Nr. 270 Zweites Blatt Samstag den 17. November 150. Jahrgang 1900 em Hal nzrrt. tat hü a«* it Orchester. Bta!a« Violoncelli. Werten sind in der Ernst Challiei mm HaueverwalU haben. «De «n-^igea-vermiUlungrstelleu bei Jo« unb «u-lgndes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgtgee. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. :g 68 '“«Btt,. IttbeftwR, Expedition und Druckerei: -chnlflraßr Ar. 7. Nonohme von Anzeigen zu der nachmittags für den .fotßenden Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. uMl*1 * .. , Gratisbeilagen: Gießener FamiiienblStter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische DolKsKunde. 1 Kaufzwang. erleid. üaliched Personal _ «KK AZezugspreis vierteljährl. Mk. 2,28 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohnr durch die Abholestelle» vierteljährl. Mk. l^G monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Ldreffe für Depeschen: Anzeiger Hieß«. Fernsprecher Nr. 5L 14W Einbach. Der Krieg itt China. Eine größere Truppenabteilung, bestehend aus Deutschen, Italienern und Oesterreichern unter dem Befehl deS Grafen Aork v. Wartenburg, ist nach Kal» gan, etwa 240 Kilometer nordwestlich von Peking, hart an der chinesischen Mauer gelegen, abmarschiert, um auf Wunsch deS Bischofs Favier die französische Mission zu schützen, die sich in großer Not befindet. Dort soll sich auch die ehemalige chinesische Garnison von Peking befinden. Nach amtlicher Feststellung hat sich der gemeldete sensationelle Ueberfall deutscher Soldaten durch eine englische Patrouille in Schanghaifolgendermaßen zugetragen: In einem Theehause hatten zwei Soldaten der in Schanghai befindlichen deutschen Truppen Streit mit dem Wirt und wurden verhaftet. Auf der Polizeiwache kam es zu Tätlichkeiten; der Polizeiwachtmeister schoß einem Soldaten durch die Schulter, auch der zweite deutsche Soldat soll schwer verletzt sein. Anlaß zu dem ganzen Vorfall ist anscheinend durch die deutschen Soldaten gegeben worden, jedoch hat die Polizei ihre Befugnis zweifellos überschritten. Die eng. lischen Behörden zeigen bei Erledigung der Angelegenheit w*4 r<#fOeiVt. Mit mm Der Vor»W ÄS* VS»- das größte Entgegenkommen. Der Polizeiwachtmeister ist vom Dienst suspendiert und wird nicht wieder angestellt. Das englische Gericht, das Anklage erhebt, hat 2000 Dollar Kaution verlangt, bis feststeht, daß der Soldat außer Lebensgefahr ist; letztere ist nach Erklärung des Arztes zurzeit bei keinem der beiden Verwundeten vorhanden. Major v. Madai telegraphiert aus Taku: Der Seesoldat Max Diecke ist am Unterleibstyphus gestorben. Aus Tientsin wird telegraphiert, die eingeborene Bevölkerung habe wieder Vertrauen gefaßt zu den Der- bündeten und sei in großen Mengen in die Stadt zurückgekehrt; es sind dies über 600,000 Personen. Die an« verbündeten Truppen gebildete Garnison wurde bedeutend verstärkt, weil man vermutet, daß sich zahlreiche Boxerbanden in die Stadt eingeschlichen haben, um dort über kurz oder lang einen Aufstand hervorzurufen. In Peking verhandeln jetzt, wie aus London telegraphiert wird, die Gesandten über die Entschädigung der chinesischen Christen. Der französische Gesandte ist für diesen Punkt, auch der deutsche dürste Kompensationen irgendwie durchsetzen; die römischen Katholiken scheinen daher gesichert zu sein. Die britischen und amerikanischen Gesandten sollen dagegen eine ablehnende Haltung eiunehmen, ebenso Japan und Rußland. — Mau meldet aus Paris: Der chinesische Gesandte Iukeng sagte einem „Matin».Mitarbeiter, die Mächte wissen zurzeit nicht, mit wem sie verhandeln. Li-Hung-Tschang und seine Kollegen seien völlig ohnmächtig. Ihre Unterschrift unter einem Vertrage wäre eine Förmlichkeit, keine Lösung. Das Einzige, was Europa zu thun hat, ist, den Kaiser nach Peking zurückzubringen und die Kaiserin Witwe unschädlich zu machen. Am 14. November ist ein kaiserliches Dekret veröffentlicht worden, durch das die Prinzen Tuan und Schuang ihrer Würde und ihres Ranges entkleidet und vor- läufig verhaftet werden, bis ein eudgiltiges Urteil über sie gesprochen ist. Der Herzog Lau ist verhaftet worden. Er wird an die äußerste LandeSgreuze deportiert werden, wo er mit Straßenarbeiten beschäftigt wird. Ein Telegramm des deutschen Flottenvereins aus Schanghai vom 14. d. M. besagt: Nach Nachricht aus chinesischer Quelle ist unter der Leitung des Prinzen Tuan in der Provinz Kausu (Hauptstadt Lautschou) Revolution ausgebrochen. Der Gouverneur Tunfusiang hat sich aus Furcht vor Strafe dieser Revolution angeschlossen. — Konsul Knappe reiste nach Nanking, um mit dem Vizekönig eine Besprechung über die Lage im Yangtsethale zu pflegen. — Die Nachricht von der Rückkehr des Kaisers nach Peking bestätigt sich nicht. Dagegen soll die Flucht des chinesischen Hofes nach Tschang-tu-fu beabsichtigt sein. — Seit 8 Tagen fehlt jede Nachricht über den Verbleib des deutschen Kabeldampfers „PodbielSki". Er ist am 8. d. M. von hier nach Hongkong in See gegangen. Um schleunigst Erkundigungen über den Verbleib des Dampfers einzuholen, rst der Kreuzer ..Seeadler» zur Suche abgeschickt worden. Die deutsche amtliche Denkschrift betreffend dre Expedition nach Ostasien teilt eine Fülle interessanter bisher nicht bekannt gewordener Einzelheiten mit. 55 7 9 Pferde befinden sich beim Expeditionskorps, sie kosten die ungeheuere Summe üon 13 457 887 Mark Pferde in der heißesten Jahreszeit aus Deutschland durch! das Rote Meer und die Tropen nach China zu befördern, war unthunlich; in China selbst konnte auf die Beschaffung genügend zahlreicher und guter Pferde Nicht gerechnet werden. Da Südamerika nicht leistungsfähig war, der Transport von da während der Taifuns auch unverhältnismäßig hohe Verluste voraussehen ließ, kamen mur Alytralien und Nordamerika in Betracht Gutes, kriegsbrauchbares Material ist in diesen Ländern an und, sur stch teuer: dazu kam noch, daß die Charter- prege für £>d)iffe durch die Bedürfnisse aller Groß- staaten an Transportschiffen sehr in die Höhe gegangen überhaupt nur.schwer zu beschaffen waren. Waffen, Munition und Feldgerät wurden aus den neuesten Anfertigungen bereit gestellt. Da dieses Material aus oen Miegsbeständen des Heeres entnommen werden mußte, 1° y ~.rJa9 geboten und wird bis zum 1. April 1901 burchgefuhrt sein. Nur das Material für zwei Gebirgs- battenen mußte neu gekauft werden, da solches in deni Bestanden des Heeres nicht vorhanden war. Die Aus- stattilng des Expeditionskorps mit Waffen, Munition und Feldgerat wurde von Hause aus so reichlich bemessen daß ein Ersatznachschub voraussichtlich überhaupt nicht notwendig sein wird. Die schlechren Wegeverhältnisse Chinas machten die starke Zuteilung von Feldeisenbahnmaterial ÄNLLÄ' Komische Tagesschau. Wenn irgend ein Vorkommnis die Federn in Be- n'egung setzt, das uns die Notwendigkeit steter Vervollkommnung der Einrichtungen des öffentlichen Lebens mit so eindringlicher Mahnung vor Augen stellt, wie es das Offenbacher Bahn Unglück thut, dann pflegt auch jedesmal sofort irgend ein übereifriger Offiziosus mit der Versicherung bei der Hand zu sein, es sei in dem betreffenden Fall weder dem System, noch etwaiger Neigung zur Fiskalität seitens der verantwortlichen leitenden Stelle ein Vorwurf zu machen. So auch jetzt wieder. Die „Berl. Pol. Nachr." schreiben nämlich: „Wenn die Todesfälle der Beschaffenheit der D- Waaen zugeschrieben werden und die Anbringung von nach außen gehenden Thüren in den Abteilen gefordert wird, so erinnert man sich offenbar nicht, daß, wie Jeder, der bei einem schweren Eisenbahnunfall beteiligt war oder auch nur einen davon betroffenen Wagen gesehen hat, außer allem Zweifel ist, daß bei einem so schweren Zusammenstoß wie dem vorliegenden alle Thüren, Schlösser u. s. w. vollständig verbogen werden und demzufolge auch im Moment der Gefahr nicht zu öffnen sind. Das würde auch in dem vorliegenden Fall, wo der Unglückswagen volle vier Meter tref eingedrückt wurde, zweifellos der Fall gewesen sein. Wie solid übrigens unsere Eisenbahnwagen gebaut sind, lehrt die Thatsache, daß auch in den am schwersten beschädigten Wagen kein Eisenteil gebrochen, alles vielmehr nur verbogen ist. Nicht anders steht es mit der Forderung, die Beleuchtung der Wagen nicht mehr durch Gas, sondern durch elektrisches Licht zu bewirken. Zunächst trifft die Behauptung nicht zu, daß der Gasbehälter an dem Unglückswagen explodiert sei. Vielmehr ist in diesen Behälter von der Lokomotive des Personenzugs ein Loch gestoßen worden, durch welches das unter sechs Atmosphären Druck gehaltene Gas alsbald mit Gewalt entströmte, ficty an der Lokomotive entzündete und in wenigen Minuten den betreffenden Wagen gänzlich ausbrannte. Sodann ist die Einführung des elektrischen Lichts, namentlich für Züge, welche weite Strecken zurückzulegen haben, eine keineswegs einfache Sache. Sind doch die Amerikaner von der Beleuchtung der Eisenbahnwagen durch elektrisches Licht zurückgekommen und wenden jetzt dasselbe Gas wie wir an. Eine unserer ersten Autoritäten auf dem Gebiet der Elektrizität hat noch unlängst in einem öffentlichen Vortrag — wenn wir nicht irren in Gegenwart Seiner Majestät — die Anwendung der Elektrizität zur Beleuchtung der Eisenbahnwagen für nicht angängig erklärt, solange die Elektrizität nicht die Triebkraft der Züge selbst ist." Was die Art betrifft, wie hier die sachlich gehaltenen Beschwerden der Presse über die Beschaffenheit der Durch- gans-, bezw. Schlafwagen abgefertigt werden, so zeugt fie einerseits von einer bedauerlichen Verkennung der ein» Mägigen Verhältnisse und andererseits von einem ebenso »edauerlichen Mangel an Takt. Denn mit solchen All- . gemeinheiten, wie sie der Artikelschreiber vorbringt, um sie für die Regelung des öffentlichen Verkehrswesens verantwortlich zeichnende Stelle von dem Vorwurf mangelnder Berücksichtigung der Zweckmäßigkeitsfrage zu befreien, mußte er die Kritik in einer Weise herausfor- g^au das Gegenteil von dem zur Folge gehabt at' cr, feiner voreiligen Verteidigung bezweckte. Wir geben zu, daß die Fragen, wie die Uebelstände^ besten zu heben sind, technisch nicht leicht zu lösen >md. Aber l^eftnd zu losen und sie müssen gelöst werden; denn sonst wurde man nur schwer die Behauptung bet- kämpfen können daß der Staat zwar hohe Anforderungen prwate Unternehmer bezüglich der Betriebssicherlnüt pell sich selbst aber v°n der Befolgung der maßgebenden Vorschriften ansschlrcßt. Und am eifrigsten sollten die ite es angeht, sich solcher Bärendienste erwehren tvii ihnen die oben zitierte Korrespondenz einen leistet. Tie Thatsache, daß man in Livadia sich veranlaßt gesehen hat, Bulletins über das Befinden des Zaren zu veröffentlichen, und seine ernstliche Erkrankung einräumt, läßt darauf schließen, daß man um das Leben des jungen sympathischen Herrschers nicht ohne Sorge ist, tetm am russischen Hofe scheut man sich noch weit mehr vls an anderen Höfen, durch Bulletins über eine schwere Erkrankung des Trägers der Krone Beunruhigung in fitere Kreise zu tragen. Wenn auch der Kaiser von zarter Konstitution ist, so hat doch sein Gesundheitszustand vis-her keinen Anlaß zu Klagen gegeben, und man darf so eher auf seine Genesung hoffen, als sein Körper »iltzt durch frühere Krankheiten geschwächt ist. Für Ruß- hrab wäre es ein Unglück, wenn die Krankheit des Kaisers rni-tn ungünstigen Verlauf nähme. Aus der Ehe des -tia • ber Prinzessin Alix von Hessen sind w jetzt drei Töchter entsprossen. Sie haben keine Ansprüche auf den Thron, der im Fall einer Katastrophe an den Bruder des Kaisers, den Großfürsten Michael über gehen würde, vorausgesetzt daß die Kaiserin, die ihrer Entbindung entgegen geht, nicht einem Sohne das Leben schenkt. In diesem Falle wäre eine langjährige Regentschaft notwendig. Die Vermutung liegt nahe, daß Kaiser Nikolaus diese Möglichkeit schon vor seiner Erkrankung in Erwägung gezogen und Bestimmungen über Vormundschaft und Regentschaft getroffen hat. Das Hausgesetz der kaiserlick>en Familie läßt dem Kaiser, als Chef der Familie, in dieser Beziehung weiten Spielraum. Daß die Krankheit des Kaisers einen günstigen Verlauf nehme, ist um so wünschenswerter, als die Stellung eines nachgeborenen Thronerben nirgends schwieriger ist, als in Rußland, wo in allen Kreisen der Bevölkerung die Tendenz zur Legendenbildung üppig entwickelt ist und aberwitzige Ausstreuungen um so leichter Glauben finden, als die Presse sich nicht mit Erörterungen der Verhältnisse der kaiserlichen Familie befassen darf. Ausstreuungen dieser Art wurden im Jahre 1825 nach dem Tode Alexanders I. von den Deka- bristen benutzt, um im Volk für den Großfürsten Wn- stantin Pawlowitsch Stimmung zu machen, der zu Gunsten seines Bruders, dies Kaisers Nikolaus L, auf den Thron verzichtet hatte; und von dem Großfürsten Konstantin Nikolajewitsch, dem zweiten Sohne Nikolaus L, dem Bruder Alexander des Zweiten, erzählte man sich in Petersburg allgemein, daß er sich eigentlich als den erbberechtigten Sohn des Kaisers Nikolaus betrachtet habe, weil er der erste Sohn gewesen ist, der dem Kaiser Nikolaus nach seiner Thronbesteigung geboren worden ist, während, als Alexander II. das Licht der Welt erblickte, Kaiser Nikolaus nur Thronfolger gewesen sei. Gegensätze, die zwischen Alexander II. und seinem Bruder Konstantin bestanden haben, wurden seinerzeit in Petersburg auf diese Verschiedenartigkeit der Auffassung des Thronfolgerechtes zurückgeführt und gaben nicht nur in den Salons der vornehmen Welt, sondern auch im Volk Veranlassung zu viel widerwärtigem und überflüssigem Klatsch. In den Kreisen der Berliner russischen Kolonie, die mit dem Petersburger Hofe Fühlung haben, ist man in lebhafter Sorge. Es habe den Anschein, als ob die Krankheit, zu welcher der Keim allerdings schon längere Zeit vorhanden gewesen zu sein scheint, ganz plötzlich! zum Ausbruch gekommen ist, denn bei der Berliner russischen Botschaft wurde man durch die Nachrichten von der ernsten Wendung völlig überrascht. — Nach einer Kopenhagener Meldung hat die Kaiserin-Witwe von Rußland auch ungünstige Nachrichten über das Befinden des Zaren erhalten. Infolgedessen trat der Thronfolger die Rückreise nach Petersburg an. In dänischen £offreifen verlautet, daß der Zar fast den ganzen Sommer über leidend war, sich jedoch keine Ruhe gönnte, er sei mit Arbeit überhäuft gewesen, und schließlich habe Ueberanstrengung die Erkrankung hervorgerufen. Die Aerzte befürchteten Komplikationen. — Nach einem Pariser Telegramm erhielt Minister Telcasse beruhigende Nachrichten über das Befinden des Zaren. — Aus London wird berichtet, daß die greise Königin Viktoria durch die Erkrankung des Zaren tief betrübt ist. Das am 14. d. M. ausgegebene Bulletin lautet: Der Kaiser brachte den gestrigen ganzen Tag gut zu. Abends 7 Uhr war die Temperatur 39,2 Gr., der Puls 76, abends 10 Uhr die Temperatur 38,8, der Puls 68,7. Die Nacht schlief der Kaiser sehr gut. Heute morgen war die Temperatur 38,2 Gr., der Puls 72. Das Allgemeinbefinden ist gut. Der Kopf schmerzt nicht und ist vollkommen klar. p Pünktlich, mt. Björnsoi. in Hier (Rudolphe Nach. tasse- 744t idsSührT' tägNch a . . --- »ut Au-nahme dcS M Meßmer Anzeiger Heneras-AHeiger Amts- itttb Anzeigeblatt ffir den Aveis Gieren. notwendig; sobald die Operationen nicht den wenrgen vorhandenen Vollbahnen folgen, wird auf einen gefrcherten Nachschub für das Expeditionskorps nur bei Verwendung von Feldbahnen gerechnet werden können. Zur ersten A.us- stattung ist dem Expeditionskorps soviel an Be r p f t e g - ung mitgegeben worden, daß die Truppen aus diesen Vorräten nötigenfalls sich eine.zeitlang vollständig verpflegen können und den Anträgen auf Nachschub Do Deutschland aus rechtzeitig entsprochen werden kann. Die Truppen sind mit Rücksicht auf die.SchMerigkert emes schleunigen Ersatzes axvdt reichlich mit Winterbekleidung ausgestattet worden. Die dem einzelnen Mann mttge= qebenen Bekleidunas- und Ausrüstungsstücke entsprechen den besonder,: Verhältnissen während des Seetransportes und in China. Seck)s Feldlazarette bieten Geleaerihert zur Aufnahme von 1200 Kranken. Außerdem sind Vorkehrungen zur Einrichtung stehender Kriegslazarette durch Mitnahme von Krankenzelten und beweglichen Baracken sowie von Bauholz zum Neubau von Baracken getroffen. Hierdurch wird für weitere 1000 Kranke Unterkunft geschaffen. Die mitgegebenen Verpflegungsmittel decken den Bedarf für 3000 Kranke auf vier Atonate. Ueber Graf Waldersees Gehalt ist viel gestritten worden: laut der amtlichen Nachweisung erhält der Graf monatlich 2500 Mk. Feldbesoldung gleich 30000 Mk. jährlich, ferner 10000 Mk. Dienstzulage monatlich, gleich 120000 Mk.; also insgesamt 150 000 Mk.; er erhielt außerdem noch 13 000 Mk. einmaliges MobilmachungS- gelb. Generalleutnant v. Lessel bezieht monatlich insgesamt 5120 Mk. und zwar 2120 Mk. als Divisionskommandeur und 3000 Mk. Dienstzulage als Kommandeur des Expeditionskorps. Sein einmaliges Mobilmachungsgeld betrug 2880 Mk. Die Brigadekommandeure erhalten ein monatliches Gehalt von 1420 Mk. (einmaliges Mobil- machungSgeld 2400 Mk.), die Regimentskommandeure 1120 Mk. (Mobilmachungsgeld 1800 Mk.), die Bataillonskommandeure, Abteilungskommandeure, Stabsoffiziere beziehen monatlich 865 Mk., die Hauptleute, Rittmeister 600 Mk., die Oberleutnants und Leutnants als Kompagnieführer oder als Adjutanten eines Regiments ober bei höheren Kommandobehörden 425 Mk. monatlich, die Oberleutnants in Frontdienst 300 Mk., die Leutnants in Frontdienst 240 Mk.; das Mobilmachungsgelb betrug bei allen letztgenannten Chargen 1440 Mk. nur die Oberleutnants unb Leutnants in Frontbienst bekamen 1200 Mk. Felbwebel, Wachtmeister beziehen monatlich 30 Mk. und 30 Mk. Dienstzulage, Bizefelbwebel 57 Mk., Sergeanten 49,30 Mk., Unteroffiziere 36 Mk., Gefreite 16,50Mk., Gemeine 13,50 Mk. Für bie Ausreise des ArmeeoberkommanboS ab Genua mit bem ReichSpostbampfer „Sachsen" würben bezahlt rund 168 000 Mk. Buren und Engländer. Eine Abteilung kürzlich in Kimberley neu formierter Polizeitruppen würbe von den Buren 24 Kilometer von Vryburg überrascht, doch wurden sie von 60 Polizeifreiwilligen befreit. Sieben Buren wurden getötet. Der Feldcornet Duplesfis wurde verwundet und gefangen genommen. Die Briten verloren drei Mann. Die Buren schossen 50 Pferde nieder. Man glaubt, daß die Buren ihre Stellung südlich von Philippolis geräumt haben, da zwei britische Wagenzüge dort vorüberkamen, ohne auf Widerstand zu stoßen. Nach einem Telegramm der Daily Mail aus Pretoria soll Botha dem Feldmarschall Roberts mitgeteilt haben, unter welchen Bedingungen er bereit sei, sich zu erge ben. Dem „Standard" wird aus Lissabon telegraphiert, die Portugiesische Regierung habe am 13. ds. durch eine auf telegraphischem Wege nach Lourenco Marquez gesandte Weisung das Exeq u atur, das dem bisherigen G en er al- kousul der beiden südafrikanischen Republiken, Pott, erteilt war, zurückgezogen. In Standerton ist General Boyes mit einer Transportkolonne aus Ladysmith eingetroffen. Die Kolonne wurde den ganzen Weg über von den Buren „belästigt." Der Verlust der Briten betrug 3 Tote und 7 Verwundete. Die Kolonne des Obersten Bericke Copley, die südlich des Vaal operiert, hat5Burenfamilien, 3000 Stück Rinder und Schafe, 350 Pferde und 5 Wagenladungen mit Nahrungsmitteln nach Standerton gesandt. Deutsches Keich. Berlin, 15. November. Aus Trache'nberg wird gemeldet: Der Kaiser begab sich heute früh bei herrlichem Wetter ins Jagdgelände. ~ Die Bestätigung des Abg. Fischbeck zum Stadtrat in Berlin ist am Mittwoch eingetroffen. . ~ ker Mitte des Zentrums ivirb der Antrag werd 'n u h ? bung des Papier zolles eingebrachit „ . 7T, Die fozialdemokratische Fraktion des Reichstages hat gestern eine Sitzung abgehalten. Ter freisinnige Antrag auf Aufhebung der Theaterzensur geht auf Annahme eines Gesetzentwurfs betr. Abänderung der Reichsgewerbeordnung aus t Vermeidung von Schädigungen des Verlagsbuchhandels sowie des am Schulbücherkauf interessierten Publikums hat der freisinnige Abg. Tr. Müller-Sagan den Antrag eingebracht, den Reichskanzler zu ersuchen baldigst geeignete Schritte zu thun, um für das Reichsgebiet und soweit angängig auch für die benachbarten deutschen Sprachgebiete von Oesterreich-Ungarn und der Sck)weiz eine.möglichst gleichmäßigedeutscheRecht- schreibung zu erzielen. — Man glaubt, daß es bei der sozialdemokratischen Interpellation über die Verwendung der 12 000 Mark seitens des Reichsamts des Innern zu einer Weiterbesprechung Nickst kommen wird, da der Reichskanzler Graf Bülow sich nicht bereit erklären werde, die Interpellation zu beantworten. — Tie Zentrumsfraktion des Reichstages hat heute den Grasen Hompesch wiederum zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die Fraktion gedenkt, verschiedene Initiativanträge einzubringen, u. a. betreffend die eingetragenen Berufsvereine. Ter Antrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes soll später erfolgen. — Der in Mülhausen i. E. neu gewählte Abgeordnete Schlumberger ist der nationallib. Partei als Hospitant beigetreten. — Dem Bun d e s r at ist der Entwurf eines Gesetzes wegen Verwendung überschüssiger Reichseinnahmen aus dem Rechnungsjahr 1901 zur Schuldentilgung zugegangen. Der Entwurf schließt sich nach Form und Inhalt dem für das lausende Rechnungsjahr ergangenen gleichartigen Gesetze vom 30. März 1900 an. — Eine sozialdemokratische Volks - Versammlung gestaltete sich zu einer großen Demonstration zu Gunsten der Fortführung der Handels-Vertragspolitik. Als Redner traten auf Pfarrer Naumann, der Abg. Barth und der freisinnige Volksparteiler Dr. Bernstein. Es wurde eine Resolution gefaßt, in der Reichstag und Regierung aufgefordert werden, dem Verlangen der Agrarier in keiner Weise nachzugeben, sondern an der Capririschen Wirtschaftspolitik fest zu halten, da sich diese als durchs aus segensreich bewährt habe. — Die Gesamtschuld der deutschen Staaten am Schlüsse des Rechnungsjahres 1896/97 belief sich auf 12.5 Milliarden Mark und stieg bis Ende 1898/99 auf 12.9 Milliarden. Bis zum Schluß 1900 steht eine weitere Steigerung bevor; ob sie aber, wie eine überschlägliche Rechnung ergiebt, 0.3 Milliarden betragen wird, ist bei den großen Ueberschiffsen, die die Rechnungs-Abschlüsse voraussichtlich ergeben werden, sehr Zweifelhaft. Man wird für Ende 1900 wohl runb 13 Mill. Mark annehmen können. — Heute trat hier der erste Deutsche Handwerks - und Gewerbekammertag zusammen. Etwa 150Delegierte sind erschienen. Vertreter der preußischen und sächsischen sowie anderer Bundesregierungen und einiger Städte sind anwesend. In den Vorstand wurden gewählt: Gewerbekammer-Präsident Schorer - Lübeck, sowie die Obermeister Jaster-Berlin, Nagler-München und Metzner- Neustadt i. Oberschlesien. Man nahm einen Antrag betr. die Organisation der deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages an, worin es heißt: Seine Aufgabe ist es, die gemeinsamen Interessen des deutschen Handwerkerstandes zu wahren, die Bedürfnisse und Wünsche des Handwerkerstandes durch gemeinsame Beratung zum Ausdruck sowie durch Eingaben zur Kenntnis der Organe des Reiches und der Bundesregierungen zu bringen. Die Vertretung und Leitung liegt dem Vorort ob, der alle zwei Jahre gewählt wird. Der Vorort wird ersucht, gemeinsam mit einem Ausschuß die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift in Erwägung zu ziehen und auf dem nächsten Kammertage Vorschläge zu unterbreiten. — Zur Erhöhung der Betriebssicherheit auf den preußischen Eisenbahnen ist in Aussicht genommen, die den Lokomotivführern und Heizern auf- erteate Verpflichtung, sich während der Fahrten vom Zu- stanoe des Zuges und dem Vorhandensein des letzten Wagens zu überzeugen, auf die Zugführer und Bremser auszudehnen. Hamburg, 15. November. In Angelegenheit der Beschlagnahme der30KistenGold vom Dampfer „Bundesrat" hob das Hanseatische Oberlandesgericht die Verfügung des Landgerichts auf und machte die Fort- nahme des Goldes rückgängig. Das Gold wird somit der Adressatin, der hiesigen Handelsfirma Arndt u. Cohn, ausgeliefert. Meseritz, 15. November. Nach nunmehriger Feststellung erhielten bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Meseritz-Bomst v. Gersdorff (kons.) 6180, Bruhn (antis.) 3667, Crzanowski (Pole) 7146, Krze- sinski (deutsch-kath.) 551, Mix (Sozc) 40 Stimmen. Mithin ist Stichwahl zwischen v. Gersdorff und Crza- n'owski erforderlich Koburg, 15. November. Die Großherzogin- W^i twe Maria von Koburg hat die von ihrem vor kurzem verstorbenen Gemahl, dem Herzog Alfred, gesammelten Kunstgläser und keramischen Gefäße der Veste Koburg unter dem Namen „Herzog Alfred-Sammlung" geschenkt. Die Sammlung soll einzig in ihrer Art sein. Jena, 15. November. Bei der Landtagswahl der Höchstbesteuerten unterlag der Professor Abbe gegen den Nationalliberalen Kommerzienrat Müller. Ausland. Brussel, 15. November. Die „Jndependence Belge" veröffentlicht eine Aussage Esterhazys vor dem fran« zösischen Generalkonsul in London. Esterhazy brachte zur NnterstÜtzung seiner Aussage Dokumente bei, und beschuldigte Du Paty de Clam, Henry, Billot, Boisdeffre, Gonse und Saussier. Er versicherte, daß das Bordereau gefälscht sei, und daß auch die Gutachten falsch seien. Die Briefe Kaiser Wilhelms seien künstlich hergestellt. Zum Schluffe versicherte Esterhazy, er habe auf Befehl gehandelt. Paris, 15. November. Die Zulassung derFrauen in den Advokatenstand wurde auch vom Senat angenommen. Madrid, 14. November. Vorgestern nacht sah die vor dem Pulvermagazin der Festung Mont Jnich in Barcelona postierte Schildwache eine Schar Männer geheimnisvoll heranschleichen. Auf ihren „Werda"-Ruf ant »orteten die Männer mit Schüffen. Eine Truppenabteilung, die sofort anrückte, schlug sie in die Flucht. Wahrscheinlich lag die Absicht vor, die Schildwache zu töten und den Turm in die Lust zu sprengen. Belgrad, 15. November. Eine Nachrichten-Agentur teilt mit, daß die Königin Draga bei der Geburt eines Sohnes infolge von Kindbettfieber gestorben sei. Nach einer andern Nachricht soll die Königin schon vor einigen Tagen von einem kräftigen Knäblein entbunden worden fein, aber die Geburt des „Thronerben" werde noch geheim gehalten, weil die romantische Ehe der Königin mit dem König Alexander erst seit vier Monate« besteht. Die Königin soll von heftigem Kindbettfieber ergriffen worden sein. (Offenbar sind alle bisherigen Gerüchte falsch. — D. Red.) Bukarest, 15. November. Heute wurde der wegen Mitschuld an der Ermordung Fitkowski's angeklagte Student Alexander Trifanow verhört. Trifsnow erklärt, Sarasow habe an ihn das Verlangen gestellt, er solle sich verpflichten, im Juni nach Mazedonien zu gehen, um dort die Revolution zum Ausbruch zu bringen. Sarasow wollte die Ermordung des Königs von Rumänien und erklärte, daß er nötigenfals selbst nach Rumänien gehe. Hierauf verliest der Präsident ein Schreiben Sarasow'S, worin von der Ausführung eines großen Planes die Rede ist, er befragt Trifanow, was dieser Plan bezweckte. Er antwortete: Die Ermordung des Königs Carol. Zwei Chinavorträge. Gießen, 16. November. Am 13. November sprach in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Dr. K. Boeck aus Dresden über die gegenwärtigen Zu stände in China. Trotz des Zusammentreffens mit dem Gastspiel des Fräulein Triesch im Theater-Verein hatte siry doch eine so ansehnliche Zuhörerschar zu diesem Vortrage eingefunden, daß die große Aula der Universität voll besetzt war. (Der Herr Berichterstatter fügt hinzu: Ein guter Beweis für die Unrichtigkeit der kürzlich in einem „Eingesandt" in diesem Blatte aufgestellten Behauptung, Gießen sei noch nickt Großstadt geworden.) Leider kamen die zahlreichen Hörer nicht alle auf ihre Kosten. Zwar waren die Lichtbilder gut ausgewählt und mit einer Ausnahme anziehend, sie gaben eine gute Vorstellung von der Provinz Schan- tung und ihren Bewohnern, von Chinesen und Deutschen in Tsingtau. Auch war die Vorführung der Lichtbilder frei von unliebsamen Störungen. Leider aber entsprach der Vortrag selb st nicht den Anforder ungen, die eine geographische Gesellschaft in einer deutschen Universitätsstadt an einen Redner zu stellen hat. Der weitbekannte, durch langjährige Reisen ein guter Kenner Indiens und Ostasiens gewordene Redner, dessen neues Werk über den Himalaya allgemein geschätzt wird, hatte offenbar das geistige Niveau seiner Hörerschaft unterschätzt. Seine Ausführungen brachten weder viel Neues, noch gaben sie genügenden Aufschluß über die gegen »artigen Zustände in China. Ein weiteres Eingehen auf den Inhalt des Vortrages erscheint daher nicht am Platze. Der nächste Vortrag findet am 26. November statt. Im Deutschen Flotten verein hielt am Mittwochabend Kapitän zur See a. D Foß in Steins Garten den wiederholt in unserem Blatte angekündigten Vortrag über das Thema: „China und die seit 1840 von China geführter: Kriege, sowie Betrachtungen darüber, toa§_ wir aus denselben lernen können". Nach einer Begrüßung der sehr zahlreichen Versammlung durch den Vorsitzenden des Vereins, Geh. Hofrat Prof. Dr. O n ck e n und Vorstellung des Herrn Kapitän z. S. Foß ergriff letzterer das Wort. Der Redner schilderte in eingehender Weise unter Erläuterung der Sage der in Betracht kommenden Orte 2C. an einer großen, vorzüglichen Karte von China, zunächst die Handelsbeziehungen Chinas mit Europa, welche bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurückreichen, namentlich aber die Handelsbestrebungen der englischostindischen Kompagnie, welcher im Jahre 1843 durch die Regierung in London das Handelsmonopol mit China entzogen wurde. Tie Freigabe des Handels hatte naturgemäß alsbald eine erhebliche Steigerung des Schiffe Verkehrs vom Mutterlande und Indien nach bei" chinesischen Küste zur Folge, ohne daß indessen die Abgeschlossenheit Chinas nachgelassen hatte. _ In diesem Mißverhältnis lag vornehml:ch d:e Ursache zum ersten Kriege Chinas mit einer enropaffchen Macht. Er führte der Versammlung sodann den englffch chinesischen Krieg von 1840—1842, n Taiping -2lufstau d von 1850-1865, das Einschreiten engl:sck>er und französischer Truppe:: gegen die Taipmgs sowie die endüche Niederwerfung derselben vor Augen. Dann beschrieb er den Tonkin-Feldzug von 1882—1885 und endlich besonders eingehend den japanisch-chinesisch«: Krieg in den Jahren 1894 und 1895. Zum Schluß die hieran geknüpften Betrachtungen, was wir aus diesen Feldzügen Chinas lernen könnten, speziell im Hinblick auf die jetzigen Verwickelungen auf China, solvie über den Wert der heutigen chinesischen Armeen waren ganz besonders interessant. Geh. Hofrat Prof. Dr. O n ck e n dankte sodann dem Redner für seinen interessanten und lehrreichen Vortrag, worauf dann die Vorführung der Lichtbilder, bestehend aus einer größere:: Anzahl Typen des modernen Kriegsschiffes, erfolgte. Die Bilder wurden alle recht schön und klar wieder «gegeben. Hierauf wurde dem Sck)rift- führer des Vereins, Eisenb.-Sekretär Blum das Wort erteilt, der in einer kurzen Ansprache zum Beitritt als Mitglied in den deutschen Flottenverein aufforderte. Hierauf ergriff der Vorsitzende noch einmal das Wort: Wir schreiten zum Schluß der Versammlung und folgen dabei dem Brauch, den wir seit Gründung unseres Vereins zu folgen gewohnt sind; wir huldigen in einem Hoch den: Kaffer wie dem Großherzdg, der auch in dieser Sache der treue Verbündete und begeisterte Mitarbeiter S. M. des Kaisers ist. Heut ist der Jahrestag der Besitzergreifung von Kiautschou durch unsere Flotte für das deutsche Reich. Es war an: 14. November 1897, als eine Kreuzerdivision der deutschen Flotte, bestehend aus den Kriegsschiffen: Kaiser, Prinzeß Wilhelm und Kormoran unter Befehl des Kontreadmirals b. Diederuys in dem Hafen von Tsintan vor Anker ging, um Sühne zu erzwingen für die schmähliche Ermordung zweier deutscher Missionare, die an: Allerheiligentage in der Provinz Schantung von bewaffneten chinesischen Pöbelhaufen verübt worden war. Unser Geschwader setzte ein Truppenkorps an Land) das mit aufgepflanztem Seitengewehr unter Trommelschlag und klingendem Spiel aus die Anhöhe hinter dem Hafen hinanmarschierte, dort die chinesische Fahne mit dem tveißen Drachen in: blauen Felde herunterholte und an demselben Flaggenmast dafür den deutschen Reichsadler unter dem Donner unserer Bü Hm •»kJ* •s«* Ar; t* ° kfljtn Äkiienden bie k riet dM feinen W«’ Kott! — cj' Hort. Es ist MiMuch unseres Reich Lusaminengetre Diesem Sinn >e erheben mir unb der Treue heim II. uni> &■ von Wen unb •* Wzeichn p Mnch^eusel oer Jnschritt / des MMrdt *♦ Personal! setzt bit Weichens gemeinschast Heit Schmitt XXL 1. Januar 1901 *’ Der Sefi tritt am 19. Modi eine Vorlage des betreffend, ferner )eS Fischereigesetze Ministeriums, die -n. Albshaus Braunfels verhaft gefälschten Reisepc die Papiere gefäls habe im Monat A mit diesem habe bekommen, morar seines Arbeitzeit sei er demfelbe gegnet und ha %iddten Stein und sei dann m her Bahn nach, «sich die falsch habe. Er nennt und erM wegen de- von ik ftm AG, Sache gtltyn,' "ach ist btt Fest ;i. W Schmitt!, Mgg Wii-k« Sei Mfi tmg tin * «Ot- ki " Qtmeinbe. . Darmstadt a WWW« gin werd"?' K^?^Staa, 20 \ W h»’8 ’"® * der Ei," Trm, Sriedhgf/ iI'mU ft' ihr Tr «r'/j 3*Za% Reichsanleihe . 95.30 Kreditaktien 3% do 86.80 Diakonto-Kommandit •Anl, Bürgergesellschast oooaatxxxxxxx Kunstwerem 7459 Frau Ferber. . 95.— . 86.50 . 92.85 . 94.70 40 90 . 25.— . 42.- . 75.60 Darmstädter Bank . Dresdener Bank |. . Berliner Hondelages. Oeaterr. Staatsbahn Gotthard bahn . . Laurahütte . . . Bochum .... 04916] Morgen Samstag trifft auf dem B'andplatz ein Waggon Weisskraut 5. Dr. jur. Pet. Wilhelm Fuchs and Homburg v. d. H, katholisch. 6. Deffen Ehefrau Elsa, geb. Kühne, daselbst, Evangelisch. 7. Staatsrat Peter von Fedoroff aus Tambow, griechisch-katholisch. (Wird in dir Heimat gebracht und nicht in Offenbach beerdigt.) 8. Kaufmann Josef Jeidel aus Frankfurt a. M. israelitisch. 9. Ehefrau des Direktors Ernst Hoffmann auS Mainz, evangelisch. 10. Dienstfrau Ida, geb. Reinhardt, Witwe des Kaufmanns Aeberlein aus Berlin, evangelisch. 11. und 12. Die beiden Russen, deren Personalien noch nicht fest- gestellt sind. — Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. wird bei der Trauerfeierlichkeit durch mehrere höhere Beamte vertreten sein und Kränze niederlegen lassen. — Da nun die Leiche des russischen StaatSrats Dimitriewitsch aus Feodorow mit Sicherheit erkannt wurde, wird audi nuu diese auswärts, und zwar in seiner russischen Heimat, beerdigt werden. — Der Untersuchungsrichter II in Darmstadt hat gegen den Blockwärter Lohmann ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung eines Eisenbahntransportes eingeleitet. Der Thatbestand ist unter Zuziehung der Stationsbeamten von Offenbach und Mühlheim und der Vertreter der Eisenbahnbehörde an der Unglücksstelle ausgenommen worden. Auch wurden die Akten über die von den Eisenbahnbehörden geführte Untersuchung eingefordert. Man erwartet, daß auch gegen den Lokomotivführer des V-Zuges Anklage erhoben wird. Denn wenn es wahr ist, daß der Blockwärter, als er das Zurückbremsen des V-Zuges bemerkte, auf den Führer desselben zulief und ihm bedeutete, er möge nach Offenbach weiterfahren, die Strecke für ihn sei frei, warum ist dann der Lokomotivführer nicht in der Richtung nach Offenbach sofort weitergefahren, an» statt noch weiter rückwärts über die Blockftation hinaus zu fahren? Das Verschulden des Blockwärters liegt, wie uns aus Eisenbahnkreisen geschrieben wird, darin, daß er die Strecke nach Mühlheim frei meldete, ohne sich von der Weiterfahrt des V-Zuges, für den doch das Signal auf Halt gestanden hatte, nach Offenbach zu überzeugen. 8. Mendorf a. >. Lahn, 15. November. Heute vormittag weilte der Staatsanwalt und die Gendarmerie von Gießen hier, um Ermittelungen über die Entstehung des Brandes anzustellen, der vorigen Samstag in der Hofraite des Jakob Wagner II. ausgebrochen war. Da man vermutete, daß einige Schulkinder, die mit Feuerzeug spielten, die Thäter gewesen seien, so wurde auch der Lehrer, dessen Schüler um diese Zeit zuhause waren, von dem Staatsanwalt vernommen. Doch wird allgemein bezweifelt, daß Schulkinder die Brandstifter sein könnten, da sie (es war vormittags nach 10 Uhr) kaum aus der Schule entlassen waren. O Dutenhofen, 15. November. Bei der Jagdverpachtung am Samstag hatte bekanntlich Dr. Küpper aus Gießen das Höchstgebot mit 815 Mk. abgegeben. Der Zuschlag seitens des Kreisbürgermeisters zu Krofdorf konnte jedoch noch nicht erteilt werden, da ein Herr aus Wetzlar mit einem gestern abgegebenen Nachgebot über 815 Mark hinauSging. Es ist also möglich, daß die Jagdverpachtung nochmals stattfindet. Wetzlar, 15. November. Im Laufe des heutigen Tages haben hier die Ersatzwahlen für sechs wegen Ablauf ihrer Wahlperiode ausgeschiedene Stadtverordnete stattge- gefunden. In der 3. Klaffe wurden Kaufmann Georg Fr. Münch und Rechtsanwalt Dr. Heertz wiedergewählt, in der 2. Klasse Kaufmann Bernhard Waldschmidt und Möbelhändler Ernst Drullmann, in der 1. Klasse Posthalter Gerhard Waldschmidt wieder- und Generaldirektor Kaiser neugewählt. -fc. Marburg, 14. November. Zu der Totschlags- Affaire in Ellnhausen wird uns noch in Ergänzung unserer früheren Meldung mitgeteilt, daß der Dienstknecht Ammenhausen aus Dilschhausen dem Meinhold den totbringenden Schlag mit einem dicken Knüppel auf den Kopf versetzte. Der Unglückliche hat dann allem Anscheine nach noch versucht, nach Hause zu gehen, ist aber unterwegs zu- ammengebrochen und wurde am anderen Morgen völlig mrchnäßt im Chauffeegraben gefunden. Er starb, ohne das Bewußtsein wieder zu erlangen. . 208.— . 180.70 . 136.— . 149.4« . 152.80 . 141.— . 146 50 . 214.50 . 196.— . 185 5» Stahl Schlachthaus. Freibank. 7375 Heute und morgen: GchsNlStislh 50 M MW 45 psg. Börsennachrichten. Berlin, 14. November. I« der Gemälde-Ausstellung im TurmhauS am Braud von Bouutag an wieder SO Gemälde neu ausgestellt. Aus Stadt und Land. Gießen, 16. November 1900. •* Auszeichnung. Dem Beigeordneten Heinrich Weitze zu Münch-Leusel wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit ver Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Bande deS PhilippsordenS verliehen. ** Personalnachrichten. In den Ruhestand wurden verhetzt die Weichensteller in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn- Gemeinschaft Heinrich Dechert zu Lauterbach und Konrad Schmitt XXI. zu Großen - Lüder mit Wirkung vom 1. Januar 1901 an. *• Der Gesetzgebung s Aulschuß der Zweiten Kammer 'tritt am 19. November zusammen. Zur Beratung stehen -eine Vorlage des Ministeriums, das Faselwesen (Körgesetz) betreffend, ferner eine Vorlage, die Aufstellung des Art. 18 öe« Fischereigesetzes betr., und endlich eine Vorlage des Ministeriums, die Gemeindeumlagen betr. -u. Albshausen, 15. November. Gendarm C. aus Braunfels verhaftete heute hier einen Bettler, der sich mit gefälschten Reisepapieren ausweisen wollte. Er gestand zu, die Papiere gefälscht zu haben. Ferner gibt jener an, er habe im Monat August bei einem Mann in Vilbel gearbeitet; mit diesem habe er wegen Auszahlung seines Lohnes Streit bekommen, worauf er die Arbeit eingestellt habe. Den Namen feines Arbeitgebers wiffe er nicht mehr. Einige Tage später sei er demselben auf dem Feld bei Kloppenheim begegnet und habe ihn mit einem in ein Taschentuch gewickelten Stein totgeschlagen, ihm sein Geld abgenommen und sei dann nach Frankfurt gelaufen. Von dort sei er per Bahn nach Köln, von da nach Wiesbaden gereist, wo er sich die falschen Reisepapiere auf der Herberge verschafft h-abe. Er nennt sich Schweizer Adolf W ill von Pirmasens und erzählt weiter, er habe nun gehört, sein Freund sei wegen des von ihm verübten Raubmordes verhaftet worden; sein Gewissen lasse ihm keine Ruhe mehr, und er wolle die Sache gestehen, daß er der Mörder sei. Allem Anschein nach ist der Festgenommeue nicht ganz klaren Verstandes. -i. Nidda, 15. November. Die Gemeinde Unter- Schmitten bekam heute in der Person des Schulverwalters Wilhelm Seibert einen neuen Lehrer. Merkwürdigerweise trug ein vor einigen Jahren von da versetzter Lehrer denselben Vor- und Zunamen; letzterer ein Oberhesse ging «ach Rheinhessen, ersterer ein Rheinhesse kam daher; seit •3 Jahren ist der neu Ernannte schon der sechste Lehrer in der Gemeinde. -fc. Darmstadt, 15. November. In der gestrigen Sitzung der städtischen Finanz-Kommission wurde beschlossen, der Stadtverordneten Versammlung eine umfassende Erweiterung der städtischen elektrischen Straßenbahn vorzuschlagen. U. a. soll eine weitere ZugangSlinie zum Walde (nach den Hirschköpfen) geschaffen und auch Traisa cinbezogen werden. Darmstadt, 15. November. Der Rückkehr des Groß- herzogS und der Groß Herzogin in Darmstadt wird .zum Dienstag, 20. ds. Mts. entgegengesehen. — Das vom Sro ßherzog zum Preise von 600000 Mk. angekaufte Palais des verstorbenen Prinzen Wilhelm auf der Rosen- höhe ist als Aufenthalt für die verwitwete Herzogin von Coburg-Gotha, die Mutter der Großherzogin, ausersehen. Offenbach, 15. November. Die Bürgermeisterei teilt wtt, daß nach erteilter Zustimmung des UntersuchungS- nchters die gemeinsame Beerdigung der Opfer der Eisenbahn-Katastrophe Freitag den 16. November, nachmittags 3 Uhr, auf dem Offenbacher Friedhöfe stattfindet. Beigefügt ist das folgende Verzeichnis der Toten: 1. Dr. Bruno Freitag, Direktor der Munitionsfabrik Sallier u. Bellot in Schönebeck, evangelisch. 2. Hedwig Jüngermann aus Berlin,' wangelisch. 3. Kaufmann Emil Klein aus Mainz, israelitisch. 4. Ida Poch Hamm er aus Lausanne, Beterin eines Pensionats für junge Mädchen, evangelisch. Geschütze in die Höhe zog. Mil diesem Akt ist der Eintritt Deutschlands in die Weltpolitik geschehen und eine Lage für uns eingetreten, aus der wir nicht mehr surücE könnten, auch wenn wir das wollten. Ein tapferes Soldatenwort hat sie am Treffendsten gezeichnet In der Morgenstunde des 4. Juli d. I. ist die Ausreise unserer beiden ersten Seebataillone aus Wilhelms- hafen erfolgt. Die Weise des Hohenfriedberger Marsches nwr verklungen, der Kaiser und die Kaiserin hatten den Scheidenden die letzten Abschiedsgrüße zugewinkt und das letzte Abschiedshurra der Mannschaften war ausgebracht. Da rief diesen der Generalmajor v. Hoepfner zu: Jetzt keinen Augenblick mehr nach rückwärts! Vorwärts mit Gott! — Ja, Vorwärts mit Gott? Das ist das rechte Wort. Es ist der Wahlspruch unserer Flotte, es ist ber, Wahlspruch unseres Kaisers. Möge er auch der Wahlspruch unseres Reichstags sein, der heute in Berlin wieder zusammengetreten ist und, wie wir hoffen, demnächst in diesem Sinn sein Urteil fällen wird. Mit diesem Wunsche erheben wir auch heute den alten Ruf der Ehrfurcht und der Treue: Es lebe Se. Majestät der Kaiser Wilhelm II. und S. K. Hoheit der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein? Hoch! Hoch! Hoch! 8‘/i % Konsols . 8 o/o do BVg % Hessen 5 7 Italien. Rente 4 % Griech. Monop. 3 % Portugiesen 8 o/3 Mexikaner . 47, % Chinesen . Samstag den 17. November: Arier des 36jährigen Stiftungsfestes Lereinslokal (Feldel). Sonntag de« 18. Aovemöer: Ausflug laich Textors Terrasse.7465 Der Vorstand. Kirchliche Nachrichten. Evangelische «emetnve. Sonntag den 18. November. 28. nach Trinitatis. Gottesdienst. I» der Stadttirche. Vormittags 9 Uhr, Bet» einiguag der konfirmierten Mädchen der LukaSgemeinde tm Schwesternhaus (Johannesft>aße). Pfarrer Euler. Nächsten Sonnrag, den 25. November, alü am letzten Sonntag des Kirchenjahres: Totenfest. Gedächtnisfeier für die Verstorbenen. An diesem Tage findet nachmittags 2 Uhr Gottesdienst in der FriedhofSkapelle statt. ES wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend gebeten, es rechtzeittg — spätestens eine Woche vor der Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen. Katholische Gemeinde. SamStag den 17. November. Nachmittags um 4»/» Uhr und abendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 18. November. 24. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von «V, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. » um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militärgottesdienft mit Predigt. , um 9«/e Ubr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2»/, Uhr: Christenlehre, darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Hleligiousgemeirrde. SamStag den 17. November 1900. Vorabend 4^ Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr Lchrifterklärung, Sabbathausgang 5» Uhr. IC. 6. November, ^llschaftfür ** 01,5 Dresden China. IJH des Krau- H doch eine so Merntzchnden, beseht war. (&r luter Mete w »Eingesandt" in ließen sei noch n die zahlreichen waren die Licht- nahme anziehend, r Provinz Schaven und Deutschen g der Lichtbilder nberentsprach order ungen, er deutschen Unb 1 hat. Der tocib Mer Kenner > er, dessen neue chäht wird, HM rtzörerschü/l achten weder viel atz überlegen ;res Kngehen auf r nicht am Patze. entbet statt. n hielt am Mich in Steins harter kündigten Vortrag t 1840 von Chiuc darüber, was ivü; einer Bearüßun, den Vorsitzen^ nckeu und M tz ergriss letzterer eingehender Nacht kommende wirte von Chine, nas mit W, verts zurückreM. ;gen der enM hre 1843 durch s onopol mit CH: ndels hatte na, «9 d-s I inde/^M I Sm , mt euroM* nn den cnM I raipingW'j wie biej* - >aitu . -Mchb-s-- n "-E7L »nders " M «nttt , \eWd,a ht-- der 1 : B-rM" t | r P'd'S riog, ^Lfe I nD I ist ber 3°y 1 ^(inent?Ä 5em * Neueste Meldungen. Berlin, 16. November. Wie die „Volks Ztg." hört, schwebt gegen den Führer der neuen Fraktion der Linken, Stadtverordneten Rechtsanwalt Marggraff, ein Majestätsbeleidigungs-Prozeß, weil Marggraff in der ersten Sitzung der Berliner Stadtverordneten-Versamm- lung im Januar d. I. bei dem Hoch auf den Kaiser sitzen geblieben fein soll. Berlin, 16. November. In der hiesigen russischen Botschaft erschienen gestern mehrere Diplomaten, um ihre Teilnahme anläßlich der Erkrankung des Zaren auszusprechen. D«ie Großfürsten, die in Paris und an der Riviera vexweilen, treffen keine Anstalten zur Abreise. Großfürst Alexis sagte ausdrücklich, der Zustand des Zaren habe sich gebessert. t Dresden, 16. November. Die Ausrüstung der Feld- Artillerie mit dem neuen Schnellfeuergeschütz „Wiege-Lafette" kommt für militärische Kreise durchaus nicht unerwartet, da Krupp schon seit Jahren mit der Konstruierung eines derartigen Geschützes beschäftigt ist und umfangreich^ Versuche damit vor den Mitgliedern der preußischen Artillerie-Prüfungs-Kommission stattgefunden haben. Ganz unglaublich klingt es indessen, daß Krupp sein neu konstruiertes Geschütz der russischen Regierung angeboten habe. Washington, 16. November. Der General Miles, der an Stelle des in Kuba befindlichen Generals Root die Funktionen des Kriegsministers interimsweise versieht, hat den Direktor des Artillerie-Wesens im Kriegsministerium beauftragt, eine Untersuchung über die von der Presse gemeldete Nachricht anzustellen, wonach das amerikanischeKriegs Ministerium durch Spione in den B e s i tz d e r P l ä n e und M 0 d e l l e des neuen französischen Feldgeschützes gelangt sein soll. General Miles hat der Ansicht Ausdruck gegeben, daß durch diese Untersuchung Licht in diese Spionage-Affaire gebracht wird. \ Kopenhagen, 16. November. Ein russischer Kurier traf gestern in FredenSborg mit Briefschaften an die Kaiserin- Witwe ein. Dieselben enthielten über das Befinden des Zaren ungünstige Nachrichten. Die Kaiserin- Witwe beschloß, nach Rußland zurückzukehren, sobald eS ihre Krankheit irgend erlaube. , Harpener Tendenz: fest Julius Wellhöfer, u-u l Marburgerstraße 34. 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Die nähere Beschreibung der Bauten und die Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Die Besichtigung der Bauten ist Interessenten gestattet und werden dieselben ersucht, sich an den auf dem Bureau in der Neu. Mühle anwesenden Bautechniker Nold zu wenden. Angebote sind schriftlich, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum genannten Wilhelm Seibel Post-Assistent in Mainz schnell und unerwartet sankt dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet R. Strauss. M Plüddemann. M. Spicker. Solostücke für Klavier: a) Widmung......R. Schumann-Liaet b) III. Satz a. d. G-moll-Konzert F. Mendelssohn-J. gemischte Quartette: a) Neujahrsnacht.....F. Mendelssohn-J. b) Hüte Dich.......A. Dregert. 7. Drei Lieder für Bariton: a) Frühlingsglaube 1 b) Ungeduld ?.....Fr. Schubert, c) Die Post J Statt jeder besonderen Anzeige. 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