i9oe Donnerstag den 19 April M. April sa. 16 '»/Citi •MU RAaftüm, Expedition und Druckerei: Kchutstratze Vr. 7. Adresse für Depeschen: fettiger Hietzcn« Fernsprecher Nr. 51. UcjUftSpreis »iertcljährl. Mk. 2,20 mouatlid) 75 Pfg. mit Bringerlohn: durch di« Abholcstellcn vierteljährl. Ml. 1,90 monatlich 66 Plg. Bei Postbezug W. 2,40 viertelfährl. mit Beste«,eld. 90 Erstes Blatt. ^tfArtet tägNch ri Ausnahme der MontagS. Tnt Gießener Ah.attienStätter mnkii dem Anzeiger uj Techfel mit „Hess. Qoitroirt" u. „Blätter f.jir kfl. BolkSkunde' tatytl. 4mal beigelegt. Art gimmer mit m vnMn agel. tu* W«" [i an ältere11 < >u vermeliO öcksSO MN ick E nieten- . Bahnhock^, Politische Tagesschau. Der deutsche Reich s t ag nimmt in wenigen Tagen I nrtne Sitzung^ wieder auf. Mit Interesse wird er be- ,7Zen daß sein Arbeitsswff in den Ferien abermals an- a^chsen ist ^kUd)betd)auge^e^, £e$ ^dnungsnovelle, die noch ganz oder zum Teilin.butter I s s-sprochen rvorden Worte, aus denen man, wenn man die.örtlich- I feit de/ Dinge nicht kennte, so etwas rote der Beginn eine I ta W^tausstellung - auf der man sozusagen noch gar I Ut?M sehen bekommt! - die volkSwirtschas kchen Em- 2tunaen den größten Platz cinnehmen, daß ;o sehr das Wh d erblinde Materie beherrsche so sehr tre ° ”im Bilde, das die Weltausstellung tuetet zuruck hmtcr Gerechtigkeit und der Güte. Und w steht Loubet, ein I Siorter Sckwnfärber, in allen Mächten Vertreter sozialen I So darMsgefühls. Nicht die harten Kampfe, welche die Volker gegeneinander auf dem industriellen, kommerziellen I iinb wirtschaftlichen Gebiet ausfechten, standen den Staats- I Bentern im Vordergründe, vielmehr vereinigten diese ihre Xeuamiaeninerfter Linie zur Erleichterung der mensch- Mun Leiden, zur Organisation von Wohlfahrtsanstalten, I liÄfS MÄ&ö °wSt, zur Wi SÄTStt» iSLTSLS asäs» laöei nur an das Deutsche Reich gedacht haben sollte, ist Loli ivohl nicht anzunehmen, und so hat er mit Mwußtsein | jjön gefärbt. Die oppositionellen Blätter brauchen dafür r'EfSWKe^LLinister M i l l ° r a n d hatte ftr-n von Partei wegen die Aufgabe, die soziale Seite der Weltausstellung, die unter seiner Leitung eröffnet wird, lksonders herauszustteichen. Die Vereinigung der Nationen - d^r Seine zum wirtschaftlichen Wettbewerb ist chr ihn bensalls in erster Linie eine Bethatigung des Solidari- infanefiihly ber Staaten im sozialen Gedanken. „Die,Gm- ^hmnen zur Vorsorge für Alter unb Krankheitsfälle, und die auf Gegenseitigkeit beruhenden und Assoziationen, wie über. lonwÄles was dazu bestimmt ist, die einzelnen Gruppen ’ 'T™ faS'ÄSSK ta der Sottdarttat der .ncn,ey ^ie verletzenden VelchhL ^zu miiberm die aus d-- Natur denDinge unb der Gesellschaftsordnung suh ergeben ,ie wolle cimgen Esi-ÄSHSä» KmSäSSS » •* daß ein Staatsmann im Tone tiefster Ueberzeugung Dinge I gesagt hat, an die er selbst nickst glaubt. I Präsident Loubet faßte die Sache etwas skeptisches I an indem er „gewisse Mächte" an ihr Ehrenwort erinnerte, I Benn er damit den Dreibund gemeint haben sollte, kann I ^s schon recht fein; denn der Dreibund hat seit zwei Jahrzehnten Europa den Frieden erhalten. „Dieses Werk ber Harmonie, des Friedens und des Fortschrittes, MeS friedliche Zusammentreffen der Regierungen der Welt wird" tagte Loubet, „nicht unfruchtbar blecken, ^ch bm davon überzeugt, daß dank den steten V^icher^igen g^ wisser erhabener Mächte, von denen das Ende des vorigen Jahrhunderts widerhallte, das Ivanzigste Jahrhundert ein menia mehr Brüderlichkeit leuchten sehen wird über w^ ncker^ Note aller Art. — Vielleicht bald! Wer wollte sich dieser Hoffnung nicht anschließen? Die oppofitionelle, die I nationattstische Pariser Presse vor allem, aberbemerkens- tverterweise auch die gemäßigt liberale äußert sich sehr abfällig über die Rhetorik des Prafideitten und des Ministers^ Diese Blätter finden m den Reden der beiden I «naen Prahlerei, die Absicht, dem.Weltall Sand m die I Anqeu zu streuen. „Wenn man", so schreibt das ^ouruat I de/ Debats, „die Worte des Herrn Millerand buchstäblich I auffassen wollte, so würde man nicht begreifen, warum I er unb seine Freunde auf die Zerstörung einer geseU- I schaftlichen Ordnung lossteuern, der man so viele vor- ttefM Dinge verdankt. Es ist aber eme aus gemachte I Sache, daß Herr Millerand nicht ernst genommen werden I darf, wenn er eine Weltausstellung eröffnet . ■ I Das liberale Blatt wird doch wohl wissen, baß fedes I Amt auch einen besonderen Verstand verleiht, und daß! I z. B. Gladstone, wenn er Minister war, lo liberal auftpielte, wie zur Zeit, wo er sich, m der Oppositww I befand. Genau so geht es einem Sozialisten, fnt ben atö * Minister das Wort: hie Rhodus, hie salta ebensogut güt, wie für einen anderen. Malisbeilaaenl Meßener JamiliendlÄler.^er heMche Landwirt, Blätter für hessische Volkskunde. die Engländer kaum rechnen, da sich starke Buren- kornrnandos dem General Brabant en t g e g e n g ewo r- 'e"Seinem Londoner Tolegromm wird aus L°dh- fmith gemeldet, daß die Buren f>ch aus dem Elands- laaqte-Drstrikt hinter die Biggarsberge zuruckgezogen haben Ihre Aktivität in ben letzten Tagen war offenbar nur ein Scheinmanöver, bas den Ruckzug einer Buren Abteilung von Waschbank decken sollte^ _ , . Ein Telegramm meldet, daß die Division Rund les am Donnerstag Keddersburg btftyte > e Streitkraft unter Chermside sah die ?M|utta ®utn im vollen Rückzüge nach Sudosten, 14 Metten ojmaj twn Reddersburg schienen die Buren in ansehnlicher Stärk M stk^n 2er Lcht gewillt, eine Schlacht anzubreten; fte ■ nW'ÄÄF'TlSE dort kritisch geworden, da der britische Konsul ohne Fonds 2 für di? zahlreichen Mittellofen zu forgen und Mal werdkn Tu°°2>md 800 gänzlich mittellos; d.e meisten Der Krieg in Südafrika. Gegenüber der Meldung, der gegenwärtig am Lago I Maggiore verweilende deutsche Staatssekretär des Aus- I märhgen Graf Bülow habe die Burenrnisfion empfangen, muß darauf hingewiesen werden, daß b efe I Mitteilung durchaus erfunden ist. Wenn der deutsche I Konsul in Mailand, früher in Pretoria, wü Mügttedern dieser Mission zusammengetroffen ist, so erklärt sich dies I ausschließlich aus früheren persönlichen Beziehungen, die | mit der Politik nicht das Geringste gemein^haben. Du zugleich Nachrichten auftauchen, wonachdie..Burenmiffion auch in Berlin eintreffen wurde, so laßt sich schwer ab- I sehen, welcher Zweck hüt einem solchen Besuche verbunden. I fein konnte. Deutschland hält unter allen Umftanten an I einer Neutralität fest. Da nun der Krieg^ustand zwischen I England und den Südafrikanischen Republiken fortdauert, I die englische Regierung auch jede Vermittelung einer I fremden Macht abaelehnt hat, läßt sich in ferner Weise erkennen, weshalb die Burenmission Berlin berühren will. Um Bloemfontein scheint die Stellung der beiden Gegner unverändert zu sein, naimntlich scheinen die Buren I ihre starken Positionen im Norden unb Osten ber etabt nach wie vor zu behaupten, und auch aus W e p e n e r kann I über ben Ausgang der dort schon seit mehr als acht , Tagen schivebenden Kämpfe noch nichts Entscheidendes mitgeteilt werden. Wie ber „Standard" aus Bloemfontein vom 16 b M. meldet, sind die Kommandos, welche We- vener einschlosseu, in vollem Rückzüge begriffen. Ty Telegraph" bestätigt die Meldung und fugt hinzu, I daß die Mehrzahl sich nach Norden zuruckgezogen habe, I aber 6000 weitere Buren sollen sich BethuNe stahern., I Die Times" berichten aus Bloemfontein,, die Streitmacht I der Buren, die Wepener einschloß, soll sich m südlicher I Richtung zurückziehen; über das Ziel der Bewegung I ()crx’^ee 'BurenUsotten ^also nach der einen Meldung in I nördlicher, nach der anderen in südlicher Richtung zurück- gegaugen sein. In letzterem Falle kann aber selbstverständlich von einem Rückzüge nicht die Rede sem. ye I Wahrheit dürfte sein, Vaß sich von den Belagerern einzelne I Detachements getrennt haben, um ben von Bloemfontein I im Nordwesten unb von Aliwal North im Süden heran- | iiahenden britischen Truppen - Verstärkungen entgegen- I ,utreten Von Aliwal North sollte General Brabant mit I dem Hauptquartier und sämtlichen berittenen Truppen am Sonnabend nach Rouxville abgehen. Andererseits soll auch I eine weitere Streitmacht ber Buren mit 60 Wagen zur I Unterstützung nach Wepener abgegangen und am Sonntag I in Dewetsdorp eingetroffen sein. Hiernach erwartete man I in Bloemfontein eine „Beschleunigung ber Ereignisse". I Daily Telegraph" melbet aus Bloemfontein, anhaltenbe Regengüsse müßten die Bewegungen der Armee Lord Ro- | berts um zwei Tage verzögern. Ferner wird aus London I telegraphiert: Obwohl die britische Garnison in We- I pener bisher tapfer ausgehalten hat, wird sie doch hart I von den Buren bedrängt. Auf Entsatz können Gießener Anzeiger General-Alyeiaer Abbrstrltungrn späteßmS abrndS vorher. ----/ (x< Aints- Uttd Anzeigeblatt für den ttreis Gietzen Moskauer Heiligenstätten, zur Erstehung eines männlit« Erven. ™ c ~ Der Bombayer Korrespondent der „ Petersburgs Wedomostl meldet, bte englische Regierung beabsichtigt, ic fort nach Beendigung des Burenkrieges eine Reorganisation oer indisch en Armee vorzunehmen und zwar im Hinblick auf emen Krieg mit Rußland. Es seien bereits eingehend Feldzugs^äne entworfen, welche der Korrespondent demnäckst ausführlich Mitteilen zu können hofft. Finthen, 17. April. (D. Z.) Infolge einer Meinungsverschiedenheit zwischen dem Bürgermeister unserer Gemeinde und den Mitgliedern des Gemeinde- rats hatten die letzteren keine Sitzung des Gemeinderats mehr besucht, und sich um die Geschäfte nicht bekümmert. In dieser Sache fand auf Einladung des Regierungsrats Dr. Steg am Samstag eine Sitzung des Gemeinderats statt. Hierbei gelang es dem Genannten vermittelnd und beschwichtigend mit Erfolg einzugreifen, sodaß nunmehr die Geschäfte der Gemeindeverwaltung keine Unterbrechung mch erleiden. In der zwischen dem Bürgermeister und btn Mitgliedern des Gemeinderats entstandenen MeinungSvn- schiedenheit war, wie festgestellt wurde, ersterer mit ferner Anschauung im Recht. △ Worms, 17. April. Nm eine Verminderung der Wespen herbeizuführen, hat die Stadtbehörde für jede eingefangene und in lebendem Zustande bei der Bürgermeisterei abgelieferte Wespe, mit Ausnahme der Schlupfund Blattwespe, eine Belohnung von 3 Pfennig aus der Stadtkasie ausgesetzt. A Benshei«, 18. April. Die Lehrerin Fräulein Harr ach wurde von hier nach Bretzenheim, Fräulein Fertig von Dieburg nach Bensheim, Frl. Deckel' mann von Seligenstadt nach Dieburg und Fräulein- Volk von Groß-Steinheim nach Seligenstadt versetzt. A Reckar-Steinach, 18. April. Schon seit Wochen er* jält sich ein umlaufendes Gerücht, wonach Freiherr von Dorth wegen Veräußerung seines ausgedehnten Grundbesitzes im Ulfa- und Finkenbachthale mit den Hessischen Staatsbehörden in Unterhandlungen stehe. Bingen a. Rh, 18. April. Mitglieder der katho- ischen Studenten.Vereinigung Rheingau, die am Osterdienstag hier tagte, benutzten zur Ueberfahrt nach RüdeSheim einen Nachen, der nur 12 Personen faßte«. Die neue Felddienstordnung, die unter Deut Vorsitz des Grafen Häseler von einer vierzehnglied-- E>ls 2000 Mann Tote und Gefangene verursachten, .tte Verluste der Engländer seien fünfmal größer als die der Buren. — Eine Meldung der Wiener „Pol. Korr." aus Rom konstatiert, daß in dortigen diplomatischen Kreisen die Ansicht vorherrsche, daß man überall, besonders aber an burenfreundlichen Stellen, die Pflicht hätte, der Trans- vaal-Gesaudtschaft darzulegen, daß eine europäische Intervention zu einer Friedensvermittelung aussichtslos sei- durch eine Zerstörung diesbezüglicher Illusionen würden die Aussichten auf eine Beendigung des Krieges steigen. Ausland. Kopenhagen, 17. April. Der Prinz von Wales, der übermorgen abreist, hat beschlossen, Ende des Monats I vre Ausstellung in Paris zu besuchen. — Nach einer Meldung der „Daily Mail" aus Mo- I gador sollen bei Fignig bedeutende Gefechte zwischen I französischen und arabischen Truppen ftattgefundeu I haben. Die Araber hatten 100 Tote. Die Verluste der I Franzosen find noch unbekannt. Weiter wird gemeldet, daß Idle fanatischen Muselmanen im Hinterlande I "on Algerien sich erheben. Die Lage der Fran- I Zofen werde dadurch sehr bedenklich. Bruffel, 17. April. Der König, der aus Wiesbaden rurückgekehrt ist, wird diese Woche an Bord der königlichen »Alberta" eine Reise unternehmen. Ma» glaubt, der Komg werde incognito die Pariser Weltausstellung besuchen. ' , — Ueber den Aufstand der mißhandelten Budias brachte der gestern hier eingetroffene Postdampfer „Ville I Bruxelles" dem „Petit Bleu" neuere Nachrichten. Darnach i wurden mehrere Weiße, darunter auch der kompromittierte Vaneycken von den Aufständischen ermordet. Unter den zehn kompromittierten Agenten soll sich auch der Kommandant Lothaire selbst befinden. Paris, 17. April. Gerüchte von einem Anschlag I auf das Leben des Präsidenten Loubet setzten I gestern die Pariser Bevölkerung in Erregung. Das „Petit I Journal" will wiffen, die Sicherheitsbehörde sei benachrich- I tigt worden, daß von drei Italienern, die in Nizza I wohnen, und von denen einer nach Paris gereift sei, ein I Komplott gegen Loubet angezettelt worden sei. In Nizza I erklärte eine Frau dem Polizeikommissar, sie habe drei Personen erzählen hören, daß ein gewisser Lucciano von Marseille nach Paris gereist sei, um einen Anschlag auf das Leben Loubets auszuführen. Nach der sofort eingeleiteten Untersuchung scheint eS, daß die Aussagen der Frau, die früher bereits in einer Anstalt für Geistesgestörte interniert war, auf Phantasie beruhen. Die Frau kann keinerlei Beschreibung der drei Personen geben, deren Unterhaltung sie gehört haben will. * NoüMw ii'or l2 Jahren nurbt btt Quttyer ücttifW. <58 tyn »crilblt Slutt^at, t borg zum Opfer fiel, lediglich eine Aeußm Ltitalt in Betracht; er bnn Mord zwar nich Lack gesteckt und oi sMr gtfanbtn tontbe * N Rntyt ! ßmafafttn Winter ist kruden in einem Grab ii^drckrr HSrarlSki »nrhastrt. * ®i«, 11 Apr Waffenfabri! i klküfmann Peterso Freren Jahren die •T * Betrüge gch . ' toupol, 11. ’unHe wurden ver' f,K® Nachtdienst <6\xi Bßtommtn. P-tnSbnrg, 17. April. Di- Kaiserin von land sieht einem glücklichen Familienereignis.m AP APtt (Tita QOa.Ca X OYl — 'n . Rom, 17. April. Blättermeldungen zufolae miirh, «ncoBa ein Anarchisten-Komplon entdeckt hn«b 5 * * * «nfftanb bezweckte. Die Polizei nahm jahUetAe sT? Mtungen vor und konfiszierte eine ausgebreitete Korresvond^ aÄa/nb bK ftalf -°°-pr°°itti.7L^ lev O vrtenberg, 17. April. Heute wurde die verw Frau Dr. med. Bose beerdigt. Die Verstorbene erlitt am Karfreitag einen Hirnschlag und kam nicht mehr zum I Bewußtsein. Sie war Ehrenmitglied des hiesigen I Knegervereins, der vollzählig zum Begräbnifse er- I schienen war. I I Düdelsheim, 17. April. Der Gemeinderat bat be- I schloffen, für den Arzt eine Dienstwohnung mit Stallung I zu erbauen. u XX Grebenau, 17. April. Heute wurde in dem benachbarten Wallersdorf der Müller F. beerdigt, bei I • nI beim ^ufladen von Tannenstämmen durch un= I vorsichtiges Hantieren mit dem Bindpfahl verunglückt war. I Veim Festbinden der Stämme an den Wagen gab die Kette I F- sprang hinzu, um sie fester anzuziehen, wurde aber dabei von dem zurückschnellenden Pfahle an den Kopf getroffen, sodaß er bewußtlos wurde. Nach einigen Tagen stellte sich eine Gehirnerschütterung ein, die den in den ! 40 er Jahren stehenden Mann am OstersamStag dahinraffie. Darmstadt, 18. April. (Privat-Telephonmeldung der A."). Die Erste Kammer der Stände trat heule nach zweistündiger Beratung sämtlichen Beschlüssen derZweiten Kammer einstimmig bei. Anlaß zu längerer Debatte gab nur die Einführung der einjährigen Budget- Perioden, die dem Staaisminister a. D. Finger und dem Geh. Staatsrat a. D. Hallwachs Beranlasiung gaben, m längeren Ausführungen ihre Bedenken gegen die Vorlage geltend zu machen; nach eingehender Widerlegung seilendes Staatsministers Rothe und des Finanzministers Küchler stimmten auch diese Herren der Vorlage zu. Hierauf vertagte sich die Kammer auf Anfang Juni. Offenbach a. M., 17. April. Dem landwirtschaft* lichen Genossenschaftswesen Deutschlands hat der letzte Winter einen erheblichen Zuwachs gebracht. Die Zahl der ländlichen Genossenschaften hat sich im ersten Biertel- jahr 1900 von 12,991 auf 13,324 vermehrt. Bon den 379 Gründungen kommen 260 allein auf ländliche SM und Darlehenskassen (Auflösungen 26), ferner 33 auf Bezugs- und Absatzvereine (7), 50 auf Molkereigenoffev schäften (7) und 36 Neugründungen (6 Auflösungen) auf sonstige Genossenschaftsarten. — Am Schluffe der Feier zur Eröffnung der Weltausstellung empfing der Präsident der Handelskammer in Paris folgendes Telegramm: Aus Anlaß der I Eröffnung der Weltausstellung in Paris senden der „Verein Berliner Kaufleute und Industrieller" und der „Zentralausschuß kaufmännischer, gewerblicher und industrieller Vereine" in Berlin der Handelskammer in Paris und den Pariser Kaufleuten und Industriellen die Versicherung ihrer herzlichen und brüderlichen Dankbarkeit für den Anteil, den ihre Mitglieder an dem edlen Friedenswerke genommen haben, und fügen ihre herzlichsten Wünsche für das Gedeihen des großen Werkes hinzu, das bestimmt ist, die zivilisierten Völker allmählich in gemeinsamer Arbeit zusammenzuführen. Der Präsident der Pariser Handelskammer antwortete: Die Handelskammer in Paris ist den Präsidenten und den Mitgliedern der Bereinigungen von Kaufleuten, Fabrikanten und Industriellen dankbar für die Wünsche, die sie ihnen aus Anlaß der Eröffnung der Weltausstellung übersandten. In den Eröffnungsreden, die einen tiefen Wiederhall in der ganzen Welt finden werden, haben der Präsident der Republik und der Handelsminister gleichzeitig ihre Wünsche für den allgemeinen Frieden und die Vereinigung der zivilisierten Völker in gemeinsamer Arbeit aus* gedrückt, Gefühle, die ganz denjenigen entsprechen, die in Ihrem freundschaftlichen Telegramm enthalten sind. — Heule mittag besuchte der Präsident Loubet die russische Sektion der Weltausstellung, und wurde dort vom russischen Botschafter empfangen, der ihm und Frankreich im Namen des Zaren eine Karte Frankreichs überreichte, die aus Marmor und Edelsteinen an- gefertigt ist Die Städte und Flüsse sind sämtlich durch Edelsteine bezeichnet. „Dieses Geschenk", erklärte der Bot* ichaster, „ist ein neues Unterpfand der freundschaftlichen Beziehungen, welche zwischen beiden Regierungen und Völkern bestehen. Präsident Loubet dankte aufs herzlichste für dieses kostbare Geschenk und für die neuen Freundschafts- Tunb ^tzte alsdann seinen Rundgang durch die uub Galerien der russischen Sektion unter großem Beifall des Publikums fort. ««MU < tr* * NSwElM fr:'1“*! flbfihtnn dtl w Äw n* btmNafl *2 RtSilbd M io WM Smtzwühl ist ein Beck iB tzast dir jsi fsfvck nach Einttef t>t. finttalt in W □rcgegenb werben sü woms chchvh stü Rcmpagnit btl bortv Keutschrs Keich. « rJj ?' 171 ^riL Heute früh begab sich derKaiser nach Potsdam. Heute abend wird der Kaiser, einer Ein- labung des englischen Botschafters entsprechend, bei bemfelben das Diner einnehmen. Außerdem werden an demselben u. a. teilnehmen: Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, General v. Hahnke, der Ehef des Zivilkabinetts v. Lucanus, der Kommandeur des ersten Garde-Dragoner- Regiments Oberstleutnant v. Rauch, Professor Harnack. Wahrend der Tafel wird das Trompeterkorps des ersten Garde-Dragoner-Regiments konzertieren. ~ , Dw Herzogin von Albany ist mit ihrem .^ohue, dem zukünftigen Herzog von Coburg-Gotha, heute vormittag in Potsdam eingetroffen und auf dem Bahnhof vom Kaiser empfangen worden. Die Herrschaften be- fthrb! al^b-Ib vach der Billa Jugenheim. Gegen mittag kehrte der Kay er nach dem L>tadtschlosse zurück, ließ sich Vorträge hatten und nahm verschiedene militärische Meldungen entgegen. Gegen 1 Uhr traf auch fe f* i * * * n lült dem Kronprinzen im Stadtschlossse dine^stattfand 3immern be§ Kronprinzen Familien- Kais er wird am nächsten Sonntag in Eisenach Neffen und sich sofort zum Besuch des Großherzogs gegeben. In den darauf folgenden beiden i nnmil7h sben ?5ddausflüge nach Wasungen unter" | «k'Ä kv ® a'ch,-Tn 2 fr-akn «S? ein S«0bauSf(u9 an Hvmbuig-Amerlka Tillie folgende Antivort Depesche ^f'Kaisers em. „Mit aufrichtiger Genugthunng erfüllt Mich ^hre Meldung. Möge ^hre Linie durch diese Ein- fuhrung das hohe Gefühl erheben, nach Pflick)t und Ge- allev gethan zu haben, was Sie für die an Bord I befindlichen Passagiere und Mannschaften als Ihre Verpflichtung zu thun empfunden, und Sie mit Stolz erfüllen, den ersten großen Schritt in der Ausführung Meiner Sozialpolint auch auf dem Meere gewagt zu haben. Fürwahr, eine schöne Ostergabe.' Wilhelm I. R." — Tie Königin Wilhelmineder Niederlande I toirfc nach ihrem vierwöcheutlichep Aufenthalt in Ober- I ® Einholung von Instruktionen ist bier k Botschafter am Berliner Hofe, Graf Lanza eina?^ Er wird im Namen des Königs dem deutschen Prinzen anläßlich seiner Großjährigkeits-Erkläruna Annunciaten Orden überreichen. 9 * * * * * * * * * * * bf; Graz, 17. April. Der Sekretär der bC^°nratlJ$cn Pa^ei in Graz, Franz Heiid/ /» nach Unterschlagung des Parteifonds im Betrag ” mehreren 1000 Kronen mit der Gattin des Arbi,.^ führers Doktor Schachert nach Zürich butt? orannt. .fSetnbl tnnr im ginriAfir» Telegramme des Gietzeuer Auzeigers. Berlin, 18. April. Ueber den diplomatischen 5 UJ1 9 r Buren-Gesandtschaft wird von ^b^vvtevrichteter Seite folgendes mitgeteilt: Tie Gesandtschaft beabsichtigt, die freundschaftliche Vermittelung eiuer Großmack)t auf der Basis der Unabhängigkeit der §^li^^bpublikeu nachzusuchen. Nack) dem ersten Besuch in $onanb war eine Reise nach Deutschland geplant. Mau 9 a.n b^ Erfolg der Gesandtschaft, es ist aber Mlich, daß sie vielleicht eine Milderung der Friedeus- bediugungeu von England erlangt. vomApril. Eine Meldung aus Maseru trifft beiagt: Der britische Kommissar Lagdeu Borkehruugeu für den Durchzug von Ambulanzen Adm-Vorräten durch das B a s u t ° l a n d s?e du^chlassel!b P e n e r, vorausgesetzt, daß die Buren fnropn£>ab£nr' 18' 21*riL Kriegsamt veröffentlicht 11 3ramm cms Bloemfontein vom 17. April * Mm. vormittags^ Die Garnison von We. pener ist noch .immer eingeschloffen Die Buren von"zwei en .Aufregung, da sie das Vordringen von zwei englischen Knegskolonnen erfahren haben, deren 'her Shur f1 ^fehl des Generals Rändle aus R e d - toenprnYa ^mnit Tie andere unter dem Befehl des RouEi?,^baut und des Obersten Hart kommt aus tAHh^b 1 ’ ?ie Buren, die sich in Rouxville be- fauben, Zogen sich zurück, als die Eugläsider ami X V (etabt r n b r.a Ngen. General Brabant nahm bei dieser Gelegenheit mehrere wichtige Verhaft OhJL9h n ~ General Settle berichtet aus Griqua- ^dvoml4. via Denhart: 200 Buren griffen am 13. Die englischen Stellungen bei Dopaz-Poort an, die! von einer Abteilung Kavallerie verteidigt wurden. Wir hatten einen Toten und zwei Verwundete. Tie Verluste der Buren müssen bedeutender gewesen sein, da sie unv um Aerzte und Ambulanz ersuchten. nbo n'18- ^pril. Aus Baira wird gemeldet: ?200 viitllMO australischen Waldläufern, M^lbseln und zah reichem Transport-Material an blngctroffeii. Ein anderer Dampfer mih ^bnb^hn-Material ist fällig. Für den nächsten Monat I tnerben 22 Transportschiffe hier erwartet. Sie werden! I eine große Anzahl Vieh aus Süd-Amerika an Bord führen I ^1-fsOudon, April. Wie von den englischen Soi I ^laliften wurde auch von den Trade-Uniouisten ein Ma- I 9 ^9rf ”r+b e -1! o-T 1aC 9 in Südafrika erlassen. I Das Manifest ist mit 8a 000 Unterschriften bedeckt. Das- ! erklärt es als eine fteche Lüge, daß der Krieg in I ©uMrita Jur die Freiheit und die Rechte der in Trans- I ^ofchaftigten Ausländer unternommen worden sei. I Aus Las Palmas wird be-i I richtet, daß die englischen Transportschiffe Gaseogne^ I und Germum mit Verwundeten und kranken Soldaten'an | Bord aus Kapstadt im Hasen eingetroffen find. Paris, 18. April. Gestern fand in der Notredame- I §^che eine Totenmesse für den in Afrika gefallenen I Obersten Villebois statt. n d) e n, 17. April. Das Osterfest hat unserem! königlichen Hause ein fröhliches Familienereignis beschert. Prinz R u p p r echt, der Enkel unseres Prinz-Regenten, der zukünftige König von Baiern, hat sich mit Herzogin, Marie Gabriele, einer Tochter des Herzogs Karl Theodor in^Baiern, verlobt. 2862 ij ^asserei ^of am 15. Mai sich nach Schwarzburg begeben, um dort bis Mitte Juni zu verweilen. ~ Dem Unterstaatssekretär im .Kultusministerium, Dr.- v. B a r t) ch, i)t vom Kaiser in einem besonders gnädigen Slllbfc^yeJ£,^n äurn Osterfeste der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat „Exzellenz", verliehen worden. ~~ Tas Befinden des Oberpräsidenten v. Goßler ist als durchaus befriedigend zu bezeichnen. — Pastor SB eingart hat einen Rus nach <8r an4 o en bürg a. H. erhalten. , Bimetallist Otto Wuelsin g ist in München-Glad- oaa) plötzlich am Herzschlag gestorben. . ^77 Der VerkauspolnischerZeitungenist jetzt m Schlesien und Posen den Bahnhofsbuchhändlern verboten worden. ^tworfen ist, sieht auch Hebungen mit I bräunt. Heindl war im Vorjahre Gemeinderatskan^ bem Helrographen, hier „Lichtfernsprecher" genannt, PtterSbnrg, 17. April Sie S»Herin vor, der im Burenkrieg eine so große Rolle spielt Bei I land fipfit »ir/Zm r;; xat)erin von Riß: her Metzer Kriegsschule wird zum 1. Mai ein Unterrichts-, gegen ' Die Re?s?n^^«F" ereignis tnt.. Kur,us in die er neuen militärischen Wissenschaft ein- I m>9 J}‘ , ?fl’c ”?$ Moskau ist eine Wallfahrt zu gerichtet. A " 1 M Moskauer Heiligenftätten, zur Erflehuna eines männli» Die Niederlage Bonner Fahnen-Fabrik Hoflieferant Sr. Majestät des Kaisers und Königs 2862 25 Sonnenstrasse 25 empfiehlt zur bevorstehenden Kriegerdenkmals-Einweihung Jahnen aller Art and flaggen in Marine-Schiff*flaggentuch wasserecht und widerstandsfähig, zu Fabrikpreisen, HST Preislisten gratis zur Verfügung. Tötl. Körperverletzung 1 (1) 2873 2869 2 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1 2 1 (1) 1 (1) 1 (1) Es starben an: Schwindsucht Gehirnschlagfluß Lungenentzündung Lungenkatarrh Gallensteine Gnauth, Oberbürgermeister. Lebende Krebse Gießen, den 18. April 1900. Für den Schulvorstand: II Kirchenplatz II gegenüber der Stadtkirche * Mordauflläruug. Unter dem Verdachte, an einem >or L2 Jahren vollbrachten Morde beteiligt zu sein, . Diirbt der Kutscher K. aus der Erfurter Straße in Berlin -itrhastet. Es handelt sich um eine irn Sommer 1888 ixribte Blutthat, der der Müllkutscher Noack in Schöne- zum Opfer fiel. Als Verdachtsmoment kommt bisher lediglich eine Aeußerung des Verhafteten in einem Schank- Iblfllc in Betracht; er erzählte in der Trunkenheit, daß er - i«n Mord zwar nicht begangen, die Leiche aber in einen 1 Zack gesteckt und auf die Wiese getragen habe, wo sie fr bätet gefunden wurde. • Zu« Könitz er Morde. Der Kopf des ermordeten (Hymnasiasten Winter ist ziemlich gut erhalten von spielenden Maden in einem Graben gefunden worden. Der frühere Abdecker Jsraelski wurde als des Mordes verdächtig verhaftet. * Wien, 17. April. Der Materialverw alter d!ei Waffenfabrik in Steyn, Hajek, sowie der dortige Shufmann Peterson wurden verhaftet, weil sie seit innreren Jahren die Waffenfabrik bei Waffenlieferungen um große Beträge geschädigt haben. * Tarnopol, 17. April. Drei hiesige Polizei- bleamte wurden verhaftet, weil sie seit längerer Zeit bhim Nachtdienst Einbrüche verübt hatten. * Konstantinopel, 17. April. Konsularberichten zufolge ist die Pestepidemie in Persien in rapider Zunahme b Wissen. In Dachanin sind über 200 Todesfälle vor- gMmmen. Fuhr, Hahn, Oberlehrer. 5 U Schulhof. Wäscherei und Färberei Friedrich Reitz, Mainz. Spezialität: Reinigen von Militärmänteln. Annahmestelle: Giessen Markus Bauer Giessen Ärmste MdMM Depesche« deS Bureau .Herold". Berlin, 18. April. Gestern wurde der in der Gitschiner- straße 37 wohnhafte Bildhauer Stammberger und seine Haushälterin Hedwig Scholz unter dem Verdacht, ihr eben geborenes Zwillingspaar ermordet zu haben, verhaftet. Stammberger wurde nach seiner Vernehmung zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt, die Scholz dagegen verbleibt in Haft. Budapest, 18. April. In ganz Ober-Ungarn wütete gestern ein schreckliches Unwetter. In der Gemeinde Zawatka steckte der Blitz ein Haus in Brand. DaS Feuer griff schnell um sich. Fast die ganze Gemeinde ist abgebrannt. Genua, 18. April. Im Bahnhof von Savona fuhr eine Lokomotive rückwärts in einen stark besetzten Personenzug hinein. Acht Reisende trugen Verletzungen davon. Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Meratur. Aus Anlaß der Pariser W e l t a u s st e l l u n g erscheinen natürlich verschiedene Pläne der Ausstellung. U. a. hat die kartographische Anstalt von G. Freitag & Berndt, Wien und Leipzig G. Freitags kleinen Führer durch Paris mit einem Wegweiser seiner Monumentalbauten u. s. w." herausgegeben, dem ein Plan der Ausstellung, ein Plan von Paris und eine Karte der Umgebung von Paris beiliegen. Ferner erschien aus gleichem AnlaßimVerlagederRengerschen Buchhandlung in Leipzig zum Preise von 60 Pfennig ein hübscher, in mehreren Farben ausgeführter Monument a l p l a n von Paris. Dieser Plan bietet dem Besucher der Ausstellung in größter Uebersichtlichk5it ein Gesamtbild alles Sehenswerten von Paris, das um so deutlicher und plastischer wirkt, als alle bemerkenswerten Gegenstände perspektivisch und naturgetreu eingezeichnet sind. Der Plan bildet somit eine wichtigeErgänzung zu jedem Reiseführer von Paris. Wöchentliche Ucbersicht der Todesfälle in Gießen. 15. Woche vom 8. April biS 14. April 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsztffer: 16,67%), nach Abzug der Ortsfremden 6,30%°. Kinder Kunstverein. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand bleibt wegen teilweisem Wrchsel der Gemälde zwei Tage geschlossen. [2863 DikAchahm her HchWiM Kinder. Montag de« 23. April d. I., vormittags von 10 bis 12 Uhr, findet in der hiesigen Volksschule, und zwar in der Stadtknabenschule im Zimmer Nr. 3, 1. Stock, in der Stadtmädchenschule Zimmer Nr. 10, 2. Stock, die Ausnahme der Kinder statt, welche bis 1. Mai d. I. das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben. Auch können am genannten Tage auf Wunsch der Eltern ober deren Stellvertreter solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder ausgenommen werden, welche bis zum 30. September das sechste Lebensjahr vollenden. Bei der Anmeldung der Kinder ist der Impfschein vorzulegen, und bei auswärts Geborenen der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, welche von der Gewährung freier Lehrmittel für ihre zur Aufnahme gekommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung des letzten Staatssteuerzettels bei dem betreffenden Oberlehrer Antrag zu stellen. Summa: 7 (4) 6 (4) — 1 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viefc der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Güßen gebrachte Kranke kommen. Universität und Hochschule. — Ernannt r Der Privatdozent an der Universität Budapest Dr. August Hirschler zum a.-o. Professor. — verschiedenes» Aus Würzburg schreibt man: Für den durch den Tod des Professors Dr. Sittl erledigten Lehrstuhl für klassische Philologie an der hiesigen Universität ist der a.-o. Professor Dr. Wehmann in München in Aussicht genommen. — Weiter berichtet man aus Würzburg: Der Bildhauer Prof. Echteler in München machte der hiesigen Universität eine Portraitbüste Dr. I. v. Döllingers zum Geschenk. Döllinger, der Vater des bekannten Theologen, war Professor der Medizin an unserer Hochschule Die Büste wurde in der Aula der alten Universität aufgestellt. Der Senat hat Professor Echteler als Anerkennung die goldene Jubiläums-Medaille der Universität verliehen. — Wie die „Voss. Ztg." mitteilt, unternimmt Prof. Dr. A. Döring von der Universität Berlin, der erste Borfitzende der deutschen Gesellschaft für ethische Kultur, eine größere Studienreise nach Griechenland und Kleinasien und wird daher im Sommerhalbjahr an der Universität nicht lesen. — Aus Berlin berichtet man: Dr. C. S. Engel in Berlin (Friedrichstraße 125) hat ein bakteriologisch-mikroskopisches Laboratorium errichtet, dessen Zweck ist, durch möglichst sorgfältige histologische, bakteriologische und chemische Untersuchung der Se- und Exkrete des Kranken, den behandelnden Arzt bei der Beurteilung der Diagnose, Prognose und Therapie zu unterstützen. — Man schreibt aus Amsterdam: An der hiesigen Universität wurde van der Goes als Privatdozent der Nationalökonomie zugelaffen. Anläßlich dieser Habilitation zieht S. van Houten in seinem „12ten Niuven Staatkundigen Brief" eine Parallele zwischen den Zuständen in Preußen und in den Niederlanden. Ban der Goes ist nämlich einer der eifrigsten sozialistischen Agitatoren, und van Houten nennt es erfreulich, daß man den Mut findet, diesen seine Ansichten vom Katheder herab vortragen zu lassen, im Gegensätze zu Dr. Arons, der doch in seinen physikalischen Vorlesungen keine Sozial- Politik treiben konnte. — Die »Kölnische Zeitung" schreibt: Professor I L. Ussing in Kopenhagen, der Nestor der dänischen Philologen, feierte am 10. d. M. unter großer Anteilnahme seinen 80. Geburtstag. Vollkommen rüstig, setzt er seine archäologischen und philologischen Vorlesungen an der Universität, der er 53 Jahre lang als einer der geschätzten Lehrer angehörte, noch immer fort; ja, noch im vorigen Jahre überraschte er dte gelehrte Welt mit der Ausgabe seines großen Werkes über Pergamos. — Wir berichteten schon kurz über die Umwandlung der früher von H. Kiepert geleiteten geographischen Abteilung der Universität Berlin, die jetzt durch Professor Dr. Wilhelm Sieglin zu einem Seminar für historische Geographie ausgestattet worden ist. Dasselbe wird am 25. ds. eröffnet. Der Direktor wird zwei Stunden wöchentlich Uebungcn „zur Geographie von Griechenland und Italien im Altertum" veranstalten; ferner wird Privatdozent Lic. Dr. I. Benzinger dort Uebungen in der Geographie Palästinas leiten. In der Verwaltung des Seminars steht dem Direktor Professor Sieglin sein Assistent Max Kießling zur ©eite. ^X/yvzdW^- wwS Sa/fctot- £Xn^e/iAi<^un<^ nach 91Laa» in eicjcn&t cK/vtctvtnptalfc 11 Siz StaSt-Hiicfic eKizcficnplats, 1 K stiegen indes etwa 20 Personen in den Nachen. Jn- soize dieser Ueberlastung sank der Nachen und 13 Per- inen, darunter vier Damen ertranken. Die übrigen st der Schiffer wurden gerettet. A Aus Rheinhessen, 18. April. Der Gemeindevorstand »Duhoftn faßte den Beschluß, auf Kosten der Gemeinde eil Wasserwerk zu erbauen, und in Selbstregie zu be- atibtn sobald eine jährliche Gesamtwafferabnahme von 8500 Kubikmeter gesichert ist. Die Abnehmer sollen sich alj 5 Jahre verpflichten. Der Preis würde sich auf 35 Pf. pro Kubikmeter Wasser stellen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten, vir in Kassel neuerrichtete Handwerkskammer wurde am II. b. M. eröffnet. Hofmalermeister Hochapfel wurde zum 8ot|i&enben gewählt. — Der evangelische Pfarrer Lic. Dr. Lichl in Hirschhorn hat einen ehrenvollen Ruf als Sikhivsr an die Großhherzogl. Hofbibliothek in Darmstadt ml dem Bemerken abgelehnt, daß er vorerst nicht gesonnen [ti, aus dem Pfarrdienste auszutreten. — In der Rüdig- ftimer Mühle ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Eie Besitzerin der Mühle, Wwe. Katharina Diehl, bestieg tiie Leiter, bekam das Uebergewicht und stürzte aus einer Höhe von etwa 2f/2 Meter herab, direkt auf die Tenne. Kurz nach dem Unfall verschied die Fran, sie hatte sich nach Michern Befund das Genick abgestürzt. — Die Versorgung »er Stadt Vilbel mit elektrischem Licht und elektrischer Kraft auf 30 Jahre ist nunmehr so gut wie gesichert. Mit i en Thüringer Akkumulatoren- und Elektrizitätswerken in ' SmtzmÜhl ist ein Vertrag abgeschlossen, wonach dieser Ge- 'Ich'chaft die Konzession erteilt wurde und diese verpflichtet >st, sofort nach Eintreffen der Genehmigung die Errichtung btt Zentrale in Angriff zu nehmen. 16 Gemeinden der liegend werden sich der Centrale anschließen. — In 'AormS erschoß sich der Soldat Salzgeber der 10. !Compagnie des dortigen Regiments. et im vorigen Jahre nur Enttäuschungen gebracht hatte. 1. Das Eröffnungsflachrennen, Preis 1500 Mk, Distanz 1400 gewann 2t. Frhr. v. NeitzcnsteinS 3j. Br. St. Wallnuß (Retter: Rlttm. Eschborn) 2. wurde Herrn Marthos 4j. F.-St. Vorwärts (Lt Sunmondt) 3. Hrn. Weinbergs 3j. dbr. W. Glanz (Bes.) - 2 Das Osfmers- Jagdrennen, 2000 Mk., 3000 m, Lt. Frhr^ v. Gaylmgs bz br. W. Scotch Moor (Lt. v. Schilling), 2 Lt. Harlans g. 6-,-St. Khamseen (Lt. Schmoller), 3. Lt. v. Kaysers 6j. schwbr. W. Bigarreau (Bes.), 4. Lt. v d. Knesebecks 6j br. St. Miß Permm (Lt. v. Zmgler> — 3. Der Preis von St. Georgen, 1500 Mk., 2000 m, Lt. Hausmanns 6j. F.-St. Palmy (Bes.), 2. Hrn. Weinbergs 5,- F -W. Hah'w- but (Bes.), 3 Lt. Frhr. v. Reitzenstems 3j. br. W. Mongole (Rltlm. Eschborn). — 4. Das Goldsteinhürdenrennen, 1500 Mk., 2200 w Hrn. H. Suermondt« br. H. Lace Boots (Lt. Suermondt), 2. ~t. Lucius' a. br. W. Precept (Lt. v. Kayser), 3. Hrn. F. Roths a. br. W. Aesculap (Lt. v. Redwitz). - 5. Das Feldberg-Jagdrennen, 2000 Mk , 3000 m, Lt. v. Rothkirch und Panthens g. Sch.-Y- «en (Lt. Suermondt), 2. Hrn. Weinbergs a. br. W. Waldmeister (Lt. Panse), 3. Lt. v. Kaysers a. F.-W. Cythöre (Bes.) — 6. Das Grüne bürg- Jagdrcnnen, 3000 Mk., 3500 w, Hrn. v. Stettens 5j. schwbr. St. Eister Eve (Lt. v. Redwitz), 2. Hrn. P. Gelbs a. br. H. Pakmgton (Lt. v. Kayser), 3. Lt. Frhr. v. Entreß Fürstenecks a. br. W. Tafhkent (Bef.), 4. Lt- Hausmanns a F.-H. Affurä (Bes.). — Die nächsten Rennen finden am Sonntag, den 22. April statt. Donnerstag, 19. d. 9L, nach«. 8 Uhr sollen dahier, Neustadt 55, Haus« und Küchengeräte aller Art zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 18. April 1900. 2867 Seipel, Gerichtsvollzieher. b,, 'ZZL rt des -r c> . ‘ I crln hn» °>« 5 s* *k« heilte wurde ft • |L Die Bechrft/. und tarn nicht i* «"glied desA N zum BegiL- , Der Gemeinde; lenstwohnung U Heute wurde itta Müller ss fe/, ; i bannen fiuuiiii m SindM-mMm. i den ÄM gaUie Kelle M ü-zujiehen, mrd! fltoi Pfahle an btn 6t; ibt. Ach einigen k« ung ein, die den ii Wamfitag dahinw ttZdtpljDnmdbuog ft *)tr Stäube trat heul« liehen BeschlLjsei bei. zu längere wt Mg!! a. Pnger ut> in M Veranlajfllus gM tbenta gtgtn biiMgi ender Neileglliig feito.- eSFmMAM' Vorlage W\w< ang Juni. Dem lanbwirtf^lt’ en Deutschs k-l t« machs gebratz^iM sieh im ttW (324 vermehrt, k allein auf ländlich« ien 26), ferner 50 aus Molkereigu ngen (6 WW ) Infolge einer N- m dem Bürgern liebem W Sitzung des Se» SeschSjte nicht bekm ad ng des W* bnng des W* Kannten veM'M' sodaß nunmeh. a^keine Unterbrechung' , Sörgemiei^ UB ST5JW Jagd und Sport. 8t. Frühjahrs,EröffnurrgSrerrnerr zu Frankfurt a. M. am 16. April. Von schönstem Wetter begünstigt ging heute die Eröffnung der Rennbahn vor sich. Alle sechs Rennen, die ohne Unfall verliefen, wiesen recht große Felder auf. „Neue" gaben hier heute ihr erstes Debüt und brachten mannigfache Ueberraschungen, ebenso Scotch Moor, der das Offiziersjagdrennen gegen 11 Rivalen gewann, nachdem inOö0tt3¥ J Die Lehren» ’gHrkgwdcnKmal. M M Die Probe für den Mannerchor findet nicht am Donnerstag, As l-L nbach-f onAin 5.K- Zb Freitag, j*?» » Uhr, im Einhorn statt. 2864 «iel„ um**, aöxxxxxxxxxxxxxxxxiöDDOocacxxxxxäDGaao W Witwe des Justizrats Dr. Karl Dornseiff im 81. Lebensjahre. Giessen, Greifswald, Darmstadt, 18. April 1900. 287» Die trauernden Hinterbliebenen M. Die Beerdigung findet Freitag den 20. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Seltersweg 83, aus statt. Danksagung Danksagung 2880 sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gießen, den 18. April 1900. Der XlaVier-Knterrkht l beginnt wieder 8868 287: ] Liebigftratze 29,1. Capitalien Miel geluche Ostene Stellen hi uerhniifeii Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem hartm Verluste meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Pur die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und dem Hinscheiden unseres heissgeliebten, unvergesslichen Töchterchens und Schwesterchens 2865] Eine Lauffrau oder Mäkä>t sofort gegen guten Lohn gesucht. Näheres Marktstratze 2., Gestern abend 11 Uhr verschied sanft unsere liebe, unvergessliche Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Schwiegermutter Mk. 20- bis 25000 auf I. Hypothek per sofort oder später gesucht. Off. unter M 01591 an die Expedition. | neu, mit Garantieschein, zu verkaufen. 01600 «chottstratze S, in. ^mchwnSkiHt; a« Styitt M Sn Jntmtytit M lhirmi. &riatäfy fa nti«he LuSbildulig Dor Mu« unb Mobe atiltn ftrSlseckillsä Wrim. Die Inftalt enthäi litife. DieLorklasseh ktichieichneii und Sliz ,. Die Fachlur^ jtpuren- uub£)tww warn’], TavaMÄ M«bwi Moritz Flett, Kgl. Lokomotivführer i. P. Schüler des Dr. Hoch’schen Konservatoriums in Frankfurt a. M. M -ii «-ihw«s LMl'euche witb du J. A. in Wetzlar ui «ui chehrnben Lieh« «li.e b«* Mine M otbntt nnb in Nr. FMcht worben fmb. Sus der Provir $efan, dem tzreMö Limbertz unb Kinzen «)* Stoi unb1 tot^ax.btn Der Ä'oi 2872] -iudersihwagen billig zu verkaufen._______Landmannstraße 18. 01589] Frühkartoffeln ZU verkaufen. «ründergerstratze 44. Gras-Samen I Mischungen für: fst. dauernden Teppichrasen Tiergärten und ParkS Schattenlage Bleichrasen trockene Wiese« feuchte Wiesen Dämme und Böschungen engl. Raygras Thymothe Kleesamen Weitzklee Schwedischklee Rothklee, deutscher, Ewigklee, echt provencer Luzerne, in besten Qualitäten und billigstem Tagespreis. 2878 H. F. Nassauer, Reuenweg 15. Verantwortlich für dm allgemeinrn Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. — Druck und Berlag der Brühl'schen UniversttStS.Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in ließen. Die heutige Mmmer umfaßt 12 Sette». Auguste Dornseiff, geb. Melior, Besseres Mädchen für Küche und Hausarbeit auf gleich ot- später gegen Hohen Lohn gesucht. [*»• Frau Reg.-Affeffor £n«g, B,edenkop^ Ar- Donnerstag den 19. April. Anmeldungen: Wiesenetrasse 1. HochachtangBToll Julius Hahn 2866] Ein ordentliches Mädchen Kucke und Hausarbeit gegen hoben t» gesucht. Marktstratze^ Mädchen, in der Küche bewandert, findet sofort gute Stellung bei hohem Lohn in besserem Hause. [01596 Frau Stybicke, Bahnhofstraße 43 01599] Ordentltche Lauffrau oder Mäd- chen gesucht.______________Aeustadt 41. 01601] Schön möbl. Zimmer, Eing. v. d. Korridor zu vermieten. Schottstraße 8. 01590] Zwei frdl. Zimmer, zus. ober getr. zu vermieten.____________Löverstraße 24. Schön möbl. Zimmer in ruh. Hause, per Semester 60 Mk., zu vermieten. 2871] Schleich, Landmannstroße 18. 01593] Kl. Wohnung, zwei Zimmer mit Zubehör zu vermieten Wehsteinstratze 38 01594] Eine kleine Wohnung zu vermieten.____________frankfurter Kos. Mehrere Zwei- und Dreizimmerwohnungen zu vermieten. DSariechen sowie für die zahlreichen Blumenspenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein, den lieben Kollegen für die erhebende Grabmusik und Nachbarn und Bekannten sprechen wir hierdurch unsem tiefinnigsten Dank aus. Giessen, den 17. April 1900. 2870 Familie Andrä Familie Rost 01698] Möbliertes Zimmer m. Pension zu vermieten. Hessischer Kof. 01595] Schlafstelle zu vermieten. LieVigstraßc 29,1. Zeitungsträgerin für die Tour Aahußofstrahe, West- und Wordanlage gesucht. Agentur der frankfurter Zeitung 01588] H. Wallach, Seltersweg 62. 01592] Eine reinliche Lauffrau gesucht. _____________Bakmhofstratze 12, part. Kindermädchen auf 15. Mai gesucht. 2876________________Kirchenplatz 21. Lauffrau oder Mädchen von morgens bis mittags bei guter Bezahlung gesucht 01597] Frau Seybicke, Bahnhofstr. 43. 4 bis 5 Zimmer in den neuen Stadtteilen (Nord-West bevorzugt) alsbald oder später von zwei Leuten gesucht. Off. mit Preisang. unter 01602 a. d. Exp. d. Bl. erb. Ml. Zimmer mit Kadiuetl, ev. mit Pension, wenigstens Abendessen. Offerten mit Preisangabe unter »r. X 2877 an die Exp. d. Bl. ET,,1°eF "Hedda @( FÖfcÄ ie- ' "."V Ichwer. b" S 6t- °dlk $tc » (inffnrh 9ente 11 -l t e Jt fehle, SIRon Aut ft: KKK -MJ