1900 Dienstag den 19. Juni Amts- und Anzeigeblatt fite den Areis Gieren SStlugspreU vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Pfg. mit Brmgcriohnr durch bie AbhslrsteLe» vierteitährl. Mk. 1,99 monatlich 65 Pf,. Bei Postbezug Mk. 2,40 Dierldjä^tL mit vestellgeld. Alle Anztigen-BermittlungSftellen de» In- und AuSl-utz«» nehmen Anzeigen für den Eichener Anzeiger entgcy®' Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., au-wSrtS 20 Pfg. M«Mm, Expedition und Druckerei: S4«kßr«tze Nr. 7. tznnntzme »♦* Anzeigen zu der «achmittag» für de» felgend« r», «scheinenden Nummer 54» Barm. K) Uhr. NNesteEnngen spätesten» adend» vorher. auf, daß der Kaiser vor seiner Abfahrt den Minister v. Miquel in ein längeres Gespräch zog. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde._________________ ltrf4ctnt tägNch nn Ausnahme d«S Montag». Die Gießener pamtttenvtLtter derben dem Anzeiger bi Wechsel mit „Hess, luibtoirt* ». ^Btotter Ar Heß. Bolttkunde" ddchtl. 4 mal deigelegt. M HO Erstes Blatt. -b-1« t WM« % Ä Bekanntmachung. Wilhelm Ullrich hat die Konzession als Dienstmann «it der Nr. 8 erhallen. Gießen, den 16. Juni 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Gießener Anzeiger Heneral-Unzeiger JUKI« > g eue«««&»st S knecht DW LS her seM * ' ,hli für ReiM9 b, 81. erbettm Die Wirren in China haben eine furchtbare Gestalt angenommen, und die I schlimmsten Befürchtungen, zu denen man in den letzten I Tagen Anlaß zu haben glaubte, sind bestätigt. Nachdem I die aufrührerischen Banden zu unabsehbaren Massen an- I gewachsen waren, die die Hauptstadt Peking vollständig ve- I herrschten, dann auch längs der ganzen Strecke Taku-Peking I sich angesammelt hatten, wurde bekannt, daß auch die I chinesische Armee sich in den Dienst des Fremdenhasses I gestellt habe und vor Peking die Truppen der fremden I Mächte erwarte. r . I Nach bestem Vermögen haben die Befehlshaber der I verschiedenen Flottenabteilungen vor Taku dafür gesorgt I daß den bedrohten Gesandten in Peking, die vom Pöbel I belagert wurden, Hilfe gesandt wurde; aber diese Hilft I konnte nur langsam erfolgen, da einmal die Bahn nach, I Peking größtenteils zerstört war, dann aber vor allem I die Aufrührer (und wahrscheinlich auch Truppen) sich den I Detachements in den Weg stellten. | Da die Drahtverbindung mit Peking zerstört wurde, I hatte man über das Schicksal dieser Detachements keme I zuverlässigen Nachrichten. Grund zu ernsten Besorgnissen I auch für diese, geschweige denn für die Gesandten in Peking I gab der Zusammenschluß der Aufrührer in ihrem Nucken so daß z. B. den Truppen nicht einmal mehr Proviant I nachgesandt werden konnte. Tientsin selbst wurde von den I Aufrührern besetzt. I In größerer Ferne von Peking wurden bereits Missro- I nare, einheimische Christen und Angestellte bei den neuen I Eisenbahnbauten ermordet; dann kam in Peking selbst I das völkerrechtliche Verbrechen an einem Beamten der )apa- I nischeii Gesandtschaft. Da die Ermordung dieses Mannes I von der kaiserlichen Leibgarde begangen wurde, hatte man I den klarsten Beweis dafür, daß auch die regulären Truppen I zu allem bereit sein würden, um dem Hasse gegen die I Fremden Befriedigung zu verschaffen. Wenn auch ohne direkte bezügliche Nachrichten, kann I I wan doch annehmen, daß die chinesischen Truppen die ihnen I I zugeschriebene Absicht, die fremden Schutzdetachements an- I I zugreifen, wahr gemacht haben. In Peking ist die t a - I I tholische Kathedrale niedergebrannt worden, I ein Ereignis, das man nur unter der Bedingung für rnog- I I lich halten kann, daß die französischen Schutztruppen den I Angriffen gegen sie mindestens haben weichen müssen, da I die Kathedrale ein bevorzugtes pflichtmäßiges SchutzobM I für die Franzosen bildet. I Dann soll ein allge in einer Angriff der Chi - ! nesen, Aufrührer und Truppen im Verein, gegen I sämtliche fremden Gesandtschaften sui) ge- I richtet haben. Die Uebermacht des Ansturmes muß für die I Schutztruppen überwältigend gewesen sein, denn diese | sollen nicht in der Lage gewesen sein, auch nur eine der | Gesandtschaften vor der Zerstörung zu schützen. lieber das Schicksal der Gesandten und ihrer Familien I und das der Schutztruppen weiß man nichts. 9hir von I einem Gesandten wird berichtet, zu unserem großen I Schmerze gerade von dem deutschen Gesandten Freiherrn v. Ketteler. Dieser soll von den Chinesen sei es bei dem Angriffe auf die deutsche Gesandtschaft, sei es als er einen sicheren Ort aufsuchen wollte, ermordet worden sein. (Vgl. unsere „Politische Wochenschau in der I heutigen Nummer.) . ., 1QQO Freiherr ClemensMugust von Ketteler, seit 1899 I Kaiserlich deutscher Gesandter und bevollmächtigter Minister in Peking, Königlich preußischer Kammerherr und I Leutnant der Landwehr, ist am 22. November 18o3 als Sohn des Freiherrn August von Ketteler, Majors un I 1. Garde-Ulanen-Regiment, zu Potsdam geboren. Die Fa- I milie gehört dem westfälischen Uradel an. Freiherr Cle- I mens von Ketteler ist ein Neffe des verewigten I Bischofs Ketteler von Mainz und ein Vetter des I Majoratsherrn Freiherrn von Ketteler zu Harkotten und I Schwarzenraben auf Burg Eringerfeld, des größten Grund- I besitzers der Provinz Westfalen. Freiherr von Ketteler, I früher Legationsrat in Washington und Kaiserlicher Ge- I sandter in Mexiko, vermählte sich 1897 zu Detroit in Nord- I Amerika mit der 1871 geborenen Miß Maud Cass Ledyard. ; I Er gilt als ein Staatsmann von bedeutender diplomatischer ; I Befähigung; schon in den Vereinigten Staaten war er — : I besonders bei den Deutschen — außerordentlich beliebt, I und in der Presse wurde er hoch gefeiert. Allseitig pro- I phezeite man ihm eine große Carriere. : I Wenn sich diese furchtbare Nachricht bestätigen sollte, I dann werden selbstverständlich die Mächte mit den aller- 1 I schärfsten Maßregeln nicht zögern dürfen. Man kann nur 1 I dem Wunsche Ausdruck geben, daß diese Maßregeln in i I aller Einhelligkeit sofort beschlossen und durchgeführt wer- ' I den zunächst mit dem Ziele, dem Völkerrecht unmittelbar i | Achtung zu verschaffen, dann aber auch eine Lage zu Die Einweihung des Elbe-Trave-Kanals. I Lübeck, 16. Juni. Die Stadt ist überaus glänzend geschmückt. Die I preußischen Minister trafen per Sonderzug ein. Der osfi- I Me Empfang der Festgäste fand im Audienzsaale des Rat- I haufts statt. Um 11 Uhr erfolgte die Begrüßnng durch I den Bürgermeister Dr. Klug, der insbesondere der Re- I hier ung, der Behörden und der Vertreter wirtschaftlicher I Interessen gedachte, die nicht nur Deutschland, sondern auch I Rußland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und I Österreich entsandt haben. Der Schluß der Bürgermeister- I rede war ein Willkommen und Dank an die Gäste. — I Oberbaudirektor Rehder gab an der Hand graphischer I Tchelu eine Darstellung der Anlage und Bedeutung des I Äa»albaueS und hob besonders die Verdienste des Baurats I Hotopp hervor. Präsident HerSlow-Stockholm als außer- I ordentlicher Gesandter Schwedens sprach die wärmsten I Glückwünsche seines Königs und Vaterlandes aus. Er er- I inmerte daran, daß vor 7V< Jahrhunderten bereits der erste I Handelsverttag zwischen Lübeck und Schweden geschloffen I tvoteben sei. In seiner Erwiderung betonte der Bürger- I meister Dr. Klug, wie eng sich Lübeck mit Schweden ver- I haben fühle. Der außerordentliche Gesandte Norwegen«, Lund, sprach über die festen Beziehungen zwischen den I beiden Nationen aus der Zeit der Hansa. Der Bürger- meiister erwiderte, der BerjüngungSprozeß, m dem Lübeck begriffen sei, berühre auch Beziehungen zu Norwegen. Im Namen des Börsenkomitees zu Riga verlas em Abgesandter I «ine Adresse. Zum Schluß des Begrüßungsaktes wurden noch eine Reihe Glückwunschtelegramme verlesen, und bekannt gegeben, daß durch Beschluß deS SernUs auf den Festakt eine Denkmünze gefdjlagen uttb Een zu9estellt werde. Damit endete derspezifisch hanseatische Teil der Kanalfeier. An ihn schloß sich em Frühstück im Hause der „Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Saifer traf am Nachmittag um 4'/, Uhr -in! m!d wurde vom präsidierenden Bürgermeister am Bahnhof ttn»fangcn. Der Kaiser begab sich sofort nach dem Fest- lllbe und fchritt die Front der aufgestellten Ehrenkompagnte ab Bürgermeister Dr. Klug dankte dem Kaiser in einer Ansprache für sein Erscheinen. Der Kaiser erwiderte: ** spreche der Stadt Lübeck von ganzem Herzen Memen Glück- bem heutigen Tage aus. Voran schicke Ich Meinen herzlichen ^?für denwuÄLvollen Empfang, den Sie Mir bereitet habm Ich ber Haltung und den Mienen der Lübecker gelesen, rote freudig 16CJ Le fenen teilte sind, denn sie wissen, daß auch Ich regen Urteil ndime an ^bem, waB i$W Gemüter bewegt, Möge der Kanal, den Sie mtt unverwüstlicher hanseatischer Thatkraft m Angriff genommen Sm in jeder Beziehung Ihren Erwartungen entsprechen! Ich hege ^Nebeneuqung, das wird er thun! Sie sehen an bem fertwfteUten MeB wad9e§ ?ür eine Bedeutung hat, daß ein emiges deutsches Reich Was Lübeck war, verdankt es den deutschen Kaisern, und was Srf'ietit ist verdankt es dem deutschen Reiche. So möge sich überall Meck jetzt w b Dolke die Ueberzeugung immer mehr Bahn irrta bVA das Wiedererstehen und Erstarken des deutschen « Äs' i-n? „lten Aufgaben von neuem an uns herantreten, die durch ^^Lniakett unserer Vorfahren leider verloren gingen und nicht gelöst ?uvAtlich hoffe Ich, daß unter Meinem Schutze wetter entwickeln wird^ Ich würde diese Hoffnung nicht mit Müdigkeit aussprechen können, wenn Ich Nicht jetzt vor Ihnen fter ^^a/boben dadurch, daß wir die Aussicht haben, ein- KLnde, ft e „Iotte jU bekommen. (Lebhaftes Bravo I) eine Seestadt kann ein Kaiser nur dann den Schutz übernehmen, K ihre Flagge, sei es die lübische, sei es die hamburgische, fei es E? L es die preußische, bis in die entferntesten Fernen durch seine Kanonen schützen kann. (Erneutes Bravo!) U? denn vergönnt sein, durch den Ausbau unserer Flotte Egn Frieden^ miterhalten zu können, und möge es uns ge- stach außen den »««« u’ferer Kanäle im Innern die Er- lingen, dmch Verkehrs zu erreichen, deren wir bedürfenl $^eegennroirb 6e” »n'-r-n W°ff°rst--ß-n m-m-ÜS auiM.ibenl« (Seb. '^"Nachd-m"dk-Kaif-r noch einige Herren in- Gespräch . mA»« hntfe beaab er sich sofort nach dem Bahnhofe. £ Rathause fand am Abend ein Festmahl statt, bei dem Minister v. Miquel eine längere Rede hielt. Der Kaiser h«t zahlreiche Auszeichnungen verliehen. Es fiel allgemein A gesucht Mit« Stell* _®_5undheiii lllsöursch, gesutk * schaffen, die dergleichen heillose Ausschreitungen fürder für immer unmöglich mad)t. Daß die Frage der Aufteilung, Chinas hiermit nach der gegenwärtigen Sachlage aus das, engste zusammenhängt, ist freilich geeignet, für die nächste; Zukunft über die chinesischen Wirren selbst hinauSgeheiidq Besorgnisse für den Weltfrieden zu erwecken. lieber den angeblichen Sturm auf die Gesandtschaften in Peking liegen bisher folgende Meldungen vor, die allo berechtigte Zweifel an der Wahrheit jener fürchterlichen Nachrickjt Anlassen. Die „Central-News" meldet aus Washington, die Regierung habe die osfizielle Mitteilung von europäischen Regie tu na en erhalten, daß die Mitglieder der europäischen Gesandtschaften in Peking angegriffen wurden. Auch wurde offiziell ein Gerücht gemeldet, daß Die japanische Gesandtschaft ein geäschert wurde. 1 ^Loudon, 17. Juni. Obgleich die Meldung über die Ermordung des deutschen Gesandten in Peking noch der Bestätigung bedarf, wird im hiesigen Auswärtigen Amte eine Ermordung sämtlicher in Peking befindlich erEur opäe r-alswöglich! betrachtet. Sollte sich diese Eventualität erfüllen, so wäre, wie die heutigen Blätter übereinstimmend erklären, eine europäische Intervention in größerem Maßstabe angebracht, und die Großmächte müßten je ein T r up P e n k o n t i n g e n t i n d e r StärkevonlO 000 Mann nach dem Golfe von Petschulr befördern. Diese Eventualität wird hier bereits ins Auge gefaßt und die nötigen Truppen, die England eventuell nach China entsenden würde, sind bereits bezeichnet. Ueber das Vordringen der internationalen Truppeii fehlt infolge dec Zerstörungsämtlicher Tel e gr apH e n-V er- bindungen jede Nachricht. . I Wien, 17. Juni. Im hiesigen Auswärtigen Amt war bis heute morgen keinerlei Meldung eingetrofsen, welche die Zerstörung der Gesandtschaften und die Ermor- mordung des deutschen Gesandten in Peking bestätigt. Berlin, 16. Juni. Dem Wolff'schen Telegr.-Bureau wird ams London gemeldet: Aus glaubwürdiger Quelle verlautet, aus Tientsin sei die Nachricht eingetroffen, daß am 13. Juni abends dieBoxerinPeking e i n m a r- schiert seien, verschiedene Missionsanstalten zerstört und einen Angriff auf die Gesandtschaften unternommen hätten, der besonders mit Hilfe eines Maxim- geschützes abgeschlagen worden sei. Europäer suid so- I weit bekannt ist, nicht um gekommen. Die Haltung der chinesischen Gruppen den Boxern gegenüber ist unsicher. I — Entgegen der Meldung der „Agence Havas" wird mit- I qeteilt: „Die telegraphische Verbindung mit der chinesi> I scheu Hauptstadt über Sibirien ist intakt. So traf noch am Freitag aus Peking ein Telegramm unseres I dortigen Gesandten ein, worin er meldet, daß dis I Hauptstadt ruhig sei". . Soviel von den Angriffen auf die Gesandtschaften. Ein Telegramm der „Central News" aus Tientsin I vom Freitag meldet ferner: Einer Depesche aus Peking I zufolge ist eine Anzahl eingeborener Christen und I Diener von Europäern letzte Nacht im Osten der I Stadt durch die Boxer massakriert worden. Die katholische Kathedrale ist gestern abgebrannt. I Wenn die Meldung sich bestätigt, daß der kalholisck-s I Dom in Peking, die Pehtang, niebex'gebrannt worden sei, I so ist es nicht gar zu erstaunlich, daß bei einem Volksaus- I bruch gegen die Christen und die Fremden in der Hauptstadt I die Wut sich zunächst gegen die französische Kathedrale rich- I tete, die stolz und herausfordernd mit ihren gotischen Tur- I men über das niedrige Häusermeer herausragte. Früher I schaute sie sogar zum Aerger aller Chinesen über dm I Mauern hinüber in die „verbotene Stadt", dis sie nach langen Verhandlungen versetzt wurde. Durch diese Thack I durfte sich zunächst Frankreich, das bekanntlich Anspruch I auf das Protektorat über die Christen im Orient erbebt, in erster Linie getroffen fühlen, und man erinnert sich un- I willkürlich, daß Frankreich im Jahre 1870 nur deshalb die Zerstörung der katholischen Kirche in Tientsin Und die Ermordung der dortigen Missionare und Nonnen nicht zum Kriegsfall machte, weil es in Europa gebunden war. Alles das sind nur Nachrichten über Pekinger Misje- I ttjaten. Hiermit nicht genug, meldet der Draht.noch von I einer Reihe anderer entsetzlicher Vorgänge in Tientsin. I In Paris traf am Samstag eine Privatmeldung aus Shanghai ein, die Folgendes besagt: „Der von dem gefährlichsten Teile der Bevölkerung bewohnte Ostteil der Stadt T i e n t s i n war gestern den ganzen Tag der Schau- I platz furchtbarer Greuel. Bei Morgengrauen wur- I den die Telegraphendrähte zerstört, und schon gegen 7 Uhr I standen 20 von Ausländern bewohnte » a u | e r I undmehrereMagazine in Flammen Der Mob I wurde mit dem Hetzrufe: „Zu d e n (^o t te § b au Je r n der fremden Hunde!" aufgereizt, die Kirchen dsr Engländer und Amerikaner vnzuzundem Darauf wurden Pechfackeln gegen drei Kirchen ge- schleudert die diese alsbald in Schutthaufen verwan- '9 Schij Gilbung, für j cr.gegeusosoch tK.J. 2441 ar > BlütleS. tt. er ifet SJlünufafnirm cgütung iMn M i M 4100 * ßtllNÄVt-1 itru.au9ivärt8Qtfiiii, ilttßgärttttt rö. 1 SaMoffairtfdiaii 421b HW« ^abnbol$Ttttauralir bren. öelalt 20 Nr! hristian Neef, ÄÄierÄ t. WMt. 21,11 tinafyen, wenn fit Habe darauf die ? ^vollen, er habe d ühn an seinen An ten des AnMac (♦»an Schuldner.' beiden. Dmchn tton Kübel am 1 Mehl, pro Sack K« dasselbe von 'babei, als Burm Mon 200 Mark u hlngezählt, fitere 20 Mar! *!)ie Mlete an St — Aus dem preußischen Staatsgebiet find von der königlichen Polizeidirektion zu Rixdorf am 6. d. M. neun österreichisch-ungarische Staatsangehörige als lästige Ausländer ausgewiesen worden. Oldenburg, 16. Juni. Die Ueberführung der Leiche des verstorbenen Großherzogs hat in der Nacht von Schloß Rostede nach Oldenburg stattgefunden. Der Ueberführung wohnten der jetzige Großherzog und der Herzog Georg bei. Die Glocken der Kirchen läuteten, und es hatte sich trotz der Nachtstunde ein zahlreiches Publikum zu dem feierlichen Akt eingefunden. Kreuznach, 17. Juni. Der Prinz und die Prin. zessin Friedrich August von Sachsen trafen in Münster am Stein zum Besuche ihrer dort die Kur gebrauchenden Kinder ein. Homburg v. d. H., 16. Juni. Die Kaiserin unternahm heute früh in Begleitung des Kornprinzen einen Spazierritt in das Taunusgebirge. Bormittags traf zum Besuch der Kaiserin ihre Schwester, die Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg hier. Der Kronprinz reist heute abend von hier ab. Der Kaiser hat bestimmt, daß im August die feierliche Grundsteinlegung zum Reichs-Limes-Museum auf der Saalburg stattfinden soll. Mit den Vorarbeiten hierzu ist der General-Intendant von Hülsen in Wiesbaden beauftragt, der heute hier eingetroffen ist und Nachmittags die Saalburg besuchte, wo auch die Kaiserin um 3 Uhr erschien. Karlsruhe, 17. Juni. In der Zweiten Kammer wurde em Antrag Heimburger's von der deutschen Volkspartei beraten, der die Zulassung der Abiturienten der ^verrealschulen zur Staatsprüfung im Ingenieur-, Hochbau-, Maschinenbau-, Berg- und Forstfach bezweckte. Die Regierung blieb ablehnend. Staats, nnnlster Nokk stimmte zwar zu, die drei anderen Minister indeffen beharrten auf einem anderen Standvunk. Nun hat die Zweite Kammer einstimmig den Antrag H-ir-» burger angenommen und dem Ministerium ihr Befremd,« darüber ausgesprochen, daß es bis jetzt immer noch nickt den Wünschen der Oberrealschulen nachgekommen ist. ‘Belten. Die europäischen Hilfstruppen werden vergebens erwartet; sie sollen vor Langsang stehen, aber die planmäßige Führung scheint zu fehlen. Der nächste Bahnhof bei Tientsin, B a n d a o, ist von den Rebellen n i e d e r g c b r a n n t. Es ist keine Aussicht auf baldige Reparatur. Die Telegraphen- Station zu Tungtschao ist zerstört, ein Beamter wird vermiß t". Dalziel Bureau meldet aus Shanghai: „Der Telegraph nach Tientsin ist durch Feuer zerstört. Der Eisenbahnzug mit Borräten für Seymour's Kolonne mußte zurückkehren, ohne dies erreicht zu haben. Seymour ist noch in Langfang. Dies macht die L a g e d e r Ausländer in Peking äußer st gefahrvol l". Die japanische Legation in Washington ist von Tokio aus amtlich und positiv unterrichtet, daß der angeblicho Günstling der Kaiserin, Prinz Tuan an der Spitze des Tsungli Yamen steht. Nach japanischer Auffassung ist Tuan der eigentliche Chef der Boxer. Weiter wird gemeldet: Das englische Transportschiff „Hinsang" ist am 15. d. Mts. mit 350 Mann, der Kreuzer „Terridle" am 16. mit 300 Mann Wales- $Lu'Vlern Hongkong nach Taku abgegangen. In mili- tarrschen Kreisen Hongkongs herrscht große Unruhe über diese Entblößung Hongkongs von britischen Truppen. Die „Expreß" will wissen, daß die Frage von der britischen Regierung ventiliert worden sei, ein oder zwei entbehrliche Brigaden der Armee des Marschalls Roberts unter Sir William Mcholson nach China ! zu schicken (?). Das deutsche Kanonenboot „Tiger", Kom- mandant Korvettenkapitän v. Mittelstädt, ist am 16. von Kiel nach China abgedampft. Telegramme deS Gießener Anzeigers. J8‘ Ein Shanghaier Telegramm berichtet . Eingeborene erklären, daß am vergangenen Freitag nicht nur em Gesandter, sondern auch mehrere Fremde ermordet worden seien. Die Hilfs- soll nicht weiter als bis Shanghai Vordringen, ryfflfd)r€n Truppen, bie augenblicklich Lebensmittel und Munition landen, eingetroffen seien. Die Konsuln, ^«^^^verlretung und die Offiziere des Freiwilligen- Zostern eine Versammlung abgehalten, in der besprochen wurden, die zum Schutze der TniTkl Niederlassungen zu ergreifen seien. Der Tao- EThang, der befürchtete, wegen der gegen die fremden Telegramme gerichteten Zensur gemaßregelt zu werden, ist gestern entflohen — Gerüchtweise verlautet, daß gestern Gefecht zwischen Chinesen und ffVrnVn Gruppe 11 stattgefunden habe. Die n p f l r sollen die F e st u n g s w e r k e von Taku e s e tz t haben. Das Gerücht ist noch unbestätigt. lnn 18. Juni . Nach Meldungen aus Washing- innerbcckb ^^gi.erung der Vereinigten Staaten, falls innerhalb 48 Stunden die Verbindung mit dem amerika- wipd^ e '"Peking und dem Admiral Kemps nicht wieder hergestellt sem wird, ein Regiment Jnfan- ßlVtV Pt61^ Feldbatterie und eine Kompagnie ® P1"' btru pp e n Qus Manila nachTientsinan Bord zweier Schnelldampfer entsenden. London, 18. Juni. Der russische Gesandte T a^??^^ll nach einer Shanghaier Meldung 50 Mill. P ??!sehadigung für die an der russischen Bahn angerichteten Zerstörungen verlangt haben. I Ium. Die amtlichen Berichte des fran- zoslichen Gesandten und der in China ernannten Konsuln L darüber überein, daß der Boxer-Ausstand hauptsächlich dem brutalen Auftreten bcr fatSo-- « "Missionare zuzuschreiben ist, die gewaltsam Bekehrungen vornehmen (?). Allenthalben herrscht gewaltige Gahrung gegen die Missionare. Die Regierung entsendet 20000 Mann Kolonialtruppen nach China ar’=f-' 18' L"ni. Hier hat der Ches einer großen Handlung--sirma von einem Vertreter in Shanghai eine I Depesche erhalten die lautet: Die Situation hat sich E rma i^erL-r?tun^h^.fommen bie schlimmsten Nachrichten n p^.p^i Dre internationalen Truppen sind durch I ?iApr C " x®1 ü r S e abgeschnitten. Es ist fast I < U ÄV » , toenn bte Truppen aufgehalten werden, sie zu ! men, um die Plünderung derGesandt- I zu verh"in^d/rn^^^^metzelung der Fremden I Schwurgericht (Forts, und Schluß am Samstag, 16. Juni.) Gießen, 18. Juni. Kübel hat zugestandenermaßen feinem Schwager, dem Fahnenschmied Klauß, nach Darmstadt 3 Kisten mit Chvkolade und Zuckerwaren übersandt und zwar bereits ßm Dezember 1899. Anfang Januar sandte er 15 Sack Mehl. Hierin erblickt die Staatsbehörde eine Beiseiteschaffung der Waren, während Kübel erklärt, es habe nicht in seiner Absicht gelegen, die Waren zu verheimlichen oder der Konkursmasse zu entziehen. Er habe selbst, als er das Mehl nach Darmstadt geschickt, nicht an die Möglichkeit des Konkurses gedacht. Er habe sich im Dezember und irrt Januar mehrfach bemüht, in Darmstadt eine Bäckerei zu pachten, und dort wollte er die Waren dann verwerten. Seine Absicht sei dahin gegangen, von Strack loszukommen, in dessen Laden er kein Geschäft machen konnte. Kübel ging dann zum Rechtskonsulenten Wilke nach Frankfurt. Diesem habe er auch mitgeteilt, daß sein Schwager Burger ifym 870 Mark geborgt hat, worauf Wilke gesagt hat, er wolle die Sache mit Strack schon in die Reihe bringen; er, Wilke, übernehme alles, Mbel solle nur ganz außer Sorge sein. Wilke hat dann drei Sichtwechsel ausgefüllt, die sich zusammen auf ca. 850 Mark belaufen. Küber hat dieselben acceptiert; er erhielt die Weisung, daß Burger die Wechsel als Aussteller unterschreiben sollte. Wilks fertigte gleich Couverts und die nötigen Formulare für das Postamt Gießen zur Zahlungsvorleaung der Wechsel aus. Mit diesen drei Wechseln ist Kübel zu Burger nach Trais-Münzenberg gereist und hat dort bei seinem Schwager das weitere veranlaßt. Wilke hat sich dann von Mbel noch zwei weitere Sichtwechsel von ca. je 300 Mk. acceptieren lassen, die jener direkt an Burger nach) Trais- Münzenberg zur Unterschrift gesandt l-at. Sämtliche fünf Wechsel sind dem Acceptanten zur Zahlung vorgelegt und Der Krieg in Südafrika. Die -Rhein.-Westfälische Ztg." erfährt von der Brüsseler Transvaal-Gesandtschaft, daß der Entschluß bestehe, sich aufs äußerste zu verteidigen, der Verlust und die Be- fetzung der Hauptstadt eines Landes bedinge durchaus nicht das Ende des Krieges. Die Beendigung des Kampfes stehe noch in weiter Ferne, da Munition und Lebensmittel reichlich vorhanden seien. d^'/derlage der Engländer von dem Ge- neral de Wet scheint noch viel größer zu sein, als ansäng- lch zugegeben worden ist. Der „Daily Telegraph" giebt «ne Bloemfontemer Meldung der „Cape Times" wieder, wonach Kommandant de Wet vor Kurzem nicht nur ein Bataillon „Imperial Yeomanry" und des Derbyshire- Regiments, sondern auch zwei Kompagnien City-Freiwilliqer gefangen genommen habe. Aus dem Westen von Transvaal sandte der aus beftette Baden-Powell dem Feldmarschall Roberts die Nachricht, daß er am 14. d. M. Rust en bürg besetzt habe. Am Freitagabend ging von Pretoria eine Truppen- ^bllung ab, um mit seinen Truppen zusammenzutreffen. General Hunter geht von Potchefstroom vor. Seine Vor- hut gedenkt, wie Roberts vom 15. meldet, am 19. Juni in AÄ"ESburgl einzutreffen. Heidelberg wird, so fährt der Marschall fort, bald besetzt fein. Damit wäre die Oranjesiußkolonie vollständig von Transvaal abgeschnitten. BadewPowell berichtet: In die Distrikte, durch die er kam, kehren be- friedigende Zustände wieder. Ueber 1000 Gewehre find bereits ausgeliefert. Auch die Unterwerfung Ham Eloffs und Piet Krügers, des Sohnes des Präsidenten, steht bevor. Die Nachhut Bothas wurde von Hamilton überrascht und zersprengt. Botha's Heer hat sich, wie geglaubt wird, auf Middelburg zurückgezogen. — Eine Depesche des Generals ZwsduS. I L. 16. Juni. Im Provinzialrat Hennegaus, wll | die Sozialisten und Radikalen die Majorität haben, wurde I der Antrag, den Thronfolger zur Verlobung zu be- I glückwünfchen, mit 27 gegen 26 Stimmen und einer I Enthaltung, unter den Rufen: Vive la republique ’ qL I g'e lehnt. I 17. Juni. General Roget stü rzte gestern I während des Manöverierens in Belfort mit feinem Pferde I und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er in I seme Wohnung geschafft werden mußte. Sein Leben soll I ledoch nicht g-fährdet sein. I — Der König von Sch weden besuchte die Pavillons I der fremden Mächte auf der Ausstellung. Nach längerem I Aufenthalte in dem spanischen Pavillon besuchte der König j das deutsche Haus. Er wurde hier von dem deutschen | Kommissar Richter empfangen und sprach demselben feine I lebhafte Freude aus über die Kunstfchätze des deutschen I Hauses. Eine große Menschenmenge hatte sich gestern bei der Abreise des Königs in der Nähe des Ostbahnhofs ein- I gefunden und brachte ihm während seiner Borbeifahrt leb. I haste Ovationen dar. Präsident Loubet und Handels- I Minister Milleraud erwarteten den König im Ehren« I zimmer des Bahnhofes und geleiteten ihn bis zum Zuge. I Auf dem Bahnsteig hatte die skandinavische Kolonie Auf- I stellung genommen. — Nach einem nationalistischen Bankett kam es gestern abend zu Schlägereien, bei dem eine Person durch einen Revolverschuß und der Municipalrat Duboc durch einen Messerstich verwundet wurde. Rs», 16. Juni. Die ParlameutSerössnung ist unter Entfaltung deS üblichen Gepränges vollständig ruhig verlaufen. In der Thronrede wurden besonders die Motte des Königs, er habe die Verfassung zu schützen, mit Bei- I fall ausgenommen. Die Präsidentenwahl ergab 242 Stimmen für Gallo und 214 für Bianchieri. König Humbert ernannte heute 47 neue Senatoren; darunter befinden sich der Schriftsteller Antonio Fogazzaro, Profeffor Antonio Golgi und der Profeffor der RechtSwiffeuschaft Gabha. Wien, 16. Juni. Kaiser Franz Joseph hat der PrinzessinMarie von Cumberland ein prachtvolles Diadem zum Hochzeitsgeschenk gemacht. Sofia, 16. Juni. Die „Agence Bulgare" meldet: Die Einwohner deS Dorfes Durankulak, Distrikt Barna, leisteten den Steuerbeamten bei Anlegung der Zehntregister Widerstand. Eine nach dem Dorfe entsandte Eskadron Kavallerie wurde auf dem Marsche von Dorfbewohnern beschoffen, wobei zwei Offiziere getötet wurden. Das Militär feuerte seinerseits. Verwundet wurden etwa dreißig Personen. Die Bauern flüchteten. Infolge dieser Lor- kommniffe wurde über die Distrikte Varna und Schumla der Belagerungszustand verhängt. Belgrad, 16. Juni. König Alexander ist mit Ge- folge aus Nisch hier eingetroffen. New-York, 17. Juni. General Mac Arthur zeigt die erfolgte Waffenstreckung des letzten und bedeutendsten Jnsurgenten-Generals der MacabuloS mit acht Offizieren und 124 Mann au, die fich dem Obersten LiScum ergaben. — In den Staaten New-Aork, Michigan, WiSconfin und Illinois werden die Deutsch-Amerikaner bei der künftigen Präfidentenwahl ausschlaggebend sein. — Die Volkszählung der Stadt New-Aork, die noch unreguliert ist, weist auf 3,707,541 Einwohner, also 1,181,029 mehr als 1890. Chicago zählt 2,000,000 Einwohner. ä; SÄ E wy habe- SW "SR aeliehenen »w re&ä • ff & ««R SÄ «s« >jCi daran mindeste chat während der Ag Mark Miete, Nusbruch des Bai verfügen muffen, ilvendungen für rauf sechs Monat ^Pfennig bares G ibie fast alle au . und wenn der vi , gn angestrengte > Prozent. Büche i am 13. Januar > Gunsten der M Forderung zur i mit daß das M । gewesen sei, de: als in Ordnun Mel gegen St weiter verfolgt tober 1899 rucks . abgefunden. 1 ' Baäermeister A Iahresmiete fü: i baß ber Satfofei 1 bie Miete gezaht : weder seinen Wi : waterial \ufy best j Mber geächert . Zeuge Sttack eck j fällige Miete nii ’ fleisch beauftrag ' tensionsrecht du ■ Am 8. Januar s ° gekommen, um tdarauf hingewiei Iber Miete mit S 1 I Buller aus Laingsneck lenkt die Aufmerksamkeit darauf, i I daß der Feind in Natal absichtlich (?) viel Schaden an« I richtete. In Charlestown ist jedes Haus beschädigt. I Ein Kongreß des Afrikander-Bonds ist einer I ,.Reuter"-Meldung aus Paar! zufolge am Freitag dort I eröffnet worden, zu dem ungefähr 60 Delegierte, darunter I 7 Mitglieder der Gesetzgebenden Versammlung des Kap- I landes, erschienen find. In seiner Begrüßungsansprache I führte der Präsident des Afrikanderbonds, Theron, aus, I der Bond habe alles mögliche gethan, um den Krieg zu I verhindern; er habe auch soweit Erfolg gehabt, daß Cham- I berlain selbst zugestand, Transvaal habe die meisten Forder- I ungen Englands bewilligt- aber, so fuhr der Redner fort, I die Kriegspartei sei zu stark gewesen. Theron wies sodann I auf das Nachdrücklichste die Beschuldigung zurück, daß der I Bond gegen die Vorherrschaft Englands konspieriert habe, I und schloß, indem er die Loyalität gegen die Fahne der I Königin betonte und den Mitgliedern des Bond riet, keine I Mittel zur Vergeltung zu suchen; das vergoffene Blut I jedoch^werd^ewig zum Himmel schreien. Deutsches Reich. Berlin, 17. Juni. Aus Hannover wird vom 16. Juni I gemeldet: Der Kaiser besichtigte heute ftüh auf der I Vahrenwalder Heide das Königs-Ulanen-Regiment, führte dann daS Regiment nach der Stadt zurück und nahm beim Offizierkorps das Frühstück ein. Um 12i/o Uhr setzte der I I Kaiser die Reise nach Lübeck fort. I Der Kaiser wird am Dienstag auf der Yacht I «Hohenzollern" in Wilhelmshaven eintreffen und mittelst ■ Sonderzuges nach Oldenburg weiterfahren. ii o.-•3)61 "Kreuzztg." zufolge hat der Kaiser am I 3uni »ach dem Exerzieren der Garde-Kavallerie-Division I anf dem Tempelhofer Feld dem General-Inspekteur der I Kavallerie, Edlen von der Planitz, unter Anerkennung der I I Verdienste desselben um die Ausbildung und Führung der I Kavallerie den Schwarzen Adlerorden überreicht. I .... T. ®ic »RH-in.-Westf. Ztg.« meldet, der Kaiser sei I I ™r bie Veröffentlichung feiner Unterredung I I ulit Sullivan sehr erstaunt und unangenehm berührt ge- I wesen, da die rein privaten Bemerkungen in einer Färbung I wiedergegeben wurden, die ihnen ein völlig verändertes Ge- präge gaben. Das Blatt behauptet, Sullivan, der mit dem Prinzen von Wales sehr eng befteundet sei, habe einen be- I ftinunten Plan verfolgt und den Kaiser zu England-sreund- lichen Aeußerungen förmlich herausgefordert. Der Kaiser traf am Samstagabend in Bruns- I buttelkoog ein; er ging sofort durch die Kaiserhalle an Bord der „Hohenzollern", die in der Schleuse liegt. Am 2. Juli wird er von Travemünde aus mit seiner Yacht „Hohen- I zollern" die mehrwöchige Nordlandsreise antreten. — Der hiesige amerikanische Botschafter White ver- I Ia§t in den nächsten Tagen Berlin, um eine Rundreise durch I bte Vereinigten Staaten zu machen unb sich den Wählern I als Kandidat für die Vizeprüsidentschaft vorzustellen. I — Das Preußische Staatsministerium hielt unter I dem Vorsitz des Fürsten Hohenlohe eine Sitzung ab. Wie I in parlamentarischen Kreisen verlautet, ist in dieser Sitzung bie Regierung dahin schlüssig geworden, den im Herrenhause I auf Antrag des Herrn v. Levetzow zum schlesischen Hochwassergesetz angenommenen § 51, wonach die Arbeiten an | den linksseitigen Nebenflüssen der Oder zurückzustellen find, bis die Verbesserung der Vorflut in Angriff genommen I wird, nicht zu acceptieren unb eine entsprechende Erklärung | am Montag im Abgeordnetenhause abzugeben. — Der frühere Präsident der Hauptverwaltung der I Staatsschulden, vormalige Unterstaatssekretär im Kultus- I minifterium Dr. Sydov ist heute gestorben. — Wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, werden außer dem Staatssekretär Grasen Posadowsky voraussichtlich I auch andere beteiligte Minister mit Rücksicht auf die Bedeutung der Ausstellung für die internationalen wirtschaftlichen Beziehungen bie Weltausstellung in Paris besuchen. — Prinz Kanin von Japan stattete heute bem Reichskanzler unb bem Grafen Bülow einen Besuch ab. . , —un ar jeftfleftellt, daß 500 Mark Geschn 17, der $ « SchAlder 3Ä11 hat, die L^rger feine, H mit Rat -ui »argeleq leien 33r. hagerer stejhilfe t 47 ntuf 6ua. schriM^ firtnii ib der frsM btt - Joseph hat b« nb ein prchvM Der Staatsanwalt hatte 9 Monate veanttagt. Der An geklagte Bürger wurde freigesprochen. Salgan“ mdbfl: L)/M Sarno, btt B^nttegijtu 'anbte Wahren 'w itWKtta. Do.' «tta ttoa btetjig pjolgt bitftr 8m- iq unb Schmnla ba £ । bt« i* i ' St'« Mu Mk« U ht»Hb( * W ba d«. f Oftb-Hch!, Lorbrisch1 4 6 9 ,u«b M Sönig im bis W i Wlschr Solonit l Stu Bankett!) :i dein eine fr Wunicipalrat U mtbe. tUSeröfsnüi tS vollständig r. besonders bitte «sthiitzen, litft ergab 242 Him L E Horde etne ^ ^ "Äei? Ä« ilfe nach » i 1 d>- i»# )lle ftftÄ SeiM'N B igttt Jmpreffario ist eS, gelungen, die Herren des DomchorS für einen Abend (9. Juli) zu gewinnen; eine Wiederholung des Konzertes ist unmöglich. Ein Loblied dem Berliner Domchor an dieser Stelle zu singen, ist wohl ganz überflüssig; wir bringen die Notiz nur so früh, damit jeder im Stande ist, sich den Abend des 9. Juli frei zu halten. Hinzufügen wollen wir noch, daß die Künstlerschar nicht nur geistliche, sondern auch weltliche Chöre, außerdem auch Soli auf ihr Programm gesetzt hat. Darmstadt, 18. Juni. Da die Erholung der Groß- herzogin in der letzten Zeit sehr erfreuliche Fortschritte gemacht, konnte nach dem Ablauf der zweiten Woche bereits täglich ein längerer Aufenthalt im Freien genommen, einige» male auch schon ein kurzer Spaziergang im Park ausgeführt werden. Frankfurt a. M., 17. Juni. Heute vormittag fand hier im Saalbau eine Guten bergfeier statt. Unter den Anwesenden bemerkten wir den kommandierenden General des 18. Armeekorps, v. Lindequist, die Generalleutnants v. Stülpnagel und Perthes, Bürgermeistep Varrentrapp, Stadtrat Beck und den Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung Justizrat Humser. Im Namen des Zentralausschusses der verschiedenen vereinigten Körperschaften, welche die Feier veranstaltet hatten, begrüßte BuchdruckereLbesitzer Osterrieth die Erschienenen, hauptsächlich die Vertreter der Behörden, die Vertreter wiffenfchaftlick)er Vereine und die Vertreter von Mainz, die zu dieser Feier hierhergekommen waren. Hierauf trug Regisseur Quincke einen von Dr. Arthur P f u n g ft für diese Feier verfaßten Prolog, der in schwungvollen Versen den Erfinder Gutenberg pries, unter großem Beifall vor. Nachdem von dem Gesangverein Gutenberg die Hörth'sche Hymne vorgetragen war, hielt der Dichter dieser Hymne, Redakteur Otto H ö r t h die Festrede über „Gutenberg und seine Mnst". Nach dem Vortrag „Die Ehre Gottes" in der Beethoven'schen Mmposition begaben sich die Anwesenden unter Vorantritt der Kapelle des hiesigen Regiments nach dem Denkmal, vor dem Rektor Dr. Lang eine kurze Ansprache hielt, schließend mit den Worten „Gott grüß' die Mnst, die Leben, Freiheit weiß zu schaffen. Gott grüß' die Kunst und segne ihre Waffen. Auf denn, ioer hier zu diesem Denkmal zog: Kunst Gutenbergs, Dir unser Hoch!" Wahrend eines Schlußchors wurden von den Vertretern der hiesigen Druckervereine und Verbünde zahlreiche Manz- fpenben atm Denkmal niedergelegt. Sport, Spiel, Jagd. Gießen, 18. Juni. Am Sonntag den 17. d. Mts. wurde von dem kynologischen Verein zu Marburg eine allgemeine Ausstellung von Hunden aller Raffen abgehalten. Das Marburger Jägerbataillon hatte bereitwilligst dem jungen Vereine sein Exerzierhaus nebst Exerzierplatz zur Verfügung gestellt. Die LeUung lag in den Händen des Oberjägers Jakobi. Die Wartung und Pflege der Hunde geschah von Mannschaften des Jägerbataillons, die durch zwei an Gießener Ausstellungen bewährte Wärter (Herrn Ott und Zink) kräftig unterstützt wurden. Auch die Offiziere hatten sich wesentlich um das Gelingen der Ausstellung bemüht. Die Kynologen von Gießen um Umgegend hatten nach Marburg ihre erstklassigen Hunde gesandt, wovon das Resultat der Prämiierung das beste Zeugnis abgelegt hat. Herr August Schwan erhielt für seine 3 rauhhaarigen Pinscher sechs erste, einen zweiten, einen brüten und zwei Ehrenpreise in sehr scharfer Konkurrenz. Sein „Max-Kismet" schlug spielend den bekannten „Peter Gloria" des Herrn Diffinö-Rüffelsheim a. M. Herr Konrad Rübsamen erhielt für Brauntigerhündin „Erra von der Lahn" den 2. Preis, Herr Himmelreich für „Tell" den 1. Preis, Herr Ernst Platz für „Leo" den 3. Preis, Herr Kommerzienrat Wilhelm Gail für Weimaranerhündin den 3. Preis, Herr Ferd. Schmidt für langh. Jagdhund den 2. Preis. Herr Ed. Noll für Griffon den 3. Preis. Herr Friedrich Schreiner hatte eine schöne Kollektion von 10 Hunden ausgestellt und heimste mit dieser 5 erste, 5 zweite, 4 dritte und 3 Ehrenpreise ein. Auch vom hiesigen Osfizierkorps hatte Oberleutnant Schröder seinen Bernhardiner gesandt, der einen 3. Preis erhielt. Herr H. F. Nassauer erhielt für Leonbergerhündin zwei zweite Preise, Herr Georg I. B. Noll für Tigerdogge zwei dritte Preise, Herr Zahnarzt Jaeger für rauhhaarigen Pinscher einen 3. Preis, Herr Förster für seine bereits mit cielen ersten und Ehrenpreisen prämiierte Zwergspitzhündin wieder 1. Preis. Darmstadt, 18. Juni. (Tel.-Meld, des „Gieß. Anz." I45 mittags). Der Gesetzgebungsausschuß der 2. Kammer der Stände ist heute unter dem Vorsitz des Abg. v. Brentano-Offenbach zufammengetreten, um einige wichtige Fragen, besonders das Faselgesetz und die Anstellung der Forstwarte zu erledigen. Berlin, 18. Juni. Wie die Montagszeitung von zu- verlässiger Seite erfährt, wird in maßgebenden Kreisen das Projekt einer Berliner Weltausstellung ernsthaft ventiliert. Es find bereits nach dieser Richtung hin Informationen bei den Oberbürgermeistern größerer Gemeinwesen eingeholt worden. Als Ausstellungsterrain ist derzeit ein Teil des Tempelhofer Feldes und als Termin das Jahr 1905 spätestens aber 1907 in Aussicht genommen. Berlin, 18. Juni. Professor Dr. von Menzel erhielt auf derPariserWeltauöstellung die großeEhren- Medaille. Ksnitz, 18. Juni. Der Verdacht der Thäter- schaft an dem Morde hat sich neuerdings auf den vor einiger Zeit nach Berlin Übergesiedelten Hefefabrikanten Sohrauer gelenkt. — Das Militär wird am Dienstag abrücken. Mit der Renovierung der Synagoge soll heute begonnen werden. Wie», 18. Juni. Die Mission des tschechischen Ministers Dr. Rezek, die tschechischen Parteiführer teilweise für das Sprachengesetz des Ministerpräsidenten von Körber umzu- fiimmen, ist vollständig gescheitert. Auf die Mitteilung Rezeks, die Einführung mit Hilfe des § 14 stehe bevor, drohten die tschechischen Führer, daß ärgere Dinge und noch ärgere Ereignisse bevorstünden, als im Dezember 189 7. Thatsächlich wurde gestern in dem von allen Parteien beschickten Nationalrat die Organisation der Omladina in Böhmen und Mähren be- schloffen, der von der Regierung die größte Aufmerksamkeit zugewendet wird. Zugleich hat die Regierung die Bezirks- Hauptmannschaften und die Staatsanwaltschaften angewiesen, in der Konfiskation tschechischer Provinzblätter eine strengere Praxis zu befolgen. Moltcrhoff Damen-Gürtel 4262 Giessen Seltersweg 20 BlOlffl- Heute Bloasen- Hemden Mark 1.50 2.00 3.00 3.50 3.70 4.00 4.70 5.00 Mark 5.85 6.35 7.00 7.50 7.75 8.00 8.75 9.00 11.00 SS ;.JdS U W ■•3 •).. Igl j i te W Bekanntmachung. I Bei der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 1. Oktober d. I. zur Rückzahlung kommenden Obligationen der Anlehens der Stadt Gießen von dem Jahre 1890 sind folgende Stücke gezogen worden, nämlich: Lit. A, Nr. 3 6 35 und 123 ü 2000 Mk. „ B, , 175 204 259 265 285 und 299 ä 1000 Mk. „ C, „ 13 63 92 96 133 210 211 336 und 440 ä 500 Mk. , D, „ 24 76 und 77 ä 300 Mk. „ E, „ 1 43 und 129 ä 200 Mk. Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntnis der Besitzer der vor« bemerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben bei der Stadtrasse Gießen, bei der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius Cie., Commaudite in Frankfurt a. M., erfolgen kann, sowie, daß die Verzinsung mit dem 1. Oktober 1900 aufhört. Gießen, den 15. Juni 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4272 Gnauth. Akademische Vorträge. Der Wortrag desKerrn Wrof. Dr. v. Wagner findet erst am Mittwoch dem 27. d. M. statt. Offizielle Medaille zum Gutenberg-Jubiläum der Stadt Mainz. Dieselbe wird in einem Durchmesser von 65 mm in Silber und Bronze hergestellt und voraussichtlich in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangen. Der Preis beträgt: per Exemplar in Silber Mk. 36.— per Exemplar in Bronze Mk. 15.— Bestellungen werden schon jetzt entgegen genommen von der Gold- und Silberwaren-Fabrik und Präge-Anstalt M. J. Rückert, Heidelbergerfakgasse 13. PS. Auch ist die Herstellung von Plaketten in Größe von 27 cm in Bronze in Vorbereitung begriffen. 4273 Kaiserhof. Der Htenovierung halber 02581 Restauration im 1. Stock. Vertrauensposten. Wir suchen qualifizierten Bewerber für die zu errichtende Geschäftsstelle einer la. Vers.-Äkt.-Ges., welche die Lebens-, Aussteuer-, Wehrdienst- rc. 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