16 1* ein in Ms u. MUIWAi ntter) -_3<»3 -', Mw^reUe ^ten. @ebalt io f, PW*1» ^nb^Nu^ gsträgerin Vabnhofskaße, V ^--gegtsncht, Wlfurter ßeitun:. Htetfl 62. öttlifliflejftinbemitte SLJSJMi: w«g 85, kW- eint l-aü.M: i-M«! wtlt iM*nnii tirnnfnuft 42O< g- im Sereln^aut Fahrräder , Hbnadüi“* i-Sl. owtojfn dH bemm I »AHM««*; . j h. Scholhof, ' Ctrl Loos. ,r(r Isidor Sc* J. Ulin M J Carl Stern. Nr. 138 Zweites Blatt Samstag dm 16 Juni 1900 Anrts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen. LLr Lnzeigen-vermittlrmgSstellm des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entygm, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswirtS 20 Pf-. Nczugspreis vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch di« Abholestell« vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljShn. mit Bestellgeld. A«»h»r »mi Anzeigen zu der nachmittags für de» Agenden Ang erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. AUesteSungen spätesten» abends vorher. Adresse für Depeschen: Anzeiger chietz«. Fernsprecher Nr. 5L IUiNm, Expedition und Druckerei: Achntßr.ße Ar. 7. GrattsbeÜagra: Gießener FamMenbiätter, Der heWtze Landwirt, Klätter für heWhe Volkskunde. Montags. Die Gießener AamitienStäller »erden dem Anzeiger « Wechsel mit ,Heff. Sandwirt^ n. „Blätter Wt hrff. Volkskunde- wbchtt. 4 SMi beigelegt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Volksschule und Volkswohl. In -en Pfingsttagen finden alljährlich im ganzen Reich zahllose Versammlungen der verschiedenartigsten Vereine und Gesellscl-aften statt, die Stellung nehmen zu den Tages- fragen und ihre Jahresschau abhalten. Eine dieser Pfingst- tagungen, die deutsche Lehrerversammlung in Köln, hat sich u. a. mit der Bedeutung der gesteigerten -allgemeinen Volksbildung für die wirtschaftliche Entwickelung unseres Volkes beschäftigt. Die Frage ist bedeutsam genug, um sie in Kürze zu beleuchten. Zwischen der Volksbildung und der wirtschaftlichen Entwickelung unseres Volkes besteht ein enger Zusammenhang. Einerseits muß eine gewisse wirtschaftliche Stufe erreicht sein, bevor ein Staat zur Durchführung der allge- lueinen Volksbildung schreiten kann, und andererseits kann du höherer wirtschaftlicher Aufschwung nicht erreicht werden ohne Erweiterung und Vertiefung der Volksbildung. Nlitürlich kann die Volksschule ebensowenig eine restlose Lösung der sozialen Frage bringen, wie irgend ein anderes vermeintliches Allheilmittel; die Volks- und Fachschule «lb<är bedeutet eine auch für die materielle Wohlfahrt höchst wichtige Stärkung der Konkurrenzfähigkeit des Einzelnen, bet' durch eine gewisse Vorbildung für viele Arbeiten besser befähigt wird, mehr zu leisten und mehr zu verdienen vermag. Gerade in Deutschland ist eine solche Steigerung der Befähigung des einzelnen Arbeiters heute um so wichtiger, als es gilt, die deutsche Stellung auf dem Weltmarkt zu behaupten, zu deren Eroberung wir nicht fähig gewesen wären, wenn Deutschland nicht frühzeitig auf dem Gebiete der allgemeinen Volksbildung führend vorangegangen wäre. Diesen Thatsachen Rechnung tragend, haben die deutschen Volksschullehrer auf der erwähntes Tagung die Frage behandelt und dabei folgende Leitsätze ausgestellt: 1. Die Volksbildung ist eine der wirksamsten Kräfte für erhöhte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Volkes. 2. Eine gesteigerte allgemeine Volksbildung bewirkt eine gleichmäßigere Verteilung der Arbeitserträge, fördert also neben ->er wirtschaftlichen auch die soziale Entwickelung u-iferes Volkes und bedingt seine Stellung auf dem Weltmärkte. 3. Es ist deshalb allen bildungsfeindlichen Bestrebungen entschieden entgegenzutreten, allen Volks-Bil- dimgsanstalten und Volks-Bildungsbesttebungen eine vermehrte Pflege zu widmen. Auch bei der Begründung dieser Leitsätze spielte wieder die überall sich, bahnbrechende Erkenntnis von Deutsch- ands Weltstellung die ausschlaggebende Rolle. Es müsse, o wurde ausgeführt, mit aller Kraft dahin gesttebt wer- )M, daß Deutschland seine Stellung auf dem Weltmarkt behaupte. Dazu ist aber in erster Reihe die Pflege der Volksbildung notwendig. Auch im Interesse der kleinen. Handwerker, die einen ohnmächtigen Kampf gegen die Großindustrie führen, empfiehlt sich diese Pflege der Nildung. Dadurch dürfte es den Handwerkerin möglich jein, sich mehr als bisher dem Kunst gewerbe zuzu- wemden, auf denn vorläufig eine Konkurrenz der Großindustrie nicht zu befürchten ist. Die Forderung des Kunst- oewerbes dürfte um so lohnender werden, als die Lebensbedürfnisse des Volkes sich, verfeinern. Der Handwerker kann auch nur dann noch bestehen, wenn er sein Geschäft kaufmännisch betreibt und sich die genossenschaftliche Selbst- hilie zu Nutzen macht. Dazu ist aber in erster Reihe eine vröße Bildung notwendig. Aber auch dem Arbeiter bird L a n d w i r t ist eine erhöhte Bildung notwendig. Der billige Verkaufspreis darf nicht durch Herabdrückung des kirbätslohnes, sondern durch Verbesserung der Maschinen uitö des Herstellungsverfahrens erreicht werden. Herab- Unriderunq der Löhne hat stets einen wirtschaftlichen Rück- bhritt zur Folge. Ein Beweis hierfür ist Rußland, wo die Löhne 'drei- bis fünffach niedriger sind als in England. Ter gutbezahlte und gebildete Arbeiter produziert nicht blos besser als der schlechtbezahlte und ungebildete, er konsumiert auch mehr und trägt zur Verfeinerung des Verbrauchs bei. Auch in gesundheitlicher und sittlicher i xeLiehung wäre eine dauernde Vertiefung der allgemeinen Volksbildung durch bessere Schuleinrichtungen, Er- lilb'tung von obligatorischen Fortbildungsschulen, unent- Mtichen Lesehallen, Volksvorttägen usw. segensreich. Ter hohe wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands wäre, Hie gesagt, nicht möglich gewesen ohne die rastlose stille arbeit des deutschen Volksschullehrers. Die frühzeitige Durchführung der allgemeinen Volksbildung hat m allen kch'icyten die Befähigung zu verbesserten Arbeitsleistungen »Meiaert und der deutschen Industrie geholfen, ihre Welt- Muna zu erobern. Auch der „innere Markt" ist durch die allgemeine Volksbildung und die daraus entstehenden whuren Ansprüche an das Leben und seine Genüsse erwei- tert So arbeiten Volksschule und Volkswohl einander m bie 'Hände; die geistige Fortbildung fördert die wirt- bl>a ftlick>e Entwickelung, und der wirtschaftliche Hochstand Umiöglicht eine weitere Pflege der geistigen Fortbildung. kaÄ jetzt nachdem die allgemeine Volksbildung in allen Schichten festgewurzelt ist, noch zu thun bleibt, das ist «namentlich die Fürsorge für weitere Fachbildung, die dem einzelnen Arbeiter die allergrößten Dienste leistet, und daneben die Ausdehnung der geistigen Anregungen und die Zuführung geistiger Genüsse durch Volkslesehallen und dergleichen. Die Volksbildung ist ein hohes Gut, dessen Pflege für das wirtschaftliche Gedeihen eines großen Kulturvolkes von ganz besonderer Bedeutung ist. Daß Deutschland sich zu seiner heutigen hohen Stellung unter den Völkern emporgerungen hat, verdankt es dem Umstande, daß es die Volksbildung, das Volksheer und das Volkswohl am kräftigsten gefördert hat; mit der Einführung der allgemeinen Volksschule, der allgemeinen Dienstpflicht und der allgemeinen sozialen Fürsorge hat es sich seinen Platz unter den Völkern erobert, und es wird ihn behaupten, so lange es diesen drei Grundfaktoren dieselbe Aufmerksamkeit und Pflege widmet wie bisher. Politische Tagesschau. In der Münchener Reichsratskammer hat Prinz Ludwig von Bayern am 13. d. M. wieder eine bedeutsame Rede gehalten. Er sprach bei der Beratung des Etats des Donau-Main-Kanals in längerer Ausführung über die bayerischen Kanalprojekte. Dabei begrüßte der Prinz den Fortschritt der Mainkanalisation und sprach seine Freude darüber aus, daß ein Staats- vertrag mit Preußen und Hessen in Bälde bevorstehe. Wie der größte Teil Mirddentschlands einen Zugang zur See habe, wie Mittel-Deutschland durch Ströme umb Kanäle geeignete Schiffahrtstraßen besitze, so wünsche man für Bayern gleiche Vorteile durch die Verbindung von Rhein und Donau. Prinz Ludwig wies« sodann den Vorwurf zurück, daß er partikula- ristische Interessen verfolge. Wenn er par- tikularistischen Interessen huldigen würde, würde er sich damit begnügen, daß der Main bis Aschaffenburg kanalisiert werde. Denn dann wäre auf bayerischem Boden ein Umschlagplatz für bayerische Schiffe zum Seeverkehr. Er wünsche aber, daß der Verkehr durch ganz Bayerin hindurchgehe und daß ganz Bayern dem Verkehr auf dem Großschiffahrtswege zugeführt werde. Werde der Großschiffahrtsweg Aschaffenburg-Passau gebaut, so würden, nicht nur bayerische Schiffe, sondern die Schiffe des ganzen! deutschen Reiches diese Wasserstraße beleben. Er wünsche also, daß Bayern in den Weltverkehr hineingezogen werde. — Nachdem der Etat des Donau-Main-Kanals erledigt; war, erklärte bei der Beratung des Eisenbahnetats Ministerpräsident Freiherr v. Crailsheim, daß Bayern ebensowenig wie Preußen an eine Eisenbahngemeinschaft denke. Die Schaffung eines! Reichs-Eisenbahngesetzes unter Einschluß der bayerischen Bahnen würde eine Durchbrechung des bayerischen Reservatrechtes bedeuten. Dieses aber wolle, könne und werde Bayern nicht aufgeben, und auch für die Pfalz würde sich eine Unterordnung unter ein Reichs-Eisebahnsystem nicht empfehlen. Am 2. Juni hat der Nationalist General a. D. Lambert im französischen Senat folgende Geschichte erzählt: „In Ems, in Deutschland, wohin mir mein Arzt zu gehen unglücklicherweise empfohlen hatte — glauben Sie mir, es war für mich keine Vergnügungsreise — habe ich während des Prozesses von Rennes folgende Depesche in fetten Buchstaben — zur großen Freude der Deutschen — gesehen: „General Roget, General de Pellieux, General Gonse, General Mercier, General de BoiSdeffre und der ganze Generalstab in Stücken. Labori hat keine Spur davon übrig gelassen." Diese Depesche war gezeichnet Joseph. Und als ich fragte, wer dieser Joseph sei, antwortete man mir, daß es der große, der wahre Joseph sei, und man nannte mir einen Namen, den ich hier auf der Tribüne nicht wiederholen will. Die „Köln. Ztg." hat infolgedessen bei dem Buchhändler L. I. Kirchberger, dem einzigen, der während des Dreyfus-Prozesses in Ems Telegramme anschlagen ließ, Erkundigungen eingezogen, und folgendes erfahren. Herr Kirchberger erklärt: 1. Ein Telegramm des Inhalts, wie es der General Lambert als das bei mir angeschlagene gesehen haben will, habe ich nie erhalten. 2. Habe ich nie ein Telegramm von Joseph Reinach erhalten, dm ich nicht kenne. 3. General Lambett hat mich nicht nach dem Absender deS Telegramm» gefragt, obwohl er Gelegmhett dazu gehabt hätte, weil er sich dadurch bet mir einzusühren suchte, daß er Grüße einer mir befreundeten Persönlichkeit überbrachte, die in Frankreich mit Recht sehr angesehen ist. 4. Die Unterschrift Joseph findet folgmde harmlos« Erklärung: Um dm Ursprung meiner Telegramme zu kontrollterm und die Absmder nicht der lächerlichm Spionen- riecherei auszusetzen, waren die Telegramme im Einklang mit dm Wochentagm der Absmdung mit Vornamen, Peter, Paul Ernst, Joseph EmU u. s. w., versehen. Wenn an dem betreffenden Tage daS Telegramm anstatt mit Joseph Emest unterzeichnet gewesen wäre, so hätte Lambert ebenso gut Ernest Loubet, wie jetzt Joseph Reinach der schreckllchm That zeihen können. Schwurgericht. Gießen, 15. Juni. Die gestrige Verhandlung richtete sich gegen den Holzhauer Konrad Wöll von Brauerschwend wegen Brandstiftung. Als Geschworene wurden auSgelost: 1. Georg Möbs, Landwirt in Gettenau, 2. Jakob Görlach IV., Landwirt in Eberstadt, 3. Konrad Jakob Rupp, Privatier in Dortelweil, 4. Jakob Reidel, Drechsler in Wieseck, 5. Karl Junker, Baumeister in Ortenberg, 6. Philipp Frey, Kaufmann in Lang-GünS, 7. Philipp Winter L, Landwirt in Büdesheim, 8. Heinrich Winter I., Landwirt in Büdesheim, 9. Konrad Brücke! II., Landwirt in Pohl-Göns, 10. Heinrich Riehm II., Landwirt in Lollar, 11. Eduard Lutz, Landwirt in Elpenrod, 12. Philipp Menzel, Landwirt in Groß-Karben. Die Anklage wird vom Oberstaatsanwalt Günge- rich vertreten. Als Verteidiger fungiert Rechtsanwalt Weidig. Der 44 Jahre alte Angeklagte macht vollständig den Eindruck deS Gewohnheitstrinkers; er gesteht zu, er habe das Feuer, um daS es sich bei der Verhandlung drehte, angelegt. Ein Motiv zur That will er nicht gehabt, sondern in der Trunkenheit dieselbe verübt haben. Wöll ist seit 20 Jahren verheiratet gewesen und Vater von 6 Kindern, ist viermal, darunter einmal wegen Vergehen gegen die Sittlichkeit mit 1 Jahr Gefängnis, vorbestraft. Der Angeklagte gesteht zu, daß er sich in den nächsten Tagen vor der Strafkammer in Gießen wegen Blutschande, begangen mit seiner leiblichen Tochter, zu verantworten habe. Doch behauptet er, dieserhalb unschuldig zu sein. Die Ehefrau des Angeklagten hat sich vor Ostern erhängt; den Grund, weshalb diese Selbstmord verübt, will Wöll nicht kennen, gesteht aber zu, daß die Leute im Ort erzählen, seine Frau habe sich das Leben'genommen, weil sie das uneheliche Kind ihrer ältesten Tochter, von dem sie gewußt hat, daß ihr eigener Mann der Vater gewesen, getötet hat. Doch erklärt Wöll auch dies als bloßes Gerede, woran kein Wort wahr sei. Die Anklage legte ihm nun zur Last, daß er am 19. April d. I. zu Brauerschwend das Wohnhaus des Beigeordneten Reibling, in dem er eine kleine Wohnung inne hatte, vorsätzlich in Brand gesetzt habe. Durch die Beweisaufnahme wird festgestellt, daß Wöll bereits seit 20 Jahren, weil er ein Trinker und Verschwender ist, unter Kuratel gestellt steht. Den Wirten in seinem Heimatsdorf ist die Verabreichung von geistigen Getränken an den Entmündigten verboten. Der Angeklagte hatte in Alsfeld eine ihm zuerkannte Haftstrafe zu verbüßen, und wollte diese, wie durch Zeugen bekundet wird, am 19. April, am Tage seiner That antreten. Wöll hatte schon immer gedroht, seinem Vormund das Haus über dem Kopfe anzuzünden, ebenso den andern Mitbewohnern des Reibling'schen Hauses eins aufzuspielen. Es ist erwiesen, daß der Angeklagte, bevor er die That beging, einiges Weißzeug sowie alles nur einigermaßen wertvolle seiner Habe zu seinem Nachbar Zinn getragen hat. Er versuchte sogar die im Keller lagernden Kartoffeln zu Geld zu machen. Den Geschworenen wurde die Frage vorgelegt, ob der Angeklagte am 19. April d. I. das Reibling'sche Wohnhaus zu Brauerschwend vorsätzlich in Brand gesetzt hat. Auf Antrag des Verteidigers wurde noch für den Fall der Verneinung dieser Hauptfrage die Nebenftage gestellt, ob der Angeklagte bei dieser Inbrandsetzung fahrlässig gehandelt habe. Der Staatsanwalt erklärte, der Fall liege so einfach und klar auf der Hand, daß er viele Worte darüber nicht verlieren wolle. Der Angeklagte hat gewußt, daß, wenn er sein mit einem Strohsack versehenes Bett anstecke, das ganze Haus in Gefahr stehe, niederzubrenuev. Aus der Beweisaufnahme gehe auch klar hervor, daß es die Absicht des Wöll gewesen sei, die Mitbewohner des Hauses, besonders den Leineweber Hammel, der den Kartoffelkauf abgelehnt hatte, obdachlos zu machen. Er sei überzeugt, daß die Geschworenen die gestellte Hauptfrage bejahen würden. Der Verteidiger erklärte, er habe die Pflicht, im Sinne seines Klienten deffen Sache zu vertreten. Würden die Geschworenen deffen Angabe, daß er nur die Absicht gehabt hat, sein Bett zu verbrennen, glauben, so müßten sie die Hauptfrage verneinen und die zweite Frage, daß Wöll fahrlässig das Reibling'sche Wohnhaus in Brand gesetzt, bejahen. Nach erfolgter Rechtsbelehrung durch den Vorsitzenden und nachdem sich die Geschworenen kaum zehn Minuten zur Beratung zurückgezogen hatten, verkündete deren Obmann, Baumeister Junker-Ortenberg, den Wahr spruch auf schuldig der vorsätzlichen Brandstiftung. Der Vertreter der Staatsbehörde beantragte, auf 5 Jahre Zuchthaus und Ehrverlust auf die Dauer von 10 Jahren zu erkennen. Der Angeklagte sei ein roher, gemeingefährlicher Geselle, den man nicht lange genug hinter Schloß und Riegel bringen könne. Zwar sei der entstandene Schaden nicht erheblich; aber es sei nicht dessen Verdienst, daß die Feuerlöschung so schnell vor sich gegangen sei. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zu vier Jahren Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren, die Höhe des Strafmaßes damit begründend, daß der Angeklagte vielfach vorbestraft sei und durch seine gemeingefährliche That sehr leicht hätten Menschenleben gefährdet werden können, und weil er ohne einen jeglichen Grund, sondern lediglich aus Rache gehandelt habe. Sitzung -er Stadtverordneten am 14. Juni 1900. Anwesend Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Grüneberg und Wolff, vonseiten der Stadtverordneten die Herren Brück, EmmeliuS, Euler, Faber, Flett, Dr. Gaffky, Dr. Guts! eis ch, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Huhn, Jughardt, Kirch, Krumm, Leib, Löber, LooS, Orbig, Petri, Scheel, Schiele, Schmall und Wallenfels. Nach Eröffnung der Sitzung wurde die alljährlich stattfindende Auslosung der mit dem 1. Oktober d. I. zur Rückzahlung kommenden städtischen Schuldverschreib- ungen vorgenommen. Der hierauf vorgetragene Voranschlag des Realgymnasiums und der Realschule für 1901/02 gleicht sich sich aus in Einnahme und Ausgabe mit 112,970 Mk. Die Haupteinnahmen setzen sich zusammen aus 45,855 Mk. Schulgeld, 36,924 Mk. Zuschuß aus der Stadtkasse und 29,966 Mk. aus der Staatskasse. Unter den Ausgaben erscheinen persönliche (Gehälter rc.) mit 105,120 Mk., sachliche mit 7150 Mark. Zum Kaufvertrag mit Gg. Appel H über Weggelände in den GüntherSgräben wird Genehmigung erteilt. Der Gießener Ziegenzuchtverein hat sich unter Hinweis auf seine geringen Mittel und die gestiegenen notwendigen Aufwendungen um Erhöhung der ihm bisher gewährten Subvention (25 Mk. pro Bock) an die Stadt- verordneten-Versammlung gewendet. Die Versammlung beschließt, dem Vereine mit Rückwirkung vom 1. April v. I. ab eine jährliche Zuwendung von Mk. 125, ohne Rücksicht auf die Zahl der Ziegenböcke, zu gewähren. Der Präsident des hessischen Landwirtschaftsrates hat. sich mit einer Eingabe an die Stadtverordneten-Versammlung gewendet, in welcher dargelegt wird, daß es ohne Zuwendungen von anderer Seite nicht möglich sein werde, die im September in Darmstadt stattfindende landwirtschaftliche Ausstellung finanziell günstig zum Abschluß zu bringen. Das Gesuch geht dahin, die Stadt Gießen wolle einen baaren Zuschuß leisten und gleichzeitig bestimmen, ob derselbe ganz oder teilweise zur Beschaffung von Ehrenpreisen verwendet werden solle. Auf Antrag der landwirtschaftlichen Kommission werden 100 Mk. bewilligt, welche zur Prämiirung von Kühen und Kalbinnen Vogelsberger Rasse, die im Besitze von Züchtern (nicht Zuchthöfen) sind, verwendet werden sollen. Herr Ludwig Weber hat um die Erlaubnis nachgesucht, während der Sommermonate Sonntags am Aus- sichtSturm an der Hochwarte Wirtschaft betreiben zu dürfen. Die Oberförsterei hat das Gesuch nicht beanstandet, sofern der Gesuchsteller für etwaigen Schaden aufkommt und für Reinigung des Platzes sorgt, ferner sich verpflichtet, Schankbier und gewöhnlichen Branntwein nicht zu verzapfen. Die landwirtschaftliche Kommission hat sich gegen das Ge- such ausgesprochen, und beantragt, das Gesuch wegen der zu erwartenden Unzuträglichkeiten abzulehnen. Wenn auch nicht die Annehmlichkeit einer durch Gewährung des Gesuchs ermöglichten Erfrischung an bezeichneter Stelle zu verkennen sei, so stehe andererseits zu befürchten, daß der allgemeine Genuß an der Schönheit des Waldes für die Spaziergänger gestört werde. Die Versammlung beschloß Ablehnung des Gesuchs. — Eine Anftage des Herrn Brück, ob nicht für die baldige Wiederherstellung des Wasserlaufs am Lumpen- mannSbrunnen etwas geschehen könne, beantwortet Herr Oberbürgermeister Gnauth dahin, daß dies bereits geschehen sei. Die Unterhaltung des Brunnens liege, wie er der irrtümlichen, in einem „Eingesandt- des „Gießener Anzeigers" kürzlich zum Ausdruck gekommenen Auffassung — als ob die Stadt für die Instandhaltung des Brunnens sorgen müffe —, gegenüber bemerken wolle, dem Kreise ob. Die Wiederherstellung habe sich nur etwas verzögert; man hoffe, daß nach der Fertigstellung der Brunnen ergiebiger werde. Herr Kirch bringt das Beschmutzen und Beschreiben der Häuser durch größere Kinder zur Sprache; er fragt an, ob die Bürgermeisterei die Polizei nicht zum Erlaß einer entsprechenden Bekanntmachung und Androhung von Strafen veranlassen könne, und ob nicht auch der Schulvorstand gegen den Unfug, der ein schlechtes Licht auf unsere Schuljugend werfe, einschreiten könne. — Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt, daß von Zeit zu Zeit in den Schulen auf diese Ungehörigkeit hingewiesen werde; er wolle die Polizei benachrichtigen. Herr Jughardt macht auf den ungenügenden Wafferumlaus in den Seitenbecken des Kriegerdenkmals aufmerksam. — Herr Schmall verlangt vermehrten Schutz der Pflanzungen in den öffentlichen Anlagen und Privatvorgärten und strenges Vorgehen gegen diejenigen, welche Zweige und Blätter von Sträucher» abreißen, um sie im nächsten Augenblicke wegzuwersen. — Herr Krumm verlangt entschiedenes Einschreiten gegen diejenigen schlecht erzogenen Personen, welche durch Beisammen stehen auf deu mitunter recht schmalen Trottoirs den Passanten den Weg versperren. — Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, daß schon vor etwa zwei Monaten das Polizeiamt den Entwurf einer diesbezüglichen Verordnung vorgelegt habe. Der Entwurf habe bereits die Baudeputation passiert und liege zurzeit der juristischen Kommission vor; die nächste Sitzung werde sich damit beschäftigen. Die vorliegenden Gesuche um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb wurden, da cs sich ausnahmslos um Uebergang bestehender Wirtschaftsbetriebe auf andere Inhaber handelt, durch Bejahung der Bedürfnisfrage befürwortet. ES handelt sich um das Gesuch der Johann Klein Witwe im Hause Asterweg 12, desgl. des Johannes Marker im Hause Goethestraße 52, deSgl. des Zacharias Oppen Heimer im Hause Bahnhofstraße 15, desgl. des Wilhelm Wiedmann im Hause Frankfurterstraße 83 (Reiseonkel) und des Paul Dietmann im Hause Sonnenstraße 8 (Kaiserhof). Aus Stadt und Land. F. Friedberg, 14. Juni. Das Lehrerkollegium des hiesigen Gymnasiums hat den Beschluß gefaßt, unter sämtlichen akademisch gebildeten Lehrern und deren Familien der ganzen Provinz eine engere freundschaftliche Verbindung dadurch zu bewerkstelligen, daß gemeinschaftliche Zusammenkünfte abgehalten werden. Bei diesen Zusammenkünften sollen musikalische, deklamatorische, oratorische und theatralische Aufführungen, selbstverständlich von den Mitgliedern der Vereinigung, gegeben werden. Einleitende Schritte sind bereits unternommen worden. Um Irrtum zu vermeiden, sei hier bemerkt: nicht nur die akademisch gebildeten Lehrer an den höheren Bildungsanstalten, den Gymnasien, Realschulen u. s. w., sondern auch an deu höheren Bürgerschulen sind als Mitglieder vorgesehen. Die Zusammenkünfte sollen nach und nach an den besonders geeigneten Plätzen der Provinz stattfinden. Vilbel, 14. Juni. Große Sensation erregt bei der gesamten Einwohnerschaft ein Vorfall, der seit Montag der vorigen Woche spielt. Ein hiesiger Maurer war nach einem Streite mit seiner Frau ins Wirtshaus gegangen. Die sehr jähzornige Frau suchte nun nach seiner Entfernung ihre vier Kinder zu vergiften, indem sie ihnen Schwefelsäure in den Mund träufelte. Bei dem jüngsten, noch nicht ein Jahr alten Kinde wurde die unnatürliche Mutter in ihrem Vorhaben gestört. Anscheinend reichte die Menge des Trunkes nicht, die Kinder mögen sich auch gesträubt haben, kurzum die beiden älteren Kinder von drei und sechs Jahren kamen ohne schwere Nachteile wie auch die Mutter selbst davon; dagegen wurde das zweitjüngste Kind, das etwa zwei Jahre alt ist, stark im Munde ver- brannt, in das Krankenhaus befördert. Die Frau ist verhaftet worden. § Grebenhain, 13. Juni. Gestern abend fand hier beim Gastwirt Strauch Generalversammlung des Krieg er- v er eins statt. An dem Fahnenweihfest in Engelrod am Sonntag, wird man sich nicht beteiligen. Es wurde sodann beschlossen, die Fahnenweihe und den Bezirkstag des Bezirksbundes Herbstein am 24. Juni zu Altenschlirf zu besuchen. Darauf fand eine Neuwahl für den von hier scheidenden Präsidenten des hiesigen KriegervereinS, Oberförster Weber, der nach Seligenstadt versetzt wurde, statt. Gewählt wurde Postverwalter Breitwieser von hier, seither ein eifriger Förderer des Vereins. Die übrigen Stimmen erhielt Dr. Bruchhäuser. (!) Herchenhaiu, 14. Juni. Dem Vernehmen nach hat der Bürgermeister und LavdtagSabgeordnete Weidner hier gestern sein ganzes Besitztum, bestehend in Haus und Hof- raite, auch noch zwei von ihm früher erkauften älteren Häusern, nebst dem noch vorhandenen Grundbesitz an das Großherzogliche Haus, Familieneigentum, für 32,000 Mk. verkauft. Als stellvertretender Käufer fungierte Oberförster Weber von Grebenhain. Darmstadt, 14. Juni. Dieser Tage ist, wie bereits mitgeteilt, der Privatdozent Fritz Pütz er in Aachen zum außerordentlichen Profeffor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt ernannt worden. Diese Ernennung des noch nicht 30 Jahre zählenden Künstlers kommt der deutschen Architektenschaft nicht überraschend. Hat er es doch verstanden, sich durch eine Anzahl hervorragender Konkurrenz- arbeiten einen bekannten Namen zu machen. Sein Sieg bei der Konkurrenz für ein Verwaltungsgebäude in Aachen, bei der das Preisgericht sich für verpflichtet hielt, iu Anbetracht der ganz hervorragenden Leistung den ersten Preis von 5000 Mk. auf 6000 Mk. zu erhöhen, steht noch in guter Erinnerung. Und im Anfang dieses Monats fiel bei dem Wettbewerb für die Bebauung der Umgebung des Schloffes in Mainz der erste Preis von 3000 Mk. wiederum Pötzer zu. Durch seinen Baler, den ehemaligen Direktor der Oberrealschule in Aachen, wurden die zeichnerischen Anlagen des jungen Pützer ftühzeitig entwickelt. In einer mehrjährigen Lehrthätigkeit an der Schule seines Vaters entwickelte er sich rüstig weiter. bm. Mainz, 14. Juni. Von dem schönsten Wetter begünstigt, hatte sich die heutige Fronleichnamsprozession eines außerordentlichen Zuspruchs zu erfteuen. Das Sanktissimum trug zum erstenmal der neuerwählte Bischof Dr. Brück. Zunächst dem „Himmel" gingen die katholischen Notabeln, Land- und Reichslagsabgeordnete, Stadtverordnete, Spitzen der Behörden, höhere Justizbeamte, vereinzelte Offiziere, Mitglieder des Lehrkollegiums u. s. w. Wie immer waren aus der Umgegend und insbesondere aus den protestantischen Nachbarstädten Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt, Mannheim, Worms zahlreiche Fremde zur Besichtigung des kirchlichen Umzuges hierher gekommen, die von dem ftühesten Morgen an der Stadt ein sehr belebtes Bild gaben. Der gesamte Umzug nahm etwa drei Stunden in Anspruch. Oerichtssaat. m y? «ensationsprozetz iu Brüssel. Bekanntlich ist der Prüfident der Transvaal-Republik, Krüger, vielfach beschuldigt fet Bestechungen zugänglich gewesen. Diese Woche hat man m Brüssel vor der Korrektwnellkammer des Gerichtes erster Jnstan» den Bewers der Wahrheit für die Bestechlichkeit Krügers und sämtlich!r an der Spitze der Transvaalregierung gestandenen Persönlichkeiten »u er" brmgen versucht, und das aus Anlaß eines Gründerprozeffes der infolge Antrages der Transvaalregierung in Brüssel gegen die Compagnie du Chemie de Fer du Nord de la Röpublique Südafrikaine weaen zwanzigfacher Buch- und Bilanzfälschungen, sowie wegen Betruges von« Staatsanwalt eingeleitet worden ist. Angeklagt waren die in Daris domizilierten Bankiers Freiherren Eugen und Robert v. Oppenheim der Lütticher Bankier Terwagne, der Lütticher Industrielle Braconnier,' der Brüsseler Rechtsawalt Warnaut und dessen Bruder Louis Warnaut der Unternehmer für die Firma Oppenheim war. Diese hatte die Romeffion jum Bau der 196 engt. Meilen langen Linie von Koomati-Poort nacb den Goldminen von Selatt im Jahre 1892 unter der Bedingung er- halten, daß die Baukosten nicht die Summe von 9600 Pfd. Stettin» pro Meile übersteigen dürften, und war zum Zweck der Beschaffung der Geldmittel ermächtigt worden, unter Zinsgarantie der Transvaal, Regierung die Bau erforderlichen Summen durch Begebung von Aktien und Obligationen bis zum Belauf der wirklichen Baukosten sich zu be, schaffen. Die Firma Oppenheim kontrahierte wegen des Baues mit einer Londoner Firma zum Preis von 7200 Pfd. Sterling pro Meile und strich nun die Differenz ein, nachdem fie statt auf Grund der wirk, lrchen Baukosten, auf Grund der von der Transvaalregierüna ad Maximum limitierten 9600 Pfd. Sterling pro Meile ihr Lktten- kapital gebildet und Schuldverschreibungen ausgegeben hatte Dieser Gewinn betrug genau 10 Mill. Frks. Um gegenüber der Transvaalregierung um drn Mitgründern diese Thatsache zu verschleiern wurden nun eine Anzahl Buchschiebungen vorgenommen und außerdem eme Personalschiebung in der Weise, daß die Pariser Firma ganz zurüä- ttat und als einzige faßbare Person nur noch der Ingenieur Louis Warnaut figurierte. Da die Transvaalregierung in all diesen Umständen die Thatsachen des Betruges und der Fälschungen erblickte, ließ sie durch Dr. LepdS in Brüssel, wo der Sitz der Gesellschaft sich befindet, die Klage betreiben. Die Angeklagten hatten fich den Beistand von ersten Rechtsanwälten gesichert. Außerdem hatten sie fich mit RechtS- gutachten von Waldeck-Rousseau und dem Bütonnier des Pariser BarreauS ausgerüstet, um nachzuweisen, daß sie berechtigt gewesen, ihren Aktten, und Obligationen-Begebungen den Maximalsatz von 9600 Pfd. Sterl. -u gründe zu lege» und daß die Bücherschiebungen regelrechte Buchungen und wirkliche Transaktionen darstellten. Die Firma Oppenheim bestritt, daß sie überhaupt soviel verdient habe; eS seien ihr außer 750,000 Frki. Nettogewinn nur für etwa anderthalb Million Aktien geblieben. Der ganze Rest sei zur Bestechung verwendet worden und in die Taschen des Präsidenten Krüger, der Frau Krüger, ihres Schwiegersohnes Eloff, des Generals Smit, des Generals Joubert und der Mitglieder der Regierung und des Bolksraad gewandert. Diese Behauptung erboten sich die Angeklagte» unter Beweis zu stellen. Während alle bekannteren Namen aus Pretoria und Johannesburg auf diese Weise in den Prozeß gezerrt wurden, blieb der des Dr. Leyds unberührt. Der erste Prozeßtag brachte schon gleich interessante Dinge mit sich- Sofort zu Beginn der Verhandlungen stellten die Verteidiger den Antrag auf Vertagung, damit es ihnen ermöglicht werde, Zeugen aus der Transvaalrepublick zitieren zu lassen; die Reisekosten für dieselbe» seien die Angeklagten bereit, beim Gerichte zu hinterlegen. Der Staatsanwalt Demeur erhob jedoch Einspruch gegen diesen Antrag. Bara erwiderte, die Angeklagten hätten nicht angenommen, daß die Brüsseler Staatsanwaltschaft der ttansvaalischen Klage Folge gegeben hätte; jene Zeugen seien unentbehrlich, weil durch fie der Nachweis geführt werden solle, daß die Transvaalregierung, vom Präsidenten und seiner Umgebung angefangen bis zum letzten Mitgliede des Volks- raads, Bestechungen aller Art, in barem Gelbe, Aktien, Gemälden, Kleinodien, Uhren, Equipagen, angenommen hätten; diese Bestechungen stellten aber die Summe dar, welche nach der Anklage widerrechtlich in die Taschen der Angeklagten Oppenheim geflossen sein sollte. Das Gericht verwarf den Vertagungsantrag. Hierauf meldeten die Anwälte Bara und Graux sofort Berufung an mit dem Anttage, die Verhandlungen bis nach Erledigung dieser Berufung an den Appellhof zu unterbrechen. Aber auch hier stellte sich das Gericht auf den Standpunkt des widersprechenden öffentlichen Ministeriums; es beschloß, Kenntnis von der Berufung zu nehmen, aber die Verhandlungen fortzusetzen. Es begann sofort das Zeugenverhör. Als erster Zeuge wurde Dr. Leyds aufgerufen. Das Erscheinen des erst 41 jährigen eleganten Diplomaten, von dem seit acht Monaten in ganz Europa so viel die Rede ist, rief eine lebhafte Bewegung im dichtgefüllten Gerichtssaale hervor Durch Zwtschenfragen der Verteidiger ließ er sich nicht aus der Richtung sstner Angaben und Folgerungen herauSdrängen, wie verfänglich sie die Fragen auch stellen mochten. Daß vielfache Geschenke von Seiten der Unternehmergesillschast nach Pretoria gelangt seien, davon Hst auch L:ydS reden gehört; er weiß, daß dem VolkSraad für dessen Sitzungssaal KrügerS Oelbtld geschenkt wurde; ebenso ist ihm bekannt, daß den Mitgliedern deS Vocksraads Equipagen gc-' schenkt worden sind, aber er erklärt zugleich, diese „Großmut" Here in Pretoria und vorab unter den Beschenkten selbst allgemeine Hetttr- kett erregt. Ferner ist ihm bekannt geworden, daß sein erster LegationSsekretär, van Bosschoten, einen erheblichen Betrag Aktien erhalten Hai; jedoch ist ihm dafür eine Begründung mttgetetlt worden, welche keinerlei Bezug auf die GründungSgeschtchte der Bahn hat. So oft man ihm in Europa von der Bestechung?angelegenhett ce- fprochen, hat er seine Zweifel geäußert und Beweise verlangt. Jn- mitten der Aussagen beS Dr. Leyds gaben die Anwälte der Bcr- teidigung die Erklärung ab, daß Dr. LeydS persönlich mit den Bestechungen keinerlei Berührung gehabt habe, daß dessen Ehrenhaftigkeit und Unbestechlichkeit im Gegenteil über allem Verdachte erhaben sei. An Bemühungen, ihn zu kaufen, scheint eS nach dem Tone dieser Erklärungen nicht gefehlt zu haben. Der zweite VerhandlungStaz war nach einer kurzen Morgensitzung beendet, während deren LrybS seine Aussagen fortsetzte und seiner Ueberzeugung von dem betrügerischen Verhalten und den stattgefundenen Fälschungen Ausdruck gab. Diese Angaben wurden dann bestätigt von dem folgenden Zeugen, der die Bücher der Gesellschaft revidiert hatte. Hieraus stellten die Anwälte der Verteidigung einen neuen Bertagungsantrag, um Gegenbeweise 6er» beizuschafftn. DaS Gericht entschied gegen die Vertagung. Der Angeklagte Oppenheim erklärt, an Krüger ein Geschenk von 100,000 Francs gemacht zu haben. Kunst und Wissenschaft. Geh. «egierrrngSral Prof. Dr. «verdarb Schrader, der ausgezeichnete Affyrtologe, beging am 14. d. M. daS 25jährige Jubiläum als Ordinarius an der Universität Berlin. Geboren;u Braunschweig 1836, studierte er in Göttingen. Den ersten Erfolg brachte ihm eine Preisarbeit über da» W-fen der äthiopischen Sprache. Schon mit 27 Jahren erlangte er in Zürich eine ordentliche Professur für Theologie. In gleicher Eigenschaft wirkte er später In Gießen und Jena, bis er endlich am 14. Juni 1875 als Ordinarius für orientalische Sprachen nach Berlin öerufen wurde. ScU jener Zeit gehört er auch der Akademie der Wissenschaften an. Geheimrat Schrader trat literarisch zuerst mehr als Btbelkrltiker hervor, und ward erst später der für Deutschland bahnbrechende Erforscher der assyrischen Sprache und Kultur. Leider hat ihn vor Jahren em Srlaganfoll betroffen, deffen Folgen nicht völlig überwunden find. Der Gelehrte ist an den Rollstuhl gefesselt, vermag aber dank der Bewegungsfreiheit der Hände wiffenschaftltch wetterzuarbeiten, und in feiner Wohnung übt er auch eine beschränkte Lehrthätigkeit auS. WO LA-»' sSS Ä*’ *S?\ fSS »ftS >:.rH ?'"«°ur°st«Z mkLJ« 8Wt eS^iUött^ C*y unb £ N«8inna 8Z fi?3"*« '«R m qh u.. ^Ngen erbJ-4-. ‘ jS'Wk- " W ben Bchv: Ekn sie sich M $„ J Snvesen, ch,n ft v°N 9600 P j. 3« rtgelrt^e^E Wa Oppenheim ich m 'hr aabtt 750,000?- on Kütn geblieben. ; et worden und im J Trau «rüger, ih i Smit, bei Sm-- 9 und bei LMu; Nefiagtei unter ur Pretoria unb Z«j^ t wurden, blieb da lfl mtmßÄektzeM stritten die bglitfl rck ^en lui t N#n für Mr» DckM. ttxStwll biefa Intxag. 8met> tta, daß die VWn Zeige gegeben bitte; j» Sa^otü geWrt »ntr residenten unbfeinet Vitjliebe bei Sollt r Selbe, Ittien, 0t ifljeffommen^tten; oelche nach der Inflage ipeif)tim gM» \tin xe^. j an M btm bnttui fttxu\ung m den Ippt! stch dar Stricht aus k Misterimi; ei beAs r die Ptthmdlungn kc :. W ersttr Zeuge «!- s erst LX'Ma mz Europa io »ul dir fr' Wen SMuK K -t -i M#«"1 i e««®**» $16 WM*? 14 »*M Ä.» 8,Haiti e**- SuiKtuM Gl*1/ u bidt IUI leoorl’CTi yj®«. S*i SSÄ nb8tB,5{DAf SW??! !!.SU «2s em betrügt^ s* •* K m <01^ I l°S' Sm ** __ BKer 4165 Niederlagen bei: 494 210,38 Jt 29,60 // 272,— H. Zimmer Kreuz, Ecke der Mäueburg. Kreuz, Ecke der Mäusburg. Schmitt. 4220 Sofortige Erledigung in eigener Werkstätte. 4089 4212 Stahl. Jubiläums^ C5 Meyer 4208 jj^GESCHENKEl (Nur in Flaschen.) 6761 Vertreter für Giessen und Umgebung: C. Both II Glessen. 4213 Schmidt. Otto Schaaf, Glessen. 702 die ein- Mnrerarbeiten Chrufsier« und Pflaster- arbeiten Licherung von Lement« röhren vormittags IO Uhr an unterzeichnete Behörde zusenden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Mainz, den 6. Juni 1900. Großh. Wasirrbauamt Mainz. 5 w Juwelen, Gold- und Silberwaren. Reparaturen, Umarbeitungen, Neuanfertigungen, Vergolden, Versilbern. Wegbau« veraccordierung. Dienstag, 1». Juni L Js., sachmittags 8 Uhr, werden in unterfertigter Oberförsterei nach- fchende Arbeiten öffentlich an den Vmigstnehmenden versteigert: Liefern von ca. 645 cbm Steinen in 13 Losen, Chauffieren von ca. 500 lfd. m Wegen in IO Losen, panieren von ca. 1440 lfd. m Legen in 12 Losen. Die Zusammenkunft findet bei dem klauhofs-Weiher statt. Nähere Auskunft erteilt Großh. pcßiwart Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 14. Juni 1900. Kroßh. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. Ohr. Bieker. Ad. Geisse. W. Kilbinger, Löwendrogerie. L. Kohlermann II. Wwe., Neustadt. Peter Leppla. Gebr Michel. Wilh. Montanas. Gebr. Noll. Emil Orbig. C. Both II. Robert Stahl. Gast. Walter. Vergebung von Kauarbetten. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen werden im Wege schrift- lichtm Angebots am Sieustag btm 19. Jnni b. Js., vormittags 8 Uhr, in Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Voranschläge zur Einsicht ofsin liegen, vergeben. 1 Kanalumbau in Lollar. Veranschlagt zu Verdingung. Die Anlieferung von jährlich rd. 300 cbm Wafferbau- fteineu zur Unterhaltung der Ufer- und Alußbauwerke an der Lahn zwischen Gießen und der Landesgrenze bei Heuchelheim soll fSr die Zeit vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 in einem Lose öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind bei Großh. Hochbauamt Gießen in den Dienststunden zur Einsicht offen gelegt und sind Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen bi« längstens Freitag den 29. Juni l. I., Gießen, am 8. Juni 1900. Die Armm-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. zchSkld-Erhelmug. Nächste» Donnerstag, de« ,1. Jnni d. Js., von nach. M tagS » bis S Uhr, findet die Irtzte diesjährige auswärtige Erhebung un Freiherrlich von Rabenau'fchen Pzigeldern statt und zwar in der Mifchaft des Herrn Karl Ranft is Beuern. Äondorf, am 14. Juni 1900. Der Rentmeister. Kriefkaflen der Redaktion. u. Das Jnvaliditäts'LersicherungSgesctz bestimmt, daß Betriebs beamte, Werkmeister und Techniker rc., sonstige Angestellte, deren dienstliche Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet, sofern sie Gehalt be. ziehen, ihr regelmäßiger IahresarbettSverdienst aber 2000 Mk. nicht übersteigt, der Versicherungspflicht unterworfen sind. Die Anleitung des Reichsvcrsicherungsamteü besagt, daß sich die Versicherungs- Pflicht auf die arbeitende Bevölkerung bezieht, die ihre Arbeitskraft in untergeordneter, abhängiger Stellung verwertet Nach einer in dem Bericht der Reichstagskommisfion niedergelegten Erläuterung ist anzunehmen, daß ein Unterschied zwischen Technikern mit und ohne Hochschulbildung oder Privatschulbildung, die eine bestimmte Prüfung — Diplomprüfung rc. — abgelegt haben, und den übrigen nicht zu machen ist. Mit dieser Maßgabe gehören zu den Technikern beispielsweise Zeichner, namentlich Bauzeichner, Architekten in Baubetrieben, Ingenieure, Konstrukteure, Elektriker, Chemiker u s. w. (Berg!, das von Regierungsrat Dr. Dietz, dem Vorsitzenden des Vorstandes der Jnvaltdenversicherungsanfialt in Darmstadt, herausgegebene „Jnvaltden- verstcherungSgesetz vom 18. Juli 1899 mit den für das Großherzogtum Heflen erlaflenen Vorschriften/ Verlag von I. Diemer in Mainz.) Köstliche Gerichte. So manche Hausfrau bereitet mühelos viele köstliche Gerichte von Brown und Polsons Mondamin. Bei geringer Mehrausgabe lassen sich leicht in kurzer Zeit Mondamin-FlammriS, -Puddings, -Milch- und Eierspeisen, -Aufläufe, -Desserts schnell zurichten, Brown u. Polsons Mondamin. mit Milch gekocht, wird der leichten Verdaulichkeit wegen von Aerzten für Kinder und junge Mütter gern empfohlen. Mondamin ist überall käuflich. Brown und Polsons neue Rezepte sind als ein Büchlein bei deutlicher Adresse Berlin C. 2, kostenlos zu haben. Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge der aus der Ebrl-Stiftung für 1900 an c-me Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke find bis zum 30. d. 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Aaris und die Weltausstellung 1900" ist der xttel des in handlichem Taschenformat gehaltenen 172 weiten starken Büchleins, das der bewährten Feder unseres Mrtarberters Paul Lindenberg entstammt und in C. C. Bruns' Verlag in Minden i. W. zum Preise von 1.25 Mk. erschienen ist. Paul Lindenberg ist der Verfasser unserer Weltausstellungs-Berichte, die durch ihre flotte Art vielen gewiß gefallen. In diesem Buche legt er jedoch twch mehr Zeugnis für seine Begabung zu derlei Dingen ab. Was dem Pariser Buche einen besondere,7 Wert verleiht, ist die Frische, von der es durchweht ist, und die Ursprünglichkeit, in der sich das Paris unsrer Tage und seine Weltausstellung vor unserem Auge aufrollt. Da ist keine Trockenheit, kein totes Aneinanderreihen — nein, alles atmet Leben und Wirklichkeit, wir glauben das Milieu Pariser Lebens zu fühlen, und seinen. Pulsschlag zu verspüren. Lindenberg wirft einen Blick in die geschichtliche Vergangenheit der Pariser Sehenswürdigkeiten, der Notre>Dame, der Conciergerie, der Bastille, des Louvre usw. und schildert das bunte, farbenreiche Leben der Boulevards, Straßen, Plätze, Casees usw. Linde'nberg ist ein genauer Kenner der Seinestadt, er hat jahrelang u, rhr gelebt, er kennt ihre Geheimnisse und ihre Schönheiten. Uebersichtlich, klar und inteiressant ist auch der Weltausstellungsteil des Buches, der in scharfen Umgriffen ein Bild des großen Werkes giebt. Wer Paris und seine Ausstellung erschöpfend kennen lernen will, der wähle Salmiak-Terpentin-Seife. Ueberall zu haben per Packet 15 Pfg. Bitte auf Schutzmarke zu achten, da ähnliche Packete mit geringer Qualität zum / x gleichen Preise verkauft werden. schnk- P. H. Schrauth, Neuwied a. Rh. größte Dampffeifenfabrik mit elektrischem Betrieb. Gegründet 1830. Cognac ärztlich empfohlen in allen Preislagen von Mk. 1,80 an pro Flasche. Niederlage bei 348 Aug. 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Juli 2.350 P. ,5l Kotierungez: Kreditaktion 221.30-00-00, Diskonto Komman- d!t 182.10-181.90-182.10-182, Staatsbahn 142.80, Gotthard 139.50, Lombarden 27.90-80-00, Ungar. Goldrente 96.85, Italiener 94 60, Bproz. Mexikaner 24.90, Oesterr. Coupons 84. Amerik. Coupons 4.174/4, Privat-Diakont 5,/j ’/o. IV4-28/4 Uhr: Kreditaktien 221.40-50-00, Diskonto-Kom- mandit 181.10-00-00, Staatsbahn 142.80-00, Lombarden 00.00, Portugiesen 00.00, Bochumer 228.20-50. Märkte. B. Echzell, 15 Juni. Unser Schwetnemzrkt brachte weichende Pretfe, alle Sortimente galten 4 bis 5 Mk. weniger als za Anfang Mai. Die Ursache liegt zum Teil auch darin, daß in letzter Zeit viel auf den Nachbarmarkten gekauft wurde. — Dagegen haben die Heugrag-Perfteigerungen, wrl»e gestern und b'-u'e stattfanden, g'vße P.e»se gebraLt. Auf ven Bersifidler Wtestn kostete der Mo.gen in guter Lage big 50 Mk. Wmn 20 Z ntner Heu geerntet werden, ist das sehr v'el, folglich kostet der Zminer auf den Wiesen ohne WerbungSkosten 2.50 Mk. — Der Hmdel mit vorjährigem Heu nach Frankfurt ist lebhaft geworden; der Zentner wird an Ort und Stelle Gegründet 1843 Homburg v. d. Höhe Hrmll-Ckmtteu 3765 empfiehlt bMigst wozu freundlichst einladet DaS Fest-Komitee. per Flasche Mk. 3, 4, 5, 6. Samos- Cognac (suckerfrei) 7t Fl. Mk. 4.—, «/* FLMk. 2.20. in 7t, 7» und 7< Flaschen. Mosel - Cognac Franzos. Cognac JUtharn/tEssenzen, pr.FLMk. 1.80,2.40, 8,4,6. Peru-Cognac ärstiieh empfehle» regen Keuchhusten, Tuberkulose und Darmkrankheiten 71 Flasche Mk. 6.—, */» Flasche Mk. 3.20. Da, Deueste Eleganteste in ▼en der Firma Erste Taunus • Cognac - Brennerei Fritz Scheller Söhne ^nerfcaruittete^arke < Niederlage bei: Heinrich Gengnagel, Gleesen, Neuenbäue 10; ferner bei: 849 Heuchelheimer Koneumhalle in Heuchelheim, Ant. Conr. Müller, Kol.- u. Eiaenw.-Hdlg. in Lang-Göns. 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Eintrittskarten für Ausstellung (Mk. 1), Akademische Feier (Mk. 2k Festesten (Mk. 4.50), Kommers (50 Pfg.), Tribünensitz auf dem Gutenbergplok (Mk. 10), Kostümfest (Mk. 3 im Borverkauf, später Mk. 5) find erhältlich bei Herrn I Diemer, Große Bleiche 19 in Mainz._________________ 4086 Der Gesangverein Augendkranz Alten-Buseck feiert am 17. und IS. Jnui d. I. sein 20 jähriges Stiftungsfest, L Zu Bäckereien, Braten, Gemüse ist PALMIN vorzüglich verwendbar. Palmin ist ein unverfälschtes Pflanzenfett, sehr appetitlich und leicht verwendbar. — 1 Pfund Palmin, ä 65 Pfg. — Pfund Butler; folglich 50®/e Ersparnis. 3912 Die Niederlagen find durch Plakate erkenntlich. Allgemeine Ausstellung von Hunden aller Kaffen am nächsten Sonntag dem 17 Juni auf dem Kämpfrasen zu Marburg a. L. Aürrf Miaute« vom Südbahnhof. 4132 WW- Eröffnung der Ausstellung: Sonntag früh 8 Ahr. Beginn deS Preisrichtens 729 Uhr. Bon nachmittags 3 Uhr ab: HkOllÄCrte ausgesührt von der Kapelle de» Hessischen Jäger-Bataillons Nr. 11. Antritt 50 H>fg. Militär 30 F>fg. Rurrab! liebst ohne Schwefelsäure 2024 Diamant-Grafit-Wichse von Bud.Starcke, MELLE inHann. ist die allerbeste! eie putzt am leichtesten, konserviert das Leder, ist im Gebrauch am billigsten. Käuflich in den Kolonialwaren- und Drogengeschäften. Kesstscher Kof, Muhbach. Schön gelegener Garten. Neu erbauter Taal mit Nebenräumen. Z?ür gute Speisen, 8632 la. rein gehaltene Weine, VV- la. Münchener Hofbräu und la. Export-Bier (Brauerei Melchior), stet» frisch vom Daß, ist gesorgt. Hochachtend Fr. Kimm. sich zu ärgern hat Jedermann, J deffen Schuhe schlecht gewichst find. 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Gr seiner anderthaL hast verstanden, tages trotz der m< usisi m\t dechiü nche tagen rn d glaublichen Psi Sitzungen mit $ maßlosen Parti leit vereinzelter erkenntnis besa^ beurteilen, fdjlü bebeutungäDolie; gung sich der 3 gestossene erst« wurde am 6. De durch eine Thri der Mhrige 2 zember wurde Reichstagchräfi schrieben warer Vallestrem nah mit einer kürzt betonte: . „Das Beist mir auf diesem voranleuchten, bewahren. Na 6en bde Mrd vach allen Riü beitteben, die Waffen zu fö nach allei ™ unbedingtr v . Heute mnj Versprech er ein würdigt Qetvorben ist, A S Vor ihm d 209 Lj W- meist hf bch-m M Handlungen |0 lchl-unig ^ittoirren. berkundete M Landen t' ÖÖB b« t-njch < 8ei"erh,^fe M 4