i*ein 14- Man ct.'. Novität'. Ute. Yimt r "ln Darmstadt Ende 10’/, Uh, abends an der Kasse n 18t ICk 2l n l-Oefeu dekortttt Kt-emMl», !« unb Kamim. te unter ®mnlie 11« eher Feder! I iben will, fordere pel: 138h UKelepitie n. a litter ;egen ehsneht venübel wächenstände petltioiigkelt ett. ja. 1 Liter) Mk 4.-. jene Medaillen. leben Autorität# otheken. .«rtigmM'W U»S'« CM»»’®"“; leo Schatzmarke. rate^Malhausen^ 4SS!9*' f»A, tijtn).___—■—' , «ta< W"*" 6,1 ja»t>ta«9»«" HkLNsB sSSg® ZM GW **£••*> Rr. 6L Mstes Blatt. Donnerstag den 15. März LOG-- Meßmer Anzeiger Henerat-Anzeiger IZczugsprel» vierteljährl. Ml. ZM monatlich 75 Pf§. mit Bringcrlohn; durch die AbholesteNe» viertrljährl. Mk. IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierleljShrt. mit Bestellgeld Alle Anzeigeu-BermlttlungSstellen deS In« und Ausland«- nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auSwartS 20 Pfg. ftlMxrt kägNch ent lufleabmc deS Montags. Dir Stestener ye»iffie6fii(tr tmwr dem Anzeiger tr. Wechfll mit ,Hefi. koadmirt" e. ^Blätter far Heß. Volkskunde" »»chtl 4 mal de'gelegt. «we.ki» Anzeigen zu der nachmittag- für de, >lgmdat Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. «dseßelungm spätesten- abends vorher. Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Ihtetoea, Expeditton und Druckerei: ^chskstraße Ar. 7. 1WWWgF,—™*!gg! Gratisbeilagen: Gießener Familienblütter, Der hessische Kandwirt, Klätler für hessische Volkskunde. ____________ Adreste für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Bekanntmachung. Hetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen. Donnerstag, 29. März b. I. vormittags 9 bis 10 Uhr findet im Bürgermeistereibureau zu Daubringen die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung des 1. Feldes statt. Die Wünsche sind schriftlich — mindestens auf y2 Bogen — einzureichen, vom Grundstückseigentümer zu unterzeichnen und müssen genau angeben, welche alten (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) Grundstücke zusammengelegt werden sollen und in welche Gewann das neue Grundstück gelegt werden soll. Die Beteiligten werden ferner aufgefordert, in ihren Wunschzetteln sich auch darüber za erklären, falls sie anstatt Gelände den Bonitätswert ihrer in die Bahnlinie fallenden Grundstücksabschnitte in bar beanspruchen. Wünsche, welche nicht in dem oben genannten Termin vorgebracht werden, finden keine Berücksichtigung. Zur Orientierung der Beteiligten liegt eine UebersichtS- farte über das 1. Feld sowie ein Verzeichnis der in die Bahnlinie fallenden Grundstücke auf dem BUrgermeisterei- bureau zu Daubringen offen. Friedberg, 12. März 1900. Der Großherzogliche Bereinigungskommissär. Süffert, Regierungsrat. Deutscher Reichstag. 166. Sitzung vom 13. M'ärz. 1 Uhr. Am Bundesratstische-. Staatssekretär Nieberding. Tagesordnung: S. Lesung der lex Heinze. .. , , Abg. 51 o et en (Zentr.) erklärt, soviel er wisse, feien die heule vorliegenden Kompromihanträge des Zentrums und der beiden konservativen Gruppen (Streichung des Arbeitgeberparagraphen, Streichung des erhöhten Schutzalters für noch unbescholtene Mädchen, sowie 36= Milderung des Kunst« und Theaterparagraphen) gleich am Tage nach ihrer Vereinbarung in der Presse bekannt geworden. Nur die redaktionelle Formulierung fei erst später erfolgt. Seine Freunde hätten, der Not gehorchend, um das Ganze zu retten, auf einen großen Teil ihrer Forder- iingen verzichtet. Aus den an ihn gerichteten anonymen Zusendungen, für die er nur Ekel empfinde, ferner aus den Aeußrrungen m Presse und Versammlungen schließt er auf eine Periode sittlichen Niederganges. Weiterhin übt Redner Kritik an der Versammlung im Saale des Hand- werkerverems zu Berlin und an der Philharmonieversammlung, die bekanntlich vereitelt wurde. Dort seien unaufhörlich Hochrufe auf Heinze aasgebracht worden. (Heiterkeit). Das fei doch ein Zeichen, welcher Geist in solchen Versammlungen herrsche. Redner geht nunmehr auf die Machen er Protestverfammlung ein und meint, was da für Ausdrücke gefallen feien, das sehe man schon an dem Ton des Protestes, dessent- halben der Präsident den Protest nach München zurückgeschickt habe. Die Reichstagsmehrheit wolle durchaus die Kunst nicht beengen, sondern eur gegen Schamlosigkeiten und Gemeinheiten vorgehen. (Fürst Hohenlohe betritt den Saal). Angesichts gewisser Feststellungen im Barrison- Prozeß hätten Künstler und Schauspieler vielmehr Anlaß, gegen solche Gemeinheiten und Schamlosigkeiten zu protestieren und die Kunst und Vühne säubern zu helfen, anstatt gegen diejenigen zu protestieren, welche diese Säuberung vornehmen wollten. Abg. Bassermann (nl.) beklagt, daß die Kompromißanträge picht schon früher.öffentlich bekannt geworden seien. Auf jeden Fall hatten seine Freunde es weit eher verstanden, wenn die Regierung ihren Widerspruch gegen den Arbeitgeber - Paragraphen, sowie gegen die Erhöhung des Schutzalters für unbescholtene Mädchen zurückgezogen hätte, und wenn sie statt dessen den Kunst- und Iheaterparagraphen fallen gelassen hätte. Seine Freunde würden jedenfalls, wenn der Kompromiß, wie er jetzt vorgeschlagen, zu stände komme, mit verschwindenden Ausnahmen gegen das ganze Gesetz stimmen. 0b der Wohnungsparagraph zu stände komme, fei schließlich gleichgiltig, denn an den thatsächlichen Verhältnissen werde so oder so nichts ge- hbert. Was den Schutzalter-Paragraphen anlangt, so könne er die gant Staatssekretär bei der 2. Lesung erhobenen Bedenken als zutreffend nicht anerkennen. In Bezug auf den Kunst- und Theater-Paragraphen irre sich der Reichskanzler — bei der von chm den Künstlern erteilten Audienz — doch wohl über die Auslegungsfähigkeit solcher Vorschrfften. Selbst die Museen und die Kunstläden seien doch öffentlich, also jedermann zugängig. Die Mehrzahl seiner Freunde werde den Kunstpara- zraphm ablehnen, ebenso den Theaterparagraphen. Abg. Stockmann (Rp.) vertritt die Kompromihanträge. Der Reichstag kämpfe doch hier nur gegen das „Gemeine". Und waS hätten denn Kunst und Künstler mit dem Gemeinen zu schaffen? Gerade sie sollten sich also der Reichstagsmehrheit anschließen. Weshalb sollten denn auch die Richter nicht geeignet fein, zu beurteilen, ob die Künstler bie richtige Grenze inne gehalten haben? Abg. Beckh (frf. Vp.) wendet sich besonders gegen den Kunst- piragraphen. Derselbe sei ein Faustschlag gegen die deutsche Kunst. Das „Hoch Heinze!" von dem Abg. Roeren gesprochen, sei erfunden. Selbst, wenn die Linke bei diesem Gesetze niedergestimmt werde, hoffe er, daß die Regierung sich es doch noch überlegen werde, ob sie das Selch angesichts einer solchen Volksbewegung annehmen dürfe. (Beifall links.) Abg. Himburg (kons) erklärt sich namens seiner Fraktion kurz Tür den Kompromiß. Abg. Schrader (frf. Bp.) meint, an der Spitze der Protest, leitxgung ständen doch allererste Künstler. Und diesen wage Herr Roeren soquwetfen, daß sie nicht unterrichtet seien (Beifall links). Es seien das Künstler, deren Namen noch lange im deutschen Volke leben würden, wenn der Name Roeren längst vergessen sei. «Lebafter Beifall.) Herr Roeren habe bemängelt, daß sich in jener Versammlung auch Damen befunden hätten. Er, Redner, könne aberffagen, daß dort nichts gesprochen worden sei, was nicht auch Damen hätten hören können. Die Künstler, die sich bisher von Politik fern gehalten, sähen jetzt ein, daß dies hier nur der erste Schritt fei zu einer Bedrohung der geistigen Freiheit. Man wolle hier nur auf geistigem Gebiete dasselbe, was bereits auf wirtschaftlichem Gebiete geschehen sei, nämlich der freien Entwicklung Fesseln anlegen. Abg. Gröber (Zentr.) erwidert dem Vorredner, mit einem Manne, der auch die Herstellung unzüchtiger Bilder freigegeben wissen wolle, könne et Überhaupt nicht reden. Eine Kunst, die der Unzucht dienen solle, verdiene keine Schonung. Redner wendet sich dann namentlich gegen die Münchener Protestversammlung. Zu einer der hiesigen Protestversammlungen habe auch die nationalliberale Fraktion eine Einladung erhalten. Man erzähle sich, sie habe zwar der Einladung nicht stattgegeben, sich aber in ihrem Fraktionszimmer zum Zeichen der Zustimmung zu dem Protest von den Plätzen erhoben (große Heiterkeit). Die niederländischen Sttafgesetzbestimmungen seien noch viel schärfer, auch im italienischen Strafgesetzbuch, sowie hn ungarischen, österreichischen und norwegischen fänden sich weitergehende BestimtNungen. Die Kunst solle frei sein, aber nicht frei von Sitte, sie dürfe nicht frech fein. Die Kunst und die Künstler dürften für sich nicht eine Herrenmoral beanspruchen (lebhafter Beifall). Das müsse die Mehrheit in diesem Hause verhüten' Dafür trage sie die Verantwortung vor dem allmächtigen Gotte (lebh. Beifall im Zentrum und rechts). Abg. Bebel (Soz.) bemerkt, aus dem, was man hier höre, müsse man entnehmen, daß ganz Deutschland in Unmoral versunken sei. Das sei aber eine unbegründete Herabsetzung des Ansehens Deutschlands (Beifall). Wenn die Künstler sich jetzt regten, so könne er sich nur darüber freuen; denn bisher hätten die Künstler immer geglaubt, sie feien eine besondere Welt. An dieser ganzen Sache seien aber auch Damen beteiligt, Damen, die auf den Hofbällen nicht weit genug nach unten ausgeschnitten gehen könnten. Es handle sich hier um die erbärmlichste Heuchelei, die es je gegeben habe. Und gerade den Arbeitgeber- paragraphen lasse man fallen, obwohl gerade die Prostitution und Unsittlichkeit durch nichts mehr gefördert werde, als durch die Mädchen- verführung durch Arbeitgeber. Staatssekretär Nieberding erklärt, was die Kompromiß- Vorschläge anlange, so beschränke sich seine Thätigkett bet diesen Besprechungen aber nur darauf, daß er nach seinen neuerlich ein- geholten Informationen mitgeteilt habe, welche Beschlüsse zweiter L-sung für die Regierung unannehmbar seien. Ferner habe er erklärt, daß die Regteruna aus dem Paragraphen über das Wohnen der Dirnen kckne conditio sine qua non machen würde. Endlich habe er erklärt, daß der Theaterparagraph zweiter Lesung unannehmbar fei. An der wetteren Verhandlung darüber habe er nicht teilgenommen. Bet diesen Kompromißanträgen handle eS sich also nicht um einen Kompromiß mit der Regierung, sondern nur um einen solchen zwischen den Parteien. Wetter bemerkt der Minister dem Abgeordneten Bafserm-nn, daß der Gendarm, der in einer Berliner Kunsthandlung ein Boeckltn'scheS Bild aus dem Schaufenster habe entfernen lassen, keinen Auftrag dazu gehabt habe. Die Erregung der Künstler sei zu bedauern. Angesehene Künstler hätten ihm, dem Minister, Recht gegeben. (Bravo rechts.) Abg. Stöcker (b. k. Fr.) erklärt, auch ihm sei der Arbeitgeberparagraph, sowie der Schutzalterparagraph wichtiger, als das ganze Gesetz. Redner wendet sich weiter lebhaft gegen die Agitation gegen das Gesetz. Der Maßstab, den er an die Sache lege, sei nicht die Künstlermor-l, auch nicht die Zsttungsmoral ober Gelehrtenmoral, sondern die schlichte, christliche, bürgerliche Moral. Wie gebildete, sittlich fühlende Menschen ein Lamento machen könnten, wenn Dinge, die daS Scham- und Stttlichkeitsgefühl gröblich verletzten, vor den Strafrichter gebracht werden sollten, sei ihm unbegreiflich. (Bravo rechts.) Damit schließt die Generaldebatte. Es finden jetzt die Abstimmungen über die Münzgesetz- novelle statt. „ , Die ersten drei Artikel werden fast einstimmig angenommen. Beim Artikel 4 wird der Antrag Arendt in namentlicher Abstimmung mit 161 gegen 61 Stimmen abgelehnt. — Artikel 4 wird in der Fassung des Antrages Herold angenommen, desgleichen in der Kommissionsfassung der Rest des Gesetzes. Morgen 1 Uhr: Speztalberatung der lex Heinze. Schluß nach 6 Uhr. ♦ Born Kriegsschauplatz. Loudon, 13. März. Lord Roberts sandte gestern abend aus Benterselei ein Telegramm, in welchem es heißt, die Engländer fanden bei ihrem Bormarsch auf Blomfontein keinen Widerstand. Die englischen Truppen ständen achtzehn Meilen von Bloemfontein, die Kavallerie sechs Meilen südlicher an der Eisenbahnlinie. Dieselbe habe ihre Stellung in einem schweren Gefechte genommen. 321 englische Soldaten seien verwundet, 60 bis 70 seien tot oder würden vermißt. Oberst Atupbely sei bereits an seinen Wunden gestorben; Leutnant Pratt vom Effexregiment befinde sich auch unter den Verwundeten. Seine Wunden seien ernsthafter, als gewöhnlich, wie cs heißt, eine Folge der Explosivgeschosse, welche die Buren benutzt hätten. — Ein heute morgen von Benterselei von Lord Roberts eingetroffenes Telegramm besagt, daß die Engländer in der Nähe der Bahnstation Bloemfontein zwei die Stadt beherrschende Hügel eingenommen hätten. Unter den Gefangenen befinde sich auch ein Bruder desPräsidentenSteijn. Die nach Norden führende Telegraphenlinie sei zerstört, die Eisenbahnschienen feien ausgerissen. Roberts teilt mit, daß er mit der dritten Kavallerie-Brigade und starken Fußtruppen aufbrechen, und den Rest der Streitkräfte baldigst nachfolgen lassen werde. — Cecil Rhodes beabsichtigt, den in Kimberley Gefallenen ein kostbares Mausoleum zu errichten. — Demselben Blatte geht ein Pariser Telegramm zu, demzufolge der Sekretär des Oranjefreistaates, Fischer, der gestern in Lorenzo Marques eintraf, in Kapstadt mit einem Bevollmächtigten Lord Roberts eine wichtige Unterredung haben werde, von deren Resultat es abhängt, ob er ins britische Hauptquartier-zugelassen werden wird, um Roberts selbst zu sprechen. — Aus Durban wird von gestern nachmittag telegraphiert, daß die Division des Generals Warren sich eingeschifst habe, und daß die Schiffe nun vor Anker lägen uud nur noch die Befehle Lord Roberts erwarteten. Telegramme deS „Gießeuer Auzetger". , London, 14. März. AusKapstadt wird von gestern gemeldet: Oberst Plumer steht in einer Entfernung von nur 20 Meilen von Mafeking, und die Buren ziehen sich zurück. Cecil Rhodes verläßt Kapstadt morgen. In einem Interview über das den Buren bevorstehende Schicksal erklärte Cecil Rhodes, er wisse nicht, was geschehen werde. _ , London, 14. März. Die „Times" veröffentlichen em Telegramm aus Mafeking von Oberst Plumer vom 4. März: Die Thätigkeit auf beiden Seiten beschränkt sich, währeno der letzten Tage auf Vorposten-Gefechte. Der Kanonendonner beginnt jedoch wieder. Ein Creuzot- Geschoß fiel in das Lokal des „Advertiser". Der Redakteur entkam nur auf wunderbare Weise. — Oberst Baden Powell hat den Kommandanten Snymann benachrichtigt, wenn er fortfahre, Eingeborene gegen ihn zu verwenden, so werde er einen Aufruf an die Basutos erlassen und diese auffordern, die Grenze zu überschreiten. London, 14. März. Ein Telegramm aus Storm- b e r g - I u n c t i o n vom 12. ds. berichtet: Wir überraschten den Feind bei Aliwal North, welches befestigt ist. Wir konnten unsere eigene Stellung behaupten. Der Feind hält noch immer die Hügel besetzt, mußte aber sein Lager aufgeben. Wir machten eine Anzahl Gefangene und bemächtigten uns verschiedener Munitionswagen. London, 14. März. In den Wandelgängen der Kammer zirkulierte mit Bestimmtheit das Gerücht von der Entsetzung Mafeking s. London, 14. März. Ein amtliches Telegramm, welches in der letzten Nacht aus Washington hier eingetroffen ist, berietet, daß das amerikanische Staatsdepartement mitteilt, die Vereinigten Staaten hätten niemals den Gedanken gehegt, ihre Vermittelung anzubieten. Sie hätten sich'nur darauf beschränkt, die Mitteilungen, welche die beiden Regierungen sich zu mache« hatten, zu übermitteln. London, 14. März. Aus V e m z y l H i l l wird vom 13. berichtet: Der heutige Tag verlief ruhig. 2000 Buren mit einem Wagenpark sind im Norden des Oranjeflusses gesehen worden. Im Laufe des Tages wurde Gewehrfeuer gegen uns gerichtet. Wir sandten eine Abteilung Schützen zur Avantgarde. London, 14. März. Die „Times" melden aus Mafeking vom 5. März: Die Garnison leidet schwer unter per Last der Belagerung. Es ist nur noch Pferdefleisch vorhanden. Der T Y p h u s fordert zahlreiche Opfer. Madrid, 14. März. Seit Montag ist eine Anzahl englischer Agenten in Spanien, welche Maulesel aufkaufen. ________________ Deutsches Reich. Berlin, 13. März. Der Kaiser traf heute nach- rnittag 1 Uhr 30 Mim, von Bremerhaven kommend, in Bremen ein und fuhr nach einigen Besichtigungen zum Ratskeller, woselbst das Frühstück eingenommen wurde. Um 3 Uhr 30 Min. erfolgte die Abfahrt nach Kiel. Berlin, 13. März. Wie die „Nat.-Ztg." hört, finden Kompromißverhandlungen wegen Abänderung der Fleischbeschau Vorlage bis jetzt nicht statt. Es dürfte in der Angelegenheit vor der Rückkehr des Kaisers nach Berlin, die in den nächsten Tagen erwartet wird, überhaupt nichts entscheidendes geschehen. — In der B u d g e t k o m m i s s i o n des Reichstages wurde heute die am Freitag abgebrochene Beratung der Forderungen für die o st a f r i k a n i s ch e n Bahnen fortgesetzt und nach längerer Diskussion die Forderungen der Regierung, bestehend aus 100 000 Mk. für Vorarbeiten der Zentralbahn und 20 000 Mk. für Telegraphen abgEhnt. Angenommen wurde dagegen ein Antrag ^uUer-Mtoa, nur 20 000 Mk. für Vorarbeiten für tue Telegraphenlmre Dar-es-salam nach Kilossa zu bewilligen. Dre zur Fortsetzung der Usambara-Bahn geforderten 72 000 Mk. wurden sodann ebenfalls bewilligt. Morgen steht der Ttat des Bankenwesens zur Beratung. — Wie die „Volksztg." hört, werden verschiedene Abgeordnete, die von Fraktions wegen den Kompromißantrag unterzeichnet haben, bei der Abstimmung dagegen stimmen. Köln, 13. März. Die hiesige Handelskammer beschloß eine Eingabe an die Regierung, den Flei sch - b e s ch a u g e s e tz e n t w u r s in der von der Reichstagskommission beschlossenen Fassung abzulehnen, und eine Petition an das Abgeordnetenhaus, dem Entwurf, betr. die Warenhaus st euer, seine Zustimmung zu versagen. Frankfurt a. M., 13. März. Ausstellung für Krankenpflege Frankfurt a. M. 1900. Es ist noch wenig bekannt, daß die Ausstellung eine eigene offizielle Ansichtspostkarte auSgegeben hat. Das Bild ist auf die Rückseite der Jubiläumspostkarte mit einer Marke gedruckt. Diese Ansichtspostkarte erhält besonderen Wert, wenn dieselbe auf dem Postamt in der Landwirtschaftlichen Halle aufgegeben wird, da dieses den Stempel „Ausstellung für Krankenpflege" führt. — Der Besuch der Ausstellung ist andauernd ein außerordentlich lebhafter. Der Pächter des Ausstellungsrestaurants veranstaltet am Donnerstag, dem 15. d. M. nachmittags von 3—5 Uhr ein Konzert der Kapelle des 81. Infanterie-Regimentes. Universität Md Hochschule. - , ~ Dr Bergt, Privatdozent an der technischen Hochschule m Dresden, zum a.-o. Profeffor in Greifswald. — Berufe«» Zum Nachfolger des verstorbenen Professors der Philosophie an der Unwersttät Bonn Geh. Rat Neuhäußer, der Professor an der Breslauer Universität Dr. phil Baumker; er soll die Berufung angenommen haben. — Pfarrer Ecke in Bremen als a.-o. Professor der systematischen Theologie an die Unwersttät Königsberg. — An Stelle des verstorbenen Professors Canestrini E. Ficalbi aus Messina als Professor der Naturwissenschaften an die Universität Padua. Er ist Evolutionist und Verfasser eines Traktats über allgemeine Zoologie, sowie von Studien über Mosquitos. — Verschiedene-r Dr. Eduard Buchner, der als Nachfolger Prof. Fleischers die Professur für Chemie an der Berliner landwirt» lchastlichen Hochschule übernommen hat, ist als Privatdozent in den Lehrkörper der Universität in Berlin eingetreten. Vermischtes. * M. Gladbach, 10. März. Auf eigentümliche Weise verschaffte sich der Fabrikarbeiter Schlösser Geld. Vor einigen Tagen begab er sich nach dem Standesamte und meldete dort, daß er wieder einmal glücklicher Vater geworden sei. Auf die Geburtsurkunde des Kindes, dem er den Namen Anua gab, erhob er dann bei der Fabrik- I krankenkasse das Wöchnerinnengeld. Jetzt kam seine Frau nach dem Standesamte und teilte entrüstet mit, sie habe in der Zeitung von der Geburt eines Töchterchens gelesen; so etwas ließe sie sich aber nicht nachsagen; die Mitteilungsei völlig unwahr. Als man daraufhin den „glücklichen Vater" aufsuchen wollte, entdeckte man, daß er mit dem Gelde flüchtig geworden war. Die Anklage gegen ihn wird auf Urkundenfälschung und Betrug lauten. • Cleve, 12. März. Beim Spielen erhängt. Zwei Kinder eines in der Nähe wohnenden Gärtners, ein zehnjähriger Knabe und ein zwölfjähriges Mädchen, spielten im Walde „Aufhängen". Der Knabe machte sich eine Schlinge, legte diese um seinen Hals und befestigte sie dann an einem niedergebogenen Baumstämmchen. Das Mädchen hatte, damit der Knabe den Strick befestigen konnte, das Stämmchen niedergehalten. Als die Kleine | hierauf den jungen Baum losließ, schnellte dieser zurück, so daß der Knabe in der Schlinge mit hochgezogen wurde. Während derselbe hilflos in der Luft schwebte, eilte das erschreckte Mädchen zu den Eltern, um Rettung herbeizuschaffen. Als der Vater jedoch an der Stelle eintraf, fand er den Knaben bereits leblos vor. Er schnitt ihn eiligst ab und stellte Atmungsversuche mit ihm an, mußte jedoch bald zu seinem Schmerze einsehen, daß der Knabe bereits tot war. * Eisenach, 12. März. Dieser Tage hatten sich hier I die Vertreter der Burschenschafter auf den sieben technischen Hochschulen Deutschlands zur Beratung versammelt, wobei I es sich in der Hauptsache um die Gründung eines techni- I schen Burschenschaftsverbandes handelte. Derselbe wurde I denn auch mit Einmütigkeit unter dem Namen „Rüdes- I Heimer Deputierten- Konvent" begründet. * Weimar, 12. März. Zwei hohe chinesische I Würdenträger weilten in unserer Stadt, um dem früheren Gesandten des Deutschen Reiches in Peking, Wirk!. Geheimerat v. Brandt, Exzellenz, einen Besuch abzustatteu. I Heer und Marine. « hat hinsichtlich der Rekrutierung des Heeres 1900 bestimmt: Der späteste Entlaffungstag der Reservisten ist der 29. September 1900. Das Nähere bestimmen die Generalkommando-, für die Fußartillerie die General-Inspektion der Fußartillerie. Bei denjenigen Truppenteilen, die an den Herbstübungen teilnehmen, findet die Entlassung der zur Reserve beurlaubten Mannschaften in der Regel am zweiten, ausnahmsweise am ersten oder dritten Tage nach deren Beendigung oder nach dem Eintreffen in den Standorten statt. Abweichungen hiervon können das Kriegsministerium und in Bezug auf einzelne Mannschaften die Generalkommandos verfügen. Die Oekonomte- Handwerker und die Milüärkrankenwärter sind am 29. September 1909 ru entlassen. Die Einstellung der Rekruten zum Dienst mit der Waffe erfolgt nach näherer Anordnung der Generalkommandos bei der Kavallerie und bei der reitenden Artillerie möglichst bald nach dem 1. Oktober 1900, jedoch grundsätzlich erst nach dem Wiedereintreffen von den Herbstübungen tn den Standorten. Die Rekruten für das Fuß- artillene-Regiment von Hindersin (Pommersches) Nr. 2, für die Unter« offizterschulen, sowie die als Oekonomie-Handwerker und MUttärkranken wärter ausgehobenen Rekruten sind am 2. Oktober 1900 emzustellen. güt die Rekruten aller übrigen Truppenteile setzt das Kriegsministerium den näheren Zeitpunkt der im Laufe deü Monats Oktober 1900 statt findenden Einstellung fest Das Kriegsministerium hat dazu unter anderem angeordnet: Die bei den Infanterie-Truppenteilen zu einer einjährigen aktiven Dienstzeit zur Einstellung gelangenden Bolksschullehrer und Kandidaten des Bolksschulamts gelten als überetatsmäßige Rekruten. Truppenteile, welche sich lediglich durch Freiwillige rekrutieren, dürfen solche auch für die überetatsmäßigen Rekrutenzahlen in Aussicht nehmen. Wegen Vermeidung der Einberufung, der Beförderung und Einstellung der Rekruten am Sonntag wird auf die Verfügung vom 9. Dezember 1895 Bezug genommen. Die Gesamtsumme der zu beantragenden Rekruten zum Dienst mit der Waffe beträgt für ein Infanterie Regiment 861, Jäger-Bataillon 240, Feldartillerie-Regiment fahrende Batterien 281, Fußartillerie-Regiment 533, Train-Bataillon 62 Traingemeine und 124 Trainsoldaten, Kavallerie-Regiment 123, eine Abteilung reitender Artillerie 32 Die neue Militär-Penfiouögtsetzgebung. Die Budgetkommission des Reichstags hat dem Plenum den Bericht über ihre Mteratur. — In der neuesten Nummer der für die moderne Richtung ton« angebenden Halbmonatsschrift „Die Gesellschaft" schreibt der hervorragende Kritiker C. Hans von Weber: Zum Schluffe habe ich - abgesehen von einigen Nichtigkeiten - noch von zwei dramatischen Erstlingswerken zu benchten, die beide als Proben starken Talentes be. zeichnet werden dürfen. Besonders die Tragikomödie „Eine beschränkte Frau" von Julius Baer «Tragik in 3 Akten Dresden, E. Pierson, 1900) lehrt uns eine interessante und sehr ciaen- artige dichterische Persönlichkeit kennen. Die Leitmotive dieses Dramas sind eine echte Herzensgüte und ein tiefer Humor, dessen Ausdrucks mittel oft an Wedekind erinnern ohne ihn nachzuahmen, namentlich in der kühnen Mischung des Grotesken nut dem Tragischen. Lothar Wetael heiratet em reiches, älteres Mädchen, um das Verhältnis mit seiner chm geistig ebenbütlgen Geliebten fortsetzen zu können. Seine „beschränkte" Frau, die tn feiner Liebe die Rettung aus einer freudlosen Jugend et» bückte, geht an der Enttäuschung zu Grunde. Ein verbummelter Studtengenoffe Lothars vertritt die Rolle eines grotesken Chorus Er tst dramatisch entbehrlich, aber litterarisch die Meisterleistung der Dichtung. Dieser Charakter tst lebenswahr und durchaus originell. Seora Engels sollte ihn spielen. Die Figur der Gattin hat der Verfasser etwas zu verschwenderisch in seiner ordentlich zärtlichen Arbeit beschenkt. Ihre Güte streift zuweilen an das unfreiwillig komische, besonders im Verkehr mit dem Dienstmädchen, der allerdings zu einer der schönsten Szenen des Dramas Veranlaffung giebt. Lokales und UrooinMes. •* Jugend von heute. Sämtliche Darmstädter Blätter berichten, daß „Jugend von heute", welches heute abend mit Herrn Willy Loehr vom Darmstädter Hoftheater als Gast für den Theaterverein hier zur Darstellung gelangt, bei der Wiederholung in Darmstadt einen noch weit größeren Erfolg hatte als bei der ersten Aufführung, lieber Herrn Loehrs Leistung als „Hermann" ist die gesamte Presse voll des größten Lobes. ** Einen grausigen Fund machte man gestern im Schwagerschen Hause am Seltersweg. An einer schwer zugänglichen Stelle des Dachgeschosses öffnete man einen dort stehenden alten Holzkasten, in dem sich vollständig mumifizierte Leichenteile befanden. Wahrscheinlich hat früher einmal ein Mediziner im Hause gewohnt, der diese Teile zu Studienzwecken verwendet hatte. Darmstadt, 14. März. 10 Uhr 30 Min. Telephonmeldung. Seine Kgl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht, am 3. März den seither dem Distrikts-Kommando Starckenburg zugeteilten Major Freiherrn Leopold von Normann zu Darmstadt zum Kommandeur des Gendarmerie-Distrikts : Oberhessen in Gießen mit Wirkung vom 1. März zu j ernennen. — Durch Entschließung Gr. Ministeriums der Justiz wurde der Gerichts-Accessist Heinrich Gteßner aus Echzell zum Gerichts-Assessor ernannt. — Die in verschiedenen Blättern verbreitete Nachricht von der Einberufung der Kammer auf den 21. März ist als verfrüht zu bezeichnen, da die Ausschußberichte bis dahin nicht fertig gestellt sind. — Heute abend sindet im Saale der Oper eine von dem I Journalisten- und Schriftstellerverein einberufene große I Protest-Versammlung gegen die lex Heinze statt. (--) Darmstadt, 13. März. Am verflossenen Montag sand im weißen Saale der Stadt Pfungstadt eine von hier I und auswärts sehr zahlreich besuchte Gastwirte-Ver - I sammlu n g statt, in welcher Herr Direktor R'einemer I einen Vortrag über die Bestrebungen des Bundes Deutscher I Gastwirte und die Bundessterbekasse hielt. Die Versamm- | lung wurde von Herrn Stadtverordneten C. Ph. Müller I dem Vorsitzenden des Vereins eröffnet und geleitet; der- I felben wohnte u. a. auch Herr Landtagsabgeordneter Reg.- I 7 °,a £ bei- x5U ca zweistündiger Rede verstand es der I Merent, den Anwesenden die eingehendste Kenntnis über I des Wirtsgewerbes zu geben, insbeson- I l-nb ^lHraiche, Flaschenbierhandel, Kon- I Absswnsfrage, Feierabendstunde, Fachschule, Stellen - Ver- ! Mittelungswesen, Automaten, Tanz- und Klavierftemvel I Spar- und Darlehnskassen u. s. w. Redner schilp eingebend die am 1. Januar d. Js. in Kraft getretenen Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches und^des Han- delsgefetzes, besonders, owett diese das S^oteb und Gast- I Wirtsgewerbe betreffen, hierbei auf die große, dem Gewerbe auferlegte Haftpflicht und die Buchführung im Gast- Wirtschaftsbetrieb näher eingehend. In dem zweiten Teil des Vortrags wies Rednex auf die so weit verbreitete I Sterbekasse des Bundes deutscher Gast wirte I hin, welche jetzt mehr als eine Million Mark au Witwen I und Waisen ausbezahlte, ein Versicherungskapital von über I 800 000 000, einen Jahresumsatz von mehr als 80^0)0 Mk I waren Lu Hm Huan, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister des Kaisers von China, uud Kmgmthat, Legationssekretär bei der Kaiser!, chinesischen Gesandtschaft tij Berlin. An der zu Ehren der Gäste ver. anstalteten echt chinesischen Abendtafel nahmen auch der Großherzsg mit seinem Adjutanten, und Damen, sowie der Kontgl. sächsische außerordentliche Gesandte Frhr. v. Reitzen« stein nebst Gemahlin Teil. Legationsrat Kinginthai hatte seinen chinesischen Koch mit nach hier gebracht, der das Mahl, das nach chinesischer Sitte eingenommen wurde, bereitet gatte. Das Haus des Geheimrats v. Brand war nach chinesischer Weise geschmückt. * Leipzig, 13. März. Fridtjof Nansen stattete heute vormittag der Firma F. A. BrockhauS, welche die deutsche Ausgabe des Werkes „In Nacht und Eis'> gedruckt und verlegt hat, einen Besuch ab. Das versammelte Ge. schäftspersonal empfing den berühmten Forscher mit einem begeisterten Hoch, wofür Nansen mit freundlichen Worten Verklagte Künstlerinnen. Aus Paris wird berichtet: Französische und exotische Künstlerinnen machen gegenwärtig der französischen Justiz viel zu schaffen. Ueber oie grimmige Fehde, die die unbegreiflicherweise noch immer schon gesagte Otero mit ihrer Schneiderin auszu- l^chlbn hatte, ist schon berichtet worden. Jetzt sind das wirklich schone Fräulein Sorel vom Odeon, welches ftelir ganre s letzte Lebensstunden verschönt haben soll, und ba« « 7ei!Lbrr herrlichen Sarah, die auch in Deutschland be rannte Rosa Bruck vom Vaudeville, von ihren Lieferanten vor den Kadi zitiert worden. Fräulein Sorel weigert sich, ihrem Weinlieferanten eine Rechnung über 17 300 Francs Zu bezahlen Die Prachtnummern der Rechnung sind meh- rere Dutzend Flaschen „Haut-Brion" zu 100 Francs für die F asche, em Preis, der der Tafel der trefflichen Künstlerin Ehre macht. Bei Rosa Bruck handelt es sich um Pferde. Ein „Freund" hat ihr in einer generösen Laune ein Paar Rappen geschenkt; er vergaß aber leider — wie das schon vorkommen soll — die Pferde zu bezahlen, und nun hat £>er ungalante Pferdehändler, dem die Tiere gehörten, die prächtigen Rappen in Rosa's Marstall pfänden lassen, und die .Künstlerin auf Zahlung von 3500 Francs verklagt. I und einen in ersten Hypotheken und deutschen Wertpapieren I angelegten Reservefond von ca. 560 000 Mark aufweist. I besonderen Vorzüge dieses schönen und segensreich I Sir*eI/en Instituts veranlaßten auch heute wieder eine I Anzahl Neubeitritte. Gerade hier im Stadt- und Landkreis I -Darmstadt f)at diese Kasse schon sehr wohlthätig in vielen I Familien gewirkt, indem hier fast alle Gastwirte mit ihren I grauen diesem Institute angehören und so bei Sterbefällen I Zehntausende von Mark an die Hinterbliebenen ausbezahlt I konnten. Herr Regierungsrat Noack dankte für I oie Einladung zur heutigen Versammlung und dem Re- I serenteu für seinen ausführlichen belehrenden Vortrag. I ^5,.Gastwirtsverbindungen seien ja das glänzende Beispiel I dafür, daß „Einigkeit start macht".' und ständen als Muster I ^..^orbildlich für andere gewerbliche Vereinigungen da. Mochte die Vereinigung fortfahren, recht viel gutes zu I schaffen. Diese Worte wurden mit allgemeinem Beifall I ausgenommen. Die Versammlung wurde vom Vorsitzenden I imt D-ank an den Referenten durch Erheben von den Sitzen I um 7 Uhr geschlossen. Der Verein und die Bundessterbe- ; taffe hat durch diese Versammlung wieder einen namhaften I Zuwachs zu verzeichnen. a 0 Darmstadt, 13. März. Der Großherzogliche I Kammerherr, Oberstallmeister Major MoritzFreiherr vonRiedesel zu Eisenbach ist heute im Auftrage der Grotzherzoglichen Familie nach Kiel ab gereist, um der am 15. d. M. in Kiel stattfindenden Taufe des jüngsten Sproßlings des Prinzen Heinrich von Preußen beizuwohnen, und wird am 16. wieder hierher zurückkehren. I Darmstadt, 13. März. Der Acceß der Ju- risten an den Landgerichten soll, wie aus guter I UueHe verlautet, für die Zukunft eine besondere Regelung I ! erfahren. Es ist in Aussicht genommen, die Zahl der zu- I zulastenden Herren einer gewissen Beschränkung zu unter- I werfen, sodaß gleichzeitig am Landgericht Gießen nur 6, I am£anbgerid}t Mainz nur 8 und am Landgericht Darrn- t nur 12 Gerichtsaccessisten beschäftigt werden können. I "^ie Gesuche um Zulassung sind nach bestimmten Richtungen I äu prüfen. Abgesehen von dem Zeitpunkte des bestandenen Fakultatsexamens soll die Zugehörigkeit des Gesuchstellers I zu der Provinz des gewählten Landgerichts geprüft werden. I Genügen mehrere Gesuchsteller dieser Anforderuiiq, so soll der den Vorrang haben, dessen Prüfungszeugnis die beste Note aufroeift; bei gleicher Note entscheidet das Alter. Diese I Grundsätze bedeuten, ganz allgemein betrachtet, eine Erschwerung und Verlängerung des Vorbereitungsdienstes; itc durften ihren natürlichen Grund in dem immer mehr I Oberhand nehmenden Zudrang zum Studium der Rechts- I wistenfchast und der Unmöglichkeit haben, die Herren in I wünschenswerter Weise bei ihrer großen Zahl an den Landgerichten zu beschäftigen. Wahrscheinlich will man auch eine gleichmäßigere und entsprechendere Verteilung der Herren an die verschiedenen Landgerichte bezwecken, denn die Residenz Darmstadt scheint viele Herren der anderen Provinzen angezogen zu haben. Ausland. Wien, 13. März. In der heutigen Parlamentssitzung kam es bei der Debatte über den Bergarbeiterstreik tuegen einer Aeußerung des sozialistischen Abgeordneten Dascynski, es sei bedauerlich, daß sich Mitglieder des Kaiserhauses in Gesellschaft von Raubrittern, wie des Grafen Larisch, Rothschild und Guthmann, befänden, wiederholt zu argen Skandalszenen zwischen Deutsch-Nationalen einerseits und den Christlich-Sozialen andererseits. Der Präsident mußte den Abgeordneten Dascynski, Resel und einem sozialistischen Abgeordneten einen Ordnungsruf erteilen. Wien, 13. März. Das Abgeordnetenhaus nahm das Rekrut en gesetz in zweiter und dritter Lesung an, ohne irgend welche Aenderungen vorzunehmen. Budapest, 13. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses warf der auf der Gallerte befindliche Schriftsetzer Lippert Flugblätter unter die Abgeordneten, in welchen die ungarischen Abgeordneten auf- aefordert werden, sich mit den Buren zu vereinigen und den verfolgten Buren zu Hilfe zu eilen. Der Schriftsetzer I ■ sthemt geistesgestört zu sein; er wurde von der Polizei entfernt. Lemberg, 13. März. Nachdem gestern mittag die Lemberger polytechnische Hochschule durch den Rektor ge- schloffen war, ließen die Studenten an den Mauern uni) Thureii des Hochschulgebäudes einen Aufruf anschlaqeu, wvrm sie sich solidarisch erklärten, den Urheber der 'De- monstration gegen den Professor Thullie den akademischen Behörden nicht zu nennen. Die Studenten werden ausge- I fordert, alle Mittel zur Entfernung Thullies von der Hoch- I schule aufzubieten. Sofia, 13. März. Hier zirkuliert das Gerücht, Ruß- I land habe beschlossen, einen Finanzdelegierten nach I Bulgarien zu senden, um die Geldbeschaffung für das I notleidende Fürstentum in die Hand zu nehmen. Konstantinopel, 13. März. Die Tochter des I Sultans, Hadedza, ist mit dem Dichter Niedjar und in I Begleitung der Tochter Osman Paschas, Riza, ent» I flohen. Der Sultan ist über die Flucht tief erschüttert. I •«5,8”' unb *“Ä»* vni £ WttÄ ti i ti«r 1 Mündig« QL steigenj M unffingt(egen J1 „chMtM Inferenz ... xjj MlttdntliiihauS t Huf chtlM Schichten MMr und Ctntlenvrn tzarmaur, 14. J g-nbamtn ist geRrm ha Gtreilenben |U verhüten .hindeni. I § ^atniftab ivirb hecke, MM llage aegen die schm io t au« 01 1 beitraft, wegen vo i ihrer tyat geftänb M Offetchach a. M i uneheliches Kind g indem sie dasselbe i legte; ihr Verbrechei . p.eit wurde sie in f jschaff vertritt £bet ööiger ist Dr. (f L längere ßeit in Sch rrfannten bie Wngell t nb mürbe biefeibe ba llMände zu drei Ich «cke tlckersuchungsha :Stnvurgerichtsverhan! rocendet. - (Unsere ge . 3"*e$anl ■jioienhmtm- m Gsi WIN ausgetreten ließen, den 1 Gew> Gemäß A weitere 30 N April b, Mont° "n Kx sä* •• '' HtlT'» sSas “’t« S "■ Stite 6 9t« Ä rofte‘ N D-, h.,,„ ' 9(bri’ « Sot fc'M ' Mftj 3 Mti || Viel in t*' r11 pSjÄJ Ä?«* LZK M '»U7Ä ÄMifcme“ J ™ W« Vir b? V' R um qjierk rojen Saune ein Kx ' wie das^i und mm re5er.e gehörten, k [ Pfanben (affen, it ^Francs verklag ichslhÄr. d°Mt an btt ttte- i ©relfgwalb. krstorbenm tyoftforl lt?*k Ar Mr mhr; ttlolte&rofimg men nö u fttftffn bet NM - in 6klt WH m XW oli TMtjitlt (« ift ib« a^ramt Joohgie, ner, bet atz W,lp n brr Berliner lanboirt> als fywtboimi in ba ■ motom M'Mz los ich alt" idjreibt b«{«. t: Zum Schlüße hiie is i, von zwei btamW toben statten ZalettW b agüomöbit ,6ine h r (Tragif. In 3 fe treflante unb sehr tue Leitmotive bieses Drirs' mor, beffen Suibn.! chzuahmen, mrottntftö o ltazischen. Lothar Teioel S^illni« mit seiner N neu Seine .Micke" met iuMim W* tx* inbe. A wbummtUt! es gtMmtiRi. 6 e Meisterleistun; b» J« durchaus origineU. S^; tin hat berSttfafjeteW! hen Arbeit bescheck. ? ische, besonders im 8er*- einet bet schönsten 6l” M. tutietunR^X ä"5I Ä-& ’S Ä*"? o am v- gjn )um »ti t« * "■*Ä * ■iS*»; werter u {jmuF1 MLK? eÄ»i sKs zahle» "’/SW'J ^ir** !>8' zum Etat über den allgemeinen Pensionsfonds ;tbermttte[t vn der Beratung des allgemeinen Pensionsfonds m der Komm,sfion bat Kriegsminister v. Goßler eine Erklärung ^fleflebett über die in Aussicht genommene neue Pensiousgesetzgebung. 3M bem Kommrsfivns- b-richte lautete diese Erklärung wie folgt: Ich habe schon früher meme Ansicht dahin zu erkennen gegeben, daß ich die Se.Senwärttge Mtl rtar. Pensionsgesetzgebung nicht mehr für le^^n^.Ue' durch die mehrfachen Novellen, welche zu dem Grimdgesetz von 1871 ergangen sind, verwickelt und unklar geworden sie enthält Ungleichheiten und Härten; letztere sind auch zum Tetl in der über- reichten Denkschrift offen -um Ausdruck gebracht Dle Ungleichheiten und Härten durch weitere Novellen zu beseitigen, halte tch für ausgeschloffen Itfi habe daher neue Gesetze auf neuer Grundlage entwerfen taffen die Mannschaftsversorgung unter Anlehnung an d,e bürgerliche Unfallaesetzgebung. Die Arbeit, die wegen deS Umfanges der Materie und der vielfachen Beziehungen derselben zu anderen Rechtsverhältnissen mmerhin schwierig ist, hat nur langsam vorschreiten können. Jetzt sind orei Entwürfe, einer für Offiziere, einer für Mannschaften, einer für Kriegshinterbliebene, vom Kriegsministerium fertiggestellt-, dieselben müssen nun den Mündigen Stellen des Reiches zur Prüfung zugef'ihtt werden, zumal da die in Aussicht genommenen neuen Bestimmungen nicht unerhebliche Steigerung der Ausgaben zur Folge haben würden. Ich werde mir angelegen sein lassen, die Weiterentwickelung der neuen Gesetzgebung nach Möglichkeit zu fördern. _______________________ Arbeiterbewegung. Brüx, 13. März. Heute vormittag fanden ernste Straßendemoustrattonen seitens der Steeikenden statt. Die Polizei wurde mit Steinen zurückgetrieben, und die Verhaftung der Rädels- führer mit Gewalt vereitelt. Beim Erscheinen des Militärs zogen sich die Demonstranten zurück. Trplitz, 18. März. Das Streikkomitee verwarf in einer heute nacht abgehaltenen Konferenz die Vorschläge der Werksbesitzer und richtete an das Abgeordnetenhaus ein Telegramm, in welchem der Sachverhalt bargelegt und behauptet wird, daß die Streikenden von den Werks- besttzern in eine Falle gelockt worden seien. Die Situation ist Hochernst. Ans einzelnen Schächten soll es bereits zu Zusammenstößen zwischen Militär und Streikenden gekommen fein. Telegramme des »Gießener Anzeiger*. Carmanx, 14. März. Eine Verstärkung von 60 berittenen K.ndarmen ist gestern hier eingetroffen, um etwaige Kundgebungen der Streikenden zu verhüten und Angriffe gegen Arbeitswillige zu verhindern. Gerichtssaal. § Darmstadt, 13. März. Vor dem Schwurgericht lurrb heute, Mittwoch, in nichtöffentlicher Sitzung die An- ilage gegen die 21jährige Dienstmagd Lina Gold- f d) m i o t aus Ober-Seemen, Kreis Schotten, ledig, unbestraft, wegen vorsätzlicher Kindestötung verhandelt. Die ihrer That geständige Angeklagte hat am 14. Oktober v. I. jU Offenbach a. M., wo sie damals in Diensten stand, ein uneheliches Kind geboren und alsbald vorsätzlich getötet, indem sie dasselbe in der Nähe von Hanau im Walde hin- b'gte; ihr Verbreclsen wurde jedoch ermittelt und vor einiger sleit wurde sie in §aft genommen. — Die Staatsanwaltschaft vertritt Oberstaatsanwalt Dr. Praetvrius, Verteidiger ist Dr. E. E. Hoffmann. Die Verhandlung dürfte längere Zeit in Anspruch nehmen. — Die Geschworenen erkannten die Angeklagte der Kindestötung für schuldig, und wurde dieselbe daraufhin unter Annahme mildernder Umstände zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Zwei Monate Untersuchungshaft kommen in Anrechnung. — Die Äisiourgerichtsverhandlungen für Starkenburg find damit beendet. — (Unsere gestrige Mitteilung, daß in der Strafsache gegen Bogel und Genossen von Gernsheim wegen Sittlichkeitsverbrechen die Staatsunwaltschaft Revision beim Reichsgerichte angemeldet haben soll, wird uns heute als richtig bestätigt.) Wöchentliche Übersicht der Todesfälle in Gießen. 10. Woche vom 4. März bis 10. März 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mmm Militär.) Sterblichkeitsziffer: 25,16»/«», nach Abzug der Ortsftemden 16,77«/«. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2 —15. Jahr: Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Lungenschwindsucht Gehirnhauttuberkulosi 2 (1) • 2 2 (1) 1 — 1 Lungenentzündung 1 1 — — Influenza 1 1 — — Schlagfluß 2 2 — — Leberkrebs 1 (1) 1 (1) — —— Merenentzundung 1 CO 1 (1) — — Blutfleckenkrankheit 1 (1) — — 1 (1) Lebensschwäche 1 — 1 — Summa: 12 (4) 9 (3) 1 2 (1) Aemste Meldungen Depesche» deö Bureau .Herold'. , Berlin, 14. März. In der gestrigen Abendfitzung deS AbgeordnetensauseS wurden fünf von den geforderten sechs KreiS-Schulinspektorstellen mit 178 gegen 104 Stimmen wieder gestrichen. Heute wird der Kultus- Etat weiterberaten. Wien, 14. März. Der Ministerpräsident Körber richtete an die Präsidenten beider Häuser des Reichsrats eine Zuschrift, worin um baldige Vornahme der Delegationswahlen gebeten wird. Salzburg, 14. März. Der Redakteur Freisinger vom Salzburger Tageblatt, welcher durch seine Veröffentlichungen der Soldaten-Miß Handlung en bekannt ist, wurde vom Schwurgericht freigesprochen. Brussel, 14. März. Der aus Frankreich verbannte Abgeordnete Habert ist über Genua nach San Sebastian abgereift, wo er mit seinem LeidenSgenossen Dörouläde längeren Aufenthalt nehmen wird. Konstantinopel, 14. März. Nach Meldungen aus Odesia werden dort neue 25,000 Mann ausgerüstet, welche zunächst an die afghanische Grenze abgehen sollen. Lex Heinze Berlin, 14. März. Gegen die lex Heinze, insbesondere gegen die §§ 184 und 184 a, wendet sich die Vereinigung der chromo-lithographischen Anstalten in einer Eingabe an den Reichstag. In der Petition wird insbesondere darauf hingewiesen, daß die deutsche chromo-lithographische Industrie zu einem erheblichen Teile eine Export- Industrie ist, und für sie schwere wirtschaftliche Gefahren entstehen, wenn sie den Bestimmungen der lex Heinze unter" worfen wird. Berlin, 14. März. Die oberbayrische Handelsund Gewerbekammer gedenkt auch gegen die Lex Heinze vom Standpunkte des Buch und Kunstdruckes zu protestieren. Dresden, 14. März. Der akademische Rat der Königlichen Kunst-Akademie beschloß einstimmig, die Regierung zu ersuchen, sie möge im Bundesrat gegen den sogenannten Kunst-Paragraphen der lex Heinze Stellung nehmen und keiner die Freiheit künstlerischen Schaffens gefährdenden Fassung zustimmen. Eifenbahuuuglülk. Bebra, 14. März. Der Leipziger Schnellzug stieß infolge falscher Weichen ft ellung vor Bebra in voller Fahrt auf einen Güterzug. Der Lokomotivführer besaß noch die Geistesgegenwart, stark zu bremsen. Die Lokomotive, der Post- und mehrere Personenwagen sind zertrümmert, zahlreiche Passagiere verletzt. Der mit dem Zug fahrende Postbeamte ist seinen Verletzungen bereits erlegen. Für den Lokomotivführer wurde von den Passagieren eine Sammlung veranstaltet, die eine ziemlich bedeutende Summe ergab. Autieuglifche Kuudgebuoge«. Paris, 14. März. Wie nunmehr aus halbamtlicher Quelle verlautet, hatte der englische Botschafter in Paris, Monson, von seiner Regierung Befehl erhalten, Paris zu verlassen, um gegen die anti-englischen Kundgebungen in Bordeaux zu protestieren. Auch die Königin hatte ihre Zustimmung hierzu gegeben. Nur die sofortige Entschuldigung seitens der französischen Regierung veranlaßte Salisbury, von einer Protestkundgebung Abstand zu nehmen. Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauer* briefen and Danksagungskarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. UW LL2 WW Kirchenplatz II. — Herrenkonfektion. — Seidenstoffe, Sammte und Velvets kaust tobt Pa«- en kt8<« «• $rrrt«tvrrtijrö»n birtkt vo« von Elten & Keussen Krefeld. Ma» »crL unser IDiaRttfettimad. Bekanntmachung. In unserem Handelsregister wurde bezüglich der Firma „Gebrüder Rosenbaum" zu Gießen gewahrt, daß Liebmann Bär von da aus der Gesellschaft ausgetreten ist. Gießen, den 13. März 1900. 1971 ___Großherzogliches Amtsgericht._______________________ Gewerbebank Lollar Aktien-KeseLschast. Gemäß Auffichtsratsbeschluß rufen wir hiermit Weitere 30 Prozent des Aktien kapitals auf den Ä. April d. I. ein. Die Zahlung hat in dem Geschäftslokale unserer Gesellschaft unter Vorlage der Jnterimsscheine z« erfolge«. Lollar, den 13. März 1900. irr Der Vorstand» Gesellschaft für Erb- iini MKerKaadc. Montag den 19. März, S1/« Uhr, im Kötel Kroßherzog von Kessen (Steiner Saat): Kleine Sitzung. Aerr Professor Dr» W» Sievers; im? 1. Neuere Vorgänge auf dem Gebiete der Geographie. ___________2. Vorlage neuer geographischer Litteratur.________ Katent-Cement-DoppelsalWegel von 1964 Jean Dern & Co. KemeniwarenfaöriK und Naumateriakienöandlung Wtstsolsge 31. Giessen. Au de« Klchrrhöfeu 40. Wetter- und frostbeständige, leichte, billige «ud dauerhafte Dachbedeckuugsart. Lieferungen werden in alter, vorzüglicher Ware prompt ausgeführt. Kerpachtmig von Gruvbstüchkv. Dienstag den 20. März, «achm. 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Georg Brömer Eheleuten in Gießen gehörigen Grundstücke auf 5 Jahre verpachtet werden und zwar: Flur 28 Nr. 180—1300 grn Acker zwischen dem Sandkauter und Erdkauterweg, Flur 28 Nr. 181 — 1300 grn Acker daselbst, Flur 28 Nr. 182 — 2750 grnAcker daselbst, Flur 42 Nr. 32 und 33 — 1119 qm Acker auf dem Sandfeld, Flur 3 Nr. 183 — 1469 qm Acker auf den Krofdorser Weg, Flur 3 Nr. 184 — 1469 qm Acker daselbst, Flur 9 Nr. 50 — 150 qm Acker auf der großen Weide, Flur 9 Nr. 51 — 150 qm Acker daselbst, Flur 9 Nr. 52 — 150 qm Acker daselbst, Flur 9 Nr. 53 — 638 qm Acker daselbst, Flur 9 Nr. 54 — 312 qm Acker daselbst, Flur 9 Nr. 55 — 1100 qm Acker daselbst, Flur 9 Nr. 56 und 57 — 788 qm Acker daselbst, Flur 9 Nr. 58 — 400 qm Acker da elbst, Flur 9 Nr. 59 — 312 qm Acker da elbst, Flur 9 Nr. 60 — 725 qm Acker da elbst, Flur 9 Nr. 61 — 850 qm Acker da elbst, Flur 7 Nr. 76 — 2100 qm Acker auf den Gleiberger Weg Flur 7 Nr. 77 —2100 qm Acker daselbst, Flur 7 Nr. 78 — 1837 qm Acker daselbst, Flur 7 Nr. 79 — 1538 qm Acker daselbst, Flur 28 Nr. 165,3 — 1599 qm Acker zwischen dem Sand- und Erdkauter Weg, Flur 28 Nr. 165,5 — 193 qm Acker daselbst, Flur 29 Nr. 100,5 — 1262 qm Acker am Sandkauter Weg rechts, Flur 40 Nr. 75 — 2381 qm Acker links am Schwarzlachsweg unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen. Gießen, 14. März 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. ____________I. A. Vogt.___________ Bekanntmachung. DormerStag der, 15. d. M., aach. mittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 mehrere Kleiderschränke, Tische, Stühle u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigett werden. Gießen, am 14. März 1900. 1992 Seipel, Gerichtsvollzieher. Hohversteigerung. Es werden versteigert: 1) Montag den 19. März d. I. aus den Distrikten Krummstrauch, Zuhaag, Koppe, Bettenwald, Niederholz, Hinkelberg, Grauwinkel, Breiteloh, Klösges- rod der Forstwartei Harbach auS Distrikt Judeneiche Forstwarte Juden- e,che Gcheiter rm: 135 Bucke, 2 Birke, 20 Eicke, 117 Nadelholz, 10 Erle rc.; Knüppel rm: 92 Bucke, 97 Eiche, 168 Nadelholz, 11 Aspe rc.; Reisig rm: 307 Buche, 1067 Eiche, 176 Nadelholz; Stöcke rm: 39 Buche, 28 Nadelholz rc. Zusammenkunft vormittags */,10 Uhr im Distrikt Krummstrauch auf der Kreisstraße von Queckborn nach der Gießener Straße bei Brennholz Nr 899. Nur das Holz im Distrikt Krummstrauch wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstnchen. 2) Dienstag den 80. März d. I. aus den Distrikten Ocksenftall, Neu- hofsheege, Wirberger Waldlache und Alter Haag der Forstwattei Reinhards- Hain Scheiter rm: 596 Bucke, 1 Birke, 56 Eiche, 10 Nadelholz, 8 Aspe; Knüppel rm: 135 Bucke, 83 Eicke, 27 Nadelholz, 19 Aspe; Reisig rm: 858 Buche, 292 Eiche, 55 Nadelholz rc.; Stöcke rm: 209 Buche, 75 Eiche, 10 Nadelholz. Zusammenkunft vormittags VjlO Uhr im Distrikt Ocksenftall bei Geilshausen bei Brennholz Nr. 1773. Nur das Holz im Distrikt Ochsenstall wird bei der Versteigerung zum größeren Teile vorgezeigt, alles Übrige Holz wird un- vorgezeigt verkauft. Die Nummern deS zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Grünberg, 12. März 1900. Großh. Oberförsterei Grünberg. _____________Schober._________1979 Versteigerung. Freitag bett 16. März, nachmittags 2 Uhr, wird in dem Hause Liebigftratze 63 der Nachlaß des Unternehmers Georg Brömer meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigert. Zum Ausgebot kommen: Mobilien und Hausgeräte, eine Partie Weizen, Hafer «ud Aepfel, Heu und Stroh, Stangen, Balken, Bohlen und Kippwagen, eine Kegmühle, Geschirre, Werkzeug u. s. w. Die Abgabebedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gegeben. In vormundschaftlichem Auftrag: Schneider. 1991 Uiiiipfchliiiiihii Statt. Schlachthaus. Freibank. 1960 Hente und morgen: Ochftssteislh 50 Pfz. 3ir verknusen 1983] Ein gebr. Kochherd wegen Platzmangel für Mk. 10 — zu verkaufen. Näheres Bahnhofstraße 38, H Für Einjährige. Wenig (nicht 3 Monate) getragene, vollständige Uniform billig abzugeben. Näheres Wallthorfiratze 71. 1969 Nistkästen für Star-, «-is-n, Rotschwänzchen sind billig zu haben. 0739 Asterweg 9, Hinterhaus lmks. ooooooooooooa August Will Die Beerdigung findet Donnerstag den 15. März, nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehause, Ludwigstrasee 10, aus statt. Gestern nachmittag V25 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden meine liebe Schwester Fräulein Elise Will im 74. Lebensjahre, was ich Verwandten, Freunden und Bekannten, auch im Namen meiner Angehörigen um stille Teilnahme bittend, hierdurch mitteile. 1976 Giessen, den 13. März 1900. Gießener Volksbad Aktien-Hesellschaft. Die Aktionäre werden eingeladen zur Teilnahme an der ordentlichen General-Versammlung welche am Samstag dem 31. Mürz d. I., nachmittags 4 Uhr, im Sitzungssaals der Bürgermeisterei in Gießen stattfindet. Tages-Ordnung: Rechnungsablegung und Entlastung des Vorstandes. 1989 Uebertragung von drei Aktien Lit. B. Wahl von Mitgliedern des Vorstandes und Aussichtsrates. Der Worstand: Chr. Bansa. Th. Haubach. Kmssmm fit das KrHmoMm Hessen Die ordentliche Hauptversammlung findet Samstag den 7. April l. Js., nachmittags 4 Uhr, in dem Ausstellungssaale der Kunsthalle zu Darmstadt statt, wovon die Mitglieder des Vereins mit dem Ersuchen um zahlreiche Beteiligung in Kenntnis gesetzt werden. Tages-Ordnung. Erstattung des Jahresberichts für 1899 über Bestand, Wirksamkeit und Vermögenslage des Vereins Vorlage der Rechnung für 1899 und des Voranschlags für 190». Entlastung des Rechners. Beschlußfassung über die Ausgabe eines VereinSblattes. Nach 8 14 der Statuten müssen Anträge der Mitglieder dem Vorsitzenden deS Vereins 14 Tage vor der Hauptversammlung schriftlich mitgeteilt werden, widrigenfalls dieselben in der berufenen Versammlung keine Berücksichtigung finden können. Darmstadt, den 10. März 1900. 1993 5>er Vorsitzende des Serrvattrmgsrates: v. Bessert. Restaurant Perkes. Morgen, Donnerstag den 15. März: Fideles Bier-Konzert. Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 1998 Peter Herr. ßk In. Tafelschellfisch in blutfrischer Ware eingetroffeu. — Billigster Tagespreis. Kölner Konsum-Anstalt C. F. Hackenberg Nachfolger 1972 Anerkannt billige und leistungsfähige Bezugsquelle Bahnhofstrasse 27. Lindenplatz 12. Braubach & Fischer Höchste Auszeichnung. 4 Neuenweg 4. 186 Nur anerkannt schönste und tadelloseste Ausführung. Schnellste Lieferung. Billigste Preise. Samstag den 17. d. Mts.: General Versammlung im AereinsloLak, ßranbgafft 8. Tages-Ordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Rechnungsablage. 3. Verschiedenes. 8W Sonntag den 18. d. Mts.: Ausflug bki Mitglied Ztemnagcl, $nr Stadt fidj 1996 (Licherstratze). Sämtliche Damen, welche Einladungskarten zum Maskenball erhalten haben, werden zu diesem Ausfluge nebst ihren Angehörigen freundlichst eingeladen. Vorstand. Seidenbaus David Inh.: Paul Friedr. David Hoflieferant — Darmstadt, allbekanntes und berühmtes 8 eiden -Versandhaus, staatlich bestellte Haupt »Kollektur der Grohh. hessischen Landeslolterie. Diskrete und coulante Bedienung. 327 Per Mietlingen 1999] Brandgaffe 3 ein schönes geräumiges Familienlogis p. 1. 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