Sonntag den 18, Februar 1900 Rtirtagl. Anrts- und Anzeigeblntt für den llrets Gieren Alle Anzeigm-VermittlungSstellen deS In- und Äugt anbei nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen, ZeileupreiS: lokal 12 Pfg., anSwLrtS 20 Pfg. Hebelttoe, Expedition und Druckerei: Ichnlfiraße Ar. 7. sperre angeordnet worden. Gießen, den 17. Februar 1900. Großh. Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Sichen" mit 19 Mitgliedern. „OrtSgewerbeverein zu Grünberg" mit 31 Mitgliedern. „Ortsgewerbeverein zu Hungen" mit 34 Mitgliedern. „Ortsgewerbeverein zu Lich" mit 45 Mitgliedern. „Ortsgewerbeverein zu Lollar" mit 44 Mitgliedern. „Gewerbeverein Rabenau zu Londorf" mit 38 Mitgliedern. Die festgestellten Bestandslisten liegen in der Zeit vom 20. Februar bis zum 5. März d. Jrs. in dem Geschäfts« zimmer unseres Bureauvorstehers zur Einsichtnahme offen. Beschwerden gegen die Feststellungen sind bei Meidung des klug schlaffes innerhalb der gleichen Frist bei uns anzu- Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heMhe Landwirt, Klätler für hegifthe Volkskunde._________________ * Deutscher und Pole. Gießen, den 17. Februar 1900. Zum ersten Male wohl, seitdem der deutsche Reichstag besteht, hat ein Volksvertreter einen politischen Gegner zum Zweikampf herausgefordert. So häufig auch von den fran- zösichen Abgeordneten gemeldet wird, daß sie mit Grazie inb ohne Blutdurst sich daran vergnügt haben, Löcher in die Natur zu schießen oder ihren Degen in grimmigen Ge- bfrbien und doch mit kindlich reiner Seele zu wetzen, so hat N1 der deutsche Volksvertreter einen so heiligen Respekt 3or den Landesgesetzen und eine so tiefe Abneigung gegen Las „Speetacul" des Zweikampfes, daß er statt des Degens In Obbornhofen ist in 5 Gehöften die Maul- und Llauenseuche ausgebrochen und Gehöft- sowie Gemarkungs- Ibrefie für Depeschen: Anzeiger Ktetzen« Fernsprecher Nr. 51. Mezugspreis vierteljährl. Mk. 2,SS monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,91 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl mit Bestellgeld. v n Anzeigen zu der nachmittags für bce litont- TH erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abenH vorher. Herr Hahn war einst einer der Gründer >es Vereins deutscher Studenten, keine seiner Thaten oder Reden läßt einenZweifel an feiner nationalen Gesinnung zu. Herr Szmula aber hat noch niemals auf dem Gipfel des Kyff* Häuser flammende Rede auf Deutschlands Macht und Größe gehalten, wohl aber hat er allen Anträgen zugestimmt, die das nationale Empfinden der Deutschen verletzten. Und überdies hat das Polentum — wir sprechen es nicht ohne Widerstreben aus — noch nie im geschichtlichen Leben als ein sicherer Hüter der politischen Aufrichtigkeit, der Ehrlichkeit, gegolten. Wohl aber ruft sein Name die Erinnerung an ungezählte Jntriguen wach, die wohl kaum jemals gesponnen wurden, um dem Deutschen Reiche förderlich und dienlich zu sein. Herr Szmula hat das Vertrauen eines Andern mißbraucht, das steht außer Zweifel. Schon deshalb, wenn nicht andere Gründe sprächen, würden wir der Versicherung Hahns stärkeren Glauben beimessen, als den Erklärungen seines Gegners. Was zwang ihn denn zu dem Vertrauensbruch, wenn anders er nicht einen politischen Gegner schädigen wollte? Herr Hahn ist überdies Deutscher, Herr Szmula aber Pole. Wir glauben dem Landsmann und nicht dem Feinde. Herr Hahn hat jetzt Herrn Szmula vor die Pistole gefordert, Herr Szmula hat als Katholik, wie es heißt, die Forderung abgelehnt, er hat nach dem studentischen Ausdruck, „gekniffen." Das mag ihm Bebels und der befreundeten Kapläne Bewunderung eintragen, aber andere Leute empfinden noch immer anders. Sogar Graf Badeni hat mit Wolff Pistolenschüsse gewechselt, und der Papst hat ihn von zeitlichen und ewigen Strafen freigesprochen. Ob der Papst nicht auch für Herrn Szmula einen Ablaßzettel bereit hätte, wenn er den Gang auf die grüne Haide wagte? Als Bismarck sein Duell mit Herrn v. Vincke hatte, reichte ihm der Hofprediger Büchsel das Abendmahl und sprach vor dem ersten Schuß ein Gebet mit ihm. Es ist noch gar nicht lange her, da schoß Herr v. Kiderlen-Wächter, der jetzt Gesandter ist, Herrn Polstorff eine Kugel durch die Lunge. Die Abneigung gegen den Zweikampf ist noch keineswegs Allgemeingut geworden. Indem Herr Szmula sich mit frommer Miene von ihm lossagt, bestärkt er keineswegs die Bewunderung für die Unanfechtbarkeit seiner Auffassung von Welt und Leben und Pflicht. Und indem er den lauten Beifall vieler Organe erntet, macht er den unbefangenen Zuschauer geradezu ängstlich: Von mancher Presse gelobt zu werden, sollte weher thun, als ein Tiefquart oder ein Schuß aus der gezogenen Pistole auf zehn Schritt Barriere. Die Gießener »erden dem Anzeiger tzn Wechsel mit .Hess, ienbretrt" ■- Mütter Mr heff. Volkskunde* »1chtl.4mal beigelegt. Herr Alexander Meyer bot auch wohl einem Antisemiten schäkernd die Schnupftabaksdose, Das hat für den politischen Kamps sein Gutes, es nimmt ihm das Persönlich- Gehässige, es erinnert wieder an das Gesetz des alten deutschen Gastrechts, daß man nichts Böses gegen den im Schilde führen soll, mit dem man den Trinkbecher leert. Das vertrauliche Wort gehört nicht in die Oeffentlich- keit, ob nun der Wein schon die Zungen gelöst hat oder nicht. Gilt doch gerade von solchen Privatgesprächen der Satz, daß der Ton die Musik macht. Durch falsche Betonung kann man aus einer Tragödie eine Posse machen und der heuchlerische Satz des Franz Moor: „Seid ihr auch wohl, mein Vater" wird zu einem groben Verstoß gegen die Vorschrift des Code Napoleon, daß die Frage nach der Vaterschaft verboten sein soll, sobald man das Komma wegläßt. Jetzt versichert Herr Szmula mit der Grabesstimme edelster Entrüstung, Herr Hahn habe ihn scharf machen wollen gegen die „häßliche" oder „gräßliche" Flotte, er solle versuchen, „möglichst viel Mitglieder des Zentrums gegen die Flotte zu kriegen". Es ist Herrn Szmula, der ja als Pole nicht verpflichtet ist, in die Fein- heiten der deutschen Sprache zu bringen, augenscheinlich entgangen, daß eine so saloppe Ausdrucksweise, wie er sie mit seinem Ehrenworte bezeugt, einem deutschen Manne von akademischer Bildung auch dann nicht zuzutrauen ist, wenn sich der Schwarm schon verlaufen hat zur mitternächtigen Stunde; es ist ihm aber auch entgangen, daß in dieser Form schwerlich Staatsaktionen unternommen werden und daß an sich schon die Wahrscheinlichkeit für die Behauptung seines Gegners spricht, daß er Herrn Szmula nur zugerufen habe: „Wenn Ihnen die Flotte so gräßlich ist, so stimmen Sie doch dagegen." Und Herr Szmula ist auch darüber sich nicht ganz klar geworden, daß es sich nicht schickt, private Aeußerungen politisch zu verwerten; dem Reinen ist alles rein. Und Herr Szmula ist rein wie ein Engel. Fast die ganze „deutsche" Presse tritt für ihn ein. Er ist ja Cen- trumSmann, und er ist Pole, und wer an seiner Tugend zweifelt, dem geht es, wie einst dem Dr. Peters, als er gegen den Prinzen Arenberg auftrat. Wir freilich sind der ketzerischen Meinung, daß, wenn das Wort eines Polen und eines Deutschen sich gegenüberstehen, bis zum strikten Beweis des Gegenteils ausschließlich das Wort des deutschen Mannes Glauben verdient. Herr Szmula ist ein eifriger, vielleicht der eifrigste polnische Agitator, die Thätigkeit des Bundes der Landwirte ist ihm in hohem Maße fatal, und der Wunsch, ihn aus seinem Wahlkreise fernzuhalten, begreiflich. Aber nicht immer heiligt der Zweck das Mittel, auch wenn Herr Szmula anderer Meinung ist. Gießener Anzeiger Heneral-Unzeiger hin gen. Gießen, den 16. Februar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. 8etr.: Maul- und Klauenseuche in Obbornhofen. 1. litt» »ch ft hon los btTn6 Äte ?? Qud) d« '«met itiZ ' " « fc* X1: £ e[tri|ierung mit J Ä* T ‘SalBI"1 , / bet No «m 7 «"«litte äinit Lokales und Provinzielles. Gießener Nudergefellfchafl. In der General-Versammlung vom 6. Februar wurden folgende Herren für das Jahr 1900 in den Vorstand gewählt: Jean Kirch, Ehren-Borsitzender, A. Scheel, 1. Vorsitzender, Georg Schminke, 2. Vorsitzender, E. Challier jr., H. Her- linger, Schriftführer, A. Wittich, Kassenwart, C. Krai- ling jr., L. Lotz jr. Ruderwarte, Rich. Wallenfels, BootSwart, E. Balser, L. Petri III., Ehr. Reiber, Beiräte, Kommerzienrat W. Gail, Zahnarzt G. W. Koch, Vertreter der unterstützenden Mitglieder. Die Kassenverhältnisse sind nach dem Bericht des Kassenwart zufriedenstellend, welches besonders der gütigen Zuwendung größerer Geldbeträge durch einige ältere Mitglieder zuzuschreiben ist, welchen auch an dieser Stelle nochmals gedankt werden soll. — Die sportliche Thätigkeit war im verflossenen Jahre eine sehr rege, doch wurde das ersehnte Ziel nicht erreicht, da durch die Abwesenheit der Instruktoren die Ausbildung der einzelnen Mannschaften keine der heutigen Technik entsprechende war und den Mannschaften, welche der Aufsicht eines Ruderlehrers nicht unterstellt gewesen waren, nicht erfolgreich gegenüber treten konnten, weshalb auch von einzelnen Mitgliedern angeregt wurde, für fommenbe Saison einen Ruberlehrer zu engagieren, wozu auch schon größere Gelbbeiträge in Aussicht gestellt würben. Zur Pflege der Geselligkeit wurde für Samstag den 24., er. im Hotel Einhorn eine karnevalistische Unterhaltung beschlossen und oft bewährte Hände mit der Ausarbeitung des Programms betraut. Zum Schluffe sei noch erwähnt, daß vom Vorstand eine neue, dem bürgerlichen ^esctzbuche entsprechende Satzungen au5gearbcitet_rourbc, auf Grund dessen Ibunfl. jjWWl £40 Bl"'JsU-—— x-sSy E y. I nur die Zunge wetzt und, statt mit der Pistole zu schießen, fllfftlWn C&CTL I lieber gewaltige Rede-Kanonaden erdröhnen läßt. Der AuS- " _' ö I gang des Kampfes ist hier wie dort nicht sonderlich ver- Bekanntmachung, N», ^Feldscher brauch, seine Wr« nW °°n i'MTbetreffend Wahlen zur Handwerkskammer. I Jetzt hat Herr Dr. Hahn vom Bunde der Landwirte Nachprüfung der bei uns eingereichten Bestandslisten I Qlte Sitte durchbrochen, es dürstet ihn nach dem Blute haben wir folgende Vereinigungen als wahlberechtigt an- I beg polnischen Abgeordneten Szmula. Die beiden «ktmut: . I Männer waren nicht immer Feinde. Vor fünf Jahren, als „Ortsgewerbeverem zu Gießen" mit 190 Mitgliedern. I bie ^ier am Nord-Ostseekanal die Abgeordneten in die „Bäcker-Innung des Amtsgerichtsbezirks Gießen^n^ I meerumschlungenen Länder führte und in hochgemuter Stim- 72 Mitgliedern. I mutlg etwa zwei Dutzend Volksvertreter den Leib einem „Fleischer-Innung zu Gießen" mit 30 Mitgliedern. I gebrechlichen Nachen anvertrauten, wollte es der Zufall, „Barbier-, Friseur- und Perückenmacher-Jnnung zu | QU$ ber Steuermann und seine Matrosen allzustark sich den Lockungen des Gottes Bacchus hingegeben hatten, so daß das Fahrzeug in arge Bedrängnis geriet und der Kanaljubel fast durch das laute Wehklagen einer trauernden Nation verdrängt worden wäre. Auch die Helden Homers pflegten zu schreien, wenn sie Schmerzen litten ober wenn Gefahr brohte. So erhoben benn auch in jener angstvollen Stunbe bie Herren Szmula unb Cegielski gar laut unb beweglich bie Stimme zur Wehklage unb ihre salzigen Thränen mischten sich mit ben salzigen Fluten beS Meeres. Damals hat Herr Hahn als Sohn ber „Wasserkante" bas Steuer ergriffen unb mit Energie bas Schifflein ber Gefahr entzogen unb beim schäumenben Sekt hat später Herr Szmula ben „Lebensretter" gepriesen. Unb er blieb ihm auch fernerhin gut, ber alte Szmula bem jungen Hahn, unb gar häufig noch sprachen sie beim mannhaften Trünke zusammen ein stillvertrauliches Wort. Politische Gegnerschaft nicht auf bas persönliche Gebiet zu übertragen, galt noch immer als vornehm. Der Kulturkämpfer Sattler war erst jüngst bes Grafen Ballestrem Gast, Herr Schmibt trank im Kaiserschloß auf beS Fürsten Bismarck Wohl und \mer' Rimmer M t tu bermieitn. _JNanlagt62, JWWt lUBtwUUo. Ul,, NedrvtzrW» iüxi möbL a MrUrS dimmet iu > _ Diqvratzr ty -lbergerweg 54, ™ Slbäser ertaufltn A- «b pn l. Svril^, mife, sowie ©enu uti « Reiß, Bfe;; 27. sucht Stabt am Mtm rin i WM \v MÜÜ M-W hs fetttn bthtbe man uffli die Eg», d. 81. ju tiitet Zigarrrnsabrik sucht v nen angehenden ommis. Grhalisanspr. und 11 >ie tzMdition d. 81. ;ige rchttiftttgtstlltl' taget, Lampsschreinn^ itt Pftlitdiich 1 k-yn gesucht- » Nr. 4L_ Bekanntmachung. 8etr.: Maul- unb Klauenseuche zu Steinheim. In Steinheim ist bie Maul- unb Klauenseuche bis auf ein Gehöfte erloschen, unb bie Gemarkungssperre auf- zchoben worben. Gießen, ben 17. Februar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtolb. Bekanntmachung. Mr.: Die Abhaltung ber Viehmärkte. Wegen ber herrschenben Maul- unb Klauenseuche ist He Abhaltung ber Viehmärkte zu Butzbach am 22. Febr. 1900 unb zu 'Friebberg am 27. bezw. 28. Februar l. I. Dtrboten worben. Auf ben am 27. bezw. 28. Februar I. I. p Friebberg ftattfinbenben Pferbemarkt hat vorstehenbeS kerbot keinen Einfluß. Gießen, ben 16. Februar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtolb. Gesunde«: Gelb, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Kruzifix, 1 Muff, Garn, 1 Spannkette unb 1 Sturm- lüerne. Gießen, am 17. Februar 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. die Aufnahme in das Vereinsregister des Amtsgerichts nachgesucht werden soll. *• •• Stadttheater. Wir haben bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß unser ausgezeichneter Väter- und Charakterspieler Karl Walter am nächsten Dienstag sein Benefiz hat. Da wir den Künstler bereits im Laufe der vorigen Theatersaisou schätzen lernten, so erübrigt uns nur noch, verschiedene Hauptpartieen aufzuzählen, deren Wiedergabe durch Herrn Walter uns vollgiltige Beweise für sein Können lieferten. Wir nennen nur den Gehcimerat Sartorius im „Erbe", den Stauffacher im „Tell", König Philipp — „Don Carlos", Junker Tobias — „Was Ihr wollt", Schwetzingen — „Goldne Eva", „Doctor Klaus" u. s. w. Auch in zahlreichen kleineren Partieen zeigte Herr Walter, daß er gutes künstlerisches Verständnis besitzt, welches chn in den Stand setzt, eine klare Auffassung der jeweiligen Rolle zuteil werden zu laffen. Der künstlerische Geschmack des Darstellers offenbart sich übrigens auch in der Wahl des Stückes: „DerG'wissenswur m", Bauernkomödie mit Gesang von Anzengruber. Anzengruber ist in dieser Saison noch nicht zu Wort gekommen, aber man darf nur den „Pfarrer von Kirchseld" und den „Meineidbauer" anführen, um die Popularität Anzengrubers darzuthun. Die eben genannten Stücke enthalten eine gewisse Tragik, welche dem „G'wissenswurm" nicht beigemischt ist, aber ein so herzerquickender, gesunder, frischer Humor, welcher stellenweise drastisch zu nennen ist, zeichnen das Stück vor vielen anderen dieses Genres aus. Nicht zu unterschätzen sind auch die in dem Stück enthaltenen Gesänge, G'stanzeln rc. Herr Walter, welcher den oberbayrischen Dialekt vollständig beherrscht, spielt eine komische Charakterrolle, den „Dusterer", und das Publikum weiß zur Genüge, daß der Künstler gerade in derartigen Rollen Hervorragendes zu leisten vermag. Herr Walter hat, wie man uns schreibt, nach Schluß der Saison, ein zweijähriges Engagement an das Stadttheater in Nürnberg angenommen. Wir wünschen ihm zu diesem Fortschritt viel Glück und — an seinem Ehrenabend einen vollen künstlerischen und materiellen Erfolg! ** Man schreibt der „Frkf. Ztg." aus Darmstadt: „Die Generaldebatte in der Zweiten Kammer brachte heute einen überaus heftigen Vorstoß, den die Zentrumspartei durch ihren Führer, den Abg. Dr. Schmitt-Mainz, gegendenStaatsministerRothe ^unternahm, und der eine besondere Folie durch Lobeshymnen auf die beiden anderen Minister erhielt. Während das Zentrum seinerzeit den Abgang des Herrn Finger nicht ungern sah, und Herrn Rothe recht sympathisch empfing, ist es neuerdings mit dem Staatsminister unzufrieden. Einmal wegen der Neubesetzung der leitenden Stellen im Schulministerium, die ohne Berücksichtigung ultramontaner Herzenswünsche erfolgte, sodann wegen des Verhaltens bei der jüngsten Mainzer Bischofswahl. Staatsminister Rothe hat, was offen herauszusagen nun wohl nicht mehr allzu indiskret ist, hervorragenden Zentrumsleuten die Zusicherung gegeben, daß bestimmte Kandidaten einem Widerspruch bei der Staatsregierung nicht begegnen würden. Als nun die Kandidatenliste zurückkam, sah das Zentrum zu seinem Ingrimm, daß Kandidaten, auf deren Annahme es Wert gelegt hatte, gestrichen waren. Ob gerade Herr Rothe dafür verantwortlich zu machen, und obnicht in einem anderen Minister der eigentliche Widersacher "des Zentrums zu suchen ist, wollen wir heute unerörtert lassen: Genug, Rothe soll das Opfer sein, und so sagte ihm denn Doktor Schmitt heute die unterschiedlichen Offenherzigkeiten. Der Staats-Minister war durch die Vehemenz der Angriffe sichtlich frappiert, und wenn auch seine beiden belobten Kollegen, der Justizminister und der Finanzminister, ihm beisprangen und sich ihm unbedingt und in allen Maßnahmen solidarisch und gleichmäßig verantwortlich erklärten, so dürfte doch die Lust am Amte bei ihm noch geringer geworden sein, als sie ohnehin war. Wir haben wahrlich keine Veranlassung dem Staatsminister ein Loblied zu singen; das kann uns aber nicht hindern, anzuerkennen, daß er niemals sein Präsidium im Ministerrat zur Unterdrückung oder Verzögerung notwendiger Reformen gemißbraucht, und daß er durch seine Vermittlerfähigkeit gute Dienste geleistet hat. Wir erinnern an sein Eintreten für die Fortentwickelung des Fabrikinspektorenwesens, für die Einführung einjähriger Budgets, für die noch ausstehende Reform des Landtagswahlrechts, bei dem er das Prinzip der direkten Wahl anerkennt. Kulturkämpfer und ausgesprochener Parteimann ist er ganz und gar nicht, und deshalb erscheint der ultramontane Versuch, ihm sein Amt zu verleiden, als politisch nicht ganz reiflich erwogen. Das Zentrum besorgt damit die Geschäfte der Nationalliberalen, die nichts sehnlicher wünschen, als den Mann an leitender Stelle zu sehen, der, aus ihren Reihen hervorgegangen, sich als Kulturkämpfer von bedeutenden Fähigkeiten hinlänglich bewährt hat. Soviel steht wohl fest, daß die anderen Oppositionsparteien den Husarenritt gegen den Staatsminister Rothe nicht mitmachen werden, weil sie nicht geneigt sind, einem ausgesprochen nationalliberalen Parteiministerium die Wege zu ebnen. . . ." ** Luxuswagen-Steuer. Die „Butzb. Ztg." schreibt: Bekanntlich herrscht durch die neueingeführte Versteuerung der Luxuswagen (20 Mk. pro Jahr) bei denen, die dazu ungerechtfertigterweise durch die falsche Gesetzesauslegung von der Finanzverwaltung herangezogen werden, und auch bei den Wagenbauern große Erregung. Besonders wird der letztere Geschäftszweig empfindlich unter den jetzt gehandhabten Bestimmungen zu leiden haben. Bürgermeister Joutz, unser Vertreter im Landtage, legte kürzlich in den Spalten dieses Blattes klar, was die Abg. bei Annahme dieser Steuer unter Luxuswagen verstanden haben, und daß die gegenwärtige Anwendung sofort be-, seitigt werden müsse. Herr Wagenbauer Grauer dahier hat sich an seine Kollegen, mit der Bitte gewandt, bei ihren Abgeordneten dahin vorstellig zu werden, daß dieselben tim Landtage in abänderndem Sinne wirken. Genannter Herr hat sich auch an den Landtags- und diesseitigen Reichstagsabgeordneten, den Grafen Oriola gewandt, um die Ansichten dieses Sperrn, der den Antrag auf Besteuerung der Luxuswagen miteingebracht hat, zu hören. Herrn Grauer wurde nun aus Berlin das folgende Schreiben: „Geehrtester Herr Grauer? Der Antrag auf Besteuerung der Luxuswagen wurde von mir mitgestellt, weil ich es für ungerecht hielt, das; reiche Leute, Besitzer mehrerer Equipagen, in Bezug auf diese steuerfrei sein sollten, während der weniger Besitzende sein Fahrrad mit 5 Mk. besteuern sollte. Ich stimmte gegen die Fahrradsteuer, als diese aber genehmigt wurde, stimmte ich .für die Besteuerung der Luxuswagen. Unter Luxuswageti haben wir aber keineswegs den Wagen verstanden, den der Landwirt bedarf, um seine Geschäfte ordnungsmäßig erledigen zu können., Ob der Wagen, den der Oekonom braucht, um die Umgegend zur Erledigung seiner Berufsgeschäfte zu befahren, Federn hat oder nicht, kommt meines Erachtens für die Beurteilung, ob der Wagen ein Luxuswagen ist, nicht in Betracht. Ich werde nicht unterlassen, in dieser Angelegenheit die geeigneten Schritte zu thun und gedenke eine Inter-' pellation einzureichen. Hochachtungvoll ergebenst Graf Oriola." r. A u s d e m O h m t h a l e. Sicherem Vernehmen nach wird auf der Kleinbahnstrecke Kirchhain-Schweinsberg mit den Stationen Kirchhain, Amöneburg, Rüdigheim und Schweinsberg am 1. April d. Js. durch die Staatseisenbahnverwaltung und zwar zunächst von der Königlichen Eisenbahndirektion zu Kassel der Betrieb eröffnet. Später, jedenfalls mit der Eröffnung des Betriebes auf der hessischen Staatsbahnstrecke Burg- und Nieder-Gmünden—Niederofteiden (Landesgrenze) wird der Betrieb auf der ganzen Strecke bis dttrchhain voraussichtlich von der königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. mit durchgehenden Zügen als Nebenbahn betrieben werden. Zunächst sind täglich drei Züge in jeder Richtung vorgesehen. Ob diese "dem Bedürfnis genügen und entsprechend gelegt sind, wird die Erfahrung lehren. Vor allem aber werden sich die in Betracht kommenden Bewohner des Ohmthales freuen, daß nunmehr der langer-^ sehnte Zeitpunkt der Betriebseröffnung nahe gerückt ist. Hoffentlich werden alle Vorkehrungen rechtzeitig getroffen' und so beschleunigt, daß der Eröffnungstermin nicht nochmals eine Verschiebung im letzten Augenblicke erleiden muß. Der Verkehr wird sich voraussichtlich weit besser gestalten, als früher angenommen worden ist. In der Umgebung von Schweinsberg und Niederofleiden sind inzwischen fast unerschöpfliche Steinbrüche und Steinlager von zum Teil sehr wertvollem Material von auswärtigen Unternehmern zur Ausbeutung, erworben bezw. gepachtet worden, welche auch alsbald in Benutzung genommen werden sollen. Diese werden der neuen Bahn allein eine regelmäßige und dauernde Befrachtung sichern. Aber auch noch andere Umstände sprechen für eine verhältnismäßig rege Gestaltung sowohl des Personen- wie des Güterverkehrs. — Darmstadt, 16. Februar. Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin sind mit Prinzessin Elisabeth am Dienstag mittag 12 Uhr 30 Min. in erwünschtem Wohlsein bei schönem Wetter in Capri angekommen, wo bereits eine Villa für die Allerhöchsten Herrschaften durch die vorausgesendete Dienerschaft vollständig hergerichtet worden war. Die Reise Ihrer Königlichen Hoheiten wurde dadurch verzögert, daß am Sonntag der Expreßzug in Mailand den Anschluß zum Zug nach Genua nicht mehr erreichte; leider kam auch in Rom der Zug so verspätet an, daß die Ankunft in Neapel erst am Montagabend möglich war, und die Allerhöchsten Herrschaften daselbst über Nacht bleiben mußten. In dem bereit liegenden Dampfboot „Pia" erfolgte die Ueberfahrt am Dienstag Vormittag, und obwohl das Wetter schön war, dauerte die Fahrt von 10 bis 12 Uhr 30 Min. infolge der durch die vorhergegangenen Stürme noch bewegten See. (Drst. Zt.) Arbeiterbewegung. Der Streik itt den Kohlenreviere«. Leipzig, 16. Februar. Die vorliegenden amtlichen Meldungen aus dem Streikgebiete sprechen zwar immer noch nur von einer mäßigen Zunahme der Zahl der Streikenden, aber der Ernst der Situation wird dadurch nicht verringert. Eine bedenkliche Illustration erfährt die Lage durch die Maßnahmen der Generaldirektion der sächsischen Staatsbahnen; Unter solchen Verhältniffen ist es dankbarst zu begrüßen, daß die kömgl. Staatsregierung offenbar entschloffen ist, alles zu thun, wa$ Hebung der Krise herbeizuführen vermag. Die Reise des Herrn Munsters v. Metzsch noch Zwickau, von der die nachfolgende Dresdener Meldung berichtet, läßt dies klar erkennen. Wir laffen nunmehr die vorliegenden Mitteilungen folgen. o Dreöden, 16. Februar. Infolge der sehr bedenklichen Lage, welche durch die Streikbewegung im Zwickauer und Oelsnitz Lugauer Kohlenbezirke geschaffen worden ist, hat Herr Staatsminlster v. Metzsch Veranlassung genommen, sich heute in Begleitung des Herrn Geh. Rates Merz und des Herrn Obersinanzrates Wahle nach Zwickau zu begeben. Es sollen mit den in Frage kommenden Behörden, sowie den Vertretern der in Frage kommenden Vereine der bergbaulichen Jntereffen Besprechungen und Verhandlungen gepflogen werden, um der drohenden Kalamität nach Möglichkeit zu steuern. Das schnelle Emgreifen der sächsischen Staatsregierung verdient jedenfalls alle Anerkennung. Halle a. G., 16. Februar. An die Werksbesitzer ist «ne Eingabe der Braunkohlenbergleute abgesandt worden, deren wichtigste Forderungen folgende sind: „ „ r . . 1. Eine Lohnzulage von 10 Proz. für alle Arbeiten über und unter Tage. 2. Vom 1. April 1900 ist die eigentliche Arbeitszeit um eme Stunde zu verkürzen. t 8. Möglichste Ausgleichung der Gedmgsätze nach dem Grundsätze: Für gleiche Arbeit ist auch der gleiche Lohn zu zahlen. 4. Beffere Wetterventilation, drrchgeführt bis vor den Oertern. 5. Einrichtung von ausreichenden Waschanstalten (Emzelbrause- bäder) und erwärmten Umkleideräumen; Stellung von Verbandsstoffen und Transportwagen für Verletzte. , ,, . . 6. Lieferung von hinreichendem Heizmaterial für den Hausbedarf der Bergarbeiter. e ,r 7. Wöchentliche Lohnzahlung, wie sie schon aus einer Anzahl Gruben des mitteldeutschen Braunkohlenreviers fiattsindet. Die Petenten verlangen, daß ihre Eingabe bis zu morgen, 17. Februar, beantwortet werde und sprechen chre Hoffnung aus aus friedliche Erledigung der Arbeiterwünsche. Wetterbericht. Die gestern westlich von Irland erschienene Depression hat ihren Bereich rasch ostwärts ausgebreitet, und den gestern erwähnten Rücken hohen Druckes in gleicher Richtung zurückgedrängt. Soweit die heute vorliegenden mangelhaften Nachrichten aus dem? Nordwesten des Erdteils erkennen lassen, liegt das Zentruvr des niederen Druckes nicht weniger als 737 Millimeter über den britischen Inseln. Gegen das Gebiet mit hohem Barometerstand, also gegen Osten zu sind die Gradienten sehr beträchtlich erweitert. Voraussichtliche Witterung: An'- dauernd unbeständiges windiges Wetter, später Abkühlung mit zeitweisen Niederschlägen. Das höchste Haus der Welt ; i ! * .1 * < V x M 4 K i 1 \ o I . jkjr* 4 < Wh • 1 4 f fei n V N rii'iiii ijiiiti.il! । iri’lilH t;;......I i li'wj | IjUIJJt I i| ■ In Amerika ist das höchste Haus der Welt erbtmt worden/zunächst freilich nur auf dem Papier. Bruce Pnce, der den höchsten „Wolkenkratzer" erbaut hat, ist der Vater dieses Gedankens. Nur 1500 Fuß soll das HauS hoch werden, also über 3mal so hoch als die Nikolaikirche in Hamburg. In diesem Hause sollen weit über 120000 Menschen wohnen können. DaS großartige Gebäude soll 125 Stockwerke haben, in welchen sich 6000 verschiedene Bureaux, Restaurants, Balllokale und Wohnungen befinden. Ein Wetterbureau wird im „Dachgeschoß" errichtet, ebenfalls soll hier ein Luftkurort etabliert werden. Fünfzig Lifts sollen die ersten 30 Stockwerke emporführen, 10 Lifts ganz in die Höhe gehen. Durch 10000 Fenster soll dem Innern Licht gespendet werden und eine elektrische Riesen« flamme an der Turmspitze wird zur Nachtzeit blendende Helle verbreiten. Die Kosten sind auf ca. 180 Millionen Mark veranschlagt. Markus Bauer Spezial-Geschäft in feiner kserren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener Werkstätte. Gießen, Kirchenplatz (V dm hoch & geworden, unb V Bden d Mai Mbtmbie Stadlmor fee -keststellurrg »euer g S'var vor den Häusern $r. Gingen vir biti mit bem 3 iWfige Plan 14 Tage la1 |c:r offen liegt, unb \ Msses innerhalb dieser M Netzen, den itz.A AoUrrzos jullnin Milk. M s-Ä’S-S Stenge »Wtbenen Rannet Am am 9. __________-Erc n, ■»ÄS"”- «« 8««. Mjj und M *£*«£&* 7 frßtt Aiisv©x*lxa,iii‘ Bekanntmachung Konfirmation empfehle: Für die schwarze Kammgarne, Cheviot, Buckskins in jeder Preislage. schwarze Cachemire, Mohair etc., farbige Kleiderstoffe, Alles in vollständiger Auswahl «nd bekannt guten Huakitäten. Für Landleute: Zum Einkaufspreis werden verkauft: seidene Halstücher, schwarz und farbig, wollene Halstücher, sämtliche Seiden- und Sammtbänder für Nationaltrachten. gewogen! und ich bisher noch ,u alten, billigsten Preisen eingekauft habe, so bietet sich eine seltene gute Gelegenheit zum Einkauf fsir jedermann. Haus mit oder ohne Geschäft zu verkaufen eventuell zu vermieten. MarKipkah 5. Martin Scheel. Pw egen Geschäfts-Auf gäbe, n 3ia$bem da» Wirtschafwgesuch für mein Haus von der StadtverorKneten-Ve-sammlung abgelehnt und dadurch der Sc. tauf bes H-uft» rückgängig gemotbett ist, eitl&te hiermit, daß , der Ausverkauf in unveränderter Weise fortgesetzt wird. 1272 -u er* am 1277 Meyer. mit 74,87 fm, geeignet, 33 2100 werben. Gefl. Mitteilungm erbeten unter B 0585 an b. Exp. d. Bl. Pfingstkopf, Struth versteigert werden: 4,5 8 180 1000 ff. 9 Pfg.-Cigarren Mark l(XX) ff. 10 Pfg.-Cigarren Mark 1000 ff. 12 Pfg.-Cigarren Mark 1000 ff. 15 Pfg-Cigarren Mark Junger Kaufmann, der über die erforderlichen Mittel verfügt, wünscht gutgehende« 40 rm Nadel-Knüppel, 2060 Nadel-Wellen, hierbei 750lange, zu Bohnenstangen geeignet, 46,3 rm Nadel*Stock. Die Zusammenkunft zur bestimmten Stunde ist im Distrikt Bruch am Wegweiser. Hausen, den 17. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Hausen. Müller. 1282 ML Schlachthaus. Freibank. 1139 Heute und Montag: Ochses-risch 54 pfg. 1000 ff. 5 Pfg.-Cigarren Mark 25, 1000 fl. 6 Pfg.-Cigarren Marke X 1000 ff. 7 Pfg.-Cigarren Mark 35, 1000 ff. 8 Pfg.-Cigarren Mark Hohversteigemng. Donnerstag den 22. dss Mts. sollen im Alten*Busecker Ge^ meindewald, Distrikt Kuhtriebswald, und Eichbusch, 111 Eicheustämme mit 74,87 fm, fast sämtlich zu Schnitcholz 95 Eicheustämme mit 6,79 fm (Spalierposten), 261 Eichen-Derbftangenmitl2,7 Ifm (Wagnerholz), 520 Nadel*Derbstangenmit33,06 km 1200 Nadel-Reisstangen mit 19,77 km Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Kuhtriebswald. Alten Buseck, 16. Februar 1900. Gr. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber. 1275 Hoftversteigerung. Donnerstag den 22 d. M., von morgens 9Vs Uhr au, ommt im Hausener Gemeindewald, Distrikt Bruch und Beckerswald, nach- olgendes Holz zur Versteigerung: 18 Eichenstämme mit 1,61 fm, 40.- 45.- 50,- 60. 75, Hohversteigerung. Nächste« Dienstag, den 20. Februar l. I., von morgens 9 Uhr an, soll im Großen-Busecker Gemeindewald, Distrikt Entenpfuhl und Dorfwiese, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 227 rm Buchen- und Eichen-Scheit, 129 „ Buchm- u. Eichen-Knüppel, 7250 Buchen- und Eichen-Wrllen, 212 rm Buchen- und Nadel-Stücke. Der Anfang ist im Entenpfuhl. Großen-Buseck, 16. Febr. 1900. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. rm Buchen-Knüppel, Buchen-Wellen, schwere Durchforstungswellen, rm Buchen-Stock, „ Eichen-Knüppel, Eichen Wellen, Kaisn-Wmma Neueu-Bäue 1. 1249 Diese Woche: Die deutsche Flotte, Kiel, Mariuebilder, Kaiser Wilhelm-Kanal, FriedrichSort «sw. 1000 ff. 20 Pfg.-Cigarren Mark 100,— Probtikisten a 100 Stück zu Millenpreis. Versand nur gegen Nachnahme F. Lücke. Bruch LWestL «63. 1OO °|o Verdienst! 1000 ff. 4 Pfg.-Cigarren Mark 20,— -T'Ltz. 10 Bekarmtmachrmg 89 tßt It Mille- komm Da» Bau- und Werkholz Buchen-Scheit, Eichen-Scheit, Aspen-Scheit, Buchen-Knüppel, Eichen-Knüppel, Nadel-Knüppel, 367 28 2 48 12 4 4650 1650 950 94 88 24 rm ff n ti u am ersten und dar Brennholz am zweiten Tage zur Versteigerung. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr auf der Kreisstraße Beuern- Geilshausen. Beuern, den 16. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. 1257 Hohversteigerung. Dienstag de« 20. und Mittwoch de« 21. Kebruar l. I. kommt im Beuerner Gemeinde- wald in den Distrikten Rotherbusch und Tränkschlag nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung: Eichenstämme von 18 bis 57 cm Durchm. und 5 bis 14 m Länge mit 54,41 fm, Buchenstämme von 38 bis 58 cm Durchm. und 5 bi« 12 m Länge mit 12,55 fm, Nachdem die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer gestrigen Sitzung 'tie Feststellung neuer Fluchtlinie« für den SelterSweg und ;iJ vor den Häusern Nr. 33 bis 43 und 26 brs 34 beschlossen hctt, bringen wir dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß der dkMsige Plan 14 Tage lang auf dem Stadtbauamt, Zimmer Nr. 7, • mr e nstcht offen liegt, und daß Einwendungen bei Vermeidung des Aus- \ yiufitd innerhalb dieser Frist bei der unterzeichneten Stelle vorzubringen sind. Gießen, den 16. Februar 1900. 1261 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. ,L„ lernet eine gut erhaltene Erkereiurichtuug mit drei Spiegel- "Ä-t -t« «lasthüreu «nd zwei Licht-iuwerfer. 1276 Prang & Fischer. Buchen Wellen, Elchen-Wellen, Nadel-Wellen, rm Buchen-Stöcke, „ Eichen-Stöcke, „ Nadel-Stöcke. lief io W )000 Ä^ f^180 Mi»'"" di- N-'-l-'L Niube Ii r®° i b« ®ty i »Ä« foll dar,.zouiv uuv yuv uyurnnv s.tzohl- und Plattziegel, Dachlatten und Dachfenster. Bekanntmachung. In unserem Genoffenschastsregister wurde bezüglich de« landwirt- s Milchen Konsumvereins Allendorf a. Lahn, e. G. m. u. H., gewahrt, wi Ludwig Stengel zu Allendorf a. Lahn an Stelle de« aus- l Mr denen Johannes Amend IV. in den Vorstand gewählt ist. Gießen, am 9. Februar 1900. 1254 Großherzogliches Amtsgericht. Wegen Abbruch des Hause« Marktstratze 8 verkaufen wir vom hp. Februar ab: .ziit erhaltene ThÄren und Fenster, Ober- >!lHte zu Treibhäusern geeignet, Treppen, iltes Ban- und Brennholz, gut erhaltene Sekanntmachung. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Gärtner» Wilhelm Bernhardt II. in Gießen wird, da eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Konkursmaffe nicht vorhanden ist, nach Anhörung der Gläubigerversammlung eingestellt. Gießen, den 15. Februar 1800. gez. Wiener. Veröffentlicht: 1253 Neidhart, Gerichtsschreiber. Erster Sreis in Kovurg am 3. Juni 1899. Erster Nreis i« Luremöurg am 8. Auui 1899. prämiiert von der Aeutfcheu Aandrvirtfch. Gesellschaft. Hotdene Medaille iu Heut. Geueral-Deposttair: Karl Aogosi Bayer, Stuttgart NB. Diese Preise wurden sämtlich im Jahre 1899 erworben. Arühere Prämiierungen find infolge der auf diesem Heölet erfolgte« kfferungen nicht mehr maßgeöeud. Ännf-Gesndze Kaufhaus A> * Poll! MMßrch 17 Gießen MMjkch 17 für Konfirmanden: Wäsche bis 60 75 n 85 300 ff ff Wir Sitten um Werückstchtigung unserer Schaufenster. -MW 1241 SenmNvorNicher Reteftfur: H. *ot*4tr. // u 185 115 Pfg- ff Pfg- ff ff ff Gesangverein Heiterkeit. Sonntag den 25. Februar 1900: AM MsdeNM — X>rwf und Berkfl her Brü^l'fchen Umvertttätt-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) ta »ießeu. T>ie heutige Mummer umfaßt 20 Se-ten. yMetzelsuppe Dienstag den 20. Keöruar Bernhardtshäuserhof Klein-Linden. Morgens Wellfleisch. 0604 Es labet ergebens! ein H. Bernhardt. 3m Slnschlllb; w Solowl|lal 111 «GN *« *t m w*'« MM D\t » rizott fäwrtjtt J verdunkeln. lluS o tagt ivolltn mir > tegentlich der 8eri abyybtne Grflänr form btt Mot wird, was ud)t be ^wM Br ch btyM Vi Äaifer unb btt wechsel schließen des nationalen ( Der preuß welcher längere erlegeLMußte, if im AMrdnelenk Gesetzentwurf, be vertreten. Der! mifjwnSberatunge! sich HariMchH leilißtn. Stoße Seachtn ^rinz tzeinrich t in Wien al nut eine Höflichkeit Besuche auch eine; Die vorn östen rinberufene Lersl Deutschen und Cze werden, wie wir gli dauert also fort, I Wb! weiter gestört »alten, welche btb ottflab gche? N bm U jn b« Lage ziem' W der EngtLi baden sich als ve1 Truppen neuerdi d'e Tatsache, da l"e Vermutung £ Bürger-Gesellschaft. Sonntag dev 18. Februar, abends 8 Uhr: Karnevalistische Aöendunterüattung S*r- in Steins Saalbau. ■w Der Vorstand Kaufmännischer Verein. Samstag den 24. Aeöruar, abends 8.39 Mr: KiMNßtzW mit Samen im Nereinshans Tänzchen. 1260 Schwarze und farbige Kleiderstoffe stfsr* aus nur erprobten und bewährten Stoffen. Hemden für Konfirmanden 250, 185, iso bi« 70 Pfg. Hosen aus gutem Madapolame, mit Spitze und Stickerei, 250,170 bis 75 Oberhemden für Konfirmanden 400, soo bis 200 feB, fC,t TT**“* biC W gegangenen Preise der Wollengewebe sind wir in der angenehmen Sage durch ""■* - -- d» «Um liu™”?* e ta<*s fcrtÄ" »eficreg NilbenmJ c6enb Ki!«•'“ saS« »S s luiirbi, W 270, 150 bis 60 Unterröcke Unterröcke, weiß Madapolame mit Stickerei . 850 bis 95 Unterröcke, in farbig 1020 „ 80 uut den großortighen Gruppenaufflihruugen \ 7\\ der Saison. --WMr' Singspielen, Schießbuden, ILazars etc. etc., Mi im grossen Festsaal des Cafe Leib. zum Schipkap^ D. H-tt^Lindenplatz.'' 9tifCUr Lustadt; Dechert, Grünbergerstraße; Arnold, Wirt i"ame®^Kte5n0 Ma 5° dls- Geheimkarten für Mitglieder bei dem Vorsitzenden G. ^«ott, Veuftabf 56. ^6- ^52 Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. Reinwollene Cheviots . . 350, 260, Reinwollene Crepes 245, 170, Reinwollene Cachemires . . . 450, »w „ wu Glatte und gemusterte Alpacas 300, 220 „ 105 Farbige Kleiderstoffe in allen modernen Webarten Kragen und Manschetten • in größter Auswahl zu billigsten Preisen. A Kand schuhe UNd Aravatten • schwarz und weiss, jede Größe ... 300 bis 125 Pfg Krawatten jeder Farbe..... 4ß0 5 ** ^^w ämlliche Neohkitkn in Kefitzen, Fnttkchchen, >tljntrn wlZchnMei bekannt allerbilligst.