■"«hl r**8*0*5'’*-- ÄjÄfc ’4» ■fit l Sc"f teZ b'1 >en lofnrf ,? kni, Ä"*- tz-»d »«. T?‘ * Ä ärfftÄ to-t. Ln°L b w, (4§ *tt in finde», Me scherzhaf, ' » Spiialbemotrüta Generale Abnisch eute geben 32 (32 -2j = 30* (Vf30) = 21, (Vf21)= S, njtf ans 9) = mncu Wfca Wt 3 U" wurde heult U darin enthaltener w nahmt. - Sein a Beil zu erschla S) mittag 1 Uhr k 'gersttaße 60, bof ei- -e in stetem Unftiedei des Mannes ehelih Beranlassuna gegeb-- ■ in der Schönhoch 1 zu Hilfe, welcher da chirnmasse heraus^: jung eines Verbandeln eingeliefert. m- w4lkM, Irrende Wnndsalbe, ii 20 u. kO M. SitrrungL beim Gebrauch auSjt >er größter Sorzug toi iseline, Golb'Sream k. S-MM ,io, ro, 5.0 und hdi bei Wundfein, ff. d Rötung der M « , nimmt jejen W schädlichen SiM- M lindern unentbehrlich- :gefle!t in der Arik am. Präparate von er Waltet Web* U3 (Hh«r Qiewt auptbepot: 1 Apotheke «'tbev- lieh emP$°5 L 'iSM^rsrtfWj Freitag den 16. Februar 1000 Erstes Blatt. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und AuSlaude« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwärtS 20 Pfg. «nnobme von Anzeigen zu der nachmittags für den Mffflben Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abends vorher. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger Z3ezug»preis vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die AbholefieH« vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Nr. 39 ^rfchetnl täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener »««ttienölLtter »erden dem Anzeiger hn Wechsel mit „Hess. Äenbroirt" m. „Blätter Kr heff. Volkskunde" »tchtl. 4 mal beigelegt. Arnts- und Anzergeblutt für den Ttreis Gieren. ■ Adresse für Depeschen: Anzeiger ^UfcOU Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Zandwirt, Matter für hessische UoUtsKunde._________________ Mtfcaftton, Expeditton und Druckerei: Zchnlstraße Ar. 7. Bi Amtlicher Heil. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche. In Alb ach ist die Maul- und Klauenseuche erloschen und Aushebung der Sperrmaßregeln verfügt worden. Gießen, den 15. Februar 1900. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche. In Göbelnrod ist die Maul- und Klauenseuche erloschen und Aushebung der Sperrmaßregelu verfügt worden. Gießen, den 15. Februar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Hessischer Zandtag. Zweite Kammer der Landftaude. nn. Darmstadt, 14. Februar 1900. Die Sitzung wird um 9 Uhr 15 Min. eröffnet. Am Ministertisch Staats-Minister Rothe, Justiz-Minister D i t t m a r, die Ministerialräte Braun und B r e i d e r t, sowie Geh. Finanzrat Ewald, Oberforstrat Milbrand, «eh. Schulrat E i s e n h u t h und Geh. Rat L e p s i u s. Die Debatte über die Verlängerung des Finanzgesetzes wird fortgesetzt. Justizminister Dittmar geht in eingehender Weise aus die von dem Abg. Ulrich gestern besprochenen Fälle ein, wonach die Staats-Anwaltschaften zu Offenbach, Gießen und Darmstadt in Ausübung ihres Anklagerechts zu weit gegangen seien. Der Offenbacher Fall, bei dem es sich um eine schwere Beleidigung eines katholischen Geistlichen durch das Offenbacher Abendblatt gehandelt habe, sei ihm wohlbekannt, und hier habe die Staatsanwaltschaft korrekt gehandelt. Auch im Falle Wolf-Köhler sei dieselbe in durchaus richtiger Weise vorgegangen, und es liege für ihn durchaus kein Grund vor, die Thätigkeit der Staatsanwaltschaft zu bemängeln, und er freue sich, konstatieren zu können, daß von den von dem Abg. Ulrich vorgebrachten Anschuldigungen auch nicht ein Schatten des Unrechts übrig geblieben sei. Bezüglich des Gießener Falles werde er dem Hause erst nach Eintreffen der eingeforderten Akten Aufklärung geben können. — Abg. Erk wünscht, daß man die Unterstützungsgelder für Landwirte mehr an die größeren Gemeinden und insbesondere an die größeren Landwirte vergeben würde. Mit der Eisenbahn-Politik des Finanzministeriums kann er sich nicht einverstanden erklären, insbesondere nicht damit, daß man den Bau der Nebenbahnen in kommunale Regie geben wolle. — Abg. Weidner bezeichnet die Ausführungen des Abg. Ulrich als eine Propagandarede um die Beamten und Wirte in die sozialdemokratischen Kreise zu ziehen. Die Regierung müsse durch die Stempelsteuer für den Ausfall der Weinsteuer entschädigt werden, und gerade die Partei Ulrich u. Gen. habe der Regierung diese Einnahmequelle aus der Hand genommen. Auch bezüglich des Beamtengesetzes sei man zu weit gegangen, indem man die Gehälter nach oben so gesteigert habe, daß diese Beamten ihren Gehalt kaum unterbringen könnten. Durch die Nachbewilligung der Aufbesserungen habe man im Lande einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. In längerer Rede beleuchtet er die Thätigkeit der landwirtschaftlichen Kommissionen und Bezirksvereine und Zuchtinspektoren, insbesondere der Hörkommissionen. Mit den Arbeiten dieser Kommission kann er sich nicht ganz einverstanden erklären. Das Bestreben derselben müsse mehr auf die Aufzucht güten Zuchtviehes gerichtet sein. Bezüglich der Eisenbahn-Politik der Regierung kann er sich im allgemeinen einverstanden erklären, aber bezüglich der Berücksichtigung des Vogelsbergs mit Eisenbahnen sei es noch schlecht bestellt. Die Verkehrsverhältnisse dorten spotteten jeder Beschreibung, denn um zur Residenz zu gelangen, brauche man einen ganzen Tag. Er bedauert, daß die Uebernahme der Kosten der Fortbildungsschulen auf den Staat immer noch nicht im neuen Nachtragsbudget enthalten sei. Die Angriffe, die der Abg. Ulrich gestern auf das Ministerium Finger gemacht habe, halte er unter der Würde des Hauses, umsomehr als die Verdienste des Herrn Staatsminister Finger um das Hessenland über alles Maß erhaben. (Bravo.) — Justizminister Dittmar stellt nunmehr auch den Gießener Fall bezüglich der Näherin richtig, bei welchem die Staatsanwaltschaft ebenfalls von jeder Verschuldung frei sei. — Abg. Ioutz ist, gegen Uebernahme der Fortbildungsschulen auf den Staat und kann sich nicht für den Nebenbahnbau in Privatregie aussprechen. — Finanzminister Küchler erklärt, daß er bestrebt sein werde, die im alten Gesetz festgelegten Bahnen zuerst zu bauen, aber er müsse es auch ablehnen, daß Bahnen, welche im Jahre 1890 beschlossen worden sind, im Jahre 1900 noch nicht gebaut sind. Damals aber mußte man sich schon sagen, daß eine rasche Durchführung nicht zu erwarten sei, weil jedes Projekt eine eingehende Prüfung in genereller und materieller Hinsicht erfordere. Bei einer Bausumme von 37 Millionen Mark könne dieses aber von heute auf morgen nicht gemacht werden. Insbesondere dürfe man sich in Bahnfragen nicht überstürzen. Bezüglich der Wünsche des Abg. Weidner, bezüglich des Projektes Herbenhain—Nidda könne er erklären, daß er dem Hause in wenigen WochMi ein Vorprojekt vorlegen werde, in welchem dann die Zahlen gegeben seien, was der Bau koste. Bezüglich der Grube Ludwigshoffnung müsse er jede Verantwortung von der Hand weisen, solange nicht der Betrieb in einer rationellen und technisch ausgebildeten Weise gehandhabt werde. Er sei kein Freund der Theorie, sondern der Praxis, und von Fall zu Fall werde er entscheiden, ob sich eine Sache fruktifiziere oder nicht. Bezüglich des Baues der Nebenbahnen müsse er aber sagen, daß in den letzten zwanzig Jahren die Wissenschaft und insbesondere die Elektrizität solch enorme Leistungen vollbracht habe, daß er es nicht wagen könne, sich heute schon über das weitere Fortschreiten derselben ein Urteil zu bilden. Abg. Molthan begrüßt die eigene Initiative der Großh. Regierung auf endliche Aufhebung des Weinsteuergesetzes. Er könne aber auch erklären, daß jeder Gedanke 'auf Wiedereinführung einer Weinsteuer, einerlei in welcher Form, von Seiten der weinbautreibenden Bevölkerung der größte Widerstand entgegengesetzt werde. Auch gegen die in Bezug auf >ie in Aussicht stehende Flotten^ Vorlage geplante Reichsweinsteuer ersucht er das Haus heute schon Stellung zu nehmen. Der Eisenbahnpolitik des Herrn Finanzministers kann er nur zustimmen, insbesondere soweit es sich um eine weise Sparsamkeit handele. Er giebt der Hoffnung Ausdruck, daß die gesamten Nebenbahnprojekte dem Lande zum Segen gereichen möchten. Bezüglich der Stempelsteuer stellt er fest, daß Klagen wohl vorhanden seien, die aber, wie bei allem Neuen bald verschwinden würden. Bei dieser Gelegenheit bringt der Herr Abgeordnete nochmals die Verurteilung der Redakteure/ des Mainzer Journals und der Neuesten Nachrichten im Fall Küchler zur Sprache. Im Volk habe man das hohe, Strafmaß nicht verstanden. Das Ministerium Finger habe während seiner Aera den Beistand des katholischen Volkes nicht immer gefunden. — Abg. Kramer wendet sich gegen die Konzessionierung von Privatbahnen und weist dabei auf die Entwickelung der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft hin. Der Ansicht des Herrn Finanzministers bezüglich des Baues von Kleinbahnen kann er nur zustimmen, insbesondere bezüglich der Dreieichbahn. Das Stempelsteuergesetz sei ein enfant terrible für viele Berufsklassen, und es werde sicher in nicht zu ferner Zeit der Antrag auf Aufhebung der Stempelsteuer eingebracht werden. Bezüglich des Änklagerechts der Staatsanwaltschaft werde trotz der Versicherung des Herrn Justizministers nicht immer mit der gewöhnten Akkuratesse verfahren. — Fi- nauzminister Küchler stellf eine Anzahl Misverständ- nisse bezüglich seines Standpunktes in der Nebenbahnfrage richtig, insbesondere zerstreut er in eingehender Weise den Mythus, als sei er bestrebt, die Nebenbahnbauten in dessen in Privathände zu geben. Eins sei richtig, daß dieses erst dann möglich sei, wenn die Kommunalverbände hierzu bereit seien. Er sei ein Freund des Handelns und nicht der Worte, und aus diesem Grund bedauere er die Ausdehnung der Generaldebatte auf Gebiete, mit der das Finanzgesetz nichts zu thun habe. Er bitte daher die Kammer, zur Sache zurückzukehren (Bravo). — Justizminister Dittmar hält steine Ausführungen bezüglich per Gießener, Offenbacher und Groß-Gerauer Angelegenheiten aufrecht, trotz des Dementis des Abg. Cramer. Zu dem Standpunkt des Abg. Molthan, daß die Kammer das Recht und die Pflicht habe, das Verhalten des Richterstandes vor dem Lande zu kritisieren, bemerkt er, daß er denselben nicht; teilen könne, so lange der Kammer und ihren Mitgliedern das Recht zustehe, sich Informationen bei den betreffenden Justizressorts zu holen. Der Rechtsschutz und das Rechtsbewußtsein wörde durch ein solches Vorgehen nicht gefördert werden. Im Interesse einer gedeihlichen Rechtspflege und Justiz in Hessen müsse aber auch jeder an seinem Teil bestrebt sein, dazu beizutragen, daß dieselbe nicht von unberufener Hand angetastet oder geschmälert werde. Er für sein Teil werde darüber wachen, daß die Ehre des Hessischen Richterstandes hoch erhaben dastehe. (Bravo.) l— Nach einigen persönlichen Bemerkungen verschiedener Abgeordneter wird die Sitzung um 1 Uhr geschlossen. Fortsetzung! ^.er Beratungen über die Verlängerung des Finanzgesetzes morgen früh 9 Uhr. Deutscher Reichstag. 148. Sitzung vom 14. Februar. 1 Uhr. Die Beratung des Kolonialetats wird fortgesetzt. Zu erledigen sind noch verschiedene Forderungen für Eisen- bahnzwecke in Ostafrika, und zwar eine zweite und letzte Rate für Fortführung der Bahn Tanga—Muhesa bis Korogwe, sowie zu Bor» arbeiten für eine weitere Fortsetzung bis Mombo 2 309 000 SR!., ferner für Ergänzung der Vorarbeiten für eine Bahn Dar-es-Salaam bis Mrgora und für eine telegraphische Verbindung von Dar-es-Salaa« mit Kilosia 120 000 Mk. L r Abg. Dasbach (Ztr.) hebt hervor, daß Deutschland in dresem Jahre für seine Kolonien 30 Millionen Mark ausgegeben habe. Ob das jemals wieder einkomme, sei doch sehr fraglich. Für die Usambarabahn werde diesmal nicht nur die letzte Rate von 2 237 000 Mk. gefordert, sondern sogar noch 72 000 Mk. für eine Fortsetzung nach Mombo. Diese letztere Summe beantrage er zu stteichen. Weiter erklärt si^ Redner entschieden gegen die 120 000 SRI. für Vorarbeiten für bie Zentralbahn von Dar-es-Salaam aus. Er bitte, dieselbe abzulehnen. Kolonialdirektor von Buchka bemerkt, er halte es für verhängnisvoll, die nötigen Gelder für die Fortsetzung dieser Pläne zu verweigern. Wenn die Usambarabahn bisher keine größere Rentabilität erlangt habe, so liege es daran, daß der Kaffeebau unter einer Dürre ungemein gelitten habe. Nach kompetentesten Zeugnissen sei der Boden in nfamberra für den Kaffeebau sehr geeignet. Er bitte dringend, hier Abstriche nicht vorzunehmen. Um eine Zentralbahn handele es sich nicht, sondern viel» mehr nur um eine Stichbahn von der Küste ab, die von allen sich m- teressierenden Kreisen für dringend notwendig gehalten werde. Abg. Richter (ftf. Vp.) meint, die Interessenten sollten doch daS Geld selber aufbringen. Die Bahnen seien nach seiner Ansicht so wenig aussichtsreich, wie nur jemals eine Bahn sein könne. Was die Rentabilität dieser sogenannten Kaffeebahn anlange, so seien das bis jetzt alles nur Hoffnungen ohne jede Unterlage. Der Kolonialdirektor habe gesagt, Ablehnung dieser Forderungen würde in weiten Kreisen schmerzlich empfunden werden. Diese weiten Kreise seien aber niemand als der Kolonialrat und die engen Kreise, die hinter ihm stehen, vielleicht noch ein vaar Offiziere, btr Kolonialrat unb seine Räte (Heiterkeit). Während man hier in Deutschlanb mit billigen Eisenbahn-Unternehmungen zurückhält, sollen wir für Afrika kostspielige Bahnprojekte bewilligen. Abg. Graf Arnim glaubt, daß die Anschauungen des Vorredners von der Mehrheit des deutschen Volkes nicht geteilt werden. Man dürfe eine Bahn, wenn vorübergehend ungünstige Verhältnisse eintreten, nicht gleich unrentabel nennen. Inzwischen ist ein Antrag Richter schriftlich eingegangen, die vorliegenden Etatstitel nochmals an die Kommission zuiück- zuverwetsen. Abg. Frese (ftf.) spricht sich für diesen Antrag aus. Für ihn stehe augenblicklich die Flottenvorlage im Vordergrund. Abg. Bebel (Soz.) erklärt sich entschieden gegen vorliegende Etatstitel. Abg. DaSbach (Ztr.) erklärt, seine Partei werde geschlossen für den Antrag Richter stimmen. Kolonialdirektor v. Buchka bittet nochmals um Bewilligung. Abg. Graf Stolberg bestreitet, daß das Haus im Vorjahre über den Wert der Usambarabahn getäuscht worden fei, und nur in dieser Täuschung dem Ankauf der Bahn zugestimmt habe; sie wollten nur nicht die erste deutsche Bahn in Afrika verfallen lassen. Abg. Richter verbreitet sich über den Bahnbau in Afrika, und meint, daß das Reich in Deutschland selbst niemals eine solche Bahn bauen würbe wegen ihrer Aussichtslosigkeit. Der wichtige Kanal in Preußen würde von den Herren rechts abgelehnt, und eine Bahn in Afrika solle gebaut werden. Abg. Stockmann (nl.) plädiert lebhaft für Bewilligung aller dieser Bahnen, und verbreitet sich namentlich über die dadurch erzielten Verkehrschancen. Abg. v. Siemens ist der Ansicht, daß Bahnen nicht gebaut werden dürften, um gleich eine große Rentabilität von ihnen zu erwarten. Alle Länder suchen sich unabhängige, große Wirtschaftsgebiete zu schaffen, um die Wtrtschaflsbedürfntsse aus eigener Bezugsquelle zu decken. Abg. Haffe stimmt mit seinen Freunden dem Anträge Richter auf nochmalige Prüfung in der Kommission zu. Abg. Bebel erscheint es unbegreiflich, warum Herr v. SiemmS die Bahn nicht selbst in Angriff genommen hat. UnterftaatSsekretär v. Richthofen ist überzeugt, daß von England die afrikanische Süd-Nord-Bahn gebaut werde. Abg. Oertel-Sachsen hält den Bankiers vor, daß sie unser gutes deutsches Geld in exotischen Werten verpuffen. ES folgt noch eine Auseinandersetzung zwischen Siemens und Oertel über eine Aeußerung deS elfteren, daß die Landwirtschaft technisch nicht genug fortgeschritten sei. Damit schließt die Debatte. Der Antrag Richter auf Rückverweisung des Titels für die Usambarabahn an die Kommission wird angenommen, und die Erledigung des Titels ausgesetzt. Morgen 1 Uhr Fortsetzung. (Eisenbahn in Südweftastika, dann Antrag Münch-Ferber, betr. Errichtung deutscher Handelskammern im Ausland.) Schluß 5»/, Uhr. * Born Kriegsschauplatz. London, 14. Februar. Der „Daily Mail" wird aus Rensburg telegraphiert: Der Feind zeigte große Energie und marschierte über Nauwpoort gegen die englische Flanke. Während mehrerer Tage fand ein heftiger Kampf bei den Außenlagern auf beiden englischen Flanken statt. Am 12. griffen die Buren die Position des Worcester Regiments südlich von Eolesberg an, und der Kampf dauerte den ganzen Tag: nach Eintritt der Dunkelheit wurde der Rückzug der Engländer auf Rensburg für nötig gehalten. Die Verluste find noch unbekannt. Auf der westlichen: Manke kämpften die westaustralischen, sowie die Wiltshire- und Bcrkshire-Regimenter aufs heißeste. Sie hielten sich gegen große Ueberinacht. In der Nacht zogen sie sich jedoch ebenfalls auf Rensburg zurück. Der „Voss. Ztg." wird aus London berichtet: 'Der militärische Mitarbeiter des „Morning Leader" erfährt, daß in wenigen Tagen eine neue Bewegung Bullers zum Entsätze von Ladysmith erwartet werden dürfte, möglicherweise östlich von Colenso. London, 14. Februar. General Buller sandte foU gendes Telegramm aus dem Lager von Chieveley vom 13. Februar: Der General Dundonald mit 700 Mann .Infanterie, einem Bataillon Jäger und einer Batterie -unternahm gestern eine Rekognoszierung. Die Buren zeigten sich mehrere Male, um gleich darauf wieder zu verschwinden. Wir töteten zwei Buren. Einige Stunden später kehrte der Feind zurück, und zwar in bedeutender Anzahl. Dann begann der Feind zu schießen, wodurch einige Leute von uns verwundet wurden. Einige Jäger werden vermißt. Unter den Verwundeten befinden sich fünf Offiziere. Brüssel, 14. Februar. „Petit bleu" veröffentlicht einen Privatbrief aus Pretoria, worin mitgeteilt wird, daß der Kriegskorrespondent Lord Churchill durch Vermittelung zweier den besten Kreisen Pretorias angehörenden Damen geflohen ist. Tie Untersuchung ist bereits erngeleitet worden. — Derselbe Brief bringt eine Mitteilung, wonach 2000 Mann britischer Truppen in portugiesischem Gebiet am Maruta-Flusse an der Grenze des Swazilandes eingetroffen sind. Dieselben kamen aus Dundee und befinden sich auf der Flucht. Telegramme des „Oietzeuer Anzeiger". Berlin, 15. Februar. Das „Berliner Tagebl." meldet aus Brüssel: Die Niederlage der Engländer bei Rensburg gilt hier für ebenso schwer, wie die Niederlage Bullers am Tugela. Das Vordringen der Buren gegen Rensbnrg verhinderte den Plan Roberts, mit seiner ganzen Streitmacht in den Oranjestaat einznfallen, weil durch die Niederlage des Generals Clements seine Rückzugs- liuie, sowie die Proviantznfuhr bedroht ist. — Ein Tele- gramm desselben Blattes aus London giebt die Tragweite der englischen Niederlage zu. Die Konzentration der englischen Truppen am Modderriver soll die Pofitiou der Engländer bei Colesberg geschwächt haben, fodah die Engländer nicht im stände wären, den Angriffen der Buren Widerstand zu leisten. Augenblicklich stehen keinerlei englische Truppen westlich vor Ladysmith. Die Buren bedrohen die eng- lischt Kommunikation zwischen Kapstadt und dem Modderflnsse. Mafekiug wird nach einer Londoner Meldung »»regelmäßig beschoffen London, 15 Februar. Das Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm Lord Roberts vom 14. ds. General Fr e nch ist gestern um 12 Uhr 30 Min. von der Derictfurt aufgebrochen. Seine Kolonne bestand aus drei Brigaden Kavallerie, berittener Artillerie und berittener leichter Infanterie, sowie einigen Abteilungen Kolonialtruppen. Sein Zweck war die Besetzung der M o d d e r f u r t, welckie 25 Meilen von der Derietfurt entfernt ist. Er teilte mir o Uhr 35 Min. nachmittags mit, daß er sich der Klipfurt bemächtigt, und sich an den Höhen des Klipflusses festgesetzt habe, nachdem er drei Burenlager mit ihrem Proviant erobert hatte. Gleichzeitig führte General Gordon einen Scheinangriff gegen die Furt von Rondervaal aus, welche sich vier Meilen östlich befindet, nachdem er sich zuvor noch einer anderen Furt zwischen Rondervaal und Klip bemächtigt hatte. General Gordon bemächtigte sich ebenfalls dreier Bureulager. — Ich betrachte diese Ausführungen als glänzende Waffenthaten. General French Hat infolge der Schnelligkeit seiner Bewegung nur geringen Wider st and gefunden. Seine Verluste sind unbedeutend. Ein Offizier ist schwer verwundet. Amsterdam, 15. Februar. Der Gesandte des Oranje-Freistaates im Haag, Dr. Heinrich Müller dementiert alle englischen tendenziösen Gerüchte über einen angeblichen Zwiespalt zwischen den Oranje-Buren und denen der Transvaal- Republik. Dr. Müller erklärte, die beiden Regierungen werden bis zum Ende des Krieges und noch darüber hinaus vereint bleiben. Deutsches Reich. Berlin, 14. Februar. Der Kaiser hörte heute vormittag den Vortrag des Chefs des Civilkabinetts von Lucanus und empfing später den bisherigen Generalgouverneur von Niederländisch-Jndien Jongheer van der Wick. — Prinz Heinrich empfing gestern vormittag im Schlöffe den Oberbürgermeister Kirschner, und sprach demselben seine Freude aus, über den ihm in Berlin bereiteten Empfang. Er beauftragte den Oberbürgermeister, der Bevölkerung Berlins dafür seinen Dank auszuzusprechen. — Der frühere Minister des Innern, Herr- furth ist heute vormittag gestorben. — Nach der „Germania" ist die Blättermeldung, Dr. Lieber sei gestern abend von heftigen Fieberfrösten befallen gewesen, durchaus unrichtig. Derselbe sei sowohl gestern abend, wie während der Nacht und am heutigen Vormittag, vollkommen fieberfrei, auch sei die Nahrungsaufnahme bis jetzt durchaus befriedigend. ™ r“ Die „Post" schreibt zu der Meldung der „Daily Mail" aus Hongkong, wonach das deutsche Kanonenboot „Iltis" im Hafen von Macao Peilungen vorgenommen, und hierdurch große Aufregung hervorgerufen habe. Eine Bestätigung dieser Nachricht liege nicht vor; jedenfalls dürfte jedoch der Versuch, aus dieser Meldung politisches Kapital zu schlagen, indem man Deutschland Absichten auf Macao unterschiebt, gründlich mißlingen. Die britische Regierung wiffe ganz genau, daß Deutschland derartige Tendenzen fern lägen. — Wie man dem „Berl. Tgbl." mitteilt, ist seitens der preußischen Regierung gegen den Landrat Oster- roht zu Criewen bereits am 4. Januar das Disziplinarverfahren auf Entfernung aus dem Amte eingeleitet, und derselbe am gleichen Tage vom Amte suspendiert worden. — In der Wahlprüfungskommission des Reichstages wurde die Wahl des Abg. Freiherrn v. Stumm beanstandet. Berlin, 14.Februar. Auf das von der VII. Generalversammlung des Bundes der Landwirte an den Gesandten der Transvaal-Nepuplik Dr. Leyds in Brüssel gesandte Sympathie-Telegramm erging heute zu Händen des Freiherrn von Loen ein Danktelegramm des Dr. Leyds, in welchem es u. a. heißt, daß diese warme und große Teilnahme der Landwirtschaftlichen Kreise Deutschlands unter den Bürgern Transvaals einen tiefen Eindruck machen werde. Wenn eine Sache, wie die der Transvaal-Republik, sich einer solchen allgemeinen Volkssympathie erfreuen dürfe, könne es nicht schlecht um sie bestellt sein; denn eben diese Sympathieen ehrten sie in hohem Grade und gewährten ihnen moralischen Rückhalt. Ausland. Prag, 14. Februar. Die „Narodni Lisch" sprechen die Befürchtung aus, daß infolge der vorzeitigen Einberufung des Reichsrates die Verständigungskonferenz resultatlos verlaufen, der Reichsrat wieder nach Hause geschickt und mit § 14 weiter regiert werde. Petersburg, 14. Februar. Der Zar stellte dem Schah von Persien anläßlich seiner Hierherreise das Winterpalais zur Verfügung. Außer Petersburg wird der Schah noch Berlin, Paris, London und Wien besuchen. Paris, 14. Februar. Infolge von Stürmen sind die Telegraphen-Verbindungen fast überall gestört, insbesondere mit dem Süden Frankreichs, mit Deutschland, der Schweiz, Italien, Belgien, England und Spanien. 107 französische Städte sind ohne Verbindung mit Paris. Kukates. ** Theater. Um vielfachen an die Direktion gelangten Wünschen entgegenzukommen, findet morgen Freitag eine Wiederholung des deutschen Märchendramas „Die versunkene Glocke" als Volksvorstellnng statt. _ Die nächste Benefiz-Vorstellung wird am Dienstag, dem 20. er. sein und zwar für den hier allgemein beliebten Herrn Carl Walter. Derselbe hat sich dafür den ,,G'wissenswurm" von Anzengruber ausersehen. ** Polizeiberichl. Zur Anzeige kommen: Ein hiesiger Maurermeister und ein Bahnwärter, weil sie gestern nachmittag in trunkenem Zustande in einen Geschäftsladen in )er Bleichftraße eindrangen, den zufällig abwesenden Geschäftsinhaber suchten und Drohungen und Beleidigungen gegen denselben ausstießen und dabei die allein anwesende Ehefrau in einer Weise ängstigten und belästigten, daß dieselbe polizeiliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Als der Schutzmann in die Nähe fraglichen Hauses kam, sah er die Beiden sich entfernend über die Wieseckbrücke wanken. Strafantrag wurde gestellt. Vermischtes. * Berlin, 12. Febeuar. Der Antrag des wegen Sitt- ichkeitSvergehenS in Untersuchungshaft genommenen Bankiers Sternberg, ihn gegen eine Kaution in der Höhe von einer Million Mark auf freien Fuß zu setzen, wurde vom Untersuchungsrichter abgelehnt. * Berlin, 13. Februar. In Schöneberg brachte die Frau des Tischlermeisters Wessel sich und ihre zwei Minder durch Kohlendunst ums Leben. • Gerichtssaat. Leininger, Prozeß. Am letzten Samstag sollte vor unserer Strastammer, wie schon mitgeteilt, der letzte Akt des Ehebruch-Dramas im Gräflich L e i n i n g e n 'schen Hause zu Ende geführt werden, doch kam die Sache nur um ein Bild weiter. Die Anklage, welche sich diesesmal allein gegen die Gräfin Margarethe, verwittwete Gräfin Heßo zu Alt-Leiningen-Westerburg geb. Meyer aus Oldesloe, zuletzt in Wiesbaden, richtete, wird wie in den beiden früheren Verhandlungen vom Oberstaatsanwalt Dr. G ü n g e r i ch vertreten. Justizrat I ö ck e l - Friedberg, der von Anfang an die Glieder der Familie Altleiningen in diesem Prozeß vertrat, war wieder als Verteidiger zur Stelle. Land, gerichtsrat Dr. Schäfer führte den Vorsitz; als Beisitzer fungierten die Landgerichtsräte Dr. Sandmann, Wehner, Prätorius, owie der Landrichter Holzapfel. Es sind 7 Zeugen zu hören, darunter als Hauptbelastungszeuge der ehemalige gräfliche Diener Sürich. Der Vorsitzende referierte kurz aus den Akten in Sachen des Grafen Friedrich zu Alt-Leiningen-Westerburg und Genoffen wegen Ehebruch, oweit dies zum Verständnis für die Verhandlung gegen dessen Schwägerin, die Angeklagte Gräfin Margarethe nötig ist wie folgt: Die Ehe des Grafen Friedrich mit seiner Gemahlin der Gräfin Olga fei nach dem rechtskräftigen Urteile des Oberlandesgerichts wegen Ehebruch geschieden. Die Gräfin, jetzt geschiedene Gemahlin des Grafen, habe darauf Strafantrag wegen Ehebruch gestellt, und so habe die Strafkammer Gießen im Jahre 1897 in der Sache verhandelt und u a. die Gräfin Margarethe, die jetzige Angeklagte für schuldig erklärt; infolgedeffen auf eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen erkannt worden sei. Das Urteil sei rechtskräftig geworden, und nun habe die Verurteilte beim Landgericht Gießen den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt Die Beschlußkammer des Landgerichts habe diesen Antrag nach Einsichtnahme der Oertlichkeit im Schlöffe zu Ilbenstadt aber abgelehnt Erst nach mehrfachen Beschwerden der Gräfin Margarethe beim Ober-Landesgericht Darmstadt habe dieses den ergangenen, das Wiederaufnahmeverfahren abweisenden Beschluß des Großherzogl. Landgerichts Gießen aufgehoben, ebenso das rechtskräftig gewordene, die Gräfin Margarethe wegen Ehebruch verurteilende, Erkenntnis der Strafkammer Gießen vom Jahre 1897. Das Oberlandesgericht habe die Strafsache zur erneuten Verhandlung vor die Strafkammer Gießen verwiesen. Der Vorsitzende wendet sich hierauf an den Ober-Staatsanwalt und an den Verteidiger mit der Frage, ob diese etwa einen Antrag auf Ausschluß der Oeffent- lichkeit zu stellen hätten, worauf der Verteidiger bittet, die Oeffentlichkeit auszuschließen Demgemäß wurde vom Gerichtshof beschloffen. Es wurden sämtliche Zeugen vernommen, darunter der Zeuge Sürich sehr eingehend (dessen Vernehmung dauerte beinahe 2 Stunden). Um 1 Uhr ®?m$*a9mUtag verkündet der Vorsitzende, der Gerichtshof habe beschloffen, die Verhandlung bis Dienstagabend 7 Uhr zu vertagen, zu welcher Stunde im Schlöffe zu Ilbenstadt in Anwesenheit des Zeuge» Sürich Augenschein genommen werden würde Für die Fortsetzunq der Verhandlung werde am Mittwochvormittag Termin angesetzt. Dir Inaugenscheinnahme rc. beanspruchte etwa 1 Uhr, nachmittags 8 Uhr, Sabbathausgang 6»' Uhr. Nachmittag 280 Uhr Schrifterklärirng. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 6 Uhr. Krieskasten. »Vermieter."' Mietverträge sind im Großherzogtum Hessen nicht stempelpflichtig. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 15. Februar. Der Kaiser reiste gestern vom Stettiner Bahnhofe nach dem Jagdschloß Hubertusstock. — Nach einer Meldung des „Lokal-AnzeigerS" aus Magdeburg trifft der Kaiser Ende Juni in Eisleben zur 700jähr- Mg. LJ’MDesign 5j,j h« Mimslhasssch^ ,Dlc fltfitm na^nao to “"N geßmi oben» et "7"m WätM FW mb mfolStbtfin ®tfowt|ab)l bitt mit uti6 Äo^tnuktft ^chschul,. .V5?U®!*» ■ ®ien' <**«§ "toiflij« 6, *5‘ * die ein Slhih ^Dlt^emeFe “«ÄTf? "Wten «Ä» A*ft! ;K>. i&4?ä । >Ä,fes b?ttn baÄUnt^ ' KnHn ?rbeo^ ®tL ‘fwt; JJfket de" £? Uni- ^‘Wni JÄ« 6ür- Le!» ^lür,e dec H M«nen X^tenft * t »nitifltt*. xa Aohlenrevm ist zch Auch aus die Sertbrr. ^rgegriffrn nur Teil der M'nifr eia. aitt ist die Schünz utitt s Situation ist aI8 ernst p : Streikkwezunz inrrrmza : ergriffen Haden wird. 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Entgegennahme des Geschäftsberichts, der Bilanz und der Gewinn- und Verluftrechnung. 2 Entgegennahme des Berichts der Revisoren. 3. Feststellung dec Jahresbilanz. 4. Feststellung uni)' Verteilung des Reingewinnes und der Jahres- Dividende. 5. Erteilung der Entlastung an Vorstand und Aussichtsrat. 6. Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats und Revisoren. Wer an der Generalversammlung gemäß Artikel 27 des Statuts teilnehmen will, hat seine Aktien- bezw. Jnterimsscheine spätestens am 6. März er. in Köln bei der Gesellschaft, in Aachen bet Wovert Suermoudt & Ko., in Vertin bei der Berliner Kandels-Gesellschaft oder der Deutschen Aank, in Bonn bei Goldschmidt & Ko , tn Ktver- feld bei der Aergisch-Märkischen AanL oder von der Keydt-Kersten & Söhne, in Arankfntt a. M. bei der Deutschen Henoffenschafts. Aank von Sorget, ^arristus & Ko., ßommandite Arankfnrt a. W., in Gießen bei Aron Keichelheim, in Kalle a. d. S. bei Keinhold Steckner, in Karlsruhe bei Kd. Koelle unter Beifügung eines mit feiner Unterschrift versehenen NummernverzeichnisskS zu hinterlegen. Die Hinterlegung kann auch bei den Ailiaten der Aergisch- WSrkischen Wank und der Deutsche» Aank sowie bei einem Notar stattfinden. In letzterem Falle ist sie spätestens drei Tage vor dem Tag der Generalversammlung dem Vorstand zu beschrinigen. Köln, den 12. Februar 1900. 1196 Der Aorstaud. llcillcißfnuiiieii Aau-undMußholz- Wersteigerung im Komöerger Stadlwakd. Donnerstag deu I. März 1900, vormittags von 9 Uhr au, kommen aus den Distrikten Hardt, Schweinstall und Köpfchen zur Versteigerung: 57 Erchenstämme mit 28,41 fm, darunter Stämme bis zu 2*/8 fm, 105 Ktefernstämme mit 111,23 fm, darunter 51 Stämme über 1 fm (bis zu 23/< fm) Kubikinhalt, 9 Fichtcnstämme mit 3,36 fm, 1 Birkenstamm mit 0,31 fm, 2 Eschenstämm-r mit 0,20 fm, 2 Buchenstämme mit 2,82 tm, 1 Erchen-Derbstange mit 0,06 fm, 1 Eschen Derbstange mit 0,06 fm, 362 Fichten-Derbstangenmit29,4!fm, darunter solche bis zu 18 m Länge. Sänttliches Kiefernstammholz, unter welchem sehr schönes Schnitt- und Werkholz vorhanden ist, lagert im Distrikt Hardt, unmittelbar an der Kreisstratze Homberg — Nieder - Gemünden und ist sehr gut abzufohren. Die Fichten-Derbstangen lagern zum größten Teil im Distrikt Köpfchen und kommen erst gegen 1 Uhr mittags zum Ausgebot. Zusammerkunst bei der kleinen Brücke auf der Kreisstraße Homberg —Nieder-Gemünden. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Jäger dahier und die unterzeichnete Stelle. Homberg, am 14. Februar 1900 Großh. Bürgermeisterei Homberg. Repp. 1194 Versteigerung. Freitag den LL. ds. MtS., nachmitags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal, Seltersweg 11, gegen Barzahlung: 1 Kaffaschrank, 1 Buffet, 1 Klavier, 1 Bierwagen, mehrere Sofas, Kommoden u. Kleiderschränke, 1 Nähmaschine, 1 Gla-schrank, 2 Regulateure. Gießen, den 14. Febr. 1900. 1191 Mnlch, Pfandmeister. Am Montag dem 5. März d. I. kommen auf Bahnhof Butzbach 460 abgängige hölzerne Bahnschwellen zur Versteigerung. Anfang vormittags 9 Uhr an der Taunusstraße. Gießen, 14. Februar 1900. 1199 Großh. Gfenbahn-Betriebsinspektion 1. Stellen 0581] Schneidergeselle gesucht. ______________Greb, Schloßgaffe 15. Znuger, sauberer Hansburschk für sofort gesucht. 0568 Konditorei Hettler, Südanlage. Lehrttng gesucht. Heinrich Noll, Buchbinder, 11H8______Mäusburg 7._________ 0583] Ein ordentlicher Junge zur Erlernung der Photographie gesucht. Ehr. Zimmer, Ludwigsplatz 2. Kranes, sauberes Mädches tagsüber für Hausarbeit gesucht. Lohn 20 Mark monatlich. 1198 Zu erfragen in der Expedition d. Bl. 0580] Durch Verh. m Dienstm., das 16 I. bei mir war, suche a. sof. ein br. Mädchen. Fr. C. M. Cahn, Ludwigstr.26 0579] Laufmädchen gesucht. ________Gründergerstratze 16, HI. 0578] Brave Lauffrau gesucht. Ludwigstratze 64, I. Vermietungen 492] Ecke Bleich- und Stephanstraße Mansardenwohnung, 4 Zimmer mit Zubehör und Gartenanteil, per 1. April zu vermieten. Näheres Marktstraße 28. 1190] In meinem Hause Nordanloge 3 sind die komfortabel eingerichteten Wohnungen Parterre und 1. Etage, je fünf Zimmer mit allem Zubehör, per 1. April 1900 zu vermieten. Liebmann Bär, Nordanlage t. 0582] Ein großes Zimmer nebst Küche im Nebenbau zu vermieten. Grünbergerstratze 24. M fcilillllliillfflll! des Evanj. Kirehengesangvereins unter Mitwirkung der Konzertsänger in Fräulein Hedwig Paasche (Sopran) aus Frankfurt a. M , des Herrn Organisten 0. Görlach und der Knabenchorschule, und unter Leitung seines Dirigenten, des Herrn Universitäts-Musikdirektors 6. Trautmann, Sonntag den 18. Februar, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche zu Giessen. Programm: 1. Toccata und Fuge in D-moll.....J. 8. Bach (HerrOrgan.Görlach) (1685 — 1750). 2 IhrKinderIsrael,Chor für Frauenstimmen . F. Mendelssohn (1809—1847). 3. Gesänge für Sopransolo mit Orgelbegleit. (Frl.Hedw.Paasche) a. Gieb dich zufrieden J. S. Bach (1685—1750). b. Preghiera . . . Marches!. 4. Chöre a capella a. Mein Seel, o Gott M. Prätorius (1571 — 1621). b. Psalm 33 von Cor- neliusBeoker: Freut euch des Herrn . Herrn. Schütz (1628). 5. AustieferNot,Choralbearbeitung für Orgel H.v.Herzogenbg. (Hr.Organ.Görlach) 6. Alle die tiefen Qualen, Chor a capella für Frauenstimmen . . Ant. Lotti (1667—1740). 7. Sehet, welch* eine Liebe, Motette für Chor a capella . . Albert Becker (t 1899) 8. Zwei Knabenchöre (Knabenchorschule unter Leitung des Herrn Organisten Görlach) a. Ach Jesu mein . A. d. 17. Jahrh. b. Sei getreu . . . Fr. Zimmer. 9. Ich bin die Auferstehung, Chor a capella für gemischten Chor und Knabenohor . Reinhold Succo. 10. Arie für Sopran aus dem „Messias“: Ich weiss dass mein Erlöser lebt . . . . G. F. Händel (1685—1759). 11. Ps. 34 für Chor mit Orgelbegleitung . . Albert Becker f lb99) Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder sind die Plätze auf der Empore und am Altar reserviert. Programme und Texte sind an der Kirchthür für 20 Pfg. zu haben Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten werden in den ausgestellten Becken erbeten. 1105 Todes-Anzeige Fräulein ><•'! Giessen, Mainz, Tübingen, Königsberg, den 15. Februar 1900. 1201 Die Beerdigung findet Samstag den 17. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Südanlage 21, aus statt. Brtr.: i Die trauernden Kinder. Gießen, den 15. Februar 1900. 1203 bei Heini*. Hahn, Bismarckstraße 815 8. Streng reell1- J6der lesen! DaS närrische Ministerium 0576 Heute Donnerstag eiutrefseud: Große Trudung lebend- in Zapf. 1202 Verantwortlicher Nedakteur: H. Korgler. — Druck un» Verlag der Brühl scheu Universttätg-Buch« und Eteindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. MAGGI WUelMWM W uevkiuifen Die alte Wittichen Rautendelein: ein elbisches Wesen Der Nickelmann: ein Martin Steinmeyer, Griilllirgrstr. 30 oo O o ooooooo Bouillon-Kapseln Suppen-Würze Frau Forstmeister Haberkorn, geb. Langermann. Frau August® Koch, geb. Langermann. Frau Oberförster Fabricius, geb. Langermann. Geheimerat Professor »r. Stieda und Frau Mathilde, geb. Langermann. Geh. Justizrat Oberamtsrichter Langermann und Frau, Lina, geb. Fabricius. Professor Dr* Schwabe und Frau Minna, geb. Langermann. Dr. Georg Langermann und Frau. Professor I>r» Staudinger und Frau Marianne, geb. Langermann. Ägj Soeben wieder eingetroffen: Lösliche Frühstücks - Suppen Gemüse- und Kraft-Suppen Giessener Stadttheater. Freitag den 16. Aedrnarr 17. Aolks-Iorstellung. Bit versunkene Glock. Ein deutsches Marchendrama in 5 Ach zügen von Gerhart Hauptmann. Pers onen: GM. $ an t Wir beai Gemeinden zu spätestens I derselben im 8 -i brösel 1. Zahl 2- Zahl 3. M 4. W b. Lch 6. Bck !• 8a1 ») 8. dai 9. Sei der gelt.: 11 Ww' Mtztesr Unter Hi 11 der letztere vtstragrn mi schäften, sock' dal ckWl lachckt U mannschchei nehmenden Listen nach 8 Hage lat Etwaig btt Listen un L I. vorzul Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass gestern abend nach längerem Leiden^unsere liebe, gute Schwester, Schwägerin, Tante, Grosstante und Urgrosstante CinkaMm und Detail-VerkSuftt für Stadt und Land gesucht. Stellung dauernd. Kl. Kaution erforderlich. Briese unter K. 407 an die Expedition diese; BlatteS erbeten. D.Zimmerniana. Carl Walter. Wilh. Wilhelm- Wald. Ecker- Wilhelminchel» Agnes Hamme:. Here ine Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres innigft geliebtcn Vaters Hnm Georg Brömer sowie für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Euler und die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden sagen mir unseren tiefgefühltesten Dank Achtung! KroßerWaskenöaL der Karneval-Gesellschaft mit Prämiierung der 4 schönste« Waske« (Damen und Herten) Sonntag brn 25. ftbrnnr in fomja Kierlttürr lZchanienkraßes. Anfang 7 Uhr 59 Minuten 11 Sekunden. Karten sind zu haben bei Herma«« Kuhl, Friseur, Wallthorstraße Nottman«, Friseur, Kaplansgaffe, und bei Herrn Lippold, zum Taunus. Elementargeist Franz Rolan- Ein Waldschratt: launischer Waldgeist Äug. Kirchhoff. Preise der F»täher -Loge 1 Wk., Saat 40 A»s., Kalkerte 20?f. Anfang 8 Uhr. Ende gegen 11 Uhr. Emilie Langermann im 81. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Todes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fran Clara Rothe Wwe., Kindergärtnerin, im 51. Jahre nach schwerem Leiden zu sich in ein befferes Jenseits abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauerndeu Hinterbliebenen. Gießen, Dresden, Frankenberg, den 14. Februar 1900. Die Beerdigung findet Freitag den 16. Februar, vormittags 11 Uhr, von den neuen Kliniken aus statt. 120 t Todes-Anzeige. Teilnehmenden Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser lieber Gatte, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Hm Ludwig Jung II. Fruchthäudler gestern nachmittag 3 Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 15. Februar 1900. Die Beerdigung findet Freitag den 16. Februar, nachmittags 1 Uhr statt. 0584 ezA diesen X*ien *W tion »0 00n eine weit empfange^ eln9eniftet nau,nt hat ^ben als M SB tzS der " der ?ro«eit °n ?onbon" •elle der QfeÄti * fein» Ul H< * ÜB'1* Aepfel, feine Sorten, meist Reinetten, per Zentner 8 Mark, abzugeben. 0577 Georg Em. Möhl, Westanlage 30. Ferner empfehle la. Sauerkraut, per Pfund 8 Pfg. Kölner Konsum-Anstalt -200 Bahuhofstr. 27. C. F. Hackenberg Nackfl. Lindenbast 12. Prima Kulmbacher Petzte Kröne Keringe per Pfd. 15 Pfg. 1189 I M. Schulhof. Heinrich,einGlockengießer Paul Paren. Magda, sein Weib, Marg. Haußig Kinder beider Fr. Helnr u. H. ftruiL Die Nachbarin Der Pfarrer Der Schulmeister Der Barbier W Weltberühmt! -w Polardaimen (Gesetzlich geschützt.) Nur 3 Mark per Pfund. Weltberühmte Spezialität ersten Ranges I Uebrr» trifft an dauerndergüllkraft, Weichheit u.Hg«- varkeit alle anderen Sorten Daunen zu gleichen Preisen I In Farbe den Eiderdaunen ähnlich' Garanllrtneu! Beste Reinigung I VollstSudig gebrauchsfertig! 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