Freitag den in Februar Aweites Blatt Zlnrts- unb Zlnzeigeblcrtt für den Ttveis Gietzen. n 1. selben. Die ne ,w. ew 6. 9. 4. 5. 6. 7. er rin r tN Uta ein UftneJ Franz 9^ Alle Anzeigen-vermittlungSstellen M In« und Auslande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auSwartS 20 Pfg. ann. Fabricius. Betragen der Schüler; Zahl der Versäumnisse der Schüler, a) erlaubte, b) wegen Krankheit, c) unerlaubte; dasselbe wie 7. a) b) c) in Prozenten ausgedrückt; Vergütung für den ganzen Unterricht, abzüglich der Beleuchtung« und Heizungskosten; Mezugsprels vierleljährl. Mk 2,26 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle» vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahr«, mit Bestellgeld. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Kanbwirt, Blätter für hessische Volkskunde.__________________ 10. Bericht nebst gutächtlicher Aeußerung der Lehrer, ob und mit welchem Erfolge der Beginn des Unterrichtes auf eine frühere Tageszeit festgesetzt wurde. Zugleich erinnern wir Sie daran, daß die Fortbildungs- schulen in Gegenwart des Schulvorstandes mit einer durch den Lehrer vorzunehmenden Prüfung zu schließen sind. v. Bechtold. «xpeditivn und Druckerei: Nr. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. BeBe|ec Anzeigen zu der nachmittag» für be* Ttg «scheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Messungen spätesten- abend- vorher. Wtttt Wl-Mck j Land Äaulion erforberfii. fo an die Expedition' । en. Grotzh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des KreiseS. Wir beauftragen Sie, die Fortbildungsschulen Ihrer Gemeinden zur festgesetzten Zeit zu schließen und uns bis spätestens Ende März die Berichte über den Zustand derselben im Winter 1899/1900 zugehen zu lasten. In denselben ist anzugeben: 1. Zahl der Klassen; 2. Zahl der abgehaltenen Stunden; 3. Zahl der Lehrer; Zahl der Schüler: Leistungen der Schüler; Gießener Anzeiger General-Anzeiger RAM nerSlaW zg dtp 16. Ftbruar Mevt M 4 Märchendr-M in 51 on Oerbart Hlmann' tn M. _ —-—SS. der den schmalen Boden seiner Heimat, Fuß an Fuß, mit Fabriken bedeckt, und die übrige Welt zwingt, ihm die Erzeugnisse derselben abzukaufen. ... Er ist der Mann, der als Naturforscher in die Eis- und Schneewolken des Chimborazzo steigt und die. glühenden Eingeweide des Aetna durchsucht, der als Berichterstatter der Heerschar eines tätlichen Krieges folgt, und um eine Wette zu gewinnen, in einem leichten Segelboote durch die Klippen des Mittelmeeres in den gefährlichen Hellespont steuert — er ist der Nachfolger jenes Römers, der mit dem Ausruf: civiä Romanus sum" unter den Ruten des Lictors stirbt — er ist Idealist und Materialist, er ist Krämer und Ritter, Philister und Aventurier, — er ist alles, weil er im Grunde nichts ist, als — Egoist!" Und diesen ganzen Rattenkönig höchst geistreicher Tüfteleien, noch dazu in der anmutigsten Form, hat das eine Wörtchen, nein der eine Buchstabe "I" aus dem Gewissen. Noch befremdlicher muß es klingen, daß ein Engländer selbst nicht besser Bescheid weiß, und den fragenden Zola so schlecht belehrt hat. Ernest Alfred Vizetelly, der sämtliche Romane Zolas ins Englische übersetzt hat, und dem französischen Romanzier während seines Londoner Exils im vorigen Jahre treu zur Seite stand, hat jetzt seine Memoiren unter dem Titel: „Wilh. Zola in England" (Leipzig, Tauchnitz, 1899) gesammelt. Darin ist zu lesen: Eines Tages fragte mich Zola, warum der Engländer sich eines großen Buchstabens bedient, um sich selber zu bezeichnen, während alle anderen Völker sich mit einem kleinen Buchstaben begnügen. Das hohe, stolze, anmaßende "I" kam ihm als der deutliche, wenn auch gedrängte Ausdruck des britischen Egoismus und Hochmuts, und als das Sinnbild und Wahrzeichen der auswärtigen Politik Großbritanniens vor. Herr Vizetelly — heißt es weiter in einer Besprechung des Buches im „Litterarischen Zentralblatt" — wollte diese sprachliche Ägentümlichkeit als ein Merkmal des National - Charakters nicht gelten lassen. (Alrrorryme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, den 15. Februar 1900. * GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 403 Jahren, *m 16. Fcbruar 1497, wurde zu «retten in der Rhckrrüalz Luthe. 3 treuer Kanpfoenosse Philipp Melanchthon geboren, der Luther und der Reformation seine Kraft, Gelehrsamkeit und forschende Genialität weihte. Wegen seiner versöhnlichen Milde viel anae- feinbd, fand seine Stellung zum R-.formationswerk erst später die gerechte Würdigung. Mir Recht heißt Melanchthon Praeceptor Germaniae. Oeffcntliche Anerkennung einer edlen Thal. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Maurer Georg Anton Heckwolf von Münster, Kreis Dieburg, in Anerkennung der von demselben am 6. August v. I. mit Mut und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des Heinrich August Frühwein und des Franz Hermann Löbig, beide aus Münster, vom Tode des Ertrinkens, eine Geldprämie zu verleihen geruht. • * Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, am 2. Dezember 1899 dem ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landes Universität Dr. Reinhard Frank das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. — (Wie wir hören, beabsichtigt die Studentenschaft zur Feier des scheidenden Lehrers einen Kommers zu veranstalten.) * • Einweihung. Am nächsten Montag, 19. Februar findet die feierliche Einweihung von zwei neuen Uni- versitätsinstituten statt: des physikalischen und des physikalische chemischen Instituts, die beide in einem südlich der Universität mit der Hauptfront an der Stephanstraße be- legenen, durch seine turmartige Krönung weithin sichtbaren Gebäude vereinigt sind. Das physikalische Institut nimmt etwa zwei Dritteile des Gesamtraumes in Anspruch. Die Rr, 3» trfMet täglich mit MMlme bei «»Mag-. Die Gießener >e*MU»iratter werken dem Anzeiger tm Wechsel mit .Hess, fcuftrtrt« «. Hk M. »-lttkunde- Feuilleton. <66 Ei« Kkitrag M Natmalkgoisvms brr Engländer. Nachdruck verboten. In diesen Tagen, wo die Engländer nicht eben mit Schmeicheleien überhäuft werden, sondern im Gegenteil recht derbe Wahrheiten einstecken müssen, und ihnen die Pfeile von allen Seiten entgegenfliegen, darf auch einmal ein Wort der Verteidigung laut werden. Freilich ein Heer von Vorwürfen kann dadurch nicht entkräftet werden; nur eine weit verbreitete Meinung soll den Todesstoß empfangen. Zäh, wie alles Falsche, hat sich das Märchen eingenistet, obwohl die Wissenschaft längst damit aufgeräumt hat. In oer Schule wiro es gelehrt, und durchs Leben als Weisheit geschleppt: der nationale Stolz, der nationale Egoismus der Engländer äußere sich durch nichts charakteristischer, als durch den großen Anfangsbuchstaben im Pronomen der ersten Person "I". Alle anderen Wörter schreibt der Engländer klein; nur wenn er von sich selbst spricht, kann er es sich nicht versagen, einen großen Buchstaben zu schreiben. So sehr ist er vom eigenen Werte durchdrungen. Eine auffallende Erscheinung findet auf diese Weise ihre plausible Erklärung. Ist sie auch nicht richtig, so ist sie doch gut erfunden. In Wirklichkeit schwebt sie völlig in der Luft. Diese Deutung hat wohl den Vorzug der Einfachheit, aber nicht den der Wahrheit für sich. Trotzdem können sich bis auf den heutigen Tag sehr verständige Leute nicht davon trennen. Professor Julius Rodenberg z. B., der englisches Wesen an der Quelle studiert und über das „Alltagsleben in London" in einem Skizzenbuch anziehend geplaudert bat, läßt sich folgendermaßen darüber aus: „Der Engländer, der alle Wörter und alle Begriffe seiner Sprache klein und nur fein "I", fein Ich, groß schreibt: das ist der Mann, erfolgte Anregung verleiten lassen, ihren Einfluß zu Gunsten einer solchen Deckungsart geltend zu machen. Jedenfalls wird das Votum über die ganze Vorlage nicht eher fallen, bis nicht klipp und klar feststeht, daß weder direkt noch indirekt die Lasten auf die schwächeren Schultern abgewälzt werden. Man darf heute nach der ersten Lesung, dem Flottengesetzentwurf umsomehr einen Erfolg zu prognostizieren, als — abgesehen von den Sozialdemokraten — keine Partei in Abrede stellte, daß eine Verstärkung unserer Marine geboten sei, nur über das Maß der Verstärkung gehen die Ansichten auseinander. Aber die Kommissionsberatungen werden auch darüber eine Verständigung möglich machen. *Die Flottenvorlage nach der ersten Lesung. Gießen, 15. Februar. Wie nicht anders zu erwarten war, ist die Flottenvorlage einer Kommission zur Vorberatung überwiesen worden. Wenn man bedenkt, wie gerade dieser Gesetzentwurf den Angelpunkt des Interesses bildet, welches man der diesmaligen Tagung des Reichstags entgegenbringt, so ist es immerhin erstaunlich, wie ruhig die Debatte der ersten Lesung verlief. Herrschte auch am ersten oder vielleicht auch noch am zweiten Tage der Beratung^ eine der Wichtigkeit des Gegenstaildes der Tagesordnung, entsprechende gehobene Stimmung, so war diese bereits am dritten Tage stark verstaut, und niemand vermochte aus dem äußeren Gang der Debatte zu entnehmen, daß es sich, tzimi einen Gesetzentwurf handelte, von dem vielleicht Sein oder Nichtsein dieses Reichstages abhängt. Die Beratung der Vorlage in der Kommission dürfte eine ,sehr eingehende werden, und voraussichtlich wird die Regierung mit den erforderlichen Darlegungen über die internationale politische Lage, die ja doch Veranlassung' zur weiteren Verstärkung Unserer Flotte gegeben hat, nicht zurückhalten. Daß bei einem so wichtigen Entwürfe überhaupt die Hauptarbeit in der Kommission gethan werden muß, ist selbstverständlich, da einmal das Plenum sich nicht so eingehend mit allen Details beschäftigen kann und da zweitens vertrauliche Erklärungen nicht im Plenum abgegeben werden können. Und gerade diese vertraulichen, Erklärungen sind oft geradezu entscheidend für das Schicksal einer Vorlage. Da bei dem vorliegendem Gegenstände die Parteien geschlossen stimmen werden, so darf auch schon aus dem Ergebnis der Kommissionsberatungen mit ziemlicher Gewißheit das Resultat im Plenum gefolgert werden. Wir haben schon mehrfach hervorgehoben, daß wir keine Gefahr für das Zustandekommen des Flottengesetzes befürchten, und der Verlauf der ersten Lesung kann unsere Annahme nur bekräftigen. Wenn auch das Zentrum durch den Abgeordneten Dr. Schädler die bekannte verneinende Erklärung abgab, so kann die Regierung den größten Teil des Zentrums trotzdem für die Vorlage gewinnen, wenn sie in der Deckungsfrage Entgegenkommen zeigt. Es muß unter allen Umständen ausgeschlossen fein, daß die Kosten für die verstärkte Flotte durch eine Erhöhung der indirekten Steuern aufgebracht werden, und die preußische Regierung mag sich nicht durch eine diesbezügliche, im Herrenhause lardaunep sondern hielt sie blos für ein Ueberbleibsel aus der Zeit, da in England sämtliche Hauptwörter mit großen Anfangsbuchstaben geschrieben wurden, wie im heutigen Deutschen. Die Bemerkung, daß Kinder zuerst "i" zu schreiben pflegen, bis man sie eines Besseren belehrt, war Zola auch psychologisch interessant, da dieser Umstand beweise, daß die Eitelkeit, wie alle Untugenden, nicht angeboren, sondern die Frucht einer verkehrten Erziehung sei". Zunächst ist die Bemerkung anfechtbar, daß es in England eine Zeit gegeben habe, wo alle Hauptwörter mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben wurden, wie int heutigen Deutschen, wenn auch nicht bestritten werden kann, daß sich die ältesten Drucke an keine feste Regel hielten. Aber damit wäre immer noch nichts erklärt; denn es handelt sich hier nicht um eine sprachliche, sondern um eine rein graphische Eigentümlichkeit. Im Altenglischen lautete das Pronomen der ersten Person: ic. Daraus wurde im Mittelenglischen "ich", und später mit Ersatzdehnung "t". Nun mußte aber dies alleinstehende "i" gekennzeichnet werden, besonders da die Buchstaben bei den schlechten Drucken häufig ineinander gezogen wurden. Man schrieb daher zur Unterscheidung neben i auchij, und das j hatte in den damaligen Drucken die Form eines vertikalen Strichs. Allmählich bürgerte sich das bloße j ein, und daraus erklärt sich die Verwechslung mit der ebenso ans- sehenden Majuskel. Alle anderen, gewiß geistsprühenden Deutungen sind ins Reich der Fabel zu verweisen. Eine Druckergepflogenheit und -bequernlichkeit hat schlechterdings mit dem Nationalstolz eines Volkes wenig zu thnn. Jedenfalls sind die viel geschmähten Engländer an der heutigen Schreibung "I" unschuldig. Deshalb braucht man sie noch lange nicht gegen den Vorwurf des nationalen Egoismus in Schutz zu nehmen. Nur sollen die, die iyn erheben, den (Egoismus -nicht aus falschen Quellen herleitend Amtlicher Teil. Gießen, 14. Februar 1900. Betr.: Die Ausführung der LandeSfeuerlöfchordnung. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gießen e* Ne Wrosch. v«rgern.etftereteu be» «reife». Unter Hinweis auf die Bestimmungen des § 11 der Ausführungsverordnung zur LandeSfeuerlöfchordnung, Art. 11 der letzteren und § 3 ff. der Kreisfeuerlöschordnung beauftragen wir Sie, die Grundliste der pflichtigen Mannschaften, sowie ein Verzeichnis der aus der Grundliste für das nächstfolgende, vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 laufende Jahr für die Pflichtfeuerwehren oder als HilfS- mannschaften der freiwilligen Feuerwehren in Anspruch zu nehmenden Personen unverzüglich aufzustellen und beide Listen nach voraufgegangener ortsüblicher Bekanntmachung 8 Tage lang zur allgemeinen Einsicht offen zu legen. Etwaige von Ihnen nicht erledigte Einwendungen gegen die Listen und Befreiungsgesuche sind uns bis zum 20. März l. I. vorzulegen. v. Bechtold. Gießen, den 13. Februar 1900. Betr.: Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen; hier: Darstellung des Zustandes der- KM $t, beim Ui *'' Q Wimmert1 tatI iBaln, M * Wald. EK', Salzschlirf, 13. Februar. Herr Direktor Berlit der AktiengesellschaftBadSalzschlirf hatte auf gestern vormittag die sämtlichen Hoteliers, Gasthausbesitzer und Wohnungsvermieter unseres Ortes zu einer Besprechung eingeladen, in welcher derselbe den Wunsch aussprach, daß man Hand in Hand gehen möge, um Salzschlirf zu heben, und es zu dem zu machen, was es durch die Vorzüglichkeit der Bonifacius-Quelle zu sein verdiente. Die Aktiengesellschaft — so erklärte Herr Berlit — lege viel weniger Wert darauf, aus der Vermietung von Zimmern und der Restauration Vorteil zu erzielen, als auf Heranziehung von Badegästen und auf den Wasserversandt, sie wolle gar keine lärm erschreckt, und zwar brannte es im Hause des Metzger- meisterS Faubel. Das Feuer ist gelegentlich des Räucherns von Speck entstanden, wobei eine Seite Speck anging. Es gelang jedoch durch sofortiges Eingreifen der Feuerwehr, das Feuer mittelst der Hydranten auf seinen Herd zu beschränken. Trotzdem ist ein beträchtlicher Schaden entstanden, da sehr viele Fleischwaren ungenießbar geworden sind. Auch soll F. schlecht versichert haben. tb. Hofgeismar, 14. Februar. Wie man erfährt, ist unter den Pferden des Gestüts Beberbeck die Influenza in sehr arger Art aufgetreten. Eine Anzahl Tiere find I Die Zahl der Mitglieder darf 25 nicht überschreiten. Die Gesellschaft führt den Namen „Deutscher Adler-Klub". Heiligenstadt, 13. Februar. Auf schreckliche Weise I haben zwei junge, verheiratete Arbeiter der hie- I sigen Sländer'fchen Dampfbierbrauerei ihr Leben einge- I büßt. Der Heizer Weiß und der Bierfahrer Rot, welche die Nachtwache hatten, schliefen zusammen in der Arbeiterschlafstube. Vor dem Schlafenlegen heizten sie den im Nebenzimmer stehenden Ofen nochmals stark, sodaß das durch die Schlafstube führende Rohr glühend wurde, und die Holzteile der Wand so stark erhitzte, daß sie glimmten und mächtigen Rauch erzeugten. Heute früh fand man die Armen auf ihren Lagern erstickt vor. | § Mainzer Karnevalverein. Die große Fremden - sitzung findet nächsten Sonntagnachmittag 5 Uhr in der närrisch dekorierten Stadthalle statt. Die beliebtesten Redner haben sich dem Komitee sür diese Paradesitzung zur Verfügung gestellt, und die Sitzung verspricht eine der glanzvollsten zu werden. Auch das Eröffnungsspiel gelangt zur Darstellung. Ganz besondere Anziehungskraft verspricht für die auswärtigen Besucher die Aufführung von Daub'S sprechenden Automaten, welche urkomische Szene, wie dies die letzte Herrensitzung bewies, auch den hartgesottenen Philister zu Lachsalven veranlassen wird. Wir können allen denjenigen, die sich einmal recht närrische und vergnügte Stunden bereiten wollen, nur dringend anempfehlen, am nächsten Sonntagmittag dem „goldenen Mainz" und der ; Narrhalla (Stadthalle) einen Besuch abzustatten. Die Vor- I bereitungen für die drei Fastnachtstage sind schon eifrig im Gange. Fastnachlsonntag findet durch die Prinzengarde die Erstürmung der Philisterburg auf dem Schloßplatze statt, dann wird närrischer Jahrmarkt mit allerlei gelungenen Veranstaltungen bis zum späten Abend in der Stadthalle abgehalten. Am Montag und Dienstag Abend I finden die beliebten großen Maskenbälle und am Montag I Mittag große maskierte Kappenfahrt mit Blumen- I korso statt. Alles in allem wird auch der diesjährige I Karneval sich seinen Vorgängern in bester Weise anreihen I können, der Mainzer Humor sorgt schon für eine fidele I Fastnacht. | Konkurrenz für die Hotels- und Wohnungsvermieter sein- I und werde eine Wohnungsliste in der Geschäftsstelle der I Verwaltung aufstellen, so daß jeder ankommende Gast nach I Belieben seine Wahl treffen könne, wo er wohnen wolle. I Ferner werde jede kleinliche Rücksicht schwinden; in der I Kurliste solle jeder Gast mit seiner Wohnung aufgeführt und diese nicht, wie seither, verschwiegen werden. An den Bädern werde ein Kontrolleur die Billette der Reihenfolge nach stempeln, cs werde keine von Trinkgeldern abhängigen Badegäste mehr geben, keine Gäste erster und zweiter Klaffe. Auch beabsichtige die Gesellschaft keine Spekulationskäufe, was man kaufen werde, solle nur zur Vervollständigung des Bades benutzt werden. Die anwesenden Herren äußerten sich durchaus befriedigt über das entwickelte Programm der Gesellschaft und erklärten, für die Entwickelung des Bades ! gern Mitwirken zu wollen. Es kamen dann noch die Frage der Wasserversorgung Salzschlirfs durch eine Quellwasserleitung, Kanalisation, Trottoiranlage rc. zur Besprechung, und es wurde deren Dringlichkeit anerkannt. Die Ausführung ist so gedacht, daß auch künftige Generationen an den Lasten wie an den Vorteilen teilnehmen sollen. Endlich beschloß man, jeden Montagabend zusammenzukommen, um die vorliegenden Gegenstände weiterer Beratung zu unterziehen. Jedenfalls ist mit dieser Besprechung der Anfang gemacht zu einer wechselseitig vorteilhaften Verbindung und sind Streitigkeiten, wie sie seither wiederholt zwischen der früheren Verwaltung und den anderen Interessenten vorgekommen sind, durch die ausgesprochene Haltung des Direktors der Aktiengesellschaft fernerhin unmöglich. Treysa, 13. Februar. Herr Oberleutnant a. D. Westmark hielt am Sonntag Nachmittag im Saale der Gasthauses „Zur Burg" dahier einen Vortrag über seine Erlebnisse bei den Menschenfressern am oberen Kongo, woselbst er sich 15 Monate lang aufgehaltcn hatte. Der Vortrag, der des Interessanten sehr viel bot, fesselte die Zuhörer von Anfang bis zu Ende, und trug dem Redner lebhaften Beifall ein. Fritzlar, 13. Februar. Gestern nacht gegen 3 Uhr wurden die Bewohner unserer Stadt plötzlich durch Feuer- m. Gudensberg, 14. Februar. Ein in jeder Beziehung vortrefflich gelungener Transvaal-Abend fand gestern hier im großen Rathaussaale vor einer zahlreichen Zuhörerschaft statt. Den Vortrag über Transvaal hatte Herr Dr. Winterstein aus Kassel übernommen. Derselbe führte auch mittelst einer Acetylenlampe 60 hübsche und bemerkenswerte Ansichten aus Südafrika vor. Im übrigen bot das reiche Programm viele musikalische Genüsse. Der Reinertrag von 70,45 Mk. kommt den verwundeten Buren zugute. Der nächste TranSvaal-Abend soll in Allendorf a. W. stattfinden. m. Gudensberg, 14. Februar. Nachdem die Frage wegen Errichtung einer Bismarcksäule von den Kasseler Alldeutschen in Fluß gebracht ist, sind die Gudensberger eifrig bemüht, sie auf ihren Odenberg zu bekommen. Der beste Stein dazu, Basalt, kann unmittelbar an seinem Fuß gebrochen werden. Außerdem will die Stadt Wege anlegen, und namentlich oben auf der Höhe einen Platz unentgeltlich zur Verfügung stellen. eiden Institute sind durch eine Brandmauer senkrecht von einander getrennt, die nur im Sockelgeschoß einen Durchgang hat, da, wo sich die neu gewonnenen Räume befinden. Die Beleuchtung ist elektrisch, die Heizung erfolgt durch Niederdruckdampf, für Ausnahmefälle stehen Gasöfen zur Verfügung. Daß für die innere Einrichtung in bestmöglicher Weise gesorgt ist, dafür bürgen die Namen der Institutsleiter. Die Geländeerwerbung erfolgte 1891. Die ersten Pläne wurden 1893 entworfen, erfuhren aber, zumal infolge des Wechsels in der Besetzung der Lehrstühle für Physik und physikalische Chemie, mehrfache Umänderungen. Nachdem die Angelegenheit dann längere Zeit geruht, wurden die Vorarbeiten 1896 wieder ausgenommen und im folgenden Jahre mit der Bauausführung begonnen. Im Frühjahre 1898 waren die eigentlichen Bauarbeiten beendigt, deren Kosten sich auf 310 000 Mk. belaufen. Darnach wurde für die innere Einrichtung und Beschaffung neuer Apparate eine Summe von 182 000 Mk. bei den Landständen angefordert, deren Bewilligung aber infolge Verlängerung des damaligen Staatsbudgets sich beträchtlich verzögerte. Nach dem hierdurch entstandenen Aufschub in der Fertigstellung des Institutes, konnte die physikalisch-chemische Abteilung im Frühjahr, die physikalische im Herbst 1899 in Gebrauch genommen werden. Die Entwürfe wurden auf dem bautechnischen Bureau Großh. Ministeriums unter Leitung des Geh. Oberbaurat von Weltzien angefertigt, die Ausführung erfolgte durch die Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten. ** Zum 13. deutschen Bmrdesschießen in Dresden (7. bis 15. Juli) sind eine Reihe Preise, wie Gold- und Silbermünzen, Pokale, Becher, Uhren usw., bestimmt worden, die sich auf die verschiedenen Scheiben verteilen. Als Ehrenpreise wurden 300 Stück Pokale (Römerform) auf Standpunktscheiben, 300 Stück Pokale (Becherform) auf Feld-Punktscheiben, 20 Stück Pokale mit j silbernem Untersatz mit Deckel, reich vergoldet, für das Konkurrenzschießen gewählt. Ferner werden vergeben: 300 Stück goldene Damenuhren, 250 Stück Savonetteuhren für Herren und 3500 Stück silberne Festmünzen auf Standscheibe I (Größe eines Fünfmarkstücks), 3500 Stück Festmünzen auf I Feldscheiben (Klippenform), sowie 200 Stück goldene Münzen I (Thalergröße). Die Festmünzen zeigen auf der einen Seite I die Germania und auf der anderen einen deutschen Schützen. I Die vorgenannten Zahlen bezeichnen nur die Stückzahl der I fest in Auftrag gegebenen Gegenstände, wahrscheinlich aber I werden diese Zahlen, wie es schon in den zwölf vorher- I gegangenen Feststädten der Fall §war, so auch hier vor- I aussichtlich um ein Drittel durch Nachlieferung erhöht I werden. Tagen ein sehr wertvoller Hengst. Der durch die Influenza in letzter Zeit herbeigeführte Schaden an dem Pferdebestand des Gestüts soll über 120000 Mk. betragen. Caffel, 14. Februar. Zur Beerdig ung ihres Mitgliedes, des verstorbenen Referendars Oppermann, waren gestern die gesamte deutsch-katholische Studentenverbindung „Rhenania" aus Marburg, sowie Deputationen der katholischen Verbindungen in Halle und Göttingen hier anwesend. Der Beerdigung, welche um 4 Uhr nachmittags stattfand, wohnten die Chargierten in Wichs bei. Heer und Marine. Die neue Schietzvorfchrtft für die Infanterie. Der bereits angekündigte Neuabdruck der Schießvorschrift für die Infanterie ist zur Ausgabe an die Truppenteile gelangt und auch zum Verkauf durch den Buchhandel freigegeben worden; er schließt sich im ganzen der alten Vorschrift an, weist aber doch viele Verbesserungen auf, welche von der hohen Bedeutung einer guten Schießausbildung Zeugnis geben. Nicht nur daß die verschiedenen Bedingungen des Schulschießens eine endgültige Erweiterung und Erschwerung auf Grund angestellter Versuche erfahren haben, es sind auch zur Erzielung größerer Mannigfaltigkeit mehrere neue Scheibenarten eingeführt, von denen wir die Ringkopsscheibe und Ringbrustscheibe erwähnen, wozu noch drei besondere Arten von Sektionsscheiben für die Entfernungen von 400, 500 und 600 Meter hinzugetreten sind. Zum erstenmale wird auch das Schießen der Radfahrer erwähnt, die außer den gewöhnlichen Schießübungen wie alle andern Mannschaften ihres Truppenteils noch mit dem Gewehr 91, womit die Fußartillerie ausgerüstet ist, sechzehn Schuß auf vier verschiedene Entfernungen von 150 bis 600 Meter ohne besondere Bedingungen abzugeben haben. Warum dies aber im Anzuge der Hauptübung, d. h im Helm, geschehen muß, ist nicht recht erfindlich, da der Helm nicht zu den Ausrüstungsstücken des Radfahrers gehört. Von weiterer Bedeutung ist es, daß in der neuen Schießvorschrift zum erstenmale unser nenes Jnfanteriegewehr als Gewehr 98 amtlich vor der Oeffentlichkeit erwähnt wird. Zwar ist eine genaue Beschreibung darüber in der Vorschrift nicht enthalten, aber aus den einzelnen Anmerkungen ist abgesehen von den durchaus gleichen Schußleistungen wie beim Gewehr 88 zu entnehmen, daß das alte Kastenmagazin mit dem Patronenrahmen weggefallen und an seine Stelle ein mit dem Schaft verglichenes Magazin getreten ist, das mittels Ladestreifens geladen wird. Weiterhin sehen wir, daß die Kammer einen festen Verschlnßkopf hat und das Gewehr einen hölzernen Handschutz besitzt, ferner daß der Laufmantel weggefallen ist, sodaß also auch kein Mundring be8 Laufes mehr vorhanden ist. Auch das Zielgewehr hat für das Muster 98 eine entsprechende Aenderung erfahren müssen; um nämlich das Mundstück des Einlegeläufchens zugänglich zu machen, ist der Lauf mit einem Ausschnitt versehen, der durch einen Schieber verschlossen werden kann Für die Jäger und Schützen, sowie für die Pioniere, die Eisenbahn- und Telegraphentruppen ist die neue Schießvorschrist mit einzelnen Aenderungen, die in besonderen Nachträgen enthalten sind, ebenfalls maßgebend. Kunst und Wissenschaft. Berlin, 13. Februar. Der am 11. Februar nach kurzem Leide« im Alter von 83 Jahren verstorbene Privatgklehrte Dr. Friedrich Jagor hat in der wiffenschaftlichen Welt der Reichshauptstadt eine sehr bekannte und eigenartige Stellung eingenommen. Als Sohn des Begründers und Besitzers des früheren vornehmen Hotel de Russie am Schinkelplatz, war auch er zuerst bestimmt, sich dem Gastwirtstande zu widmen. Aber früh siegte in ihm der Drang nach Reisen und nach geographischen Foffch- ungen und auf diesem Gebiet hat er eS dann nach und nach zu einer besonderen Spezialität gebracht. Er hat langjährige Reisen unternommen, vor allem nach Ostindien, den Philippinen, Java und Malakka. Als er schon 76 Jahre zählte, unternahm er noch eine mehrjährige Reise nm die Welt und immer wieder kam er von seinen Reisen mit neuen Schätzen und Sammlungen zurück, zunral ihm reiche Geldmittel zur §§ Mainz, 14. Febr. Anläßlich der Gutenbergfeier fit die Gründung eines Guteüberg-Museum hier in Aussicht genommen, welches Projekt sich der weitgehendsten! Sympathien erfreut. Insbesondere interessiert sich der Staatsminister Rothe in Darmstadt sehr für das Projekt und hat dasselbe in Aussicht gestellt, den Landständen eine Vorlage zur Unterstützung dieses Unternehmens zu unterbreiten, um die Stadt Mainz in den Stand zu setzen, den Museums-Gedanken in der denkbar würdigsten Weise zu verwirklichen. Ferner wird in Aussicht gestellt, auch das Reich und die Einzelstaaten zur Unterstützung anzurufen. , ... ,_,v ,UIV । ^=lbc" b-r-tts »um.Opser gefallen, fo erft in diesen schlossen, bei den Stadtverordneten die Bewilligung von Mk. 35 000 für das Museum zu beantragen. — In Folge der heftigen Regengüsse der letzten zwei Tage ist der Oberrhein in rapides Steigen gekommen, so daß heute der telegraphische Wasserstandsnachrichtendienst wieder ausgenommen wurde. In Waldshut ist der Rhein von 1,95 Meter auf 3,32 Meter gestiegen, in Kehl von 3,22 auf 3,87, in Maxau von 3,56 auf 4,10. In Wimpfen ist der Neckar von 1,82 auf 3,56 Meter gestiegen. O, Mainz, 14. Februar. Bei der hiesigen Bürgermeisterei, wie auch bei der Handelskammer sind von der Bürgermeisterei von Mertzig (Lothringen) wiederholt Gesuche eingelaufen, die darauf hinzielten, die Erbauung einer Eisenbahn von Metz nach Mertzig bei den maßgebenden Faktoren zu befürworten. Als außerhalb der Interessensphäre von Mainz liegend, wurde dem Ersuchen von hier aus keine Folge gegeben, und immer darauf hin- gewiesen, daß eine Bahnlinie von Metz nach Mertzig nur dann sür Mainz ein Interesse habe, wenn die Bahn bis DürkeSmühle weitergebaut werde, indem sich alsdann eine kürzere Verbindung Metz—Mainz ergebe. Da jetzt beschlossen ist, die Verbindungslinie nach DürkeSmühle zu bauen, hat man von hier aus der Bürgermeisterei Mertzig die Bereitwilligkeit ausgedrückt, der angcstrebten Bahnverbindung in jeder Weise seine Unterstützung zu leihen. § Butzbach, 15. Februar. Der Landes-Pferde- zuchtverein wird Samstag den 3. März, von nachmittags 21/, Uhr im „Hessischen Hofe" dahier eine Versammlung abhalten, welche den Hauptzweck hat, Fachfragen eingehend zu besprechen und sonstige interne Angelegenheiten zu beraten. — Bei der hiesigen Sammelstelle gingen für die Buren bis jetzt etwa 1000 Mark an Geld ein. -o- Schotten, 14. Februar. Am 11. ds. Mts. waren es 53 Jahre, daß Herr Rendant Reitzel in den Staatsdienst trat. Nur einer sehr geringen Anzahl von Beamten, und wahrscheinlich auch von Privatbediensteten, ist es beschicken, in ungetrübter körperlicher und geistiger Frische so lange zu dienen. Vor drei Jahren, am 11. Februar 1897, feierte Herr Reitzel sein goldenes Dienstjubiläum, wobei ihm von seinen Vorgesetzten und vielen Freunden und Bekannten die verdienten Ehrungen zuteil geworden sind. Er beabsichtigt, am 1. April l. I. in den Ruhestand zu treten, und die ihm verbleibenden Jahre im Kreise seiner Kinder und Enkel in Darmstadt zu verleben. Unsere besten Wünsche begleiten ihn. Nidda, 14. Februar. Prinz Karneval wird in diesem Jahre auch in unserer Stadt seinen Einzug halten. Während früher dann und wann ein kleiner Zug stattfand, wird dieses Jahr in dem projektierten größeren Zuge ein hiesiger Bürger die Rolle des Prinzen übernehmen. In einer kürzlich abgehaltenen Versammlung der hiesigen Vereine ist ein festes Komitee, sowie ein vorläufiges Zugprogramm entworfen worden. — Vorgestern wurde auf Reklamation auswärtiger Gerichtsbehörden ein in der Brauerei „G a m b r i n u s" bediensteter junger unverheirateter Arbeiter auswärts verhaftet, weil der Verdacht auf ihm ruht, die Ermordung eines Mädchens in Süddeutschland begünstigt zu haben. Er wurde an den Thatort abgeliefert. — Die von Herrn Gewerbeschul- inspcktor Meyer zu Darmstadt am Montag vorgenommene Revision der hiesigen erweiterten Handwerkerschule hat ein erfreuliches Resultat ergeben. In diesem Jahre wird wieder eine freiwillige Gesellenprüfung vorgenommen werden, zu der bis jetzt schon 12 Anmeldungen ergangen sind. t Vom höheren Vogelsberg, 14 Februar. Seit I heute ist hier wieder ein Witterungs-Wechsel! erfolgt durch Eintreten von Thauwetter. Wenn auch seither der Verkehr durch Schlitten schon ziemlich schlecht ging, so muß doch nun jetzt das Schlittenfahren eingestellt werden. Schnee geht allmählich weg, und befürchtet man Schaden der Wintersaaten. Bis jetzt steht dieselbe noch Darmstadt, 14. Februar. Nach einem der „Darmst. Ztg." aus Capri, 13. Februar, zugegangenen Privat- Telegramm sind die Allerhöchsten Herrschaften mittags daselbst wohlbehalten eingetroffen. Arheilgen, 13. Februar. In aller Stille hat sich hier! eine Gesellschaft gebildet, die auf dem Wege der Ersparnisse ihren Mitgliedern z. B. bei einer Heirat eine Aussteuer übermachen, oder im Notfall auch Unterstützung gewähren will. Nur junge Leute von 18 bis 25 Jahren, die einen tadellosen Ruf haben, können ausgenommen werden. »Ä * b war. flonW'K & 9*5 AM ..S MW 2^ Stiern» ; H l bis 194.40, titW * io __ M, Zi Koflkurserofffii c^omon t Schnett tylntäib, foG i Luthnbng Md w Wholz her' Die W Zum Beehre Men, Sau: Artikeln in e Mr dir Gn w Wr $ N dm Ml vergehen werde a. die Lieser 1. Ba 2. ZM 9. »i 4. brauch! 6- Raffte, 6. MUi 1.Ä) 9. Schl 10. W 11. Ust lüch, 12. Sei, 18. Kon 14. Ei- Son 15. Por^ 16. W b. Das L j bat Ster Das Retz b« Defa Entl Mdr, e. Dir Adc GesM, fafletn Zerlaß ÖOm N dem I Wollte =„ itzL 4** neuf 7LvL-r lDc,te bet SB.i?n btr- kt uni Ä *««££* L'?>L 2r.??rs <&bM "•■«ft; *Ä'ä; JwWS ^Mg"dnW'"' ÄS gstea 'berlkutnantei) ltQÖ 'm E°Ä M lm oberen Mm, d0: Jtttnfatft, VtrSüor, M ftfjeltt bit 3U: ’ truS 6cm Rebnn W& 3 Hbr durch Jeuer. mtzachdesM«, gcntlich des RSuch^r !ite Speck anging, t reisen der Feuernch "s . seinen Herd &uto hklicher Schaden nt> ungenießbar geworden haben. Vie man erfahrt, ijl erbeck dirJnsluenzü ne Anzahl Tiere fi°r *n, jo erst in diese, r durch die Jifluenz- an dem Pferdedestand fragen. rd/gung chreLM ui Opperman,, lathvt^chr Sl°> - ans Marburg Verbindungen in $iit Beerdigung, welche nn en die Thargittlen i' rine. du Ivfmünie. )K tzchichurM Wt dl- teile %tlan?t a\i$ M werden; et « , doch Diele Setb«fi«W er tuten vchikßausbM hi-denen »ekinjunß “ md Ersch-v-n-ng aiifÖW auch zur Dielung gr^ «Ä SÄ* -SÄ”*" drei da ’lXJÄrifttutn^ Ä «*£ frei# ©w01.. «bjtertö her Laufmante bring de» ng eine ej* hauptilad' , Kegels noch e " seifen "L 195 40- Zahlangaelnstellangen. Konkurseröffnungen: Firma Schlosser & Co., Ahlen; Firma Salomon & Schmetterer, Aschaffenburg; Restaurateur Paul Geiler, Privat-Difikont 4'/,?/°^ 236.90.10.30, Diskonto 194 40, Staatsbahn 140.80-70, Lombarden 27 80. Simbura a. d. Lahn, 14. Februar. Frucht markt. Durch, ^nittsnreis vro Malter. Roter Weizen 13.03 Mk., Wetßer Wetzen —.— Mk-, Korn 10.80 Mk., Gerste 9.20 Mk., Hafer 6.80 Mk., Erbsen —.— Mk.,' Kartoffeln —.— Mk. ^rfügung standen Dr. G-nauigk7iVr rraphte und Anthropologteganz s nde l eindrangen, ohne Forschungen aus, die bis. ,n d e k nsten ^s^chtspunkte aus dem Auge indes bubet bte großen wlffemchaf ch lebendiges Lexikon und ver- zu verlieren. Er war in vteler gnM* em wj« * unb über higte über eine besondere Gewandthett tn f für Völkerkunde IN sm hübsches Zetchentalent. Das kön^g ber Sachverständigen- Berltn, bet dein er em sehr g W J wesentliche Sammlungen und wert- r°mmiisi°n °«dmN >h n 6int;ilaffellen Sammlungen bürften rollen ÄWU» Diesem Museum zusallen. -------- Sandel und Verkehr. UolkswirychasL J Frankfurter B#r*e vnm 14. Februar- Prämien auf"]Kredit per ult Februar l.OOo/o, do. per ult. März ?40 %, Diskonto Kommandit per ult. Febr 0.80%, do. per ult. MäS 170%, Lombarden per ult. Februar 0 50 o/o do per ult Ml” 0.8WS Dontseho Bank per ult März 2.20»/^ Dresdener Bank ner ult Febr 0 90%, Berliner Handelsges. per ult. Febr 0.00. ? Notierungen: Kreditaktien 236 90-80-00, Diskonto-Kom- .1 S^tsb 141-140.50-80, Gotthard 142.20-50, Lombarden 27 70-00-00 Ungar. Goldrente 99.30, Italiener 94 30, 3proz. Xer 26.30 “öeS* Coupons 84'/., Amerik. Coupons 4.19'/., Grünhainichen (Augustusburg, Erzgeb.); Firma F. W. Mühlinghans Sühne, Barmen; Kaufmann Felix Bergmann, Berlin; Nachlass der Badeanstaltsbesitzerin Witwe Wilh. Höhne, Berlin; Weinhändler Grieante Panizzi, Chemnitz; Bäcker Jul. Weinowski, Guteherberge (Danzig); Firma Gebr Prüser, Hamburg; Sc uhmacher Ernst Friedr. Taumel, Hamburg; Kaufmann Max Spiess (Wilhelm Müllers Nachf. , Insterburg; Klempner Emil Brandt, Kassel; Kaufmann Gustav Adolf Parton, Kreuznach; Käthner Friedrich Carieen, Grellsbüll (Leck); Adlerwirt Karl Summier, Bissingen a E (Ludwigsburg); Firma Bühler fröres, Mülhausen; Klara Scholz, Heinersdorf (Müncheberg); Sattler Alois Zeidler, München; Milchhändler Bernhard Ide, Neustadt i. M.; Lindenwirt Wilh Schmierer, Büchenbronn (Pforzheim); Nachlass der Schuh Warenhändlerin Christine Friederike Bränlicb, Plauen; Schneider Theod. Osk. Zahn, Gansgrün (Plauen); Materialwarenhändlerin Anna Ros. Ernest. Lutowsky, Redeberg; Nachlass des Schmieds Friedr. GottL Teichmann, Zetteritz (Rochlitz); Schuhmacher Herrn. Franz Schnirpel, Rochlitz; Landwirt Georg Alberts, Neuengeseke (Soest); Schmied Herrn. Hempel, Tirschtiegel; Bauer Christ. Wild, Oberriexingen (Vaihingen); Schneider H. Wiese, Velpke (Vorsfelde), Wetterbericht. Das Minimum, welches gestern über der Biseayasee lag, ist nordwärts bis zu den Niederlanden gezogen. Auf seiner Rückseite, d. h. über West- Frankreich und vor dem Kanal ist das Barometer gestregen, und zieht sich ein Keil relativ höheren Druckes bis zu den Westalpen hinein. Infolgedessen haben sich in den kontinentalen Lagen die Gradienten beträchtlich verstärkt, und ist die Witterung zumeist unruhig, vielenorts stürmisch geworden. Der Lümmel ist vorwiegend bedeckt, stellenweise fallen Niederschläge. Die Temperaturen liegen auf den Flachland-Stationen unseres Gebietes ziemlich hoch. Außer dem .Haupt - Minimum sind noch flachere Depressions- Zentren über der nördlichen Adria und über den russischen Ostsee-Provinzen vorhanden. Ein Gebiet hohen Druckes liegt über dem Norden Skandinaviens. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch unbeständiges, zeitweise unwilliges Welter mit Niederschlägen und nachfolgender Abkühlung. Aus dem Geschüstsleben. -Eine speziell für Defiikloteure und Lithographru iutcreftaute Entscheidung, welche nunmehr RechtskraftKlangt hat, fällt- des Kaiserliche Patentamt, Abteilung für Warenzelchen, unterm 30. Oktober 1899. Die Firma &. Underberg-Albrecht in Rheinberg fabriziert s.itwrehr als 50 Jahren ben von ihr m den Handel gebrachten früher „Boonekamp of Maag Bitter", jetzt „Underberg-Boonekamp g^ nannten Bttter-Likör. Zur Verpackung ihres Fabrikats bedient fi e 1«Y einer Flasch-n-Etikette, welche unter anderen charakteristischen Mertmaien auch zu beiden Seiten je einen runden Schwarzstempel aufweisL -üiq Etikette ist von genannter Firma bereits im Jahre 1851 beim Hanoeis- gericht in Krefelb beponiert und später als Schutzmarke emge ragen worden. Auf Grund der Prioritätsrechte der Firma H Underverg- Albrecht wies das Kaiserliche Patentamt schon unterm 27. September 1898 die Eintragung eines von einer Berliner Destillationsfirma an- gemeldeten Warenzeichens in die Zeichenrolle zurück, da dieses Zeichen, welches u. a. einen Schwarzstempel enthielt, mit dem für bie Firma H. Underberg-Albrecht geschützten Warenzeichen kollidiere. Nunmehr har das Kaiserliche Patentamt in obengenannter Entscheidung auch die Eintragung eines Warenzeichens einer rheinischen Destillationsfirma versagt, weil dieses Zeichen — eine Etikette mit zwei Rundstempeln — in fernem Gesamtbilde mit der für H. Underberg-Albrecht geschützten Etikette uver- einstimme und die Gefahr einer Täuschung vorliege. Hiermit hat daS Kaiserliche Patentamt die Priorrtäts bezw. Schutzrechte der Firma H. Underberg Albrecht an den charakteristischen Merlmalen ihres Etikettenbildes wiederholt anerkannt und dürfte in Konsequenz dieser Entscheid, ungen die Verwendung ähnlicher Etiketten, soweit fie bis jetzt noch von einzelnen Destillateuren benutzt werden, fernerhin unstatthaft fern. Fertige Daunen?61' ?< iAi\ Bekanntmachung. Freitag, den 16. Februar 1900, nachmittags 3 Uhr beginnend, soll vörschiedenes Abfallholz aus den Friedhofs-Anlagen, vom Lutherberg und Läicheuwäldchen, von d'.r Süd- und Ostanlage, leuwei.e zu Backholz geeignet, an Ort uni Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Friedhof. Gießen, den 13. Februar 1900. 1112 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth________ Zum bevorstehenden Frühjahr! Beehre mich im anfertigen von Hütten, Hallen, Spalieren, Wasch Pfühlen, Baum« und Rosenftangen, sowie allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln in empfehlende Erinnerung zu bringen. 1068 Fr. Ang. Helfenbein. Submission NFür die Großh. neu-n Kliniken in Gießen sollen pro 1900/1901 of dem öffentlichen Submisstonsweg ) ergeben werden: a. die Lieferung von 1. Backwaren, 2. Zwieback, 8. Fleischwaren, 4. Spezereiwaren und Ver brauchsgegenständen, 5. Kaffee, 6. Butter und Eier, 7. Milch, 8. Bier, 9. Schreibmaterialien, 10. Maschinenöl und Putzwolle, 11. Bürstenwaren und Scheuertücher, 12. Seife, 13. Kornstroh, 14. Eis (täglicher Bedarf im Sommer), 15. Porzellanwaren, 16. Käse, b. Das Reinigen der Wäsche für das Dienstpersonal, «. Das Reinigen des Herdes und der Oefen, d. Die Entleerung der Kehrichtgrube, e. Die Abgabe von Knochen und Gespül, leeren Oel- und Wrin- fäffern und leeren Flaschen. D e Bedingungen und der Ministe- rialerlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr ein- gesehen werden. Proben der unter a. 4, 5, 8, 9, 10, 11, 12, 15 und 16 bezeichneten Gegenstände sind nebst den ver- schloffenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Dsiuntas de« 22,f(br«ot 1900, vormittags 11 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau Qbzugeben. Zuschlagsfrist bis zum 8. März 1900. 1155 Gießen, 8. Februar 1900. Nroßherzogl. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. Wobiliar-Nttsteigerimg. Freitag den 16. und Samstag den 17. Februar d. I, jedesmal nachmittags 2 Uhr anfangend, wird der nachverzeichnete Nachlaß des verstorbenen Herrn Landgerichtsrai v.Schmalkalder inbeffen Wohnung Liebigstraste 17, II., gegen Barzahlung versteigert: Mehrere Garnituren in Phautasiestoff und Plüsch, Sophas,Sessel uudStühle, Auszieh-, Salon« u. sonstige Tische, ein Büffet, Gpiegel- schräuke.Spiegel,Gemälde, Bilder, Uhren, ein Schreib^ tisch, Bertikow, Kommoden, Kleiderschränke, Betten, Leuchter und Lampen, Porzellan u.Glas,Zimmer« teppiche, Vorlage«, farbige und weiße Gardinen, Kleider und Weißzeug, eine Küchenein- rtchtung, sowie Hausgeräte jeder Art. 1 82 Z. A.: Schneider. AMier pfflunkniften. Kreppet, CafL- und Thee-Gebäck, große Auswahl in Kuchen und Torten empfiehlt täglich srisck in nur bester Qualität 849 Konditorei H. Bettler, Ecke Franksurterstraße Südaulage. Konditorei und Kackerei Carl Spamer, Neuenweg 2, empfiehlt 201 täglich frischeKreppekn in bekannter Güte. Nur reine Naturbutter-Zuthaten. 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