ihm bis nach Pallington entgegen fahren. Gleich nach seiner Ankunft in London begiebt sich Roberts in Begleitung des Prinzen in die St. Pauls-Kirche, wo ein Dank-Gottesdienst stattfinden wird. Die Straßen Londons werden festlich geschmückt sein und die Bevölkerung ihm Feste aller Art bereiten. Haag, 12. Dezember. In der Umgebung Ktügers verfolgt man mit großem Interesse die aus englischer Quelle stammenden tendenziösen Meldungen, wonach die europäischen Mächte den Engländern freie Hand in Südafrika lassen würden. Man hat festgestellt, daß die Depeschen, in denen der Phantasie am meisten Spielraum gelassen ist, den Weg über Wien nehmen. Eine dieser Wiener Meldungen behauptet, daß dem Präsidenten vom Zaren eine entmutigende Depesche zugegangen sei und daß der Präsident beim Empfange der Botschaft ausgerufen habe: „Ich habe meine letzte Hoffnung verloren" und dann in Thränen ausgebrochen sei. Man bemerkt in diplomatischen Kreisen, daß, wenn die Meldung auf Wahrheit beruhte, man im Haag eher etwas davon erfahren hätte, als in Wien. Hier glaubt man viel mehr, daß der Zar und der gesamte russische Hof sich der SacheMMügers wohlwollend annehmen werde. yt Haag, 12. Dezember. Krüger wird demnächst nach einer Villa in der Nähe von Hartem übersiedeln, die ihm zur Verfügung gestellt worden ist. Der Krieg i« China. Die Gesandten baden in ihrer letzten Sitzung beschlossen, sofort nach Unterzeichnung und Absenoung der Kollektivnote an die chinesische Regierung in Unterhand- lungen mit den chinesischen Bevollmächtigten einzutreten, ohne die Ankunft der Beglaubigungsschreiben der letzteren abzuwarten. Die Gesandten haben einen Entwurf dieser Beglaubigungsschreiben ausgearbeitet und Li Hung-Tschang und den Prinzen Tsching ersucht, sich nach diesem Muster ihre Beglaubigungsschreiben kommen zu lassen. Da der englische Gesandte noch keine Instruktionen von seiner Regierung erhalten hat, so wurde kein bestimmter Tag für die nächste Sitzung anberaumt. Die Gesandten haben ferner eine provisorische Regierung eingesetzt, die aus folgenden Personen zusammengesetzt ist: Kapitän Dodds (Amerikaner), Selwyn (Engländer), Shippa (Japaner), v. Brassen (Deutscher). Der Vorsitzende General von Gayl wird sich wegen des Funktionierens dieser Regierung mit den chinesischen Bevollmächtigten verständigen. Eine Pekinger Drahtung der Londoner „Morning Post" vom 10. ds. besagt, Graf Wald er fee bilde eine internationale Kommission unter deutschem Vorsitz zum Zweck der Aufstellung von Bestimmungen für die Aufrechterhaltung der Ordnung, Einziehung der Steuern und Zölle, Einführung sanitärer Maßregeln, Verhaftung von Personen, die eines Verbrechens beschuldigt sind, und Bestrafung der Uebelthäter, sowie für freie Verteilung von Reis in Peking unter Mitwirkung chinesischer Beamten. Hauptmann Bergmann, Kompagniechef im 92. Infanterie-Regiment in Braunschweig, ist an Stelle des verstorbenen Grafen Jork zum Generalfiab des Grafen Walder- see einberufen worden. Die Differenzen die zwischen dem Feldmarschall Grafen Waldersee und dem amerikanischen General Chaffee wegen der von den Deutschen und Franzosen dem Pekinger Observatorium entnommenen Instrumente entstanden waren, sind, wie von wohl informierter Seite gemeldet wird, in befriedigender Weise beigelegt worden. Chaffee hatte in dieser Sache an den Oberst-Kommandierenden ein Schreiben gerichtet, das dieser wegen des darin angeschlagenen Tones unbeantwortet zurückschickte. Der amerikanische General, der inzwischen selbst eingeseheu hat, daß dieser Brief in seiner Form nicht korrekt war, zögerte nicht, dieser Erkenntnis in loyalster Weise Ausdruck zu geben. Damit ist die Angelegenheit erledigt. * Telegramme deS Gießener Anzeigers. Wilhelmshaven, 12. Dezember. Leutnant Knapp st ein, der in Colombo krankheitshalber vom Dampfer Köln zurückgelassen wurde, ist jetzt dort gestorben. Washington, 12. Dezember. General Chaffee hat der amerikanischen Regierung telegraphisch Bericht über den Zwischenfall Waldersee erstattet. Er erklärt, daß er sich) der projektierten Plünderung widersetzt habe, weil die Plünderer nicht zu den Truppen gehörten, die unter vielen Entbehrungen und Strapazen an dem Feldzuge teilgenommen haben, sondern neue Ankömmlinge gewesen seien. Der Felder marschall von Waldersee glaubte darin eine Anspielung auf die deutschen Mannschaften zu erblicken. Der amerikanische Kriegsminister betrachtet den Zwischenfall alH beendet und will demselben fein? weiteren Folgen geben, weil dadurch die guten Beziehungen zwischen den amerikanischen Truppen und denen der übrigen verbündeten Mächte gestört und die Friedens-Unterhandlungen verzögert werden könnten. Das amerikanische Kriegsmini- sterium erkennt den Protest des Generals Chaffee als im Prinzip begründet an, giebt aber zu, daß die Form des Protestes zu Kritiken Anlaß geben kann. Kolonialpost. Die amtliche Berichterstattung aus unseren Kolonien hat schon oft genug wegen ihrer Langsamkeit zu Klagen Veranlassung gegeben. Jetzt erfährt man wieder erst durch Privatmitteilungen, daß in Kamerun das Kanonenboot „Habicht" einen Unfall erlitten hat und, wie eS scheint, aufgegeben werden muß. Das Schiff hatte, wie man aus Kamerun vom 8. November schreibt, Ende September das Unglück, in der Viktoriabucht auf einen bisher nicht bekannten Felsen zu stoßen, wodurch am Kiel eine große Oeffnung entstand. Das Wasser füllte den Raum, der den Matrosen zur Aufbewahrung ihrer Habseligkeiten diente, und bewirkte eine bedeutende Senkung des Vorderteiles des Schiffes. Es gelang noch eben, nach Kamerun zurückzufahren, wo sogleich Anstalten zur Ausbesserung getroffen wurden. Diese nahm den ganzen Oktober in Anspruch und wurde auf dem Schlipp (AuS- befferungsschlitten) in Kamerun vorgenommen. Da zur Zeit des Vollmonds die Fluth höher steigt, und gerade der WörmanwDampfer „Adolf" ankam, so benutzte man diese Gelegenheit und versuchte, den „Habicht" vom Schlipp, auf das man ihn mit Leichtigkeit gebracht hatte, herunterziehen zu lassen. Doch alle Versuche, die mehrere Tage hindurch bei der jedesmaligen Fluth gemacht wurden, waren vergebens. Man will nun das Schaff ab brechen, da es schon alt und große Unkosten wohl nicht mehr wert ist. Deutsches Reich. Berlin, 11. Dezember. Der Kaiser hörte im hiesigen Schlosse .die Vorträge des Chefs des Militärkabinets v. Hahnke und des Staatssekretärs v. Tirpitz. Darauf wurde der Bürgermeister von Bremen, Dr. Pauli vom Kaiser empfangen und der Abt Willibrod Benzler von Maria Laach, sowie Sir Vincent Kannett Barrington zur Frühftückstafel geladen. — Dem Prof. Adolf von Menzel, der am Samstag bekanntlich seinen 85. Geburtstag feierte, überbrachte Korvettenkapitän v. Grumme, der Flügeladjutant des Kaisers, in dessen Auftrag einen Korb mit Maiblumen, der eine goldgestickte Widmung trug. — Neueren Dispositionen zufolge wird der Kaiser schon am Donnerstag Vormittag zwischen 11 und 12 Uhr in Hannover eintreffen. — Nach der Meldung eines Berichterstatters erheben die Konservativen den Anspruch darauf, das Amt des Vorsitzenden der Budgetkommission zu besetzen. Der von ihnen zu präsentierende Kandidat, Graf Stolberg- Wernigerode, wird auch bei den anderen Fraktionen der Zustimmung gewiß sein und demnach nach Neujahr den Vorsitz übernehmen. — Prinzregent Luitpold besuchte heute den früheren Reichskanzler Fürsten Hohenlohe in seinem Münchener Palais. Fürst Hohenlohe ist für morgen mit Tochter zur Tafel geladen. Donnerstag reist der Fürst nach Meran zu längerem Aufenthalt ab. — Gegenüber der Meldung eines hiesigen Blattes, daß bte Bauten der neuen Linienschiffe größere Kosten als die veranschlagten machen würden, weil man zu emem größeren Schlachtschifftypus übergehe, wird von maß- gebender Stelle versichert, es bestehe nicht die mindeste Absicht, bei den in diesem Etat neugeforderten Linienschiffsbauten und den weiter im Flottengesetz bewilligten Linienschiffen über die Größe der Linienschiffe der Kaiser-Klasse, die 11000 Tonnen beträgt, hinauSzugehen. Diese Größe entspricht den/Fahrwasserverhältnissen der Nord- und Ostsee. Ferner ist sie bedingt durch die deutschen Hafen- und Werftverhältniffe. — Ueber 2000 Polen hatten sich gestern zu einer großen Versammlung, die sich gegen die „Zurücksetzung des polnischen Elements" in Berlin und Umgegend richtete, eingefunden. Außer den strengen Maßnahmen der Donnerstag den u. Dezember 15V. Jahrgang . 292 Zweites Matt 1900 General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen. m Prachtvoll. Nenheh, ten, )3 in jaskronen etc a Btte Anzeigen-DermittlungSstelleu M In- und Bugkmtaft nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgefM« Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Mtin, Expedition und ®ru*rd: Achntßraße Ar. 7. »■»•fcne »en Anzeigen zu der nachmittags für den -chenb« ®»| erscheinenden Nummer bis Dorrn. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abend» vorher. Bezugspreis vierteljährl. Mt. 2,28 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohnz durch die Abholestak» vierteljährl. Mk. 1,98 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. Mit Bestellgeld. GrMsbeilagru: Gießener Familientilätter, Der tzejstfche Kandwirt Mittler Dr hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: jhqeifltt Fernsprecher Nr. 51. üroleum. geruchlos, , । V,,ia«lich und bi"iger ,l! Wl«hS empfiehlt -* & Bunm Läden ( 4tr Regierung im allgemeinen und die des Zentrums im ‘•([unteren unter seine parteiamtliche Loupe zu nehmen. 3r grißelte mit scharfen Worten die „Verschwendungssucht" •er Regierung, die durch die Hilfe des Zentrums noch mehr • hgflnftigt werde als durch die der Nationalliberalen zurzeit .hrer Glanzperiode. Kaum ein Thema blieb unerwähnt, .as die politische Welt in der letzten Zeit beschäftigt hat. ‘Einen besonderen Angriffspunkt bildete dem Redner die ° Lehrkraft des Deutschen Reiches. Bebel legt die un- ;rzählren MillwlM für eine Kolonialarmee, die infolge des HüiakriegeS offenbar geschaffen werden solle, auf das Konto M Zentrums, dessen Bewilligungsfreudigkeit wesentlich dazu t Mirage, eine wahre Budget-Anarchie zu schaffen. Natürlich i tspratch Bebel auch das Telegramm vom 3. Januar 1896, ' i cS Kaiser Wilhelm II. an Krüger sandte, und die schroffe .Zurückweisung, die dem Transvaalpräsidenten zu Teil wurde. Imivähnt blieb natürlich auch die Veröffentlichung des 8mfcs der Seeberufsgenoffenschaft, die Unmöglichkeit der Nietereinführung der dreijährigen Dienstzeit, die Neu- iwaffnung der Artillerie und die neuen Gewehre, der 'Marine-Etat und die 12,000 Mark-Affaire nicht. Die schwerverständliche Entgegnung des Grasen P osa- Nwöky auf den letzterwähnten Punkt förderte nur die . iie Thatsache zu Tage, daß Graf Posadowsky die volle Skrairtwortung für diese Angelegenheit übernehme. Bebel «hselung auch beißende Satyre nicht fehlte. Richter griff wiederholt auf Aeußerungen des Grafen Limburg-Stirum »rück, die diesen unangenehm zu berühren schienen, eine -Hatsache, die sich nicht immer konstatieren läßt. Dieser iDe Redner der Volkspartei besprach die wesentlichsten öunkte des Etats und erntete, besonders bei der Linken, tacken Beifall. Damit auch dem Schluß der heutigen Sitzung der >nmor nicht fehlte, konstatierte der Abg. Liebermann un Sonnenberg, daß er sich insbesondere darüber jetne, daß das Deutsche Reich jetzt wieder einen „leib» ästigen" — Reichskanzler habe!_________________________ Krüger und die Buren. ' Äxüger wird am Mittwoch in Amsterdam ein- iCejfen. Eine Ehreu-Eskorte, bestehend aus 20 jungen »illändern wird dort den Präsidenten überall begleiten. Aus Haag wird gemeldet: Mit Rücksicht auf die Altung der Studenten, die vor dem englischen Scsandtschafts-Gebäude eine feindselige L» ndgebung veranstalten wollten, wurde das zu ®i)ien des Präsidenten Krüger projektierte Ständchen iwsüge einer Verordnung des Bürgermeisters von Haag k« zu dem Zeitpunkte verschoben, wo die Bevölkerung ruhiger sein wird. Der Vertrauensmann des Präsidenten Steijn, Mei- j erb ach, ist jetzt in Paris eingetroffen; er begiebt sich (oior t zum Präsidenten Krüger. Der Vorschlag des schweizerischen Nationalrates auf Intervention zu Gunsten der Buren- tikpubliken ist vom Bundesrat zu Bern abgewiesen vorden, da die Mehrheit desselben der Ansicht ist, daß )it Schweiz in dem jetzigen Konflikt nicht einzugreifen habe. Der Pap st erwiderte auf einen Versuch, ihn zu einet Ändgebung für den Präsidenten Krüger zu bewegen, er .Age für Krüger alle möglichen Sympathieen, werde aber eben Akt vermeiden, der in England Anstoß rtttgen könnte. Aus Kavstadt wird berichtet, daß keine neue Einzel- gtite.n über oen Kampf zwischen den Truppen der.Genera le D e W e t und Knox, her an der Grenze der Kap- colonie stattgefunden hat, eingetroffen sind, weil die tele- Mp'hischen Verbindungen vollständig unterbrochen sind. Die verlautet, dauert der Kampf noch immer fort. Telegramme des Gießener Anzeigers. -London, 12. Dezember. Lord Rob erts wird hier T -öonuar eintreffen. Der Prinz von Wales wird Regierung gegen die polnischen Schulen bildete besonders der Mangel ausreichenden polnischen Gottesdienstes Gegenstand lebhafter Beschwerde. Der von der kirchlichen Oberbehörde vorgebrachte Einwand, daß es an polnisch sprechenden Deutschen fehle, wurde als nicht stichhaltig bezeichnet. An der Debatte, die sehr heftig geführt wurde, beteiligten sich auch einige Geistliche. Es wurde hervorgehoben, daß die Maßnahmen gegen die polnische Bevölkerung diese vielfach ins sozialdemokratische Lager hineintreiben. Es wurde eine Resolution angenommen, welche die Einführung des polnischen Gottesdienstes in jeder Parochie, soweit dies irgend thunlich, fordert. Ferner sollen kirchliche Amtshandlungen, Trauungen, Taufen 2C„ wenn dies von den beteiligten Parteien verlangt wird, in polnischer Sprache ab- gehalten werden. (Die Herren Polen werden hoffentlich kein Glück mit derartigen unverdauten Forderungen haben. D. Red.) Wilhelmshaven, 11. Dezember. Heute Nacht trafen mit dem Dampfer „Köln" beinahe tausend China- Kämpfer hier ein. Namens der städtischen Behörden begrüßte der Bürgermeister auf dem Dampfer „Köln" die Heimkehrenden. Der Führer, Oberleutnant Petz old sprach hierauf seinen Dank aus. Die Stadt war reich beflaggt. Um 10 Uhr begrüßte der Chef der Nordsee- Station Admiral Thomsen in Gegenwart des Offizier- Korps und der städtischen Behörden, die auf dem Exerzierplatz angetretenen Chinakämpfer in einer warmen Ansprache, die in einem Hoch auf den Kaiser ausklang. Ausland. London, 11. Dezember. (Unterhaus.) Havard Vincent fragt an, ob die Regierung Kenntnis habe von der Bewegung in Deutschland zu Gunsten einer Erhöhung der Zölle auf Stahl, und zwar in solcher Ausdehnung, daß die Zollerhöhung den Handel von Sheffield stark beeinträchtigen würde. Der Präsident des Handelsamtes, Gerold Balfour, erwidert, die Regierung habe von der erwähnten Bewegung Kenntnis erhalten. Die ganze Angelegenheit, der Ablauf der deutschen Handelsverträge, sowie die wahrscheinliche Wirkung auf den britischen Handel werde sorgfältig verfolgt. Kriegsminister Brodrick bringt eine Nachtragsforderung für das Heer in Höhe von 16 Mill. Pfund ein. Auf die Lage in Südafrika übergehend sagt er, durch den Guerillakrieg werden die Feindseligkeiten noch eine gewisse Zeit andauern können. Der Kampf müsse mit aller Kraft fortgeführt werden. Harcourt tadelt die Regierung wegen Mangels an Voraussicht. — „Daily Mail" berichtet über einen englisch- französischen Zwischenfall, der sich im persischen Golf abspielte. Der französische Konsul beschwerte sich beim englischen Admiral, der sich an Bord des englischen Kriegsschiffes „Cossak" befand, darüber, daß der englische Konsul durch 11 Kanonenschüsse begrüßt wurde, während er, der französische Konsul, nur durch 7 Kanonenschüsse begrüßt worden sei. Der Admiral billigte die Haltung des englischen Kapitäns mit der Motivierung, daß der englische Konsul gleichzeitig englischer und indischer Konsul sei. Paris, 11. Dezember. In hiesigen diplomatischen Kreisen betrachtet man die Erklärung des Grafen Bülow in der gestrigen Sitzung des Reichstags über die südafrikanische Angelegenheit als einen geschickten Schachzug, um dem deutschen Volk die Meinung beizubringen, daß die Lage Deutschlands gegenüber England die gleiche ist, wie gegenüber Frankreich. Man weiß hier aber genau, daß die Aeußerungen des französischen Ministers des Auswärtigen viel bestimmter lauteten, als Graf Bülow im Interesse seiner Argumentation sie hingestellt hat. Delcassö hat zwar kein Hehl daraus gemacht, daß die Lage, in der sich Frankreich z. Zt. befindet, zu schwierig ist, als daß es die Initiative in der Transvaal-Angelegenheit ergreifen könnte; aber er hat ausdrücklich und bei jedem Vorbehalt die Mitwirkung Frankreichs versprochen, wenn von irgend einer anderen Seite die Initiative ergriffen würde. Die französische Presse beurteilt im großen und ganzen die Rede des Grafen Bülow ungünstig. Die „Patrie" schreibt: Deutschland hat ein Interesse daran, England zu schonen. Der Reichskanzler hat die Worte: „Deutsche Interessen" wohl 20mal wiederholt. Die ganze deutsche Politik gipfelt in diesen Worten. Recht und Gerechtigkeit seien leere Dinge für die deutsche Diplomtie. Prozeß Sternberg. Berlin, 11. Dezember. Bei Beginn der heutigen Sitzung im Sternbergprozesse beantragt Staatsanwalt Braut die Vernehmung zweier Frauen, denen die Frieda Woyda nach der ersten Verhandlung erzählt haben soll, was sie mit Sternberg vorgehabt habe. Ferner teilt der Staatsanwalt mit, daß er den Zeugen Miller ermittelt habe, der schon vor zwei Jahren mit der Ehlert verkehrt haben will. Da der Verdacht bestehe, daß der Vater der Ehlert sich bei dieser Gelegenheit einer Erpressung gegen Müller schuldig gemacht habe, so behalte er sich nähere Feststellung nach dieser Rick) tu ng hin und die Entscheidung darüber vor, ob es sich wirklich um den Vater Ehlert handele und ob dieser zu verhaften sei. Erster Zeuge ist heute der Kommissar Thiel, der vom Vorsitzenden aufgefordert wird, sein Geständnis zu wiederholen und zu sagen, wie er mit der Sternberg-Sache in Verbindung gekommen sei. Thiel bekundet, er habe sich in sehr ungünstiger Vermögenslage befunden. Er habe 4000 bis 5 0 00 Mark Kapital- s! ich ul den! iUs'nd 2000 Mark andere Schulden gehabt. Am 1. Januar habe er von seinem Gehalt so viel zu bezahlen gehabt, daß ihm nur noch 20 bis 30 Mark übrig geblieben seien. Ta habe er den unglückseligen Gedanken gehabt, daß er sich vielleicht retten könne, wenn er sich der Sternbergpartei anbiete, als Pri- vat-Detektiv thätig zu sein. Er habe sich Luppa angeboten, aber seinen Namen nicht gleich genannt. Luppa habe weder Ja noch Nein gesagt und ihn hingehalten. Zeuge sei dann noch zwei- oder dreimal bei Luppa gewesen, es sei aber immer noch nichts zu stände gekommen, bis er dann im Zimmer des §errn v. Tresckow der Vernehmung der Callis beigewohnt habe. Nun habe er sich definitiv entschließen müssen, denn er habe nicht mehr gewußt, woher er das Geld nehmen solle. Luppa habe von ihm erfahren wollen, ob das, was er, Luppa, über die Vernehmung der Callis gehört, auch wirklich wahr sei. Daraus sei der gemeinsame Besuch von ihm, Thiel, Münchs- Hausen und Luppa in der Wohnung der Haußmann bei der Callis gemacht worden. Bestimmte Abschlüsse mit Luppa darüber, was er, Thiel, bekommen sollte, wenn er Privatdetektivdienste verrichtete, seien nicht getroffen gewesen. Noch im letzten Augenblicke, als sie zur Callis gehen wollten, sei es ihm wieder leid geworden, aber er habe doch nicht mehr anders gekonnt. Schon am nächsten Tage habe Herr v. Tresckow ihm mitgeteilt, daß die ganze Vernehmung der Callis verraten sein müsse. Daraufhin habe er sich vier Wochen lang von Luppa zurückgezogen. Nack) dieser Zeit habe ihn Luppa einmal auf dem Korridor des Polizeipräsidiums gesprochen und ihm gesagt, daß er, Thiel, jetzt erkannt sei; es sei unerhört, daß ein königlicher Polizeikommissar solche Geschichten mache; es sei zu erwägen, ob es nicht angebracht sei, der Staatsanwaltschaft hiervon Mitteilung zu machen. Er habe Luppa ;dann himmelhoch gebeten, ihn zu schonen. Luppa habe nichts darauf entgegnet. Nachmittags sei er in dessen Bureau gegangen und habe ihm erklärt, daß er ihm Dienste leisten würde. Er habe dann gleich 500 Mark erhalten und weiter in verschiedenen Zwischenräumen Beträge von im Ganzen 7 — 8 0-0 0 M ar k. Dafür habe er beim Einwohnermeldeamt Erkundigungen über Personen eingezogen, die als Zeugen benannt gewesen seien, ferner über Vorstrafen derselben. Die Resultate dieser Recherchen habe er Luppa mitgeteilt. Zeuge schildert, wie sehr er unter diesem Verhältnis gelitten habe. Er habe sich manchmal, wenn Not am Manne war, kleine Beträge von Luppa erbetteln müssen. Luppa habe ihm 30 000 Mark versprochen, wenn er den Nachweis liefere, daß die Pfeffer die Woyda beeinflußt habe. Diesen Betrag sollte er mit Stier st ädter teilen. Alles, was Stier st ädter angegeben, sei wahr. Er, Zeuge, habe Stierstädter gesagt, er solle Sternberg schonen. Der moralische Schaden, den die Woyda erlitten, sei doch nicht so groß. Als er die Zeugenaussage Stierstädters erfaßen, habe er schwer mit sich gekämpft, ob er flieheüMrder zurückkehren solle. Mit Rücksicht auf seine FainsnK habe er sich W letzterem entschlossen. Bei seinem Besuche bei Dr. Sello habe er diesem angedeutet, daß in einer Strafsache eine Beeinflussung versucht worden, und daß er von der Pflicht ab g e wich en sei. Dr. Sello habe ihm dringend geraten, seine Finger von solchen Sachen zu lassen. Er solle sich ja hüten, vom Pfade der Pflicht abzuweichen. „Ich erkläre hiermit ausdrücklich", so fährt Thiel fort, „daß ick) Dr. Sello nicht gesagt habe, daß ich ein bestochener Beamter bin; ich erkläre ferner, daß ich den Namen des Justizrats Dr. Sello in meinen Unterhaltungen mit Stier st ädter von Anfang bis zu Ende mißbraucht hab e." Der Staatsanwalt hält dem Zeugen vor, daß er in seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter viel bestimmtere Angaben gemacht habe. Der Zeuge erwidert, er sei bei jener Aussage, als er gesehen, daß alles zusammenbreche, namenlos aufgeregt gewesen. Er könne nicht beschwören, daß er gesagt habe, seine Verfehlung sei in der Sternberg-Sache geschehen. Der Staatsanwalt fragt Thiel, wie er dazu gekommen sei, den Namen eines geachteten Rechtsanwalts in so schuöder Weise zu mißbrauchen. Der Zeuge antwortet, Luppa habe ihm gesagt, er solle nur Stierstädter wissen lassen, daß er, wenn er eine Annäherung an die Sternbergpartei nehmen wolle, zu den Verteidigern gehen solle; diese seien zum Stillschweigen verpflichtet. Was aus den an Luppa gelieferten Berichten geworden sei, wisse er nicht; Luppa habe sie an sich genommen und in seine Brieftasche gesteckt. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob Luppa gesagt habe, daß er häufig mit Dr. Werthauer konferiere, erwidert Zeuge mit: Ja wohl! Ein Grund zu seinem Geständnis sei auch die Angst gewesen, die Callis könne einen Meineid ; leisten. Dieser Gedanke sei ihm furchtbar gewesen. Am Tage nach seiner Vernehmung habe er Angst gehabt, vielleicht doch vereidigt zu werden; er habe Luppa himmelhoch gebeten, ihm Geld zur Flucht zu geben. Das habe keinen Erfolg gehabt. Nachher habe er noch einmal 1900 Mark erhalten. Luppa müsse noch andere und bessere Verbindungen gehabt haben, denn er habe Sachen gewußt, die Thiel nicht geahnt habe. Auch die Frage des Vorsitzenden, ob Zeuge irgendwelchen Anhaltspunkt habe, daß v. Meerscheidt-Hüllessem in dieser Sache gewirkt habe, antwortet der Zeuge: Durchaus nicht. Weiter bekundet er, daß er keine Ahnung habe, wie die von ihm gelieferten Berichte in die Hände der Verteidigung gelangt । seien. Man habe den Berichten auch nicht ansehen können, daß sie von einer Amtsperson stammten. Es entspinnt sich nun eine lebhafte Diskussion zwischen den Verteidigern und dem Präsidenten darüber, ob Justizrat Dr. Sello in folgender Sache als Zeue zu vernehmen sei. Bekanntlich hat Thiel nach der Vernehmung des Justizrats Dr. Sello in aufgeregter Weise gefragt, ob Sello schon vereidigt sei, und auf die verneinende Frage ausgerufen: Gott sei Dank! Da Thiel sich dieses Ausrufes nicht mehr entsinnen will, beantragt Rechtsanwalt Fuchs I, Sello als Zeugen zu vernehmen. Nach einer längeren Kontroverse wird die Sache für erledigt erklärt. Zeuge Thiel wird wieder abgeführt und eine Pause gemacht. Nach Wiederaufnahme der Sitzung wird zunächst eine Anzahl unwesentlicher Zeugen vernommen. Dann werden der Frau Miller (Margarethe Fischer) mehrere von ihr an ihre Schwester Clara und v. Tresckow gerichtete Briefe vorgchalten, die Stellen enthalten, die mit der Aussagge der Zeugin in Widerspruch zu stehen scheinen. Zeugin erklärt dies damit, daß sie damals sehr empört auf Sternberg gewesen sei und deshalb manches übertrieben dargestellt habe. Unter Verweigerung ihrer Aussage auf einzelne ihr vorgelegte Fragen bleibt sie dabei, daß sie pebungearbti/fn ftbt 3,28 Meier unb ift tu Aus Stadt und Land. Gieheu, 12. Dezember. * * Ernennungen. Am 8. Dezember wurde der dritte Professor an dem evangelischen Predigerseminar zu Fried- berg Albrecht Schöller zum zweiten Professor an dieser Anstalt und der Stadtpfarrer Lic. theol. Karl E g er zu Darmstadt zum dritten Profeffor an dem evangelisch«! Predigerseminar und zum Pfarrer zu Friedberg, beide mit Wirkung vom 1. Januar 1901 an ernannt. * * Eine Autispiritisten Vorstellung findet am Donnerstag abend im Restaurant zum Perkeo statt. ♦ * Anarchisten. Die Beaufsichtigung der im Großher- zogtum Hessen wohnenden, als Anarchisten besonders gekennzeichneten Persönlichkeiten, die seither den Kreisämtern des Landes unterstellt waren, wurde nach einer von dem Ministerium der Justiz erlassenen Verfügung nunmehr den verschiedenen Polizeiämtern des Großherzogtums übertragen. Ueber jede einzelne Persönlichkeit, die sich als zu den Anarchisten gehörig gekennzeichnet hat, muß ein besonderes Tagebuch geführt werden. • * Allgemeine Sterbekasse. Der Bericht über die Generalversammlung der Allg. Sterbekaffe (Nr. 290, 4. Bl. deß „Gieß. Anz.") ist dahin zu ergänzen, daß auch der 2. Vorsitzende, Heinrich Seidewand, wiedergewählt wurde. 1. Vorsitzender ist Schneidermeister Gg. Pfaff. - o- Ruttershausen, 11. Dezember. Gestern nacht gegen 12 Uhr haben drei Burschen andere aus einer Spinn- stube Heimkehrenden auf hiesiger Ortsstraße überfallen. Es entstand nach wenigem Wortwechsel eine Schlägerei, m deren Verlauf einer der Burschen einen Messerstich m die linke Seite erhielt und zu Boden sank. Der Angreifer flüchtete unter Drohungen: Wer ihm zu nahe käme, den würde er zusammenstechen. Den Verletzten, Friedrich Fischer, brachte man nach Hause und der sofort zu Hilfe gezogene Arzt konstatierte, daß der Messerstich durch die Lunge gedrungen und höchst lebensgefährlich sei. Der Messerheld ist ein Former Louis Karber von hier. - o- Ruppertenrod, 10. Dezember. Gestern abend fand man in der Ohm die Leiche der Katharina Kratz von hier. Die Lebensmüde soll nach Aussage ihres Vaters in letzter Zeit Anfälle von Geistesgestörtheit an den Tag gelegt und auch in einem solchen Anfalle die That verübt haben. DaS Mädchen stand im zwölften Lebensjahre. - t- Stangenrod, 12. Dezember. Sobald die Witterung es zuläßt, soll mit dem Bau der Kreisstratze Stangenrod-Lumda mit dem Treffpunkt Weikersheimer Kreisstraße begonnen werde. Alsdann hat Stangenrod, statt bisher einer Zufuhrstraße deren drei; ja es ist sogar Durchgangsverkehr von Grünberg nach WeiterShain, Rüd- dingShausen zu erwarten. - t- Lumda, 12. Dezember. Trotz der Eisenbahn Grün- berg-Londorf verkehrt noch zwischen beiden genannten Ortca eine Fahrpost. Vorigen Montag machte letztere aber anstatt früh morgens ihre Route über 3 Stunden später des schlechten Wetters wegen. Leider ist daS schon mehr vorgekommen. Es läge im Interesse sämtlicher Ortschaften des Lumdathales, wenn zwischen BahnfiskuS und Post ein billiger Vertrag zustande käme und, wenn eine Aenderung der Bestellbezirke zeitgemäß eintreten würde. Im vorigen Jahre schon sollte eine Versammlung von Interessenten stattfinden und eine Aenderung beantragt werden. Diese Versammlung kam leider nicht zustande, da man annahm, 'seitens der Postverwaltung würde, veranlaßt durch oveo gemeldete Vorkommnisse, die Initiative zur Aenderung oe für die Dauer unhaltbaren Verhältniffe ergriffen werde, ■ FC. Ettingshausen, 10. Dezember. Gestern abend gegen 5 Uhr fiel das 7 Jahre alte Töchterchen des Müll« Keil von einem Stege mitten in den stark angeschwollenen SÄ?8 FC Amkfm a- ÄrmchaMntvaltn.) Wn Itmib utib he die ganze tyn we ?es ArmechchS jott Glichen Umgang anh Eching durchgeM D'flo, der auf Lebei fte, bat M 15, i XI"”« Nfa «W Ntbe. 6t S,"' 'W ill bewirten m Bona, unb JJ Ä ‘«6 «ich die X ««‘'‘JfröiM.l fit dtiW - äU ^1 S'feSSel J.S*1 eines hielM iSi*] loschen m drn Mtt» ■ FC. MH, 1111 • Kommando des lmma» Wlchrl, DamMI ’nanau zu einem meyrW W# a! beLl tzanMchn |°“ I ; Mmtr m Kastel wee ibtt den Main schlagen.» Minz, 11- Dezemb MeMiglMtS auf d ragen ein bedauerliche i Soldaten dieses l । Ng kommod, m d i vehre bet ManMafir Hs später ein anderer :inb im Scherz mit di nnf einen anderen Si :'Ä krachte auch je Mrzteblutübersti mar so nahe an bei ' mtbrn, das; betreibt tnd svch nach Mi bracht mtbrn srnd. 'ofort eine üntrchch FC. WorM, 10 m Rhein gesunken aicht gehoben werden. selbst sich nicht als Verbrecherin fühle. Der Vorsitzende erklärt wiederholt, daß dem Gerichtshöfe doch nickst u viel Leichtgläubigkeit zugemutet werden solle. DieZeugrr wird mit der Ehlert, der Woyda, der Teichert, der Schnör wange, der Callis konfrontiert. Sie erklärt, daß sie sich überhaupt nicht entsinnen könne, ob die Mädchen bei ihr waren. Die Zeugin Ehlert bleibt mit aller Entschiedenheit dabei, daß ihre früheren belastenden Bekundungen erlogen seien. Physikus Dr. Puppe wird vom Vorsitzenden aufgefordert, ein Urteil über die Persönlichkeit der Ehlert abzugeben. Er erklärt, was er bisher von ihrem Auftreten gesehen, deute auf einen gewissen Schwachsinn. Für die neuliche Ungebührszene halte er die Ehlert für verantwortlich, dagegen glaube er, daß sie wegen mangelnder Verstandesreife den Ernst und oie Bedeutung des Eides nicht zu erkennen vermöge. Physikus Dr. St ärmer geht in seinem Gutachten weiter; nach seiner Ansicht ift die Ehlert eine Jmbecille comme il faut. Der Staatsanwalt hält trotz dieser Gutachten seinen Antrag auf volle Verbüßung der über die Ehlert verhängten Ordnungsstrafe aufrecht. Der Gerichtshof behält sich eine Beschlußfassung darüber vor. Staatsanwalt Braut beantragt, Briefe, die sich im Besitze her Pfeffer befinden, welche von der Margarethe Fischer stammen und etwas über den Fall Woyda enthalten, M beschlagnahmen und den Gesundheitszustand der Fischet durch Dr. Puppe feststellen zu lassen. Hierauf werden einige Zeugen über die Persönlichkeit der Ehlert vernommen. Sämtliche Zeugen bekunden, daß die Ehlert ein ganz verdorbenes Mädchen sei, schlimme, unzüchtige Redensarten gebrauche und eine Frechheit zeige, die alle Grenzen überschreite. Auch zeige sie eine riesengroße Kunst der Verstellung. Ein junger Mann, Willy Boden berg, bekundet einen Vorfall aus dem Jahre 1898, wo er mit der Ehlert in Konflikt gekommen fei. Die Ehlert sei dabei so ausfallend geworden, daß er ihr ein paar Ohrfeigen verabfolgt habe. (Heiterkeit.) Die Ehlert protestiert dagegen und erwidert, sie habe i h m Ohrfeigen gegeben. Fortsetzung der Verhandlung morgen vormittag. verletzt.—JnverschiedeneuCafö'S, wie „Zeil", „Merkur", „Union", „National" und „Passage", wurden in der Nacht vom Sonntag ans Montag Brandstiftungen verübt, indem in den Kellern Papierabfälle und Strohhülsen angezündet wurden. Die Brände wurden immer gleich entdeckt und erstickt. Ein Mann wurde verhaftet. FC. Hanau, 11. Dezember. Der Kassierer der Weihnachtssparkasse im Gasthaus zum Löwen in Kesselst ad t, Spezereihändler Wild, brannte nach Unterschlagung von 3000 Mk. eingelegten Geldern durch. Anstatt die Eingänge satzungsgemäß anzulegen, verwendete er sie für sich. In der Kasse fanden sich noch 500 Mk. bar vor. Manche Einleger verlieren bis zu 200 Mk. Vermischtes. * Coblenz, 11. Dezember. Seit 6.30 Uhr heute abend ist das feit gestern freigelegte Gleis Köln-Frankfurt an der Bergrutschstelle, unterhalb Ehreubreitstein wieder verschüttet. Der ganze Verkehr stockt wieder. * Saarbrücken, 11. Dezember. In der Franzosenklamm, etwa 15 Schritte von der Chaussee, wurde gestern nachmittag die Leiche des Stadtbaumeisters Scheyer gefunden. Er hatte sich einen Schuß in die Stirn beigebracht. Scheyer stand, wegen Vergehens im Amte vor seiner Entlassung. * Könlgshütte, 11. Dezember. In der „Max"- Grubewurden 2 Mann durch Gase getötet. DaS Grubenfeld ist gesperrt. * Bruchsal, 11. Dezember. Heute Mittag wurde ein Einspänner des Kaufmanns Löchner am Bahnübergänge bei Ubstadtvon dem Lokalzuge erfaßt und üb erfahr en. Löchner und der Kutscher waren sofort tot. DaS Pferd hatte so schwere Verletzungen erhalten, daß es getötet werden mußte. * München, 11. Dezember. Nach der „Augsburger Abendztg." erfolgte der Tod des Reichsrates v. Po - schinger durch Selbstmord. Poschinger war nervenleidend. * Paris, 11. Dezember. Infolge der Regengüsse der letzten Tage ist die Seine bedeutend gestiegen. Aus der Umgebung werden bereits Ueberschwemmungen gemeldet. Bis jetzt ist der Fluß 60 Zentimeter gestiegen. ♦ Moskau, 11. Dezember. Auf dem Jowinski- Boulevard stürzte ein neugebautes Haus ein. Neun Zimmerleute wurden dabei erschlagen und mehrere leicht verletzt.___________ Arbeiterbewegung. Paris, 11. Dezember. Der Kutscher-Ausstand ist vollständig beendet. Die Ausständigen haben gestern dis Arbeit wieder ausgenommen, ohne irgendwelche Zugeständnisse erholten zu haben- Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. FC. Gießen, 12.Dezember. Auf dem Brauneisenstein Bergwerk Fernie herrscht gegenwärtig ein starker Verkehr. Die nach dem Bahnhof führende Drahtseilbahn geht ununterbrochen Tag und Nacht. TSalich werden 50 bis 60 Waggons Erz verladen und otrfei.bt. In diesem Monat wird es ein Jahr, seit die Baggermaschine des Herrn Bartling-Wiesbaden auf dem Bergwerk das Erz aufdeckt. Wie wir jedoch hören, wird dieselbe nach Weihnachten ihre Arbeiten einstrllen und im Frühjahr weggebracht werden. — Termingeschäfte. In der Obligationärenversammlung der mit der Deutschen Grundschuldbank so eng liirten Realkreditbank ist im Laufe der fegt stürmischen Debatten die Ansicht geäußert worden, wonach die Terrains in einer finanzkräftigen Hand den Buchwert wohl erbringen werden. Damit wird unsere Ansicht bestätigt, daß die ganze Sanierung es wohl nicht verhindern könne, an sich vielleicht s. Zt. zu hoch belastete Grundstücke oder zu teuer angekaufte Terrains nunmehr in die Hände von Leuten zu bringen, die durch einen zu billigen Ankauf wiederum ein ausgezeichnetes Geschäft, sagen wir es offen heraus, durch die Macht ihres Geldes sich verschaffen könnten. Da von der Leitung jetzt ausdrücklich erklärt wird, daß die früheren Einzahlungen dazu benutzt worden seien, um Mitgliedern des Aufsichtsrats Darlehen zu geben, die allerdings ohne Verlust erledigt werden können, so wäre es doch interessant, die Namen dieser Aufsichtsräte zu erfahren. Die Direktion besteht aus den Herren Max Mosberg und Gustav Salomon. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war der Kaufmann Franz Meier. Bereits in der Generalversammlung vom 17. März v. I. erklärte die Direktion, daß eine Regreßklage gegen den früheren Vorstand schwebe. Obgleich nun diese Klage durch Vergleich aus der Welt geschafft wurde, so hätten Aktionäre und Obligationäre doch immerhin alle Ursache gehabt, aufzupaffen. Auch beschloß damals bereits die vom Aufsichtsrat natürlich majorisierte Versammlung, den Terrainbesitz, wenn es nicht anders gehe, mit Verlust zu veräußern. Dieser Besitz ist in der Bilanz von Ende 1899 mit zusammen 3tte Kinderkrankheiten unter der Jugend. FC. Mainz, 11. Dezember. Unter dem persönlichen Kommando des kommandierenden Generals des 18. Armee- MP8, v. Lindequist, werden demnächst die Garnisonen Mainz, jstairkfurt, Darmstadt, Biebrich-Wiesbaden, Homburg und y , Hanau zu einem mehrtägigen Winter Manöver in der Äiingegend an den Abhängen des Taunus versammelt. DaS Haupttreffen soll bei Hattersheim stattfinden. Die poliere von Kastel werden an mehreren Stellen Brücken Mdtischer Arbeitsnachweis Meße« • - ;T|3QI Metzel- (WM. suppe. Cafe Ebel. a^^oaoaoDQoaoaQo @ie|en, 12, DrMr. Dezember wurde k kitt n ^rebigerfemmar/^tit1 m zweiten Prüfet an W er Lic. theol. M tgn ifefior an bei toang- irrer zu Frielbng, br '1 an ernannt. cßckuug rteo M mMtiMtz der irN01 ltz Anarchisten W V bie baWtr tourte nach vxt M te enen ilbnlm feit, bit sich v nd ijat, M Gesockt Der Bericht übn dir SM gänjtn, dch MW* atii, wiebergtw)!» leifter @g. . tjtmber. W« * anbere au« * :. ,«r OrUstmß- ib-ff »''M rfta einen 8ob.n |anf. tfyässt ich ItiW y * * mbtt. ~ gtei^ dl» - »w* ’«Aen Wen 0fnu. ^et3 ■tf’ÄW ■Wtri•’L werben- ^nstanbe- ^ßt durch y nrb vel^LubeNlNS. onrdl' r w» ÄÄ -‘SS eibt [*| 4 % Preußs. 3Va % do. 31/« % Reichsanleihe . . 95.36 8% do 49.80 M. 49.80 „ 00.00 „ 99 50 , 90.50 „ 79.50 „ 79.50 M. 79 50 „ 67.00 „ 67.00 . Kreditaktien . . . Dißkonto-Kominandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oeaterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Lanrahütte . . . Bochum .... Harpener . . . Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 8. 15-18 unk. b. 1900; 8. 19-20, unk. b. 1205 8. 18, 14 8. 21, 22, unk. b. 1905 4% 4Vo 31,°/° 87 45 95.3( 82.45 92.90 94.90 43.80 25.— 25.50 76.— auch das Aktienkapital waren nicht groß genug, um irgend einen anderen Gedanken austommen zu lassen, als daß es sich dabei um eine kleine Hllse für die anderen Banken der Sptelhagengruppe handelte. do. do. do. . 210 50 . 175.70 . 182.40 . 146.30 . 148.30 . 142.70 . 148.— . 200.— . 181.50 . 175 — Telephonischer Kursbericht Frankfurt, den 12. Dezember. 3i/i % Konsole . . . 8 0/0 do ... SVg % Heesen . . . 5 % Italien. Rente . . 40/0 Griech. Monop.-Anl. 3 % Portugiesen . . 3 »/n Mexikaner . . . 41/, 0/0 Chinesen . . . Berlin, 11. Dezember. 4 % Deutsche G^undschuld-Bank 1 u. 2 4 0/0 do. 8. 5/*< unk. b. 1904 SVs0/- do. 8. 7/8, unk. b. 1906 4'Vo D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 31/,0/ 0 do. unk. 1905 Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) Darmstadt, 12. Dezember. Zweite Kammer. Iw der heutigen Sitzung wurde die Abänderung des L>unde-! stemergesetzes, nach welchem auch! derjenige Besitzer, welche infolge seines Berufes einsam wohnt und ein Einkommen unter Mk. 2600.— versteuert, von der Hundesteuer befreit wird, angenommen. Tie Regierungsvorlage, betreffend den Gesetzentwurf die Steuer des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes wurde ohne Debatte angenommen. Dev Antrag Ulrich und Gen., die Regierung zu ersuchen, sehr bald eine Vorlage auf Erhöhung und Einführung der Progression bei der Einkommen-, Erbschafts- und Schenkungssteuer, und demgemäß Aufhebung der Stempelabgabe einzubringen, wird abgelehnt. Ebenso ein Antrag Ulrich und Genossen, der dahin geht, der Stadt Offenbach eine einmalige Beihilfe von 500 000 Mark zu. dem Bau eines Sicherheitshafens zu genehmigen; nach^- dem Ministerialrat Bechleben mit Rücksicht auf die jetzt schwebende Main-Kanalisatton um Aufschub gebeten, aber sichere Abhilfe in Aussicht gestellt hatte, abgelehnt. Darmstadt, 12. Dezember. In dem Minifterhotel! des Staatsministers Rothe fand gestern abend eine parlamentarische Soiree statt, an welcher außer den Sozialdemokraten die Abgeordneten aller Parteien, der Finanz- und Justizminister, sowie die Ministerial- und Vortragenden Räte der beiden Ministerien anwesend waren. Der Großherzog traf um 10 Uhr dort ein und wohnte derselben bis 12 Uhr bei. ___________ Berlin, 12. Dezember. Nach einer Mitteilung des „Vorwärts" sollte ein Norweger ein neues Gewehr erfunden haben; diese Waffe sollte alle anderen Systeme Übertreffen, und der Kaiser befohlen haben, eine Division des 10. Armeekorps damit probeweise auszurüsten. Wie man nun einem hiesigen Blatte von unterrichteter Seite mitteilt, sind alle diese Angaben ein Gemisch an sich ziemlich belangloser Fragen. Thatsache ist allerdings, daß man in Spandau fortgesetzt alle neue Systeme erprobt. Die angebliche probeweise Bewaffnung einer Division eines hannöverschen Armeekorps ist nicht angeordnet, vielmehr ist es Thatsache, daß die Deutsche Armee ruhig bei dem Gewehr M. 98 bleibt. Berlin, 12. Dezember. Die vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten veranlaßten Untersuchungen und Beratungen des Eisenbahnunglücks bei Offenbach sind abgeschlossen, und der amtliche Bericht über die Ursachen und die Folgen jenes UnglücksfalleZ, sowie die Frage der Umgestaltung der D Wagen, der Beleuchtung rc. wird in den allernächsten Tagen erscheinen. Was die Beleuchtung betrifft, so mag daran erinnert werden, daß schon seit geraumer Zeit eine Mischung von Fettgas und Acetylen verwendet wird, das dem elektrischen Lichte kaum nachsteht und unter keinen Umständen, auch bet den stärksten Hitzegraden nicht zur Explosion gebracht werden kann. Rom, 12. Dezember. In diplomatischen Kreisen wird bestätigt, daß Prinz Georg von Griechenland von allen Höfen auf sein Ansuchen, die Mächte mögen der Proklamation der Unabhängigkeit Kretas zustimmen, einen abschlägigen Bescheid erhalten hat.______________ BörsennachricMen. Danksagung Namens der trauernden Hinterbliebenen: Schoberth. und. Frau. geb. Schirmer G-iessen. den 11. Dezember 1900. BO46 $ie WnkftÄ rahiTug sUn r'rtojrdiaandJ!? 9: f euerwerk Frösche Raketen Schwärmer Kanonenschläge — Singende Frösche itroleummotore, Benzinn Londorf, den 11. Dezember 1900. 03208 Die Beerdigung findet Freitag den 14. Dezember, nachmittags 2 Uhr, in Londorf statt. Peter Herr. Anfang 8 Uhr. Oeffentliche Versammlung Teinsies Koafektnehl Meihnachts-Kißchen 3 20 Pfennig per Pfund, ä 25, 50 und 100 Stück Cigarren. und 6 Polsterftühle, VaUovIlBv gut erh., zu verkaufen 05214 Bruchstratze 6, pari. 05213 Eichgärten 15. 05186 gegeben. Schuhmacher. -Z8L 8049 •treittÄortlt* für »es «gemeinen ttti: P. SUttfe; ffc ehy«|eBMÄ. e.t<; — freud va» eeHt'toiR uns (Pietsch Erbe«) h» 0ie|tR. Vor miet n n gen VrrWtdkNts (Offene Stellen. Original- Mühlen- Packung und Hexenpfeifen Knallerbsen Knallbomben Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Rabenau. Familie Lieh. Salon-Feuerwerk Vexier- Streichhölzer . Bengalische Fackeln — Ladykrackers etc — Wiederverkäufer hohen Rabatt, — . In Schleifer-und !■ oder Wletaffinbuftrie, 114 Jahren, nie in Hehrere WSdlhen JXä ran Seybicke, Franksrtrftr. 29 (Seitenb^) akad. ausgebildete Schneiderin nimmt noch Kunden an. Lteirrstratze 37, m. Sonntag den 16. Dezember, nachmittags 4 Uhr, un Gafthof zum Löwen, Neuenweg. 1) Vortrag: Soziale Zeit- und Streitfragen bezw. Dreyfus, Könitz, Stirnberg. Redner: Reichstagsabgeordneter Dr. Rudolf Bogel 2) Freie Aussprache. Kierzu werden die Kerren Gegner ausdrückkich eingelade». 8058 Deutscher Bereiu Gießen. Seitenportal am Turm (Kirchstrasse). No.155—814 Linke Emporbühne (von der Orgel aus). Für einen jg. Mann aus guter Fam, der das Realgymn. bes. u. f. Einj.-Zeugm hat, wird eine Lehrstelle in einem großen Geschäft gesucht. Offerten unter Nr. 0519» an die Expedition dieses Blattes erbeten- Aus Steinbach wird ein Bote gesucht zur täglichen Beförderung des Gießener Anzeigers nach dort. feinstes Konfettmehl in Säckchen von 10 Pfund 18 Pfg. per Pfd., feinstes Konfettmehl in Sackcken von 25 Pfund 17 Pfg. per Pd., Gegen festen Gehalt und Reisespefen sucht gut eingeführte Unfall-, Haftpflicht und Wafferleitungsschädrn Versicherung einen fleißigen Herrn, auch Nichtfachmann. 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Drittes Konzert Mittwoch den 19. Dezember 1900, abends 5*/a Uhr. in der Stadtkirche. Der Messias. Oratorium in 3 Teilen für Soli, Chor, Orchester und Orgel von G. F. Händel nach der Bearbeitung von Rob. Franz. Dirigent: Grossh. Universitäts-Musikdirektor G. Trautmann. Solisten: Fräulein Helene Staegemann aus Leipzig (Sopran). Fräulein Martha Stapelfeldt aus Frankfurt a. M. (Alt). Herr Kammersänger Karl Dierich aus Berlin (Tenor). Herr August Leiner aus Frankfurt a. M. (Bass). Orgel: Herr Organist Otto Görlach. Chor: Der Akademische Gesangverein. Orchester: Das Vereins-Orchester, verstärkt durch andere geehrte Künstler. ° Eintrittskarten Konzert für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz — — ——— Mk. 4. ) sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolph s Nachfolger), eine Stunde vor Anfang des Konzertes aneh n„ Pn £8rt"er Ber0®r’ Kirchenplatz 9, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. - Zur Hauptprobe nur im Vor Erkauf Mk. 1.-, Schülerkarten 50 Pfg. Programm mit Text 20 Pfg. Hauptprobe: Dienstag den 18. Dezember, abends 5»/2 Uhr, in der Stadtkirche. Eingänge. Hauptportal (Kirchenplatz). No. 1—71 am Altarraum (No 1-9 hinter dem Altar Nn 10 LO Altar, No. 41-71 links vom Altar) ' °' 10-40 recht9 vom No. 78—154 im Schiff der Kirche. No. 815-307 Rechte Emporbühne (von der Orgel aus) Aufirans- 2iie Trenn« links im Vorraum. 6 J AWanS die "eppe No. 350-415 (E^ra^en)^ am Altarraum (No. 350-382 rechts, No. 383-4L5 Albkitstiursche wird für Gießen gesucht bei freier Fah Meldungen sind zu richten an die Q pebition dieses Blattes unter G A. 05205] Gut singende Kanarienvögel billig abzugeben. R. Frenzel, Bahnhofstraße 49, H. 05207] Vchwere, frischmelkende ru verkaufen. ** Ul** Chr, Haubach I. Säg KW EZW > Ä unter Wvtore, Gleftromotore, i ober Göpelwerte Lie Bestimmungen Srrflft Die Inh ab ei sich mit den Vorschrift' Mi nicht Unannehmlil t ut der Ausführungs e im allgemeinen nich Möchten daher zum Bei -rügen das Nachfolgen! Es ist ein Untersch Marien mit Mvtorbetr deschästigen, artiger als 1V Arbeiter idlirfen nur jung tioeldje der <56)11' >destens das 13. L 05211] Wohne von heute ab wieder Wtergaffe 11 im Neubau. J.Kahn, Dneidermtlr. Uvtkmcht im E«gl. undlransöfisch. Mrs. Shawcross, Weserstraße 4, Konversations-Kränzchen. 04994 Speziesser Unterricht für Kinder. M