Ur. 88 Erstes Blatt Sonntag den 15. April 1900 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Atzügspreis viertrtjährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfs,. mit Bringerlol»,: durch die Äbholeftcllen viertetjährl. Mk. 1,90 m*vaNrch 66 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle A»z«ge».BermitNii«gSstellen deS I«» und Auslandes nehinen Anzeigen für den Vießener Anzeiger entgegen. ZeiienprriS: lokal 12 Pfg., a-SwärtS 20 Pfg. Annahme von Anzeige«! zu der nachmittags für den folgenden Tag erfchemendee. Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen fpämstenS «»benbS vorher. Erscheint tLgNch mit Ausnahme deS Moirlutzö. Die Giehoner Mam1lie«bk»tter werden dem Anzeiger im Wechfel mi< „Hess. Landwirt" u. „Blütter für hest. Volkskunde" wbchst. 4 mal bngetegt. Aints- und ZlnzeigeUntt für den Ureis Gieizen. Redaktion, Sxpebitiv» und Druckerei: Kchuk-oahe Ar. 7. Matistreitageu: GieHeurr FamMrnblätter, Der hessische Kaudwirt, DUMer ffir hessische DollrsKnnde. Adreffr für Depeschen: Anzeiger Hietzen. Fernsprecher Nr. 51. Hstern. W. Gießen, 14. April 1900. Das Fest der Auferstehung ist wieder da. Wieder steht der Mensch bewundernd, ja anbetend still vor dem wunderbaren Wirken der gigantischen Kräfte im Schoße der Natur. ES tritt ja alljährlich in die Erscheinung, dieses herrliche Werden, es kommt ja mit Naturnotwendig' Zeit, folgend einem ewigen Gesetze, auf den Winter der Frühling, aber immer erscheint dieser Wechsel dem Menschen «strich gewaltig. Der lebeuschaffende Odem, der die Ra» tur bewegt, erfaßt zur Frühlingszeit auch die Menschen- feele mit milder und doch unwiderstehlicher Kraft, er giebt «auch den Menschen Einblick in den allgemeinen Werde- qwozeß, Hoffnung fängt wieder an zu blühen und „nach des Lebens Quellenbächen", wie der Dichter singt, zieht eS «auch ihn. Auferstehen beginnt in der ganzen Natur; von Auferstehen predigt in lebendiger Sprache jedes leise Keimen auf Busch und Baum, in Flur und Feld. In diese Zeit des Frühlingsschaffens der Natur, in diese Zeit voll Auferstehung alles Lebens fällt das ^kirchliche Auferstehungsfest — Ostern. Lange ehe daS 'Christentum mit seinen Lehren die Welt eroberte, beugten zwar schon die Völker ihren Scheitel demütig vor den göttlichen Kräften, mit denen die Natur aus dem Winter den Frühling schuf, feierten sie das Auferstehen. Auch an heidnischen Altären flammten der Ostara heilige Feuer auf. Aber erst seitdem die christliche Auferstehungsidee die sinnvollen Mysterien des Naturlebens, die seit den Tagen der grauen Vorzeit das Gemüt des Menschen tief andächtig bewegen, in sich ausgenommen und damit in eine höhere Sphäre emporgehoben hat, hat das Osterfest den doppelten Charakter gewonnen, der ihm heute eigentümlich ist und den kein anderes Fest mit ihm teilt. Osterfreude und Frühlingsahnen find unzertrennlich. Die Ost'.rfreuden sind auch in unsere heimische Politik eingezogen. Es ist stille in ihr geworden, und wir könnten von einem Osterfrieden reden, wenn die lex Heinze und das Vieh- und Fleischschaugesetz nicht in Aussicht stünden. Das große Flottengesetz macht der Regierung nicht mehr übergroße Kopfschmerzen, die Erörterungen drehen sich nur darum, welche Steuern im Interesse einer möglichst bequemen Kostendeckung am besten einzuführen seien. Auch die preußische Kanalvorlage, die im Vorjahre die Gemüter so außerordentlich erhitzte, macht heute keinen Anspruch darauf, besonders beachtet zu werden, ja, es ist bereits die Rede davon, dieser Gesetzentwurf, der in der Thronrede mit unbedingter Bestimmtheit angekündigt war, werde in der laufenden Tagung die preußische^Volksvertretung überhaupt nicht mehr beschäftigen, jedenfalls erst nach der Annahme der großen Marinevorlage, und darüber kann wegen der technischen Schwierigkeiten der Kostenaufbringung die Rosenzeit bequem herankommen. Iw Der Maikäfer im April. Humoreske von Max Hirsch feld. Als Redakteur des Schrodaer Wochenblatts saß ich einmal Anfang April in meiner Redaktionsstube uno arbeitete an dem „Briefkasten" der nächsten Kummer, einer Stadt von etwa 5000 Seelen pflegt die Zeitungsredaktion nur selten Zuschriften zu erhalten. Hie und da fragt einmal ein Abonnent, ob seine Kummer in der „Pro- Vinzial-Gewerbe-Lotterie" herausgekommen sei, oder ein Gymnasiast schickt anonym ein Liebesgedicht ein, mit dem Versprechen, seinen Namen zu nennen, sobald das Gedicht im Publikum begeisterte Aufnahme finde — aber diese Zuschriften sind eben nur zur Zeit einer LotterieziehunK oder im Frühling gäng und gäbe. Jedoch das Publikum liest gern im „Briefkasten" Antworten, die es nicht versteht, aus Fragen, die niemand etwas angehen. Diesem Geschmack mußte ich Rechnung tragen. Ich erdichtete aber ohne Gewissensbisse Fragen und Antworten: A. B in & 1) Ja. 2) Vielleicht. 3) Erhalten Sie beim Apotheker. R. in G. Wir werden darauf zurückkommen. Bmstr. S. L. Beachten Sie freundlichst unseren Inseratenteil. r N. N. Sie haben die Wette gewonnen. Die Infanterie 'hat nur weißes oder schwarzes Lederzeug, niemals rotes i»ber grünes. . , , Soweit war ich gekommen, als Mir ein eigentümlicher 'Brief gebracht wurde, umfangreich und dick, aber leicht; -das Couvert war mit Nadeln zerspickt und trug die Auf- DaS Gesetz zur Bekämpfung der Unfittlichkeit, die lex Heinze soll angeblich auf sich beruhen bleiben. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, bleibt abzuwarten; immerhin ist zu hoffen, daß der Sturm, der nach Jahren über Nacht wiederkam und alles finstere Gewölk, das hier und dort am Horizont zerstreut lag, ansammelte und zu einer schwarzen Wolkenmaffe über unseren Häuptern zusammenballte, vorübergehen wird, nach dem er sich in jenen au Erhabenem und Lächerlichem so reichen Reichstagsdebatten ein für allemal ausgetobt hat. Die Verwirklichung der lex Heinze würde das Anschwellen einer reaktionären Hochflut bedeuten, die geeignet wäre, namentlich die deutsche Kunst und das deutsche Ansehen im Auslande um viele Jahrzehnte in der Entwickelung zurückzuschleudern. Es würde der Anfang sein einer Regierung nach den Rezepten der Inquisition. ' Hier ist noch immer ein machtvoller Osterruf, ein kräftiges Klingen der Osterglocken von Nöten, ein thatkräftiges „Auferstehen". Vor das Grab des Erlösers hatte nach der religiösen Ueberlieferung irdischer Fürwitz schwere Felsblöcke gelegt, sie feierlich versiegelt und Wächter der Ordnung davorge- fteöt — dennoch öffnete sich das Grab. So wird auch der Genius der Kunst die Felsen zerbrechen, die menschlicher Aberwitz vor die Thür seines Grabes wälzt. Das ist unser zuversichtlicher Glaube. Politische Tagesschau. Das Vieh- und Fleischfchangesetz kann bei mangelnder Verständigung einen unerfreulichen Zwist zwischen Industrie und Landwirtschaft herbeiführen. Von feiten der ersteren kommt der Ruf: Das Verbot der fremdländischen Fleisch-Einfuhr wird die Nahrungsmittel verteuern, wir haben also Schaden! Aus der Landwirtschaft klingt es wider: Die Industrie hat in letzter Zeit so viel verdient, daß auch die gleichberechtigte Landwirtschaft wohl einmal an sich selbst denken kann. Uebrigens wird die Fleischverteuerung uicht nennenswert sein und lange nicht so ins Gewicht fallen, wie die Preissteigerung für Kohlen. Die Befürchtung, daß namentlich die Vereinigten Staaten von Nordamerika Vergeltungsmaßregeln treffen würden, ist heute schon etwas in den Hintergrund getreten, doch darf sie keineswegs außer Acht gelassen werden. Denn, wie nun, wenn wir einmal mit der nordamerikanischen Union in Handelsstreitigkeiten kommen sollten auch dann, wenn in Sachen der Fleischfrage eine Verständigung erzielt ist? Wir müßten uns dann doch ein wenig seltsam vorkommen. Vergessen dürfen wir keinesfalls, daß die Vereinigten Staaten schon wiederholt uns gegenüber ihre Zölle erhöht und allerlei Schikanen eingeführt haben, ohne daß wir ihnen hierfür auch nur die geringste Veranlassung gegeben hätten. In den Erörterungen über Fleisch-Schaugesetz und Warenhaussteuer ist noch reichlich viel graue Theorie enthalten. Treiben wir keine theoretische Politik, auch keine solche, die schrist: „Muster ohne Wert". Der Brief war mit der Stadtpost aufgegeben. Damals begannen gerade explodierende Attentatspostsendungen eine Rolle zu spielen, weshalb auch mein erster Gedanke war, den Brief in das gefüllte Waschbecken zu werfen. Da ich aber zu eben derselben Zeit in meinet exponierten Stellung als Redakteur des Schrodaer Wachenblattes die Welt für ein Jammerthal hielt, so schien es mir kein großes Uebel, dasselbe zu verlassen. Ja, es schien mir sogar nicht unangenehm und namentlich für meinen Beruf vorteilhaft, auf diese Weise aus dem Leben zu scheiden, indem ich der kollegialen Presse sozusagen als Vermächtnis eine Riesen-Sensations-Nachricht hinterließ. „Das Opfer eines ruchlosen Attentats, dessen Urheberschaft sich in geheimes Dunkel hüllt, wurde unser Kollege usw." In dieser Illusion beinahe schwelgend, schnitt ich entschlossen das Couvert auf, und ein Schächtelchen fiel mir in die Hände. Als ich es öffnete, bemerkte ich einen in Watte gebetteten Maikäfer, um ihn herum einige Choko- ladenstückchen. Unter der Watte aber lag ein Zettel folgenden Inhalts: „Anbei ein Maikeffer als frülingsbohte bitte ihn mit Schukkelade zu fütern bei uns fraß er keine. Eine treue abonendin." Zunächst wandte ich meine Sorge dem Maikäfer zu. Er schien ohne Leben zu sein, wahrscheinlich erfroren. Die sogenannten „Frühlingsboten" sind sowohl als Material für eine Lokalnotiz wie auch als Bindemittel zwischen Redaktion und Abonnenten eine unentbehrliche Einrichtung für große und kleine Zeitungen geworden. Die Menschheit ist durch Elend aller Art mißtrauisch geworden mit dem Kopf durch die Wand will, wohl aber eine praktische, das heißt eine solche, die uns sicheren Nutzen bringt. Kokales. •* Zum Osterfeste. „In mildem Lichte Leuchtet der Lenz; Aus lauen Lüften Lind und lieblich, Wunder webend Er sich wiegt; Ueber Wald und Auen Weht sein Atem, Weit geöffnet Lacht fein Äug'." Wer jemals Richard Wagners „Walküre" gehört und gesehen hat, wird sich stets in leiser Entzückung jener Szene erinnern, in der Sigmund diese Verse singt. Die Thür des Saales, in dem die Uresche ragt, ist plötzlich aufgesprungen. Draußen sieht man die sanft schlummernde, dem Erwachen nahe, herrliche Frühlingsnacht, der Vollmond leuchtet herein; der junge Lenz lacht in den Saal. Es ist ein Bild von wunderbarer Schönheit zu den Klängen herrlichster Musik. So plötzlich, wie sich dieses zauberhafte Bild den Blicken der Zuschauer in jenem sinnbildlichen Tonwerke bietet, so plötzlich pflegt der Lenz zu kommen. Der furchtbare Drache Winter erhält den Todesstoß von dem kühnen Helden, und die jungfräuliche Erde ist aus ihrer langen Verzauberung erlöst. Sie erstrahlt in bräutlichem Schmuck, und Lenz und Erde feiern Hochzeit. In den Festjubel klingen die Oberglocken, die den Gläubigen zur Kirche rufen. „Doch rastlos melden andre, rauhe Klänge Nach andern Zielen größeres Gedränge. Vom nahen Bahnhof eilt im Rasselflug Gefüllt hinaus ins Freie Zug um Zug." In den Ostertagen fällt's eben vielen auf's Herz, daß unseres Gottes Hausrat viel reicher ist, als Ziegel und Schornsteine erscheinen lassen. Darum treibt's uns hinaus in das Sonnenlicht und in den sproffenden Frühling. Und es ist herrlich, in diesen Feiertagen hinauszupilgern in die Natur, zu sehen wie überall das junge Grün sich hervorwagt, wie an allen Bäumen und Sträuchern die Knospen strotzend schwellen und die zarten Blättchen sich hervor- wagen. Und wenn dazu die Sonne golden scheint, der Himmel leuchtet in duftigem Blau, eine milde, laue Luft uns wohlig umschmeichelt, in den Bäumen die Amsel und im Aether droben die Lerche singt, dann wird es einem so froh und so leicht ums Herz. Und selbst wenn Wolken den Himmel umziehen und der Regen auf Feld und Flur nieterträuft, freut man sich dessen. Weiß man doch, daß dieser Regen nur dazu dient, die jungen Saaten schneller hervorzulocken, die frischen Blätter rascher zu entfalten. und zweifelt in jedem Winter aufs neue, daß der Frühling kommen werde. Daher nimmt man mit dem größten Interesse alle Anzeichen wahr, welche auf ein Nahen des Frühlings schließen lassen. Man wird nun begreifen, daß ich dem erfrorenen Maikäfer alle Sorgfalt zuwandte. In meinem Redaktionszimmer hing eine Tafel mit der Aufschrift: „Erste Hilfe bei Unglücksfällen". Es steht da geschrieben, man solle Erfrorene mit Schnee einreioen, und ich hätte dem Maikäfer gern diesen Liebesdienst erwiesen, aber ich konnte nun nirgends anders mehr Schnee erblicken, als auf dem Dache. Ta hinaufklettern wollte ich selbst um den Preis eines Maikäferlebens nicht. Außerdem bin ich nie ein großer Turner gewesen, und der Erfolg war somit zweifelhaft. Ich glaubte meiner Tierschutzpflicht zu genügen, wenn ich ihn in die warme Ofenröhre legte. Dann setzte ich mich wieder an die Arbeit. Frohlockend bemerkte ich, daß ich meinen „Briefkasten" jetzt um einige Zeilen bereichern durfte, welche an einen wirklichen Abonnenten gerichtet waren. Ich schrieb also: „Treue Abonnentin. Wir danken Dir--" Ich hielt inne. Eine Kinderhandschrift und -Orthographie war es ja, aber durfte ich eine treue Abonnentin ohne weiteres duzen? Diese wichtige Angelegenheit durfte nicht übers Knie gebrochen werden, und so that ich, was ich immer thue, wenn ich über ein ernstes Problem nachdenke, ich stand aus, und ging im Zimmer auf und ab. Natürlich führte mein Weg mich an der Ofenröhre vorbei, und wer beschreibt meine Freude, als ich bemerkte, daß der Markafer lebend' g geworden und in der Röhre, die er offenbar für seine „Ostern, Ostern, Fest der Freude!" jauchzt es nah und fern. Wie Weihnachten, ist auch Ostern ein rechtes Familienfest, wie nur wir Deutsche sie zu begehen wiffen. Im Elternhause findet sich im traulichen Verein alles zusammen. Die Schuljugend hat Ferien erhalten und freut sich der ungebundenen Freiheit. Und der junge Soldat ist auf Ofterurlaub nach Hause gekommen und präsentiert sich dem Vater und der Mutter stolz in der blitzenden Extrauniform. Und ist das erst eine Lust, wenn eS auf die Eiersuche geht? Wo ein Gärtchen zur Verfügung steht, da hat der Osterhase hier seine Gaben niedergelegt; wo es fehlt, da ist er ungesehen in die Wohnung geschlüpft und hat sich hier seiner leckeren Bürde entledigt. Und nun suchen Hänschen und Hildchen, Fritzchen und Jlschen um die Wette. Kein Eckchen ist so verborgen, daß nicht große Kinderaugen eS auffinden, kein Winkelchen so heimlich, daß tastende Kinderhändchen in ihm nicht nachspüren. Und sollte doch irgendwie ein Ei der Aufmerksamkeit der Kleinen entgehen, so steht die Mutter ja eng genug mit dem Osterhasen im Bunde, um ihre Lieblinge mit verstohlenem Wink darauf aufmerksam zu machen. Und dann gehtS ans Schmausen! Denn außer den Ostereiern giebts noch Osterkuchen. Und den lassen sich Groß und Klein schmecken, selbst auf die Gefahr einer kleinen Magenverstimmung nach dem Feste hin. Denn auch darin sind wir echte Deutsche: zu einem rechten Feste gehört ein guter Bissen. Und selbstverständlich auch ein guter Trunk! Und an dem läßt mans denn beim Osterausflug auch nicht fehlen. Air deutschen Industrien auf der jlariffr Weltausstellung. Man wird es als recht und billig anerkennen müssen, Laß diejenige Nation, welche die andere zu Gaste ladet, auf der Ausstellung den weitesten Raum einnimmt. Frankreich hat diese Vergünstigung für sich in weitestem Maße in Anspruch genommen, um diejenigen Nationen, die auf industriellen Gebieten vor der Republik während der letzten Jahre einen weiten Vorsprung genommen, wieder einzuholen. Aber die Sachverständigen der einzelnen Industrien werden sich kaum durch die Quantität der ausgestellten Erzeugnisse täuschen lassen, und ihre Aufmerksamkeit nicht nur dem Gastgeber, der das Fest bereitet hat, zuwenden. Es wird ein sehr ernster Wettkampf der Nationen werden, aber wir dürfen sagen, daß das Deutsche Reich nicht den Kürzeren dabei ziehen wird. Die deutschen Industriellen haben im Einverständnis! mit dem Reichskommissar den größten Wert darauf gelegt, ihre Stärke auf Gebieten kund zu thun, auf denen man nicht schon auf der Chicagoer Ausstellung Lorbeern gewann. Denn warum sollte man sich noch einmal als Meister in Künsten präsentieren, in denen man soeben als als solcher anerkannt wurde? Wenn man uns auch den zehnfachen Raum dessen zur Verfügung gestellt hätte,, der --uns tatsächlich zur Verfügung steht, so hätten wir doch nicht Erzeugnisse aller Jndustrieen, in denen wir mit anderen Ländern den Wettkampf aufnehmen können, zu einem anschaulichen Gesaintbild vereinigen können. Das wäre die Aufgabe einer allgemeinen deutschen Industrie- Ausstellung, die wir jedoch vielleicht nie erleben werdens da der Zug der Zeit jetzt dahin gerichtet ist, einzelne Industrien im Gesamtbilde vorzuführen — zumal man gerade in den umfangreichen Ausstellungen auf weit ausgedehnten Terrains am wenigsten Klarheit zu gewinnen verrpag. Jedenfalls dürfte man wohl von den Welt-Ausstellungen in nicht zu langer Zeit ganz abkommen, da auch ein noch so großes Terrain nicht den erforderlichen Raum bieten dürfte. Nun sind aber auch die in Paris vertretenen deutschen Industrien nicht an einem Punkte vereint, sondern sie treten sporadisch, d. h. überall, wo sie mit ähnlichen Erzeugnissen fremder Nationen verglichen werden sollen. Das ist jedoch kein Nachteil für uns, zumal man nicht nur die fertigen Erzeugnisse, sondern auch ihre Entstehung sehen wird, wobei die große Leistungsfähigkeit unserer Maschinen sehr wohl zur Geltung kommen dürfte. Unmittelbar an die große Maschinenhalle des Jahres 1889 stoßen zwei Galerien für die Licht- und Kraftmaschinen. Eine derselben wird die französischen Maschinen dieser Art, die andere die gleichartigen Maschinen! fremder Nationen aufnehmen. Deutschland ist hier durch Kraftmaschinen sehr günstig vertreten, und eine Berliner Firma stellt einen großen Laufkrahn aus, der gegenwärtig zur Montierung der großen Maschinen auf der Ausstellung dient. Er hat eine Spannweite von 2i 6Meter und hebt Winterwohnung hielt, herumkrabbelte. Und jetzt kam es wie eine Inspiration über mich, was ich meiner „treuen Abonnentin" mitzuteilen hatte. Ich schrieb mit diploma- tischer Umgehung der Anrede: „Treue Abonnentin. Der Maikäfer ist glücklich angekommen, er lebt. Chokotade scheint er bei uns auch nicht zu fressen. Wir werden aber die Versuche dieser rationellen Fütterungsmethode fortsetzen". Kaum hatte ich dies hingeschrieben, so kam der jetzt gänzlich wiederhergestellte Maikäfer durch das Zimmer geflogen und setzte sich aüf das soeben Geschriebene, — wahrscheinlich um es durchzulesen. Er hatte nichts dagegen zu erinnern. Dann wandte er sich gleichgiltig ab und unterwarf die Gerätschaften des Schreibtisches einer Besichtigung. Unter den Blumentöpfen, welche auf dem Fensterbrett standen, befanden sich einige, welche bereits neue Sprösslinge zeigten. Der Maikäfer begann diese als be^tMbn, und ich ließ ihn gewähren. — Alles der „treuen Abonnentin" zuliebe, die vermutlich nie- mals einen Pfennig für das Sck)rodaer Wochenblatt gezahlt Zwei Tage später wieder ein Lebenszeichen von ihr Sie schrieb nämlich: * ' „Lieber her rehdachsionär, lebt mein Maikeffer noch ich bin die Mieze von Richters und frist er schon Schukke- lade. nachschrifftt. Die treue Abonendin ist die Mama daß übrige bin aber ich und mein bruder Otto hat mir beis schreiben geholfen wir Habben ihm in unserm Gahrten gefunden." Nun, mit der „Mieze von Richters" brauchte ich nicht Lasten von 25 000 Kilogramm bis zu 12 einhalb Meter Höhe. Nach einer Bestimmung des französischen Ausstellungs- Programms, dürfen, wie Geheimrat Tr. Richter mitteilte, in dieser Maschinenhalle nur die Elektrizitäts-, Kraft- und die Metall- und Holz-Bearbeihungsmaschinen Aufnahme finden, während alle übrigen Maschinen in den industrie- ellerr Fachabteilungen und in räumlichem Zusammenhang mit den fertigen Erzeugnissen aufzustellen sind. Diese von der bisherigen Uebung abweichende Anordnung geht von dem Gedanken aus, die Beschauer möglichst eingehend mit dem Herstellungsprozeß der verschiedenen industriellen Erzeugnisse bekannt zu machen, und so bildend und erzieherisch zu wirken. So anerkennenswert diese Absicht an sich auch ist, wird sie bei der Uebersetzung in die Praxis großen Schwierigkeiten begegnen. Es liegt auf der Hand, daß sehr viele Produzenten den Herstellungsprozeß ihrer Produkte ,im einzelnen gar nicht veranschaulichen können, ohne damit wichtige Fabrikationsgeheimnisse preiszugeben; und andererseits ist die Fabrikation industrieller Erzeugnisse vielfach mit so unangenehmen Begleiterscheinungen, wie Staubentwickelung, Lärm und üblem Geruch verbunden, daß ihre Vorführung sich in einer Ausstellung ohne weiteres verbietet. Die Bestimmung des französischen Ausstellungsprogramms ist aber zwingender Natur, alle Länder müssen sich ihr fügen, und sie hat für uns vielleicht sogar insofern einen Vorteil gehabt, als dadurch möglich wurde, einen insgesamt größeren Platz für die deutsche Maschinen- industrie zu gewinnen, -als es bei Anforderung des Raums in einer ungetrennten Fläche erreichbar gewesen wäre. Nicht ebenso günstig werden wir auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens vertreten sein, obwohl zum mindesten die deutschen Lokomotiven eine internationale Berühmtheit erlangt haben. Diese Abteilung liegt bekanntlich ganz fern vbn dem Weltausstellungsplatze, nämlich im Park von Vincennes, wo die Amerikaner den weitaus größten Teil des verfügbaren Terrains für sich in Anspruch genommen. haben. Man wird zwar einige deutsche Lokomotiven hier finden und in der Sportabteilung des Parkes Automobilen und Fahrräder deutscher Fabrikanten, aber diese Ausstel-i lung wird für Deutschland keine Errungenschaft bedeuten. Wir ziehen es vor, nach dem Marsfelde zurückzukehren. Die große Maschinenhalle des Jahres 1889, dieser große Eisenpalast mit seinen kühn geschwungenen Dachbindern, wird neben einer höchst umfangreichen Nahrungsmittel- Ausstellung der Landwirtschaft den breitesten Raum gewähren. In dieser Abteilung wird deutsches Mastvieh, das sich bekanntlich nicht zu verstecken braucht, sehr stark vertreten sein; auch wird man hier mehr als hundert Pferde aus Schleswig-Holstein, Hannover, Ostpreußen und anderen Provinzen finden. Einen sehr lebhaften Wettkampf mit anderen Nationen, ganz beronders aber mit Frankreich führt die deutsche Textilindustrie. Aber es ist dennoch zweifelhaft, ob sie so recht zur Geltung kommen wird, da wir nur Maschinen und Stoffe vorführen werden, während andere Nationen auch in der Abteilung für Bekleidung mit einer großen Fülle von Objekten auftreten werden. Indessen dürfte die deutsche Seidenindustrie sich große Preise erringen, denn,' sie wird u. a. durch eine Kollektiv-Ausstellung der Chemnitzer Seiden vertreten sein. Ferner werden wir noch aus den Gebieten der chemischen Industrie, der Optik und Feinmechanik, des Buchgewerbes und der Papierindustrie, sowie im Bergbau- und Hüttenwesen bedeutende Leistungen aufweisen können. Es sind nicht sehr viele Klassen, an denen sich Deutschland beteiligt, aber diejenigen Industrien, welche an dem friedlichen Wettkampf teilnehmen, werden mit einer reichen Fülle der vorzüglichsten Erzeugnisse erscheinen. Die Fabrikanten wollen nicht versäumen, bei dieser Gelegenheit kund zu thun, daß immer noch deutsche Waren der verschiedensten Gattungen, insbesondere Tuche, Metall- und Lederwaren, Schmucksachen u. s. w. unter fremder Marke auf den Weltmarkt gelangen, obwohl England und Frankreich bereits Maßnahmen getroffen haben, zu verhindern, daß fremde Waren unter englischer und französischer Marke verkauft werden. So werden z. B. eine Menge deutscher Webstoffe in Paris und Frankreich als englische verkauft; sie sind mit englischen Marken versehen und werden aus England bezogen. Von Paris gehen, wie Fachleute berichten, sehr viele deutsche Waren unter französischer Marke nach Deutschland zurück. Der deutsche Fabrikant hat natürlich den bescheidensten Nutzen davon; um wie viel besser wäre es für das Ansehen und die Entwickelung deutscher Industrien und Gewerbe, wenn alle seine Erzeugnisse unter deutscher Flagge auf den Weltmarkt segelten. viele Umstände zu machen; außerdem waren wir ja bereits, in ein, wenn auch nur schriftliches, freundschaftliches Verhältnis getreten. So entschloß ich mich denn, sie im „Briefkasten" zu duzen. Ich antwortete: „Mieze. Dein Maikäfer lebt noch immer, aber er scheint zu kränkeln. Dir und Deinem Bruder Otto besten Gruß." In der That hatte die Lebensfreude des Käfers nicht lange gedauert. Er flog nur noch wenig umher und kroch trübselig bald in der Ofenröhre, bald aus dem Schreibtische herum. Bei Richters schien meine Antwort aber große Aufregung hervorgerufen zu haben; denn ich erhielt umgehend folgende Zuschrift: „Lieber her reactehr sie müssen ihm recht warm Halten und leberthran soll serr gut sein, auch wurmkuchen unt sialmjak mit lakrizen fast alle stunde ein eßlefel wir grießen Ihn Ahle beide auch serr. Mieze und Otto." Bevor ich darauf abermals antworten konnte, trat eine traurige Katastrophe ein. Ter Maikäfer zeigte nämlich, wenn er den Schreibtisch besuchte, eine besondere Vorliebe für das Tintenfaß, auf dessen Rand er sich setzte, um tiefsinnige Betrachtungen anzustellen. Sobald ich ihn am Rande des schwarzen Abgrundes sitzen sah, nahm ich ihn herunter und setzte ihn auf einen Blumentopf. 2lber als ich einmal in einen schwierigen Leitartikel vertieft war, bemerkte ich ihn zu spät auf dem Tintenfaß, ich hörte nur das „Plumps!" als er hinetnfiel. Mittelst einer Zange } heraus und warf ihn in das Waschbecken. Nactidem er mir gehörig gereinigt schien, trug ich ihn in die Ofenrohre, worauf er mir — wenn ich mich nicht täuschte « „ n stromabwärts von den Repräsentation Pavillons der Nationen ist neben England und den V-> einigten Staaten auch Deutschland ein Terrain überlass'! zur Vorführung seiner Leistungen auf dem Gebiete E^chiffsbau- und Schissahrtswesens. Lier haben die arote deutschen Rhedereien und Werften nach Entwürfen k Baumeisters Georg Thielen in Hamburg einen „Schiff Pavillon" errichtet, der nach Fertigstellung mit' sein r hohen Leuchtturm sehr reizvoll zu werden verspricht Das deutsche Kunstgewerbe findet wie das Kunstn werbe anderer Nationen sein Unterkommen in einer te Hallen der Jnvaliden-Esplanade. Der Rgum ist hier nil zu eng bemessen, sodaß sich dio.schönen Erzeugnisse deutsä-- Kunstfleißes sehr gut präsentieren werden. Wir werd'' hier, zu anmutigen Gruppen vereint, Möbel, Bronin Silberwaren, dekorierte Gläser u. s. w. finden, sowie fefa umfangreiche Kollektionen der Münchener Keramik ur/> der Königlichen Porzellan-Manufakturen. Ein besondere Zugstück dieser Abteilung werden die Innendekoration unb Möbel eines Saales bilden, welchen der Kölner Meistei Pallenberg nach Entwürfen Lechters für 150 000 Mark aus führt, und die später in den Besitz des Kölner Museum- übergehen sollen. Für kirchliche Kunst ist endlich in Forn einer Kapelle ein besonderer Pavillon errichtet; denn ber‘ artige Erzeugnisse vermag man am besten in dem zum. hörigen Rahmen zu beurteilen. Die deutsche Bauindustrie wird am würdigsten burq das deutsche Haus repräsentiert, das schon vielfach ti. schrieben wurde. Es ist am Quai d'Orsay errichtet, wo auo die Pavillons der anderen Staaten erbaut sind. Bekanm. lich war der Entwurf für dieses Haus zum Gegenstand' eines Preisausschreibens gemacht worden, aus welchem Prof. Fr. v. Thiersch und Postbauinspektor Radke als Sieger hcrvorgingen. Der Kaiser hat den Entwurf Radkes zur Ausführung bestimmt, und man wird in diesem Falle der Wahl des Kaisers nur seinen Beifall zollen können, dem das Gebäude trägt wirklich deutschen Charakter. Es war ursprünglich eine große Halle geplant, aber später ergab sich die Notwendigkeit, das deutsche Buchgewerbe und die photographische Ausstellung in diesem Gebäude mit untere zubringen, und da die Objekte dieser Abteilung viel Wans fläche verlangen, so mußte man an Stelle der großen Halle einzelne Säle schaffen. Von den offiziellen Räumen werden am reichsten der Empfangssaal, die Zimmer des Reichs- ko^nmissars und seines Stellvertreters ausgestattet, und zwar nach Vorbildern aus Sanssouci und dem Stadtschloß in Potsdam. Das Gebäude ist in allen wesentlichen Teilen in Holz erbaut und außen und innen mit Drahtgipsputz bekleidet. Ein malerischer Turm, welcher die umstehenden Gebäude überragt, wird den deutschen Besuchern als Wegweiser dienen. Die Fronten werden von Böhland in Mineralfarben bemalt, das Treppenhaus durch ein schönes Glasfenster von Lüthi in Frankfurt a. M. erhellt. Tas Erdgeschoß enthält eine deutsche Weinstube, welche sehr reidi mit schönen Malereien zur Verherrlichung der Gaben des Bacchus geschmückt werden. Ummchtztes. * Die völlige Sonnenfinstern iS am 28. Mar wird in Europa nur aüf der iberischen Halbinsel sichtbar sein. Da der Himmel Ende Mai in den östlichen Provinzen meist klar zu sein pflegt, so wird Hch das Gros der spanischen Beobachter nach Eiche und Santapola begeben. Ebendahin werden auch viele ausländische Gelehrte und Mitglieder astronomischer Vereine strömen. Von England sind 200 — allein von Dublin kommen 150 unter Führung von Sir Howard Grubb —, von Frankreich eben» falls mehrere Hundert, von Deutschland etwa 50 angekündigt, und auch Belgien, Holland, Norwegen, Rußland usw. werden vertreten sein. Es war auch davon die Rede, daß Prinz Ludwig Ferdinand von Baiern dorthin kommen würde. Wahrscheinlich wird vorher eine Gelehrtenversammlung unt.r Vorsitz Lockyers stattfinden, um über die Verteilung btt Arbeit, was Zeit- und Temperaturmessungen, Spektralanalyse der Corona, photographische Aufnahmen usw. anbi« langt, zu beraten.__ Kunst-Ausstellung. aueetellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags nii Ausnahme des Semstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 8 bi 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Ulf ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg< an Bonn- und Feiertagen 20 Pfg. — einen dankbaren Blick zuwarf. Als ich meinen Leitartikel beendigt hatte und nach ihm hinblickte, lag er auf beit Rücken Uchd war tot. Man wird sich (meine. Bestürzung denken können. 3$ empfand nun die ganze Schwere meiner Verantwortung^« vollen Stellung; aber schließlich blieb mir doch nichts anderes übrig, als Mieze und Otto per Briefkasten die Traue anzeige zukommen zu lassen. Darauf ging mir eine Pof- karte dieses Inhalts zu: _ „Geehrter Rehdachsionär. Meine Schwester Mre'-e weint sie Wil ihrem Maikeffer widerhaben ich lachte ikr aus, Mama gab mir eine Ohrfeige. Was soll ich bus mit ihr machen. Otto Richter." Tas Mitgefühl mit der weinenden Mieze und ctt gewisses Schuldbewußtsein gab mir den Gedanken ein, von Konditor einen Maikäfer aus Chokolade zu kaufen uiv denselben „Fräulein Mieze Richter" zu senden, mit den Bemerken, der Maikäfer lebe zwar nicht mehr, aber -i habe nun bei Lebzeiten soviel Chokolade gefressen, daß selbst zu Chokolade geworden sei. . ~ Nachstehendes Dankschreiben beendete die wichtige Koo respondenz. reba$ionef}C Ctt0 $at ihm den Kopfs weh' gebisen und das hat mir so leit getuten das ich auch o- übrichen auffaß wenn sommer is, schicke ich ihnen n viele mehr Maikeffer die kennen sie alle zu Schuttes, werden lassen. _ „ Es grießt und küßt Ich habe die weitere Entwickelung ^cht abgewawl vielleicht setzt mein Nachfolger in Schroda die Jiauafi zücht fort. umHenh SebäM tau al* Bebrüt Wnd in Wen' i ein schönes W echeM. Tas Gi! e, welche Ur it; Mg der Babrn: «Ittt^hen* 9 ÖW LKr .»erbt? $ fe M ioie ZSK 'Lch,' ha irab™, i" fiet w ,6™' Ein ((•: $>toibe!(w te ioo ooo®;, d's Sölner to n|t'» «blich on «Äet-i bQ?iSÜr*r schon viel., kfa) errichtet, y erbaut sind, fo. ?§?um N' worden, au$ pektor Radke ak- 1 .Entwurf Rad' J? diesem ss- 11 zollen fönner en Charakter. (- ant, aber spat« - Buchgewerbe b- :m Gebäude mn j Abteilung viel f- Edergch,. gellen Rauir^ ?;■' e Zimmers ' - -Us antziuiu.. n und deartM nttidjen teilen in ix ürchMD A'f/etiei slerniS am 28, erischrn HMi e Mai in btn ö|Nii so wird 5f tofc! he und Sank’’' e ausländDt'-'!li'. ne ström ;in koma^ * -, von ül *lanb ttna 50 «c 'orwtgen, W^r i davon die M dorthin /?M"iirde, Wrrf IBO6 ?&&2 Elektromotoren elektrisch öetrieöene Keöezeuge 1538 elektrochemische Anlagen elektrische Bahnen Projekte und Jugeuieurbesuch kostenlos. Taptril Hoher Bar-Rabatt, Grosse Auswahl verkauft, 2083 Ernst Bloedner, Skitersweg 6891 für alle hiesigen Schulen 2743 1800 4 Neuenweg 4 Billigste Preise Schnellste Lieferung Süd- Weine Kognak deutsch franz. Nur anerkannt schönste und tadelloseste Ausführung jeder Stückzahl werden fortwährend zu bedeutend herabgesetzten Preisen neuen und guten antiquarischen Exemplaren die neuesteu Muster in größter Auswahl, vorjährige und ältere Muster, sowie Deutsche Weine Champagner Arrak Rum Pianinos von Mk. 400, Wichtig für sparsame Hausfrauen. Fritz MüllersEemseifen-Pulver empfiehlt sich H. Flank, Spezial-Damen« Friseur« Geschäft. NB. Alle Arten Haararbeiten wie Zöpfe, Dreher, Scheitel, Locken rc. werden schön und dauerhaft anqefertigt. 1669 z Grösstes Mötellager Lieferung vollständiger Wohnungseinrichtungen loder Preislage. •m* ♦ < qw < mit Bechtel s Talmiak-Gallseife Wre neu wirb Zeder rätifjin Packeten^zu 20 u. 40 Pfq. bei 1483] Benner & Krumm. mit der Schutzmarke: „Matrose“ ist garantiert unschädlich, äusserst preiswürdig und das bequemste und geeignetste Wasch- und Reinigungsmittel. Die einmalige Benutzung desselben sichert sich dauernde Anwendung von selbst. 7 Preismedaillen -MT Niederlagen bei: Chr. Bieker. Ad. Geisse. W. Kllbinger, Löwendrogerie, h. Kohl ermann II. Wwe., Neustadt. Peter Leppla. Wilh. Montanus. Gehr. Noll. Emil Orblg. C. Both 11. Robert Stuhl. Gust. Walter. 491 Harmoniums von Mk. 90. Flügel empfiehlt zu billigsten Preisen Univ.-Buchhandlung Augws't Frees Ecke Goethestrasse — Seltersweg 53. Schellers preisgekrönter Cognac in 7x, */„ V« Flaschen, pro Fl. Mk. 1.80, 2.40, 3.—, 4.—, 5.—, */, und */< Flaschen verhältnismässig. Niederlage bei: Heinr. Gengnagel, Giessen, Neuen-Bäue 10, 383 Heuchelheimer Konsum - Halle, Inhaber: W. Schmitt, Heuchelheim bei Giessen. Grösstes Bettenlager /X Eiserne Matratzen mit ges. gesch. ver- stellb. Kopfteil, Eisenmöbel. Speeialabteilung fttr VörhfiligCj Teppiche, Möbelstoffe, Linoleum aller Fabrikate u. Qualitäten. Beete Referenien zur gofl. Einsichtnahme. Cognac ärztlich empfohlen in allen Preislagen von Mk. 1,80 an pro Flasche. Niederlage bei 348 Aug. Noll, Gießen, Drogerie zum roten Kreuz. Farben, Lacke, Firnisse Mrkettwachs, Ktahlspähne, pinsel 2341 §karboliueum, insbesondere Fu^bodenaustrichsarben empfiehlt AvLgVist Noll, Drogerie ;um roten Kreuz. Günstige Ratenzahlungsbedingnngen. Freie Lieferung überallhin. 10 jähr. Garantie. Gespielte Instrumente zu allen Preisen von Mk. 60.— an. Pianos und Harmoniums zu vermieten- Reparatur-W erkst&tte, in welcher jede Reparatur an Pianos und Harmoniums aufs beste ausgeführt wird. Aufpolieren von Pianos. Kia vier» timmen im Abonnement und auf Einzelbestellung, Z Wilh. Rudolph, Seltersweg 91. Höchste Auszeichnung. Braubach & Fischer Grösstes Vergnügnngs- a Etablissement am Platze. ZÄ Giessener und Münchener Biere. “s Reingehaltene Weine. Speisen ä la carte zu jeder Tageszeit. Separates Billardzimmer, Für Gesellschaftern werden auf Bestellung Räume reserviert. Arthur Schmidt, Ingenieur, Wöuchevergerstraße 4 CüSS©! Möncheöergerstraße 4. Nertreter der Gksellschaft für elektrische Muftrie, Larlsrche Elektrische Licht- und Kraftanlagen jeder Größe und jeden Systems. Möbelfabrik Gegründet 1358. Permanente Ausstellung /jTH kompletter Muster- ' zimmer in jedem Style, 8 Schaufenster. / y k M V - Patent-Cemeni-Doppelsal^iegel von 1964 Jean Dem & Co. Gemenlrvarenfaörik und Waumalerialienhandlung Wkkmlsge 31. «leasen. A« itn KMöseil 40. Wetter- unb frostbeständige, leichte, billige nnb banerhafte Dachbedeckuugsart. Lieferungen werden in alter, vorzüglicher Ware prompt ausgesührt. Dampftischlerei und Sägewerk fertigt als Spezialität; 7immni41inFAn mit und ohne Futter und Bekleidung nach Mass AlIUIUCnUUL vll in vorzüglicher Ausführung. Auch ha^te einen grossen Vorrat m Tbüren (gangbarste Sorten), Sockeln, FnBe- leißten, Profilleisten aller Art auf Lager. Prompteste Anfertigung aller Bautischlereiarbeiten. Ferner empfehle ich den hiesigen und auswärtigen Schreinereien, Glaserereien etc. meine ausgezeichneten maschinellen Einrichtungen für Säge-, Fraise- un HJo b e I a r b e i t e n. Kostenloses Abholen und Wieder anbringen der Arbeiten. gQ9 Preisliste gratis und franko. __ Anerkannt vorzüglicher Mittagstisch von Mk. 1.80 an. Mittagstisch im Abonnement 1 Mark. 7511 jfc vpity" 1 i Leitern to Eiserne Bettstellen Eiserne Waschti^ Rasenmäher Gartenmöbel Gartengeräte BoUschutewä* Eisschränke. Echt Mskrankenkasse Gießen. ITnlml1* ß|erl Geschäfts-Eröffnung fälebsn^T hme?tf^C Entscheidungen der höchsten Instanzen ent- DR ÄoSSSKe an ÄW* ®Httetlun0, daß ich unterm 9.i S " worden ist, daß alle Hausmädchen der Gastwirte, Bäcker und DU X onntflet Gewerbetreibenden, sobald solche täglich wiederkehrende Land- WM 16 V« Liter Fichen 3 Mk. Jldlttltt* leiftunnen in hpm fttomorHrGu. it.___<1_____.< ___ 24 kleine Flasehrwi s I 11lli ■ ■ ■ I — IIIIII IH II IIPHP■ alUk W■ IWl M schieden sonstiger 24 kleine Flaschen 3 „ GotthflfBöhrle, M-rd-rgersir. 7. Die unter der Marke Hochachtungsvoll 285$ -- gebrannten Qualitäts-Kaffee: f. Ceara-Mischung V2 Ko. Mk. 1.— f. Manilla^ » » Kapok-Matratzen • g Kinder-Bettstellen Seegras-Matratzen. 9 ä _ Spezialität: 2391 J @ Kinder-Betten amd Ersttings-Wäsche. ! 5 1795 Spezialität: Billige Anegaben. 293 L. Kohlermann, Kleichstraßr 12. Wer lesen! Streng reell! 2665 tft Ä Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteü: Hans Beck.' Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Srben) in Gießen. n n n n n M n n n n Emailwaren Nickelwaren Lackierwaren Feine Holzwaren Pa. Stahlwaren Versilberte Essbestecke Emil Horst, Gießen, Zemevtware». und Kuvftstein'Fabrik. Heinrich Hochstätter Tapetengeschäft, Tchloßgasse 19. Das Meßen, bet £ Lieh auSi N Hi ach ZWidich ditichsstrafgrstj diejrn, «■ Ang. Noll II., Bahnhofstr. 51. Bbolf Lerchard, Fraukfrtrstr..64. Haushaltungs- Maschineri Blumentische Petroleum- Kocbapparat Vogelkäfige Sportwagen Srtr,: Jtei Str gitfin > Ijhb unter ben iit nuten mchm Birh, Dd dMhnzrhMw Gießen, M eingestellt witt 1 Tage lang v U Tage nai verlcha, tot! veterinikach zeigt hat. ! bann befreit Heringen Eiere, bic v Warfttag ein ober begleitet dieser demGri Weise ist der $ unb verantwo Rjtottwn, W Patent-Matratzen vieler bewährter Syeteme U Rosshaar-Matratzen j Bettstellen in Holz und Eisen Patent-Bettstellen Reform-Bettstellen empfehlen: £ Vollständige Kücheneinrichtungen * Küchenmöbel Waschmaschinen Waschmangeln Wr ingmaschinen Essig-Essenz von Max Elb, Dresden zur augenblicklichen Selbstbereitung dee besten Speise-Essigs und zuverlässigsten Einmache- Essigs ; empfohlen von den höchsten medizinischen Autoritäten als der gesündeste Essig. In abgeteilten Original- Flaoons zu 10 Literflaschen Essig I Mark. 2455 ä Festragon I Mk. 25 Pf., aux flnes herbes I Mk.50 Pf. KS* Man hüte sich vor Nach-1 ahmungen! In Giessen echt zu haben bei A. & 6. Wallenfels, Ph. Herrmann, Emil Fischbach, Carl Schwaab, Hoff., Wilhelm Haas, Eberhard Metzger. 1.20 1.40 1.60 1.70 1.80, Ernst Challier (Rudolphs Nach!) Glessen. Speelal-Öeechäft für Musikwaren aller Art. Grosse AifwaW, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franke. iftusikalien-Handlung und Leihanstalt Karl Beiz, Tapester n. jlthotahü Wohunug: Werkftätte: Neustädter Thorhaus. Gteiostraße 3S. Dachfalzziegel in vorzüglicher Ware, liefert billigst H. Disque L Co., Mannheim, bekannten und beliebten v Aontagi- ri-s« Ä* ,c,a*lu SS? 1 4 „Der beste Pussbodeiranstrtdi“ «ta n»«5. aus Seines. £>oüti>l beraestrllteS AMtr*qt»n*<*i, weiches ort Woitudleffl ©langt Sablbart av strafet. In Ä —8 Stunden nta« Ab Böden wieder taatpehbar. Bwtn Muft-r uuo wend« wao kch au tze «eüettofte: Gustav Walter, Farbwaren, Gietzeu, MäuSburg 15. Tapeten alle Neuheiten der Saison, von den allerbilligsten bis zu den hochfeWi Qualitäten empfiehlt Ortsgewerbeverein. * lun9etI Saudwerleru zur Begründung ihres i",i^rem Handwerksbetrieb hllfrbedürftig gewmd«ien lMüalieds^^ md!,i9e ^insung und unter g-wiff-n Voraussetzungen, Mitgliedschaft des Vereins, .gute Lehr- und Gesellenzeugnisse, mit giuem werden btSenbene Hellen- oder Meisterprüfung x.) Darlehen gewährt st „k Gesuche find an die Unterzeichneten sowie die Vor- ff“1««“ ein»urei<^n, welche auch zu jeder gewünschten Au», runft gerne bereit find. 249ö Jbs Karatoriom iw N»tkrstühv«gsfs0s des Kkwkrdksenms. Otto Berge». Carl Berg. Louis Petri II. Gust. Gerhardt, Unterzeichneter, welcher das Konservatorium in Souders haufeu mit bestem Erfolg besucht hat und als I. Violinist in der dortigen Hofkapelle unter Leitung des Herrn Professor CarlSchroeder ryatlg war, ertheilt Srövdliihks Svtktticht im Kiolilltziel, ssrnik im Klrnnechirl. Anmeldungen werden in meiner Wohnung, Selterswea 67 entgegen genommen. a ' Gleichzeitig empfehle ich mich zur Mitwirkung bei Konzerten, Kirchenkonzerten u. s. w. als Violin-Solist. «2473 Hochachtungsvoll Ohr« Hütten berff er. NB. Der Unterricht beginnt nach Ostern. D. O. f'n . , _ ' ' 1 '••*•7*- ***ö*»v*, wivumtyicnuc AJUIIUS letstungen in dem Gewerbebetrieb nebm ihren Hausarbeiten zu verrichten haben, dn Kranken-Versicherungrpfltcht unterliegen, ersuchen wir sämt- uche in Betracht kommenden Gewerbetreibenden, ihre Dienstboten, so- weü dies noch nicht geschehen ist, innerhalb 8 Tagen bei unserer Kaffenverwaltung zur Krankenversicherung anzumelden. Beitragszahlung zur sogenannten Klinikskaffe befreit von der An- Meldung nicht. 2740 la Pochmd der örbtaulritaft Gjch>. f- Java- s. Westindisch-^ f. Menado- „ f. Bourbon- „ -st. Mocca. n „ 2.-|2 stnd stets frisch zu haben in Vr, 15 und % Kilo-Paketen. 5601® .. Tas Lü \txx\ Kram bei Meer' „Die aus immer kein daß sie gä Übungen fuhren ist. gedulden, ( dichte über jpätung er denken, daj Entfernung einen Sage jR N Enn tage bei Me Wen es gl chem voller ^ten verbi Ä ^iten Meldung üb louiein vol' dem Londa , . Tie pt näl Swßes Kab benttenen 5 Kolonie, hatten. Adle Borg k°V?g»>ed 3? ent, Sie GineVJ hi« oft b mm« Wüder Schmidt, s"^« Erstes Spezialgeschäft der Haus- u. Küchengerätebranche am Platze __wwir uuu waMaKMWbüUdii । C. Röhr & Co. ? empfiehlt in solider Arbeit zu billigsten Preisen: $ W Weltberühmt! Polardaunen (Gesetzlich geschützt.) Rur 3 Mark Per Pfund. Weltberühmte SpeUalltät ersten Ranges I lieber» trifft an dauernderSSllkraft, Weichheit u Hsüt« varrcit alle anderen Sorten Daunen zu aldcfcti Preisen! In Farbe den Elderdaunen Shnlich I Saranttrt neu l Beste Reinigung! «ollslöndtg gebrauchsfertig! Für bürgert, u. feinste Ausstattung., ebenso für Hd