Erstes Blatt. Samstag dm 14, Juli Nr. 162 1900 Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger Amts-- und Anzeigeblatt für den Atreis Giefzen B Alle Lnzetgen-BermtttlungSstellen deS In- und Ausland«» nehme« Anzeigen für den Gießener Anzeiger cntgcgou Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfß. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heWtze Landwirt, Dtatter für hessische VstKsKnndr. tR»««h»e hi Anzeigen zu der nachmittags für bee fM|aika Lag «scheinenden Nummer dis »arm. 10 ithr. WWtHfatW» spätestens abend« »«rher. «i»aM»>, Expedition und Druckerat: Fch«rstr«te Nr. 7. Adreffe für Depeschen: Anzeiger chieß«. Fernsprecher Nr. 5L Erscheint ttgNch Kit NnSnnhme deS RentaN- Die Gießener Blamtr4t«ir*iut knerden dem Anzeiger *■ »echs-l mit ,Heff. Eandwtrt" I „Blätter Wr Heß. »etHhrabe« WGchÜ.4m«l deigelegt. Nezugrpreis vierteljährl. Mk. 2Z, monatlich 75 Pfß. Oku Brrngerlohn; durch die AbholefteLe» vierteljährl. Mk. l^e monatlich 66 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 viertcljäh«. mit Bestellgeld. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Der Viehmarkt am 17. und 18. Juli d. I. zu Gießen kann unter den mehrfach bekannt gegebenen Beschränkungen Gbgehalten werden. 1. Alles nach dem Marktorte gebrachte Vieh muß auf den Marktplatz gebracht, und daselbst der veterinärärztlichen Untersuchung unterworfen werden. 2. Geschieht daS nicht, so ist das Vieh quarantänepflichtig. 3. Vieh aus Orten, in welchen die Maul- und Klauenseuche herrscht, darf nicht aufgetrieben werden. Luwiderhandlungen werden bestraft. Gießen, den 12. Juli 1900. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Bechtold Sozialdemokratie «ad flaches Laad. In den letzten Tagen hat der „Vorwärts" unter dem Titel: „Ein Agrarprogramm" einen Leitartikel gebracht, der mit den Anfangs-Buchstaben „E. D." unterzeichnet war und bis jetzt in der Presse nicht die verdiente Beachtung gefunden hat. Nachdem in Frankreich der Anfang damit gemacht worden war, aus Opportunitäts-Gründen von der strengen Konsequenz der Beseitigung des Privateigentums für das flache Land Abstand zu nehmen, tvurde bekanntlich, auf dem vor sechs Jahren zu Frankfurt a. M. abgehaltenen sozialdemokratischen Parteitag zum erstenmal diese Frage öffentlich angeschnitten und ein Antrag von Schönlank und Vollmar angenommen, wonach ein „Bauernschutz" für erforderlich erachtet wurde, da es nun einmal nicht zu bestreiten sei, daß über 42 Prozent der deutschen Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt seien; ein Agrar- Ausschuß solle sich hiermit befassen und demnächst seine Vorschläge machen. Im folgenden Jahre (1895) wurde auf dem Parteitag zu Breslau, nachdem sich! inzwischen die heftigsten Streitig- Beiten innerhalb der Partei abgespielt hatten, der Beschluß gefaßt, zum Zweck des Studiums der Agrar-Verhältnisse eine Kommission zu bilden, die in einer Reihe von Abhandlungen die Ergebnisse ihres Studiums zu veröffentlichen habe. Seitdem ist es in der Partei über diese Frage still geworden, zumal man die Besorgnis hegen mag, daß sonst der Kampf zwischen den Radikalen und Opportunisten in Hellen Flammen ausbrechen möge. Nun hat aber die vom national-sozialen Verein im Herbst 1897 eingesetzte Agrarkommission den Entwurf eines Agrar-Programms publiziert, der auf die Erhaltung eines kräftigen Bauernstandes abzielt und zu diesem Zwecke die Aufhebung der Fideikommisse, den Ausbau des Eisenbahnnetzes und die Anlage von Wasserstraßen auf dem flachen Lande, Förderung der inneren Kolonisation, Erleichterung des ländlichen Personalkredits durch Förderung von Kreditgenossenschaften und Umgestaltung des Hypothekar-Kredits, sowie auch Vertretung der Kleinbauern und Landarbeiter in den Landwirtschaftskammern u. s. w. fordert. Weber dieses nationalsoziale Programm verbreitet sich nunmehr der erwähnte Leitartikel des Zentral-Organs der Sozialdemokratie, der ausführt, daß „für die hierdurch bezweckte Erhaltung und Mehrung eines lebensfähigen "^uevnstandes sich natürliche niemand begeistern könne, der tmt Kautsch der Ueberzeugung sei, daß die bäuerliche Betrrebsform, analog dem Kleinbetrieb in der Industrie, dem Untergang verfallen sei". Der Verfasser des Leitartikels erllärt sich aber mit diesen Ansichten und Bestrebungen ganz einverstanden und er steht daher auch nicht an, den Entwurf als eine wohldurchdachte Zusammenfassung derjenigen Forderungen zu bezeichnen, zu denen eine antiagrarische Bauernpolitik sich heute notwendigerweise bekennen müsse." Er wirst den National-Sozialen nur ihren „Mari- nismus zu Wasser und zu Land" vor und hofft, daß um dessentwillen die Bauern lieber ins sozialdemokratische Lager gingen. Wir teilen aber unserseits mit dem „Rh. Cour." die Ansicht, die kiirzlich P. Rosegger ausgesprochen hat: daß „selbst der Gebirgsbauer, der trotz allen Fleißes kaum mehr bestehen kann, doch erst „Sozi" wird, wenn er daheim abgewirtschaftet hat, in den Fabriken der Großstädte, wo das größte Elend und der üppigste Luxus sich wütend und höhnend gegenüberstehen". — , Immerhin erscheint es uns als ein bemerkenswertes Zeichen der Zeit, daß das sozialdemokratische Zentralorgan diesem zweifellos von Dr. Ed. David aus Mainz, bekanntlich ftüherem Gymnasiallehrer in Gießen und letzigen sozialdemokratischen Redakteur, herrührenden Leitartikel ohne irgend welche prinzipielle Verwahrung seine Spalten öffnet. Sitzung der Stadtverordneten Gießen am 12. Juli 1900. Anwesend: Oberbürgermeister Gnauth, die Beigeordneten Georgi und Grüneberg, die Stadtverordneten Emme- lius, Euler, Flett, Dr. Gaffky, Hanau, Haubach, Heichelheim, Huhn, Keller, Kirch, Krumm, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schiele, Schmall. Entschuldigt: Beigeordneter Wolff, Stadtverordnete Brück, Faber, Dr. Fuhr, Grünewald, Helfrich, Heyligenstaedt, Jughardt, Leib, Löber, Scheel und Wallenfels. Dem Gärtner Gg. Noll soll ein zum Lagern von Grabeinfassungen und Mutterboden bestimmter Platz am Lutherberg gegen eine jährliche Pacht von 2 Mk. überlassen werden. Die Aufstellung von Turngeräten auf dem nach der Stadt zu gelegenen Platze-entlang der Kaserne 1 wird unter Festsetzung einer AnerckenNungsgebühr van jährlich 1 Mk. auf Widerruf gestattet. Fabrikant Gg. Throm hat die Einstiedigung seines Grundstücks am Wetzlarer Weg um 28—45 Ctm. zu weit auf städtisches Gelände gestellt; seinem Gesuch um Belassen der Einstiedigung soll gegen Entrichtung einer Anerkennungsgebühr entsprochen werden, desgl. seinem weiteren Gesuche um Enthebuüg von der Verpflichtung, eine im Jahre 1895 angelegte, inzwischen überflüssig gewordene Rohrleitung zu entfernen. Heinrich Giehl beabsichtigt, am Meibom'schen Garten in der Frankfurter Straße eine Selterswasserbude zu errichten. Das Gesuch wird genehmigt, unter der Voraussetzung, daß der Gesuchsteller die Bude in gefälliger Form ausstattet und unterhält. Dagegen wird das Gesuch von P h. B e n n e r um pachtiveise Ueberlassung eines ebenfalls zur Aufstellung einer Trinkhalle bestimmten städtischen Platzes abgelehnt, da weder ein solches in der Nähe des Oktroihauses vor dem Neustädter Thor, noch am alten Kanzleigebäude auf dem Brand nötig ist. Das Baugesuch von W. Steinbach, bei welchem es sich um Ueberragen des Dachgesimses des an der Querstraße zwischen Grünbergerstraße und dem Großen Steinweg zu errichtenden Neubaues in städtisches Gebiet handelt, wird genehmigt. Betr. Benennung neuer Straßen wird beschlossen, die parallel mit der Moltkestraße nach dem Großen Steinweg führende Straße „R o o n st r a ß e", die Verbindungsstraße zwischen Grünbergerstraße und Steinweg entlang der ehemals Berger'schen Gärtnerei „Eich- w e g" zu benennen. . An der Rovnstraße beabsichtigt Arckfttekt L. S e u l i n g zwei Wohnhäuser zu errichten, zu welchem Zwecke er um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes nachsucht. Hie Versammlung beschließt, von dem Verkauf des in Betracht kommerrden Geländes (Schmall'sche Bleiche) so lange abzusehen, als das benachbarte Seuling'sche Gelände nicht intensiver bebaut wird. Die Firma Joh. DanielHaas in Dillenburg sucht um Erlaubnis zur Anlage eines Fabrikgebäudes nach. Da für den dabei in Betracht kommenden Teil der Marburgerstraße Baufluchtlinien noch nicht festgesetzt sind, so kann die Bauerlaubnis nur ausnahmsweise und unter der Bedingung erteilt werden, daß das projektierte Gebäude nach der Straße zu ein gefälliges Aeußere erhält. Das Gesuche der Architekten Stein & Meyer um Entfernung von Schoorbaumen vor ihren Neubauten an der Ostanlage veranlaßt eine längere Debatte. Das Stadtbauamt hat sich; für Entfernung nur eines Baumes ausgesprochen, die Baudeputation dagegen beantragt, daß die von der Landgrafenstraße ab südlich zunächst den Häusern der Gesuchsteller stehenden Bäume entfernt werden, im übrigen aber auf d.er früher festgesetzten Vorgartenbreite zu beharren sei. Die Stadtv. Schmall, Krumm und Hanau sprechen sich entschieden gegen die Entfernung von Bäumen aus, die Stadtv. Dr. Gafsky, Kirch und Haubach, sowie der Oberbürgermeister treten für den Baudeputationsantrag ein. Bei der Abstimmung ergab sich Stimmengleichheit!- (10 gegen 10), worauf Oberbürgermeister Gnauth zu Gunsten des Deputationsantrags entschied. Bei Erwerb des Geländes zur Erbauung einer neuen katholischen Kirche zwischen Liebig- und Wilhelm- straße war dem katholischen Kirchenvorstande die Anlage eines Ersatzweges für den in Wegfall kommenden jetzigen Verbindungsweg zwischen den genannten Straßen zur Pflicht gemacht worden. Die ursprünglich angenommene Breite von vier Metern sollte auf sechs Meter ausgedehnt werden, nachdem seitens des kath. Kirchenvorstandes der Wunsch geäußert worden, daß der Weg mit Lastfuhrwerk während des Neubaues der Kirche befahren werden dürfe. Da bei Erwerbung des zur Verbreiterung des Weges nötigen Geländes die kath. Gemeinde auf Schwierigkeiten gestoßen, hat der Vorstand um Belassung des Weges in der Breite von vier Metern nachgesucht und dabei erllärt, daß vom einer Benutzung des Weges zum Transport von Baumaterial abgesehen, der Weg vielmehr nur zu den notwendigsten Fuhren nach und von der Kirche benutzt werden soll. Unter diesen Umständen erklärt sich die Versammlung mit der Belassung des Weges in der Breite von vier Metern unter der Bedingung einverstanden, daß an einer Seite desselben ein mindestens ein Meter breiter erhöhter Schutzstreifen für Fußgänger angelegt wird. Die Firma Stein & Meyer hat im Auftrag der Eigentümer der an der Wieseck, zwischen Frankfurter und Bahnhof - Straße, entlang vorgesehenen Verbindungsstraße (Verlängerung der Alicestraße) um Angabe der Baufluchtlinie nachgesucht. Da die Straße nur einseitig bebaut wird, hat die Baudeputation beantragt, die bereits im Jahre 1878 -nit zwölfeinhaw Meter angenommene Straßenbreite aus zehn Meter .herabzusetzen und die Anlage von drei bis vier Meter breiter Vorgärten vorzusehen. Der übrig bleibende, nach der Wieseck zu liegende Teil des Geländes soll abgeflachk und promenadenartig angelegt werden. Der Antrag der Baudeputation wird zum Beschluß erhoben unter der Bedingung, daß die Gesuchsteller das Gelände zu 1,12 Mark pro Quadratmeter an die Stadt abtreten und die Hälfte der gesamten Straßen- und Anlagekosten tragen und die Kosten für die Erhöhurrg der Vorgärten übernehmen. Dem Gesuch der Direktion der psychiatrischen Klinik um Erlaubnis zur Anlage eines Ueberganges von der Klinik nach der Ostseite zum Anschluß an einen nach dem Bergwerk zu führenden Weg wird widerruflich; und unter Festsetzung einer Anerkennungsgebübr von zwei Mark-stattgegeben. Der Ausgang soll dazu bienen, den in der Klinik untergebrachten Kranken einen weiteren Spaziergang in Begleitung von Wärtern zu ermöglichen, ohne daß die Kranken in Berührung mit den zahlreichen Passarn ten ber Frankfurter Straße kommen. Zur freihändigen Vergebung der Lieferung von Braunkohlen, wie solche int Betrieb des Schlachthauses mit verwendet werden, wird nachträglich Genehmigung erteilt; desgl. zur steihändigen Vergebung der Repa- raturarbeiten am städtischen Straßenpflaster, soweit solche anläßlich der Enthültungsfeier des Kriegerdenkmals notwendig geworden waren. Die Bedürfnisfrage bezüglich der Wirtschafts-Konzessions-Gesuche von Friedrich Schieß (Löwengasse 2), Heinrich Weller (Vorgarten am Hause Grünbergerstraße 32) und Gustav Trinkaus (Seng'sche Wirtschaft am Seltersweg) wird bejaht. Gegenüber dem Gesuch des Schiuhmüchers und Wirts Ludwig Lüter (Wolkengasse) um Erlaubnis zum Ausschank von Branntwein spricht sich die Versammlung für Beharren auf dem bereits früher gefaßten, ablehnenden Beschluß aus Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Juli 1900. * Landwehrübuug. Vorgestern begann bei unferm Regiment die 14 tägige Hebung einer Landwehr-Kompagnie. • • Ritt um den Kaiserpreis. Der alljährlich innerhalb der einzelnen Armmeekorps stattfindende Dauerritt um den vom Kaiser gestifteten Ehrenpreis wird beim 18. Armeekorps vom 26. zum 27. d. M. vor sich gehen. * * Erholungsurlaub für kaufmännische Angestellte. „Die Ferienzeit ist wieder mal herangekommen. Allenthalben werden Vorbereitungen zu Erholungsreisen getroffen. Weil die tägliche Arbeit in vielen Berufen von nervenzerrüttendem Hasten und Jagen begleitet ist, wird die Einführung eines Erholungsurlaubes immer allgemeiner. Im Kausmanns- stande giebt eS zwar heute ebenfalls bereits eine Reihe angesehener Handelshäuser, die ihren Angestellten Ferien gewähren, immerhin bilden diese Firmen seither nur einen kleinen Bruchteil sämtlicher Handelsbetriebe. In den meisten Handelshäusern müffen die Angestellten ohne Unterbrechung auch in den Sommermonaten Tag für Tag hinter dem Ladentisch oder vor dem Pult stehen. ES wurde deshalb im vorigen Herbst bei den Beratungen über die Gewerbenovelle im Reichstage bereits die Frage aufgeworfen, eine Ferienzeit für Handelsangestellte gesetzlich anzuordnen. In anbetracht der großen Schwierigkeiten, die sich einer gesetzlichen Regelung dieser Angelegenheit entgegenstellen würden, ist zu hoffen, daß immer weitere Kreise der selbständigen Kaufmannschaft für ihre Angestellten einen Erholungsurlaub freiwillig einsühren werden. ES dürfte gegenwärtig angebracht sein, hieraus hinzuweisen." — Der Deutschnationale Handlungsgehilsen-Berband hat uns um Aufnahme vorstehender Zeilen gebeten. Wir geben der Zuschrift umso lieber Raum, als auch wir der Ansicht sind, daß im kaufmännischen Berus eine SrholungSzeit vielfach am Platze Sn Nr. 154 (2. Blatt) findet der Einsender diesrs zum -weiten Mal einen Aufruf an hiesige Gastwirte, der mich soeranlatzt, bcu verehrten Gastwirten GietzenS und Umgegend klar zu machen, datz fie den Splitter in dem Auge ihres Nächsten zu verspüren glauben. Dr. Sterzing-Gotha, Bankrat Wolf-Berlin unter allge. meinemBeisall wieder gewählt. Bundesschatzmeister Brentano» Nürnberg referierte dann über Umwandlung und Ausdehnung der bisher bestandenen Zieler-Unsall-Versicherung auf Haftpflichtversicherung, wie sich eine solche für den Bund immer mehr als ein dringliches Bedürfnis heraus- stellt. Eine Kommission in Nürnberg hat bereits die Satzungen für diese Neuerung ausgearbeitet und dieselben wurden auch nach längerer Debatte mit erheblicher Mehrheit angenommen. Auf Antrag Dr. Sterzing-Gotha erfolgte hiernach die Wahl der Stadt Nürnberg zum Bundessitz, auch wurde der verdiente Vorsitzende Hauschild-Bremen zum Ehrenvorsitzenden des Bundes ernannt, welcher vorläufig sein bisheriges Amt weitersührt. Der Kasienbericht des Bundesschatzmeisters Brentano-München wurde genehmigt und Entlastung erteilt. Als nächste Feststadt wählte die Versammlung einstlmmig Hannover, wofür deren Vertreter den Dank der Stadt aussprach. Die Wahl der Vorstandschast des Deutschen Schützenbundes ergab folgendes Resultat: Filipp-Nürnberg, Brentano, Richter, Desiart, v. Daü'Armi-München, Hert- Mainz, Dr. Sterzing-Gotha, Raschke-DreSden, Dr. Barth- Leipzig, Meister-Frankfurt a.M., Schürting-Bremen, Föhr- Stuttgart, Walther-Berlin, Härtel-Liegnitz und Falkenstem- Straßburg. In die Schieß-Kommission wurden gewählt: Braune-DreSden, Höland Nürnberg, Wachendors-München, Jakobs-Mainz und Förster-Berlin. Nachdem der Vorsitzende noch der Feststadt Dresden für die beim 13. Deutschen Bundesschießeu bewiesene Sympathie herzlich gedankt, wurde die Versammlung nach fünfstündiger Dauer geschloffen. Aus dem Fest platze fand gestern, begünstigt vom herrlichsten Wetter, allgemeiner FestkommerS in der Festhulle statt unter Mitwirkung des Dresdener Sängerbundes (Konzert), sowie des Dresdener TurngaueS (Schauturnen: Keulenschwingen, Fechten, Leitergruppen, Fackelreigen) und der Andrang des Publikums war ein enormer. Die sremden Schützen unternahmen vielfach Partien in die reizende Umgebung der Stadt und die Sächsisch-Böhmische Schweiz. 13. Deutsches Bundesschietzen zu Dresden vom 8. bis 15. Juli. F. G. Dresden, 12. Juli. Im großen Saale des GewerbehauseS hielt gestern, Mittwoch, der Gesamtausschuß des Deutschen Schützenbundes unter Leitung des Bundesvorfitzenden, Hauschild-Bremen, seine Generalversammlung ab, an welcher nahe an 300 Mitglieder teilnahmen. Bei den Wahlen wurden als Vorsitzender, Schriftführer, bezw. deren Stellvertreter, Hauschild-Bremen, von Daü'Armi-München, an das zoologische Institut der Universität Tübingen berufen »ordere — Der jetzt in Dresden domizilierende Geh. Medizinalrat Profeffor Dr. Eduard H en noch, von 1872 bis 1893 Direktor der Kinderklinik des> Berliner Charitökrankenhauses, vollendet am 16. d sein 80. Lebensjahr. — Der Vorstand der Dermatologischen Klinik der Wiener Universität, Profeffor Dr. M. Kaposi, begeht in diesen Tagen das 25- jährige Jubiläum als o. Profeffor der medizinischen Fakultät. — In Halle ist, am 10. d. der a. o. Profeffor für Mathematik Wiltheiß gestorben. Beim Rektoratswechsel in der Universiät Halle berichtete der scheidende Rektor, Geh. Justizrat Prof. Dr. Löning, über das ver- floffene Amtsjahr. Er erwähnte u. a. den am 7. Juli erfolgten Tod des a. o. Professors der Mathematik Dr. E. Wiltheiß; geboren am 12. Juni 1855 zu Worms, errang sich W. nach vollendeten Studien in Gießen und Berlin bald einen großen Namen, habilitierte sich am 25. April 1881 in Halle, wurde im Dezember 1886 außerordentlichem Professor, als der er, von Lehrern und Schülern geliebt, 11 Jahre thätig war. Vor acht Jahren ist er unheilbar erkrankt, und endlich erlöst worden. Der neue Rektor der Universität Halle Prof. Dr. Richard Pischel, behandelte in seiner RektoratLrede die indischen Puppenspielc. Prof Dr. Ernst Eduard Wiltheiß hat sich s. Z in Gießen gan- besonders Baltzer angeschloffen. In Berlin war er fünf Halbjahre Mitglied des mathematischen Universitätsseminars, das damals Kummer und Weierstraß leiteten. Aus dem Seminar, das eine Pflanzstätte für Hochschullehrer der Mathematik wurde, nahm Wiltheiß eine Prämie mit. Besondere Einwirkung erfuhr Wiltheiß noch von Leopold Kronecker, dem damals nach seiner Rückkehr nach Berlin als Mitglied der Akademie der Wissenschaften an der Universität las, um die Vorlesungen seiner Freunde Kummer und Weiherstraß zu ergänzen. 1879 promovierte Wiltheiß in Berlin mit der Abhandlung „Die Umkehrung einer Gruppe von Systemen allgemeiner hyperelliptischer Differentialgleichungen" zum Doktor. Die Zeit nach dem Abgang von der Universität verwandte Wildheiß auf die Vorbereitung auf die akademische Laufbahn. In Halle lehrte W. zunächst neben Heine und Cantor, dann neben Cantor und Wangerin, den Halleschen Ordinarien der Mathematik. Die wissenschaftliche Arbeit Wiltheiß' galt zwei Gebieten der Mathematik. Lange Zeit beschäftigte ihn fast ausschließlich die Funktionentheorie, aus welcher der Gegenstand von WUtheiß' Erstlingsarbeit gewählt ist. Von den Einzelstudien Wüt- Heiß' zu diesem Gebiet sind zu nennen: „Ueber die komplexe Multr- plikation hyperelliptischer Funktionen zweier Argumente", „Zur Theorie der Transformation dieser Funktionen", „Ueber bestimmte Thetafunktionen „ „Ueber die partiellen Differentialgleichungen der Thetafunktionen und der hyperelliptischen Funktionen", „Der Abel'schen Funktionen" u.a.m. Nächstder Funktionentheorie pflegte WUtheiß noch mit Eifer die Theorie der Formen. Insbesondere steuerte er zu diesem Sondergebiete eine Reihe von Abhandlungen mit dem Titel: „Eine besondere Art von Kovarianten bildender Operation" bei. Die Wiltheiß'schen Einzelstudien finden sich in Crelles^ „Journal" in den „Mathemat. Annalen", in der „Zeitschr. f. Mathemat. ' und in den Schriften der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften. Während der letzten Jahre war Wiltheiß von der Verpflichtung, Vorlesungen zu halten, entbundm. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Gießen, 12. Juli 1900. Universität und Hochschule. k Aus Heidelberg wird geschrieben: Bei der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität habilitierten Dr. Ernst S ch a l b e mit einer Probevorlesung „Ueber Variabilität und Pleomorphismus der Bakterien". — Wie aus Bonn mitgeteUt wird, findet dort in drefttn Sommer wieder ein Ferien-Kursus für Lehrerinnen statt. ES sind in der Zeit vom 6. bis 18. August je 10 Vorträge vorgesehen über : Deutsche Namenkunde (Professor Dr. Solmsen), Allgemeine Geologie (Professor Dr. Rauff), Geographisches über das Mittelmeergebiet (Pros. Dr. Philippson), Einführung in Goethes „Faust" (Prof. Dr. Lchmann), König Friedrich II. (Privatdozent Dr. Küntzel). - In der medizinischen Fakultät der Universität Straßburg sind die bisherigen Prrvat- dozenten Dr. M B. Schmidt und Dr. D. Gerhardt zu a. o. Professoren ernannt worden, letzterer mit dem Lehrauftrag für mmfche Propädeutik und theoretische Vorlesungen aus dem Gebiete der inneren Medizin. — Aus Erlangen wird mitgeteilt: Profeffor Dr. Evers- bufch , Lehrer der Augenheilkunde an der hiesigen Hochschule, hat einen Ruf nach München erhalten, und angenommen. — Dr. Erich Schwar 1zc. der im Satire 1899 für eine zoologifche Arbeit von der ■ w.. -• - - . - . - . •• - , . Berliner Universität den Preis der Stadt Berlin erhielt, ist als Assistent I während sie des ^qlkenö im eigenen nicht gewahr werden. Kunst und Wissenschaft. - Die medizinische Zeitschrift „Medico" berichtet über Eine neue Methode der Behandlung des chronischen M - phinismus. Von Dr. Fritz Pfeiffer. (W. m B. 22. Märzi Ivvü) . Bei der Durchführung von Morphium^Entziehungskuren ist das wichtigste Moment die thunlichste Vermeidung der qualvollen Abstinenzsymptome und das sofortige Beseitelaffen der Injektionsspritze Es ist Emmerich (Baden-Baden) geglückt, ein Mittel zu finden; es besteht m elnem nicht näher bezeichneten eingekochten Pflanzendekokt mit Zusatz von tomsierenden (Chinin) und stark tanninhaltigen Stoffen. Dieses Ersatzmittel, dmch welches Morphin ausgefüllt wird, wird unter Artiger Sistierung der Injektionen innerlich verabfolgt; die Höhe der Emzeldosis richt sch nach den Morphiummengen, die der Kranke zu nehmen gewohnt war. Allmählich wird sie herabgesetzt, bis der Patient nach relativ kurzer Zelt ohne jede Medikation auskommt. Neben dieser medikamentösen Behandlung wird natürlich auch von hydropathischen, elektrisches gymnastisch Prozeduren Gebrauch gemacht. Den Erfolgen dieser Kur, die durG einzelne detaillierte Beispiele näher gekennzeichnet werden, wird von ärztlicher Seite eine bahnbrechende und umwälzende Bedeuttmg sür v»e Anstaltsbehandlung der Morphiumsucht beigelegt. Das Verfahren isr ganz unschädlich und gefahrlos und ist selbst m Fällst von schwerer Anämie und bei Herzfehlern beschwerdelos ertragen worden, unter sruy zeitiger Erreichung gesicherter Erfolge. Gerichtssaal. "Stolp, 12. Juli. Im Krawall-Prozeß wurden, wie wir gestern bereits kurz mitteilten, von den 23 Angeklagten 22 zu Strafen von 4 Monaten Gefängnis bis zu 3 Jahren Zuchthaus verurtellt. Ein An- geklagter wurde fteigesprochen. Es handelt sich dabei um Vorgänge, die aus Anlaß des Konitzer Mordes sich hier abgespielt haben. Am Abend des 21. und 22. Mai war es zu starken Ausschreitungen hier gekommen, zu deren Bewältigung zweimal militärische Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Jüdische Geschäftsläden wurden angegriffen und die Schaufenster demoliert. Rach Annahme der Anklagebehörde handelt es sich bei den Krawallen um ein planmäßiges Vorgehen hiesiger und auswärtiger Kreise, die ihre Hände im Spiel gehabt und durch Hetzrufe die Jugend angereizt hätten. Es wurden im ganzen circa 50 Personen verhaftet, von denen 25 unter der Anklage des Aufruhrs und Hausfriedensbruchs sowie der Sachbeschädigung, des Widerstandes, groben Unfugs rc. erschienen. Unter den Verurteilten befinden sich hauptsächlich Lehrlinge, Gesellen und Arbeiter, im Alter von 17 bis zu 32 Jahren». Die Zahl der Zeugen belief sich auf 32. Vermischter. * Lemberg, 12. Juli. Infolge der seit mehreren Tagen anhaltenden Regengüsse ist in Galizien Hochwasser eingetreten. Sämtliche Flüsse sind über die User getreten und eine große Anzahl Ortschaften unter Wasser gesetzt. Bier Eisenbahnbrücken sind eingestürzt. Der Eisenbahn- Verkehr ist infolgedessen teilweise gestört. Der Konstanti- I nopeler Expreßzug, der nach Berlin verkehrt, ist bisher nicht eingetroffen. • Die Geschichte eines Baumes. Der 500 Morgen große Gutswald zu Randonatschen bei Ragnit in Ostpreußen soll niedergelegt werden, womit man bereits den Anfang gemacht hat. Fern soll jedoch die Axt von einem Baume bleiben, an den sich eine geschichtliche Thatsache knüpft. Das schöne Gut, das übrigens im Laufe der Zeit zerstückelt ist, gehörte in alter Zeit der Adelsfamilie v. Katte au. Als der junge Leutnant, der Friedrich dem Großen zur Flucht nach England verhelfen wollte, seine That mit dem Leben bezahlen mußte, versuchte deffen Vater in übergroßem Schmerze seinem Leben durch Erhängen ein Ende zu machen. Der langjährige treue Diener Kaltes, der wohl den unseligen Schritt seines Herrn ahnen mochte, war diesem aber heimlich in den Wald gefolgt, um ihn an seinem Vorhaben zu hindern. Zum Lohne dafür setzte Katte ihn zum Lehrer der neugegründeten Schule ein, und dotierte die Stelle u. a. mit 50 Morgen des besten Gutslandes. Noch heute gehört daher jene Stelle zu den besten des Bezirks. Der Baum aber, der zu der verhängnisvollen That ausersehen war, wird heute noch durch eine Tafel mit einer daraus bezüglichen Inschrift ausgezeichnet. » Bielliebchen. Der Direktor des Weimarer Goethe- Archivs, Dr. Bernhard Suphan, hat Paul Heyse zu deffen siebsnzigstem Geburtstag ein litterarisches Festgeschenk gewidmet, worin er Erinnerungen an Goethe zusammengesaßt hat. An einer Stelle vergleicht nun Dr. Suphan die Gesamtausgabe der Werke Goethes mit einer reichbesetzten Tafel, auf der es auch an edlen Weinen und köstlichem Nachtisch nicht fehlt. Und um das Bild weiter auszuführen, schreibt der gelehrte Goethe-Archivar: „Zu dem edlen Wem sollen wir etwas von den lustigen Früchten genießen. Ei Trauben? Ei Datteln? Ei Mandeln? heißt es in Ostpreußen bei traulichem Anbieten. Wir greisen zu den letzteren, und siehe, die erste gleich ist ein Filibchen — ein I Pärchen heißt das, denn das freundliche gesellige Wort (die kleine Belehrung sei verstattet) ist uns über Ostpreußen zugekommen, aus Littauen, dort heißen „Filipas“ die „Pärchen", die zwei Haseluußkerne in einem Gehäuse." (Also littauisch soll das Wort sein? Wer hätte das dem Vielliebchen angesehen? D. Red.) rväre und die Arbeitsfreudigkeit der Angestellten gewiß wesentlich steigern würde. . ,. - Yntf ** Ein Erinnerungstag. Der heutige Tag ruft die Erinnerung an jene historisch gewordene S^ene wach, die heute vor 30 Jahren den äußeren Anstoß zum Aufbruch des dMtsch-französischen Kriegen ^b. An l^nem Tage stellte der damalige französische Botschafter in Berlm, Graf Benedetti, im Auftrage der franzosisclfen Regierung an den damaligen König Wilhekm von Preufien das Ansinnen eines ausdrücklichen und schriftlichen Ser Starts für die Angehörigen des Königshauses auf den, damals dem Prinzen Leopold von Hohenzollern angebotenen, spanischen Königsthron. Es geschah dies auf Brunnenpromenade des Königs zu Ems, und hierauf ließ der König dem Grafen Benedetti durch seinen Flügeladjutanten sagen, er habe ihm in Angelegenheit der spanischen Throntandidatur nicksts mehr zu sagen. Diese Mitteilung gab den chauvinistischen Macksthadern in Parts den erwünschten Anlaß zur Kriegserklärung gegen Preußen, die zu dem gewaltigen historischen Kriege 1870/71 und im Verfolg zur Einigung Deutschlands führte. , -b- Grebenau, 10. Juli. Gestern nachmittag wurden von einer großen Anzahl Oberförster und Revierförster der umliegenden Großherzoglichen, Riedefel'schen und Görz'schen Oberförstereien eine gemeinsame, wissenschaftlichen und praktischen Zwecken dienende Exkursion in die Waldungen der hiesigen Oberförsterei unternommen, wobei Obersörster Bus hier den liebenswürdigen Führer machte. Nach gethaner Arbeit versammelten sich die Herren in der Falk'schen Wirtschaft, wo nach eingenommener Abendmahl- I zeit noch ein Stündchen der Geselligkeit gepflegt wurde. Darmstadt, 12. Juli. Gestern nachmittag traf der großbritannische Geschäftsträger, Botschaftsrat Mr. Bu - ch a n a n nebst Familie zum Besuch auf Jagdschloß Wolfs- I garten ein. c L bm. A! ainz, 13. Juli. Der hier erscheinenden „Deut- I scheu Weinzeitung" zufolge ist der Entwurf eines Wein- gesetzes nunmehr abgeschlossen. Neben dem Verbot der 1 Verstellung von Rosinen-, Trester-, Hefen-Weinen usw. zu geschäftlichen Zwecken soll er auch noch Bestimmungen hinsichtlich der Kontrolle enthalten. In welcher Richtung letztere gedacht ist und welche Rechte damit den kontrollierenden Organen zuerkannt werden, ist bis jetzt noch nicht | bekannt geworden. Bingerbrück, 13. Juli. An der nahe gelegenen Clemenskapelle ländete der Schiffer Faß aus Trecht- lingshausen gestern die Leiche einer Frau. Dieselbe war | schon so in Verwesung übergegangen, daß die Personalien I nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnten. Es wird I jedoch angenommen, daß es die Leiche der bei dem Boots- I Unglück am 17. April ertrunkenen Erzieherin Frl. Ritt e r aus Geisenheim ist. Im Falle diese Annahme richtig ift, I fehlen noch die Leichen der Studenten Karl Növer aus I Oestrich und Georg Baum aus Zeilsheim. Burgsolms, 12. Juli. Der Kreis-Krieaerverband Wetzlar, dem fast alle gedienten Soldaten des Kreises angehören, feiert alle zwei Jahre sein Verbandsfest. — Nächsten Sonntag und Montag hält genannter Verband seinen Generalappell in Burgsolms ab. Dieser Ort, günstig an der Bahn g-elegen und von allen Teilen des Kreises bequem erreichbar, wird sich für diese Tage in ein Fest- gewanb hüllen und glles aufbieten zum freundlichen Empfang n»S--« 3W«* wSZ»’ Ke««k.r, Wall- --- *" L chorstraße 15. An der Kaffe L Person 14A Pfg._______ Der Vorstand. Oswaldsgarten. Der erste Stock meines HaufeS ist biS zum 15. Juli zu vermieten. 2858 Keirrrich Kausch, Neustadt 78. Ein mSdlierteS Zimmer zu vermieten. 4513 I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25. 02864] Ein schön mobl. Zimmer zu vermieten. Grünbergerstraße 16,1 Stiege. Neue Kartoffeln, „ Vovheringe frisch eingetroffen. 4824 Adolf Geisse. Hundekuchen 8942 der tatlioh empfohlen gegen KmoHmsten, T-berktio^d^OTta^^he , ^Fl.Mk'tVt/.n.Mk.a^O. . Mosel-Cognac Franzos. 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