i Wallthorfiratzi z i ältere Same s^t feiner Familie oto '6er Herrn au pf: Endliche Rennte iShallung. n Nr. 4269 u H Platte?. n itt WW ein Panfmann m t 41) ttr M. K. d» He 6 ition Hiwenete •(?., Sielen, etMi MM tyMNM n^onbttt auch we iNemchkau Hm mWatze AI, l «E w= |6beM-a9®L| TSeba.0;”; ßahnhofsy-35, | I i-19 "d ; ; versichern^* i d°!L,Vi er IUÄ& „ nkommt” ““ , ”■ FmllÄbpiül roe It» äÄg M. 140 Zweites Blatt 1900 Heneral-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblntt für den Tiveis Gieszen Dienstag den 19 Juni Alle Anzeigen-BermittlungSstelleu bt8 In« unb Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., au-wLrtS 20 Pfg. Ä*«NWe, Efpeditton und Druckerei: IchnkHraße Nr. 7. >»»ah»e Anzeigen zu der nachmittag- für de» »senden Lag «scheinenden Nummer bi- norm. 10 Uhr. AdhefteLungen spätestens adendS vorher. Adreffe für Depeschen: Anzeiger chtetz.«- Fernsprecher Nr. 5L Gratisbeilagen: Gießener Famitienblätter, Der heMhe Landwirt, MWer für heMche Volkskunde. Ass MaujmioiSkrillm nnb dir Lrbrsdshskli. Wir veröffentlichten am Samstag eine längere Erklärung des ersten Ausschusses der Zweiten Kammer. Diese Lrlilärung nahm Bezug auf ein Schreiben des Finanzmini- fterö, aus dem wir folgende bemerkenswerte Stellen ivi eidergeben. Die Großh. Regierung stellt keineswegs ein Prinzip auf, daß künftig keine Bahnen mehr vom Staate gebaut lücrben sollen; im Gegenteil, sie erkennt an, daß in den ärmeren Landesteilen das Bedürfnis nach Eisenbahnen in der Regel nur durch den Staatsbau Befriedigung wird finden können. Gerade deshalb aber ist die Regierung! verpflichtet, behutsam vorzugehen. In den letzten zehn Jahren ist die Staatsschuld des Groß Herzogtums, im wesentlichen durch Ausgaben für 6isenbahnzwecke, von 3 5 auf 281 Millionen ge - sii 5 ge n. Durch die bereits bewilligten und zur Bewilli- m g beantragten Aufwendungen wird in allernächster Zeit die Staatsschuld die Summe von 300 Millionen' erreichen. Daß nach der Höhe der direkten Staats- steiern pro Kopf der Bevölkerung Hessen ebenfalls an erster Stelle unter den beut* fd)ieii Staaten steht und zwar auch, nachdem durch die Steuerreform die direkten Steuern um rund 20 Prozent vecvnindert sein werden, ist bekannt. Nicht zu vergessen ist, daß die Einnahmen aus diesem Staatsbesitz starken Schwankungen unterworfen sind. Daher gebietet die Vorsicht!, in günstigen Zeiten, tote den! jckigen, auf reichliche Schuldentilgung Bedacht! zu nehmen, damit bei 9iückgang der Einnahmen aus den Staatsbetrieben durch die inzwischen eingetretene Verminderung der Zinsenlast und wenn nötig durch zeitweise Einschränkung der vorgesehenen, regelmäßigen Schuldentilgung ernsten Verlegenheiten begegnet und das Gleichgewichts im Staatshaushalt aufrecht erhalten werden kann. Wenn statt dessen zurzeit wegen der vorliegenden, vielen dringlichen Aufgaben des Staates und, in so langes das Ergebnis der Steuerreform nicht klar übersehen werden kann, von einer im richtigen Verhältnis zur Schulden- niasise stehenden Tilgung abgesehen werden muß, so ist es, unlßomehr geboten, eine weitere Steigerung der Staats- fchruldi sU.nd eine Inanspruchnahme des zurzeit besonders ungünstigen Geldmarktes, so viel als immer thunlich, zu vermeiden. 1P,, .. , . , Die Großh. Regierung ist entschlossen, trotz der nicht günstigen Finanzlage, soweit es an ihr liegt, die früher erteilten Zusagen zu erfüllen und ohne Aengstlich- keit nnd ohne jede Vernachlässigung anderer Aufgaben, m der Förderung des Verkehrswesens fortzu- abren. Gerade darum aber, weil sie beabsichtigt, auf allen Gebieten eine intensive Thätigkeit des Staates zur i ksurderung der allgemeinen Wohlfahrt zu entfalten, muß Hk um so sorgsamer die vorhandenen Mittel zu Rate halten Inb in jedem Einzelfall aufs genaueste prüfen, wie v o r - damdene Bedürfnisse auf zweckmäßige und dkm Staat möglichst wenig belastende Weise Iciriedigt werden können. Mit dem Bau von Eisenbahnen auf Staats- bitiett in dem gleichen Tempo fortzufahren wie in du letzten Jahren ist schlechterdings unmöglich. Tag- litfj treten neue Eise^rbahnwünsche auf; wenn sie alle erfüllt wrben sollten, so müßte dies notwendig eine finanzielle Katastrophe herbeiführen, d. h. zu einer so starken kt euererhöhung nötigen, wie sie gar Nicht durch- ^'^Vielmehr wird künftig nur schrittweise mit regel- mLiaen Aufwendungen, die ein gewisses, nut Ruchicht mi^ie Finanzlage und die sonstigen Staatsbedurfnisse Lestimmendes Maß nid)t Überstetgen, vorgegangen wer- lmunbä«arfo, daß die zuerst bewilligten Bahnen f-rt.g Imto, ehe neue in Angriff genommen werden Dieiemgen l-mdesteile, wo der Bau von Bahnen nur vom Staate imbmtommen werden kann, insbesondere der Logelsberg md« Odenwald, werden daher nur dann auf die Erlullung Lr Wünsche in absehbarer Zeit rechnen können, wenn -i allen Bahnen, Ivo es ohne Nach,teil geschehen kann, sr ivatkapital herangezogen wird. Wenn zu dem erwähnten schrittweisen Vorgehen nicht schon die Rücksicht auf die Staatsfinanzen nötigte, so würde es doch durch einen andern Umstand erzwungen, nämlich durch den Mangel an Arbeitskräften. Von den 20 Bahnen, die durch das Gesetz vom 15. November 1890 zum Bau durch den Staat bestimmt worden sind, befinden sich! jetzt 9 im Betriebe, 6 sind int Bau, die übrigen 5 sind noch nicht in Angriff genommen. Die Eisenbahndirektionen in Mainz und Frankfurt werden daher durch die 11 rückständigen Bahnen noch mehrere Jahre in Anspruch genommen sein. Da ihnen gleichzeitig die Ausführung zahlreicher und umfassender Erweiterungen und Ergänzungen auf den bestehenden Bahnen, der Bau großer und schwieriger, strategisch wichtiger und deshalb äußerst dringlicher Bahnen und auch mehrerer Preußischer Bahnstrecken ob-» liegt, so sind sie mit dem bestem Willen nicht imjtanbe, daneben noch ehre größere Zahl von Bahnen auf Sonder- derrechnung Hessens auszuführen. Die Etnrichtung einer eigenen Hessischen Bau - und Betriebsverwaltung neben ber Gemeinschaftsverwaltung erscheint aber zurzeit völlig ausgeschlossen. Bekanntlich würbe bie frühere Bau-Verwaltung mit bem 1. April 1897 aufgelöst; ihr Personal, bas zum Teil aus Auslänbern bestaub, hat sich überall hin zerstreut unb hat, soweit es tüchtig war, gute Stellungen gefunben; denn damals herrschte, wie noch jetzt/ Mangel an erfahrenen Eisenbahntechnikern. Nunmehr wieder ein geeignetes Personal zusammenzubringen, wäre fast unmöglich, jedenfalls überaus kostspielig, zumal definitive Anstellung wegen der Vorschrift in Artikel 47 der Verfassungs-Urkunde nicht in Aussicht gestellt werden kann. Tüchtige einheimische Kräfte, welche die Staatsprüfungen abgelegt haben, sind augenblicklich nur in geringer Anzahl vorhanden und für den Dienst der Eifenbahngemeinschaft erforderlich. Von dieser tüchtige Beamte zur Bildung einer eigenen Bau- und Betriebsverwaltung wegzunehmen^ widerspräche dem Landesinteresse; aus Mangel an gehörig für den Eifenbahndienst vorgebildeten Beamten konnten! bis jetzt noch nicht alle höheren Hessischen Stellen her Gemeinschaftsverwaltung besetzt werden. Diese Beamten Würden voraussichtlich nur sehr ungern in eine Hessische Eisenbahnbauverwaltung übertreten, da sie in ber Gemeinschaftsverwaltung sehr günstige Aussichten haben. Frembe Techniker heranzuziehen, wäre auch unpraktisch, weil bei bem bermaligen starken Besuch ber Technischen Hochschule unb bem großen Anbrange zu ben Staatsprüfungen in gar nicht zu ferner Zeit ein mehr als genügenber Nachwuchs einheimischer, staatlich geprüfter Techniker vorhanden fein wirb. Derr gleichen Schwierigkeiten wie ber Staat würben auch bie Provinzen unb bie Kreise begegnen, wenn sie den Bau und Betrieb von Kleinbahneü übernehmen wollten. Für sie würde die Sache n o ch w e i t kostspieliger sein, als für den Staat, weil wirklich, tüchtige Eifenbahnfachleute solche Gehaltsansprüche stellen, daß für kleinere Bahnunternehmen bie Aussicht auf Rentabilität schon burch bie Höhe ber zu zahlenben Gehalte sehr gering ist. Auch aus bieser Sachlage ergiebt sich, daß bas von allen Interessenten so lebhaft gewünschte raschere Fortschreiten im Bau von Neben- unb Kleinbahnen sich, aller menschlichen Voraussicht nach, nur erreichen läßt, inbem man leistungsfähige Privat - Unternehmungen, bie über ein wohlgeschultes, gerabe im Bau und Betrieb solcher Bahnen von untergeordneter Bedeutung erfahrenes Personal verfügen, zu Hilfe nimmt. Wenn Preußen, Baiern, Württemberg und Baden, Staaten mit eigener Staatseifenbahnverwaltung, die ohne weiteres auch den Bau und Betrieb von Kleinbahnen übernehmen könnten, hierauf verzichten, solche Bahnen vielmehr teils grundsätzlick), teils in der Regel, ber Privatunternehmung überlassen, so kann für Hessen, das seine Hauptbahnen an bie Gemeinschaft abgegeben hat, unb mit außerordentlich hohen Kosten eine Organisation für ben Bau unb Betrieb von Kleinbahnen auf Staatskosten sich» erst schaffen müßte, kein Grunb vorliegen, grunbsätzlich Privatunternehmungen auszuschließen. Die erst neuer« bings in ber Zweiten Kammer ber Stäube zu tage getretene prinzipielle Abneigung gegen solche — noch auf bem letzten Sanbtag finb brei Linien zum Bau burch Privatunternehmungen genehmigt worben, ohne baß prinzipielle Grünbe bagegen geltenb gemacht würben — beruht nach biesseitiger Ansicht auf vielfach irrigen ober mißverstan- benen Theorien unb auf mangelhafter Kenntnis der that- sächlichen Verhältnisse und des praktischen Bedürfnisses. In der That ist nicht abzusehen, welche Nachteile entstehen könnten, wenn ber Staat zur Erreichung seiner auf bas allgemeine Wohl gerichteten Ziele auch privaten Kapitals fick) bebient. Der Einwanb, baß Privatunternehmer nur rentable Bahnen, übernehmen, bem Staat also lebiglich bie unrentablen verbleiben, ist schon barum hinfällig, weil es sich gar nicht um Bahnen handelt, bereu Bau auch für den Staat als rentabel bezeichnet werben könnte. Denn Amtlicher Feil. Gießen, den 14. Juni 1900. Betr.: Gesuch des Christian Pohl. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung »nserer Verfügung vom 26. Mai 1900 (Gießener Anzeiger von 1900, Nr. 123) noch im Rückstände sind, werden hier« mit aufgefordert, innerhalb acht Tagen den verlangten Bericht zu erstatten. v. Bechtold. es wird k a n m m o g l ich s e in, in Hessen noch ein Bahn Projekt aufzu stellen, das auch für den Staat wirklich rentabel wäre. Eine solche Bahn würde auck) zweifellos in bie Finanzgemeinschaft ausgenommen; benn sie abzulehueu, hätte Preußen nicht ben minbeften Grunb, ba nach ben Vertragsbestimmungen bas von Hessen aufzubringenbe Baukapital nur mit eineinhalb Prozent ber Hessischen Teilungsziffer zuwächst, also m i n - bestens bie Hälfte der Zinsen ans eigener Tasche zu bezahlen hat, während von bem Erträgnis runb 98 Prozent an Preußen fallen. Keine der vom Staate erbauten Nebenbahnen hat sich bis jetzt als rentabel erwiesen in dem Sinne, daß aus den Einnahmen nicht nur bie Betriebskosten unb bie zur Sicherung ber rechtzeitigen Erneuerung des Oberbaus und der Fahrbetriebsmittel nötigen Rücklagen gedeckt, sondern auch! bie Zinsen unb eine angemessene Tilgung bes Anlagekapitals bestritten werben konnten. Auch bie an Unternehmer überlassenen Nebenbahnen haben bieses Ziel erst nach Verlauf längerer Zeit, zum Teil noch gar nicht erreicht. Ein gutes Erträgnis haben nur einzelne dieser Bahnen erzielt, welche den Verkehr eines großen industriellen Betriebes bedienen. Von der Erkenntnis, daß Nebenbahnen im allgemeinen uicht rentabel sind, geht auch das Nebenbahngesetz vom) 29. Mai 1884 aus. Um den ärmeren und abgelegenen Teilen des Landes zu Bahnen zu verhelfen, sieht es eine staatliche Beihilfe zu deren Bau vor, in verschiedenen Formen, von denen die weitgehendste, ba Wo anbere nicht aus- reichen, bie Uebernahme des Baues und Betriebs durch den Staat fein sollte. Der Staat Will nach der Absicht dieses Gesetzes durch die Beihilfen, die er leistet, nicht direkt ein gutes Geschäft machen, sondern er findet feine Rechnung in der Hebung des Wohlstandes der Gegend, ber er eine Bahn baburch verschafft, baß er burch feine Beihilfe Unternehmungen es ermöglicht, mit Hoffnung auf einen künftigen Nutzen, einen Bahnbau zu wagen. Dor allem kann bie Regierung bie Überlassung besi Betriebes jeber Bahn an ben Staat entweber jeberzech oder nach einer in der Konzession bestimmten Frist verlangen, sobald sie es im öffentlichen Interesse erforderlich, erachtet. Sobald der geeignete Zeitpunkt gekommen ift„ kann zum Staatsbetrieb übergegangen werden. Die Befürchtung, daß eine Privatgesellschaft, selbst wenn ihr alle noch zu bauenden Kleinbahnen übertragen würben, was nicht in der Absicht der Regierung liegt, eine Macht im Staate werben Würbe, kann getrost als! unbegründet bezeichnet werden, sofern man nicht der Regierung zutrauen will, daß sie die ihr konzesfionsgemäß zustehenden Rechte nicht zu üben im stände oder gewillt fei. Uebrigens ist gar nicht zu befürchten, daß für allzu viele Bahnen sich Unternehmer finden werden. Seit ber Zinsfuß so sehr in bie Hohe gegangen ist unb gleichzeitig Arbeitslöhne unb Materialpreife beträchtlich gestiegen finb, hat ber Wettbewerb um Bahnkonzpfsionen ganz erheblich. nachgelassen, unb es kommt viel häufiger vor, baß Unternehmer früher gemachte Zusagen zurückziehen, alss baß sie neue Verpflichtungen unter den früheren Beding-! ungen eingehen. Wenn man die Dividenden, welche andere Unternehmungen, wie chemische Fabriken, Elektrizitäts-Ge-> sellschaften, Brauereien u. a., sowie Banken verteilen, mit denen der Kleinbahn-Gesellschaften vergleicht, so sieht man. leicht ein, weshalb das Privatkapital sich nicht mehr zuj den letzteren drängt. Dem Staate würbk schon aus dilesem Grunde noch mehr wie genug und für eine lange Reihe von Jahren zu thun übrig bleiben. Von den früher bewilligten Bahnen find fünf noch nicht im Bau. Zwei davon, Laubach — Mücke und Worms — Gundheim, finb zum Bau vorbereitet und werden in nächster Zeit in Angriff genommen werben. Es bleiben bann aus bem 90er Gesetz die drei Bahnen Lor sch —Heppenheim —Für th, Ober-Roden— Dreieichenhain — Offenbach und Greben- hain —Crainfeld —Gedern übrig. Die Ausführung der erstgenannten Bahn Wird durch den vorliegenden Gesetzentwurf geregelt. Nachdem es lange fortgesetztem Bemühungen endlich gelungen ist, die Beteiligten mit ber. nun in Aussicht genommenen, allein zweckmäßigen Losung bieser Bahnfrage zu versöhnen unb auch bie Zustimmung ber Königlich Preußischen Regierung zu erlangen, müßte es die Großh. Regierung aufs tiefste bedauern, wenn der Bau dieser dringlichen Bahn zum Schaden der direkt beteiligten Gemeinden, wie des ganzen Landes verschöbet Würde. Die Bahn Ober-Roden—Dreieichenhain—Offenbach ist biß jetzt nicht gebaut worden, weil die beteiligten Gemeinden sich über die Geländestellung nicht einigen konnten. An die Stelle dieser Bahn soll daher eine andere treten^ über die die Vorarbeiten und bie nötigen Verhandlungen, noch nicht zum Abschluß gelangt finb. Die nähere Bearbeitung bes Proiekts ber Bahn Grebenhain—Crainfelb—Gebern hat ergeben, baß bie Ausführung beweiben eine außerordentlich hohe Nachf- lt-Nch a j Ä xj bmnr-- — Nezug-preis »u ÄuiRat)mt des M d Vierteljahr!. Mk. 2,2t ® Kreßener Anzeiger s Forderung nötig machen und dabei doch die Wünsche der Bewohner der dortigen Gegend nicht voll befriedigen würde. Daher ist eine Umarbeitung dieses Projekts veranlaßt worden, die jetzt im Gange ist. Das Ergebnis dieser Umarbeitung und der alsdann erforderlichen Ver- handlungen muß zunächst abgewartet werden. Aus diesen Gründen konnte die Aufnahme der beiden Bahnen in den vorliegenden Gesetzentwurf nicht erfolgen. Die Regierung ist bestrebt, die Erledigung der noch schwebenden Fragen soviel als möglich zu beschleunigen. Jedenfalls wird die erste Vorlage über den Bau weiterer Bahnen, die nach Annahme der vorliegenden den Ständen zugehen wird, sich auf diese beiden, aus dem 90er Gesetz noch rückständigen Bahnen beziehen. Die Aufnahme der Bahn Stockheim —Vilbel steht nicht im Gegensätze zu der oben ausgesprochenen Absicht, zunächst die früher bewilligten Bahnen zu bauen. Denn es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Bahn Stockheim—Frankfurt bezw. Stockheim—Vilbel in das Gesetz von 1890 ausgenommen worden wäre, wenn damals die Zustimmung der Königlich Preußischen Regierung hätte erlangt werden können. Regierung und Landstände waren seit lange über die Notwendigkeit' des Baues dieser, für den ganzen südlichen Teil der Provinz Oberhessen hochwichtigen Bahn einig, und in der Zweiten Kammer sind wiederholt die lebhaftesten Klagen und Vorwürfe über seine Verzögerung erhoben worden. Die Regierung würde daher mit den früher erteilten bestimmten Erklärungen sich in Widerspruch gesetzt haben, wenn sie nicht, sobald die Verständigung mit Preußen erzielt war, den sofortigen Bau dieser Bahn in Aussicht genommen hätte. Damit ist aber auch alles gethan, was für jetzt, im Hinblicke auf die zahlreichen, noch nicht fertigen Bahnen aus dem Gesetz von 1890, bei der Finanzlage des Landes und der nicht unbegrenzten Leistungsfähigkeit des zur Verfügung stehenden Personals vom Staate geschehen kann. Nach längeren Ausführungen über eine Anzahl von Bahnprojekten in den südmainischen Provinzen heißt es dann weiter, daß der Finanzminister dem ersten Ausschuß der Zweiten Kammer der Stände gegenüber konstatieren mußte, daß nicht mehr mit der Möglichkeit gerechnet wer- I den kann, die Vorlage in einer Sommertagung von beiden I Kammern der Stände zur Verabschiedung zu bringen. Die I Verantwortung für die Schädigung der beteiligten Landes- I teile, wie derjenigen Teile des Odenwaldes und des Vogels- I bergs, deren Wünsche auf Erbauung weiterer Linien in I gleichem Maße zurückgestellt werden müssen, als sich die I Erbauung der von der Regierung unbedingt festgehaltenen I Linien verzögert, kann die Regierung nicht belasten, nach- I sie alles versucht hat, um eine Verständigung herbeizu- I führen, insoweit pflichtmäßige Schonung der Finanz- und I Steuerkraft des Landes ihr dies möglich erscheinen ließ. I I dieser Beziehung zu seinen beiden Kollegen sagen: Ich sei, gewährt mir die Bitte, in Eurem Bunde der dritte! Auch das Kabinett Waldeck-Rousseau führt nur ein politisches Dasein von der Hand in den Mund, denn zu den vielen kleinen Siegen über die nationalistische Opposition will sich doch kein großer entscheidender Sieg gesellen. Wenn die I Angriffe der Nationalisten in der letzten Zeit zahmer ge- I worden sind, so liegt das weniger an einer Verstärkung I der Regierungsstellung als an der Besorgnis, die auch von I der Opposition empfunden wird, den Erfolg der Weltausstellung zu beeinträchtigen, und an den Problemen auf dem I Gebiet der auswärtigen Politik, die gerade jetzt in ver- I stärktem Maße auch den Franzosen aufgegeben werden. Als das schwierigste und gefährlichste dieser Probleme I wuß zweifellos die chinesische Frage anerkannt werden, I deren Aufrollung außerordentlich plötzlich geschah. Eine geradezu ungeheuerliche Nachricht von den dortigen furcht- I baren Wirren ging uns am Samstagabend aus Paris zu. Die „Agence nationale" meldete aus Peking, alle Gesandtschaften feien zerstört und der deutsche Gesandte, Frhr. v. Ketteler, ermordet worden. Die Nachricht sei allerdings noch un- I bestätigt. Wir können vorläufig unmöglich glauben, daß die Boxer, von denen es doch heißt, daß zahlreiche Gelehrte I und hochgebildete Personen zu ihnen gehören, eine solche I allem Völkerrechte Hohn sprechende That begangen haben, und halten dieses Telegramm für eine ganz böse Tartaren- I Nachricht. Es ist für uns geradezu undenkbar, daß Leute I die frevelhafte Verwegenheit sollten besessen haben, die nach dem internationalen Gesandtschaftsrecht, dem sich die großen । ostasiatischen Reiche angeschlossen haben, unverletzliche Person i eines Gesandten, und noch dazu des Gesandten eines Reiches von der Weltmacht Deutschlands auch nur anzutasten. Die Nachricht von dem Mord des japanischen Gesandten ist bisher auch unbestätigt geblieben. Die Newyorker Blätter halten allerdings die Nachricht für begründet, während die Pariser „Agence HavaS", die weit zuverlässiger ist, als jene Pariser Agentur, von der die grause Botschaft kommt, erklärt, daß im französischen Ministerium des Auswärtigen ! keinerlei Bestätigung der abenteuerlichen Meldung vorliegt. I Sie hebt hervor, daß, da die telegraphische Verbindung mit I Peking unterbrochen ist, man mit äußerster Vorsicht ! alle Depesche« aufnehmen muß, die von Vorgängen in Peking I aus den letzten Tagen berichten. Jedenfalls aber steht es I außer Zweifel, daß die Boxerbewegung eine höchst gefähr- I liche Form angenommen hat und daß der ganzen Größe I der Gefahr nur durch geschlossenes Vorgehen aller Mächte I begegnet werden kann. Leider aber haben wir bereits von I sehr bedauerlichen Eifersüchteleien unter einzelnen der Mächte I berichten müssen. Da ist es immerhin intereffant, zu er- I fahren, welche philosophischen Gedanken der Chefredakteur I des Pariser „Matin", Harduin, anstellt. Anknüpfend an I eine Meldung, daß eine Expedition aus englischen, deutschen, I russischen, französischen, italienischen und österreichischen I Soldaten auf Peking marschiere, fragt Harduin: „Ist dies I nicht die Armee der Vereinigten Staaten von! Europa? Sie ist konstituirt, diese Union, die so lange I schon von Träumern gepredigt wurde, deren Uhr vorging. I Man wird einwenden, daß sich die Szene in Ostasien ab- I spielt, aber es ist immerhin schon etwas, Soldaten Seite I an Seite und in demselben Schritt demselben Ziele entgegen I marschieren zu sehen, Soldaten, die in Europa gedrillt werden, I um sich einander aufzufreffen. ES existiert also die Mög- I lichkeit, daß Franzosen, Deutsche, Russen, Engländer und I Italiener im Einvernehmen sein können? Warum sollte I man nicht versuchen, aus einer derartigen Thatsache Nutzen I zu ziehen? ES ist doch wirklich schrecklich demütigend, daß I nur die Chinesen die Gabe besitzen, uns Europäer vernünftig I zu machen!" Die chinesische Frage hat das Interesse gn dem süd- I afrikanischen Kriegsdrama erheblich zurückgedrängt. I Die Nachrichten über die Geschehnisse in diesem Drama I leiden wieder an einer starken Unzuverlässigkeit. Zwar I haben die Engländer einige Erfolge errungen, so die Neber- I schreitung des LaingS Nek-Paffes, aber die wiederholten I Schlappen, die sie im Rücken des Lord Roberts auf dem I Gebiete des Oranje-FreistaateS erlitten haben, zeigen doch, I daß der Widerstand der Buren noch immer keineswegs ge- I brochen ist, und daß der jetzt eingeleitete Guerillakrieg den I Engländern noch mehr zu schaffen machen wird, als sie sich I träumen ließen. Und zu dieser Sorge tritt die weitere, I wie eS nach dem Kriege gelingen soll, den Gegensatz der I beiden weißen Raffen in Südafrika aus der Welt zu schaffen, I dessen Schärfe gerade jetzt angesichts des Rücktritts des | Premierministers Schreiner den Engländern mit aufdring. I licher Deutlichkeit vor die Augen getreten ist. I Einnahme von Kapitalzinsen durch Vermehrung der in Wert. I papieren rc. angelegten Vermögensbestände um 951,61 Mk I erhöht hat. Bei den Gesamtbeiträgen ist ersichtlich,'daß fit I sich gegen das Vorjahr um 17 342,39 Mk. vermehrt haben' I dies erklärt sich einerseits daraus, daß die Meldepflicht I streng gehandhabt worden ist, — denn die Mitgliederzabl I hat sich im Durchschnitt gegen 1898 nur um 209 erhöht — andererseits daraus, daß die Richtigstellung der Lohn- I sätze ihres bei der Kaffe versicherten Personals erfolgt ist. I Bei 2) Ausgaben, ergiebt sich die Erhöhung für ärztliche I Behandlung aus dem Neuabschluß verschiedener Aerzte. I Verträge, sowie daraus, daß der Vorstand für Spezialärzte I erhebliche Beträge bewilligte. Die bedeutende Steigerung I der Ausgaben für Arznei und Heilmittel ist auf den un. I günstigen Gesundheitszustand im Jahre 1899 zurückzuführeu. I Aus ebendemselben Grunde ist die ungewöhnliche Steigerung I des Krankengeldes von 19 324,96 Mk. auf 29 879,84 Mk. herzuleiten, vielleicht auch daraus, daß die Geschäftsleitung auf ganz pünktliche Einhaltung der Angaben über die Lohn. I Verhältnisse sah, und so die Klaffen sich ganz bedeutend nach I oben hin verschoben. Beim Poften „Kur- und Verpflegungs- I kosten" heißt es, daß die Inanspruchnahme der hiesigen I Kliniken nicht nachgelassen hat, trotzdem der hierfür Der» I auSgabte Betrag für dieses Jahr etwas niedriger geworden I ist. Leider sind jedoch die Kliniken von auswärts so stark I besetzt, daß sehr viele von der Krankenkaffe eingewiesene I Kranke daselbst abgewiesen worden sind. Es sei dies ein I Zustand, der auf die Dauer nicht haltbar ist, da sich unter den Zurückgewiescnen schwer kranke und einer besonderen I Pflege sehr bedürftige Mitglieder befanden. Auf den Kopf I des Mitgliedes entfallen 1,02 Mk. gegen 1,16«/, Mk. iw I Vorjahre. Die persönlichen BerwaltungSkosten haben sich I uach Abzug des Betrages für Besorgung des Geschäfts des I Jnvaliditäts- und Alterversicherungs Gesetzes pro Kopf von I 1,60 Mk. auf 1,45 Mk. erniedrigt, während sich die sach- I lichen Ausgaben infolge von Neuanschaffung von In« I ventar von 0,207, Mk. auf 0,257, Mk. erhöht haben. I Die Ergebnisse sind nach allen Richtungen hin be- I friedigend. Der finanzielle Erfolg überragt I sämtliche Vorjahre. In dieser Voraussicht nahm dir I Kaffe in diesem Rechnungsjahr Veranlassung, getreu den I von ihr vertretenen Grundsätzen, der Generalversammlung eine Erweiterung der Kassenleistungen in Form einer Herabsetzung der Karreuzzeit auf 2 Tage sowie Erhöhung des Krankengeldes um 5 Proz. vorzuschlagen. Weiter wurde vorgeschlageu, die Bestimmung im Statut zu streichen, daß bei einer Krankheit, die durch Vorsatz oder durch schuldhafte Beteiligung an Schlägereien herbeigeführt worden ist rc., das Krankengeld wegfällt. Die Generalversammlung beschloß demgemäß eine diesbezügliche Statutenänderung, die vom Kreisausschuß nach einigen redaktionellen Aender« ! ungen genehmigt wurde. Im Anschluß an die Vergünstig« ungen im Vorjahre — Wegfall der Karrenzzeit bei 14tägiger Krankheitsdauer, Erhöhung des Krankengeldbezugs auf 25 Proz. für 26 Wochen — werden diese erneuten Vergünstigungen bei den Mitgliedern erfreuliche Aufnahme finden, Anhänglichkeit zur Ortskrankenkaffe erwecken und auch solche Bersicherungspflichtige zum Beitritt veranlaffen, die ihr bis jetzt fern geblieben sind. Zu den bis jetzt eingeführten Kaffenleistungen werden voraussichtlich am 1. Januar 1901 je nach der finanziellen Kraft der Kaffe, jedoch ohne Belastung der Beitragspflichtigen, weitere Vergünstigungen für die Kaffenmitglieder treten. Zu diesen Vergünstigungen darf wohl der Vorstandsbeschluß gerechnet werden, wonach denjenigen Mitgliedern, die mit ihrem Verdienste Angehörige zu ernähren haben, bei Gewährung einer Badekur seitens der JnvaliditätSanstalt, neben dem an die letztere in diesem Falle zu zahlenden vollen Krankengeld, auch die Hälfte des Krankengeldes ausbezahlt wird. Bei der Generalversammlung der freien Bereinigung der Krankenkaffen im Großherzogtum Hessen zu Nierstein am 18. Juni 1899 war die Kasse durch den Vorsitzenden Dahmer und die Vorstandsmitglieder Hanau und Fourier und bei dem Tuberkulosen Kongreß zu Berlin durch den Krankenkontroleur Beckmann vertreten. Die Geschäftsführung wurde mit Wirkung vom 1. April 1899 einer vollständigen Reorganisation unterzogen und die Kasseu- lokalitäten in das Haus Asterweg 16 verlegt. Die hierdurch erfolgten Neueinführungen haben sich bewährt und werden im Laufe der Jahre noch besser ausgebaut werden. Die Erfüllung der Vorschriften des KrankenverficherungS- gesetzes bezüglich rechtzeitiger An- und Abmeldung, sowie Meldung von Lohnveränderungen und nicht am wenigsten pünktliche Abführung der Beiträge wird den säumigen Arbeitgebern gegenüber den strengen Strafvorschriften, die dieserhalb in dem Krankenversicherungsgesetz vorgesehen sind, zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten dringend empfohlen. Auch die Erkrankten werden in dem Rechenschaftsbericht ermahnt, bei dem Bezug von Krankengeld die für ihr Verhalten gegebenen Vorschriften einzuhalteu. — In diesem Geschäftsjahr gehörten dem Vorstände an: a) von feiten der Kaffenmitglieder: Friedrich Binz, Georg Dahmer, Heinrich Fourier, Theodor Judt, Albert Lenz, Wilhelm Nau, Heinrich Schön, Wilhelm Schmidt, Wilhelm Sickert, Hermann Strobel, Emil Ulrich, Heinrich Wiegandt; b) von feiten der Arbeitgeber: Ed. Hanau, Z. Kann, Wilhelm Löber, Karl Schäfer, Heinrich Winn und Bernhard Wolf. Die Kasse wurde durch den Vorsitzenden unter Assistenz zweier Vorstandsmitglieder zweimal, darunter einmal unverhofft revidiert. Eine zweite unverhoffte Revision der Kasse nahm ferner die Aufsichtsbehörde vor. Besondere Anstände haben sich bei denselben nicht ergeben. Zum Schluß der Ausführungen seines Geschäftsberichts gibt der Vorstand der Ueberzeugung Ausdruck, daß die günstige Gestaltung der Ortskrankenkasse Gießen von allen beteiligten Kreisen freudig empfunden und begrüßt wird, und hofft, daß die hervorragende soziale Aufgabe, die der Kaffe zugeteilt ist, auch fernerhin zum Wohle der Versicherten Politische Wochenschau. Der Reichstag hat endlich diese ungewöhnlich lange Doppelsession zu Ende gebracht und die ungeheure Fülle des Arbeitsstoffes, deffen Erledigung ihm zugedacht war, bis auf einen unbedeutenden Rest glücklich bewältigt. Das letzte große Werk, dessen Zustandebringen dem Reichstage oblag, war die Flott en Vorlage, die der Reichstag in seiner letzten Sitzung mit Zweidrittelmehrheit zum Gesetz erhoben hat, nachdem er sie um die von der Regierung geforderten Auslandsschiffe gekürzt hatte. Die beiden konservativen Abgeordneten, die gegen das Flottengesetz in dritter Lesung gestimmt haben, waren der wegen seiner Kanalabstimmung gemaßregelte Landrat v. Bonin-Bahren- busch, Vertreter für Neustettin, sowie der Hospitant der konservativen Partei, mecklenburgischer Gutsbesitzer v. Treuenfels, Vertreter für Güstrow-Ribnitz. Von der freisinnigen Volkspartei fehlten bei der Abstimmung die Abgeordneten Eugen Richter, Vertreter für Hagen, Lenzmann, Vertreter für Altena-Iserlohn, und der zweite Vizepräsident Reinhard Schmidt, Vertreter für Bingen-Alzey. Mit einem schrillen Mißklang hat der österreichische Reichsrat geschloffen, deffen Thätigkeit durch die rohe Gewaltpolitik der Tschechen jäh unterbrochen worden ist. Wenn die Deutschen Oesterreichs seinerzeit gegenüber der Gewaltpolitik der Regierung und der Reichsratsmehrheit zu dem Mittel der Obstruktion griffen, so konnten sie sich zur Entschuldigung darauf berufen, daß in dem Streit um die Spracheuverordnungen nicht nur das formale, sondern auch das moralische Recht auf ihrer Seite war. Je weniger bei der jetzigen Obstruktion der Tschechen das Recht auf deren Seite war, desto mehr suchten sie es durch die Gewalt zu ersetzen und sie thaten dies mit dem Erfolge, daß das Kabinett Körber in unbegreiflicher Zaghaftigkeit vor dem tschechischen Rowdytum zurückwich. Der vom Kabinett Körber verfügte Schluß der Reichsratssession ist ein Akt der Verlegenheit, der für die prekäre Situation des Kabinetts charakteristisch ist. Mit diesem Akt ist das Kabinett Körber richtig zu der bewährten Methode des „Fortwurstelns" zurückgekehrt, auf Grund dessen schon die früheren österreichischen Kabinette von der Hand in den Mund lebten. Aber mit dem Entschluß, keinen Entschluß zu fassen, wird die Krisis in Oesterreich nicht gelöst werden, und so wird Herr v. Körber notwendig irgend etwas machen müssen, sei es auch nur — Platz für den kommenden Mann! Nicht ohne Sorgen sieht auch das italienische Kabinett Pelloux in die parlamentarische Zukunft, denn die begeisterten Ergüsse der italienischen Regicrungspreffe über die geschlossene und starke Regierungsmehrheit werden bei dem Ministerpräsidenten selbst nicht mehr Glauben finden, als außerhalb der Grenzen Italiens. Auch ist angesichts des öden und fruchtlosen Parteihaders im italienischen Parlament kaum eine Aussicht vorhanden, mit ernsthaften und umfaffenden Maßregeln dem chronischen Nebel zu begegnen, an dem Italien seit Jahrzehnten leidet, dem immer stärker anwachsendcn Defizit des Staatssäckels. So sieht sich das Kabinett Pelloux in getreuer Nachahmung des österreichischen Kabinetts zu einer recht unfruchtbaren Politik des Fortwurstelns gezwungen, und der französische Ministerpräsident Waldeck-Rousseau kann in Aus Stadt und Land. <««o«yme Einsendunge«, gleichviel welche« Inhalte», werde« grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 18. Juni 1900. •• Ortskrankenkasse Gießen. Dem uns vorliegenden Rechenschaftsbericht der Ortskrankenkasse Gießen, der morgen abend der Generalversammlung unterbreitet wird, entnehmen wir, daß sich die Erwartungen, die der Vorstand an das Geschäftsjahr 1899 gestellt hatte, durchaus erfüllt haben. Die durchschnittliche Mitgliederzahl betrug 3875 (gegen 3666 des Vorjahres)- die Krankheitsfälle beliefen sich auf 1816 (1253), die Sterbefälle auf 29 (28), die Krankheitstage auf 26 236 (19 005). Von den Krank- heitStagen entfallen auf den Kopf der durchschnittlichen Mitgliederzahl 6«/10 (52/ie) Tage. Die Summe der Einnahmen stellte sich auf 118 395,38 Mk. (75 102,95 Mk), die Summe der Ausgaben auf 107 524,76 Mk. (67 402,95 Mk.); somit blieb Kaffenbeftand 10 870,62 Mk. (7700,00 Mk.) Der Bestand des Reservefonds betrug 87 085,21 Mk. (71 980,31 Mk.) Aus der Erläuterung zu den einzelnen RcchnungSposten, 1) Einnahmen, geht hervor, daß sich die Masten: *" S „ !»«««• E" w $io86tt . 1 W6et! Ä d-gE", e einern o 9 .L 0<,ne..4u Lffflene rM*1 SÄ .Spiel und Mr Speist und Nan "ird !-h- SS» SÄ?- L'gehen lassen. H d»°" W.-lachl0l, IC*'61*.18'«, fid«. M. m Bl Lur- und Lerschc Ltzsichtigung der t smie der Quarts iVxe volle Zusve di eser Gelegenhel LonitzWst. De 1: chen Vereins, D den Vorsitzenden bie Mitteilung, \ uon MiMrkurgi sucht genommen Änfang mit de Vorsitzende des wnstragt, die nö ttressen. Lauterb« 'Kuth-Salzd 'ist, daß die Ba »Las ja bereits lieht o'ngefch fickt tonne man mrutfßljain bmxfy Auffor Ansprüche an Ludwig Del-, Marie ged. Spuck Vinnen 14 Tage: melden, al« sonf llirerung bet Aach ßi.chttgl werden ki Gießen, den 1 Großh^ , , Da der Laden ins Ende diese s-eia muß, werd 'tätigen Hüte Herabgesetzter WLerKor rcEb:'. Maurer Erweiterung b Stationen Nieder! ff . Nord i Hennin den 28. Angebot, jwnbung von LS d-r Untei iDie Karl CJraf, Giessen, Kirehenplatz 11 (Ladeneingaug Sehlossgasse). 8565 befindet. Ludwigsplatz 13 Ludwigsplatz t3. I. A.: Schneider. H. Zimmer 02564 Kreuz, Ecke der Mäueburg. Kreuz, Ecke der Mäusburg. Sofortige Erledigung in eigener Werkstätte. 4089 ß ck muitinoiij muien „s DER BESTE BUTT ERC KES'' (ihn |i feil In iuic n ?.u urrltnufcu Leibniz Cakes IHÄNNOVERS CAKES-FABRIK Lebende i Krebse J.M.Sdiulbof. Juwelen, Gold- und Silberwaren. Reparaturen, Umarbeitungen, Neuanfertigungen, Vergolden, Versilbern. ui) zum Besten unseres Gemeinwesens von ihr durchgeführt uxrben könne. M. DünSbergfest. Am Sonntag, den 24. d. Mts. soll bil 1. DünSbergfest abgehalten werden, das laut Beschluß Dünsbergvereins jedes Jahr am letzten Sonntag im 3m i begangen werden soll. Es soll dieses Fest keine er* 6'otitbe Feier sein, sondern lediglich die Veranlassung zu mnt allgemeinen Jahresbesuch geben, weshalb ein großes Programm nicht aufgestellt wurde. DaS DünSbergfest soll ernt Zusammenkunft sein für Alt und Jung auf dem so hrnlich gelegenen Bergesgipfel, der als höchster Punkt unserer Umgebung ein Ausflugsort für alle Zeiten werden Wge. Mit der Errichtung des stattlichen Turmbaues wurde Freunden der Natur ein prächtiger Rundblick über unsere hrirliche Gegend ermöglicht. Wie wir erfahren, wird eine Musikkapelle von 2 Uhr ab konzertieren, mehrere Gesangs meine werden unser ewig schönes Lied preisen, und bei Spiel und froher Laune im frischen Waldesgrün soll eS an Speise und Trank nicht fehlen. Der Besuch zu der Feier fctirb sehr stark werden. ES möge deshalb darauf aufmerk- gemacht fein, daß es sich empfiehlt, möglichst vormittags die Züge bis Bieber zu benutzen, da diese voraussichtlich nachmittags sehr besetzt sein werden. Die Direktion der Vieberthalbahn wird zur Heimfahrt Extrazüge nach Bedarf obgehen lassen. Hoffentlich hält der Himmel seine Schleusen geschlossen, dann wird ein frohes Waldfest jeden Besucher msireS DünsbergeS für den etwas beschwerlichen Ausstieg reichlich entschädigen. Bad Ranheim, 15. Juni. Kürzlich fand durch den Generalarzt des 18. Armeekorps, Dr. Großheim von Frank- furt a. M. in Begleitung des Vorsitzenden des hiesigen Sup und Verschonerungsvercins, Lehrer Wagner, eine Vesichtigung der hier zur Kur anwesenden Militärpersonen, sowie der Quartiere statt. Sämtliche Militärkurgäste sprachen ihre volle Zufriedenheit über die Verpflegung aus. Bei Lieser Gelegenheit besichtigte der Generalarzt auch das Lonitzkystift. Derselbe machte dem Vorsitzenden des ärztlicher Vereins, Dr. Wachenfeld, sowie dem stellvertreten- Len Vorsitzenden der Badebehörde, Forstassessor Kirchner, Sie Mitteilung, daß Nauheim nunmehr auch zur Aufnahme tion Militärkurgästen während der Winterbadezeit in Aussicht genommen sei, und zwar sollte in diesem Winter der Anfang mit der Militärwinterkur gemacht werden. Der Vorsitzende des Kur- und Verschönerungsvereins wurde be- Mstragt, die nötigen Vorbereitungen für die Winterkur zu ckeffen. Lauterbach, 16. Juni. Im „Laut. Anz." wirft Herr Ä u»h - Salz die Frage auf, ob es denn durchaus nötig dft, daß die Bahn von Grebenhain nach Gedern, rdü' ja bereits eine Bahn hat und über Stockheim dem Attlschv vngeschlossen ist, geführt wird? Nach seiner An- M könne man 1) die Bahn von Grebenhain über Ber- Mithshain durch preußisches Gebiet über Völzberg, Krrch- 02659 Ph. Stier, Iriseur. Geschäfts-Verlegung. Meiner werten Kundschaft zur Kenntnis, daß sich mein Rasier* und Frisier-Geschäft von heute ab ___ Wer bauen will versäume nickt, Preise einzuholen bei Emil Horst Giessen Kmrststet«- und Semeutwarenfodrik, BanmaterintteuhnndtttUO Liebigstraeae 48/45—Biegelpfad. Aorteiyaste Aerugsquellt für AauarttLel aller Art. Weinstube zur Indwigsburg. J. Seibel. BMF- Ausschank i»r prima reiner Weine m im Glas und in Flaschen. Kalte and warme Speisen zu jeder Tageszeit. Aufmerksame Bedienung. 8689 Es weiss jedermann, daß eine kluge Frau nie verschwenderisch ist, daß eine kluge Frau aber auch nie den Pfennig scheut, den sie für eine anerkannt gute Ware mehr zahlen muß, als für eine minderwertige, für eme schlechte. Eine kluge Frau wird z. B. nie eine andere Seife kaufen als Doerings berühmte Eulen-Seife, weil sie weiß, daß sie damit die Schönheit und Frische der Haut erhält, daß sie ferner das beste empfängt, was die Se,fen- branche bietet und daß sie trotzdem billig einkauft. Doerings Eulen- Seife sei jedermanns Toiletteseifel Preis überall 40 Pfg. 1903 Faselochs. I Donnerstag den 21. Inni l. I. vormittags 10 Uhr wird ein der hiesigen Gemeinde gehöriger schwerer Faselochr versteigert. Allendorf a. Lda., 15. Juni 1900. Gr. Bürgermeisterei Mendorf a. Lda. Rein. 4236 Gartensand bestes Material, siet? ,u hoben. Anfuhr prompt und billig. 3059 C. Rubsamen, Lahnstraste 1L Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 16. Juni. Wechsel auf New-York zu 4.20%-21%. . Prämien auf Kredit per ult Juni 1.00 %. do. per ult Juli 2.50%, Diskonto-Kommandit per ult. Juni 1.00%, do. per ult. Juli 2.60 % Lombarden per ult Juni 0.40%, do. per ult Juli 0.80%, Deutsche Bank per ult. Juni 0.00, Staatsbahn-Akten per ult. Juli 0.00%, Berliner Handelsgesellschaft per ult. Juli 2 80 o/ä, Kotierungen: Kreditaktien 220.40-000-00, Diskonto Komman- dit 180.60-180.90-.00, Staatsbahn 144-144.30, Gotthard 139.20, Lombarden 28.10-00-00, Ungar. Goldrente 96.55, Italiener 94.50, Sproz. Mexikaner 24.90, Oesterr. Coupons 84, Amenk. Coupons 4.17, Privat-Diakont 5%%. l%-2% Uhr: Kreditaktien 220.40-220,00-000.00 bz., Diskonto- Kommandit 180.90 40.50 bz., Staatsbahn 144.20 144.50 bz., Lombarden 28.10-00.00 bz., Laura 235-285.80-235.50 bz., Harpener 205.50-204.80-205 bz., Bochumer 224-223.50, Portugiesen 00.00. Grünberg, 16. Juni. Fruchtmarkt. Weizen 16,50—00,00 Mark, Korn 16,00—00,00 Mark, Gerste 00,00—00,00 Mark, Hafer 14,50—00,00 Mark, Erbsen 00,00—00,00 Mark, Lmsen 00,00—00,W) Mark, Kartoffeln 3,70-4,00 Mark. ^8 btt 1J« 9511b? ,bi= 4;** ; u«i ’J N 'MS •t)onola H Ja Ä *btntt Sy 'Wert jqo \ bin £ ‘“1 29 8® A bett über bim *' ta S “ .bet hinsük k ^dnger gttüottfl ^lvärts so £ 'fr d° sich lB 6 "»« Monte, M de» fe '° U°'/> M. rtofkn haben s' ) des Geschäfte ktzki pro Sops» jtenb sich bit (4 Raffung von z. W. erhöht hak Kichtuiigen hin b lolg übetts caasficht na$«I ifiung, getreu Ja ieneralversamil^ Form einer jtrri Vie G#ng m tn. ter luutit t ja NN, obff -urch $ulb- Mrt rooibtn ist nerasvnsMmlmiz Statutenänbtruno, ittioneflen Itnbet- n bit Vergünstig' •jtit bei Itiägigti gtlbbtjugS auf erneuten 8er> \\t tixotitn uni eitütt vnanlassa, 1 den dis jetzt eil orausstchtlich u 1 Srch der Sofft gen, weitere reten. Z« dies» gerechnö bit wl tytm $n- ti Wonnig tion neben bin w bit vollen Snnkrngeld. ezahlt virb. freien Hessen p Ach» ch bin SsrfiPb« lanau und W Serlin durch» Die W4 stpril 1899 n und die W setlejt 1 sich bevähri tinlemrM* M am »< bbeal«“«*; SÄ Urft e an- (tja bett W sj-rl ttflg **ÄI * i«N d-i 1 Oesientliche Aufforderung. Ansprüche an den Nachlaß der Ludwig Deibel HL Wttwe Marie geb. Spuck 'von Wteseck find binnen 14 Tagen bei uns anzu« mlben, als sonst sie bei der Regu- Detuitg des Nachlaßes nicht berück- Rfitiat werden könnten. 4265 Gießen, den 14. Juni 1900. Großh. Amtsgericht.^___ KoukursnusvtkkMf. Da der Laden des C* L. Gail big Ende dieses Monats geräumt fäa muß, werden die noch vor- »atigeu Hüte zn bedeutend berabgesetzteu Prerseu verkauft. Ä217 Der Konkursverwalter. Elektrische Anlagen jeder Art und Grösse. Telephone, Feuer- und Diebessicherungen, Wasserstands-Fernmelder, Sprachrohre, Hans- und Hotelklingel-Anlagen, Einrichtung von Feuertelegraphen für Städte,Fabriken u.Bergwerke. (Anlernen der Telegraphisten anl Morse und Klopier.) Gediegenes Material. Sorgfältige Ausführung. Billige Preise. / her Erd-, Mamn'^mw^flasterarbeiten tin Erweiterung der Ladestraßen auf den euticnen Niederwöllstadt und Hanau- Rord in 2 Losen. Termin den 28. Juni 1900, vormrttagS I I Uhr. Angebote sind gegen kostenfreie tzirlkirdung von 1,60 Mark für ledeS & von der Unterzeichneten zu beziehen ^uschlagSfrist 8 Wochen. . 4264 nuftfurt «. W-, den 10. Ium 1900. ZK.VaustreLe Weiden-anlen—KerSorn. Verdingung z-i gesamten Arbeiten zur Ausführung , eines EmpfaugsgebättdeS nebst «üterschupp^a- Nebevgebäuve und t joer Rampe auf Bahnhof Bischoffen Ma8 Ostenbach einsckl. Lieferung aller Woierialien am 2. Juli 1000, mittags tr ahr, im Amtszimmer deS Vorstandes der Bauabteilung. Arbeiten sollen zusammen oder & »ui-r&Ä nung und Verdingungsunterlagen lieccni hier zur Einsicht aus. Li- zu den Angeboten zu benutzenden k, j-den Bahnhof besonderen Vordrucke fernen gegen kostenfreie Einsendung von Li 5.0 2Jlf. (in bar) von Herrn BeMebs. Uetit Welker hier bezogen werden. Ku jchlagsfrist 3 Wochen. . 42®J bevborn (Naffau), den 16. Ium 1900. KSmgltche Eisenbahn-Bauabteilung. ein hochelegantes Break mit filberplattiertem Geschirr, ein- und doppelspännig, billig abzugeben, sowie ein fast neuer DoppelspLnnerwagen zu verkaufen. 4227 Wo? zu erfragen in der Exped. d. Bl. bracht und unterhalb Nieder-Seemen ins Seementhal nach Büdingen, Lindheim und Vilbel zur Main-Weser-Bahn führen. Sie ersetze dann zugleich die geplante Bahn Bü- dingen-Ober-Seemen; es sei nicht notig, daß die Bahn bis Ober-Seemen gehe. Käme ein Bahnhof nach Nieder- Seemen, so sei damit Ober-Seenien besser gedient, als nut dem gefährlichen Bergwege nach der Station Gedern. Tie Station Völzberg käme auch den Orten Hartmannshain, Herchenhain und Volkartshain ziemlich nahe, oder 2) die Bahn anstatt zur Main Weser zur Frankfurt-Bebraer Bahn über Bermuthshain, Völzberg, Lichenroth, Radmühl, Unterreichenbach nach der Bahn Bierstein-Wächtersbach führen. Dieses wäre zugleich die einzige Möglichkeit, eine Bahn den südlichsten Orten des Kreises Lauterbach, bei Radmühl, nahe zu bringen. Das Terrain sei günstig, und es sei die kürzeste Strecke. Würde die Bahn nach einer dieser vor-< geschlagenen Richtungen gebaut, so würde die Rentabilität erhöht, und es wäre die Uebernahme in die preußisch-- l>esfische Eisenbahngemeinschaft nicht zu bezweifeln. Seines Wissens wären die hier vorgeschlagenen Richtungen noch nicht in Betracht gezogen worden. Marburg, 16. Juni. Ein Kaiser Friedrich-Denkmal, das ist das Resultat einer Besprechung, zu der eine Anzahl Herren aus allen Kreisen der Bevölkerung sich unter dem Vorsitz des Bezirkskommandeurs Oberstleutnant Rogalla von Bieberstein im Restaurant Blencke zusammengefunden hatte. Man vertrat in der Mehrheit die Ansicht, daß in unserer denkmalarmen Stadt ein Denkmal einem Turm vorzuziehen sei, und schied den Turmbau aus der ferneren Diskussion aus. In großen Zügen wurde sodann die Platzfrage erörtert, und hierbei die Schloßbastion und der Markt- platz als in erster Linie zur Aufstellung des Denkmals geeignet bezeichnet. Zu eingehender Prüfung der Platzfrage und der damit in engstem Zusammenhang stehenden weiteren Frage, welche Form für das Denkmal in Aussicht zu nehmen ist, wurde eine Komntisflon gewählt, die aus den Herren Universitäts-Kurator Dr. Steinmetz, Prof. Drach, Prof. Loeber, Oberstleutnant Justt, Dr. Theuner, Direktor Dr. Knabe und Bäckermeister Schott besteht. (O. Z.) •* Kleine Mitteilnnge» auS Hesse« und den Nachbarstaaten. In Mainz lehnten die Stadtverordneten in geheimer Sitzung die drei Millionen-Anleihe ab, da die Gebote auswärtiger und hiesiger Bankfirmen als zu niedrig bezeichnet wurden. — Als der Feldschütze Lemm in Bretz en-, heim vorgestern morgen von seinem Dienstgange nach Somne kam, wurde er von einem Herzschlage betroffen und war sofort tot. — In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag brach in G u st a v s b u r g in der Brückenbauanstalt (Abteilung Wagenbau) Feuer aus. Das Feuer zerstörte die Schreiner-, Lackierer- und Sattlerwerkstätte. Durch den reichen Brennstoff war die Hitze so groß, daß sich schwere eiserne Träger verbogen haben. Es sind, außer Rohmaterial, viele Arbeitskleider und Werkzeuge verbrannt. Der Schaden ist ein bedeutender, aber durch Versicherung gedeckt. — Als Konkurrenzblatt gegen ^den „Rhein- hessischen Beobachter" in Oberingelheim wurde im vorigen Jahre der „Ingelheuner Beobachter" gegründet. In diesem Titel sah der Besitzer des ersten Blattes einem unlauteren Wettbewerb. Das Gericht gab der Klage statt und verbot dem „Ingelheimer Beobachter", sich ferner so zu nennen. — In Hanau sieht man seit einigen zagen eine Milchverkäuferin, die hoch zu Stahlroß ihre jttniden mit Milch versieht. Spittolra irr otrtmiefra /rrakfnrftr StadtiM». Cptmhauß. Dienstag 19. Ium. 7 Uhr: »Fra Dlav-l o".. Im Ab gern. Pr. Mittwoch 20. Juni. 7 Uhr: Verstellung bei ermäßigten Preisen. „Die Puppe*. Auß. Abonn. Donnerstag 21. !3um. M upr: „Tannhäuser*. Im Ab. gew. Pr. Freitag 22.Ium: Samstag 23. Juni. 7 Uhr: „Mignons Im Abonn. «ew. Preise. Sonntag 24. Juni. 7 Uhr. „Zum ersten male: „Die Geisha. Eine japanische Theehausgeschichte m 2 Akten von Jones. Im Abonn. Große Preise. Montag 25. Juni. Geschloffen. «chairspielyarrte. Dienstag 19. Juni. %7 Uhr: «Mein Leopold. Im Ad. gew. Pr. Mittwoch 20. Juni. 7 Uhr: „Z a z a". Im Ab. gew Pr. Donnerstag 21. Juni. 7 Uhr: Vorst, bei kleinen Preisen. -Hlitten- be sitz er". Außer Ab. Freitag 22. Juni. 7 Uhr: „Therese R a q u i n". Im Ab. gew. Pr. Samstag 23. Ium: 7 Uhr : Madame Sans @t'ncN. Im Ab. gew Pr/ Sonntag 24. Juni. 7 Uhr : Zum erster male: „Busch und Reichenbachs Schwank m 3 Akten von Hch. Lee und Wilh. Meyer-Fbrsten. Vorher: Reu «nstudiert. „GringoireV Im Ab»nn. gew. Pr. Montag 25. Juni. 7 Uhr^: Reu einstudiert: „Des Meeres und der Liebe Wellen von Grillparzer. Im Ab. gew. Pr. ,_____ Eier 5‘/3 und 5 Pfg. H. Arnold II.. Marktstrab« ÄS. 3097 Heu- uud GruviMktgrlls- VerßeiserMS in der 4260 Gräfl. Sdkksörstkrei Arnsburg. Dienstag de« 26. 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Staatsbahn v. 1885 Jtal. staatSgar. Eifenb. Preuß Hyp. A. Bk. unk.b. 1900 Pomm. Hyp. A. Bk. unk. b. 1904 Frkf. Ldw. Cred. Bk. unk. b. 1900 Oesterr. Silberrente Ung. Gold-Rente Portugiesen Mexikaner amort. S. I-III Monopol-Griechen von 1887 Aberrdcourfer 000.00 | Oesterr. Credit-Actien 82.60 14 Eisenb. Rentenb. Obl. 57.0014 BuderuS Obl. 100.00 99.30 99.30 98.95 Procenl 31/, Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. ConsolS 3V, Gr. Hessische Obl. Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. Brief 16.37 20.39 4.20 3*/i Franks. Hyp.-Bk. unk. b. 1906 93.20 4 Hambrgr.Hyp.Bk. unk.b. 1905 37i Frkf. HyP.Cred.B. unk.b. 1906 92.70 4 ~ — ---- von J. Kurz «fc Co., Hießen, Kahnhofstraße 63 Frankfurter Börse vom 16. Juni 1900. Coursbericht vo« IMetz, Bankgeschäft, Gießen, Schnlstraße 10. - ------ ----... um. JL . 01 . <71.6UO.1V 46U.1U 4.0.. verantwortlich für den ollgemeinen Teil: P. wittko; für de« H>anS Beck. — Druck und Verlag der Brühl'schen UntverfitätS.Buch. und Eteindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Sorrrss vom 16./6 | 26./5. I F«* Conti« vom 16./6. | 2G./5. Z vom 16/6. | 26./S. B w> Lovrse vom 16/6. s 26./5. *w Ls 1 ro, ÄSAksS 00M 16./6 | 26./5. II Lorr iss« r-ctr 16./6 126 5. -terts-sPiere. 4 Ung. Goldrte.. 96.55 96.20 Gltttt.'Kri-rij. Kfniddritfr. »7, Westdeutsche Ver. Königs- u. Leuttch«. 3 do. Anl. 77.— 77.40 4 Gothaer unkb. Bodencredit Laura . . . 1 235.50 258.- 8V2 D. Reichs Anl. do...... 95.30 95.05 4 do.Staatsrte. 90.85 90.85 4 Braunschweig. 1903 .... 99.30 99 30 in Cüln . . 92.50 92.80 8 87.15 85.85 47, do. E.B.Gold 100.60 Lds.-E.-B.IIE. —.— —.- 4 Grundschbk. 4 Ung. Lds.-Ctr. 90.20 91.— Silevd.'Zrtu?.. 139.10 8**/a Preuß ConsolS 95.25 94.70 v. 89 . . . . 37r do I E. 91.— —.— Ser. V—VI 99.50 99.50 Oest. Staatsb. 144 — B do...... 86.75 86 25 5 Arg. um. Anl. —.— 4 Allg.dt.Kleinb. 97.30 97.30 4 do. i-n 99.— 99.10 Pioersc. do. Südbahn 28.10 25 TO B1, Badische v. 86 <7i do. äuß. v. 88 71.— 71.— «uSiLndtsch« 3'/, do. unk. 1906 91.50 91.70 4 Buderus . . . ■ — ____ - Gotthardbahn. 139.20 14170 8 Vs Bavr.St.-Obl. 93.35 93.15 5 ChinefischeAnl. 94.70 97.30 4 Elisab.-B.strft. 97 85 98.30 4 Frkft. Hypbk. 4 Eisenb. Rtbk. . 98.— 98.— Jura-Simplon —.— — 4 a.Hess.S..-Obl. 101.70 101.90 4 Egypt. unific. . — —. — 4 Kaschau-Oder- XIV..... 99.30 99.40 4'/. Hirzh. u. Lollar — __ Princ Henry . —.— 120.50 Bl/» do...... 93.20 92 85 D Mexico v. 99 . 97.95 98.35 berget v. 91 — _ — . , 31/, bo.xn-xm 92.70 92 90 5 do...... 82.80 82.80 5 do. Ser. I-III 41.30 41.40 4 Lombarden. . 92.60 91.70 37, do. xv. . . 93 20 93.30 8V- Württemberg. Griech.E. B. v. 1890 .... Griech.Monop. Italiener Rte. do...... 93.60 93.80 3 do. Silber. . 25.75 25.60 3 do...... —.— 67.75 4 Frkft. Hyp.- Dtsch.Reichsbk. 156.95 157.— Bad. Th. 100 . 138.70 141 20 161.15 135 20 4180 130 55 136 55 -Siäim-W. 4 Oefi. Staatsb. 97.40 98.10 Creditverein 98.70 99.- Berliner Hand. 153.60 156.80 5 39.60 94.40 39.50 45.80 58.30 97.20 96.40 4 37« 87, 371 4 Darmstädter . do...... 91.50 99 50 92.— 8 3 do. I-VIII . do. 0. 85 . . 86.- 82.60 87.30 4 37, do. Ser. 27 . do. Ser. 28, 99.50 99.80 Darmfiädt. Bk. Deutsche Bk. . 135.— 194.25 137.10 196.80 4 5 37, 3 4 5 3 27, 3 Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Minden. Madrider. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb.TH.40 Raab-Grazer . Türk. fts. 400 159.— 131.75 130.50 134.50 124 80 112*20 4 5 B Gießener (alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . 91.50 91.50 99.60 3 3 3 do. Erg.-Netz Prag-Dux 96 . Raab-Oedenb. (alte) . . . do. v. 97 . . Rudolf Gold . Jtal. gar.E.B- 83.90 76.40 85.20 76.30 37, 4 30, 33 . . . do. Ser. 29 . Ldw.Cred.-Bk. 92.70 92 70 98.95 92.70 92.70 98.95 Dt. Genoflbk.. Disct.-Comm. Dresdener . . 112.20 181.30 152.— 112.40 184. 154.20 4 4V° 41/s g Oest.Goldrte.. Oefi. Silberrte. Portug. Staat de...... Rmn. am. Rte. Russen v. 80 . Schweden» 80 Serben v. 95 . Spanier . . . 97*65 96.70 86.60 24.50 87, 4 4 87, do...... Offenbacher. . Wormser . . . do...... 91.— 92.— 92 — 3 4 3 73.80 70.— 97.55 57.— 73.30 70.50 98.— 57.45 4 37, 4 Hambg.Hypbk. Ser.141-250 do. 46—190 Mernmg. Hyp. 99.— 91.75 99.30 99.— 92.— 99.30 Mitteldt. . . . Nationalbk. . . Oest.Ered.-Nct. 111.— 135 05 220 40 112.40 137.45 224 40 97 50 115 80 5 4 Lissaboner . . 67.30 67.70 3 Lioorneser . . 69.75 59.80 4 do. neue . . 99.70 99.70 per Stück In Mk. 4 98*66 99.— 4 Rom H—vm 95 10 95.80 4 Sicil. v. 91 . 96.90 97.60 37, do. unk. 1907 92.50 92 50 Kleyer Fahrrad 170 — 175.— Ansbacher st. 7 40.30 —'.*• gi/n 47, Buenos - Aires 5 ToLcanier . . 95.50 96.70 4 Pomm. Hypl.k. 98.75 98.75 Henninger Augsburg, fl.7 24.95 4 61 10 62.15 AtillldeohrlAnt. 4 Ruff. Südost . 96.10 96.30 4 Preuß. Hypbk. Brauerei. . 132.— 132.50 Brschw.Thlr20 128.50 4 4 87, 37, 31/, S.-Braunf.. . —.— ■■ ■ 4 4 do. Südwest Rjäsan, Urals! 96*40 96*80 4 VIII—XII do. neue . . . 99.— 99.50 99.10 99.50 Farbw. Höchst. Nordd. Lloyd . 375.— 121.70 381.— 124.80 Freiburg, fs.10 Maüünd.fs.10 23.90 13 — 24.40 13.- 1 Türk.Zoll-Obl. bo.corwJjit.C. do. LiLD. 100.10 23*10 do...... do. Lich. . . Dsnbg.-Bierst. 86 — 88 40 4 5 3 Wladikawkas . Anawlier. . . Salon.»Mon. . 96.50 98.10 56.50 97.- 98.70 57.25 37, »7, do. 1905 Rhein. Hypbk. unk. 1904 . 91.50 91.— 91.70 91.20 Bochumer Guß Gelsenk. Brgw. Harven. Brgw. 224.20 199.40 266.10 247.80 213.20 226.10 Meininger fi. 7 Pappenh. st. 7 Venediger L. 80 24.30 24.- 23.10| 24.90 TS»? • Kenias tie S« >ÄÄ efktiA <1 urf« "d Die । «treibt unterm - Die Mchrich Meldung aus " deutschen Ge Sonnabend hier iliche Geschäststri Bericht, ob und Ms Peking > a »Konsul in TMs nchien einzuzie der Ches des Kr phW Msun in Peking in Petersburg, al gemeldet, daß scheu MeldM n i ch t s b e k a richt aus Tsc meldet: „Me sofort die kais Tokio und Sh Erkundigungei twfsenen Mel gestern zur Ei geht hervor, bi Äie Antwottd noch aus uttb ftbn werbin. 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