■ M dem so 61 Wlb Ebenen: gaer. \ 1948 d.M. 1938 Karlsrube. tiract i Hannover -, Ludwigstraße 20. eleidigung US Wagenbach * kreilivg, Wieset -chüler findet liebest ■ Expedition d. 81. an». HrtrilH <“" ** en. Gkabeustr.l^ Zweites Blatt Nr. 61 Mittwoch den 14 März 1900 ■rtt Anrts- und Änzeigeblntt für bett Kreis (Sieben Jk H> MHintb«'* *WL «Ml bHylrgt Utfi4 *wt M Alle Anzngrn.BermittlungSstellen btfl In« und AuSlank» orhmen Anzrigkn für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. OratisbeiiaKe«: Gießener Familienblätter, Der heffifche Kandwirt, _________ MSIter für heMche Volkskunde. Adrrff« für Depeschen: Anzeiger chtetz«, Fernsprecher Nr. 61. L»„h»e »»» Anzeigen zu der nachmittags für de, M, «scheinenden Nummer diS »arm. 10 Uhr. spätesten» efaeM vorher. »eerWe»mfitr ■Wil dom Anzeiger (Mik A----1 - wptwtw und vniwMt Nr. 7. SSqagsprete »ierteljährl. SRI 2,SG monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle, vierteljährl. Ml. 1,N monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Ml. 2,40 Vierteljahr« mit Bestellgeld. Gießener Anzeiger Henerat-AnMger Der Neue Kurs vom Standpunkt des Mediziners. ^Gießen, den 13. März 1900. „Ich war ein Brandfuchs noch an Jahren, Zwei Semester zählt ich nur," — da war mein Herz noch voller Ideale. Bor allem war mir das Eine unumstößlich feststehend, daß das, was die Regierung und nun gar der Kaiser sagten und thaten, absolut das Wahre, absolut das Richtige sein müsse. Mein Vater, welcher daS denkwürdige Jahr 1848 mit« gemacht hatte, und nun der nationalliberalen Partei angehörte, „solange sie von der liberalen Seite nicht zu viel hervorkehrte", wie er einschränkend zu bemerken pflegte, war mir noch nicht national genug. Ich wurde Mitglied deS Alldeutschen Verbandes, hielt die Alldeutschen Blätter und die Deutsche Zeitung, nachdem ich den Frankfurter General- Anzeiger lediglich deswegen abgeschafft, weil er einstmals dem Grafen PosadowSky scharfe Opposition gemacht hatte. Ich las die Witze des Kladderadatsch über die Agrarier mit einer großen Befriedigung; denn ich glaubte vollkommen, daß die notleidende Landwirtschaft eine schöne Phrase sei. Obwohl als süddeutscher Landbewohner ohne jegliches Jn- aereffe an allen Kanälen, konnte ich die Opposition gegen die Kanalvorlage absolut nicht begreifen. Erst kürzlich noch wurde ich Mitglied des Flottenver- und jede wirklich nationale Sache wird mich stets auf ichrer Seite finden. Aber der Glaube, das Vertrauen ist sehr in'S Wanken gekommen, die Ideale sind sehr zusammengeschmolzen, ich bin nicht nur Skeptiker, ich bin auch gegebenenfalls schärfster Opponent der Regierung, wenn sie solche Scherze, wie die neuerlich geplante Zulassung der Realgymnasialabiturienten in die Wirklichkeit überträgt. Schon haben uns die um PosadowSky die Frauen als unerwünschte Konkurrenten auf den Hals geladen. Betrachten wir doch die Sache bei Licht! Was ist es, was die Blaustrümpfe zum Studium treibt? Einige alte Schachteln, die ihren Beruf verfehlt, oder im Braut- oder Ehestand üble Erfahrungen gemacht haben, versuchen sich wichtig zu machen «nb werfen die Frauensrage auf. Warum aber werden sie gerade Mediziner? Dies ist doch zweifellos für eine Frau der allerungeeignetste Beruf. Was nutzt die vielgepriesene sanfte Hand? Die wäre als Hand, einer Pflegerin, an denen ein brennender Mangel überall sich fühlbar macht, als Hand eines Predigers im fußfreien Rock wesentlich bester anzuwenden. Der Mediziner braucht noch immer eine feste Hand und eine ziemliche Portion Körperkraft, außerdem ein ganz bedeutendes Maß von Selbstüberwindung, Nerven wie Batzenstricke muß er haben, und auch die werden mit der Zeit dünn und morsch. Wie mags erst der Aerztin gehen? Der praktischen Aerztin? Vielleicht erleben wirs ja. Nun kommt das famose Projekt der Zulassung von Nealschulabiturienten. Ich habe im Prinzip durchaus nichts gegen die Reformschulen. Aber warum sind es wieder die Mediziner, die als Besuchskarnikel dafür auserkoren werden. Warum? Nun das ist ziemlich klar. Der Mediziner ist Geschäftsmann, nicht entfernt zu vergleichen mit den „Gelehrten" anderer Berufe. Der Mediziner ist nicht abhängig vom Staate. Dieser an einer erschrecklichen Ueberproduktion leidende Stand ist eben auch vollkommen schutzlos. Die schamloseste Konkurrenz wuchert in ihm, sie erstickt ganz allgemein die ideale Seite des Berufs und läßt die geschäftliche in den Vordergrund treten. Man kann also, wenn hier eine neue Ueberschwemmung eintritt, ganz beruhigt sein. Es fallen dem Staate keine neuen Gehälter zur Last, es klagt keiner darüber, daß er zulange auf Anstellung warten muß, man kann sich ja immerhin einmal hier oder dort niederlassen, man kann ja einmal von 2000 bis 3000 Mark jährlich sehr gut leben, unbekümmert darum, daß man einen nebenan sitzenden, vielleicht mehrfachen Familienvater in's Unglück stürzt. Jeder Ort möchte ja wohl am liebsten seinen Arzt, und die Niederlassung ist ja völlig frei. Auch möchten wohl die Herren Geheimräte doch nicht gerne gerade in ihrer juristischen rc. Kaste Leute ohne humanistische Bildung sehen; aber es soll doch gemacht werden, ergo — versuchen wir's mit den Medizinern, die brauchen ja keine humanistische Bildung. Aber das ist noch nicht daS Schlimmste. Entweder torr bekommen die Realschulabiturienten. Dann werden die buich die Konkurrenz bedrohten Aerzte notgedrungen den Regierungsgegnern, vielleicht, nein sicher zum großen Teil den Sozialdemokratie in die Arme getrieben werden. Oder wir bekommen sie nicht. Dann sind schöne Hoffnungen auf einer anderen Seite erwckt, die notgedrungen wieder bei dieser Unzufriedenheit im Gefolge haben müssen. Die aus heiterem Himmel herniedergeblitzte allerhöchste Initiative gibt aber selbstredend den Interessenten die Berechtigung nicht zu ruhen und zu rasten, bis sie dieses Zie erreicht haben. Doch es wird gelingen; denn niemand vertritt in der Regierung die Interessen des Aerztestandes. Man ist ja nachgerade an Plötzlichkeiten des neuen Kurses vollkommen gewöhnt. Wer aber gedacht hat, daß Unbesonnenheiten mit den Jahren sich verlieren würden, der wird durch immer neue Reden und Thaten alle Augenblicke vom Gegenteil überzeugt. Gewiß ist eS sehr schön, wenn ein Monarch sich um alles kümmert. Aber in einem konstitutionellen Staate muß es heißen: „audiatur et altera pars“. Dieser andere Teil liegt im Sachsenwalde begraben. Männer die Mark in den Knochen und eine eigne Meinung haben müssen gehen, Soldaten und Marionetten treten an ihre Stelle. So will's der neue Kurs. Ich speziell könnte mir ja einen Grund denken, welcher maßgebend gewesen ist, für die geplante Ueberüber- produktion an Medizinern und welcher nicht denen nahesteht, welche ich oben anführte. Man sucht allenthalben Zivilärzte, welche Sanitätsoffiziere der Reserve sind, zum Uebertritt in die Armee sowohl während, als auch nach ihrer Dienstzeit zu bewegen. Es muß dies auf höhere Weisung geschehen, da mir beispielsweise von drei gänzlich von einander unabhängigen höheren Dienststellen dieser Vorschlag gemacht wurde. Die militärärztlichen Bildungsanstalten liefern nicht genügend Nachwuchs Man hat neuerdings sogar erhebliche Entschädigungssummen für solche Uebertretende als „Studienentschädigung" ausgeworfen. — Vermutlich möchte man durch die geplante Maßregel die Mediziner teilweise zwingen, wenn sie nicht verhungern wollen, der Not gehorchend nicht dem eignen Trieb, Militärärzte zu werden. Eine sicherlich erfolgreiche Maßregel! Aber um welchen Preis? Doch wer fragt darnach? Es ist eben — der Neue Kurs! Die 600jährige Jubelfeier der Stadt Lich. t. Lich, 11. März 1900. „O welch ein herrlich Fest ist unser Festtag g e w e st." So könnte man in Anlehnung an ein altes Kirchenlied von dem I ub i lä u m s f e st der alten Eichen stadt Lich singen. Ja, es war ein herrlich«Fest, welches von dem sich zum Einrücken rüstenden Frühling mit „sonnigstem Sonnenschein^ bedacht worden war, und als gestern morgen in der Frühe vom Turme des Rathauses herab aus dem „metallenen Munde" der Trompeten und Hörner der Choral „Nun danket alle Gott" erschallte, da hat es wohl in dem Herzen eines jeden Licher einen freudigen Widerhall erweckt und zürn Danke gestimmt, zum Danke gegen den Lenker aller Dinge, zum Danke für. die gnädige Führung der Schicksale unserer Stadt während der 600 Jahre ihres Bestehens als solche, zum Danke auch für den herrlichen Festtag. Ueberall an den Häusern reicher Flaggenschmuck, überall auf den Straßen Leute mit festtäglicher Kleidung, mit vor Festesfreude strahlendem Antlitz. Um 8 Uhr kündeten die Glocken männiglich die Bedeutung des Tages: um 11 Uhr wurden für die Kinder in den einzelnen Klassen die Schulfeierlichkeiten gehalten. Von feiten der Regierung war Herr Regierungsrat Dr. Wagner erschienen und nahm an der Schulfeier Teil. — Um 1 Uhr 30 Min. mittags wurde unter den Klängen der Festglocke und des. Chorals „Nun danket alle Gott", in Gegenwart der Korporationen der Stadt, auf dem Kirchenplatze, nahe der im Jahre 1817 gepflanzten Reformationseiche, eine Gedächtniseiche gepflanzt, welche durch Herrn Dechanten K l i n g e l h ö f f e r geweiht wurde mit dem Wunsche, daß die sinnbildliche Stellung des jungen Baumes zwischen Rathaus und Kirche lebenden und kommenden Geschlechtern einen Hinweis geben möge, die Kräfte der religiösen und kirchlichen Gemeinschastspflege und der bürgerlichen, öffentlichen Wohlfahrt zu widmen. Die Weiherede betonte noch, daß ebenso wie der junge Baum bald grünen und gedeihen werde, so möge auch die Stadt blühen und gedeihen in allen Zeiten und^so, wie sich die Krone der gepflanzten Eiche bald ausbreitn werde, um den Vögeln des Himmels als Wohnung zu dienen, so möge auch die Stadt Lich in Zukunft die Wohnstätte eines sich immer mehrenden freien frohen Geschlechtes sein. Herr Bürgermeister Heller übergab sodann den Baum der Pflege der Bürgerschaft und empfahl ihn besonders dem Schutze der Jugend. — In der nun folgenden kirchlichen Feier, welche durch den ergreifenden Gesang des Vereins Cäcilia verherrlicht wurde, hielt Herr Dechant Klingel- Höffer die Festpredigt über den Text Pf. 103, 13 u. f. Ju kerniger, echt volkstümlicher Weise sprach er über die religiöse Bedeutung unserer Stadt seit den ersten Anfängen des Christentums, führte dann in großen Zügen auf Grund der zuweilen freilich mangelhaft geführten Chronik und der Kirchenbücher die wichtigsten Abschnitte in der Entwickelung der Stadt und des fürstlichen Hauses vor, rühmte das gute Regiment, welches stets geherrscht, und das auf wirtschaftlichen und sittlich-religiösen Fortschritt gerichtete Streben der Einwohner. Dann zeichnete er Ziel und Wege für die Verwaltung, für die Vereine, deren Anzeichen um den Altar aufgestellt waren, für die verschiedenen Klassen der Bevölkerung und für die Jugend und das Heranwachsende Geschlecht. — Am Abend bewegte sich dann ein Fackelzug der Vereine und der Bürgerschaft vom Rathaus aus durch die Stadt nach dem Lokale deS Gastwirts Heiland. Hier angekommen, sprach Herr Bürgermeister Heller einige Worte der Begrüßung und deS Dankes für die rege Beteiligung der Einwohner und schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. königliche Hoheit den Großherzog. Dann hielt Herr Vorsteher Wagner von der Präparandenanstalt einen Vortrag über die "Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Klar und fesselnd, ein Muster volkstümlicher Gcschichtsdarstellung, zeigte die über eine Stunde dauernde Rede die kulturelle Bedeutung der Gegend seit der prähistorischen Zeit und die Entwickelung der Stabt aus ihren ersten nachweisbaren Anfängen bis auf unsere Tage, gab einen Ueberblick über das Haus Solms, dessen Ursprung, Rechtsvorgänger und die ihm verwandten und abgezweigten Käufer. Mit besonderer Gcnugthuung verweilte der Vortragende bei der Zeit der Frau Fürstin Mutter zu^Anfang des 19. Jahrhunderts, wo die durchlauchtige Frau hier zuerst den Ideen Pestalozzis Eingang verschaffte, und eine Forstschule unterhielt. Er schloß mit einem Hoch auf das fürstliche Haus und Se. Durchlaucht den Fürsten Karl. Lang anhaltender stürmischer Beifall war der Dank für den die Sache erschöpfenden nach zuverlässigen Quellen gearbeiteten Vortrag. Im Laufe des Abends wurden dann noch einige Ansprachen gehalten, so von Herrn Oberamtsrichter Gil le r über die schöne und gesunde Lage der Stadt, den Fleiß, Strebsamkeit und Frie densliebe ihrer Bewohner, schließend mit einem Hoch auf die Stadt Lich. Herr Lehrer Alt gedachte des Stadtregiments und deren Vorfahren im Amt, und aller alteingesessenen und neu angesiedclten Geschlechter, welche durch landwirtschaftliche, gewerbliche, technische oder wissenschaftliche Bethätigung an dem Aufblühen der Stadt einen Anteil haben, und den Namen mit Ruhm in die Welt trugen. Herr Lehrer Schmidt toastete auf Herrn Bürgermeister Heller u. s. w. Da es dem Fürsten Carl und Prinzen Ludwig unmöglich war, persönlich zu erscheinen, hatten sie Glückwunschtelegramme geschickt, wofür aus der Versammlung Danktelegramme gesandt wurden. Bis in die frühe Morgenstunde dauerte das fröhliche Treiben, das durch keinen Mißton gestört wurde. Die Gesangvereine Cäcilia und Männerquartett trugen vollendet schöne Gesänge vor, und die Musik hielt alle Lebensgeister in frischer Spannung. Wenn man dem schönen Wetter und dem Verlauf des Festes eine Vorbedeutung für kommende Zeiten im Schicksale unserer Stadt beilegen dürfte, so wäre es gewiß eine, gute. So lebe, blühe und gedeihe denn unsere Stadt zum Wohl ihrer Bürger zum Glück unseres Landes. I. -----------------;----—:-----L----------Y - I- . Lokales und NrovnyieUes. (Anonyme Ginsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 13. März 1900. ** Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 97 Jahren, am 14 Marz 1803, starb zu Ottensen bei Hamburg der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock. Er lenkte di: deutsche Poesie mit seinen dichterischen Schöpfungen in neue Bahnen, und bezauberte durch Großartigkeit der Stoffe und durch enthusiastische Behandlung derselben. Seinen Ruhm begründete sein M-tsterweik „Messias", etn in Hexametern geschriebenes Heldengedicht. K. wurde am 2. Juli 1724 in Quedlinburg geboren. •• Die Influenza, führt Dr. I. Ruhemann in der .«Verl. Klin. Wochenschau" auf den ungemein starken Mangel an Sonnenschein, der fast im ganzen Januar herrschte, zurück. Schon in früheren Arbeiten hat er nach- zuweisen gesucht, daß hinsichtlich des Entstehens von Influenza-Epidemien kein anderer meteorologischer Faktor so wichtig ist, wie das Sonnenlicht, diese gewaltige anti- mkterielle Kraft. Auch bei der zurzeit herrschenden Influenza- Epidemie ist der Nachweis des außerordentlich geringen Sonnenscheinquantums, welches wir in Deutschland gehabt saben, nicht ohne Jntereffe. In Berlin hatten wir die geringsten Sonnenscheinmengen, welche seit 1893 in den registrierenden Aufzeichnungen der meteorologischen Warte der Seestraße gemessen worden sind. Die Sonne hat im Monat Januar nur 9,8 Stunden geschienen, während das achtjährige Mittel für den Januar 36,4 Stunden beträgt. Und diese 9,8 Stunden Sonnenschein kommen auf die erste Hälfte des Januar zu liegen, während vom 16. bis 31. Januar überhaupt kein Sonnenlicht zu verzeichnen war, und gerade in dieser Zeit wuchs die Epidemie mächtig an. Zu erinnern ist ferner daran, daß der Jnfluenzamonat 1889 in Berlin 22 sonnenscheinlose Tage aufwies. Und damals waren die Intensität und Extensität der Grippe, vor allem das Erscheinen von Mischinfektionen, noch gewaltiger. • * • *’ Bon der Universität. Der als ordentlicher Pro feffor der Physik und Leiter des physikalischen Instituts nach hier berufene außerordentliche Professor Dr. Drude in Leipzig hat angenommen, und wird seine Vorlesungen im nächsten Semester beginnen. *♦ Turnerisches. Am vergangenen Sonntagnachmittag hielt die Spielriege des Männerturnvereins ihr Anspielen, verbunden mit einem Riegenabend auf der „Liebigshöhe", ab. Trotz der Terrainschwierigkeiten und des sehr schlüpfrigen Bodens waren die Leistungen der Mannschaft recht zufriedenstellend. ES wurden gezeigt: Wettlauf über 200 Meter, Schleuderball und zuletzt Vexier- ball. — Am Abend versammelten sich die Eltern und Angehörigen der Mannschaft, sowie der Vorstand des Männer« turnvereins zu dem von der Spielriege veranstalteten Riegenabend, der recht vergnüglich verlief. Die Vorführung der „Watzebonner Mosterrieg^" entfesselte wahre Lachsalven. Drei effektvolle lebende Bilder aus dem Turnerleben, sowie das komische Duett „Hans und Grete", und ein flotter Einakter: „Gesunde Jungen" schlossen sich ihr würdig an. Auch der Tanzkunst wurde aufs ausgiebigste gehuldigt, daher die Spielrtege mit Stolz auf ihre Darbietungen zurückblicken kann. Möge sie hurtig weiterarbeiten an dem begonnenen Werke, dann darf sie mit Recht- ihr Losungswort erschallen lassen: „Bahn frei für die Spiel riegel" *' Rittershaus Konzert. An Stelle des erkrankten Herrn Eriksen ist für den am Samstag dem 17. März im Klub saale staltfindenden Opern- und Li der-Abend des königl. Hofopernsängers Alfred Rittershaus die jugendliche Klavier- Virtuosin Fräulein Marie Kleinhanns aus Hannover zur Mitwirkung gewonnen worden. Fräulein Kleinhanns, eine Schülerin Meister Reinecke's in Leipzig, hat unlängst mit Aufsehen erregendem Erfolge in Schwerin und Hannover konzertiert. *• Erledigte Stellen für Militäranwärter im Bezirk des 18. Armeekorps. Griesheim, Bürgermeisteramt, Bureaugehilfe, 1000 Mark Gehalt. Daselbst, Polizeisergeant, 1200—1700 Mk. Gehalt. — Im Bezirk der Kaiserlichen Ober-Postdirektion in Darmstadt, Briefträger, 900 Mk. Gehalt und der gesetzmäßige Wohnungsgeldzuschuß. Daselbst, Landbriefträger, 700 Mk. Gehalt und der gesetzmäßige Wohnungsgeldzuschuß. — Im Bezirk der Kaiser!. Ober-Postdirektion in Frankfurt a. M., Briefträger und Postschaffner, 900 Mk. Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. — Nassau, bei der Stadtgemeinde Naffau, Polizei« und Gemeindediener, 800 Mk. und 50 Mk. für Uniformkleidung. — Oberursel, Polizeiverwaltung, Feldhüter, 700—750 Mk. Gehalt. § Butzbach, 12. März. Der auf Donnerstag, den. 15. dieses Monats bestimmte hiesige Vieh - und Prämiierungsmarkt nebst großer Verlosung ist auf den 5. April verlegt worden. Hierzu sollen auch Rinder aus den nahegelegenen preußischen und vormals nassauischen Orten, falls keine Sperre nötig wird, zugelassen werden. Bemerkenswert ist, daß auf unserem Viehmarkte keine Standgelder erhoben werden. — Die vor acht Jahren gegründete hiesige freie H i l f s k r a n k e n k a s s e hat auch im abaelaufenen Geschäftsjahre gute finanzielle Fortschritte gemacht, sodaß die Mitgliederbeiträge in der letzten Generalversammlung reduziert worden sind. Bad Nauheim, 12. März. Auf die Nachricht von der glücklichen Erbohrung eines neuen Sprudels sandten Seine Königliche Hoheit der Großherzog aus Anacapri in Italien folgendes Telegramm: „Möge diese glückliche Bohrung der ganzen Stadt zum größten Segen gereichen." — Ernst Ludwig. — Gleichzeitig erhielt Finanzminister Küchler Exz., welcher das frohe Ereignis nach Capri telegraphierte, folgende Draht-Antwort: „Dieses ist die beste Nachricht, die ich seit langem bekommen habe. Besten Dank. Ernst Ludwig". [] Stangenrod, 12. März. Nachdem die Arbeiten auf der im Bau begriffenen^ Kreis st raße Stangenrod— Londorfer Straße bem Grünberg zum Leidwesen unserer Gemeinde eine unliebsame Unterbrechung erfahren hatten, sind dieselben nunmehr wieder ausgenommen worden, und es ist zu hoffen, daß die Straße noch im Verlaufe dieses Sommers vollendet, und dem Verkehr übergeben werden wird. — Der Bau eines neuen Schulhauses für die hiesige Gemeinde wird voraussichtlich noch in diesem Frühjahr in Angriff genommen werden; das Gebäude soll bis zum Herbst im Rohbau vollendet sein. — Im benachbarten Lumda läßt der Staat eine neue Forstwart- Wohnung errichten. T Grünberg, 12. März. In der letzten Sitzung des hiesigen Stadtrats stand die Frage der Einführung elektrischer Beleuchtung auf der Tagesordnung. Es wurde einstimmig beschlossen, einem Unternehmer die Einrichtung eines Elektrizitätswerkes zu übertragen. Da bereits Unterhandlungen in der Angelegenheit gepflogen werden, so ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß wir binnen Jahresfrist elektrisches Licht hier haben werden. — Der Turnverein veranstaltete gestern nachmittag einen Turngang, der unter sehr zahlreicher Beteiligung und begünstigt durch prachtvolles Frühlingswetter einen für alle Teilnehmer recht befriedigenden Verlauf nahm. Flörsheim, 13. März. Auf einem der zu Fastnacht dahier abgehaltenen sieben Mastenbälle mit PreisverteiLex Heinze. München, den 12. März 1900, Die Protestkundgebuna gegen die Lex Heinze hat zunächst offiziell ein unerwartetes Schicksal erfahren. Dem Vorsitzenden der Versammlung im Bürgerlichen Bräuhaus, Herrn Dr. Georg Hirth, ist heute im Auftrage des Präsidenten des Reichstages, Grafen Ballestrem, folgendes Schreiben zugegangen: Reichstag. Berlin, 9. März. Sie werden hiemit durch die unterzeichnete Stelle im Auftrage des Herrn Präsidenten des Deutschen Reichstages Grafen v. Ballestrem infolge des an das Präsidium des Reichstages gerichteten Schreibens vom 8. März ergebensti benachrichtigt, daß der übersandte Protest einer Münchener Volksversammlung vom 7. März gegen den von dem Herrn Reichskanzler im Namen Sr. Majestät des Kaisers dem Reichstage vorgelegten Entwurf eines Gesetzes betreffend Aenderungen und Ergänzungen des Strafgesetzbuches, wie er aus den Beratungen der XI. Kommission hervorgckgangen ist, wegen des beleidigenden Inhalts des Protestes sich zur geschäftsordnungsmäßigen Behandlung im Reichstage nicht eignet und deshalb mit den weiteren Anlagen Ihres Schreibens beifolgend zurückgegeben ist. Das Reichstags büreau. Diese Art der Erledigung eines offenen und ehrlichen, freilich auch von tiefer Entrüstung getragenen Protestes einer nach Tausenden zählenden Versammlung von Wählern ist allerdings sehr bequem. Wir glauben wohl, daß die entschiedene Sprache unseres Münchener Protestes und die Thatsache einer so imposanten Versammlung gerade in München für das Zentrum sehr unangenehm sind; wir würden es daher verstehen, wenn der Herr Abgeordnete Graf Ballestrem gegen den Protest eine entschieden ablehnende Haltung einnehmen würde; — aber von dem Reichstags-Präsidenten Grafen Ballestrem verstehen wir das nicht. Formell gelangt somit der Protest Münchens nicht zur Kenntnis des Reichstags; um so größer wird, davon sind wir fest überzeugt und dafür spricht gerade das oben abgedruckte Schreiben, die Wirkung des Protestes auf alle in Betracht kommenden Faktoren sein. Es ist übrigens dafür gesagt, daß er trotzdem allen Reichstagsabgeordneten zur Kenntnis gelangt und daß die einzelnen Punkte unserer Beschwerde im Reichstage zur Sprache kommen. Weitere Kuudgebuugeu: Berlin, 10. März. Die auf gestern abend von einem Komitee in der Philharmonie angesetzte Versammlung der Interessenten, in der über die Lex Heinze beraten werden sollte, hatte ein ganz merkwürdiges Schicksal: Sie wurde von der Begeisterung derer erdrückt, die der Bewegung gegen die Lex Heinze ihre Sympathie bezeugen wollten. Schon eine ganze Stunde vor Eröffnung der Versammlung war der große Vorhof der Philharmonie derartig mit Menschen vollgepfropft, daß sich die Mitglieder des Komitees nur mit den allergrößten Schwierigkeiten den Weg bahnen konnten. Vielen gelang es überhaupt nicht, und sie blieben stundenlang eingepfercht in fürchterlicher Enge. Man hatte den Fehler begangen, in Den Ankündigungen der Presse nicht mit allem Nachdruck hervorzuheben, daß es sich nicht um eine öffentliche Versammlung handle, sondern um eine der Interessenten, deren Besuch nur gegen Einladungskarten statthaft war. Die zu Tausenden gekommenen Leute wollten um keinen Preis weichen, und alle Aufforderungen der Komiteemitglieder verhallten fruchtlos wie auch die der Polizei, die sich übrigens bei dieser Gelegenheit, wie gern anerkannt werden soll, mit ausgezeichnetem Takte benahm. Das in der Philharmonie befindliche Rumpfkomitee beriet, ob es, der Zwangslage gehorchend, auch den nichtgeladenen Leuten die Eingangsthore öffnen solle, aber ganz abgesehen davon, daß das den Zweck der Versammlung vereitelt hätte, erklärten die Besitzer des Saales, daß ein Oeffnen tber Thore bei dem ungeheuren Andrange die allertraurigsten Folgen haben müßte, und daß die Wahrscheinlichkeit vorliege, daß Menschen erdrückt und zertreten werden würden. Unter diesen Umständen blieb dem Komitee nichts übrig, als die Versantmlung aufzuheben; doch dauerte es noch lange Zeit, ehe man mit Hilfe der Polizei den Vorhof räumen konnte. Die enttäuschten Versammlungsbesucher bestanden augenscheinlich zum mindesten in ihrer großen Mehrheit aus sehr ordentlichen und ruhigen Elementen, die allerdings manchmal sehr turbulent waren, wi L^ich das meist ereignet, wenn Menschen in solchen lung, wurde einer Frau, welche drei Jahre Witwe und schon 6 Jahre Großmutter ist, von der Jury der erste Preis zuerkannt. Die lebenslustige Frau Großmutter war als — Baby verkleidet. [] Borken (Hessen), 13. März. Vor etwa Jahresfrist wurde gelegentlich des Grabens eines Brunnens im Dorfe Arnsbach bei Borken M.-W.-B. auf Braunkohlen gestoßen. Dieses Ereignis veranlaßte einige Herren aus Kassel und aus dem Westfälischen Kohlenrevier Bohrungen anzustellen, die von einem derartig günstigen Erfolg begleitet waren, daß der von genannten Herren inzwischen ins Leben gerufenen Gewerffchaft „Arnsbach" das Verleihungsrecht auf neun normale Grubenfelder in der Größe von 19 701000 Quadratmeter erteilt wurde. Genannte Gewerkschaft ist jetzt mit dem Abteufen eines Schachtes beschäftigt. Die Qualität der erbohrten Kohle ist eine ganz vorzügliche und lagert in Flötzen von 3 bis 15 Meter Mächtigkeit. Bei der jetzigen Kohlenkalamität ist die Errichtung eines solchen Werkes um so erfreulicher. Der Grubenvorstand besteht aus den Herren: Bergwerksdirektor Heyer von Zeche Mont-Cenis in Solingen i. W., Gewerke- und Kohlengroßhändler Robert Wulff jr. in Dortmund, Kaufmann Julius Fingerling in Kassel. Die technische Oberleitung ruht in den bewährten Händen des Herrn Bergwerksdirektors Heyer in Solingen. m. Treysa, 12. März. Durch die Fahrlässigkeit eines zwölfjährigen Knaben wurde dem Landrat Schlemmer im benachbarten Röllshausen ein Schaden von mehreren hundert Mark zugefügt. Der Knabe hatte einen dem Sch. gehörigen Strohschober in Brand gesetzt, welcher vollständig nieberbrannte. — Die Leiche, eines 15 jährigen Mäbchens, bie wohl schqn längere Zeit barin gelegen haben mochte, würbe gestern von der Schwalm in Rollshausen ans Land getrieben. Mässen auftreten. Die anhaltenden Hochrufe auf Sudermann und das Komitee bewiesen, welcher Geistesrichtung sie angehörten und welchen tiefen Eindruck die vorhergehende Versammlung auf die Berliner Bevölkerung gemacht hat. Man kann insofern sagen, baß bie über bas Ziel hinausschießenbe Beteiligung der Berliner Bevölkerung der Bewegung gegen den Kunst- und Litteraturparagraphen eine ganz gewaltige Reklame gemacht hat, und man fragt sich fast mit Besorgnis, wie sich der Andrang jetzt gestalten wird, wenn am nächsten Samstag wieder eine öffentliche Volksversammlung abgehalten werden soll. Berlin, 10. März. Den Abendblättern zufolge erließ auch der Verein „Berliner Presse" eine Protesterklärung gegen die die Kunst und Litteratur betreffenden Bestimmungen der Lex Heinze. Stuttgart, 10. März. Auch in hiesigen schriftstellerischen und künstlerischen Kreisen ist eine Bewegung gegen die Lex Heinze im Gange. Heute abend findet eine Versammlung statt, in der die Frage einer öffentlichen Protestkundgebung erörtert werden soll. Au die bildenden Künstler Münchens richtet sich folgende Kundgebung: Weil es umerläßlich erscheint, 1. daß die Stellung nähme der bildenden Künstler Münchens zum § 184a der sogenannten Lex Heinze im besonderen betont werde, 2. daß sämtlichen bildenden Künstlern Münchens die Ge legenheit gegeben werde, ihren notgedrungenen Protest geltend zu machen und damit einer zur Ehrensache gewordenen Pflicht zu genügen, ergeht an alte bildenden Künstler Münchens hiermit die dringende Aufforderung, die nachfolgende Protesterklärung durch Namensunterschrift zu unterstützen. Protest-Erklärung. Der § 184a ber sogenannten Lex Heinze tautet: „Mit Gefängnis bis zu sechs Monaten ober mit Gelbstrafe bis zu 600 Mark wirb bestraft, wer Schriften, Abbildungen ober Darstellungen, welche, ohne unzüchtig zu sein, bas Schamgefühl gröblich verletzen, einer Person unter 18 Jahren gegen Entgelt überläßt ober anbietet, ober zu geschäftlichen Zwecken ober in ber Absicht, das Schamgefühl zu verletzen, an öffentlichen Straßen, Platzen ober anbern Orten, bie bem öffentlichen Verkehr bienen, in Aergernis erregenber Weise ausstellt ober anschlägt." Hierin erblicken bie unterzeichneen Künstler Münchens eine schwere Bedrohung ber ibealen Werte ber Nation, insonberheit ber bUbenben Künste. Der genannte Para graph ist geeignet, das deutsche Kunstschaffen der Kontrolle des falschen Schamgefühls Ungebildeter, das heißt solcher auszuliefern, die nicht im stände sind, echte Kunst und rein künstlerische Absicht richtig zu bewerten, wie denn überhaupt die Qualität der hier in Frage kommenden Urteilskraft von der Befähigung zu künstlerischen Dingen und dem Maß der Beschäftigung mit ihnen bedingt wird. Die Gefahr ist um so größer, als der Begriff des Schamgefühls nach Beruf und Bildung stets ein durchaus schwankender ist und niemals ein feststehender fein kann. Gerade ui letzter Zeit hat das urteilslose Vorgehen polizeilicher Organe gegen Nachbildungen edelster Kunstwerke lauten und unzweideutigen Widerspruch mit dem Empfinden eines großen und guten Teiles der Nation gezeitigt. Die Unterzeichneten halten es deshalb für ihre un äbweisbare Pflicht, gegen den § 184a ebenso ernst wie energisch Protest einzulegen und geben der vollberechtigten Erwartung einmütig Ausdruck, daß der § 184a aus der Lex Heinze entfernt werde und unter keinen Umständen Gesetzeskraft erlange. Freie Vereinigung bildender Künstler Münchens. Berlin, 12. März. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." mitteUt, empfing Reichskanzler Fürst Hohenlohe heute in Gegenwart des Staats-Sekretärs des Reichsjustiz - Amtes mehrere hervorragende Vertreter von Kunst und Wissenschaft, um sich über die Bedenken näher zu unterrichten, welche gegen einzelne Bestimmungen der lex Heinze in künstlerischen und wissenschaftlichen Kreisen hervorgetreten find. Erschienen waren Adolf von Menzel, Professor Mommsen, Professor Reinhold Begas, Professor Eberlein, Hermann Sudermann und Adolf L'Arronge. Aus dem Verlauf der Unterhaltung ergab sich, daß über die Trag weite der Regierungsvorlage und über die ihr zu Grunde liegenden Absichten der Regierung trotz aller bisherigen Verhandlungen noch erhebliche Mißverständnisse obwalteten. Die erschienenen Herren vermochten die Be- orgnis nicht zu unterdrücken, daß die Fassung ber vor geschriebenen Bestimmungen zu einer gefährlichen Willkür in ben Kreisen ber unteren Polizeiorgane führen und von ben Gerichten anbers ausgelegt werben könnte, als bic Regierung sie verstauben wissen wollte. Der Reichskanzler nahm darauf Anlaß, zu erklären, daß in letzterer Beziehung die Verhandlungen im Reichstage Gelegenheit geben wirr den, die Meinung der Regierung unzweideutig festzusteNen, in ersterer Beziehung aber die von den Landes-Regierungen zu erlassenden Ausführungsbestimmungen Belästigungen des Verkehrs vorbeugen würden. Es fei weder seine Absicht, noch die Absicht der verbündeten Regierungen, der künstlerischen und wissenschaftlichen Thätigkeit hemmende Schranken zu setzen. Zu dem sogenannten Theater Paragraph wurde erklärt, daß die Regierung die in zweiter Lesung vom Reichstage gefaßten Beschlüsse für unannehmbar halte, in Betreff der von den Parteien in Aussicht genommenen neuen Vorschläge aber sich noch nicht zu äußern vermöge, da diese Vorschläge von den Parteien noch nicht vorgelegt seien. Jagd und Sport. Der Strafsenat des Obersten Landesgerichts München hat folgenden prinzipiellen Entscheid erlassen. Das Gericht hatte als Revisionsinstanz über die Frage zu entscheiden, ob ein Jagdberechtigterauch außerhalb seines Reviers und bevor er mit der Jagd begonnen hat, verpflichtet ist, auf Verlangen dem befugten Polizeiorgan feine Jagdkarte vorzuzeigen. Der Geschäftsführer Johann Kraft in Fürth, der Pächter der Neidhardswindener Jagd, war auf dem Wege nach seinem Revier, auf ber Distriktsstraße, noch ungefähr eine halbe Stunde vom Revier entfernt, vom Stationskommanbanten aufgefordert worden, seine Jagdkarte vorzuzeigen. Kraft erwiderte, er habe dieselbe zu Äsbefehl- SS Abgabe sSOÄ den be Ate absichtl ^^^Msen seb ’id'dUU erpf*1’ n ieb ..ss. sich ^^'?2rollieren lc ZS ssS Tf*« »ff*” «nckl kübchchnMvlvSi ■fon'bttn ach in der Kontraventionen, die zur Kontrolle r.nnnl 3agb befugt sein. - angefochtene Urteil o tleberbürdung der S Urteilsgrunde besag Michte des Art. (iartenvorzeigens v der Ausübung der lieben Organen lei Übung ber i it ftitl, 7. März. Trodmboi bet laifetlid ihrer Art. ti fmb in und Handlanger thätig. .befinden, beträgt eine i ' Arbeiterschicht arbeitet nä I gWe nicht vtrloffen wirt wirb ifntn in ba &iodt B, Dir Betriebseinr VNImvttto sollen t Schaden, der durch A an Kohlen und Peinig ansacht wirb, versichert Wir ladm die V mn» eine Offerte zu n ^sichernden GegeMr We seiner lechroeis WtoetU w OM Mün >°uf 14. d. M. . l ^gesetzt, wobei je 'werden wirb. — I Kann dagegen am Mttfinden. Netzen, btu 1924 dSs «'Eiu'gsfchÄ »erben j ^eber das 'M 'turnet Än @2 Jaufaann 'MttTL v'rd ,l$°° bei LizZk hat, 'drang ieA^ eher JÄF* i soll "lientlit ^.Wget, ^sigen forih KsL oll ' Olsentliche ' Münchens daß die Stellung *'** § iw« £ :JwiQtn$ bie (fr Eigenen frotc r $ur Ehrensache? ftn alle U A Ade Nioxkmn, ^amensunterschrjsi s. NW laM- ÄlvMen oder mii llrch, wer Lchrisleu eiche, ohne unziichn- -rletzen, einer Pechs -rläßt oder anbiete; in der Absicht, dc hen Straßen, M ben Verkehr bien.- eilt oder anschläe- . Künstler Münchr Werte der Natir. Ler genannte $arc schassen derKontrck ter, das heix/ foldjr. echte ftunftunb reu; ten, Ivie beim über fornmenben Urteile enW Dingen nnl) n tebingl tovtV Tie \\ des SchaMW- rchans schwanlendi, n Im. Gerade ir. en Mzeilicher Ci Istwerte tauten unt i lLmpsiM fl'K« wW , tffjolb für ihre uti a ebenso ernst iw Ser vollberechtigtes er § 184a aus de> keinen Umstanden DD bann r nul - Ä'EK i z bildender nchens. Fordd. Ma. Z>S Sohenlohe heute n Äeichsjustiz-Amtee Kunst und Wen cher zu unterrchen n der Ul W 1 weisen hervargeMt- )n Menzel, Protein s, Prosejsor Ebeil- »Arronge. Aus «l , t>aß über bie ;er die ihr zu trotz aller HW Mverstand^ . $ i vemochten V b die Fassung^ ier geE^ -IZ- 353'* r-S •sä-- "N«'$ für unon"'-, l'chichse i njugiiii: Parteien in L 7, gatteten«»” Zerr und Marine. Kiel, 7. März. Die Taucherglocke, mit der jetzt am neuen Trockendock der kaiserlichen Werft gearbeitet wird, ist eine der größten ifjtrr Art. 68 sind in ihr fortgesetzt 30—40 Mann Maurer, Zimmerer und Handlanger thötig. Der Luftdruck, unter welchem sich die Arbeiter befinden, beträgt eine Atmosphäre für je 10 Meter Wassertiefe. Jede »Irbeiterschicht arbeitet acht Stunden, während welcher Zeit die Taucherglocke nicht verlassen wird. Um die Arbeiter bei Kräften zu erhalten, wird ihnen in der Glocke Thee und Butterbrod gereicht. Spirituosen Saufe vergessen; kurz nachdem der Gendarm sich entfernt !)atte, zog Kraft die Karte aber aus der ^a)che. ®egen einen Strafbefehl, den Kraft auf Grund des Art. 23 3lft 2 des Jagdgesetzes vom 30. Mai 1850 erhielt weil er die >aad ausgeübt habe, ohne die Jagdkarte bm sich zu fuhren, erhob Kraft Einspruch. Das Schöffengericht.Narkterlbach sprach den Angeklagten, geaen den inzwischen die Anklage «ms Art 93 «iff 4 ausgedehnt worden war, frei, diese Ziffer !' bedÄ denjenigen mit Strafe der den polizeilichen Vollzugsbeamten oder Wienern die Vorzeigung bezw. Abaabe der Jagdkarte verweigert. Das Schöffengericht sprach den Angeklagten deshalb frei weil es auf Grund einer Angaben annahm, er habe nicht böswillig gehandelt, andern wirklich geglaubt, er habe die Jagdkarte nicht bei ich Auf die amtanwaltschaftliche Berufung hin hob das Landgericht Fürth dieses Urteil auf und verurteilte den Angeklagten zu 20 Mark Geldstrafe ev. vier Tagen Haft, indem es aus den begleitenden Umständen schloß, Kraft habe die Karte absichtlich nicht vorgezeigt, weil er der Anschauung gewesen sei, ex sei hierzu außerhalb seines Reviers nicht verpflichtet. Das sei aber eine rechtsirrtümliche Anschauung; denn jeder in voller Jagdausrüstung befindliche Jäger müsse sich von den befugten polizeilichen Organen kontrollieren lassen. — Gegen dieses Urteil legte Kraft Revision ein, mit der Begründung, der Jagdberechtigte sei nur während der Ausübung der Jagd zum Vorzeigen der Karte verpflichtet, nicht aber vor oder nach der Jagd und außerhalb seines Jagdbezirkes. Der Staatsanwalt beantragte die kostenfüllige Verwerfung der Revision. Eine so enge Auslegung des Gesetzes müßte zu den größten Chikanen gegenüber den polizeilichen Organen führen, weil dann ein Jagdberechtigter, wenn er den Gendarmen von weitem kommen sieht, z. B. nur auf den nächsten öffentlichen Weg hinauszutreten brauchte, um jede Kontrolle unmöglich zu machen. Die polizeiliche Thätig- teit bestehe nicht blos in der Entdeckung bereits begangener, sondern auch in der Verhinderung erst drohender Gesetzes- Kontraventionen, die polizeilichen Organe müssen also auch zur Kontrolle unmittelbar vor und nach Ausübung der Jagd befugt sein. — Das Oberste Landesgericht hob das angefochtene Urteil auf und sprach den Angeklagten unter Uetarbürbung der Kosten auf die Staatskasse frei. Die llrteilsgründe besagen u. a.: daß nach der Entstehungs- -gcschichte des Art. 23 Ziff. 4 nur die Verweigerung des Kurtenvorzeigens während, nid)t aber vor oder nach bc Ausübung der Jagd strafbar ist, und daß den polizeilichen Organen kein Recht zusteht, vor oder nach der Ausübung der Jagd die Vorzeigung der Karte zu verlangen. dürfen nicht genoffen werden. Das Aus- und Eintreten der Arbeiter erfolgt durch einen Schacht, eine sogenannte Schleuse, die in Form einer engen Kammer nach der freien Lust, sowie nach dem Innern durch eine Thür hermetisch abgeschloffen werden kann, so daß beim Befahren nie eine größere als dem Inhalt der Kammer entsprechende Luftmenge verloren geht. Bei der Arbeit ruht die Glocke auf dem Grunde. Der Boden wird ausgegraben, der Grund mit Beton ausgefüllt und auf diesem Untergründe das Dock auf- und ausgemauert. Der ArbeUsraum ist elektrisch beleuchtet. Der ganze Apparat der Taucherglocke hat niehr als eine Million Mark gekostet. Die Fertigstellung des Docks wird 17 Millionen Mark Kosten verursachen. Der französische Hauptmann Dandetau hat ein Gewehr konstruiert, welches gegenwärtig einer eingehenden Prüfung in der Militärschießschule zu Chalons auf seine Brauchbarkeit unterworfen wild. In französischen Militärkreisen war man längst darüber einig, daß das Lebel-Gewehr nicht mehr als zeitgemäße Kriegswaffe angesehen werden konnte. Das „Dandetau-Gewehr" hat ein Kaliber von 6,5 mm, Magazinladung für fünf Patronen und statt des Laufmantels einen hölzernen Handschuh, ferner eine Vorrichtung, um das Gewehr auch als Einzellader benützen zu können. Als Beweis der Durchschlagskraft wird angegeben, daß auf 2000 Meter noch ein Pferd der Länge nach vom Kopf bis zum Schwanz durchschlagen werden soll, auch noch jenseits dieser Distanz habe das Geschoß eine solche Zerstörungskraft, daß es alle getroffenen Knochen zermalme und mithin die furchtbarste Waffe abgebe, die je existierteI? Kunst und Wisseuschast. Aopenhagen, io. März. Der Komponist, Professor Hartmann ist heute im Alter von 94 Jahren hier gestorben. Stuttgart, 10. März. Hofkapellmeister Doppler ist im Alter von 74 Jahren an Influenza gestorben. Verein Mädchengymnasium in Köln. Man schreibt der „Frkf. Ztg." aus Köln: Die außerordentliche Generalversammlung befaßte sich mit dem auf die Eingabe des Vereins zur Errichtung eines Mädchengymnasiums ergangenen abschlägigen ministeriellen Bescheid. Der Vorstand ist einstimmig in dem Entschluß gewesen, die Anregung des Ministers, zur Fortbildung der Mädchen vierjährige Kurse einzurichten, die sich an die oberste Klasse der höheren Töchterschule anschließen, nicht zu befolgen. Der Verein wird seine Eingabe, sowie den ministeriellen Erlaß vom 7. März 18-9, auf den sich die Antwort bezieht, durch den Druck vervielfältigen und in den nächsten Tagen zur Versendung bringen. Sollten seine Bestrebungen eine Wandlung in der Auffassung des Ministeriums zu bewirken (in einigen Tagen wird die Angelegenheit auch im preußischen Abgeordnetenhaus zur Besprechung gelangen), nicht von Erfolg begleitet sein, so gedenkt man interimistisch Privatkurse zu schaffen, in welchen Mädchen von 14 bis 15 Jahren zum Abiturienten-Examen systematisch ausgebildet werden. Die nächste im Mai stattfindende Generalversammlung wird darüber näheres bekannt geben. Meratur. Bertillon. Der BernerJnstruktionskurs für das anthropometrische Signalement fft geschloffen. Alle Kantone, ausgenommen zwei, die das System schon eingeführt haben, hatten aus ihrem Polizeipersonal Teil- nehmer dazu abgeordnet. An der Schlußprüfung, die zugleich eine Art Prüfung bildete, war auch der Vorsteher des eidg Justiz- und Polizeidepartements, Bundesrat Brenner, anwesend. Das neue Verfahren (nach Bertillon) hat dabei in jeder Hinsicht seine große Ueberlegenheit über das bisher gebräuchliche Signalement bewiesen und alle Teilnehmer in hohem Maße befriedigt. Die Ueberzeugung ist allgemein unter den Kursteilnehmern, daß die E'.nführung des Bertillon'schen Verfahrens eine wesentliche Verbesserung unserer Kriminalpolizei bedeuten würde. Und so ist es auch; denn: Alle bisherigen Versuche zur Identifizierung von Verbrechern rc. haben ihren Zwecken nicht genügt. Erst die Bertillonage hat uns die nötige Sicherheit geschaffen, um in unzweifelhafter Weise Identifikationen vorzunehmen, was gerade jetzt, wo überall Verbrechen an Verbrechen sich reihen, für alle Regierungen, für sämtliche Beschützer und Vertreter der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu kennen und anzuwenden eine absolute Pflicht ist. Das Verlagsrecht für Bertillon in deutscher Ausgabe hat einzig die Verlagsbuchhandlung von Frl. C. Sturzenegger in Bern, Nachfolgerin der Firma Steiger u Eie, uorm A Siebert. Preis der 2 Bände mit Tabellenwerk inkl. mehrne hundert Illustrationen: Einzeln Mk. 25,—. Bei Abnahme von 5 Ex. MI. 100,—. Die Bertillonage in auszugsweisem, verkleinertem Maß- stabe, wurde im Jahr 1898 von Herrn Adolf Jost, Polizeiinspektor des Kantons Bern herausgegeben unter dem Titel das Signalement Leicht- faßliche A- leitung zur Personenbeschreibung bearbeitet nach der Methode von Bertillon. Dieses hauptsächlich für die Polizeimannschaft bestimmte Werk ist ebenfalls Eigentum der Verlagsfirma C. Sturzenegger, Bem. Einzelpreis Mk. 1,50 10 Ex. Mk. 12,—. 100 Ex. Mk. 100,—. Behörden und Polizeiorgane werden im Jntereffe eines verbefferten Sicherheitsdienstes auf vorstehende Werke aufmerksam gemacht. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vorn 18. März Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult. März 0.95 %, do. per ult. April 2.10% Diskonto Kommandit per ult. März 0.85-/o, do. per ult. April 1.90% Lombarden per ult. März 0.557fr do. per ult. April 0.85 %, do. per ult. Mai 0.00, Deutsche Bank per ult. März 0 00. Notierungen: Kreditaktten 235.70-50-000.00, Diskonto- Kommandit 197-196.80, Staatsb. 139.40, Gotthard 143.10, Lombarden 29.20-00, Ungar. Goldrente 97.50, Italiener 94 80-00, 3proz. Mexikaner 26.10, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.20%, Privai-Diskont 5//<% bz. 11/, bis 2% Uhr: Kreditaktien 235.50-000.00, Diskonto-Komman- dit 196 80-00, Staatsbahn 139.40, Lombarden 29.10. Portugiesen 00 00 B. 00 G. Bochumer 279.50. Stuttgart, 10. März. (Allgemeiner Deutscher DerficherungL- Verein.) Im Monat Januar 1900 wurden 1175 Schadenfälle reguliert. Davon entfielen auf die Haftpflichtversicherung 532 Fälle, - nd zwar 318 wegen Körperverletzung und 214 wegen Sachbeschädigung; auf die Unfallversicherung 575 Fälle, von denm 5 den sofortigen Tod und 6 eine gänzliche oder teilweise Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Bon den Mitgliedern der Kapital- Versicherung für den Todesfall find 68 in diesem Monat gestorben. Neu abgeschlossen wurden im Monat Januar 8271 Versicherungen. Von den vor dem 1. November 1899 angemeldeten Schäden dnc Unfall-Versicherung (tncl. der Todes- und JnvaltdttätS-Fälle) find nur 200 noch in Behandlung. Kirchenplatz II. — Herrenkonfektion. — Bekanntmachung. Die Betriebseinrichtungen und Bestände des städtische« Has- und Aastenverks sollen vom 1. nächsten Monats ab aufs neue gegen jeden Schaden, der durch Araud, Alihschlag und Hrptofiou jeder Art - an Kohlen und Reinigungömaffe auch durch Selbstentzündung verursacht wird, versichert werden. Wir laden die Vertreter derjenigen Versicherungsgesellschaften, wckche UNS eine Offerte zu machen beabsichtigen, ein, das Verzeichnis der zu versichernden Gegenstände und die unsererseits zu stellenden Bedingungen, sowie ferner leihweise die Lageptäne unseres Gaswerk», wie unseres Pumpwerks in Queckborn, auf unserem Büreau in Empfang zu nehmen. Zwecks gemeinschaftlicher eingehender Besichtigung der gesamten Hasrverüsarrtage und der zu versichernden Gegenstände haben wir Termin auf 14. d. Mts. zwischen 10 und 12 Ahr vormittags im Gaswerk festgesetzt, wobei jede gewünscht werdende sachkundige Auskunft erteilt werden wird. — Die Besichtigung unseres 'Zkumpwerlis in Hueckvor« kann dagegen am 13. oder am 15. d. Mts. an beliebigen Tagesstunden fiailfinden. Gießen, den 12. März 19001 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 1924 Otto Bergen. Freitag den 16. d. Mts., nachmittags von 4 bis 6 Uhr, soll im Gtadtkaabenschnlhanse eine öffentliche Prüfung der Fortbilduugsschüler ftattfiudeu. Ee werden zu derselben die Eltern und Lehrherren der Schüler und sonstige Freunde der Schule hierdurch eingeladen. 1843 Gießen, den 9. März 1900. G n auth, Oberbürgermeister. Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des mit unbekanntem Aufenthalte abwesenden OSear Höpfuer von Gieße« mtb heute, am 12. März 1900, nachmittags 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Jeau Böck in Gieße« wird zum Konkurs- vermalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 2. April 1900 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über dir Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- vi gerausschuffes und eintretenden Falls über die in $ 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und M Prüfung der angemeldeten Forde- Hahn, Fuhr, ________________Oberlehrer.__________ rungen auf Mittwoch de« 11. April 1900, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen-Personen, welche eine zur KonkurSmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkurs Verwalter bi» zum 2. April 1900 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen, gez. Wiener. Bekannt gemacht: 1943 Neidhart, Gerichtsschreiber. Bekanntmachung. Die Lieferung der Bedürfniffe des Haftlokalr für 1900/01: 5 Zentner \ korr.ftroh, Reiferbesen, Petroleum, Reinigen der Oefen, Haarschnetden und Rasieren soll im Submission« weg vergeben werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift find zum E öfftungstermin Donnerstag, 22. Wärz, vormittags 11 Uhr, einrureichen. Zuschlagsfrist 1 Woche. 1939 Lich, den 10. März 1900. Der Vorsteher des Haftlokals. -llrrlteiocnuiiu'ii Holzverkauf. Die Gemeinde Daubriugen be- absichtigt, ihr Mau- und Wuhhokz bestehend in: 8 Eichenstämmen mit 7,46 fm, 122 Nadelstämmen mit 38,84 fm, 609 Nadel-Derbstangen mit 34,45 km, im Wege schriftlichen Angebots zu verkaufen. Reflektierende wollen ihre Angebote bis zum 17. März l. I. bei unterzeichneter Stelle ein- reichen. Genehmigung wird drei Tage vorbehalten. Da» Holz wird auf Verlangen von Forstwart Hil- berg vorgezeigt werden. Daubringen, am 9. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1866 Mittwoch den 28. März, nachmittags 2’/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Konrad Hamel Eheleute« in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 40 Nr. 40 a^ 0 — 385 qm Hof. raite links der Chaussee. Flur 40 Nr. 870 — 637 .qm Acker au dem Saudfeld öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 14. Februar 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 1174 Mittwoch den 28. März, nachmittags 3 Uhr, oll auf dem hiesigen Ortsgericht das der Ehefrau des Ernst Hosch, Mathilde geb. Simon in Gießen, an nachverzeichneter Zoftaite zustehende ideelle Ve Flur 1 Nr. 45 — 212 qm in der Mühl- gaffe öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 14. Februar 1900. Großh. OrtSgericht Gießen. ___________I. A.: Bogt. 1175 Hohversteigerung m Gikßenkk StaManlb. Montag den 19. März 1900, vormittags 9Vs Uhr beginnend, sollen in den Diftrikteu Ttolzeumorge«, Zollstocks Wäldchen «ud Philosopheu- Wald versteigert werden: 28 Eichenstämme mit 23 91 fm, 2 Nadelftämme mit 0,99 fm, 2098 Kiefern- u Fichten-Derbstangen mit 46,41 fm, 2 rm Buchen-Scheitholz, 81 „ Eichen-Scheitholz, 52,5 „ Etchen-Knüppelholz, 22 „ Nadel-Knüppelholz, 71 „ E.chen Stockholz, 3 „ Nadel-Stockholz, 1480 Wellen Buchen-Reisig, 2040 „ Eichen Reisig, 7700 „ Nadel-Reisig, teilweise Durchforstung. Die Zusammenkunft ist auf der Sttaße nach Rödgen an der Ochsen- wiese. Gießen, 10. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _________Gnauth_______1921 Hchversteigerung. Donnerstag den 15. März l. I., vormittags 10 Uhr an* fangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Mendorf a. Lda., Distrikt Rödern und Neuewald, folgende Holzsortimente versteigert: 11 Eichenstämme mit 3,09 fm, 1 Buchenstamm mit 0,81 fm, 6 Eichen-Derbstangen mit 0,27 fm, 10 Buchen-Derbstangen mit 0,30frn, 227 rm Buchen-Scheitholz, 4 „ Eich-n Scheitholz, 34 „ Buchen-Knüppel, 20 „ EicheN'Knüppll, 6 „ Ktrschen-Knüppel, 2 „ Ltndm Knüppel, 113 „ Buchen-Stockholz, 6 „ EichcnsStockholz, 250 Eichen-Well‘'"die besten unddabei ,-^^v- die allerbilligsten sind. Wiederverkäufer gesucht. 55 Haupt-Katalog gratis & franco. August Stukenbrok, Einbeck Erstesu.grösstes Special-Fahrrad- Versand-Haus Deutschlands. unh fertige fetten in unerreicht grober Auswahl. Ttauueud billig. A. Grünebaum, Bahnhofstraße 85. Kreppeln täglich frisch. 272 Friedrich Noll, Hofbäcker, Mäusburg. 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