Mittwoch den 15. August Ur. 189 Zweites Blatt iooe Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren n ► W. lUÄtOTto- Äk 8üij«gCTi-8mnitrtuxfl#Brflai H In- «atz IttAoM «-men Lazeigea für den Gießener Anzeiger ZeNenpreit: lokal 12 Pfg., anZwSrt» 20 Pf>. Gratisbeilage«: Gießener Familienblütter, Der hegisthe Landwirt, Kälter für hessische Dsürstmndr. RotzaGio«, G«pebition und Druckerot: ,ch«,ßr«te Nr. 7. Ldrefse für Depeschen: Anzeiger frUf*» Fernsprecher Nr. 5L Die Gtch-er »««ttion-tülter Wood in do« Anzeiger Ang «scheinenden Nummer bi» Mr». 10 Stzr. MOoGMnngen spätesten» **M oorHer. N »g p ei- vterieljäbrl. Mk. KM monatlich Ist Pjg. mit vringerlo-ng durch bk «bholefteAo, vtrrteNLHrl. Mk. KM mooailtch 65 Pßg. Bei Postbezug RI. 2,40 DfcrttlHK mit Vestel,el». Die Streitkräfte der Mächte. Im „Militär-Wochenblatt" wird eine neue Uebersicht über die Streitkräfte der Mächte in China veröffentlicht Bei Tientsin belaufen sich danach die vereinigten Streitkräfte auf 38000 mit 114 Geschützen. Deutschland ist dort immer nur noch mit 300 Mann Schiffsbesatzung und mit 4 Geschützen vertreten, ebenso Italien und Oesterreich mit je 140 Mann. Frankreich verfügt dort über das 16. Marine-Jnfanterie-Re- giment und 3. Batterien aus Tongking sowie über Landungstruppen, insgesamt über 2600 Mann und 18 Geschützen. England hat die Hälfte einer Division aus Indien in Taku gelandet: 6 Bataillone, 4 Eskadrons, 3 Batterien sowie Schiffsbesatzungen, zusammen 6000 Mann mit 18 Geschützen. Amerika: 6 Bataillone und eine Batterie, gleich 2900 Mann und 6 Geschütze. Japan: eine Division, wahrscheinlich die 5. aus Hiroschima, mit 12 Bataillonen, 3 Eskadrons und zunächst 4 Batterien, gleich 16 000 Mann und 24 Geschütze. Rußland hat augenblicklich verwendungsbereit: 8 Schützenbataillone, 4 Eskadrons, 7 Batterien, etwa 10000 Mann, und 44 Geschütze. , . , Bei Berechnung der Zahl von 38000 Kämpfern bei Tientsin sind volle Kriegsstärken angenommen. Nimmt man am, daß diese nicht überall erreicht sind, und zieht man außerdem einen Prozentsatz an Verlusten usw. ab, so wird man doch insgesamt etwa 30000 Mann als zurzeit fürdenMarschaufPeking verfüg bar «nnehmen dürfen. Diese Zahl wird sich bis Mitte August, wie folgt, erhöhen: Auf deutscher Seite: um 2 Bataillone, 1 Batterie (Generalmajor v. Hopfner), gleich 2500 Mann, 6 Geschütze, auf französischer Seite: um das 17. Marine-Jnfan- terie-Regiment, 3 Bataillone und 2 Batterien, gleich 2080 Mann und 12 Geschütze, aus Japan: um 5 Bataillone und 5 Batterien, gleich 6000 Mann und 30 Geschütze, insgesamt um 10 Bataillone, 8 Batterien, sodaß Mitte August bei Tientsin eine Gesamtstärke von 40 500 Mann mit 162 Geschützen erreicht sein wird. Im weiteren Verlauf des August bezw. Anfang September werden dann in Taku noch eintreffen: aus Frankreich das 18. Marine-Jnfanterie-Regiment, drei Bataillone, eine Batterie mit zusammen 4000 Mann und 14 Geschützen. Auf eine Vermehrung des britischen Kontingents in Petschili dürfte nicht zu rechnen sein, da 2800 Mann der iudisck>en zweiten Brigade schon in Hongkong gelandet sind, während über den Bestimmungsort der übrigen Truppen dieser Brigade noch nichts bekannt ist. Wahrscheinlich werden sie, ebenso wie die neuerdings beorderte dritte und vierte indische Brigade, auch in Hongkong oder in Shanghai verbleiben, so daß England wrt über etwa 12 000 Mann verfügen wird. Eine wesentliche Verstärkung ihrer Truppen ^Petschili haben dagegen im Laufe des September Ter. HWanb, Frankreich und Rußland zu erwarten. 'Das deutsche ostasiatische Expediti ons- ^.ps unter Generalleutnant v. Lessel, 8 Bataillone, -kadrons, 6 Batterien, gleich 11300 Mann mit 34 Ge- ___ en, wird Mitte September gelandet werden können; gemischte französische Brigade, 7 Bataillone, -- Eskadrons, 5 Batterien, gleich 10000 Mann mit 20 Geschützen, -unter General Voyron, dürfte um dieselbe Zeit fe intreffen, ebenso wie die russische vierte Schützenbrigade, k . Bataillone, 3 Batterien, gleich 8700 Mann, 24 Geschütze, > -'eren Einschiffung in Odessa am 25. Juli begonnen hat. Dies würde bis Ende September einen weiteren Zu- 10 achs von 28 Bataillonen, 5 Eskadrons, 16 Batterien -der von 34 000 Mann mit 92 Geschützen bedeuten. Daß Aapan jederzeit in der Lage ist, innerhalb weniger Tage Amtlicher Teil. Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 3 der Verordnung vom 2. September 1893 haben wir mit Rücksicht auf den Stand der Ernte und der Weinberge das Ende der Hegezeit der Feldhühner und der Wachteln für die Provinzen Starken- bürg, Rheinhesien und Oberheflen mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten auf den 19. August l. I. festgesetzt. Für die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten behält es bei der allgemeinen Bestimmung, wonach die Hegezeit der genannten Wildarten am 31. August endigt, sein Bewenden. Darmstadt, den 11. August 1900. Großherzogliches Ministerium des Innern. I. V.: Emmerling. Pfeiffer. erhebliche Verstärkungen nach dem Kriegsschauplätze zu schaffen, ist bekannt, doch verlautet nichts bestimmtes über die Absichten der dortigen Regierung. Zu erwähnen bleiben noch der Vervollständigung halber 800 Mann Marine- Infanterie, 12 Mteilungen Kavallerie und 4 Batterien, zusammen 2000 Mann mit 24 Geschützen, welche aus San Francisco abgegangen sein sollen, ferner 860 Matrosen und Marinesoldaten aus England, 250 Mairn aus Australien und 350 Mann mit schweren Geschützen vom Kap. Hiernach dürften bis Mitte September in Petschili rund 78000 Mann mit 280 Geschützen vorhanden sein. Auf eine Mitwirkung der deutschen Truppen in Kiaut- schou gegen Peking, so heißt es im „Militär-Wochenblatt", kann zunächst wohl nicht gerechnet werden, da diese für eine etwaige Verteidigung des Schutzgebietes gegen die in Schantung stehenden Truppen des dortigen Gouverneurs Yuanschikai bereit gehalten werden müssen. Für die Operationen in der Mandschurei bezw. gegen den Norden Chinas hat Rußland außerdem noch eine Armee in Bereitschaft gesetzt. Die russischen Truppen in einer Gesamtstärke von etwa 37 000 Mann mit 104 Geschützen bringen konzentrisch gegen die wichtigsten Punkte au den Eisenbahnlinien Mulden, Charbin, Zizikar, Chailar vor. Außerdem sind in der Kriegsvorbereitung bezw. schon int Aufmarsch begriffen: im Ussuri- Gebiet 16 000 Mann, im Transbaikal-Gebiet 5600 Mann, im Militärbezirk Sibirien 40000 Mann, int Gebiete Ssemir- jätsche 9000 Mann, endlich im europäischen Rußland die 1., 2., 3. und 5. Schützenbrigade mit 35 000 Mann, insgesamt also noch 105 000 ManU mit 138 Geschützen. Rußland hat somit bis jetzt bereits die Verwendung von etwa 160000 Manu vorgesehen, während die gesamten gegen China besttmmten Streitkräfte oller Mächte zusammen sich heute schion auf rund 230 000 Mann mit über 500 Geschützen beziffern werden. Wie Rußland zu Lande, so hat zur See England die größte Machtentfaltung aufzuweisen. Es verfügt in den chinesischen Gewässern über 36 Schiffe und 10 Torpedoboote, während Rußland 19 Kriegsschiffe und 11 Torpedoboote, Japan 20, Amerika 11, Deutschland 9, Italien, Oesterreich und Holland zusammen 8 Schiffe dort schwimmen haben, so daß im ganzen 117 Kriegsschiffe und 21 Torpedoboote die chinesischen Küsten überwachen. Davon befinden sich im Golf von Petschili 70 Schiffe und 12 Torpedoboote, in Tsingtau 2 deutsche Schiffe, im Yangtse-Gebiet 21 Schiffe, 1 Torpedoboot, bei Kanton 18 Schiffe, 8 Torpedoboote. Während die Chinesen im Norden feine Schiffe mehr besitzen, liegen int Yangtse zurzeit noch 8 chinesische kleine Kreuzer und 6 Torpedoboote, bei Kanton 7 Kanonenboote und 11 Torpedoboote. Die Wirre« in China. In dem Gefechte bei Peitsang beliefen sich die Verluste der Japaner auf 300 Tote und Verwundete, der Engländer auf 24 Verwundete, die übrigen Kontingente sind unversehrt geblieben. Die Chinesen sollen unbedeutende Verluste haben. Deutsche, Oesterreicher und Italiener sind nach Tientsin zurückgekehrt, während die übrigen Kontingente die Chinesen verfolgen und gestern Yangtsun genommen haben. — lieber die Einnahme von Yangtsun berichtet der amerikanische Admiral Remey äms Taku vom 6. d. M.: Der an der Front kommandierende englische General telegraphiert, er sei, nachdem er von Peitsang aus 14 Kilometer in der Richtung auf Yangtsun vorgegangen war, zur Attacke übergegangen mit den Amerikanern auf dem rechten und den Russen auf dem linken Flügel. Nachdem sie 5 Kilometer unter heißem Geschütz- und Gewehrfeuer vorgerückt waren, nahmen die Truppen die erste Verteidigungslinie der Chinesen. Die Verluste belaufen sich auf ungefähr 50 Mann, die fielen oder am Sonnenstich starben. Nach japanischen Meldungen wurde der Angriff auf Yangtsun durch englische, arnert- kanische, russische, französische und japanische Truppen-Ab- tethmgen vorn linken Ufer des Peiho ausgeführt, während eine getrennte japanische Abteilung mtt einer englischen vereint auf dem rechten Ufer vorrückte, aber wegen der schlechten Wege nicht mehr rechtzettig in Yangtsun em- treffen konnte, um in das Gefecht etnzugreifen. Japantsche Geschütze beschossen den zurückgehenden Feind. Zwet Bataillone japanischer Infanterie, eine Schwadron Kavallerie, eine Batterie Gebirgsartillerie und eine Kompagnie Genietruppen sollten am 7. August den Verbündeten vorausrücken, um Tsaitsnn zu besetzen. Dieser Ort liegt etwa 15 Kilometer nördlich von Yangtsun am Peiho, es scheint also, daß die Verbündeten am Flusse entlang auf Tungt- schou, den Flußhafen von Peking, vormarschieren wollen. Ueber den Vormarsch auf Peking liegen in London nur alte Nachrichten vor; mittlerweile erregt die Meldung, daß der Zar seine Zustimmung zu der Abreise der russischen Gesandtschaft erteilt hat, lebhaftes Aufsehen und einige Verwirrung. Der hiesige chinesische Gesandte, Rußland nab die Mandschurei. Dem „Regierungsboten" in Petersburg sind nach» folgende Meldungen zugegangen: General Gromkow berichtet aus Chabarowsk vom 10. ds. MtS.: General Rennenkampf hat den Ort Santschar eingenommen, ist an den Pässen des ChingangebirgeS angelangt und hat die telegraphische Verbindung bis Aigun hergestellt. Eine Meldung des Ingenieurs Botscharow vom 9. ds. besagt, daß die telegraphische Verbindung mit Chailar, ZuruchaituS und Atagritu wieder hergestellt ist. — Der Finanzminister erhielt einen Bericht über die Einnahme CharbinS durch ein russisches Detachement. Von Saufin bis Charbi» räumten die Chinesen alle Poften und flohen. Nachträglich wird noch über ernste Angriffe der Chinesen vom 26. Juli bei Charbin gemeldet. Die Chinesen wurden zurückgeschlagen und drei Geschütze erbeutet, auS denen dann auf die Chinesen geschaffen wurde. Unsere Verluste betragen 50 Tote und Verwundete, ei« Teil von Charbin wurde niedergebrannt. einer von Lihirngtschangs treuesten und geschicktesten Schützlingen, benutzt die Gelegenheit, um für seines, Meisters neue Sendung zu wirken, empfängt Berichterstatter hiesiger Blätter, spielt die Interviews in amerikanische Zeitungen hinüber, hätt aller Welt vor, daß er von Anfang an die Ermordung der Gesandten für unwahr erklärt habe, und sucht die kaiserlichen Erlasse wieder zu Ehren zu bringen, nebenbei aber die Gemüter wegen be$ Schicksals der in Peking befindlichen Europäer zu ängstigen, falls die gebotene Gelegenheit zur allgemeinen Abreise nicht benutzt werde. Augenscheinlich ist sein und Li- hungtschangs erste Hauptsorge, die Fortsetzung des Vormarsches auf Peking zu verhindern. Nebenher rät er aber den Mächten dringend, keine Geldentschädigung zu fordern !und Verhandlungen nickst mit der Absicht zu beginnen, Rache zu nehmen. Sicherheiten für künftige Reformen sollten nach seiner Ansicht eine genügende Entschädigung für das von den Aufständischen angerichtete Unheil sein. Um aber ähnliche Vorkommnisse zu verhüten, werde es notwendig sein, die Führer der Aufständischen, zu entdecken und der Macht zur Bekämpfung des Thrones, und der Ausländer zu berauben. Die Mächte sollten einen erleuchteten ausländerfreundlichen Chinesen wie Lihung- tschang als Premier einsetzen, bann auf Reformen im Gerichts-, Finanz- unb Unterrichtswesen bringen. Man müßte zuerst bie Konsulargerichtsbarkeit abschasfen unb bie Zölle für Lebensbebürfnisse von 5 auf 15, für Luxusartikel auf 25 Prozent vom Werte festsetzen. Im ganzen madjen biefe Darlegungen über bie schwebenbe Hauptfrage wenig Ein- bruck. Man hält bem Gesanbten ziemlich allgemein vor, wenn, wie er anbeute, bie chinesische Regierung bie Frem- ben in Peking nicht schützen könne, würbe sie erst recht nicht für ihre Sicherheit während ihres Marsches nach Tientsin einstehen können. „Daily Graph ic" wiederholt die schon früher gegebene Erklärung, bie erste Unterlage für bie Möglichkeit, in Friebensverhanblungen einzutreten, sei bie Ucbergabe Pekings, ba es militärischer Grunbsatz sei, baß burch Unterverhanblungen bie militärische Lage nicht verschoben werden dürfe. Nur bie „Time s" verbreitet sich über ben Text, Rache würbe bie .Hauptschuldigen ungeschäbigt lassen, unb es sei nicht ratsam, auf Gebiets- ober Gelbentschäbigung zu bringen. Was aber verlangt werde, jnüffe auch scharf durchgeführt Werbern Die Hauptsache für bie Zukunft bleibe, baß bie Mächte sich jebes Eingreifens in Gestalt von militärischen Angriffen ober von politischen Ränken enthielten unb sich auf ben, Schutz ber Hanbelsinteressen unb ber persönlichen Rechte beschränkten. Das Reutersch^Bureanmelbet vom 6. ds. aus Tientsin: Zwei glaubwürbige Kuriere, bie Peking am 1. August verlassen haben, berichten, bie Kaiserin-Witwe habe die Gesanbtschaften mit Lebensmitteln für einige Tage versehen, Lipingheng jeboch habe nach seiner Ankunft zwei Batterieen auf der Stabtmauer in ber Nähe ber Gesanbtschaften auffahren lassen unb bie Gesanbtschaften zwei Tage lang unter heftiges Geschütz- unb Gewehrfeuer genommen. Ein Missionar, ber mit einer Abteilung bem Versuch machte, Lebensmittel zu besorgen, würbe getötet Deir stellvertretende Staatssekretär Adee ließ bem Washingtoner Gesanbten Wutingfang bie Antwort ber amerikanischen Regierung auf bas Ebikt ber chinesischen Regierung zugehen, woburch Li-Huna-Tschcmg, zu Friebensunterhanblungen ermächtigt wirb, unb ersuchte ben Gesandten, diese Antwort nach China zu übermitteln. In ber Antwort werben bie bereits in ber Denkschrift vom 8. ds. erhobenen Forderungen wieberholt (Einstellung ber Angriffe auf bie Gesanbtschaften unb Zusammenwirken ber chinesischen Regierung mit ber Entsatzkolonne ber Verbündeten) und es wirb außerbem entschieden betont, baß s» lange keine Verhanblungen möglich sinb, als China sich biefen Forderungen nicht gefügt hat. > Rüstungen. Bezüglich der bei uns nötigenfalls aufzustellenden 23er* Stärkungen für das Expeditionskorps nach Ostafien ist infolge deS durch die Bezirkskommandos erlassenen Aufrufs zur Meldung von Freiwilligen der Reserve in einigen Blättern die Ansicht aufgetreten, man werde neue Verbände nur aus Reservisten formieren. Diese Ansicht kann man von vornherein als irrig bezeichnen, die Verbände würden ohne jeden Zweifel bis zu ihrer Hälfte aktive Leute erhalten, deren sich ja auch weit über den nötigen Bedarf gemeldet haben, und durch Reservisten wohl nur auf den KriegSetat ergänzt werden. Bei der Zusammensetzung dürfte wieder der Grundsatz obwalten, durch die Bildung der Kompagnieen u. s. w. möglichst aus Leuten desselben KorpS- bezirks schon einen gewiffen landsmännischen Zusammenhang zu schaffen. WaS für die Gemeinen gilt, würde in höherem Maße auch für die Unteroffiziere zu gelten haben. Eine Frage würde allerdings bei einer neuen Entnahme von aktiven Freiwilligen aus den Truppenteilen noch zu beachten fein, die nämlich, ob nicht die Etatsftärke zu sehr sinke, um die Herbfiübungen ersprießlich und dem Ernstfälle möglichst ähnlich zu gestalten. Nach dieser Richtung hätte man eS ja aber in der Hand, die aktiven Truppen durch Einbeorderung von Reservisten zu Uebungen für die Manöver zu verstärken. Nach den Manövern kann der Ersatz der abgegeben Leute in den aktiven Truppenteilen dann, insoweit es sich nicht um schon in 1900 ausdienende Leute handelt, durch Verstärkung der Rekrutenquote erfolgen, sodaß die Solidität der heimischen Verbände keine Einbuße erleidet. Bezüglich des Ersatzes der Unteroffiziere würde man vielleicht stellenweise zu einer etwas früheren Beförderung der Kapitulanten schreiten müssen. e * * Nunmehr sind auch Zustimmungserklärungen zur Ernennung Waldersees zum Oberbefehlshaber in China von England, Amerika und Japan in Berlin eingegangen. Amerika und Japan sprachen ihre Zustimmung ohne Vorbehalt aus, während England sie an die Voraussetzung knüpft, daß auch die andern Mächte sich anschließen. Praktisch gilt dieser englische Vorbehalt als erledigt. Wenn bisher eine Antwort auf die deutsche Anfrage in Paris wegen des dem Grafen Waldersee zu übertragenden Oberbefehls noch nicht erteilt worden, so ist der Grund der Verzögerung darin zu suchen, daß über die Frage nur im Ministerrat und unter Bestimmung des augenblicklich von Paris abwesenden Präsidenten Loubet beschlossen werden kann. Zu diesem Behufe soll, wie wir hören, sogleich nach der Rückkehr LoubetS ein Ministerrat abgehalten werden. — Der Petersburger Regierungsbote begrüßt in seinem nichtamtlichen Teil den Grafen Waldersee als einen hervorragenden Strategen, der seine außerordentlichen militärischen Fähigkeiten wiederholt glänzend bewährt habe. Obgleich die bevorstehende Aufgabe des Grafen Waldersee keine leichte sei, lasse sich, meint das Regierungsblatt, mit Bestimmtheit Voraussagen, daß die Söhne des himmlischen Reiches diesen hervorragenden Militär nicht sobald vergessen werden. Ueber den örtlichen Umfang des dem Grafen Waldersee zu übertragenen Kommandos werden in der Preffe vielfach unzutreffende Ansichten ausgesprochen. Unseres Wissens liegt es in der Absicht sowohl der deutschen als der anderen Regierungen, den Oberbefehl Waldersees nur für den Bezirk Tschili gelten zu laffen, während die Herstellung der Ordnung in der Mandschurei der selbst« ständigen Thätigkeit der russischen Truppen überlaffen bleiben soll. Am Aangtse und in Shanghai ist bisher der Ausbruch offener Feindseligkeiten verhütet worden, sodaß dort die Schutzmaßregeln wohl durch die kommandierenden Offiziere in ausreichender Weise getroffen werden können. Wie Münchener Blätter melden, tritt Major Freiherr v. Gebsattel vom bayerischen Generalstab, zurzeit zum preußischen großen Generalstab kommandiert, zum Armee«Oberkommando für China über. Der russischen Telegraphen-Agentur in Petersburg wird aus Shanghai gemeldet, daß 2500 Mann englischer Truppen ohne jegliche Notwendigkeit unerwartet aus Hongkong nach Shanghai abgesandt wurden. Die chinesischen Behörden empfahlen den Chinesen, sich vollkommen ruhig zu verhalten, da die Engländer zu ihrer Sicherheit ankommen. Aus Hongkong wird gemeldet: Drei Transportschiffe mit indischen Truppen find am Sonntag von hier nach Shanghai in See gegangen. Telegramme de- Gietzeuer Anzeiger-. Berlin, 14. August. Kaiser Wilhelm hat, so meldet man aus New-Iork, dem Präsidenten Mac Kinley seinen Dank für die Zustimmung zum Oberkommando des Grafen Waldersee gesandt. Berlin, 14. August. General-Feldmarschall Gras Waldersee wird morgen wieder hier eintreffen. — Wie aus Hannover gemeldet wird, geht Graf Waldersee im Auftrage deS Kaisers vor seiner Einschiffung zum König Viktor Emanuel, um die fteundschaftlichen Grüße des Kaisers und der Armee für den König zu übermitteln. Die Flotten der übrigen Mächte sind dem Oberbefehl nicht unterstellt, nur die Landarmee. In das Haupt-Quartier ist ferner kommandiert: Graf Dort von Wartenburg, Major von Zitzewitz vom großen Generalstabe, Major Albrecht vom Kriegsministerium und Oberleutnant Wachs vom Feld- Artillerie-Regiment Nr. 9. Als ruffischer Offizier ist, wie aus Petersburg gemeldet wird, Leutnant Koictimer vom Wyborg'schen Regiment Kaiser Wilhelms zum Stabe des Grafen Waldersee kommandiert worden. Berlin, 14. August. Die Abreise der Roten Kreuz- Expedition erfolgt am 18. d. M. abends von Berlin und am 21. von Genua. Loudon, 14. August. „Daily Mail" meldet auS P e t e r S - bürg, daß die Russen bei Aigun keine Gefangenen machten. Sie metzelten alle ihnen in die Hände gefallenen Chinesen nieder. Loudon, 14. August. „Daily Expreß" meldet auS Shan gai: Wie verlautet, befinden sich die Entsatz- truppen 20 Meilen von Peking. Paris, 14. August. Einer Depesche aus Shangai zufolge wird Lihungtschang erst nach dem Einzug der Verbündeten in Peking dorthin abreisen, weil er hofft, daß die Kaiserin-Regentin ihm dann uneingeschränkte Vollmacht zu den Friedensverhandlungen mit den Großmächten erteilen wird. Der Krieg in Südafrika. „Reuters Bureau- meldet aus Ermelo, 12. ds.: General Buller ist in Ermelo eingetroffen. Die Buren zogen sich zurück. Die „Times" meldet aus Zeerust, 7. ds.: General Carrington zog sich, nachdem es ihm nicht gelungen war, Elandsriver zu entsetzen, nach einem Verlust von 18 Toten und Vermißten, sowie 6 Verwundeten, in der Richtung auf Maseking zurück. Lord Roberts telegraphiert aus Pretoria vom 11. August: Lord Kitchener stellte die Verbindung mit Lord Methuen her. Der Feind in der Front der Truppen Kitcheners und Methuens ist auf der Flucht. Er versuchte heute früh die Bahnlinie bei Wolverdien-Station zu überschreiten, wo er von Smith-Dorrien angegriffen wurde. Am 9. August hatte Lord Methuen ein N ach Hut - gesecht bei BufselShoek und nahm sechs Wagen und zwei Ambulanzen. Nach einem in Brüssel eingegangenen Telegramm auS SimonStown find drei Mitglieder der belgischen Ambulanz von den Engländern nach Kapstadt gebracht und dort an Bord eines Dampfers gesetzt worden, der sie nach Europa zurückführt. • * * Telegramm des Gießener Anzeigers. London, 14. August. „Daily Mail" meldet aus Maseking, General Carrington befinde sich auf dem Rückzüge, ebenso General French, der sich gleichfalls nach dem Süden begiebt. Die ElunMdttimg m Kap-Luren in Deutsch-MmstchiKs. Tie Einwanderung kapländischer Buren nach Deutsch-Südwestafrika ist in vollem Gange. Ein englischer Farmer, der seit etwa 20 Jahren bei Warmbad in Namaqualand ansässig ist, berichtet der „Franks. Ztg." folgendes hierüber: „Unter den Buren der nördlichen Kapkolo- nie hat eine langsame, aber sehr tiefgehende Auswan - derungsbewegung eingesetzt. Veranlaßt wurde dieselbe durch die jüngsten Aufstandsversuche, welche vor einigen Monaten die ganze Kolonie durchzitterten. Die englische Faust hat zwar dieselben gewaltsam niedergeschlagen, aber die Folgen zeigen sich in anderer Richtung. Die Buren treffen zwar nicht in geschlossenen Massen wie dereinst über den Oranje und Vaal, sondern in kleinen Gruppen von drei bis vier Familien. Ihr Ziel ist das deutsche Schutzgebiet, und die deutsche Regierung nimmt sie unbeanstandet auf, soweit sie sich den Landesgesetzen unterordnen, was fast ausnahmslos der Fall ist. Die neuen Einwanderer sind säst durchgehends wohlhabende Herdenbesitzer mit durchschnittlich 500 bis 600 Pfund Sterling Vermögen. In diesem Punkte erfüllen sie somit die erste Bedingung, daß nämlich nur wohlhabende Buren zugelassen werden sollen, vollauf. Tas Gesetz zwingt sie ferner aber auch zum Ankauf von Ländereien und dem Bau von Wohnhäusern, um dadurch ihre Seßhaftigkeit verbürgt zu wissen. Bisher sind etwa zweihundert Buren in den letzten Monaten eingewandert, und der Zuzug hält ununterbrochen an, ja aller Wahrscheinlichkeit nach wächst er noch. Die deutschen Behör- d e n stehen der Bewegung sympathisch gegenüber und kommen mit den Buren gut aus. Letztere sind von glühendem Haß gegen die Engländer beseelt und bedauern, nicht schon früher auf deutsches Gebiet ausgewandert zu sein, welches ihnen längst als ein wirtschaftlich besseres Land bekannt war. Kenner der südafrikanischen Verhältnisse behaupten, daß Namaqualand dem Freistaat nur wenig an Güte des Bodens und der sonstigen landwirtschaftlichen Bedingungen nachstehe, vor allem übertreffe aber die deutsche Seite des Flusses die englische bei weitem. Während letztere zu den trockensten und ärmsten Strichen Südafrikas gehöre, zeichne sich das deutsche Gebiet durch einen stärkeren Regenfall und die größere Menge seines Untergrund-Wassers aus, welch letzteres überall leicht zu heben sei; ja vielfach trete dasselbe quellenartig zutage. Den kapländischen Buren war diese Ueberlegenheit der deutschen Gebiete längst bekannt, doch scheuten sie bisher die Auswanderung dahin, weil ihnen vorder angeblich drakonisches Schärfe der deutschen Regierung systematisch Angst eingeflößt worden war. Hauptsächlich leistete sich die kaplän- dische Presse hierin manches starke Stücklein. Die älteren Ansiedler in DeutschNcrmaqualand verlassen unter dem Einfluß des deutschen Regimes immer mehr ihre ursprünglichen, patriarchalischen Methoden der Landwirtschaft und wenden sich neuen Külturen zu. Gegenwärtig haben sie sich mit gutem Erfolg auf Wein- und Obstbau verlegt; in Kapstadt ist es kein seltener Anblick, daß so ein ^amaqua- farm er mit Tausenden von Setzlingen und jungen Obstbäumchen die Stadt verläßt, um dieselben in seiner öetmat anzupflanzen. Diese Versuche, obwohl bisher weist nur im kleinen ausgeführt, haben sich doch fast durchgehends erfolgreich erwiesen und finden fortgesetzt Nachahmung. Soweit der englische Gewährsmann, dessen Angaben um so höherer Wert beizumessen ist, als sie eben von nichtdeutscher Seite kommen und daher den Stempel völliger Parteilosigkeit tragen. Bei dieser Gelegenheit sei gleichzeitig auf eine Erscheinung hingewiesen, die nicht minder den Veränderungen entspringt, die der Krieg in den wirtschaftlichen Beziehungen der südafrikanischen Staaten zu der deutschen Kolonie bewirkt hat. Unter den vielen Deutschen der Kapkolonie und des Freistaates, welche sich bisher einer gesicherten Existenz erfreuten, hat der Krieg solche gewaltige Verluste berbeigeführt, daß gar mancher ernstlich überlegt, ob es sich denn wirklich verlohnt^ in dem Uiigastlichen Lande wieder von vorn anzufangenl oder mühsam weiter zu vegetieren. Da stellt sich dennj ganz von selbst der Gedanke ein, es doch einmal bei den Landsleuten jenseits des Oranjestromes zu versuchen. Und die Leute, die so ihr Ränzlein schnüren, sind wahrlich nicht die schlechtesten, denn sie bringen außer den oft noch recht ansehnlichen Trümmern ihres Vermögens, vor allem die Landeserfahrung mit, die nirgends so wertvoll ist als eben in Südafrika. Volitische Tagesschau. Hinsichtlich der Grenzfeststellungen in unseren Schutzgebieten wird demnächst ein weiterer Schritt geschehen. Ende dieses Monats begeben sich der Geograph des Auswärtigen Amtes, Professor Dr. Frhr. v. Danckelman, und der Dezernent für Kamerun, Legationsrat Dr. Bumiller, nach London, um dort über die Festlegung der Grenze im nordwestlichen Kamerun am Croßfluffe und deffen Schnellen zu beraten. Vom Oktober bis November 1885 hat dort eine gemischte Kommission örtliche Untersuchungen angestellt. Von deutscher Seite war daran Hauptmann v. Beffer beteiligt, dem der Unteroffizier Heinthaler und 1.0 Soldaten der Schutztruppe beigegeben waren; englischer.- seits waren vier Europäer zugeteilt. Die Arbeiten wurden damals nicht zu Ende geführt. Die Grenzfrage hat für uns eine nicht geringe wirtschaftliche Bedeutung. Nach den Aussagen des Gouverneurs v. Puttkamer besteht dort ein schwunghafter Handel, der nur dem englischen Gebiete M Gute kommt. Sobald erst eine Verständigung über die Grenze zwischen den beiden Regierungen erfolgt ist, soll an den Schnellen des Croßflusses eine starke militärische Station errichtet werden, der eine ganze Kompagnie zugeteilt werden muß, wie der Gouverneur angab. Hauptmann v. Besser wird mit der Anlage dieser Station beginnen. Dann erst wird es möglich, den deutschen Handel dort zur Geltung zu bringen. Deutsches Wich. Berlin, 13. August. Das Kaiserpaar traf heute aus Homburg in Kronberg ein und wohnte auf Schloß Friedrichshos einer Familientafel bei der Kaiserin Friedrich bei. An der Tafel nahmen ferner teil: Prinz Heinrich, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland sowie Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen. Um 7 einhalb Uhr abends reiste Prinz Heinrich nach Kiel ab. Der Kaiser und die Kaiserin verließen abends 8 Uhr Homburg; die Abreise der Kaiserin erfolgte kurz nach der pes Kaisers. Im Laufe der letzten Nacht traf die Kaiserin wieder in Wilhelmhöhe ein. — Aus Lvburg wird gemeldet: Der Kaiser traf hier heute mittag mittelst Sonderzuges ieiitz. und legte den etwa zwei Meilen langen Weg zum Truppenübungsplätze bei Alten-Grabowinnzweispännigem Wagen zurück, während das Gefolge Aut o m o b i lw a g en benutzte. Um 7 einhalb Uhr stieg der Kaiser in Husarenuniform zu Pferde von dem zahlreichen Publikum lebhaft begrüßt. Hierauf begannen die Gefechtsübungen, an denen teilnahmen : acht Garde-Kavallerie-Re g,i men ter, das Kürassierregiment Kaiser Nikolaus I. von Rußland (brandenburgisches) Nr. 6, das Husarenregiment v. Ziethen (brandenburgisches) 9h:. 3 sowie Feldartillerie. Den Schluß bildete ein Vorbeimarsch im Trabe. Der Kaiser begab sich' sodann an der Spitze der Standarteneskadron in das große Barackenlager und nahm das Frühstück im Kasino des Barackenlagers ein. Zum Diner kehrte der Kaiser wieder in das Kasino zurück. Morgen findet Exerzieren der Truppen statt unter dem Kommando des Kaisers. Die Abreise nach Münster erfolgt morgen Abend. Im Gefolge des Kaisers befindet sich auch der Chef des Militär- — Das Kaiserpaar wird am 24. ds. Wilhelms- Höhe verlassen und sich, wie gemeldet, nach Erfurt begeben, um an der für den 25. festgesetzten Enthüllung des Kaiser Wilhelm-Denkmals teilzunehmen. Von dort aus erfolgt die Rückreise nach dem Neuen Palais in Potsdam. x. r — Prinz Heinrich ist heute vormittag nach Kiel zurückgekehrt und mit der Prinzessin He inrich, die zum Empfang am Bahnhof erschienen war, nach Hemmel- mark weitergefahren. — Finanzminister Dr. v. Miquel weilt jetzt in Jgls bei Innsbruck und wird bis Ende des Monats dort bleiben. — Nach einem Heidelberger Telegramm ist der Reichs- taasabaeordnete Freiherr von Stu mm-Halberg schwer erkrankt. Das Leiden, das anfangs für Kehlkopskrank- heit gehalten wurde, hat sich als Krebs der Speiseröhre herausgestellt. — Aus Bremerhaven wird gemeldet: Der ehemalige französische Marineminister Lockroy besichtigte gestern und heute in Begleitung des französischen Marrne- attaches in Berlin unsere Hafenanlagen und naym besonders die Modell-Versuchsstation des Norddeutschen Lloyd eingehend in Augenschein. — In Braunschweig ist heute der £llt)cre .Vorsitzende des Allgemeinen deutschen Sprachvereins, Musikdirektor Professor Dr. Hermann Ri e g e i, b/^agre — Das BegräbnisLiebkne ch t s ist gestern uitiei; enormer Beteiligung der Berliner SoMdemokraten ohne jeden Zwischenfall vor sich gegangen K°n schätzt die Zahl der Männer utnb auch! Frauen und Kmoer, Die in georone ‘' 4M flipiftotr LI, sechs, dem Leichenwagen voran- mebr als twe^deutschen Meilen, nach dem ftneb. in Diedrich s selbe bewegte. Die Polizei war iebr ent-waenkommend unb achtete nur darauf, daß nicht Uän» m?t r°E Schleifen im Zuge mitgesührt wurden. MffltH&c sozialdemokratische Abgeordnete folgten dem Leichenwagen außerdem sehr zahlreiche auswtirtige Depu° Vorstandswahl. Tagesordnung: Rechnungslegung. Anmeldung zum Vereinsregister. 5474 4‘Ulll Bon Gewissensbissen gepeinigt, ist er dann von dem Schauplatz seiner Thal gestehen und hat sich der hiesigen Polizei gestellt. — Metten war angeblich wegen Totschlags schon ftüher zu V/3 Jahren Gefängnis verurteilt. Lieferung von Grenzsteinen. Die Lieferung der für die Neben« bahn Lollar—Londorf nötigen Grenzsteine und zwar 820 Stück für hw Bahngrenzen und 679 Stück für wichtige Schriftstücke beschlagnahmt worden, die volles Licht über das Komplott verbreiten werden. — Bischof Anzer wurde heute vom Papste empfangen. Seine Audienz nach dem letzten Besuche des Prinzen Heinrich beim Papste ist wohl politisch nicht unbedeutsam. Anzer reiste abends ab. Konstantinopel, 13. August. Der englische Botschafter lenkte die Aufmerksamkeit der Pforte auf die Lage in Armenien. In dem Dorfe Spaghank ist eS zu Ex- cessen gekommen. Die Pforte erwiderte, nach einer offiziellen Depesche seien in den betreffenden Bezirke 16 Räuber getötet worden, sollten jedoch Excesse verübt sein, so würden die Schuldigen bestraft werden. Aufforderung. Infolge Ablebens des Herrn NechtSavwalt 8. Labroiffe in Giefteu muß dessen Anwaltsbureau aufgelöst werden. Es werden deshalb alle diejenigen, welche glauben Ansprüche aus an. waltlicher Vertretung, insbesondere auf Herausgabe von Haudakten, gegen den Verstorbenen zu haben, aufgefordert, solche baldigst an die Adreffe von Fräulein L. Labroisse, Gießen, Ostanlage 39, zu richten. Nach Ablauf der gesetzlichen Fristen werden die nicht zutttckgeforderten Handakten vernichtet werden. 5434 Berlin, 14. August. Dem Vernehmen nach wird der Erzherzog Franz Ferdinand den diesjährigen deutschen Kaisermanövern beiwohnen. Bozen, 14. August. Der Zugführer Zwara vom 102. Infanterie-Regiment geriet vorgestern denn Edelweiß- pflücken an eine abschüssige Stelle des Penegal und st ü r z t e i n d i e T i e f e. Kameraden holten Hrlfe, jedoch gelang es erst nach sechs Stunden, den verunglückten Sol- baten zu bergen. Er starb während der Ueberführung in das Bozener Militär-Hospital. London, 14. August. Nach einem Telegramm aus Lahore mobilisiertederEmirvonAfgbanistan seine Artillerie und Infanterie, und Gerüchte zirkulieren, daß er einen Vormarsch gegendierus- sische Grenze beabsichtige und einen heiligen Krieg erklären wolle. . t , London, 14. August. Aus Buckney wird gemeldet: DieVerlustederenglischenKolonialtruPpeni bei Kumassi sowie der Hilfstruppen betrugen 105 Tote und 680 Verwundete sowie 39 Vermißte. London, 14. August. Nach New-Yorker Meldungen soll sich die Gattin des Mörders Brescr an bie Königin Margherita gewandt haben, um hie Begnadigung ihres Gatten beim Könige zu erwirken. Dünkirchen, 14. August. Der erwartete Au s- stand der Heizer und Schlepper ist gestern abend ausqebrochen. Hiermit sind die Heizer und Schlepper der meisten großen Hafenstädte in den Ausstand einge- treten 1 New-York, 14. August. Bei dem furchtbaren Orkan, der die Westküste der Vereinigten Staaten heimgesucht hat, sind 14 Personen vom Blitz getötet worden. Zahlreich? Häuser sind zerstört. Die große Brücke bei Brooklyn geriet in bedenkliche Schwankungen. Ausland. Stockholm, 13. August. Sicherstem Vernehmen nach ist die Regierungs-Vorlage in Betreff Einführung der allgemeinen Wehrpflicht nunmehr fertig zum Druck und wird dem demnächst zusammentretenden Reichstag unter- | breitet werden. Die Ausbildungszeit der Wehrpstichtigen wird ein Jahr betragen — im ersten Jahre acht Monate, in den zwei nachfolgenden Jahren je zwei Monate. Die bedeutsame Reform soll indessen erst nach fünf Jahren vollständig durchgeführt werden, denn erst Ende 1905 können die nötigen großen Kasernenbauten beendigt werden. Paris, 13. August. Präsident Loubet ist heute vor- mittag nach dem Elysee zurückgekehrt. — Die gestrigen Reden des Präsidenten der Republik in Marseille werden in der Presse beifällig ausgenommen. Die republikanischen Blätter loben die einfache und feste, große Worte vermeidende Ansprache an die scheidenden Soldaten. Einige nationalistische Organe wünschten darin mehr religiöse Anklänge zu finden. Immerhin verzeichnet der „GauloiS" mit Beftiedigung, daß der Präsident Loubet dem Feldgeistlichen sagte: „Ich vertraue Ihnen die Seelen der Soldaten an.- Rom, 13. August. Der König Viktor Emanuel hat, um das Gedächtnis König Humberts zu ehren, 100 000 Lire für die Armen Roms, 50 000 Lire für die Armen Turins gestiftet. — Am Samstagabend sand vor dem österreichisch-ungarischen Botschafter-Palais eine Sympathie, kundgebung für den Onkel des Königs, Erzherzog Rainer, statt. Zahlreiche Körperschaften, welche der Königin-Witwe Huldigungen darbrachten, brachen in Hoch- rufe auf den Erzherzog, Oesterreich-Ungarn und ben Dreibund aus. — Bei dem Empfang von Deputationen des Parlaments sagte der König, er habe bisher aus dem Auslande allein 26000 Kondolenzdepeschen erhalten. Die Königin Margherita reist heute nach Venedig ab. Nach einem einige Tage währenden Aufenthalt in Venedig wird sie sich nach Perarolo (Cadore) begeben. — Die Beisetzung des Sarges mit der Leiche König Humberts in dem Gewölbe, wo mehrere Jahre hindurch auch die Gebeine Viktor Emanuels ruhten, erfolgte Montag abend 10 Uhr. Zugegen waren nur die Hof« und Staatswürdenträger, die die Urkunde über die Beisetzung abzusassen hatten. — Der „Tribüne" zufolge sind nicht nur bei Bresei, sondern auch bei anderen Anarchisten, unter ihnen Lanner, Konzert-V erein Donnerstag den 16. August, abends 6Vr Uhr, im Klubgebäude: General-V ersammlung. Aus Stadt und Land. Gießen, den 14. August 1900. •• Der nächste Viehmarkt findet nicht am 21. und 22., sondern am 28. und 29. ds. Mts. statt. " Landeslotterie. Bei der heute fortgesetzten Haupt- Ziehung fiel ein Gewinn von 200 000 Mk. auf Nr. 19550. (Kollekte Dinkelmann-WormS.) 1 ä 10000 Mk. auf Nr. 22 713. — 1 ä5000Mk. auf Nr. 3962. — 2 ä 4000 Mk. auf Nr. 24 591, 29 933. — 12 ä 3000 Mk. auf Nr. 234, 6578, 7538, 8046, 8651, 9495, 12 649, 20 500, 21 740, 29 479, 31 421, 31 734. — 11 ä 2000 Mk. auf Nr. 5659, 11557, 12 863, 14 339, 19 548, 19 939, 24 908, 25 100, 29 373, 29 510, 31 890. — 25 ä 1000 Mk. auf Nr. 391, 407, 2656, 2663, 2870, 4034, 5037, 5861, 6274, 8665, 10 977, 11 206, 13 779, 16 366, 18 811, 20 471, 20907, 21 003, 22 140, 22 176, 25 757, 28 657, 30 654, 31 776, 32 437. — 37 L 500 Mk. auf Nr. 577, 895, 947, 2011, 3322, 3438, 3654, 3673, 4250, 6178, 6981, 7367, 7412, 8129, 8267, 9369, 10052, 10149, 12188, 13 492, 14 764, 16 521, 17 996, 18 161, 20137, 20 778, 21 841, 22 519, 23 121, 24421, 25 637, 26 554, 27 276, 29 848, 31059, 31938, 32 112. (Ohne Gewähr.) ** Vogelschutz. Die Wahrnehmung, daß unsere heimischeli Vogclarten immer mehr und mehr sich verringern, hat den Regierungspräsidenten Köln veranlaßt, für den Umfang des Regierungsbezirks Köln zum SchutzedernützlichenVogelarten eine am 1. September d. I. in Kraft tretende Polizeiverordnung zu erlassen, durch welxhe nicht nur das Einfangen 'oder Tötens pon ca dreißig verschiedenen, in der Verodnung namentlich aufgeführten Vogelarten verboten wird, sondern auch das Feilhalten von auswärts eingeführter Exemplare der unter den Schutz der Verordnung gestellten Vogelarten. — Ausnahmen von der Verordnung dürfen nur in Fällen, wo | einzelne Arten der geschützten Vögel erheblichen, nachweisbaren Schaden anrichten, für bestimmte Orte gegen spezielle Erlaubnisscheine für kurz zu bemessende Fristen durch den Kreislandrat gestattet werden. Mainz, 12. August. Wie aus militärischen Kreisen verlautet, hat der Kaiser gelegentlich seiner gestrigen Anwesenheit einen nochmaligen Besuch von Mainz für den Spätherbst in Aussicht gestellt. — Das gestrige Hiersein des Kaisers ttug einen streng militärischen Charakter; weder der Oberbürgermeister noch sonst jemand von den Civilbehörden war von dem Kaiser empfangen, noch zu der nach der Truppenschau stattgehabten Tafel eingeladen worden. Mainz, 13. August. Der Althändler Peter Metten aus Mainz, stellte sich gestern der Polizei mit der Angabe, er habe in der Nähe von Niederseelbach seine Geliebte, die Josephine Engelhardt erschossen. Die sofort an- gestellten Recherchen bestätigten die Angaben MettenS, die Leiche der unglücklichen jungen Person wurde in dem Walde zwischen Königshofen und Niederseelbach auf Idsteiner Gemarkung gefunden. Metten ist seit V/2 Jahren verheiratet, er wohnte in Mainz; seine Ehe ist kinderlos. Er lernte die Engelhardt, ein 18jähriges junges Mädchen aus Waldenburg in Württemberg, vor einiger Zeit kennen, eS entspann sich ein Liebesverhältnis, das nicht ohne Folgen blieb. Bei der Aussichtslosigkeit ihres Verhältnisses faßten beide den Entschluß, zu sterben. M. sollte die Engelhardt töten und sich dann selbst erschießen. Zu dem Morde der E. besaß M. den nötigen Mut, seiner Geliebten aber in den Tod zu folgen, dazu fehlte ihm offenbar die Courage, oder, wie er selbst behauptet, die Munition. Er gab 6 Schüsse auf das unglückselige junge Geschöpf ab, von denen drei die linke Brust und das Herz trafen. Sie habe, so erzählt Metten, vor ihm auf den Knieen gelegen und ihn angefleht, I da die ersten Schüsse nicht trafen, sie doch zu erschießen. Sport, Spiel, Jagd. A Gießen, 13. August. Bei dem am Sonntag dem 12. d. M. zu Kastel stattgesundenen 2. Hrff. Athleten-Verband s-Wettstreit e errang der Vorsitzende des 1. Gießener Stemm- und Rtng- Herr Joseph Stein, im Stemmen 1. Klaffe den 4. Piei», und im Ringen 1. Klaffe dm 4. Preis; im Ringen um dieMrifttr- schäft den 2. Preis (goldme Medaille); im Stetnstotzen den 5.Preis. Hermann Klotz errang im Stemmen 3. Klaffe den 6. Preis. Kastel, 13. August. Leutnant Boselli von den Rovara- Lanciers hat auf Befehl des Königs Viktor Emanuel III. von Italien bereits gestern früh i/,6 Uhr mit seiner Patrouille dm Rückmarsch nach Rom angetreten. Die Rückkehr der Patrouille war ursprünglich mittelst Eisenbahn vorgesehen, da die Tiere jedoch den langen Marsch so sehr gut überstanden haben, soll der Mckmarsch dazu benutzt werden, auszuproben, wie weit die Leistungsfähigkeit der Tiere, welche aus der Romagna stammen, überhaupt geht. Wie die Etappen de- AusmarscheS der Patrouille von Rom aus vorgesehen und vorbereitet waren, werden die deS Rückmarsches nunmehr von der deutschen Militärbehörde vorbereitet. Auch die Eskorte durch die betreffenden deutschen Landesgebiete wird durch die nämlichm Truppenteile gestellt, wie auf dem Hierhermarsche. Bei dem Abritt von Kassel gaben die Offiziere der Heffen-Homburg.Husaren den Italienern wiederum eine Strecke weit daS Geleit. StäM. Schlachthaus. greibattL 5464 Heute und morgen: Vlhsnchtisch 50 Pfg. SchveiseAtisch 45 Pfg. tationen von fremden Sozialisten. An der offenen Leichen- | halle sprach Bebel, am offenen Grabe Singer. Auel; die Vertreter der auswärtigen Sozialdemokratie, u. a. La - farque und Gerault-Rich ard (Paris), Van der Velde (Brüssel) und der Schweizer Mans hielten am Grabe Ansprachen. Die Reden waren Nachrufe, wie fte einem verehrten Freunde und alten Führer gewidmet werden hielten sich aber von jedem Kampfton freu Tas gilt sowohl von den schlichten Worten B eb els, wie von denen der ausländischen Sozialdemokraten. Paul Lefargue war der einzige, der mit den Worten: „Adieu, guter Kamerad, adieu, du Vorkämpfer der Internationale" an die üblichen Schlußwendungen sozialdemokratischer Reden erinnerte. Singer schloß mit den Worten: „Sei gegrüßt, Unsterblicher?" , , — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Aender- ung der Postordnung vom 20. März 1900 betr. die Sätze des monatlich zu entrichtenden Preises für da> Abtragen der durch die Post bezogenen Zeitungen und 4 e i t s ch r i f t e n in dem Orts- und Landbestellbezirke. Für das Z e i t u n g s b e st e t l g e l d erfolgt vom 1. Januar 1901 ab folgende Aendening der Postordnung: Für das Abtrag e n der durch die Post bezogenen Zeitungen und Zeitschriften sind im Orts- und Landbestellbezirke für jedes Exemplar monatlich zu entrichten: für Zeitungen, die seltener als wöchentlich einmal bestellt werden, 2 Pfg., die wöchentlich einmal bestellt werden 4 Pfg., zweimal 6, dreimal 8, viermal 10, fünfmal 12, sechs- und siebenmal 14, achtmal 16, neunmal 1«, zehnmal 20, elfmal 22, zwölf- bis vierzehnmal 24, fünfzehnmal 26, sechzehnmal 28, siebzehnmal 30, achtzehn bis einundzwanzigmal 32, für die amtlichen Verordnungsblätter 2 Pfg. Die Bestellung erfolgt so oft, wie Gelegenheit dazu vorhanden ist. . . — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung betreffend das straf gerichtliche Verfahren gegen Militärpersonen der kaiserlichen Schutztruppen nebst den Ausführungsbestimmungen des Reichskanzlers. Milm-Nkißtiimm,. Donnerstag den 16. August d. I., nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause W-tzlarerweg 80 (früher Größer'sche Besitzung) nachverzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert: 1 Sofa, Tische, Stühle, Spiegel, Bilder, 2 vollst. Betten, 2 Kleiderschräuke, 1 Nähmaschine, 1 Kinder- wagen, 1 Kücheuschrauk mit Glasaussatz, Kleider und Weißzeug, Haus- und Küchengeräte. 5475 I. A.: Schneider. Institut von Dr. Kübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Maturitäts-, Fähnrichs- und Einjährig-Frei- willigen-Examen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerfachs und andere Schul-Examina. Für junge Leute, welche tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Abteilungen für Examina oder den kaufmännischen Beruf ausbüden können. v 6469 Beginn des "Winter-Semesters am 24. September. Prospekte durch den Vorsteher: , Dr. Kübel. Arveitrrbewr-ims. Hamburg, 13. August. Heute wurden bet Blohm und Voß wieder 70 Schmiede auSständlo. Die auf dieser Werft für die Fahrten um die Erde im Bau btfindttche Yacht Victorta Luise der Hamburg-Amertka-Linie wird vermutlich wegen der China- wirren erst im Februar fertiggestcllt. Brüssel, 13 August. Die bei den Erdarbeiten am Hafen in Brüssel beschäftigten Arbeiter find in den Ausstand getreten und verlangen Lohnerhöhung, sowie Entlastung der holländischen Arbeiter, denen sie vorwerfen, zu billig zu arbeiten. . Marseille, 13. August. Infolge des AuSstandeS der Herz er ist die Abfahrt der „Melbourne", die nach Shina gehen sollte, ver- schoben worden.________________ ___ Handel und Verkehr. Volkswirtschaft eUtai, 14. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1 00-1.20 Hühnerei., per St. 6—7 A> 2 St. 13—15 Enteneier 2 St. 00—16 4, Gänse» eiet per St. 00-00 A. Käse 1 St. 5-8 A, Käsematte 2 St. 5-6 A, Erbsen per Liter 24 A. Linsen per Liter 34 A. Tauben per Poar X 0.70—0.90, Hühner per St. X 1.00—1.60, Hahnen per Stuck X 0 50—1.00, Enten per St. X 2.00—0.00, Gänse pn Pfund X 0.00-0.00 Ochseufleisch perPfd. 68-74* Kuh-und Mndfletsch per Pfd. 62—64 A Schweinefleisch per Pfd. d0—70 Schweine- fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 L Kalbflci ch per Psd. 64-66 Hammelfleisch ver Pfd. 50-70 A, Kartoffen per 100 gib MO « 6.00 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ltr. X 5.50—6.00, Milch per Liter 16 A• Kirschen per Pfund 12—15 A- die Weggrenzen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis DieuStag den 28. August l.J., vormittags 10 Uhr, im Amtszimmer des Großh. Kreisbauinspektors, woselbst die Beding- ungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Gießen, 11. August 1900. Großh. Kreis amt Gießen. __I- V.. Boeckmann. 5478 Mittwoch btn 15. August I. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Sofas, Kommoden, Kleiderschränke, ovale und viereckige Tische, 1 Konsol, 1 Sekretär, 1 großer Spiegel, 1 vollst. Bett, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 2 Schreibtische, 1 Aquarium, 1 Bauerntischchen, 1 Bücherregal, 1 Ausziehtisch, 1 Linoleumbelag, 2 Hobelbänke, 1 Taschenuhr mit goldener Kette, 1 Bücherschrank, 1 Herren- und 1 Damen-Fahrrad, 1 Schreibpult, 6 Malter Kartoffeln, 1 Faß Sprit, 2 schwere Zugpferde u. a. m. 5463 Geißler, Gerichtsvollzieher. kaufen Sie nur Ueberall erhältlich. ^ften Entrie 50 Pfg. Anfang 8 Uhr. zum Besten hilfsbedürftiger Mufiker der deutsche» Armee usd Marine außgeführt von der 5483 Kapelle »es Grossh. Hess. taf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhele unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Steins Garten. Freitag den 17. August Grosses Extra-Konzert Hygiama Preis Mk. 1.60 und Mk. 2.50. Dezember 1899 Aitanz am 31 MylinS mieten. tober zu vermieten. MylinS. 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Daher Stand der Mitglieder Ende 1899 Steinbach, den 12. August 1900. nährt, kräftigt, ist leicht verdaulich, billig, von angenehmem Cacaogegohmack. mit Badezimmer, Balkon und mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtet, im zweiten Stock, ist wegen Versetzung des Herrn Potzkassier Stroh per 1. Oktober zu verm. (möblierte Zimmer zu vermieten. vJv 4033 Neustadt 14. Neue Kartoffeln prima Ware, versendet 100 Psd. inkl. Sack zu 2 Mk. gegen Nachnahme ab hier (größere Posten billiger) A. J. Kleeblatt, 5470 Geligeustadt (Hessen). (Line kleine Wohnung zu vermieten. 12/ 03323 Wolkengaffe 11. prima Ware, zum Einmachen, sowie Zwiebeln heute Mittwoch zu haben in der Marktlaube Rr. 10. 03332 4778] Ludwigsplatz 8 Parterre- Wohnung im vorderen Hause zum 1. Ok- Eine Pferdedecke bergerweg gefunden. 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Js. zu vermieten. Anfragen unter A. B. 4726 an die Expedition dieses Blattes erbeten._______ Mdkstall Großer Steinweg 5. Aktiva. 1. Warenvorrat 2. Ausstände 8. Mobilien 2998 08 5750.98 56.80 Passiva. JL H 1. Aufgenommene Kapitalien 500.— 2. Geschäftsguthaben der Mitglieder 1260.- 3. Warenschulden 5251.95 4. Reservefond 775.42 5. Reingewinn 1018.49 . 8805.86 8805.86 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während dem Kranksein und bei der Beerdigung unseres lieben Vaters, Grossvaters, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels Herrn Ludwig Neuss sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Hepding für die trostreiche Grabrede, sowie für die zahlreichen Blumenspenden unsern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Grossen-Linden, den 13. August 1900. 5465 31t ucrkuufcii Vermietungen Strlleu=(6e|iid)r Derloren Gefunden verschiedenes Offene Stellen