 47 Grüubergerstratze 47. Täglich großes Doppel-Konzert der Damen-Kapelle Kellas, Direktion: Kokille und des W Ersten deutschen Orpheum-Ensenrbles "W Direktion: Laverfetder. Anfang Wochentags 8 Uhr abends. Sonntags 4 und 8 Uhr mit fortwährend neuem Programm. 4949 Beginn des SchießeuS Sonntag 8 Uhr. 4944 Schützenplatz. Sonntag den 22., Montag den 23. und Dienstag den 24. Juli: eisfchichen .**..« großem Volksfest Von 4 Uhr ab: Konzert, Volksbelustigung und Tanz. Montag den 22. Juli: Beginn des Konzerts 5 Uhr. Dienstag den 23. Juli: abends 6 Uhr: Schluß des Schießens, abends 8 Uhr: ^reisverteitung. Eintritt frei. Itter iw Olas 10 Ufg. Steins Garten. Donnerstag den 19. Juli: V. Abonnements - Konzert auBgeführt von der 4948 KapetU Mas Grossh. Hess. taf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anfang: 8 Uhr. Entree 50 Pfg. W-lldfcst empfehlen 4906 P. Prell. H. Bettler. K. Skalizky Zahle Insekten Aecht in Maschea mit ruhige Leute zu vermieten. 02977 K. Schmall, Große Mühlgaffe 10. Gießenr in der Kirsch-Apotheke und bei Aug. Aoll, Drogerie zum roten Kreuz. 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Bei ungünstiger Witterung im Cafo Leib. 4947 Unseren verehrten Gästen hierdurch die Mitteilung, daß wir von leute an den Preis für das echte Pilsener Bier wie folgt festgesetzt haben: 3/10 Liter 22 Pfg., 5/ie Liter 37 Pfg. Wir glauben dadurch allen gerechten Ansprüchen, ohne selbst Verluste zu haben, entgegen gekommen zu sein und bitten ferner um recht regen (Geräumige 6-Zimmerwohnung, pt., mit 'S' allem Zubehör, alsbald oder später zu vermieten» Lonystraße 20, Mansarde. 02977] Em bis zwei unmöblierte Zimmer, in freier jLage, bis 1» Oktober zu vermieten. Bismarckstratze 26. Tchreinergeselle sofort für dauernde Arbeit gesucht. 02985 Wilhelm Weigel, Löberstr. 9. gsKagnergehilfeu sucht 02980 aW_________H. SpieS, Diezstraße. 4953] Junger Arbeiter und ein Fah^- bursche sofort gesucht. I. K. Spies, Mittelweg 7. Oswaldsgarten. b-Zimmerwohnung mit allem Zubehör, im 1. 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