^ge« 8ert **•*6 tu, ^Vereins. ^^-Musikdirektor. 'n (Bassbariton). 'rkaPel,e nnd ander. io. li >. 12 . 1 Brahms, B- Schusanc ■ • B. Wagner. ' j Fr. Schobert. g No' 2, • Fr. IM ^250 (Sperret: Mk. 3.50; ernst Challler iRudolphj r ^ork m ermSsai^ei 98i k W Uhv. Putzfta« *W bes Kontors gefugt [IM 16t 25, tfabnütbüte. >üßeS L«M»es Sienftmöbixn geiujt Rarttplatzrr. älfigcs raubuäbche» i; Btüchstr. 13, patt. ätS eine*^ ub<* " . eSpl^ W S"v ,«>1 jti*rg* f Ä* Gebrüder Weil. Aach'm. Saison 190j zwei follN >«nmLdchtv,biesnvM n tütbtiqes WasAmäStc ne Frembcnvensm. l Villa Äiinon, t BabNauhetm. ll* n tütltges, tu M "Mädchen > Lohn gesuAt. . Sestanlage Nr. 37 Erstes Blatt. Mittwoch den ?4. Fedluar 31>eff. Landwirt" u. glätter Mr heff. Volkskunde" »bchtl. 4 mal beigelegt. Amts- unb Anzeigeblott für den Kreis Gietzen. JMS« ■ - — Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Matter für hessische Volkskunde._________________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. -* Der preußische Gesetzentwurf über die Warenhaussteuer. Gießen, 12. Februar. Es kann nicht geleugnet werden, daß die in den Großstädten im Laufe der letzten Zeit gegründeten Warenhäuser oder Großbazare die Exrstenzfähigkeit des Kleingewerbebetriebs erheblich gefährden; erklärlich erscheint es daher, wenn man nach Mitteln und Wegen sucht, um den „Mittelstand" im Handel und Gewerbe vor der ihm drohenden Gefahr der Vernichtung zu schützen. Die Gesetzgebung aiebt aber nur ein Mittel an die Hand: die Einfuhr u n g e i n e r b e s o n d e r e n W a r e n h a u s st e u e r. Schon im Jahre 1896 hatte das preußische Abgeordnetenhaus eine Resolution angenommen, durch welche die Regierung aufgefordert wurde, gesetzgeberische Maßnahmen zu erwägen, die es ermöglichen, von Warenhäusern eine besondere Betriebssteuer zu erheben. Die Regierung verhehlte sich nicht die Schwierigkeiten, welche der Durchführung einer solchen Maßregel entgegenstanden, gab aber den an sie herangetretenen Wünschen nach mit der Maßgabe, daß die Besteuerung der Großbetriebe am zweckmäßigsten durch die beteiligten Gemeinden mittels Einführung entsprechender Gemeindegewerbesteuern herbeigeführt werden könnte. Diese Anregung hatte jedoch nur geringen Erfolg, so daß die Regierung einen besonderen Gesetzentwurf ausarbeiten ließ, der die Besteuerung der Warenhäuser auf landesgesetzlichem Wege ermöglichte, und als Maßstab den Nutzungswert der Geschäftsräume, die Zahl der beschäftigten Personen u. s. w. in* Anwendung brachte. Dieser Art der Besteuerung stellten sich jedoch große Bedenken entgegen, so daß aus der Durchführung 6es Gesetzentwurfes nichts wurde. Die jetzt dem preußischen Abgeordnetenhause zugegangene neue Vorlage schlägt die Besteuerung nach dem Umsätze vor. Zur Definierung des Begriffs „Warenhäuser" unterscheidet der Gesetzentwurf vier große Warengruppen : 1. Material- und Kolonialwaren, M- und Trinkwaren, Tabak u. s. w. 2. Manufaktur- und Modewaren u. s. w. 3. Haus- und Küchengeräte, Möbel u. s. w. 4. Edelmetalle, Kunst-, Luxus-, Galanterie-, Papierwaren u. s. w. Als Warenhäuser gelten nur alle diejenigen Detailbetriebe, welche mehr als eine dieser vier Warengattungen führen, und einen Jahresumsatz von mehr als 500 000 Mark haben — einschließlich des Umsatzes der innerhalb Preußens belegenen Filialen. Was nun den B e t r a g der zu erhebenden Warenhaussteuer anbelangt, so ist derselbe folgendermaßen festgesetzt: Für einen Jahresumsatz von 500 000 Mk. bis 550 000 Mark 7500 Mk., für jede weiteren 50 000 Mk. Umsatz 1000 Mark Steuern mehr bis zu einem Umsätze von 850 000 Mk., für welchen also 13 500 Mk. Steuern erhoben werden. Von da ab bis zu einer Million Mark Umsatz steigt die Steuer um 1500 Mk. für jede weiteren 50 000 Mk. Umsatz, und von einer Million ab um 2000 Mk. für jede weiteren 100 000 Mark Umsatz; höchstens sollen aber 20 pCt. des Ertrages erhoben wdrden. Die Warenhaussteuer ist von den Gemeinden einzuziehen, und zwar in vierteljährlichen Raten, und die Erträge sollen zur gleichmäßigen Steuerentlastung der zur dritten oder vierten Steuerklasse veranlagten Gewerbetreibenden bezw. zur Bestreitung von Gemeinde-Bedürfnissen Verwendung finden. Die preußische Regierung hofft, daß dieser Gesetzentwurf die Zustimmung des Abgeordnetenhauses erhalten werde. Wenn auch kaum anzunehmen ist, daß der Kleingewerbebetrieb durch die Einführung der Warenhaussteuer einen wirksamen Schutz gegen die Gefahr seiner Vernichtung findet, so ist der Versuch doch immerhin zu empfehlen, insbesondere wenn für den Kleingewerbetreibenden thatsächlich wenigstens eine Herabminderung der von diesem bisher getragenen Steuerlast sich ergiebt. * Vom Kriegsschauplatz. London, 12. Februar. Infolge des Scheiterns des dritten Versuches Bullers, Ladysmith zu entsetzen, wurde am Samstag in London ein Kriegsrat abgehalten, 3em der Herzog von Devonshire und Chamberlain beiwohnten; seitdem ist in den militärischen Klubs die Rede davon, daß Buller durch Methuen ersetzt werden solle. Loudon, 12. Februar. Ein Telegramm aus Sterk- stroom vom 10. Februar, 12 Uhr 45 Min. nachmittags, meldet: Ein Panzerzug ist nach Stormberg abgegangen, um den Oberst Eager von den Royal Irish Rifler zurück- jubringen, welcher bei Stormberg verwundet und gefangen zenommmen war, und dem ein Bein amputiert worden ist. Oie Buren boten freiwillig seine Freilassung an, zweifellos als Vergeltung für die Freilassung des Kommandanten PrätoriaS unsererseits, welcher auf ähnliche Weise kampf- umfähig gemacht war. London, 12. Februar. In Kimberley ist man für )en Fleischbedarf bereits teilweise auf Pferdefleisch angewiesen. Die Sterblichkeit hat sich verdreifacht; besonders sterben viele Kinder. — Aus Reensburg wird gemeldet: Die Buren umzingelten zwei englische Patronillen, töteten den größten Teil der Mannschaften und nahmen zwölf derselben gefangen. Nur wenige entkamen. — Der „Daily Mail" wird aus Pietermaritzburg telegraphiert: Die Buren besetzten BloyS Farm diesseits des Tugela und nur einen einstündigen Ritt von Chieveley entfernt. Die Hügel daselbst beherrschen beide Tugela Brücken, sowie die Forts Molineux Wylie. Bullers Rückzug und der Burenvormarsch durch daS Zululand erregen hier große Niedergeschlagenheit. DaS von den Buren im Zululande besetzte Nkaudha ist nur einen Tages- ritt von Greytown entfernt. Die Behörden daselbst sind auf der Hut. — Aus Kimberley wird vom 6. dS. Mts. helio- graphiert: Gestern warfen die Buren 35 Granaten in die Stadt, und auch heute fallen letztere seit 6 Uhr früh rapid in die Straßen. London, 12. Februar. Der „Morning Post" wird aus Frere Camp telegraphiert: Bei dem Kampf um den Vaalkrantz wurde Prinz Christian Viktor von Schleswig- Holstein, welcher HildyardS Adjutant ist, durch die von der Explosion einer Hundertpfundgranate auf dem Felsen, worauf er saß, verursachte Erschütterung niedergeschleudert. Innerhalb zweier Stunden krepierten auf der von den Engländern besetzten Anhöhe 240 schwere und unzählige kleinere Granaten; innerhalb zwölf Minuten wurden einmal 63 auf dem Hügel krepierende Granaten gezählt. Hildyard verschanzte sich fortwährend mit vielem Geschick, und verlor am 7. nur 41 Mann. Einmal wurde ein Maxim-Vickers- Geschütz der Buren von denselben in einer Schlucht im Stich gelassen. Die Engländer glaubten es schon erobert zu haben, als der furchtlose Burenkommandant Viljoen (der „notorische Schurke" nennt ihn der englische Korrespondent!) selbst ein Gespann Pferde zurückbrachte und mit dem Geschütz entkam, indem er seinen Weg durch die roten Blitze und schwarzen Wolken der von der gesamten britischen Artillerie auf ihn konzentrierten Lydditgranaten hindurchwand. „Es war eine glänzende Waffenthat", sagt selbst der englische Korrespondent. London, 12. Februar. Das völlige Schweigen des Kriegsamtes, sowie das Verheimlichen der Verlustliste der jüngsten Niederlage Bullers verursachen hier große Erregung. Die Blätter erklären, man müsse sich nunmehr auf die Kapitulation von Ladysmith und Kimberley mit all ihren schmerzlichen Deniütigungen und moralischen Folgen gefaßt machen._________________________ Deutsches Mich. Berlin, 12. Februar. Heute morgen hörte der Kaiser die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts und des Staatssekretärs Tirpitz und nahm um 1% Uhr von Professor Brühl die Vorlage von Plänen für ein Denkmal Kaiser Friedrichs entgegen. — DaS Kaiser paar stattete heute nachmittag 3 Uhr der Werkstatt von Schaeffer u. Walcker den schon mehrfach angekündigten, aber bisher stets verschobenen Besuch ab. — Die „Nordd. Allg. Ztg." widmet dem Prinzen Heinrich anläßlich seiner bevorstehenden Rückkehr nach Berlin einen Begrüßungsartikel, in welchem her- vorgehoben wird, daß das persönliche Auftreten des Prinzen im fernen Osten viel dazu beigetragen habe, unsere ostasiatischen Sceinteressen seit der Erwerbung von Kiautschou beträchtlich zu heben und zu mehren, und daß dergestalt die gesamte Großmachtstellung Deutschlands mehr oder minder unmittelbar gefördert wurde. Der Artikel schließt mit folgenden Worten: „Die deutsche Heimat bringt dem Prinzen Heinrich freudigen Willkommengruß dar und verbindet den Dank dafür, wie der Bruder unseres Kaisers in fernen Meeren und Landen zur Erhöhung der Macht des Deutschtums unverdrossen und erfolgreich thätig gewesen ist." — Auch die übrigen Blätter widmen der Heimkehr des Prinzen Heinrich längere Artikel. — Die 9. Generalversammlung des Bundes der Landwirte fand heute unter großer Beteiligung im Zirkus Busch statt. Gegen 123/4 Uhr eröffnete der zweite Vorsitzende Reichstagsabgeordneter Dr. Rösicke die Versammlung mit einer längeren Ansprache. Alsdann erstattete der Direktor des Bundes Abg. Dr. Friedrich Hahn den Geschäftsbericht für das Jahr 1899. Demselben ist zu entnehmen, daß derselbe zur Zeit 206 000 Mitglieder zählt. । Hierauf sprach der Vorsitzende Frhr. v. Wangenheim über die politischen Ereignisse des letzten JahreS und über die inneren Verhältnisse des Bundes. Nach diesem ergriff u. a. der Vizepräsident des Reichstages v. Frege das Wort. — Bei der Ankunft des Prinzen Heinrich, die bekanntlich morgen vormittag 11 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof erfolgt, wird außer dem Staatsministerium auch eine Ehrenkompagnie, die auf dem Bahnhof Aufstellung findet, den Prinzen begrüßen. Im königlichen Schlöffe wird eine größere Mittagstafel zu etwa 80 Gedecken stattfinden. — Die „Germania" schreibt: Im Befinden des Dr. Lieber ist seit Samstag keine wesentliche Aenderung zu verzeichnen. Noch immer erscheint der Zustand gefahrvoll, wenngleich noch nicht alle Hoffnung geschwunden ist. Die Nahrungsaufnahme ist befriedigend. Ausland. Wien, 12. Februar. Der Reichsrat wird zum 22. d. Mts. einberufen werden. Wien, 12. Februar. Prinz Heinrich von Preußen hat heute vormittag bei sämtlichen Erzherzögen, den obersten Hofchargen, dem Minister des Aeußeren, Grafen Goluchowski, und dem bayerischen sowie sächsischen Gesandten seine Karte abgegeben. Um 12 Uhr stattete Prinz Heinrich dem deutschen Botschafter einen Besuch ab und nahm an einem von letzterem gegebenen Dejeuner teil. Budapest, 12. Februar. Wie verlautet, wird der Triester Bischof die Trauung der Kronprinzessin Wittwe Stefanie in Miramare vollziehen. Die Trauung ist auf den 10. März anberaumt. Rom, 12. Februar. Dem Blatte „Avanti" zufolge, welches seine Mitteilungen aus amtlicher Quelle zu haben versichert, ist zwischen Rußland und Deutschland ein Einvernehmen zu stände gekommen, wonach beide Mächte nach der ersten größeren Schlacht in Südafrika intervenieren wollen, wer auch der Sieger sein möge.____________________________ Lokales und Provinzielles. •* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammluug Donnerstag den 15. Februar 19 00, nachmittags 31/2 Uhr pünktlich: 1. Gesuch der Gail'schen Dampfziegelei und Thonwarenfabrik wegen Errichtung eines Pumpenhäuschens. 2. Gesuch des Karl Berger um Bauerlaubnis für die Marburgerstraße. 3. Desgleichen des Karl Keßler für die Ecke der Neustadt und des Tiefenweges. 4. Desgleichen des Egidius Ebel für die Rittergasse. 5. Desgleichen des H. Tichy und Fr. Georg für den Seltersweg; hier: Festsetzung von Fluchtlinien für den Seltersweg. 6. Desgleichen der Burschenschaft Germania für den Wetzlarer-Weg. 7. Gesuch des Albert Rüb- samen wegen Pachtung der städtischen, seither von Heinrich Benner gepachteten Wiese an der Lahn. 8. Trottoiranlage in der Winn'schen Privatstraße „In Löbers Hof". 9. Festsetzung der ortsüblichen Taglöhne und der Durchschnittswerte der Naturalbezüge. 10. Gesuch des Johannes Seibel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Marktplatz 5. 11. Desgleichen des Georg Treiber im Hause KaplanS- gaffe 19. 12. Gesuch des Wirts Wilhelm Amend um Er» laubnis zur Vermehrung seiner Wirtschaftsräume im Hause Bahnhofstraße 62. 13. Gesuch des Wirts Ludwig Gräf um Erlaubnis zum Branntweinausschank in seinem Wirtschaftsbetrieb Leihgesterner Weg 7. 14. Gesuch der Bewohner am Lahnufer und hinter dem neuen Güterschuppen um Aufstellung von Petroleumlaternen. 15. Den Voranschlag des städtischen Gas- und Wasserwerks pro 1900/1. * * Vortrag. Auf den am Mittwoch den 14. ds. Mts. zugunsten des Lesehallevereins stattfindenden akademischen Vortrag des Herrn Professor Dr. Sticker über „Wohlerzogenheit Gesundheit" glauben wir auch an dieser Stelle aufmerksam machen zu sollen. • * Oberhesfischer Geschichtsverein. Der letzthin angekündigte Vortrag des Herrn Prof. Dr. A. Dieterich wird nicht das angegebene, sondern folgendes Thema haben: „Ueber antiken und modernen Aberglauben." Außerdem werden wir gebeten, den Satz, laut dem der O. H. V. die Gesellschaft für Erd- und Völker-unde, sowie die Vereinigung für Hessische Volkskunde zu erwähnter Veranstaltung einladen würde, dahin zu berichtigen, daß dieselbe ein gemeinsames Unternehmen genannter Vereine ist. . ♦ * Stadttheater. Die wegen Erkrankung des Herrn Henry am Mittwoch letzter Woche verschobene Erst- aufführung der Lustspiel-Novität „DaS fünfte Rad" geht nunmehr bestimmt morgen, Mittwoch, den 14. ds. in Szene. Wir haben über die Novität in letzter Woche mehrere auerkennende Berichte gebracht, und wollen nicht verfehlen, die Theaterfreunde auf die Premisre nochmals aufmerksam zu machen. ** Konzertverein. Das gestrige fünfte Konzert dieser Saison brachte an Orchesterwerkcn für Gießen Drei Novitäten, deren Aufführung man mit um so größerer Spannung entgegen sehen durfte, als es Werke von Tondichtern waren, deren bloßer Name dem Konzertbesucher einen besonderen Kunstgenuß in Aussicht stellen mußte. Johannes Brahms, Richard Wagner und Franz Liszt waren es, deren Namen das gestrige Programm zierten, und deren dort angekündeten Tonschöpsungen Herr Universitäts-Musikdirektor Traut mann im Verein mit der vortrefflichen Homburger Kurkapelle uns Gießenern vorzuführen unternommen hatte. Die dritte Symphonie von Brahms, welche das interessante Konzert eröffnete, dürfte zugleich die Glanzleistung des Abends gewesen sein, denn die Ausführung sämtlicher Sätze zeigte sehr künstlerische Vollendung, die dem Orchester sowie unserem Universitäts-Musikdirektor zu hoher Ehre gereicht. Die Vorzüge des Homburger Kurorchesters haben wir schon früher mit Freuden lobend anerkannt und konstatieren auch heute wieder gern, daß der gesamte Orchesterkörper sowohl im tutti als auch in den einzelnen Jnstrumentengruppen sich als ein vortrefflich eingeschultes Ensemble erwies. Einer nicht niinder exakten Wiedergabe hatten sich Richard Wagners „Faustouvertüre" und Liszt'S symphonische Dichtung „Tasso" zu erfreuen. Wenn diese beiden Werke gestern hier nicht den Eindruck gemacht haben, den wir ihnen gewünscht hätten, so dürfte der Grund dafür in der Hauptsache in einem Umstande liegen, der weder dem Dirigenten noch dem Orchester zum Vorwurf gemacht werden kann. Unsere modernen Meister Pflegen für ihre Orchesterwerke meist eine große Anzahl von Blasinstrumenten vorzuschreiben, die zugleich eine entsprechende Verstärkung des gesamten Streicherchors in sich schließt. Letztere ist leider nicht überall ohne weiteres zu beschaffen, und da eine Einschränkung des forte bei den Bläsern der Gesamtwirkung stets schadet, so begegnet man bei mittelgroßen Orchestern meist der nicht erfreulichen Thatsache, daß die Bläser, namentlich die Blechmusik, auf Kosten des Streichorchesters zu sehr dominieren. Dieser Umstand dürfte es auch gestern gewesen fein, der den Werken von Wagner und Liszt nicht zur vollen Würdigung verholfen hat. Mit Freuden konstatieren wir aber, daß die sonstigen Feinheiten der Instrumentation im vollen Umfange zur Geltung kamen. Herrn Trautmann sei noch ein besonderer Dank dafür ausgesprochen, daß er mit dem gestrigen Konzert auch für die Orchesterwerke von Liszt bahnbrechend in unserer Stadt gewirkt hat; möge auch sein ferneres Wirken in dieser Beziehung stets erfolgreich sein! Den solistischen Teil des gestrigen Konzertes hatte der in letzter Zeit zu großem Ruf gelangte Barytonist Dr. Felix Kraus aus Wien übernommen. Die Liederkompositionen von Schubert und Schumann, mit denen er das Publikum erfreute, legten Zeugnis davon ab, daß sein Streben nach hohen und ernsten Dingen gerichtet ist und daß er nicht nur mit seinem klangvollen, von einer vorzüglichen Text- aussprache wirksam unterstützten Organ die Zuhörer bestricken, sondern sie auch durch die Aeußerung seiner musikalischen Auffassung in den Geist der Kompositionen einführen will. Nach früheren Leistungen von ihm zu schließen, erschien uns der geschätzte Künstler gestern nicht besonders disponiert; trotzdem fanden seine Liederspenden reichlichen Beifall und er war liebenswürdig genug, denselben durch eine Zugabe zu lohnen. Pr. * * Unfall. Zwei dem Fruchthändler Christian Köhler von Langsdorf gehörige Pferde mit Wagen gingen gestern nachmittag in der Grünbergerstraße durch, rannten einen mit Diehlen beladenen Wagen an, daß dieser umfiel und teilweise zerbrach Die Pferde, welche der Besitzer erst seit kurzer Zeit gekauft haben soll, wurden noch in der Grünbergerstraße aufgehalten, ohne weiteren Schaden an- zurichten. * • Berichtigung. In dem in Nr. 35 Bl. 4 des „G. A." enthaltenen Artikel „Inwieweit ist der überlebende Ehegatte verpflichtet, eine Inventur zu errichten?" muß es inSpalte l, letzte Zeile, statt verdrängt verträgt heißen. * * Befihwechsel. DaS Ackermann'sche Besitztum Frankfurterstraße 36 ging dieser Tage für 105 000 Mk. käuflich in den Besitz des Herrn Obersteiger Jakob Muth über. * * Bilanz. Wir machen auch an dieser Stelle auf die im Inseratenteil unserer heutigen Nummer veröffentlichte Bilanz der Hypotheken-Bank in Hamburg aufmerksam. * * Eine weitere Kraftmaschine. AuS Anlaß der Inbetriebsetzung einer weiteren 50pferdekräftigen Dampfmaschine gab die A k t i e n b r a u e r e i ihrem Maschinenpersonal am Samstag abend in der geschmückten Maschinenhalle des Etablissements ein kleines Fest. Außer der neuen Dampfmaschine verfügt die Brauerei über eine ältere mit 90 Pferdekräften, welche für den Betrieb und die später geplante elektrische Beleuchtungs-Anlage nicht mehr hinreicht. * ♦ Neue Briefmarken. Die Ausführung der neuen Postwertzeichen hat vom Standpunkte des guten und gebildeten Geschmacks aus viel Anfechtung erfahren. Diese abfälligen Urteile sind an leitender Stelle nicht ohne Eindruck geblieben. Wie das „B. T." hört, besteht die Absicht, den neuen Stempel durch einen anderen zu ersetzen, der höheren künstlerischen Anforderungen entspricht. * * Luxusrad und Bedarfsrad. Die „Darrnft.^Ztg." erklärt ihre Meldung, daß ein Steueraufseher einen sein Fahrrad zu einem sonntäglichen Ausflug benutzenden Arbeiter zur Anzeige brachte, für unrichtig. Hoffentlich I find Nachrichten über ähnliche Vorkommnisse in Offenbach I gleichfalls irrig. Daß gesetzlich ein Verbot an Arbeiter, I ihr stempelfreies Fahrrad gelegentlich zu einem Ausflug zu benutzen, nicht zu rechtfertigen ist, wird jetzt auch von behördlicher Seite erklärt. * * Meterologifche Beobachtuugsstatioueu. Das Großh. Ministerium des Innern beabsichtigt das ganze Großherzogtum Hessen, ähnlich wie dies bei unseren Nachbarstaaten Bayern usw. der Fall ist, mit einem dichten Netz von meterologischen Beobachtungsstationen auszustatten. * * Zn Mitgliedern der Kaiserlichen Disziplinarkammer in Darmstadt wurden ernannt: Der Großherz. Hessische Ober- Regierungsrat und Vortragende Rat im Großh. Ministerium des Innern Best und der Großh. Hess. Ober-Landesge- richtsrat Keller, beide daselbst. § Londorf, 12 Februar. Das Konzert des Gesangvereins „Frohsinn" nahm gestern bei gut besetztem Saale einen sehr erfolgreichen Verlauf. Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, zu konstatieren, daß der Verein unter der Leitung seines jetzigen Dirigenten Herrn Lehrer Bandaß eminente Fortschritte gemacht hat. Freilich konnte man dies, nach dem großartigen Erfolge des „Frohsinn" auf dem Kreuznacher Gesang-Wettstreite — voraussehen; allein die gestrige Darbietung hat selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. Einmütig und mit großer Sicherheit folgt der Verein den Intentionen des temperamentvollen Dirigenten, der sehr energisch und mit voller Hingabe seines Amtes waltet. Auch mit seinen Solovorträgen erzielte der Dirigent einen unbestrittenen Erfolg. Das schöne Resultat des gestrigen Tages ist noch dadurch gesteigert worden, daß dem Frohsinn während des Konzertes zwei Ehrengeschenke (Fahnenschleife und Taktstock), gewidmet von den Frauen und Jungfrauen aus Londorf und Umgegend — als Zeichen der Anerkennung der ernsten Strebsamkeit des Vereins in der Pflege der edlen Gesangskunst — durch Fräulein Seibel überreicht wurden. Mit Stolz und Freude kann der „Frohsinn" auf den Verlauf des gestrigen Konzerts blicken. §§ Aus dem Kreise Lauterbach, 11. Februar. So sehr man auch bemüht ist, den sogenannten Spinnstuben zu Leibe zu gehen, so ist es doch nicht möglich, diese Sitte oder Unsitte gänzlich aus der Welt zu schaffen. Eine Spinnstuben- gesellschaft in G., bestehend aus 14 Mädchen, begab sich kürzlich nach Schluß der Spinnstube in eine Wirtschaft, wo zuerst Schnaps und dann Bier getrunken wurde, dabei rauchten die Mädchen fast alle ihre Zigarren. Nidda, 12. Februar. Gestern abend wurde in Kraft's Saalbau das diesjährige Winterfest des hiesigen Radfahrervereins abgehalten, und zwar zuerst theatralische Aufführung und dann Reigenfahren. Die Begrüßungsansprache hielt namens des Vereins Herr Oberpostassistent Geißler. Der vom Verein Dillenburg entsandte Vertreter wurde besonders herzlich begrüßt. Die theatralische Aufführung „Kalt gestellt", sowie das Reigenfahren verliefen zur allgemeinen Zufriedenheit. Es schloß sich ein Ball an; die Musik stellte die hiesige Feuerwehrkapelle. Darmstadt, 12. Februar, Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin mit Prinzessin Elisabeth sind mit dem festgesetzten Zuge Samstagnacht nach Italien via St. Gotthard abgereist. Nächstes Reiseziel ift Neapel bezw. Capri. In Begleitung der Allerhöchsten Herrschaften befinden sich Hofdame Freiin v. Rotsmann, Flügeladjutant Rittmeister Kraemer, Mr. Wemys. A Mainz, 12. Februar. Der Ausschuß des deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit hat den Beschluß gefaßt, die diesjährige Generalversammlung hier in Mainz abzuhalten. Der Termin der Generalversammlung ist noch nicht bestimmt, doch findet dieselbe wahrscheinlich in der Woche nach Pfingsten statt. — In dem Kasteler Floßhafen sind gestern nachmittag zwei Knaben, der 8- und 11jährige Sohn eines auf der Amöneburg bediensteten Werkmeisters beim Schlittschuhlaufen ertrunken. Als man die Kinder, die trotz der Warnung ihrer Eltern die dünne Eisdecke betreten hatten, aus dem Waffer zog, gaben dieselben noch Lebenszeichen von sich, doch gelang es aller ärztlichen Anstrengung nicht, das junge Bruderpaar am Leben zu erhalten. Wetzlar, 12. Februar. Die von dem 41. Rheinischen Provinziallandtage am 7. Februar v. Js. vollzogene Wiederwahl des Landeshauptmanns, Geheimen Oberregierungsrats Dr. Klein in Düffeldorf zum Landeshauptmann der Rheinprovinz auf eine weitere, mit dem 26. September d. Js. beginnende zwölf- jährige Amtsperiode ist bestätigt worden.___________________ Vermischtes. • Köln, 12. Februar. Hier starb infolge von Altersschwäche im 79. Lebensjahre der in den weitesten Kreisen bekannte und hochangesehene Justizrat Eduard Schenk. Der Verblichene war in den 70er Jahren während der dritten und vierten Legislaturperiode des deutschen Reichstags mehrere Jahre Vertreter der Stadt Köln in dieser Körperschaft, und gehörte als solcher der Zentrumssraktion an. Der Verstorbene war als hervorragender Jurist bei seinen Standesgenoffeu hochangesehen und zeichnete sich durch besonderen Wohlthätigkeitssinn aus. * Oberhausen, 12. Februar. Der Schmachtendorfer Schacht „H u g o" der hiesigen Gutehoffnungshütte ist ersoffen. * Elberfeld, 12. Februar. Die Eisenbahnbetriebs- Inspektion gießt bekannt: Am Sonntagabend wurden auf dem Uebergang auf dem Bahnhof Gruiten zwei Personen, die eigenmächtig die geschlossenen Schranken geöffnet hatten, von dem Kölner Schnellzuge bei gleichzeitiger Vorbeifahrt eines Personenzuges getötet. Nach den Ausweisen sind die Getöteten Emil Specht, Schleifer aus der Nähe von Gruiten und Christian Scharf aus Köln. Aus Thüringen, 10. Febr. (E i n mysteriöser Selbstmord.) Der praktische Arzt Dr. Karl Endlich in Stützerbach hat seinen Selbstmord der in Ilmenau er-- scheinenden Zeitung „Henne" selbst angezeigt. Genannte Zeitung erhielt folgendes Schreiben durch die Post: „Folgendes nehmen Sie bitte in Ihre Zeitung auf: Am 5. Februar, abends 10 Uhr erschoß sich in seiner Wohnung dec praktische Arzt Dr. med. Karl Endlich in Stützerbach. Motiv zur That ist unbekannt." Aus dem zum Schreiben benutzten Briefbogen und durch Schriftvergleichung stellte sich heraus, daß Dr. Endlich selbst der Schreiber des Briefes war. Nach genannter Zeitung soll es sich um ein amerikanisches Duell handelu. * Heidelberg, 12. Februar. Ein aus Düsseldorf stammender Deserteur des Diezer Bataillons wurde hier fest genommen. * Paris, 12. Februar. Das Testament des Barons Adolf v. Rothschild bestimmt als Haupt- erbin Baronin Edmund Rothschild, die Tochter des Barons Willy in Frankfurt. Dreiviertel Millioneu sind für Errichtung einer Blindenanstalt bestimmt. Der größte Teil der Kunstsammlung fällt dem Louvre zu. Universität und Hochschule. — Ermanntr Der Privatdozent Dr. Max Bamberger an der technischen Hochschule in Wien zum a.-o. Professor der Encyklopädie, Chemie und Agrikulturchemie an dieser Hochschule. — Gestorbenr In Berlin Dr. Moxter vom Institut für Infektionskrankheiten im Alter von nur 30 Jahren. Er war in Hahnheim in Hessen als Sohn eines Pfarrers geboren und erhielt seine Schulbildung auf dem städtischen Gymnasium in Frankfurt a. M. — Verschiedenesr Professor A. Eisenmenger an der Akademie der bildenden Künste in Wien begeht heute seinen 70. Geburtstag. Arbeiterbewegung. Mainz, 12. Februar. Unter den hiesigen Tünchern, Malern und Lackierern ist eine Lohnbewegung im Gange. Der Gesellenausschuß hat den Meistern folgende Forderungen unterbreitet: Die Arbeitszeit ist vom 15. März bis zum 15. Oktober eine lOstündige mit je einer halbstündigen Vesper- und Frühstückspause. Der Mindestlohn sür Gehilfen über 20 Jahre beträgt 43 Pfennig pro Stunde, bei Gehilfen unter 20 Jahren 36 Pfg. Auswärtige Arbeit wird mit einem Zuschlag von Mk. 1,50 pro Tag vergütet. U-berstunden von 6 bis 8 Uhr abends sind mit einem Zuschlag von 10 Pfg. und Nachtstunden mit einem solchen von 20 Pfg zu vergüten. — Die Meister haben sich zu den Forderungen noch nicht geäußert, doch ist kaum anzunehmen, daß dem Verlangen der Gesellen nachgegeben wird. Leipzig, 11. Februar. Der deutsche Braunkohlen Industrie-Verein hat einen Arbeitgeber-Verband gegründet, dem fast sämtliche Braunkohlenwerke in den Bergrevieren Halle a. d. S., Weißenfels, Zeitz, Meuselwitz, im Königreich Sachsen, in der Niederlausitz, in Litteseld und anderen Bezirken beigetreten sind. Der Verband bezweckt, bei der Durchführung und Vervollständigung der sozialen Gesetzgebung fördernd mitzuwicken sowie den Arbeitsnachweis zu vermitteln und unberechtigten Ausstands- und Lohnbewegungen der Arbeiter geschlossen entgegenzutreten. Zur Unterstützung von Werken, die durch einen Ausstand betroffen werden, ist ein Fonds gebildet, der durch regelmäßige Beiträge ständig vergrößert werden soll. Wien, 12 Februar Auf den Domänen der österreichisch- ungarischen Staatsbahngesellschaft beabsichtigen auch Bergwerksarbeiter dem Ausstand sich anzuschließen. In diesem Falle wird dieser Ausstand 12 000 Arbeiter umfassen. Telegramme des „Gießener Anzeiger". Berlin, 13. Februar. Aus dem Streikgebiet liegen folgende Meldungen vor: Nach Telegrammen des Lokal-Anzeigers aus Halle und Leipzig hat sich die Situation wieder verschlechtert, da die Arbeitgeber plötzlich ihre Zusagen Zurücknahmen und die Forderungen der Arbeiter als unannehmbar bezeichneten. In Halle wollen die Arbeiter mit ihrem endgültigen Beschluß bis zum 18. ds. warten, dagegen meldet das Berliner Tageblatt aus Zwickau, daß die Oelsnitzer Werke eine Lohnerhöhung bei steigendem Ertrage versprachen. Ausnahmsweise sollen jetzt 25 Pfg. mehr pro Schicht bezahlt werden, wobei der 1. Februar als Anfangstermin genommen wird. Der Oberbürgermeister, der Kreis- und Amtshauptmann haben sich zur Vermittelung, um die sie von der Bergarbeiter-Kommission ersucht wurden, bereit erklärt. Carmaux, 13. Februar Die Ausständischen Grubenarbeiter verhinderten in der Nacht zum Montag die arbeitswilligen Kohlenarbeiter an der Einfahrt Die Arbeitswilligen wollten eine Versammlung abhalten, wurden aber durch das Einschreiten der Ausständischen daran gehindert. Die Arbeitswilligen mußten sich vor den Drohungen der Ausständischen zurückziehen. Die Polizei schritt ein und die Ruhe wurde nicht weiter gestört. Die Streikenden verlangen eine Lohnerhöhung von einem halben Frank pro Tag Gerichtssaal. — Leipzig, 12. Februar. Reichsgericht. (Nachdruck verboten). Wegen Erpressung wurde der Tagelöhner Karl Velten IL am 1. Dezember vorigen Jahres vom Landgericht Gießen zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt. Der Angeklagte arbeitete auf einer Dampfziegelei und gab daselbst an seine Mitarbeiter Bier mit einem Verdienst von 5 Pfennig für die Flasche ab. Eines TageS, im Juni vorigen Jahres, brachte der Angeklagte wie gewöhnlich ein Dutzend Flaschen Bier auf das Feld, da er sie nicht in die Fabrik bringen durfte und versteckte elf davon. Seine Mitarbeiter hatten dies beobachtet und suchten, um ihm einen Schabernack zu spielen, die Flaschen, welche sie auch, als sie sie gefunden hatten, austranken. Sie machten daraus keinen Hehl, trotzdem aber stellte der Angeklagte Strafantrag. Als ihm darauf von seinen Mitarbeitern nahe gelegt wurde, dies wieder rückgängig zu machen, erklärte er ihnen, er wolle die gegen sie gerichtete Anklage wegen Mundraub zurücknehmen, falls ihm ferne angeblichen Auslagen in Höhe von 26 Mk. 45 Pfg. vergütet würden Der Angeklagte focht das Urteil mit dem Rechtsmittel der Revision an und rügte zur Rechtfertigung derselben prozessuale und materielle Rechtsverletzung Der Reichsanwalt erklärte die Revision für hinfällig. Es sei zwar nicht unbedenklich darin, daß ein Antragsberechtigter den gestellten Strafantrag bei einem Antragsdelikte zurücknehmen solle, eine Drohung zu finden; der erste Richter habe jedoch festgestellt, daß sich in dem Briefe noch ein anderer Passus finde, in dem der Angeklagte drohe, er werde noch sieben weitere Zeugen laden, um der Sache einen öffentlichen Charakter zu geben. Prozessual liege eine unzulässige Beschränkung der Verteidigung nicht vor, indem sowohl die Erheblichkeit des gestellten Beweisantrags verneint würde, als auch die Stellung eines solchen überhaupt in Frage zu ziehen sei. Der erste Straffenat erkannte nach dem Antrag« des Reichsanwaltes auf Verwerfung der Revision und legte dem Be- schwerdeführer die Kosten des Rechtsmittels auf. ___________ Kruefte MeldungeR. ’ Devesckren b«ti Burrav ,f>ero!b* Berlin, 13. Februar. Beim Finanzminister Miquel hat eine Besprechung der Minister von Thielen, Brefeld und Freiherr von Hammerstein stattgefunden, in welcher Uebereinftimmung der demnächst dem Landtage zu machenden Kanalvorlage erzielt worden sein dürfte. Berlin, 13. Februar. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Brüssel: Während das englische Kriegsamt den letzten Rückzug Bullers als ganz harmlos darstellt und nur 200 Verwundete zugesteht, bezeichnen hier ^leibenL®0^ rUn9 stellte fÄten Leiber M.fa.- slch um ein amerj- Mss v^tnent k Ihmmt au Lbe* -tzM zu. ^§te Teil "chschlllr. t°"» unb (tjy.* ÄTÄ""** Illg, «iTün^tm, Mmi w "., *’« ®efeQenau9ÖW ■«W: Lie Arbeit^ m ^»ge mit je einxiM-, ^nbejlo^n für Seifen mbe- bei Nilfen unter fernemSufN oen 8 W ß&enbi ‘Wftunben mit einem :’«r haben sch zn bett anzunehmen, baß dem ntchien-^nbusirie-Vnw ei, btm ich iämtlii' b. 6., Dechenfiltz, Zrtz bwlou^, in fiittefelb in» rrbonb bezweckt, bei bet ;len Gesetzgebung fbtbemi mttefn unb unberechtztm ter geschlossen eiüzegen-- buch einen AuMb bt* ich regelmäßige veiträge mänen bet ößentchisch gen auch Betgwerls> n biefem Falle wirb blefs 8fljcigtte. il^eVxtt l '\tjfu filftnbt xVÄnj öfgi oui haiie testiert, ba bie Arbeit- nb bi- Forberungm bet M wollen bie Arbeitet warten, bagegen metbc ■ Oelsnitzer Werke ei« machen. Ausnahmswet^ Mt werben, wobei bet . Ter Oberbürgermeister, Vermittelung, um bie lurben, bereit erklärt, sstänbischen @ruhen lontag bie arbeikswWm cifligen wollten eine «et: 5 Weiten bet Ku* ,°en wußten sich vor ben DtePoänMrmMb itredenben verlangen ernt rag __ -— «**v SSs* w * jS mW cht ^L/eobachl« fcflTs n^yj glitt« s DerAngekW rortb nit xmb rügte V° Ja fei »war ^Ltm Strasantv ■ btn .» findet iae »‘Wrööen«fl** ?sKs? i erfannte ^. brm » ktnfion und gstgkß. ßetolb* . .f,.t tgiiqH'" di SSÄ ÄR .Ä.ViÄÄ«; 4“S*ÄI* ™,u‘SKS S> iere 6e Punkt 3 gegeben. Die Buren dürften gf" »j““!“,“?“ ' j” £™ «,«.» MT . ftpi dem gestrigen Galadiner zu Ehren ringen Heinrich keine Toaste gehalten worden. b e äq?Lri/ 613^Februar. Der Äriegsminister hat den ekorus-Kommandanten eine Zirkularnote gesandt worrn er trena untersagt, daß f r a n z ö s i s ch e O f f r z 1 e r e irr Uniform den P f e r d e - W e t t r e n n e n bei- Lohnen, weder in Paris noch in der Provinz. Paris, 13. Februar. Der aus Aethiopien zurück- aekehrte französische Missionschef Leontieff erklärte einem Mitarbeiter der Patrie, die Niederlagen der Engländer in Südafrika hätten unter den Abes- svniern große Aufregung hervorgerufen, und das Ansehen Englands hätte bedeutend gelitten. In Abessynien ist man über den Verlauf der Kriegs-Operationen unterrichtet. Paris, 13. Februar. General Gallifet dementiert aufs entschiedenste das Gerücht, wonach er Befehl gegeben habe, Erkundigungen über das Privatleben der einzelnen Offiziere einzuziehen. London, 13. Februar. In der gestrigen Unterhaus- sißung kritisierte der Abgeordnete Bannermann die beschlossenen Reformen in der Armee und bezeichnete dieselben als u n g e n ü g e n d. Die Zahl der für die Militär-Debatte vorgemerkten Redner ist so groß, daß die Sitzung um Mitternacht abgebrochen werden mußte. Heute werden die Beratungen fortgesetzt und wird wahrscheinlich auch die Abstimmung erfolgen. Dr. Lieber. Berlin, 13. Februar. JmBefinden des Dr. Lieber war gestern auch bis in die späten Nachtstunden hinein eine Verschlimmerung nicht eingetreten. Es wurde im Gegenteil als günstiges Zeichen angesehen, daß der häufige Wechsel von Fieber und Schüttelfrost, der in den letzten Tagen eingetreten war, ausblieb. Die kathol -theolog. Fakultät in Etrastbnrg. Berlin, 13. Februar. Der Reichstags-Abgeordnete Freiherr v. Hertling trifft heute in Berlin ein. Seine Anwesenheit gilt Besprechungen über die Errichtung einer theologischen Fakultät an der Universität Straßburg. Die Aussichten einer solchen haben sich in letzter Zeit trotz des Widerstandes der elsässischen Geistlichen erheblich verbessert. Freiherr v. Hertling wird sich binnen kurzem wieder nach Rom zurückgegeben. Duell, Fraktion und — Ehrengericht! Berlin, 13. Februar. Dem „Berl. Börsen-Courier" zufolge verlautet, daß der Abgeordnete Dr. Hahn eine Forderung an den Abgeordneten Major a. D. Szmula habe ergehen lassen. Letzterer hat die Angelegenheit seiner Fraktion unterbreitet, welche die Forderung zurückgewiesen hat. Man spricht aber davon, daß die Affaire vor dem Ehrengericht eingehend erörtert werden soll. Zu den österreichischen Wirren. Wien, 13. Februar. Sämtliche Blätter beschäftigen sich mit der Einberufung desNeichsrats und drücken den Wunsch aus, daß die Tschechen und Deutschen alles aufbieten werden, um das Verhältnis zu einander auf friedlichem Wege zu ordnen. Das offiziöse „Fremdenblatt" macht darauf aufmerksam, daß es folgenschwer sein werde, wenn es wiederum statt zu einer regelrechten Tagung zu einer Vertagung käme. Die Regierung wird dem am 22. ds. Mts. zusammentretenden Reichsrat sofort die Bewilligung und Emission von 120 Millionen Kronen Rente vorlegen. Aufstand in Egypten. Loudon, 13. Februar. Nach Depeschen aus Kairo nimmt die Meuterei unter den sudanesischen Truppen einen hochernsten Charakter an. Die Gerüchte, daß französische und russische Emissäre die Meuterei angestiftet haben, werden im Auswärtigen Amt als unbegründet bezeichnet. Die Hungersnot in Indien. Kalkutta, 13. Februar. Das infolge der Hungersnot entstandene Elend nimmt täglich zu. Die Zahl der zu unterstützenden Eingeborenen in Bombai und den übrigen Provinzen beläuft sich auf 3 450 000. Vom Kriegsschauplatz. London, 13. Februar. Das Kriegsamt hat bis Mitternacht keine neuen Meldungen vom Kriegsschauplätze veröffentlicht. In der Bevölkerung herrscht wieder eine derartige Aufregung wegen des Ausbleibens der Nachrichten, daß das Kriegsamt gezwungen wurde, heute einen Teil der ihm zugegangenen Telegramme zu veröffentlichen. London, 13. Februar. Die von der Regierung gefor- betten 23 Millionen Pfund Sterling zur Deckung der Kriegskosten sind, wie aus amtlichen Quellen verlautet, bereits verausgabt, sodaß zur Deckung der weiteren Ausgaben neueMittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Prinz Heinrich in Berlin. Berlin, 13. Februar, 1,40 Uhr. (Telephonmeldung.) Prinz Heinrich von Preußen ist heute vormittag um 11 Uhr 2 Min. von Wien kommend, auf dem Anhalter Bahnhofe hier eingetroffen. Zum Empfange waren anwesend: der Kaiser, die kaiserlichen Prinzen, das Staatsministerium mit dem Fürsten Hohenlohe an der Spitze, die Präsidien des Reichstages, die Präsidien der beiden Häuser des Landtages, zahlreiche Offiziere, sowie sämtliche hier anwesenden Marine-Offiziere. Als der Zug hielt, eilte der Kaiser seinem Bruder entgegen. Nachdem der Prinz schnellen Schrittes den Wagen verlassen hatte, begrüßte ihn der Kaiser auf das herzlichste, indem er ihn umarmte und dreimal küßte. Alsdann schritt der Kaiser mit seinem Bruder die Front der Ehrenkompagnie ab und bestieg mit demselben einen offenen Wagen. Auf der Fahrt zum Königlichen Schlosse wurden dem Kaiser und dem Prinzen Heinrich von dem zahlreichen, Spalier bildenden Publikum lebhafte Ovationen dargebracht. Das Aussehen des Prinzen ist vorzüglich._____________________________________________.________ Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gießen, 13. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.80—0.90, Hühnereier per St. 7—8 H, 2 St. 00—00 Enteneier 1) St. 0—0 X Gänse- eier per St. 6—00 Käse 1 St. 5—8 Kasematte 2 St. 5—6 Erbsen per Ater 20 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.00—1.< 0, Hühner per St. 1.40—2.20, Hahnen per Stück X 1.20—2.00, Enten per St. X 2.00-2.40, Gänse per Pfund X 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 \ Kuh. und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 60—72 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 5», Kalbfleisch per Psi>-,64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—64 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bi* 4.50 X, Wnßkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.50—7.00, Milch per Liter 16 H. Markus Bauer Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener Werkstätte. Gießen, Kirchenplatz n- 718 Itinde’s Essenz ist jeder praktischen Hausfrau dringend zu empfehlen, denn man .kann durch ihren Gebrauch an Bohnenkaffee sparen. Bekanntmachung. In dem Handelsregister unterfertigten Gerichts wurden folgende Eintragungen vollzogen: 1. Betr.: die Firma „®ebr. Scheel" zu Gießen — dem Kaufmann Albert Scheel daselbst ist Prokura erteilt. 2. Betr; die Firma „Heinr. Rau" zu Wieseck — die Firma heißt jetzt ,H-inr. Rau Nächst. L. Bramm". Alleiniger Inhaber ist Ludwig Bramm, Kaufmann zu Wieseck. Der Uebergang der im Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen ist bei dem am k Dezember 1899 stattgehabten Erwerbe des Geschäfts durch 5. Bramm ausgeschlossen. Gießen, den 10. Februar 1900. 1143 Großherzogliches Amtsgericht. Submission Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1900/1901 auf dem öffentlichen Submisstonsweg vergeben werden: a. die Lieferung von 1. Backwaren, 2. Zwieback, 3. Fleischwaren, 4. Spezereiwaren und Ber brauchsgegenständen, 5. Kaffee, 6. Butter und Eier, 7. Milch, 8. Bier, 9. Schreibmaterialien, 10. Maschinenöl und Putzwolle, 11. Bürstenwaren und Scheuertücher, 12. Seife, 13. Kornstroh, 14. Eis (täglicher Bedarf im Sommer), 16. Porzellanwaren, 16. Käse, b. Da» Reinigen der Wäsche für da» Dienstpersonal, c. Da» Reinigen des Herdes und der Oefen, d. Die Entleerung der Kehricht- grübe, e. Die Abgabe von Knochen und Gespül, leeren Oel- und Wrin- fäsieru und leeren Flaschen. Die Bedingungen und der Ministe- rkalerlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen -iLlchmittagS von 3 bis 5 Uhr ein gesehen werden. Proben der unter a. 4, 5, 8, 9, 10, 11, 12, 15 und 16 bezeichneten Gegenstände sind nebst den ver- schloffenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Peentrstag btn 22,ftbrnot 1900, vormittags 11 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Zuschlagsfrist bis zum 8. März 1900. 1155 Gießen, 8. Februar 1900. Großherzogl. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. llrrltciflrriniflrn, Kttunhlch-Verstkjgkruug im Albacher Geumndewalb. Freitag den 16. d. Mts., morgens 9 Uhr anfangend, kommt im Distrikt -Eisenhand nachstehende» Brennholz zur Versteigerung: 80 rm Buchen-Scheitholz, 120 „ Buchen-Knüppel, 200 Wellen Buchen-Reisig, 40 rm Buchen-Stöcke, 10 „ Birken-Scheiter, 28 „ Birken-Knüppel, 32 „ Eichen-Knüppel, 300 Wellen Eichen-Reisig, 05 rm Eichen-Stöcke, 500 Wellen Radel-Reisig, 5 rm Radel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde beim alten Pflanz- garten. Albach, am 12. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. 1160 Holzversteigerung im Gießener Stabtrnolb. Montag den 19. Febrnar 1900, vormittags 9l/2 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald im Distrikt Katharinenhütte versteigert werden: 271 Kiefern- und Fichtenstämme mit 81,31 fm, darunter Schnittholz, 2 Eichenstämme mit 0,91 fm (Schnittholz), 68 Eichenstämme mit 26,07 fm (Grubenholz), 505 Fichtenstangen mit 42,43 fm, 53 rm Eichen-Scheitholz, 9 „ Nadel-Scheitholz, 40 „ Eicher-Knüppelholz, 114 M Nadel-Knüppelholz, 61 M Eichen-Stockholz, 167 „ Nadel-Stockholz, 2570 Wellen Eichen-Rdsig, 5880 „ Nadel-Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße am Waldeingang. Gießen, den 12. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __________Gnauth.______1154 Hohversteigerung. Donnerstag den 15. d. M., von morgens 10 Uhr an, soll im Garbenteicher.Gemeindewald, Distrikt Seeberq und Markwald, nachverzeich- netes Holz versteigert werden: 231 rm Nadel-Knüppelholz, 93 „ Nadel-Stockholz, 4000 Nadel-Wellen, 160 Eichen-Wellen, 6 fm Fichten-Derbstangen. Der Anfang ist om Seeberg bei Ord.-Nr. 1. Garbenteich, am 12. Febr. 1900. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. _________Schwarz.______1150 Hohversteigerung. Montag den 19. Februar d. Js. werden aus den Distrikten Schafbusch, Bausckel, Zeileichen, Großer und Kleiner Seng, Sengkopf, Kälberstall, Hainheege und Güntersgraben der Forstwartei Saasen, sowie dem Distrikt Neuhofsheege der Forftwartei Remhardshain versteigert Stämme: 42 Eichen mit 24 fm, 7 Buchen mit 9 fm, 204 Fichten mit 108 fm, 29 Kiefern mit 17 fm, 10 Lärchen mit 5 fm; Derbstangenr 163 Fichten mit 8 fm. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Kreisstraße Reinhardshain—Winnerod am neuen Pflanzgarten bei Reinhardshain. Nur das Holz in den Distrikten Neuhofsheege und Zeileichen, sowie die Fichten in den Distrikten Sckafbusch und Kleiner Seng werden bei der Versteigerung vorgezeigt. Die blau unterstrichenen Stamm- Kotznummern in den Distrikten Schaf- busch und Großer Seng werden nicht verkauft. Grünberg, den 11. Februar 1900. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 1146 Bau-, Jutz- und Brennhotz- Jersteigerung der Fürstlich Solms-Brannfels« schen Oberförsterei HttNgeN in den Distrikten Hchweiuahl uub Klasterschlag. Es soll versteigert werden am Donnerstag den 22. Februar, von vormittags IO Uhr an, folgenbes BreiMholj 140 rm Buchen« Scheitholz, 220 ,, Buchen-Prügelholz, 820 „ Buchen-Reisig, 85 „ Buchen-Stockholz, 26 ,, Eichen-Prügelholz, 104 „ Eichen-Reisig, 20 „ Eichen-Stockholz, 4 „ Fichten-Schichtreisig, 8 ,, Fichten-Stockholz, ferner am Freitag den 28. Fe- brnar, von vormittags IO Uhr an, folgendes Bau- und Nutzholz 152 Fichtenstämme, 11 bis 18 m lang, 12 bis 22 cm Durchmesser mit 88,50 fm, 3 Buchenstämme, 4 bis 6 rn lang, 41 bis 47 cm Durchmesser mit 2,30 fm, 1 Eichenstamm, 6 m lang, 42 cm Durchmesser mit 0,87 fm (Glaserholz), 530 Stück Fichtenstangen, 10 bis 15 m lang mit 53,80 fm, welche sich zu Sparren, Leiterbäumen u. s. w. ganz vorzüglich eignen. Zusammenkunft an beiden Tagen am Langsdorf—Nonnenrother Weg bei Nr. 954. U49 Hungen, am 12. Februar 1900. Fürstliche Oberförsterei. (i'iiipfchluiuiiii MdI. Schlachthaus. Freibank. 1139 Hente nnd morgen: Kuhfleisch 50 Psz. Schmillkfleilch 50 Kfz. Feinsten Emmenthaler Käse, Edamer, echt, Kaiserkäse, Frnhstückskäse, Camembert 1158 empfiehlt Emil Fifchbach. Prima Rollmöpse, per Stück 6 Pfennig, Bismarckhäringe, Sardellen, Sardines ä l’huile empfiehlt_______Emil Fifchbach. Jür Damen. Spitzen, Einsätze, Drei' nnd Vierecke, Taschentücher, Tischläufer, Decken, Hemdenpafse, ShawlK empfiehlt zu billigen Preisen 1144 Frau Schmift, _____________Wolkengaffe 22. 2,2 Plymouth-Rocks, 2,2 rebhf. Italiener-Zwerg hat zu verkaufen 0558 A. Will, Wieseck. Perloren Portemonnaie mit ca. 50 Mk. Inhalt vom CafS Krämer zur Grünbergerstraße verloren* 0554 Abzugeben Grünbergerstraße 18. Todes - Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber, guter Vater Georg Brömer gestern vormittag 11 Uhr nach längerem Leiden im Alter von 57 Jahren sanft entschlafen ist. Die tieftranernden Kinder. Giessen, den 14. Februar 1900. Die Beerdigung findet statt: 1156 Mittwoch den 14. Februar, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Liebigstrasse 63, aus. Anzeige und Empfehlung. Settersweg 50. Settersweg 50. Gast- und Logier-Wirtschaft mit Metzgerei. Bringe hiesigem und auswärtigem Publikum zur gefl. Kenntnis, daß ich die seit langen Jahren bestehende Wirtschaft und Metzgerei von meinem Vater übernommen habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben fein, meine werten Gäste und Kunden durch aufmerksame Bedienung in den neu hergerichteten Lokalitäten, ff. Bier auS der Brauerei Bichler, kalte und warme Speisen zu j-der Tageszeit, vorzüglichen Mittagstisch in und außer Abonnement, schöne Fremdenzimmer mit prima Betten zufrieden zu stellen. Gleichzeitig bringe meine besteingerichtete Schweiuemetzgerei in empfehlende Erinnerung und bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll H57 Georg Emil Seng. Trauer halber bleibt mein Geschäft bis Freitag den 16. d. MtS. geschlossen, S. Sammet 1153 Bahnhofstraße 8. Die verehruchen Herren Dir-Loren des Sladtrhraters werden höflichst gebeten, das deutsche Märchendrama Die versunkene Glocke nochmals zu wiederholen. Die verehr!. Direktion würde dadurch einem groben Teile des theaterfreundlichen Publikums sehr entaeg-nkammen. bei 815 C. Roth II., Wallthorftraße 5 MAGGI Bouillon-Kapseln Suppen-Würze Soeben wieder eingetroffen: Lösliche Frühstücks - Suppen Gemüse- und Kraft-Suppen Cigarren- u. Wickelmacher finden dauernde und lohnende Beschäftigung. 1123 Joh. Dan. Haas, ___________Kinzenbach.______ Tüchtiger Pferdeknecht gegen hohen Lohn gesucht. 0562 _______________E. Rübsame«. 0511] Schneiderlehrling gesucht. Georg Leib & Sohn, Wallthorftraße 34. 0491] Einen braven Jungen, der die Bäckerei erlernen will, sucht Wilhelm Löber, Brandgaffe. Schneiderlehrling gesucht. [0478 ________Wilhelm Hetz, Brandgaffe. 0426] Schuhmacherlehrling gesucht. I. Benner, Marktstraße 34. Schiffsjungen gesucht auf Segelschiffe. Prospekte werden auf Wunsch zugesandt. 1019 Heuerbureau I Brandt, Altona, Hafenstraße 19. 1151] Schnhmacherlehrling gesucht. Friedrich Magnus, Weidengaffe io. Lehrmädchen gesucht, für sogleich oder später. [0550 __________Julius Schulze. 0553] Zuverlässiges Mädchen oder unabhängige Frau für einen Laufdienst zum 1. März gesucht. Neuen Bäue 4t III. 0555] Laufmädchen sofort gesucht _____________Ludwigstratze 57, part. Ein Laufmädchen für den ganzen Tag gesucht. 1152 Karl Becker, Seltrrswkg 44 Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haus, bei gutem Lohn per 1. April oder später gesucht. Frau Sophie Ohler, 670 Liebigstraße 17. Rodes. Lehrmädchen gesucht 928 Elisabeth Euler, Ludwigstr. 14 I. Vor miet nn ft en 0561] Schöne Wohnung, 4 Zimmer, 1 Mansarde, wegzugshalber baldigst zu vermieten. Näheres Neustadt 8 II. 0514] Jüng, reinliches Mädchen in kleinen Haushalt gesucht. Ludwigstr. 22. 853] Braves Dienstmädchen gesucht. Marktplatz 22. H. Schaffstaedt. Aktiva Passiva. "X 1 4 «5 05 1,199,990 138,564,500 201,888,800 05 | |377,782,060’93 Debet, Per 50 66 15,377,198126 15,837,198 26 1147 Estene Stellen Gewinn- und Verlust-Konto ultimo Dezember 1899. auswärts gesucht. dauernde Stellung. 25 37 605,269 2,200,430 10 52 95 96 04 64 85 20 54 48 ! d> 83 10 (377,782,060 Kredit. 52 Bilanz-Konto . . . . Hypotheken-Zinsen Zinsen-Konto. . . . Provisions-Konto 1899 X 47,120 14,634,670 610,329 85,078 340,453,300 323,600 4,287,314 2,040 475,650 1,295,183 50,000 316,896 177,654 2,200,430 ~X 12,351,907 50,000 25,277 39,876 104,437 X 21,000,000 6,000 000 X-- 13,819,182 416,553 79,964 2,648,500 986,900 431,422 353,899,217 3,609,998 950,000 500,000 440,322 Hoher Lohn, 1076 Cassa und Guthaben bei Banken Wechsel-Conto.......... Fonds und verloste Effekten Effekten des Reservefonds Lombardierte Hypotheken Lombardierte Effekten Hypotheken-Konto, abzüglich amortisierter Beträge Fällige Hypotheken-Darlehnszinsen..... Bankgebäude-Konto Hamburg Bankgebäude-Konto Berlin Debitoren in laufender Rechnung ..... An Pfandbrief-Zinsen „ Beamten-Unterstützungsfonds „ Effekten des Reservefonds (Kursverluste „ Inventarlum-Konto ....... „ Bankgebäude-Konto Hamburg . „ Unkosten-Konto: Saldo des Kontos Vortrag auf neue Rechnung . ’ ’ Ueberschuss Bau- und Kunstschlosser, ledig, wird zur teilweise selbständigen Leitung eines Geschäftes in einer Kreisstadt Oberhessens zum alsbald. Eintritt gesucht. Näheres Ludwigstratze 57, III. 0521 Aktienkapital-Konto Statutenmässige Reserve Reserve-Konto II, für etwaiges künftiges Pfandbrief- Disagio U8W............. Konto der Hypothekenpfandbriefe 4°/0 ige Pfandbriefe zum Einlösungskurs al pari........... S'/jVqig0 Pfandbriefe zum Einlösungskurs al pari........... Fällige Renten- und Hypothekenpfandbriefe . . . Fällige Coupons unserer Pfandbriefe...... Dividenden-Konto (Restanten) . ...... Vorträge auf Provisions-Konto für 1900 bis 1915 incl. Vorträge auf Zinsen-Konto ......... 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Franz Schneider, Seltersweg 77 Ein braves Dienstmädchen gefacht. 1145] Hermann Vogt, Seltersweg 61. Zur Notiz! Man kann bei den sich massenhaft, mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen l Haarleiden nicht genug auf das bereits seit 32 Jahren sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auSzeichnende 657 Haarwaffer von Retter, München, aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Konservierung und Kräftigung dervorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare. Z. h. um 40 Psg. und 1,10 Mk. bei I. H. Fuhr, Sonnenftr. 25. X 4 555,269 10 50,000 — 0559] Zu Derrn, eine b-Zimmerwohnung, Badezimm, mit Koch- u. Leuchtgas einger. Grünebaum, Möbelgeschäft, Bahnhofstr. 0552] Ein sreundl. Logis per 15. März zu vermieten. «chützenstratze 9. 0556]- Freundlich möbliertes Zimmer in der Nähe des Oswaldsgarten zu vermieten. Näheres Marktplatz 17 m 0560] Kost und Wohnung für Arbeiter. Metzger Schmidt, Löwengasse 12. 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Ende 10 Uhr. Gewöhnliche Eintrittspreise. Sektion Giessen. D. & Oe. A. V. Douverstag den 16. Februar: Nkremsabkud. Verantwortlicher Redakteur: H. ftotgkt. — Druck und Verlag der BrÜhl'schen UniverfltStL-vuch« und Skeindruckerci (Pietsch Erben) w Gießen. HW W J • fr***. Setr.: ®icÖ Has Elch au Dir mit n brti W Mül- und Slai in jebem fo misten Bestände totobutd) ent miibtt itn neue lichstr Wty. nngreistM? liegt vstnt > Seuchenausdr^ bieje Berheini Seuche angelt nauttc Grmitt Ortspolizeibehi bet viehbefitzei dem oitäbetani und sich nicht nur damit nütz die sofortige bringen. fyerjulomn. tyeige nom Seu Mist aus Grund gesesttr Echtsten aber zu gering fi mit den Absperri Bedeutung der Geldstrafen oft m ReichSgmcht in gttichtSentfch. in hr vorgeschrieben« Lergrhen na« gW, und dem Rn au^grstv Der keufi W« Kladderada Auarellisten statt ein lu'e oer M yWmeijter u * -ttlnrt, daß i ®en’9en di], LA zs'D rSZ ^ner nl-'charn Leid von »eit cus?" Ach Unj auch ßk bis btr ?.b88 k tr, f ■niIb ro Di SÄ'