>0000, rment ' rin1 littags 5 Uhr, erdns. autmann. ferin aus Mainz (All] g (Klavier). Kaiser WUhelrt B. Scholz, (geb. 1835). il . 1. Brahms. (1833-1831) W. A. Mozart. (1756 —1791.) R. Strauss. (geb. 1861, Karl Haine. Klara Faiiat. Hugo Wolf. (geb. 1860,i J. Brahms. 24 n M. von Weber. (1786-1826.) 07 p Tschaikowsky. 41 ' (1840-1893.) Fr. Liszt. (1811—1886.) Fr. Schubert. (1797-18 6 - ■'6r*^-* J *■*•$-* -iv o sind in 6 itz , in'hB Nad' ■ Orchester): ihmittags 5 .Zeltes J>*1**' UtQti Dienstaq ven 16. Januar 1900 Nv. 12 Erstes Blatt» 2lnrts- und 2lnzeigebltttt fiw den Ureis Gieren Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelleu vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Uonahme von Anzeigen zu der nachmittags für den falzenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen Fernsprecher Nr. 51. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar. 7. Siebener Anzeiger General -Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MamikienStätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde- wöchtl. 4 mal beigelegt. Kmllicher Feil. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung der Viehmärkte. Der auf den 30. ds. MtS. angesetzte Biehmarkt zu «ietze« wird wegen der noch im weiten Umkreise bestehenden Seuchengefahr hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. Januar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, 13. Januar 1900. Betr.: Die Ausführung des Jnvalidenversicherungs- gesetzes; hier: die Dienstanweisung für die mit Einziehung der Jnvalidenversicherungsbeiträge beauftragten Stellen. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen a» die mit Einziehung der JnvalideuverficheruugS- beiträge betrauten Stellen in den Landgemeinden des Kreises (die Großh. Bürgermeister von Alten-Buseck, Heuchelheim, Llrin-Linden, Ober-Bessingen, Oppenrod, Rodheim, Ruttershausen, TraiS-Horloff, Utphe und Watzenborn-Steinberg, den Polizeikommiffar zu Kloster Arnsburg, die Stellen- Inhaber zu Friedelhausen, Hof-Graß und Hof-Güll, die Gemeindekrankenversicherungs-Rechner der übrigen Gemeinden und die Vorstände der Betriebs-(Fabrik-)Krankenkassen von Rinn v. Cloos in Heuchelheim und der Main-Weser-Hütte zu Lollar). Unter Bezugnahme auf die Vollzugsverordnung zum Invalidenversicherungsgesetz vom 13. November 1899 (Kreisblatt Nr. 303) übersenden wir Ihnen mit nächster Poft je I Exemplar der von Großh. Ministerium für Sie erlassenen Dteustauweisuug vom 15. Dezember 1899, welche am 1. Januar 1900 in Kraft und an Stelle der seitherigen Vorschriften, insbesondere derjenigen unseres Amtsblattes Nr. 6 vom 20. Dezember 1890 tritt, zum Dienstgebräuche, unter der Eröffnung, daß Sie sich wegen Bezugs der Formularien für die Geschäftsbücher mit dem Vorstande der Versicherungsanstalt Großherzogtum Hessen ins Benehmen setzen können. Doch werden dieselben demnächst auch in der hiesigen Buchbinderei von W. Klee zu haben sein. Den Empfang der Dienstanweisung wollen Sie anzeigen. v. Bechtold. Gießen, den 11. Januar 1900. Betr.: Kranken- und Jnvaliden-Versicherung der KreiS- straßenwarte. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grohh. Bürgermeistereien der Laub- gemeinde« des KreiseS. Sie wollen den Gemeinde-Einnehmer anweisen, bezüglich der bis Ende Dezember 1899 für die Kreisstratzevwarte vorlagsweise gezahlten Beiträge zu den Kosten der Gemeinde- Krankenversicherung, sowie derjenigen der Jnvaliden-Ver- ficherung mit der Kreiskasse abzurechnen und die Vorlagen gegen Abgabe der Quittungen hierüber, zu welchen besondere von der Kreiskasse erhältlichen Formularien zu benützen sind, in Empfang zu nehmen. Wir sehen Ihrem Bericht darüber, daß die Abrechnungen stattgefunden haben bis spätestens 15. Februar l. I. entgegen. v. Bechtold. Ediktalladung. Nachdem wider den Rekruten Johann Georg Dönges vom Landwehrbezirk Gießen, geboren am 2. September 1876 zu Watzenborn, Kreis Gießen, der förmliche Desertionsprozeß eröffnet worden ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, sich sofort bei seinem Truppenteil zu gestellen, spätestens aber in dem auf Samstag den 28. April 1900 vormittags 10 Uhr anberaumten Termin vor dem unterzeichneten Gericht zu erscheinen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldstrafe von Einhundertundfünfzig bis dreitausend Mark verurteilt werden wird. Darmstadt, 9. Januar 1900. Gericht der Großherzoglich Hessischen (25.) Division. Malls und Vrovmnelles. Gießen, 16. Januar 1900. Bad-Nauheim, 14. Januar. Als letzter und nicht gerade erfreulicher Punkt wurde in der letzten Gemeinderatssitzung die Eröffnung gemacht, daß im laufenden Jahre 175,000 bis 176,000 Mk. Kommun al st euer n gegen 155,000 Mk. im Vorjahre erhoben werden müffen, um die laufenden Ausgaben zu decken. B. N. A. △ Seligenstadt, 14. Januar. Die wachsende Baulust hat die Preise des Grundeigentums, soweit es sich als Bauterrain eignet, bedeutend begünstigt. Neuerlich wurde ein bei der Bahn gelegenes Ackergelände von 423 Klaftern sogar um 19 Mk. pro Klafter an einen Gastwirt verkauft. A Seligenstadt, 12. Januar. Auf dem Main ströme herrscht wieder lebhafter Schiffsverkehr, der seit dem 10. Dezember vollständig eingestellt war. Schwerbeladene Scheiche fuhren in den letzten Tagen zu Thal und heute nachmittag passierte der erste Kettendampfer mit einer überaus stattlichen Flottille, worunter ein stolzes Rheinschiff, im Schlepptau auf seiner Bergfahrt unser Städtchen. Der Floßholzverkehr ist indessen noch nicht eröffnet. Der hohe Wasserstand ist der Schifffahrt recht günstig. — Die gestern abend am Stadtende im Main entdeckte Mannesleiche wurde heute geborgen. Dieselbe scheint beim jüngsten Eisgänge aus dem oberen Maingebiete hierher verschleppt worden zu sein. Bei der starken Abschürfung der Gesichts- und Kopfhaut dürfte die Identifizierung der Leiche schwerlich ge- gelingen. Letztere ist höchstens aus der dürftigen Bekleidung möglich, deren Reste an die Tiroler Kostümierung erinnern. Die Papiere sind wegen der völligen Durchweichung unleserlich An Geld wurden bei der Leiche rund 38 Mark in deutschen Münzen gefunden. Unter den obwaltenden Umständen dürfte schwerlich zu ermitteln sein, ob ein Selbstmord, Unglücksfall oder gar ein Verbrechen vorliegt. A Aus dem Kreise Offenbach, 14. Januar. Bezüglich der Beschäftigung schulpflichtigerKinder in Wirtschaften hat unsere Kreisverwaltungsbehörde mit ministerieller Genehmigung die zeitgemäße Verordnung getroffen, daß schulpflichtige Mädchen überhaupt nicht und schulpflichtige Knaben höchstens bis 8 Uhr abends in Wirtschaften zur Bedienung der Gäste verwendet werden dürfen. Auch zu Dienstleistungen beim Kegelschieben, Flobertschießen u. s. w. dürfen schulpflichtige Knaben nach 8 Uhr abends bei Vermeidung einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. nicht mehr herangezogen werden. Daß auch die eigenen Kinder der Wirte unter diese Polizeiverordnung fallen, ist in der Bestimmung zwar nicht ausdrücklich erwähnt, wohl aber anzunehmen. — Vom Rhein, 14. Januar. Die von der Stadt Mannheim beabsichtigte Fäkalieneinleitung in den Rhein hat, als vor Jahresfrist dieses Projekt in die Oeffentlichkeit drang, bekanntlich lebhafte Proteste zahlreicher Rheinorte unterhalb Mannheim hervorgerufen, und setzte man besonders von Worms aus sowohl im Reichstag wie bei der hessischen Regierung alle Hebel in Bewegung, um die Ausführung des Mannheimer Projektes, in dem man große sanitäre Nachteile erblickte, zu verhüten. Diese durch mit vielen tausenden Unterschriften versehene Petitionen unter- Feuilleton. Zwei cheiger. Kr. Im Laufe der vergangenen Woche haben wir zwei Geiger gehört, deren Spiel zu einer vergleichenden Betrachtung auffordert. „ Herr Waldemar Meyer aus Berlin spielte am '■ Januar mit drei Genossen das Kaiserquartett von Aydn und das Harfenquartett von Beethoven. Außerdem trug er das Konzert in D-dur von Mozart vor. Ich denke bic|‘er Leistung, da sie den Prüfstein für das nmjtlerische Können des Herrn Meyer bildet, in erster Lune zu beschäftigen. Mein Verdikt schicke ich voraus: das Spiel des Herrn Meyer war unfein, geschmacklos, stilwidrig. Bon diesen drei Vorwürfen ist der letzte der jihwerste, er umfaßt zugleich die beiden anderen. Rein technisch ließ Herr Meyer für den Hörer, dem das Mozart- | NchMü suh w1 NHMM (M M W (ZckcM wh M irn Verkehr m Nich auSschließl Kotwildes in unser, duh die Schonzeit f 5 Kreises Schock' jrubel Rehe bemerk« grenzenden Feldern Hirsche. Unsere La Anordnung GroxH. Freude der AagdM Wartungen, da fie nun »Ute auf Mmifb Di - Bon Genera M« des Zahns 1900 irzchen: der Henna! d« »la suite des Saede-F, bet Znsanterie und Sein 1.z. Z K-Merit j.D. Freiherr wnfljiiiildiim: der (i »Wt Sras v. Walders, J® 27. April und der G husaren-Rezments r Muarschall Gras v. M ülinsjahr. - Am 26. ^MzerMMschesÜ SanMdsMant, Qenet "'N«, Qmetalabiutür WJenbotff, der Senn chekteur des Mikkel Infanterie von C knneeforps, ~ Warum stedi ,l* der Eemralmaic Ä ?eneraImaior - SS« n”jor 60 s SKÄ SmS)? w sti M DW btt ijjbiwti " "»-6 iL®n|h» atmf( ,„>.™®t ei> -'".schL«»^ *! Mldet K» !> L'LdknL Iunübrunn r rn-unb -«•” bietet htatitK> b'tt ist bie trn,nu’ 1 Ienet (lein» [$ Edie önnhf11 doted «»ninen "»«Ibieh -M EP uLZZ- MÄ £0“tJ ^mder.Cobii oiele die ihrigen. 5en“9, um einjiifEa II- Er bildet sjq .e,'e e-n nüöliches M, bfn . JM» Gntiif)luj machtlos dagegen. ^°gs auf Wieder-Ei- mnnen. Nnyoieon U lu mit ieinem Nefjk, zu Haden, in den Bch chen bie Lache sein ein n Yovino in Fönten« 'S treffen, und fomini lüdlid) von statten. A umper Manier anbring! Geschichte ein abgetart erden und als Kausprev lavoleoniden einen kov 'iopoleon rächt die seine, daß er den Herzog ar- eben noch davon „m 'n dem durch Napolvi Regierung a la Subr; usnveifung Mar unc- f) bei ibm bie befr die Wiederer/a/h-, Ito, Md E W Mm. Der dn ’ßm . Lie will zunächst je gestammte Land" nid? tunbe ihres Bruders men Vindmühlenlaints aU sie bentt, da bnÄ um mit ihm sür bi? 3o in bünen Worin ist gut getroffen. Tv die Personen selbst si°> Ler Tialog ist geM i) von Akt zu Akt. Ä er als mermal öot * o gut, wie nur sie selv oar vorzüglich. &» ]» p vollen Erfolge zu vn -übne des Magdr i wurde am Stadttheale geben, letzten Ab ■u Pserde zu/rscheinn ÄP'J'J Ä-gflS G-L 'LO- n^SÄ tenben EreM ,ö r ^llaÄr M ^^'d^eine Gebo^ ti unb tu» ßat > iffeut ^et «vergehen ÄÄ* ttnal ■" h'Inr*» K rs-LZ: !«’S °et>..?Ltr $»ö 'pari- ZstD Aegklii Die Kabellinien in der Erde. 'Bit- 5 t Und Unterseeische Kabel. HapSl Berlin W3S |aph Verlag Abkurz. . Land'jend Sinyapore Gibraltar Peutc.<>ie Pr-oj Deutsche EÄÄ«he Französische Wegen der bedeutenden Schwierigkeiten und der _ Kosten sind die unterseeischen Kabellinien säst alle von Privatgesellschaften hergestellt worden. Es giebt dreiundzwanzig solcher Gesellschaften, von denen zwanzig ihren Sttz in London und je eine in New-Dork, Paris und Kopenhagen haben. Die Gesamtlänge dieser Kabel beträgt 238,000 Kilometer. Die bedeutendste Privatkabelgesellschaft ist die Eastern-Telegraph Company, die über 70 Kabel mit 40,800 Kilometer Länge verfügt. Bei der gegenwärtlgen Weltlage ist es für das deutsche Reich eine zwingende Notwendigkeit, auch seinerseits unterseeische Kabel zu bauen oder zu subventionieren, damit in Zukunft eine Sperrung des telegraphischen Verkehrs durch England in Wegfall kommt. Der südafrikanische Krieg hat aufs neue die Notwendigkeit für die verschiedenen Staaten gezeigt, nach den Hauptpunkten der Erde eigene unterseeische Kabellinien zu besitzen, und noch in den letzten Tagen hat die russische Regierung bei den verschiedenen Mächten angefragt, wie sie sich zur Sperrung der afrikanischen Kabel durch England zu stellen gedächten. Wir geben in unserer beifolgenden Karte unfern Lesern eine Uebersicht über die vorhandenen Unterseekabel, aus welcher hervorgeht, daß die meisten Unterseekabel sich in englischem Besitz befinden. Das deutsche Reich besitzt nur (von dem Kabel Emden—London abgesehen) zwei eigene Kabel und zwar von Emden nach Valencia (Irland) und von Emden nach Vigo (Spanien). Für den Verkehr mit den afrikanischen Kabeln ist das Reich ausschließlich auf englische Kabel angewiesen. Rotwildes in unseren Waldbezirken machen, wenn man erwägt, daß die Schonzeit für weibliches Rotwild für 39 Gemarkungen des Kreises Schotten in Wegfall kommt. Richten schon größere Rudel Rehe bemerkenswerten Schaden in den an die Waldungen grenzenden Feldern an, so ist dieser noch viel bedeutender durch Hirsche. Unsere Landwirte begrüßen deshalb nut Freuden die Anordnung Großh. Ministeriums, und wohl noch größer ist dre Freude der Jagdpächter und Jagdbentzer m den betreffenden Gemarkungen, da sie nun einmal nach Herzens Lust des edlen Ward- werks auf Hochwild pflegen dürfen. Heer und Marine. — Bon Generalen der preußischen Armee werden im Lause des Jahres 1900 ihr 60jähriges Militärdienstzubiläum begehen: der General der Infanterie und Generaladjutant v. Werder i la suite des Garde-Füsilier-Regiments am 9. August, der General der Infanterie und General-Adjutant von Schweinitz ä la suite des 1. Garde-Regiments z. F. am 28. November und der General der Kavallerie z. D. Freiherr v. Salmuth, das 50jährige Militär- Dienstjubiläum: der Generaloberst von der Kavallerie und General- abjutant Graf v. Waldersee, General-Inspekteur der 3. Armee-Inspektion am 27. April und der General der Kavallerie v. Rosenberg ä la suite des Husaren-Regiments von Zieten (Brandenburg) Nr. 3. — Gen'ral- feldmarschall Graf v. Blumenthal vollendet am 30. Juli sein neunzigstes Lebensjahr. — Am 26. April 1901 werden vier Generäle zugleich ihr »OjährigeS militärisches Dienstjubiläum begehen, und zwar der Vortragende Seneral-Adjutant, General der Infanterie v. Hahnke, der früher^Ariegs-.. Minister, Generaladjutant und General der Infanterie Bronsar^ von Echellendorff, der General der Infanterie v. Keßler, zuletzt Geneval- inspekteur des Militär-Erziehungs- und Bildungswesens, und der General der Infanterie von Seeckt, zuletzt kommandierender General des 5. Armeekorps. — Warum steht der Generalleutnant im Range höher als der Generalmajors Ost hört man in — eit venia verbo — militärisch ungebildeten Kreisen der Verwunderung Ausdruck geben, daß der Titel Generalmajor eine niedrigere Charge bezeichnet als der Titel Generalleutnant. „Warum ist ein Major mehr als ein Leutnant und ein Generalmajor weniger als ein Generalleutnant?" wird oft gefragt. Tie „Straßb. Post" antwortet darauf, daß dieser scheinbare Widersinn sich leicht erkläre. Es gab eine Zeit, in der das Fremdwort Major noch nicht existierte, sondern die betreffende Charge Oberstwachtmeister hieß. (Diese deutsche Benennung ist als Anrede noch bis vor einigen Jahrzehnten üblich gewesen.) Damals war also die militärische Stufen- lcker in großen Zügen folgende: Wachtmeister, Leutnant, Hauptmann (bejro. Rittmeister), Oberstwachtmeister, Oberstleutnant, Oberst, General- »berstwachtmeister, Generaloberstleutnant, Generaloberst. Nun erschien W das lange Wort Generaloberstwachtmeister unbequem, und nachdem tereits das Wort Oberstwachtmeister dem kürzeren Major, hatte Platz «achen müssen, lag es nahe, den Generaloberstwachtmeister als General- »ajor zu bezeichnen. Das lange Wort Generaloberstleutnant aber kürzte narr einfach durch Streichung des Oberst und sagte von nun ab Generalleutnant. So ist auch hier wie in vielen Fällen, was unlogisch erscheint, durch den Sprachgebrauch erklärt und dadurch entschuldigt. Universität und Hochschule. — Pariser Akademie der Medizin. Ein Preisausausschreiben von über 150,000 Franks erfolgt soeben seitens der Pariser Akademie der Medizin. Die große Liste der ausgesetzten Preise bezieht sich auf die Jahre 1900, 1901 und 1902. Die Zahl der Preise übersteigt 100 und mit Ausnahme von vier Stiftungen sind auch ausländische Gelehrte zur Bewerbung zugelassen. Die Geldpreise für Lösung medizinischer Aufgaben belaufen sich, wie der Hannöversche Kourier mitteilt, für das Jahr 1900 auf eine Gesamtsumme von 54,100 Franks. 3n der Spitze steht der Preis der Akademie selbst, der 1000 Frks. für die beste Arbeit über die organischen Säfte aussetzt. Dem Betrage nach ift der höchste Preis der Prix Marie Chevalier von 6000 Franks, für die in Zwischenräumen von je drei Jahren erschienene beste Arbeit über den Ursprung, die Entwickelung oder Behandlung der Lungenschwindsucht bezw. anderer tuberkulöser Krankheiten. Dann folgt der Prix Laboitre ion 3000 Frks., der dem Verfaffer der die Chirurgie am meisten für» denden Arbeit zugesprochen werden soll. Der Prix Barbier von ■2000 Frks. ist seit langem eine ständische Erscheinung auf der Liste der Akademie der Medizin, daß sich leider noch immer niemand gefunden iot, der den Bedingungen des Stifters genügt hätte, der Preis soll nümlich demjenigen zufallen, der die vollständigen Heilmittel für bisher als unheilbar betrachtete Krankheiten entdecken würde, wie für Hunds wut, Krebs, Epilepsie, Skropheln, Typhus, Asiatische Cholera rc. Jmm:r- hin sind schon zahlreiche Ermutigungspreise solchen Forschern zugebilligt worden, denen ein erheblicher Fortschritt in der bezeichneten Richtung zu verdanken gewesen ist. Für das Jahr 1901 stehen Preise der Gesamtsumme von 51,400 Frks zur Verfügung, von denen der höchste Pnx Adrien Bouisson ist, der 10,500 Frks. beträgt und ebenfalls für erfolgreiche Arbeiten über die Heilung bisher unheilbarer Krankheiten verliehen werden soll. Im Jahre 1902 sind nach der vorläufigen Aufstellung Preise für insgesamt 45,700 Frks. verfügbar, unter denen der Preis von Theodore Herpin in Genf (3000 Frks.) für die beste Arbeit über Epilepsie und Nervenkrankheiten, sowie der Prix Meynot (2600 Frks.) für die beste Arbeit über Ohrenkrankheiten erwähnt sei-, ein Preis Saintour von 4400 Frks. ist für die beste geschriebene oder bereits gedruckte Arbeit aus irgend einem Zweige der Medizin bestimmt. Wer sich für die Preisbewerbung im besonderen interessiert, findet die vollständige Liste der Preise in dem ersten Heft des neuen Jahrganges des Pariser „Progr&s MÄdical“. Auszug aus den Mandesamtsregistern der Liatzt Gieße«. Aufgebote. Januar: 8. Theodor Schlörb. Auffeher zu Schotten, mit Elisabeths Schaaf zu Keffelbach. 8. Karl Ludwig Baltafar Georg Gustav Lenz, Restaurateur zu Gießen, mit Maria Lyncker Hierselbst. 9. Max Ludwig Ehmke, Kaufmann zu Alsfeld, mit Luise Charlotte Noll Hierselbst. 10. Philipp Ernst Dietrich, Pferdebahnschaffner zu Köln, mit Sophia Katharine Würtemberger zu Erbach. 10. Wilhelm Philipp Deibel, Lackierer dahier, mit Katharine Auguste Rinn Hierselbst. Eheschließrrrrge». Januar: 3. Alfred Heinrich Paul Seyfert, Handlungsreisender zu Gera, mit Clara Antonie Müller Hierselbst. Geborene. Januar: 2. Dem Hilfstelegraphisten Julius Paul Kretschmann ein Sohn, Karl Gustav Paul. 3. Dem Fuhrmann Karl Erb eine Tochter. 4. Dem Hilfsweichensteller Konrad Becker ein Sohn. 4. Dem Postsekretär Ferdinand Budnitz eine Tochter. 5. Dem Feldwebel Christian Junker ein Sohn, totgeboren. 6. Dem Schneider Ludwig Hermann eine Tochter, Margaretha Anna. 6. Dem Kaufmann August Brethäuser ein Sohn. 6. Dem Restaurateur Ludwig Flamme ein Sohn. 8. Dem Postboten Wilhelm Stein eine Tochter, Elisabeths. 8. Dem Bau-Aspirant Philipp Haller ein Sohn, Karl Konrad Heinrich. 8. Dem Kaufmann Emil Weißenberg eine Tochter, Hertha Johanna Gestorbene. Ztz y* Januar: 4. Helmut Kuhnd 3*/r Monate alt, Sohn von Gastwirt Albert Kuhnd dahier. 6. Juliane Müller geb. Kern, Wwe., 64 Jahre alt' Hierselbst. 7. Johannes Konrad Weitzel, 64 Jahre alt, Schneider zu Groß-Felda. 7 Casimir Weber, 441$ Jahre alt, Kaufmann zu Offenbach a. M. 7. Jakob Heinz, 65 Jahre alt, Landwirt zu Ruppertenrod 8. Margaretha Stöhl geb. Reuter, 54 Jahre alt, Ehefrau von Rangiermeister i. P Stöhl Hierselbst 8 Elisabethe Stein, 16^/4 Stunden alt, Tochter von Postboten Wilhelm Stein Hierselbst. 9. Christian Hermann, 54 Jahre alt, Taglöhner dahier. 9 Christine Obermann, geb. Fink, Wwe. 58 Jahre alt, von Bernsburg (Kreis Alsfeld) 10 Rosalie Bommertheim geb. Göhrs, Wwe., 73 Jahre alt, Hierselbst. 10 Wilhelm Paul Gramer, 5 Monate alt, Sohn von Werkmeister Wilhelm Grümer Hierselbst 11. Johann Wilhelm Peppek, 51 Jahre alt, Taglöhner Hierselbst. 11. Margarethe Minke, geb. Stein, 39 Jahre alt, Ehefrau von Küfer und Wirt Johann Peter Minke Hierselbst. 12. August Schmidt, 64 Jahre alt, von Langenhahn, Kreis Oberwesterwald. Auszug aus den Kirchenbücheru der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 8. Januar. Alfied Heinrich Paul Seyfert, Handlungsreisender zu Gera und Klara Antonte Müller, Tochter von dem Pianofortetech- niker Ernst Moritz Müller zu Gießen. Lukasgemeinde.s Den 5. Januar Wilhelm Stein, Postbote zu Gießen und Maria Theresia Faust zu Winkel. Getausüe. Mathtäusgemeind e. Den 7. Januar. Hin unehelicher Sohn, Ludwig Konrad, geb. den 25. Dezember Den 10. Januar. Eine uneheliche Tochter, Katharine, gehörenden 30. Oktober. Lukasgemeinde. Den 1. Januar. Dem chlosser Heinrich Müller ein Sohn, Jakob Ludwig August, geboren den 27. Oktober. Den 7 Januar. Dem Lokomotwh. izer Wilhelm Weimar ein Sohn, Friedrich Wilhelm A bert geboren den 17. Dezembsr Denselben. Dem Hilfssuhrer Hugo Strohdach ein Sohn, Hermann Gustav Ernst, geboren den 2 Dezember. Johannesgemeinde. Den 31. Dezember. Dem Dachdeckermeister Carl Heck eine Tochter, Erna, geboren den 11. September. Den 7. Januar Dem Dreher Justus Horn ein Sohn, Carl^ustuS, geboren den 24 Oktober. Denselben Dem Knecht Konrad Balßer eine Tochter, Dorothea Helene, geboren den 13 November Beerdigt«. Mat thäusgemeinde. Den 9 Januar. Juliane Müller, geb. Kern, Witwe des verstorbenen Maurermeisters Emil Müller, 64 Jahre alt, starb den 6. Januar. Markusgemeinde. Den 10. Januar. Margarethe Stiehl geb. Reuter, Ehefrau von dem Rangiermeister i. P. Philipp Stiehl, 54 Jahre alt, starb den 8. Januar. Luka sg emeinde. Den 2 Januar. Emilie Schmidt, Tochter des verstorbenen Kon» fistorialrats Heinrich Schmidt zu Gießen, 83 Jahre alt, stirb den 31. Dezember. Den 3. Januar. Katharine Elisabeth Atzbach, geb. Kreiling, Wwe. des Landwirts Konrad Atzbach zu Gießen, 66 Jahre alt, starb den 31. Dezember Den 5. Januar. Karl Flick, Heilgehilfe, ein Witwer, 76 Jahre alt, starb den 2. Januar Den 12 Januar. Rosalie Bommersheim, geb. Göhrs, W'twe deS Forstmeisters Georg Bommersheim 73 Jahre alt, starb den 10 Januar. Johannesgemeinde. Den 4. Januar. Katharina Balser, ledige Tochter des verstorbenen Ackermanns Melchior Balser, 73 Jahre alt starb den 1. Januar Den 6. Januar. Lisette Rothe, Witwe, Hospitalitin, 87 Jahre alt, starb den 4 Januar. Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen. 1. Woche vom 1.—6. Januar 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 16,88»/0, nach Abzug der Ortsfremden 12,730/«. Kinder Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr. Altersschwäche 2 2 — — Geschirnschlagfluß 1 1 — — Krebs 1 1 — — Rhachitis I — 1 — Nierenentzündung 1 (0) - (0)________1_ Summa: 6 (0) 4 (0) 2 — FS) k- -r -£= O t- N "tti <=» :s> cs w s- CC £ TA JA ‘5 ■5 « : «»tsch,. 8 do. Anl. 80.50 81.80 Deutsch«. 4 8Ve D. Reichs-Anl. 97.65 98.55 4 do.Staatsrte. 94.40 94.95 4 Heff. Ludwigs- 8 do...... 88.30 88.95 41/» do.E.B.Gold 100.50 4 bahn v. 68/69 4 87, Preuß ConsolS 97.75 98.55 v. 89 . ... 100.70 do. v. 75/78 . 3 do...... 88 20 88.95 5 Arg. hm. Anl. 85.— —.— 4 Allg.dt.Kleinb. 98.50 98.20 4 B1/, Badische v. 86 <7, do. Lutz. v. 88 72.15 72.90 «usILadtsch«. 87, 4 «7s Boyr.St.-Obl. 96.95 97.— 5 ChinefischeAnI. 96.40 96 90 4 Glisab.-B.strft. 100.30 101.25 4 cuHeff.Si.-Obl. 102.10 102.60 4 Egypt. unific. . 104.40 105.50 4 gaschau-Oder- 87» do...... 96.50 96.60 6 Mexico v. 99 . 97.— 97.40 berger 0. 91 _ 8V, 87, 4 8 do...... 86.10 86 20 5 do. Ser.I-III 41.40 41.60 4 Lombarden. . 95.40 9520 71.90 99.75 8V Württemberg. «-•Unbifd)«. 97.— 97.20 3 do. Silber. . 26.— 26 30 3 do..... 4 Oest. Staatsb. 99'75 b 4 5 L Grtech.E.B. v 1890 .... Griech.Monop Italiener Rte. do...... 38.10 47 — 57'70 97 90 97.60 35.50 24. 39.55 47.40 93 90 4 371 37, 37, 4 Darmstädter . do...... Gießener (alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . 101.— 94.— 101.40 S 1 1 22 £1U± co 0» ot w a do. I-VIII . do. v. 85 . . do. Erg.-Retz Prag-Dux 86 . Raab - Oedenb. 89.— 84.85 86.60 78.50 90.— 87*- 78.70 4 87, 37, 4 Oefi.Goldrte.. Oest. SUberrte. Portug. Staat 99 90 98.40 36 50 87, 4 4 37, do...... _ _ 98.70, 4 3 (alte) . . . 76 30 76.- 72.— 100.50 58.15 4 475 47« 8 Offenbacher. . Wormser . . . do...... 1 1 1 III do. v. 97 . . Rudolf Gold . Jtal. gar.E.B. 73.70 99 50 57.75 37, 37, 5 Rum. am. Rte. 94.40 95.70 4 Lissaboner . . 68.— 68.— J Livorneser . . 60.95 61.20 4 4 Ruffen v. 80 . Schwedenv 80 98.— 4 Rom II—VIII 94.10 94.50 1 Sicll. v. 91 . 95.60 96.— 37, 8i/8 95.30 96.40 <7, Buenos - Aires —.— __ 5 4 4 4 93 60 4 —5 86 50 8 ToScanier . . Ruff. Südost . do. Südwest Rjüsan» Urals! Wladikawkas . Anatolier. . . Salon.-Mon. . 96 90 97 30 4 4 4 5 1 1 , Serben v. 95 . Spanier . . . rürk.Zoll-Obl. bo.ccrroJiit.C. do. Lii,D. 61.— 65.30 98.50 22.50 61.20 99.70 26 25 4 87, 87, 87, aiubtehriatl. S.-Brarmf. . . do...... do. Lich . . . Asnbg.-Vierst. 87.60 98.20 9780 98.40 97.50 57.60 98.20 98*20 57.90 4 4 »7, 37, 1 Tsmksi 00m 1 e./i. | 13/1. vom 6./1. | I8./1. e Bemühungen; Truppenansammlun^ kauen anderen gehen und Enalant ^ch das Friedens! ^9 er die feste s “ W» Niti! „ LS;-» «gesichert. ' den labe IUt ean g m .