M. 840 EEes Blatt Samstag dm 13. Oktober IS». Aahraaua isoo Ner»gspreis vierteljährl. Mk. 2,30 monatlich 75 Pfg. «it Bringerlohn; durch die Abholestelen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pf,. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittag- für den folgendm Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. Mle Anzeigen-Vermittluvg-ßellen de- In- und Lu-lande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., .«-wärt- 20 Pfg. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Hrfcheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamilieuvtütter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Heff. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Redaktion, Exped'N-n und Drucker«: Kchntstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener FamilienbtAter, Der hessische Landwirt, _______________Kälter für heUche Dslkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Kietze«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Bekanntmachung. Nachdem durch Händler vom letzten Viehmarkt in Gießen die Maul- und Klauenseuche in mehrere Orte unseres Kreises aufs neue eingeschleppt worden ist, sind wir im Einvernehmen mit Großh. Kreisveterinäramt Gießen genötigt, den für den am 2S. und 24. ds. Mts. in Meßen vorgesehenen Viehwarkt zu verbiete«. Gießen, den 11. Oktober 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __v. Bechtold.__________________ Bekanntmachung Betr.. Großh. Obstbau- und landwirtschaftl. Winterschule zu Friedberg. DaS Wintersemester der landwirtschaftl. Abteilung beginnt Montag den 5. November, vormittags 9 Uhr, und endigt Mitte März. Anmeldungen sind schriftlich oder mündlich an unterfertigte Direktion zu richten, von welcher auch Programme, sowie WohnungSauSweise und Schülerfahrscheine zu erhalten sind. Letztere wolle man beizeiten einreichen, damit sie mindestens 8 Tage vor Schulanfang den Bahnämtern der betreffenden Stationen eingehändigt werden können, andernfalls Verzögerung des Giltigkeitstermins zu erwarten ist. Friedberg, den 1. Oktober 1900. Großherzogliche Direktion der Obstbau- und landwirtschaftlichen Winterschule. Dr. von Peter, t Bekanntmachung. Betr.: Landwirtschaftliche Vorträge. Am Sonntag dem 21. Oktober, nachmittags Vs4 Uhr, wird Herr Oekonomierat Leithiger aus Alsfeld in Grüviugeu im Arnold'schen Lokale einen Bortrag über „Viehzucht, insbesondere Schweinezucht und Schweinemästung", halten. Ich lade dazu jedermann, der sich dafür interessiert, freundlichst ein. Gießen, den 9. Oktober 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereins, v. Bechtold. 10. Sitzung Hroßtz. Kandetskammer Kietze« für die Kreise Hieße«, Aksfekd und Lauteröach vom 10. Oktober 1900. (Protokollauszug.) Anwesend die Herren: Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Grünewald, Jhring, Katz, Nowack, Ramspeck, Rinn, Schwall und Kommerzienrat Wortmann, sowie der Sekr. Dr. Kehm. Entschuldigt fehlen die Herren: Kommerzienrat Koch, Dürbeck, Hoos, Moll, Schirmer, Steinecke und Wallach. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt Kommerzienrat Heichelheim, der in Abwesenheit des 1. Vorsitzenden bie Sitzung leitet, zunächst in warmen Worten des kürzlich gestorbenen 2. Vorsitzenden der Kammer, Herrn Richard Scheel. Die Anwesenden erheben sich zum ehrenden Andenken der Verstorbenen von ihren Sitzen. Gemäß Artikel 17 des Handelskammergesetzes von 1871 schreitet sodann die Kammer zur Wahl eines neuen 2. Vorsitzenden. Die Wahl sällt durch Acclamation auf Herrn Kommerzienrat Heichelheim, der dieselbe dankend annimmt. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist hervorzuheben: Zur Linderung der Kohlennot ist die Kammer unterm 21. August erneut bei dem Großh. Ministerium des Innern vorstellig geworden mit der Bitte, dahin wirken zu wollen, daß der für die Ausfuhr von Steinkohlen u. s. f. von den Produktionsstätten nach deutschen Seehäfen und Küstenstationen geltende Ausnahmetarif auch auf die Einfuhr von deutschen See- und Binnenhäfen nach dem Binnenlande ausgedehnt und gleichzeitig baldmöglichst die erst vor kurzem erfolgte Ausdehnung dieses Tarifs auf die Ausfuhr von Braunkohlenbriquets wieder aufgehoben werde. — Im Jahr 1902 soll eine Industrie- und Gewerbe-Ausstellung für Rheinland-Westphalen und benachbarte Bezirke in Düsseldorf stattfinden. Auf Wunsch einer Reihe von Interessenten hat die Kammer an den Arbeitsausschuß dieser Ausstellung das Ersuchen gerichtet, die Industriellen des Großh. Hessen oder wenigstens Oberhessens mit zuzulassen. Ein definitiver Bescheid hierauf steht erst gegen Ende d. I. zu erwarten. Mit der Angelegenheit wird sich auch der auf den 21. Oktober nach Mainz einberufene Hess. Handelskammertag befassen. Im Interesse des Holzhandels und der Holzindustrie ihres Bezirks ist die Kammer bei der Königl. Eisenbahndirektion in Frankfurt a. M. für die Einrichtung von geeigneten Holzverladerampen auf den Stationen Eisenbach und Rixfeld der im Bau befindlichen Nebenbahn Lauterbach—Grebenhain eingetreten. Eine definitive Entscheidung in dieser Frage hat die genannte Direktion bis heute noch nicht getroffen. Das Großh. Ministerium der Justiz hat an die Kammer die Anfrage gerichtet, ob sie an ihrem Anträge, die Gemeinden Gießen, Klein-Linden, Wieseck und Heuchelheim als. eine Gemeinde im Sinne des Firmen rechts (§30? H- G. B.) zusammenzufassen, festhalte, wenngleich die ziw Zeit einer Eingemeindung bereits vorhandenen gleiche namigen Firmen so lange als gleichberechtigt neben einander weiterbestehen, bis die eine oder andere Firm« freiwillig für eine Unterstützung sorge. Die Kammer hat sich für Festhaltung an dem Anträge entschieden. Tie Zentralstelle „die Uhr" hat die Kammer um Unterstützung einer von ihr an den Bundesrat gerichteten Eingabe betr. Verbot desHandels>mitUhren,Achmuck- s ach en und dergleichen aufMessen und Jahrmärkten ersucht. Eine Umfrage bei den Interessenten des Kammerbezirks ließ ein Bedürfnis für Erlaß dieses Verbots nicht erkennen. Die Kammer lehnte daher die Unterstützung der genannten Eingabe ab. 2. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete die Frage der Errichtung einer Reichshandels stelle^ (vergl. Protokollauszug der 9. Sitzung Gr. H. K. Gießen vom 1. August d. I.) In Uebereinstünimung mit den bei der Kammer eingelaufenen Gutachten einer Reihe von Interessenten sprach sich die Kammer entschieden für die Errichtung einer solchen Stelle aus. Der Hauptnachdruck sei indessen nicht auf die Stelle Auskunftserteilung auf Anfrage, sondern auf die spontane Verbreitung der durch systematische Beobachtung und Verfolgung aller für Handel und Verkehr wichtigen Verhältnisse und Vorgänge im Ausland gewonnenen Kenntnisse an die Interessenten (und zwar im direkten, unmittelbaren Verkehr) zu legen. Tie Anstalt sei im großen anzulegen, da sie sonst nur ein weiteres Glied der heute schon bestehenden unvollkommenen Einrichtungen bilden würde. Tie Kosten seien überwiegend von den Handel- und Gewerbetreibenden selbst aufzubringen, die Heinere Hälfte vom Reich und Berlin (als Sitz des Instituts) zuzuschießen. Dementsprechend sei Verwaltung und Aufsicht der Anstalt, wenn auch nicht ausschließlich so doch überwiegend in die Hände der Gewerbetreibenden selbst zu legen. Tie Frage der Reichshandelsstelle wird auch auf dem nächsten Hess. Handelskammertag erörtert werden. 3. Bezüglich der Frage der Abänderung des Zolltarifgesetzes vom 15. Juli 1879 ist die Kammer der Ansicht, daß die geltenden Bestimmungen im wesentlichen sich bewährt haben und darum auch in Zukunft beizubehalten sind. Insbesondere spricht sich die Kammer für die Fortgewährung der zinslosen Zollkredite auf die Dauer von 3 Monaten, sowie für den auch fernerhin zollfreien Eingang der bisher zollfrei eingelassenen Warenumschließungen aus. Dagegen empfehle es sich eine weitere Ausdehnung der bisher schon die Regel bildenden Verzollung nach dem Nettogewicht auf alle diejenigen Waren, bei welchen sich für die Verzollung ein handelsübliches Durchschnittsgewicht herausgebildet habe. 4. Die Kammer hat an die hessischen Schwesterkammern Die Sruvdstemlkgung des Rnchs-Fmes-Muskliws. Id. Homburg tz. d. H., 11. Oktober. Heute Vormittag fand auf der Saalburg die Feier der Grundsteinlegung des Neichs-Limes- Mufeums statt. Die Beteiligung von Homburg aus war sehr stark. Hunderte von Fuhrwerken und Taufende von SUßgängern zogen hinauf zur Saalburg. Auch aus der näheren und weiteren Umgebung kam erheblicher Zuzug an gelaßenen Festgästen und an Zuschauern. Eine kombinierte Kompagme des 81. Infanterieregiments hielt neben einer Abteilung des Homburger Bataillons die Ehrenwache an der Saalburg und leistete der großen Gendarmerie-Ab- leilung bei der Absperrung Hilfe. Punkt 11 Uhr setzten ^^ENbläser em: der Kaiser und die Kaiserin hielten nn Vier Panner an der Porta Dooumana. Prinz und Prinzessin Heinrich, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und das Gefolge schlossen sich in zweispännigem Hofwagen dem Kaiserpaare an Der Kaiser trat durch die Pforte, begrüßt durch die Notabeln des Kastells und die Krieger. Dann trat in der Retentura der Präsekt vor, neigte sich und hielt eine lateinische Ansprache. Gesprochen wurde dieselbe von dem Schauspieler Schreiner-Wiesbaden. Sie lautet in der Uebersetzung: „Unter glückoerhetßmden Zeichen tritt, erlauchter Kaiser, mit Deiner hohen Gemahlin, ein in daS auf Deinen Befehl erneuerte Kastell Saolburg! Nichts Schöneres, nichts G.ößereö, nichts Erwünschteres als Deine Ankunft konnte unS zu teil werden. Einen glücklichen Ausgang wögen alle Deine Unternehmungen zu Wasser und zu Lande haben, die Du planst zur Mehrung des Ruhmes des Reiches. Der allmächtige Gott möge Dein beiliges Haupt unversehrt bewahren, möge bewahren Deine Gemahlin Augusta Viktoria, deren Name schon eine glückliche Vorbedeutung in sich schließt, und möge bewahren Deine Söhne und Dein Töchterchen, die unter dem Schutz Eurer Penaten die vortrefflichste Erziehung genießen. Doch nicht wage ich, o Kaiser, dich länger zurückzuhalten. Wir bitten Dich, sei überzeugt, daß Du nirgends auf dem Erdkreise treuere, Dir ergebenere Menschen finden kannst, als die Bewohner des Tanusgebietes." Nun schritt der Kaiser mit den übrigen Fürstlichkeiten durch das lange Spalier römischer Krieger und Legionäre in den Hof des Prätoriums. Die zweihundert Sänger unter der Leitung des Homburger Kapellmeisters Iwan Schulz stimmten, von sanfter Musik begleitet, das „Salve Imperator" von Dahn-Lachner an. Weihrauchflammen wurden entzündet, die Priester nahmen malerische Stellungen ein, die geladenen Feftgäste erhoben sich und entblößten die Häupter, der Kaiser betrat den Hof des Prätoriums. Voran schritt eine Gruppe germanischer Häuptlinge und kleine Römerknaben streuten Blumen auf den Weg. Der Kaiser trug kleine Generals- unisorm, Prinz Heinrich Admirals-Uniform. An das Gefolge schloß sich wieder eine Gruppe Römer und Germanen. Als die Spitze des Zuges vor dem Sacellum anlangte, erhob der Legat (Schauspieler Leffler-Wiesbaden) in purpur- und goldgesäumter Toga die Arme und ries laut: „Ave Caesar!" Dann fuhr er in deutschen Jamben fort: „Den Hammer hebe, Kaiser der Germanen, daß unterm Klange das Prätorium steigt. In diesem Bau giebst Du der Welt ein Zeichen. Am Schwert die Faust, ein Schirmherr ohnegleichen, bist Du ein Mehrer schaffender Kultur. Mit Gott für Ehre, Ruhm und Vaterland." Hierauf nahmen daS Kaiserpaar und die beiden prinz- lichen Paare auf den mit herbstlichem Eichenlaub gezierten Sesseln neben dem Grundstein Platz. Herr v. LukanuS trat vor und verlas die von Theodor Mommsen verfaßte lateinische Urkunde, die dem Grundstein einverleibt werden sollte. Mommsen selbst hatte aus Gesundheitsrücksichten der Feier fern bleiben müssen. DaS Dokument in Metall gestochen, hat den folgenden Wortlaut, dem wir die Uebersetzung beifügen: Castellum limitaneum Saalburgense A Romanis imperatoribus conditam Ad fines contra Germanos tulandos Labente Romano Imperio a Germanis excisum post sedecim saecula Ad deolarandam disoidiorum vetustorum memoriam Subsecuta populonim concordia Ruderibus quae superfuerunt religiöse servatis Quae interierunt ad form am antiquam instaurati« Museo antiquitatum limitanearnm adiecto Anno imperii deoimo tertio In memoriam patris imperatoris Friderici HI. Restltuit Gnilelmus II. Imperator Germanornm. A. MDCCCC. D. OCT. XL Theodoras Mommsen. (Das Limes-Kastell der Saalburg, von den römischen Kaisern zum Schutze der Grenzen gegen die Germanen erbaut und von den Germanen beim Zerfall des römischen Reiches zerstört, hat nach sechzehn Jahrhunderten zur Erinnerung an die alten Kämpfe, nach erfolgter Eintracht der Völker, unter pietätvoller Bewahrung der Ueberreste und Wiederherstellung des Vernichteten in der alten Form sowie unter Beifügung eines Museums der Limes-Antiquitäten, zum Gedächtnis seines Vaters, des Kaisers Friedrich III., wiederhergestellt: Wilhelm II. Kaiser dec Deutschen. Im Jahre 1900, 11. Oktober). Der nächste Redner war Kultusminister Studt. Er verlas eine deutsche Urkunde, die auf Veranlassung des Kaisers dem Grundstein beigegeben wird. Der Kaiser unterzeichnete hierauf das Pergament und las die Metallplatte. Dann fügten die Maurer die Metallkiste ein und füllten die Fugen aus, der Kaiser verstrich den Mörtel, der Stein wurde daraus gewälzt, der Kaiser ergriff den Hammer und hielt folgende Rede: „Der erste Gedanke am heutigen Tage schweift zurück in wehmutsvollem Danke an meinen unvergeßlichen Vater Karser Friedrich III Seiner Thatkraft, seinem schaffensfreudigen Wollen verdankt die Saalburg ihr Entstehen. Gleichwie im fernen Osten der Monarchie die gewaltige Ritterburg, die einst die deutsche Kultur in den Osten verpflanzte, auf sein Geheiß wieder neu erstand nnb nunmehr ihrer Bollendurrg ein Rundschreiben gerichtet, in welchem sie anregt, sich gemeinsam beim Reichspostamt für die Einführung einer weiteren billigeren Briefbestellung mit Empfangsbestätigung zu verwenden. Die Briefbestellung ist so gedacht, daß die Post gegen ein Mehrporto von 5 (oder höchstens 10) Pf. bei der Ablieferung an den Empfänger sich von diesem eine_ Empfangsbescheinigung geben läßt und diese zu Gunsten des Absenders etwa 6 Monate aufbewahrt, um sie letzterem im Bedarfsfall zustellen zu können. Der Antrag wird auf dem nächsten Hess. Handelskammertag zur Beratung gelangen. 5. Die Kaiserl. Oberpostdirektion in Darmstadt hat die Kammer um ein Gutachten über den Vorschlag ersucht, Drucksachen, Warenproben und Geschäftspapiere, die für den Ortsverkehr frankiert und au Empfänger gerichtet sind, die den Ort endgiltig verlassen haben, wenn möglich den Absendern wieder zurückzugeben. Tie Kammer billigt diesen Vorschlag, sowie den weiteren, Sendungen an Empfänger, die sich nur vorübergehend außerhalb des Bereichs der Ortstaxe aufhalten, in die Briefkasten der Empfänger am Orte zu legen oder bei der Bestellpostanstalt bis zur Rückkehr des Empfängers aufzubewahren. Dagegen befürwortet die Kammer, bezüglich der Postkarten es bei dem bisherigen Modus der Nachsendung in den Fernverkehr mit Erhebung von Nach-- fchußporto bewenden zu lassen. Tie Kammer nimmt von einer Eingabe der Handelskammer in Frankfurt a. M. Kenntnis und beschließt, ihrerseits ebenfalls für eine Revision dieses Gesetzes und speziell der Bestimmungen über - das Termingeschäft an zuständiger Stelle einzutreten. Ter Kammer sind Mitteilungen zugegangen bezgl. der Teilnehmer an der Leipziger Messe 1900/01, einer internationalen Ausstellung für Feuerschutz und Feuerrettungswesen Berlin 1901, der Eröffnung des deutschen Kabels unserer Amerika-Adler-Linie für den Verkehr, Aussichten für die deutsche Industrie in Bulgarien, Absatzgelegenheit für deutsche Drahtstifte im (europäischen) Ausland, deutschpersische Handelsbeziehungen, Lieferung von Wagen für eine ausländische Eisenbahnverwaltung, Lieferung von Gegenständen für den landwirtschaftlichen Betrieb nach dem (europäischen) Ausland, das unbefugte Verwerten von deutschen Fabrik- und Handelsmarken, die in Oesterreich- Ungarn eingetragen sind, die Anwendung des englischen Warenzeichengesetzes auf die nach England einzuführenoen deutschen Waren, Warnungen vor Beteiligung an einer Ausstellung im überseeischen Ausland, zweifelhafte Firmen in New-dork, Buenos Aires, London, Valencia und Kairo. Tiefe Mitteilungen können auf dem Bureau der Kammer von Interessenten eingesehen werden. Ans Stadt und Fand. Gietzen, 12. Oktober. *" Personalnachrichten. Der Gerichtsassessor Dr. Pusch in Gießen wurde mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Gernsheim, der Gerichtsaffefsor Trapp in Gernsheim mit Wahrnehmung solcher bei dem Amtsgericht Gießen und der Gerichtsaffefsor Schmidt in Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts in Alzey beauftragt. ** Auszeichnung. Auf der Weltausstellung in Paris beteiligte sich, wie schon mitgeteilt, die hiesige Firma H. Sch affst gebt mit einigen Modellen verschiedener von ihr nach eigenem System ausgeführter Volks- und Arbeiterbadeanstalten in hervorragender Weise, und zwar an einer vom kaiserlichen Gesundheitsamt zu Berlin veranstalteten Gruppe, die die Pflege der Wohlfahrt im deutschen Reiche zur Anschauung bringen soll. Diese Gruppe in ihrer Gesamtheit wurde bekanntlich bei der Prämiierung mit dem Grand Prix bedacht, außerdem aber erhielten einzelne der daran beteiligten Firmen noch besondere Aus Zeichnungen. Unter diesen befindet fich auch die Firma H. Schafsstaedt hier, und zwar wurde ihr für ihre vorzüglichen Leistungen auf dem Gebiete der Gesundheitstechnik überhaupt, nicht minder aber auch für die geschmackvolle und elegante Ausstattung der erwähnten Modelle die Silberne Medaille zuerkannt. ** Ortskrankenkasse. Der gestern gemeldete Beschluß der Ortskrankenkasse, betreffend freie Acrztewahl, tritt erst am 1. Januar 1901 in Kraft. ** Unbestellbare Postsendungen. Ueber die Oefsnung und weitere Behandlung unbestellbarer Sendungen sind vom Reichspostamt neue Bestimmungen getroffen worden. Für diesen Dienst wird ein besonderer Ausschuß bestellt, dessen Mitglieder vom Oberpostdirektor ernannt werden. Der Ausschuß hat die Aufgabe, durch Eröffnung der unbestellbaren verschlossenen Postsendungen deren Absender zu ermitteln, sowie die Aufbewahrung und weitere Behandlung der endgültig unanbringlichen Postsendungen zu übernehmen. Tie Sendungen tverden vom Ausschuß zunächst darauf geprüft, ob ihre Einsendung berechtigt war. Diese Prüfung erstreckt sich einmal darauf, ob die als unbestellbar eingesandten Gegenstände nach den allgemeinen Vorschriften wirklich als unbestellbar anzusehen sind, ob also die Rücksendung von der Bestimmungs- zur Aufgabe-Postanstalt zu Recht erfolgt ist, ober ob noch eine Möglichkeit, den Absender zu ermitteln, bestanden hätte. Bei Sendungen, deren Annahme verweigert worden ist, wird darauf geachtet, ob die Bestimmungs-Postanstalt einen Vermerk darüber, daß beim Empfänger wegen der Adresse des Absenders Rückfrage gehalten worden sei, nieoergeschrieben hat. In zweiter Linie achtet der Ausschuß darauf, ob die für die verschiedenen Arten von Briefsendungen bestehenden Versendungsvorschriften gehörig beachtet und insbesondere, ob etwa Sendungen zu Unrecht als den Vorschriften widersprechend von der Beförderung ausgeschlossen oder zu Unrecht mit Porto belastet und deshalb vom Empfänger nicht angenommen worden sind. Die unrichtig behandelten Sendungen werden der Ursprungsanstalt zurückgegeben. Diese Bestimmungen finden nicht nur auf verschlossene Briefe, sondern auch auf unbestellbare Postkarten, Drucö- fachen, Warenproben und Geschäftspapiere sinngemäß Anwendung. O Grimberg, 11. Oktober. Aus dec Straße zwischen hier und Lauter ereignete sich gestern Abend nach 8 Uhr ein bedauerlicher Unglücksfall. Der hier wohnhafte Besitzer der Wollspinnerei „Georgenhammer" bei Lauter, Herr Godosar, kam mit seinem Fuhrwerk, in dem noch seine Gattin, sowie der schon bejahrte Buchhalter Lang nebst dessen Tochter saßen, vom Georgenhammer zurück. An dem Berg vor Lauter kam der Wagen ins Rollen, da anscheinend die Hemmvorrichtung nicht richtig funktionierte, das Pferd ging durch und der Wagen prallte mit solcher Wucht an einen Kilometerstein, daß das Fuhrwerk umfiel und die Jnsaffen in den Chauffeegraben geschleudert wurden. Herr Godosar und Fräulein Lang erlitten schwere Verletzungen, sodaß sie zu Wagen nach Hause gebracht werden und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußten. Frau Godosar erlitt nur einige Hautabschürfungen im Gesicht, während Herr Lang mit dem bloßen Schrecken davonkam. Der Wagen wurde stark beschädigt, das Pferd blieb unverletzt. + Lehnheim, 11. Oktober. Bei der AuSfischung des fiskalischen Teiches bei Merlau wurden, wie berichtet, nicht 6, sondern zwölf Centner Fische, etwa 10 Cemner Karpfen und 2 Centner Hechte, gefangen. -oe. Alsfeld, 10. Oktober. Heute wurde hier in der Walpurgiskirche die diesjährige Dekanatssynode des evangelischen Dekanats Alsfelo abgehalten. Ten Verhandlungen ging ein Gottesdienst voraus, in dem Pfarrer Diefenba ch-Eudorf die Frage behandelte: „Mit welchem Geiste sollen wir stehen in der Arbeit für Gottes Sache in unseren Gemeinden?" Dann eröffnete Dekan Wöriß- Hoffer die Verhandlungen mit einem Gebete und einer kurzen Ansprache. Zu Schriftführern wurden Pfarrer Sommerlad und Stotz gewählt. Zunächst wurde hierauf der Bescheid des Großh. Oberkonsistoriums auf die Verhandlungen der vorjährigen Dekanatsshnode verlesen, in dem Großh. Oberkonsistorium sein Einverständnis mit den damaligen Verhandlungen ausdrückt und den Wunsch ausspricht, es möchte in diesem Jahre gelingen, das angefangene Referat des Pfarrers Jäger zu Ende au bringen. In die Behandlung dieses Referats wuroe darauf sofort eingetreten. Das Referat selbst war der Synode im vorigen Jahre erstattet worden; es erübrigte nur noch die Diskussion darüber. Um eine solche herbeizuführen, wies Pfarrer Jäger an der Hand der einzelnen Thesen noch einmal kurz auf deren Inhalt hin. Es erhob sich hier und da eine kurze Diskussion, im allgemeinen war die Synode mit den Thesen einverstanden und nahm sie in dem vorliegenden Wortlaut einstimmig an. Nachdem Herrn Jäger seitens des Dekans für seine gründliche Arbeit der Dank der Synode ausgedrückt wor- ^en J?nr' ergriff Pfarrer Klingens chmidt- Romrod das Wort zu seinem Vortrage über das von Großh. Oberkonsistorium gestellte Thema: „Was sollen der zunehmenden Vergnügungssucht gegenüber Staat, Ärche und Schule zur Herbeiführung einer gesunden Volkserholung thun?" Der geistvolle, scharf durchdachte Vortrag fand bei den Synodalen einhelligen Beifall. Nachdem in der ersten ^.hese von dem Recht und unter Umständen von der Pflicht der Erholung die Rede war, wurden in der zweiten These die Ursachen der heutigen Vergnügungssucht klar gelegt und in der Glaubenslosigkeit wie in den sozialen Verhältnissen unserer Zeit gefunden. In den weiteren Thesen wurde dann die Antwort auf die im Thema gestellte Frage bis ins kleinste gegeben und auf die verschiedensten Mittel zur Abwehr der bestehenden Mißstände hingewiesen. Die Diskussion war eine sehr lebhafte und förderte noch manches Interessante zutage. Nach einem von Pfarrer V o l p-Schwarz gesprochenen Schlußgebet wurde die Synode um halb drei Uhr geschlossen. Eine von zwei Synodalen beantragte Resolution gegen das Abhalten von Feuerwehrtagen an Sonntag Vormittagen, wie es vor kurzem im Kreise Alsfeld geschah, fand bei der Synode keinen Anklang, und wurde der Dekan beauftragt, mit dem Großh .Kreisamt darüber in Verhandlungen zu treten. Bei dem auf die Verhandlungen folgenden Mittagsmahl im Hotel „Krone" brachte Dekan Wörißhoffer einen Toast aus auf den Großherzog, Pfarrer Volp-Schwarz auf den Kaiser. Die von dem letzten Redner besprochene und empfohlene Schrift von Pros. Warneck-Halle „Die deutsche evangelische Mission im Lichte der deutschen Zeitungspresse" wurde von fast allen Anwesender: bestellt. Darmstadt, 12. Oktober. Zu dem gestern kurz gemeldeten Hinscheiden des Wirkt. Geimrats Finanzministers i. P. August Weber, Exzellenz, schreibt die „Darmst. Zeitung": Einem an Arbeit und Erfolgen reichen Leben, das in erster Linie dem Wohle unseres engeren Vaterlandes gewidmet war, hat hier die göttliche Vorsehung ein Ziel gesetzt. Als er vor zwei Jahren aus seinem Amte schied, hatte man dem krästigen Manne nach den Mühen seines schweren Berufs noch eine lange Zeit verdienter Muße gewünscht, doch es sollte anders kommen, ein schweres inneres Leiden suchte ihn heim und die Angehörigen weiter Kreise, denen der Verblichene nahe gestanden, stehen jetzt tief erschüttert an seiner Bahre. Dem Verstorbenen war es vor einigen Jahren vergönnt, seinen 70. Geburtstag unter den ehrendsten und reichsten Ovationen zu feiern, und hier trat so recht die hohe Wertschätzung und die allgemeine Beliebtheit Webers zu tage, der in der hessischen Beamtenlaufbahn bis zu sehr hoher Stufe aufgestiegen war, und jahrzehntelang eine ungemein rührige und ersprießliche Thätig- keit zum Wohle des ganzen entfaltete. Neben seinem eigentlichen Berufe widmete sich Weber auch mit einem Eifer, der ein besonders warmes Herz für die Sache verriet, gemeinnützigen Bestrebungen zum Wohle der Menschheit; u. a. war er lange Jahre Präsident des hessischen Rote Kreuz-Vereins, des Jnvaliden-Unterstützungsvereins von 1860 usw. und bewahrte deren Bestrebungen bis zu seinem Ende lebhaftes Interesse. Ter „D. Tägl. Anz." schreibt: Noch im verslossenen Jahre haben wir anläßlich seines 70. Geburtstages den Lebensgang des Hingeschiedenen geschildert und dabei die großen Verdienste hervorgehoben, die er sich au fseiner amtlichen und außeramtlichen Laufbahn erworben hat. Sein Heimgang wird nicht nur von seinen zahlreichen Freunden und Verehrern, sondern von allen tief betrauert werden, die zu beurteilen wissen, welche seltene, hervorragende Eigenschaften mit ihm zu Grabe gehen. Ganz besonderer Dank gebührt dem Entschlafenen für die kluge, besonnene und maßvolle Leitung der hessischen Staatsfinanzen während seiner letzten vierzehnjährigen Amtsthätigkeit als Finanzminister. Was seit seinem Rücktritt auf dem Gebiete der Steuerreform, des Besoldungswesens, der Förderung aller Zweige der Volkswohl- fahrt geschehen ist, wäre nicht möglich gewesen ohne den günstigen Zustand/ in dem'er die Hessischen'Finanzen ftinem Nachfolger übergeben hat, und die Gerechtigkeit erheischt, dies dankbar anzuerkennen, wenn es ihm auch nicht vergönnt war, jene letzten Früchte seines rastlosen Wirkens selber zu pflücken. Sein Andenken wird m Ehren bleiben. - Finanzminister August Weber war am 31. Januar 1829 geboren. Er war nach Beendigung seiner juristischen Studien zunächst Stadtgerichtsassessor in Darmstadt, dann Hofgerichtsrat daselbst und wurde am 12. Februar 1875 entgegenschreitet, so ist auf den Höhen des ragenden Taunus dem Phomx gleich aus seiner Asche emporgestiegen das alte Römerkastell, ^n Zeuge römischer Macht, ein Glied in der gewaltigen ehernen Kette, die Roms Legionen um das gewaltige Reich gelegt, die SL.ck.a Geheiß eines einigen römischen Imperators, des Cäsar bec Welt ihren Willen aufzwang und die gesamte Welt Kultur eröffnete, die befruchtend vor Allem auf Ger- So weihe ich diesen Stein mit dem ersten Schlage der SEH SL?Va f!,W ^"drich III., mit dem zweiten Schlage der beub erbenden Mus^^^^^^^nden Geschlechtern, die hier in dem neu Z TÖ0en' roo3 ein Weltreich bedeutet, und KbenTe?n unseres deutschen Vaterlandes, dem es be- W der ÄÄÄ Nn r Esch?'Weltrlich war dami/°«^^end zu sein, wie es emst'das wi- in bet Z ‘6.eon unS " Zukunft d-r-mst h-iß-n Mwi Bürg»" nunmrhr: bin Ein gedämpfter Beifall erhob sich nach dieser Rede des Kaisers in dem Kreise der Nächststehenden. Wortlos traten die übrigen zum Hammerschlag Zuqelassenen an den Stem, btc Fürsten, die Minister Studt und Posadowsku Herr von Lukanus, General von Lindequist, Herr von Kütten' Baurat Jacobi, Frau von Cohausen/ vor. Dann setzte der Schlußgesang ein. Brausende Hochrufe verkündeten den Schluß der drelvrertelstüudigen Feier. Hießener Stadttheater. f-r. Gießen, 12. Oktober. Einen überaus glücklichen Griff hat unsere Theater Leitung mit der Wahl des gestern abend gegebenen Stückes gethan. „Vasantäsena" nennt es sich, ein indisches Drama des Königs Sudraka. Emil Pohl hat die verdienstvolle Aufgabe, dies alte Schauspiel, dessen Entstehungszeit man um fast 3000 Jahre zurücksetzt, für unsere Zett umzuarbeiten, in der glücklichsten Weise gelöst. Wir sehen uns im Zeitalter des indischen Königs Palaka. In seinem Reiche gährt es infolge unheilvoller sozialer und gesellschaftlicher Zustände, an deren Verschärfung sein Schwager Samsthanaka, ein despotischer, aber feiger Wüstling, größten Anteil hat. Der Hirte Ariaka schürt insgeheim die revolutionäre Bewegung, von der er seine Erhebung auf den Königsthron erhofft. Einer seiner Anhänger, der edle, aber völlig verarmte Brahmane Kara- dutta entbrennt in Liebe zu dem reichen Mädchen Vasan- tasena aus der niederen Kaste der Bayaderen. Ta ihr auch Samsthanaka nachstellt, so entsteht ein furchtbarer Konflikt. In seinem Verlaus ermordet er aus Eifersucht die Bayadere und klagt dann Karadutta öffentlich des Mordes an. Karadutta hatte inzwischen eine Zusammenkunft mit Ariaka gehabt und ihn in Sicherheit gebracht. Als er dann vor Gericht gestellt wird, bekennt er sich, um Ariaka nicht zu verraten und aus Gram über den Tod der Geliebten schuldig. Vasantasenas Sklavin Madanika und sein Freund Majetra proklamieren, um ihn zu retten, über Nacht unter Mithilfe Ariakas die Revolution. Auf dem Wege zum Richtplatz drängt sich plötzlich Vasantasena herbei, die ein Bettelmönch aus ihrem Scheintod erweckt und zu vollem Leben zurückgeführt hat. Sie entlarvt den feigen Samsthanaka, der von dem als Sieger herzugeeilten Ariaka verbannt wird. Karadutta wird zum Reichsverweser, Vasantasena zu seiner ebenbürtigen Gattin erhoben. Es ist ein Zeit- und Sittendrama voll wunderbarer Kraft Mit oft glühender Poesie der Sprache hat der indische Dichter eine Wahrheit der Empfindung, Charaktere und Situationen empfunden, die ihn in die nächste Nähe unserer modernen Klassiker nicht zum mindesten Shakespearescher Gestaltungskraft, Urwüchsigkeit und Humor bringt. Oft geradezu ergreifende Liebes- und Freundesszenen wechseln mit packenden Volksszenen, wobei die Einheit der Handlung bei einem trotz der Fülle der Gedanken und Ereignisse äußerst schlichten Aufbau in der glücklichsten Weise gewahrt bleibt. Man staunt in dem Stücke jenen indogermanischen Urhumor zu finden, dessen Formen und Bethatig- ung in den damaligen Indern die Vorfahren des Germanentums erkennen lassen. Die Aufführung selbst kann, abgesehen von einigen Unebenheiten in Beherrschung der Rollen, eine nahezu mustergiltige genannt werden. Das Zusammenspiel nappte gut, Masken und Szenerie ließen kaum etwas zu wünschen übrig. Herr di Balthyni wurde als Karadutta gegen Schluß sichtlich wärmer. Seine Partnerin, Henny Schoelermann, gab die Rolle der Vafantasena, Herr Liebscher die des Samsthanaka ganz vorzüglich, tväh- renb £>err Ramseyer den treuen derbkomisch^n Majetra und Hennv Wohlbruck die schlagfertige Mandantt« in der ansprechendsten Weise verkörperten. Eine recht natürliche Wiedergabe fand der buddhisttsche Bettelmönch in Herrn Reinhardt. Auch alle übrigen Mitwirkenden füllten ihren Platz aus. Es war ein genußreicher Abend. Die Wiederholung des Stückes dürfte ein ausverkauftes. Haus sehen. Ministerialrat im Ministerium des Innern. Am 1. August 1884 folgte er Schleiermacher im Präsidium des Finanzministeriums und wurde später Finanzminister. Im Jahre 1898 trat er gleichzeitig mit Finger in denorRuhestand. Todesursache ist ein Krebsleiden gewesen. Eberstadt, 9. Oktober. Ein hiesiger Arbeiter, der sich vor einigen Tagen in Darmstadt ein Sittlichkeitsvergehen zu Schulden kommen ließ, hat sich gestern aus Furcht vor Strafe in Käferth al bei Mannheim von einem Eisenbahn- zuge überfahren lassen, was den sofortigen Tod zur Folge hatte. Worms, 9. Oktober. Die Einführung des neuen Direktors des Gymnasiums und der Realschule, Dr. Theodor Walter, fand heute morgen vor Lehrerkollegium und Schülern, sowie in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter die Vertreter der Behörden und der Stadtverwaltung, im Festsaal des Gymnasiums in feierlicher Weise statt. Nach einem ansprechenden Musik- vortraae des Dr. Scheuermann hielt der Vertreter der obersten Schulbehörde, Geh. Oberschulrat N o d n a g e l, die Einsührungsrede. Namens der Kollegen hieß Professor Rahn als dienstältester Lehrer den neuen Direktor herzlichst willkommen. Nun erhob sich der neue Direktor Walter und hielt eine längere Antrittsrede. Den Schluß der Schulfeier bildete ein zweiter Musikvortrag. Mainz, 10. Oktober. In dem benachbarten Weisen'au wurde eine Falschmünzer - Werkstätte aufgefunden. Der Falschmünzer, ein Schuhmacher namens Wettig, aus Hattenheim gebürtig, wurde verhaftet. Wettig ist wegen Falschmünzerei schon vorbestraft. Mainz, 9. Oktober. Bei der Anlegung eines Bau- schachtes im Gartenfeld sind vor einiger Zeit eine Anzahl römischer Funde, als Gefäße, Näpfchen, Lämpchen usw. mit Stempel und Namen versehen, gemacht worden; u. a. wurde auch ein bläuliches Kugelglas gefunden, welches die eingeritzte Inschrift: PVERMISCET VEP . . . trug. Die Inschrift lautet: puer misce tu ep (otapo), „Knabe, mische du den Wein, ich werde ihn austrinken." Allgemeiner Deutscher Bäderverband. Tie neunte Jahresversammlung des Allgemeinen deutschen Bäderverbandes wurde am 9. Oktober im Bad Wittekind beiHalle a. d. S. eröffnet. Oberbürgermeister a m E n d e - Bad Pausa, führte in Vertretung des am Erscheinen behinderten ersten Vorsitzenden, Geheimrats Dr. Wagner- Salzungen, den Vorsitz. In die Tagesordnung eintretend, gab zunächst Dr. Lange-Halle-Wittekind einen Ueberblick über die geschichtliche Entwickelung des Bades Wittekind. Hiernach sprach Staatsrat Prof. Dr. K o b e r t - Rostock „über den Wert balneologischer Demonstrations-Ob- jekte an den deutschen Hochschulen". Er führte aus, daß der Unterricht in der Bäder- und Kurortslehre Lrg darniederliege. Was ihn beleben könnte, sei: a. geeignetes, bis jetzt fast ganz fehlendes Unterrichtsmaterial, namentlich demonstrativer Art, als Modelle, Bilder, Karten, graphische Darstellungen, Quellprodukte usw.; b geeignetes spezialistisch vorgebildetes Lehrpersonal und ein eigener Lehrstuhl, der außer mit der Bäder- und Kurortslehre nur noch mit Klimatologie und Hydrotherapie belastet werden darf; c. alljährlich wiederkehrende Exkursionen in die den einzelnen Universitäten nicht allzufern liegenden Kurorte und Bäder. Im Anschluß hieran gab Sanrtätsrat Dr. Engelmann-Kreuznach einen Bericht „üb er d ie Lie f erun g von Demonstrationsobjekten der Bäder an die Universitäten" und brachte die Fassung folgender Resolution in Vorschlag: „Der Allgemeine Deutsche Bader-Verband begrüßt warm das Vorgehen des Professors Jacobi zu Göttingen zur Beschaffung von Demonstrationsmaterial für die bal- neologischen Vorlesungen auf den Universitäten und spricht dem Herrn Professor seinen verbindlichsten Dank aus. Er erkennt darin einen wesentlichen Faktor zur Hebung des balneologischen Unterrichts und giebt der Erwartung Ausdruck, daß die anderen deutschen Universitäten dem Beispiele Göttingens nachfolgen werden. Er erwartet von den Verwaltungen der deutschen Badeorte, daß dieselben dem Beispiele Kreuznachs folgen und sämtlichen Universitäten ein möglichst vollständiges Material zur Verfügung stellen werden. Der Deutsche Bäder-Verband erklärt sich bereit, die Vermittlung zwischen Universitäten und Kurorten zu übernehmen und beauftragt seinen Gesamtvorstand, nach dieser Richtung die geeigneten Schritte zu thun". , . Nach einer lebhaften Aussprache fand die Resolution ein st immige Annahme. Einen weiteren Vortrag hielt Dr. Axel Winckler- Bad Neundorf über „das Korrigieren von Mineralwässer n". Die in den Handel gebrachten Mineralwässer unterscheidet man jetzt als natürliche, künstlich^ und halbnatürliche oder korrigierte Mineralwässer, d. h. solche, denen man einen Teil ihrer natürlichen Bestandteile künstlich und absichtlich entzogen, oder denen man neue Substanzen, seien es Gase, Salze oder sonstige Chemikalien, hinzugefügt hat. Zumeist ist das Korrigieren bei solchen Mineralquellen üblich geworden, die als Tafelwässer oder Luxuswässer dem Genüsse dienen sollen. Heilquellen werden selten korrigiert. Die Prozedur erfolgt hauptsächlich durch Abscheidung des Eisens aus dem Wasser, durch Salzzusatz und Imprägnierung mit Kohlensäure. Die Wirkung dieser Manipulationen stellt sich als eine tiefgreifende Veränderung des Mineralwassers dar. Es giebt in Deutschland noch keine gesetzliche Bestimmung, welche die Anpreisung eines künstlich veränderten Mineralwassers als ein natürliches verböte. Ob das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ein genügender Schutz der natürlichen Mineralwässer ist, wird der Ausgang des noch schwebenden Apollinaris-Prozesses lehren. Redner erklärt, daß er das Korrigieren von Tafelsäuerlingen an und für sich durchaus nicht tadele, sondern nur die Täuschung mifc billige, die der begeht, der solche Halbfabrikate als natür- I liche Mineralwässer in den Handel bringt. Sachliche Be- | denken erregt das Korrigieren von Thermalwässern. Wenn die gleichen Mißbräuche auch noch auf dem Gebiete betf Heilquellen einreißen, ss wird es mit dem Ansehen der Mineralquellen und der Mineralquellen-Lehre rasch abwärts gehen. Redner fordert auf, dafür zu sorgen, daß der gute Ruf der deutschen Mineralquellen nicht durch Uebergriffe einer rücksichtslosen Industrie geschädigt werde. Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen. 40. Woche vom SO. September bis 6. Oktober 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitszifserj: 14,67%0, nach Abzug der Ortsfremden 8,38«/«. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom ' 1. Lebensjahr: 2.—15. Jäher Lungenschwindsucht 2 2 — Gehirnschlagfluß 11 — Nierenentzündung 11 — — Tnberkulose des Herz- beutels 1 (1) — — 1 t1) Furunkulose 1 (1) 1 (1) — ~ Ueberfahren _______1 (1) —____________■—__________1 W Summa: 7 (3) 5 (1) — 2 (2) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der TodesMe in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankianer BSt*ee vom 11. Oktober. Wechsel auf New-York zu 0.00-00. Pr&miesi auf Kredit per ult Okt. 1.750/g, do. per ult. Novbr. 3.10%, Diskonto-Kommandit per ult. Okt. 1.60%, do. per ult. Novbr. 3.00%, Lombarden per ult Okt. 0.00%., do. per ult Novbr. 1.00%. Deutsche Bank 0.00%, Notierungen: Kreditaktien 201.40-200.70-90, Diakonto- Kommandit;i68.90-70-169-168.80, Staatsbahn 137.30-137, Lombarden 24.70-50, Italiener 93.90, Spanier 71.30-00, Bproz. Mexikaner 25.50, Bochumer 167.50-167-167 50 bz., Laura 190-189.00 bz. G., Harpener 172.10-50-1.50-172-0 bz., Gelsenkirchen 181.50-181 bz., Privat-Dls- kont 4%% G. 1% bb 28/e Uhr: Kreditaktien 200.80-201.00-00 bz., Dw- kouto-Kommandit 168.80-169.10-00 bz. G., Staatsbahn 000.00 bz. Lombarden 24.50-00.00 b., Laura 000.00, Berliner Handelsgesellschaft 000.00 bz., 3proz. Mexikaner 00.00 bz., 3proz. Portugiesen 00.00-00 bz., Ottomanbank 000.00 bz., Bochumer 000.60 bz., Deutsche Bank 182.70-3.50 bz., Harpener 000 000.00 bz. darf nicht ^fehlen, wenn die Tasse Kaffee munden v soll. (Original-Marke]jin Dosen.) Markus Bauer Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener lverkstätte. Gießen, Airchenplatz u. 5188 WMWWM Verdingung. Die Erd- und Pflasterar- Äeiteu in der Hofraite „Zum Pfau" — etwa 1400 bis 1500 qm — sollen Dienstag den 16. Oktober, vormittags ll3/t Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin eiuzureichen. ZuschlagSfrist 18 Tage. Gießen, den 10. Oktober 1900. Das Stadtbauamt. Schmandt. 6700 Vergebung. Für das Großh. Pcoomzial-Arreft- haus dahier soll die Lieferung von ea. 10 000 Kilo abgetrockneter, guter Tpeisekartoffelu irn Verbindungswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und Proben sind kostenfrei bis zum Eröffnunqs- termine Mittwoch den 17. Oktober 1900, vormittags 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft dahier — Justizgebäude, Zimmer Nr. 43 — nieder- zulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Minifterial- erlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betr., enthaltene allgemeinen und den von dem Unterzeichneten ausgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzln Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreib- gebühren bezogen werden können. Der Zuschlag bleibt 3 Tage Vorbehalten. Gießen, 25. September 1900. Der Großh. Oberstaatsanwalt. Dr. Güngerich. 6336 i F.W.HEILA®! r ▲ Architektur-, Bau-, Maschinen- und elektro- Z technisches Bureau 6224 ♦ DARMSTADT ♦ J übernehmen speziell: ▲ X Einrichtung moderner Ziegelei-Anlagen, sowie £ H dazu gehörige Gutachten u. Untersuchungen etc. g ♦ Ferner: Bauausführungen aller Art, Fabrik- anlagen, Mühlenbau, Sägewerke, elektrische W Kraft-, Licht- u. Accumulatoren-Anlagen W ♦ Anlagen für Gas- und Benzin - Motorbetrieb, Feuerungsanlagen zur Verwendung aller Abfall- Ä W materialien, sowie minderwertiger Kohlensorten, W ♦ Tiefbohrung nach Wasser u. Erzen, Finanzierung A allerindastriellen Unternehmungen, Ausarbeiten a W von Plänen, Entwürfen, Kostenanschlägen etc. W Genaue Anleitung in jedem Carton. Ue^ra,'’ pf" 8 Nur echt in roten Cartons zu IO, 20 und 50 Pfg. Spezialität der Firma Heinrich Mack m Ulm a. L>- Kaiser- |*c| X Das bewährteste Toilettemittel (besonders zur Verschönerung des Teints), zugleich ein vielfach verwendbares Reinigungsmittel im Haushalt. SCHUTZMARKE, 4983 —^irnirimin !ißi«iViiWWi«Wi, Zum bevorstehenden Versandt bringen wir unsere reichhaltigen Kestände 6552 in empfehlende Erinnerung und bitten unsere geschätzten Abnehmer um gefl. frühzeitige .Aufträge. Treis» Aerzeichnls gratis n. franko Fernspr. 7689. 5590 empfiehlt Oberrheinische Versicherungs - Gesellschaft in Mannheim Hfl finf 1 i rh Versicherung in unbegrenzter Höhe gegen lldLlv.llKörperverletzung und Sachbeschädigung. Versicherung gegen Unfälle aller Art, in und süsser dem Berufe, auf Reisen, beim Radfahren etc. Versicherung gegen Einbruch und Diebstahl auch von Fahrrädern. T ransport-Versicherung. Versicherung von belegtem und unbelegtem Spiegelglas, sowie anderen Glassorten gegen Bruch, Hagel und Wetterschaden, Prospekte und jede Auskunft durch die General-Agentur Giessen: Adolf Bieler, Nordanlage II» am Oswaldsgarten. ee©e®ee®®e®e@®e®e®eeeeee 8 Neuester vervollständigter 8 i Plakat-Fahrplan- d enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, J ® Frankfurt a. M, Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, ® ® Fronhauseii, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, ® J Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, J J Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden J d Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn, J d zum Preise von 2Q Pfg. in der Expedition des Giessener 9 2 Anzeigers vorrätig. — Der Fahrplan kann auch durch die J J Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. MMMMMMeMMMMMN Neuen Däne 48 I sH ßS RUgaeeHr Neuen Säue 43 parterre. SIIOO HW parterre. SpeziaB-Wäsche-Aussteuergeschäft. Anfertigung sämtlicher Herren-, Damen- «ud Kinderwäsche Komplette Brautausstattungen. Durch Ersparung dsr Ladenmiete sind die Preise bedetckend ermäßigt. 6089 Geschäfis-VergrösserHiiff. Durch Hinzunahme der ersten Etage nunmehr *—* CHOCOLAT Echzell in der Wetterau 6364 MckM 6651 Südanlage LS. RMMl M 2 möblierte Zimmer zu vermieten. 6*91] Bahnhofstraße 57, 01281 Di-zstratze 7. 6639 Streng reell i Jdder lesen! Verantwortlich für dm allgemeinen Teil: I. B.: ». Eteffenhag — Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. ,:’’!'ifrh|niinpn 3n ucrkiiiifcn iktmictiniijen ' ltiictiu1nd|c Capitalien ilnschiedkttts TechRihmLifflbachs- Maschinenbau. Blektroteohaik M- iad Tiefbn. » Staatliche Aetefcht. SSL "'"-1 MkdmelWMldM Geeignete Räume zur Aufbewahrung von Möbeln zu mieten gesucht. Anerbieten unter Z 6629 vermittelt die Expedition dieses Blattes. Nachhilfe in all.Gymn-.u. gllllHllliJl» Realfächernd.erfahr.,akad. ;eb. Schulmann. Offerten unter Dr. B. llr. 6228 an die Expedition d. Bl.__ 9 möblierte Zimmer zu ver- mieten. 104220] Diez Kraße 6, III. 6392] Schön möbliertes Zimmer in freier Lage sofort zu vermieten. Näheres _________________ Sonnenstraße 31. 6500] Eine vollständig neu hergerichtete 5 Zimmerwohnung sofort zu ver° mieten. Goethestraße 46. Au- und Berkans von gebrauchten Möbeln, Betten, Meidern, Wäsche, Oefen u. Herden, Gold- «nd Silbersachen, Anttqui- täten, Metallen, Eisen, Lumpen und Knochen, sowie Uebernahme ganzer Einrichtungen. 69s Louis Rothenberger Wwe. Unterricht. Unterricht im Maschinenschreiben verschiedener Systeme, für Damen und Herren zu jeder Tageszeit erteilt 6446 K. H. Seng, Mchiamschttidkrei, Selteesweg 50, I. Grosses Lager in schwedischen Zimmer-Thüren een, Beschlägen etc. Bei Bedarf erbitten Anfragen. Thomas 6^65] Schöne Wohnung IM Hessischen Ernst Balser. (Frankfurterstraße 7), zweiter Stock, Mäusburg ) i ’ bestehend aus 7 Z mmern mit Zubehör, ----------------_ ' I wforl oder später zu vermieten. /Elegante Mansarden-Wohnung Schott« ftratze « alsbald zu vermieten. 6648 Gebe. Zutt, Steinstraße. ntet absolut sicher alle Negethiero. Alle ano». J»n Mittel weit übertreffend. Beweis Die nelee Dankschreiben Pack 0.60u. LOO. Echt nur von atm. Wüsche, Magdeburg. Hier zu haben bei A. Noll II., Drogerie zum roten Kreuz, __Bahnhofstraße 51. 2323 Westfälisches ■■tim 160 Centimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den billigen Preis von 1 Mark per Meter. Proben gratis und franko 5782 C. Röhr Le Co. 6465] Liebigstratze 52 ist ein Pferde ftall für 5-6 Pferde mit darüber be- findlrchem großen Boden, per 1. Nov. 1900 ju vermieten (auch als Lager benutzbar). Im Hinterhause 8 Zimmerwohnung mü Küche und Keller per 1. Nov. 1900. Näheres Bismartkstratze 82, II, Pferdestall •tSSS^T 6485] Pserdestall für 2 Pferde, Burschenstube rc., per sofort zu vermieten. Carl Stohr I«, Ludwigsplatz 5. gegen hohen Lohn gesucht. 6451 C Rübsameu, Westanlage 60. 6645] Sofort ein tüchtiger Pferdeknecht gesucht. Carl Haag jr-, Frankfurterstr. 69. Darlehn 1 erh. sichere Personen gegen Bürgschaft und Lebensversicherung koulantest und chnell. Adr. erb. unter K. S. 901 an Haasenstein & Vogler, A..G., «affel. 2. Hypothek « erster Geschäftslage, gegen hohe Prozente von promptem Zmszahler gesucht. Offerten unter R. K. 6380 befördert die Expedition dieses Blattes. Neue holl. Vollheringe per Stück 7 Pfg., Neue Bismarckheringe, Neue Rollmöpse eingetroffen bei 6664 C. Roth 11., Walltborstraße 5, Frisch emgetroffen: fst» Riesen-Rollmöpse, Rnfs.Gardinenin Pikles, Neue Gismarck-Heriuae, la. Rufs. Stör Caviar, I«. Astrachan-Caviar, la. franz. Oel-Sardiuen bci A. & G. Wallenfels. 6J08] Markt 11, — Telephon!«^ Fst. Gothaer Cervelatwurst Echte Frankfurter Würstel in feinster Qualität 6631_____________ L. Kalkhof. .4919] Ein Kamilienlogis zu ben mieten. Adolf Geiste, Seltersweg 2, 5462] Rordanlage 8, II, komfortabel e ngerichtete 5-Zimmerwohnung mit allem Zubehör per sofort zu vermieten. Liebmann Bär, Nordanlage 1, "6084] Freundliches Logis an ruhige Leute zu vermieten.__Kreuz 6. 6374] Durch Wegzug des Herrn Dr. Stern rst die Villa Löberstratze 23 zu vermieten. G. Nauheimer. Nd töchtigr Spmgler sucht -_________,04328 «g, Appel. Löwengaffe 20. cn; 'üc bcn Anzeigenteil: HanS Beck. ravkstrtttWmstiheü und neue SMlichll empfiehlt Göertzard Metzger, ^26________Krattkfurterstratze. Feinste 6665 Süssrahm-Tafeibutter der Molkerei Buseckerthal empfiehlt C. Roth II., Wallthorstr. 5. ter Weltberühmt! -w Polardaunen (Gesetzlich geschützt.) Rur 3 Mark Per Pfund. Weltberühmte SpczlalMU ersten Ranges I Neber- trifft an dauerndcrFüllkraft, Weichheit ».Haltbarkeit alle anderen Sorten Daunen zu gleichen Preisen 1 In Farbe den Eiderdaunen ähnlich I Garantirt neu I Beste Reinigung! «allständig ge- brauchssertig! Für bürgert. u. feinste Ausstattung., ebenso für Hütel- u. Anstalts-Einrichtungen ganz vorzügl. geeignet I Jedes belieb. Quantum xoufret gegen Nachnahme! Nichtgefallendes bereitwilligst auf unsere «oftea zurückgenommen. Pecher & Co. In Herford Nr.4S i.Weflfal. KST Srobeu (auch Muster geeigneter Bettatoffe) ttmfoaft und v-rtofrei! ' 6630] Freundl. möbl. Wohn- u. @cblQb Mtnmer zu vermieten. Steinstraße 42, III, L) möblierte Zimmer an einen ruhigen " Herrn zu vermieten. Südanlage 22. Pferdeknecht Hansbnrsche 6450] Junger Hausbursche sofort gesucht.________Gg. Keil, Neustadt 6. Achön möbliertes Zimmer zu ver- mieten. Seltersweg 62,11. «tage, Achön möbl. Zimmer, 2. Treppen w 6650] Löberstratze ». freundlich möbliertes Zimmer per U sofort zu vermieten. W* grösste Spezial-Geschäft für Betten ni Schlafzimmer-Ciarichtnuaeti. -w Permanente Ausstellung von 20 komplette» Schlafzimmern. ..ÄÄ Fritz Nowack. >wt ZMsbmsche gesucht. 6421 Ludwig Keil, Neuen Büue 6. »SSll Tüchtig«« Dirpftmiwchen gegen hohen Lohn gesucht. Näheres in der Expedition d. Blattes. Mngttes Diegstmüdcheu gesucht für leichte Hausarbeit. 6448 Näheres Weserstratze S, im Laden, 6483] Dienstmädchen in kleinen Haus- halt gesucht._________Geltersweg VS. 04285] Tüchttaes Dienstmädchen bei hohem Lohn gesucht. Nassauer Hof, Bahnhofstraße, Ordentliches Mädchen gegen hohen Lohn gesucht 6689 Ludwigsplatz 3, im Laden. Oausmädchen oder Frau für vormittags aesucht.Kirchenplatz 6. traut, das gut bürgerlich kechen kann, gegen hohen Lohn nach Frankfurt a. M. gesucht. Zu erfragen Bahnhofstraße 81, II. 4701] Wer Stelle sucht, verlange unsere „Allgemeine Vakanzenliste". W. Hirsch Verlag, Mannheim. 6490] Zu erfragen Bahnhofstraße 57. 6659] Schöne 5-Zimmer Wohnung neb t 2 Kammern, Küche u. Zubehör alsbald zu vermieten. MthetmKaufe, Bleichstr.21,11, 01307] Ein noch wenig getragener grauer Militärmantel billig ab- rugeben. Ludwtgstraße 22, Part, 8 Wagen Mist zu verkaufen. _________totDjcu in oer Welterau. — I . . STTPH A RT1 Oroeeer Erfolg wird erzielt mit iäggfef gOK reg Horm. Musche’s Fleischconfect uHcaIiiI CtAr all. ____ . 11 ist die Krone aller Kaffeeverbesserunßsmittel Weber’s Karlsbader Kaffeegewürz 18t die Krone aller Kaffee- verbesserungsmittel. 4354 Weltberühmt als der feinste Kaffeezusatz Ake yeutige Yuwmer umfaßL 10 Seiten»