M. 816 Zweites Blatt Samstag den 15. September 150. Jahrgang 1900 Amts- und Anzeigeblott für den Ureis Giefzen. Die «ch«er »e*tCU*iratfet CMrtea be* Lnzeiger ta ■* .Hess, fcmbawrf* «. .»tott« Kr H. ÄMBhinbt- W**L4®ei Hgdtgt Wie Anzeigen-Bermitttimg-steklea deS In- rmb gniUaW Reimen Anzeigm für bett Gießener Anzeiger attgcfM. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg,, «m-wLrlS 20 Pf^ Nezngsprei« »ierteljährl. Mk. HM monatlich 75 P^, mit Bcingerlohnr durch bie AbholestelW vierteljährl. Mk. IM monatlich 65 Pßg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vicrlrljüM. mit Bestellgeld. See«**« ww »«zeige« zu der «*«d« 8e| «scheinenden Nummer M wrm. M Mr. ®6*i**ya tzrilestenS »iwM MV^er. Gießener Anzeiger General-AHeiger Ädttfebw, MpediNon und Druckerei: Kch.LArnKe Ar. 7. Gratisdeilsgr«: Gießeuer Familrenblätter, Der heUche Landwirt, Z* »c »mZ Kätter für hessische UolKsKundr. $"”»«*" «..sl SM«W«m>M-MWWVWW««WWW«««I»----—Will IIIIBIWMil II || ,IWW!1ll,WWWMI»»I«II,IWII»^IW«M^MW»^^^MWM»iii_____________ Die Wirren in China. Aus Shanghai liegt folgendes Telegramm der ostasiatischen Nachrichten-Expedition des deutschen Flotten. Vereins vor: Li-Hung-Tschang hat heute morgen nachstehendes Telegramm der russischen Regierung erhalten: Die russische Regierung stellt folgendes Ultimatum: Der Kaiser von China soll die Regierung wieder selbst übernehmen, soll seinerseits sofort für Verhaftung und Bestrafung des Prinzen Tuan und der übrigen Boxerführer Sorge tragen und den Einfluß der Kaiserin auf die Regierung ausschließen. Li-Hung-Tschang hat außer der ersten Bedingung diese Vorschläge als unannehmbar erklärt, und seine Abreise von Shanghai nach dem Norden aufgegeben. Nach einer Kabelmeldung der „Paris-Nouvelleö- bannen erklärte Li-Hung-Tschang am 12. d. M. in einer Unterredung, er werde am 14. September nach Tientsin abreisen. Er sei bereit die Unterhandlungen einzuleiten. Der Prinz Tsching werde ihm allein zuge- 4eilt werden. Befragt über die widersprechenden Edikte, welche die Kaiserin während der Belagerungen der Gesandtschaften veröffentlicht hatte, antwortete er, daß die Kaiserin das Opfer böswilliger Ratgeber geworden fei. Man habe ihr eingeredet, daß die Boxer unbesiegbar seien, und die Fremden in einer unerträglichen Lage wären. Als sie aber einsah, daß dies falsch war, änderte sie sofort ihr Verhalten. — Anderweitigen Telegrammen aus Shanghai zufolge stellte Li-Hung-Tschang die Friedensverhandlungen ein, weil Prinz Tuan Einspruch -dagegen erhob. Aus Schanghai wird telegraphiert: Aus Nanking rvird gemeldet, daß der vom Kaiser Wilhelm kund« gegebene Entschluß, Vergeltung zu üben, unter den Bizekönigen der Aangtse-Provinzen große Panik verursacht. Man fürchtet dort Operationen seitens Deutschlands und anderer Mächte gegen die Aangtse-FortS. Der Deutsche Vertreter stellt sich unfreundlich zu den Vizekönigen, sodaß es ihnen geraten erschien, KriegS- vorbereitungen zu treffen. Die chinesischen Kanonenboote werden dementsprechend mit Munition und Lebensmitteln versehen. Täglich treffen große Mengen von ReiS -ein. Die Garnison von Kangajie und von Wuhu wurden um einige tausend Mann verstärkt. Der Taotai von Nanking gab Befehl zur Aushebung von 3000 Mann. Eine gleiche Zahl wird unter den Salzschmugglern rekrutiert, deren Chef zum Kommandeur von 30 Kriegsdschunken ernannt wurde. Unter den Europäern herrscht die Meinung vor, daß, solange die Aangtse-Forts nicht zerstört sind, an Frieden nicht zu denken sei. Das Kriegsschiff „Seeadlerpassierte, klar zum Gefecht, Nanking. Die Mandarinen erkennen nur TuanS Autorität an, weil sie seine Rache fürchten. Prinz Tsching befindet fich zurzeit in Peking, General Aangln ist im Gefolge der Kaiserin in Tatungsu in der Provinz Schansi. Die Kaiserin lehnte es .ab, Tatungfu zu verlassen. Aus Schanghai wird unterm 12. ds. M. der Berliner «Allg. Marine-Korresp." gemeldet: 7000 Mann regulärer chinesischer Truppen stehen 16 Km. nördlich von Schanghai. Die telegraphische Verbindung von Tschisu nach Tsingtau aus dem Landwege ist wieder hergestellt und in Betrieb genommen worden. In den letzten Tagen mehren sich auch die Nachrichten, daß in der Umgegend von Peking, zum Teil dicht vor den Thoren der Hauptstadt, aufs neue Boxerbanden auf- treten und sengend und brennend ihr Unwesen treiben. So meldete Laffan vom 29. August aus Peking, in Tungtschou, der Hafenstadt Pekings am Peiho, hätten Boxer Häuser in Brand gesteckt, die männlichen Insassen ermordet und den Telegraphendraht zwischen Tungtschou und Matou durchschnitten. Flüchtlinge, die nach Peking zurückkehrten, erzählten, die Dörfer um Peking wimmelten von Boxern. Daß somit „die Umstände noch nicht gestatten", die Truppen zurückzuziehen, beweist ferner die folgende Reutermeldung aus Peking von 5. September: „Eine amerikanische Kavallerie-Abteilung, die zur Deckung eines Vieh- tranSports ausgesandt war, überraschte in einem Tempel bei Schaho 300 chinesische Soldaten. 30 wurden getötet und 125 Gewehre erbeutet. Der Feind floh nach Nordosten. Etwa 500 Boxer griffen zwei Kompagnieen Russen an, welche einer beim Bahnbau beschäftigten Truppenabteilung 11 Kilometer südlich von Machiapu (dem Endpunkt der Bahn von Tientsin vor den Thoren Pekings) zur Bedeckung dienten. Sobald Verstärkungen eingetroffen waren, wurden -die Boxer zerstreut, wobei zwei Russen verwundet wurden. Die Boxer waren mit Schwertern und Speeren bewaffnet. Die russische Kavallerie drang sodann in die Getreidefelder ein, in denen sich die Boxer versteckt hatten, und tötete viele Boxer mit Säbelhieben. Auch der Führer der Boxer wurde getötet, die letzteren verloren allein an Toten 200 Mann. Ein russischer Offizier wurde verwundet und zwei Kosaken getötet. Da dies nicht der erste derartige Ueber- fall ist, so ist unter dem russischen Obersten Tretiakow eine Strafexpedition abgesandt worden, welche die in der Umgegend von Machiapu liegenden Städte zerstören soll. Admiral Alexejew ist zu einer Inspektion der Truppen hier eingetroffen. Angesichts dieser Lage der Dinge werden die Ruffen es wohl mit der Räumung Pekings nicht allzu eilig haben. Nach einer Meldung aus Shanghai machten die Russen zwei vergebliche Angriffe auf Peitang (nördlich von Taku). Zwei russische Kolonnen operieren in der Mandschurei von Süden und Norden gegen Mukden und Kirin. Sie nahmen Kaitscheng und umringten die chinesische Garnison in Liaryang. DaS Bureau Laffan meldet aus Peking vom 3. September: Franzosen und Russen begingen furchtbare Grausamkeiten in Tungtan. Der japanische General Fokushinea erhob dagegen persönlich beim russischen und französischen General Beschwerde und ersuchte den General Chaffee, das Gleiche zn thun. Rach einer Meldung aus Peking verhafteten die Japaner den Mörder des Gesandten v. Kettele r. Er gestand die That und wurde dem deutschen Kommandeur übergeben. Seine Verhaftung erfolgte, als er eine Taschenuhr mit Initialen verkaufte. Er erklärte zuerst, er habe nur die Leiche weggenommen, gestand aber später den Mord, ’b'en die kaiserlichen Behörden befohlen haben. Feldmarschalt Graf Waldersee ist am 12. d. M. Nachmittag auf der „Sachsen" in Singapore eingetroffen. Man darf annehmen, daß die Reise tzesteru fortgesetzt wurde und .er demnach am. 20. in Hongkong und am 24. oder am 25. ds. in Shanghai eintrifft. In Peking ist der Hauptmann von Rheinbaben, Kompagnie-Chef des 1. See-Bataillons am Typhus gestorben. Wie man aus Kiel meldet, entsendet die dortige Werft vier im Hafenbau erfahrene Verwaltungsbeamte nach K i a u t s ch o u. Gerüchtweise verlautet, Frankreich beabsichtige trotz der Erklärung des Präsidenten Loubet weitere Verstärkungen nachChina zu entsenden. Diese Truppen sollen jedoch dem Landheere entnommen werden, da die Marine keine weiteren Truppen entbehren kann. Die «französische Regierung wird zur Deckung der durch Has Expeditionskorps nach China entstandenen Ausgaben weitere 30 Millionen Franken verlangen, 20 Millionen hat die Kammer wie erinnerlich bereits vor Schluß ihrer Tagung bewilligt. Die Transportausgaben belaufen sich allein auf 10 Millionen Franken. - * * * Telegramme des Gieheuer Anzeigers. Berlin, 14. September. Die Nachrichten-Expedition des deutschen F l o t t e n - V e r e i n s bringt folgende Meldung aus Shanghai: Tie Abendblätter verbreiten,die Rach? richt, daß eine starke Boxer-Abteilung Kiautschou angegriffen hat und nach heftigem Kampfe zurückgeschlagen worden ist. Die Boxer hatten 14 Tote. — Li -Hung-Tschang wird,wenn irgend möglich,nächsten Montag nach Tientsin abreisen. Die Ausländer und Einheimischen in Shanghai leben in bestem Einvernehmen mit einander. Prinz Tsching ist in Peking pngekom- men, um mit den Vertretern der Mächte zu verhandeln. Petersburg, 14. September. Aus Tobolsk kam gestern abend die Nachricht, daß laut allerhöchsten Blffehls angeordnet worden sei, die vier sibirischen Brigaden, alle Tobolski'schen und anskischen Infanterie- Regimenter und alle 7 Reserve-Bataillone des sibirischen Militärbezirks zu demobilisieren. Diese Truppenteile waren sämtlich dazu bestimmt, nach China zu gehen. — Aus Saratow ist auch die Nachricht gekommen, die A r t i l l e r i e - D i v i s i o n e n sämtlich an - z u h a l t e n, obgleich sie zum Ausmarsch fertig sind. Außerdem wurde befohlen, sämtliche Pferdeankäufe für militärische Zwecke zu i n h i b i e r e n. Shanghai, 14. September. Die Chinesen haben große Truppenmassen in den östlichen Provinzen aufgeboten. Der Tataren-General Chang-keng wurde zum Oberbefehlshaber dieser und der Streitkräfte in Pekschili ernannt. Er soll die Truppen zusammenziehen, weil man einen Angriff der Russen erwartet. Der Befehlshaber der Yangtse-Truppen Cheng-ren-ping ist mit der Streitmacht aus Fühlen in Ching-kiang eingetroffen. Der Krieg iu Südafrika. Trotz der Flucht des Präsidenten Krüger^ die eine unheimliche Ähnlichkeit hat mit den. französischen Ereignissen im August des Jahres 1870, sieht e£ nicht danach aus, als ob der Krieg nunmehr schnell zu Ende ginge. Der Berichterstatter des „Standard" meldet freilich, daß Bürger von Lydenburg gewaltsam zur Heeres- folge gezwungen seien und daß die auf Vorposten gestellten Buren desertierten. In der That mag das Vordringen Bullers nach Lydenburg und von da in östlicher Richtung, vorübergehend entmutigend auf einen Teil der Burenkämpfer gewirkt haben, aber von einem durchschlagend demoralisierenden Erfolge Bullers wird man bisher nicht sprechen können. Er hat bisher nicht ein einziges Geschütz, erbeutet: alles, was ihm in die Hände fiel, und zwar erst am 10. Mai bei seinem Marsche vom Mauchberge nach Klipgat, ist die Lafette eines schweren Geschützes und einige dazu gehörige Munition, während die Buren trotz ihrer harten Bedrängnis noch so viel Ueberlegung hatten, 13 Wagen mit Munition von der Höhe eines Berges hinabzustürzen, um sie der Wegnahme durch die Engländer zu entziehen, lieber den Weitermarsch Bullers fehlen bis jetzt neue Nachrichten. Dagegen zeigen die Meldungen über den Vormarsch gegen Barberton, daß die Buren hartnäckig Widerstand leisten. Nach einem Reutertelegramm aus No oit ged acht vom 12. ds. rückte General Pole-Carew längs des Elandsflusses nach diesem Orte vor, während General Fr euch auf dem rechten (südlichen )Flügel der Engländer in einen schweren Kampf verwickelt ist, sodaß General Hutton zu seiner Unterstützung hat vorgehen müssen. Hutton operierte bisher etwas weiter nördlich bei Weltevreden mit Henry zusammen, von dem man auch nicht hört, daß er Fortschritte macht. Man kann also von Verzagtheit der Buren nicht sprechen; auf dem linken Flügel hat Pole-Carew erst jetzt Noitgedacht erreicht, das nur wenige Kilometer von Watervalonder entfernt ist, und Frerich ist gar so ernstlich engagiert, daß er Unterstützung bedarf. Damit hängt denn offenbar auch zusammen, daß Roberts, wie Reuter tgus Pretoria vom 12. ds. meldet, sich am 12. wieder nach dem östlichen Transvaal begeben hat. Lord Roberts hat das Standrecht übe r Transvaal verhängt. Das ganze Land befindet sich im Belagerungszustand. Es geht das Gerücht, Präsident Krüger habe an die amerikanische Regierung die Anfrage gestellt, welcher Schutz ihm gewährt würde, wenn er nach Amerika flüchte. Ob nun dieses Gerücht wahr oder falsch ist, jedenfalls ist an der Thatsache, daß Krüger Transvaal verlassen hat, wohl auf Nimmerwiedersehen. Der siebzigjährige, nach allen neuesten Schilderungen völlig gebrochene Greis hat keine Hoffnung mehr. Man wird sich eines tiefen Mitleids nicht erwehren können. Es ist ein tragisches Schicksal, wenn ein Mann, der ein hohes Alfer im Dienste seines Volkes erreicht und, solange er glücklich war, sich großen Ansehens erfreut hat, auf seine alten Tage seine" Hoffnungen zu nichte werden und den ganzen Bau zusammenbrechen sieht, an dessen Errichtung er so emsig und auf der Grundlage eines warmen Patriotismus gearbeitet hat. — Staatssekretär Dr. L e y d s telegraphiert : Die Gerüchte von einer bevorstehenden Europareise des Präsidenten ftrüger sind mir zwar bisher nicht bestätigt, ich halte jedoch diese Reise für nicht unmöglich. Deutsches Reich Berlin, 13. September. Aus Stettin wird gemeldet: Der Kaiser und die Fürstlichkeiten begaben sich morgens ins Manövergelände. Die 42. Division und die Gardekavallerie waren heute am Manöver nicht beteiligt. Die Gardekavallerie sollte nördlich vorgehen, das- 2. Armeekorps in einer Verteidigungsstellung sich bereit halten. Soweit ersichtlich, änderte das 2. Korps den Plan und ging selbst vor. — Eine spätere Meldung lautet: Das Kaiserpaar und die Fürstlichkeiten kehrten nachmittags nach Stettin zurück. Im Manövergelände ging das Gardekorps heute in der beabsichtigten Weise vor. Einzelne Teile des 2. Armeekorps mußten zeitweise zurückgehen. Andererseits bekämpfte die Artillerie der 3. und 4. Division (rot) die Garde-Artillerie bei Schwochow. Das- Ergebnis des Tages war daher, daß sich das 2. Armeekorps in seinen Stellungen hielt. ' — Ter Herzog der Abbruzzen traf heute früh halb sechs Uhr in Kiel mit einem dänischen Postdampfer von Korfoer kommend ein. Er wurde im Auftrage des Kaisers von dem stellvertretenden Stationschef, Kontre- admiral Fritze, empfangen. Nach einem kurzen Spaziergange im Hasen setzte der Herzog um halb sieben Uhr seine Fahrt nach Altona fort. Dort traf er um halb neun Uhr ein, frühstückte im Fürstenzimmer des dortigen Bahnhofs und setzte mit dem Schnellzug um neun Uhr die Reise über Basel nach Mailand fort. Ausland. London, 13. September. Aus Nom wird der „Times" gemeldet, daß Kardinal Rampolla mit einer Gruppe von Pariser Finanzleuten über die Organisation eines internationalen Depeschenbureaus verhandelt. Die Stellen der Korrespondenten dieser Agentur sollen in allen Landern durch den Klerus besetzt werden. (Bekanntlich ist dieses Projekt nicht neu, da man bereits in der Kultur' kampfzeit eine derartige katholische Depeschenagentur ins Leben rufen wollte. D. Red.) Paris, 13. September. Der Kolonialminister erhielt ttn QoSamm ^6 Hauptmanns Rebell, datiert Brazzaville oeu 28. August, das besagt: In einer Reihe von Kämpfen Mai bemächtigte sich die französische Kolonne des Ortes Dikog, nahe am Tschadsee und schlug und zerstreute den Rest der Streitkräfte Rabahs, der sich um dessen Söhne geschart hatte. Das Lager derselben mit dem Schatz und Munitionsvorrätcn wurde genommen. Em Sohn ist getötet, der andere ist geflohen, ist jetzt aber machtlos. v ... ~ ^em „Malin" zufolge überfiel gestern ein Italien* t|ajer Anarchist den Direktor des geistlichen Waisenhauses m Doupaine, Haute Savoie, und verletzte ihn rötlich durch einen Messerstich. Der Thäter wurde verhaftet. ■man sand bei ihm die Bilder des Kaisers von Oesterreich und oes Präsidenten Loubet. Madrid, 13. September. In einem Zeitungsartikel wird dl-.- Aufmerksamkeit des Publikums auf englische ff?77?11 üt Umgegend von Gibraltar gelenkt. glliche Agenten würden darnach große Geldsummen dort erteilen, nm die Gunst der Bevölkerung dieser Gegend zu gewinnen. Englands Zweck sei, eine territoriale Konzession in der Nähe von Gibraltar zu erlangen. rwerbung des an der marokkanischen Küste SegenUbec belcgenen spanischen Prestdior Senta noÄ« putsche Reich piaibiert Professor ®. Seja . in stlel ewem an die „Allg. Zig/' gerichteten ®°"°"d«achung politischer, maritimer und allgemein wirtschaftlicher Erwägung. (D. Red.) Budapest, 13. September. An den Erzbischof Stadler in Serajcwo, der auf dem Katholikentag in Agram die Acußerung gethan haben soll, Bosnien möge bald ganz mit Kroatien vereinigt werden, ist aus der Kabinettskanzlei des Königs Franz Joseph ein Schreiben ergangen, in dem erst Zweifel darüber ausgesprochen werden ob der Erzbischof die erwähnte Aeußerung thatsächlich gethan habe. Für den Fall, daß die Aeußerung wahr sei, wird an den Erzbischof die Mahnung gerichtet, in Zukunft sowohl in Aeußerungen als auch in Thaten sich von politischen Fragen fern zu halten. Hierzu bemerkt das „Ung. Korr. Bur.": „Wie in politischen Kreisen verlautet, rich!ct sich die in diesem Schreiben enthaltene Mißbilligung ausschließlich -7 Auf der Tagesordnung der gestrigen Sitzung des preußischen Staatsmini st eriums hat, wie ein parlamentarischer Berichterstatter erfährt, die Frage der Herab- setzung der Ausfuhrtarife für Zucker gestanden. Eine Entscheidung ist aber noch nicht herbeigesührt worden. Den Verhandlungen wohnte auch der Staatssekretär Freiherr von Thielmann bei. — Der Gouverneur von P u t t k a m e r hat sich nach Kamerun zurückbegeben. — Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat den Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Generalmajor v. fiebert empfangen und veranstaltete zu dessen Ehren ein diplomatisches Diner, zu dem auch verschiedene Minister Einladungen erhielten. — Der „Reichsanz." meldet die Verleihung des Groß- kreuzes des Roten Adler-Ordens mit Eichenlaub au den Kriegsminister v. G o ß l e r. - Der „Reichsanzeiger" publiziert das Gesetz, betr. Aenderung des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der deutschen Schutzgebiete vom 25. Juli 1900. — Die in amerikanischen Blättern verbreitete Mitteilung, wonach amerikanische Finanzkreise wegen Uebernahme einer deutschen Reichsanleihe sondiert worden seien, entbehren, wie dem „Börsen-Eour." bestimuit versichert wird, auch diesmal jeder Begründung Konigsbergi. Pr., 13. Sept. Auf das Huldiqungs- telegramm der Hauptversammlung des G u st a v - A d o l f - V e r e i n s ist folgende Antwort eingegangen: „Der Kaiser und König haben allerhöchst sich gefreut, vom Ev. Verein der Gustav-Adolf-Stiftung einen treuen Segensgrus; aus dem Offen der Monarchie zu erhalten, wo «die aufopferungsvolle Arbeit des Vereins sich in so erfreulicher und dankenswerter Weise bethätigt hat. Der Kaiser lassen herzlich danken und dem segensreichen Werke der Gustav-Adolf- Sache auch ferner Gottes Schutz und treue Arbeiter wünschen. Auf allerhöchsten Befehl, v. Lucauus, Geh. Kabinettsrat". Die Hauptversammlung beschloß, die dies- lahrige große Liebesgabe von Mark 20 000 der Gemeinde Munden Henn in der baierischen Rheinpfalz zuzuwenden. Zum Ort der nächsten Versammlung wurde iiifolqe von dort ergangener Einladung Köln gewählt. Eisleben, 12. September. Die Witwe des vor einiger Zeit verunglückten Bergmanns Adolf Metscher in Wettelrode i. Th. hat von der Mansfelder Gewerkschaft ein lumter Nahmen gehaltenes G e d e n k b l a t t erhalten, das folgende Inschrift trägt: „Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist. Pf. 24, 1. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Pf. 130. Tief ist das Grab, doch tiefer das rnCrnA eö ® ücf fluf' ruh' ch Gottes Armen. Gedenkblatt zur Erinnerung au Adolf Metscher, geb. den 5. Februar 1861, gest. den 27. Juli 1900. Auch er starb Lenste des Vaterlandes. Ehre seinem Andenken. Sr Majestät dem Kaiser und König Wilhelm II." Münch e n, 12. September. Das über das Befinden obsPrftzen H ei nrich von Hessen heute mittag dus- gegebene Bulletin lautet: Tie Nacht war ziemlich ruhig. ?!L Nahrungsaufnahme ist befriedigend. Die Bewußt- seinsstörungen wechseln. gegen die großkroatische Agitation, die unter dem Patronat jenes Kirchensürsten seit längerer Zeit betrieben wurde. Das Schreiben ist auf eine spontane Entschließung des Königs zurückzuführen." Sofia, 13. September. Die rumänischen Zeitungen führen ihre Fehde gegen Bulgarien weiter fort. Man spricht von einer allgemeinen Mobilisierung. Die Lage ist kritisch. Die „Agence Bulgare" meldet: Da die Mannschaft der letzten achten Reservejahrgänge des Militärbezirks Silistra nicht genügend ausgebildet ist, wurde diese dem Gesetze entsprechend zu einer dreiwöchigen Wasfen- übung einberufen. — Bei einer unter Vorsitz Karawelows abgehaltenen Konferenz der demokratischen Partei erklärte Faker unter Zustimmung Karawelows, seine Partei habe den Fürsten Alexander entthront und werde nicht zögern, dem Fürsten Ferdinand dasselbe Schicksal zu bereiten, wenn derselbe sich dem Mazedonien freundlichen Volkswillen nicht fügen werde. Bukarest, 13. September. Der Kriegsminister erhielt vom Kommandanten des 8. Jägerbataillons die Meldung, daß Bulgaren eine von einem Offizier geführte Patrouille an der Grenze an griff en und dabei einen Soldaten töteten. Die Regierung ordnete eine strenge Untersuchung an. Aus Stadt und Kand. Gießen, 14. September 1900. •* Auszeichnung. Dem Kanzlisten bei der Direktion der Main-Neckar-Eisenbahn, Kanzlei-Inspektor Heinrich Scheuermann, wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Nuhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Nieder-Olm, Georg Ott, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Perfonaluachrichteu. Der Revisionsgehilse Martin Miltenberger aus Reinheim wurde zum Ober-Rechnungsrevisor bei der 1. Justifikatur-Abteilung der Ober-RechnnngS- kammer mit Wirkung vom 16. September ernannt; der Kanzlist bei der Direktion der Main-Neckar-Eisenbahn, Kanzlei-Inspektor Heinrich Scheuermann, wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober d. Js. an in den Ruhestand versetzt. ** Feuer. Gestern abend gegen 9 Uhr sah man aus dem Seltersweg einen bedeutenden Menschenauflauf. Im Packraum des Spielwarenlagers im Levy'schen Hause war Feuer ausgebrochen. Man hatte es aber sofort bemerkt und konnte alsbald gelöscht werden, ohne daß die dort lagernden Strohmengen von den Flammen ergriffen wurden und dem Brande größere Verbreitung gaben. ** Karl Rothermel Die „Darmst. Ztg." schreibt: Heute nacht gegen 1 Uhr verschied plötzlich und unerwartet der Großh. Kabinetts- und Hofkasse Buchhalter Rechnungsrat Karl Rothermel. In ihm verliert der Großherzogliche Dienst einen pflichtgetreuen und tüchtigen Beamten. Die deutsche Turnerfchaft betrauert in dem Verstorbenen einen ihrer hervorragendsten Vertreter. Rothermel fvar langjähriger Vorstand (I. Redewart) der Turngemeinde, Gauvertreter des Main-Rheingauverbandes und bis zu seinem Ableben Kreisvertreter des Mittelrheinischen Turnkreises, in welch letzterer Eigenschaft er die ihm liebgewordene Turnsache nachdrücklichst vertrat. ** Handwerkskammer. In den Gesellenausschuß der Handwerkskammer wurde Schneider ChristianPetersen, beschäftigt bei G^ocg Leib L Sohn hier, zum Ersatzmann desselben Schreiner Heinrich Männche, beschäftigt bei Karl Schäfer hier, gewählt. ** Staatsschuldenkaffe. Die „Darmst. Ztg." veröffentlicht die großherzogliche Verordnung über die Organisation der Staatsschuldenkaffe, die mit dem 1. Oktober ins Leben tritt und der zugleich die Verwaltung der Landeskreditkassen obliegt. Nieder-Saulheim, 12. September. Gestern mittag wurde Melchior Thomas aus freiem Felde pon drei Gendarmen aus Wörrstadt verhaftet. Er und sein Vater waren damit beschäftigt, einen Acker zu pflügen; als die Gendarmen herangeritten kamen, spannte Thomas sein Pferd ab, setzte sich darauf und jagte davon, wurde jedoch von den Gendarmen bald eingeholt. Er zog alsdann den Revolver und setzte sich zu Wehr. Nach längeren Verhandlungen ergab er sich freiwillig, lieferte seinen Revolver ab und ging mit nach Nieder-Olm, von wo er alsdann geschlossen nach Mainz gebracht wurde. (Darmst. Z.) Lorsch, 13. September. Die Tabakernte hat Heuer dahier eine nach Quantum und Qualität recht befriedigende Ernte ergeben. Das Blatt ist groß und, was am meisten geschätzt wnd, sehr dünn. Auf dem Morgen Ackerland (— 2500 Quadratmeter) erntete man durchschnittlich 12 Zentner trockene Blätter. Heute wurden bereits die ersten^Verkäufe abgeschlossen. Mannheimer und Schweizer Firmen zahlten fnr den Zentner Sandblätter 32 und 33 Mk. Das Produkt wird meistens nur für Rauchtabak (Schnittware) verarbeitet. Niederselters, 13. September. Der „Goldene Grund" steht schon seit einigen Tagen im Zeichen des militärischen Verkehrs. Starke Extrazüge brachten bereits am Samstag die Mannschaften des 117. und 118. Infanterie- Regiments zunächst in ihre Quartiere im Taunus. Eppstein, Fischbach, Bremthal, Vockenhausen, NiederjoSbach, Niedernhausen und andere Orte boten ihnen Aufenthalt und Pflege. Montag früh rückten die Truppen auS dem Taunus nach dem „Goldenen Grund" ab und bezogen, nachdem an demselben Tage Brigade Manöver zwischen hier und Niedernhausen stattgefunden, bei Wörsdorf ein Biwak; Dienstag wurden die Hebungen fortgesetzt und bei Camberg abermals ! Biwak bezogen. Gestern früh erreichten die Brigade- Manöver zwischen Niederselters, Oberbrechen, Werschau und Dauborn ihr Ende. Die Mannschaften, zu denen außer den oben genannten Infanterie-Regimentern noch Kavallerie und Artillerie gehört, bezogen Quartiere in Dauborn, Ohren, Kirberg, Nauheim und Niederbrechen, wo sie heute der Ruhe pflegen. Heute trifft der Großherzog vonHessen hier ein, um an den bis zum 19. l. Ms. dauernden Divisions-Manövern der 21. und 25. Division teilzunehmen, die in der Gegend von Weilmünster stattfinden sollen. Em dreitägiges Korps Manöver wird am 21. l. Mts. die Kriegsübung beenden. Frankfurt a. M., 13. September. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag entstand auf bis jetzt noch nicht aufgeklärte Weise ein starkes Feuer in der Bleiden- straße. Tie Feuerwehr war um 2 Uhr zur Stelle und hatte bis gegen 5 Uhr zu thun. Menschenleben find nicht zu beklagen, obwohl die Gefahr sehr groß war. — Im Norden Frankfurts wurde in diesem Frühjahr und Sommer eine äußerst rege Bauthätigkeit entfaltet. Im Spätherbst werden einige .Hundert neue Wohnungen fertiggestellt, die zur Verminderung der herrschenden Wohnungsnot beitragen werden. In der Gegend der Günthers- burg-Parks entsteht ein ganz neuer Stadtteil, der sich sehr günstig zu entwickeln verspricht. — Ein 30 Jahre alter hiesiger Nervenarzt, der sich in letzter Zeit ausschließlich: mit der Behandlung einer hochstehenden russischen Tarne beschäftigte, die krank in einem Frankfurter Hotel lag, vor wenigen Tagen aber verschied, erlitt gestern selbst einen Anfall geistiger Störung, der seine Ueber- führung nach der Irrenanstalt nötig machte. ** Kleine Mitteilungen aus tzeffen und den Nachbarstaaten. In Kassel wird am 15. d. M. die 16. Generalversammlung des Westdeutschen Fischerei-Verbandes im „ Staffelet Hof" tagen. Zu derselben ist eine Tages-Ordnung aufge- stellt, die folgende Punkte nmfaffen wird: Jahresbericht und Rechnungslegung; Wahl der Vorsitzenden und des Orte- der General-Versammlung für 1901; Mitteilungen der Der- bandSmitglieder; der Entwurf eines Fischerei-Gesetzes für Preußen; Zollfragen; Strombau, Kanalisation; Verunreinigung der Gewässer; Otter- und Reihervertilgung; Besetzung öffentlicher Gewässer mit Edelfischen; BeobachtungS- ftationen und Fangstatistik; Angebot und Nachfrage von und nach Besatz- und Spetsefischen; Sonstige Anregungen und Anträge. Vermischtes. * Im Eise lebendig begraben. Ein erschüt- terndes Trauerspiel vollzog sich in den letzten Tagen in der Eiswelt der Tiroler Alpen. Vor kurzem wurde gemeldet, daß ein Dr. Schäffer mit seinem Führer Offer tot im Eise des Olperer aufgefunden worden sei. Nun wird aus Innsbruck gemeldet: Dr. Schäffer verließ am 23. v. Mts. mit dem Führer Offer die Geraer Hütte, um zunächst den Olperer zu besteigen und dann noch mehrere Touren in der Umgebung dieser großartigen EiSwelt tzu machen. Das lange Ausbleiben machte deshalb wenig Aufsehen. So konnte es geschehen, daß man zehn Tage keinen Kummer über den Verbleib der beiden Unglücklichen hatte. Endlich wurde Frau Dr. Sck)äffer ängstlich, und 'es wurden die umfassendsten Vorkehrungen zur Auffindung der Vermißten getroffen. Unter der Leitung des Handelsgärtners Nickel, nebst einer großen Anzahl von Bergführern (kam man an die Unglücksstelle, wo in einer Gletscherspalte von 24 Meter Tiefe die Verunglückten steinhart gefroren aufgefunden wurden. Es wurde nun festgestellt, daß die beiden bei ihrer Gletscherwanderung eine große Unvorsichtigkeit begingen, indem sie sich 10 anstatt 20 Meter weit urteilten; so kam es, daß der große, (starke Doktor Schaffer, der 120 Kilogramm wog, den schmächtigen Offer heim Ueberschreiten der Schneebrücke mit in die Tiefe 'riß. Der Führer Offer brach sich Arme und Beine, während Dr. Schäffer nur leicht am Knie beim Absturz verletzt wurde. Dr. Schäffer versuchte nun zweimal durch die Mskluft in die Höhe zu kommen und kam bis zu 6 Meter an den Rand heran, stürzte jedoch beide Male zurück, wobei er sich dann die Füße brach Er sah nun keine Rettung mehr vor Augen, und so machte er, tief im Eis begraben, fein Testament. Bei der Lesung dieser Blätter feines Notizbuches sind den wettergebräunten Bergführern die Lhranen über die Wangen gelaufen, so zärtlich und rubrenb nimmt Dr. Schäffer von seiner Frau und feinen Kindern Ubfajieb. So, lebendig im Eis begraben, mußte der .arme Mann 18 Stunden auf die Erlösung durch den Tod warten, und da machte er, so lange es die furchtbare Kalte gestattete, seine Aufzeichnungen. Ter größte Teil ist privater Natur; tief bedauert er das Unglück semes sterbenden Führers Offer und sagt, daß er zweimal den .Aufstieg versuchte, es ihm aber nunmehr unmöglich fei, Rettung zu Züchen. Dem Führer und sich selbst richtete er alle Eßvorräte nahe zum Mund, damit sie beim Eintreten der Erstarrung hoch noch etwas erreichen könnten. Zwei Päckchen Zündhölzer, die sie mithatten, lagen vollständig aufgebraucht neben den beiden Verunglückten umher. Nach den genauen Aufzeichnungen Dr. Schäffers erfolgte der Absturz um halb fi Uhr früh am 23. August. Die Abschätzung der Höhe und Breite der Eisspalte ist ganz richtig im Notizbuch angeführt. An Geld hatte Schäffer 900 Mark ünb f*ini Zehn-Gulden-Noten bei sich und vermerkte dies 0™?-' sowie die Zahl der Ringe, die er im Portemonnaie turne. »Der Hausthorschliissel des Lehrers. Aus Leutschach in Böhmen wird eine ergötzliche O^cyiMte ge< meldet: Der dortige Ortsschulrat hielt eine ^"^ordentliche Sitzung ab, um zu beschließen, ob man dem Ansuchen des im Schulgebäude wohnenden Lehrers um Ausfolguug eines Hausthorschlüssels willfahren ^ürfe. Der .Herr Dechant wies darauf hin, daß ein H au st horschlu s s e l eine Ge- tnhr für iunae Leute sei und daß girchk einmal feine Herren ’Ääne einen solchen hätten. T?r tzerr Oberlehrer teilte diese Ansicht, während der Oberbürgermeister und zwei andere Mitglieder des Ortsschulrats sur die Bewrlttgung waren. Sie blieben jedoch bei der Abstimmung tn der Minorität, denn mit sieben gegen bm Stimmen erfannte her e-vtatomlrat, der Hausthorschliissel sei eine Ge fafrr~für ben Lehrer. Daraufhin erklärten der Burgcr- !n ei st er und feine beiden Anhänger ihren Austritt aus dem Ort"fchulrat, indem sie gleichzeitig ihrem Bedauern Ausdruck gaben, daß man den Lehrern so wenig Vertrauen entgegenbringt. Schul-Anzuge in grosser Auswahl! Markus Bauer. Giessen, Kirchenplatz 11. Der Postdampser „Kensington" der „Red Star Linie", in Antwerpen, ist laut Telegramm am 11. Sept, wohlbehalten in New-York angekommen * Debrecziu, 13. September. In Abotsalok wurde ein Mädchen ermordet Infolge Les Gerüchtes, daß ein Ritualmord vorliege, ist die Bevölkerung äußerst erregt. * Konstantine (Algier), 13. September. 15 Arbeiter, welche in den Phosphorgruben von Tocqueville beschäftigt waren, ertranken infolge einer Ueberschwemmung. • New ■ Orleans, 13. September. Ein Zug der Southern Pacific- Eisenbahn von New Orleans nach Galoeston verunglückte Freitag nacht an der Bai von Galveston in der Nähe des Leuchtturms. 85 Personen wurden getötet, 15 Personen gerettet, die im Leuchtturm Unterkunft sanden. * Der Orkan in Texas. Bis jetzt wurden 110 Lerch en- räuber, meistens Neger, standrechtlich erschossen. Unter den deutschen Verunglückten befindet sich ein Prof. Weiß. Die energischen Maßregeln haben den Exzessen tn Galveston rin Ende bereitet. Die Hilfsthätigkeit ist in vollem Gange. Die Handelskammer sammelte Tausende von Dollars. Die in das Meer geworfenen Leichen werden zu Hunderten an den Strand zurückgetrieben. Wagenladungen mit Kalk werden nach Galveston geschickt, wo alle Männer gezwungen sind, bei den Beerdigungen und Verbrennungen zu helfen. Schisssnachrichten. Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch die Agenten: Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 13. September. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Schnellpostdampfer „K a i s e r i n M a r i a Theresra Kapt. A. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ift gestern 9 Uhr wohlbehalten in New-York angekommen. Bremen, 13. September. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben Postdampfer „Barbarossa", Kapt. F. Mentz, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Keuche Weldmigeu. TelephorrischeMeldAugendesGießenerAnzeigers. Darmstadt, 14. September. Die große Landwirtschaftliche Ausstellung auf dem Exerzierplätze wurde heute vormittag nach 11 Uhr in Gegenwart des Großherzog paares, der Prinzessin Elisabeth, des gesamten Ministeriums, der Provinzialbehördeu, einer Anzahl Landtags-Abgeordneter sowie der Militärbehörden und Stadtverordneten eröffnet. Geheimrat Haas begrüßte den Großherzog in längerer Ansprache, da' kte ihm für sein Erscheinen sowie sämtlichen beteiligten Faktoren für ihre Mitwirkung und brachte ein Hoch auf den Großherzog aus. Hierauf fand Vorführung von Zug- tieren statt, woran sich ein Rundgaug der Höchsten Herrschaften in Begleitung des Gefolges durch die Ausstellung anschloß. Der Großherzog weilte um 1 Uhr noch in der Ausstellung und leigte lebhaftes Interesse an allen Ausstellungs-Gegenstanden. Heriiu, 14. September. Mitteilung des Kriegs- Ministeriums über die Fahrt der Truppentransportschiffe: l er Dampfer „Andalusia" ist am 13. dss. in Port-said an- 9Cf0Ut^Cf” ttitt, 14 September. Der Kaiser b'gab sich heute morgen 5,15 Uhr ins Mauövergelände, die übrigen Fürstlichkeiten folgten bald darauf nach. London, 14. September. Daily Telegraph meldet aus Lourenzo Marquez vom 13. dss.: Es verlautet dort daß Botha das Kommando der Buren ""dergelegt h , und durch Wilson ersetzt worden ist. — Daily -News meldet aus Pretoria vom 13. dss.: Frau Kruger erhielt em Tete gramm ihres Gemahls aus Lourenzo Marquez ^M dieser bittet, zu ihm zu kommen. Sie erwiderte, ihr Gesundheit zustand gestatte dies nicht. Kendel und Verkehr. UoUiSWirtsttM. Franidurtei* Bö^se vom 13. September. Wechsel auf New-York zu 0.00-00. Pr&m&eER auf Kredit per ult Sept. 1.350/», do. per ult;Okt. 2.40%, Djgkonto-Konimandit per ult. Sept. 1.10 %, do. per ult. Okt. 2.30%, Lombarden per ult Sept. 0.65%, do. per ult Okt. 0.90% Deutsche Bank per ult. Sept. 0.00%. Äetleruiägen : Kreditaktien 208.20-208.70-00, EHskonto- Kommandit 174.80-175.10 Staatsbahn 142.30-00.0000, Lombarden 26.30.00, Italiener 84.20, Spanier 72.80-60, 8proz. Mexikaner 25.60, Bochumer 183.70-000 bz., Laura 201.40-202.00 00 bz., Harpener 181.00-182.70 bz., Gelsenkirchen 193.90-bz., G., Privat-Diskont 4% o/o. 1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 208.50-208.00-000-00 bz., Dib- konto-Kommandit 175.10-173,10 bz,, Staatebahn 142 30-141.90 bz., Lombarden 00.00-26.80 b., Laura 000-00, Berliner Handelsgesell- sohaft 147.20 bz., 3proz. Mexikaner 00.00 bz., 3proz. Portugiesen 00.00-00 bz., Ottomanbank 000.00 bz. Märkte. m x Limvnrg a.Lahn, 12. September. Frachtmarkt. Durch. schnittspreis pro Malter. Roter Weizm, alter, 14.20 M-, neuer 12.50 Mk, Weißer Weizen —.— Mk., Korn 00.00 Mk., neues Korn 11.00 M., Gerste 0.00 Mk., Hafer, alter, 8.00 Mk., neuer 6.00 Mk., Erbsen —Mk., Kartoffeln —Mk. Universität und Hochschule. — Der langjährige Justitiar am Oberbergamt Halle, Geh. Berarat Drofeffor Dr. Arndt, hat dem Rufe der Universität Königsberg als Nachfolger des bekannten Staatsrechtslehrers Professor Zorn folgegeleistet. Geheimrat Arndt hielt bisher im Nebenamte an der Universität Halle staatsrechtliche Vorlesungen ab - In Klosterneuburg bei Wien ist der Direktor der dortigen Oenologischen und pomologischen Lehranstalt Emerich Rathay, 56 Jahre alt, geftorbm. Kirchliche Nachrichten. Svaugelische Gemeinde. Sonntag den 16. September. 14. nach Trinitatiö. Gottesdienst. In der Ttadttirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Letzte Christenlehre für die Neukonstrnuerten der Matthaus, gemeinde. Vormittags 9l/t Uhr: Pfarrer Dr. ©rein Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für bie Markusgememde. । Pfarrer Dr. Grein. Nächsten Sonntag, den 23. September, findet im Hauptgottesdienst Beichte und Feier des heil. Abendmahl für die Matthausund Markusgememde gemeinsam statt. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Die Kinderkircke der Matthäusgememde nimmt Sonntag den 23. September wieder ihren Anfang. Die Vorbereitung dazu wird Samstag den 22. September, nachmittags 8% Uhr, ttn Konfirmandensaal gehalten werden. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgememde. Pfarrer Euler. Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die innere Mission- Die neukonfirmierten Knaben und Mädchen der Lukas- gemeinde werden eingeladen, nach dem Gottesdienst zu einer kurzen Besprechung in der Kirche zu.ückzubleiben. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat und | wird dringend gebeten, es rechtzeitig — spätestens eine Woche vor der Trauung - bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen. Katholische Gemeinde. Arbeiterbewegung. Marseille, 13. September. Infolge des Bäckerstreiks kam es -gestern zu einigen Schlägereien. Die Polizei verhaftete 12 Personen. Militär Patrouillen durchziehen die Stadt. .. Calais, 13. September. Der Ausstand der Hafenarbeiter ist allgemein.^ J3 September. Der Bund der Bergleute hat den allgemeinen Ausstand in den Anthracit-Kohlen-Bergwerken m Pennsylvanien angeordnet. 150,000 Arbeiter legen infolgedessen die Ar- 5eit l3 September. Mitglieder der Lohnkommission der streikenden Lederarbeiter hatten heute nachmittag mit dem Chef der Lederwerke, dem Geh. Kommerzienrat Michel, eine längere Beratung, die folgendes Resultat ergab: Die Arbeiter wollen sich verpflichten, bei Wiederaufnahme der Arbeit in zwei Raten im ganzen Mk. 5 an die Witwen- und Waisenrasse abzuführen. Dagegen soll den Arbeitern der eingehaltene Wochenlohn voll ausbezahlt werden. Ferner glaubt Herr Michel das Versprechen geben zu können, die zehnstündige Arbeitszeit mit dem 1. April, möglichenfalls 1. Januar nächsten Jahres einzuführen. Ferner soll ein Arbeiterausschuß eingesetzt und für Ueberstunden, Nacht- und Sonntagsarbeit 12 Prozent Zuschlag aezahlt werden. Herr Michel will morgen früh diese Abmachung schriftlich der Lohnkommission übermitteln, woraufhin sofort eine Versammlung der Streikenden darüber entscheiden soll. Hoffentlich wird es jetzt zu einer Verständigung kommen und der Streik am Montag sein Ende nehmen. Samstag den 15. September. Nachmittags um 4Vi^r und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zu» Sonntag'den ?6. September. 15. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. _ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. * um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2% Uhr: Christenlehre, darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 15. September 1900. Borabend 6»5 Uhr, morgens 8«- Uhr, nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7« Uhr. ___________ Gottesdienst der israelitischen Kctigionsgesellschast. Sabbathfeier am 15. Septbr. 1900. Freitag abend 6^ Uhr, Samstag vormittag 8 Uhr, nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7»° Uhr Nachmittag 3»' Uhr Schrifterklärung m der Synagoge. Wochengottesdienst: Sonntag morgen 5 Uhr, die übrigen Tage 58» Uhr, abends 6 Uhr. * * Berlin, 14. September. Das preußisch e Staats ministerium beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung auch mit der Kanalv orlage, die bekanntlich tn erweiterter Form im Landtage wieder eingebracht werden soll. Insbesondere beriet es Uber den masurischen Kanal. yiel, 14. Srplember. Das Schulschiff „Stosch ist gestern nachmittag durch den Kaiser-Wilhelm Kanal von Vlijfingen hier ewgetroffen. „Stosch" beginnt ebenso tote die bereits eingekehrten Schulschiffe „Gneis en au und Moltke" sofort mit den Ausrüstungsarbeiten für die Äuslandreise, deren Antritt für sämtliche Schiffe für kommende $B°%® Ätembet. Die Besitzer der Etablissement in der Rue de Paris auf der Weltausstellung haben beschlossen, ihre Geschäste von Mittwoch ab zu W*CRC"- wenn die Regierung nicht innerhalb drei Tagen ein Schiedsgericht -ins-tzt, das eine Verminderung der von der Regierung bestimmten Abgaben bestimmen soll. Mailand, 14. September. Der Polizei ist es aetunaen die Geheimschrift der Ana r ch i sie n zu cntr9ätscln. Sümtltche Telegraphenbeamte sind nunmehr damit beschäftigt, alle in Geheimschrift aufgegebenen Telegramme zu entziffern, was bereits zu sehr überraschen- XS L° Ä I in der die Regierung aufgefordert werden soll, unverzüglich a e « e nd enweitc r en Kohlenwu ch - r energisch ciN- zuschreiten und sosort die Frachttarife sur lohten $8 i’c '14.C September. Ter hiesige rumänische und I der bulgarische Vertreter erklärten in emer Unterredung, I daß die Alarmnachrichten betreffend die Differenzen zwischen Rumänien und Bulgarien un b e 9 r 11^ det sind und daß nach' dem heutigen Stand der Dinge I eine vollkommen befriedigende Beilegung I der Zwistigkeiten zu erwarten ist. • I Manila, 14. September. In der gestern abgehal- I tphph ersten Sitzung der gesetzgebenden K 0 m - I Mission wurden bewilligt: 2 Millionen Dollar für I Straßen- und Brückenbauten, 5000 Dollar für photographische Zwecke, 11 400 Dollar für den offent ichen Unterricht. Die Arbeiten werden sofort m Angriff genommen. Diese Beschlüsse wurden von der Bevölkerung der Philippinen mit Wohlwollen ausgenommen. würzt den Kaffee wie das Salz die Suppe. (Original-Marke in Dosen.) Bekanntmachung. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche lang und zwar vom Samstag den 15. bis einschließlich den 22. Sep« tumber [. I. auf dem Bürgermeistereibureau zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb jener Offenleguagsfrist ist gegen oie Richtigkeit oder Vollständigkeit der Urliste schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Einsprache zu erheben. Gießen, den 13. September 1900. Großberzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff, Beigeordneter. 608 l Einladung. Die diesjährige General - Versammlung der Spar- und Leihrasse Nidda soll Donnerstag den L7. September d. I. ftattsinden. Es werden hierzu sämtliche Mitglieder derselben mit der Bitte eingeladen, sich vormittags um 10 Uhr im Sitzungrsaale des Sparkaffen- gebäudes einzufinden. Nidda, den 12. September 190(1. Die Direktion der Spar- und Leihkaffe Nidda. Bouillon-Kapseln. 5791 MAGGI Zu haben bei Josepiö Seeler, Lud mgstraße 20. Billia. cut und woblschmeckend find die wr ---- Kikm urzen Gemüse- und Kraft-Sappen Heute abend: Junge Hahnen UNd 6088 Has im Topf. Ludwig Spuck, Klein - Linden. ötimHmlinftn pg sste. Frankstk. WürWn blo.Gch.CmMllmrsi empfehlen in anerkannt besten Dualitäten p biUlflit 5938 A. & 6. Wallenfels, Markt LI. _______Telephon 46. Echte FranKsN. Miirjikl in bekannter Güte. 6083 L. Kaikhof. ?.n verstauten FLin Baum guter Birnen und mehrere ü' Bäume Zwetscken. Kirckstraße 13, II An die Ladenbefitzer von Gießen! Infolge der am 1. Oktober d. Js. in Kraft tretenden reichsgesetzlichen Bestimmungen der Gewerbeordnung wird mit Rücksicht auf den § 189 o, d und e eine Neuregelung der Offenhaltung von Verkaufsstellen jeder Art auch für unsere Stadt von diesem Zeitpunkte ab erforderlich. Eine durch den Detaillisten-Verein am 11. ort. im Hotel Einhorn einberufene öffentliche Versammlung der Ladenbefitzer aller Berufe hat in reiflicher Erwägung der geschäftlichen Verhältnisse, unter Berücksichtigung des Gesetzes, auf Grund deS s 139 f mit allen gegen eine Stimme die Resolution gefaßt, der höheren Verwaltungsbehörde zum Entwurf des Ortöstatutes für Gießen die Zeit der Offenhaltung der Läden in den Sommermonaten April/Oktober von morgens 7 bis abendö 8 Uhr und in den Wintermonaten von Oktober bis April von morgens 8 biS abends 9 Uhr zur Anordnung vorzuschlagen und anzuordnen. Das Großherzogliche Kreisamt autorisiert den Vorstand des Vereins der Detaillisten zu Gießen, eingetr. Verein, in Gemäßheit des § 139 f, die erforderliche Abstimmung der Ladenbesitzer vorzunehmen. Der unterzeichnete Vorstand bittet hiernach die Herren Ladenbesitzer, deren Einverständnis mit der vorgeschlagenen Verkaufszeit in der ihnen dieser Tage vorgelegten Liste durch NamenSunterzeichnung kundzugeben Die durch das Gesetz zulässigen 30 bezw. 40 Ausnahmetage für längere Offenhaltung der Geschäfte ist der Vorstand von der Versammlung ermächtigt, allen geschäftlichen Verhältnissen Rechnung tragend, der Behörde geeignete Vorschläge zu machen. 6082 Der Vorstand des Vereins der Aetaissisten zu Hießen. CöMlts mit Firma liefert billigst Krühl'schk Nmttßtüts-Dkuckmi. Todes-Anzeige Frau 6079 03819 H. Schäfer, Annerod. Junger Tagschneider gesucht 03822 Georg Leib & Sohn. Heuchelheim, Hamburg, den 14. September 1900. 03814 Die Beerdigung findet Sonntag den 16. September, nachmittags 2 Uhr, in Heuchelheim statt. freut ihr neuer Hut, 4064 Bertha ES Heuchelheim, den 12. September 1800. 03813 Die Beerdigung findet Sonntag den 16. September, mittags 121/, Uhr, statt. 03802 wozu ergebtnst einladet Familie Heldrrrann. Gießen, den 14. September 1900. 6085 03812 zweiter Stock mit Zubehör, sofort beziehbar, zu vermieten. 03826 wozu ergebens! einladet 03811 «erantw.rtlich für dm all,rmeinrn ttU: P. Wink«, für kn Beck. - Bruck uni 8tr(e| der Vrächt'ichm u*l GteUUruckerei (Oielfch tcfctn) in «>n W i et go juche (Osten e Ikrfdjiciinics ► Caprtulien 14 Gas - Gluhkorp e r Ncrinietnuuen. Denn er steht ihr gar zu gut, Macht heut' promenieren. Doch die Schuhe sind so matt, Weil sie schlechte Wichse hat, Daö thut sie genieren. Drum nimmt sie sich vor, künftig nur noch Krebs-Wichse zu verwenden, denn diese giebt. den schönsten Glanz. Heinrich Hörr, Kastyaus zum grüne» Gründe. Ludwig Lüll, Gasthof zum Biergrund. Telephon 46. Die trauernden Hinterbliebenen« Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 16. September, vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Marburgerstrasse 13, aus. 6076] Gesucht zwei möblierte Zimmer, eventl. 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Wallenfels Wiilzfiilioni-SlriM Sonntag den 16. und Montag den 17. StpWt Zwievelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr ab. 4684 Hofbäcker Noll, Mäusburg 12. Mendorf a. Lahn. Sonntag den 16. und Montag den 17. September: Kirchweihfest K Todes-Anzeige. Freunden und Verwandten die schmerzliche Mitteilung, daß unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Ken Karl Heldmann im Alter von 45 Jahren gestern nachmittag nach langem Kranken- lager sanft lntschlafen ist. Forstmeister Reuse Wwe Mathilde, geb. Briel. Herr Jakob Rinn XX. im Alter von 58 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen wozu freundlichst einladen Jakob Sommer II Mendorf a. Lda. Sonntag den 16. nnd Montag den 17. September: Kirchweihfest (Gin kleines Familienloais, sowie ein Stübchen mit Bett. Maigasse 11. fKin kleines Familienlogis zu vermieten. 03816 Sandgasse 47. Todes - Anzeige. 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