1900 Freital, den 19. Januar Wer. s Kaiser Wilhelm Unterhaus- '5 98 L 98« 23.61 41.1t 4t« 99.0« 00* ittägs 5 ui; ’rein s. ttebettien, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße»« Fernsprecher Nr. 51. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Bezugspreis Vierteljahr!. 9)11. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch dir Abholestelle« viertcljährl. Ml. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 viertcljährl. mit Bestellgeld. itmann. ■in ans Mainz (Alt) > (Klarier). aus dieses Werk hin und empfehlen Ihnen dessen dem- nächstige Anschaffung. v. Bechtold.___ 6i . B. Scholz. (geb. 1835). i\ . J. Brahms. (1833-1897, . I W. A. Mozart. ■ / (1756 R. Strauss. (geb. 1884.) Karl Haine. Klara FaiMt. Hugo Wolf. (geb. 1860.) 1. Brahms. (1833-1891.) ^ehester): aittags 5 nur. nett • Di- Ausführung d-s Jnvalid-n°-rsich-rungsg-,-tz-S. Gießen, den 16. Januar 1900. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien und ^e örtliche« Javaltdenverficheruugsstelle« des Kreises und die Vorstände der Betr.ebs, (Aab^k > Kraukeukassen von Riuu uud Cloos iu Heuchelheim und der Maiuweserhütte zu Lollar. Wir machen Sie aus das in allernächster Zeit im Verlage von I. Diem er in Mainz unter dem Titel: „Das Invaliden - Versicheruugsgesetz vom 13. Juli 180» mit den zu seiner Durchführung | insbesondere für das Groffherzogtum Hessen erlassenen Vorschriften, herausgegeben von RegierungS- rnt vr Dietz, Vorsitzender des Vorstandes der Jnvaliden- versicherungs anstatt Großherzogtum Hessen" erscheinende Werk ausmerk am. Dasselbe wird außer dem Wortlaute deS Gesetzes, u. a. enthalten: Die demnächst erscheinende Anleitung des ReichSversicherungsamtS, b-tr. den Kreis> der nack dem Jnvalidenversicherungsgesetz vom 13. Juli 1899 reicherten Personen, welche sich ->ls eine W =r^ lidic Umarbeitung und Erweiterung der Anleitung vo 3L Oktober 1890 darfiellen wird, fern« a«e auf die Ausführung der Gesetzes bezüglichen Bundesrats- b-schlüss- und hessischen AusführungSbestimmungen. Der Preis für das in Leinwand gebundene Exemplar wird voraussichtlich 3 Mk. betragen. n Mit Rücksicht darauf, daß durch diese Zusammenstellung der in Betracht kommenden Vorschriften einem, namentlich bei den mit der Ausführung des Juvalidenv«^«»ng - gesetzeS betrauten unteren Organen vorhandenen Bedürf ^geholfen werden wird, weisen wir Sie hiermit schon jetzt * Born Kriegsschauplatz. Nach den Meldungen aus dem Hauptquartier der Buren bei Ladysmith beabsichtigt Luller m der: Nahe von den Tugela zu überschreiten, al|o nicht den gewagten Marsch durch das Zululand zu machen. Nach dieser Quelle hat er südlich des Tugela, drei Lager errichtet, die beständig verstärkt werden. Bei Ladysmith, <_= Lebenszeichen mehr von sich giebt, sind nach dem amtlichen Bericht des Buren-Kommandanten Prmslov am ~ AMiinhonh 1S Nuren aetötet und 23 verwundet worden. Welch riesiger Abstand gegen die 800 °mtNch^n eng- Aschen Angaben) 400 Tote und Verwundete Buller.. Im Weste« b\soTbon^ KZEMMM-- tC,Z’ if^ät-nWr|Ks°SL"bish-r immer bestrittenen Möglichkeit der Kapitulation von Masekmg ge- I red’nuebe“yorb Methuen, südlich vom Modderflusse, wird , C. M. von Weber. (1786-1823.) I P. Tschaikowsky. (1840-1893.) . Fr. Liszt. (1811-1866.) Fr. Schubert (1791-1826.) M. Meyer-Olberslebt! (geb. 1850.) j, Brahms. (1833-1837.) id H. W. 6ade. (1817-1890) te yk.3-1 «fdinfe er (Rudolphs Nachl. „ iiÄ« p,1,e Bei Reusburg soll dem „Reuterschen Bureau" zufolge, General French einen Angriff der Buren erfolgreich zuruckgeMagen und dem Keind einen Verlust von 21 Toten und ungefähr 50 Verwundeten beigebracht haben. Amtlich ist darüber nichts bekannt geworden. Die Nachricht ist also mit dem gebotenen Mißtrauen aufzunehmen. Gatacre : 1900 .Übrrrratt b-Slentt. si , § i-Hl r aA gen irtl mttnb. vil- Bekanntmachung. Betr.: Die Zulasfung von L°sen auswartiger Lotterien | zum Vertrieb tnt Großherzogtum. « .cl Ministerium des Innern hat den Direktionen d-r lmidwirtfchaftlichen B-zirk-°°r°in-^ Mannheim und^d-S XaTZn'SfiSS? und Rindvieh- 60000 Mk. zum Ankauf von Gewmnsten verwendet werd n "^Gießen, den 16. Januar 1900. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. v. Bechtold. 1965 iCO-jJ MZ Bekanntmachung. Betr.: Beschaffung von Zuchtebern mit Unterstützung des landwirtschaftlichen Provmzialverems. Dem landwirtschaftlichen Verein für die^Provinz Ober. | bellen sieben auch in diesem Jahre, wie seither, Mittel zu Unterstützung von Gemeinden bei Beschaffung von^Zuch - ebern zur Verfügung. Der Zuschuß beträgt für einen Eber 20 bis 40 Mk., und hängt die Gewährung davon ab, daß 1. der Nachweis geliefert wird über Rasseremheit und Abstammung, und zwar werden nur Zuchwere, welche der Yorkshire-Rasse (weißes deutsches Edelschwein) angehören, unterstützt; . 2 -in Beauftragter des Provmzmlverems den betr. Eber nach dem Ankauf einer Besichtigung unterzieht und seine Zuchttauglichkeit bescheinigt; 3. der betr. Eber mindestens em Jahr zur Zucht ' der fraglichen Gemeinde benutzt wird. c>ck ersuche die verehrlichen Gemeindevorstände, B - I Werbungen um den fraglichen Vereinszuschuß gegebenen Falles an bk Geschäftsstelle nach AlSselb -mf-nd-n zu "'"^Hardthof, den 9. Januar 1900. Der Präsident des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. I. V.: Schlenke. en„a6m. °°n «oz-ig-n zu nachmittag- lür >»- Tag erscheinenden Nummer knS vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. fönlichkeiten. lß Sanuar Der Minister des Ae u sie - reu wiederholt, eine Anfrage beantwortend, die Muttchen Er- SEISSSS abzutreten oder zu ver pachten. London. „Zentral News" erhielten aus Durban ein Telegramm von gestern Nachmittag dreieinhalb Uhr wettbes lautet: „Wir sind ohne bestimmte Nachrichten von der Front, hören aber, daß die Truppen vorrucken nnd cm nl(Lc W°°r ÄUS i*« nii pinpn freund nach London telegraphiert, daß seine .Ich, vo. M.nchgob-Nd, .voMArivl'd, ob« »st «J-Ä «»r .... (Sotten Bunu die Regierung an sich gerchen.hat, sam t Präsident Krüger Vorbereitungen getroffen, um im Falle der Einnahme von Prätoria Schutz im deutschen Damaraland zu suchen. (■/) — Wie aus Kapstadt berichtet wird, werden alle Buraber-Reserven beider südafrikanischen Republiken mobilisiert Alle Männer vom 14. bis zum 60 Lebensjahre werden durch eine Bekanntmachung des Präsidenten Krüger am Montag um den Uebergang über den Tugela seitens der Briten gekämpft worden sein. — Aus Modderriver wird gedrahtet, daß heute früh ein lebhafter Gefchützkampf ftattfanb. Die Suren erwiderten das Feuer zum erstenmale fett einigen Tagen. — In England wird eine parlamentarische Aktion geplant, welche die Veröffentlichung ausführlicherer 811 C£8n$“e41 ^«trnl6 6beriS notn Mobbe irritier, daß baselbst ein Kriegsgericht über d-n hollanbifchen warmer Müller, der dort ansässig ist, aburteüte. Müll war^beS Verrats infofern angeklagt, als er den Bu n burch Lichter Signale gegeben haben sollte. Cr jeboch^freigefpr^chen. $apflabtjat bet Gouverneur^ber Kapkolonie in ben Distrikten Ph->tpp-°wn I und Hopetown das Knegsrccht proklamiert. JS4*J uus berichtet' Januar. Heute früh kam es zu I WMMMM lei, daß, f .-stg^Buren heimkehren würden. — Die ge- ^Ä-^n^ßckwür akeiten, die die Buren bei BeschafN.ng | wattigen Schwierigletten, Spytfontein hatten, da sie &*sss äääS K sicherlich den Buren unmittelbar an der Grenze des eigenen Landes unendlich leichter, als den nach allen Seiten hm ab- ge>chE°^erpool°Daily Post" meldet, daß das Kriegsamt einen Brief des unglücklichen Generals Wauchopeauo der Nacht vor der Schlacht von Magersfontain erhalten habe. Er schreibe: Dies sei der letzte Brief, den er sch"iben werd ^ denn er habe Befehl erhalten, eine unmögliche Aufgabe durchzuführen. Er habe zwar Einspruch erhoben, werde aber gehorchen oder seinen Degen.niederlegen. Der Berich- erftatter fügt hinzu, daß die Entrüstung gegen den General Metbuen in der Armee bei Modder River so allgemein, ^i daß es zweifelhaft sei, ob die Soldaten ihm m weiteren SfSSÄ Ä» I sKBtiSrÄÄ W«fcl>eTl«yurr-ndmirt, Klätter für hessische UMskunde. Ni-l gfji *C4A Amtlicher Keil. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche. I Da in Göbelnrod bie Maul- unb Klauenseuche in toti Gehöften festgestellt worden ist »nd vermutlich noch m anderen Gehosten festgestellt werben wirb, haben wir Ge Höst- und Gemarkungssperre angeordnet. Gießen, den 17. Januar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold.__ Gießen, den 17. Januar 1900. Betr.: Die Feier des Geburtsfestes Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. Die Grotzh. Kreis-Schulcommission Metzen an die Schulvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, rubr. Feier in den Ihnen unterstehenden Schulen in herkömmlicher Weise abhatten zu lassen. v. Bechtold. sucht bei Molteuo und Stormberg den Feind mit der La> ferne. Er bat also seit seiner schimpflichen Niedertage noch ikii-bts aelernt. Er wartet mit banger Sorge auf Verstarrun- neu feine Lage ist mithin eine höchst bedenkliche, aber waS helfen diesem'Mords-Strategen die Verstärkungen, wenn er nicht einmal weiß, wo der Femd steht. Ucber die gegenwärtige Stärke der Buren firinnt di- enalische „Kap-Times", angeblich aus zu^rlas- siaster Quelle,' und zwar aus Veröffentlichungen der Buren und ihrer kirchlichen Behörden, folgende Angaben. Transvaal-Truppen: Mitglieder der holländischen Kirche 40 000, Söldner 4500, von 1897 bis naturalisierte Ausländer 3000, früher naturalisierte Ausländer 5000, in Sumina unter Waffen befindliche Buren. 00 laudrebellen 4500, soweit dieselben Freistaats-Kommandos inkorporiert sind (die übrigen Aufständischen smd m eigenen I Republiken 87 000 Mann. Soust sind noch folgende Meldungen aufzufuhren. London 16 Januar. Unter dem Vorsitze des Unterhaus- »eÄÄkSÄ?, Din gn S üd a f?N^zu^veröllentlichen, und aus du voli- 5 8 Ws :en Söntilien find p nb kmzulegev. fr 15 frfÄelnt tägNch mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener »erden dem Anzeiger an Wechsel mit „Heff. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde- 4 mal beigelegt. Erstes Blatt Giebener Anzeiger Kmeral-Anzeiger Zlints- und Anzeigeblatt für den ttver- G,eü«n Der „Manchester Guardian- Loudon, 17. Januar. — Die neue Flottenvorlage besteht, wie der , . -s» „Lokal-Anzeiger- mitteilt, aus drei Paragraphen. Der erste I veröffentlicht einen Artikel, in welchem es heißt, daß her- bestimmt die Größe der Flotte nach den einzelnen Schiffs- I vorragende englische Finanzleute ein Komitee gebildet haben, gattungen, der zweite bestimmt die Einteilung der Flotte I dessen Aufgabe es sei, siinen Einfluß geltend zu machen, in zwei Geschwader, in ein aktives und ein Reservegeschwader, | 1 " und der dritte bestimmt, daß die Mittel alljährlich im Reichs- I j _ . Haushaltsetat bereit gestellt werden. Das alte Flottengesetz und der hohen Finanz untergeben ist. bleibt, wie bereits mitgeteilt, bestehen, jedoch wird die neue I Rosebery sein. Vorlage die Grundlage der künftigen Organisation bilden, btr alte Sollbestand an Schiffen wird eingerechnet in den daß das jetzige Kabinett durch ein solches ersetzt wer^de, welches aus Imperialisten besteht, «... ' ”■ Leiter solle Lord neuen. — Der Kaiser empfing gestern abend den französischen Militärattache, Oberst Grafen v. Foucauld m Abschiedsaudienz. Heute vormittag nahm der Kaiser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lukanus entgegen und empfing später die Präsidenten beider Häuser des Landtages. , — Der Samoavertrag ist nach einer Meldung aus Washington gestern vom Senat der Vereinigten Staaten genehmigt worden. — Der wirtschaftliche Ausschuß trat heute im Reichsamt des Innern zusammen und wurde vom Vorsitzenden, Staatssekretär Grafen Posadowsky, mit einer Ansprache allgemein handelspolitischen Inhalts eröffnet. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete die Vorlegung des Schemas zu einem neuen deutschen Zolltarif. Es wurde über dessen Ueberweisung an die Kommissionen und über die Anhörung von Sachverständigen aus allen Interessentenkreisen Beschluß gefaßt. — Nach einer Meldung aus Hamburg erhielt die Ostafrika-Linie ein Telegramm aus Durban, wonach die Ladung des „Bundesrat" vollständig gelöscht ist und mit dem Manifest übereinstimmt. Das Prisengericht hat noch keine Entscheidung getroffen. Wilhelmshaven, 17. Januar. Kaiser Wilhelm wird Ende nächsten Monats Hierselbst eintreffen, um der Vereidigung der Marinerekruten beizuwohnen. Kopenhagen, 17. Januar. Die Königin von Schweden ist erkrankt, und wird an den Festlichkeiten anläßlich des Geburtstages ihres Gemahls nicht teilnehmen. Deutsches Reich. Berlin, 17. Januar. Der Empfang des Präsidenten des Herrenhauses beim Kaiser fand heute nachmittag um li/4 Uhr statt. Der Monarch gab seiner Befriedigung Ausdruck über die Wiederwahl der Herren und erkundigte sich bei jedem besonders nach seinem Befinden, berührte im übrigen in der Unterhaltung lediglich private Fragen. Alsdann wurde das Präsidium des Abgeordnetenhauses vom Kaiser begrüßt, der den Herren einen gedeihlichen Fortgang der parlamentarischen Arbeiten wünschte. Er bedauerte lebhaft, daß die Kaiserin nicht in der Lage sei, die Herren zu empfangen; sie sei auf das schmerzlichste bewegt durch ungünstige Nachrichten, die sie soeben wieder über das Befinden ihrer Mutter erhalten habe. Der Kaiser kam im Laufe der Unterhaltung auf den Streit der Meinungen über den Beginn des neuen Jahrhunderts zu sprechen und erwähnte des weiteren die schlechte Akustik des Abgeordnetenhauses, wobei er Vergleiche zwischen den Verhältnissen im neuen Reichstags- und im neuen Landtagsgebäude zog. Politische Fragen wurden nicht berührt. Die Audienz hatte ungefähr 20 Minuten gedauert. — Der Präsident der belgischen Kammer Beernaert hat sich einem Mitarbeiter des „Lok.-Anz." gegenüber über die Gründe, die seine Reise nach Berlin veranlaßt haben, geäußert und es dabei als falsch bezeichnet, daß sein hiesiger Aufenthalt mit dem südafrikanischen Kriege m Verbindung stehe. Richtig sei dagegen, daß er in besonderem Auftrage nach Berlin gegangen sei. Seine Mission betreffe die Regulierung einer Reihe streitiger Punkte zwischen den deutschen Besitzungen in Ostafrika und dem Kongostaat. Es handle sich um Differenzen nicht schwerwiegender Natur, die aber dennoch einmal zur Lö ung drängten. Er habe hier das beste Entgegenkommen gefunden. In der Audienz beim Kaiser sei nicht nur seine Mission, sondern die gesamte Weltlage zur Sprache gekommen und alles gestreift worden, was heute im Vordergründe des politischen Interesses steht. — Nach Meldungen aus Dresden ist in dem Befinden der Herzogin Adelheid von Schleswig- Holstein neuerdings eine Verschlechterung eingetreten. Nach sehr unruhiger Nacht leidet die Herzogin heute an großer Atemnot. — Aus London sind in der Angelegenheit der beschlagnahmten deutschen Schiffe nunmehr Erklärungen der englischen Regierung hier eingegangen, wonach die Freigabe des „BundeSrat" unmittelbar bevorstehen dürfte und angenommen wird, daß auch die aus der Beschlagnahme der Schiffe entstandene Streit- ftage ihre befriedigende Erledigung finden werde. Vermutlich wird hierüber Graf Bülow bei der Beantwortung der im Reichstag eingebrachten Interpellation nähere Mitteilungen machen können. Die Interpellation ist nach dem nun im Druck vorliegenden Wortlaut von 286 Mitgliedern aus allen Fraktionen, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, unterzeichnet. Lokales und Provinzielles. I (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes» werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 18. Januar 1900. I u Ruheftandsversetzungeu, Ernennungen u. s. w. Seine I Königliche. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst I 9cru^* am 17. d. Mts. den Vorstand des Salinen- und Bergamts, sowie der Badedirektion Bad-Nauheim, Geh. I Bergrat Otto Weiß zu Bad-Nauheim, unter Anerkennung seiner treuen, mehr als 50jährigen ersprießlichen Dienste, mit Wirkung vom J. April dss. Js. in den Ruhestand zu I versetzen, den Landesgeologen bei der geologischen Landesanstalt und außerordentlichen Professor an der Technischen Hochschule, Dr. Karl Chelius zu Darmstadt, unter Verleihung des AmtStitelS „Bergrat" zum Vorstand des Salinen- und Bergamts, sowie der Badedirektion Bad-Nauheim mit Wirkung vom 4. April d. I. zu ernennen. ** Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der I Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 17. Januar I den Oberamtseichter bei dem Amtsgericht Nieder-Olm Karl I Ludwig Dapper zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht I der Provinz Rheinhessen mit Wirkung vom 16. Februar, I den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Friedberg Amts- I gerichtSrat Karl Landmann zum Oberamtsrichter bei dem I Amtsgericht Offenbach und den Amtsrichter bei dem Amts- I Spricht Worms Dr. Johann Schneider zum Amtsrichter I dei dem Amtsgericht Nieder-Olm, beide mit Wirkung vom I 16. Februar 1900 an, den Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Mainz Christian Weller zum Gerichtsschreiber I bei dem Amtsgericht Oppenheim und den Hilfsgerichts' schreiber bei dem Amtsgericht Darmstadt II Wilhelm Schell zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Groß- Gerau zu ernennen. — Ernannt wurden am 17. Januar der Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Butzbach Karl Seitz zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Darmstadt II, der Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Nidda Adolf Bodensohn zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Butzbach und der GerichtSschreiber-Aspirant Theodor Kircher in Langen zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Nidda. •* Stadttheater. Die Erstaufführung der Novität: „Gebildete Menschen" wird, ungeachtet des hohen Aufführungshonorars, im Abonnement und zu den gewöhnlichen Preisen stattfinden. ** DaS Strandfest, welches die Gießener Ruder- Gesellschaft zur Feier ihres 23. Stiftungsfestes | am Samstag dem 20. d. Mts. in Steins Saalbau veranstaltet, wird, wie die jetzt nahezu vollendeten Baulichkeiten und Dekorationen bereits erkennen lassen, den Mitgliedern und Gästen der Rudergesellschaft etwas ebenso eigenartiges als außergewöhnliches bieten. Das Dekorationskomitee hat Phantasie und technische Geschicklichkeit in gelungenster Weise zu vereinigen gewußt und „den Strand" (Steins großen Saal) auf einer Seite mit grotesken, kühn auf- ragenden Felswänden begrenzt, die vermittelst Aufstiegen und brückenartigen Uebergängen bequem zu ersteigen sind und von deren Hochplateau man einen entzückenden Fernblick hat. Reizende Aufbauten mit noch reizenderen Insassinnen werden die schroff abfallenden Felswände be- kronen. Auf der anderen Seite sind für fremdländische Gaste, die im Nationalkostüm erscheinen werden, Laqerzelte vorgesehen mit parkartiger Dekoration, Fontaine 2c„ an der Längsseite des großen Saales werden---doch wir S bClT .^esesmal voraussichtlich sehr zahlreichen Fest- besuchern mcht die Festfreude schmälern durch allzu eingehende Schilderung der zu erwartenden Genüsse und Ueberraschungen. Kommen, selbstsehen und viel Vergnügen beim Strandfest der Ruderer! a •* Hessische Landeslotterie. Nach einem Rundschreiben der Großh. Hessischen Landeslotterie-Direktion wird mit der Ausgabe von Losen erst vom 22. Januar ab successive vegonnen, nachdem sich in der Druckerei unvorhergesehene Schwierigkeiten herausgestellt haben. Wie sehr es der genannten Direktion am Herzen liegt, den Losvertrieb in anständigere Bahnen zu lenken, geht aus einem Zirkular her- ®o*' c!?r bJm bie Kollekteure u. a. gewarnt werden, Personen mtt schlechtem Leumund, und solchen, welche wegen ent- eyrender Vergehen oder Verbrechen bestraft sind, den Der- von Lotterielosen anzuvertrauen; Zuwiderhandlungen L Kollekteur mit der Gefahr der Entziehung der Kouektur verbunden. — In einem weiteren Rundschreiben wird betont, daß sogen. Spielgesellschaften als Selbst- p r et e r zu betrachten sind und denselben keinerlei Rabatt Kollekteuren, die dieser Verfügung entgegen handeln, kann der Loseverkauf entzogen werden. , Die Jahrhundert-Postkarte. Von zuverlässiger Seite Sp t b!J n/ue Postkarte mit der Germania- 1 f überhaupt nicht gedruckt wird, und zwar solange, bis der Markt mit der Jubiläumskarte bTeferb** •»«'S« S-7 18 Ä. rdt5Ölilänä läN! ktlie nacht »ibet m hM 9 " ‘ = 1 SZ Wi kW SIH*'11’., nb Sir««» I*“ 1$ ftoW vr. Wat _, ,7 Sroßherzogwerö m die Taufe der rumänischen Sroupru SamstagS W 21. MM, * mhw $ Hofe beglaubigten ungarischen äußere MmsterS Grasen Mfinden. * Franlfu ordneten genehm gemeindung v * 6owNn- 1 bitt ein eigenartiger infolge der bereits m von Holzheim. De narbe vom Oberau der Kontrollversamu fei. Zu Hause trlh das Beste, wenn ti Lehrer. Es wurde wäre. Darauf srug bleiben dürfe, wenn sagte ihm, daß bas jeden Tag bie „Be biefer Auskunft an Mmer, ging auf Lenster hinaus, verbracht. ' Norf, 17. imr in der St. Ri ift btt PetroleumGesellschc Bön Ritter, war in 9)ot»(l 'hast ist Hinget vS ?mer t s'-Ä bt'n'yip d«, "!irllr;,^ Jhnutt i9oo. haben All"' Seint i£ej*«4{ x 5en Di!«« ' ‘".N-flanb^ ‘“J0.*« Sanbit °° »r--hi>A,, "Ach, unter “tab be« Salinen '(®ab'5ia«btii» mit SW*,M* b« itswWS“* dm Santo ,*.16. Mi«, rknedberz untftitytt bü btm ter hei bem - Nm Amtsrichter ttit DiÜMg üoir, Schreiber bei bem um Tnichtsschreibei > den HilfsgerichtS mstadt II Wilhelm : Amtsgericht Groß, rben am 17. Januar M Butzbach Kall n Amtsgericht Dann- n dem Amtsgericht SgerichtSschreiber bei ht-schreiber-Aspirant SgerichtSschreiber bei ng bet Woait: achtet des hvhrn nt unb zu den eßener Ruder- tistungSsestrs ins (Saalbau verbeten Baulichleiten i, den Mitgliedern ebenso eigenartiges orationslomitee hat it in gelungenster n Strand- Ms roteSken, kühn ch ermittelft Ausstiegen m zu ersteigen find : entzückenden Fern- och reizenderen In- >en Felswände be- für stemdländische i werden, Lagerzeile tontaine k., an der — doch wn •fir zahlreichen Fest- n durch » MN ««# mb viel v-rgn«g-° ntnt RmWÄ« ftion wirb »it ber anuar ab (w* ei unvorhergeW Li- I-Hr «• d-r S' i LM-rNi-d nt werden, vtli , "Lb»h°"dl^ enM^Selbst- isten as mit ; r mirh und sArüÄ «'S*’* Ärmste Meldungr«. Arbeiterbewegung ebenso anzunchmen, wie es bei den ostafrikanischen Dampfern I Ein grosser Posten Herren-Anzüge 10 und 12 Mk. Giessen Markus Bauer Giessen II Kirchenplatz II gegenüber der Stadtkirche. „Gedenket der Vöglein im Schnee“. Aus dem Oeschüststeben. Wichtig für Pferdevesttzer! Allen Pserdebesitzern und Pferdefreunden ist viel daran gelegen, sich sicher auf und Vmter dem Pferde zu wissen, sei es als Reiter oder als Fahrer ganz besonders aber auf glatten Straßen, Eis, Schnee, keuchten Asphalt s Genügende Sicherheit hierfür bietet nur der Hufbeschlag. Die Stollen mit tt-förmigem Querschnitt (Patent Neuß) bewähren sichinsolchen Fällen vorzüglich, sie haben die Form eines H, dessen Kanten stets scharf bleiben. Das Pferd erhält dadurch selbst auf fllatUm Wege einen sicheren Gang und wrrd geschont. Verletzungen, wie solche durch andere Stollen häufig vor kamen, sind durch die H Stollen voll- stSndtg ausgeschlossen. Jeder Pferdebifitzer sollte im Interesse der Schonung seiner Pferde «Stollen benutzen; das 'astige und durch da? häufige Abreißen für die Hufe i? schädliche Schärfen der Eisen wird überflüssig. Auch wird ein sicheres Fahren und Retten ermöglicht. Die H Stollen haben sofort allgemeine Anerkennung ge- Vermischtes. * Göppingen, 16. Januar. Heute mittag ereignete sich hier ein eigenartiger Fall von psychischer Ansteckung infolae des bereits mitgeteilten Selbstmordes des Lehrgehtlsen von Holzheim. Dem 22jährigen Knecht des Bäckers Nagel wurde vom Oberamt mitgeteilt, daß er wegen Versäumens der Kontrollversammlung zu 4 Tagen Gesängms verurteilt sei. Ru Hause erklärte er seinem Dienstherrn, es sei wohl das Beste, wenn er es auch mache wie der Holzheimer Lehrer. Es wurde ihm erwidert, daß das eine Dummheit wäre. Darauf frug der Lebensüberdrüssige, ob er im Dienste bleiben dürfe, wenn er seine Strafe abgesessen habe? Man sagte ihm, daß das selbstverständlich sei, \a daß man ihm jeden Tag die „Vesper" in den Arrest bringen wolle. Mit dieser Auskunft anscheinend zufrieden, verließ der Knecht das Zimmer, ging auf den Hausboden und — stürzte sich zum Fenster hinaus. Bewußtlos wurde er ins Krankenhaus 17. Januar. Der in der Nacht zum 10. Januar in der St. Mmarysbai (Neufundland) gescheiterte Dampfer ist der „Helgoland", der „deutsch-amerikanischen Petroleum Gesellschaft gehörig. Der Tankdampfer, Kapitän von Ritter, war am 5. Januar von Philadelphia nach Bergen in Norwegen gefahren. Die ganze Mannschaft ist umgekommen. Gottesdienst m der Zynago^. SamStag den 20 Januar 1900. Borabend 4« Uhr, morgens 9 Uhr f ung, nachmittags 3 Uhr, Sabbalhausgang o Uy Gottesdienst der israelitischen KeligiovstzeseWchsst. Sabbathfeier am 20. Januar 1900. Freitag abend 4>» Uhr, Samstag vormittag 8-» Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang t>80 Uhr. Nachmittag 2» Uhr Schrifterklärung. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abendö 4w Uhr. ein infolgedessen ausgetretener „Embolus" riß die edle Frau gestern von der Seite ihres Mannes, der sich eben anschickte, seine zweiundsiebzigste Geburtstagsfeier in Rüstigkeit und Freude zu begehen, dessen treueste Lebensgesahrtin sie 40 ^ahre hindurch qewesen war. Der schwere Schlag hat den großen Dichter auf das tiefste gebeugt. Mit ihm klagen vier blühende Tochter um ihre urplötzlich dahiugeschiedene Mutter aber auch Millionen teilnehmender und tieferschütterter Verehrer des Versassers von „Problematische Naturen" und anderer herzerfreuender Lchopsungen widmen der verwaisten Familie das innigste Beüeid. .Therese Svielhagen, geb. Boutin, die Tochter eures thüringischen Gutsbesitzers frauzösischer Abstammung, war nur um wenige ^ahre jünger als Friedrich Spielhagen. Das schone und hochgebildete Mädchen vermählte sich, in erfter Ehe mit dem Gutsbesitzer Witte und lebte, nachdem sie ihren Manu früh verloren, auf ihrer Besitzung in der Nähe von Erfurt. Dort lernte sie un Jahre 1859 der junge Spielhagen kennen, als er bei der damaligen Mobilmachung als Offizier der Reserve eingezogen war, und in der Nachbarschaft der reizenden fungen.Witwe m Quartier lag. «alb führte eine gegenseitige Neigung die Beiden zu einem Bund fürs Leben. Das junge Paar ließ sich zunächst m Hannover nieder, wo Spielhagen als Redakteur der diorddeutschen Zeitung thatig war Im Jahre 1862 siedelte dann die Familie nach Berlin über. Therese Spielhagen zeichnete sich vor allem durch ihre । Herzensgüte, ihren lebendigen Geist, sowie durch häusliche Gaben und ihre außerordentliche Wirtschaftlichkeit aus. ^nnge Jahre hindurch ist sic eine der hervorragendsten Gestalten der Berliner Gesellschaft gewesen. M ascagui wird witzig. Er hat die Partitur seiner neuen Oper „Die Masken", die im Aprü im Constanzl-Theater m I Nom zur Aufführung gelangen wird, sich selbst gewidmet. Die Ätige Widmung lautet: TOr i.elbft, nut Hochachtung und unveränderlicher Zuneigung . Das 'st «ne recht I schneidige" Antwort auf die bösen Kritiken, die bie letzte Oper I des großen Meisters, „Iris", so arg zerzaust haben. funbm. - Die Fabrikant n Leonhardt & Komp., mußten baldigsi ba) Fabrik-Etablissement - edeutend erweitern, um den Nachfragen suö allen Ländern Europas zu g ^ügen. Nunmehr ist derSitz der Firma in Schöneberg Bei ltn unb h findet sich das imposante Fabrik- Etablissement in unmittilbarer Nähe deS Bahngelrises. Theater. Frau D r. F r i e d r i ch S P i e l h a g e n t. Ein schmerzlicher Verlust hat den Nestor unserer Erzähler getroffen, Friedrich Spielhagen hat seine Gattin durch den Tod verloren. Die rüstige Frau, die sich rühmen durfte, niemals m ihrem Leben trank gewesen zu sein, wurde vor kurzem von einem grippeartigen Leiden befallen, dem niemand, auch der Gatte, der Arzt nicht, irgend welche Gefährlichkeit beimaß. Es trat aber plötzlich eine fchwere Komplikation in Gestalt einer Brustfell-Entzündung hinzu, und Universität und Hochschule. — Ernanntr Adolf Bastian, der Direktor der Ethnologischen Abteilung des Museums der Völkerkunde, der bisher a.-o. Prozessor war, rum ordentlichen Honorar-Professor m der philosophischen Fakultät der Berliner Universität. Bastian ist der Schöpfer der wissenschafttichen Ethnologie, der namentlich die Geschichte der Religionen, ^ulte, Sitten und Gebräuche der Naturvölker erforscht hat und auf feinen wiederholten Reisen ein gewaltiges, bisher unbekanntes Material zur Kulturgeschichte von Bolksstämmen gesammelt hat. Prof. Bastian, der tm 74. Lebensjahre steht, ist erst vor einigen Monaten von einer längeren Ivrschungs- reise aus der Südsee zurückgekehrt unb hat wiederum eine Fülle neuer ethnologischer Schätze mitgebracht. — An der Bergakademie m Pribram der Adjunkt Rudolf Vambera zum o. Professor der Eisen-, Metallund r Ihr 25jährigeS Jubiläum als o. Professoren an der U® e^ feiern inwiefern Jahre Geh. Rat Profe °r v".WachGehHofrat Prof. Dr. Heinze und Geh. Hofrat Professor Dr. Wundt. , ein Drittel de» JahreSbedars», der sich 1899 auf 288 Mill. I Stück stellte. ______ Bad Nauhei«, 16. Januar. Durch -inen schauerlichen I BsftÄ V& -Ä übu1biHh« ’n^®ingebTng’Ton«eaetu Mtteln gerettet werben. Letztere hatte wiederholt Versuche " weiften gemacht, als biese aber immer versagten, ELta fie sich mit einem Rasiermesser di- Pul-adern zu Lffnen, boch gelang auch bieses nicht ganz. Die tcksbaldige | e!,!deckung nach letzterer That rettete der unglücklichen Frau das Leben. Dieselbe befindet sich im stäbt. Krankenhause I und ist ben Urnstänben nach wohl. . „ . . Bad-Nauheim, 16. Januar. Das langiahrige Gemeinde- ratsmitglieb unb OrtsgerichtSmann Konrab Horn III. s heute nacht nach längerem Leiben gestorben. Mit ihm scheibet wieberum ein Mann aus dem Leben, der Nau Heims Ansänge und Entwickelung in geschästlicher und an- I derer Hinsicht ganz unb gar mitgemacht hat. = Rudingshain (Kreis Schotten), 16. Janua^ Em besonberes Glück scheinen unsere hiesigen ^agdpachter zu haben. Nachbem dieselben von den hier wech elnden Hirschen schon einige erlegt, ist es soeben dem Jagdtei Haber Deub el hier gelungen, eine Doublette mit Schrot (??) sogar aus zwei starke Hirsche zu machen. Gewiß em seltenes Jagdglück. Darmstadt, 17. Januar. Der Vorstand des Salmen- und Bergamts, sowie der Babedirektion Bad-Nauheim, Geheimer Bergrat Weiß, ist in den Ruhestand getreten. An seine Stelle tritt der Landesgeologe und außerordentliche Professor Dr. Chelius in Darmstadt mit dem Titel ^Darmstadt, 17. Januar. Seine König!. Hoheit der Großherzog werden Sich morgen nach Gotha begeben, wo die Taufe der neugeborenen Prinzessin-Tochter des rumänischen Kronprinzenpaares stattfindet, und im Laufe des Samstags voraussichtlich hierher zurückkehren. — Jim 21. Januar, mittags 1 Uhr, wird im Großherzoglichen Residenzschloß zu Ehren des seither am Großherzoglichen Hofe beglaubigten Kaiserlich und Königlich österrnchifch- ungarischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers Grafen v. Clary und Aldringen Ga lata sei stattfinden. ______________ * Frankfurt a. M., 16. Januar. Die Stadtverordneten genehmigten mit 38 gegen 14 Stimmen die Eingemeindung von Oberrad, Niederrad und Seckbach. " ■ ' Satagok 18. Januar. Sämtliche Angestellte der hiesigen Straßenbahn sind den Ausstand getreten. Sie fordern eine Lohnerhöhung und Der- ,Ur8UMenl/$h>tLri8.tS3anuar. Eine große Anzahl Einwohner von Dawson City in Klondyke ist insolge emer b tun ft obdachlos geworden. Es herrscht 40 Grad Kalte. Depeschen deS Bureau „fcerolb'. Berlin, 18. Januar. Heber das Befinden der Herzogin Adelheid von Schleswig-Holstein wird aus Dresden gemeldet: Nach dem gestrigen zweiten, ns in der 10. Abendstunde ausgegebenen Bulletin ist das Befinden der Herzogin unverändert. Die lokalen Erscheinungen der Brustfell^Entzündung waren dieselben, jedoch traten tm Laufe des gestrigen Tages häufig Anfälle von Atemnot'nn. Der Krästezustand der Herzogin ist tm ganzen beft'ed'g«». Berlin, 18. Januar. Zu dem Empfange des belgischen Kammer - Präsidenten Beernaert durch den Staatssekretär Bülow schreiben die Berl Neuest. Nachr.": Deutschland hat den Wunsch und dks berechne Interesse, die NordwesfiGrenze seines Gebietes nach dem Khivu-See vorzuschieben und das Süd- Ufer des Albert-Edward-Nyanza zu erreichen. 1 B-riiu, 18. Januar. Den „Berliner Neuesten Nach, richten" zufolge ist dte Freigabe d-S. "Bundesrat noch nicht erfolgt. (Vergl. „Deutsches Rech .) Der Grund d-r weiteren Zögerung -inne nur m d-m Umstau gesunden werden, daß das Prisengericht m Durban noch die sormelle Entscheidung zu treffen hat. Im übngen werde -s sich darum handeln, di- Höhe d-S an d,° Deutsch- Ostasrika-Liuie von England zu leistenden Schade " ^Januar. Gestern abend fand im S?t?ftal(= I Palast eine vom deutschen glottcn=$ctEin, ber deutschen Kolonial-Gesellschast und dem Ver-m der^ Erdkunde gemeinsam veranstaltete, von mehr al8 3000 Personen aller Stände besuchte Masienkundgebung sör dl- deutsch- Flotte statt. Nach einem Vorschlag d-S bekannten Historikers Prosessor Dr. Lambrecht wurde eine Resolution sur die Flotten-Vorlage einstimmig angenommen. Hamburg 18. Januar. Von der Senats-Kommtlsion für die Auswärtigen Angelegenheiten wurde der Firma H. I D. I. Wagner, der Eigentümerin der in Port Elisabeth I durch die Engländer befchlagnahmten Barke „Haus I Wagner" gestern mitgeteilt, daß die englische.Behörde m Port Elisabeth laut Meldung des dortigen Konsuls erklärte di- Freigabe des Schiss-S werde erfolgen, sobald die Ladung gelöscht, untersucht unb ohne Kriegs-Kontre^ Laub? befunden sei. Der deutsche Botschaft-»m London Leipzig, 17. Januar. In einer gestern in der Gastwirtschaft .Goldener Ring" abgehaltenen, von 50 Personen besuchten Versamm- luna der Bauhandwerker gab der Vertrauensmann. Herr Backhoff, einen Bericht üb.r seine Thätigkeit. Daraus ist hervorzuheben, daß der Verband d7r Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands in Leipzig 676 Mitglieder zählt. An Steuern zum Verband und Beiträgen zum Unterstützungsfouds gingen 5323 Mk. in den letzten neun Mona en ein 8ur Prüfung der Kasse wählten die Versammelten zwei Revisoren und zur Antretung auf der am 18. Februar in Gera zusammentretenden Konferenz der Bauarbeiter Deutschlands ernannte die Versammlung Herrn Ritzsche zum Delegierten. Wien, 17. Januar. Der Ausstand tm Ostrauer Kohl en - revier bat sich nunmehr auch auf die Witkowitzer Kohlengruben erstreckt. Die ^ahl der Streikenden hat dadurch einen Zuwachs von 2000 erhalten. Wie«, 16. Januar. Da der Ausstand in den böhmischen und schlesisch-mährischen Kohlengruben einen bedrohlichen Umsang annimmt, beginnt man auch in Wien Vorsichtsmaßregeln anzuordnen. Wien, 17. Januar. Heute trat das Ernigungsamt tm Klav- noer Kohlenrevier zusammen. Die Aussichten auf Beilegung des Ausstandes sind gering, da die Gewerke den Standpunkt vertre en, daß die Arbeiter ihnen direkt und nicht durch das Einigungsamt ihre Forderungen übermitteln sollen und daß die Arbeit ausgenommen werden müsse, ehe wettere Verhandlungen erfolgen können. Der Kohlenmangel 1lür die ^anoe uqunuui (u. ---.-v-- m Bahnen und die Industrie ist sehr drückend. Bei Anhalten des Aus- I gewiesen fick ber Angelegenheit bes Barkschifies stand cs werden Bahnen und Industrie ihre Betnebe teils vermindern, I sei angewiesen, 1/9, b Damvkern t€lld Äin^EtÄnne, 16. Januar. Die Mehrzahl der ausständischen I geschehen sei. Weber hat die Arbeit wieder ausgenommen. — Aus Perpignan» - wird ein Ausstand der Hufschmiede gemeldet. WMkWMkU Sprechen r. Verstehen d. engt, und franz. Sprache (bei Fleiß und Ausdauer) ohne Lehrer sicher zu erreichen durch die inöOAufl. vervollk-Original- Nnterrichts-Briefe nach der Methode Touffaint-Lanyenscheidt. = Probebriefc ä 1 M. = Langenecheldf*11* Verl.-Buchhdlp., Berlin SW. 46, Halloeche Strasse 17. BSf- Wie der Prospekt durch Namensangabe nach weist, haben Viele, die nur diese Brief» N (nic-it mündlichen Unterricht) benulelen, das Examen als Lehrer des Englischen und Französischen gut bestanden. Uttern ;ur förixtung eines Kummes. Mittwoch den 24. Januar er., abends 7% Uhr, in der kleinen Anlft der Universität Erster Ver eins abend: Vorträge des Herrn Regisseurs Otto Beck aus Köln Gemüt und Humor in süddeutschen Dichtungen. M Eintrittekarten zum Preise von Mk. 1.50 sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst ChnUier zu haben und zwar bis zum Sonntag den 21. Januar ausschliesslich für Mitglieder (welche eine Karte unentgeltlich erhalten), vom Montag ab auch für Nichtmilglieder. ~ Der zweite Abend (Kammer-Musik) findet voraussichtlich am iS. Februar statt. ML Wlchthllus. Freibank. 629 Heute und morgen: «l-MM so M MsenfrLchte als 620 Erbse«, Klüsen und Aohnen, in vorzüglicher Kochart, sowie Küiinkraut, Katz-und EssisgurKkN empfiehlt billigst Robert Stuhl, Neustadt 23. Für alle Hustende finb Kaisers Brust-CarameHen aufs dringendste zu empfehlen. notariell beglaubigte artOU Zeugnisse liefern den schlagendsten Beweis alsuuüber« troffen bet Huste», Helfer- kett, Catarrh und Ber- fchleimuug. Paket 25 Pfg. bei A. St G. 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