190® Freitag den 13. April Gießener Anzeiger Hmeral-Unzeiger Amts- unb Zlnzeigeblott füt? den Ttveis Gietzen Bekanntmachung Politische Tagesschau. wird". „firW* Aezug-preis Dicrtcljolni. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch dir Abholrstellen vierteliührl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bci Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. sbursche esucht U- us Bauer, ienplatz \\. N cdaklion, Expedition und Druckerei: Schutstraßt Nr. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hichcn, Fernsprecher Nr. 51. 18 bis 20 Zahm lute S. Mr Ä* Co. . inlehrlmg flefudjt Stlltrtotg M. Gratisbeilagen: Gießener Familienblatter, Der hessische Landwirt, Ätatter für hessische Volkskunde. Lrschetut täglich rit Ausnahme des Montags. Herr geworden, er fließt zwischen Avenuen von roten Schornsteinen und Hochöfen dahin. Mannheim zählte vor 30 Jahren 25 000 Seelen, heute umfaßt es mit Ludwigshafen mehr als 150 000 Einwohner. Der Hafen von Ludwigshafen bietet den Anblick und die Lebhaftigkeit eines See- Hafens. Ueberall, in den Städten und in den Dörfern ist eine glückliche Energie die Mutter des Reichtums geworden. Unser verletzter Stolz kann sich nicht mehr dadurch rächen, daß er über die legendäre Armut Deutschlands spottet.« Der Verfasser bespricht sodann den Eindruck, den die Lutherstadt Worms und Speyer auf ihn gemacht haben, und fährt sehr bezeichnend fort: Sagen wir es ohne knabenhafte Zurückhaltung: Der Franzose, der die Pfalz durchwandert, ift auf seinen Ludwig XIV. wenig stolz. Man muß diese Gegend besuchen, um den Abscheu zu verstehen, den die Erinnerung an die „unsühnbaren Tage" vom 31. Mai biS 2. Juni 1689 in den Herzen der Deutschen hervorrust. Die Deutschen sprechen von den Soldaten Mslacs wie die Stadtbewohner Galliens oder Italiens von den Horden I Attilas. Archäologen, Bibliothekare, Kirchen- und Museums- J Hüter, alle antworteten, wenn man sie nach Altertümern = I ihrer Stadt fragt, gleichermaßen: alles wurde von den Franzosen' im Jahre 1689 zerstört! Dieses Datum bedeutet hier dasselbe, wie für unsere Provinzen das Jahr 1793, wo die revolutionäre Wut am grausamsten entfesselt war. Noch scheint es auf den Ruinen der beiden Heidelberger Schlösier, Meisterwerken der deutschen Renaissance, zu flammen und den Zorn der eingeäscherten Stadt zu wecken, wenn das Feuer der untergehenden Sonne durch die klaffenden Fensterhöhlen auf den roten Sandstein der Mauern trifft. Ein Jahrhundert später erschienen die Truppen Custines fast als Waisenknaben im Vergleich mit den Mordbrennern Mölacs, und dabei führten diese Sansculotten nur ihre Nolle durch, wenn sie die Kirchen entweihten, aber die Soldaten des „allerchristlichsten Königs"? Diese verbrannten die heiligen Jungfrauen, brachen die Gräber auf und verstreuten die kaiserliche Asche m die Winde. LouvoiS und die, welche seine Befehle ausführten, tragen vor der Geschichte eine schwere Verantwortung, sie haben Haß gesät, wir haben die Früchte geerntet!" — Das sind Worte, die den französischen Geschichtsschreibern vernehmlich in die Ohren klingen sollten. Am Schluß semeS Artikels kündigt Vogüe an, daß er nach Elsaß-Lothrmgen gehen und vielleicht berichten werde, was man in den Städten sieht, „wo der wißbegierige Reisende ein trauernder Pilger loakidien Bürgermeisterei Steinbach b. Gießen anzubringen. Friedberg, 7. April 1900. Der Großherzogliche Bereinigungskomnnssär: S ü f f e r t, Regierungsrat. betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach bei Gießen. Zn der Zeit vom Donnerstag, dem 19. April bis Mittwoch, den 2. Mai l. Js. einschließlich liegt bezüglich der t Qrolbuttot tot U. Eindrücke aus Deutschland ist ein Artikel des fr an- j zösischen Akademikers E. M. de Vogüö im „Gau- lois" betitelt. Der Verfasser hat einige Tage am Rhein zugebracht, und erzählt darüber folgendes : „Man unterrichtet sich über ein Land am besten, wenn man die Aus- lagen seiner Buchhändlerläden betrachtet. In Rom und Petersburg fühlt sich der Franzose vor einem Buchhändlerladen nur halb aus der Heimat entfernt, ganz anders in Deutschland! In WormS, in Mannheim, m Heidelberg ist unsere litterarische Produktion nur durch einige Uebersetzungen von Zola und Ohnet vertreten. Der deutsche Geist genügt sich selbst. Seine geistige Nahrung läßt auf ein ganz anderes Vertieftsein, und auf einen ganz andern Geschmack als bei uns schließen. Die ganze Aus- läge ist von wiffenschaftlichen Werken eingenommen, von philosophisch-geschichtlichen, kurzum, die Nachfrage m Deutschland geht auf seriöse, Nachdenken erfordernde Schriften. Daneben liegen Plaidoyers für die Vergrößerung der Flotte, Monoqraphieen von neuen Ländern in Afrika und Asien, Karten, billige Atlanten, die trotzdem bewunderungswürdig ausqeführt, und den unsrigen etwa derart überlegen sind, wie eine Kriegswaffe der Holzflinte eines Knaben. Eine i kolossale und geordnete Entwicklung industriellen Reichtums ist der Eindruck, der alle andern überwiegt. Der Rhein -Hat IWnWL. den iL 11 Ml-.: Karfreitagsgedanken. W. Gießen, 12. April 1900. Berliner Brief. (Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck derboten.) Ms Krufter * ft’" SK ®ebt «scheel, M >'- «Witt in ? Dagegen nun erhob der Synodal Wahl aus Langen seine I ist nicht mehr der Fluß, der unter seinen alten romantisch Stimme und meinte, eine Katzenausstellung passe nicht I Burgen träumerisch dahmfloß, er ist Kaufmann und Favru zum Karfreitag. „Wir Evangelische", so sagte er, „wollen - -------■*— - 'h’s{*4" """ rnfpn <^*nrns uns nicht unseren Karfreitag antasten lassen, der Tag soll ein Gemeingut unseres Volkes sein." ! > Das sagen auch wir: Der Karfreitag ist für uns etwas [ Unantastbares. Er ist unfraglich im Zusammenhang nut I Ostern die älteste Festverordnung der katholischen Kirche. I Im Laufe der Jahrhunderte können sich , ja Meinungen I verändern, man kann eine Distinktion zwischen ^.rauertag I und Freudentag einführen. Aber der Begriff Feiertag um- I schließt dock) wohl beides, die heilige Freude und den tiefen " I Ernst, und wenn man zugiebt, daß der Karfreitag em I heiliger Tag sei, so wird man auch wünschen, daß er ge- I heiligt werde, d. h. daß an ihm das Profane und Profa- ‘ I nierende fern bleibe. Aber eine Katzenausstellung ist schttetz- I lich wohl kaum etwas Profanierendes, umsoweniger, als 5 1 ihre Eröffnung erst nach dem Gottesdienst stattfinden soll. In der Landessynode wurden aus den Katzen Löwen gemacht, man schoß mit Kanonen auf sie. . Dem preußischen Landtage ging vor ewiger Zeit eme Regierungsvorlage zu, die die Innehaltung jener äilßeren Ruhe an Karfreitagen verlangte, wie sie an jedem Sonntage Gesetz ist. Tas dünkt uns das Richtige und dem evangelischen Religionsbedürfnis Genügende. Lin M : ,ir, 87 Erstes Blatt ir N E». Mdcken - DR -^5*6 nicht teurer ist als die andere, kann man Mit diesem Farbenwechsel zufrieden sein. Etwas böser stellt sich der Tausch beim Briefporto, das von drei auf fünf Pfennig gegangen ist und bei den Tausenden von Stadtbriefen in Berlin ein ganz nettes Sümmchen ergiebt! Jedenfalls! wird der Berliner Paketpost in ihrer billigen und zuverlässigen Briefbestellung, der wir schließlich ja auch die; heutigen billigeren Sätze der Reichspost verdanken, bei allen Berlinern ein gutes Andenken bewahrt bleiben. Für die scheidende rückt nun bald ein neuer in Berlins Mauern ein, vorausgesetzt, daß er nicht das berühmte! Kirschner'sche Pech hat, auf seine Bestätigung warten zu müssen. Tie „Wartburg", die sich plötzlich in Berlin befand, würde dann sogar noch weiter nach dem Osten, bis nach Königsberg verlegt werden, woher sich die Berliner Stadtväter diesmal ihr Oberhaupt Nr. 2 holen wollen^ Vielleicht hat Herr Brinkmawn, dem trotz des heitzen Wahlkampfes, der um seine Persönlichkeit entbrannt war, ein guter Ruf vorausgeht, mehr Glück als der arme, vielbespöttelte Kirschner — und der Kaiser schenkt ihm und der Stadt Berlin die Bestätigung als Osterei. Wie eine Art Osterei mutete mich auch die Broche an, die ich gestern bei einer alten Dame zu sehen bekam. Es war ein kleines Prachtstück und zeigte in der Mitte ine Zahl 32. Der Hauswirt hatte sie ihr und in ähnlicher Weise anderen seiner bisherigen Mieterinnen geschenkt, die 2o, 28, 34 Jahre bei ihm gewohnt hatten. Außerdem hatte er alle seine Mieter zu einem solennen Abschiedsfest ein- geladen. Das Haus wird nämlich niedergerissen und zur „Deutschen Bank" geschlagen. . riebeB Ist das nicht eine Perle von emem.Hauswirt, lievev Leser? Und einen solchen wünsche ich Dirauch,f nicht gar selber einer bist, mit meinen besten ©lußin^um Osterfeste! MA ^rbtlh geworden ist, überall gekauft wird? Zehn Mark, zwanzig, Mark . eine Lappalie! Unsere Goldschmiede haben Osterfteuden, die mehr als einen blauen Schein kosten, auf Laaer: und wenn's so weiter geht, werden unsere Grandseigneurs und solche, die es sein mochten, bald wio in England schon heute, statt der blauen die braunen Zettelchen anlegen müssen; denn so em englisches Osterei für eine verwöhnte Lady soll mit fünftausend'Mark ohne Sträubens bezahlt werden! Das teuerste Produkt des größenwahnsinnig gewordenen Osterhasen, der übrigens von Kennern als listiger Oster f u ck s bezeichnet wird hat im vorigen Jahre der Papst erhalten Ev besteht auv Elfenbein, ist als Etui eingerichtet und enthalt einen großen, funkelnden Rubin, der von emem Kranze von Diamanten eingefaßt ist. Da es die Kleinigkeit von 40 000 Mark gekostet hat, so kann man's dem Papst auf feinen Fall verdenken, wenn er etwa gedacht haben sollte: „^zch wollt', ich wär der Schweppermann!" Zweifellos hebt diese Steigerung der „Osterfteuden" eine ganze Reche von Geschäftszweigen, und es soll den Blumenhändlern wie all den anderen Beteiligten von Herzen gegönnt werden, emen goldenen Tag mehr int Jahre zu haben mit dessen Ertrag sie die vielleicht noch rückständige April-Miete zu begleichen imstande sind; aber es ist doch schade um die schone An-i spruchslosigkeit entschwundener Ostertage; die Begehrlichkeit der Jugend von heute wird immer unangenehmer, und man fragt sich zu manchen Zeiten schaudernd: Was wird die nächste Generation alles verlangen? — Mit dem Beginn des April hat sich auch eine Einrichtung auf Nimmerwiedersehn empfohlen, die den Berlinern sehr ans Herz gewachsen war, nämlich die Privat- Post. Die roten Briefkästen der Berliner Packetfahrt- Aktten-Gesellschaft sind verschwunden, Meister Stephans Nachfolger hat die blauen um ein beträchtliches vermehren, lassen, und die rosa Paket-Postkarte ist von der blauen Reichspost-Stadtkarte endgiltig abgelöst worden. Da sie Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslaiidcs nrhmcn Anzügen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. i Derliuer Osterfteuden. — Eine, die war und einer der kommen wird. — Hauswirtperleu. Der Berliner Familienvater, sofern er mitzählen will, bei omni t jetzt in der Vorosterzeit fast dasselbe Gruseln, wie früher nur, wenn per liebe Weihnachtsmann bei ihm an- llopfte und das nötige Kleingeld für die Spenden unterm mtinenbaum verlangte. Man kann in diesem Spree-Babal nicht anders: es muß alles Geld kosten, tüchtig Geld, wenn s etwas sein soll! Und so haben die Konditoren und Luxus- ivaren-Händler, die bescheidenen Juweliere nicht zu ver- aejisen, so lange am Osterhasen herumgefüttert, und ex- perimentiert, bis er die fabelhaftesten Ostereier an^ Tageslicht gefördert hat, Ostereier, zum Teil von einer Große^ daß selbst der Vogel Straub feinen Schnabel verwundert au-fsverren würde, wenn er diese Leistungen emer ihn elend vernichtenden Konkurrenz.zu sehen bettirne! Da prangen iie in den lockenden Schaufenstern der O-riedrickPratze hier Cbokolade und Marzipan, rntt ,enen köstlichen Füllungen, denen die Unzahl der Berliner ^urzelgraber eu vhernistisch Zahnärzte geheißen — die Möglichkeit ihrer Existenz verdankt! Tort erfreuen sie Dem Auge, aus ^neeweißern Porzellan geformt, von rosigen Amoretten rboec niedlichen Vögelchen umflattert und angefulll.nutben dürftigsten und liebsten Andern Floras Aber.sie. wmken Diir auch aus den Fenstern der Delikatessen-Geschafte> dort find sie aus Bast geflochten und weisen emen halt auf, brr an und für sich eine naturgeschichttiche Tollheit ist, aboer allen Schlemmern und Schleckern das Waf er Mi Munde zusammenlaufen läßt. Und es ist merkwürdig, wie vi'.el von diesem unsinnig übertriebenen -urus, der a » dem harmlosen, buntgefärbten Hühnereiern unserer ^ug n Lag trschrinendrr. Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen fpänstens abend- vorher. Bekanntmachung. In Obbornhofen ist die Maul- und Klauenseuche «loschen und die Aufhebung aller Sperrmaßregeln verfügt . norden. ___ Gießen, den 12. April 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. ^stt-tt um,tim. — LstM Moch7 den 27 Mai l. Js. einschließlich liegt bezuglrck) oer obengenannten Gemarkung das Verzeichnis derfemgen lpstlMMHi tzruindstücke, welche infolge der Feldbereinigung an Stelle »MM'A | der verpfändeten Grundstücke getreten sind, auf dem Bureau 5^7777737 der Großherzoglichen Bürgermeisterei Steinbach bei Gießen MM W ,lir Einsichtnahme der Beteiligten offen. Einwendungen sind binnen der angegebenen Ofsen- ngsftist schriftlüh oder zu Protokoll bei der Großher- Kaiserhki.f Die Gießener ifl ßSS ,.»ikie«vlLtt-r der ■ Ildm dem Anzeiger KbUtfl i Wechsel mit „Hess. \ ' kadwirt" u. „Blätter e:8ub Set^ ? ir Hess. Volkskunde" SXi ' lM.4mal beige.egt. dt,, Der Karfreitag hat sich im evangelischen Bewußtsein ------- ih',; vis das Hochfest unserer Kirche herausgebildet; er hat sich kW' gewissermaßen im evangelischen Bewußtsein erhoben über I »atMstlü alle anderen Feiertage des ^ahres, anschließend an' reuen —#—7-77** Npo-stel, dem unter allen Symbolen des Ehristentums keins fh so hoch stand als das Kreuz, und der in die Kormther^ '6cnieinbe hineintrat mit dem Vorsatz, darin nichts zu .-> l.i on in-- ' Ehristuin den Gekreuzigten. Aus dieseni Grunde iik der'Karfteitag dem evangelischen Volke heilig und teuer 'gLden^und wie es der Begriff einesevangelisch^ Lölkes, eines christlichen Volkslebens mit sich brmgt, neftf fidi diese Heilighaltung nicht nur auf das, was m dm vier Wänden der Kirch? vorgeht, sondern der evan- --- aeliiche Christ möchte an diesem Tage auch m semem Hause unb seiner Stadt ungestört sein in der Stille, Sammlung Md Andacht, die ihn vor dem'Kruzifixus durchdringft - - 11 Unsere Leser werden sich erinnern, daß in der Sitzung der 6. ordentlichen evangelischen Landessynode,lrnr ftttbt eine Karfreitags-Debatte entstand aus zweifellos un- j,uldigem und harmlosem Anlaß. Man wollte in,^arm- smdt eine Katzenausstellung am Karftettag veranftalten. Die schlechten Nachrichten aus Südafrika haben schnell die Stimmung in England gründlich geändert. Der lieber- mnt und der gehässige Hohn, mit dem die Rhodes-Presse bis dahin in täglich zunehmender Steigerung über die Buren, deren Präsidenten und europäische Freunde Herzog, ist wie weggeblasen, und mit Staunen und Verwunderung lesen wir jetzt, daß das englische Volk und die englische Presse eigentlich immer für eine Versöhnung gewesen sei. Bezeichnend ist, daß der bei aller Zurückhaltung und Objektivität doch immer entschieden kriegsfreundliche „Sunday Special" jetzt von diesem unglücklichen Kriege spricht und sich gleichzeitig, als einzige unter den konservativen Zeitungen Englands, gegen die widerwärtige und bombastische Manier wendet, mit der die Rhodes-Presse Stimmung für den Todesmut, die unvergleichliche Tapferkeit rc. rc. der englischen Soldaten eintritt, die doch nur einfach thun, was ihre Pflicht ist. Es heißt im „Special" nach einigen Bemerkungen über die anscheinende Achtlosigkeit der englischen Offiziere, die sich so prompt in der Falle fangen ließen: „Wie gewöhnlich schwelgen die Kriegskorrespondenten in hysterischen Ergüssen über die Tapferkeit unserer Offiziere und Mannschaften, als sie sich plötzlich den Mündungen der Burengewehre gegenübersahen. Mr. Bennet Burleigh erzählt uns, daß „die Kanoniere sich mit Ruhm be- bedeckten", und der Mann der „Times", um nicht zurückzustehen, will alle Welt wiffen lassen, daß der Mut der Truppm „übermenschlich" war. Wir zweifeln nicht, daß unsere Soldaten sich, was sie fast immer thun, mutig und stetig benahmen; und wir denken, es wäre besser für uns, wenn unser Heer etwas weniger Mut von der übermenschlichen Sorte und dafür etwas mehr gesunden Menschenverstand an den Tag legte." lieber die sattsam bekannte ungenügende militärwissenschaftliche Ausbildung des englischen Durchschnittsoffiziers macht da« Blatt folgende Bemerkungen: „Die Wahrheit ist, daß unsere Truppen meist von Amateuren geführt werben. Unsere Oifiziere sind sehr tapfere Gentlemen, aber sie verstehen erschrecklich wenig von ihrem Handwerk, und zeigen sich unglaublich langsam, etwas zu lernen, selbst jetzt, in der harten und guten Schule des Krieges. Offenbar kann nichts unsere Offiziere lehren, daß Vorsicht und gesunder Menschenverstand für die sachgemäße Führung kriegerischer Operationen notwendig sind; wir find auch thatsächltch nicht sehr hoffnungsvoll, daß sie diese Lektionen bald begreifen werden. Wie leben in einer schlimmen Zeit, und hätten, wenn das nicht der Fall wäre, längst von Kiiegsgerichten und Kassieren gehört. Der Mann, der für den Verlust des Konvoi bet Tan Thabanchu verantwortlich war, gehört vor ein Kriegsgericht, der Mann, der verantwortlich für den Verlust der fünf Kompagnien bet Reddersburg ist, gehört ebenso vor ein Kriegsgericht, und aenau so Dutzend andere, durch deren Fehler und Unacht' samkeit die geben vieler ihrer Leute verloren wurden, und Unglück und Erniedrigung über die britischen Waffen gebracht wurde. Aber an so etwas denken die Kreise, die dafür verantwortlich sind, nicht, und wer die Notwendigkeit von Kriegsgerichten vorzuschlagen wagt, wird ein Wutgeheul aller der albernen Massen Hervorrufen, die der Ueberzeugung find, daß der Soldat, der im Felde fein Leben riskiert, schon dadurch allein gegen jede Strafe, die er durch seine grobe Nachlässigkeit anrichtet, geschützt ist. Solange derartige Ueberzeugungen maßgebend sind, haben wir keine Aussicht, daß die demütigenden Niederlagen der letzten Woche nicht wieder öortommen werden." Die Niederlage bei Reddersberg wird im „Globe" folgendermaßen dargestellt: „Am Dienstag waren zwei Kompagnien der North- umberland Mounted Infanterie mit drei Kompagnien der Royal Irish Rifles dabei beschäftigt, Waffen von den Rebellen, die ihre Unterwerfung unter das englische Gesetz angekündigt hatten, einzusammeln, als sie plötzlich von einem starken Burenkommando beschossen wurden. Der Feind, der im Besitz von drei Geschützen war, pkkupierte eine starke Stellung auf einer langen Linie von Kopjes bei Mesters-Hoek, vier englische Meilen östlich von Reddersburg. Unsere Truppen, die sich im ganzen aus 500 Mann beliefen, standen einem sechsfach überlegenen Feinde gegenüber, aber sie suchten in einer- Donga (ausgetrocknetes Flußbett) Deckung, und gewannen später eine Position auf einem niedrigen Kopse. Von hier aus leisteten sie hartnäckigen Widerstand. Obwohl sie den ganzen Tag einem vernichtenden Feuer ausgesetzt waren, hielten sie doch voll Tapferkeit ihre Stellung. Viele unserer Leute fielen, aber die Lücken wurden sofort von ihren Kameraden wieder ausgefüllt, und der ungleiche Kampf wurde bis zum Anbruch der Nacht fortgesetzt. Ungebrochenen Mutes und in der festen Hoffnung, auf Hilfe! erwiderte idie-tapfere Schar um! nächsten Morgen- das heftige Gewehrfeuer der Buren. Unter einem furcht-, baren Artillerie- und Gewehrfeuer fochten unsere Truppen mit dem Mut der Verzweiflung weiter, aber ihr heroischer Widerstand war so stark wie immer. Als die Bureff sich schließlich vergewissert hatten, daß keine britische Hilfskolonne in Sicht sei, entschlossen sie sich, unsere Stellung auf dem Kopje zu stürmen. Damit wurde die Situation kritisch, denn unsere Leute waren 25 Stunden lang ohne Nahrung und Wasser gewesen; ihre Munition war erschöpft, dazu hatten in der Zeit schwere tropische Stürme gewütet. Der Ansturm wurde indessen tapfer abgeschlagen, aber schließlich siegte die Uebermacht und, um nutzlose vollständige Vernichtung zu vermeiden, streckte der Rest der tapferen Truppen die Waffen. Von gefangenen Buren wird versichert, daß unsere Verluste schwer waren, aber daß auch die der Buren sehr groß, waren. Kurz nach der Uebergabe zog ein Teil der Buren nach Reddersburg. General Gatacres Kolonne, die schleu- von Springfontein abgesandt worden war, um den sckffver bedrängten Truppen zu helfen, kam auf dem Schauplatze des Kampfes erst um 4 Uhr am Mittwoch nachmittag an. Seine Patrouillen fingen zwei Buren, die in Reddersburg gewesen waren. Gatacres Streit- macht bestand nur aus einigen 900 Mann mit einer lPrigadedrvision Artillerie; bte Buren dagegen, die inzwischen starke Verstärkungen erhalten hatten, zählten nicht weniger als 5000 Mann. Angesichts der enormen Uebermacht hielt es General Gatacre nicht für ratsam, einen Angriff zu machen, und ging infolgedessen auf Bethany zurück. Colonel Sitwell mit zwei Kompagnien Mounted-Jnfanterie und einer Batterie Artillerie war am Mittwochmorgen um 6 Uhr von Bethany ausgerüctt und hörte in der Richtung auf Reddersburg schießen; er kam aber zu spät an, um Hilfe leisten zu können." Der „Globe" schließt diesen an Ausschmückiingen und Uebertreibungen so reichen Bericht mit der tröstlichen Versicherung, daß die 5000 Buren, sich bei Reddersburg zerstreut haben und in kleinen Abteilungen nach Osten zurückgegangen sind. Lokales und Vrovmsieües. («rrorryme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 12. April 1900. *♦ GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 51 J-hrm, am 13. April 1848, würben im Suubewttt, her Jnfel Alfen gegenüber bte festen Düppeler Schanzen von bayrischen unb sächsischen Truppen erstürmt, unb die Dänen jurflefgeworfen. Bei biesem Unternehmen erkämpfte stch vor allem ber bayerische Oberstleutnant von ber Tann, durch ritterliche Tapferkeit hervorragend, ßorbeern. — Dor 35 Jahren, am 14. April 1865, würbe ber P äfident Norbamerikas, Avraham Lincoln, ein redlicher, wohlwollender Mann, in der Theaterloge, wo er im Kretfe feiner Familie dem Schauspiele zufah, von dem Schauspieler Wilke? Booth durch einen Pistolenschuß getötet. Mit theatralischem AuSruf: „Sie semper tyrannis!“ verschwand der Mörder von ber Bühne; er würbe jeboch eingefangen unb büßte fein Verbrechen mit bem Tode. ** Personalveränderungen im Bezirke der Ober-Po st direktion Dar m st ad t. Versetzt sind: der Postdirektor Blaß von Recklinghausen nach Darmstadt; der Ober-Postdirektionssekretär Leser von Darmstadt nach Mannheim als kom. Telegraphenamtskassierer; der Ober-Poftdirektionssekretär Brümmlees von Frankfurt (Oder) nach Bingen (Rhein) als kom. Postkassierer; der Ober-Postt>irektionssekretär Völker von Köln (Rhein) nach Darmstadt; der Telegraphensekretär Schneider von Straßburg (Elsaß) nach Darmstadt als kom. Ober-Tele- graphensekretär; der Ober-Postsekretär S e e l g e n von Darmstadt nach Lauterbach (Hessen) als kom. Postmeister; der Postmeister Rettig von Lauterbach (Hessen) nach Köln (Rhein) und der Postsekretär Krenzien von Kassel nach Darmstadt als kom. Ober-Postkassenbuchhalter; der Postsekretär Röder von Frankfurt (Main) nach Darmstadt als kom. Ober-Postsekretär; die Postverwalter Röhmer von Griesheim (Kr. Darmstadt) nach Gustavsburg und Dahmer von Romrod nach Griesheim (Kr. Darmstadt); die Ober-Postassistenten Habicht von Lauterbach (Hessen) nach Michelstadt, Heinrichs von Offenbach (Main) nach Mainz, Schott von Mainz nach Kreuznach und Krämer von Offenbach (Main) nach Darmstadt, dieser unter Ernennung zum Ober-Telegraphenassistenten; die Ober- Telegraphenassistenten Elsholz von Bingen (Rhein) nach Bensheim und Herm. Müller von Mainz nach Wiesbaden;- die Postassistenten Lorenz Müller von Oppenheim nach Romrod unter Ernennung zum Postverwalter, Ditter von Oppenheim nach Erbach (Odenwald), Langsdorf von Mülhausen (Elsaß) nach Alzey, Oberndorf von Remilly nach Mainz und der Telegraphenassistent Ludwig Becker von Kreuznach nach Mainz. U e b e r t r a g e n sind: eine Stelle für Ober-Postdirektionssekretäre: dem Postsekretär Klingel- Höffer in Darmstadt; Stellen für Ober-Postsekretäre: oen Postsekretären Schmidtgen in Mainz und Schonebohm in Offenbach (Main). Ernannt ist: zum Ober-Postassistenten der Kanzlist Goernert in Darmstadt. An gestellt sind: als Postsekretär: die Postpraktikanten Biondino in Bensl- heim, Falkenstein und Wiegand in Darmstadt; als Postassistent: die Postassistenten Hoffmann in Offenbach (Main), Horn in Mainz, Maas in Oppenheim, Pfaff in Bad-Nau- heim, Schreiber in Mainz und Stürmer in Bingen (Rhein); als Telegraphenassistent: die Postassistenten Heinr. Becker I. in Mainz, Heinr. Becker II. und Lutz in Darmstadt. Angenommen sind: als Postanwärter: Hoboist Elzer und der Fußgendarm Reining in Mainz, der berittene Gendarm Kömpf und der Sanitätssergeant Völzing in Offenbachs (Main), der Wachtmeister Krell in Darmstadt, der Zahlmeisteraspirant Mark in Bingen (Rhein) und der Vizewachtmeister May in Alsfeld; als Telegraphenanwärter: der Vizefeldwebel Büchler in Mainz und der Hoboist Wundenberg in Darmstadt. In den Ruhestand versetzt sind: der Ober-Postkassenbuchhalter L o s k a n t unter Verleihung des Charakters als Rechnungsrat und der Postsekretär Kümmich in Gießen. Ausgeschieden sind: die Postagenten Helf in Gustavsburg und Simshäuser in Horchheim (Rheinhessen). Bad-Nauheim, 11. April. In der letzten Gemeinderatssitzung wurden zum städt. Kontrolleur für die Zeit vom 1. April 1900 bis dahin 1901 Gemeinderat Dr. Stoll gewählt. Ueber den Punkt „Kosten der Polizei" entspann sich eine längere Debatte, in der schließlich der Antrag angenommen wurde, bei der Regierung den Antrag auf llebernahme der Hälfte der Kosten für die Polizei zu stellen, selbstverständlich insoweit, als die Gemeinde nach der L.-G.-O. nicht verpflichtet ist, dieselben zu tragen. Sodann soll nochmals durch Gr. Kreisamt bei dem Ministerium angefragt werden, wie weit der Antrag der Gemeinde, sich mit einem jährlichen festen Zuschuß von Mk. 7000 an den Kosten der Polizei zu beteiligen, gediehen sei. Q Büdingen, 11. April. In diesem Jahre wird in unserer Stadt ein Verbindungsweg zwischen Bahnhofs« und Gymnasiumstraße gebaut. — Der wegen Maul- und Klauenseuche verschobene Petrimarkt (Biehmarkt mit Prämiirung) soll am 24. April abgehalten werden. Am 25. d. M. findet die Verlosung statt. x Vom Lande, 11. April. Die gegenwärtigen niedrigen Getreidepreise geben vielen Anlaß zu Klagen. Der Doppelcentner Weizen kostet 15 bis 16 Mk., es ist dies ein so geringer Preis, wie man ihn kaum jemals erlebt hat. Korn, Gerste und Hafer werden ebenfalls mit durchschnittlich 15 Mk. bezahlt. Uns sind Landwirte bekannt, die es unter solchen Verhältnissen vorziehen, ihre oft noch beträchtlichen Getreidevorräte zu verfüttern, anstatt sie zu solchen Spottpreisen zu verkaufen. — Leider ist aber das Vieh eben auch sehr schlecht am Preise. Die fetten Schweine find noch billiger als im Vorwinter; ebenso herrscht nach Rindvieh nur wenig Nachfrage. Auffallend ist, daß die Ferkel auf den Märkten verhältnismäßig teuer bezahlt werden müffen. = Mainz, 11. April. Der (von uns bereits kurz erwähnte) Antrag der sozialdemokratischen LandtagS- abgeordneten Haas und Dr. David auf Erbauung eines neuen Justizgebäudes in Mainz, ist, wie wir hören, J Einverständnis mit der Regierung gestellt words — Der hiesige Flottenverein hat an maßgebende. Stelle erwirkt, daß bei der Entsendung einer Torpedo boots-Division an den Rhein diese Schiffe stromars wärts bis Mainz kommen. Man hat an maßgebende! Stelle bereitwillig die Zusage hierzu gegeben, jedoch W dem Hinweis, daß der Wunsch nur dann erfüllbar, wert'! zur betreffenden Zeit der Wasserstand des Rheines e»t außergewöhnliche Höhe habe.________________________ Krrmisttftes. * Berlin, 11. April. Von einem Unglück ist Familie des in Schöneberg wohnenden Vizeadmirals g. $ Livo nius betroffen worden. Eine 29jähri ge Sodjter des Admirals befand sich in Friedenau bei Dr. Neupm in Pension. Sie hatte ihre Eltern besucht, und sich gegen 10 Uhr auf den Heimweg gemacht, auf den ihr der Vater zm ! Schutze seinen Jagdhund mitgegeben hatte, der, als dir Dame dann einen nach Friedenau fahrenden Wagen btr elektrischen Bahn benutzte, hinter diesem mitlief. Kurz w Friedenau aber blieb der Hund plötzlich zurück und kam der auf dem Hinterplatz stehenden Dame aus dem Auge. Sie stieg deshalb ab, um den Hund zu erwarten. Er kam dm auch gleich wieder heran, und nun wollte Fräulein Livoniiu, um nach der anderen Seite der Straße zu gelangen, die Gleise der unmittelbar neben dem Bürgersteig hinlaufendrn elektrischen Bahn überschreiten, als in demselben Augenblick hinter ihr ein Motorwagen in voller Fahrt herangesmch kam, sie zu Boden riß, sie überfuhr und ihr mit den Radern über den Kopf ging. Sie wurde, entsetzlich zuge- , richtet, von hinzueilenden Fahrgästen und Passanten aufgehoben, und dann schleunigst nach dem Elisabeth-Krank»' Hause geschafft, wo sie jedoch schon eine Stunde nach btt Einlieferung an den erlittenen schweren Verletzungen verstarb. Die Leiche ist von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. • Dreitausend Mark Belohnung in der Cid)« walder Mordfache. Die Nachforschungen nach dm Mördern der Schiffersfrau GraSnick sind bisher erfolglos geblieben. Nun hat der RegiernugSpräsident von Potsdam die auf die Ermittelung des Mörders ausgesetzte Belohnung auf 3000 Mk. erhöht. Aus verschiedenen Otten des Kreise« Teltow sind Gendarmen zusammengezogen worden, die dm Ermittelungsdienst in bürgerlicher Kleidung versehen. Auch die Berliner Kriminalpolizei ist mit der Angelegenheit noch fortwährend beschäftigt. * Der verbotene Tabak. Eine heitere Szene spielte sich kürzlich während der sonst so ernsten Verhandlungen des spanischen Parlaments ab. Der Abgeordnete Exminister Romero Robledo, Verfechter des freien Tabakbaues, ließ im Sitzungssaale an Minister und Abgeordnete Zigarren verteilen, um handgreiflich darzulegen, daß in Spanien ein vorzügliches Kraut gebaut werden könne. Die zahlreichen Packete Zigarren und Zigarretten waren aus Tabak, der auf seinen Gütern gewachsen war. Während er begeistert das Lob des spanischen Tabaks fang, unterbrach ihn plötzlich der Finanzminister mit der Erklärung, daß der Tabakbau in Spanien gesetzlich untersagt sei. Er werde ihn gerichtlich belangen, und das corpus delicti nicht rauchen, sondern dem Richter überreicher. Schallendes Gelächter folgte auf diese Erklärung._________ Gerichtssaat. Darmstadt, 11. April. Strafkammer. Die Strafsache gegen den Studierenden Moritz Braunstein aus Bukarest wegen Sttt- zichkeitsverbrechens nach $ 176 Pos. 3 St. G.»B. und thätlichrr Beleidigung wurde heute durch teilweise Vernehmung zweier Sachverständigen, des Professors der Universität Gießen Dr. Strahl imb Großh. Medizinalrat Lorenz von hier fortgesetzt und zur Erlangung eines definitiven Gutachtens auf 28. d. M. vertagt. Die Untersuchungr- haft des Angeklagten dauert fort. Leipzig, 11. April. Ein psychologisches Rätsel bildet toi Motiv zu den Diebstählen, wegen deren sich der 1878 zu Verlad in Rumänien geborene Student der Philosophie Johannes Gore», wie wir bereits kurz mitteilten, vor dem hiesigen Schöffengericht zu tn antworten hatte. Der Angeklagte ist der Sohn eines Großgrundbesitz^. Er hat im März in zwei Fällen insgesamt 120 Städte-Karten art -Pläne aus dem Brockhausschen Konversationslexikon des historische, Seminars herausgeriffen und mit sich nach Hause genommen. Di: Karten repräsentieren einen Gesamtwert von 27 Mk. Außerdem hat n aus einem französischen Werke einen Kupferstich, das Porträt wigs XIV. darstellend, im Werte von 50 Pfg. entwendet. Er aabzr. die Karten und Pläne genommen zu haben, behauptete aber, vaß c nicht die Absicht gehabt hätte, die Sachen zu behalten. Er habe sie nn mit nach Hause genommen, um die Karten eingehend zu studieren riii sie dann wieder an Ort und Stelle zu legen. Wenn ihm biei w>i bn Meldung ir M bischen Del Ges The üblk iedej -h $ B «r V -* k S > <9 S $ et. S5 P« <3 s ' Bä ÄS n e* * JeS Iritatt V LS' Hi« i'.fe । ' sSSS « 'Serrig,» MW Gegründet 1865. also solche Inserate, deren Aufgeber ungenannt bleiben wollen, wie dies bei Gesuchen und Angeboten von Stellen, Theilhabern, Pächtern, Agenten u. s. w., sowie bei An- und Verkäufen. üblich ist, werden streng discret zu Oriniuuli.r.-i^-n ohne jeden Aufschlag durch die älteste Annoncen - Expedition Haasenste'm & Vogler A.G.. Fernsprecher FRANKFURT3.M. 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Mit der Ausführung l-sts Monumentes, das der deutsche Kaiser einem römischen Imperator rridtet, ist der Berliner Bildhauer Johannes Götz betraut worden, iir Künstler wurde am Sonntag vom Kaiser im Schloß empfangen nb hier mit seiner interessanten Aufgabe bekannt gemacht. Der Kaiser Hte fid) durch den Direktor der königlichen Museen, Profestor Käkulo Stradonitz eine Reihe von Antoninus Pius'-Darstellungen, Medaillen, ’i men und Büsten, darunter eine aus der Münchener Glyptothek, Sten tafi