Rdeti* 7 Uhr 1900 Sonntag den 13. Mm M. 111 Awettes Blatt Amts- unb Anzeigeblatt für den Areis Gieren 8«/, Hr: - 8 7 4. Mi fällt ffkebattisn, Expedition und Druckerei: Kchulstratze Mr. 7. Ö Nachdem die Seuche zu Gambach, Kreis Friedberg, eine größere Verbreitung erlangt hat, und infolge dessen eine größere und allgemeine Seuchengefahr vorhanden ist, ist auf Grund des § 22 Abs. 3 des ReichSviehseucheugesetzeS und des § 64 Abs. 3 der Reichs Instruktion für die Ge- AVr Luzeigen-BermittlmigSstcllm dcS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgege». ZeikenpreiSlokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Gehöft des Händlers Willy Schiff daselbst ebenfalls ^^Zu Massen heim, Kreis Friedberg, wurde in einem Gehöft die Seuche festgestellt und das betreffende Gehöft Ldressr für Depeschen: Anzeiger Htetz«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Matter für hesslsche Volkskunde. Bezugspreis Vierteljahr!. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholcstelleu Vierteljahr!. Mk. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. IN. ds 8)/, Ufr. le*# 3515 orstavd. Erscheint täglich Wit Ausnahme de« Montags. Die Gießener W»«ttie«vlLtter »erden dem Anzeiger tm Wechfel mit „Heff. genbtoirt* n. ^Blätter Mr heff. Volkskunde" mächtl. 4 mal beigelegt. Protokoll der achtuuddreistigsteu ordentlichen Titzung des Kreistages deS KreiseS Gießen. Geschehen Gießen, den 21. April 1900. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bekanntmachung. Betr.: Die Maul- und Klauenseuche. Wegen weiterer Verbreitung der Seuche ist für die Gemarkung Ob er-Ohmen, Kreis Alsfeld, Gemarkungssperre angeordnet worden. Wegen Ausbruchs der Seuche zu Hof Wäldershausen, Kreis Alsfeld, ist Gehöftesperre angeordnet, so- wie das Treiben von Rindvieh, Schafen, Schweinen und Ziegen auf der Straße Nieder-Gemünden—Homberg bis zur Wiederaufhebung der Sperre verboten worden. Unter dem Rindviehbestand des Landwirtes Trust Rüffel zu Gladenbach, Kreis Biedenkopf, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftesperre angeordnet worden. Wegen Verdachts der Seuche ist das tion Giessei. ).&0e. A.V. Ito« ben 14. Ma» Zu-Log xßilasophtmoaG W bn in« hrntt Lvchtzrnbrr l Wx. 3511 vom LudwWch. \ Lied, u d- Qp :ah8ch6 nn 'lalltaf: I Wanden, i Mehner. nz? er.: überg. 3M i M Verfüg^ »„ahme »en Anzeigen zu bet nachmittag, Mr dm WUtubm Lag erscheinende» Nummer b.S vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Bekanntmachung. Gemäß Artikel 39 der Kreisordnung wird nachstehend das Protokoll über die am 21. April d. I. stattgehabte ordentliche Sitzung des Kreistages des Kreises Gießen zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Gießen, den 4. Mai 1900. Set Vorsitzende des Kreistages des Kreises Gießen, v. Bechtold. a)zu Mitglieder«: die seicherigen Mitglieder 1) Oekonomierat Schlenke zu Hardthof und 2) Gutspachter v. Oven zu Hungen; b) als Ersatzmänner: 1) Oberamtmann Hofmann zu Hof-Güll (seitherige« Eriatzmitglied), 2) Oberförster Schworer zu Londorf. Oekonom v. O v en- Hungen, Bürgermeister Roth- MuschenheiM, Ingenieur Schiele-Gießen, Bürgermeister Som m e r lad- Wieseck, Apotheker W e l ck e r - Allendorf a. d. Lda., Büraermeister Zimmer- Grunberg, 7 ^Mitglied des Kreisausschusses: Bürgermeister Faulstich-Weitersham, _ , .. 8 der Protokollführer: Bureauvorsteher Schiffnie. Der Vorsitzende eröffnete unter Begrünung der erschienenen Mgeordneten den heutigen Kreistag, stellte die ^schlußfähigkeit desselben fest und teilte mit, daß die Ab- geoüdneten Kommerzienrat Gack, Kommerzienrat Heyligen- 8aedt Eduard Röhrle, Stadtverordneter Sckeel, Land- »erichlsrat Dr. Schäfer und OekoNomrerat Schlenke, samt- ^ch zu Gießen, ihr Ausbleiben bei dem heutigen Kreistag entschuldigt hatten-un^ ^^^rmeister Horst von Nieder- | Bessüigen und G°>neinLe-EV,nehmer Maid von Watzenborn ru Urkundspersonen ernannt und Bureauvorsteher Schrfstne ProtokoNfiihrer bestellt uud durch den Vorsrtzendqn mittelst Handschlags verpflichtet. Hierauf wurde in die Tagesordnung emgetreten. 1. Neuwahl der drei Körkommisfionen des Kreises auf drei Jahre. Der Großh. Kreisamtmann Boeckmann teilte mit, daß ber Kreisausschiuß dem Kreistage Vorschläge. 1) für den Kör b e z i r k G i e ß e n die seitherigen Mitglieder und Stellvertreter, . o\ hir ben Körbe zirk Hungen-Lich ' als Mitglieder die seitherigen^ Stellvertreter, nämlich Bürgermeister Roth-Muschenheim und Bürgermeister Görlach-Ebe^tadt, als S t e l l v e r t r e t e r : Bürgermeister Kuhl voN Dorf-Gill und Pachter Klein von Hof Albach, U den Kör bezirk Grünberg die seitheriges Mitglieder, sowie als Stellvertreter den Büraermeister Stein von Kesselbach und den Burger- , meister Schmidt von Queckborn wieder- bezw. nen Bittende schlug vor, die Wahl ver Akklamation schusses entsprechend vollzogen. 2 Wabl zweier Mitglieder und zweier Ersatzmänner zur land- »nd forstwirtschaftlichen Berufsgeuoffeuschafts-Versammlung für ^das Großherzogthum Hessen auf sechs Jahre. «ut das Referat des Großh. Regierungsrates Dr. Waaner werden auch hier dem Vorschlag- des Krersaus- Wsä -Ntspr-ch-ud p-r Akklamatwn gewählt: \ Oorertt Bekanntmachung. Betr.: Die Maul- und Klauenseuche. Nachdem in Dorf-Gill in einer Schafherde die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, so haben wir Sperre der Weide derselben und der Gemarkung Dorsi Gm angeordnet. . Gießen, den 10. Mar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Nachdem die Maul- und Klauenseuche m Dorf-Gill größeren Umfang angenommen hat, ordnen wir hiermit die Sperre des Orts Dorf-Gill und dessen Feld- gemarkuug an. Danach unterliegt der Verkehr mit Rindvieh, Schweinen, Schafen und Ziegen folgenden Beschrän^ ungen: Das Durchtreiben derselben von außerhalb durch Ort und Gemarkung ist verboten. Die Einfuhr von solchem Vieh über die Gemarkungsgrenze in den gesperrten Ort ist nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung gestattet oder für den Fall, daß es in der Gemarkung verbleibt. Die Ausfuhr ist ebenfalls nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung mit schriftlicher Erlaubnis der Bürgermeisterei Dorf-Gill auf Grund einer Aeußerung des Großh. Kreisvetermärarztes zulässig. Wer ein Stück Vieh an einen auswärtigen Metzger oder ein Schlachthaus liefern will, muß also zunächst die Untersuchung durch den Großh. Kreisveterinärarzt veranlassen und wenn danach der Ausfuhr kein Hindernis im Wege steht, einen Erlaubnisschein der Großh. Bürgermeisterei lösen. Bei dem Transport muß er diesen Schein, der eine : Ztägige Gültigkeit hat, mit sich führen und die vorge- I schriebenen Transportbedingungen genau beobachten, auch der Polizeibehörde (Bürgermeisterei) des Empfangsortes Nachricht geben. Auf Antrag der Bürgermeisterei wird von uns im Bedürfnisfalle angeordnet, daß der Großh. Kreisveterinärarzt sich wegen Ausstellung solcher Bescheinigungen an einem bestimmten Tag wöchentlich, der ortsüblich bekannt zu machen ist, dienstlich einfindet. Die Sperrmaßregeln bezüglich verseuchter Gehöfte oder Weiden bleiben daneben bestehen. Im übrigen können Klauentiere aus nicht verseuchten Gehöften innerhalb der gesperrten Gemarkung zur Feldarbeit benutzt oder auf die Weide getrieben werden, nicht aber über die Gemarkungsgrenze hinaus. . Ebenso können der Ansteckung verdächtige Tiere zur Feldarbeit innerhalb der Gemarkung benutzt werden; das sind solche Tiere, bei denen wegen des Zusammenftehens mit kranken Tieren im selben Gehöft oder Stall oder wegen Berührung mit krankem Vieh in irgend einer Weise die Vermutung besteht, daß sie angesteckt worden sind. Wer Grundstücke oder Anlagen in einer anderen Gemarkung besitzt, muß dieselben entweder durch Vferbegefpannc oder aber durch Rindviehgespanne aus dieser anderen G W°gg°be von Milch aus der girrten Gemarkung Verbot der Abgabe ungekochter Milch zugegangen ist. 3. Beschluß über die nach Art. 2 des Gesetzes vom 24. Mai 1893, die Kosten der Landarmenpflege betreffend, aus der Staatskaffe „ A ~W|. _ ________7 v . an den Kreis Gießen für die nächsten drei Jahre zu zahlende I mQltung Hambach die Gemarkungssperre angeordnet worden. Pauschsumme. I Nachdem unter dem Viehbestände zu Unter-Ser- Der Vorsitzende teilte mit, daß die DurchschnittsjaHres-^ I hertenrod, Kreis Schotten, die Seuche in verschiedenen ausgabe der letzten drei Rechnungsjahre 11514 Mk. be- I amtlich sestgestellt worden ist, ist über die verseuchte trage. v I Gemarkuna die Sperre angeordnet worden. Auf Grund der vorliegenden Uebersicht sprüht sich der I Nachdem unter dem Viehbestände des Faselhalters Kreistag dahin aus, daß die für I Dickel zu Freienseen, Kreis Schotten, die Seuche amt- ^uschsumme auf jährlich o757 Mk. fest- das verseuchte Gehöft 4. Vorlage der Kreiskafferechnnng pro 1898/99 und Erstattung I die Sperre^ angcinbnct wordern # ist die Seuche Gegenwärtig: I des Verwaltungsberichts. I f 1 Der Vorsitzende: Großh. Provinzialdirektor Geheime- I ^ie den KreistagsabgeorÄneten zugegangene Ueber- I den 8. Mai 1900. rot v. Be chtold, I sicht der wirklichen Einnahnien und Ausgaben der vor- I ®rn6her$DüHd)e8 Kreis amt Gießen. 8. Großh. Regierungsrat Dr Wagner, I liegenden, von Großh. Oberbürgermeister Gnauth vorge-I Großherzogln^s^r v 3. Großh. Kreisamtmann Bockmann, I prüften Rechnung nebst Erläuterung der Abweichunaen I v. Bechtold. 4. Großh. Kreisamtmann Freiherr -2 ch e n cr z u I P Voranscküagskredite wurde von dem Vorsitzenden I Schweinsberg, vorgetragen und im Anschluß hieran der Bericht desKreis- i. Großh. Kreivbau-Jnspektor Stahl, I Ausschusses über die Verwaltung und den Stand der Kreis- I 6. die Kreistagsabgeordneten: I verbandsangeleqenheiten in 1898/99 vorgelesen. Die Bürgermeister B u t t r o n-Hungen, I liebersicht und der Verwaltungsbericht wurden zur Dis-, Gemeinderat D e m p e r - Großen-Bufecß, I ^sion gestellt. Niemand meldete sich zum Wort. Fabrikant Emmelius-Greßen, I Hierauf wurde die Rechnung der Kreiskasse Gießen Bürgermeister Geißler-Lollar, I für 1898/99 gutgeheißen und die darin stattgehabten Kredit- Kommerzienrat G eo r g i-Gre^n I Überschreitungen zu Lasten der in Beleg Nr. 238 nach- Oberbürgermeister Gnauth-Gietzen, I ^esenen Deckungsmittel genehmigt. r MerX “‘’1 e 1 W 5. des BorauWags für 1900/1901. «eSnSalt "fustizrat Hirschhorn-Gießen, I Der Entwurf des Voranschlags war den Mitgliedern Bi'iraermeister Hör st-Nieder-Bessingen, I des Kreistags vor der heutigen Sitzung m Druck zuge- Büraermeister Leun-Großen-Linden, I gangen. Dieser Entwurf wurde rubrik«nweise, mit der «^nde-Einnebmer Maid-Watzenborn, I Ausgabe beginnend, durch den Vorsitzenden vorgetraaen Gemeinde-Ei. ym . ' und den Mgeordneten Gelchehheit gegeben, sich zu denj einzelnen Rubriken zu äußern. Zu den Rubriken 27 und 28 erstattete der Großh. Kreisbau-Jnspektor Stahl das vollständiger Durchberatung des Voranschlags, zu welchem Bemerkungen nicht erhoben wurden, wurde derselbe mit einer Einnahme und Ausgabe von je 481497.01 Mk. genehmigt. 6. Antrag der Bürgermeister des Aushebungsbezirks Sich, den Gemeinden die an den Kreisstraßen stehenden Obstbäume, deren Nutzung noch den Gemeinden zusteht, in Eigentum der Gemeinden zu übertragen und denselben zu gestatten, abgängige Bäume durch neue zu ersetzen. Der Antrag stand nicht auf der Tagesordnung. Der Kreistag beschloß deshalb einstimmig die Besprechung desselben in heutiger Sitzung. , Der Großh. Kreisbau-Jnspektor Stahl referierte und teilte mit, daß der Kreisausschüß beschlossen habe, mit Rücksicht auf die Erläuterungen Seite 33 und 34 zum Voranschlag für 1899/1900 und die. Gesetzwidrigkeit dieses Antrages dem Kreistage Uebergang zur Tagesordnung zu empfehlen. z , r , Der Antrag wurde hierauf für erledigt angesehen. Da weitere Gegenstände nicht mehr zur Tagesordnung standen, auch Anträge wicht mehr porgebracht wurden, schloß der Vorsitzende nunmehr den heutigen Kreistag. Der Vorsitzende: v. Bechtold. Die Urkundspersonen: Horst, Bürgermeister. Maid, Gemeinde-Einnehmer. Der Protokollführer: Schiffnie. Ausfuhr von Dünger, Rauhfutter und Stroh aus Seucheställen des Sperrgebiets ist verboten Gießen, den 11. Mar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Die Provinzialfvhlenweioe bet Merlau. Der Weiüebetrieb auf der genannten Anstalt beginnt in diesem Jahre am 1. Juni. Die Fohlen müssen an diesem Tage zwischen 10 Uhr vormittags und 2 Uhr ncuch- mittags daselbst mit gezeichneter Halfter und Kette, sowie mit Gesundheitsschein der betr. Großh. Bürgermeisterei oder eines approbierten Tierarztes abgeliefert werden. Die Weidezeit dauert bis gegen Ende September, je nach den Witterungsverhältnissen dieses Monats. Die Fohlen erhalten neben dem Weidefutter auf ca. 34 Hektaren, zu welchem in diesem Jahre noch ca. 2 Hektar freies Gelände hinzugezogen ist, jeden Morgen vor Aus-? trieb 4 Pfund Heu, abends 3 Pfund Hafer, sodann Grünfutter von Kleegras event. Wickfutter auf die Raufen. Jeder Besitzer kann jedoch Haferzusatz in Natur oder durch Bezahlung geben lassen. Tas Weidegeld für die bezeichnete Zeit von 4 Monaten beträgt pro Fohlen 55 Mark, und muß die Hälfte beim Eintrieb, die andere Hälfte vor dem 1. August an den Rechner des Landw. Vereins für die Provinz Oberhessen, Herrn Stadtrechner Schreiner in Laubach, bezahlt werden. Die Besitzer der Fohlen können ihre Tiere wegen begründeter Verhältnisse zu jeder Zeit zurücknehmen und bezahlen dann nur für die entsprechende Weidezeit. Kranke und bösartige Tiere, sowie über eineinviertel Jahr alte Hengste, welche die anderen Tiere stören, werden ausgeschlossen. Die Aufsicht über die Anstalt führt eine von dem Provinzialverein ernannte Kommission, bestehend aus den Herren Oberverwalter Beilstein-Laubach, Gutsbesitzer Müller-Neuhof bei Lang-Göns und Mühlenbesitzer Zimmer sen.-Bingmühle bei Lauter, von welchen Herren auch sonstige Auskunft erteilt wird. Anmeldungen sind schriftlich gleichfalls an diese Herren oder an die Geschäftsstelle des Landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Alsfeld zu richten. Hardt-Hof, den 30. April 1900. Der Präsident des Landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. ____________i I. A.: Schlenke._______________ Gefunden: 1 Ohrring, 1 Cape, 1 Kinderhut, 1 Umhängetuch, 1 Gummischuh, 3 Päckchen Griffel und verschiedene Schlüssel. Gießen, den 12. Mai 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Politische Tagesschau. Der „Vorwärts" zeigt sich in seiner neuesten Nummer von seiner liebenswürdigsten Seite. Er schreibt: „Ein sozialpolitischer Fortschritt ist aus Hessen zu berichten. Vor einigen Monaten hatte die hessische Regierung anläßlich einer Neuorganisation der Ministerial- abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe verfügt, daß in Zukunft auch Vertreter des Arbeiter- standes zur Mitarbeit im Ministerium herangezogen werden sollten. Von unserer Seite wurde damals darauf hingewiesen, daß der Wert dieser Einrichtung davon abhänge, auf welchem Wege man die Arbeitervertreter auswähle. Diese Frage hat nunmehr eine Regelung gefunden, die dem hessischen Ministerium — angesichts der Rückständigkeit, piie sonst bei den deutschen Regierungen auf sozialpolitischem Gebiete vorherrscht (Man sieht ganz kann der „Vorwärts" das Räsonnieren nicht lassen! D. Red.) — zur Ehre gereicht. Man hat durch die Fabrikinspektoren mit den Gewerkschafts-Kartellen Fühlung genommen. Letztere haben eine Anzahl ihnen geeignet erscheinender Personen in Vorschlag gebracht, aus deren Mitte die Regierung nunmehr einige Arbeitervertreter ernannt hat. (Wir haben die für Gießen in Betracht kommenden Personen bereits ncunhaft gemacht. D. Red.) Den Betreffenden ist durch Reskript des Ministeriums des Innern vom 4. d. M. mitgeteilt worden, daß sie zu Beratungen von Fragen, welche die Verhältnisse der gewerblichen Arbeiter betreffen (Tit. VII. der Gewerbe-Ordnung) zugezogen werden sollen. Auch Vertreter der christlichen Arbeiterorganisationen sind zur Mitarbeit berufen worden, wogegen hn Interesse der Gleich?- berechtigung nichts einzuwenden ist. Dieselben können aus dem Zusammenarbeiten mit erfahrenen Gewerkschaftlern, die nebenbei auch überzeugte Sozialdemokraten sind, nur nützliches lernen. (Uns wäre das Umgekehrte entschieden lieber, und wir hoffen gerade, daß die christlichen Arbeiter einen bestimmenden günstigen Einfluß auf die sozialdemokratischen Mitarbeiter bei diesem geistigen Zusammenwirken ausüben werden. D. Red.) Das Gleiche gilt für die Herren von der Regierung, die die Sachkenntnis der gewerkschaftlichen Arbeitervertreter bald werden schätzen lernen. Manches vom grünen Tisch ans gefällte Urteil über Arbeiterverhältnisse dürfte korrigiert roerbejn tn der intimen Aussprache mit Leuten, die sich ihr Urteil auf Grund hundertfältiger Erfahrung am eigenen Leibe gebübet haben. Hoffentlich findet bas Vorgehen ber hessi- K-v? bald Nachahmung, wenigstens bei den süddeutschen Staaten Denn baß bas preußische Ministe- ^etbeiIaHen wirb, die „sozialdemokrati- schen Gewerkschaften zur Mitarbeit einzulaben, steht nicht zu erwarten. Vorderhanb ist man noch ber Meinung, U genüge, wenn man burch Polizei, Staatsanwaltschaft und Zuchthausvorlage in Fühlung mit den Arbeiterorganisationen bleibe." Aus Stadt und Sand. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalier, werden grnndsLtzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 12. Mai 1900. ♦* Ernennungen re. Am 5. Mai wurde der Assistenz- arzt bei der Landesirrenanstalt Dr. Karl Textor zum Der Golf von Neapel und der Vesuv. & HW Nachdem wir be* reits eine UebersichtS- karte über den Golf von Neapel und die an' liegenden Ortschaften veröffentlicht haben, fügen wir heute eine Ansicht des BesuveS von der Stadt Neapel aus, hinzu. Die Gebäude am Fuß des Berges bilden den Ort Torre del Greco, links von diesemliegen die Ruinen der 79 v. Ehr. verschütteten Stadt Herkulanum. Unsere nach Photo, graphie hergestellte Abbildung wird gegenwärtig das Jntereffe unserer Leser in hervorragendem Maße wachrufen. 4. Arzt bei dem Landeshospital Hofheim mit dem Amtstitel „Oberarzt", am 9. Mai der provisorische Schuldiener an der Realschule zu Gernsheim Johannes Günther zum Pedellen an dieser Schule ernannt, der Gerichtsassessor Dupont in Bingen mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts in Alzey beauftragt, am 5. Mai der Gerichtsschreibergehilfe August Leichner in Lich zum Registrator bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen mit Wirkung vorn Tage seines Dienstantritts an, die Finanzaccessisten Alfred Kröll aus Bingen, Karl Kuhn aus Darmstadt, Richard Schuupp aus Darmstadt zu Regierungsaffefforen ernannt. ** Dameu'Steuographenkränzche». Aus den verschiedenen im vorigen Jahre von dem Gabelsberger Stenographenverein abgehaltenen Spezialkursen für Damen hat sich am 3. April ein Damen-Stenographenkränzchen gebildet, und zwar als Zweigverein des Gabelsberger Stenographenvereins (eingetr. Verein). Am vergangenen Dienstag fand die erste Hauptversammlung des Kränzchens statt und wurde in derselben die Vorstandswahl sowie die Festlegung der Statuten vorgenommen. Aus dem letzteren ist zu entnehmen, daß der 1. Vorsitzende des G. St.-V. gleichzeitig auch als erster Vorsitzender des Kränzchens fungiert, während die übrigen Vorstandsämter von Damen verwaltet werden. Um nun die schöne Kunst Meister Gabelsbergers auch in hiesigen Damenkreisen weiter auszubreiten und neue Jüngerinnen heranzubilden, wird, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, bereits am 21. d. M. ein neuer Lehrkursus für Damen beginnen, worauf wir unsere verehrten Leserinnen nochmals besonders aufmerksam machen. ,** Kauf. Herr Heinrich Kniese, Restaurant zum „Reiseonkel" hier, kaufte in Bad-Nauheim den „Homburger Hof" um den Preis von 42 500 Mk. ** Zur Gutenberg-Feier, die am 24. Juni unter dem Protektorat unseres Großherzogs begangen werden wird, hat das Mainzer Komitee eine offizielle Fest-Postkarte in der lithographischen Kunstanstalt von Josef Scholz in Mainz herstellen lassen, deren Alleinvertrieb dem Kunstverlag L. Kl em ent in Frankfurt a. M. übertragen wurde. Im Klementschen Kunstverlage erschien, ebenfalls der Feier gewidmet, alsJubiläums-KünstlerauSgabe die Gutenberg- Porträt-Postkarte, eine 16farbigeAquarellkarte nachThor- waldsen, mit dem Facsimile-NamenSzug Gutenbergs. Als dritte im Bunde erscheint im L. Klementschen Alleinvertrieb eine Gutenberg-Gedenk-Postkarte in Kupferdruck. Diese drei Künstlerkarten bieten in ihrer Zusammenstellung ein sich ergänzendes Gesamtbild des Erfinders und seiner Kunst, und dienen in künstlerischer Hinsicht den höchsten Anforderungen des guten Geschmacks. Alle drei Karten sind durch sämtliche Kunst-, Buch- und Papierhandlungen leziehbar. Auch ist zur Erhöhung des Sammelwertes für den 24. Juni ein direkter Versandt ab Mainz eingerichtet; alle drei Karten tragen den Geburtstags-Poststempel. ** W. Falbs Wetterprognosen bedeuten für uns schon lange etwas recht Scherzhaftes. Es macht uns immer einen nicht geringen Spaß, wenn wir die Vor-An- tünbigungen dieses sich eines unbegrünbeten Rufes erfreuenden Wetterpropheten hinterdrein vor uns sehen. In einer allgemeinen Charakteristik des Monats „Mai" sagte >er sog. „Prof." Falb u. a.: „Mit Ausnahme der letzten Tage steht die Temperatur meist unter dem Mit- t e [, wiederholt sogar recht bedeutend. (Man weiß wie heiß es in den ersten Maitagen war!) Gewitter sind erst am Ende des Monats zu erwarten. Doch bürften, sie meist einen trockenen Charakter haben. (Vor etwa acht Tagen gabs im Bieberthal ein reckst regenreiches Gewitter.) Tages- Prognose : 1. bis 6. Mai. Die Temperatur sinkt bebeutenb unter die normale. (!) 7. bis 13. Mai. Die Temperatur ist normal. (!) Die Niederschläge verschwinden. (!) Es wirb trocken. (!) (Gerade bas Umgekehrte traf ein! Falb fährt bann fort:) 4. bis 20. Mai. Die Temperatur geht unter )ie normale zurück. Der 14. ist ein kritischer Termin 3. Ordnung. Etwa drei Tage nachher nehmen die Nieder- chläge etwas zu. Es wird ausgebreitet regnerisch. 21. bis 25. Mai. Es wird sehr kalt. Vereinzelt treten stärkere Regen ein. Im Hochgebirge ist starker Schneefall wahr- cheinlich. 26. bis 31. Mai. Die Temperatur fteigb bis zur normalen. Es treten zahlreiche, aber trockene Gewitter ein. jSer 28. ist ein durch eine Sonnenfinsternis verstärkter kritischer Termin 2. Ordnung". Nun, man wird allen diesen sonderbaren Weissagungen mit gewohnter Faftung .— ?n mehreren wissenschaftlichen Zeitschriften wird übrigens gegenwärtig die bedeutsame tfrage erörtert, ob sich von dem Verlauf einer Jahreszeit • Kben bS5 .ugchsten ein Schluß ziehen läßt.. Von verschiedener Seite wird die sogenannte Kompensationstheorie - -------------- in ber Wettervoraussage vertreten, berzufvlge auf jede Jahreszeit, während derer die Temperatur oder der Niederschlag höher oder niedriger als der Durchschnitt gewesen ist, eine Jahreszeit folgen sollen, in der das Zuviel obei Zuwenig ber vvrausgegangenen Zeit ausgeglichen wird. DaL daraus abzuleitende einfache Gesetz würde also besagen, daß auf einen zu kalten Winter ein Sommer folgen würde, der heißer ist, als ber Durchschnitt, daß ferner auf einen sehr schnee- und regenreichen Winter ein niederschlag- armer Sommer zu erwarten wäre und umgekehrt. Nach den neuesten Untersuchungen der ungemein thätigen und kenntnisreichen amerikanischen Meteorologen ist diese The- vrie jedoch nicht berechtigt. Es soll vielmehr eher als eine Ausnahme gelten dürfen, wenn auf einen sehr kalten Winter ein ausnahmsweise heißer Frühling ober Sommer folgt. Betreffs des Regens sind die Verhältnisse noch ungewisser, do«ch sind nach den bisherigen Erfahrungen auf besonders trockene oder nasse Jahreszeiten viel eher solche mit normalen Niederschlagsverhältnissen zu erwarten als solche, die den Gegensatz zur vorausgegangenen Jahreszeit darstellen. Der englische Meteorologe MacDowall hat in ber „Nature" auf Grund vielfacher Berechnungen ein anderes Gesetz aufgestellt, das größere Sicherheit geben soll. Er nimmt die Durchschnittstemperatur der 30 voraus- gehenden Jahre, um auf die Durchschnittstemperatur des folgenden Jahres einen Schluß zu ziehen. Danach ist z. B. immer ein milder Winter zu erwarten, wenn die 30 vorausgegangenen Winter im Durchschnitt zu kalt gewese» sind, und mit dem Sommer ist es ebenso? Nach diese» Berechnungen würde man im laufenden Jahre einen i* Temperatur und Niederschlägen normalen Somme» zu erwarten haben. Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 22. bis 28. April in Mainz 31, in Darmstadt 32, in Offenbach 17, in Worms 22 und in Gießen 9, zusammen 111, davon 30 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 19,8, Darmstadt 23,5, Offenbach 20,4, Worms 30 und auf Gießen 18,0 (ohne 2 Ortsfremde 14,7).— Die Todesursache anbelangend, verstarben an Masern und Röteln 4 (Darmstadt), an Keuchhusten 3 (2 in Darmstadt, 1 in Worms), an Diarrhöe und Brechdurchfall 7 (2 in Mainz, 1 in Offenbach, 4 in WormS), an Lungenschwindsucht 16 (je 3 in Mainz, Darmstadt und Offenbach, 5 in Worms, 2 in Gießen), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 16 (3 in Mainz, je 5 in Darmstadt und Offenbach, 1 in Worms, 2 in Gießen), an Gehirnapoplexie 3 (Darmstadt), an allen übrigen Krankheiten 54 (22 in Mainz, 14 in Darmstadt, 7 in Offenbach, 6 in Worms, 5 in Gießen): gewaltsamen Tod erlitten 8 Personen (je 1 in Mainz, Darmstadt und Offenbach, 5 in WormS). Butzbach, 10. Mai. Der GeschichtS- und Altertumsverein von Friedberg beabsichtigt im Anschluß an einen Vortrag des letzten Winters eine Besichtigung der römischen Anlagen in der Gegend von Butzbach vorzunehmen. ES handelt sich dabei besonders um die Rekonstruktion eines römischen Wartturmes auf dem Schrenzer, ferner um den Zug des Limes, der vom Schrenzer aus weithin sichtbar ist, und um die Lage der verschiedenen Butzbacher Kastelle. Außerdem sollen die 2 Erdanlagem im Gambacher Wald bei Butzbach besucht werden. Für diesen Ausflug ist der Mittwochnachmittag vor Himmelfahrt (23. Mai) in Aussicht genommen. Die Führung übernimmt LehramtS- affessor Helmke, zurzeit in Friedberg. § Ostheim, 11. Mai. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl siegte unser bisheriges Ortsoberhaupt, Herr Schneider, mit 68 Stimmen. — In dem benachbarten Nieder-Weisel ist die Maul- und Klauenseuche wieder erloschen und die Sperre aufgehoben. bm. Mainz, 11. Mai. Anläßlich der Anwesenheit der Torpedobootdivision in Mainz wird der Großher- zog kommenden Montag hier eintreffen und bis Dienstag hier verweilen. Hieraus schließt man, daß er an der einen oder andern der zu Ehren der ankommenden Flottengäste stattfindenden festlichen Veranstaltungen teilnehmen wird. Mit dem großen Raddampfer „Ludwig 4" werden der Bürgermeister, die Stadtverordneten, die Spitzen der Behörden u. s. w. sich am Montag rheinabwärts begeben, um der Torpedoflotte entgegen zu fahren. Bei der Begegnung der Schiffe findet Begrüßung durch Salutschüffe statt. — Von anderer Seite wird uns mttgeteilt, daß Se. König!. Hoheit der Großherzog beabsichtigt, sich schon SamStag nach Bingen zu begeben, um die Torpedoflottille nach Mainz zu begleiten. Bingen, 11. Mai. Aus Anlaß der Anwesenheit der bis 100 umgesetzt. Tabak. Landwirtschaftliches Pfg- 56 3486 Weimer. Pfg- Pfg. 22 Pfg Pfg. Pfg. 3408 Schmitt. Mulch, Pfandmeister. 3254 3189 empfehlen in grosser Auswahl ®tt8ori& Solin llchinnitmiuljuntien ?»u urrltiiiifcn . 26 . 52 24 48 72 24 26 48 48 52 . 44 . 44 . 44 Sportwagen Leiterwagen chike Neuheiten. Casseler Sehirmlabrik Seltersweg 9. Grnskrel-Dtrplllhtuns. Dienstag den 15. Mai lfd. Js«, vormitags IOV2 Uhr, soll die Grasuntzuug au der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim für das laufende Jahr an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft am rechten Lahnufer unterhalb der Wieseckmündung. Mainz, den 7. Mai 1900. Großh. Wafferbauamt Mainz. liebet den Geschäftsgang im Verlaufe der Woche ist zu berichten, daß eine Besserung nicht eingetreten ist. Wir sind thatsächlich erstaunt durch zwei größere Zeitungen gegenteilige Ansichten zu vernehmen; denn nicht nur, daß das Platzgeschäft sehr ruhig, fast gleich Null, war, so find die uns von Händlern zugegangenen Berichte ebenfalls nicht rosig, und man hört nur Klagen über schlechten, schleppenden Verkauf. Im Laufe der Woche wurden verkauft zirka 200 Zentner 1897er Wieslocher Tabak zu Mk. 45-47 versteuert. Im badischen Oberlande zirka 300 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) . 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod . Zwei Morgen grüner Roggen des obigen Versuchsfeldes sollen an den Meistbietenden vergeben werden. Die Aberntung hat bis zum 25. Mai d. Js. zu geschehen. Schriftliche Angebote werden bis zum 16. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle angenommen. Feldschütz 'Menzel erteilt an Ort und Stelle weitere Auskunft. Gießen, den 12. Mai 1900. Großh. Universitäts-Rentamt. etc. etc. Versteigerung. Wonlag den 14. Mai, nachmittags 2 Ahr, versteigere ich im Pfandlokal Seilersweg 11 gegen Barzahlung : 1 Pferd, 1 Oekonomiewagen, eine Partie Buchenbohlen, 1 Kafsaschrank, 1 Pianino, Sofas, Kommode und Kleiderschrünke, 1 Nähmaschine, 2 Regulateure und 1 Faß Ocker. Gießen, den 3. Mai 1900. eidenstoffe, Sammte von Elten & Keussen und Velvets M« KtL »user M>»ftu1»rtt«lvN. 8prox. Mexikaner 25.60, Oeeterr. Coupons 84, Anoerik. Coupons 4.18■/«, Privat-Diskont 4a/e e/o- l*/4-2% Uhr: Kreditaktien 226.10-223.50-00, Diskonto-Kom- mandit 186.30-185.90,00 Staatsbahn 186.00-00-00, Lombarden 26.10 bis 00-00. Herrenhemden «ach Mast o. Muster werden unter Garantie deS guten Paffens in kürzester Zeit geliefert. 1440 Reiche Auswahl in Ttoffen und Einsätzen. Bei der» hiesigen Brodverkäufern bestehm dieselben Preise wie bei den hiestgen Bäckern. Gießen, den 12. Mai 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Brodpreife vom 13. bis 27. Mai 1900. Der hiesigen Bäcker. . 69 . 66 Der hinter dem Arbeiter Haus Reyher, zuletzt in Gießen, in Nr. 86 des „Gießener Anzeiger" unterm 26. März 1900 erlassene Steckbrief ist erledigt. Sprottau, den 9. Mai 1900. Königliches Amtsgericht. 8485 Entlaufen im Krofdorfer Forst schwarzer Spitz. Abzugeben gegen Belohnung. Gießen, Kepplerstraße 1, pari. (Stephanstraße). 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod . . 28 Pfg 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot» . 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod . "" " --- l Kg. (2 Pfd.) Weißbrod . 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod . üeberxengrn Sie sich, dass meine Deutschland- Fahrräder u. Zubehörteile "die besten unijdabei allerbilligsten sind. ** Wiederverkünfer gesucht. 'S6 Haupt-Katalog gratis & franco. August Stukenbrok, Einbeck Erstes u. grösstes Special-Fahrrad- Versand-Haus Deutschlands. Lorpedoflotte wird unsere herrlich gelegene Burg Klopp nebst den Anlage» am nächsten Sonntag, abends um 9 Uhr festlich beleuchtet werden. t m _ «ronberg, 11. Mai. I. I. K. K. H. H. der Großherzog und die Großherzogin von Hessen trafen heute mittag zum Besuche I. M. der Kaiserin Friedrich und des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen auf Schloß FriedrichShof ein und nahmen am Lunch teil. Der Großherzog kehrte um 3 Uhr, die Großherzogin um 6 Uhr nach Darmstadt zurück. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Leinefelde fuhr die Lokomotive deS V-Zuges Berlin- Gießen-Frankfurt auf dem Bahnhofe beim Rangieren vor den Prellblock. Unter furchtbarem Knall platzte der Kessel, und die Maschine, die sich hoch aufbäumte, neigte sich dann zur Erde und blieb neben den Schienen liegen. Den beiden Beamten gelang es, vor dem Anprall ihr Leben zu retten. Die sehr verkehrsreiche Strecke war 2 Stunden lang gesperrt. — In Hanau wurden am Westbahnhofe dem 74Jahre alten Schlosser Heck von Dörnigheim beide Beine abgefahren Der Mann war mit Reparaturarbeiten unter einem Wagen beschäftigt, als plötzlich eine Rangiermaschine Liegen diesen Wagen stieß, sodaß ihm die Räder über die Beine gingen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, doch hat man wenig Hoffnung auf Erhaltung seines Lebens. Heck war bereits über dreißig Jahre im Eisenbahndienst beschäftigt. 3480] Ein 4jähriger Normänner Goldfuchs-Wallach flott zwei- und einspännig gefahren, etwas geritten, zu verkaufen. P^^^oMk. Nähere Auskunft erteilt die Expedition dieses Blattes. Submission. Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von Bett-, Leibmud Tischwäsche uvd Fraueu- «leideru pro 1900/01 auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die sür diese Lieferung gültigen allgemeinen Bedingungen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Ium !893) und die speziellen Bedingungen Ziegen an den Wochentagen, nachm. von 3—5 Uhr, auf dem Verwaltung,- dureau offen. Offerten find verfiegelt, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis 17. Mai 1900 vor Mittags 11 Uhr auf dem er- wähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis 26. Mai 1900. 2962 Gießen, am 20. April 1900. Großh. Berwaltungs. Direktion der psychiatrischen Klinik. Sommer. Täglich frisch adgrkochtk» Schinken, Feinste CemlatiMst, Sausul.ZHmlteiiUlllSkil Feber- und Slulumlst prima Wintermare empfiehlt zu billigsten Prellen 3434 G. Kreuder, Neustadt 17. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteustrabe 9. 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