Freitag bett 16. März 1900 KEes Blatt. i!oq sid ö 'Äirr^ h m« »dün9ft98 v en. - hmwirken. v. Bechtold. , Uft bit llntcqtid) ni tßaye, dn Hal! litt 1H We Mr. n toh zn- ung tüchtiger ck! 5e SJ&W5 - »fi Postbezug, > i M, ^40 DiWteljöW Deutscher Reichstag. 167. Sitzung vom 14. Marz. 1 Uhr. KiUttim, Gxpedition und Druckerei: ^chntßratze Ar. 7. Gießen, den 14. März 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. Gratisbeilage«: Gießener Famitiendtättrr, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. die Landwirtschaft." Ich lade hierzu die Mitglieder des Vereins und alle Freunde der Landwirtschaft freundlichst ein. '7S‘* Mrgermeifter wollen dies gefälligst in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen, und auf einen zahlreichen Besuch Am Bundesratstische:Nieberding. Die dritre Lesung der lex Heinze wird fortgesetzt mit der Spezral- diskussion. Die neue Fassung, welche § 180 St. G. B. nach den Beschlüssen zweiter Lesung erhalten soll, lautet: § 180. Wer gewohnheitsmäßig oder aus Eigennutz durch seine Vermittelung oder durch Gewährung oder Verschaffung von Gelegenheit der Unzucht Vorschub leistet, wird wegen Kuppelei mit Gefängnis nicht unter einem Monat bestraft; auch kann zugleich auf Geldstrafe von 150 bis zu 6000 Mk, auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie auf Zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt werden. Sind mildernde Umstände vorhanden, so kann die Gefängnisstrafe bis auf einen Tag er- d-Anlagen, wie ableanx. i Elementen, igedraht u.8.w. Vereins. »m Mittwoch, «l.d. Mts., vormittags I« Uhr wird die Generalversammlung des landwirtschast- ltchen Bezirksvereius im Leuz'sche« Saale (Felsen- Met) dahier mit folgender Tagesordnung stattfinden. 1. Aufstellung des Voranschlags für 1900/1901; 2. Wahl von 6 Mitgliedern des Ausschusses des landwirtschaftlichen Provinzialvereins auf 3 Jahre; 3. Vortrag des Herrn Landgerichtsrats Schmeckende ch e r von Gießen über „die Bestimmungen des neuen Bürgerlichen Gesetzbuchs in Beziehung auf d Wasser- H sowie 1 Alle Anzeigen-BermittlungSstellttt^e-J^ jMWAW nehmen Anzeigen für den GisSeS'ei Äjizcigtt e^g^ Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., - auSwqxt^ Pfg. ost ■In?) r.'Doo iim huc ’ Hk. 1H Taimen Zstü Bekanntmachung. etr.: General - Versammlungen des landwirtschaftlichen »s, le MMtt-l. ta •äuterwein hs«s 6|l »ach M» w .. ti, ■■.tirittOMhV ■ ini9 lin vguL« Adreffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher 'Ihr. al. (j s !el®uchtungs. 19 'U’dAoetylen reise. leisten, ist ja bekannt Abg. Roer en (Zentr.): Es kann jetzt frei und ungehindert an jede Dirne vermietet werden, wie man will und wann man will; der Hausbesitzer kann dafür nicht haftbar gemacht werden. Strafbar ist, wenn der Vermieter den Unzuchtbetrieb der Dirne gewohnheitsmäßig oder gewerbsmäßig duldet. An diesem Zustande würde nichts geändert, wenn 8 181b abgelehnt wird. Wird er angenommen, so würde die Duldung straflos sein, auch wenn sie gewohnheitsmäßig ist. Die Hausbesitzer haben nun die größten Klagen geführt über die Entwertung ihrer Häuser durch die Nachbarschaft solcher, von Dirnen bewohnten Häuser. Diesen Klagen muß die Gesetzgebung abhelfen. Der Beweis, daß Gewinnsucht den betreffenden Vermieter leitet, ist außerordentlich schwer zu führen. Nach dem gegenwärtigen Recht ist es für die Polizei schwerer, den Dirnen bestimmte Staub'n anzuweisen, weil die Hausbesitzer wegen der Gefahr, sich der Kuppelei schuldig zu machen, sich weigern werden, an Dirnen zu vermieten. Zu einer echten, regelrechten Winkelbordellwirtschaft müßte 8 181b führen. Geheimrat v. Lenthe sucht nachzuweisen, daß die Befürchtung, daß die benachbarten Hausbesitzer in dem von dem Vorredner entwickelten Sinne schwer belästigt werden würden, wenn nach 8 181 das Vermieten an Dirnen straffrei wäre, nicht begründet ist. Abg. Stadthagen (Soz.): Das Zentrum hat seit 1892 eine Schwenkung gemacht, die mir ganz unbegreiflich ist. Früher war das Zentrum gegen die Bordelle und nannte mit uns die widergesetzlich m Hamburg, Kiel, München, Berlin bestehenden Bordelle ungesetzliche Einrichtungen, die beseitigt werden müßten. Heute spricht Herr Roeren gar nichts mehr darüber, heute gehen seine Ausführungen dahm, daß die Polizei es bei der Ablehnung des 8 181a leichter haben werde, die Dirnen auf bestimmte Straßen und Häuser zu verweisen. Wenn Sie so weiter gehen, sanktionieren Sie (zum Zentrum) gerade bte Bordelle, gegen die Sie bisher so grimmig anzukämpfen schienen. (Lärm und Lachen im Zentrum.) In Kiel bestehen faktisch Bordelle, und chre Zahl ist in den letzten Jahren bedeutend vermehrt worden; das Unglaubliche an diesen widergesetzlichen Zuständen aber ist, daß nicht diejenigen, die daran Schuld sind, die Polizeiorgane, welche sie konzessionieren und dulden, sondern diejenigen bestraft werden, welche auf diese Widergesetzlichkeiten Hinweisen. Im weiteren Verlaufe macht Redner eine Aeußerung, die im Zusammenhang auf der Tribüne nicht verstanden wird; er wird für dieselbe vom Präsidenten Grafen Ballestrem zur Ordnung gerufen, weil er Ordnung, Flotte und Unzucht in einen ganz ungehörigen und unparlamentarischen Zusammenhang gebracht habe. Irgendwo müßten die Mädchen doch wohnen können. Die Lokalisierung und Kasernierung der Prostitution wäre nichts als eine Beeinträchtigung der Arbeiterklasse. Staatssekretär Nieberding: Die Behauptung, ich hätte gesagt, Bordelle seien in Deutschland zulässig, sobald sie von der Polizei genehmigt seien, und insofern damit kein Ausschank von Getränken verbunden sei, muß ich zurückweisen. Ich habe keine Wendung gebraucht, die ein solches Mißverständnis Hervorrufen könnte. Bordelle sind in Deutschland nach dem Strafgesetzbuch strafbar. Ich habe vorhin nur gesagt, daß sich bei uns, nach Annahme dieser Bestimmungen Bordelle nicht entwickeln können, weil regelmäßig Bordelle mit einem Wirtschaftsbetriebe verbunden seien, wogegen die Polizei auf Grund der Gewerbeordnung einschreiten könnte, und weil mit den Bordellen eine Ausbeutung der Prostituierten verbunden fei, gegen die der 8 180 Anwendung finden könnte. Abg. Henning (dk.): Die beiden Thatbestandsmerkmale für die Kuppelei, Gewohnheitsmäßigkeit und Eigennutz, werden in dem 8 180 so eingeschränkt, daß es einer besonderen Bestimmung über das Vermieten an Dirnen thatsächlich nicht mehr bedarf. Das Telegramm von tfjs*** :-G- V*“ tfSS-' gewarnt* S -g Krä*j* .fast ' lOil Judikatur nach müßten sofort sämtlicheVerträge mit den Prostituierten aufgelöst werden. Thatsächlich aber werden lausende von Wohnungen vermietet, ohne daß die Polizei ehörde daaegen etnschretlen kann. Die Lokalisierung und Kasernieruna der Prostitution besteht jetzt schon, und zwar im Interesse der öffentlichen Gesundheit und Sittlichkeit. Es soll also gar nichts neues geschaffen werden. Die Befürchtungen dagegen, daß sich aus diesen ZustLndrn Bordelle ent- wickcln können, halte ich für unbegründet. Würden sich solche bilden, so würden sie, da sie wtt einer Ausdeutung verbunden sind, unter den Kuppeleiparagraphen fallen. Da Bordelle in der Regel mit Wirtschaften verbunden find, würden sie der Gewerbeordnung unterliegen, wonach eine Wirtschaft untersagt werden kann, wenn anzunehmen ist, daß sie der Unzucht Vorschub leistet. Man sagt, der gegenwärtige Zustand wäre zwar nicht schön, aber er müsse ertragen werden. Ich behaupte, die Vermieter und die Polizei ertragen diesen Zustand mit Unwillen. Die Polizei legt Wert darauf, die Prostitution in bestimmte Regel und Ordnung zu bringen, und nun soll sie die Wirte verfolgen? DaS ist ein unerträglicher Widerspruch. Ich bitte Sie, halten Sie an dm Bestimmungen zweiter Lesung fest, und verwerim Sie die Anträge. Abg. Endemann (nl.)t Auch ich erkenne den 8 181b als eine vollkommene Notwendigkeit an, nicht allein aus moralischem, sondern auch aus prophylaktischem Jntereffe, um die Verbreitung der Geschlechts- । krankheiten, der Syphilis hintanzuhalten. Wenn die gewerbsmäßige Die Herren I Unzucht unter polizeilicher Aufsicht steht, muß auch dafür gesorgt werden, "* ' 1 | daß diese unglücklichen Personen eine menschenwürdige Wohnung haben. (Sehr richtig I). Sonst tritt an die Stelle der öffentlichen die heimliche Prostitution, die viel schlimmer ist als die öffentlich geduldete. Wie sollen diese unglücklichen Wesen sich und ihre Wäsche reinhalten I Das Syphilis- und Trippergift muß durch Reinlichkeit entfernt werden. Es können doch nicht in 24 Stunden die Zeiten sich geändert haben; höchstens können bestimmte Einflüffe vorhanden sein, die diese Umstimmung bei der Regierung hervorgerufen haben. Für den 8 181b jetzt noch einzutreten, scheint allerdings verlorene Liebesmühe; entschuldigen Sie den Ausdruck; denn es handelt sich hier um Liebe im allerfreiesten Sinne (Heiterkeit). Syphilis und Gonorrhoe bleiben nicht individuell, sondern greifen um sich und bilden eine Quelle unendlichen Uebels für die gesamte Nation. Die Wohnungsfrage muß wenigstens für den Augenblick so gelöst werden, wie es in zweiter Lesung geschehen ist. Daß damit die Kasernierung gefördert wird, befürchte ich von meinem Standpunkte durchaus nicht. Im vorigen Jahre tagte in Brüssel ein großer Kongreß, der sich das Entgegenarbeiten gegen die Verbreitung der Geschlechtskrankheiten zum Ziele gesteckt hat. Dort thaten sich die Engländer als die absoluten Abolitionisten auf; was aber die Engländer an Heuchelei müßigt werden. Mit diesem 8 180 wird gleichzeitig diskutiert 8181b der Beschlüsse zweiter Lesung: . . r ! 8 181b. Die Vorschriften des 8 180 finden keine Anwendung auf die Vermietung von Wohnung an Frauenspersonen, welche gewerbsmäßig Unzucht treiben, sofern damit nicht eine Ausbeutung des unsittlichen Erwerbes der Mieterin verbunden ist Abg. Beckh (frs. Vp.) beantragt, statt deS 8 181b dem 8 180 folgenden zweiten Absatz zu geben: Die Vermietung von Wohnungen an Frauenspersonen, welche ge- verbsmäßig Unzucht treiben, ist nicht als Vorschubleistung anzusehen, so- fern damit nicht eine Ausbeutung des unsittlichen Erwerbes der Mieterin verbunden ist. ... Nach den Kompromiß-Anträgen soll 8 181b gänzlich beseitigt werden. Die Sozialdemokraten beantragen: dem 8 1816 hinzuzufügen: „Die Polizei ist nicht berechtigt, anzuordnen, daß Personen, welche gewerbsmäßig Unzucht treiben, nur in bestimmten Stadtteilen, Sttaßen, Wohnhäusern oder Wohnungen Wohnung nehmen. Ebensowenig ist die Pvlizei berechtigt, zu verbieten, daß Personen, die gewerbsmäßig Unzucht treiben, in bestimmten Stadtteilen, Straßen, Wohnhäusern oder Wohnungen Wohnung nehmen: eventuell den 8 181 b zu streichen. Abg B eckh'Koburg: Die Streichung des 8 181b schafft für die prostituierten Dirnen einen Ausnahmezustand. Die Dirnen werden für ihr Gewerbe besteuert. Und in der zweiten Lesung hat auch der konser- rative Abg Himburg gemeint, irgendwo müßten sie doch wohnen. Deshalb haben wir die Beibehaltung der in der zweiten Lesung gefaßten Bestimmung in nur unwesentlich veränderter Form beantragt. Die skasernierung der Prostitution sollte gerade durch diese Bestimmung verhütet werden. Nachdem die Regierung sich dafür ausgesprochen hatte, finde ich keinen Grund heraus, weshalb die Kompromißparteien jetzt so sehr dagegen sind. Abg. H ö f f e I (Rp) Würde dieser Antrag angenommen werden, so würde die Prostitutton nach allen Richtungen freies Feld haben. Die folge der Annahme würde sofortige Lokalisierung sein, da die Polizei zweifellos anordnen würde, daß nur gereifte Straßen und gewisse Häuser darin von Dirnen bewohnt werden dürfen; binnen kurzem hätten wir dann dasjenige in Fülle, an dessen Beseitigung wir seit dreißig Jahren arbeiten. Staatssekr. Nieberding: Die verbündeten Regierungen legen auf die Aufrechterhaltung des 8 181b der Vorlage den allergrößten Wert. Die zahlreichen Unterschriften unter dem Kompromißantrage und bet Antrag Albrecht und Genoffen zeigen allerdings, daß die Parteien entweder garnicht, ober nicht bedingungslos dieser Vorschrift zustimmen. Die Regierung toleriert allerdings die Einschränkung, welche 8 181b in de» zweiten Lesung erfahren hat. Ich verstehe den Widerspruch der tiegner gegen eine Bestimmung, bei der es sich gewissermaßen um bie Legalisierung eines von uns allen mißachteten Betriebes handelt. Ader derartiges kann für die Reichsgesetzgebung nicht entscheidend fein. Wir stehen hier Thatsachen deS unbarmherzigen Lebens gegenüber, denen wir stachnung tragen müssen. Nach den Entscheidungen des Reichsgerichts »st jeder Vermieter, der eine Prostituierte gegen Entgelt bei sich wohnen läßt, 'öffern er nur weiß oder annehmen muß, daß diese Person die Absicht hat, m dem vermieteten Raume Unzucht zu treiben, bestrafbar. Dabei •ommt eS nicht daraus an, daß der Vermieter einen beeren als den gewöhnlichen Mietpreis genommen hat. Dieser Zustand ist für die Ssitchte und die Polizeibehörden in gleicher Weise unerttägltch. Der tflfifttfhÄ Plä., ” -Ä»U Wmgefftbir;' Mcfdst »MHell« Kchener Anzeiger General-Anzeiger allerhöchster Stelle forderte 18»1 „wirksame Auskehr", mit einer Be- timmung wie den 8 181b wird nicht nur nichts ausgekehrt, fchWÄr die völlige Freiheit aller Prostitution gewährleistet. Wir können nur w die verbündeten Regierungen die Bitte richten, diesen Paragraphen allen zu lassen ober doch, wenn er von der Mehrheit verworfen ist, deswegen dem Gesetz die Zustimmung nicht zu versagen. Der Versuch, die staats erhaltenden Parteien für die Prostitution verantwortlich zu machen, wie es der Abg. Stadthagen unternahm, verdient keine Widerlegung. Abg. Bebel (Soz.): Trotz der-mehrfachen Provokationen des Kollegen Stadthagen wegen der widergesetzlich bestehenden Bordelle ist keine Antwort erfolgt; ich muß auch aus diesem Grunde zu dieser Frage nochmals das Wort ergreifen. Nicht die staatserhaltenden Parteien, sondern die heutige, herrschende Staats- und Gesellschaftsordnung ist verantwortlich für die Prostitution. Sie kommen in dieser Frage aus den tollsten Widersprüchen nicht heraus und müssen sich begnügen, das liebel so zu mildern, wie es die bestehenden Zustände eben zulaffen. Sie erklären selbst, daß an ihre Beseitigung nicht gedacht werden kann, daß sie ein notwendiges Nebel ist. Ist sie aber ein solches, und bringt sie die Gefahr der epidemischen Verbreitung der bösesten Krankheiten mit sich, so muß die Gesetzgebung alle Mittel in Bewegung setzen, das große Nebel der Geschlechtskrankheiten einzudämmen. Aus diesem Grunde ist unser Antrag eingebracht, deffen Motivierung durch den Abg. Endemann wir uns ganz zu eigen machen. 8 181 b, wie er nach der zweiten Lesung lautet, ist geradezu ein Klassengesetz, gerichtet gegen die Arbeiterklasse, die man allein den weiteren Verherungen überläßt, womit jene Geschlechtskrankheiten den Volkskörper bedrohen. Daß es sich um ein reines Klaff ngesetz handelt, beweist die Rede des Herrn Staatssekretärs sonnenklar. Man kann doch nicht die Prostituierten erschlagen, ersäufen oder auf eine ähnliche Weise aus der Welt bringen; sie müssen wohnen, und daru»n läßt man sie in gereiften Straßen und Häusern entgegen den gesetzlichen Vorschriften wohnen, ohne daß Polizei und Gerichte eingreifen. Die Polizei duldet nach seinen Erklärungen einen Zustand, der mit dem bestehenden Strafrecht im Widerspruch steht, sie gibt sich selbst zur Begünstigung eines ungesetzlichen Zustandes her. Das klar und deutlich auszusprechen, ist von größter Bedeutung und Wichtigkeit. Die Polizei ist die professionsmäßige Gesetzesübertreterin; lehnt der Reichstag unfern Antrag ab, so sanktioniert er diesen bisher ungesetzlichen Zustand. Sie kommen nicht darum herum, vor der Nation darauf festgenagelt zu werden, daß das mit Ihrem Willen und Wissen geschieht, nenn dieses Gesetz angenommen wird. In München, so wird mir glaubwürdig versichert, brauchen die Bordellinhaber die betreffenden Mädchen nicht polizeilich anzumelden, dadurch wird direkt dem Verbrechertum Vorschub geleistet. Der Staatssekretär hat zugestanden, daß thatsächlich hier und da in Deutschland Bordelle existieren, daß also damit sowohl gegen das Strafgesetz wie gegen die Gewerbeordnung verstoßen wird. Die Verhältnisse in Kiel und Hamburg haben sich seit jenem vorher erwähnten Prozeß noch verschlimmert. In Hamburg gibt es eine große Zahl von Häusern, welche alle Merkmale eines regelrechten Bordells tragen, wie sie der Staatssekretär angab; diese Bordelle werden also erhalten und geschützt mit Wissen und Billigung der betreffenden Polizei- und Staatsbehörden. Ein solcher Zustand darf nicht mehr aufrecht erhalten werden. Am schlimmsten sind die Zustände in der unmittelbaren Nähe des Berliner Bahnhofs in Hamburg. Dicht bei dem Sankt Johannis Jungfrauenstift für Bürgertöchter befinden sich 13 konzessionierte Bordelle, die sich schon äußerlich dadurch kennzeichnen, daß sämtliche Jalousien herabgelassen sind. Der Besuch kostet 15—20 Mk., und dieses Geld bekommt nicht das Mädchen, sondern der Wirt. Es ist das nicht nur Getränkeausschank, sondern auch ein polizeilich genehmigter Tarif, der mindestens 100 v. H. über den Normaltarif berechnet. Das hat der Senat von Hamburg genehmigt. Wie stimmt das mit dem früher von dem Senat gegebenen Versprechen, die Häuser abzuschaffen? Und direkt gegenüber liegt das Jungftauenstift; die Ironie kann gar nicht weiter getrieben werden. (Heiterkeit) Man erzählt sich, daß die Stadt die Konzession an diese Häuser gegeben hat, um das wertvolle Grundstück des Stifts, welches die Verwalter sonst nicht hergeben würden, zu erwerben. Hoffentlich wird der Vertreter Hamburgs hier endlich eine Erklärung abgeben, weshalb der Senat sein Versprechen nicht eingelöst hat. Ich habe mich, wie Herr Stöcker sich gesagt sein lassen mag, niemals bemüht die Sittlichkeit der heutigen Gesellschaft herunterzureißen, aber mich bemüht, dieselbe Gesellschaft, welche von Sittlichkeit trieft, darauf hinzuweisen, daß sie solchen Krebsschäden Einhalt zu thun verpflichtet »st. Ich will Herrn Stöcker nur an eine Aeußerung erinnern, welche einen seiner nächsten früheren Freunde betrifft. Es handelt sich um die Memoiren des Fräuleins Flora Gaß, der jüdischen Geliebten des Freiherrn von Hammerstein. Bei einer Auseinandersetzung zwischen den beiden sauberen Persönlichkeiten sagte Fräulein Gaß: „Ihr seid doch alle die reinen Komödianten I" Und Herr von Hammerstein antwortete: „Ja, was soll ich thun? Das ist nun einmal mein Beruf!" (Stürmische, andauernde Heiterkeit) Hamburger Senatur Burchard: Daß der Abg. Bebel auf unsere Sittenpolizei nicht gut zu sprechen ist, ist bekannt. Ich muß aber anoc- kennen, daß er heute ohne Leidenschaft gesprochen hat. Im Jahre 1876 hat der Bundesrat an den Senat von Hamburg die Aufforderung gerichtet, die Anregung zu geben, daß die Bordelle aufgehoben werden möchten. Ich erkläre, daß im polizeilich technischen Sinne auch heute Bordelle in Hamburg nicht vorhanden sind (Gelächter links), nicht im Sinne, wie der Staatssekretär sie versteht, denn darnach ist ein Bordell nur dann vorhanden, wenn ein Unternehmen mit polizeilicher Konzession das unsittliche Gewerbe einer Prostituierten in seinem eigenen Vorteile ausbeutet Ich erkläre hiermit die politische Konzession wird nicht erteilt- (Heiterkeit links). Die Beziehungen zwischen den Prostituierten einerseits und den Logisgebern andererseits unterstehen nicht der Polizeibehörde. Die Streittgketten zwischen den Prostituierten und den Logisgebern unter- stehen lediglich der Kognition der Gerichte. Auch eine Konzession fit den Wirtschaftsbetrieb, die vor 1876 regelmäßig erteilt wurde und einen integrierenden Teil des Bordellbettiebes bildet, wird nicht erteilt. Am 6. Februar 1894 hat der Abg. Bebel gefragt, ob öffentliche Häuser m Hamburg beständen, im Widerspruch mit dem Reichsgesetz. Darauf hat der Vertreter des Reichskanzlers Staatsminister v. Bötticher an den Senat die Frage gerichtet, ob und in wieweit diese Behaupmng des Abg. Bebel begründet sei. Der Senat hat unter dem 10. März die Behauptung des Abg. Bebel als unzutreffend bezeichnet, insofern damit konzessionierle Bordelle gemeint setrn. Andererseits ■ ■«•lau »»« Anzeigen zu der nachmittags für den IittzNitrn Seg erscheinenden Nummer bi« Dorrn. 10 Uhr. UhAeftellungen spätesten« abend« vorber. Amts- uttb Anzeigeblatt für den Areis Giefzen. Re. «3 $rf*rhü täglich mit Ausnahme dc« Äentag». Die Gießener •erben dem Anzeiger tm Wechsel mit „Heft. Snebmitf n. „Blätter Oe heft. •elUhinbt* •HtLimtikigelegt. 8 Fritzlar, 14. März. Ein herber Schicksals I schlag traf die Familie des Herrn Bäckermeisters Adam Itter hier. Dessen Lehrjunge war vorgestern mit Holzspalten beschäftigt, wobei ein Stück Holz absprang und das kleine, drei Jahre alte Söhnchen Martin, welches sich in unmittelbarer Nähe aufhielt, an den Leib traf jhb zwar so unglücklich, daß sofort ärztliche Hilfe in Anspruch ge nommen werden mußte. Gestern nachmittag ist der Knabe infolge der erlittenen inneren Verletzungen gestorben. — Gestern nachmittag fand im Stadtpark Hierselbst eine Ver- sanrmlung der selbständigen Feuerarbeiter statt. Betr. Innungen wurde ein vorgelegtes Statut durchberaten und nach einigen Aenderungen gutgeheißen. Dasselbe soll dem Herrn Landrat Noeldechen zur Genehmigung "eingereicht werden. Mit Erledigung der Geschäfte ist ein provisorisch gewählter Vorstand beauftragt worden. A Waber», 14. März. Zu der gestern nachmittag Hierselbst stattgehabten Versammlung der selbstän digen Holzarbeiter waren außer Wabern noch Meister erschienen aus Haddamar, Fritzlar, Lohne, Werkel, Geismar und Obermöllrich, im ganzen 23 Teilnehmer. Nach Besprechung von Jnnungsangelegenheiten wurde beschlossen, ein Statut auszuarbeiten und zwar nach dem Muster schon vorhandener Innungen. Die Versammlung nahm nach längerer Debatte, bei welcher auch der Tag der nächsten Versammlung in Erörterung gezogen wurde, folgenden Antrag einstimmig an: „Die Versammlung bittet den Herrn Landrat Noeldechen, die Handwerker derjenigen Gemeinden, welche zu dem Amtsgerichtsbezirke Fritzlar gehören, auffordern zu wollen, daß dieselben sich zu der am Sonntag, den 25. März d. I. im Stadlpark zu Fritzlar stattfindenden Generalversammlung einfinden behufs Feststellung des Statuts und Vornahme der Vorstandswahl; ferner zu bitten, der Herr Landrat wolle zu nächster Versammlung selbst erscheinen oder einen Vertreter senden behufs Erläuterung der einschlägigen Paragraphen der Gewerbeordnung. Universität und Hochschule. — Ernanntr Der praktische Arzt Dr. A. Treyer in Freiburg (Schweiz) zum a.-o. Professor für innere Medizin an der UnioersitSt Lausanne. — Berufen: Der Privatdozent vr. Binder von der rechts- und fiaatSwifsenschaftlichen Fakultät in Würzburg an die Universität Rostock. Er wird dem Rufe Folge leisten. — Straßburg, 14. März. Der akademische Senat der hiesigen Universität hat sich neuerdings mit der Frage der Zulassung von Frauen als Hospitantinnen befaßt. Es bleibt bei dem bekannten Beschlüsse vom vorigen Sommer, wonach jeder Dozent berechtigt ist. Frauen als Hospitantinnen zu feinen Vorlesungen und Uebungen zuzu- ijffu ftitl. Dir LeiiMs MvMÄNvvMU. Mm btt MM w DK lowWtn y i djttiral WffJJJ* ,.nt W flute Micko cangcn nl$l nur m81 d.lliWI-adr oorlltgtf icnb in dm lltztm K adb oerblcnt all rin n b.n. «tobt 4 Mb, iüt btn M Mnnbr rtMn. L ÄutzchÜWtz >u btW Lrsuch bickr ho-in! d aunaibeßimmunat tos jentralbunau i LK« nur eine8 sie im. .Hieiiqni'l66 ü-bttnA Korbild w nn "\.eU9nifie -^^ntinnen M betrat r°< 6».. ijwlc-n «« skw das Gelingen des litterarischen Bierabends abhängt, waren | meist in guten Händen. I H. Stadttheater. Wie bereits mitgeteilt, hat am I Freitag, dem 16. d. M., der jugendliche Liebhaber und I Bonvivant unseres Stadttheaters, Herr Alwin Henry, I sein B e"n efiz. Der jugendliche Künstler, der an diesem I Abend den „Jack" in dem bekannten Schwank „C h a r l e y s I Taut e" spielen wird, hat mit Absicht eine Rolle gewählt, I in der er seine Kunst im besten Lichte zeigen kann. — Herr I Henry hat sich bald bei Beginn der Spielzeit die Sym- I pathieen unseres Theaterpublikums zu erwerben gewußt, I nachdem er sich als „Alfred".im „Schlafwagenkontroleur" I und auf klassischem Gebiete als „Brackenburg" (Egmonk) I und „Carlos" vorzüglich eingeführt hatte. Durch alleLeist- I ungen Henrys geht ein lebenswarmer, natürlicher Ton; I wesentlich unterstützt wird der strebsame Künstler durch ein I jugendfrisches Aeußere und gewandtes Auftreten. Da Herr Henry echte Begeisterung für seine Kunst und ein lebhaftes I Temperament besitzt, dürfte er wohl bald unter der breiten | Masse der Schauspieler einen Platz einnehmen, der seinen I Zielen entspricht. Am .Städttheater in Breslau wird der Benefiziat ein zweimaliges Gastspiel absolvieren und I zwar unter Aussicht auf ein längeres Engagement. Herr I Henry wird im April voraussichtlich als „Waldemar" in | „Jugendfreunde" und als „Jack" in „Charleys Tante" | probeweise in Breslau gastieren, also in derselben Rolle, I die er für sein hiesiges Benefiz gewählt hat. — Es würde I zu weit führen, alle Rollen hier anzuführen, die Herr Henry I im Laufe der Saison gespielt hat, wir wollen uns mit I der Bemerkung begnügen, daß er selbst so heterogene Auf- I gaben, wie den „Armand" (Kameliendame) und „Kalb" I (Kabale und Liebe), „Bellmaus" (Journalisten) und „Wald- I schrat" (Versunkene Glocke), von „Folgen" (Krieg im Frie- I den) und „Wastl" (Gewissenswurm) gleich gut löste.—Das I Stück selbst, das der Benefiziat gewählt, bedarf keiner Em- I pfehlung. Der Beifall, den es überall gefunden hat, wird I ihm auch hier treu bleiben. ** Rittershaus-Konzert am Samstag, dem 17. März, I abends 8 Uhr im großen Saale des Gesellschafts- j I Vereins. Stimmen der Presse: Man merkte den Hörern die Freude an, sich an dieser prächtigen, für den Saal fast zu starken echten Tenorstimme so recht nach Herzenslust erlaben zu können rc. (Berliner Börsen-Kourier). Herr Rittershaus besitzt eine kraftvolle, gesunde Stimme von echtem Tenorklang, er versteht sich auf glanzvolle Kraft- entfaltung und eindrucksvolles Pianosingen rc. (Berliner Lokal-Anzeiger). Rittershaus ist ein dramatischer Sänger ersten Ranges; er verfügt über tadellose, allseitig umfangreiche Stimmmittel, die er mit Meisterschaft zu behandeln versteht. Seine sämtlichen Gesangsdarbietungen waren echte Kunstleistungen. Von bestrickender Wirkung war der Schmelz seiner umfangreichen Stimme rc. (Frankfurter Od.-Ztg. 5./1. 1900). Herr Rittershaus ist im Besitz einer Tenor- 1 stimme von enormem Umfang, von einem ganz entzückenden Wohlklange, einer überraschenden Ausgeglichenheit in allen I Registern, von einer hinreißenden Zartheit und wiederum I von einer wahrhaft staunenswerten Kraft und Fülle — I reines Edelmetall rc. (Gubener Tageblatt 6./1. 1900). I Ein Künstler von Weltruf, Alfred Rittershaus, hielt gestern I abend in unserer Stadt Einkehr. Wie überall, so erregte I der berühmte Sänger auch beim hiesigen Publikum durch I seine phänomenalen Stimmmittel die größte Bewunderung rc. I (Glogau. Niederschl. Anz. 9./1. 1900). Rittershaus singt I in allen Fibern erzitternd und versteht /ein ganzes starkes I Empfinden in Tönen zum Ausdruck zu bringen. Daher I kam es, daß das Publikum in innerster Seele gepackt und I förmlich elektrisiert wurde. (Kieler Ztg. 9./10. 99). Alfred I Rittershaus besitzt eine herrliche Tenorstimme von wunder- I barem Glanz und schmetterndem Klange und ist dabei ein I Gesangskünstler, wie es nur wenige gibt. (Luzerner Tage- I blatt). H. Lollar, 15. März. Das 4jährige Söhnchen des I Buchhalters Nies spielte mit seinem 5jährigen Brüderchen I auf dem an der Gießener Straße gelegenen Zimmerplatze. I Das Kind wollte sich sein Wägelchen holen, damit es nicht I beschädigt würde, als zwei Zimmerleute einen Balken heran- I trugen, ohne das Kind zu bemerken. Sie warfen den I Balken zur Erde und trafen das Kind so an den Kopf, I daß es nach wenigen Zuckungen eine Leiche war. — Mendorf a. d. Lda., 14. März. Der heutige Früh- I jahrSmarkt war durch die Ungunst der Witterung beein- I trächtigt und infolgedessen weniger stark besucht. Dennoch I ging der Handel auf dem Viehmarkt ziemlich flott. Ferkel I wurden per Paar mit 30—40 Mk. bezahlt, Einlegeschweine I mit 60—70 Mk. Ein Mutterschaf mit Lamm kostete 22 I bis 25 Mk., ein einjähriges Lamm durchschnittlich 18 Mk. I (-) Gettenau, 13. März. Zum erstenmale seit es I läuft, d. h. vom 1. Oktober 1897 an, ist unserer trefflich I geleiteten Nebenbahn Friedberg-Nidda auf hre- I siger Strecke ein kleines Eisenbahn-Mißgeschick zugestoßen, I das jedoch tfeine unglücklichen Folgen hatte. Als der I Güterzug um 2 Uhr auf der hiesigen Station einlaufen I wollte, that es einen kleinen „Knucks", es brach eine I Schraube an einem Waggon, und dieser, glücklicherweise I unbeladen, sprang von der Eisenbahnschiene aufs Trockene.'I Gleich darauf fuhr der Personenzug 2 Uhr 33 Minuten I von Nidda ein, und diesem war der Weg zum Weiterfahren I verlegt. Unverzüglich wurde telephoniert und nach kurzer I Zeit war Hilfe von Nidda zur Hand. Man sagt zuweilen im I praktischen Leben: da ist eine Schraube los? Bis eine solche I aber wieder festsitzt, oder das Lockergewordene wieder ver- I schraubt ist, dazu gehört doch ein schönes Stück Arbeit. I Und so war es auch hier. Nach zweistündiger tüchtiger I Arbeit war alles wieder in Ordnung und die Züge setzten I sich nach Ost und West zur allgemeinen Beruhigung wieder I in Bewegung. Darmstadt, 15. März. 10 Uhr 30 Min. Telephon- I Meldung. Wie uns aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt I wird, sind die Landtagsabgeordneten heute davon benach- I richtigt worden, daß der Landtag am 27. März zu kurzer I Beratung zusammentritt. Die Mitglieder der ersten I Kammer werden am 28. März zu kurzer Beratung zu- I sammentreten. — Die gestern abend in der großen Oper I stattgefundene Protest-Versammlung gegen die lex ] tfj. Gießen, aus Grund des § Ausübung des Ri- fein kann, durste in wohl noch nicht bü betreff? einferer etrt Wan frf/reibt uns b 'Mgen Gesellschafts, M dieses Hereins Gk Marl unterschlagen gangen zu haben. Es unseres Amts- und L ten Vereins sind. V als beisitzende Richte i des nlubdieners Rect ' ^rder Hauptverhand ”blie in ihrer Eigens Greins nicht selbst 1 . ober geschädigt seien 1 Anzeige und 3>wzetzordnuna - ’bw Mtexamt uns Landgerichts, i jntflhebex sind, p ^chtsfrage und eil nimmer für irrig ! feto Wfelfa zur HauM 'Mmnene Tirelln ''"Hordt, e , S Mlchivche «her ÄS’ 1 ■Worjene nnb K SS-k . Heinze war äußerst zahlreich besucht. Profesior Otto I Harnack hatte das Referat. An der Debatte beteiligten I sich Landgerichtsrat von Hesser und Landtagsabgeordnetei I Geh. Justizrat Dr. Hosang und Hofschauspieler Hecken. I Es wurde eine Resolution einstimmig angenommen, I nach welcher in der Annahme der §§ 184a und b ein? I schwere Schädigung der Kunst in Deutschland erblickt wird, und soll diese Resolution sofort dem Reichstag, sowie der Hessischen Kammer und dem Bundesrat zur Berücksichtigung zugehen. A Groß Umstadt, 14. März. Die Schlußprüfungen, der hiesigen Real- und Landwirtschaftsschule wurden gestern in Anwesenheit des Geh. Oberschulrates Dr. Nodnagel aua Darmstadt abgehalten. Demselben unterzogen sich 5 Zöglinge aus der Landwirtschaftsschule und 24 aus der Realschule. Seit Einführung des Schlußexamens dürfte eine so hohe Abiturientenziffer nicht erreicht worden sein. Das schriftliche Examen wurde schon vor einigen Wochen von | sämtlichen Schülern beider Lehranstalten gemeinschaftlich | absolviert. Das mündliche Examen wurde dagegen gestern getrennt abgehalten und zwar für die Landwirtschaftsschüln am Vormittage und für die Realschüler am Nachmittage. Sämtliche Landwirtschaftsschüler erhielten das Befähigungszeugnis für den Einjährigendienst. Von den 24 Realschülern wurden auf Grund ihrer Jahresleistungen und ihres guten schriftlichen Examens 8 von der mündlichen Prüfling, entbunden; dagegen mußte ein Schüler von demselben ausgeschlossen werden. Von den übrigen 15 Realschülern bestanden 13 auch das mündliche Examen. Am Schluffe der in vorgerückter Stunde beendeten Prüfungen richteten sowohl der Vertreter der obersten Schulbehörde, als auch Herr Realschuldirektor Dr. Lahm herzliche Abschiedsworie an die Abiturienten. (!) Mainz, 14. ,März. Mainz ist in diesem Jahre der Zusammenkunftsort zahlreicher Kongresse. Zuerst findet in der Zeit vom 9. bis 13. Juni der Kongreß deutscher Gas- und Wasserfachmänner statt, welchem sich zunächst in den Tagen vom 21. bis 24. Juni der deutsche Journalisten- und Schriftsteller-Kongreß anschließt. Hieran reiht sich Ende Juli der vierte Kongreß der deutschen freiwilligen Sanitäts-Kolonne zum Roten Kreuz, dem im August und September noch Zusammenkünfte verschiedener Lehrer- und Lehrerinnen-Korporationen folgen werden. In Verbindung mit der Gutenbergfeier versprechen diese Veranstaltungen in diesem Jahr einen außerordentlichen Fremdenzufluß nach Mainz, der noch durch die aus Nord oeutschland kommenden Besucher oer Pariser Weltausstellung eine bedeutende Steigerung erfahren wird. — Zwischen den Feuerbestattungsvereinen von hier und Wiesbaden und der hiesigen Bürgermeisterei schweben eben Verhandlungen wegen Erbauung eines Krematoriums. Es bestand die Absicht, diesen Bau auf dem Friedhof aus- zuführen, was aber mit Rücksicht auf eine alte gesetzliche Bestimmung, daß auf dem hiesigen christlichen Friedhof nur Christen begraben werden dürfen, nicht angängig ist. Jetzt will man für das Krematorium ein Terrain erwerben, das unmittelbar an den christlichen Friedhof grenzt. — Bei den Vorbereitungen zum Gu t enb ergse ft, das! eben hier das ^allgemeine Interesse in Anspruch nimmt, ist jetzt ein kleiner Mißton hervorgetreten, indem in einer letzter Tage stattgehabten Versammlung der Buchdruckergehilfen allgemein die Stimmung laut wurde, sich nicht aktiv an dem Feste zu beteiligen. Wie verlautet, erachten sich die Gehilfen bei dem Festarrangement zurückgesetzt. würde man jede« Haus, in welchem eine Mehrzahl von Prostituierten zmammrnwvhnen, und die polizeilich gewerbsmäßige Unzucht treiben, nn landläufigen Sinne als öff-ntlickes Haus bezeichnen können. Man hälte ielbstoerständlich auch diese Häuser als Bordelle bezeichnen können; denn das sind Synonyma. Die heutige Sachlage ist die, es wohnen auch in der Straße, von der der Abg. Bebel gesprochen hat, eine Mehrzahl von Prostituierten zusammen in Hausern, und in diesem Sinne kann man sagen, daß in Hamburg Bordelle existieren. (Gelächter links.) In eine Diskussion über etwaige Vorteile der Lokalisierung, Kalerntkrung und der Isolierung will ich nicht naher eingehen. Tue Ansichten über die Vorzüge dieser Systeme gehen auseinander. Ich glaube, daß es dem Interesse des Gros der Beoö kerung einer Großstadt entspricht, die Prostituierten in ver- hältntSmäßig wenige Straßen zu lokalisieren, als das moralisch- Gtst sich verbreiten zu lassen. W nn ich auch in diesem Zusammenhänge alle Angriffe, die der Abg. Bebel gegen meine Regierung gerichtet hat, als in theei berechtigt gelten lass-, so muß ick doch den Vorwurf mit voller Entrüstung zurückweisen, meine Regierung batte, um ein wertvolles Terrain, das das Kloster seit Jahrhunderten be fitzt, wertlos zu machen, Li d-sstn nächste Nähe öffentliche Dirnen gelegt. Dazu ist ein Mitglied des Hauses einem Regierungsv-rtreter gegenüber nicht berechtig'. Alle diese Fragen sind ja von der weittragendsten Bedeutung, diese wird, glaube ich, in ihrem vollen Umfange erst eine spätere Generation erkennen. Man muß sich einmal mit der Prostitution abfinden: tolerari posae, vielleicht sogar neceaaarium est. Eine so große Bedeutung b«e Beurteilung dieser Frage vm einem höheren und größeren Gesichtspunkte hat, so wird doch ein wesentlicher SitllichkeitSfortschritt aus diesem Gebiete nur sehr langsam erfolgen können. „ Schrempf (d.-k): Ich halte e8 geradezu für Gewifsens- Pflicht, öffentlich zu erklären, ob wir auf der Moral der Bibel und * ^schöpftenKateckismus stehen oder nicht; datum handelt ui , Gach links) mögen dazu mit ironischer ober ernsthafter r Heiterkeit) Stellung ne.men. Für uns stehl das i ia-Peber Mitte zwischen dem fünften und dem siebenten (stürmische Heiterkeit links), zwischen Mord und Diebstahl. Gegen Vie Begünstigung der Prostitution durch die Polizei protestiere tch im Jtamen der Armen, die keine Hure, et treiben. (Einige Damen auf brr Tribüne verlassen den Saal.) . Stöcker: Herr Stadthagen hat mir vorgeworfen, ich hätte ^urch die Verhinderung der Organisierung der Arbeiterinnen o-x t/c Q” der Verbreitung der Prostitution auf mich genommen, .jm habe niemals bei der Erdrosselung eines Arbeiterinnenvereins mttgewtrkt, sondern noch in letzter Zett mich bemüht, einen Arbeite- nnnenöerein zu gründen. Die Berliner Stadtmission hat seit 1884 | öen Kampf gegen die öffentliche Unsittlichkeit der Männer aufge- I H?mJPcr,4. niemand vor mir hat das gethan. Ich beschäftige in der 1 ötaotmOnon fünf Arbeiterinnen, die nichts weiter zu thun haben, I als Ote unglücklichen weiblichen Wesen zu retten, die der Prostitution I verfallen sind; aus der von mir gegründeten Zufluchtsstätte für die- I l-l r , Eine selbständige Anstalt geworden, die im höchsten Ge- I öeiben steht. Was aber thut die Sozraldemokratie? GacnichtS thut I jie, nur räfonnieren thut sie, wie sie überhaupt nichts thut, um dem I ^olfe auf zu helfen. (Lärm links.) Wenn Sie mir nicht antworten I tonnen, dann hören Sie auf mit ihrer Kritik, die nicht einen Schuß I %u*bcc wert ist. (Lebhafter Beifall rechts.) Von mir und meinen I Gesinnungsgenossen weise ich eS ab, daß wir jemals die Prostitution | - geS Uebel bezeichnet haben; wir wollen gewerbliche Un- I ^u-n -jl ra'cn' bei den Frauen, so bei den Männern; deshalb I »iU ich das Schutzalter erhöhen und habe ich 1892 den Arbeitgeber- I Paragraphen wesentlich mit veranlaßt. 8A^PvQ^n (Str" ^hr schwer verständlich): Nach den Reichs- I gerichtsentscheidungen würde Hamburg, wenn die hier vertretene I Auffassung bei der Hamburgischen Regierung thatsächlich vorhanden I in, bezüglich der Duldung der Bordelle gegen das Gesetz verstoßen. I lL>ehr richtig! rechts.) Für den Paragraph 181 b besteht ein Be- I öurfniS imabt mehr. Ein Schwanken in der Auffassung der Frage I seitens deS Zentrums liegt keineswegs vor. Redner wendet sich dann I gegen einen vom Staatssekretär über die Merkmale der Bordelle in I der zweiten Lesung gemachte Ausführung, die er als unrichtig I bezeichnet. I Die §§ 180, 81, 81a werden angenommen. §§ 181b und 182 I werden abgelehnt. Dann folgt Debatte über $ 182a (Arbeitgeber- I Paragraph). Schluß nach 6 Uhr. Lokales und Vrovinfielles. P. The ater ver ein. Als achte Vorstellung des I Vereins wurde „Jugend von heute" von Otto Ernst ge- I geben, ein Stück, das der Verfasser, man weiß nicht recht I warum, als „deutsche" Komödie bezeichnet. Daß es in I den letzten Wochen viel Beachtung gefunden hat, ist schon I m der Vorbesprechung erwähnt; viele Stimmen der Kritik I haben sich jedoch ablehnend verhalten. Man giebt im all- I gemeinen zu, daß der Dichter mit der Aufstellung seines I Problems einen glücklichen Griff gethan hat, erhebt aber I den Vorwurf, daß er zu viel mit Schlagwörtern arbeitet, I und vermißt in Aufbau und Ausführung das nötige dra- I matische Geschick. Auch hier in Gießen schienen die Mei- | nungen der Zuhörer geteilt, und der Beifall bei den Akt- I schlüssen galt wohl mindestens ebensosehr den Schauspielern I wie dem Stück. In der That konnte man mit der Ein- I studierung sehr zufrieden sein; es war offenbar viel Fleiß I auf die Einprägung der mit schwierigen Kraftwörtern I Nietzsches, gespielten Reden und Redensarten verwandt I worden. Das Zusammenspiel klappte, und die An- I Ordnungen waren namentlich bei den verschiedenen Tisch- I szenen, ohne die unsere neueren Dichter selten auskommen, I zweckmäßig getroffen. Daß die Rosenlaube des vierten I Aktes im Nu einen so durchdringenden Kleistergeruch im I Zuschauerraum verbreitete, mußte man freilich mit in Kauf I nehmen. — Als Gast machte sich Herr Willy Löhr vom Darmstadter Hoftheater in der Rolle des Dr. Hermann Kröger beim hiesigen Publikum in vorteilhafter Weise be- I kannt. Seine Umwandlung vom Uebermenschen zum ge- I wohnlichen Sterblichen gelang gut, und gerade die Zurückhaltung, die sich der Künstler in der ersten Hälfte auferlegte, I machte seine Leistung in der letzten um so wirksamer. Den I oo)en Dämon Hermanns, Erich Goßler, verkörperte Herr I durchaus richtig; hie und da, namentlich im zweiten I "x er eut wenig zu leise. Der schmierige Lrtterat I unö Schmarotzer Egon Wolf wurde in Erscheinung und I x!Ven .?errn Rolan so komisch gegeben, daß er I durch den pathetischen Vortrag seiner verrückten Dichtungen I ebenso wie durch bloses stummes Spiel die allgemeine Lach- I tust erregte Eine ganz vorzüglick)e Leistung bot Fräulein Hammer als Klara Hendrichs. Sie wußte'den Zuschauer mit dem größten Interesse für ihren Feldzug gegen die falsche Genialität zu erfüllen, und es war lediglich Schuld des Dichters, der plötzlich diesen Faden wieder fallen läßt daß das Interesse im letzten Teil abnimmt. Tie gute alte Zeit wurde von Herrn Walter und' Frau Helm als Ehepaar Kröger im schürfen Gegensatz zur Jugend dargestellt, und die Verwendung dialektischer Anklänge erschien unge- I zwungen genug. Fräulein Eichenwald gelang die Umwandlung in den frühreifen Obersekundaner Hans aus- I gezeichnet, und auch die Nebenrollen, von denen wesentlich | lSllnllt«Mah ‘'"''S »Ui« $litr R 184aü»rt#?'- ^lanb S?'« rr.H und 94 5 Zi WZ von den 24»; Stiftungen undtt- '» EndWn L in lTmht*‘1 "“■«IWuV, JSLfc**>« ^Mör-e, als aud ttzuchk Üb^it^toor I)>. ,'I'm ** ,F 'ft*** [efunß«1 icrlier Schickj^^ i Bäckermeisters vsrgestern mit Öol.v id Holz absprang und en w welches sich den LÄ ttaf Ab Mr hilse in MM achmittaz \\t btt Imn rletzungen tzchorven. - arkhierMteme^ei. en FeuerarbeUc. orgelegtes Statut bw igen gutgeheißen- M >echen zur Genehmzgr ia der Afchölte tll 1 eaufttaflt w°-d-^ bet S-P-" ilung VW ter Wabern N>; 5 «*»■ L» JÄf» Amg *» '$ag btt»*»”, rfifl !> : E ben25.» @=”! in ®-«11111': * rt 0t* 11 « K dir y *n lilbst t^1* MbnunS^^s- b T w bitfern ^atp ?°ngresst '"Ium bet itonqiii »er statt, welchem j.- -*■ Juni der beO lreß anschließt. fc- Ingreß der beutjy -uolen Kreuz, dm- menkünfte verschied itionen folgen we: gfeier verspre^n r„. umn außerordenkliL- durch die aus der Pariser Seite rng erfahm te. - ;svere/MWlner iirgermifiem schmebeu ig m-sEiemawriums. Möem ^tieb^f aut> nif eine alle gefetzliche n christlichen striedhof tat, nicht angängig ist ein Terrain ererben, frieblw grenzt. - eubergfest, das \x\ Äufyruch nimmt, xtten, iubern m einer iuuh der ^uchbrulkec- laut würbe, sich nichl Wie verlautet, erchen angemeut zurüWr lassen, vorbehaltlich des Einspruchsrechtes des Senat« in jedem einzelnen ^all. Im Interesse der gleichmäßigen Behandlung hat nun der Senat den weiteren Beschluß gefaßt, den sämtlichen Dozenten zu empfehlen, nur Frauen mit folgender Vorbildung zuzulaffen: Deutsche, wenn sie im Besitze eines deutschen Reifezeugnisses oder eines deutschen ^ehrerinnenzeugnisseS find, Ausländerinnen, die eine dreier deutschen gleichwertige Vorbildung nachweisen können, endlich solche Deulsche, hie an ausländischen Universitäten auf Grund eines Reife- oder öehrerinnenzeugmfieS zugelaffen worden sind und darüber amtliche Zeugnisse besitzen. Die auf Grund dieser Vorbildung zugelassenen Hospitantinnen erhalten im Gegensätze zu den männlichen vospitanten besondere Anmeldebücker und Abgangszeugnisse, so daß sie, ähnlich wie die immatrikulierten Studenten, formelle amtliche Ausweise über chre Straßburger Studienzeit bekommen.___ Herr und Marine. Gelänve-Arrfnahmerr des preußische« Generalstabes. Anläßlich der im Monat April beginnenden Gelände Aufnahmen der königlich preußischen Landesaufnahme finden auch im nördlichen Teil von Bayern und der Rheinpfalz einschlägige Arbeiten zum Zwecke her Triangulation,in den angrenzenden preußischen Gebietsteilen statt. Mik der Leitung derselben ist Major v. Bertrab vomckönigl.preußischen Großen Generalstabe betraut. Verwendung von «cetylen-Apparateu in der «rmee. Lor einigen Tagen ließ sich der Kaiser im Alten Schloß die von der Firma F. Butzke & Co., Aktiengesellschaft für Metallindustrie, Berlin, hergestellten tragbaren Acetvlenapparate, welche als Scheinwerfer, croie für heliographische und andere militärische Zwecke dienen, vor- fuhren. Se. Majestät äußerte sich überaus anerkennend über die Apparat«, sodaß für die Folge Acetylen, welches sich für viele Zwecke bewährt hat, auch wohl in der Armee Verwendung finden dürfte. Jagd und Sport. Erste internationale Hunde-AuSstellung Mannheim. Zum ersten Mat findet tn Mannheim in den Tagen vom 20. bts 22. April dS. IS. eine internationale Aubst llung von Hunden aller Lasten statt. Die Leitung der Ausstellung bat der sehr thättge und über eine große Mitgliederzahl verfügende Verein der Hundesreunde Mannheim übernommen. Als AusfirllungSlokal sind die sehr günstigen Räume der Marställe und Reitbahn des Großh. Schlosses gewählt. Dir kompetentesten PceiSttchler Deutschlands haben das Preis- , chteramt dieser Ausstellung übernommen. Die Ausfiklluug scheint '«ne sehr gute Beschickung zu erfahren, da sehr zahl,eiche Anmel- ruagen nicht nur autz allen Teilen Deutschlands, sondern auch auS d pachten. Näh. Ludwigstratze 27, III. 0981] Garten am Nahrungsberg zu verpackten oder zu> verkaufen. Näheres Bismarckstratze 20.__ 1862] Ein Schüler findet liebevolle, gute Pension. Näberes in der Expedition d. Bl. 0849] Meine Wohnung nebst Bureau befindet fich vom 1. April d. I. ab am Oswaldsgarten (Nordanlage 3, I). llchlgauvult Wagner. Ein 8 rm Wagnerholz, 18 rm 01018] Mellnerlehrling gesucht. 3 m lang,__Hessischer Hof. Nadel-Knüppel, hierunter 01011] Gchuhmacherlehrling gesucht 24 rm 3 rn lang, Justus Benner, Marktstraße 34. Ä“4 sm». Ntü» m;unnA für Kücke und Hausarbeit gesucht gegen Dre Zusammenkunft ist Mittags ^hen Lohn. (Kein Geschäftshaus.) 2013 2 Uhr beim Pflanzgarten. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. MrsteWstrei! Stratze«. und 87x w I • Preuß. Lcusois 1 Lr. Hesfische Obl. Stadt Dacrnffadt v. 1891 Stadt Worms unt b. 1901 • Hentr und worgeu: ________________________ OchfküAkislh 50 Mg. Kvaug. lSottesdienfte der Methodisten-Gemeinde7 Neuenweg Nr. 9, Hinterhaus Stock, (Ängang Erlengaffe. 8 Sonntag den 1». März, nachmittags 2 Uhr: Sonntagssckule, 4 Uhr. Pre tz. I Herr Prediger Schilpp aus Dillenburg. Kabeliail Mittwochabend «V. Uhrr Bibelstunde. Hülfspredtger K. Urech. T rr, Tr »c 7x7 .-n Jedermann freundlichst willkommen. in la. feinster, blutfrrscher Ware 10-' ----------- eben eingetroffen bei 528 A. 8t G. Wallenfels- Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. M tttrtsft N wirb hlimit 1.1 HW Ä 22, 23. LÄ 34. V V|j W ** MtW Wtzmr, 1 schacht Mitin obl @t|ü|tbtt Mb- ktz-cht ßrofbotHo^W WaWvl Mu W uutW SchnitlPMÜ nach s Alle Wege, \ fif/rtn, N wähl! W feint Wl DaS mtgiwnt Wir svnm lassen. Dir Chaussee iß für btn Berühr hausen. Gespen/ ftnb ftyt, mtlfy m J? film1. Gießen, den 1 Grvßherz e Setr.: Feldbereirngl Donnerstag, 2S W findet im Bürg Entgegennahme der j- ^ldes statt. Di auf % Bogen — r zu unterzechnru un «-6 d< Z'yks bei «ÄS8* "E^gen Bit *l9a' wie qebi D'e ifffdere «1' wLt s°«° Ni. 0 1 '6«i Nri M fij Asches li<» die v, fiinniDbN an der r