Erstes Blatt. Sonntag den 17. Juni 1900 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Ureis (Sieben Jahrzehnten Weltruf essenden maschlnen Alle Anzeigen-Bermittlung-stellen de- In« und Au-lande- nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. McUMm, Gpreditton und Druckerei: S4»kßratze Nr. 7. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwick, Klätter für hessische Volkskunde. Adrefie für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 5L Nezugsprein »ierteljährl. Mk. 2,38 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholeftell« Vierteljährl. Mk. 1,91 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vicrleljährt. mit Bestellgeld. Üewe|»e »e» Anzrigea zu der nachmittag- für de» fangenden Lag erscheinender. Nummer bi- öerm. 10 Uhr. AbbrsteLungen spätestens abends vorher. Gesunde«: 2 gold. Ringe, 1 Sonnenschirm, 1 Damen, gürtel, 1 Tischdecke, 1 Wagenkapsel und 1 Hundehalsband. Gießen, den 16. Juni 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. irträge ibents 8 Öhr agner: er Tieren^ Frees’schen and 400 Gießen, den 16. Juni 1900. Ceti.: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1900/1901. Da- Großherzogliche Kreisamt Gießen die Grosth. Bürgermeister eie« de- Kreises. Die rubrizierten von uns abgeschlossenen Voranschläge verden Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Wir empfehlen Ihnen, das in Ihren Händen befindliche Konzept derselben alsbald mit den Ansätzen des Ori- gmalvoranschlagS in Uebereinstimmung zu bringen, auch die R handelte „die Geschichte derJdee vom Reiche Gottes v on der Verkündigung I esu an biß auf die letzte Entwicklung der Theologie". Der Vortrag knüpfte daran an, daß durch Albrecht Ritsch!, dem großen 1889 verstorbenen Göttinger Theologen, der Gedanke vom Gottesreich wieder in das Zentrum der Theologie gerückt sei, doch freilich in einer einseitigen Fassung. Er endete auch mit einer anregenden und viele originale Anschauungen daibietenden Kritik der Weise, wie Ritschl diesen Gedanken in seiner Dogmatik prinzipiell verwertet und mit anderen Gedanken, besonders dem der Erlösung durch Christus, ver- bunden hat. Die Vorbereitung auf diese Kritik bildete ein von reicher Gelehrsamkeit zeugender, knapp und anschaulich gehaltener Ueberblick über die gesamte dogmengeschichtliche Entwicklung der Idee vom GotteSreich, worin die Theorieen Augustins, Luthers, dann der Aufklärung, hier vorab des sächsischen Theologen Reinhard und Kants, die Hauptruhepunkte bildeten. — Nach einer Pause hielt Pfarrer Förster- Frankfurt den zweiten Vortrag über „die Rechtslage der evangelischen Kirche in Deutschland 1800 und 1900". In fesselnder Weise beleuchtete er den großen Gegensatz zwischen den Verhältnissen, die an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts historisch zu bemerken sind. Um 1800 der volle Sieg der naturrechtlichen Konstruktion der Verfassung der evangelischen Kirche in allen einzelnen Territorien Deutschlands, dadurch ein Zustand größter Freiheit der Einzelgemeinde und deS Einzelpfarrers. Von einer Kirchenreqierung in anderem Sinne als der von der staatlichen Obrigkeit wahrgenommenen Pflege der äußeren Verhältnisse war kaum die Rede. Den Staaten lag wesentlich nur daran, alle Konfessionen zur Toleranz zu verpflichten. Im Laufe des 19. Jahrhunderientwickelt sich dann eine sehr ausgebildete interne Kirchenverfassung, Konsistorien mit neuen, besonders auf die Wahrung ber Bekenntnisse abzielenden Befugnissen, daneben Synoden der Landeskirchen, Presbyterien der Lokalgemeinden. Der Vortragende kontrastierte nur das 18. und 19. Jahrhundert. In der Debatte wurde efl später mehrfach berührt» daß vor dem 18. Jahrhundert, vor dem Aufkommen ber naturrechtlichen Konstruktionen, schon ganz andere Verhältnisse geherrscht hatten, freilich doch auch solche, die in charakteristischen Beziehungen recht verschieden waren von denjenigen, welche in gegenwärtiger Zeit zu einer gewissen Reise, wenn auch sicher noch nicht in die letzte Phase gelangt sind. Redner legte die inneren Gründe, die historische „Notwendigkeit", auch den reichen Segen der Entwickelung des 19. Jahrhunderts dar, nicht ohne zugleich die schweren Bedenken, die in vielen Beziehungen damit verknüpft sind, scharf zu betonen. — Die beiden Vorträge werden in der bekannten Sammlung der Vorträge der Gießener Konferenz (Ricker'sche Buchhandlung) int Druck erscheinen. — Em gemeinsames Mittagsmahl hielt den größeren Teil der Erschienenen bis gegen 5 Uhr zusammen. Die Züge nm diese Zeit entführten die meisten in ihre Heimat. Kleinere Gruppen saßen noch bis 7 unb 8 Uhr im Hotel Viktoria beisammen. Alle waren einig, sehr viel Anregung aus dm Vorträgen und in der Diskussion empfangen zu haben. *• Staudesordnung und Ehrengerichte für Aerzte. Nach dem Beispiele anderer Bundesstaaten hat das Großh. Ministerium des Innern den Entwurf eines Gesetzes betr. die Standesordnung und die Ehrengerichte für die Aerzte des Großherzogtums aufgestellt. Damit ist einem allseitigen | Wunsche entsprochen worden, wenn auch der Entwurf in . mancher Hinsicht verbesserungsbedürftig erscheint. In den I Entwurf ist der Grundsatz vertreten, gemäß der Verordnung vom 28. Dezember 1876 die den jetzt bestehenden Kreis- I vereinen trotz mancher seither zutage getretener Mißstände ! zustehenden rechtlichen Funktionen weiter bestehen zu lassen, Regierungsbeschlüsse zur Ausführung zu bringen u. s. f Dabei ist indeß nicht in Betracht gezogen, daß eine große Anzahl (ein Drittel) von Aerzten den Kreisvereinen aus irgend einem Grunde nicht angehören. Letztere sollen zwar nunmehr das Stimmrecht erhalten, was jedoch bei ihrer Minderzahl ohne jegliche Bedeutung ist. Nach dem Rechtsgrundsatze „Gleiches Recht für alle" erscheint es demnach unbedingt erforderlich, alle approbierten, praktizierenden Aerzte des Großherzogtums in einer Korporation zu »er einigen, wodurch allein eine gleichmäßige Behandlung aller Aerzte gewährleistet erscheint. Grundbedingung ist, daß an Stelle der zurzeit bestehenden verschiedenartigen Statuten der einzelnen Kreisvereine, die nach Bedarf und Willkür geändert werden können, gleichmäßige feststehende, von persönlichen und lokalen Einflüssen unabhängige, von der Regierung genehmigte Statuten treten. Der Entwurf will ferner den Vorsitzenden der Kreisvereine das Recht zugestehen, Kollegen Mahnungen zu erteilen, wobei allerdings nicht berücksichtigt erscheint, daß auch ein Vorsitzender selbst in die Lage geraten kann, Mahnungen in Empfang nehmen zu müssen. Jede Rüge oder Strafe muß bem Ehrengerichte Vorbehalten bleiben. Bezüglich dec Zwangsaufnahme der Aerzte in die KreiSvereiue hat die Ä": h--- «tnbtr« «> llellung Schönen, w. S"Ä ®°‘wbi'AS neuen Gründers- 56. Hauplvech Gustan.Sdol Grünberg fW1 3. mittag« 5 W; pirsch, abends vc Musik- unb Gesa getonte Choral w nom Sch«e ai nachmittags Feste daselbst. bm. Mainz, bewilligten einen bei deutschen Vereins. Die 8 Seitens br Sta M ein Buffet k. Dillen bunbessest.) 16. Juli hier f SLngnbunbeS s eine in ber NA legene Wiese bt hat man bie w sicht genommen Pionier Bataill. schlisse haben bi legt: SamStag betr.: Die Beat Hm eine l der Hunde ausüb Gesetzes, betr.: I Hundemarken foh der Büreaustmide werben. Die 3 16. Juli er. i eine Gebühr t Im Uebtij bei LokalreAenu Wen bei Mei haben, daß die oder am geschriebene Ma überliefert. Gießen, ■ Menbeß^ ’ ■ sS? 8. 4 5. se» 8Mi8= Sinfet «le AUSg «r.ili. KM * b«s »S 1M. ■ 2* r>»«itz 7°" »»£ itw"®0^'-' *?ts ÄÄ5 J"' 7 «ii * 17' totit Mi#,, " W «nb anfc «te bogaingeti. K »«».Keife uatung, hin voral1 6 ^nts, die fiaubfr. - h'rlt NarrerFö^ ^er „die Rechisi^ , Deutschland I8i ietK beleuchtele c • Verhältnissen, die ai!, ndniS historisch z»; Sieg der natnnechiiij evangelischen 8^ hlands, dadurch m lemeinde und del ti. rung in ander« &m ligkeit rvahrMmtt ir kaum die M M in, alle KoGsm P ufe des lS.MMli gebildete intmit Riityi. besonders mrf die M i Asrrgnifsen, danebe: rrmderLokalgemeinde^ äs 18. unb 19. Aahli fl/rr niclrfad) berührt, de« Aufkommen der M WiMÄWV y ti\t ir wr» 10! c Zeil zu nun gewiss,- ; in die letzte Phase c en Gründe, die hifforrH Segen der WN hne zugleich die \\w [tu damit veriM K Dorträge werden iU je der Gießener M® nud erscheinen. en größeren Teil dar rmen. Die Züge ihre Heimat, 8 Uhr im Hotel W hr viel Anregung oH» empfangen zu hab^ SSTÄW ««9 t geW’Jw»« ®* !" W2,2(*K )’«"• "Ä bti y IC». *'21 »•*« KK'E •fci* «SL> )• Ä, «••ÄS: -„**&»'** Siegierung einer Abordnung von nicht korporierten Aerzten tereitS die dankenswerte direkte Zusage erteilt, durch Verordnung zu verfügen, daß eine solche Angliederung statt- fnden muß. Wir hallen eS für ganz selbstverständlich, daß in allen Stadien der Vorbereitung des Entwurfes auch in Zukunft die Vertreter der nicht korporierten Aerzte zugezogen werden, weil nur dadurch Einseitigkeiten vermieden werden. ** Kuustvereiu. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand hat im Laufe dieser Woche wieder eine Tenderung erfahren, indem zu der kaum 14 Tage ausgestellten Serie wieder 32 Gemälde neu hinzugekommen sind. Die nahezu 100 Gemälde, welche die gegenwärtige AuS- st-ellung umfaßt, bieten aus dieseSmal wieder so viel deS Schönen, daß wir die Gelegenheit benutzen wollen, den besuch zu empfehlen. -r. Wieseck, 16. Juni. Durch Anschaffung einer neuen Orgel, die von der Firma Förster in Lich geliefert wird, macht sich ein Umbau unserer Kirche notwendig. Der Gottesdienst wird während dieser Zeit in einem Saale des neuen SchulhauseS abgehalten. Grüuberg, 16. Juni. Aus dem Programm für die 56. Hauptversammlung des hessischen Hauptvereins der l? ustav-Adolf-Stiftung, die am 3. und 4. Juli in Grünberg stattsinden soll, entnehmen wir folgendes: Am 3. Juli mittags findet Empfang der Festgäste statt, nachmittags 5 Uhr Zusammenkunft der Abgeordneten im Hotel Hirsch, abends von 8 Uhr ab gesellige Vereinigung daselbst, Musik- und Gesangsvorträge; am 4. Juli morgens Glocken- 0(Häute Choral vom Kirchtum, Festzug unter Glockengeläute viM Schulhofe aus nach der Kirche zum Festgottesdienst, nachmittags Festessen im „Hotel Hirsch," und Nachfeier daselbst. bm. Mainz, 15. Juni. Die hiesigen Stadtverordneten bewilligten einen Kredit von 3000 Mk. zur Begrüßung dtS deutschen Journalisten- und Schriftsteller- vr reins. DieBegrüßung findet in der „Stadthalle" statt. Seitens der Stadt wird für die Journalisten und Schriftsteller ein Buffet aufgestellt werden. Dillenburg, 15. Juni. (23. Lahnth alsänger- bvndesfest.) Die Vorbereitungen für das am 15. und 16. Juli hier stattfindende 23. Bundesfest des Lahnthal- Mngerbundes schreiten rüstig vorwärts. Als Festplatz ist eine in der Nähe der Stadt am Waldsaum geschützt ge- legzene Wiese bestimmt, für das Absingen der Einzelchöre ho« man die nahe Reitbahn des Kgl. Landgestüts in Aussicht genommen. Als Festmusik ist die Kapelle des hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11 engagiert worden. Die Ausschüsse haben das Programm des Festes, wie folgt, festge- kgt: Samstag den 14. Juli, abends 8 Uhr Fackelzug, Konzert im Gartenlokal der Oranienbrauerei; Sonntag, 15. Juli, morgens 6 Uhr Weckruf, von 8 Uhr ab Empfang der auswärtigen Sänger am Bahnhof, von 9 Uhr ab Generalprobe in der Sängerhalle, nachmittags 3 Uhr Festzug durch die Stadt nach dem Festplatze, um 4 Uhr Abrücken der Vereine in die Sängerhalle zum Vortrage der Einzelchöre. Auf dem Festplatze findet während des Nachmittags Konzert und Tanz und Gesang der Gesamtchöre statt. Abends von 9 Uhr ab Konzert auf dem Festplatz, Brillant- Feuerwerk. Montag, den 16. Juli, morgens 8 Uhr Besichtigung des WilhelmsturmeS, um 9J/2 Uhr Sängertag auf dem Schloßgarten, von 10 Uhr an Früh-Konzert im Gartenlokal des Herrn G. Neuhoff, nachmittags J/a2 Uhr Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz, dort Gesangs- Vorträge und Tanz, abends von 9 Uhr ab Bälle in den Sälen der Gastwirte Aug. Sturm und Gustav Neuhoff. Für die Jugend bietet der auf der Festwiese gelegene stark beschickte Juxplatz Kurzweil und Vergnügen mancherlei Art. Zum Empfang ihrer Gäste wird sich unsere Stadt festlich schmücken. •* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Zur Errichtung einer Reichsbank-Nebenstelle in Alsfeld weilte dieser Tage dort der Bank-Assessor Knothe aus Berlin, um mit den Vertretern der Stadt und der Kaufmannschaft zu verhandeln. Bis auf einen Punkt, der darin besteht, daß die Stadt Alsfeld die Garantie-Summe von 3000 Mk. pro Jahr nur auf 3 Jahre gewähren will, während die Reichsbant-Verwaltung die Garantie auf 5 Jahre beansprucht, wurde vollste Uebereinstimmung erzielt. Voraussichtlich wird auch in dieser Beziehung noch die Differenz gehoben werden. — Großfürst SergiuS von Rußland ist von Jagdschloß WolfSgarten wieder abgereist. — In Neustadt (Kreis Kirchhain) wird am 22. und 23. Juli das 15. Kriegerfest des Kriegerverbandes in Hessen, verbunden mit der 45. Delegierten-Versammlung, abgehalten werden. — Die keramische Ausstellung in Grenzhausen wird noch bis zum 24. d. Mts. geöffnet fein. — Im Druckerei-Kontor der Mainzer Verlagsanstalt und Druckerei A.-G. feierte der Oberfaktor Philipp Wolf sein 50jähr. Dienstjubiläum. — Der von dem Grafen zu Solms Laubach auf die evangelische Pfarrstelle zu Trais-Horloff, Dekanat Hungen, präsentierte Pfarrassistent Emil Breun- lein zu Lampertheim wurde für diese Stelle bestätigt. Auszug MS den Standesamtsregistenr -er Stadt Gießen. Aufgebote. Juni. 8. Reinhard Karl Jäckel, Kaufmann dahier, mit ÄaToIlre Elise Marte Hahn hierseldst. 8. JohS. F.-tedrtch Wilhelm Gustav Lritzow, Kaufmann dahier, mit Josephine Elisabeth Heidt htersetbst. 9 Ferdinand Wilhelm H.ti.rich Marlin Reimann, Ka'.i- mann zu Schlierbach, mit Johanna Karoltne Schade hiestldst. 9. Karl RolShausen, Kutscher dahier, mit Katharine Meirich von Achenbach. 9. Jakob Engelhard Welker, DIzefeldwetel dahier, mit Pauline Rappel von Nidda. 9. Otto Buck, Forstwart^ASpirant d-- hter, mit Maria Fritz tn Langd 11. Friedrich Karl Eberhart, Bahnarbrtter zu Vockerode, mit Anna Dorothea Köhler hin selbst. 12. August Jean Ernst Challier, Kaufmann tn Giehrn, mit Anna Fischer tn Nidda. 13. Friedrich Weber, Buchdrucker zu LudwtaS- Hafen, mit Eva Strauß zu Eusserthal. 15. Gymnastal-Oberlebrer P oftssor Hans Ludwig Hüter dahier mit Marianne Sophie El sabelh Weber tn Berlin. «hefchlietzungeu. Juni. 8. Karl Christian Friedrich, Lederhändler tn Alzen, mit Henriette Juliane Georgine Luise Margarethe Eicke Hierselbst. 9. Heinrich Martin Balser. Kaufmann dahier, mit WUHelmtne Katharine Christiane Noll hterselbst. 9. Johann Simon Hofmann, Z'e lcr dahier, mit M«rga,the Fornoff, geb. Fleck, Witwe hiersrltst. II. Reinhard Ztnkann, Fabrikant zu Herzebrock, mit Karolina Christiane Henriette Hermes hie,selbst. «eborene. Juni. 3. Dem Kaufmann Wilhelm Clement ein Sohn, Albert- 3. Dem Glaser Georg Otter eine Tochter, Anna. 4. Dem Lokomotro- beizer Wilhelm Preis ein Sohn. 6. Dem Kutscher Heinrich Prinz eine Tochter, Emmy Elisabeth. 6. Dem Wirt Heinrich Aff eine Tochter. 7. Dem Spmgler Georg Kaus ein Sohn. 9. D m Installateur Martin Balser ein Sohn. 9. Dem Glaser Karl Platt,.er ein Sohn, Karl August. 11 Dem Lokomotivheizer Nikolaus 93316» becher ein Sohn, Wilhelm Heinrich. 12. Dem Geschäftsführer Ludwig Schmidt ein Sohn, Ernst Martin. Gestorbene. Juni. 8. Katharine Waldickmidt, geb. Birk, 27 Jahre alt. W ttux der Schr.etdmüllers Georg Waidschmidt dahier. 9. Katharine Haas, geb. Nett, 29 Jahre alt, Ehefrau des Fuhrmanns Hein'ick HaaS dahier. 9. Katha«ine Formhals, 22 Jahre alt. dabter, Tochter von Zimmermann Friedrich FormbalS iu Allendorf a. d. Lda. Familien Nachrichten. Gestorben: Herr Lösermann Arnsberg in Babenhausen. — Frau Regine Strauß geb. Levi in Az y — Frau Anna Margarethe Seeling Ww., geb. Mohr in Darmstadt. — Frau Sibylla Weber in Darmstadt. — Fräulein Johanna Urback in Köln. Schiffsnachrichten. Norddkutschrr Llcyd, in Gtetznr vertreten durch di« Agenten l» I LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 14 Juni. (Per transatlantischen Telegrapb.j Der Doppelschraul en - Samellpostdampfer Kaiserin Maria Therefia, Kapitän A Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremcn, ist gestern 12 Uhr nachmitta S wohlbehalten in Nrw-Nmk angekommcn. Markus Bauer Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß In eigener werkstätte. Gießen, Airchenplatz ^18 WÜRZE; »Magai zum Würzen" ist nickt zu verwechseln mit Suppenwürzen, welcke mit unrichtigen Reklame behauptungen an das Publikum gelangen.__ Bekanntmachung, bett.: Die Beaufsichtigung der Hunde in der Provinzialhauptstadt Gießen. Um eine bessere Kontrolle über die gesetzlich vorgeschriebene Anmeldung bei- Hunde ausüben zu können, haben wir mit Inkrafttreten des abgcänderten Kt setze«, betr.: die Hundesteuer, an Stelle der seither verausgabten (runden) Hundemarken solche in neuer (viereckiger) Form eingeführt, welche während her Büreaustunden im Bürgermeistereigeöäude, Zimmer Nr. 14, verabfolgt werden. Die Verabfolgung der neuen Marken geschieht biS zum 1fr, Juli er. ««entgeltlich; nach diesem Zeitpunkte ist für jede Marke ein.? Gebühr vo« IO Pfg. zu entrichten. Im Uebrigen verweisen wir auf die Bestimmungen der 4 und 7 des. Lokalreglements vom 20. Januar 1882, nach bentn die Besitzer von Sunden bei Meldung von Geldstrafe bis zu 30 Mark dafür zu sorgen haben, daß die Hunde auf der Straße die Marke stets am Halsbande ober am Maulkorb tragen. Hunde, welche auf der Straße nicht die vor- geschriebene Marke tragen, werden eingefang n und dem Wasenmeister überliefert. Gießen, den 14. Juni 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.. Wolff. 4242 Kredit-Verein Heuchelheim Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Bilanz am 31. Dezember 1899. Actlva: JL H I. Kassenbestaud 21246.66 ?. 4urgeliehene Kapitalen 429594.28 8. 'Güterkausgelder 145023.77 4 Mobilien 300.— V fällige Zinsen 5711.80 Sa. 601876.51 Die Mitgliederzahl betrug Eingetreten in 1899 Ausgetreten in 1899 Passiva: JL H 1. Kapital Einlagen 566883.54 2. Stammanteile der Genossen 13383.62 3. Im voraus erhobene Zinsen von Güter- schillingen 1264.80 4. Reservefond 15377.70 5. Spezialreserve 3200 — 6. Zu verteilender Gewinn 1766.85 Sa. 601876.61 Ende 1898 299 13 9 Mithin mehr 4 Stand der Mitglieder Ende 1899 303 Heuchelheim, den 11. Juni 1900. 4247 Kreiling, Direktor. Schleenbecker, Rechner. Gorr, Kontroleur. iMimntmndjiniiieii Dekamttmachung. In unserem Genossenschaftsregtster wurde bezüglich der Spar- und Darlehenskasse Reiskirchen, e. G. m. u. H., gewahrt, daß Jacob Becker I. aus dem Vorstande ausgetreten ist und an dessen Stelle Johannes Peter VII. zu Reiskirchen in den Vorstand neu gewählt wurde. 4238 Gießen, am 15. Juni 1900. Großherzogliches Amtsgericht. Vergebung von Kmiarbeiten. Die zur Erneuerung von Fußböden durch Buchenrirmenparkett, sowie zur Herstellung von Verputz Del» un' Leimfarbeanstrichen in verschiedenen Räumen des neuen Gerichtsgebäudes nötigen Schreiner- und Weißbinderarbeiten werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 6. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Aussührungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots - Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Samstag den 30. Juni c., vormittags IO Uhr, versiegelt und mit ent- sprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben 4237 Zuschlagsfrist zwei Wochen. Gießen, dm 16. Juni 1900. Großherzogliches Hochbauamt. Neuling. llerMdknes BF Röfers Regenerator *BS beste Einreibung gegen Lähmung und Rheumatismus für Pferde. 3680 Adam Heß, Sattkermeister. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe' Ä. Attgetzot der Arbeitnehmer r 1 Maurer, 1 Heizer, 1 Bauschreiner, 3 Taglöhner, 1 Dienstmädchen im Alter von 16 Jahren, 1 ältere Frau für leichteren Laufdienst, 1 Lauffrau, 1 Büreaudiener oder Ausläufer. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 älterer und 1 jüngerer Buckbmder, 1 Metzger, 1 tüchtiger Küfer, 2 tücht. Bausckloffer, 1 jüngerer Schmied, 2—3 rüchl. Sckmiede, 1 jüngerer Schneider, 3 Bauschreiner, 2 Fuhrknechte, 3 Hilfsarbeiter, 6 Ziegeleiarbeiter für ein Ringofenwerk, 2 Dienstmädchen, 1 Lauffrau. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Friseur, 1 Glaser, 1 Kellner, 1 Kupferschmied, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 3 Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Schirmmacher, 2 Schreiner, mehrere Spengler gegen tägliche Vergütung, 1 Wagner. W Inhaber: H. Selbst und L. Schüssler 10 Marktstrasse 10. ’ lager in Werkzeuge n,Eiseowaaren^ und Haushallungsgegenständen. \ in'iiinxinninni^r, Eisschränke, Gartenmöbel, Obstpressen, Waschmangeln, Rasenmäher. Emil Schmidt : eeithor Teilhaber der Firma Liebrichs Nachfolger ® Giessen I 16 Neuenweg 16 • empfiehlt Achtung!! Hausfrauen! Achtung!! Durch persönliche Einkäufe hatten wir Gelegenheit, aus den renommiertesten Fabriken große Poften Leinen- und Banmwollwaren, Aussteuerartikel, «wr gute Qualitäten, ganz hervorragend billig etnzukaufen, und stellen wir dieselben, um unseren werten Kunden während des Räumungs-Verkaufs etwas Außergewöhnliches zu bieten, zu fabelhaft billigen Preisen zum Verkauf. Kaufhaus 4223 WarWraße 17. Giesse». Warklstraße 17. 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