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Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Amts- und Anzeigeblatt für den Ums Gietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchukgraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblütter, Der hessische Landwirt, Blätter für hessische Volkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hietz««. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung der Viehmärkte. Der auf den 30. ds. Mts. angesetzte Biehmarkt zu Kietzen wird wegen der noch im weiten Umkreise bestehenden Seuchengefahr hiermit aufgehoben. L Gießen, den 13. Januar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gießen, den 13. Januar 1900. Betr.: Einfuhr von Rindvieh in den Gemeinden des Kreises Z WGießen im Jahre 1899. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gießen M Nie Grotzh. Bürgermeistereien bei Kreises. P Diejenigen von Ihnen, welche unserer Verfügung vom 30. November 1895 (Gießener Anzeiger Nr. 284) noch sicht entsprochen haben, werden hierdurch an Erledigung derselben erinnert. v. Bechtold. Bekanntmachung. In Queckborn ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Aufhebung der Sperrmaßregeln ist angeordnet. Gießen, den 13. Januar 1900. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Be- rechttgung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1900. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der nn Frühjahr 1900 stattfindendeu rubr. Prüfung zu unter* ziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre desfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis znm 1. Februar 1900 bei der unterzeichneten Kommission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten PrüfungS- kommisfion nur dann einzureicheu, wenn der sich Meldende im Großherzogtum Heffen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugnis; b) Eiuwilliguugs'Attest des Vaters oder Vormundes mi der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer einjährigen aktiven Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift deS Vaters oder Vormundes beglaubigt sein. c) ein Nnbefcholteuheitszeugnis, welches von der Polizei-Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d) ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Uubescholtenheitszeugnis beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, giebt die Prüfungs-Ordnung (Anl. 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Blatt Nr. 27 von 1894 —) Ausschluß. Bezüglich des Prüfungstermins sowie des Lokals, in welchem die Prüfung statlfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 6. Dezember 1899. GroßherzoglichePrüfungs Kommission für einjährigFreiwillige. Der Vorsitzende: Wick. * Kaiser Franz Josef und die „Zde" Frage. Die Aeußerungen des Kaisers Franz Josef über die tschechischen Versuche, den Nationalitätenstreit in die Armee zu tragen, beleuchten scharf die Situation, wie sie durch die tschechischen Hetzereien geschaffen worden ist. Niemand kann sich erinnern, je aus dem Munde des Kaisers so entschiedene und drohende Aeußerungen gehört zu haben, wie sie diesmal gegenüber dem tschechischen Abgeordneten Dr. Stransky nach dem Delegationsdiner gemacht worden sind. Wenn der Kaiser sich veranlaßt sah, von der Verhängung des Standrechtes zu sprechen, zu erklären, daß er in der Armeefrage unversöhnlich sei, und den energischen Wunsch geäußert hat, daß die Tschechen die Armee in Ruhe lassen sollen, so mußte er wohl seine triftigen Gründe dafür haben. Damit ist erwiesen, daß man sich an der maßgebenden Stelle keiner Täuschung darüber hingiebt, daß die aus so läppischen Anfängen emporgewachsene Zde-Frage und das tzineinzerren des Nationalitätenstreikes in die Armee die größten Gefahren für den Dienst und die Disziplin des Heeres birgt. Man ist sich offenbar der dringenden Notwendigkeit der einheitlichen deutschen Armeesprache vollkommen bewußt und ist fest entschlossen, alle Versuche der tschechischen Hetzer auf das Entschiedenste zu unterdrücken. Und in diesem Sinne kann die Aeußerung des Kaisers von allen, welche die Wehrmacht dec Monarchie ungeschmälert erhalten wollen, und den frevelhaften Leichtsinn der tschechischen chauvinistischen Demagogen verdammen, mit einer gewissen Befriedigung begrüßt werden. Aus den Aeußerungen des Kaisers ging indessen klar hervor, daß der Monarch sehr gut weiß, wein diese Hetzereien auf das Kerbholz geschrieben werden müssen. Sie gehen von den Abgeordneten des tschechischen Volkes aus, die ein Interesse daran haben, die nationale Erregung und den Chauvinismus mit allen Mitteln zu schüren und in die Höhe zu peitschen. Es ist bezeichnend, daß der Kaiser- gerade dem Dr. Stransky gegenüber diese Aeußerungen gemacht hat. Dr. Stransky gehört zu jener Sorte von tsechischen Geschäftspolitikern, die nur von den nationalen Hetzereien leben, und derten die politische Thätigkeit lediglich ein Erntefeld für Privatinteressen bietet. Gerade diese Sorte von Leuten kümmert sich keinen Deut um die wirklichen Interessen des Staates und betreibt die politische Agitation in maßlosester Art, weil sich dabei im Trüben fischen läßt. Dr. Stransky hat auch jüngst in der österreichischen Delegation wieder eine Hetzrede gegen die Armee vom Stapel gelassen, die alles überbot, was bisher in dieser Richtung dagewesen war. Die Antwort darauf hat ihm gestern der Kaiser persönlich erteilt. Welche Wirkung die Worte des Kaisers in Böhmen haben werden, wird sich ja bald zeigen. Jedenfalls ist zu hoffen, daß wenigstens die militärischen Organe fortan mit einer der Entschiedenheit der kaiserlichen Worte entsprechenden Thatkraft und Unbeugsamkeit der ebenso kindischen wie gefährlichen Zde Agitation entgegentreten werden. * Vom Kriegsschauplatz. Mit banger Erwartung sieht man in London den letzten Nachrichten vom Kriegsschauplätze entgegen. Ein großer, in seiner Bedeutung weitreichender Schlag soll am Tugela fallen, oder schon gefallen sein. Die widersprechendsten Gerüchte durchschwirren die Luft. Bald heißt es, Buller- Habe den Uebergang über den Fluß erzwungen und Ladysmith entsetzt, und man zögert, der Nachricht glauben zu schenken, weil man schon so oft enttäuscht wurde, bald wird das andere Gerücht kolportiert, Buller sei zum zweitenmal aufs Haupt geschlagen worden, das Kriegsamt halte die Meldung nur zurück, und man ist geneigt, die Hiobspost für die richtigere zu halten, so sehr ist man schon an Unglückskunden gewöhnt. Vorläufig steht fest, daß General Buller thatsächlich nordwestlich von Frere nicht blos bis zum kleinen, sondern bis zum großen Tugela vorgedrungen ist, denn Potgieters- Drift führt über den letzteren. Nach den neuesten Telegrammen aber gewinnt es den Anschein, daß der Vorstoß gegen Nordwesten nur ein Scheinangriff war, der die Aufmerksamkeit der Buren ablenken sollte, während der Hauptangriff von Frere nach Nordosten gegen den linken Flügel der Buren geführt wurde. Bei dem letzten direkten Angriff auf Colenfo hat General Buller zu seinem Schaden erfahren, daß der Durchbruch einer stark befestigten, durch einen Fluß geschützten Position, die von so vorzüglichen mit Mauser-Repetierge- wehren bewaffneten Schützen, wie die Buren sind, verteidigt wird, ein mit großen Verlusten verbundenes und fast undurchführbares Unternehmen ist. Sind doch selbst die wiederholten Angriffe der todesmutigen russischen Soldaten bei Plewna an der starren Entschlossenheit der türkischen Verteidiger gescheitert. General Buller muß daher erkannt haben, daß er, wenn er Ladysmith den Entsatz bringen will, genötigt ist, eine Umgehung der Position von Colenso zu versuche«. Nachdem Buller Verstärkungen, nämlich fünf Bataillone der fünften Division, einige Kolonial-Freikorps und zahlreiche Geschütze heran gezogen hatte, wurden vom englischen Generalstab die für die Umgebung notwendigen Vorbereitungen getroffen. Es wurde schon hervorgehoben, daß es für die Engländer nur zwei Wege giebt, um die Buren durchs Umgehung aus ihren Positionen bei Colenso zu delogieren. Entweder östlich über Weenen oder westlich über Springfield. Die östliche Umgehung hätte den Nachteil, daß der Tugelafluß weiter abwärts, also an einem Punkte überschritten werden müßte, wo er mächtiger und wasserreicher ist. Von Vorteil für die Engländer wäre es dagegen, daß sie ihre Operations- und Rückzugslinie nicht zu verlassen brauchten und daher im Falle des Mißlingens der Umgehung sich auf die Eisenbahnlinie Estcourt-Weston-Pieter- maritzburg zurückziehen könnten. Die westliche Umaehung über Potgieters-Drift und Springfield hat den Vorteil, daß die zu passierenden Flüsse in ihrem schmäleren oberen Laufe überschritten werden können, aber andererseits auch den großen Nachteil, daß im Falle des Scheiterns der Umgehung, und wenn die Buren von Colenso und der Jnhlawc-Position aus einem Offensivstoß in südwestlicher Richtung ausführen würden, die englische Umgehungs-Kolonne von ihrer Rückzugslinie auf Estcourt abgedrängt, und in die unwegsamen Grenzgebirge des Basuto- Landes geworfen werden könnte. Bei dieser westlichen Umgehung über Springfield kommt der strategische Grundsatz, daß der Umgehende immer selbst umgangen ist, in eklatanter Weise zum Ausdruck. Es muß sich ja heute oder morgen Herausstellen, welchen Weg General Buller gewühlt hat. Keiner von beiden dürfte ihn zum Siege führen. Wenn er die Um- gehungsbewcgungen schon um die Mitte des vorigen Monats unternommen hätte, würde er mehr Chancen des Gelingens für sich gehabt haben, denn er hätte die Buren, bie.auf einen solchen Angriff nicht gefaßt waren, und daher auch keine Vorbereitungen zur Abwehr desselben getroffen hatten, überrascht. Seit der Niederlage bei Colenso sind aber fast vier Wochen vergangen, die General Buller nicht nur zur Erholung seiner geschlagenen Truppen, und zur Heranziehung von Verstärkungen an Mannschaften, Geschützen und Kriegsmaterial, sondern'auch zur Vorbereitung der Umgehungsbewegung benützte. Da'Buller wahrscheinlich noch immer keinen Transporttrain besitzt, so war er gezwungen, eine eigene Eisenbahn zu bauen. Diese etwa dreißig bis fünfunddreißig englische Meilen lange Feldbahn dürfte bei der. Station Enersdale von der Hauptlinie Estcourt - Colenso abzweigen und in nordwestlicher Richtung bis nach Potgieters-Drift ziehen. In diesem, in der verhältnismäßig kurzen Zeit von etwa drei Wochen zustande gekommenen Bahnbau kann man bereits den Einfluß des neuen Generalstabs-Ches Lord Kitchener erkennen, der bekanntlich seine Haupterfolge im Sudan-Feldzuge, der ja eigentlich nur eine Verproviantierungsfrage war, dem rasch und geschickt ausgeführten Bau von Feldbahnen, welche zum Teil durch die Wüste zogen, zu verdanken hatte. Durch den Bau der Bahn von Enersdale nach Potgiete^.- am Tugelaflusse haben aber die Buren Kenntnis davon erhalten, daß General Buller nicht mehr an die Wiederholung des direkten Angriffes auf Colenso denkt, sondern sie durch eine Umgehung von der Tugela-Linie delogieren, und zum Aufgeben der Belagerung von Ladysmith zwingen will. Bereits in einer aus dem Burenlager bei Colenso vom 3. d. M. datierten Depesche wurde berichtet, daß die Engländer von einem Punkte der Hauptlinie in der Richtung auf Potgieters-Drift eine Feldbahn errichten. Diese Wahrnehmung dürfte die Burenführer bestimmt haben, in einem am 3. d. M. unter Joubert's Vorsitz abgehaltenen Kriegsrate einen neuen Feldzugsplan festzustellen. Ein Teil desselben war offenbar, Ladysmith beim nächsten Ausfallsversuche zu erstürmen. Das ist noch nicht vollständig gelungen, aber jetzt meldet selbst Reuter's Bureau aus Prä- toria, die Buren hätten, nachdem sie im Anfang Erfolge gehabt, zwei Höhen wieder räumen müssen, also nicht alle, wie es erst hieß. Die Einschließung der Stadt ist demnach eine noch engere geworden als bisher. Der zweite Teil des neuen Kriegsplanes dürfte durch den Beschluß gebildet worden sein, die Stellungen am kleinen Tugela aufzugeben, und bessere Positionen im Norden des Flusses zu beziehen, welche auch näher zu dem Belagerungskorps liegen, und von demselben daher im Bedarfsfälle rascher unterstützt werden können. In der That meldete ja General Buller, daß die Buren sich un- gefähr viereinhalb Meilen nördlich vom Flusse stark verschanzt haben. General Buller wird daher, wenn er die Tugela-Position, sei es in der Gegend von Springfield oder nördlich von Weenen, formieren will, kaum geringeren Schwierigkeiten begegnen, als bei Colenso am 15. Dezember. — Englische Recoguoszierungen auf Freiftaatgebiet werden jetzt mehrfach gemeldet. So gehen uns heute folgende Telegramme zu: London, 14. Januar. Das „Reuter'sche Bureau" berichtet von Modder-Niver unterm 11. Januar: General Babington machte mit Unterstijtzung kleiner Truppenabteilungen unter Oberst Silcher und Major Byrne, die aus Belmont und anderen Punkten der Verbindungslinie kamen, einen glücklichen Aufklärungszug im Gebiete des Oranje Freistaats, 20 Meilen von der Grenze, und fand, daß das Land vorzüglich zu Operationen der Kavallerie geeignet sei. Die Kolonne Byrne's kundschaftete die Stellung der Buren auf der äußersten Linken aus, die unmittelbar vorher von 700 Buren besetzt worden war. London, 15. Januar. Das Kriegsamt hat eine Depesche des Generals Roberts aus Kapstadt unter dem 13. d. M. erh lten, die besagt: Die von Lord Methuen zur Rekognoszierung ausgesandte Kavallerie-Abteilung ist am 11. d. M. zurückgekehrt. Sie drang 25 Meilen im Oranje-Freistaat vor und stieß nur auf feindliche Patrouillen; im übrigen war die Gegend vom Feinde nicht besetzt. Am Modder River ist alles ruhig. Derartige kleine Streifzüge haben an sich nichts zu bedeuten, und können nur dazu führen, daß die betreffenden Truppen von den Buren, die, wie man sieht, überall sehr wachsam sind, abgefangen werden. Der „Einfall" General Babingtons zeigt nur, daß Lord Methuens südlich vom Modderflusse eingeschlossene Armee wieder etwas mehr Luft bekommen zu haben scheint, aber — und darauf kommt es an —, nicht nach Süden, nach de Aar und Kapstadt zu. Hier dürfte die Blockade Cronjes vielmehr eine noch wirksamere geworden sein. Wahrscheinlich hat die Engländer auch nicht der Trieb nach strategischen Operationen, sondern die Notwendigkeit, Nahrungsmittel zu requirieren, zu ihrer Rekognoszierung auf burischeS Gebiet veranlaßt. Von Erfolg ist dieselbe offenbar nicht gewesen. Viel belangreicher ist die Meldung des Londoner „Bureau Lassan" vom 9. Januar aus dem Lager am Modderfluß. Darnach ist das Gerücht im Umlauf, daß Krüger in Bloemfontein angekommen sei, um die Vorstellungen Cronjes zu unterstützen, der für einen Angriff auf die englischen Stellungen am Modderflusse sei. Einige andere Kommandanten seien dagegen und raten dazu, bei der Defensive zu bleiben. * • * London, 15. Januar. Der deutsche Kreuzer „Schwalbe" ist in Lourenzo Marques eingelaufen. Die aus 60 Mitgliedern bestehende belgische Ambulanz, welche sich auf dem Dampfer „Herzog" nach Südafrika eingeschifft hatte, ist nunmehr gleichfalls in Lourenzo Marques angekommen und von dort nach Prätoria gefahren. — Wie aus Kapstadt gemeldet wird, wurden General Roberts und Lord Kitchener bei ihrer dortigen Ankunft enthusiastisch begrüßt. Man brachte den beiden Feldherrn noch mehr Ovationen dar, als man deren dem General Buller seinerzeit bereitet hatte. Sämtliche im Hafen liegenden Schiffe hatten Schmuck angelegt und wechselten mit den Strandbatterieen Salut. Die Generale wurden im Hafen von dem Generalanwalt Soloncon als Vertreter der Regierung, dem Bürgermeister und der Stadtvertretung empfangen. Auch General Sir Toressier Walter, Admiral Harris, der Herzog von Westminster u. a. waren beim Empfange zugegen. Die Generale fuhren nach dem Regierungsgebäude, von der Leibgarde eskortiert. Die Engländer jubelten ihnen zu, während die Holländer gezwungen stillschwiegen. — Blättermeldungen aus Kapstadt zufolge soll General Warren am 12. d. M. den Tugela überschritten haben. Das Kriegsschiff „Penelope", auf welchem sich gefangene Buren befanden, ist durch Feuer beinahe ganz zerstört worden. — Die Verluste der Buren bei dem Angriff auf Ladysmith belaufen sich auf 800 Mann. — Aus Orange River kommt die Nachricht, daß General Wood mit einer aus allen Truppengattungen bestehenden Abteilung am 6. d. M. Zoutpansdrift im Oranje- Freistaat besetzt hat. Dies ist der erste Posten, welcher seit Beginn des Krieges auf feindlichem Gebiet von den Engländern errichtet worden ist. Die Verbindung zwischen dem Süd- und dem Nordufer des Oranje Flusses wird durch eine Pontonbrücke aufrecht erhalten. Bern, 15. Januar. Das schweizerische „Rote Kreuz" wird zwei bis drei Aerzte mit Verbandzeug zu den Buren entsenden. London, 15. Januar. Die „Times" bringt in ihrer zweiten Ausgabe ein Telegramm aus Eastcourt vom 13. Januar, welches berichtet, daß die Besatzung von Ladysmith während des gestrigen ganzen Tages mit den Truppen Bullers in heliographischem Verkehr gestanden Hobe, und daß in Ladysmith alles wohl sei. Die Buren haben ihre Stellungen geändert. London, 15. Januar. Aus Pietermaritzburg wird gemeldet, daß die fremden Militärattaches eingetroffen sind, um sich nach Kapstadt zu begeben, wo sie sich dem Stabe Lord Roberts anschließen werden. London 15. Januar. Der „Liverpool Courier" bringt folgende Aufstellung über die englischen Truppen, die entweder in Südafrika eingetroffen sind, oder noch hin« geschafft werden sollen: 100 000 Mann sind bereits gelandet, 30 000 sind unterwegs, und weitere 30 000 werden in der nächsten Zeit nach Südafrika eingeschifft werden. * ♦ Telegramme des „Gießener Anzeiger". Loudon, 15. Januar. Der „Natal Advertiser" veröffentlicht eine Beschreibung der jüngsten Kriegs-Ereignisse, worin es heißt, eine allgemeine Bewegung finde unter den Truppen bei Estcourt statt. Ungefähr zwölftausend Mann gingen am Mittwoch in der Richtung auf Ween vor. Plänkler wurden nach allen Richtungen ausgesandt, und waren überrascht, daß der Feind nirgends sichtbar war. Selbst die Laufgräben von GrooblerS Kloof, seiner stärksten Stellung, waren gänzlich geräumt. Man nimmt an, die Buren haben sich zurückgezogen, als sie hörten, daß eine Kolonne bei Ween und Helpmakaag im Anmarsch sei, um ihnen den Rückzug abzuschneiden. — Ein Telegramm der „Central NewS" aus Naowport von Freitag nacht meldet: Die Stellungen der Engländer sind unverändert. Oberst Porters Streitkräfte halten noch eine Position besetzt, welche die Verbindungslinie der Buren nordöstlich von Colesberg bedroht. Auf der Westseite von Colesberg hat die Artillerie eine fünfzehnpfündige Kanone auf einem hohen Hügel aufgepflanzt, von wo aus sie einige Granaten in das Lager der Buren sandten. Aus dem Haupt-Quartier des General French wird gemeldet, die Rümingtonspäher umgingen die Patrouillen der Buren und gelangten nach Norvahpont. Sie kamen zurück mit wichtigen Nachrichten über die Stellung der Buren. London, 16. Januar. Den letzten Meldungen zufolge haben sich die Buren vor Colenso und Weenen nach Ladysmith zurückgezogen. Man schreibt dies den Verlusten zu, infolgedessen sie gezwungen seien, gewisse Stellungen wegen Mangel an gediegenen Mannschaften aufzugeben. Loudon, 16. Januar. Nach Meldungen, welche der „Times" aus Prätoria zugegangen sind, befinden sich in Bloemfontein nur noch wenig Beamte. Der Staatssekretär Reitz arbeitet mit unermüdlicher Thätigkeit. Er beantwortet die vom Auslande eingetroffenen Telegramme sowie die vom Kriegsschauplätze, und bestimmt diejenigen, welche der Oeffentlichkeit übergeben werden sollen. London, 16. Januar. Generalmajor Frederick Carrington, Kommandant der Garnison von Valmont wurde schleunigst nach London berufen und traf gestern im Kriegsministerium ein. Man glaubt, daß er auSersehen ist, Lord Methuen auf dem Kriegsschauplätze zu ersetzen. * London, 16. Januar. Ein Telegramm aus Kapstadt vom Samstag meldet: Wichtige Operationen stehen bevor. Eine Umgehungs-Bewegung ist im Gange. Es wird gemeldet, daß General Warren von Springfield und General Buller von Weenen au£ operieren. Wenn der Vormarsch der englischen Truppen nicht auf energischen Widerstand stößt, wird erwartet, daß Ladysymith Montag Nacht entsetzt wird. (??) London, 16. Januar. Die Blätter erwarten für heute wichtige Ereignisse auf dem Kriegsschauplätze. Alle sind darin einig, daß der jetzige Augenblick als der Wende- Punkt des Krieges bezeichnet werden kann. „Morning Post" konstatiert, daß jetzt erst nach vier Monaten die Engländer das feindliche Gebiet betreten haben. London, 16. Januar. „Daily Mail" meldet vom Modder River: Gegen die Stellung der Buren wurde ein Kundschafterritt ausgeführt und hatte als Ergebnis, daß die Buren auch hier ihre Laufgräben verlassen haben. London, 16. Januar. „Manchester Guardian" veröffentlicht einen Artikel, in dem es heißt, daß wichtige Ereignisse in Indien bevorstehen. Allgemein wird angenommen, daß dieser Artikel von Lord Wolseley inspiriert ist. London, 16. Januar. Das Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm des Lord Roberts aus Kapstadt vom 15. Januar 6 Uhr 20 Min. abends. General French ist mit zwei Schwadronen Kavallerie, zwei Kompagnieen berittener Infanterie und zwei Geschützen von einem Kundschafterritt zurückgekehrt, nachdem er die Brücke von Colenso bombardiert hatte. Verluste sind nicht zu verzeichnen, auch keine Veränderung in der Lage Methuens und GatacreS. Kapstadt, 16. Januar. Die Streitkräfte der beiden südafrikanischen Republiken belaufen sich auf 87 000 Mann, nämlich 47 000 Transvaal-Buren, 27 500 Oranje Buren, 10 000 Uitländers, 7000 Rebellen und 4 500 Fremde. New-Bork, 16. Januar. Bestem Vernehmen nach werden die amerikanischen Rhedereien die von England be- schlagnahmtenWaren denEngländern zum Kauf anbieten. (Ein nettes Geschäft»!) Deutsches Keich. Berlin, 15. Januar. Der Kaiser hörte heute vormittag im Auswärtigen Amt den Vortrag des Staatssekretärs Grafen Bülow, um 10 Uhr im königlichen Schlosse denjenigen des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus und später den des Staatssekretärs Tirpitz. Zur Frühstücks- tafel war der türkische Botschafter Tewfik Pascha geladen. — Der Herzog von Sachsen-Koburg-Gotha hat sich gestern in Begleitung des Erbprinzenpaares von Hohenlohe-Langenburg zu einem Besuche am russischen Kaiserhofe nach Petersburg begeben. Daß der Herzog gerade im Winter diesen Besuch unternimmt, läßt die Annahme zu, daß noch andere als familiäre Beweggründe den Anlaß zu dieser Reise bilden. — Die Ausschmückungskommission des Reichstages hielt heute vormittag im Konferenzzimmer des Präsi- d-nl-n unter dem Borsitz des Grasen Ballestrem eine L-Itzmig ab. Aus der Tagesordnung standen die Vorlequna der Lk.zze des Professors Pfuhl zu dem in der Wandel- Ä rbe? Reichstages zu errichtenden Denlmals Kaiser Wilhelms 1, die Auseinandersetzung mit dem Maler Stuck in München wegen des bekannten Deckenfrieses „Die Jagd nach dem Glück", die Beratung der von Paul Seeliger entworfenen Deckengemälde für den großen BundeSratssaal im Reichstage und geschäftliche Anträge. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: in einigen Blättern wird die Reise des Vize-Admirals Freiherrn v. Senden-Bibran nach London mit einer besonderen politischen Mission in Verbindung gebracht. Diese Annahme trifft nicht zu. Der Vize-Admiral Freiherr v. Senden hat sich, wie in jedem Jahr, mit dem Gesandten v. Eisendecker und dem Geheimen Regierungsrat Professor Busley nach London begeben, ausschließlich um der dort alljährlich einmal stattfindenden Sitzung des deutsch-englischen Helgoland-Regattakomitees beizuwohnen. Von einer besonderen Mission ist nicht die Rede. — Auch heute war eine englische Antwortnote wegen der Beschlagnahme des Dampfers „Bundesrat" hier noch nicht ein gegangen. — Zum Präsidenten der Seehandlung soll^ der „Nat.-Ztg." zufolge, als Nachfolger des Freiherrn v. Zedlitz der Geheime Oberfinanzrat und vortragende Rat im Finanzministerium, Havenstein, ernannt worden sein. Ausland. Wien, 15. Januar. In parlamentarischen Kreisen wird das Gerücht, alle Vorkehrungen für ein neues Ministerium seien bereits getroffen, bestätigt. Das neue Kabinett soll bereits in den nächsten Tagen formell ernannt werden. Die deutsche Partei soll in der vorgestrigen Konferenz den Beschluß gefaßt haben, auf die Ernennung eines deutschen Ministers ohne Portefeuille keinen Einfluß auszuüben. In den Kreisen tschechischer Abgeordneten ist man der Meinung, daß unter dem Druck der Worte des Kaisers die Teilnahme und das Entgegenkommen in der bevorstehenden Verständigungsaktion nur noch erschwert worden seien. Wien, 15. Januar. Nach Meldungen hiesiger Blätter aus Belgrad hat das serbische Kabinett demissioniert. Der König bervf den Gesandten in Konstantinopel, Nova- kovic, nach Belgrad. Man nimmt an, daß sich nunmehr ein fortschrittliches Ministerium bilden werde. Kokates und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 16. Januar 1900. * • Oberhessischer Geschichtsverein. Der Vortrag deS Herr Privatdozenten Dr. Dietrich: „Heinrich das Kind und die Anfänge Hessens", am Donnerstag dem 18. ds. Mts. beginnt erst um 9 Uhr abends. * * Vortrag. Auf den am 17. d. M. zu gunsten der öffentlichen Lesehalle stattfindenden Vortrag des Herrn Ur. Fritzsche über die „Wandlungen des Zeitgeschmacks im Sinngedicht" sei auch an dieser Stelle hingewiesen. * * Warnung. Zwei Herren besuchen seit einigen Tagen hiesige Familien und fordern unter Vorlage eines Musterbandes auf zur Bestellung einer Prachtbibel - Auslegung. Mit großer Ueberredungskunst preisen sie das Werk an, das bei solcher Bestellung nur 10 Mk. koste. Wenn eine Bestellung gemacht wird, bann fordern sie schließlich eine Anzahlung von 3 Mk. ober 3,50 Mk., der Rest werbe zu Weihnachten bei Lieferung der Bibel gezahlt. Wenn^ jemand diese Anzahlung verweigert, bann erklären bie Herren, sogar drohenb, wer bie Zahlung der 3 Mk. nicht sofort leiste, müsse später 15 Mk. bezahlen. Die bezeichneten Herren kamen vor ihrem Rundgang in der Stadt zu mir und begehrten meine Mitwirkung bei ihrem Geschäft. Ich wies sie aufs entschiedenste zurück, und erklärte, daß ich solche Art der Bibelverbreitung in keiner Weise begünstigen könne. Nun höre ich, daß jene Herren in einzelnen Familien mitgeteilt hätten, sie seien auch bei mir gewesen. Da sie aber nicht erklärten, daß ich sie abgewiesen hätte, so mußte ihre Mitteilung zu der falschen Vorspiegelung werden, als ob ich ihr Geschäft begünstige. Es ist in Deutschland wiederholt vorgekommen, und warnend hervorgehoben worden, daß Bücherbesteller, bu in solcher Weise an unbekannte Herren Anzahlungen machten, hernach weder ihr Gelb, noch die Herren (noch bas bestellte Buch) jemals wieder sahen. Jedenfalls bitte ich, die Nennung meines Namens seitens jener Herren in feiner Weise als eine Empfehlung ihres Geschäfts meiner# Kits gelten zu lassen. Dr. Naumann, Pfarrer, «n ~ Die sechste ordentliche Landessynode ist auf Dienstag, ^3. Januar d. I., nach Darmstadt einberufen. Um 10 Uhr vormittags wird die Landessynode durch einen öffentlichen ®Dtteöbienft m der Stadtkapelle eingeleitet werden; die Eröffnung der Synode findet liy, Uhr im Ständehaus , , Morgen Mittwoch findet, vielfachen Wünschen entsprechend, eine nochmalige Ausführung üon "Zirkusleute" statt. Die Komödie, welche neulich vor nahezu ausverkauftem Hause in Szene ging, fand begeisterten Beifall. — Für Freitag bereitet die Direktion m leb er um eine Novität vor und zwar das Volksstück „Gebildete Menschen" von Viktor Lson. Aus dasselbe kommen wir noch eingehender zu sprechen. ** Polizeibericht. Gestern abend nach 7 Uhr scheute ein Pferd einer hiesigen Brauerei in der Wallthorstraße unb jagte nut seinem Wagen bis zum Seltersweg, wo es angehalten würbe. Unfälle sind hierbei nicht vorgekommen. — Em Fortbildungsschüler von hier benahm sich gestern wiederholt im Unterricht so renitent gegen seinen teurer, baß derselbe einen Schutzmann herbeirufen ließ. Auch gegen diesen widersetzte er sich, so daß er mit Ge- walt aus dem Schulgebäude entfernt unb ins Haftlokal verbracht werden mußte. Dieselbe dürste einer empfind «f* fle/S k'W Ä’entnti 3«‘‘ r.tf W zs-An hüUS Mk, > । frfiSh L Ä'; yrtad, Luthe' Lu'h »S15* ! ßSÄS bä MerlB des G v ",dd,trocrb(e( ,n?r b < unb überall nur oi' berechnet, mchtPlS Mr der Ml , H M Vereine und m jammen l»1™ ? M Kirche sonstige freiwillige < W W der Wet Hundesteuer kann in einigen kleineren > nMch *■ niebtiyt, dH unbedeutender üev zimlicher Sicherhe 4- Boni Laut Fn Dezember v. 5 dec Frost, welcher i sro-st nach dem alb gewöhnlich bis geg An 25. Dezember strahlte die Sonne am 10, Januar bei in unfrer ßtgenb bi fallen, Voraus toieb Mchen sagt, eine „ ob es zutrißt. Der scher Wendetag, de rafften Altvorderen l §•§ Laub-ch. 11 hatte sich eine Mich Bezirk Laubüch gehör! versammelt, um den: Logt aus Butzbach ii Der um die Sache de sprach in seinem war, * überseeischen <5 bit Bedeutung von R mb Leute in China, chinesischen Regierung Manie Bevölkerung wn itntt 19 Minefen unb tin »’ltara. SrW« * beträgt 35 M. dl»", die bezchlt il'NSAlen unb b Won und deutsche H einen f(ar 5 b"1Skiffe d» Sititmb J | l*>i & ””b täfes L'K birken. ’!«9 * '"d- *iin **• da« b’tam 'm- ot, (ibe y durch S wn ii,, J'uttn Mn tonV'Min ! «I ", H «ein '£>«» Äft ^“nl toorttn fei” '■"wfe» "«■•ÄS' tobt; in . °»d°i, * 8?i. tbntbuna mit dem /"'Herr «bLS b« bott «fe* -di eil,£t be. ” °ä* Mn "«neu(j a 9*. D°« " »™,t nnQM ,“0t9*'8« So«, ®mennu«g eine« ,ntn ms, e** i» «i.i ®«tte btäügifa cn ,n der bttor- ’ erschwert KM ? hiesiger Mtter btmifftomtn 'stanüvvyü, Nvva> daß sich nunmehr bilden werde. litllto. l*tn Walto, ommcn.) inuar 1900. er Vortrag der einrich das W stag dem 18. idS. zu gunsteu der :ag bes tzM ! Zeitgesch/m^ )\nyXDu\w. t\X tüügtn Tagen ge eines Muster htbibel - Aui' preist n sie dar iC 10 Ml. loste, rann fordern sie er 3,50 Ml, ta ag der Aibrl ge- verweigert, bm : bie Zahlung der 15 Ml. bezahl rem Rundgang ik ne Mitwirkung l« itschiedenste zuric gibelverbreitung'' höre ich, daß t hätten, sie F licht erlldrOT, ° Mitteilung J« °° ch ihr Geschäft t‘ rholt vorgekornM aß Jücherbestellu erren Anzahlung» die Herren W Jedenfalls bitt “”“S5 Vr,flwiS”* SyStf S-KL göon. K 1 VH- n orr ,w,n wo n hl", .^en n -u-LKi-'K "o b“Ltrrf'i; »nd "! tW1 dürft- lichen Strafe nicht entgehen, — Ein hier verheirateter Arbeiter, früher Zahntechniker, versuchte gestern abend einen Mansardendiebstahl anszusuhren. Derselbe wurde verhasm, nnahme von Vereinen und kl n st a lt e n e v an g-lisch -kirch li ch e r L. e b e s. ibättafeit bezw freiwillige Gaben ergaben int ^ahre ^essiicber öauptverein der Gustav-Adolf-Stiftung l^meiq-buiid Frauenvereine, ohne die Kirchenkollekte) 4170105 Mark, Südwestdeutsche Konferenz für Innere v ission lohne die Kircheukollekte) 1116 Mark, Dratomssen- hnus Eli abethenstift 18092 Mark, Rettungshaus zst Arns- La 6300 Mark, Rettungshaus zu Hahnlern ,996 Mark, Ncttungshaus zu Jugenheim r. Rh. o28/,20 Mark, Er- mluingsverein des Dekanats Zwingenberg 1411,65 Mark, Finderheilanstalt Elisabethhaus zu Bad-Nauheim 3807,2, Mark, Oberhessischer Verein für Innere Mission 3133, Mark, Büdinger Missionsverein (Aeußere und innere Mission) 31 100,80 Mark, Starkenburger Misswnsverem 657,34 Mark, Lutherischer Missionsverein für Oberhessen 1327,46 Mark, Lutherischer Missionsverein für Starkenburg 3095,63 Mark, Lmlbbatzenkollekte für die Baseler Mission 16 955,13 Mark. Tie in den vierteljährlichen Verzeichnissen aufgeführten Schenkungen und Vermächtnisse für evangelisch-kirchliche Zwecke betrugen, ausschließlich der von dem hessischen Verein der Gustav-Adolf-Stiftung (Hauptverein und Zweigvereine) dargebrachten Gaben, soweit Wertangabe vorliegt, 145 653,01 Mark (im Vorjahre 109 436,38 Mark), lieber die vermutlich nicht unerheblichen Beiträge für Anstalten der evangelischen Liebesthätigkeit außerhalb des Großherzogtums können Angaben nicht gemacht werden. Bei den Einnahmen der einzelnen Anstalten sind überall nur die aus freiwilligen Gaben fließenden berechnet, nicht Pflegegelder, Kapitalzinsen und dergleichen. Unter der Rubrik „Christliche .Liebesgaben" sind verzeichnet: Für Vereine und Anstalten christlicher Liebesthätigkeit zusammen 188166 Mark, Kollekten (allgemein erhoben): 36 774 Mark, Kirchenopfer für die Armen 57 216 Mark, sonstige freiwillige Zwecke 291694 Mark. W AuS der Wetterau, 15. Januar. Hinsichtlich der Hundesteuer kann von hier aus mitgeteilt werden, daß in einigen kleineren Dörfern beinahe die Hälfte der Hunde abgeschasft wurden. Im großen ganzen ist die Abschaffung niedriger, so daß in unserer Gegend jedenfalls ein nicht unbedeutender Ueberschuß gegen die frühere Steuer mit ziemlicher Sicherheit erwartet werden kann. + Vom Laude, 14. Januar. Zur Wetterlage. Im Dezember v. Js. machten wir darauf aufmerksam, daß der Frost, welcher um den 10. Dezember (der sog. Andreas- stost nach dem alten Kalender) eintritt, in unserer Gegend gewöhnlich bis gegen den 28. Dezember anzuhalten pflege. Am 25. Dezember trat Thauwetter ein, am 28. Dezember strahlte die Sonne hell und mild. Vierzehn Tage später, am 10. Januar bekamen wir wieder Frost; dieser pflegt in unsrer Gegend bis gegen die letzte Januarwoche anzuhalten, worauf wieder ein Aufbruch, oder wie man in München sagt, eine „Schlut" eintritt. Wollen einmal sehen, ob es zutrifft. Der 25. Januar: Pauli Bekehrung, ist ein solcher Wendetag, der schon seit vielen Jahrhunderten bei unseren Altvorderen Beachtung fand. §*§ Laubach. 15. Januar. Am gestrigen Sonntag hatte sich eine stattliche Anzahl von Mitgliedern der zum Bezirk Laubach gehörigen Kriegervereine im „Schützenhof" versammelt, um den Vortrag des Herrn Medizinalrats Bogt aus Butzbach über die deutsche Flotte zu hören. Ter um die Sache der Kriegervereine so verdiente Redner sprach in seinem warmen und klaren Vortrag zuerst über unsere überseeischen Erwerbungen und schilderte besonders die Bedeutung von Kiautschou und im Anschluß daran Land und Leute in China. Er schilderte die Mißwirtschaft der chinesischen Negierung, die fleißige, neugierige, aber sehr genügsame Bevölkerung, das lächerliche Aussehen der chinesischen Soldaten, von denen das Wort gilt: 19 Fähnlein und 19 Chinesen und ein Gewehr, gibt zusammen 20 chinesische Soldaten. Er schilderte die ärmlichen Verhältnisse, der Tagelohn beträgt 35 Pfg., dazu wird die Bevölkerung von den Beamten, die bezahlt werden, ausgebeutet. Aermlich sind die Lehmhütten und die Straßen. Es ist zu hoffen, daß Mission und deutsche Kultur dort vieles ändere. Der Redner gab sodann einen klaren Ueberblick über die Vervollkommnung der Kriegsschiffe im 19. Jahrhundert. Der Amerikaner Fuldner baute das erste Kriegsdampfschiff; als er Napoleon I. ooOder Verwendung des Dampfes sprach, schalt ihn dieser einen Narren und jagte ihn fort. Redner erklärte dann nutet Benutzung von Abbildungen die einzelnen Gattungen von Kriegsschiffen und die artilleristische Ausrüstung derselben. Für unseren Handel, für Behauptung unserer Stellung nls Großmacht usw. brauchen wir die Flottenverstärkung, die der Kaiser will. Der Redner schloß unter reichstem Beifall mit der kräftigen Ermahnung, es möchten die Mitglieder des Kriegervereins in dieser Hinsicht aufklärend ivirfen. A Seligenstadt, 15. Januar. In der auf dem Marktplätze gelegenen Behausung des Bäckers und Mehlhändlers 0torg Röthlingshöser, früher Dalquen - Goldschmidtschen Geschäfte, entstand gestern abend gegen 11 Uhr ein Brand, welcher indessen durch die rasch alarmierte Feuer- ivehr alsbald gedämpft werden konnte. Nur ein Quantum Mehl wurde vernichtet. Heute nachmittag um 3 Uhr er- linten wiederum Alarmsignale. In demselben Etablissiment lachte das Feuer abermals zum Ausbruche zu kommen, wbe aber nach etwas längeren Bemühungen auch dieS- iiül durch die Feuerwehr unterdrückt. Das anstoßende Unwesen deS Fräulein Marie Weingärtner wurde, abgesehen von der vorsorglichen Ausräumung nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen. Die Entstehungsursache des Ziin. Glücke niedergehaltenen Brandes wird auf glimmendes, vermutlich durch einen defekten Backofen oder Kamin ent- Ziindetes Gebälk im Speicherraum zurückgeführt. Der «Gesamt-Brandschaden ist unbedeutend. — Infolge der ein- getetenen Kälte herrscht auf dem Maine wieder starker Eisgang. Die hiesige „fliegende Brücke" mußte heute abend abgefahren werden. Offenbach, 15. Januar. In der Offenbacher Stearinfabrik von Emil Volmar, und zwar in einer Kocherei kam heute morgen gegen halb 5 Uhr ein Schadenfeuer aus, das bei der überreich vorhandenen Nahrung sich mit größter Schnelligkeit verbreitete, auf eine zweite Kocherei Übergriff und auch diese vollständig in Flammen setzte. Die Feuerwehr, die infolge der mangelhaften Alarmierung erst nach längerer Zeit auf dem Brandplatze eintraf, fand die Gebäude, in denen sich die Kochereien befanden, in Hellen Flammen. Die Löscharbeiten, die sofort mit Umsicht und Energie ausgenommen wurden, konnten sich nach der ganzen Natur des Brandes eigentlich nur darauf beschränken, ein Uebergreifen auf die anderen Gebäude zu verhüten, und das ist denn auch gelungen. Morgens gegen 8 Uhr konnten die ausbrennenden Vorräte unter die Aufsicht einer Brandwache gestellt werden, während die Wehr selbst abrücken konnte. Die Brandwache hatte bis in den Nachmittag hinein auf der Brandstelle auszuhalten. Das Feuer soll nach den angestellten Ermittelungen auf Kurzschluß der elektrischen Leitung zurückzusühren sein. Die Kochereien sind bis auf die Umfassungsmauern abgebrannt, eine Betriebsstörung wird aber trotzdem nicht eintreten. Der entstandene Schaden wird auf 80 000 bis 100 000 Mk. geschätzt. Marburg, 14. Januar. Die baldige Eröffnung des Fernsprechbetriebs mit Kirchhain und den Ortschaften dieses Kreises ist nunmehr sicher gestellt, da auch die Stadtverordneten in gestriger Sitzung den von der Poftverwalt- ung geforderten Garantiefonds bewilligten. Ferner beschloß man, für das Gebiet der Stadt Marburg die Erhebung einer Jmmobiliar-Nmsatzstener in Höhe von 1 Proz. einzuführen. Es handelt sich nämlich darum, die durch die Uebernahme der Polizeiverwaltung durch die Stadt erwachsenden Mehrkosten von 24000 Mark auf am wenigsten drückende Weise herbeizuschaffen. Durch die Erweiterung der Stadt durch die zahlreichen netten Straßen ist nun das Jmmobiliargeschäft ein so flottes, daß der jährliche durchschnittliche Umsatz, nach den 3 letzten Jahren berechnet, etwa 2 264300 Mark beträgt. Für die Stadtkasse bedeutet dies eine Einnahme, die der eben erwähnten fehlenden Summe gleichkommt. Vermischtes. — Selbstmord durch Ertränken im Gatower See begangen, hat der Oberleutnant von Trümbach vom hessischen Feldartillerieregiment Nr. 11, der als Assistent zur Artillerie-Prüfungskommission in Berlin kommandiert war. * Danzig, 15. Januar. In der Wohnung des Arbeiters Wollbrecht verursachten die eingeschlossenen Kinder einen Stuben brand, wobei Kinder im Alter von fünf, drei und einem Jahre erstickten und vier Kinder mittels Hakenleitern gerettet wurden. * Gera, 15. Januar. Vorgestern abend gerieten der Backwarenausträger Müller und ein gewisser Loeffler über eine nichtige Angelegenheit in Streit. Müller lauerte dem Löffler auf der Straße auf und stieß diesem sein Taschenmesser in die Brust und darauf derart in die Stirn, daß sofort der Tod des Loeffler herbeigeführt wurde. Das Taschenmesser mußte später aus dem Schädel des Ermordeten herausgemeißelt werden. * Hamburg, 15. Januar. Ein heftiges Feuer zerstörte gestern die Küperei und Faßbinderei der Ham- monia-Brauerei im Vorort Eppendorf. Das Hauptgebäude wurde gerettet, so daß der Betrieb aufrecht zu erhalten ist. Der Brandschaden wird auf mehrere 100 000 Mark geschätzt. * Karlsruhe, 15. Januar. Der Kammersänger Fritz Plank, der vor kurzer Zeit im hiesigen Hof- theater durch einen Sturz in eine Versenkung sich verletzte, ist an den Folgen dieser Verletzung heute nacht gestorben. * St. Petersburg, 15?Januar. In der vorgestrigen Nacht wurde die Gegend von Achalkalaki zum wiederholten Male von einem sehr heftigen Erdbeben heimgesucht. Mehrere Dörfer sind verwüstet. Die Erd- erschütternngen dauern noch fort. * Sosnowice, 15. Januar. Auf der Graf Reden- Grube bei Sielco wurden, drei Bergleute durch herabfallende Kohlen verschüttet und als Leichen hervorgezogen. * Die vergeßlichen Pariser. Man berichtet aus Paris vom 14. ds.: Bon der Vergeßlichkeit der Pariser und auch noch von manch Anderem legt die Statistik der auf der Polizeipräfektur als gefunden abgegebenen Gegenstände einen sprechenden Beweis ab. Demgemäß sind vom April 1898 bis zum September 1899 nicht weniger als 7402 Regenschirme stehen gelassen worden. Das ist noch allenfalls zulässig! Wie aber rechtfertigt sich die Zurücklassung von 4366 Korsets in Fiakern? Ganz zu geschweigen von Totenkränzen im Gesamtgewicht von mehr als zehn Cent- nern, und von einem großen eisernen Ofen! Universität und Hochschule. — Ernannt: Pros. Dr. Wilhelm v. Blume in Rostock zum Nachfolger des verstorbenen Professors Dr. Galkowski an der Universität Königsberg. — Der bisherige, a.-o. Professor an der Züricher Hochschule Dr. A. Bachmann zum o. Professor für germanistische Philologie. — Gestorben: Dr. Friedrich August, Professor der Mathematik an der vereinigten Artillerie- und Ingenieur-Schule zu Berlin im Alter von 60 Jahren. — Verschiedenes: Ein Institut und Museum für Meereskunde wird bei der Berliner Universität zum 1. April errichtet werden. — Der zweite Rektor der Technischen Hochschule in Hannover, Geheimrat Professor Köhler feierte gestern seinen 70. Geburtstag. Der noch recht rüstige Jubilar hat sich durch sein förderndes Interesse für Kunst und Kunstgewerbe um die Stadt Hannover besonders verdient gemacht. Ls wurden ihm gestern reiche Ehrungen zut.il. Die Studentenschaft brachte am Abend einen Fackelzug. — Heute feierte Prof. Dr. Fricke in Kiel seinen 70. Geburtstag. Er wirkt dort als Dozent für Pathologie und Therapie der Zahn- und Mundkrankheiten. — Zum Rektor der Züricher Hochschule ist vom Senate der Professor in der theologischen Fakultät Dr. P. Christ gewählt worden. - Von der Universität Freiburg in der Schweiz meldet man der Kreuzzeitung: „Der ExoduS der reichsdeutschen Profefforen, der wegen Differenzen mit der Erziehungsdirektion des Kantons erfolgte, scheint doch noch nicht verschwunden zu sein. Ihre Stellen haben meift österreichische Gelehrte eingenommen, die indessen noch keinen großen Ruf haben. Immerhin scheint die Gründung fort» bestehen zu können, und feit Jahren werden auch Anstrengungen gemacht, die noch fehlende medizinische Fakultät zu errichten. Die Mittel dazu soll u. a. die großartige Unternehmung des „Schw.izerdorfes" der Pariser Weltausstellung spenden, und der Freiburgische Staatsschatz ist nut einigen Millionen dabei beteiligt. Eine etwas kühne Finanzwirtschaft!" — An der Universität Genf sind im laufenden Winter 773 Personen immatrikuliert, 280 als Hörer zugelassen, zusammen also 1053. Mehr als ein Drittel davon, 369, machen die studierenden Frauen aus, soweit wir uns erinnern, die stärkste Frequenz von weiblichen Studierenden, die bisher zu verzeichnen ist. 204 von ihnen sind rite immatrikuliert, nämlich 115 Medizinerinnen, 47 Philosophinnen, 41 Studentinnen der Naturwissenschaft und 1 Juristin, 165 sind als Hörerinnen eingetragen und zwar 113 in der philosophischen, 51 in der naturwissenschaftlichen und 1 in der juristischen Fakultät; die Medizinerinnen sind also aus- nahmlos vollberechtigte immatrikulierte Studenten. Der Nationalität nach entfällt genau die Hälfte dieser weiblichen Studenten allein auf die Russen, 185 (darunter 104 Medizinerinnen), 86 auf die Schweiz selbst (48 Philosophinnen, 42 Naturwissenschaftlerinnen, nur 5 Medizinerinnen und 1 Juristin), 33 auf das deutsche Reich (31 in der philosophischen, je 1 in der medizinischen und in der naturwissenschaftlichen Fakultät). Weiterhin sind etwa noch die 13 Engländerinnen, 9 Amerikanerinnen und 8 Bulgarinnen zu erwähnen. Wetterbericht. Von dem Kern des barometrischen Maximum im Nordwesteu des Erdteils erstreckt sich hoher Truck als ein ziemlich breiter Rücken nach der iberischen Halbinsel. Innerhalb desselben sind einzelne Unregel- müßigteiten vorhanden. Im Nordwesten Europas zieht ein tiefes Depressionsgebiet vorbei, dessen Zentrum nördlich von Schottland liegt. Das barometrische Minimum im Südeu ist im Abzug begriffen, lieber Zentral-Europa hält das strenge Frostwetter an. Breslau und Passau ineldeu als Morgen-Temperaturen 16 Grad Kälte. An unseren Flachlandstationen ist das Wetter meist nebelig, im Gebirge herrscht wolkenloser Himmel. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch teils heiteres, teils nebeliges Frostwetter mit einzelnen Schnee- fälle». Ans dem Gcschüstsieben. Nur immer die Originalftasche. Liebhaber des französischen Liqueurs „Bvnödictrne (Fscamp) mögen sich selbigen im eigtnften Interesse in Casös und Restaurants immer und unter allen Umständen in der Originalflasche servieren lassen. Einsender dieses hat zu oft den größten Mißbrauch in öffentlichen Lokalen, namentlich mit Bönodictine wahrnehmen müssen, um sich nicht mit der Bitte um Veröffentlichung dieses Mahnrufes an die Tagespresse zu wenden. Man achte auf das D. O. M. (Deo Optimo Maximo) der runden EU- quette und die Unterschrift A. Legrand aine. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 16. Januar. Wie dem „Vorwärts" aus Essen gemeldet wird, sind die Arbeiten zur schleunigen Herstellung der für England bestimmten Kanonen eingestellt worden. Berlin, 16. Januar. Das Befinden der Herzogin von Schleswig-Holstein, der Mutter der Kaiserin, hat sich, wie aus Dresden gemeldet wird, ein klein wenig gebessert. Zwar ist der Schlaf noch ungenügend, öoch sind der Kräftezustand und die Nahrungsaufnahme befriedigend. Die Kaiserin, welche den Professor Renvers zur Konsultation von Berlin mitgenommen hat, verweilt noch am Krankenlager der Mutter. Brüffel, 16. Januar. Dr. Leyds erklärte einem Redakteur des „Etoile Belge", er erhalte nicht mehr die geringsten Nachrichten aus Transvaal und bemerkte, daß von den letzten Korrespondenzen eine große Anzahl Briefe geöffnet waren, die von der Brüsseler Post wieder geschlossen worden seien._______________________ Ein grosser Posten Herren-Anzüge 10+12 Giessen Markus Bauer Giessen II Kirchenplatz II gegenüber der Stadtkirche. 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In unserem Handelsregister wurde eingetragen: Das unter der Firma „August Ackermann" zu Gießen bestehende Handelsgeschäft ist auf Otto Ackermann zu Gießen und Karl August Friedrich Wilhelm Eichmann zu Hanau übergegangen und wird von denselben vom 1. d. Mts ab in offener Handelsgesellschaft unter der bisherigen Firma fortgesührt. Ein starkes, tücht geS Dienstmädchen für Hausarbeit gegen hohen Lohn zum sofortigen Eintritt gesucht. 41. Louis Engel, __Butzbach. P.Zimmermaim. Alwin Henry. Franz Rolon- Alfred Helm. Lucie Kugler. Trudchen Helm. WilhelmineHclm Paul Paren. Carl Walter. Wilh. Wilhelmi- Elsa Duve. Joseph Curland. Wilh. Wilhelmi. Aug. Kirchhoff M. Eichenwald. , Marg. Haussig- Rosa Knöfel. Wald. Öderfc. Flinkes Mädchen für leichte Arbeiten gesucht. 336 von Münchow'sche Hof- und Univerfitätsdruckerei. O. Kindt. Zwei möblierte Zimmer, Parterre ob. 1. Stock, Neustadt ob. nächste Nähe, sofort auf baucrnb gesucht. 0195 Näheres LudwigSplatz 15, Augustiner. 0197] Möbl. 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