Sonntag den 18 November Viertes Blatt. 150. Jahrgang 1900 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gietzen. 1. /, 8. hob. * * l) e unt. n Or- ih) Bon»te irlach.) rtet der Cantate und Or- kisrr^E [err ^r- Alle Anzeigeo-DermittlungSsteNm M In- und AuSlaude- nehmm Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen ZeilmpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. ÄMtiew, Expedition und Druckerei: -4»kstraß« Ar. 7. Odessa, 17. November. Einem Telegramm aus Petersburg zufolge haben die Militärbehörden Befehl erhalten, für bry Regimenter russische Truppen, die aus China zurückkommen, Unterkunft zu beschaffen. Gratisbeilagen: Gießener FamilienblAter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. ■■■O»e wen Anzeigen zu der nachmittags für den fetgmboi tag erscheinenden Nummer bis norm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. zweiter Antrag Baffermaun verlangt die Einrichtung kaufmännischer Schiedsgerichte. Die Elsaß-Lothringer haben im Reichstage ihre alten Anträge wieder eingebracht, darunter den Antrag auf Aufhebung des Diktaturparagraph en. — Die „Deutsch. VerkehrSztg." veröffentlicht Einzelheiten aus dem Reichspostetat für 1901, der zurzeit dem Bundesrate vorliegt. Sie sagt u. a.: Der neue Etat weist kein so günstiges finanzielles Ergebnis auf. Einerseits ist in der industriellen Entwickelung, welche die Einnahmen der letzten Jahre günstig beeinflußte, auf manchen Gebieten ein Rückschlag eingetreten, andererseits haben die Portoermäßigungen und die Verbilligung der Fernsprechgebühren einen starken Einnahmeausfall im Gefolge. Trotz der wenig günstigen Finanzverhältnisse sollen mithin etwa 4 Millionen Mark mehr im Interesse des Personals anfgewendet werden als im lausenden Jahre, in dem für Besoldung u. s. w. 13 Millionen Mark in Zugang gestellt waren. Hauptsächlich erstreckt sich die Mehrforderung auf die Neuschaffung etatsmäßiger Stellen, indem 2342 Stellen für Beamte und 3521 Stellen für Unterbeamte neu hinzukommeu. Ein gleich hoher Betrag ist für die 1900 begonnene Neuregelung der Tagegelder der Postboten bestimmt. — Der Redakteur des anarchistischen Blattes „Neues Leben", Tischler Otto Albrecht, der die konfiszierte Nummer vom 11. November verantwortlich zeichnete, ist nachträglich von der Polizei verhaftet worden. Zwei in der Umgegend von Berlin einberufene Anarchistenversammlungen und eine ;n Mainz wurden polizeilich verboten. In Freiburg i. Bad. wurde der Anarchist Vökler wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Kießan Fernsprecher Nr. 5L Telegramme deS Gießener Anzeigers. Loudon, 17. November. Aus Shangai wird ge- veldet: Der deutsche Generalkonsul ist an Bord «lies Kriegsschiffes nach Peking abgefahren, wo sich bereits Nlsisische, japanische, englische und französische Schiffe be- ßlllden. Die Verbündeten haben sich, wie es heißt, beim Lizzekönig von Nanking wegen Absendung von Geld und Mensmitteln nach Singanfu beschwert und dagegen protestiert. Bezugspreis viertcljährl. Mk. 2LG monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die AbholesteL« vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljShrt. mit Bestellgeld. Ausland. London, 16. November. Der „Birmingham Post" zufolge glaubt man in deutschen offiziellen Kreisen, Chamberlain werde auf seiner Rückreise aus Italien Berlin besuchen und mit dem Kaiser eine Unterredung haben. Haag, 16. November. Der „Gelderland" geht von Port Saiv durch die Meerengen von Messina und Bonifacio direkt nach Marseille, wo sie am 21. ds. M. eintreffen wird. Von dort kehrt sie zurück, um die unterbrochene Fahrt nach Java fortzusetzen. — Die Mitglieder der Burenmission, Wolmarans und Wessels, begeben sich morgen früh in Begleitung des Sekretärs Delbruyn und Groblers, eines höheren transvaalischen Beamten, nach Paris. Fischer schließt sich in Brüffel an. Sonntag früh reisen dieselben über Paris nach Marseille. Dr. LcydS begiebt sich dorthin allein von Brüffel. Paris, 16. November. In der heutigen Kammer wurde die Regierung über die Eisenbahn-Katastrophe in Choisy-le-roi interpelliert. Coutant (soz.) findet die vom Minister veranstalteten Untersuchungen ungenügend; ihr Resultat sei gewöhnlich, daß unschuldige und pflichttreue Arbeiter gestraft, die Direktoren der Eisenbahn-Gesellschaften dagegen wegen ihrer hervorragenden Verdienste dekoriert werden. (Lebhafter Beifall links und rechts.) In den allermeisten Fällen seien die Unfälle nichts anderes als Mordthaten, verübt von den Gesellschaften, die Personal und Material gewiffenlos auSbeuten. Waldeck Rousseau ersucht die Kammer, die Regierung zu ermächtigen, Verwalter für die betreffende Eisen- bahn Gesellschaft zur Ausübung der Aufsicht zu wählen. Ein Antrag des Abg. Bertrant betreffs Verminderung der Arbeitszeit der Eiseubahnange st eilten wurde ebenfalls angenommen. Ein Antrag, die gerichtliche Der- folgung gegen den Eisenbahndirektor der OrleanS-Bahn wegen des gestrigen Unglücks zu verfügen, wurde abgelehnt, da dies Waldeck Rousseau als eine Ueberschreitung der Befugnisse der Regierung in der Kammer bezeichnete. Minister Baudini antwortete auf verschiedene Eisenbahnfragen, die Regierung bedauere die Unfälle, besonders den Tod des peruanischen Gesandten. — Im Hotel Continental fand heute ein von den fremden Ausstellungskommissaren veranstaltetes Abschiedsbankett statt. Der deutsche Reichskommissar Geheimrat Richter führte den Vorsitz. Er hielt eine Rede, in der er ausführte, die Ausstellung habe an innerem Werte und nach ihrer sachlichen Bedeutung ihre europäischen und außereuropäischen Vorgängerinnen überragt. Der Redner hob sodann die gastliche Aufnahme und die schmeichelhafte Aufmerksamkeit des Präsidenten Loubet und jeder P^ dea WIM der Konzertiogerin tywr (Sopran) and des errn Wilhelm 8olM kfart a. M., jwrie ge- hiesiger Kri/te 19. AovmW 8 6 Vhl, jche zu Giessen r«‘ ft* , ■ *51* Bmporj en° ’äX X S on erbeten. 'er Geist J. W. fr- auenchor bei uns, rist M iti xon > »nortoM jmi dl Dreae (M Toten F. li™*8 m. 271 Erscheint tLgNch mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener »«WlttenSkätter ■erben dem Anzeiger hm Wechsel mit „Hess. Landwirt" n. „Blätter Dr heff. Volkskunde" ■dchtl. 4 mal beigelegt. Deutsches Reich. Berlin, 16. November. Der Minister Frhr. v. Rheiu- baben hat sich bekanntlich bei der Reise des Kaisers nach Trachenberg im Gefolge deS Monarchen befunden. Wie die „Staatsbztg." hört, war dies auf besonderen Wunsch deS Kaisers geschehen, da der Minister dem Monarchen einen Vortrag über den Stand der Dinge bezüglich der Enthüllungen im Sternberg-Prozeß und der dadurch angegriffenen Polizeibeamten halten sollte. Bei der weiteren Reorganisation der hiesigen Kriminalpolizei wird der Kaiser ein gewichtiges Wort mitsprechen. — Nach Zeitungsberichten Über den P r o z e ß - S t e r n- berg soll der als Zeuge vernommene Direktor des Detektiv-Jnstitus „JuS" dem Gericht ein Schriftstück überreicht haben, wonach er für seine Thätigkeit in einem Falle „Brinkmann" vom Justizminister eine Belobigung erhalten habe. Diese Darstellung ist unzutreffend. Das Justizministerium, so schreibt die ministerielle „Berl.Corresp.", kennt keine Detektivs. Vielmehr hat lediglich das Justizministerium im Jahre 1899 einen im Wiederaufnahmeverfahren von der Anklage der unternommenen Verleitung zum Meineide freigesprochenen „Drinkmann" (nicht Brinkmann) unter anderen von diesem geltend gemachten Schadeusersatzforderungen auch eine Summe von 750 Mark zahlen lassen, welche er an das Privatdetektiv Institut „Jus" für Ermittelungen in seiner Strafsache zu entrichten hatte. Eine Belobigung dieses Instituts oder eine Anerkennung seiner Thätigkeit ist hiermit nicht verbunden worden, ein Schriftwechsel mit ihm hat nicht stattgefunden. — Die Kieler „N. N." teilen aus amtlicher Quelle mit, der Kaiser habe den Wunsch ausgesprochen, daß alle ihm oder der Kaiserin in einem Wagen begegnenden Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften den Wagen verlassen, soweit ihnen dies möglich ist und Front machen. Ausgenommen sind Omnibusse und Pferdebahnwagen. (Wir glauben trotz der amtlichen Signatur nicht an die Richtigkeit dieser Meldung. D. Red.) — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Nachricht von einer ernsten Erkrankung des Kaisers von Rußland ruft in den weitesten Kreisen Deutschlands die herzlichste Teilnahme hervor. Möglicherweise berechtigen die bisherigen Meldungen über den Verlauf der Krankheit zu der Hoffnung, daß unsere warmen Wünsche für eine baldige Genesung des befreundeten Herrschers in Erfüllung gehen werden. — Wie die „B. N. N." melden, ist es ziemlich sicher, daß der Zolltarif in dieser Session dem Reichstage nicht zugehen wird. Im B u n d e s r a t, der voraussichtlich im Februar den Entwurf erhalten soll, wird er seiner Wichtigkeit und seiner bisherigen Behandlung entsprechend sehr gründlich beraten werden. Die Vorlegung an den Reichstag soll auch schon deshalb möglichst unterbleiben, damit das Ausland nicht vorzeitig über alle Einzelheiten des Tarife- und der Verhandlungen unterrichtet wird. — Nach der amtlichen Feststellung der gestrigen Er- gebniffe der Schriftführerwahl im Reichstage find gewählt worden der Konservative v. Norman n, von der Deutschen Reichspartei Pauli, der Nationalliberale Dr. Paasche, vom Zentrum Braun und Dr. Krebs, von der Freis. Vereinigung Dr. Pachnicke, von der Freis. Volkspartei Dr. Hermes, und der Pole Cegielsk. Dem Dr. Pachnicke war von sozialdemokratischer Seite Fischer (Berlin) entgegengestellt worden. Ersterer siegte mit 179 gegen 79 Stimmen. — Die kons. Reichstagsfraktion soll, wie verlautet, in der 12000-Mark-Affaire des Reichsamts des Innern keinen Eingriff in das Etatsrecht des Reichstags und gewissermaßen eine private Angelegenheit des betreffenden Beamten erblicken, die Sache aber doch nicht billigen und für einen Mißgriff der Regierung halten. — Abgg. Rösicke (Dessau) und Pachnicke (Freis. Vg.) haben im Reichstag die Vorlegung eines Gesetzent- wnrfs betr. die Errichtung von Arbeitsnachweisen beantragt. Ein zweiter Antrag will den Reichskanzler ersuchen wissen, dahin zu wirken, daß ein Reichsarbeitsamt errichtet werde. Abg. Bassermann hat einen An- trag im Reichstag eingebracht, der die gesetzliche Sicherung der Bauforderungen bezweckt. Ein Der Krieg in China. Immer bestimmter taucht die Nachricht auf, daß sich die Mohamedaner Chinas gegen den Thron erhoben haben. Die Ursache wird weniger in einer Unzufriedenheit mit der bisherigen Regierungsart liegen, als vielmehr in der Befürchtung, der Thron könne den Fremden Zugeständnisse machen. Prinz Tuan, der mit 5cm General Tungfuhsiang an der Spitze der Aufständischen stehen soll, ist der Vater des Thronerben Putschün. Die Forderungen der Mächte können ihm tischt unbekannt geblieben sein. Er mag als Vater des jetzigen Thronerben, der zwar, da der Kaiser (kinderlos! ist, dem 1875 gestorbenen Kaiser Tungtschi adoptiert wurde, auch für hie Zukunft des Sohnes fürchten, wenn ihm selbst, was er doch, schließlich für nröglich halten muß, durch die Fremden Entehrung droht, und sei sie auch nur in Form eines niemals ausgeführten Erlasses. Auch mug er wünschen, daßder Kaiser, wie die Kaiserin beseitigt werde, damit sein So h n den Thron bezeige und schon durch diese Thatsache die Verurteilung des leiblichen Vaters unmöglich mache. Ein zu Verhandlungen mit den Mächten geneigter Kaiser, wie der jetzige Kuangsü, muß jedenfalls dem Prinzen Tuan mißliebig [ein, unter Umständen sogar gefährlich, Mit dem Dasein der Kaiserin könnte er suhl leichter aussöhnen, wenn er die Gewalt in den Händen hat. Aehnliche Beweggründe mögen den General Tungfuhsiang, dessen Kopf ebenfalls auf der von den Gesandten ausgestellten Liste steht, bestimmen mit Tuan gemeinsame Sache zu machen. Religiöse Beweggründe sind in der Bewegung nicht zu suchen ; das ist um so bedenklicher für den Thron, da so der Aufstand viel leichter um sich greifen kann, als wenn er auf die Anhänger des Islam beschränkt bliebe. Tungfuhsiang verfügt wahrscheinlich in der Provinz Kansu über nicht unbedeutende Haufen. Die von ihm kommandierte mo- hmnmedanisch^ Armee, die sich auch hervorragend an den Uimpfen gegen die Gesandtschaften beteiligte, war einiger-, maßen militärisch organisiert und bestand aus etwa 10000 Mann, die in 18 Bataillone, 6 Schwadronen «und! 1 Abteilung Artillerie eingeteilt waren. Ihre Bewaffnung ivvrd als schlecht bezeichnet; an Unternehmungslust und VLut soll es den Truppen Tungfuhsiangs nidjit fehlen. Früher in Kansu in «Garnison, später an der Eisenbahn Peking-Hankau in Tschitshan, endlich in Peking zeichneten sie sich, überall durch Zügellosigkeit und Raublust aus. Diese Horde wzrd der Kern der Aufständischen sein. An den Kämpfen gegen die Verbündeten scheinen sich Tungfuhsiangs Hausen nach! ihAm Rückzüge aus Peking nicht beteiligt zu haben. Der „Agence Havas" wird aus Peking vom 13. ds. gemeldet: Tie Russen geben die U e b e r w ach u n g der ÄahnlinieTaku-Tangschan auf. Generalfeldmarschall Graf W al der sc e richtete daraufhin unmittelbar nach Petersburg an den russischen Kriegsminister ein Telegramm, worin er sich in nachdrücklicher Weise über liefe Maßregel beklagt und darüber beschwert, daß cr nicht zuvor in Kenntnis gesetzt worden sei. Die „Köln. Ztg/' meldet aus Petersburg, der dortige . cste Sekretär der japanischen Gesandtschaft äußerte, daß die japanische Regierung gleichfalls beschlossen habe, ihre Truppenaus Peking zurückzuziehen. 2er Beschluß solle verwirklicht werden, sobald die Ver- ■ Handlungen darüber zu Ende geführt sind, wieviel Sol- öaten in der Residenz zum Schptze der Gesandtschaften zucückbleiben sollten. Wenn über diesen Punkt eine Einigung zu stände gekommen, würden die japanischen Truppen !»jort in die Heimat befördert. Nach Ansicht Japans ivürden bestimmt die bis zum Frühjahr dauernden jfriedensverhandlungen beschleunigt, wenn alle Mächte dem Äeispiele Rußlands folgten. Die Kosten der ostasiatischen Expedition Oeste- reich-Ungarns betragen kaum drei Millionen Kronen. Der chinesische Gesandte Wu erhielt von Direktor Sheng eine Depesche, derzufolge die Prinzen Tuan und Ehwang ihrer Würden und Aemter verlustig erklärt, und zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt wurden. Aih und Ding werden gefangen gesetzt, Yusien werde zum entlegensten Ende des Reiches verbannt, und noch einige andere geringere Strafen feien durch ein kaiserliches Edikt Hom 13. November verhängt. ;elwnate A. Outmail lörlaoh) I A. Backer. 'eil uns . UeV „ von H, L, Kasl». Soprai- se Ko. 1 W.A. lotet er.) Mert für >moll J. 8. Baah, rtmeister Prof. Dr. 7205 Gerichtssaal laus aus Steinbach verkauft. stand sei läng st an der Grenze seiner Leist erledigt. Handlungen sprach zunächst der Vorsitzende der Gewerbe- tammer in Lübeck Schorer seine Freude über die zahl-" reiche Beteiligung aus ganz Deutschland aus und zeichnete das Programm des Kongresses. Man wolle Mittel und Wege suchen, um die durch die neue Gesetzgebung gestellten Aufgaben, die besonders auf dem Gebiete des Lehrlingswesens liegen, in befriedigender Weise lösen zu können und dazu zu verhelfen, daß das Hand- wert seinen alten goldenen Boden wieder erlange. Mit einem Hoch auf den Kaiser schloß der Redner. Geh. Rat Dönhoff, vortragender Rat im preuß. Handelsministerium, brachte den Gruß des Handelsministers. Namens der sächsischen Regierung sprach dann Geh.- Rat Tr. Fischer. Obermeister Faster begrüßte namens der Berliner Handwerkerkammer. den Ko stell der Unterhaltung der Kammern zu befreien und diese den Kommunalverbänden aufzulegen, wenigstens so lange als bis durch die Handwerkskammern wirtschaftliche Erfolge für den Handwerkerstand erzielt worden sind. Der Redner führte aus, der Handwerker- O Befitzwechsel. Die Stadt erwarb vom Kalkwerksbesitzer Haas jr. für 55500 Mk. das ehemals Güngerich'sche I manns gegen xn gssähigkei't angelangt und geradezu außer stände, I Besitztum Frankfurterstraße Ecke Klinikstraße. Ein Teil > erledigt. ** Befitzwechfel. Der dem Architekten L. Seuling gehörige Bauplatz Ecke der Moltkestraße und des Großen Steinwegs wurde an den Weißbindermeister Carl Nico- Vermischtes. e Bochum, 16. November. Heute morgen kurz vor 6Vi Uhr ist ein von Hagen kommender Güterzug zwischen den Stationen Hattingen und Blankenstein auf eine Rangierabteilung mit voller Gewalt aufgefahren. Der Zusammenstoß war furchtbar. Mehrere Wagen wurden total zertrümmert und ge- rieten in Brand. Die beiden Lokomotiven sind demoliert. Die eine Lokomotive ist in der Mitte durchgebrochen. Mehrere Personen sind verletzt, darunter der Zug» führer schwer. * Auerbach i. B., 16. November. Heute Nachmittag fand in der Deutschmühle, die in das Terrain des Elsen« bahnerweiterungsbaues hineinragt-» eine Dynamitexpl o- sion statt. Zwei Personen wurden dabei zerrissen, eine verwundet. Die in der Nähe befindliche Mühle wurde demoliert. , • Karlsruhe, 16 November. DienStagmittag über« fiel der Soldat Bogt vom Regiment Nr. 170 aus Daxlanden auf dem Wege nach Offenburg den Ziegelei« besitz er Bayer, mit dem er vorher gekneipt hatte, verletzte ihn mit dem Seitengewehr, sodaß der Ueberfallene heute verstorben ist. Der Attentäter nahm dem Ber« letzten 300 Mk. ab, kaufte sich einen Zivilanzug und fuhr nach Konstanz, wo er verhaftet wurde. des noch freien Geländes der Hofraite wird zur Verbreiterung der Klinikftraße verwendet, während die vor dem- Gebäude an der Frankfurterstraße befindliche Brückenwage, die bisher von der Stadt für gemeinsame Rechnung benutzt wurde, nach dem Besitzwechsel für alleinige Rechnung der Stadt weiter betrieben werden wird. •* Schweiueverfichenmg. Am Donnerstag abend tagte im Sauer'schen Lokale eine Versammlung der hiesigen Schweinehalter wegen Gründung einer Versiche- rungSkasse. Es wurden ca. 25 Mitglieder ausgenommen. Wie im Inseratenteil angezeigt ist, soll nächsten Donnerstag eine Hauptversammlung stattfinden. Q Dutenhofen, 17. November. Zur Jagdverpachtung schreibt man uns, daß von vornherein Brauereibesitzer Luy-Wetzlar mit 815 Mk. Höchstbietender war und Dr. Kipper-Gießen nur 810 Mk. geboten hatte. TS liege also kein Grund zur nochmaligen Verpachtung vor. -e- Ettingshausen, 16. November. In unserem Orte, sowie in der Umgegend ist allgemein der Unterricht in den Fortbildungsschulen auf die Zeit von 5—7 Uhr verlegt worden. § Butzbach, 16. November. Bei der heutigen Wahl eines Beigeordneten unsrer Stadt ging das Gemeinderatsmitglied Friedrich Grauer als Sieger hervor. Nach Bekanntwerden des Wahlresultates entwickelte sich auf dem Marktplatz und in den darangelegenen Wirtschaften ein reges Treiben, das mit dem üblichen Wahlschoppen endigte. Darmstadt, 16. November. Der Einjährig-Frei- willige im ersten Seebataillon Ludwig Eichorius, Student an der Darmstädter Technischen Hochschule, ist in China am Unterleibstyphus gestorben. — Seit gestern vormittag finden im Kaisersaal die Prüfungen für das Finanzexamen 2. Kategorie statt, wozu sich etwa 150 Teilnehmer verschiedener Berufszweige eingefunden haben. — Im Oktober d. I. ertrug die Wechsel- st e m p e l st e u e r im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt 20184,30 Mk., zusammen mit den Vormonaten des ab 1. April laufenden Rechnungsjahres 199 934,10 Mk. oder 8175,40 Mk. mehr als im entsprechenden Zeitraum beS äs k Ten ersten Gegenstand bildet: „Die Aufgaben der I Handwerkskammern" a) auf dem Gebiete des'Lehrlingswesens und bezüglich der Gesellenprüfungsord n u n g. Dr. Bremer von der Lübecker Gewerbekammer'legte 12 ausführliche Vorschläge vor. Er befürwortete u. n., bie Beteiligten auf die Wichtigkeit des Abschlusses eines schriftlichen Lehr-Vertrages aufmerksam zu machen und denselben burtty Aufstellung und Verbreitung angemessener Lehrverträge zu erleichtern, den Innungen den Erlaß von ihren Mitgliedern zu beobachtender V o r - schrlflen für das Lehrlings wesen durch Entwurf oder Mitteilung solcher zu erleichtern, Verzeichnisse derjenigen Personen innerhalb ihres Kammerbezirks an- zulegen, welchen die Berechtigung zum Halten oder Anteilen von Lehrlingen abgeht und darauf zu halten, daß Lehrlinge von Personen, welche dazu ncht berechtigt sind, nicht gehalten oder angeleitet werden. Darüber fand eine lebhafte D-iskiission statt. Gewerbekammer - Sekretär R o l l f u ß - Zittau behandelt einen Entwurf emer Meister-Prüfungsordnung. Danach hat sich lawt § 9 die theoretische Prüfung zu erstrecken auf 1. die Fachkenntnisse, 2. die Buckr- und Rechnungsführung, 3. die gesetzlichen Vorschriften über das Gewerbewesen. Im weiteren besagt die vorqelegte Prüfungsordnung: S1A --r - ‘ - - 4. Gießen, 16. November. (Schöffengericht.) Ein wegen Bettelns und Obdachlosigkeit bereits vorbestrafter, zuletzt hier beschäftigter Arbeiter wird zunächst aus der Untersuchungshaft vorgesührt, um sich Wege» Bedrohung und Sachbeschädigung, sowie wegen grobe» Unfugs zu verantworten. Ihm wird zur Last gelegt, an» 28. Oktober d. I. einen hiesigen Gastwirt unter Gebrauch des offenen Messers mit Tot stechen bedroht, ä^ei Fensterscheiben eingeschlagen und durch Verursachung groben Unfugs eineu Menschenauflauf herbeigeführt un» demnächst auch noch die beiden Töchter des Wirtes, die das Lokal verlassen hatten, um einen Schutzmann zu holen, ebenfalls imit dem ^ffen.ftehenden Messer bedroht zu haben. Der Angeklagte ist teilweise geständig, bestreitet indes, mit dem offenen Messer bewaffnet gewesen zu sein. Der Angeklagte wird indes in jeder Beziehung überfuhrt, sodaß das Urteil auf eine Gefängnisstrafe von 6 Woche» lautet, sowie auf eine Haftstrafe von 1 Woche, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten soll. — Die vatbeleidigungsklage eines hiesigen Installateurs g^e» einen hiesigen Dienstmann muß auf Antrag ter w* teidigupg, die über die geistige Verfassung des Ange klagten Aufklärung giebt und einen weiteren Zeugen ge laden wissen wlll, im Einverständnis nut dem Amis- anwalt, weil der Angeklagte, der zur selben Stunde der Ladung zu einem Sühneversuch entsprochen hat und des« , halb zur Verhandlung nicht erschienen ist, vertagt werden- i Die als letzter Gegenstand der Tagesordnung stehende Privatbeleidigungsklage eines hiesigen ' i einen hiesigen Bankier wird durch Berglen die Kosten für die Handwerkerkammern aufzubringen. Wenn die kleinen Handwerker mit den Beiträgen für die Handwerkerkammern belastet werden würden, dann dürften diese Handwerker sagen: Wir haben geglaubt, daß wir durch die Handwerkskammer wieder Brot für uns und unsere Familien erhalten werden, aber nicht, daß wir noch mit Beiträgen belastet werten. Es werde der Landwirtschaft, der Industrie und den Industriearbeitern geholfen. Der Handwerkerstand, der durch die Gewerbefreiheil ruiniert, andererseits aber doch die festeste Stütze für Thron und Staat sei, habe zum mindesten dasselbe Anrecht, eine Hilfe vom Staat zu verlangen, wie die anderen Berufsstände. Er ersuche, seinem Antrag zuzustimmen. Dieser Antrag wurde viel erörtert. Auch andere Anträge fanden noch viel Befürwortung. Bei der schließlichen Abstimmung erhielt keiner der Anträge die Mehrheit. Heute nahm der Handwerkskammertag einen Antrag an, in dem auf die Wichtigkeit des Fortbildungs- Fachschulwesens hingewiesen wird und worin der Handwerkertag diejenigen deutschen Staaten, wo es bisher noch nicht geschehen, ersucht, den Unterricht für die gewerblich Heranwachsende Jugend in ter Regel bis zum 18. Jahre in Fortbildungsschulen, die fachlich zu organisieren sind, obligatorisch zu gestalten und für den weiteren Ausbau der Fachschulen Sorge zu tragen. Ferner wurde ein Antrag angenommen, daß diejenigen Rohmaterialien, deren Erzeugung im Jnlande im unzureichenden Maße erfolgt, mit niedrigen Zöllen, dagegen Halb- und Ganzfabrikate des Auslandes, die eine erheblich Schädigung deutscher Arbeit im Gefolge haben, mit entsprechenden Eingangszöllen belegt werden, damit das deutsche Handwerk konkurrenzfähig erhalten bleibe. IWati „ _ •Wtt, 17. । 1 «ochtmnaE tofrtei : P«r 6t 7-9 4, ° «er per 6t 00-004 Wrifm per Liier 22 A ■ A 0 80—0.90, Mn- -X 0.65-1 oa, E »«7-7 tzW *8«? T'»1 «■ fnb, 1 Wenb ? ! e,nl eine Tunnelverbindung unter dem Empfangsgebäude hindurch bis zum dritten Geleise der Marin-Weser-Bahn her- gestellt werden soll. Die unterirdische Verbindung wird Zugänge von jedem einzelnen Bahnsteig ter oberhess. Bahn sowohl als auch des Main-Weser Bahnhofes erhalten. Ebenso ist ein weiterer Aufgang im Innern des Empfangsgebäudes gedacht und so ein direkter Zugang | von den Bahnsteigen nach den Warteräumen ins Auge । gefaßt. Durch Nebentunnels soll die Einrichtung auch für den Post- und Gepäckverkehr benutzbar gemacht werden. Es ist die Frage am Platze, warum die Eisenbahn-Baubehörde nur halbe Arbeit schafft, warum führt fie den Tunnel nicht bis zum Güterbahnhof durchs eine Verbindung, die überaus wichtig ist für den großen in der Entwickelung begriffenen Stadtteil auf dem Seltersberg. Die Frage einer un terirdischen Ve r- bindung vom Personenbahnhof nach dem Güterbahnhof und damit einer direkten Fußgängerverbindung von dem Platz an den Bahnhöfen nach der oberen Hammstraße wurde vor etwa zwei Jahren in der Stadtverordneten-Versammlung angeschnitten und ver dieser ^Gelegenheit die Erklärung abgegeben, daß die Stadt unter gewissen Bedingungen bereit sei, für diese Verbindung ein Geldopfer zu bringen. Seit dieser Zeit hat man 'von der Angelegenheit kein Wort wieder gehört, und cyr. x. rp ... • 1 es böte sich vielleicht jetzt die Gelegenheit für die stadtisck-e ¥ 3? die Prüfung nicht bestanden, so kann I Verwaltung, bei der Eisenbahn-Direktion nach der ge dieselbe vor Ablauf eine- halben Wahres nicht wiederholt wünschten Richtung eine Ergänzung des geplanten Tunnel- «erden. Mehr als^ zweimal kann die Prüfung nicht I Projektes durchzusetzen. Die Arbeiten zur Herstellung des abgelegt werden. Die Versammlung stimmte der vor- Tunnels sind übrigens bereits ausgeschrieben und sollen gelegten Frukuv^ordnung einstimmig zu. I den Winter über so gefördert werden, daß die Einrichtung Ter Präsident bei Arnsberger Handwerkskammer be I am 1 ->uli n Ihrs dem Verkehr übergeben werten kann, fürwortet einen Antrag, vor allen die Hanbwerker von * 1 - — Rechnungsjahres 1899. ko. Mainz, 16. November. Ein Schüler einer hiesigen höheren Lehranstalt, 16 Jahre alt, wurde gestern in seiner Klasse von einem Kriminalschutzmann verhaftet. Durch Schriftvergleichung wurde festgestellt, daß der junge Mensch eine große Anzahl Schwindeleien verübt hat, indem er Bestellzettel auf den Namen eines Ingenieurs fälschte und darauf in Geschäften Waren (Chocolade u. s. w.) entnahm. fc. Kastel, 16. November. Auf dem Pionierübungsplatz fanden gestern Pioniere beim Ausgraben eines Grabens in der Tiefe von 2 Metern einen wohlerhaltenen St ein- sarg mit Deckel. Ein männliches Skelett und einige vermoderte Sachen bildeten den Inhalt des Sarges. Gießen, 17. November 1900. *♦ Der neue Bürgermeister. Die Bestätigung des Baurats Mecum zum Bürgermeister unserer Stadt wird in den nächsten Tagen erwartet. Mecum hat, wie wir erfahren, eine der Nauheimer'schen Villen in der Löberstraße gemietet und beabsichtigt sie am 1. Dezember zu beziehen. ** Aus dem Militärwochenblatt. Lenz, einjährig-freiwilliger Arzt beim Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116, wurde unter Versetzung zum 1. Großherzogl. Hess. Feldart. Regt. Nr. 25 (Großherzogl. Art. Korps) und Ernennung zum Unterarzt des Frieoensstandes mit Wahrnehmung einer offenen Assistenzarztstelle beauftragt. •* Spar- und Leihkaffe. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die hiesige Spar- und Leihkasse den Zinsfuß für Einlagen allgemein vom 1. Januar 1901 an auf 4 Prozent zu erhöhen und in Konsequenz dieser Erhöhung auch eine solche bei den ausgeliehenen Kapitalien auf 4l/z Prozent eintreten zu lasien. DieKassen- verwaltung hat lange gezögert, bis fie dem Beispiele anderer Sparkassen des Landes folgte; sie kann aber jetzt angesichts der immer mehr zunehmenden Kündigung und Zu- l ücknahme eingelegter Gelder, und bei der Aussichtslosigkeit des erhofften Rückgangs des Zinsfußes im Allgemeinen nicht länger zögern, auch ihrerseits eine Aenderung herbeizuführen. Wenn nun auf der einen Seite die Erhöhung gewiß mit Freuden begrüßt werden wird, so dürfte sie auf der anderen Seite auch wieder schmerzlich empfunden werden. Die Schuldner der Kaffe können indes gewiß auch zufrieden sein, wenn sie bedenken, daß andere Kaffen schon längst die Erhöhung eintreten ließen, während hier solange gezögert wurde, bis eb?n die Sparkasse der Not und nicht dem eigenen Triebe gehorchen mußte. ? Tunnelverbindung ber Geleise unserer Personenbahnhöfe. Enblich werben bie Bahnsteige unseres Personenbahnhofes durch Tunnel miteinander verbunden, woourch dem überaus gefährlichen Ueberschi:eiteu der Schienengeleise ein Ende gemacht wird. Wir erfahren über diese geplante Verbesserung unserer Bahnhofsanlage, daß vom dritten Geleise des oberhessischen Bahnhofes ferner Gemahlin gegenüber den fremden Kommissaren hervor und toastete auf den Präsidenten und dessen Gemahlin. Ferner dankte Richter der französischen Regierung für die Förderung der Ausstellungskommissare und erklärte, die Kommiffare nähmen eine unauslöschliche Erinnerung an den Leiter der Ausstellung mit, und brachte ein Hoch auf die Präsidenten des Senats und der Kammer, den Ministerpräsidenten und die Minister aus. Die Rede wurde wiederholt von lebhaftem Beifall unterbrochen. Auf diesen Trinkspruch erwiderte Waldeck-Rousseau. Alsdann überreichte der Unterrichtsminister Leygues Herrn Richter die Insignien eines Offiziers der „Instruction publipue“. Wien, 16. November. Nach Meldungen der Narodny Listy will der Prager Landesgerichtspräsident Jansa, der letzter Tage hier weilte, zurücktreten, weil der Justiz- minister auf ihn angeblich einen Druck ausübe, was offiziös besttitten und bezweifelt wird. Jansa richtete übrigens jüngst eine deutsche Zuschrift an die tschechische Universität mit Bezug aus eine neue Verordnung über die richterliche Amtsprüfung. Nach Tschechenblättern wird die Universität diese Zuschrift unerledigt lassen und kein tschechischer Professor zu den Prüfungen erscheinen. Auch der neue Leiter der Finanz-Landesdirektion, Hofrat Tesch, soll die Unterbehörden unter Berufung auf die Aufhebung der Sprachenverordnung aufgefordert haben, deutsch zu verhandeln. Budapest, 16. November. Hier fällt allgemein auf, daß der hier weilende Monarch jetzt viel schärfer bewacht wird als gewöhnlich. Nicht nur ist fast ein ganzes Polizeikorps in Dienst hierfür, sondern es soll auch, was bisher nie geschehen, die Eisenbahnstrecke Budapest-Gödöllö scharf bewacht sein. Man bringt dies in Zusammenhang mit dem Gerücht, daß eine Anarchistengesellschaft ein Mitglied aus Palermo nach Budapest dirigiert hat, wo dasselbe angeblich schon angekommen ist. Bukarest, 16. November. (Mord- und Komplottprozeß.) Trifanow fügte seiner Aussage hinzu, der Brief Sarafows, in dem die Ermordung des Königs Karol angeordnet sei, wurde von Mitew verbrannt. Ein Schreiben des Kapitäns Trolow-Rustschuk kündigte an, das Komitee in Sofia habe beschlossen, für die Ermordung des Königs Karol eine Bombe, nicht einen Dolch zu verwenden. Trifanow ist überzeugt, die Geheim-KomiteeS seien von ber bulgarischen Regierung geduldet. Petersburg, 16. November. Ueber den Gesundheitszustand des Kaisers wurde heute folgendes Bulletin anSgegeben: „Der Kaiser brachte gestern den ganzen Tag befriedigend zu, abends war die Temperatur 39,1, Puls 72, nachts schlief Se. Majestät hinlänglich gut. Morgens war die Temperatur 38,1, ber Puls 68. Das Allgemein- befinben ist sehr gut." — Die Gerüchte, baß ber Zar baS Opfer einer Vergiftung sei, werben als tenbenziöse Erfinbung bezeichnet. Handwerks- und Gewerbekammertag. Berlin, 16. diovember. Gestern trat hier, wie bereits kurz gemeldet, ter erste deutsche Hanbwerks- und Gewerbekammertag zusammen. Der Grund dieses Verhandlungstages ist die neue .Handwerkergesetzgebung. Zu Beginn der Ber- sssS K'Ä » mxen vor 1 ul) ! sss» Ä'-Si Wrm»g-’n,aBrLJ -in AttlMMg des ;L*en to t S« Mn. d ihxe heiM.-yef , Airtel mii, en -ort verlausten. i Df.j LchMngmc 1 unter der Begn t wi-ßlsein ber Ju : dieses Urteil Wit wird zu einer Gefäug 'Kreiß in einejol kM'cnen $üren warter M MüL geklagte wird besch : Zegangeiischaft mit . unzüchtige Handln Urteil lautet auf vi; Monaten. - In >burg ansässig gerne :bab aus der llnte Jürgen Tiebstahls i T.r 26 jährige An 3 September d. h Äeld dem Gchwir । ans einem nicht schranke stehende selben ans einer offenen Kosser \ unb fid> zur >! Zd}lüffel3 ober M großer Tn zm Last gelegt !>ngenvernehmu! klagte am Morg Schlafzimmer' de-: wiesen kann ferm Angeklagte am : Mitteln entblößt stände berurteilt stahls zu einer 5 f > J »«ä* S'i'te ->ner $t? idjft aU^eno,n«en. Donnerstag '?°gdverpaL. Srauetev ^evder war unb ^,tn hatte. Eg ?Erp°chtnng vor. J« Mete« Orte, unterricht in e>t von 5-7 n^t s heutigen Wahl wg das Gemeinde. M hervor. Nach ckelte^ srch vm Wirtschaften m htschoppen endigte. ■r Einjährig-Frei, Pl9 Eichorius, >en Hochschule, ist torben. - Seit die Prüfungen für e statt, wozu sich rufszweige einge- ig die Wechsel Bezirk Tarmstad Monaten des ü 9934,10 Ml. Ai )en Zeitraum detz üser einer hieftM >e gestern w fiintr tfafftt. Durch btt junge übt hat. irchrrn t ittuxl fälschte uni u. s. w.) enlnah». PiovierübungSplaE ben eines Grabent irhaltenen Stein« leit und einige vn- ? Sarges. ; morgen kurz m lenber Güterzuß nd Blankenstei' voller Gewal! . war fnrchtb^ rümmert und ^ tiven stnd bemolie' itte durchgebro^ , darunter der M Äw «K* J5.it««»'1 e MW tafliwütafl ttb«' ent SHt.il , g den 3»g^, ietnei?t ! btt Ueierf* t nah« btt" ;foiW111 I* ch 6iV”£,wt'>,‘ jfeit .eiter Äj« i" K;S Un«« 6 M f Antrag ur A «> ■ Umsätze zum Preise von 75—85 statt. 8% 31/1 % Konsole . do 3Vo Anl. . . 75.50 Tendenz: ruhig. Hochfeine felbsterng-roLte (Wohlthätigkeits-Verein.) bis Der Vorstand. Kieditukticn . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . Harpener . . . 31 g c/o Heesen 5n/ Ital'en. Rente 4 0 0 Griech Monop. 3 Vo Portugiesen 3 °/a Mexikaner . 41/, l7e Chinesen . — Die Direktion des Gießener Stadttheaters wird gebeten, in der nächsten Volksoorstellung das indische Drama „Vas'antasena" nochmals aufzusühren. • ’ Mehrere Theaterbesucherinnen. einen Glückwunsch ab. Loudon, 17. November. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt, daß die Buren die Eisendahn an mehr als 20 Stellen zwischen Bloemfontein und dem Oranjefluß zerstört haben und ebenso zwischen Kimberley und Belmont. In Kapstadt werden große Vorkehrungen zum Empfange Lord Roberts getroffen. Amsterdam, 17. November. Der Kapitän des Kreuzer« „Gelderland" hat Befehl erhalten, sich über Messina durch die Meerenge von Bonifacio nach Marseille zu be- qeben. „ . Paris, 17. November. Kurz vor Eröffnung der Kammersitzung wurde das Breslauer Attentat bekannt, das im Sitzungssaale lebhaft besprochen wurde. D,e Regierung hatte um diese Stunde noch keine Meldung erhalten, doch bald erhielt der Minister des Aeußern, Del- casss, nähere Depeschen, die sofort dem Elysee mitgeteilt wurden. Auf den Boulevards fanden die Extra-Ausgaben reißenden Absatz. Man hörte allgemein Ausdrücke der Be- I friedigung über das Mißlingen des Anschlages und sehr | symphatische Worte für den deutschen Kaiser. Nach dem Eintreffen der ersten Nachricht erschien in der deutschen Botschaft der Protokollchef Crozier, um im Namen Loubeis nachzufragen. Der Botschafter ließ im Laufe des Tages eingehende Nachrichten nach dem Elysee gelangen. Madrid, 17. November. Die Karliften, die sich I nach nahen französischen Grenzstädten geflüchtet hatten und I zahlreiche Besuche von Karliften auS Spanien erhielten, sind I von der französischen Regierung ersucht worden, sich nach I dem Innern Frankreichs zu begeben. Newyork, 17. November. Die Grundeigeuthümer tm Thale von Kankakee im Staate Illinois haben beschlosien, I Agenten nach dem Transvaal und Holland zu senden, um I den Buren den Vorschlag zu machen, sich in Illinois I niederzulassen, wo sie sowohl in Bergwerken wie bei I Eisenbahnen Beschäftigung finden würden. von 10 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags und beute vormittag beraten. Die freisinnige und die deutsche Volks Part ei haben die China-Vorlage in ihrer jetzigen Gestaltung für unannehmbar erklärt, hoffen jedoch durch die weitere Umgestaltung in der einzusetzenden Kommission sowohl wie bei der zweiten und dritten Beratung im Plenum eine annehmbare Form hervorgeheu zu sehen. Abg. Richter wird den Standpunkt seiner Partei bei der ersten Beratung im Plenum vertreten. Berlin, 17. November. Wie der „B. C." hort, haben sich nach dem Stande der bisherigen Verhandlungen innerhalb der damit beschäftigten Regierungskreise tn diesen Tagen die Chancen des Doppeltarifes keineswegs gebessert, sondern eher verschlechtert. London, 17. November. „Daily Mail" meldet au« Pretoria: Zwei starke Buren-Kommandos sind in der Nähe von Bethlehem aufgetaucht. General Delorey ist nach dem Süden aufgebrochen. London, 17. November. Das Attentat auf Kaiser Wilhelm rief hier lebhafte Teilnahme und Entrüstung I hervor. Allgemein herrscht hohe Befriedigung über den mißglückten Anschlag. Der Königin wurde die Nachricht in Windsor durch die Prinzessin Beatrice in schonender Weise mitgeteilt. Obwohl tief ergriffen, ist die greise Monarchin doch gefaßt und sandte sofort an Kaiser Wilhelm 95.H 86 75 95.— 86.96 93.85 94.61 41 25 24.9. 25.31 buienten soviel wie gar keine Sorgfalt auf das Gewächs verwenden, die HcMdler nehme« es ja wie es geliefert wird. In alten Tabaken ging 7s im Laufe der Berichtswoche ruhig zu. Es wurde eine Parthie ent- uppter Einlage von Händler zu Händler zu Mk. 74 versteuert verkauft, ferner ein kleiner Posten Aplati-Einlage von Händler an Fabrikant zu Mk. 50 transit. Einige kleine Posten Einlagetabake wurden noch zu Mitte Mk. 30 umgesetzt. In losen pfälzer Rippen geschäftslos, lose ferne Mk. 8 bis 8.50, gebündelte Mk. 10 bis 11. . 208.— . 180.60 . 135.90 . 149.50 . 153.80 . 141.— . 145.80 . 215.— . 196.— . 186.40 Anmeldungen zur diesjährigen WeihnachtSbeschernug sind zum 24. November bei Herrn Photograph D. Schrrchhardt, Dieiftraße 4. einzureichen. 7504 Börsennachrichten. Berlin, 16. November. Schisssrmchrichten. Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch die Agenten: Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 16. November. (Per transatlantischen Telegraph ) Der Schnellpostdampfer ,Trave", Kapt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 5 Uhr nachmittags wohlbehalten in New- Dork angekommen. ______________ _____________ werden erst Montaq den 26. November, nachmittags 5 Uhr, dir innen und in dem Saale der höheren Mädchenschule, Schiller- fiiaße 8, abgehalten werden. , Znvkigvereinvom rothknKrem. Alitt-Lraueuvertm für Krüll! nipuege. Eingesandt. .Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Kohlen. E» notieren: Ruhr-Fettnutz Körnung I und II- Mk. 260 bis Mk. 270, Rutzschmtedekovlen Mk. 240 bis Mk. ^0' Dmtfche Anthracit-Rutzkohlen Mk. 380 bis 390, -nglffche Anthracit-Nuhkohlen Mk. 430 biS Mk. 440, Ruhr-Flammnutz Körnung I und ll Mk. 260 bis Mk. 270, Rubr - Fiammnuhkohlen III Mk. 240 Vi4 M. 250, Fettswrot Mk. 210 bis Mk. 220, Ruhr-BruchcokS Mk. 330 Mk! 310, Au^siebaries Mk. 000 biS Mk. 000. Alles per 10 To. ab Mam.yetm. D.e Riebe. schlage Der letzten Tage vermochten dm Wasser stand des Rheines immer noch nicht genügend auszubeffern, wdah die Zufuhren nach Mannheim äußrrst jpäilich sind und der Hauptverkear auf die direkte Bahntteferunkl ab Zlche angewiesen ist. Englische Jndustrienüsse bleiben andauernd vernachlässigt und sind bereits einzelne Posten wegen geringwertigen Materials der Ver- -opfen. Am Markt in Nürnberg herrschte während der Berichtswoche eine vorwiegend staue Stimmung und kamen Abschlüsse nur bei nachgebenden Preisen zu stände. Die Umsätze waren natürlich nicht belangreich, da die Eigner sich nur schwer entschließen können, zu weichenden Preisen abxuqeben. Die Zufuhren vom Lande, ebenso die Bahnabladungen haben bedeutend nachgelaffen. Es kosten Württembergs Prima 95-105, mittet 80-90, Hallertauer Siegel 95-110, Prima 9o-103, mittel 85-90, Gebirqshopfen 88—92, Marktwaare 70—85, Badische 75—115, Spalter Land 100-115, Etsäffer 85-100, Posener Prima 100-105, Mittel 85-90. In Baden fanden nur ganz kleine Umsätze statt und wurde 75-80 bezahlt. In Württemberg herrschte eine vorwiegend flaue Tendenz, ........0 7 r r ___1 QA__QA fSlfnfc mofnpt 31,', °/e Keichs anleihe do Neueste Meldungen. Berlin, 17. November. Wie den „8. N. N." von zuständiger Seite mitgeteilt wird, kann das Verfahren in Sachen des Breslauer Zwischenfalles, der anfangs Anlaß zu stark übertriebenen Gerüchten gegeben hatte, als vorläufig abgeschlossen gelten. Die verhaftete Schnapka ist, iuic nunmehr sowohl durch ih'.e Vernehmung durch den Staatsanwalt als durch die polizeilichen Ermittelungen feft- aestellt wurde, geisteskrank. Allgemein wird die Befriedl- aung darüber sein, daß das Leben des Monarchen ernstlich nicht bedroht war, und daß der Zwischenfall jeder Pöltschen Bedeutung entbehrt. Berlin, 17. November. Die Fraktionen des Reichstages haben im Laufe des gestrigen Tages zum größten Teile über ihre Stellungnahme zur sogenannte» China-Vorlage beraten. Die Centrums-Fraktion hat L. L Gießen, 16. November, (©traf tarn m er.) 1 Mtbem’ als erster Gegenstand der Tagesordnung die | Gaskammer als Berufungsinstanz ein angefochtenes Urei! des Schöffengerichts Samberg a. d. Ohm, das wotzl Len den Angeklagten, Wilhelm Schweisgut daselbst, Ei dem ihm zur Last gelegten Vergehen gegen das ^Mungsmittelgesetz auf Freispreck>ung erkannt, ihm indes tat entstandenen Verteidigungskosten ausgeburdet hatte, taiijichtlich des letzteren EntscheidungspunkteS aufhob und r diese Kosten der Staatskasse auferlegte, wird in Verhandlung gegen ein 21 jähriges Mädchen, Marg. Talhelm aus Ober-Osleiden, wegen fahrlässiger Kindestötung eingetreten. Die Angeklagte soll am o.i August d. I'. ihr neugeborenes uneheliches Mnd aetötrt haben. Ract)dcm die Oeffentlichkeit ausgefchloffen rrorben und die Zeugenvernehmung hinter verschlossenen 4Julien vor sich gegangen war, wird die Oeffentlichkeit Landwirte Hch Geiß II. und Konrad Preis; von I Äptertenrod sind in Anklagezustand versetzt worden, I Will sie dringend verdächtig sind, die Aufsichts- und I Hsp rrungsmaßregeln, die von der zuständigen Behörde I jur Verhütung des CinführenS und Verbreitens von Vieh- I kurirti angeordnet worden find, dadurch wissentlich verlöt Aii haben, daß sie am 2. Mai d. I. trotz der über I -ihre tzeimatsgemeinde verhängten Gemarkungssperre Zirkel auf den Hornberger Markt gebracht hatten uno tort verkauften. Das unteqn29. August verkündete Urteil X-i Schöffengerichts Grünberg lautete auf Freisprechung unter der Begründung, daß den Angeklagten bav -oe- Mißlsein der Rechtswidrigkeit gefehlt habe. Per gegen dieses Urteil seitens der Staatsanwaltschaft eingelegten irufung wird stattgegeben und der Angeklagte Geiß iu einer Gefängnisstrafe von 2 Tagen, der Angeklagte treifc in eine solche von 1 Tag verurteilt. Hinter ver- Monenen Thüren wird nunmehr gegen den befangenen- mrirber Hch Müller von Butzbach verhandelt. Der An- qck!oqte wird besclMldigk im Jahre 1900 in fortgesetzter Sega ngeiischaft mit der 9 jährigen Tochter eines Kollegen unziichtige Handlungen vorgenommen zu haben. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisstrafe von 1 ^ahr und ll Monaten. - Jnzwiscl)en war der zuletzt in Neu-Jseu- bura ansässig gewesene Agent Julius R a s ch i tz aus Karlsbad aus der Untersuchungshaft vorgeführt worden der rocaen Diebstahls in zwei Fällen unter Anklage steht, hfl 26 jährige Angeklagte wird beschuldigt, vom 12. zum 13 September d. I. zu Bad Nauheim 418 Mark bares ili) dem Gastwirt und Fuhrunternehmer Christian Meyer ans einem nicht verschlossenen jedoch in verschlossenem Lchi.anke stehenden Behältnisse, sowie der Dienstmagd des- jeibt n aus einem in nicht verschlossener Stube stehenden visemen Koffer den Betrag von zwei Mark weggenommen unb sich zur Oeffnung des Schrankes eines falschen Miüssels oder anderen Werkzeugs bedient zu haben. Kit großer Dreistigkeit stellt der Angeklagte die ihm jur Last gelegten Strafthateii in Abrede. Durch die .^ucienvernehmung wird festgestellt, daß sich der Ange- tlagtc am Morgen des 13. September in dem Wohn- Mafzimmer des Bestohlenen aufgehalten hat. Als erwiesen kann ferner u. a. angenommen werden, daß der kno eklagte am Morgen des 12. September von allen Mein entblößt war. Unter Zubilligung mildernder Um- tänibc verurteilt ihn das Gericht wegen schweren Dwb- pchlls zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr b Monaten. Gießer», 17. November 1900. <^ede Stadt ist za loben, die zur Förderung deS Verkehrs ihr Möglichstes ausbietel. Selbst wenn derettö grotze Anspiuche an dieselbe gestellt worden sind, so Hal eine Stadtvertretung immer Sorge | iu tragen, dah dies im Rahmen des Nützlichen, aber auch des Schönen, bleibe. Unsere Stadt hat, wie b.kannt, der Gtehener OmnibuS-Gesellschast, um dem Publikum Verkehrserletchte- rungen zu schaffen, eine jährliche Subvention bewilligt, und zwar mit Recht. Auch in letzterer Zett ist die Stadt in richtiger Weise vorgegangen, indem fie den „Pfau" an der Marburgerftrab«-gekauft dat um eventuellen anderen Spekulationen vorzugreifen. BtS yteryer stimmt alles. Aber das Unrichtigste, was je gethan worden ist, ist mit dem Umbau dieses Grundstückes geschehen. Man n»hm an, daß dem so lange zmückgesitztnWalllhor endlich»Gerechtigkeit rvtder- fafnen würde, indem das altersschwache Gebäude vom Erdboden vertilgt unv sich ein der Zeit entsprechender Neubau erheben würde. Aber leider erfahren die An- und Umwohner des Walllhors, auch aen. „Rordoft" wieder die größle Enttäuschung. DaS Wall- ?bor scheint das Stiefkind der Sladt Gießen zu fein und zu bleiben. Viele Jahre bemühen sich Männer des Vereins »Nordost , dielen T-il der Stadt durch eine Haltestelle zu beleben, überhaupt Verkehr zu entwickeln - doch leider kommt das Verkehrshindernis durch die Stadtvertretung jetzt selbst. Wir fragen nur leise an. Welcher Lärm würde ft» e.h-ben, wollte man -ine solche Baracke an den SelterSweg stellen Die Baracke 'ft das ungesetzlich leuergffähr- llche, unschöne Asyl, «richtet für kranke Omnibusse! Wir Nordostler sind ia bereits gewöhnt, mit anderen Augen angesehen und behandelt zu werden als andere Teile der Stadt, aber dieser wunderbare Kunsttempel, der am „Pfau" errichtet wird, spricht doch Allem Hobri! Wäre uns nicht der neue Friedhof beschert, so läge das Wallthor noch in traulich schöner Stille. Der Polksmund erzählt sich, der U Heber dieses Monurnental-Bams" fit ein Stadtverordneter, speziell vom 9tordost gewählt, doch d« Einsender kann vieS nicht glauben. steigerung ausgesetzt. Biehmärtte. Nach wie vor steht prima Großvieh rm Vordergrund des Handels und herrschte hierin an fast allen einschlägigen Märkten ein sehr lebhaftes Geschäft. Aber auch mittlere Qualitäten fanden an einigen Märkten infolge Mangel an besserer Ware etwas mehr Beachtung, sodaß der Absatz als mittelmäßig bezeichnet werden kann. Kälber waren sehr gefragt und an einigen Plätzen rasch ausverkauft. Der Handel ging tm allgemeinen sehr flott von statten und es blieb kaum nennenswerter Ueberstand. Vollmästige prima Schweine sind sehr gesucht, die Antriebe waren sehr rasch geräumt, aber auch mittlere Qualitäten, sowie Läufer und Milchschweine wurden lebhaft gehandelt. nnpfi-hll [7502 c. Roth II., __________Wallthoryraße S. 2 Pferde, geritten, «U- und zweispänrrig gefahren, preiswert zu verkauf«« 04940] Brandplatz 6. handel und Verkehr. Volkswirtschaft. 17. November. Marktbericht. Auf dem heurigen M«k?'kosteten: Butter per Pfd. ^ 1-20-L80 Hühnere^ 3xt St 7—9 A, 2 St. 00—00 Enteneier 2 St. 00—16 »am« 6t 00—00 4 Käse 1 St. 5—8 Kasematte 2 St. 5—6 4, ^bsen per Öfter 22 X Linsen per Liter 34 Tauben per Paai 4 00^.90, Hühnn per St. M 0.90-130, Sahnen per Stü- U 0 65-1.00, Enten per St. 2.00—2.20, Gänse per Pfund 150 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.00-0.0 u sislch per Liter 18 Getreide. Nach kleineren Schwankungen im Laufe der Woche schließen wir tat- bei befferer Tendenz und etwas angeregter Bedarfsfrage. Dc^ lngebot von Weizen war von allen Sellen nur schwach, ^aß Ireife eher eine Fraktion anziehen konnten. Roggen ebenfalls etwas -!ger; Gerste unverändert; Hafer fester; Mais gut gefragt m d.spo- Mer Ware. Die heutigen Notierungen sind: Redwinter 2 Mk. • lanUS 2, 155—137; südruff. Weizen 131-144; rumän. Weizen 131 Üi 144; ruff. Roggen 105-110; ruff. Futtergerste 102; amenkan Hafer 105; ruff. Hafer 100—116; Mixed Mais, alter 94; per Tonne w -totterdam. Xabat. I« Laufe der Berichtswoche wurden die Orte Doffenheim zu K. 21 bis 23, Sandhofen von 24 bis 28, Schaarhof bis M? 29 und tlmkgeld. Eppelheim von Mk. 16 bis 20 (teilweise abgehängt) verkauft, z« Geinsheim (Pfalz) ivurde zu Mk. 20 und in Hatzenbühl bis jetzt h 1000 Centner zu Mk. 30 am Dache verkauft. Mit Ausnahme einiger Iiundorte und einiger pfälzischer Cigarrenorte, die noch zu verkaufen lnd wäre das Einkaufsgeschäst ziemlich beendet. Da durch die fort- M-end schlechte Witterung der Tabak sehr leidet, wäre befferes Wetter lidr erwünscht Wie die Ablieferung der Tabake ausfällt, wollen wir «ib abwarten, zu wünschen wäre nur, daß die Produzenten große Sorg« ftit darauf.verwenden würden, die Ware trocken abzuhängen und so an d- Waae^V bringen. Wir bezweifeln, daß dies der Fall sein wird, denn mn^man die zu verwerfende Art und Weise des Emkaufes in diesem K««t Bnücksichtigung zieht, so kann man voraussetzen, daß die Pro- 4 % 3'/-°/- 4 Vo D. 3*/,% 4 0/o 1 4% 4Ve 31, °/. 3'/,°/o Telephonischer Kursbericht Frankfurt, den 17. November. deutsche Grundsohuld-Bank 1 u. 2 80.00 M. do. 8. 5/-i unk. b. 1904 80.002 „ do. 8. 7/8, unk. b. 1906 74 00 M. . Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 99 50 , do. unk. 1905 90.50 „ Preuss. Hyp’-A -Bank 8. 8-12 88.10 » do. 8. 15-18 unk. b. 1900 88.10 „ do. 8. 19-20, unk. b. 1905 88.10 „ do. 8. 13, 14 80.00 „ do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 80.00 „ Todes-Anzeige Herrn Heinrich IHühllch, Wägermeister im Alter von 67 Jahren nach langem, schwerem Leiden zu sich zu rufen. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Prätorius. Mühlich. 7494 Giessen, Hanau a. M., den 17. November 1900. Die Beerdigung findet Sonntag den 18. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Dammstrasse 24, aus statt. Ludwigsplatz 63= Ludwigsplatz 13. 0 0 un 0 s Ml. MMWlmk mieten. Wolkengaffe 2l I. 04924] Wövtiertes Zimmer sofort biüifl abzugeben. Bahnhosstr. 60 II. S 7497 F. Leitzow & Co. frei durch den Vertreter 7477 Lieblgstr. 18. 7499 751> etrenttoertlld für hc* alfewctna» Ifti: P- «ittUj für toi fcqtiftwrik ««<. — Scuel neb «trief btt »«*$€** «»» **üibru4*( s G S y at SS s ö e « £ Ä B 56 2 x XI V •N Otto Pickert, Giessen, Bahnhofstraße 22, H. Baldigste Bestellung geboten. 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