1900 Dienstag den N. Feviuar Amts- unb Anzeiseblatt für den Rreis Giefzen tu errt* London, 11 9I> 21* 0 Freistaat - Buren mißlang. Zr Annahme van Anzeigen zu der nachmittag- für den fatgmden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abend- vorher. Nr. 36 Krftes Blatt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger i(9 Itfi Wltll ■S. zwecks Umgehung der britischen Flanken. London, 11. Februar. Nach einer aus Prätona em- gelaufenen Depesche machte vorgestern nacht die Besatzung von Ladysmith den Versuch, sich durch das Lager der durchzuschlagen. Der Versuch Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Ruttershausen. '/^i-Jn der Zeit vom 17. Februar d. I. bis einschließlich 23. Februar d. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Ruttershausen folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. die Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben der rubrizierten Feldbereinigung nebst den dazu gehörigen Urkunden. 2. der Beschluß der Vollzugskommission und des Gemeinde- ratS vom 8. Februar d. I. über den Ausschlag und die Erhebung der ungedeckten Bereinigungskosten. £ Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Aus- schlusies innerhalb der oben angegebenen Frist bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Ruttershausen schriftlich einzureichen. Friedberg, 9. Februar 1900. Der Großherzogliche Bereinigungskommissär Süffert, Regierungsrat. ... Februar. Aus Privatquellen wird be- richtet, daß die Engländer bei dem dritten Angriff eine Anzahl Geschütze verloren haben, welche vonden Buren zerstört wurden. Weiler wird behauptet, daß englische Bataillon bei diesem Angriff der Buren gegen Vaalkrantz * Born Kriegsschauplatz. Brussel, 10. Februar. Dr. Leyds erklärte gestern einem Redakteur deS „Petit Bleu", es sei unrichtig, daß er, wie die Berliner Blätter berichteten, in Deutschland einer Anleihe wegen Unterhandlungen gepflogen habe. Ebensowenig habe er eine europäische Intervention herbeiführen wollen. Dr. Leyds schloß seine Unterredung mit den Worten, die Buren würden jeden Fuß ihres Landes mit aller Energie verteidigen, was vornehmlich in Betreff deS Oranjestaakes nicht schwer fallen dürfte; übrigens sei ein solcher Plan bereits ins Auge gefaßt worden. London, 11. Februar. Gestern abend fand abermals ein KabinettSrat unter Vorsitz Salisburys statt, welcher sich mit der kritischen Lage für die englischen Waffen gemäß den jüngsten Depeschen, sowie der besorgniserregenden Gährung in Egypten beschäftiget. — Dem „Berl. Tagebl." wird aus London gemeldet: Der wahre Grund von Bullers Rückzug war der Bericht eines Luftschiffers, daß die Burenartillerie auf dem Doornkloof eine außerordentliche Stärke entwickelt hatte. Es befanden sich dort zuletzt zwölf schwere Geschütze. Diese allein machten einen Vormarsch in dieser Richtung unmöglich, da die englische Artillerie auf offenes Gelände hätte anrücken müssen, um die Burengeschütze unter Feuer nehmen zu können. Der Korrespondent der „Central News" fügt hinzu, daß Bullers Rückzug nur ein zeitweiliger sei. Er werde seine Taktik ändern. Die englischen Verluste seien gering. Meist handle eS sich nur um leichte Verwundungen. — Nach einer Depesche des „Berl. Tageblatt" aus Brüssel liegen bisher keine Einzelheiten über den Rückzug Bullers dort vor. Man vermutet, daß Buller keinen neuen Versuch mehr zur Befreiung Ladysmiths machen wird, welches seinem Schicksale überlassen bleibt. Der Hauptkriegsschauplatz dürfte in der nächsten Zeit an die Grenze deS Oranjefreistaates verlegt werden, wo Lord Roberts eine Invasion zu versuchen gedenkt. General Joubert traf längst alle Vorbereitungen hierfür. London, 11. Februar. Aus Spearmanslager wird gemeldet: Der Befehl zum Rückzug von den Kopjes und dem Vaalkrantz wurde Mittwochabend erteilt. Bald nach Tagesanbruch am Donnerstag hatten alle l engagiert gewesenen Truppen den Tugela wieder überschritten. Die Pontonbrücke wurde alsdann beseitigt. Es verlautet, die Buren machten am Donnerstag eine Bewegung * Zur Heimkehr des Prinzen Heinrich. Gießen, 12. Februar. Nach zweijähriger Abwesenheit hat Prinz Heinrich von I Preußen wieder deutschen Boden betreten, und am Drens- I iaq wird er in der Reichshauptstadt aus Befehl des Kaisers I mit besonderem Gepräge empfangen werden. Das laßt von vornherein den Schluß zu, daß der Prinz ferne Mission voll und ganz erfüllt hat, die der Kaiser in ferne Hand legte, und daß die Interessen Deutschlands im fernen I Osten nach jeder Richtung hin einen festen Stützpunkt er- I halten haben. I Wenn auch bereits einige Jahre uns von jenem Ereignisse trennen, so steht es uns doch noch frifcl) vor I Augen, und wir erinnern uns noch deutlich der Ueber- I raschung, als der Draht die Nachricht überbrachte, das Gebiet um die Kiautschaubai ist von deutschen Marrne- svldaten besetzt worden und die chinesischen gruppen hoben I sich von da zurückgezogen. Staunen erregte drese Nachrrcht I natürlich in Deutschland, noch mehr aber rm Auslande, wo aber unser energisches Vorgehen allgemeine Billigung fand — abgesehen von England, das den deutschen Erfolg mit recht scheelen Augen ansah, aber doch gute Miene machen mußte. Welche Bedeutung der Kaiser und die Regierung der Erwerbung des KiautschaugebietS und der Vertretung unserer Interessen in China beilegte, ergab Äie Entsendung des Prinzen Heinrich nach den ostasiatischen Gewässern. Die rasche und entschlossene That der Regierung, der geschickte Schachzug der Diplomatie und die feierliche Weise, mit der die Fahrt des Prinzen Heinrich eingeleitet wurde, alles vereinigte sich damals, um unserer Festsetzung ■ an Chinas Küsten ein bedeutsames historisches Gepräge zu verleihen. Wer erinnert sich nicht noch der Ansprache des Kaisers an den Prinzen Heinrich in Kiel vor dessen Abreise! Zwar hat es der „gepanzerten Faust" nicht bedurft, um dem deutschen Namen Achtung zu verschaffen, es ist alles hübsch friedlich abgelaufen, und die Chinesen haben sich in die vollzogene Thatsache gefügt. Aber darum ist die vom Prinzen Heinrich erfüllte Ausgabe nicht geringer zu schätzen und das deutsche Ansehen hat dort im fernen Osten eine Stärkung erfahren, die hoffentlich in politischer und wirtschaftlicher Beziehung reiche Früchte tragen wird. Der Modus, welchen Deutschland bei der Erwerbung von Kiautschan zur Anwendung brachte, die „Pachtung", hat bekanntlich bald .Nachahmung gefunden, indem auch -andere Länder „pachteten". Unsere deutsche Diplomatie hat mit der Erwerbung des chinesischen Küstengebiets einen unvergleichlichen Triumph gefeiert, denn es galt nicht mit den Interessen anderer Länder zu kollidieren. Staatssekretär von Bülow skizzierte seinerzeit im Reichstag die deutschen Bestrebungen treffend mit den Worten: „Wir wollen den uns,'gebührendem Platz in der Sonne einnehmen, vhne andere Berechtigte zu verdrängen", und in diesem Sinne soll auch die Weiterentwickelung des deutschen Pacht- gebiets in China geleitet werden. Für Untere dentschenJnteressen in Pftafien bildet jeden- lalls die Zeit, während welcher Prinz Henrich von Preußen -dort weilte, einen bedeutsamen Abschnitt, und wenn auch die Früchte des Wirkens des Prinzen noch nicht gereift sind, so darf man doch auf eine gute Ernte rechnen. Noch muß der Boden gepflegt werden, noch bedarf es jahrelanger angestrengter Arbeit, ehe von einem Gewinn die Rede sein kann, aber für unfern Handel und für unfern! «Verkehr wird der Segen nicht ausbleiben, und wenn dieser 'recht reichlich aussällt, dann darf auch Prinz Heinrich mit Genugthuung sagen: „Auch ich habe dvzu beigetragen, Deutschlands Namen und Deutschlands Ruhm auszudehnen rund zu verbreiten bis an die Hüften des fernen China." Deutscher Reichstag. 145. Sitzung vom 10. Februar. 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Lesung der Flotten- I vo^Abg. Gras Schwerin-Löwitz (kons.) hat zwar wirtschaft- I liche Bedenken gegen die Vorlage, erklärt aber, daß er trotz der- | selben für die Vorlage stimmen werde ™ I Abg. Bebel (Soz.) erklärt, seine Partei lehne die Vorlage I ab, weil sie das ganze System verwerfe, weil sie kein Vertrauen I zur Regierung habe, weil schließlich doch die breiten Massen die I Kosten zu tragen hätten. Warum appelliere man nicht an die I Wähler? Würden diese für die Regierung entscheiden, dann gut, 1 würden sie aber gegen die Negierung entscheiden, dann mW i diese abtreten. Das würde der natürliche Weg sein. Aber freilich, I davon sei bei uns keine Rede. Aus den gestrigen Aeußerungen des I Herrn Tirpitz sei zu entnehmen, daß auf diese Vorlage noch eine l dritte und vierte kommen werde. Herr Tirpitz habe gEern ver- I sucht, seine Aeußerungen von 1898 abzuschwachen. Das hatte I Herr Tirpitz nicht thun sollen. Er solle zu der einen Sunde nicht I noch die zweite des Ableugnens hinzufügen. Ein Seekrieg I zwischen Deutschland und England sei unmöglich, denn er wurde I ein Unglück für Deutschland sein. Käme es jemals zu ernsthaften I Zerwürfnissen mit England, so könne er, Redner, sich wohl denken, I daß die Nachabrn rechts und links ruhig zuschauen wurden. Und I wenn Deutschland sich in einem solchen Seekriege verblutet habe, I würden Frankreich und Rußland darüber herfallen. (Redner I spricht mit laut erhobener Stimme, lebhaft gestikulierend. Ad- I miral Tirpitz nickt dabei unablässig beiahend nut dem Kopfe und 1 schlägt mit der linken .Hand gleichfalls wiederholt und bekräftigend I aufs' Knie. Große Heiterk. und Zwisckjenruse von rechts.) -3a, 1 Herr Kropatschek, Sie haben sich in der Kreuzzeitung selber ahn- I lich geäußert. (Fortgesetzte Zwischenrufe, sodaß Präsident Graf I Ballestrem ersucht, die persönlichen Zwiegespräche zu unterlaßen.) I Redner fährt fort, ihm sei es unbegreiflich, daß in Deutschland ein I solcher Engländerhab Platz greifen könne: England sei doch nun einmal der natürliche Verbündete Deutschlands. Weit gefahr- I sicher würde es sein, wenn England zum Schutzzoll überginge, und auch alle seine Kolonien dazu veranlaßte (Rufe links: Sehr richtig!) Nicht durch die großen Armeen sei uns der Friede bewahrt worden, nicht die großen Flotten würden ihn bewahren, sondern nur der Umstand, daß die Völker mit ihren materiellen, ihren wirtschaftlichen, ihren geistigen, ihren sozialen Interessen bereits so verknüpft seien, daß schon der bloße Gedanke an einen solchen Riesenkrieg, lote man ihn bei der heutigen Entwicke ung i der Zerstörungs - Instrumente haben rourbe, überall Angst I und Schrecken Hervorruse. (Beifall links.) Es fei bie größte Dummheit gewesen, daß England deutsche Schiffe beschlagnahmte (Rufe- Sehr richtig!). Man berufe sich auf Handels- und Seestädte zu Gunsten der Vorlage. Aber er sei überzeugt, ferne einzige dieser Städte sei mit einem solchen Verlangen voran- geqangen, sie seien nur nachgefolgt. Ein größerer Hohn, ein größerer Widerspruch, eine größere Halbheit seien gar nicht zu denken, als einesteils die Friedenskongresse, aiidernteils solckje i Vorlagen! Redner bestreitet ferner, daß die Vorlage durch die neue Arbeitsbeschaffung den Arbeitern nützlich fei. Schon heute wirkten die Ausgaben für die Flotte kulturhemmend. Wenn es I der Regierung ernst sei mit dem Interesse für die Arbiter, rote I könne es da kommen, daß in geradezu skandalöser Weste die Arbeiter auf den Werften ausgebeutet wurden. Weshalb ftelli man nicht mehr Arbeiter ein? Und fei I den Arbeitern, daß deutsche Waffen für das Ausland geliefert würden, aus kapitalistischer Profitwut der Unternehmer? -ter I Geist der Vorlage sei derselbe, der die Strophe „Nicht Roß und Reisige" beseitigt habe, derselbe, der ehedem un alten Rom geherrscht habe. Würden nicht jetzt auch die Schnurrbarte nach den Sitten des Einzelnen gerichtet? Die en Geist lehnten die Sozial- I demofraten ab und mit ihm die Vorlage, (^siüoll ^'ifs.) I Staatssekretär Tirpitz wendet sich zunächst gegen den Abg. I Bebel mnd führt dann sachlich aus, die Nordsee müße fmgeba ten I werden von jeder Blokade. Er, Redner, jonne nur wiederholen,- I daß auch trotz dieser Vorlage die deutsche stlotte noch schwach bleibe. Aber wenn sie durch eine gute innere Organisation stark I gemacht werde, dann könne man damit jenen Zweck der Frei- haltung der Nordsee gegen jegliche Blokade erreichen. Es sei I auch durchaus wünschenswert, daß auf den deutschen Wersten das Ausland ebenfalls bauen lasse. Jetzt aber muffe DeutMand noch I 30 pCt. im Auslände an Schiffen bauen lassen. Das müßte I CI9Cnj(b^ L*myy n’nVc””beim (Bd. b. Landw.) erklärt zunächst I die bekannte Mitteilung der „Germania" als in aßen Teilen I frei erfunden und erlogen. Ferner erklärt er, die Landwlrtfchcstt I sei aus nationalen Gründen trotz der schweren Opfer, die auch I ihr dadurch auferlegt würden, für die Vorlage. Diese werde I aber ergänzt werden müssen durch einen Plan der künftigen Wirt- I schaftspolitik der Regierung. Richtig sei, baß unter ben Land- I wirten vielfach große Mißstimmung wegen der Vorlage herrsche I gerade wegen der jetzigen Wirtschaftspolitik. Aber er glaube, I er könne namens des größten Teils der Landwirte versichern, I daß sie aus nationalen Gründen für die Vorlage seien. Abg. Szmula (Zentr.) erklärt, er habe in voriger Woche I int Landtagsfoyer mit dem Abg. Hahn über die Arbeiterfrage ge- I sprachen. Dabei habe Dr. Hahn gesagt: Wenn wir doch er ft die I häßliche Flotte weg hätten! Sehen Sie doch, daß Sie möglichst I viele Mitglieder Ihrer Partei gegen die Flotte kriegen! (lebh. I Bewegung.) Er, Redner, habe hiervon in seiner Fraktion ver- I traulich Mitteilung gemacht: sie sei bann in bie Presse über- I gegangen. Er müsse (Redner spricht lebhaft erregt) seine höchste I Entrüstung darüber ausdrücken, daß Frhr. v. Wangenheim, ohne I Zeuge dieser Unterhaltung gewesen zu sein, solche Worte I gebrauchte. Ich appelliere, so schließt Redner, an das Haus, wem I es mehr glauben will, einem ergrauten 70jährigen Manne ober dem I Abg. Dr. Hahn, ber sich im ganzen Lanbe burch seine Hetzereien J bekannt gemacht hat. (Lebh. sensationelle Bewegung im Haufe.) $amc \W rrewohuung entsprechend tingert-m, mit, in "»lüg"' L galt "d" frflW mttt w. 0496 i, vl, er»eUtu ___— 7'2 iefrf®Iotte£.--- M i ? x. »r ht Abg. Haußmann (sübb. Vp.) spricht sich entschieben gegen die Vorlage aus. L , .. Staatssekretär Gras Posadowsky wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Bebel und bemerkt dabei, wenn bei der Armeeorganisation solche Bedenken, wie bet der Flottenorgansta- tion, amsschlaqgebenb gewesen wären, dann würden wir nie etn deutsches Reich und nie einen solchen Aufschwung gehabt haben. (Lachen links. Rufe rechts: Sehr wahr?) Lehne das Haus die jetzige Vorlage ab, so bleibe die Regierung eben an das Sexennat 9cbu”lbbtgK Nißler (kons.) erklärt, baß er als sübbeutscher Bauer sich sein Votum über bie Vorlage Vorbehalte. Abg Frhr. v. Hobenberg (Welfe) ubt absallige Kritik an ber Art ber Flottenagitation und verhält sich ablehnend gegen Öie $°bga9Öraf Stolberg-Wernigerobe (kons.) meint, baß bie Lanbwirtschaft in Notlage sei, sei richtig, aber er müsse zugeben, baß indirekt die Vorlage auch der Landwirtschaft zum ^^^Abg^^Gra^ O r i o l a (nl.) wendet sich gegen den Abg. Richter und gegen dessen an die Flottenagitation gerichteten Vorwurf des ssrnmnehr wird ein Schlußantrag angenommen. — Persönlich e^Abg. Hahn (Bd. b. L.), baß ber Inhalt dieses unverbindlichen Foyergespräches, das mehr im Scherz hmgeworfcne Worte enthalten habe, falsch wiedergegeben sei. Er, Redner, vertrete seine Worte, er bitte sie zu respektieren. Abg. Szmula (Zentr.) erklärt, sich nut feinem Ehrenwort dafür verbürgen zu können, baß jene Worte so gefallen seien Nach weiterer kurzer Debatte über diesen Gegenstand wird die Voralge an die Budgetkommission verwiesen. — Montag 1 Uhr: Dolmetscher - Interpellation Czarttnski. Schluß 7 Uhr. :at 1900- ßilbrrrrntt im uS i-m M-lb. lObL jflSsSS ■$$>* V°oo w -t,e,lilanten ncr W, h ,Qhon b», t9 verhält K'br Mran ^7°° Book- :h 8's des Sch„h nove' ,chmidt, Kam/ Karl Qu' Wthurn. k. r ?aie,n-H'äpe' ad6aD«taiS^\Kau:. B? Bendsburn- ner. utz (Stollbe?^?0^«.! loxt ’otmtitn. dtrhrafje v, I. Iirrk 3mti sucht sofort zwei bellt, ti. mer. 9?orb» ober Oflanli;1.- ,elaß Offerten unter W2 tton bies'S dlatieQ. in wilder Flucht sich aufgelöst hat, und daß die Offiziere die größte Mühe gehabt haben, die Leute wieder einigermaßen zu sammeln. London, 11. Februar. An zuständiger Stelle wird noch nicht zugegeben, daß alle Anstrengungen zum Entsätze Ladysmiths endgiltig aufgegeben worden sind. Ein vierter Angriff Bullers östlich bei Grobler Kloof soll noch versucht werden; aber auch dieser neue Plan wird, der Ansicht hervorragender Strategen gemäß, ebenfalls scheitern müssen, weil die Buren zu beweglich sind, und die Engländer andererseits die große Masie ihrer Streitkräfte nicht schnell genug zu den bedrohten Punkten bringen können. Deutsches Reich. Berlin, 11. Februar. Bei dem Empfange, welcher dem Prinzen Heinrich bei seiner Ankunft auf dem Anhalter Bahnhof auf Befehl des Kaisers bereitet werden soll, werden Fürst Hohenlohe mit dem gesamten Staatsministerium, sowie die Präsidien des Reichstages und beiden Häuser des Landtages den Prinzen begrüßen. Ferner ist bestimmt worden, daß am Dienstag alle öffentlichen Gebäude zu flaggen haben. — Prinz Heinrich trifft am Donnerstagabend in Kiel ein. « — Wie dem „Berl. Tagebl." gemeldet wird, erregt in London ein gewisses Aufsehen, daß Kaiser Wilhelm am Donnerstag zweimal bei dem englischen Botschafter in Berlin vorgesprochen hat. Man bringt es dort mit diesem Besuch in Zusammenhang, daß ein längeres chiffriertes Telegramm gestern abend von London nach Berlin gerichtet wurde, welches für den deutschen Kaiser in Person bestimmt gewesen sein soll. — Im Befinden des Abgeordneten Dr. Lieber war bis gestern um Mitternacht keine wesentliche Veränderung eingetreten. Der Kräftezustand des Patienten ist nicht günstig. Ausland. Wien, 11. Februar. Das offiziöse „Fremdenblatt" widmet an leitender Stelle dem heute hier eintreffenden Prinzen Heinrich von Preußen ebenfalls einen schwungvollen Begrüßungsartikel. Prinz Heinrich wird auf dem Südbahnhof vom Kaiser und allen hier anwesenden Erzherzögen empfangen und sodann in die Hofburg geleitet werden, woselbst er die Radetzky-Räume bewohnen wird. Wien, 11. Februar. Die in auswärtigen Blättern aufgetauchten Gerüchte, Oesterreich beabsichtige in Ostasien einen Handelshafen zu erwerben, werden von informierter Seite als haltlose Erfindung bezeichnet. Paris, 11. Februar. Der Senator Baduel erklärte, er werde einen Zusatzantrag zu dem Amnestiegesetz, welches dem Senat bereits unterbreitet ist, einbringen. Diesem Zusatze zufolge soll sich die Amnestie auch auf alle vom Staatsgerichtshof Verurteilten erstrecken. Paris, 11. Februar. Der Entschluß Laboris, die in Belgien angekündigten Vorträge nicht zu halten, soll auf einen Wunsch der Regierung zurückzuführen sein. Dieselbe soll Labori erklärt haben, sie würde es nicht gern sehen, daß Laboris Erscheinen in Belgien die Dreyfusaffäre wieder neu aufleben laffe, weil dadurch der Zwiespalt in der französischen Kolonie in Belgien noch vergrößert werden würde, andrerseits aber auch die Ausstellung dadurch Schaden erleiden könnte. Labori soll sich diesem Wunsche der Regierung gefügt haben. Sofia, 11. Februar. Die Regierung verbot den Verkauf der Ländereien bei BurgaS an Mahmud Pascha. Letzterer erhob Protest. Lokales und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werde« grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 12. Februar 1900. * • Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Am 8. Februar sprach Herr Profeffor Dr. Karl von den Steinen über seine Bereisung der Marquesas.Juseln und die dortigen Reste der polynesischen Kultur. Er schilderte zunächst die Inselgruppe selbst, zu der er im August 1897 von San Francisco aus in 24tägiger Segelreise gelangt war, und berichtete dann über seine Versuche, die alten polynesischen Gebräuche und Sitten zu studieren. Auf der Hauptinsel Nukuhiwa erlebte er eine große Enttäuschung, da dort die alte Kultur durch den französischen Einfluß bereits nahezu verdrängt war, und selbst in den, von dem Hauptorte entfernter liegenden Ansiedelungen ein halbeuropäischer Firnis an deren Stelle getreten war. Dagegen gelang es ihm, auf Fatuiwa, der südlichsten Insel der Gruppe, noch einigermaßen ursprüngliche Zustände anzutreffen, wenigstens insofern, als die eingeborene Bevölkerung noch in den alten Anschauungen fortlebte, und ihrer eigenartigen Vergangenheit noch viel gedachte. So war es denn hier auch möglich, zum Teil sehr wertvolle Nachrichten über die sozialen und religiösen Ansichten der alten Marquesaner zu erhalten, die u. a. auf die vor Jahrhunderten vorgenommene letzte polynesische Wanderung deutliches Licht werfen, da die alten Heroengeschlechter stets paarweise die Namen polynesischer Inseln tragen, wie Wawau, Sawaii (Hawaiiki), Tongatabu, Fiti. Dadurch wird die bisherige Annahme, daß die Gegend der Samoa- Inseln der Ausgangspunkt der Wanderung gewesen sei, kräftig gestützt. Aus dem reichen Schatze der geschilderten Gebräuche und Eigentümlichkeiten hob der Redner besonders hervor die wenigstens in ihrer extremen Ausbildung auf die Südsee beschränkte Sitte des Tabu oder Tapu, durch welche über Personen, Oertlichkeiten, wie die Marai, die alten Tempel- und Opferstätten, und auch über zahlreiche. namentlich die tägliche Nahrung und die Erziehung, sowie Wohnung betreffende Gegenstände ein äußerst strenger Bann gelegt wird. Die räumliche und zeitliche Ausdehnung des Tapu, und das überaus zähe und starre, ja fanatische Festhalten an dieser Einrichtung, die ursprünglich wohl eine Privilegierung bestimmter Klaffen und Stände, wie Häupt- linge, Krieger, Priester, bezweckte, greift derart in die ganze Lebensführung der Marquesaner ein, daß diese uns Europäern vielfach ganz unverständlich und widersinnig erscheint. Eine Reihe ausgezeichnet ausgewählter Lichtbilder, unter denen namentlich die zur Veranschaulichung der Tättowierung dienenden hervorgehoben werden mögen, ergänzte und erklärte den überaus inhaltreichen, wertvollen Vortrag auf das trefflichste. * * Neue Komposition Wir versäumen nicht, auf eine neue Liedkomposition unseres Landsmannes, des Herrn Kapellmeister Polster, hinzuweisen, die vor einiger Zeit bei I. Schuberth & Co. in Leipzig erschienen ist. „Grüßt mir das blonde Kind am Rhein" ist der Text, welcher der Komposition zu Grunde liegt. Die Komposition ist dem Text entsprechend anmutig, lebendig, warm und stimmungsvoll und kann Freunden schöner Lieder als leicht sanglich nur bestens empfohlen werden. • * Eis Konzert. Nachdem am gestrigen Sonntag nachmittags von 2—4 Uhr bereits Konzert auf der Eisbahn des Eisvereins stattgefunden hat, beabsichtigt der Vorstand, bei anhaltend günstiger Witterung, morgen Dienstagnachmittag von 2V2 — 5 Uhr wiederholt die hiesige Regimentskapelle konzertieren zu lassen (s. Anzeigenteil). * * Stadttheater. Wie wir schon in unserer Sonntagsnummer mitteilten, hat morgen Dienstag der Charakterspieler Franz Rolan seine Benefiz-Vorstellung und wählte er sich hierzu das Lustspiel von Karl Gutzkow: „Der Königsleutnant", in welchem er die überaus schwierige Rolle des französischen Generals „Thoranc" spielt. Herr Rolan hat sich seiner ihm zugeteilten Rollen stets mit Fleiß und Sorgfalt angenommen und uns schon oft von seinem bedeutenden Talente überzeugt; der junge strebsame Künstler erwarb sich hier schon viele Freunde und wollen wir demselben ein recht volles Haus von Herzen wünschen. • * Wiederum hat der Gießener Männer Gesang Verein einen Glanzpunkt in seinen Annalen zu verzeichnen, denn das am Samstag, dem 10. d. Mts., in Steins Saalbau abgehaltene Winterfest ist ein in jeder Hinsicht wohl- gelungenes zu nennen. Von gesanglichen Leistungen ist vor allem neben anderen herrlichen Stücken hervorzuheben der aufs beste einstudierte Chor mit Orchesterbegleitung: „Die Ehre Gottes", für welche treffliche Leistung sowohl dem altbewährten Dirigenten, Herrn Musikdirektor Carl Krauße, wie auch den Sängern volles Lob gebührt. Die ferner noch gebotenen SoliS (Weserlied, Auch ich war ein Jüngling) fanden gleichwie die in hervorragend schöner Weise gesungenen beiden Solo-Quartette den wohlverdienten reichsten Beifall. Der hiernach folgende, in durchaus flotter Weise gespielte Schwank „Sachsen in Preußen", war ganz geeignet, als Uebergang ^utn Tanz die Gemüter in die fröhlichste Stimmung zu versetzen, und so wurde denn auch das Tanzbein bis in den grauenden Morgen hinein mit altgewohnter Virtuosität geschwungen. * * Polizeibericht. Gestern gerieten zwei, ein hiesiger und ein auswärtiger, Bäckergesellen von dem Windhof kommend, in Streit, wobei der eine mit seinem Stock dem anderen derart auf den Kopf schlug, daß derselbe eine Verletzung davontrug. Anzeige wegen Körperverletzung wurde erhoben. — Vergangene Nacht wurden drei auswärtige Dämchen im Alter von 16 und 17 Jahren in hiesiger Stadt wegen lüderlichen Umhertreibens verhaftet. — In letzter Zeit wurden schon des öfteren Übertretungen wegen Umgehung von Stempelabgaben seitens der Wirte bezw. Gesellschaften begangen, so daß Strafen er» -eblicher Art unausbleiblich waren. ES wäre den Wirten ehr zu empfehlen, sich bei Abhaltung von Konzerten, Tanzvergnügen von Gesellschaften p. p. vorher zu vergewiffern, ob dem Gesetze auch Genüge geleistet worden ist. * * Eilbriefe im OrtS- und Landbestellbezirk der Postau- talteu. Bisher waren Eilbriefe nach dem Orts- und Landbestellbezirk der Aufgabepostanstalten nicht zulässig. Es wurde infolgedessen ein in Gießen aufgelieferter Eilbrief nach Gießen oder nach Klein-Linden nicht durch Eilboten, andern in gewöhnlicher Weise bestellt, auch wenn die Gebühr für die Eilbestellung in Freimarken auf einem solchen Briefe verrechnet war. Diesem oft unangenehm empfundenen lebelstande wird nunmehr abgeholfen. Vom 1. April ds. Js. ab, sind fortan auch gewöhnliche Eilbriefsendungen nach dem Orts- und Landbestellbezirk der Aufgabepostanstalten ulässig. An Gebühren für derartige Eilbriefsendungen ge- angen zur Erhebung: a) im Orte selbst neben der gewöhn- ichen Gebühr für die Sendung 25 Pfg. Eilbotenlohn. )) bei Briefsendungen nach dem Landbestellbezirk: neben der tarifmäßigen Gebühr für die Sendung, die wirklich erwachsenden Botenkosten, mindestens aber 25 Pfg. Sind die entstehenden Botenkosten nicht bekannt, so hat der Absender einen angemessenen Betrag bei der Aufgabepostanstalt zu )interlegcn. Die Zahlung der Botenkosten kann auch dem Empfänger überlasten bleiben. * * lieber die Wirkungen des neuen Stempelgesetzes haben ich in Ihrer Zeitung Stimmen aus Starkenburg und llheinhessen vernehmen lasten. ES möge gestattet fein, >aß sich auch ein Oberheste mit einigen Zeilen an dem wichtigen Gegenstände beteilige. Da sei nun in erster Linie zervorgehoben, daß daS Stempelgesetz in überaus wohl- thätiger Weise gegen das Ziehharmonikawesen und den Tanzunfug gewirkt hat. Schon vor zehn und mehr Jahren hat der „Gießener Anzeiger" in seinen „Landwirtschaftlichen Beiträgen" auf den Mißbrauch hin- gewiesen, der allsonntäglich mit der Ziehharmonika getrieben wurde. Kein Sonntag verging, an dem die jungen Leute nicht auf de« Tanzboden zogen und dort ihr Wesen trieben, denn selbstgemachte Musik war steuerfrei. Vorstellungen, Zureden und gute Worte halfen nichts, es wurde getanzt, gejubelt, getrunken das ganze Jahr hindurch. Jetzt ist es besser geworden! Das nervenzerstörende Gedudel hat nachgelassen, seitdem Stempelabgabe gefordert wird, die jungen Leute fangen an, sich nach befferen Unterhaltungen umzuschauen, und das ist sehr gut. — Ein anderes ist es aber mit der Stempelabgabe hinsichtlich der Luxuswagen. Alle Fuhrwerke, die auf Federn laufen, müssen alljährlich 20 Mark Stempel entrichten. Nun gibt es Luxuswagen, die 3000, 4000, 5000 Mark und mehr beim Ankauf kosten; sie zahlen 20 Mark Steuer wie das Bernerwägelein, das 200 bis 300 Mark kostet. Das kann doch unmöglich richtig sein. Viele Fuhrwerke der letzteren Art werden zum Transport von Möbeln der verschiedensten Sorten: SophaS, Tischen, Stühlen, Geschirren, Tapeten u. dgl. benutzt. Wenn der Eigentümer nun auch einmal darauf spazieren fährt, so kann man eigentlich noch nicht von Luxuswagen sprechen, und wenn das Bernerwägelein, das 200 Mark zu bauen kostet, 20 Mark Steuer tragen soll, wieviel darf man dem hochfeinen Landauer zumuten, dessen Bau 4000 Mark beanspruchte. Jedenfalls ist der letztere ein viel steuerfähigerer Gegenstand, als das auf Federn ruhende, im Geschäft notwendige Wägelein. — Das Stempelgesetz enthält in dieser Beziehung eine Lücke und eine Härte, auf welche diejenigen, die davon betroffen werden, aufmerksam gemacht werden mögen, damit sie ihr Teil dazu beitragen, diese Härte beseitigen zu helfen. § Breungeshain bei Schotten, 10. Februar. Im nächsten Frühjahr soll hier eine neue Forstwartwohnung erbaut werden. Als Muster ist die im vorigen Jahre zu Burkhards erbaute Försterwohnung ins Auge gefaßt. O Bleicheubach, 9. Februar. Die hiesige „Vereinigte Sängergesellschaft" giebt am zweiten Oster- feiertag in diesem Jahre schon die dritte Abendunterhaltung. Seit einer Reihe von Jahren hat sich die Gesellschaft durch ihre vortrefflichen Leistungen den Beifall und das Lob der ganzen Bewohnerschaft erworben. — Darmstadt, 11. Februar. Am diesjährigen Fastnachtstage (27. Februar) findet in der hessischen Residenz, wie schon in früheren Jahren, ein Karnevalzug statt, der nach den bis jetzt getroffenen Vorbereitungen recht glanzvoll werden wird. Zahlreiche Vereine haben ihre Beteiligung zugesagt und sind schon seit Wochen eifrig beschäftigt, den von ihnen übernommenen Teil des Jahrhundertzuges so humoristisch wie möglich zu gestalten. Zur Erlangung von wirkungsvollen Zugsgruppen hatte die den Zug veranstaltende „Darmstädter Narrhalla" einen allgemeinen Wettbewerb ausgeschrieben, auf gründ dessen nicht weniger als 44 Entwürfe aus Laien- und Künstlerkreisen eingingen, darunter ganz hervorragende Arbeiten. Den 1. Preis erhielt Hoftheatermaler Kurt Kemp in, den Besuchern der letzten Hessischen Kunstausstellung gewiß aufs vorteilhafteste bekannt, den 2. Preis Maler Beyer fern, den 3. Preis Maler W. Horst. Da auch die Behörden dem aus der Mitte der Bürgerschaft hervorgegangenen Unternehmen jede mögliche Förderung angedeihen lassen, ist an einem gelungenen Verlauf nicht zu zweifeln. A Bürgel, 11. Februar. Die 11 Klaffen der hiesigen Volksschule werden von morgen ab einer Visitation durch die Großherzogliche Kreis-Schulkornmission Offenbach unterzogen. In den letzten Wochen wurden die Schulen im benachbarten Mühlheim von derselben Behörde geprüft. O Mainz, 11. Februar. Eine sehr hübsche Idee lag dem gestrigen II. Maskenball des Karneval-Vereins in der Stadthalle zu Grunde. Es sollte nämlich eine Schönheitskonkurrenz stattfinden, und zwar sollte bet schönste anwesende Herr den Schönheitspreis erhalten. Die Herren bekamen am Eingänge Nummern, während den Damen ein Stimmzettel und ein Bleistift verabreicht wurde. Jede Dame sollte nun die Nummer des von ihr als schönsten angesehenen Herrn auf den Zettel schreiben, und denselben in die Wahlurne werfen, von wo aus bann um 12 Uhr die Nummer des Auserwählten bekannt gegeben werden sollte. Aber es kam anders, die meisten Damen wählten nämlich nicht, sodaß um Mitternacht verkündet werden mußte, daß die Konkurrenz, wegen nicht genügender Beteiligung nicht stattfiuden könne. Dessen ungeachtet nahm der Ball, der von ungefähr 3000 Personen besucht war, einen sehr schönen Verlauf. Von neuen Masken bemerkte man nur einige Geischas, während der Domino, wie immer, bei weitem vorherrschte. Mainz, 10. Februar. In Sachen der Bladt'schev Erbschaft erfährt die „F. Z." von zuverlässiger Seite, daß der Testamentsvollstrecker in Berlin beauftragt worden ist, der Stadt Mainz Mk. 275 000 auszuzahlen. Bingen, 10. Februar. Der Abstich des neuen 1899er Weines ist zurzeit in hiesiger Gegend in vollem Gange. Nach den bis jetzt stattgehabten Ergebniffen ist derselbe im allgemeinen ein sehr rassiger, reintöniger Wein, >er an Güte den 1897er weit übertreffen wird und etwa >einahe dem 1895er gleichkommen dürfte. m. Fritzlar, 11. Februar. Wildschweine treiben feit längerer Zeit wieder arges Unwesen in den um unsere Stabt )erum gelegenen Walbungen. Nachbem vor einigen Wochen etwa 10 Stück in den Engliser Wälbern von ben Herren Oberförster Krause, Buchenhorst, Lubwig unb anderen Herren von hier zur Strecke gebracht waren, hatten sich gestern wieder eine Anzahl hiesiger Herren in den Fritzlarer Wald auf die Saujagd begeben. Herr Kataster-Kontrolleur Sewig hatte das Glück, im Hinterwald am Mittelberg einen 130 Pfund schweren Keiler zu erlegen. Auch in dem gräflichen Jagdgebiet um Bergheim herum, machten sich ganze Rudel Wildschweine bemerkbar. Herr Amtmann Hamburg von « WtbW> «ach u*ten l"* »eta T “* S"!"4» L 8«Ä' “f HÄ '«i'l taf XÄ - 6 »,W> «01 7 erhalt in d,^ welche biejtnjgtn “ Stacht werde. TQ9tn- dich W. °n-ar. Jw näG "tvohnungn-. ' v°ngen Ich zu Auge gchßi. )lt Mge „9t r Q® Weiten öfter: Kmbnoterhaltun-. E Gesellschaft M und dar Lob der 84 Wtyn Residenz aruevalzug stall Vorbereitungen rech eine haben ihre Se- t Wochen eifrig be- en Teil des Jch- h zu gestalten, zur uppen hatte die da rhalla- einen ch ’ gründ dessen nü unb Äünftletfniia >e Äxbdttn. Dn ixt Rempin, bin iftiOung gimi^ an(< fallt Beizer auch btt Behördkl rgetzantzenen Unter ühen lassen, ist an tdn. Slawen der hiesiger einer Sifitalioi Lchulkownlissia« , Wochen wurden die in derselben VchötK br hübsche >< la? lruevai-Dereirl ^otttt nimlii und zwar sollte d« SyreiS erhalten. U mem, während m ist »«atoitt»« « r big von ehr aU Settel «°° >n m ««» ' un betannt Reiften Wternachl t* .« litt «** Lw*' * ! $a«te« t®0*1' ifbeanf*' »»* Wl*. „1U(1 in Aä» ß-. I*®eilte«nl»e®* ,d-«u« L» - °°«**”£ $)i«c iern $eet« □ unb «’beS> 1 I)»««. eütV 'den SN^' s'i ei«.« ''* ffS-'-S 011 itutann V dort gelang es vorigen Donnerstag' eine Wtldsau zu er- leaen, angeschossene Keiler entkamen in der hereingebrochenen Dunkelheit, von denen einer am andern Tage noch nieder, geschossen wurde. Die neuerdings eingetretene Winterkalte treibt die Tiere mehr aus ihren Verstecken hervor und wird es wenn dieselbe noch von Dauer ist, hoffentlich gelingen, für längere Zeit hinaus die Gegend von dieser Plage zu säubern. ______________ Universität und Hochschule. — (fctttatmtt Der Privatdozent Dr. H. Malfatti zum außer- ordentlchen Professor für angewandte medizinische Chemie an der Universität Innsbruck. — Die medizinische Fakultät der Universität München den Minister des Innern Freiherrn v. Feilitzsch zum Ehrendoktor. — Gestorven: Der Geh. Medizinalrat Professor Dr. Ludwig Meyer in Göttingen, Direktor der Landes-Irrenanstalt und Klinik, ein um das Jrrenwesen hochverdienter Gelehrter, nach längerer Krankheit im Alter von 73 Jahren g — Jena, 10. Februar. Das soeben erschienene Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemefier führt von Vorlesungen allgemeinen Interesses an: Nippold: Geschichte der äußeren und inneren Mission; Tucken: Die leitenden Ideen der Gegenwart, Darstellung und Kritik; Dowe: Die deutschen Schutzgebiete, mit besonderer Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse; Pierstorff: Grundzüge der Finanzwiffenschaft, insbesondere Deutschlands direkte und indirekte Steuern; Anton: Kolonialpolttik Deutschlands und der Niedrelande; Settegast: Pferdezucht; Edler: Landwirtschaftliches Genossenschaftswesen; Weber: Kunstgeschichtliches Prakliknm über Denkmalspflege. Die theologische Fakultät zählt 5 ordentliche, 3 außerordentliche Professoren, 1 Privatdozenten, die juristische Fakultät 6 ordentliche, 2 ordentliche Honorar-Professoren, 1 außerordentlichen Professor, die medizinische Fakultät 9 ordentliche, "2 ordentliche Honorar-, 8 außerordentliche Profefforen, 2 Privatdozenten, die philosophische Fakultät 18 ordentliche, 6 ordentliche Honorar-, 18 außerordentliche Profefforen, 14 Privatdozenten. Nicht lesen werden int Sommer Geh. Hofrat Dr. Gädechens und Professor Dr. Abbe. — Verschiedene-: Man schreibt aus Würzburg vom 8. d. M.: Durch eine Reihe von Zeitungen ging dieser Tage die Nachricht, daß dem Orthopäden Hessing in Göppingen auf direkte Veranlassung des Kaisers ein Lehrstuhl an der Universiät Berlin eingeräumt werden solle. Das „Würzb. Journal" erklärt diese Meldung auf Grund authentischer Informationen für falsch. Wahr sei nur, daß auf Veranlassung des Kaisers der preußische Kultusminister mit dem in Berlin anwesenden Herrn Hessing wegen Entsendung preußischer Mediziner nach Göppingen (bei Augsburg) behufs Studiums der Hessing'schen Methode in Verhandlungen trat. — Wie berichtet wird, ist als Nachfolger deS verstorbenen Geh. Oberbergrates Hauchecorne der Oberbergrat Schmeißer in Clausthal zum Direktor der Berliner Bergakademie in Aussicht genommen. — Professor Dr. Reitz an der Universität in Kopenhagen, «in hervorragender Mediziner, trat wegen Kränklichkeit in den Ruhestand. Vermischtes. Eupen, 10. Febr. Oberbürgermeister a. D. Peter Becker, von 1850 bis 1881 Bürgermeister von (Supen, seitdem im Ruhestand, ist 87 Jahre alt gestorben. Er war seiner Zeit Mitglied des Landtages und7)es Pro- vinziallandtages. Berlin, 10. Febr. Der Untersuchungsrichter in Thorn setzt 500 Mk. für die Ergreifung des früheren Ingenieur-Offiziers Hellmuth Wessel aus, der, wegen Betrugs und Urkundenfälschung in gerichtlicher Untersuchung, auf dem Transport nach Thorn auf dem Bahnhof Posen e n t s p r u n g e n ist. Berlin, 10. Febr. Eine Million Mark für die Haftentlassung des Bankiers Sternberg soll als Kaution den Gerichten ängeboten werden. Es ist dies die höchste» Summe, welche seit vielen Jahren in der Praxis der Berliner Strafgerichte in derartigen Fällen eine Rolle gespielt hat. Hamburg, 10. Februar. Der hiesige Generalkonsul für Chile, Ad. Johann Schwartz, ist plötzlich aus Hamburg geflüchtet. Finanzielle Schwierigkeiten, in denen sich Schwartz schon seit langer Zeit befindet, veranlaßten seine plötzliche Mreise. Der Fall ruft großes Aufsehen hervor. Karlsruhe, 10. Febr. Von den seit dem Brande des Landauerschen Warenhauses Hierselbst vermißten drei Ladenmädchen wurden heute früh zwei verkohlt unter den Trümmern hervorgezogen; nach der dritten Leiche wird noch gesucht. Jagd und Sport. D. Dauernhetm, 10. Februar. Daß die Jagd ein kostspieliges und darum ein nobeleS Vergnügen ist, hat die gestern vorgenommene Versteigerung unserer Wald- und Feldjagd gezeigt. Diese Versteigerung verdient einige Beachtung, weil im laufenden Jahre nur ganz wenige Verpachtungen vorkommen, während int vorigen Jahre um diese Zeit alle Kreis- unb Lokalblätter Dutzende von Jagdverpachtungen enthielten. Unsere Jagd erzielte seither eine Pacht von 330 Mk. jährlich. Jetzt bringt sie der G-meindekaffe — man höre und staune 1 745 Mk., das heißt mehr als daS Fünffache ein. Unsere Ortseinnehmer und der Gemeinderechner machen sehr vergnügte Gesichter über dieses überaus schöne finanzielle Ergebnis, das wohl auch darin seinen Grund hat, daß man jetzt leicht mit der Bahn in die Welterau kommen kann. Zuletzt soll doch für die Herren Waidmänner auch noch die Nachricht folgen, daß wir stets einen sehr schönen Rehstand haben, über den sich das echte Jägerherz schon freuen kunn. Uebertriebenes Hegen wäre uns aber nicht erwünscht, weil der große Rehstand bekanntlich an jungen Schonungen großen Schaden anrichtet. Arbeiterbewegung. Breslau, 11. Februar. Das Waldenburger Gewerkschaftskartell überreichte den Grubenverwaltungen die Forderungen der Berge l e u t e. Die Verwaltungen wollen anfangs nächster Woche mit den Vertrauensmännern der Bergleute unterhandeln. Bisher wird nirgends gestreikt. Wien, 11. Februar. Die Situation im Streikgebiet ist unverändert; es ist weder eine Befferung noch eine Verschlechterung eingettbten. Budapest, ! 1. Februar. Von informierter Seite wird versichert, daß der Finanzminister mit Rücksicht auf die Lage des Geldmarktes, und speziell des Marktes für Anlagewerte, zurzeit nicht gewillt ist, eine große Anleihe durchzufahren. Budapest, 11. Februar. Reschitza befindet sich im Belagerungszustand, Gendarmen und Soldaten durchziehen die Stadt. Die Auszahlung der Arbeiter, sonst am Sonnabendmorgen, geschieht heute abend. Bisher streiken die Maschinen-, Brückenbau- und Walz- werkarbeiter. Die Kohlenarbeiter dürften sich heute abend anschließen. Die Arbeiterzahl beträgt 12 000 Die Haltung der Arbeiter erweist sich bisher als musterhaft Der Brand des Ronaschachtes, der unbedeutend war, ist bereits lokalisiert Brüssel, 11. Februar. Der Weberausstand ist infolge Zubilligung einer 5 bis 10 prozentigen Lohnerhöhung seitens der Arbeitgeber wieder beigelegt. Antwerpen, 11. Februar. Seit gestern streiken 1500 Metallarbeiter, wodurch 6000 Arbeiter verschiedener Gewerke brodlos geworden sind. Paris, 11. Februar. Aus Martinique wird gemeldet: Die Landarbeiter haben eine Lohnerhöhung gefordert, wodurch große Straßenkundgebnngen entstanden. Diese Kundgebungen arteten in einen Kampf zwischen den Ausständigen und den Truppen aus. Die Truppen machten Gebrauch von ihren Waffen, tödteten acht Ausständige und verwundeten vierzehn. Eine Interpellation wird dieser- halb in der Kammer eingebracht werden. Der Kolonialminister hat von dem Generalgouverneur Einzelheiten eingefordert. Telegramme des »Gießener Anzeiger". Berlin, 12. Februar. Aus dem Streikgebiete liegen folgende Nachrichten vor: Der Berliner Montag-Zeitung wird aus Leoben gemeldet: Die gestern hier abgehaltene Bergarbeiter-Versammlung erklärte sich mit den im Einigungsamte festgesetzten Bedingungen einverstanden. Den Bohnsberger Vertrauensmänner, welche schuld sein sollen an den schlechten Bedingungen, wurde ein Mißtrauensvotum ausgesprochen. Heute wird die Arbeit wieder ausgenommen. — Nach einer Meldung des Kleinen Journal aus Graz beschlossen die Kohlenarbeiter des Seegrabener Reviers in einer gestern stattgehabten Versammlung, sich dem Urteil des Ginigungsamtes vorläufig zu unterwerfen und die Arbeit aufzunehmen. Nach Informationen verschiedener Blätter auS Kattowitz ist der Ausstand auf den oberschlesischen Gruben jetzt überall beendet. Der Arbeitermangel im Jndustriebezirk ist ein sehr empfindlicher. Die größeren Gesellschaften sind gezwungen, sich nach ausländischen Arbeitern umzusehen. Seit kurzem werden z. B. auf der Ferdinand-Grube eine Anzahl italienischer Arbeiter beschäftigt. — In Prag fanden gestern große Ansammlungen auf dem Wenzelsplatze statt, wobei die Arbeiter weiße und rote Nelken trugen. Trotz des zahlreichen Aufgebots der Polizei ereigneten sich mittags einige Schlägereien mit Kouleur-Studenten. Beim Abzüge sangen die Arbeiter Arbeiter-Lieder und die tschechische Trutzhymne. Mährisch-Ostrau, 12. Februar. Zahlreiche gestern hier abgehaltene Arbeiter-Versammlungen, welche von über 20000 Personell besucht waren, beschlossen, die Vorschläge der Bergwerksbesitzer als ungenügend abzulehnen, die Verhandlungen des Einigungsamtes abzubrechen und int Streike zu verbleiben. Budapest, 12. Februar. Nach Privatmeldungen aus Reschitza dürste heute auf den Kohlen- und Eisenwerken von Reschitza und Anina der Generalstreik ausbrechen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag den 12. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Theffalonicherbrtef. Kap. 5. Die Wiederkunft des Herrn- Mahnruf zum Wachen und Nüchtern- fein^_____ Ärmste MeUwngeL» Depesche« deS Bureau .Herold*. Wien, 12. Februar. Von unterrichteter Seite wirb versichert, djaß der R e i ch s r a t am 22. Februar e i n b e - rufen wird, da die Regierung sich vorerst Gewißheit: darüber verschaffen will, ob von der Verständigungs-, Konferenz ein greifbares Resultat und in weiterer Folge die Arbeitsfähigkeit des Parlaments zu erwarten ist. Paris, 12. Februar. In der Redaktion der Zeitung „La Croix" wurde eine Haussuchung vorgenommen. — Kardinal Richard ist vom Papst nach Rom berufen worden. Man erwartet eine abfällige Aeußerung der Knrie gegen die regierungsfeindlichen Klerikalen. Dr. Lieber. Berlin, 12. Februar. Im Befinden des Abgeordneten Dr. Lieber haben sich bis in die späten Nachtstunden keine neuen Komplikationen eingestellt. Prinz Heturick in Wie». Wien, 12. Februar. Prinz Heinrich von P r u ß e n ist gestern nachmittag 6 Uhr hier eingetroffen. Zum Empfange waren am Bahnhof der Kaiser mit großem Gefolge und die Erzherzöge zugegen. Prinz Heinrich trug die Gala-Uniform eines österreichischen Admirals' e Die Begrüßung zwischen Kaiser und Prinz war sehr herzlich und freundschaftlich. Als der Kaiser mit dem Prinzen nach der Hofburg fuhr, brachte ihnen das zahlreiche Publikum lebhafte Ovationen dar. In der Hofburg wurde der Prinz von der Erzherzogin Maria Josepha, die als die Gemahlin des Erzherzogs Otto die Honneurs machte, empfangen. Am Diner nahmen der deutsche Botschafter und die Mitglieder der deutschen Botschaft teil. Die egyptische Fraqe Rom, 12. Februar. Die Abfahrt des englischen Geschwaders aus Malta nach Alexandrien hat hier allgemeines Aufsehen erregt, da man darin ein Vorzeichen wichtiger politischer Ereignisse erblickt. Die Meuterei der egyptischen Truppen rechtfertige diese Mobilmachung durchaus nicht. Man nimmt an, daß die Aufwickelung der egyptischen Frage die allgemeine Ursache dieser Demonstration ist. _____________ Vom Kriegsschauplatz. London, 12. Februar. Das KriegSamt hat folgende zwei Telegramme des Sir Walker, welcher an Stelle Lord Roberts die Truppen in Kapstadt befehligt, erhalten: Kapstadt, 11. Februar, 6 Uhr 30 Min. vorm. Der Kommandant Kekewich meldet unter dem 8. Februar, daß ein Eingeborener aus Kimberley eingetroffen ist, der Mafeking mit den abziehenden Buren verlassen hat. Derselbe erklärte, die Buren hätten die Belagerung Mafekings aufgegeben, um nach dem Süden zu ziehen. Sie nahmen eine Anzahl Schnellfeuer- Kanonen mit sich. Eins dieser Geschütze eröffnete am 7. das Feuer auf Kimberley. Eine Aenderung hat sich dort nicht zugetragen. — Ein zweites Telegramm oom 11. Februar mittags berichtet, Kommandant Clements telegraphiert aus Rensburg, daß am 9. Februar die Buren den Bersuch gemacht haben, die rechte Flanke seiner Truppen zu umgehen. Dieser Plan scheiterte jedoch, und die Engländer behaupteten ihre Stellungen. Ihre Verluste sind unbedeutend. Loudon, 12. Februar. Aus Kimberley wird gemeldet, daß die Zahl der belagernden Buren bedeutend ab- genommen hat, und daß die Buren bereits am 7. Februar in einer Entfernung von 4000 Meter von der Grube Premier Laufgräben angelegt haben. London, 12. Februar. Hier ist das Gerücht verbreitet, daß 5000 Buren den Tugela überschritten hätten, um den General Buller zu umgehen. Lord Roberts kam am Modderflusse an. Sein Angriff auf Magerfontein steht wahrscheinlich bevor. Brüssel, 12. Februar. Während der letzten Kämpfe am Tugela wurden drei englische Bataillone gefangen genommen. Die Buren erbeuteten 8 Kanonen größten Kalibers und 6 Munitionswagen. Alarkus Bauer Spezial-Geschäft in seiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener kverkstätte. Gießen, Uirchenplatz i(. 718 Bekanntmachung. In unserem Genoffenschaftsregister wurde bezüglich der Spar- und Darlehnskaffe Wteseck, e. G. m. u. H., eingetragen, daß Heinrich Becker zu Wieseck an Stelle des verstorbenen Johannes Deibel VI. in den Vorstand gewählt ist. Gießen, dm 9. Februar 1900. 1117 Großherzogliches Amtsgericht. Hohversteigerung im Ztaiifesbttgtt ßtmtiubtiualb. Montag den 19. Februar 1900 sollen in den Distrikten Lahnkopf, Schwalbengraben und Birken nachoerzetchnete Holzsortimente ver- steigert werden: 130 Eichenstämme bis 69 cm Durchmesser mit 66,58 fm Inhalt (darunt. 47 Stämme Schnitlh.), 74 Kiefernstamme bis 59 cm Durchmesser mit 70,69 fm Inhalt (darunter 42 Stämme Schnittholz), 2 Erlenstämme, 1 Lindenstamm, 96 Fichten-Derbstangen, 80 Fichten-Reisstangen. Dienstag den 20. Februar in denselben Distrikten: 100 rm Buchen-Scheit, 157 H Eichen-Scheit, 24 , Nadel-Scheit, 146 „ Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel, 7620 Buchen-, Eichen- und Nadel- Wellen, 189 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke. Der jedesmalige Anfang ist vormittags um 9 Uhr, im Distrikt Lahnkopf. Zusammenkunft auf der Kreisstraße diesseits der Tiefenbach. Staufenberg, am 12. Febr. 1900. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. 1125 Holzverkauf. Samstag den 17. Februar d. I., nachmittags 2 Uhr, soll in der Pfeffer'schen Wirtschaft zu Bellnhausen das in dem Belln hausener Jnteressentenwald einge- schlagene Nutzholz zusammen öffentlich verkauft werden, als: 1. 162 Eichen-Abschnitte von 4 bis 12 m Länge und 13 bis 60 cm Durchmesser mit ca. 75 fm, 2. 19 Kiefern-Abfchnitte von 2 bis 10 m Länge und 12 bis 43 cm Durchmesser mit ca. 8 fm. Bellnhausen, den 10. Febr. 1900. Der Waldvorftand. Löwe. 1120 Mittwoch den 14. Februar d. Is., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Sofas, Kommoden, Schränke, 1 Schreibtisch, 1 Aquarium, 1 Silberschrank, 1 Ser« tlkow, 1 Sekretär, 1 Nähmaschine, 1 vollst. Sett, 2 Hobelbänke, 2 Faß Wein, eine Partie Schuhwaren, 1 schweres Zugpferd und 1 Häckselmaschine, 1 Sofa mit sechs Stühlen und zwei Sesseln u. a. 1132 Geißler, Großh. Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Dienstag den 13. d. Mts., nach« Mittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Barzahlung Neustadt 65 dahier: 1 Kassenschrank, eine Partie Schuh» waren, Filz- und Strohhüte, mehrere Oelgemälde und Möbel aller Art. 1134 Born, Gerichtsvollzieher. llmmfditrs. TW-Merriiht. Schüler werden zu jeder Zeit für den neuen Tanz • Kursus angenommen Gonnenstratze 5. 1128 Joseph Möhl, _________Tanzlehrer._______ Gesucht für ein Kolonialwaren» Engros-Ge- schüft in einer Stadt am Rhein ein tüchtiger Reisender bei hohem Gehalt. Eintritt möglichst sof. erwünscht. Offerten beliebe man unter Nr. 0547 an die Exp. d. Bl. zu richten. 912] Domino billig zu verleihen bei H. Tichy, Seltersweg 60. Pension in einer Familie oder Hotel gesucht. Off, unt. 1122 an d. Exp. d. Bl. Maren-Posten s jeden Umfangs und jeder Art werden gegen sofortige Barzahlung stets gekauft. Offerten an Haasenetein & Vor ler, A.-G., Kassel unter K. 68. Suche per bald oder später Lagerplatz und Lagerräume, möglichst im Zentrum der Stadt. 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Violine), Friedrich Dippel (II. Violine), Konzertmeister August Allekotte (Viola) und Heinrich Appunn (Violoncello) aus Frankfurt am Main. Programm. 1. Streich-Quartett in D-dur ....... J. Haydn 2. Streich-Trio (zwei Violinen nnd Viola) A. Dvorak. 3. Streich-Quartett in B-dur, op. 18, No 6 . . . L. van Beethoven- Eintrittskarten zum Preise von Alk. 1.50 (numerierte Plätze 2 Mk.) sind bis zum Sonntag den 18. Februar ausschliesslich für Mitglieder (welche eine solche für einen numerierten Platz unentgeltlich erhalten), von Montag ab auch für Nichtmitglieder in der Musikalienhandlung des Herrn Challier zu erhalten. Theater-Vereio. Freitag den 23, Februar: Satisfaktion von Roberts. 1138 Gast: Hubert Dietzsch. Ein nationales Prachtwerk. Soeben wurde komplett das im vornehmsten Gescmack ausgestattete, reich illustrierte Prachtwerk: Dip Rhpinlondn von Mainz bis Koblenz, AJlü HUvlllldHUv die Thäler der Lahn und der Nahe. Von Dr. M. Schwann. Mit 150 Illustrationen. 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Frau Rat Goethe WilhelmineHelm Wolfgang, ihr Sohn, AgneS Hammer. Mittler, ein pens. Prof., Wilh. Wilhelmi. Seekatz, Maler auö Darmstadt, Frau Seekatz, s. Frau, Alcidor, ein französischer Schauspieler, Belinde, eine französiscke Schauspielerin, jStS,et Trautmannf Mack, Sergeantmajor, Gretel, Dienstmagd, Alfred Helm. Frieda Kruse. August Kirchhoff. Antonie Rux. Ludwig Joost. Aug. Kirchhoff. Wald. Eckertz. Alwin Henrp. M. Eichenwald Anfang 8 Uhr. Ende nach 10 Uhr. Kursbericht m J. Kurse & Co., Hießen, Kah«h»lßr«ße 63. Frankfurter Börse vom 10. Februar 1900. Vricoti 81/, Deutsche RsichSanl. 8 Preuß. ConsolS 81/, «r. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt v. 1891 4 Stadt WormS unk. b. 1901 98.75 88 80 86.40 000.00 0C0.00 Prorent 41/, Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente 8 Portugiesen 5 Mexicaner amort. S. I-III 4 Monopol-Griechen von 1887 99.45 99.25 38.50 42.86 46.20 8 Oesterr. vtaatSbahn v. 1886 00 0014 «isenb. Rentenb. Obl. 99.00 3 Ital. staatLgar. Gisenb. 58X014 BuderuS Obl. 9550 81/. Frankstr. Hvp. Bk unk. b. 1906 95.0014 Hambrgr.HypBk. unk. b. 1905 B1/, Frrf.Lyp.«red.B.unr.b.r9v6 9 .40 4 Preuß.Hyp.A.Bkunk.b.1900 4 ow. unk. b. 1907 100.5014 Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b.1904 4 DeutscheGrdsch.B.unk.b.1904109.40,4 FrkfLdw.EredLSkmnkck.i90v 100.50 100 OO 100 OO 98.91 20 Franken-St. Enal. Sovereigns Dollars in »old Lärmst. Bk°-Le1ien Briet! 00 00 20.46 4 20 rlidforterrr Geld 16.28 20.42 4.17 Franz. Oesterr. Americ. Banknoten dto. Nbrndeanrssr 000X0 I Oesterr. Eredit.Actien Brief 00.00 00.00 CO.OO •ett 8185 84.55 4.17'/, 238.10 Dienstag nachmittag: Allerem. Konzert/ Verantwortlicher Redakteur: H. Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Un.versitätS-Buch. und Stnnbruderet (Pietsch Erben) in Gießen. Are Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. fitJÜL '»SSS« gjlontaß61 Die »erdrn de LtztldwÜt ’ jyhfflU 9:3, fobtuat >nzoglichen Mtzk .Ltr Einsicht der V 1. die Rechnung rubrizierten F Munden- 2. dnBGußd tatt w die f TinwMnc Schlusses innech «herzoglicher Bit tzureichen. Friedber Der Grc Hni Rach tfveijäl Preußen wieher. tag wirb er in be. mit befonberem ( «von vornherein bei 'voll und M; er Hegte, nnd daß \ . sten nach jeder . halten haben. Benn auch b -eignisse trennen, Augen, nnd mir raschung, als der 'Gebiet um die fr Soldaten besetzt wo ßich von da zurück -natürlich in Ten oder unser ei °jand — adgejeße mit recht scheel machen mußte, grerung der E Vertretung uns oie Entsendung ^wässern. Dje der geschickte Sc ^eise, mit der t wurde, alles ver an Chinas Ns, äu verleihen. L ®"‘te an Mm/-- Sttm 6 * Dem bc teFWfri, 'M mit be? &r „ SttsJtte/fen G,?" 8ür, »ie r*6Ä««n| LQn.9er qJN g, L'dbi in veri?^e- weiten