m. 138 Erstes Blatt. Samstag den 16. Juni 1900 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. „fiefuit I eintritt M t» len» W)1 ZZezugsprel» virrleljährl. Mk. 2LG monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle, vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljLhri. mit Bestellgeld. Lllr Lnzeigrn-BermiNlungSstellm deS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatgege». ZeilenpreiS: lokal 12 Psg., auSwäNS 20 Pfg. WWw, OiHMton und Drodmi: >4ef#*»|c Nr. 7. trfOdat ttgNch mit LuS»ahmr deS Montag«. Die Gießener !»erden dem Anzeiger i» ®1900. Die Wirren in China. ” Nach einer Meldung des neuerdings nicht immer zuverlässigen Bureaus Dalziel aus Schanghai vom 14. d. M. wäre die Lage der Pekinger Gesandtschaften in Peking höchst kritisch. Chinesische Truppen, 30 000 Mann stark, mit zahlreichen Geschützen unter den Generälen Tungfusiang und Suntschiang ständen vor den Thoren der Stadt in Schlachtordnung und legten Verschanzungen an, um die europäischen Entsatztruppen ab- zmvehren. Eine solch wahnwitzige Haltung, die für China ganz unabsehbare Folgen haben müßte, stände in Widerspruch zu der von der Agentur HavaS verbreiteten Erklärung der chinesischen Regierung, daß dem Einmarsch der ftemden Truppen in Peking kein Widerstand geleistet werden würde. Anderseits ist freilich nicht verständlich, weshalb die von Tientsin nachgeschobenen letzten Abteilungen halbwegs Peking liegen bleiben. Gegen die englische, die amerika- aißche und die japanische Gesandtschaft seien Satnonen aufgefahren. Der Kanzler der japa- uilchen Gesandtschaft wurde thatsächlich am Montag von Soldaten unter den Augen hoher Mandarinen nieder- gemacht. Die japanische, amerikanische und russische Ge- saidtschaft hätten durch Sonderkouriere in Tientsin je 2000 Mnnn Truppen ihrer Landsleute verlangt. Zwei amerikanische Kanonenboote sind nach Tangku an der Peihomündung abgegangen. In Schanghai liegt zurzeit kein einziges fremdes Kriegsschiff, im Dangtse liegen nur die drei englischen Kanonenboote Esk, Woodrock und Woodlark und ein deutsches Fahrzeug (Jaguar). Nach einer Depesche der Central News aus Tientsin trafen dort 1000 Mann russische Truppen ein, und weiterer Nachschub wird erwartet. Der Fortschritt in der Ausbesierung der Bahnlinie soll äußerst langsam sein, da nur englische und amerikanische Miarinesoldaten daran arbeiten. Nach anderen Meldungen ist die von Tientsin nach Peking entsandte gemischte Truppenabteilung bis auf etwas weniger als 50 Kilometer vor der chinesischen Hauptstadt eingetroffen. Der letzte Teil der Eisenbahn Tientsin- Peking ist nicht mehr benutzbar, sodaß sie zu Fuß zurück- zelegt werden muß. Trotz der Schwierigkeiten der Verpflegung und des infolge großer Hitze herrschenden Wasser- mamgels werden die Truppen wohl in zwei bis drei Tagen in Peking anlangen, wofern sie nicht durch ernstere Konflikte mit den Boxern aufgehalten werden. Die telegraphische Verbindung mit Peking ist noch immer unterbrochen. — Dsr russische, amerikanische und japanische Gesandte schickten Kuriere nach Tientsin und erbaten je 2000 Mann Truppen vom jeder Station. — Aus Tientsin wird gemeldet: Ein- geiborene berichten, daß eine mehrere tausend Mann starke russische Kolonne von Norden gegen Peking vorrücke. Nach einem Telegramm der „North China Daily News" aus Tschungking in der Provinz Szetschwan kam es zu Unruhen in Jünnanfu. Die Missionsgebäude bet China Jnlandmission wurden teilweise zerstört, die der britischen Bibelgesellschaft, der christlichen Mtssionsge- sellschaft und der römisch-katholischen Mission wurden völlig verwüstet. Die Missionare sind alle im Regierungsgebäude in Sicherheit. Die japanische regrerungsfreundlrche Presse schreibt, lavan allein könnte den Aufstand in China unterdrücken, es müsse aber erst das Vertrauen der Mächte gewinnen, indem es Handlungen vermeide, die Verdacht erwecken ^"^Wie die „Reforme" mitteilt, hat die Brüsseler Gesell- chaft für Eisenbahnbauten in China von ihrem leitenden Ingenieur in China die Bestätigung der Nachrichten jber die von den Boxern verübten Greuelthaten erhalten. Der Schweizer de Ossesch und die Italiener Gäbet mb Vesaro, die bei dem Eisenbahnbau beschäftigt waren, sowie die Schwester de Assenti find ermordet, und ihre Leichen im Kanal bei Paotingfu gefunden worden. Die flh-ciaen belgischen und französischen Angestellten sind nach Peking und Tientsin gelangt, mit Ausnahme zweier, namens Baillan und Dilon, deren Aufenthalt man nicht kennt. Dneihundert von der französischen und belgischen Gesellschaft «iit Waffen versehene Mannschaften verteidigen den Tei bet 33a$n, auf dem in einer Strecke von 100 Kilometer bet Verkehr nicht unterbrochen ist. Der chinesische Mandarin Saheng, der stets den französisch-belgischen Einfluß begun- Mte hat versprochen, daß die Familien der Ermordeten i° ausgiebiger Weise entschädigt werden sollen. — Die deutsche Truppenmacht in Ostasteu tpürb demnächst einen Zuwachs erhalten. Am 19. ds. Der Krieg iit Südafrika. Feldmarschall Roberts telegraphiert aus Pretoria von; 13. ds., 9 Uhr 55 Minuten vormittags: „M ethuen marschierte gestern (12.) nach Honningspruit uni) fand alles ruhig. Kroonstad wird von uns mit starker Macht gehalten. Methuen kehrte heute nach dem Rhenosterflusse zurück, wo die Eisenbahn ausgebessert wird. Wir waren gestern (12.) den ganzen Tag über mit Bothas Heer im Gefecht. Der FeindkämpftemitgroßerEnt- schiedenheit und hielt unsere Kavallerie auf beiden Flanken fest. Hamilton und Pole-Carew machten jedoch einen Vorstoß und nahmen einen in der Front des Feindes gelegenen Hügel. Der Feind ging darauf ostwärts nach seiner zweiten (Stellung zurück. Diese hält er gegenwärtig noch Die weite Ausdehnung des Gebietes, über das der Kampf sich erstreckt, bewirkt, daß die Fortschri tte nur langsam find." Eine drei Stunden später aufgegebene Depesche des Feldmarschalls berichtet, daß der Feind während der Nacht seine starke Stellung geräumt und sich ostwärts zurückgezogen habe. Das ganze Land südlich und tvestlich von Griquatown ist von „Aufständischen" gesäubert. Wie „Daily Expreß" aus Lourenco Marquez vom 13. d. Mts., offenbar aus burischer Quelle, meldet, fanden in der Nähe von Eerste Fabriken (Hatherley) und Donker- holk Kämpfe statt. Die britischen Linien hatten eine Länge von 40 Kilometer. Die Engländer wurden zurück- geschlagen. Das Kommando von Ermclo that sich dabei besonders hervor. Die Verluste auf beiden Seiten sind noch nicht bekannt. — Eerste Fabriken (Hatherley) liegt -24 .Kilometer östlich von Pretoria, Donkerholk 8 Kilometer weiter östlich, etwas südlich von der Eisenbahn. Ob es sich hier um neue Kämpfe oder um das von Roberts gemeldete Gefecht vom 11. Juni handelt, ist nicht zu erkennen. „Daily Expreß" vernimmt, nach zuverlässigen Nachrichten ständen die britischen Truppen in Ngoma (Zululand) 150 Kilometer von Goroma an der Grenze des Swazi- landes. Es scheint, daß die Annäherung den Buren an der portugiesischen Grenze Sorge macht. Zwei Dampfer, Sie unter Bedeckung von Kriegsschiffen" 600 (kanadische Reiter an der Zuluküste landen sollten, erhielten angeblich Gegenbefehl, weil Roberts die Ereignisse als zu weit gereift erachtete, um einen ernsten Zug dieserseits für nötig zu halten. Nach einer vom Kriegsministerium veröffentlichten Liste betrugen die bisherigen britische nGesamt- verluste im Kriege 23374 Offiziere und Mannschaften, von denen jedoch die von Lord Roberts befreiten Gefangenen (150 Offiziere und 3500 Mann) abzuziehen sind. Indessen sind 8843 Mann und viele Offiziere, die als । Invalide nach der Heimat entlassen sind, in die Zahl nicht eingeschlossen, so daß die Gesamtzahl über 32000 | steigt. Anderseits sind manche Geheilte zum Dienst zurückgekehrt. Die Todesfälle infolge Krankheit nehmen ständig zu; sie machen 57 Prozent aller Todesfälle während des Krieges aus. Vom 27. Mai bis zum 9. Juni fielen z. B. im Gefecht oder starben an Wunden 175 Offiziere und Mannschaften, während nicht weniger als 558 in Sief ent Zeitraum Krankheiten erlagen. Präsident Krüger und Staatssekretär Reitz find noch, in Madadodorp. Tie Regierung soll jehodj demnächst in die felsige verteidigungssahige Gegend von Nel- ^Der^ Times"^-Berichterstatter aus Pretoria meldet von Aeußerunqen der En trüstun g der Bevölkerung gegen Krüger und Botha; das bei Abführung des Goldvor- Cie. ■‘Nw 2i ;Oefei lockert M Sami» -—-— ii« Ä** insöurschk: doch ist es «unsicher, ob sie gemeinschaftliche Schritte unternehmen lverden. Rom, 15. Juni. Wie in Kreisen des Vatikans verlautet, hegt der P a p st die Absicht, den österreichischen Kaiser zu ersuchen, daß er als katholischer Monarch sich an die Spitze der katholischen Souveräne stelle, um die Initiative zu Regressiv-Maß- regeln gegen die chinesische Regierung zu ergreifen. Wien, 15. Juni. Die „Neue Freie Presse" teilt auf Grund authentischer Daten über die russische TruppenmachtinOstasien folgendes mit: Es stehen zur Zeit in dem Militär-Bezirk Amur 42 Bataillone Infanterie, 32 Schwadronen Kavallerie (meistens Kosaken), 136 Feldgeschütze, 13 technische Kompagnien und 13 Festungs- Artillerie-Kompagnien in einer Gesamtstärke von etwa 60 000 Mann. Diese Truppen können für den Kriegsfall auf 80 bis 85 000 Mann verstärkt werden. Von der russischen Kriegsflotte befinden sich in den ostasiatischen Häsen 52 Fahrzeuge. Washington, 15. Juni. Admiral Kempff befindet sich a,n der Spitze einer Kolonne von 2500 Mann auf dem Wege n a ch P e k i n g. Seit gestern fehlt jede Nach- richt aus Peking.____ fre »oHlfunbe- UGchL 4ml bdgdegt. °Htl Kch Lunb FaibivarE W» M __ Her Junge gesucht. inj W' i. Jiivjrlinn leasen. tc für jofon m iftn >' u. TtorfdM'. i litt ickm Wer, AM ifn MmsältuMM ■gütiing Nm M Hum tfitt \n mwu wtan jtalt iS 11 W;t oonaiM n W (tfiitbL M mstrch 4, r ßlM ßrhanhBj W lur WM itt NW i N«d«r-nskch^ z Mäitfei *** »1 $ rates ausgegebene Papiergeld ist auf den dritten Teil des Nennwertes gesunken. Die britischen Kriegsgefangenen waren schließlich so schlecht verpflegt wor- den, 'daß sie ausbrachen, weidende Ochsen einfingen unb vor den Augen der Wachtmannschaften schlachteten. Darauf »vurden kriegsgefangene Offiziere auf Ehrenwort ihnen beigegeben, um Ordnung zu halten. Die aus 500 Mann bestellende Wache desertierte größtenteils. Ein Rest von etwa 90 Mann blieb zurück, um sich gutwillig zu ergeben. Nach Depeschen aus Loureneo Marquez gestattet Krüger nicht, daß von seinem Zuge bei Machadadorp die Lokomo- ttve losgekoppelt wird. In Kapstadt hat sich die M i n i st e r k r i s i s thatsäch- lich vollzogen. Der Premierminister Schreiner, der den Versuch machte, diejenigen Kabiuettsmitqlieder, die unter Führung Te Waters auf die vollständige Amnestie für die aufständischen Buren der Kapkolonie drangen, zu beseitigen n>nd ein Kabinett zu bilden, das die Errichtung eines besonderen Gerichtshofes und die Entziehung des Wahlrechts auf einen Zeittaum von fünf Jahren verfolgt, hat diese Aufgabe nicht vollführen können und ist daher selbst z u r ü ck g e t r e t e n. Es ist nun wohl auch der freiwillige oder unfreiwillige Rücktritt der übrigen Minister zu Erwarten. Der Gouverneur Sir Alfred Milner hat den früheren Premier, Sir Gordor S p r i g g , mit der Kabinettsbildung beauftragt. * * * ♦ Telegramme des Gietzencr Anzeigers. London, 15. Juni. „Daily Mail" meldet aus Lorenzo Marquez, daß zirka 100 Freiwillige verschiedener Nationalitäten an Bord eines deutschen Dampfers hier eingetroffen find, um fich zu den Buren zu begeben.' Deutsches Keich. Berlin, 14. Juni. Das Kaiserpaar unternahm gestern nachmittag, wie man uns aus Homburg v. d. Höhe meldet, einen Ausflug in den Taunus mit einem Picknick im Freien. Heute ritten der Kaiser und die Kaiserin nach der S a a l b u r g, wo die Kaiserin den Grundstein für ein Reichs-Limes-Museum legte. Die Kaiserin fuhr in einer Equipage zurück. Heute mittag begab sich das Kaiserpaar nach Schloß Friedrichshof, wo eine Fa-, milrentafel anläßlich des 30. Geburtstags der grieck>ischen Kronprinzessin Sophie stattfand, an der die Kaiserin Friedrich, das Kaiserpaar mit dem Prinzen Joachim und der Prinzessin Luise, die griechischen Herrschaften, Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen teilnahmen. Vom Garde-Grenadier-Regiment Königin Elisabeth, dessen Chef die Kronprinzessin ist, traf heute früh ein Offizier ein, der im Namen des Regiments der Kronprinzessin ein prachtvolles Blumenbouquet überreichte. — Der Kaiser wird auf seiner Reise von Homburg zu den Einweihungsfeierlichkeiten nach Lübeck kurzen Aufenthalt in Hannover nehmen und dort dem Könias- Ulanen-Regiment einen Besuch abstatten. — Die Kaiserin hat gestern aus Anlaß der Ein- Weihung der Pauluskirche in Groß-Lichter- felde bezw. zur Erinnerung in ihren jüngsten Besuch dieses Villenortes ihr Bildnis in kostbarem Rahmen und mit eigenhändiger Unterschrift dem Amts- und Gemeinde-Vorsteher Schulz, Oberkonsistorialrat Möller-Groß-Lichterfelde, Ministerialdirektor Grafen Unruh zustellen lassen. Ferner wurde Bureauvorsteher Niemeyer mit einer Adlernadel bedacht, die einen in Brillanten gefaßten Almandinstein aufweist. — Eine neue Pensionierungsvorschrift für das preußische Heer hat der Kaiser erlassen. Nach kaiserlicher Bestimmung sind die für Mobilmachungsformationen vorhandenen Fahnen und Standarten mit den Waffen dieser Formationen zusammen aufzubewahren. Eine besondere Bewachung durch Posten hat nicht statt- zusinden. — Auf der Tages-Ordnung der Staats-Mi- Nisterial-Sitzung am Mittwoch haben mehrere Gegenstände gestanden. Dieselbe hat vwi 3 Uhr nachmittags 7 Uhr.abends gewährt. An dieser Sitzung haben außer den preußischen Ressortministern u. a. teilgenommen: die Staatssekretäre Graf Bülow, Frhr. v. Thielmann und Graf Pomdpwsky. . — Zur preußischen Warenhaussteuer wird ge- meldet, daß in der konservativen Fraktion und im Zenttum die Meinungen geteilt sind. Bei diesen beiden Fraktionen^, die für die Umsatzsteuer mit der Untergrenze von 300 000 Aark beim Jahresumsatz den Ausschlag gegeben haben, könnte vielleicht die Mehrheit sich entschließen, den 400 000 Wf jujuftimnicii, aber für die Befreiung der Offizier- und Beamten-Warenhäuser wird nur ein Teil der Kon- stimmen, Has Zenttum aber dagegen sein. Wird diese Befreiung aber aufgegeben, dann fällt die Vorlage rm yerrenhau,e sicherlich. a Der ,,Reichsunzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung des Reichskanzlers, betr. die am 1. Oktober d I «tretende Äu ß e r ku r s se tz u n g der Reichsgold- munzen zu fünf Mark. ö der für die nächste Reichslagssession geplanten öum K r a n k e n v e r s i ch e r u n g sg e s e tz wird es ™ ter ^une um die Verlängerung der gesetz- Lilf 9/-^mUCr^ber Unterstützung seitens der Krankenkassen •U1 26 Wochen handeln. iekentvm^?^ Abgeordnetenhause noch zugegangene Ge- o !Ur ? derungderLandesgrenze! Groben ? rzogtum Oldenburg am alte < seme Veranlassung darin, daß die nje in folge einer in den Jahren 1881-82 zu Lan- ^'sMEsU^atumszwecken ausgeführten Senkung des Wasser- d'b"-r S/s imzwe-Big ut- heiiidelt sich um den Landanwachs an der olden- ^urMschen Insel Bischofswerder, um eine kleine n^t- staiidene ^nsel und um unbedeutende Landflächen die am oldenburgischen Ufer trocken gelaufen sind. Der Flächeninhalt dieser Grundstücke beträgt etwa 6 Hektar. Auch die zwischen diesen Landflächen liegenden Wasserflächen sollen, um eine zweckmäßige Grenzführung zu ermöglichen, an das Großherzogtum Oldenburg fallen. Die gesamte zwischen der alten und neuen Grenze liegende Fläche, die nach dem abgeschlossenen Staatsvertrage aus der preußischen in die oldenburgische Staatshoheit übergeht, umfaßt 22.8320 Hekt. ArrÄanS. London, 14. Juni. Frau Gladstone ist heute abend gestorben. Brussel, 14. Juni. Laut der „Jndependance Belge" bedroht ein neues französisches Kanal-Projekt, das die obere Schelde und Sambre bei Ors verbindet, die belgischen südwestlichen Kohlenwerke im französischen Absatzgebiet, während die Hüttenwerke des Sambre- und Scheldegebiets hierdurch die Rohmaterialien billiger beziehen würden. Das Blatt empfiehlt dagegen ein K a n a l p r o j e k t, das Antwerpen mit dem Rhein verbindet. Paris, 14. Juni. DaS deutsche ReichshauS in der Weltausstellung wurde heute vom Präsidenten Loubet unter Führung des deutschen Botschafters in Paris, Fürsten Münster, und der Geheimräte Dr. Richter und Lewald in seinen sämtlichen Räumen eingehend be- fichtigt. Loubet sagte, durch die Ausstellung dieser französischen Meisterwerke habe der Kaiser denDank aller Ausstellungsbesucher erworben. Wiederholt lobte Loubet die ausgezeichneten architektonischen Anordnungen des Reichshauses sowie die malerische Ausschmückung deS Treppenhauses und widmete der Buchhandels-Ausstellung eingehendes Jntereffe. Der Besuch währte eine halbe Stunde. — Die Kammer nimmt die Beratung des Gesetzentwurfs betr. die Verteidigung der Kolonien wieder auf. Chautemps beäntragt den Bau von großen Panzern. Hierauf wird der Gesetzentwurf, wonach ein Kredit von 60 Millionen eröffnet wird, ohne Abstimmung angenommen. — Im Senat wurde mit 233 gegen 22 Stimmen der von der Deputiertenkammer genehmigte Gesetzentwurf betr. die Schaffung einer Kolonialarmee mit einigen unbedeutenden Abänderungen angenommen. — Der „Gaulois" behauptet, das ursprüngliche Entlassungsgesuch Galliffets habe folgendermaßen gelautet: „Da ich die ungeheuren Nattern und Kröten, die Sie mir im Augenblick zu schlucken geben, nicht verdauen kann, reiche ich hiermit meine Ent- laffung ein." Bern, 14. Juni. In unterrichteten Kreisen wird betont, da Preußen fich in der bekannten Angelegenheit nicht an den deutsch-schweizerischen Niederlassungsvertrag (Nr. 5) halte, wäre die Schweiz vollauf berechtigt, den Vertrag zu kündigen. Offenbar sei von schweizerischer Seite dieser Schritt bis jetzt aus dem Grunde nicht gethan worden, weil die Erneuerung derartiger Staatsverträge immer eine mühsame, langwierige Aufgabe bilde. Konstantinopel, 14. Juni. Der deutsche und der englische Militärattache find von einer Reise durch Albanien wohlbehalten zurückgekehrt. — Die von der Pforte bei den Mächten nachgesuchte Erhöhung des Eingangszolles von 8 auf 11 Prozent kann als definitiv abgethan betrachtet werden. Accra, 14. Juni. Nach einer Depesche aus Kumafsi vom 4. d. M. hatten die im Fort Kumasfi eingeschloffenen Engländer einen Offizier tot und sieben Verwundete, darunter einen Offizier. Die übrigen befanden sich wohl. Man erwartet indessen Vorräte mit ängstlicher Sorge. Rew'dvrk, 14. Juni. BryauS Nomination zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ist nun- mehr absolut sicher, da mehr als 620 Delegaten für ihn instruiert find. Er legte heute sein Programm dar, wobei er besonders der Währung, des Imperialismus und der Trusts gedachte._____________________________________________ Aus Stadt und Land. -o Erstes Abonuemeutskouzert der RegimentSkapelle. „Für das Konzert bin ich in eurer Schuld" dürste angesichts des gestrigen Abends in „Steins Garten" der Wettermacher mit Faust sich zu äußern verpflichtet fühlen und uns für das nächste Konzert eine angenehmere Temperatur bescheren. Nicht viel mehr als ein Dutzend Wärmegrade wirkten nach der tropischen Hitze der letzten Tage und Abende nicht sonderlich mollig. Dafür aber ergötzte man sich an der Kunst des Piftonvirtuosen Herrn Kümmel, Mitgliedes der Hoskapelle in Darmstadt. Mit Vergnügen hörte man gleich das Berior'sche Solo, ein Tonstück von barockem Bau mit allerlei lyrischen Ornamenten. Die schwärmerische Romanze aus der Oper „Mignon" gab Herrn Kümmel nicht weniger Gelegenheit, seine Meisterschaft auf dem cornet a piston zu beweisen. Außerordentlich leicht und graziös find bei ihm Tonsatz und Tonbildung, aber daS Wesentliche scheint uns seine klangadelige Ruhe, stets verbunden mit charaktervoller Färbung. DaS Publikum, unter dem sich auch zahlreiche Wiesecker befanden, die herbeigeeilt waren, um den Künstler, der bekanntlich aus Wieseck stammt, wiederzusehen und vornehmlich wiederzuhören, spendete Herrn Kümmel lauten, stürmischen Beifall. — Das Orchester zeigte sich unter der umsichtigen Führerschaft deS Herrn Musikdirektors Krauße namentlich in der Ouvertüre zu Schuberts „Rosamunde" überraschend gut. Darmstadt, 15. Juni. (TelephowMeldung des Gieß. Anzeigers.) Der Großherzog hat vom 1. Juli ab den Kreisassistenzarzt bei dem Großh. Kreis-Gesundheitsamt Heppenheim Dr. Karl König er zum Kreisassistenzarzt beim Großh. Kreisgesundheilsamt Gießen mit dem Amtssitz Gießen und den Kreisassistenzarzt bei dem Großh. Kreisgesundheitsamt Schotten Dr. Otto Heinrici zum Kreisassistenzarzt bei dem Großh. Kreisgesundheitsamt Heppenheim mit dem Amtssitze zu Hirschhorn ernannt. — Dem Oberlehrer an dem Schullehrer-Seminar Friedberg Dr. Karl Frenzel und dem Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg Dr. Johanne« Seifenberger wurde der Charakter „Professor" verliehen. — Der Finanzausschuß der zweiten Stände- Kammer ist gestern zu einer Beratung zusammengetreten um einige wichtige Vorlagen zu erledigen. 8. Darmstadt, 14. Juni. Nachdem schon vor einiger Zeit vom Stadtverordneten-Kollegium 1000 Mk. zur Her. stellung von Sachverständigen-Gutachten über das vielbestrittene Bahnbau-Projekt Darmstadt-Oppenheim bewilligt worden waren, hat in der gestrigen geheimen Sitzung die Versammlung beschlossen, an den Präsidenten der Direktion der Pfälzischen Bahnen, Herrn von Lavall zu Ludwigshafen und den Rektor der Technischen Hochschule, Geh. Baurat Prof. Koch, das Ersuchen zu richten, die entsprechenden Gutachten anzufertigen. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Arbeiter Pfläging, der Thäter des Mädchenmordes bei Harleshausen, wurde vom Schwurgericht in Cassel zum Tode verurteilt. Kermrsthtes. * Der Brandstiftung verdächtig wurde in Berlin die Gräfin von Schlieben verhaftet. Sie wird der vorsätzlichen Inbrandsetzung ihrer zu Steglitz gelegenen Billa beschuldigt, und wurde in das Moabiter Untersuchungs. gefängnis abgeführt. Es wurden bisher so zahlreiche und die Dame so schwer belastende Verdachtsmomente zu Tage gebracht, daß an ihre Haftentlassung nicht zu denken ist. Die von ärztlicher sachverständiger Seite abgegebenen Gutachten zerstörten vollständig die anfänglich gehegte Meinung, die Gräfin hätte die That in einem Anfall von Geistes, gestörtheit verübt. Die Untersuchungsbehörde glaubt vielmehr bereits jetzt vollgiltige Beweise dafür erlangt zu haben, daß die Dame die genannte Villa zweimal in Brand gesteckt habe, um sich aus der Vernichtung ihrer Einrichtungen und Ausstattung einen bedeutenden Vermögensvorteil zu ver. schaffen. Es ist festgestellt worden, daß Graf von Schlieben, der bis vor kurzem auch eine Wohnung in der Potsdamer Straße inne hatte, und als Schriftsteller thätig ist, seit Ende März 1900 die Wohnungseinrichtung seiner Steglitzer Villa nach und nach bis zur Höhe von 200,000 Mk. gegen Feuerschaden versichert hat, eine Summe, die nach den letzthin vorgenommenen Abschätzungen den wirklichen Wert der versicherten Gegenstände ganz bedeutend übertrifft. Graf von Schlieben hat in den letzten Monaten teils allein, teils mit seiner Gattin, die, von bürgerlicher Herkunft, ehedem ein Blumengeschäft betrieben hatte, mehrfach größere Reisen nach Süddeutschland und der Schweiz unternommen. Nun ist von der Umgebung der Steglitzer Billa beobachtet worden, daß sie bei der jedesmaligen Abreise der Gräfin mit Go.« angefüllt war. Die Untersuchungsbehörde nimmt au, daß dies nicht einem Zufall zuzuschreiben ist, sondern daß die Gräfin die GaShähne in der Abficht geöffnet hätte, daß die Gase später zur Entzündung gebracht würden. Diese ist zum Glück durch die Vorsicht des Hauspersonals verhütet worden. Die Ursache der beiden Brände, die in den letzten vierzehn Tagen in der Villa zum Ausbruch gekommen, jedoch noch erstickt wurden, führt man, wie schon erwähnt, auf die in der fraglichen Zeit dort anwesend gewesenen Frau Gräfin von Schlieben zurück. * Zum Kouitzer Mord. Von unterrichteter Seite erhalten die „Berl. Reuest. Nachr." über die Untersuchung eine Reihe von Mitteilungen, durch die mehrfache irrtümliche Preßnachrichten richtig gestellt werden. In denselben wird es als unrichtig bezeichnet, daß ein bei einer Untersuchung des Synagogengrundstückes beschlagnahmter Behälter mit Blut nach Berlin zur chemischen Untersuchung, ob es sich um Menschenblut handle, gesandt worden sei. Der Kreisphysikus habe vielmehr aus der offenen Geflügel- schächtstelle neben der Synagoge eine Probe Blut entnommen, und sestgestellt, daß es Geflügelblut fei. Die Ermittelungen hätten ferner ergeben, daß am Tage des Mordes sich in Könitz nicht auffällig viele auswärtige Juden befunden haben; nur die Anwesenheit eines fremden Schächters aus einem Nachbarort sei festgestellt worden; dieser habe sich aber über den Grund seines Auf- enthaltes in Könitz und über seinen Verbleib daselbst in glaubhafter Weise ausweisen können. Viele der in der Preffe erörterten Verdachtsmomente gegen mehrere in Könitz ansässigen Juden hätten sich als belanglos oder unrichtig herausgesteüt. Nicht minder haltlos seien die Berichte einiger Zeitungen, wonach ein Dienstmädchen im Hause eines Juden den Kopf und andere Teile einer menschlichen Leiche gesehen haben sollte. Auch die Nachricht, daß bei dem wegen Verdachtes der Teilnahme am Morde verhafteten Jsraelski im Untersuchungsgefängnis ein Kassiber mit einer hebräischen Inschrift gefunden worden sei, den Juden dem Jsraelski in einer Kartoffel zugesandt hätten, sei völlig erfunden. — Wie die „Staatsbürgerztg." meldet, ist die Fronleichnamsprozession bei mäßiger Beteiligung von außerhalb ohne die geringste Ruhestörung verlausen. Die Wachen waren verstärkt. Die Truppen hatten Befehl, sich möglichst wenig m den Straßen zu zeigen. In der MaSkow'schen Meineidssache fanden mehrere Zeugenvernehmungen statt. Bei der Mutter des ehedem bei dem Fleischermeister Hoss- mann beschäftigt gewesenen Gesellen Wölke in Tuchel ließ der Staatsanwalt eine Haussuchung abhalten und vornehmlich nach Briefschaften des Sohnes forschen. Das Resultat war negativ. — Um nochmaligen Ruhestörungen und Ausschreitungen in T u ch e l vorzubeugen, sind dort gegenwärtig zehn Gendarmen stationiert worden. Die militärische Besatzung geht zum größten Teile dem gewöhnlichen Garnisondienst nach; Felddienstübung wechselt mit Exerzieren ab; dabei wird aber hauptsächlich Instruktion über etwaige Zwischenfälle erteilt; Polizei- und UntersuchungSbehörde hüllen sich iR Stillschweigen ein. -Ei" zanken s- mit hochgr Stelle cutt mirfi«- nftffl P° in e,V.1 aebracht, ' beträM* Versio mlgen/A ai§ bie wei lUxitf in*’ 6 Regengüsse kompliziere Liter Regel Zitierte ich. wasser getn her Versuch Patient nach Altimeter je Ls StvM letzten Tage kam, eine eis gelangte aufs Fenster, wo Wrterinnenz rascht, als er meinem zweit gewandt, ntv stäckung des Keiler heißt e auf Seite 98 diesen Versus Rächt vom 30 Qualen zm Siegen und zwei Treppen (D. t). zuM getrocknet, Ai fühlbar, übe steil". Selbst in der entsck aus einer ( Ä 23 vorn mann-Berlm des Falls.' , püel aus ein same Ironie überrascht, als MU anderen Turst gepeinic . Instinkte, in ft i dann feine gar, lHwzweiflungsa chalanziert, um wt mutz weiter : lAe Wbe \iä wenn der Hati infolge Bersä Abwesenheit i men wäre oi Schaden genc Wag" zu M Kollegen hätte der „höchst ü Mensch mit D : Kitszufuhr an • Art hitzWag : zur Hechfierti 1 geeignet, ist es, allerdr ! des Allgemei so konstante anderthalb § hurt an die ■ W belvich Puls und Hei utid die Urin : te? ■ Zweifel c angeführt rtotr die Bere. ! Trennen, d ' «ohle des Ac lwic unsere $ die tt S6 einem Y JJw«. Und eii U nicht um Jgnbern um Krischen - Mt aber ft Men Mitt, des X3" der W-K Wtawte" «* zu. Gießen, Rirchenplatz u- 718 und vor Katholische Gemeinde. SarnSlag den 16. Juni. Nachmittags um 41/a Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beichte. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 17. Juni. 1. nach Trinitatis. Gottesdienst. m In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markus- gemeinde. Vormittags 9L/8 Uhr: Professor D. Stamm. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Christenlehre für die Neukonfirmierten auS der Lukasoemeinde. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Markus Bauer Spezial'Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener Werkstätte. Prozeß liegt folgender Vorfall zu Grunde: Vor etwa vier Jahren saßen in einem Dorfkruge der Umgegend von Lyck mehrere Hofbesitzer bei einem Glase Bier, als ein bildschönes 16 jähriges Mädchen in die Gaststube trat, um ihren AAer abzuholen. Einer der Zechgenossen trat an daS Mädchen heran, und bat sie um einen Kuß. Die jugend- liche Dorfschöne wollte aber davon nichts wissen. Nun te. J9V der wohlhabende Besitzer folgendes Angebot: „Manechen, gieb mir jetzt einen Kuß, und ich zahle Dir, wenn Du zwanzig Jahre alt bist, fünfhundert Thaler!" Jcun begannen die anderen Tischgenossen auf daS noch immer zögernde Mädchen einzureden; auch der Vater riet seiner Tochter zu dem ungewöhnlichen Vertrage, sodaß das Mädchen endlich darein willigte, dem Besitzer um jenen Preis einen Kuß zu geben. Vor den versammelten Zeugen drückte sie dem Besitzer einen kräftigen „Schmatz" auf, und harrte dann der Zeit, wo auch sie ihren Anspruch würde geltend machen können. Als sie kürzlich zwanzig Jahre alt wurde, forderte sie den Besitzer zur Zahlung der ausgesetzten Summe auf. Dieser weigerte sich jedoch, seinem vor Zeugen gegebenen Versprechen nachzukommen. Die Dorfschöne will ihn aber nun von dem Ernst des abgeschlossenen Vertrages überzeugen und hat ihn im Beistände ihres Vaters um die zugesagten 500 Thlr. verklagt. Feuer in der Pariser Weltausstellung. Im Annex der Weltausstellung in Vincennes bemerkten in der letzten Nacht die Wächter einen Feuerschein im Innern des Gebäudes, in dem Eisenbahn-Waggons Deutschlands und Oesterreichs ausgestellt sind. Sie fanden den Holzfußboden in Flammen und alarmierten die andern Wächter. Es gelang, den Brand zu löschen, ehe er die Waggons und Maschinen erreicht hatte. Der Kommiffar, der am Morgen den Brandort besuchte, fand einen Holzkloben, der in eine leicht entzündbare Flüssigkeit getaucht war. DaS Feuer war also angelegt. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirch» lrchen Trauung auch ein knchlicbeS Aufgebot vorherzugehen hat, wird dringend gebeten, eS rechtzeitig — spätestens eine Woche der Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen I Neueste Meldungen. I Wilhelmshaven, 15. Juni. Der Kaiser wird am 3. Juli auf der Werft den Taufakt des neuen Linienschiffes C vollziehen. Oldenburg, 15. Juni. Die Beisetzung des verstorbenen Großherzogs findet am Dienstag Vormittag 10 Uhr statt. Der Stadtrat bewilligte 5000 Mk. zur Trauer-AuSschmückung der Stadt. Hamburg, 15. Juni. Die Mannschaft des Dampfers „Eschano" meuterte auf der Fahrt von Malitbog (Philippinen) nach Pintuan. Sie ermordeten den Eigentümer, dessen Schwiegersohn, den Kapitän und zwei Offiziere und versenkten das Schiff, nachdem sie 30 bis 40,000 Dollar geraubt hatten. Der Dampfer liegt in tiefem Wasser. Er hatte ca. 100 Tonnen Reis an Bord. London, 15. Juni. In militärischen Kreisen hält man die Ersetzung des Kriegsministers Landsowne durch Chamberlain für eine beschlossene Sache, die bereits in allernächster Zeit perfekt werden soll aus Anlaß der verwickelten Ereignisse in China. Die Ernennung Chamberlains zum Kriegsminister wird, wie man glaubt, im ganzen Lande mit Begeisterung begrüßt werden, da man in allen Kreisen der Ueberzeugung ist, daß unter der Leitung dieses Staatsmannes die englische Armee vollständig reorganisiert und in die Lage gesetzt werde, allen Eventualitäten gewappnet zu sein. (Vielleicht aber dürfte man sich darin auch täuschen. UebrigenS halten wir diese Meldung noch keineswegs für sicher. D. Red.) Paris, 15. Juni. In den maßgebenden Kreisen wird die politische Lage als sehr bedenklich bezeichnet, Waldeck-Rousseau kündigte seinen Rücktritt an. falls die Amnestie auf die vom StaatSgerichtShofe Verurteilten ausgedehnt würde. — Der Petite Republique zufolge drohte auch Loubet für diesen Fall mit seinem Rücktritt. (?) Wien, 15. Juni. Wie die „Reichswehr" von wohl- informierter Seite erfährt, ist daS Projekt der Reichsrats-Auflösung nunmehr definitiv aufgegeben. Budapest, 15. Juni. Infolge Explosion einer Patrone wurde daS Fabrikgebäude der Emerling'schen Rakete n-Fabrik in Brand gesetzt. Drei Arbeiter und zwei Arbeiterinnen wurden getötet, und 8 Arbeiter verwundet, davon 4 lebensgefährlich. Meratur. — Die seit 1896 23. Auflage des bekannten Platen'schen Buches „Die neue Heilmethode, Lehrbuch der naturgemäßen Lebensweise, der Gesundheitspflege und der arzneilosen Heilweise, ein Hausbuch für Gesunde und Kranke", ist soeben im Deutschen Verlagshause Bach u. Co. in Berlin im Erscheinen begriffen. Uns liegen vorerst die beiden ersten Lieferungen dieses Werkes vor, daS auf 1952 Druckseiten berechnet ist, und 432 Abbildungen und 13 Chromotafeln sowie sieben zerlegbare Modelle des menschlichen Körpers in Buntdruck bringen soll. Universität und Hochschule. — Berufenr Prof. Dr. Anschütz, der vor etwa Jahresfrist in Tübingen an die Stelle des nach Berlin berufenen Pros. Dr. v. Martitz als Lehrer für Staats- und Völkerrecht getreten ist, nach Heidelberg auf dm seit Georg Meyers Tod verwaisten Lchengottesdienst morgens 6“ Uhr, abends 7“ Uhr. nrichtrtn Seilt ti in die W* die nehchcht irtiii1 »erden. JbMM# tin bei einer brschl^iter 8i- .mischen gesandt * V; der offenen W ne Probt W J [ItjiiWit# d jaj m!nge jdjaidtärtiätJW h-it eint« ’atort |ti tW- . Innb fttnti’- ' snbltib b«feW ** Ä -id-htn L retk tin« ‘«n R '4 sn der * ennern^jef ßnl" L wrerei* fe'jefe ist der einzige Kaffee- y,, Zusatz, der, einmal ge- O braucht, immer wieder ge- ■ g nommen wird. (Original-Marke in Dosen.) r . , SÄJ finit tobt, J 'U ** Unser höchstes Gut ist die Gesundheit; sie zu erhalten und um den durch die tägliche Arbeitsleistung hervorgerufenen Kräfteverbrauch zu ersetzen, führen wir unserem Körper in der Kost eine Reihe von Nährstoffen zu, deren wichtigster das Eiweiß vorstellt. Letzteres in eine Form zu bringen, in welcher es dem vom Magen bearbeiteten Eiweiß entspricht, war lange das Bestreben der Technik. Erst nach vieler Mühe ist es gelungen, iw der Somatose ein derartiges, hochkonzentriertes Eiweiß- praparat herzustellen. Die Somatose wird aus Fleisch qe- wonnen, besitzt dessen Nährsalze sowie 98 Prozent Eiweißstoffe (Albumosen), die direkt von den Körpersäften ausgenommen werden und verdient insofern vollste Beachtung, a,ls ihre vortrefflichen Eigenschaften als appetitanregendes Nähr- und Kräftigungsmittel schon taufenden! von schwächlichen Personen wieder zu Kraft und Lebenslust verhalfen. Somatose leistet vorzügliche Dienste bei Bleichsucht nnd Blutarmut, bei allen Erkrankungen desl Magens und Darmes, bei denen die gewöhnliche Nahrung nicht verdaut und resorbiert werden kann; des weiteres bei Zehrkrankheiten und Lungenschwindsucht, und erzeugt! in den meisten Fällen schon nach kurzem Gebrauche Fleischansatz. Merichtssaal. Saatfeld, 14. Juni. In einer Schöffensitzung sollte der Rittergutsbesitzer List-Ankern, LeuMant der Reserve, vor dem Gerichtsaffeffor Schulz einen Eid als Zeuge leisten. List erklärte jedoch, daß er vor einem jüdischen Richter einen Eid nicht leiste. Auf die Ankündigung, daß er zur Verweigerung der Eidesleistung aus dem von ihm angegebenen Grunde nicht berechtigt sei, und gegen ihn bei seiner weiteren Weigerung mit den nach § 69 der Strafprozeßordnung zulässigen Sttafmitteln vorgegangen werden müßte, erklärte List, daß er den Eid vor einem jüdischen Richter nicht leisten werde. Hierauf stellte der Staatsanwalt den Antrag, die Hauptverhandlung zu vertagen, und List in die durch seine Weigerung verursachten Kosten sowie zu einer Geldstrafe von 300 Mk. eoentl. 6 Wochen Haft zu verurteilen, mit der Ankündigung, daß weitere Zwangsmittel zur Erzwingung des eidlichen Zeugnisses vorbehalten bleiben. Der Gerichtshof beschloß, die Hauptverhandlung zu vertagen, und verurteilte List zur Tragung der Kosten, setzte außerdem gegen denselben eine Geldstrafe von 2 0 0 M k. eoentl. eine Haftstrafe von 14 Tagen fest. * Ein unerhört grausames Experiment an 'tranken wird vom „Vorwärts" an die Öffentlichkeit gezogen, ^zm Band 62 des „Archivs für klinische Medizin" findet ftd) eine Abhandlung eines Arztes Dr. Stubell ersten Assistenten der medizinischen Klinik in Jena über einige Falle von Diabetes insipidus (eine Art Harnruhr ■ mit hochgradig gesteigertem Durstgefühl), der wir folgenoe Stelle entnehmen: „Schon während der ersten Tage wurde rnr klar, daß ohne Klausur genaue Untersuchungen an dem ersten Patienten Hertel unmöglich seien. Patient wurde m mn k l e i n e s Z i m m e r im D a ch g e sch o ß der Klinik gebracht, welches zwei Fenster mit Eisen gittern von beträchtlicher Stärke batte; die Thür war fest und gut v e r schlie ß b a r ; den Schlüssel trug ich stets in der nasche. Wenn ich aber glaubte, dadurch vor Täuschungen bewahrt zu sein, so irrte ich. Zwei- oder dreimal, als die Resultate nicht stimmten, und ich den Patienten >charf ins Gebet nahm, gestand er mir, bei einem starken , Regengüsse ein Trinkgefäß hinausgehalten und auf äußerst komplizierte Weise aus der Dachrinne etwa je einhalb Liter Regenwasser aufgefangen zu haben. Einmal konstatierte ich, daß Patient von dem ihm gereichten Waschwasser getrunken hatte; ich ließ ihn von da ab während ter Bersuchstage sich nicht waschen. Einmal trank Patient nachts, als der Durst zu groß wurde, 1400 Kubikzentimeter seines eigenen Urins und am letzten Tage des Stofswechselversuchs riß Patient, der während der lebten Tage desselben relativ sehr wenig zu trinken bekam, eine eiserne Gitterstange am Fenster aus, gelangte aufs Dach, von da durch ein anderes vergittertes Fenster, wo er ebenfalls eine Eisenstange ausriß, ins Wartermnenzimnier und wurde dort noch rechtzeitig überrascht, als er eben an die Wasserleitung eilen wollte. Bei meinem zweiten Patienten habe ick> ebenfalls Klausur angewandt, nachdem ich die Fenster durch dreifache Verstärkung des Eisengitters unwegsam gemacht hatte". —: Weiter heißt es in dem Bericht über diese Menschenquälerei ius Seite 98 des zitierten Bandes: „Patient ist durch diesen Versuch besonders stark mitgenommen. Er hat die Nacht vom 30. Juni bis zum 1. Juli unter furchtbaren Qualen zugebracht. . . Früh 7 Uhr, als Patient zum i Wiegen und zur Blutuntersuchnng aus der Zelle geführt ' -wer Treppen emporsteigen mußte, war er völlig kollabiert i id. h. zusaüimengebrochen); das Gesicht war wie ausgetrocknet, Augen und Wangen tief eingesunken, Puls kaum jüßlbar, überall im Körper Schmerzen, die Gelenke wie steil". Selbst Standesgenossen des Dr. Stubell mißbilligen in der entschiedensten Weise ein derartiges Vorgehen, wie aus einer Stelle in der „Medizinischen Reform" (1900, Jk 23 vom 10. Juni) zu entnehmen ist. Dr. A. E. Neu- matzin-Berlin schreibt dort im Anschluß an eine Darstellung des Falls: „Klingt diese Beschreibung nicht wie ein Ka- püe-l «us einem Schauerroman? Liegt nicht eine grau- I saure Ironie in dem Satze: „er wurde noch rechtzeitig I überrascht, als er eben an die Wasserleitung eilen wollte?" I Mit anderen Worten, der Mensch, der von unstillbarem I Turst gepeinigt, getrieben von einem der elementarsten | Instinkte, in seiner Todesangst seinen eigenen Urin trinkt, I dann seine ganze Kvaft zusammennimmt zu einem letzten I Verzweiflungsakt, Eisengitter durchbricht, und über Dächer I dolanziert, um zu dem erlösenden Wasser zu gelangen — I w muß weiter dursten, denn das Experiment verlangt es! | Sie würde sich die Beurteilung des Falles gestaltet haben, I »enn der Patient Hertel bei Ausbrucheines Feuers I infolge Verschlusses von Thür und Fenster bei zufälliger I klbwesenheit des Experimentators ums Leben gekom - | niewäre oder wenn er vom Dache abgestürzt und I öchciden genommen hätte, oder aber wenn er an „Hitz- I schlag" zu Grunde gegangen wäre? Das Experiment des fliegen hätte ja leicht unbeabsichtigt zu der Beantwortung | brr „höchst interessanten" Frage führen können, ob ein I Mensch mit Diabetes insipidus auch trotz gewisser Flüssig- I keitSzufuhr an relativer Austrocknung des Blutes (also einer I 3rl Hitzschlag) zu Grunde gel)en kann." Was Dr. Stubell I zur Rechtfertigung seiner Handlungsweise anführt, ist weit I -cher geeignet, ihn zu belasten. Er sagt: „In diesem Versuch I ist es, allerdings unter Hervorrusung bedrohlicher Störung | Allgemeinbefindens des Patienten, gelungen, die sonst I jv konstante llrinsekretion wesentlich herabzusetzen, ja auf I «tuderthalb Stunden zum Versiegen zu bringen, wobei ich I [jdit an die Grenze des Erlaubten gegangen zu sein mir I Mhll bewußt bin (unter andauernder Kontrolle von I Ws und Herz). Noch ein paar Stunden länger gedurstet I irnib die Urinsekretion hätte vielleicht ganz aufgehört, die I Lerzaktion wahrscheinlich aber auch." (Arch. f. kl. Med., I ch. 62, pag. 98/99.) Die „National-Ztg." bemerkt dazu: I Lu Zweifel an der Richtigkeit dieser Darstellung ist nach I Htn angeführten Zitaten nahezu ausgeschlossen. So gern | hur die Berechtigung des wissenschaftlichen Experiments I mec kennen, das zur Förderung der 5)erlkunde und zum I SSofrie des Kranken unternommen wird, ebenso sehr müssen I ttr unsere Mißbilligung aussprechen über Experi- I nmte die weit über die Grenzen dessen hinausgehen, | m einem Arzte in einem solchen Falle gestattet fein j Um Und ein solcher Fall liegt vor. Es handelt sich hier I ffii; nicht um einen Heilversuch zum Wohle des Kranken, | toibcni um die experimentelle Bestätigung irgend eines ] imeretischen Problems, has für die Wissenschaft vielleicht, I übt aber für die Heilkunst von Belang sein kann. Ein I «jweifechaftes Experiment wird gar ncch mit den grau- I > iMisten Mitteln erzwungen: unter Freiheitseinschränkung I uns unter ausdrücklicher Entziehung jeglicher Möglichkeit, I . ktn Lrennenden, qualvollen Durst der armen Kranken zu I Ifliieii. Derartige Experimente sind von humaner Wissen- I Hiirlichkeit iveit entfernt, sie gehen nicht nur „hart an I bik Grenze des Erlaubten", sondern überschreiten sie in I jX ungerechtfertigter Weise. Der Experimentator Dr. I i hiMt scheint noch ein junger Herr zu sein; im Aerzte- I 5 ürechnis des Reichs-M edizinalkalenders für 1900 ist sein I ■ Üfc nicht zu finden. Es ist in aNen Universitätskliniken I daß derartige Experimente, zumal so eingreifende I -Ob die Gesundheit bedrohende, von jungen Assistenten I mW ausgeführt werden, ohne die EmwiNignng des kli- I irfct Direktors. Das ist hier Professor Dr. Stinzing in I 3(ra.. Derselbe wird hoffentlich samt seinem Assistenten I -M Wer an t Wortung gezogen werden. * Fünfhundert Thaler für einen Knh. Ein durch sei« I fitllenerö Klageobjekt interessanter Prozeß ist bei dem Land- I ßieriejtt zu Lyck in Ostpreußen angestrengt worden. Dem | Gelegenheitskänfe Enorm 4221 früher Mk. 20.—. - AJbn y truner ulk. sv—. Carl Ao er ach Seltersweg 85. Enorm billig. Seltersweg 85.. Reise- und Strassen-Kostüme ans T ndpn aus Loden aus Covercoat (Jacken mit Futter) (Jacken mit Seidenfutter) Mir 7 nn _» ,ri Mir 11 jetzt 16 Mk., LS Mk., 30 Mk. IHK-; ■ früher Mk. 13. ULK. JLIb y früher Mk. 20.—. früher 28 Mk., 34 Mk., 50 Mk. 300IC □ geltlick geliefert. L Eintritt frei! 4219 Eintritt frei! oa Verlangen Sie gratis empfehlen 2387 C. Röhr & Co »eraMwortlich für dm al|tmeinen teil: P. öiUH; für dm »nietyaHi»: >eni »e4. — Vereine versliiltdents Mietfleluche Vermietungen OER BESTE BUTTERCASES^ n nerKnMen o □ □ o o □ □ o Sehr günstig o o D ö ö a Q Q □ D D O O D □ O □ D O D D O O Leibniz CaKes o a □ a BREMEN. Kostenfrei Auskunft irtheilt in Giessen: J. M. Schulhof, n „ Carl Loos, „ Friedberg: Isidor Schulhof, „ Grünberg: Julius Karl, „ Homberg: Carl Stern. 02549] Eine gut erhaltene «asten- karre (zweiräderig), auch für ein Pferd geeignet, und mehrere Wagen Mist zu verkaufen. MäuSburg 3. 3296] Schöne Mansardenwohnung per sofort zu verm. Asterwea^üV- HANNOVERI CÄKES-FABRIK (Offene stellen Kanfinrackte Sonntag den 17. Juni: jlemn-L«;liis üver die Kohewarte nach Annerod Zusammenkunft 4207 3 Uhr nachmittags im Verelnshaus. Zwei tüchtige Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren in die Kantine gesucht. 4216 Christ. Duill, neue Kaserne. Von eingeführtem Agenturgeschäft wird die Vertretung einer 4209 leistungsfähigen Cigarrenfavrik welche in Preislage von Mk. 17—30 arbeitet, für Hst-Westpreutzeu eveut. Sommer«, F'osen und Schlesien gesucht. Offerten unter N. Y. 5329 an Aud. Wesse, Königsberg, i. Sr. KonKursausverKauf. Da der Laden des C* L. Gail bis Ende dieses Monats geräumt sein muß, werden die noch vorrätigen Hüte zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft. 4217 Der Konkursverwalter. Druck und Stdag d«r vrStzl'schm Uni.ersttätt^uch. und Eteiudrückerei (Pietsch m Ki-ßm. Are heutige Aummer umfaßt 10 Selten Stadt. Schlachthaus. Freibank. 4206 Heute und morgen: K»Wst 45 M Wirte. Wufikautomateu v. Wk. 40 äu, ^ebet- pianos Wk. 400, Arehpiauos Wk. 450, ltrcetstor-Hrchestriou WK. 400, Atöteu- automat WK. 300, Atöteu-Hrchestrion Wk. 550, Aevolver-Hrchestrions Wk. 1400, elektr. Hrchestriou Wk. 2100, elektr. F»iauos v. WK. 1190 an, großes Gewichtspiano-Hrchefirlou Mk. Iu75. Piano« Alilkstraße 22 Gartenanteil rc., per 1. Juli, eventl. früher, zu vermieten. Näheres «licestratze iS. 3206 Knladung zum Abonnement auf das Casseler Tageblatt und Anzeiger 47. Jahrgang. Weflsölisches MuMdlkUN 160 Zentimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den billigen Preis von IW 1 Mark per Meter Zur Aushilfe | wird zum 1. Juli ein in Küche u. HauS« arbeit erfahrenes Mädchen geg.hohenLohn gesucht. Frau Ar. W. Stein, Löberffr. 2S jadeu ?u mmieteu per 1. Juli d. I. 4166 Näheres Seltersweg 25, Cigarrengesch. AU vermieten. 4033 Neustadt 14. Zu den vier Jahreszeiten Grünbergerstrafre 47. Täglich grosses Konzert -es Aarnen-Hrchesters Karmonia. MKMerikr Rieienöampjern des MMn M Aelteste, umfangreichste und gelegenste der in Caffel erscheinenden Zeitungen, wird mit der sonntäglichen Beilage ,Die Plauderstube" herausgegeben, ein durch seinen feuilletouifiischerr Inhalt allgemein _ gern gelesenes UnterhaltungSblatt, welches eine angenehme Ergänzung des O Hauptblattes bildet. . □ Das Letztere bringt in den telegraphische« und telephonischen Aach- D richten rasche und zuverläffige Mitteilungen über die wichtigsten Ererg- 8 niffe in der Politik, welche außerdem in Artikeln und einer sorgfältig zu- sammengeftellten Haaesgeschichte eine ausführliche und objektive Besprechung J finden, liebet die Verhandlungen des Reichstags und Landtags erscheinen 3 am Morgen nach den Sitzungen bereits ausführliche Berichte. Besondere Q 3 Berücksichtigung erfährt der lokale und provinzielle Teil. Reichhaltige Nach- Q 3 richten vermischten Inhalts bringen alle sonstigen mitteilenswerten Ereig- Q 3 niffe des täglichen Lebens zur Kenntnis der Leser und des Weiteren sorgen Q Heinere wie größere Aufsätze für die mannigfachste Unterhaltung. Das Q Aeuilleton enthält die neuesten und spannendsten Aomaue und Novellen q aus der Feder beliebter Autoren. — Ferner bringt das Blatt täglich Warkt- Q und tzours-Sepeschc« von allen bedeutenden Aandelsplätzeu, ^erlosungs- q listen über in- und ausländische Wertpapiere, die vollständigen Iiehuugs- “ listen der Aönigl. preuß. Alaffenlolterie u. f. w. Die Abonnenten erhalten am 1. Mai und 1. Oktober einen Sommer- vezw. Wiuterfahrplan in Plakatformat, sowie ein vollständiges Aahrptan- buch in Taschenformat, ferner am 1. Januar einen Wandkalender unent- Bon ruhigem Mieter eine 3-Zimmer- wohnung zum 1. Oktober im südlichen Stadtteil zu mieten gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 02481 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Ruh. Leute (Mann, Frau u Mädchen) uchen per 1. Oktober 6-Zimmerwohn. mit Zubehör, Gas rc. in freier Lage. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 02448 an die Expedition dieses Blattes.________________ 4187] Eine Dame sucht Zimmer und Kabinett; wenn möglich kleine Küche dabei. Gefl. Offerten Bleichstratze 7. 3 gelllick geliefert. O 3 Das Abonnement für Auswärts beträgt 3 Mark 50 Pfg. pro O 3 Vierteljahr und sind die Bestellungen bei den nächstgelegenen Postanstalten O 3 zu bewirken. . ,, u w Q finden durch das „tzasteler Tageblatt und An- Q die größte Verbreitung und werden O 3 mit nur 15 Pfg. pro Zeile berechnet. Bei größeren Aufträgen oder Q 3 Wiederholungen entsprechender Rabatt. O 3 Das .Casseler Tageblatt und Anzeiger" wird täglich früh O O mit -en ersten Posten versandt. g -—xxxaaoocxxxxxmooioanöDooooöaoaocsQO 4203] Kleine Wohnung, mit Korridor und Wafferleitung, zu vermieten. I. Ruckstuhl, Steinstraße 63. 4030] Wohnung von 5 Zimmern, Küche, für 420 Mark sofort oder später zu vermieten durch _______Wilh. Hilb, Nordanlage 1. 5-Zimmerwohnung im ersten Stock, der Neuzeit entsprechend, per sofort zu vermieten. 02517 Stephanstratze 43. 02547] Ein LogiS per 15. Juli zu vermieten.___________Lindengaste 1. 02543] Schöne 4-Zimmer-Wohnung zum 1. Oktober an ruhige Leute zu vermieten. Näheres Hrüubergerstraße 33, 1 Hreppe. 02541] 3-Aimmer-Wohnung an ruhige Leute._____________Aircheuptatz 11, IV. 02540] Mansarde, 1 Zimmer, 2 Kabinette, Küche m. abgeschl. Korridor zu vermieten. Gcke Aicherstratze und Wolfstraße 20. 2861] Eine Wohnung von 7 Zimmern im 2. Stock, mit Wasserleitung, Gas, eventl. Badezimmer u. s. w., ist per Juli zu vermieten. Frau S. Aatzenstei«, Wilhelmstr. 1. 81581 Südanlage 10. Parterrestock per 1. Juli zu verm. Näheres Kreuz 6. 2760] Arenndliche Wohnung, 4 Zim. mit allem Zubehör, zu vermieten. Näheres Wallthorstratze 16. 3292] Eine Fannlienwohnung, vier Zimmer mit Zubehör, per 1. Juli zu vermieten._____________Asterweg 6. 3271] Mansardenlogis, 3 Zimmer und Zubehör, wegzugshalber zu vermieten. ________Wilh. Kaas, Bleichstraße 18. Oswaldsgarten. Der erste Stock meines Hauses ist biS zum 15. Juli zu vermieten, eventl. auch früher. 2858 Keinrtch Kausch, Neustadt 78. Junger Arbeiter vom Laude gesucht I. ft. EpieS, Selterwafferfbr., Mittelw.7 4222] Mehrere kräftige und gewandte Handarbeiter welche anch mit Anhrwerk umzngeheu verstehen, finden bei alsbaldigem Giutritt dauernde Beschäftigung bei Hkyligeustakdt L Comp. Familieuwohuuug per 1. Juli zu vermieten. 3826 Hermann Thiele, Liebigstraße 29. Wohnung 4038 Neustadt 14 3911] Vonnenstratze 26 ist eine kleine Wohnung auf 1. Juli zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15. in welchem seit langen Jahren gUUtHj ein Kolonialwarengeschäft betrieben wurde, per 1. November d. Js. anderweitig zu vermieten. ________Carl Petri, Marktplatz 18. Pferdeftaü ^Südanlage 8. 02546] Arbeiter zum Ausladen von Mineralwaffer für n. Montag gesucht. _____________________I ft. Spies. Sucke für meine Bahnhofswirtschaft auf sofort ein 4215 tüchtiges Mädchen evang. Religion, aus guter Familie, weiche- imstande ist, die Bahnhofsrestauration selbstständig zu führen. Gehalt 20 Mark pro Monat. Christian Neef, Hotel zum Bahnhof, Wurvach i. A. Zeitungsträgerin für die Tour: Bahnhofstraße, Neustadt, West- und Nordanlage gesucht. Agentur der Frankfurter Zeitung, ____________Seltersweg 62._______02548 02548] Ein zuverlässiges Kindermädchen per 1. Juli gesucht. Dleichstr. 2l, II. Männer-Turnverein. (Spirlritgt). Sonntag den 17. Juni er.: Wettspielen, auf dem Trieb. Worgens 7 Ahr: Gesamt-Wettspielen. Nachmittags 3 Ahr: Eiuzelwettspielen und ftürspiele. Abends 7 Ahrr ftonzert und Preisverteilung auf der Lievigshöhe. Reckt zahlreiche Beteiligung der VereinSmitglieder ist erwünscht. 02544 Sängerkranz. Sonntag den 17. Juni, nachmittags 3 Uhr: Partie an den Mwigsbrunnen. 4218 Der Vorstand. Ecke Neustadt 12 im yi'^UvUll 3. Stock 2 Zimmer und ftabinett mit Zubehör per 1. August zu vermieten. Näheres im Laden. 4068 KlkinksDgig *U Marktplatz 18. i möblierte Zimmer zu vermieten. JJ* 4033_____________Neustadt 14. 4091] Schön möbliertes Zimmer, Nähe der Kliniken, zu vermieten. ________Krankfurterstraste 53, in. i möbliertes Zimmer zu vermieten. JJV 02519_______Bahnhofstraße 18, III. 02512] Möbliertes Zimmer, mit oder ohne Pension, sofort zu vermieten. _____________Bahnhofstraße 62. 02487] Möbliertes Zimmer, evtl, mit zwei Betten und Pension, zu Vermietern______________Hessischer Hof. möbliertes Zimmer zu vermieten. 2/1 02450 Löwengaffe 10. Mk. 1000 bis 1700 und höher. 6infi8tsjabrildagtr,tin|igtt®tntrel‘ Vertrieb der bonkurreuMn Patent'NoleaMItt-Znstrumuial- MiflilflÄ mit wunderbar schöner Musik. - Noten per Meter 80 Pfennig- Fachmännische, coulante Bedienung. Reparaturen, Stimmungen jed. Art prompt NrankfurterAutomaten'AuSstellung Friedrich Seip, Frankfurt a.M., 77ftaiserstratze77, amHauptbahnhof Soloknte Vertreter “g“ Motore v. Mk. 85 an. Trockenaccumula- tore, Vierzeller Mk. HO, Fünfzeller von ________ Mk. 125 an.________4211 Prima Holzkrahue» Reisekörbe Waschbütteu rund und oval in allen Größen billigst tcl*Wilh. Kohlermann, i Neustadt 12, Neubau. Locken, eine Zierde erhält mao In kurzer Zeit ohne Brennen mit Horm Muache’e gee. gesch. Locken. Erzeuger Adonle.t!,Macht< ebenso hängendes Kindcrhaai schnell lockig und wollig. Fl 0,60. Euthaarangapelrer zui sofortigen Entfernung lästigoi Ha&ro 1,50. ft Echt nur mit Firma Herrn. Musche, Parf., Magdeburg. Hier zu haben br tto Schaaf, Drog , Seltersweg 39 Seeilet ’* Vie S« ’-5‘* SÄ $0\ In-en PI ^hllose Msa und Gesellse^^ ftagen und ihr taguugen, die ftötn, hat fu allgemeinen » ilung unseres genug, um sre Zwischen Entwickelung ' Hang. Einers erreicht jein, meinen Volks ein höherer n den ohne Er! Natürlich Tai Lösung der ' oÄmieintlich« (M bedeut« wichtige Sti der durch^ ei befähigt roh mag. Gera der Äesähigi tiger, als es zu behauptet wären, wenn der allgeme wäre. Tiefen ‘ bcutftfai Wol Mge behant 1. Die B erhvhie v 2. Eine gesd gleichmäßige neben (tver unseres Vol markte. 3. strebungen < dungsanstalt wehrte Pflec Auch bei die überall | lanbs Weitste so wurde aui ven, daß Te behaupte. Volksbildunc Landwer die Großind Bildung. sein, sich m toenhen, aus ^dustrie nid «ewerbes bü: Bedürfnisse t rann auch ni kaufmännisch W zu Nutz «roße Bildw MLandw bll rge Verka Arbeitslöhne^ llnd des her Nnnderung d 6»« Ä- ^^rehung \ ^^nen Tolk *Ä* des LMhrun Mten die Ni