1900 Zweites Blatt Zlnrts- unb Anzeigeblott für den Kreis (Sieben i Feuilleton jr, Freitag den 19. Januar Bezugspreis vicrtehährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierieljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen deS In- und Auslände» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. RAettion, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar. 7. * Weitere Nachforschungen nach AndrLe. Ma« schreibt der „Mgdb. Ztq." aus Stockholm, 9. Januar: Mehr als dreißig Monate sind bereits vergangen, seitdem die drei Schweden Andree, Fränkel und Strindberg von der Däneninsel aus, in der Nähe von Spitzbergen, ihren Aufstieg unternahmen, und allgemein herrscht die lieber« zeugung, daß die kühnen Polarreisenden nicht mehr unter den Lebenden weilen. In den wissenschaftlichen Kreisen Schwedens hält man aber daran fest, daß die Nachforschungen nach der verschollenen Expedition noch keineswegs eingestellt werden dürfen. Man plant nunmehr, das König Karls-Land erforschen zu lassen, in dessen Nähe bekanntlich im vergangenen Sommer eine der größeren Bojen aufgefunden wurde, die Andrse mitgenommen hatte, um dieselbe beim Passieren des Nordpols auszuwerfen. Diese sogenannte Polarboje enthielt indessen keine Mitteilung von Andrse, und man ist deshalb ganz allgemein der Ansicht, daß die Expedition noch während der Luftfahrt verunglückt sei. Es besteht jetzt die Absicht, mit einem der schwedischen Dampfer, die im diesjährigen Sommer nach Spitzbergen gehen, um die schwedischen Mitglieder der russisch-schwedischen Grad- mefsungs-CxPeditiou abzuholen, einen Abstecher nach dem König Karls-Land unternehmen und daselbst Nachforschung» nach der Ballon-Expedition anstellen zu lassen. Man ist nämlich überzeugt, daß dort wenigstens irgend eine Spur der Verschollenen aufgefunden werden wird. Eine Korsett-Kontroverse, Seitdem vor kurzem die „grande dieeuae* Madame Avette Guilbert sich einer Operation unterziehen mußte, die darin bestand, daß man ihr die eine durch zu festes Schnüren unheilbar erkrankte Niere herauönahm, wird in Paris über die schon so häufig erörterte Korsettfrage wieder lebhaft hin und her gestritten. Zwei Akademieen find eifrig dabei, die Frage nach allen Richtungen zu erwägen, und ein Tag in der nächsten Woche Stechpalmen grünen .Allzeit lebendig, Lehren uns scharf sein, Aber beständig. Adrefie für Depeschen: Anzeiger chießc«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: GießensFamilienblätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde. die sich entschieden wohler befinden, wenn der Körper und besonders der meist recht schwache Rücken der Frau durch ein Korsett gestützt wird, das nach der Figur gemacht ist und vernünftig getragen wird. Ein Schnürleib richtet nur dann unabsehbaren Schaden an, wenn die Trägerin es fest zusammenzieht. Zur Ehre der Frauen aber sei konstatiert, daß es gegenwärtig nur noch wenige Närrinnen gibt, die da glauben, daß die Männerwelt sich für eine Wespentaille begeistern könnte." Unfreiwillige Komik. In der „Kölnischen Ztg." vom 6. Januar kündigt der Herr Notar Rath eine „Geschäftshaus, Weinkellerei-, Baustellen- und Weinberge- Versteigerung" zu Dusemvnd (Brauneberg) a. d. Mosel an, und bemerkt zur besonderen Empfehlung: „Zur rationellen Weinverbesserung vorzüglich geeignetes Quellwasser ist reich- lich vorhanden." Dem fügen noch MerteS, Licht u. Co. in fettem Druck hinzu: „Das oben erwähnte Quellwasser stießt durch eine Sandschicht zwischen Fels. Kies und Thonerde, ist lieblich weich, mundfüllend und völlig geschmacklos, daher zur Weinverbesserung vorzüglich geeignet." — Die „Ottenser Nachrichten" vom 29. Dezember melden unter „Gerichtszeitung": „Der Unterschlagung machte sich ein Gelegenheitsarbeiter L. dadurch schuldig, daß er seinem Herrn, einem Kohlenhändler, 6 Mk. einkasfierte Gelder ablieferte." (Sollte er die 6 Mk. etwa einstecken und für sich verbrauchen?) — Unter „Lokalem" berichtet die „Elberfelder Zeitung" vom 8. Januar: „In Haft kamen Drei Könige und gestern 16 Personen wegen verschiedener Ver- gehen." (Es wäre interessant, zu erfahren, was das für drei Könige sind, die in Elberfeld verhaftet wurden.) — In dem Unterhaltungsblatt (Nr. 59) der „Braunschweigische« Landeszeitung" finden sich „Betrachtungen über Lebens- dauer". Darin heißt es: „Mittelalter und Renaissancezeit besitzen ebenfalls Fälle abnormaler Lebensdauer. Zahlreiche Beispiele solcher wurden von Franz Bacon und dem Physiologen Haller gesammelt. Bacon erzählt von acht Greisen, welche bei den Blumenspielen in der Grafschaft Hereford tanzten, und deren Alter zusammen 8800 Jahre betrug." (Ohne Frage hat Bacon dabei stark geschwindelt!) — Dem „Koburger Tageblatt" (Nr. 3) wird aus Brüsiel vom 3. Januar gemeldet: „Hier ist keinerlei Nachricht über die Einnahme von Ko bürg durch die Engländer em- getroffen." („Kladderadatsch. ) * Zur Lage in Oesterreich. Gießen, am 18. Januar 1900. Ein Ministerum Körber scheint nun unwiderruflich festzustehen, und die Parteien können bereits mit dieser Thctt- sache rechnen. Vorläufig steht man sowohl rechts wie links dem künftigen Kabinett abwartend gegenüber, und auf beiden Seiten scheint ein gewisses Mißtrauen zu herrschen bezüglich der Haltung Körbers in dem Nationalitätenkampfe. Großes Interesse hat das unmittelbare Eingreifen Kaiser Franz Josefs in die Politik hervorgerufen, und es ist leicht erklärlich, daß die Czechen nicht sehr erbaut waren über das, was chr Parteigänger, der Abgeordnete v. Stransky, vom Monarchen hören mußte. Große Befriedigung erregte es darum aber auch wieder in Prag, daß der Kaiser einem anderen czechischen Abgeordneten gegenüber die bewiesene Schärfe etwas zu mildern suchte und anerkannte, daß die Situation für das böhmische Volk sehr schwierig sei. Der Kaiser mahnte zum Frieden; ob freilich seine Mahnung von Erfolg sein wird, ist sehr zweifelhaft nach den bisher gemachten Erfahrungen. Die heutige politische Lage ist kaum angethan zu einer Aussöhnung der Gegensätze, und die Stellung der Regierung, mag sie nun eine Firma tragen, welche sie will, bleibt nach wie vor heikel. Wir haben vorhin gesagt, daß die Parteien der jetzt kommenden Regierung noch abwartend gegenüber stehen. Aber sobald diese Farbe bekannt haben wird, dürfte es sofort mit dem Frieden vorbei sein. Tritt Körber etwa in die Fußtapfen Badenis und der Grafen Thun, so wird ihm die deutsche Obstruktion bald das Regieren verleiden. Aber auch den Deutschen darf er nicht zu viele Konzessionen machen, sonst bekämpfen ihn Czechen, Polen usw. aufs erbittertste. Das Beispiel von der Scylla und Charybdis kann mit Fug und Recht auf die gegenwärtigen politischen Zustände Oesterreichs angewendet werden, und die jeweilige Regierung ist nicht zu beneiden. Ueberdies werden die Schwierigkeiten noch erhöht durch das Verhältnis zu Ungarn, durch die Ausgleichsverhand- ist bereits festgesetzt worden, an dem man zusammenkommen will, um über das Resultat der Erwägungen zu beraten. Die Akademie der Medizin hat sich zuerst geregt, indem sie auf die Vorlesung einer gegen das Tragen des Schnürpanzers zu Felde ziehenden Rumänin antwortete. Dieser Vortrag, in welchem sich Mademoiselle Stamo zu leidenschaftlichen Ausfällen gegen das Korsett hinreißen ließ, hat dann auch die Akademie der Schönen Künste veranlaßt, zu den Waffen zu greifen, und zwar als Kämpferin für das Schnürleib! So merkwürdig es auch erscheint, die Künstler, denen die Verehrung für die Antike in Fleisch und Blut übergegangen ist, erweisen sich als Parteigänger der modernen „Verschönerung" des weiblichen Körpers! Man ist nun äußerst gespannt auf die weitere Entwicklung dieser interessanten Streitfrage. „Das Schnürmieder", sagt die korsett- feindliche Rumänin, „war bei den Frauen des Altertums unbekannt, und doch galten sie für die bezauberndsten Schönheiten, die man sich denken konnte." — „Wer will das beweisen?" entgegnen die Künstler. „Aber zugegeben, daß jene Damen bezaubernder waren, als die Schönen von heute, die nach unserer Meinung entzückend sind, so wissen wir doch, daß die Frauen des Altertums sich breite Bänder und speziell zu dem Zweck angefertigte Binden um die Taille legten, um der Figur einen Halt zu geben. Niemand würde es beschwören wollen, daß an diesen Binden und Bändern nicht auch recht tüchtig gezogen wurde. Auf jeden Fall haben wir aber zahlreiche Beweise dafür, daß die Schönen von damals sehr danach strebten, ihren Körper schlank und geschmeidig erscheinen zu lassen, und vielleicht einem dem heutigen Korsett ähnlichen Toilettenartikel mit Freuden begrüßt haben würden. Sie waren eben nur nicht geschickt genug, einen solchen zu erfinden." — „Der Schnürpanzer", fährt Mademoiselle Stamo fort, „quetscht Lunge, Herz, Leber und Nieren, mit denen Mutter Natur uns versehen hat, in höchst beklagenswerter Weise zusammen." Die Akademie der schönen Künste erwidert: „Mutter Natur hat dem Menschen ebenfalls eine große Menge Pflanzen und mineralischer Produkte zur Verfügung gestellt, aus denen Morphium, Opium, Arsenik und viele andere Gifte bereitet werden. Diese Gifte dienen dazu, wenn richtig angewandt, schwere Krankheiten zu heilen: sie töten aber den Unklugen, der nicht weiß, wie man mit ihnen umgehen muß. Ebenso ist es mit den Organen des Weibes, Meßmer Anzeiger General-Anzeiger K von Annahme von Anzeigen zu der nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. w» 20. Inwar * '«'/. Mn Wr *'• siÄeS £to “»»1 w ^ayre, vtly., llervWer,. lü-tig unt Gemüse-, Blumm bt dauernde Privatstelle illa- Gute Zeugnisse inter J. B. 02U an die ölalles erbeten. Wann, bet am 1. April n Kontor einet ffk?- tenogt) tv. S/M M < um. Mvn t>. in Anspruch nahm. Der Vortragende fesselte durch seine sehr klaren, auch dem Laien verständlichen Ausführungen die Zuhörer außerordentlich. Ausgehend von der Erfindung des Telephons durch den Deutschen Reis im Jahre 1861 führte der Vortragende an der Hand der Apparate den ganzen gewaltigen Fortschritt der Telephonie vor. Man sah an den nach chronologischen Grundsätzen geordneten Apparaten, wie vollendet in' innerer Einfachheit und äußerer Form unsere heutige Fernsprech-Technik bereits ist, im Vergleich zu ihren plumpen und komplizierten Anfängen. Von besonderem Interesse war die Erläuterung einiger neuer Konstruktionen, welche d emnächst hier in Berlin erprobt werden sollen. Bekanntlich ist die Hauptbedingung eines guten Fernsprechsystems die leichte und schnelle Herstellung der Verbindungen, und in dieser Beziehung sollen neue Versuche gemacht werden. Herr Feyerabend führte unter anderem ein Siemenssches „System mit Sprungzeichen" vor, bei welchem auf den Aemtern die jetzt gebräuchlichen Klappen fortfallen und zum Zeichen des gewünschten Anschlusses ein weißer Punkt hervorspringt. In ähnlicher Weise erfolgt das Avis bei dem amerikanischen Gluhncht- System, bei welchem das Erglühen eines Glasknopfes als Zeichen für die Telephonistin gilt. Beide Systeme bringen eine bedeutende Vereinfachung der Einschaltungen mit sich. Für unsere Berliner Telephon-Verhältnisse waren die weiteren Ausführungen des Herrn Feyerabend über das neue Amt I, welches in etwa 14 Tagen mit Doppelleitungsbetrieb eröffnet werden! soll, von großer Bedeutung. In dem neuen Amt gelangt die Tischsorm (entgegengesetzt der alten Schrankform) zur Verwendung. Es sind dabe: 12 200 Leitungen vorgesehen mit 43 Umschaltetischen, jeder mit 12 200 Klinken, mithin also im ganzen 524 000 Klinken. Die Gesamtlänge dieser Leitungen beträgt neun und eine halbe Million Meter, eine Strecke, welche von Berlin bis an das Japanische Meer reichen würde. Die Aufwendung für dieses neue Amt beträgt 1234 000 Mark, die Bedienung wird durch 200 Personen (mit Ablösung 400) bewerkstelligt. Sehr großes Interesse erregten die Lichtbilder, welche Herr Feyerabend zur Erläuterung seiner Ausführungen über die Fernsprechämter vorführte. Wir sahen darunter das schrankförmige Vielfachumschaltesystem, Hm» trie eineetrtittttl« strfttaße 35. wtt tzchöss ■Wtate 17, in. nf fß MnielM tul Pare".!- w 5 Ul'. Nr. 15 Erscheint täglich mit Au-nahme des Montag-. Die Gießener Aämilienötätler werden dem Anzeiger im Wechsel mit „HR- Landwirt" h. „Blätter ffir Hess. Volkskunde- wSchtl. 4 mal beigelegt. hingen, bei denen beide Reiche nicht zu kurz komme« wollen. Die Festsetzung der Quote durch den Kaiser sollte nur ausnahmsweise Vorkommen, aber sie ist jetzt schon seit Jahren zur Notwendigkeit geworden, da eine Einigung nicht erzielt werden konnte. Auch der berüchtigte § 14 der Verfassung macht Schwierigkeiten, da ihn die Regierung kaum entbehren kann, während das Parlament feine Aufhebung verlangt. Wahrlich, wir beneiden den Herrn v. Körber nicht um das . Amt, welches er zu übernehmen im Begriff steht. Wir • wollen hoffen, daß er der richtige Mann ist, dessen Oester- reich schon seit langen Jahren bedarf, und daß es ihm gelingen möge, geordnete politische Verhältniffe in seinem Vaterlande wiederherzustellen.__ Ein Abend im Reichspostamt. Exzellenz von Podbielski hatte am Dienstagabend die schönen Räume des Reichspostamts und des Postmuseums in eine Stätte anmutsvoller Gastlichkeit verwandelt, der ein sehr wertvoller Beigeschmack des Lehrhaft-Praktischen nicht fehlte. Zwei hübsche Neuerungen hat unser „General- Postmeister", wie er so gern genannt wird, in die Physiognomie dieser „parlamentarischen Abende" hineinge- gebracht: in erster Linie das belebende und verschönende Moment des Damenflors und in zweiter Linie das Moment des interessanten „Vortragsabends". Die Einladungen ergingen von „dem Staatssekretär und Frau von Podbielski". So war denn auch eine außerodentlich große Anzahl der geladenen Gäste mit ihren Damen erschienen. Im Vestibül des Postmuseums empfing der Herr Staatssekretär mit seiner anmutigen Gemahlin die Geladenen, um sie zunächst in die Kuppelhalle zu geleiten, die mit großem Geschick in einen Vortragssaal verwandelt war. Das Hauptstück und die Einleitung des äußerst gemütlichen und anregenden Abends bildete daselbst ein mit zahlreichen Vorführungen ausgeschmückter Vortrag des Herrn Tele- graphen-Jngenieurs Feyerabend über die Cutwickelunfl der Fernsprechtechnik, ein Thema, das au sich schon, die höchsten Triumphe der Kulturentwickelung des verflossenen Jahrhunderts behandelnd, das Interesse der Anwesenden im höchsten Grade ins w Nauheim rhandel unb ffiirtfiaft betrieben wirb, fW iebingungen M Str» Dtt aud» zu vnyMn. wasensteiflU.voM, Ltlter-wt-8S,tzofI, ngen laßen.___________ formier, mit schwarz em Sä-wanz, entlaufen. rieswvtg t ird gewarnt,__. 528 ein Gesamtbild des großen Amtes in Frankfurt a. M., ein tischförmiges Vielfachumschaltesystem, ferner das größte dieser Aemter in Hamburg, ein Bild des Dresdener Amtes mit DopAlkeitung, bei welchem die neue Tischform in die alte ^>chrankform hineingebaut ist. Allerliebst machte sich das mit großer Heiterkeit begrüßte Lichtbild eines schmucken Berliner „Blitzmädels", einer Fernsprechgehilfin „in voller Montur". Man sab auch eine Art Zukunftsbild, das jetzt zum Teil freilich schon verwirklicht ist, als Ideal der Fernsprechung: das automatische Amt, welches die Bedienung durch Menschen überflüssig macht. Ein Bild einer solchen Einrichtung für automatischen Betrieb aus Amerika, wo die Konsequenzen dieses maschinellen Betriebes auf die Spitze getrieben waren, wirkte sehr erheiternd: Eine gewaltige Zentrale mit Tausenden von Anschlüssen und in ihr — ein Mensch, ein Mechaniker, der nach echt amerikanischer Art die Füße auf den Tisch gelegt hat und im dolce far mente die Zeitung liest. Der Vortragende meinte scherzhaft, es müsse erst noch sehr ernstlich erprobt werden, ob ein „derartiges' Stillleben" wirklich möglich ist! Doch wird demnächst in Berlin versuchsweise mit einigen hundert Anschlüssen ein solcher automatischer Betrieb auf einem der Fernsprechämter eingeführt werden. Zum Schluß zeigte Herr Feyerabend den Draht, welcher die Leitung Berlin-Paris übermittelt, und knüpfte daran Bemerkungen in Bezug auf die drahtlose Telephonie, deren Anwendung für den täglichen Gebrauch nach seiner Ansicht wohl noch sehr in der Ferne liegt. Soviel stehe fest, daß, dank dem weitgehenden Interesse,' das der Staatssekretär von Podbielski dem Fernsprechwesen schenkt, dieses bei uns in Deutschland, wo die Wiege des Telephons stand, nun auch seine größten Triumphe feiert. Der Vortrag, welcher Zuhörerin auch mit allen Einrichtungen der modernen Fernsprech-Apparate bekannt machte und Aufklärung über die mannigfachen Nebenapparate gab, die zu diesem an das Zauberland erinnernden Betriebe, wie die verschiedenen Sicherungen gegen die Blitzgefahr, gegen die Einflüsse auf unterirdische Leitungen und ähnliches mehr, gehören, war auch gleichzeitig eine Ehrenrettung für den deutschen Erfinder Reis, der trotz der Verdienste des Amerikaners Bell die Priorität sogar des wichtigsten Teiles am Fernsprecher, des Mikrophons in seiner Urform, für sich in Anspruch nehmen kann. Der laute Beifall, der dem Vortragenden lohnte, bildete auch das Signal zum Aufstieg in die oberen Räume des Reichspostamtes, wo sich die materiellen Genüsse den geistigen anreihten. In der Umgebung des wohlbesetzten Buffets n achte Herr von Podbielski mit seiner Gemahlin und seiner Schwester in der ihm eigenen liebenswürdigen, chevateresken Weise die Honneurs. Eine lustig plaudernde Menge dort Damen und Herren, erstere zum Teil in großer Gesellschaftstoilette, letztere, von den Uniformen abgesehen, zumeist im Ueberrock, erfüllte dort oben die großen Räume, bis hinein in die kleinen, lauschigen Salons, wo die Bier- und Zigarrenquelle floß. Ich durfte es wohl einen „parlamentarischen Abend" nennen, denn die Reichstags- und Landtagsabgeordneten aller Parteien bildeten die Majorität der.Gäste. Unter den Spitzen unserer Staatsbehörden und der militärischen Gesellschaft sah man die Minister Dr. Studt, von Hammerstein-Loxten, Unterstaatssekretär von Richthofen, den Fürsten zu Wied in Generals-Uniform, den ehemaligen Kriegsminister Exzellenz von Verdy du Vernois, den Kammerherrn Grafen von Bernstorff, den braunschweigischen Gesandten Exzellenz von Cramm-Burq- dorf, den württembergischen Gesandten Exzellenz v. Derent- hall, den Kolonial-Direktor Geheimrat Dr. von Buchka und viele ändere. Eine stattliche Reihe der hervorragendsten Manner aus der Welt der Wissenschaft und Technik und die meisten höheren Beamten der Reichspostverwaltung schlossen sich diesen an. Es würde zu weit führen, alle illustren Namen, die bei Herrn von Podbielski zu Gaste waren, aufzuführen. Bevölkerte doch wohl eine an zweihundert Personen zählende, außerordentlich fröhliche Menge die sonst )o ernsten Räume unseres Reichspostamtes der der eigenartig anregende Charakter dieses Gesellschafts- abends und die Anwesenheit so zahlreicher schöner Frauen unendliche Nahrung zu lebhafter und — ich vermute es - lehr lang andauernder Konversation gab. H. v. K. K-datrs mck Ursimyrrtz«. (Anonvm-Eiiisrnounscn, gMchvi.I w-ich-n Inhalt.«, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gieheu, den 18. Januar 1900. , o *^schichtSckalerr-er. (Nachdruck verboten.) Vor 324 Jahren. Sn Januar 1576, stacb tm 82. Lebensjahre in seiner ViUerstadt Nürnberg HanS Sach«, der fruchtbarste Dichter im Zeitalter d r Reformation. Außer einer großen Anzahl geistlicher und weltlicher Meistergesängen schrieb er viele Tragödien un? Komödien, Fastnachtsspiele, Schwänke, Sprüche und Fabeln die auszeichnem ^^ @tn"' <4t d-utsches Gemüt und schlagenden Witz k ** Professor Or. Beling in Breslau, der einem Rufe q” Universität Gießen Folge geleistet hat. steht im ^.^^nsiahre, und hat eine ungewöhnlich schnelle Carrivre hinter sich- Als Sohn des damaligen Kreisrichters, jetzigen LandgerichlSdirektorS Beling in Breslau wurde Ernst h9- i?“ni r8«66f '* ®lo9QU geboren, bestand nachAbschluß der Universitätsstudien 1888 die erste juristische Prüfung, erwarb sich 1890 in Breslau mit der Dissertation: Die gemeinrechtliche Geltung der operis novi nunciatio“ den juristischen Doktorgrad, und wurde 1892, nach be« ftanbenem Staatsexamen zum Gerichtsassessor ernannt, als luristischen Fakultät zu Breslau habilitierte. Schon 1897 wurde er zum außerordentlichen Professor ür deutsches Zivilrecht ernannt, und nach dem im April 1898 erfolgten Tode des berühmten Strafrechts- lehrerS Bennecke wurde er als besten Nachfolger zum ordentlichen Professor des Strafrechts an demselben Universität ernannt. Beling hat sich in einer großen Zahl hochbedeutsamer Schriften einen geschätzten Namen imter fernen Fachgenossen erworben. Außer der oben angeführten Differtation nennen wir von ihm: „Die Wiedereinführuna der Berufung in Strafsachen", worin er sich als Anhänger der Wiedereinführung bekennt, und die Gründe erörtert und zu widerlegen sucht, die aus dem Prinzip der Münd, lichkeit und der freien Bew iöwürdigung gegen die Wieder -p Grüuberg, 16. Januar. Ein in den zwischen hier ______.... ______0~ ——. VV| und Stangenrod befindlichen Eisensteingruben beschäftigter I wärtig die hiesige" städtische' Verwaltung? "äwei' Vorschläge Arbeiter von hier begleitete gestern abend Herrn Obersteiger 1 ” c L ......- - ™ Nau nach obengenanntem Orte. Unterwegs kam der Arbeiter, wohl infolge eines Fehltritts, in der Dunkelheit zu Fall, stürzte die Böschung hinab und blieb dort -j- Mainz. 17. Januar. In dem Bäckergewerbe bereitet sich hier für den kommenden Sommer ein Ausstand vor, der jetzt schon seine Schatten vorauswirft. In einem Schreiben an die Bäckerinnung haben die Gesellen 14 Forderungen aufgestellt, deren Annahme einen Bruch mit den seither im Bäckergewerbe bestehenden alten Einrichtungen bedeutet. Eine der hauptsächlichsten Forderungen geht da« hin, daß die Gesellen die Nachtarbeit beseitigt wissen und außerhalb der Behausung des Meisters wohnen wollen. Ein weiteres Verlangen geht dahin, daß am dritten Fastnachtstage jeden Jahres in den Bäckereien nicht gearbeitet werden soll. Im Falle der Nichtbewilligung der Forderungen stellen die Gesellen einen allgemeinen Ausstand in Aussicht, der acht Tage vor der Gutenbergfeier — also Mitte Juni — beginnen soll. Die Bäckerinnung hat sich schon mehrmals mit der Forderung der Gesellen befaßt, doch läßt es sich noch nicht absehen, ob eine Einigung zu Stande kommt. — Die Einführung der elektrischen Beleuchtung im Mainzer Stadttheater beschäftigt gegen« hat also um einen Weg von ea. 50 Kilometer zurückzulegen die Zeitdauer vom 27. Oktober 1899 bis 7. Januar 1900 gebraucht. Dieser Vorfall wird gewiß jedermann interessieren und ist jedem sehr dringend zu raten, bei Geldabsendung durch die Post sich Empfangs-Bescheinigung vom Empfänger zu erbitten. (Bekanntlich haftet die Post nur 6 Monate für Post-Einzahlungen und würde wohl, wenn der Prozeß sich nicht inzwischen entwickelt hätte, und dadurch die Sache aufgeklärt worden wäre, der Absender seines Geldes ver« lustig gegangen sein. sind den Stadtverordneten in dieser Beziehung unterbreitet worden, und zwar einer, der das ganze Theater elektrisch beleuchten will, und ein zweiter, der nur für den Bühnen« raum elektrische Beleuchtung verlangt. Die Ausführung des ersteren Vorschlags erfordert 100 000 Mk., und bie des letzteren 70—80000 Mk. Die Mehrheit der Stadtverordneten neigt zu der Ansicht, das Theater in allen Räumen mit elektrischem Licht zu versehen. einführung vorgebracht sind. Ein zweites umfangreiches Werk handelt von der „Retorsion nud Kompensation von Beleidigungen und Körperverletzungen". Der bisher erschienene erste Teil giebt eine geschichtliche Entwickelung der Materie. Zusammen mit Benn ecke veröffentlichte er „Fälle aus dem Strafprozeßrecht", während er in seinem letzten größeren Werke „Die strafrechtliche Bedeutung der Exterritorialität" behandelt, und darin darzuthun sucht, daß die sogen. Exterritorialen und die ihnen gleich behandelten Personenkategorien auch nach dem materiellen Strafrecht ihres Heimatlandes zu behandeln sind. *• Die Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes hält nächsten Freitag, abends um 7,9 Uhr, in der Restauration Weidig eine Versammlung ab. Auf der Tagesordnung steht insbesoudere die Borstandswahl, und es ist aus diesem Grunde eine rege Beteiligung erwünscht. Weiter soll der Tag und das Lokal für einen Anfang Februar abzuhaltenden Flottenvortrag mit Lichtbildern bestimmt werden. Der derzeitige Geschäftsführer der Ortsgruppe bittet um zahlreiche Beteiligung. •* Sonntagsruhe im Güterverkehr. Laut Telegramm des Reichs-Eisenbahnamtes in Berlin vom Sonntag ist vom 14. d. Mts. ab im ganzen Reiche wieder die Sonntagsruhe im Güterverkehr im vollen Umfange eingetreten. Die beladenen Güterwagen bleiben demnach von Samstag nacht bis Montag früh auf dem Transport da stehen, wo sie sich gerade befinden. O Mainz, 17. Januar. Die Erhöhung der Hundesteuer hat ihre Wirkung in der Art gezeigt, daß von 2768 Hunden, die zur Versteuerung herangezogen waren, am 1. Januar 483 Stück abgemeldet wurden. Einschließlich 21 neuangemeldeten Hunden werden jetzt in Mainz rund 2300 Hunde versteuert. — In einer hiesigen Kaserne sind | innerhalb der letzten 8 Tage aus den verschlossenen Spinden der Soldaten eine Reihe von Uhren, Geldtäschchen und sonstige Wertgegenstände gestohlen worden. Alle Diebstähle waren mittels Nachschlüssel ausgeführt. Trotz aller Wachsamkeit wollte es nicht gelingen, den Dieb zu erwischen, bis man endlich auf einen in der Kaserne verkehrenden Barbiergehilfen Verdacht schöpfte und eine bei dem Jünger Figaros vorgenommene Haussuchung die gestohlenen Gegenstände zu Tage brachte. — Von Schwindlern aus Madrid werden eben zahlreiche Bewohner von hier und der Umgegend mit Schreiben überschwemmt, worin den Adressaten unter Anführung einer rührenden Geschichte versprochen wird, einen vergrabenen großen Schatz zu ver« raten, wenn der Betreffende an einen bestimmten Ort einen gewissen Geldbetrag findet. Da ähnliche Briefe schon seit Jahren von Madrid hier eintreffen, gewinnt es den An« schein, daß ab und zu ein Dummer auf den groben Schwindel hereinfällt. Kirchhain, 15 Januar. In der letzten Sitzung des landwirtschaftlichen Kreisvereins Kirchhain fand eine Be- Lprec$uü9 über die Abhaltung des in diesem Jahre Hierselbst stattfindenden landwirtschaftlichen Festes statt. Dasselbe oll, wie festgesetzt wurde, am 15., 16 und 17. Juni abae- J,acllb Tierschau mit Prämiierung, sowie eine Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen um- fajsen; außerdem soll ein Volksfest damit verbunden werden Die Landwirtschaftskammer zu Kassel wird eine aus- Prämiierung zur Verfügung stellen. Alv Festplatz wird der neu angelegte Viehmarktplatz, auf einc große Halle errichtet wird, dienen. Die Stadt Kirchhain wird auf ihre Rechnung die Kosten des Festes k^tretten, dagegen werden ihr sämtliche Einnahmen zufließen. Der Kreis stellt außerdem der Stadt einen Ga- rantieforchs von 700 Mark zur Verfügung. Mit dem Feste wird auch eine Verlosung verbunden werden. Der Preis unter- ^bswurde auf 1 Mark festgesetzt; es sollen nicht unter 10 000 Lose ausgegeben werden. In das Fest- ^lt-e^toUrben^ Landrat Frhr. Schenck zu Schweinsberg, Stephan Dörbecker, Buchdruckereibesitzer Schroder, sowie noch eine Anzahl Herren aus der Stadt und dem Kreise Kirchhain. Aus den Verhandlungen ist weiterhin hervorzuheben, daß der Herr Landrat erklärte, für einen Obstbautechniker eine entsprechende Summe in den diesjährigen Kreis-Etat einstellen zu wollen. Zungen, 17. Januar. In erfreulicher körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische beging gestern Herr Lehrer Karl Stracke die Feier seines 50jährigen Zu d lila ums als Lchrer und gleichzeitig als Lehrer an Der Schule zu Wildungen, seiner Vaterstadt. Bei der all- melnen Wertschätzung des Jubilars in allen Kreisen der Bevölkerung konnte es nicht fehlen, daß demselben zu seinem gestrigen Freudentage mannigfache Ehrungen und Anerkennungen zuteil geworden sind. Als erster Gratululant srich bald nach 9 Uhr in seiner Wohnung Der Kreisschulvorstand. Herr Kreisamtmann Frese als Vor- sitzender überbrachte in herzlicher Ansprache die Glückwünsche s^,l?^^chulvorstandes, ferner im Auftrag solche der Ober- schulbehörde. Im Auftrag des Herrn Landesdirektors v. Saldern wurde bei dieser Gelegenheit dem Jubilar das ^ur^Iau^t bcm füllten ihm verliehene Ehren- kreuz überreicht. UeberauS zahlreich sind die Glückwünsche, ferner.’n-*tra1.C ^SAnlaß des Jubiläums von nah und ehenfn ^^Qmm zugegangen sind. Eine ?^bchende wie erhebende Feier vereinigte vor« k OJ.LÜ..I. .. . . .. (^chvle um den Jubilar die Vertreter der Behörden und städtischen Körperschaften, die bewußtlos liegen. Nachdem sein Begleiter Hilfe von Grünberg geholt hatte, brachte man den an Kopf und Schulter schwer Verletzten hierher in seine Wohnung, wo- elbst der Arzt einen Bruch des Schulterknochens feststellte und einen Verband anlegte. Heute begab sich der Verunglückte auf ärztliche Anordnung in die Klinik zu Gießen. — Der hiesige Musikverein veranstaltet nächsten Sonntag in der Turnhalle ein Konzert. Die trefflichen Leistungen des sehr strebsamen Vereins sind bekannt, und es ist zu wünschen, daß seine erste Abendunterhaltung für diesen Winter recht zahlreich besucht wird. △ Weickartshain, 17. Januar. In dem hiesigen Krieger verein hat sich vor kurzem eine Musikabteilung gebildet, die unter der bewährten Leitung des Herrn Stendal ihre Hebungen vornimmt, und bereits recht anerkennenswerte Leistungen zu verzeichnen hat. Wie wir hören, wird die Kapelle schon in der demnächst stattfindenden Abendunterhaltung des Kriegervereins mitwirken. Crainfeld, 17. Januar. Man sagt, es passiert nichts neues unter der Sonne, doch dürfte folgendes Borkommnis wohl einzig in seiner Art dastehen. Der Handelsmann Abraham Strauß von Langenschwarz bei Burghaun, Kreis Hünfeld, war aus einem Viehhandel dem Handelsmann Bär Strauß von hier noch 41 Mk. 30 Pfg. schuldig ge ilieben. Als letzterer lange genug gewartet, entnahm er auf den elfteren einen Postauftrag, welcher jedoch zurückkam mit dem Vermerk: Annahme verweigert. Nachdem dies erfolglos war, nahm derselbe am 9. November vorigen Jahres (1899) seinem Schuldner einen Zahlungsbefehl, welcher ebenfalls zurückkam mit der Bezeichnung: Wider- pruch erhoben. Nun war Klage notwendig geworden. Der Gläubiger that dies auch, erbost über seine beiden erfolglosen Vorgehen. Nach der Zustellung der Klage chrieb dann der Schuldner an den Gläubiger, er habe das Geld ja bereits am 27. Oktober vorigen Jahres (1899) an der Post eingezahlt und er solle seine Klage zurücknehmen, sonst würde er die Kosten bekommen, da er seine Post-Quittung doch in Händen habe. Der Kläger that dies edoch nicht, da er sich klar bewußt war, daß er das Geld richt durch die Poft erhalten habe. Inzwischen hat sich )er Beklagte nochmals bei seinem Postamt über den richtigen Eintrag seiner Post-Anweisung erkundigt, welches auch alles stimmte. Ebenso machte es auch der Kläger, er fragte ebenfalls bei seinem Postamt in Grebenhain, ob genannter Betrag etwa angekommen und wohl an seine Frau oder großjährigen Sohn auSgehändigt worden sei. Auch das Postamt stellte Recherchen an, jedoch alles vergebens, es i war keine Post-Anweisung nach Grebenhain gekommen und auch keine solche ausgezahlt worden. Nun fand am 4. Januar dieses Jahres Verhandlungs-Termin in Schlitz (wohin der Beklagte inzwischen verzogen war) statt. Im Termin erschienen beide Teile selbst. Der Beklagte leate eine Post - Quittung über 41 Mk. 30 Pfg. an {L Kläger (Bär Strauß, hier) vor und der letztere (Kläaer) behauptet-, das Geld nicht erhalten zu haben. Wie sollte das Urteil nun lauten? Die Sache war dem Richter un- erklärlich und er meinte vielleicht, es hier wobl mit Schwindler zu thun zu haben.^shalb er auch b” 6t " »er Staatsanwaltschaft zu übergeben. Nach Schluh der Verhandlung, worin -in Urteil nicht gefällt werden konnte, wurde der Beklagt- an das Postamt oernken ,hm -rösfn-t wurde, daß di- Postanw-i ung verloren a- gangen und das betreffende Geld da sei /denn § Beit hat.- sich die Sache aufaeklär, aiTÄ bafc das Geld sich nun gesunden hatte, gab er dem°Kläaer den Betrag von MI 41,30. Das Geld von der nun dem Absender wieder ang°b7.-n, welcher „T& Annahme verweigerte. Nach dem, am 7 nun dem Kläger die Postanweisung hier zuÄellr^ -den alls die Annahme verweigerte^ ’S. L toerI*er abg-ihan und der Prozeß erledig. Nun kommt TÄ" Frage und zwar die Hauptfrage: Werträat die iS CUK I ^"^'un-rh-blich-n9iost-n (ffl'Äen"K 8etbc $ar,CIEn weigern sich natürlich zu zahlen. Das Geld I Tas Lchlachth Stabt « QU« w K v-' »t d" ” Pedn d-m n>i Lii-t des WQN“ (eil Wfttil ««betgaPS( OS * er »°ch M Weit «m »» sm unb @emüt, » Rinn«™ 11 Ulmgen» Mn M erhalte 'hm IN" £ lrch" j*n. M M-n Dankes und der -L ^\M eine auf e nabe, drMd w E« WM' Miföen Lchem Shrenmitglied, H l>er Vezirks-Aonß iiberrei'chte als 0 zm Schluß üben M Lehmkollegiur MdmnMalt de daraus der Jubili reich zu teil gewo mch einen hem 2 schloß Hamit bit & mftnbtn fyti ft Mr ftult abend s Ehren des Jubilar« (8di Lieüeicht kling wunderlich und gesi daß die nun nsvlg buchS einer blusige: Lüchen überall, un hMsig mit Rxebfet Als die Put führung gelangte fe ersonnen, sondi Regime nur einge den buchhän fertigen SchuW s>lr verschiedene tausende gingen Valoren und wel pmerzen, wofür v'eder eingt^tl t f W der neuen 5 fle zvar in bit SP r »eil ft der be ' T’ Sachen i ft’Ä*** t y- M nun l neue ^??ochvielb Äö^M®enb Mlagen. «Her wichtigeren A ^nn bi ” te'i. i? ? ’■ Mi? »b ’6 'in du etibXK °l* «Ur 6 Ä '; »enn b,®0«» b,^etd) dj^A ,ti”« «Ä®} Wtft ä* beit US««» . ***«'•’; Gerinnung w A « ®« M btJ 'itltrti,, " W'K gtgn 0-, Zwei VorschlzL ^'ehung unterbreit $e Heater elektch lut K den MhW MM 7 M., unM/d# r9fit der Slabtott-. 'ter in Mn ;ung-erHunde W bafe von 27bi MW waren, LI üben. TinMG jetzt in Mainz nur hiesigen Kaserne fu! erschlossenen Spinda Geldtäschchen uiü worben. Alle M lgefihrt. Trotz alle en Dieb zu erwiM Kaserne verkehren!« eine bei dem Jüngn e gtftof)ltntn Gegen Qntinbltrn anl fnn Don fjitrwb tmmt, tvom Vn .ben Be^'v^e vn- zen Schatz zu ver> ijtimmten Ort eines e Briese schon sei! gewinnt eS den B in groben Schwindel : letzten Sitzung des chain sand eine Beesem Jahre hierselbsl sles statt, dasselbe und 17. Juni abge- miierung, sowie eine ’ und Maschinen um» imit verbunden wer- taffe! wird eine au& ir Verfügung stellen. • Liehmrltplatz,wis :b, dienen. DieM ie Kosten des M- litfie Einnahmen P ier Stadt einen W ung. MitdemW ' L-n. % W setzt: es sollen w en. 3" W)* Sdjtni i> Suchdmtkemb-W ten «u6 tet ® . BeihMdlE»/ ■t Landrot tM ; rechende S*™1"1 ‘ »u gftf* niche ott all- erstaU- » . btI in afltn.£ iu {einen W***** lls rrstk ajjohnuDß r ^'^{ealsM "»sä rn "5,'Miickwn"^ SSfct FH letzten Arbeiten, die AusführungSgefetze und für die Vorarbeiten der Richter, mehr Zeit gewährt hätte. Aber die Thatsachen liegen vor unS; die Würfel sind gefallen, und in buchhändlerischen Kreisen begann längst der Wettlauf, der Kampf ums zukünftige Dasein. Mit dem 1. Januar 1900 sind zahlreiche große rechtswissenschastliche Werke — wir können sagen fast alle Läger der bezüglichen großen Verleger, zu Makulatur geworden, alte berühmte Autoren sind aufgegeben, und der Renten aus ihren Werken gehen sie fortan verlustig. Könnte man diese Werte zusammenzählen, so würden Millionen herauskommen, Sie Verleger und Autoren als verloren betrachten können. Damit ist aber die Sache noch nicht abgethan. In den letzten Jahren entstand vielmehr eine wahre Hatz um das B. G.-B. — Kommentare, Erläuterungen, Materialien, Hand- und Lehrbücher schossen wie Pilze aus der Erde. Die Konkurrenz hat unglaubliche Dimensionen angenommen, sie beschränkt sich nicht auf Verleger und Sortimenter, sondern Ziaarrenhändler, Kuchenbäcker und wer sonst noch, handeln mit dem B. G.-B., dessen Textausgaben von 3 bis 4 Mark bis auf wenige Pfennige heruntergegangen sind oder als Prämien beim Einkauf zugegeben werden. Der Jurist aber muß seine alte Bibliothek dem Antiquar überlassen und das nötige Studien- und Arbeitsmaterial neu erwerben. Die alten Richter gehen lieber ihrer Wege, statt noch umzulernen, die jungen aber müssen das neue Recht zu ihrem Eigentum machen, und das geschieht bei vielen am besten dadurch, daß sie Einzelabteil ungen des B. G.-B. bearbeiten und buchhändlerisch verwerten, wodurch eine Massenproduktion entstanden ist, daß der Jurist nicht mehr weiß, was er wählen soll. So fließt der Markt über von neuen juristischen Werken, Millionen werden wieder in den Verlag gesteckt, um das Verlorene wieder zu erwerben; aber der Kampf ist heiß und schwer, zahlreiche Täuschungen und neue Verluste erblühen Verlegern und Autoren. Erwägt man nun noch, welche enorme Kosten die Bearbeitung des B. G.-B. vom ersten Entwurf an bis zur Vollendung erfordert hat, erwägt man ferner, daß erst die zukünftige Rechtsprechung das nötigste Material für das Studium und die Auslegung des neuen Rechts geben wird, also noch viele neue Werke an die Stelle der jetzigen treten müssen — so ist es nicht zuviel gesagt, wenn wir abermals von Millionen sprechen, und den Uebergang vom alten zum neuen Recht mit einem großen Kriege vergleichen, den das Deutsche Reich und ein Teil seiner Bürger über Leichen hinweg siegreich bestanden haben. Das Schlachtfeld des Bürgerlichen Gesetz- buchS. (Von einem Buchhändler.) Vielleicht klingt manchem diese Ueberschrift etwas wunderlich und gesucht, doch wir werden gleich bewei en, daß die nun erfolgte Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs einer blutigen Schlacht wohl zu vergleichen ist, denn Leichen überall, und seien es auch nur Bücher, die ja auch häufig mit Krebsen verglichen werden. Als die Puttkamersche neue Orthographie zur ElN- sührung gelangte (nicht der Minister von Puttkamer hat sie ersonnen, sondern die fertige Vorlage ward unter feinem Regime nur eingeführt), gab es auch zahlreiche Leichen auf den buchhändlerischen Gefilden. Die Verluste an fertigen Schulbüchern und Stereotypplatten in Vorräten für verschiedene Semester waren enorm; viele Hundert- iausende gingen mit der Idee einer neuen Orthographie verloren und weshalb? Um dort ein h, hier ein e aus- zumerzen, wofür andere bisher überflüssig betrachtete e wieder eingeführt wurden. Fürst Bickmarck war der größte Gegner der neuen Orthographie, und noch heutigen Tags ist sie zwar in die Schulen, aber nicht ins Publikum gedrungen — weil sie eben noch sehr mangelhaft ist. Aber das Kapital der betroffenen Schulbuch-Verleger war verloren; die Sachen wanderten von den verschiedenen Lager- bbben in die Pappsabriken resp. in die Schmelze der Schriftgießer. Und nun hieß es: neues Kapital beschaffen, um dafür neue Bücher herzustellen. In noch viel höherem Maße, mit viel größeren Truppen- (Kapital-)Aufwendungen wird die Schlacht ums B. G.-B. geschlagen. Allerdings gilt eß hier höheren Zwecken und viel wichtigeren Aufgaben, als bei der Schulorthographie. Wenn auch die Vorbereitungen zum B. G.-B. bereits 1874 begannen, so war in dem letzten Jahrzehnt der Termin des Erscheinens noch so unbestimmt, daß die das alte Recht behandelnden Bücher immer wieder neu aufgelegt und viele neue Gesetze bearbeitet werden mußten, um der fort- Ichreilenden Rechtsprechung nach allem, Recht das nütige Material an die Hand zu geben. Selbst als die Entwürfe zum B. G.-B. schon an den Reichstag gelangten, war es immer noch fraglich, ob der Anfang des neuen Jahrhunderts nicht als frühester Termin oes Inkrafttretens des B. G.-B. anzusehen sei. , . . .. . _ Da plötzlich ward mit Hochdruck gearbeitet, damit das erste Jahr des neuen Jahrhunderts baß große Werk schon anß Tageslicht befördern könne. Allerdings geschah dies nicht ohne Ueberstürzung, und es wird sich bald herauS- stelleii, ob nicht ein späterer Termin für Inkrafttreten eines so großartigen Werkes besser gewesen wäre, da er für Die Wegen auß Stadt und Land und viele früheren Schüler [oiuie die jetzige Schuljugend und ferner em zahlt ch Publikum aus der Stadt. Nachdem der Jubilar, ge^mückt mit der neuen Ordensdekoration, m den Saal geführt und zu dem dem Podium gegenüber stehenden bekränzen1 Seffel geleitet worden, wurde die Feier mit den1 Gesang des Liedes Lobe den Herrn" begonnen, worauf Herr Prorektor Knobe och einen Psalm verlas und daran cm inniges Gebet anschloß, da6 des Höchsten Segen für den Jubilar für jetzt und immerdar herabflehte. Mit nochmaligem Gesang emeß Strieß des genannten Liedeß wurde der gottesdienstliche Tcck Ler Feier geschlossen. Hierauf bestieg Herr Rektor Dr. Koch Podium, um die eigentliche Festrede zu halten. Der Lchülerchor sang eine dreistimmige Hymne unter Leitung M Herrn Konr. Löwe, worauf Herr Pfarrer Lau das Wort ;ll einer weiteren Ansprache ergriff um dem Jubilar namens M Ortsschulvorstandes und des Kirchenvorstandes Die besten Glückwünsche auszusprechen. Erinnerungen freudiger und schmerzlicher Art seien es, auf die der Jubilar von Jemer uadj 70 Jahren erstiegenen Warte zurückblicken könne. Er habe manchen Wandel und Wechsel, manchen Auf- und Niedergang an unserer Schule angesehen und miterlebt, er selbst sei immer derselbe geblieben, der nie aufgehört habe zu lernen. Manche Schicksalsschläge hätten ihn getroffen, oft sei wohl das Herz weich geworden, sein fester eiserner Wille habe ihm aber durchgeholfen. Gearbeitet habe er .säst mehr als Menschenkraft zu leisten vermag und doch ijabe er nach sechs langen Wochentagen angestrengtester Tätigkeit am Sonntag uns erfreut mit Klängen, die auf Herz und Gemüt, wohlthuend einwirken. Und richten sich die Erinnerungen an die alte Stadt, so sei es der Jubilar gewesen, welcher an dem Fortschritt und dem Aufschwung Wildungenß seinen wesentlichen Anteil genommen habe. Gott erhalte ihm auch ferner feinen festen Willen und schenke ihm frohen Mut bis zu feinen spätesten Lebensjahren. Herr Bürgermeister Radke sprach namens der städtischen Körperschaften dem Jubilar herzliche Worte des Dankes und der Beglückwünschung aus und überreichte demselben eine auf einstimmigen Beschluß beschaffte Ehrengabe, bestehend in einer goldenen Taschenuhr mit ein-- graviertem Monogramm und sinniger Widmung. Herr Lehrer Fleischhauer überbrachte die Glückwünsche des wal- dcckischen Lehrervereins und gleichzeitig die Ernennung zum Ehrenmitglied, Herr Lehrer Arens-Mehlen sprach namens der Bezirks-Konferenz die besten Glückwünsche aus und überreichte als Ehrengeschenk eine goldene Uhrkette und zum Schluß Überreichte Herr Rektor Dr. Koch als Vertreter des Lehrerkollegiums noch ein wertvolles Buch mit hübschem Widmungsblatt der Kollegen. Tiefbewegten Herzens sprach darauf der Jubilar seinen Dank aus für die ihm so zahlreich zu teil gewordenen Ehrungen. Der Sängerchor trug noch einen dem Tage angemessenen Gesang vor und beschloß damit die Feier, die auf einen großen Teil der Anwesenden ihres herzbewegten Eindrucks nicht entbehrte. Für heute abend sind noch verschiedene Festlichkeiten zu Ehren des Jubilars vorbereitet. Verlosungen. (Ohne Gewiihr.)^- «etetSbur«, 15. Satiuar. Gewinn,i-hung ier russischen Prämien,Ichung von 1864: 200 000 Rubel Serie 18 018 Rr. 5, 75 000 Rubel Serie 2913 Nr. 34, 40 000 SuM ®e* «380 Ä. 45, 25 OUO Rubel Serie 5145 Rr. 5, je 10 000 Rubel. Serie TO« '11, Serie 14 769 Nr. 4, Serie 2389 Nr. 26, je 8000 Nabel: Serie 12 916 q>r öl Serie 14 592 Nr. 6, Serie 19 852 Nr. 3, Serie 7192 Nr. 34, Serie 13 841 Nr. 49, je 5000 Rubel. Serie 2823 Nr. 30, Serie 19 375 Nr 24, Serie 4050 Nr. 19, Serie 5315 Nr. 23, Serie 2988 Nr. 23, Serie 9779 Nr. 45 Serie 6661 Nr. 17, Sene 10 987 Nr. 38, je 1000 Nübel. Serie 17 823 Nr. 29, Serie 18 626 Nr. 25, Serie 6544 Nn 17, Serie 5730 Nr 19, Serie 8808 Nr. 7, Serie 15 102 Nr. 23, Serie 4014 Nr. 43, Serie 1862 Nr. 39, Serie 7835 Nr. 38, Sene- 8582 Nr. 26 Serie 12 720 Nr. 28, Serie 13 355 Nr. 33, Sene 19 659 Nr. 4 , Serie 5240 Nr. 38, Serie 12 772 Nr. 8, Serie 1563 Nr. 40, Serie 11931 Nr. 33, Serie 5856 Nr. 11, Serie 8943 Nr. 10, Serie 494 '«alm-Reifferscheid-Lofe. Ziehung am 15 Januar. Aus- »abluna am 16 Juli 1900. Hauptpreise: Nr. 11 664 L 84 000 Kronen. Ä 76 989 h 8400 Kronen. Nr. 7131 ä 4220 Kronen. Nr. 8039 33 493 ^840 Kronen Nr 12 573 13 953 66 480 88 2,9 ä 420 Kronen. Nr 16 040 22 446 64 6W 65 995 66 971 79 673 86 163 97 169 a 252 Kronen Nr 534 32 105 49 201 58 838 61600 62 218 71 076 79 393 82 114 87 542 92 226 97 284 97 521 ä 210 Kronen. — Alle übrigen gezogenen Nummern je 126 Kronen. Landwirtschaftliches. Das Großh. Ministerium des Innern hat den Ständen des Großherzogtums einen Gesetzentwurf unterbreitet, wonach die Entschädigung für an Seuchen gefallene Tiere auch auf Schweine ausgedehnt wird, welche an Rotlauf zu Grunde gingen oder getötet werden mußten. In der Begründung heißt es: Der Gesetzentwurf bezweckt im wesentlichen die Aufnahme der mit Rotlauf behafteten oder getöteten Schweine unter diejenigen Tiere, für welche Entschädigung zu gewahren ist Der Schwcinerotlauf ist eine Seuche, welche die Landwirtschaft schwerer schädigt, als gewöhnlich angenommen wird, da trotz bestehender Anzeigepflicht nur ein Teil der Seuchesälle zur Kenntnis der Behörden gelangt. , . c ,, Da der Schweinerotlaus in der Regel nur enzootisch, d. h. am Gehöfte, Ortsteile oder Orte beschränkt auffritt, m der Schutzimpfung aber ein sicheres Mittel zur schleunigen Unterdrückung der Seuchenausbrüche gegeben ist, so können die Verluste bei rechtzeitiger Anwendung^der Schutzimpfung in den gefährdeten Beständen ganz wesentlich verringert und dadurch der Landwirtschaft und dem Nationalvermögen nicht unerheblicher Schaden abgewendet werden. , . Die Ausführung des Gesetzes nt dadurch erleichtert, daß der Schweinerotlauf leicht und mit Sicherheit festzustellen ist. Obgleich im allgemeinen zugegeben werden muß, daß die Bekämpfung des Schweinerotlaufs auch ohne die Gewährung einer Entschädigung auf dem angegebenen Wege möglich ist, so unterliegt es doch keinem Zweifel, daß, wenn die Anwendung der Schutzimpfung den Besitzern überlassen bleibt, wohl em Teil derselben sich gegebenen Falls dieses Mittels zur Unterdrückung der Seuche in den Schweinebeständen bedienen wird, em größerer Teil der Landwirte aber nicht dazu kommt, zumal die Schutzimpfung, im Einzelnen ausgeführt, zu kostspielig ist. Aber auch abgesehen hiervon wird es bei Ueberlassung der Schutzimpfung an bic Privaten an den ersorderlickMi Vorkehrungen fehlen wegen rechtzeitiger Beschaffung der Impfstoffe und entsprechender Ver- teilung des Jmpfgeschäfts unter die Tierärzte eines Bezirks. Gegenüber den durch Anordnung staatlicher ^mpsung zu erreichenden Vorteilen erscheinen die hierdurch entstehenden, aus 2500 Mark veranschlagten, Kosten unerheblich. Der Gesetz-Entwurf sieht daher die aus allgemeine Kosten auszusuhrende Schutzimpfung in denjenigen Fällen vor, in welchen sie zur Abwendung arößerer Verluste unbedingt notwendig erscksemt, wahrend ev dem vorsichtigen Schweinehalter unbenommen bleiben soll, wertvolle Schweinebestände, auch ohne daß eine unmittelbare Seuchengefahr vorhanden ist, auf seine Kosten der Impfung unterziehen zu lnnC2Ba§ die Kosten betrifft, welche, durch die Entschädigung mit Rotlauf behafteter Schweine entstehen werden, so laßt sich aus Mangel an einer einwandfreien Statistik über das Vorkommen der fraglichen Seuche in Hessen und in anderen Landen zur Zeit etwas Bestimmtes bezüglich der der Staatskasse erwachsenden Kosten nicht angeben-, eS ist jedoch nicht anzunehmen, daß bei gehörig organisiertem Jmpfgeschäft und rechtzeitig angewanbter Schutzimpfung die Kosten hoch werden konnten. Vorläufig durfte eine Erhöhung des bezüglichen Budgetsatzes von 18 800 Mark auf 25 000 Mark als genügend angesehen werden. Gleichzeitig würde allerdings auch noch die Annahme eines tierärztlichen Hilfsarbeiters notwendig, in welcher Beziehung im Nachtrags^ budget unter Kapitel 58, Titel 5 a, entsprechende Vorsehung getroffen ist. Diesem technisch gebildeten Hilfsarbeiter wurde die Aufgabe zufallen, Impfstoffe für Rechnung des Staates unter der Aufsicht des technischen Referenten herzustellen, und bei deren Versand thätig zu sein, die Tierärzte in der Ausführung der Impfung zu' unterweisenn, und überall da selbstthatig einzu- greifen, wo es gilt, die Impfung schnell zur .lnwendung zu bringen. Auch für die Ausführung der Rauschbrandimpsmigen in den gefährdeten Gemeinden des Vogelsberges bedarf es, wenn diese Impfungen fortab mehr, als seither vorgenommen werden sollen, einer tierärztlichen Hilfskraft, die übrigens auch noch für den Fall der Verhinderung von Kreisveterinararzten, namentlich zu Zeiten des Herrschens von Viehseuchen, als notwendig sich erwiesen hat. ° 850/Notierungen: Kreditaktien 234.30-234 Diskonto-Kom- mandit 193.90, Staatsbahn 137.10-50 Gotthard 142 28 60-50, Ungar. Goldrente 99.15, Italiener 94, 3Pr%Mexüraner 26.—, Oesterr. Coupons 84*/a, Amerik. Coupons 4.19«/4 mvat Diskont/41^:g43/88°//°-ühr. Kredit 234-234.70, Diskonto 193 90, Staate-- bahn 137.50-40, Lombarden 28.50. SHtttfeiirti a. r>. Latin, 17. Januar. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen 12.93 Mk., Weißer Weizen - 10 62 MI, G-rst-S.28 MI, Safer 6.66-DH, Erbsen —Ml.,' Kartoffeln —M. Kirchhain, 16. Januar. Der heutige Markt war mit Rindvieh ganz außerordentlich stark befahren. J.on 400 Stück des besten Viehes im Vorverkauf abgehetzt waren, gelangten noch rund 500 zum Austrieb. ®te -Breite waten ziemlich hoch, jedoch blieb nur eine geringe Anzahl der Tiere unwrtauf . - Sie Zahl bet dem Marit zugesahtenen Schweine war nicht groß, nicht einmal 200 Stück waren angetrieben, bet Handel ging flott. Der Preis des Paares Ferkel war ie nach Qualität 25 bis 32 Mark. Wirklichen Kaffee-Geschmack besitzt Kathreiner’s patentierter Malzkaffee, nach wissenschaftlichem Urteil der beste und gesündeste Ersatz für Bohnenkaffee; als Zusatz allgemein beliebt. 302 Die für die einzelnen Artikel vorgesehenen Acnderungcw ergeben sich nach vorstehenden allgemeinen Erläuterungen zum Teil von selbst. Es kann daher tron einer besonderen Begründung in vielen Punkten abgesehen werden. Besonders fti''folgendes bemerkt: _ ««.•<<» Zu Artikel 2. r t Die Festsetzung der Maximalentschädigung für Schn'euie auf 80 Mark entspricht der Maximalentichadigung von 400 Mark für Rindvieh. n, ., , Q Zu Artikel 3. , Der Grund für die Aenderung dieses Artikels ist m der Thatsachc gegeben, daß Fleisch notgeschlachteter, serlnggradig rot- fauskrankcr Schweine ohne Bedenken in gekochtem Zustande unter Angabe der Eigenschaft verkauft bezw. genoisen werden darf. Auch ist es nicht ausgeschlossen, daß in den einer sicht unterstehenden Sammelabdeckereieii die von rauschbrandkranken Rindern und Schafen herrührenden Spauti*, sowie die von solchen, als auch von rotlaufkranken Schweinen stammenden Fette und sonstigen Produkte unter Anwendung geeigneter Vorsichtsmaßnahmen Verwertung finden können. Zu A r t i k eP 7. Der beantragte Zusatz zu Absatz 1 hat sich aus der ergeben. Es ist erschwerend.und kostspielig,.haß bei schalen imo Ziegen die Schätzer auch-dann zugezogen werden müssen, wenn offenbar die in Artikel 2 enthaltene höchste Entschadigungs- summe zu gewähren ist. . Der neue Absatz 5 zu Artikel < tnfit abweichende Bestimmungen für die Ermittelung des Werts der zu entschädigenden Schweine. Diese Art der Wertermittelung ist bereits seit langer Zeit bei Schweine-Versicherungsanstalten üblich, und als der einfachste und beste anerkannt. Die Wertbcstlmmung wird im Entwürfe einer vom Krcisausschusfe zu wählenden Kommiflion überwiesen.___________________ ... _ Wetterber ich t. Ein umsangreiches Deprcssionsgebiet erstreckt sich furchenartig vom Nordwesten des Erdteils gegen den Kontinent. Sein Hauptzentrum liegt nördlich der Schettland- Jnseln. Außerdem sind mehrere sekundäre MiNlina emgetreteu, insbesondere liegt ein solckfcs über dem Golfe von Genua. Im äußersten Südwesten ebenso im Nordosten des Erdteils beffnden sich die Ränder barometrischen Maximai-Gebietes. -^ Wetter ist in Zentral-Europa allenthalben trüb und auf ausgedehnten Gebieten fallen Niederschläge, in den hohen Lagen der Alpen Vmiaussichtlichc Witterung: Zunächst noch trübes Wetter mit Niederschlägen.________________ Kandel und Verkehr. UolkswirtsüM. Frankfurter Börse vom 17. Januar. Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult. Januar 1.05°/», do. per ult. Februar 2.4O°/0, Diskonto Kommandit per ult. Jan. 0 95 /o.do.p • • Februar 2.300/0, Lombarden per ult. Jan. 0.60-/o, do. per ult. Febr. __ Das in Bremtrhaftti erbaute neue Trockendock, das größte in Deutschland, ist nunmehr in vollem Umfange in Betrieb genommen. Während früher bekanntlich die großen Schnell- und Postdampfer deS Norddeutschen Lloyd genötigt waren mangels ausreichend^ Docks aus. wärtS zu docken, ist diesem Uebelstande letzt abgeholfcn. Das mit den neuesten Hilfsmitteln ausgestattete neue Trockendock besitzt eine Länge von 220 Meter. _______ TO R.IL scfcuttjnart*. Fleisch - Extrsct übertrifft trotz billigeren Preises an Nührkraft und Wohlgeschmack die Liebig’eohen Extract« und ist in allen besseren Drogen-, Dehcatessen- und Colonialwaaren-Handluucen 80 haben. der Hessischen LandeSlotterie empfiehlt zu Originalpreisen 194 August Roll, Bahnhofstraße 51. Wilh. Haas, Bleichstr. 18. Plakate kenntlichen Verkaufs- ftellen. 247 Tchillerstratze 23. mieten. erhalten sofort geeignete Angeöote. 148 Wilhelm Hlrech, Mannheim. Verlobung Köhler. 474 BERLIN, Mohrenslr. 21. KÖLM, Schildergasse 78. Kursbericht PrHkvrt Prorent 98.50 41/* Öesterr. Stlberrente 88.90 »tief Verantwortlicher Redakteur: H. «oegler. 000.00 I Oeüerr. «redit.Aetien 884 50. ' (Pietsch Erben) in Gießen. lii’kiiitiitiiiniljiiiiitrn ?iii vcrhiutfeii Vermietungen -Versttignmiileil Osten e verschiedents Mbek'r Würfel- 16.19 20.42 4.17 «rief 16.26 20.47 4.20 ec» 81.30 84.60 4.177, 98.10 9916 23.60 41.70 47.40 99.00 00- 100.M) 100.30 160.26 98.91 514] Wegzugsbalber ist der 3. Stock find XU haben in de» durch Aste weg 12, 5 Zimmer mit Zubehör, 'zu vermieten. 0186] Frau für morgens und mittags für Hausarbeit gesucht. Frau L. Nickel. ttee ausgiebig, sparsam. 512 KachchverßeigerNg im NiLiiiStt Gklseilidewlild. Donnerstag den 25. Januar l. IS. werden in den Distrikten Schlaghaus und Blaustück versteigert: 1) 875 Fichten- Stämme von 12 b's 30 cm Durchmesser und 10 bis 20 m Länge mit 118,26 fm. 2) 257 Fichten-Derbstangen mit 14,97 fm. Der Anfang ist vormittags 10 Uhr. Die Zusammenkunft bei Holznummer 1 im Distrikt Schlaghaus. Villingen, den 17. Januar 1900. Großh. Bürgermeisterei Villingen. 517 Koch. Marten und Briefe l/ermählungsangeigen mit und eine Monogramm und dagu passende Timschläge fertigt Kreppeln täglich frisch. 272 Sriedrich Noll, Hofbäcker, MäuSburg. SöfflKl stidMw BW Technikum Limbachr Maschinenbau. Elektroleebnik. Hoch- and Tiefbau. ? Staatlich, Aafilcht Pregr. keetnfoi. VMMW •17 gransttr. Hyp. «k unk. b. 1906 95.00 4 ? /• Nrst Hyp.rred.B. unk.b. 1906 94.80 4 4 „ UNk.b. 1907 100.70 4 4 Deutsche Grdsch.B. unk. b. 1904 101.00 4 Grfltzkl-Fch M 50 Pfg. 8Jttenl- ausserordentlich praktisch und Vorrätig bei: Franz. Banknoten Oesterr. bto. Americ. für Küche und Hausarbeit. Frau Prof. Stade, Frankirtrftr. 10 478] Monatsmädchen sofort gesucht __Liebigstratze 13, I. in geschmackvoller Ausstattung und au billigen Preisen bei schnellster Lieferung 'ßrüfifscfie Unit.-Mueh- u. zfteindrueÄerei Herren welche sich einen eleganten Anzug oder Paletot anfertigen lassen wollen, machen wir aufmerksam auf unser grosses Lager in Stoffneuheiten. 153 Aug. Montanus Nachfl., Inh. R & M. Imheuser, Giessen, Marktplatz 9—10. 0207] Gesucht iut. 1. Avril eine Wohnung, bestehend aus zwei möblierte» und einem unmöblierten Zimmer. Nähe der Aula bev. Offerten erbeten. K. Klees, Südanlage 18. Versteigerung im Augsdorfer ßrmriiihrwfllh am Montag, dem 22. Jauuar 1900, morgens um 91/, Uhr. a) Distrikt Seekopf und Kinteres Kühloch. 126 Kiefern, und 90 Fichtmstämme (Bauholz) von 12 bis 28 cm Durchmesser und 10 bis 20 m Länge = 88,34 fm. b) Distrikt Kinteres Kühloch. 593 Fichtenstangen, tauglich zu Sparren, Spangen und Latten, = 43,63 fm. c) Distrikt Seekopf. 13 Stück Kiefern (Tchuitthoh) von 33 bis 44 cm Durchmesser und 5 bis 12 m Länge — 9,88 fm. Zusammenkunft: 1. am Auweg, 2. bei Petris Bergwerk im Rudels. Langsdorf, den 15. Jan. 1900. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf Werrenge für Herren finden Sie in grösster Auswahl und bestbowährten Qualitäten bei: Aug. Montanus Nachfl., Inh. R. & M. Imheuser, 152 Giessen, Marktplatz 9—10. Hambrgr.HypBk. unk. b. 1905 Preuß.Hyp. A.Bkunk. b. 1900 Pomm. Hyp.A.Bk. unk. b.1904 FrkfLdw.Ered^k^tnkch.1900 Nur die Marke„Pfeilrinn gibt Gewähr für die Aechtheit des ** Lanolin-Toilette-Cream-lanolin 1679 Man verlange nur Pfeilring* „Pfeilring“ Lanolin-Cream und weise Nachahmungen zurück. Ein starkes, tüchtiges Dienstmädchen für Hausarbeit gegen hohen Lohn rum 1 -----------------—....... sofortigen Eintritt gesucht. 41° -Hypotheken-, Kredit-, Kapital- Louis Cngcl, l f und Partehn-Svchende Butzbach. «r. Hessisch Obl 88.90 4 Ung. Sold.Rente unt b- 1901 600.00 4 M°m>p°I,riech«n ooh 1887 3 »x D6L JO Kranken-Et. •nm. Sovereigns Dollar» in «old A1^elr^ das öroasherzogtum Hessen: Brühl sehe Univ.-Buch- und Steindruckerei, Glessen. • tlMowitut •tib *7» -r. Hessische DI _____, 0112] Schüler erhalten gründlichen ’ÄÄtffSä« ■» w. —O188J tem lünaer-s, ,u°-rlälfi^ Nih-r-S Dammstra«- 6, II. Dienstmädchen per 15. Februar d. Js M gesucht. Wiesenstratze 1, II. 1 ®rUd 8"'“9 *" d-üh-lch'» SWF* Kür Metzger. Zu verkaufen eine vierschneidige Wiege mit Klotz, eine Füllmaschine, mehrere Tische und verschiedenes andere. 509 Näheres in der Expedition d. Bl. Leichter, gut erhaltener Landauer preiswert zu verkaufen. 447 Hoflohnkutscher Huhn Ämuihch-DerkMf. Unterzeichneter verkauft dem Meist« bietenden aus dem Körnberg bei Ganseburg: 140 Stück Fichtenstämme ---39,51 fm 99 „ Fichtenstangen— 10,30 km 1 Eichenstamm ----- 0,40 fm unter den bei ihm aufliegenden Bedingungen. Schriftliche Gebote gelten bis am 25. d. Mts., mittags 12 Uhr. Gießen, 17. Januar 1900. H. Adami, 513 Südanlage 19, II. 21] Zweiter Stock, vier Zimmer, I Ein jüngeres Mädchen Küche, Korridor und sonstiges Zu. für Hausarbeit gesucht. 0199 behör, versetzungshalber per 1. April I Frau R. Scheel, SelterSweg 87. 1900 zu vermieten. Wolfstratze 10, 0193] Nach auswärts wird ein bravH Ecke Grürrbergerstratze.______________ I Mädchen von kinderloser Familie bei gut. Unmöbliertes Zimmer zu Oermieten, ßOmn-J^pbs 9“tCL?e»*üLtiOJOr^gefuctf Neustadt 77. | Näheres zu erfr. Schottstr. 17, pty Mr.: M w ,l Aus die Vekani ietzt blosHefiellunge che daher n°chM ttn, Die Mietle des t veckM gute Ware ,'chastlichen $ertm6 MionZbiS zam Setr Gießen, den 1 Der Direkter des 129. 6t T.-O.: Forti -es Reichsjustizam Abg. Basser Ifcinbetung des £ -igkeit und der Be Ko n möge mit di Toralrevision des tiecung um enblidh wujuirg in Straf, mjun^fammern be er, befaß Seibefjalt Ml in erster wie in von Laien. Vie sieh Wb der Bauarbeit jur selbständige kauf Staatssekretär N «estrasung jugendlich -ereilende Arbeiten v . Va; die Berufung an «artig mit einem dal . treffs des Schutzes i Cmtourf bereits vor, i Äellung genommen, •ie 'ausmännijchen ' bet Handels- und ^ichsWizamts. »< Leeren •’S- Bas>ermann 00 öann gegen den Arti m dortiger Profess. bie bedingt? P ,rtn ^9- ÖerteU «en Artikel im, !Ks°ncht in Tre SW?« minder JnTlflge sei der Berli Mochen worden- VnaL solcher rfn m mQn den L7 Kenntnissen Jrp^'^^er us *tc?bciier te)t d .?r ^des Wie Aer tr/'L ?°Men ^ohaten ,e ^sich da-y ?ogli< ^ren L ber S no??iei S die A ?nch den । &-i» d "" tofrei Zieren <■ 0188] Ein Mädchen, das über gute Zeugnisse verfügt, und längere Zeit i„ lt 1 < < —------1 besserem Hause als Hausmädchen thütia Ftellvkrtretknder Diener s Ä Wd gesucht. 5^6 gesehen. Reflektanten wenden sich flR Univ-Bibliothek. I Marie Sauer, Feldstr 35, Offenbacha-R. 252] Ein möbliertes Zmimer ver"-1 's Ein ord z Mödchttz^ mieten. Kreuzplatz 11. welches bürgerlich kochen kann, sow-e eiR "70] >,I e.ne g°. S°uSm°d»-n nach Darmft« M 8°fliS ,Of°rt >U\ WXrtM. «, u-rt. H Schaffstaedt, Schanzenstraße. I 496] Ge'ucht ein gut empfohlenes Mädchen Schellfische, ?""au, Zander, Schollen, Alu», hechte, lebende Karpfen, Schleie, Aorellen einaetroffen. 850 Prompter Versandt nach auswärts. mTr- J. W. Schulhof, ^°" Kolomalwaren, und Delikatessenaeschält m Kura & Co., Hießen, Kohihostrip 61 Frankfurter Börse vom 17. Januar 1900 Wer das ^sörfterhaus «it Nebengebäude zu Niederkleen einschließlch Umfriedigung, veran schlagt zu ca. 8300 Mk., übernehmen will, hat seine Forderungen, welche i schriftlich und genau dem § 3 der Bedingungen gemäß abzugeben sind, bis zum 24. d. Mts., vormittags 11 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung hier erfolgt, hierhin etnzuretchen. Kostenanschläge, Zeichnungen und Bedingung^ vorher hier ja einsehen. Groß-Rechtenbach, 11. Jan. 1900. Der Bürgermeister. Hardt. 422 Näheres Joh. Klein Wwe., Brandg.2. 4] Ein Logis, 4 Zimmer und Zubehör, im 1. Stock, per 1. April zu ver- 1 Weitaus vollkommenste Schreibmaschine, die IHauplVorxüqe sämtlicher Systeme vereinigend. tlruige ghr^ Farbband arbeitendelTlaschlne mit sictitbarergchnFF u. aulomaHscher^bstendherstellung. 622] Ulicestratze 23 ist der Parterrestock, bestehend aus 6 Zimmern und Badezimmer, vom 1. April, evtl. 15. März I l I. anderweit zu vermieten. Näheres auch bei Herrn Karl Klees, Südanlage. __________Muhl, Polizeiamtmann. 510] Westaulage 58 ist eine neuhergerichtete 4 • Zimmerwohnung, Neustadt 1 eine schöne 3,Zimmer- Wohnung per 1. April zu vermieten. Näheres Bleichstratze 35, 1 Tr. “ I 266] 6 Zimmerwohnung in der 1. Etage <^n mit allem Zubehör, Gartenanteil, Bleich- ..V . 0 platz rc per 1. April zu vermieten. verschwinden alle Unrernlickkeiten der E. Kalbfleisch, Grünbergerstraße 16 Haut, als: Flechten, rote Flecke, ,,----.----- tt^Tn.ä8C1C- 6Ut4 bCn Theerschwesel« Seife vermieten. Näheres Südanlage 19,11? von Bergmann L Co., Radebeul-Dresden. 245] 4-bis 5-Zimmerwohnung in der LSt.50Pfg.bei Emil Bender, Markt 18. Mansarde zu verrn. Ludwigstr. 46. “ ~ 493] Schöne Wohnung von 5 oder TrAII Airl AB« 6 ^mmern> 2 Tr. hoch. Westanlage 51. IraiiBiKiBioer >mu. I 2 feine Salons mit 2 feinen Schlafzimmern Blusen und Röcke 1541 u, einem Burschenzimmer b. z. 1. Februar stets grosser Vorrat bei: zu Vermieten. Ludwigstraße27,pt. [0192 Aug. Montanus Nachfl., 471] Eine Mansardenwohnung mit Inh. R. & M. Imheuser, I 3 Zimmern und Zubehör per 1. April Giessen, Marktplatz 9—10. | zu verm. Gebr. Zutt, Steinstr. 84. 380] In meinem Hause Nordanlage 1 ist die 2. Elage, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, per t. April zu vermieten. ______________Liebmann Bär. 0194] 2 bis 3 große, unmöbl. Zimmer, feit Jahren von Herrn Prof. Pichler bew., durch dessen Wegzug von hier auf 1. April weiter zu vermieten. Frankfurterstr. 31. Junger, tüchtiger Fahrbursche gesucht. 515 ___________Heb streit, Klinikstraße 21. 4761 Junger, solider Hausbursche sofort gesucht. ------------& Spuck, Kaiserhof. braun, klein, Hündin, ohne Halsband, Für mein Drogen-, Material- und am Sonntag entlaufen. f[u,*e Einen Lehrling Abzugeben 507 guter Schulbildung nach auswärts.! 11 Offerten unter H. N. 0182 an die! MruUSVUrg 11, Expedition dieses Blattes. " --------------