Nr. 269 Zweites Blatt. Freitag den 16. November 150. Jahrgang 1900 te ad. M zhchen Ver- Jurtman, UH 'n tfl* idlanger lörtelträger mernb SBrftbä'tigung: !rvstoik & €rt>en. Dieser Erfolg, den Sie gewiß mit Mir freudig »gclüßen, toirb ber nationalen Arbeit auf allen Gebieten •tw ■aufporn zu neuen Anstrengungen unb immer größeren 2ki|itungen sein. Möchten bie Beratungen, benen Sie sich. IT6tnber ien K°mmandii ' ' 2°7.8e Bank ' ' '80.5g 'M|.; Handel^ ' -Utj» bahn M "’iL ‘ 2UC’CR Erscheint täglich . . ---------------------- mit Ausnahme des A MWchmerAnzeMr »«nähme von Anzeigen zu der nachmittags für den | ' L , . . . . , Deuben Tag erscheinenden Nummer bis Denn. 10 Uhr. ß YWlT OX41 I jer TM rtt A AV / «nrngen-BermUtlungSstelleu d-S In« und AuSlandeF Abbestellungen spätestens abends vorher. V 4 Ik V T T 11 i V lll V -L nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ^7 ZeüenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. 21 und Anzeigeblutt für den Tkveis Giefzen. Zeugen kaum zu fassen vermochte. Der Staatsanwalt teilt mit, daß nach einer Bekundung eines Schutzmannes gestern eine Anzahl von Detektivs mit einigen der jugendlichen weiblichen Zeugen in einem benachbarten Lokale gescherzt und gezecht haben sollen, bis die Mädchen stark animiert gewesen seien. Ter erste heute vernommene Zeuge ist der Kaufmann Schneider aus Frankfurt a. O. L.r bestreitet, öfter als dreimal die Woyda gesehen oder: ge* sprachen zu haben. Er habe niemals das Kind unsittlich berührt und stehe auch der von der Zeugin Clara Fischer ausgegangenen Denunziation vollständig fern. Auf Befragen des Staatsanwalts äußert der Zeuge die Vernmtung, daß man Anstrengungen gemacht habe, um ihn diesmal als Zeugen von der Verhandlung fern zu halten. Er folgere dies aus einem Briefe, den er nach London erhalten habe. Tie Behauptung, daß er aus Gründen dieses Prozesses nach London gegangen sei, treffe nicht zu; er sei aus rein privaten Gründen und wegen seiner Beziehungen zu Clara Fischer nach London gegangen. Auf Befragen des Justizrats Tr. S e l l o bestätigt der Zeuge, daß er die Woyda einmal nach Bier ausgeschickt und ihr einen kleinen Ueberschuß des Geldes geschenkt habe. Die Zeugin Clara Fischer überreicht einige ihr von ihrer Schwester aus Amerika zugegangene Briefe. In dem ersten spricht Margarethe Fischer ihr Entsetzen darüber aus, d>aß Anta Wender nach Deutschland gegangen sei, um gegen sie und für Sternberg zu zeugen. Sie schwöre beim Andenken ihrer Mutter, daß sie niemals ein Mädchen überredet habe. In einem anderen Briefe schreibt sie, daß sie von Feinden umlagert werde; ein Detektiv habe sich bei ihr direkt ins Haus gesetzt, zwei Rechtsanwälte drängten sich an sie heran. Ehe sie nach Deutschland zurückgehe, gehe sie lieber in den Tod. Nach Verlesung dieser Briefe beantragen die Rechtsanwälte, den Verteidigern zur Beratung unter sich und mit den Angeklagten behufs Formulierung wichtiger Anträge Zeit zu gewähren und deshalb die Verhandlung auf eine Stunde zu unterbrechen. Ter Gerichtshof entspricht diesem Anträge. Nach Wieoeraufnahme der Sitzung wird zunächst der Tirektor des Tetektivinstituts „Jus", Herr Schulze, vernommen. Er hat uimfangreiche Recherchen für den Angeklagten Sternberg angestellt und 6000 Mark Honorar erhalten. Im Falle des Erfolges seiner Bemühungen sei ihm ein Extrahonorar von 50 000 Mark zugesichert worden. Nachdem, verschiedene Fälle aus der Praxis des Zeugen zur Sprache gebracht, erklärt er, daß er sein Geschäft unter der Te- vise „Für Recht und Wahrheit" betreibe, und daß er in der ersten Verhandlung gegen Sternberg wegen Verdachts der Begünstigung unbeeidet geblieben sei. Der Zeuge erklärt, daß er niemand begünstigt habe. Auf die Frage des Rechtsanwalts Tr. Werthauer, ob der Zeuge, soweit Menschen überhaupt etwas ermitteln können, die volle Ueberzeugung habe, !haß der'Angeklagte Sternberg im Falle Woyda völlig unschuldig sei, antwortet Zeuge Schulze: Ich habe die volle Ueberzeugung. Der Vorsitzende hält solche Fragen nicht für zulässig, ebenso inhibiert er eine Frage des Angeklagten Sternberg, ob dem Zeugen bekannt sei, daß neuerdings geplant gewesen sei, wieder ein neues Mädchen abzurichten und an Frau Sternberg heranzutreten, um von ihr 300 000 Mark herauszupressen. Hierauf begründet Justizrat Tr. Sello die von der Verteidigung beschlossenen Anträge, die auf eine Vertagung der ganzen Verhandlung hinauslaufen. Die Verteidiger beantragen zunächst, daß der Gerichtshof auf Grund des § 6 der Strafprozeßordnung sich für unzuständig erklären möge. Tie Verteidigung stehe auf dem Standpunkte, daß 'die Aussagen der Woyda, die fortgesetzt gewechselt haben, eine Verurteilung des Angeklagten unmöglich herbeiführen können. Nach der Ansicht der Verteidigung sei das Schwurgericht zuständig. Für den Fall, daß der Gerichtshof nicht schon jetzt die Aussage der Woyda für völlig unglaubwürdig halte und zur Freisprechung komme, müsse oie Sache vor das Schwurgericht verwiesen werden. Tie Verteidigung stelle aber noch zwei Eventualanträge: 1) beantrage sie die Vernehmung der Margarethe Fischer in Newyork darüber, daß die heute verlesenen Briefe in der That von ihr herrühren. Ferner soll sie bekunden, daß ihr von unzüchtigen Handlungen des Angeklagten mit der Woyda weder aus eigener Wissenschaft noch aus den Mitteilungen anderer das Geringste bekannt ist, 2) beantrage die Verteidigung, ,den Beisitzer, Landgerichtsrat K a e m P f e, als Zeugen zu vernehmen. Tieser werde bezeugen, daß die Ehlert das vorige Mal ausdrücklich bekundet habe, sie habe mit Sternberg nur einmal bei der Fischer zu thun gehabt, während sie jetzt mit dem Novum hervorkomme, daß dies auch bei der Frau Töpfer geschahen sei. Ta die Ehlert jetzt eidesmündig sei, halte es die Verteidigung für eminent wichtig, festzustellen, ob die Ehlert diese neue Behauptung aus der Luft gegriffen bat. Tas würde von großem psychologischen Wert sein und die Warnung enthalten, bei der Würdigung solcher Aussagen weiblicher Zeugen äußerst vorsichtig zu sein. Rechtsanwalt Tr. Mendel erweitert den Antrag dahin, nicht nur die jetzigen beiden Beisitzer, Landgerichtsräte Re gen- berg und Kaempfe, sondern auch den früheren Beisitzer, Landgerichtsrat Fritzsche, darüber zu vernehmen, daß Friedu Woyda bei der vorigen Verhandlung die Anwendung von Gewalt behauptet hat. Staatsanwalt Brant widerspricht dem Anträge entschieden. Ter Einwand der Unzuständigkeit sei schon in der vorigen Verhandlung als unbegründet zurückgewiesen. Es fehle jeder Nachweis, daß Gewalt angewendet worden sei. Was die Anträge bezüglich der Vernehmung der Fischer in Newyork und der Beisitzer betreffe, so bedeute der erste nach seiner Meinung nichts anderes, als eine Verschleppung, und der andere solle den Gerichtshof sprengen, also auch die Sache verschleppen. Nachdem die Verteidiger den Ausführungen des Staatsanwalts scharf cntgegengetreten, zieht sich 'der Gerichtshof zur Beratung zurück. Er beschließt, nach Schluß jder Beweisaufnahme über die Zuständigkeit sich schlüssig zu machen. Betreffs der Margarethe Fischer soll versucht werden,.sie zur Gerichtsstellei zu bringen. Es sollen ihr telegraphisch die Reisekosten angewiesen werden. Bezüglich der Vernehmung der drei Beisitzer beschließt der Gerichtshof, mit Rücksicht auf § 50 der Str.-P.-O., den Beschluß auszusetzen. Rechtsanwalt W e r t h a u e r beantragt, die Herren Räte auch ohne Genehmigung des Vorgesetzten zu vernehmen. Ter Gerichtshof erachtet den neuen Antrag als durch seinen vorherigen Beschluß erledigt. Es folgt die Vernehmung der 16jährigen Zeugin Auguste Callis. Sie hat sich bei der Fischer als Modell gemeldet und ist mit einem Herrn dort zusammengetroffen, der aber der Angeklagte Sternberg nicht sei. Ihre entgegengesetzte frühere Aussage sei nicht richtig, sie kenne Herrn Sternberg nicht. Zeugin giebt auf Befragen zu, daß sie trotz ihrer großen Jugend schon mit recht vielen Herren verkehrt habe. Seit einem Vierteljahr aber habe sie einen anderen Lebenswandel begonnen. Bei der ersten Verhandlung habe sie die Unwahrheit gesagt. Aus den zur Verlesung gebrachten Protokollen über die erste Vernehmung der Zeugin geht hervor, daß sie bei der Fischer ständiger Gast gewesen sei. Mit Sternberg habe sie dort nicht verkehrt. Auf Befragen des Vorsitzenden erklärt die Angeklagte Wender, daß nicht Sternberg, sondern ein Graf, dessen Namen sie nicht nennen wolle, der betreffende Mann gewesen sei. Die Verhandlung wird jetzt auf Donnerstag vertagt. Morgen werden die Erpressungsbriefe in der Wohnung Sternbergs gesucht. — Als gestern der Zeuge Schneider aus Frankfurt a. O. auf dem Korridor des Gerichtsgebäudes sich befand, wurde er von einem Gerichtsvollzieher begrüßt, der ihn auf Grund einer offenen Ordre pfändete und ihm die Uhr und sein Geld ubnahm. Berlin, 14. November. Im Prozeß Sternberg wurde heute die Verhandlung ausgesetzt; jedoch hat in dem Geschäftshause des Angeklagten ein Lokaltermin stattgefunden, zu dem Sternberg seit zehnmonatlicher Untersuchungshaft zum ersten Male das Gefängnis verlassen durfte. Die Durchsuchung der zahlreichen Kisten, die mit Briefen angefüllt sind, dauerte von 9—12 Uhr. Doch war es unmöglich«, unter der Masse von Papieren die betreffenden Schriftstücke herauszufinden. Sternberg wurde h!. rauf in Begleitung des Kriminalkommissars von 7 - esckow und zwei weiterer Kriminalbeamten nach dem Untersuchungsgefängnis jzurückgeführt. Der Gerichtshof nnrb nunmehr darüber zu befinden haben, ob noch eine abermalige Suche nach den Briefen stattfinden soll. A»s Stadt und Zand. Gießen, 15. November 1900. * * Das Regierungsblatt Nr. 74 vom 12. November enthält die Bekanntmachung, die Dienstanweisung für die Großh. Notare betreffend: Jeder Notar, der Urkunden seines Amisvorgängers verwahrt, hat mit dem Beginne des Jahres, in dem die jüngste dieser Urkunden dreißig Jahre alt wird, bei dem Präsidenten des Landgerichts zu beantragen, daß die Urkunden seines Amtsvorgängers nebst den dazu gehörenden Registern von dem Landgericht in Verwahrung genommen werden. • * Das Großh. Oberkoufistorium hat unterm 13 l. M. an den Präsidenten, der evangelischen Landessynode das nachstehende Schreiben gerichtet: »Wir teilen Ihnen hierdurch ergebenst mit, daß wir betr. die Verlegung des „Totenfestes" der Landessynode bei ihrem nächsten Zusammentritt eingehende Mitteilung über den Sachverhalt machen und die hierüber im Umlauf befindlichen entstellenden Angaben richtig stellen werden. Wir thun dies um so lieber, als es naturgemäß nicht möglich ist, uns mit den unser Verhalten angreifenden Zeitungen rc. in eine Preßpolemik einzulaffen." * * Theatervereiu. Die dritte Vorstellung wird am Mittwoch, dem 21. d. M. stattfinden. Zur Aufführung gelangt das schöne Schauspiel Björnson's: „Ein Fallissement". Den Advokat Berend spielt der Charakterdarsteller des König!. Hoftheaters in Kassel, Herr Jürgensen. * * Zugverspötuvg. Der um 8,02 Uhr vormittags fällige V-Zug von Kassel (bzw. Hamburg) traf gestern mit etwa zwei Stunden Verspätung hier ein. Auch der um 12 Uhr mittags fällige Schnellzug von Kassel kam mit erheblicher Verzögerung hier an. Die Verspätung hängt anscheinend damit zusammen, daß angeblich bei Uelzen Hannover zwei Güterzüge aufeinander gefahren sind. — Eine andere Meldung besagt: Die zweistündige Verspätung des Berliner Schnellzuges ist durch einen Eisenbahnunfall veranlaßt worden, der gestern abend gegen 10 Uhr auf Station Elze stattgefunden hat, und der eine längere Gleissperrung auf der Linie Elze-Göttingen verursachte. Ein von Göttingen kommender Güterzug, der angeblich ohne Erlaubnis in den Bahnhof Elze einfuhr, stieß hierbei mit einigen Wagen, die durch eine Maschine gefahren wurden, heftig zusammen. Durch den Zusammenstoß wurde ein überaus großer Materials.chaden angerichtet, während Menschenlebennichtzu beklagen sind; der Führer des Göttinger Zuges erlitt allerdings erhebliche Verletzungen, die jedoch^nicht lebensgefährlich sind. Die Zugkollifiou muß mit großer Heftigkeit stattgefunden haben, da nach derselben, wie Reisende erzählten, ein buntes Durcheinander von Trümmern aller Art, von Wagen, Wagenteilen und Gütern an der Unfallstelle das Geleise bedeckte. Beide Geleise auf der Strecke Elze Göttingen mußten gesperrt werden, wodurch eine große Verkehrsstockung entstand. ** Fortbildungsschulkosten. In diesen Tagen kamen auch' in unserem Kreise die Staatszuschüsse zu den Kosten der Fortbildungsschule an die einzelnen Gemeinden zur Verteilung. Es wurden hierbei hauptsächlich die ärmeren Orte bedacht, und einige erhielten einen Betrag von 100 Mark. •• In Sachen der Fortbilduugsschulsrage geht uns aus Lehrerkreisen folgendes Schreiben zu, das der Herr Einsender für die Oeffentlichkeit bestimmt: „Geehrtester Herr Redakteur! WaS den Zweifel an dem Ein treten Ihres geschätzten BlattrS für Schule und Lehrerstand betrifft, so Ufien Sie sich durch Einzelne nicht bange machen. (DaS thun wir auch nicht. D. Red.) Sie können versichert sein, dah Ihnen die Lehrer für Ihr mannhaftes Eintreten bei Beratung des Lehrer- besoldungsgrsetzes und nach dem Fall desselben stets dankbar find. Auch haben sie das Vertrauen zu Ihnen, daß S e in Zukunft die Sache der Lehrer verfechten werden. — Der Artikel in Nr. 259 Ihres werten Blattes war allerdings äußerst einseitig Der V.rsaffer muß schlecht unterrichtet gewesen sein, während er die unschätzbaren Vorteile der neuen Unterrichtszeit (5 btö 7 Uhr) nicht zu kennen scheint. Sie kann unter keinen Umständen ein Vorwur treffen. Sie mußten annehmen, der Versaffer des Artikels habe Ihnen die volle Wahrheit berichtet, und wenn di-.s der Fall wäre, würde auch ich ein Gegner der neuen Zeit sein." -fc. Lang-Göns, 14. November. Die Wahl des neugewählten Bürgermeisters W. A. Rompf ist, wie ge- meldet, vom Kreisausschuß für giltig erklärt worden. Die Gegenpartei, die bekanntlich die Wahl wegen Wahl- beeiuflussung (Spendieren von Freibier u. s. w.) angefochten hatte, aber am 9. November mit ihren Einwänden abgewiesen ist, will die Sache nunmehr im Landtag zur Sprache bringen lasten. § Pohl-Göns, 14. November. Der hiesige Gemeinde- Einnehmer Kollmar blickt heute auf eine 25jährige Thärigkeit als Rechner der Gemeinde und Kirche Pohl-GönS zurück. Aus diesem Anlaß wurde gestern abend eine kleine Jubiläumsfeier seitens des Gemeinde- und Kirchen- Vorstandes zu Ehren des Genannten veranstaltet. fc. Friedberg, 14. November. Gestern wurde hier ei« Mann verhaftet, der in Gemeinschaft mit einem andern am vergangenen Sonntag abend auf der Straße von hier nach Ober-Rosbach den Dachdecker Wilhelm Kl um von Wolfenhausen angepackt und ihm sein Geld und Stock, nachdem beide den Klum zusammengeschlagen haben, abgenommen hat. Als dem Ueberfallenen zwei Leute zu Hilfe eilten, suchten die Räuber das Weite. Der Ueberfallene giebt an, er sei am Sonntag abend die Straße Friedberg—Ober Roßbach passiert. In der Nähe der Höhle erblickte er zwei Männer, die nach kurzem Gruß eine kleine Strecke neben ihm hergegangen seien. Auf einmal hätten beide mit je einem Knüppel auf ihn losgeschlagen, daß er zusammengestürzt sei. Einer dieser Räuber habe sich auf ihn gekniet, der andere seine Taschen revidiert und, nachdem auf Hilferufen zwei Männer herbeieilten, seien jene entflohen. Die Räuber haben das Portemonnaie und den Stock des Ueberfallenen mitgenommen. △ Burkhards, 13. November. Heute erfolgte hier durch einen Beamten des Kreisamtes Schotten die Verpflichtung des Heinrich Klein II. zum Bürgermeister unserer Gemeinde. -u. Södel, 13. November. Heute nacht fiel in der Dunkelheit Jakob Raab hier über eine an einer Hausecke aufgestellte Wasserbütte derart mit dem Kopfe auf den Rand derselben, daß er besinnungslos in.später Nacht auf- gesunden wurde. Man brachte den Verunglückten zu Bett, wo er kurz darauf seiner Verletzung erlag. Durch den unglücklichen Fall hat sich der Bedauernswerte, wie der Arzt feststeöte, einen Schädelbruch zugezogen, der den Tod herbeigeführt hat. Mainz, 13. November. Vor einem neuen Schwindel, der zurzeit hier getrieben wiro, sei gewarnt. Vorgestern erschien in einem hiesigen Geschäfte ein junger Mensch und kaufte eine Partie Kolonialwaren, angeblich tm Auftrage eines hiesigen Ingenieurs. Er nahm die gekauften Sachen gleich mit, und bestellte noch zwei Flaschen Sherry, die nach Hause gebracht, und mit den anderen Waren bezahlt werden sollten. Als der Hausbursche später mit den beiden Flaschen in der Wohnung des angeblichen Bestellers erschien, stellte sich heraus daß man einem Schwindler zum Opfer gefallen war. Vor etwa 14 Tagen ereignete sich ein ganz ähnlicher Fall hier. — Heute morgen gewahrte der Bahn Wärter am Neuthorbahnhof, daß ein Mann in den Tunnel hineinlief. Der Bahnwärter eilte ihm nach und brachte den Mann wieder aus dem Tunnel heraus. Es stellte sich dabei heraus, daß man es mit einem Geistesgestörten namens Martin Reitz II. aus Laubenheim zu thun hatte, der sich das Leben nehmen wollte. — Die Untersuchung über den Fund im städtischen Gaswerk hat ergeben, daß die dort entdeckten Gegenstände, besonders das Tuch, von einem Eisenbahndiebstahl herrührt, der im Jahre 1870 verübt worden ist; man will sogar wiffen, wer den Diebstahl verübt hat. Der Betreffende ist jedoch schon vor einigen Jahren gestorben; eine Bestrafung hätte übrigens wegen Verjährung nicht erfolgen können. Aus Rheinhessen, 14. November. Mit der abgelaufenen Woche kann die Weinlese als beendet angesehen werden. Es haben allerdings noch mehrere Großgrundbesitzer, und solche Eigentümer, welche auf eine Spatlese reflektieren, zu lesen, es wird dies jedoch, da hiermit keine Umsätze verbunden sind, und besonders die auswärtigen Geschäftshäuser ihren Bedarf vollständig gedeckt haben, auf das Geschäft und die gebildeten Preise ohne Einfluß sein. Mit Ausnahme des in einzelnen Distrikten durch Natureignisse verminderten geringen Ertrages ist man mit dem Verlauf der diesjährigen Weinernte sehr zufrieden, wozu die Güte der Ware, die bezahlten guten Preise und die meist schöne Witterung gleichmäßig beitrugen. In gekeltertem Most kamen in kleineren Sachen bereits bemerkenswerte Abschlüsse zu stände. Bezahlt wurden in Stadecken 460—510 Mk., in Jugenheim 450—470 Mk., in Elsheim 480—530 Mk., in Eimsheim 430—460 Mk., in Osthofen und Westhofen öM bis 530 Mk., in Engelstadt 400—430 Mk., in Wörrstadt 440—470 Mark. In alten Weinen war das Geschäft nicht besonders belebt; die Umsätze erstreckten sich auf einigt kleinere und Mittelsachen verschiedener Jahrgänge. -fc. Marburg, 14. November. Bei der Konto!!' Versammlung in dem Nachbardorfe Ellnhausen wurde vorgestern der Reservist Weinhold aus Haddamshausen im Verlaufe einer Schlägerei so schwer verletzt, daß er ver» gangene Nacht starb. Frankfurt a. M., 12. November. Unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Adickes und unter Mitwirkung des Stadtarztes Dr. Spieß ist hier eine Vereinigung zur Abhaltung von F o r t b i l d u n g s k u r s e n für Aerzte zusammengetreten. Von ihr sind drei Arten von Aerzte- kursen vereinbart worden. Die Kurse der ersten Art haben das Eigentümliche, daß jeder Dozent das ganze Winterhalbjahr hindurch einmal wöchentlich liest. Es ist durcy- diese Anordnung auch den stärker beschäftigten Aerzten die Gelegenheit gegeben, einen oder mehrere dieser Kurse regelmäßig zu besuchen und sich auf diesem Wege nur den Fortschritten der Hauptzweige der Heilkunde ve^ traut zu machen. Die Einrichtung der Kurse ist dadurM erleichtert worden, daß die städtischen Hospitäler in den Dienst der Sache gestellt wurden. Von Bedeutung x* Vertreter: Carl Daub, Betzdorf a. d. Sieg. Dr. Oetkers Kakao entölt, garantiert rein, komlis mit Kms 689 5 Es ist nicht jedermanns Geschmack, zepte gratis. Gebr. Adawi. A. fr G. Wallenfels. erfolgte hin chottea dir Brr um Äürgermristft nacht siel in M m einer Haüete )Pfe auf de» Md päter Nacht auf- Strunglüdttn |u g erlag. Durt •intonte, wieder >yn, der bin Ted men Schwindel, laint, Borges junger Menst ub blich im AchU e gelausten Satyr, en Sherry, bit nai ntnbi^ttttibi ’t Öen beiden N DMnS nM Mer zum M als Kaffee einen Aufguß von gebrannter Gerste oder geröstetem Malz zu trinken Das und nichts anderes sind aber die offen ausgewogen n sogenannten Malzkaffeeo. Ein wirklicher Malzkaffee, der infolge seiner patentierten Herstellungsweise mit den Vorzügen des Malzes auch daS feine Aroma und den beliebten Geschmack des Bohnenkaffees verbindet, ist nur Kathreiners Malzkaffee. Dieses Fabrikat kommt aber niemals lose, sondern aus: schließlich in plombierten Packeten mit dem Bild des Prälaten Kneipp zum Verkauf. 6738 ä 15, SO und 69 Pfg. macht feinste Puddings, Saucen und Suppen. Mit Milch gekscht bestes kaochenbilverides Nahrungsmittel für Kinder. Millionenfach bewährte Re- — So manche Hausfrau, deren Zeit knapp bemessen ist, müht sich stundenlang ab, ihr Küchengeschtrr aus Metall mit minderwertigen, mitunter giftige Bestandteile enthaltenen Putzmitteln zu reinigen und blank zu putzen. Aber schließlich nimmt sie enttäuscht wahr, daß ihre Arbeit schlecht gelohnt wird. Das Benutzen dieser mit solchen Puh- mitteln behandelten Gegenstände infolge der enthaltenen giftigen, scharfen Substanzen ist außerdem höchst schädlich. Diesem Uebelstande hat nun bte chemische Fabrik von Fritz Schulz jun. Aktiengesellschaft, Leipzig, durch ihren mr Jahre 1893 erfundenen Globus-Putzextrakt ein Ende geschaffen. Derselbe erzeugt mühelos und rasch einen prachtvollen, lang anhaltenden Glanz, wodurch er allen Gegenständen aus Kupfer, Messing, Nickel, Gold, Silber rc. ein überaus vorteilhaftes, wie neues Aussehen gibt. Außerdem ist GlobuS.Putzextrakt laut Gutachten von drei gerichtlich vereideten Chemikern absolut frei von allen schädlichen Substanzen, schmiert nicht rote Putzpomade und verliert niemals seine Puhkraft. Globus-Putzextrakt ist aus ollen beschickten Ausstellungen mit hohen Äus- zeich.iungen bedacht und auch in diesem Jahre auf der Weltausstellung in Paris mit der Goldenen Medaille prämiiert worden. Ausschreibirug. Für die Neubaustrecke Friedrichsdorf— Friedberg sollen die erforderlichen kiefernen Brückenichwellen, sowie der Bohlenbelag vergeben werden Erforderlich sind rd. 22 cbm Brückenschwellen und rd. 884 qm Bohlenbelag. Bedingungen und Angebotsformulare können von hier gegen porto- und bestellgeldfreie Einsendung von 1,60 Mk. bezogen werden. Die Angebote sind bis zum Termin, am Donnerstag dem 29. November d. I., vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Bauabtetlung emzureichen. 7866 Gießen, den 12. November 1900. Großh. Bauabteilung. Krima yossäudische Vollheringe Per Stück 6 Pfennig empfiehlt 7899 fr. ftu IW, 6. gerbet. liefert billigst Kröhl'slhk Nnivttßtötr-Arickkrri. Universität und Hochschule. ;— Die Darwin-Medaille der Royal-Society in London ist für dieses Jahr Prof. E Häckel-Jena „wegen feiner langjährigen und hoch- bedeutenden Arbeit in der Zoologie, vie ganz von dem Geist des Darwinis- per Pfund Mk. 1,45. Kölner Konsum-Anstalt H. A. Kackenverg Iachf. Vahuhofflr. 27. üinverrplatz 12. Telephon 281. 7397 4M KL «tatoänben Qbflt, «-«ckdt- "«- äSjiDttge , bl"b tiefe «ferte hfe ,j, "»e® anbern Bon fet W« »hm »0» elb nnb Stoj, Iflogen haben, ?nen zwei Leute as Weite. Der ifaib die Straße -Nähe der Höhle ’M eine f/eint M hätten W^en, hch er er habe sich aus irrt und, nachdem , seien jene ent- mnnaie und btt ^ie unterzeichneten Vereine beabsichtigen, um für den Fall eines Krieges ^ot Vorsorge zu treffen, Montag den 19. November, uach- Reihe von Bortrügen über die Pflege Kranker und i..rr JS» ’ . iie ^rQUCn und Mädchen unserer Stadt beginnen zu lassen. re» yy ?r* Barack hat es freundlich übernommen, die Vorträge tu S öiff? w Abelen, b eleihen recht zahlreich und regelmäßig zu besuchen Um »rhbnlhinn Wustellen, weil erst hiernach oas Lokal für di- mlbÄMt9 fiA p?i; ^usgewählt werden kann, werden die Krauen und wollen gebeten, ihre Namen in den bei Frau Kauf- ° m »1. ufcnb der Alic.schttle offenliegenden L.sten ,«ber nnzuzeichnen oder schriftliche Mitteilung an -"pflich.-t ,u“einerlei ®‘C fmb un-n-g.l-'.ch. ihr B-suck Gießen, den 12. November 1900. 7383 Deiinnei« °°m K-tm §rtn?. gHife.franrnntrehi für firanfennflw. guete sich tin^ twahrle der W ann in den TiM nach und blick- iu8. ES stellt GeisteSgefiS^ tim zu thun > Die UnterM inert 'Ä « ■ .‘“/tat » w»« g HM üb1*’1 weiterhin das Bestehen des Senckenbergschen Instituts und das königliche Jnstttut für experimentelle Pathologie An der ersten Reihe von shirfen beteiligen sich Professor Weigert, i)er Vorsteher der pathologischen Anstalten des Senckenbergschen Instituts, Prof. Paul Ehrlich, der Direktor des Instituts für experimentelle Pathologie und seut Mitarbeiter Privatdozent Dr. Reißer, Tr. Sioli, der Direktor der städtischen Irrenanstalten, Prof. Dr Rehn der leitende Chirurg und Prof. v. Roorden, der Direktor der inneren Abteilung des städtischen Krankenhauses Tr Herxheimer, der Leiter der Poliklinik für Lautkrankheiten und der Nervenarzt Prof. Dr. Edinger als Dozenten. An diese erste Reihe von Kursen soll sich im Anfang Marz eine Gruppe von Vortragskursen von dreiwöchiger Tauer anschließen, die ganz den, was das Deutsche Reich angebl, zuerst in Berlin eingerichteten Ferienkursen nachgebildet sein werden; in täglich oder zum mindesten viermal wöchentlichen klinischen Vorträgen und Hebungen wird jeder Dozent ein Sondergebiet behandeln. Während sich der Frankfurter Dozentenverein mit der ersten Art seiner Foctbildnnasvorlesungen vornehmlich, an die heimischen Aerzte wendet, sind die Ferienkurse, mit denen im Früh- ,ahre begonnen werden soll, nicht nur für Frankfurter, lonbern auch für auswärtige Aerzte bestimmt, denen es um die Fortbildung in der Heilkunde im allgemeinen oder um ihre Ausbildung in einem Sonderzweige der Medizin zu thun ifj. In der Zeit des Osterferienkursus wird, — das ist die dritte Art der neuen Frankfurter Einrichtungen zum Besten der Fortbildung der Aerzte — euie Reihe von Vorträgen über Tuberkulose gehalten werden. Frankfurt a. M., 13. November. Die 47. ordentliche Sitzung des Bezirkseisenbahnrats Frankfurt a. M. 'st auf den 28. November vormittags 10t/3 Uhr im Sitzungssaal des hiesigen Hauptbahnhofs anberaumt. Auf der Tagesordnung stehen: I. Geschäftliche Mitteilungen. Veränderung in der Zusammensetzung der gewählten Mitglieder und Stellvertreter des Bezirkseisenbahnrats; Mitteilungen über die seit der letzten Sitzung im Personen-, Vieh-, und Güterverkehr eingetretenen wichtigen Aenderungen und h rausgegebenen Tarife; Mitteilungen über das infolge der Beschlüsse der letzten Sitzung Geschehene. Neue Anträge: 1. Antrag von Kommerzienrat Franz Fehr-Flach betreffend die Ausdehnung des Tarifs für die Beförderung von Eisen- bahnpacketen für den Verkehr zwischen Stationen der D-rcktionsbezirke Frankfurt a. M. und Mainz vom 15. Mai 1900 auf alle Stationen beider Direktionsbezirke; 2. Fahr- planändernngen im Winter 1900/1901 und Sommer 1901. — Von allgemeinem Interesse ist die zu dem Antrag auf bessere Instandhaltung und Reinlichkeit der "Züge getroffene Bestimmung, wonach die Füllung der festen Wasserbehälter künftig nur dann anzuwenden ist, wenn die Außentemperatur auf etwa 0.5 Grad Celsius si 'kt. Damit in den Wagen der v Züge keine Gegenstände mehr lose umherliegen, wird in Zukunft ein schmaler Schrank ungebracht. Die Aborte, die heute noch manche Mängel a. fweisen, sollen verbessert, die für Männer und für Frauen l^.rennt werden. Zur Vorlage der Frankfurter Eisenbahn- dlrektion betr. Umrechnung der Gütertarife für die Frankfurter und Hanauer Bahnhöfe nach den wirklichen Entfernungen wird bemerkt, daß, obwohl ausreichende Gründe i'tr Beibehaltung der jetzigen Anomalien in der Tarifbildung -richt vorliegen, doch im Verkehrsinteresse der beiden Städte die neuen Tarifsätze nicht vor dem 1. Januar 1902 cin- geführt werden sollen. Infolge eines Antrags der Zuckerfabrik Maingau in Hattersheim ist die Zahl der an das allgemeine Fernsprechnetz angeschlossenen Eisenbahnstationen stark vermehrt worden. Wo ein ausreichendes Bedürfnis hierzu vorliegt, soll den Interessenten die Ankunft von Eiloder Frachtgut sofort mitgeteilt werden. Ferner hat der Staatssekretär des Reichspostamts die Oberpostdirektion ter die Marke „Pfeilring“ gibt Gewähr für die Echtheit unseres Lanolin-Toilette-Cream Lanolin Man verlange nur « „Pfeilring“ Lanolin-Cream WARke PFE\^ und weise Nachahmungen zurück. 1 so« Lanolin-Fabrik Martinikenfelde. angewiesen, bei der Erweiterung des Fernsprechnetzes solche Anlagen in erster Linie zu berücksichtigen, durch die der Sprechverkehr von den Bahnhöfen nach den verfrachtenden ländlichen Ortschaften ermöglicht wird. Cassel, 14. November. Einen bis zur Stunde noch nicht völlig aufgeklärten Tod fand am Montag abend in dem am rechten Fuldanfer gelegenen Bergshausen dw Frau des Schiffers und Fährmannes Rehwald. Etwa gegen 8 Uhr erschien an dem Fährhause in Bergshausen ein Mann, von dem die Nachbarn annahmen, daß er in einer Fabrik in Bettenhausen beschäftigt fei, und begehrte auf das linke Ufer übergesetzt zu werden. Frau Rehwald, die in Abwesenheit ihres Mannes stets den Fährdienst besorgte, entsprach, auch sofort dem Wunsche des Fremden und fuhr mit ihm über das Wasser. Allein sie kehrte nicht zurück. Ihr Ausbleiben fiel indessen nicht sofort auf, da angenommen werden konnte, daß die Frau bereits zurückgekehrt sei und sich draußen in der Küche etwas zu schaffen mache. Nachdem indessen schon mehr als eine halbe Stunde vergangen war, und man vergeblich im Hause nach der Frau gesucht hatte, ging man hinaus an den Fluß. Der Fährkahn fehlte, ein Beweis, daß die Frau noch nicht wieder von dem linken Ufer zurückaekehrt sei. Man fuhr in einem anderen Kahn hinüber, allein auch am linken Ufer war weder von dem Kahn noch von der Frau des Fährmanns eine Spur zu entdecken. Endlich gewahrte man beim Lichte der mitgenommenen Laterne den Kahn in einiger Entfernung stromabwärts treiben. Die Frau war nicht in dem Fahrzeuge, auch fehlte die Stange, die bei dem Durchqueren des Stromes benutzt wird. Einen Unglücksfall vermutend, suchte man nach der Leiche der Frau, allein auch diese wurde nicht gefunden. Erst als am Dienstag morgen die Suche wieder ausgenommen wurde, fand man Äe Leiche in einiger Entfernung unterhalb der Landungsstelle am linken Ufer. Die Hände der Frau hielten die Fährstange fest umklammert, an der Schläfe zeigte sich eine leichte Verletzung, nicht größer als ein Fünfpfennigstuck. Nach diesem Befunde hat die Frau aller Wahrscheinlichkeit nach, nachdem der Fremde den Kahn "verlassen, das Fahrzeug, wie dies gewöhnlich geschieht, mit dem Fuße leicht vom Lande abgestoßen und dann ver sucht, in dasselbe hineinzuspringen. In der herrschenden Finsternis (mag die 58 jährige jedoch das Fahrzeug verfehlt Haben und in die Fluten der Fulda gesprungen sein, mag sich auch, entweder bei dem Aufschlagen auf den Rand des Fahrzeuges, oder auf einen im Wasser liegenden Stein, die Hautabschürfung an der Stirne zu- gezogen haben, und dann, ertrinkend, stromab getrieben fein, bis zu der Stelle, wo die Leiche hinterher gelandet wurde. Daß der Wasserstand des Flusses zurzeit ein sehr niedriger, kaum ein Meter betragender ist, schließt diese Annahme nicht aus; trotzdem aber giebt es im Orte Leute, die an ein Verbrechen glauben und den von der Frau übergesetzten Fremden mit einem solchen in Verbindung bringen. ** Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Der amtliche Bericht über den BerbandStag deutscher Gewerbegerichte, der am 19. September in Mainz ftatt gefunden hat, ist auf Beschluß des Ausschusses gedruckt und der Nr. 2 des VerbandSorganS „Das Gewerbegericht" als außerordentliche Beilage beigegeben. — In Frankfurt starb Justizrat Dr. Adolf Neukirch, der stellvertretende Vorsitzende der Stadtverordneten-Versammlung, im 52. Lebens jahre. — Ja Wiesbaden waren etwa 25 Chefs und Vertreter in« und ausländischer Munitionsfabriken, darunter auch Krupp, während der letzten Tage zu gemeinsamen geschäftlichen Beratungen versammelt. er Mit sendet anM )Tere GroM aus eine * ionber« bie L \w Ä meinen Disim gen W S S w« '' ö *• - * »; i -- * float ■ 8?t DM AK ,»«WiM EchisFrkflttchei empfiehlt 7032. Emil Fischbach Schellfische, «abliarr, Zander, Lchollen, Rechte, lebende Karpfen, etfouu und vale eingetroffen. 8,0 Prompter Versandt nach auswärts. "t*- I. Hl. Schulhof, Kolonialwaren- und Delikateffengeschäf: Bäuerische Stiftung in Gießen. 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Krupp Grusonwerk, Magdeburg-Buckau. mus beseelt gewesen ist', zugesprochen worden. — An Stelle von Dr. Römer, der als Kustos der Sammlungen des Senckenberg-Museum« nach Frankfurt geht, ist Frl. Klara Hamburger zur Assistentin bei Zoologäiten Instituts an der Unlversi.üt Breslau ernannt worden. — Der Priester Dr. phil. Ernst Lindl ist als Privaldozent für semitische Philologie in die philosophische Fakultät der Universität München ausgenommen worden. — Aus Jena teilt man mit: Die Karl Zeiß« Stiftung, die bereits früher für einen Neubau der Universität eine halbe Million Mark zur Verfügung stellte, schenkte dem hygienischen In- fiitut in diesen Tagen ein neues Heim. — In der juristischen Fakultät der Universität Upsala hält Frl. Dr. jur. E O. K. Eschelsson, Dozent in Civilrecht, auch in diesem Wintersemester Vorlesungen. Schweden war der erste Staat, der eine Frau, die zudem noch Ausländerin war, zum Universitätsprofessor ernannte: die Mathematikerin Sonja Kowalewska. Fr. Dr. Eschelsson übt seit 1897 chre akademische Lehrthätigkett aus Han-el und Verkehr. Nolkswirtschsft. -^Preußische Hypotherett-Aktten-vank und Deutsche Grundschuld'Bank. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß bic von der preußischen Regierung einberufene G-neralversawm- lu-.g d-r Pfandbriefdesttzer am 26. November pa'tfi- de Der Bankier mutz die Stücke ohne Couponbogen zur Vrrlreturg spätestens am 20. November haben. Es dürfte daher gut sein, ungesäumt seinen Besitz zum Bankier zu bringen. Limburg b. Lahu, 14. November. Fruchtmarkt. Durch« schmttspreis pro Malter Roter Weizen, alter, 00.00 Mk., gering 12.25 Mk., Weißer Weizen OO.OO Mk., Korn 00.09 Mk., neues Korn 00 60 Mk., Gerste 8.75 Mk., Hafer, alter, 0.00 Mk., neuer 6 20 Mk., Erbsen —Mk., Kartoffeln —.— Mk. Xhukrwaeet Luxuriös© Ausstattung*. Hochmoderne Ausführung. Ledertuohausschlag, Hk. 17.—. Billigste Preise. Braune Wagen mit Verdeck Hk. 10.—. Neu! Neu! 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Gesänge für Tenorsolo. (Herr W. Schmidt) 7. Zwei Knabenchöre: a. Jesu, geh voran. Mel. von Deese (1698). b. Selig sind die Toten F. Zimmer, (Knabenchorschule unt. Leitung des Herrn Organisten Görlach ) 8. 2. Satz a. d. Orgelsonate D-moll A. Guilmaut. (Herr Organist Görlach.) 9. „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, Cantate für Soli, Chor und Orchester J. 8. Bach. (Frl. Kayser, Herr W. Schmidt und Herr Dr. C. Spohr.) Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder sind die Plätze auf der Empore und am Altar reserviert. Programme und Texte sind an der Kirchthür für 20 Pfg. zu haben. Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten werden in den ausgestellten Becken erbeten. 7336 Unterricht in Latein, Italienisch und anderen Sprachen wird erteilt. 7289 Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Für Hausierer. In jedem Haus verkäuflicher Artikel bei 80 Proz. 04889 Nähere Auskunft in der Exped. d. Bl. Gutgehkn-e^Wrssrhaft unter günstigen Bedingungen zu verpachten. 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Alls Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, find mit 156 Mark gezogen. (Ohne Gewähr.) OG 35 49 68 73 54 58 [1000] 550 58 81 92 815 300 18 25 26 76 424 87 512 14 66 68 87 690 835 902 3. 46 68 79 818 72 601 60 <71 734 39 824 40 54 905 46 62 96 2 5004 88 104 13 58 201 87 305 10 59 71 406 82 34 41 [250] 47 70 732 [250] 60 94 817 95 [250] ‘ 948 74 77 2 2097 138 [250] 5»>{205 16 38 62 474 535 38 687 726 34 38 66 986 23057 61 95 128 71 75 344 90 544 65 78 [5001 611 64 98 718 45 938 57 2 4033 39 42 46 49 60 131'44 45 257 437 [250] 86 216 360 78 84 87 412 15 95 505 23 74 89 609 53 81 91 719 31 61 806 15 17 18 26 65 93 904 32 89 1003 4 101 99 211 24 377 QL 67 421 22 60 80 83 92 513 [250] 15 16 45 54 57 58 92 93 604 [2oO] 810 76 903 27 65 2054 122 95 214 338 41 64 83 99 [250] ^4 587 88 99 655 57 63 94 721 [250] 27 [250] 33 44 45 [500] 72 806 24 28 36 62 l250t 68 90 901 55 8035 37 [250] 58 123 51 91 204 25 54 81 [250] 93 332 37 78 92 426 47 [500] 62 74 515 53 88 606 35 4Q 65 W 730 35---- 844 55 74 85 937 47 76 84 90 4065 112 50 [2&0] 258 327 54 452 92 571 93 612 42 768 81 82 812 905 32 58 [250] 66 80 5096 [5000] 212 19 [250] 27 86 372 8! 459 70 532 52 78 83 «05 61 69 76 707 16 21 28 70 [500] 839 [3000] 82 [500] 960 6089 206 öti 336 82 446 547 91 600 94 719 23 48 810 72 81 964 80 7041 74 169 75 238 54 331 59 64 402 38 57 72 504 8 13 41 99 709 13 86 [1000] 845 84 [250] 91 943 56 88 8036 61 67 94 103 4 39 46 64 71 91 209 316 52 61 423 44 92 94 504 8 38 651 730 75 805 57 83 984 9165 96 98 [250] 273 75 309 38 39 476 503 56 59 618 21 24 33 69 816 90 935 95 10020 24 29 [250] 38 71 87 111 [250] 21 40 43 45 50 81 94 99 281 88 89 318 20 50 73 91 419 22 28 32 81 97 513 25 31 79 694 90 716 64 844 47 50 67 96 923 11103 32 43 77 82 87 223 43 44 58 425 86 534 41 [250] 687 716 94 872 927 36 84 [2000] 12084 [250] 93 123 55f26(>j 91 95 241 57 3 0 0 0 1 78 371 90 484 536 71 618 50 59 820 23 70 904 10 34 91 95 13002 135 37 66 201 5 74 348 83 485 503 14 25 45 608 24 88 714 58 62 65 80 850 943 61 64 68 80 96 1 4066 102 12 29 88 Ä)7 15 40 91 [2501 304 16 32 51 97 506 9 617 53 54 88 708 19 819 45 46 918 51 69 l->00^. lß 44 58 77 93 10g 83 253 327 31 43 408 24 43 63 90 5§5 758 801 25 46 81 [250] 91 997 1 6076 138 64 210 34 66 363 87 430 .300 24 78 81 603 45 73 92 94 96 716 22 46 803 7 28 36 60 913 47 52 66 17016 69 115 28 201 65 88 98 316 53 74 88 94 97 98 [250] 422 72 88 97 615 37 55 81 705 6 26 71 87 88 806 13 931 57 88 1 8034 107 53 64 05 205 13 80 348 94 547 68 [250] 69 [250] 603 75 87 [250] 716 19 42 800 [600] 28 47 92 966 19010 77 85 [1000] 96 [10 000] 102 6 [250] 64 65 93 220 37 [250] 42 68 388 90 97 [500] 409 89 530 46 604 42 52 72 85 707 35 822 41 54 96 901 24 51 65 20017 26 172 332 33 45 419 26 39 89 502 65 [250] 72 637 59 700 । 46 75 911 55 90 21036 109 29 41 91 262 70 76 319 29 426 511 12 13 22 57 79 751 52 86 91 93 920 54 26006 11 43 [250] 78 [250] 114 54 1 79 86 91 215 32 50 312 66 87 431 33 61 570 73 76 781 [250] 898 900 13 I 27 43 70 27051 106 [2000] 90 92 [2000] 95 244 45 46 89 429 49 96 505 20 80 611 25 41 715 95 856 76 941 61 99 8 8029 47 100 20 22 46 270 339 [250 65 75 88 489 654 57 73 705 16 17 42 865 97 922 26 43 29000 [250] 18 59 67 84 123 58 66 99 250 83 322 39 57 73 423 31 47 61 67 91 98 550 84 [250] 681 84 732 [250] 65 68 807 25 38 86 901 7 24 5J 3 0030 58 60 70 112 [50000] 212 71 508 53 667 713 58 64 87 [1000] 887 92 904 54 31045 59 65 73 135 79 239 40 43 [15000] 86 8S [250] 332 64 436 46 [1000] 49 [2501 83 95 98 551 [250 [ 60 93 607 3ft ' 712 23 57 95 808 10 37 939 58 64 3 2073 75 130 56 224 26 42 43 46 37 •er antwortet* für Itu eagemrinen LeU. 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