Donnerstag den 12. April IOOO Erstes Blatt Amts- und Zlnzeigeblntt für den Ureis Giefzen U°kkisrch Der Krieg in Südafrika IZezugspreis vierteljährl. Ml 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholcstclle« vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZcilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulflrahe Ar. 7. Die Furcht vor dem Staatsstreich hat der fraurö'fischeu Sozialdemokratie einen Versuch zur Einführung einer Art von OstraciSmus abgenötigt: der sozialdemokratische Abgeordnete Sembat stellte in der Kammer den Antrag, die französischen Kolonialtruppen nach dem Ablauf ihres Kom- mandos in den Tropen nicht nach Frankreich zurückkehren, sondern in Algier Garnison beziehen zu lassen, weil diese Truppen zu sehr in der Hand der Führer seien, die ihrer sich bedienen könnten, um einen Staatsstreich gegen die Republik zu unternehmen; in Algier wären sie weniger gefährlich. Der Antrag wurde von der Kammer mit großer Mehrheit abgelehnt, nachdem Kriegsministrr Le Gallifet die Grundlosigkeit der Furcht vor dem Staatsstreich folgendermaßen zu erweisen versucht hatte: In den französischen Provmz-Garmsonen der Kolonialtruppen, in Cherbourg, Brest oder Toulon, könnte kein Staatsstreich versucht werden, in PanS aber könne kein militärisches Komplot beunruhigen, so lange das Ministerium und der Gouverneur von Paris zweifellos loyal seien; dann hätten die, welche vielleicht in der Lage wären, das Abenteuer zu versuchen, nichts zu gewinnen, die aber, welche etwas zu gewinnen hätten, seien außer Stande, die Initiative zu ergreifen. Mag diese Beweisführung auch für die Kolomaltruppen im Besonderen zutreffen, so zeigt sich doch eine Auslastung des „Temps", wie wenig sicher mau sich vor einem Staatsstreich im allgemeinen fühlt. Das genannte Blatt schreibt über den Antrag Sembat u. a.: „Ist es ein gutes Mittel, überall das Vertrauen in unsere Einrichtungen dadurch zu verbreiten, daß man ohne Unterlaß deren Stabilität in Frage stellt? .... WaS gewinnt man bei solchen Debatten anderes, als daß man die Menge, die nicht viel nachdenkt, glauben macht, es sei etwas daran, obwohl nichts daran ist, und daß man, bis in die Armee selbst hinein, jede Unzuftiedenheit großzieht, die ungerechter Verdacht immer im Gefolge hat? Heißt das nicht mit einem Worte Wind säen unter dem Vorwande, dem Sturme vorzubeugen? Es ist notwendig, kalt und wachsam zu bleiben. Eine einzige Gefahr bedroht die Republik, das ist die, welche aus einer schlechten Führung der Geschäfte der Nation oder aus einer Politik entspringe, die den sozialen Frieden in Ge- Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Uolksbunde. ______ Folgen, die aus dieser Wandelbarkeit erwachsen können, immer wieder erinnert werden. Adresse für Dcpefchen: Anzeiger Kietze». Fernsprecher Nr. 51. hat, V und abends f 1 Kosmin in lud! von br nd bewege ii1 her, damit bit- btm SHtfl ipilt. fer bitt tiglitb 1 1 Kasmin auf I fr- I brigtiio diel I mich schon I end, ist in 1 len Uustch. iSie' ; eS mir gelungen is ■ ceien H Ide in jedem anneki- f ioOtju Sdjleubercwu i OtoelM fahr brächte." Da die Franzosen nur zu leicht das Urteil fällen, daß die Geschäfte der Nation schlecht geführt werden, und da der soziale Friede in Frankreich nur zu leicht in Gefahr gerät, ergeben sich die Schlüffe für die Möglichkeit eines Staatsstreiches in Frankreich, im Sinne des „Temps", ganz von selbst. Uns Deutschen ist es nur vorteilhaft, wenn wir an die Wandelbarkeit der französischen Zustände und an die Politische Tagesschau. Die unmenschlichen Greuel, die auf Befehl und unter Aufsicht des ehemaligen Majors Lothaire im Gebiete der ] NundjaS verübt worden sind, und deren Empörung her- | wr gerufen haben, werden diesmal von der Regierung des I Kongostaates nach dem ehedem beliebten Schema des hart- I nickigen Leugnens nicht mehr bestritten werden können. Die I Ausschreitungen gegen wehrlose Schwarze,! namentlich Frauen, erhalten eine weitere Erhärtung I h»rch den Brief eines gewißen Louis Lacroix, der den Menschenschlächtereien nicht nur beigewohnt, sondern selbst I einet der Exekutoren der haarsträubenden Befehle seiner I Vorgesetzten gewesen sein will. Der Mann gesteht am I S chlusse seines Briefes, daß er schwer krank ist, und viel- I leicht nicht einmal mehr die gerichtliche Verhandlung erleben | wirb. Man fragt sich deshalb, hat das Tropen- oder I G allensieber dem Lacroix alle diese entsetzlichen Dinge vor- I gespiegelt, ober haben sie sich wirklich genau nach seiner | Schilderung zugetragen? In biesem Falle würbe der Ab- I scheu nicht genug Worte finben gegenüber bieser Art Raub- I unb Mordsystem staatlich konzessionierter Handelsgcsell- | schäften. Lacroix erhielt im November in Momba von | eimem Herrn M. den Befehl, alle Bewohner eines gewisten | Dorfes zu massakrieren. Lacroix schlachtete darauf in I der That 22 Frauen und zwei Kinder ab; drei Frauen, die in einer Piroge zu flüchten suchten, wurden im das Wasser geworfen. Ursache dieser Massenhin- richtung: Die Pirogen waren nicht zur befohlenen Zeit in d«n verschiedenen Niederlaffungen erschienen, um den Kautschuk abzuliefern! Gleichzeitig wurde ein schwarzer Soldat rerschossen und seine Frau an die Kette gelegt, weil der Sohn nach Buclas gelaufen war, einem Posten d«s Staates, um dort die bevorstehende Ankunft des Großinquisitors M. zu verraten. Dieser M. hatte im Oktober einen schwarzen Deserteur erschießen, und 60 Frauen an die Kette legen lassen. Dannließ er sie fast sämt- lnch verhungern, weil das Dorf (Mammumbula) keinen Kautschuk ablieferte. Louis Lacroix schließt seinen Brief vnt der Anzeige, daß er mit sechs anderen Weißen vor Gericht erscheinen werde, um sich zu verantworten, Zahllose Menschen ermordet und 60 Hände abge- schnitten, Frauen und Kinder gekreuzigt, eine Menge Männer verstümmelt und ihre Gliedmaßen gepfählt zu haben; einen Neger mit Revolver- schüsten getötet und einen Eingeborenen massakriert zu ^aben. „Ich besaß ein mir vom Arzt von Neu-Antwerpen ausgestelltes Krankheitsattest, das mich zur Heimkehr nach Europa bevollmächtigte. Man hat es mir wieder abge- nommen. Ich leide an der Leber und werde wahrscheinlich nur noch wenige Tage leben. Wenn ich sterbe, so strengt eine Privatklage gegen den Staat an." Wenn der Kongostaat nicht diesmal der Welt eine eklatante Genugthuung giebt, und vor allem den Hauptschuldigen vor die Schranken zerrt, wird man jetzt mit Recht behaupten dürfen, daß er für solche unerhörten Ausschreitungen in erster Linie verantwortlich gemacht werden muß, weil er sie einfach duldet. Gießener Anzeiger Generat-Anzeiger östlich der Eisenbahnlinie, besetzt. Ter Feind nahm zwölf Meilen östlich von Bethulie Stellung. Nach einem weiteren Telegramm eröffnete am 27. Mär; der Feind vor Mafeking das Feuer aus sieben Geschützen, fünf Neunpfündern, einem Zwölfpfünder und einem Hundertpfünder. Es folgte die kräftigste Beschießung, die während der Belagerung bisher stattgefunden hat. Das Belagerungsgeschütz der Buren entsandte allein über 60 Geschosse. Unter Deckung seiner Artillerie machte der Feind einen Vorstoß auf die Nordfront der englischen Befestigungswerke, zog sich aber eilig z u r ü ck, als er in den Bereich des Gewehrfeuers gelangte. Auch ein Vorstoß auf den Südtvestposten wurde gemacht, der Feind wurde aber zurückgeschlagen. Wie verlautet ist es einer Schar bewaffneter Kaffern in der Nacht auf den 5. April gelungen, durch die Linien der Buren vor M a f e k i n g d u r chz u b r ech e n., Die Buren hatten sie verfolgt und in einen Busch eingeschlossen. Nack) längerer Beschießung mit Nordenseldt-Ge- schützen stürmten die Buren den Busch und töteten 31 Kaffern. Aus Buluwayo wird vom 3. April berichtet: General Plumer hatte am 31. März ein Gefecht mit den Buren zwischen Mafeking und Ran athlab ama. Als er sich um 3 Uhr nachmittags seck)s Meilen von Mafeking befand, erschien eine große Truppenmacht der Buren. Plumer mußte sich, um nicht von beiden Seiten umgangen zu werden, allmählich nach Ratnathlabama und später nach seinem früheren Standorte zurückziehen. ., j Das Gefecht dauerte bis 6 Uhr abends. Der Rückzug würbe I gut ausgeführt. Die englischen Verluste betragen: bret ■ I Offiziere und sieben Mann tot, brei Offiziere unb 24 Mann I verwnnbet. 11 Mann werden vermißt. Die Verluste der A VI«'1 Plephon 21 el-Oefei lefett uud Sm 5»H Buren sollen schwer sein. In den Bezirken Philippolis und Fanresmith herrscht beträchtliche Unruhe Die Proklamation des Präsidenten Steijn ist weithin verbreitet. Die englische G a r n i s o n hat sich letzthin aus dem benachbarten Gebiet; zurückgezogen, worauf sich sofort unter den,Frei- staatlern eine größere Rührigkeit bemerkbar machte. Die englischen Einwohner, die infolgedessen in Unruhe gerieten, wandten sich an die englischen Behörden in Springfontein; diese versicherten ihnen, es würden sofort Schritte gethan werden, um ihre Befürchtungen zu beschwichtigen. In Natal entfalten die Buren im Gegensatz zu ihren Kameraden im Freistaate keine besondere Thätigkeit. Dem „Daily Telegraph" wird aus Ladysmith telegraphiert: Die Buren haben ein schweres Geschütz auf dem Kmghts- Hill nördlich von Elandslaagte und ein weiteres m der Nähe vom Wessels Nek-Bahnhof aufgestellt. Der Feind hat sich auch bei Helprnakaar stark verschanzt. Inzwischen beginnen die neuen englischen Ver- stärkungen auf dem Kriegsschauplätze zu erscheinen. Nach einer Meldung aus Kapstadt hat die jüngst emge- troffene achte Division unter General Rundle eine Diversion nach Springfontein gemacht. General Carrington kam in Kapstadt an und begiebt sich sofort nach Beira. Am 20. d. M. traf in Neapel an Bord des „Kaiser" dieGesandtschaf t derBuren ein, die Berlin, Brüssel Md Washington besucht. Sie wurde begrüßt vom Vertreter des Oranjestaates im Haag und einem Mitglied der Trans- vaalgesandtschaft in Brüssel. Alle Jnterviewversuche der Journalisten waren vergebens. Trotzdem meldet die „Tribuna", der Zweck der Reise sei, eine Basis für einen Waffenstillstand zu suchen. Präsident Steijn soll erklärt haben, daß die nach Europa gegangene Deputation jede Vollmacht habe, wegen des F r i e d e n s zu verhandeln, vorbehaltlich der Sanktion des Raabs. ' In Lonbon hielt ber Abgeordnete Lord Robert Howald-Minzen, der kürzlich vom Kriegsschauplatz zurückgekehrt ist, einen Vortrag, worin er die Militär- Verwaltung einer scharsen Kritik unterzog. Im Laufe feiner Rede erklärte er, daß zahlreiche Generale und Offiziere ihre Kommandos beibehalten hätten, obgleich sie nicht nur ihre Unfähigkeit bewiesen, sondern auch das Vertrauen ihrer Truppen verloren Hütten. Mehrere Obersten und Stabsoffiziere, die den an sie gestellten Forderungen nicht genügten, sind versetzt worden, Md das gleiche Schicksal dürste viele höhere Offiziere treffen. I Das „Reutersche Bureau"" meldet aus St. Helena: I Das Schiff mit den gefangenen Buren ist hier ein» I getroffen; die Gefangenen werden wahrscheinlich morgen I gelandet werden. I Nach Meldung der „Daily Mail" aus Kapstadt I sollen für 130000 Pfund Papiere, die von auslan- I dischen Versicherungsgesellschaften bei der Regierung des I Oranje-Freistaates als Sicherheit hinterlegt worden waren, I verschwunden sein. Die Newyorker Mutual-Gesell- I schäft warne vor dem Ankauf dieser Papiere. Telegramme des Gi-ßeuer «--zeige^. Varis 11 Avril. Der „New-Uork Harald berichtet aus Pretoria: General D-wet setzt seine Operationen Die Buren haben nun auch die einzige größere I Truppen-Abteilung, welche die Engländer noch im Süd- I osten des Freistaates stehen haben, in einen Kampf ver- I wickelt. Bei Wepener, südöstlich von Bloemfontein, un- I mittelbar an der Grenze des Basutolandes, hat ein heftiges I Gefecht ftattgefunben. Der Feind, so meldet das Londoner I offiziöse Reutersche Bureau, erlitt eine Niederlage, I die Verluste sind auf beiden Seiten ziemlich I schwer. Ein anderes Burenkommando ist auf dem Vor- I marsche vön Dewertsdorp nach Wepener begriffen. — Eine I weitere Depesche aus Aliwal North vom 9. April besagt: Bei dem Gefecht bei Wepener richteten zuerst die M a x i m - geschütze der Buren großen Schaden an, aber I die britischen Geschütze trafen batb die richtige Schußweite I unb fügten dem Feinde schwere Verluste zu. Das I Burenkommando von Rouxville ist nach Wepener abge- I gangen. . Sonach ist zu erwarten, daß die Kampfe an jenem I Punkte sich erneuern werden. Einzelnes über die Lage I der dortigen britischen Abteilung meldet die „Times"": I Oberst Dglgetty von den Kap-Schützen sei Kommandeur in I Wepener. Ein Buren-Kommando von 2000 Mann mit I vier Geschützen habe ca. fünf Meilen davon in der Richtung I nach Dewetsdorp zu sein Lager aufgeschlagen. Die eng- | lischen Befestigungslinien seien außerordentlich stark und I die Streitmacht voll verproviantiert. Zwischen den Vorposten werden andauernd Schüsse ausgetauscht. — Die I i letzten Bloemfonteiner Telegramme melden hastige und mysteriöse Bewegungen unter den englischen Truppen. Bisher fei im englischen Hauptquartier keine ernstliche Entwickelung der Bewegung des Feindes nach Süden gemeldet worden, aber eine beträchtliche Truppenbewegung zur Verhinderung einer Ueberrumpelung habe britischerseits statt- gefunden-Aliwal 9?ort^ Mrd vom 10. April gemeldet: General Brabant versuchte vergebens in zweitägigen Kämpfen die in Wepener eingeschlossenen Truppen zu entsetzen. De Wet schlug Brabant Montag in einem Hefti- | gen Kampfe. Die englischen Verluste sind schwer. 1 I Brabants Rückgang erscheint a b g e s ch n i 11 e n, da er von I drei von Rouxville, Ladybrant und Dewetsdorp her ope- I rierenden Abteilungen eingekreist ist. Bisher hatte man angenommen, daß in Wepener Ge- I neral Brabant selbst mit seinen 3000 Kolonialtruppen steht; I feine Artillerie wurde auf zwei fünfzehn- unb sechs sieben- I pfündige Kanonen nebst vier Maximgeschützen angegeben. Wenn die hastigen unb mysteriösen Bewegungen unter I ben englischen Truppen in Bloemfontein, von benen bie I „Times" zu berichten weiß, ben Beginn eines Offensivstoßes I gegen bie Burenstellungen rings um bie Stabt antünbigen I sollten, dann dürfte bald eine Klärung ber nur zu undurch- I sichtig gewordenen Kriegslage zu erwarten sein. Ob der | englische Zensor etwa mit Rücksicht auf eine unmittelbar I bevorstehende Entscheidung die Berichterstattung auf das I äußerste emschränkt, ober ob in der That die telegraphische I Verbindung zwischen Kapstadt und Bloemfontein durch die I Buren >a,bgeschnitten ist, kann mit voller Sicherheit noch I nicht beurteilt werden. Die nächsten Tage werden zweifel- I los Gewißheit hierüber bringen. Das „Reutersche Bureau"" meldet aus Bethulie vom 1 2. April: Die Buren halten thatsächlich Freistadt, Annahme von Anzeigen zu b« nachmittag« für brn Agenden Tag erscheinender. Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. ’n9 Tew»»”' pile w •««*__ Rr. 86 Erscheint täglich nut Ausnahme bes Montag«. Die Gießener Aamikicnötätter «erden dem Anzeiger u in Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter siir Hess. BolkSkunbc" Nöchtl. 4 mal beigelegt. Orientexpreß gleichenden Zug Berlin-Sonstauti> nopel via Breslau—Oderb erg —Budapest—Bel. Konstantinopel, 10. April. Nachdem die Verbindung Berlin—Konstantinopel via Tonstanza den gehegten Tr Wartungen nur mäßig entsprochen hat, sind die interessierte, Eisenbahnen übereingekommcn, vom 1. Mai ab einen neuen, dreiwöchentlich hin und her verkehrenden, direkten, den Ausland. Stockholm, 10. April. Seit einigen Tagen hat sich hier ein Gerücht über eine bevorstehende Anklage gegen da« Ministerium verbreitet. Der Konstitutions-Ausschuß des schwedischen Reichstags, der die Kontrolle über Kostales und Krsonyiettes. ** Fahrlässige Tötung. Am SamStag, dem 7. d. M., wurde der Kaufmannslehrling Hermann Böhmer au.j Heuchelheim neben seinem Fahrrad bewußtlos auf der Rod' heimerstraße, in der Nähe der Lindenburg mit einer klein» Kopfwunde aufgefunden und in die Klinik gebracht. Nach dem der Verletzte seiner Wunde am 9. d. M. in der Älintf erlegen, und die Verletzung durch Schuß aus einem sogen Deutsches Keich. Berlin, 10. April. Der Kaiser hatte heute vormittag im Auswärtigen Amt eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und hörte im königlichen Schloß von 10 Uhr ab die Vorträge des Kriegsministers von Goßler und des Chefs des Militärkabinetts von Hahnke. —Der Kaiser telegraphierte an den Oberbürger- bürgermeister von Berlin: Kaiser Franz Josef hat mir die hocherfreuliche Mitteilung zugehen lassen, er beabsichtige in den ersten Tagen des Mai die Kaiserin und mich zu besuchen. Ich bin überzeugt, daß die Bürger der Residenzstadt in treuer Verehrung und warmer Zuneigung zu dem hohen Gaste emporblicken, der einst ein treuer Freund unseres unvergeßlichen großen Kaisers war. Ich teile Ihnen den bevorstehenden Besuch mit, damit meine Berliner frühzeitig in der Lage sind, die Stadt wü/dig zu schmücken zum Willkommen für meinen verehrten und treuen Verbündeten. — Der Kaiser vollzog die großen Frühjahrsbeförderungen für die Flotte. 5 Korvettenkapitäns, 13 Kapitänleutnants, 24 Oberleutnants und 43 Leutnants wurden in die nächsthöhere Charge befördert. —fTer Mterstaatssekretär um Ministerium des Innern, Braunbehrens, hat seine Entlassung nachgesucht, ou seinem Nachfolger ist Ministerial - Direktor von Brschoffshausen ausersehen. — Der Geh. Oberregierungsrat und vortragende Rat rm Rerchsamt des Innern Wermuth ist zum Direktor im Reichsamt des Innern mit dem Range der Räte erster Masse ernannt worden. Domit ist die Bildung einer vierten Abteilung im Reichsamt des Innern zum Abschluß gelangt. Die Vorbereitungen zu der nächsten Wirtschafts- und Handelspolitik macksten die Bildung einer neuen Abteilung notwendig, und so wurde denn die dritte Abteilung in zwei geteilt, und der neuen Abteilung die Handels Politik und die sonstigen Handelssachen, insbesondere die Handelsverträge, die wirtsck)aft- lichen Fragen des A ck e r b a u e s und der I n d u st r i e, die wirtschaftliche Seite des Zoll- und Steuerwesens, die Erhebungen über die Produktionsverhältnisse des In- und Auslandes, die allgemeine Statistik des Warenverkehrs mit Bn Südosten von Bloemfontein fort. In der vergangenen Rächt hat er die Engländer in der Nähe von! Meerkatz-Fontein geschlagen. Er hat 900 Gefangene gemacht und dem Feinde schwere Verluste beige-. Lracht. Die übrigen englischen Streitkräfte haben den Rück- zng nach Bloemfontein angetreten. Die Kolonne Dewet hat in einer Woche den Engländern drei Gefechte geliefert und denselben ca. 1800 Mann abgenommen. 7 Kanonen und zahlreiche Munition ist den Buren in Pie Hände gefallen. — Eine Bestätigung dieser Nachricht fehlt noch. Paris, 11. April. Nach hiesigen offiziösen Quellen ist eine Privat-Meldung eingetroffen, nach der die Buren Mafeking genommen hätten. London, 11. April. Aus Zwartkopje-Fon- ckein wird berichtete Tie Kolonne des Generals Meck hu en ist hier eingetroffen und hat ihr Lager aufge- fchlagen. Die Stadt befindet sich östlich von Boshop. Heute unternahm Lord Chester einen Rekognoszierungsritt in nördlicher und östlicher Richtung. Er stieß mit seines Truppen nur auf kleine Burenkommandos, die sich beim, Nahen der Engländer sofort zurückzogen. Die Pferde und das übrige Vieh haben gute Weideplätze gefunden. Die Truppen befinden sich in bester Verfassung. London, 11. April. Aus Bloemfontein wird von gestern gemeldet: Eine bedeutende feindliche Kolonne mit Geschützen drin gt südlich vor. Wir hatten bisher noch kein Gefecht mit dem ,Feinde, aber es ist klar, daß er den Versuch macht, eine wichtige strategische Stellung zu erhalten, die ihm den Beginn der Feindseligkeiten erleichtert. London, 11. April. Ein Telegramm der Exchange Company aus Maritzburg von gestern morgen besagt, daß! eine heftige Kanonade bei Elandslaagte vernommen wurde, schon vorgestern, als die Buren den Versuch machen wollten, General Buller von H e s p- makaer aus zu umgehen. Andererseits meldet der Korrespondent des Bradforder Observer letzte Nacht, General Bu ller.beherrsche einen der Pässe über die Drakensberge und würde demnächst den Buren in den Rücken fallen ünd somit die ganze Buren-Position bedrohen. — Ein Telegramm aus Gaberones vom 1. April sagt: Gestern früh traf Oberst Plumer in Gamath- l a b a d a mit 270 berittenen Infanteristen und einigen I Mannschaften zu Fuß ein. Nachdem er die Fußmann- I schäften und ein Maxim-Geschütz zurückgelassen hatte, folgte I die Kolonne der Eisenbahn-Linie in südlicher Richtung. Als I bie Vorhut sechs Meilen vor Mafeking eintraf, begegnete I sie einer bedeutenden Feindesmacht. Fast gleichzeitig geriet I die linke Flanke und gleich darauf auch die rechte ins Ge- ! fecht. Die Buren versuchten die Engländer zu umgehen. I Oberst Plumer zog sich nach einer Stunde langsam nach I Norden zurück. Der Feind verfolgte die Engländer. Er läßt nicht nach in seinen Bemühungen, ihn zu um - I gehen. Der Kampf dauerte bis 6 Uhr abends auf dem I ganzen Rückzüge nach Gamathlabada. Nach weiterem I harten Gefecht erreichte Plumer seine Operations-Basis. I Der Verlust auf englischer Seite wird auf drei Offiziere, I sieben Mann tot, drei Offiziere 24 Mann verwundet, 11 I Mann vermißt angegeben. Der Verlust der Buren soll I sehr schwer gewesen sein. London, 11. April. Die „Times" meldet aus Lady- I smith vom 9. April: Eingeborene berichten, daß eine große I Anzahl Buren, die sich auf Urlaub befanden, nun zu | ihren Kommandos auf den Biggarsbergen zurück-! gekehrt sind. Unsere Vorposten wechseln Schüsse mit I dem Feinde jenseits Elandslaagte. — Wie offiziös ver- I sichert wird, befindet sich Oberst Brown unter den am I 8. Februar gemachten Gefangenen. Weiter wird aus I Ladysmith Dom 10. April, 9 Uhr vormittags, gemeldet: I Ein heftiges Geschützfeuer wird seit 7 Uhr morgens in der I Richtung von Sundayriver vernommen. Wir nehmen an, I daß die Buren begonnen haben, unsere Vorposten anzu- I greifen. ."»«1 tin rS 8uge f ,eNhbitt Ä foner O t U-8e6=« bpr • Wtte fe «»e b,f" r JWe. 1,8 । die Regierung auSübt, und zu diesem Zwecke sämtliche «h tokolle über die StaatSratS- und Ministerialfitzunaer = prüfen hat, ist der Meinung, daß sich die Minister £ I seinerzeit der Ministerialsitzung beigewohnt haben, in roeltir der Decernent für da« Handels- und Koufulatweser ! I Ministerium des Aeußeren, v. Ditten, zum Sabimiit I Sekretär ernannt wurde, eines Vergehens gegen Ij, Verfassung schuldig gemacht haben. Mit 12 gi(-Q I 6 Stimmen ist der Beschluß gefaßt worden, auf die Dievt I entlassung der Betreffenden — es sind dies der Stao r I Minister Boström, der Minister des Aeußereu v. Lagn. «heim und der Minister Wik blad — hinzuwirken. Kopenhagen, 10. April. Der König beabsichtigt,^ Mai nach Wiesbaden zu reisen. London, 10. April. Der „Standard- meldet aulflc . stantinopel: Es verlautet, Rußland verlange Den btr Türkei Kohlenstationen auf Rhodos undTenede. Die MobilisierungderFlottedes Schwarzen Merm, i die einen stetigen Verlauf nehme, stände angeblich in z» sammenhang mit diesem Ansinnen. London, 10. April. Eine Depesche des Gouverneur- der Goldküste, Sir F. M. Hodgson, aus Kumasi melde! Die Unruhen entstanden, weil Hodgson eine Abteils Polizeimannschasten auf die Suche nach dem Goldenen ©tut: der Aschanti ausgeschickt hatte. Einwohner von Äumaf* griffen die Truppe an, und brachten ihr einen Verlust voi 23 Mann bei; 19 davon find unerheblich verwundet. Dir | Häuptlinge find loyal geblieben, und haben sich geweigeri sich den Aufrührern anzuschließen. Hodgson hofft die Un< ruhen ohne Blutvergießen beendigen und sich der Anstifm bemächtigen zu können. Heute ging eine Truppe toi 102 HaufsaS zum Entsatz von Kumasfi ab. DaS gort1 Kumassi ist offenbar eingeschloffen. Die Aschantis nahm- einige eingeborene Lehrer gefangen. Der Auf stank breitet sich weiter aus. Brüssel, 10. April. Vom Kongostaate traf die Nach richt ein, daß die aufständischen Bundja-Neger aa 4. März in der Nähe von Aambata den Führer deS Kongo' postens, Leutnant WeyantS, und den Agenten her Antwerpener Handelsgesellschaft, Rab, ermordeten. Paris, 10. April. Der Präsident teilte der Kammer mit, daß die Ausstellung einem Schreiben des Handels. Ministers zufolge am SamStag um 2 Uhr in Anwesinhck des Präsidenten der Republik eröffnet werden wird. Wien, 10. April. Eine offiziöse Zuschrift der „Polit. Korresp." aus Petersburg besagt, daß die russische Re. gierung nicht beabsichtige, irgend welchen Ein- fluß in der Balkanp'olitik auszuüben. (Man kann darin den ersten Erfolg der Reise Kaiser Franz Joseph» nach Berlin erblicken. D. Red.) — Kaiser Franz Joseph tritt am 28. April dir Reise nach Budapest an und bleibt dort bis zum 4. Mai; am 5. Mai trifft er in Berlin ein und wird dort drei Tage verweilen. — Wie in militärischen Kreisen verlautet, ist eS den Bemühungen des Grafen GoluchowSky in den gemeinsamer Minister-Konferenzen gelungen, für das Jahr 1901 einen außerordentlichen Kredit von 11 Millionen Kronen für das Heer, und 15,600,000 Kronen für die Marine bewilligt zu erhalten. Die Neu-AuS. rüstung der Artillerie mit Schnellfeuer-Kanonen wurde bis 1902 verschoben, dagegen wird die Erhöhung des Rekruten-KontingentS bereits im Herbst den Parlamenten vorgelegt werden. grad —Sofia einzuführen. Die Fahrt dauert Berlin- Konstantinopel 50 Stunden. Mit dem ersten Zuge begeben sich der Präsident Kranold, sowie mehrere höhere deutsche, österreichische, ungarische, serbische und bulgarische risin« bahnbeamte im ganzen 30 Personen, nach Konstantinopel. Yokohama, 8. April. Am Jahrestag der Krönung des jetzigen Kaisers wurde die Verlobung des Kr or- Prinzen von Japan offiziell veröffentlicht. Seim Brautest Prinzessin Sadako, die dritte Tochter des Prin^n Rvkucho-o aus Kyoto. Sie ist mit der jetzigen Kaiserin entfernt verwandt und zählt 18 Jahre, während der Kron- Prinz 22 Jahre alt ist. Die Hochzeit soll Ende April oder Anfang Mai mit großem Pomp gefeiert werden. Es war zuerst vorgeschlagen worden, daß der Kronprinz nad» Deutschland gehen und die Hochzeit auf ein paar Jabre verschoben werden sollte, aber in Anbetracht der schwach» Gesundheit des Prinzen entschloß man sich, die Hochzeu so bald wie möglich zu halten. Die Kosten der Hochzeit feste werden auf eine Million Dollar veranschlagt. Di Ausländer, die in Tokio wohnen, baben schon Schritte gethan, um dem Paare ein passendes Hochzeitsgeschenl zu geben. Die Braut ist ein sehr hübsches Mädchen aui einer gesunden Familie und hat im Gegensatz zu ihrem Bräutigam eine sehr starke Konstitution. Sie wurde in der Adelsschule erzogen, spricht außer japanisch noch eng' lisch, französisch und auch etwas deutsch. Sie ist gewöhn, lich in japanisches Kostüm gekleidet, aber auch daran gc jvöhnt, europäische Kleider zu tragen. Nach der Hochzeit wird der Prinz mit seiner jungen Frau eine Reise durch Japan machen und dann in seinem neuen Palaste in Tokio wohnen, der eben mit großen Kosten gebaut wird. I dem Auslande sowie die Angelegenheiten des wirtschaft- I liehen Ausschusses zur Erledigung übertragen. — Der Präsident des Reichstages Graf B a l l e st r e m, | der sich auf der Rückreise aus Rom hier aufhielt, ist gestern I bereits nach Schlesien weiter gereift. Wie die „Germania" I berichtet, war der Graf einer ausdrücklichen Einladung | des Papstes nach Rom gefolgt. Der Papst sprach, wie | die „Germania" besonders hervorhebt, kein Wort über I bie Flotten-Borlage. — Bekanntlich sind am vorigen Samstag sachverstän- I dige Erhebungen über das neue Schema zu dem autonomen I deutschen Zolltarif von der Kommission des wirtschaft- I lichen Ausschusses zu Ende geführt worden. Wenn jetzt die I Ergebnisse dieser Arbeiten zusammengestellt und einer Nach- I Prüfung durch das Plenum des wirtschaftlichen Ausschusses I unterworfen sein werden, kann an bie Ausarbeitung der I entsprechenden Vorlagen vom Bundesrat und Reichstag I herangegangen werden. Bevor diese Vorlage endgültig I ausgearbeitet wird, dürfte zunächst ein vorläufiger Ent- I wurf den Regierungen der Bundesstaaten zur Begutachtung I vorgelegt werden. Man darf aber mit Bestimmtheit darauf I rechnen, daß Bundesrat und Reichstag bald nach Beginn I der nächsten Parlaments-Campagne mit dieser Aufgabe I befaßt werden sollen. — Die preußische Regierung geht mit der Errichtung I von Lehrstühlen für technische Chemie an ben I Universitäten und Hochschulen vor. Bei der I gyoßen Wichtigkeit, welche dieser Wissenszweig auf deu I verschiedensten Gebieten in der letzten Zeit erlangt hat, I ist es durchaus notwendig, daß die Hochschulen der Praxis I Kräfte zur Verfügung stellen, die darin gründlich vorge- I bildet sind usnd auf den theoretischen Grundlagen, die sie I früher erhalten haben, in der Praxis weiter zu bauert I vermögen. 9hir über eins hat man sich in der Industrie I zu beklagen, und das ist der Umstand, daß bei der Be- I setzung dieser Lehrstühle die Berücksichtigung der Jnter- I essen bet verschiedenen großen Industriezweige nicht syste-? I matisch vorgenommen zu werden scheint. Es ist durchaus I erwünscht, daß auf diese Lehrstühle Gelehrte berufen werden, die sich einzelne Fächer als Sonderstudien erwählt haben und somit in sie die Schüler tiefer einzuführen im stände find. In diesem Falle ist es aber notwendig, ; daß jeder Industriezweig die ihm zukommende Berücksich- i tigung bei der Auswahl der Lehrkräfte erfährt. Daß hierbei nicht alles so verläuft, wie es von der Gesamtindustrie gewünscht werden müßte, ist gerade in der Beratung des preußischen Abbeordnetenhauses beklagt worden. Es ist I aber, nach Versicherung der „B. P. N.", anzunehmen, daß der bloße Hinweis hierauf für die Zukunft genügen wird, um auch hierin der Bedeutung der einzelnen Industriezweige gerecht zu werden. Auch die Verwaltung hat das: größte Interesse daran, daß die Befruchtung, welche von den Universitäten und Hochschulen auf die Praxis übergeht, möglichst allen bedeutenderen Industriezweigen zugute kommt. — Schon seit langer Zeit verlautet, daß eine Aende - I rung des Gesetzes vom 20. April 1892, betreffend! den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und weinähn- I lichen Getränken geplant werde. Neuerdings sind auch I wieder die Grundzüge dieser Novelle angegeben worden» I Die Ausarbeitung des Entwurfs ist nunmehr so weit ge- I diehen, daß das Bundesamt die einzelnen Bundesregier- I ungen um ihr Gutachten ersucht hat. Die preußische Staats- I regierung hat in diesen Tagen zu dieser Vorlage Stellung I genommen und sich dem Vernehmen nach zu einer befür- I Wortenden Haltung entschlossen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." weist heute darauf hin, I daß die „Times" sich seit einiger Zeit darin gefällt, die I deutsche Regierung für beleidigende Angriffe ! deutscher Witzblätter gegen Mitglieder des eng- I lischen Königshauses verantwortlich zu machen. Es I wird dann an der Hand einer Ausführung des Cityblattes I dus Verhältnis der Presse zur Regierung und zum Straf- I Gesetzbuch erläutert, und das offiziöse Blatt schließt: „Daß I sich die „Times" aus dieser T-arlegUng der preß- und I strafgesetzlichen Verhältnisse in Deutschland eines Besseren I belehren und von ihrer Unterstellung, als ob die deutsche I Regierung beleidigende Ausschreitungen der Presse patro- I nisiere, zurückkommen werde, ist kaum zu erwarten, da I das Blatt in der letzten Zeit ein ungewöhnliches Maß I von tendenziöser Unwahrheit in seinen Berichten und Ur- I teilen über deutsche Zustände an den Tag gelegt hat." Dresden, 10. April. Vor einigen Tagen brachte! die „Kreuzzeitung" die Mitteilung, daß die sächsischen Mi- I uister Dr. Schurig, v. M e tz s ch und v. Watzdorf! zurücktreten würden. Das offizielle „Dresd. Journ." | erklärte die Nachricht als unbegründet. Dem Justizminister I wurde jüngst das Gerichtsorganisationsgesetz und eine I Forderung, für die er sich persönlich verwendete, abge- | lehnt. Verschwinden mußte das Viehtuberkulosegesetz, und I nicht bewilligt werden voraussichtlich die Mittel I für Wohnungsgeldzuschüsse für die Beamten. I Ein Gegensatz zwischen Regierung und Landtag I trat ziemlich offfen bei der Beratung des Fleischbeschau- I Antrages hervor. Mehrmals erfolgten auch ziemlich I scharfe Zurückweisungen von Aeußerungen der Minister I seitens des Kammerpräsidenten. Daß gerade die „Kreuz-^I zeitung" die Mitteilung über den Rücktritt der Minister! bringt, ist gewiß ein Beweis dafür, daß man in einge-^ I weihten Kreisen die Rücktrittsfrage ventiliert hat. Metz, 10. April. Der Kaiser wird mit der Kaiserin I und den jüngeren Prinzen am 8. Mai, unmittelbar nach I der Feier der Großjährigkeits-Erklärung des Kronprinzen, | in Schloß Urville eintreffen und acht Tage Aufenthalt | nehmen. In diese Zeit fällt eine Parade über Teile des! I 16. Armeekorps. Von hier aus begiebt sich die kaiserliche | Familie nach Wiesbaden. — Nach dem „Elsässer" soll I die Frage der Besetzung des erledigten Postens des hie- I sigen Bischofs entschieden fein und der deutschfreund- I liche Baron Zorn v. Bulach zum Nachfolger Flecks, I der ebenfalls Elsässer war, ernannt werden. München, 10. April. Die Hochzeit der Prin--! zessin Mathilde wurde auf den 1. Mai festgesetzt. {Ä# I (ein null 'S*»', ys» w Tarnilladl «SS Mdthos be^' ViedergewM -y iinö aufoetotoenil | 3r Wagner« l i TamM W imb Herr v. w ",'aäi Neuwahl bei | nähme des £aw |b(i5 lanbwirtW ' btr Mehzuchk v< 1 der am TM ; anschlag des 2 Mark in Einr wbe öer au 8r oDinjialttre ^amtDoran^ zur Förderung. baues für 1900/ des Ausschusses festgesetzt und i empsohlen. Es schlägigen Auss sühningsbestimr mittel für dich werben im roefei Regierung um öe von den Ausschii Mr Ergänzung n ausslettungsprogr sichtigung hierzu dem Ausschuß fii' toiien, bie vorges i AM Mark zu n ii sich ferner dem A mbuftrie, detress unter den Apothe . des dersuchsmest Men kerben , 'Staatsmittel bei der faaae Landirnrtichchs i kommen den P an und deschi zu ersuchen. _ / Fran Wochen hat bt »vesentliche For Jit fol6t: Ui Höhung des ^cater-Wftien ttWnis, k vofür bie et, rinderst 7eran9 einve: ^"uug in d Duktoren, i »'''S Rubati, fnet tuttbtn wirb. und Markus' unb W*t. itn, Vermischtes Markus Bauer, Kirchenplatz II und die Jo- Pfarrer jeder 31 ff. chr Franz JoW itt am 28. Kyril V\ )ort bis zm 4. Mm und wird dort int O Gießen, 11. April. Der heutige Pferdemarkt hat einen Auftrieb von 320 Stück und war überaus belebt. Bis V|ll Uhr machte sich das Geschäft besonders in Arbeitspferden gut, während * Leipzig, 10. April. Das seit langer Zeit be- ~ ' 1 ?anbrat nerlautet, ist tUr in den gemcksmll 18 Jahr 1901 eil i 11 Milliom 600,000 »tonn n. Dir NeU'ilE bei Viehzucht verhandelt, und einstimmig beschlossen, sich bei am Tage zuvor in besonderer Versammlung hierzu Universitätsstädte brandschatzte, und dessen Festnahme von Mreichen Behörden angeordnet worden war. Der Lchywindler st.st von Profession Barbier und gab bei kirnec Vernehmung an, Bührig zu heißen und aus Zeitz zch-iirtig zu sein. Um sich das Aussehen eines Studenten in geben, hatte er sich eine bereits vernarbte Rißwunde «ustder linken Wange beigebracht, auch am Kinn befand ' i eine durch einen großen Jodofornistreifen verdeckte Ärmste Meldungen. Depesche» des Bureau .Herold". Berlin, 11. April. Dem österreichischen Botschafter am hiesigen Hofe, Szögyenyi-Marich hat Kaiser Franz Josef den Orden vom goldenen Vließ verliehen. (Diese Verleihung gerade jetzt kurz vor dem Besuch des Kaisers von Oesterreich am hiesigen Hofe läßt ihre Bedeutung hervortreten. Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß Kaiser Franz Josef seinem Botschafter einen Beweis seiner besonderen Zufriedenheit in der Führung deS ihm auvertrauten wichtigen hohen Amtes und seiner ganz besonderen persönlichen Wertschätzung geben wollte. Diese Auszeichnung deS Vertreters der österreichischen Interessen am hiesigen Hofe darf als ein neuer Beweis für die besonders guten Beziehungen zwischen den beiden verbündeten Reichen angesehen werden.) Kunst und Wissenschaft. — Die Geographische Gesellschaft zu Jena beabsichtigt, während der zweiten Hälfte des Mai eine Kolonial.Ausstellung zu veranstalten. Familien Nachrichten. — Gestorben r Frau Äaroline Zöckler, geb. Becker, in Grün- berg. — Frau Anna Margaretha Bellinger Witwe, geb. Euler, m Lauterbauch. — Frl. Maria Stbpler in Lauterbach. — Herr Joh. Georg Kurz in Rixfeld. — Herr Christian Weber IV., Maurermeister, In Over- Ramfiadt. — Frau Emma Jost, geb. Fendt, in Darmstadt. — Frau Wilhelm Stühlinger II. Witwe in Reinheim. — Herr Philipp Lindner, Gastwirt „Zur Post", in Bürgel. — Herr Heinrich Müller, Sohn von Joh. Gg. Müller, in Offenbach. — Herr PiuS Lewmo in Main,. — Herr Gottfried Simon II. in Bingen. — Frau Oberlehrer Marie Braungart Witwe., geb. Heier, in Hanau. — Herr Fritz Jung in Sinn. — Frau Katharine Welsch, geb. Haußen, In Herborn. «uruStiere nicht begehrt find. Man hofft aber, daß die Mittagszüge auch dafür noch Käufer bringen. Bon bekannten Pferdehändlern setzten u. a. um: Schwere Normannen Aug. Frensdorf an Direktor Minke für Grube Louise und Ilsdorf und an die Firma Pirr & Co. G^ßen- Linden, ferner S. Michel an Gräflich Goerz'sche Gutsverwaltung Schlitz 2 Paar und Gießener Braunstein-Bergwerke 2 Paar Zwei Reitpferde verkaufte u. a. Betzenberger Braunfels. mltnlereU Handel wurde zwischen einem Zigeuner, der zwei«Pferde °ufrtrübe» hatte, und dem Fuhrmann Herzberger gemacht. Der VerkLusn, em echter Sohn seines Volkes, pries feine Ware Mit emer Sungenferti^eit an, die ihres gleichen sucht. Das zu verkaufende Pferd u"d die beiden Handelnden bildeten längere Zeit den Mittelpunkt einer sich lebhaft ffir diesen Handel, der schließlich zum Abschluß kam interessierenden Menge. - Die Biehmarktanlagen eignen sich, wie allgemein anerkanntwird, ganz vorzüglich zu dem Pferdemarkt. Unsere Stadt kann sich> zu- d-m Erfolg dieses ersten Marktes, den sie im wesentlichen Herrn Jean Kirch zu danken hat, nur gratulieren., Universität und Hochschule. — Ernannt: Der Privatdozent Dr. Schmidt in Erlangen zum Professor der anorganischen Naturwiffenschaften an der Forstakademie in Eberswalde. . — Gestorben: Am 9. April der ehemalige Wiener Unwersitäts- professor und Herrenhausmitglied Dr. Friedrich Maassen in Innsbruck. — verschiedenes! Aus Jena schreibt man: Der Privatdozent Dr. Steuer ist von hier nach Darmstadt als Landesgeologe für Heffen übergesiedelt. — Wie wir dem Berliner Fremdenblatt entnehmen, begeht heute der Direktor der Berliner Sternwarte, Geh. Regterungsrat Prof. Dr. Förster das 2bjährige Jubiläum als Ordinarius an der Berliner Universität. — Profeffor Dr. Aegidi an der Berliner Universität feiert heute den 75. Geburtstag. Als Universitätslehrer ließ sich Dr. Aegidi, nachdem er eine zeitlang Redakteur der Konstitutionellen Zeitung gewesen, 1858 in Göttingen nieder und las schon damals Staats-, Kirchen- und Völkerrecht. Em Privatbrief, in welchem er der „vaterländischen Hoffnungen" Erwähnung that, brachte ihn in Konflikt mit König Georg V. von Hannover, der ihm die venia legendi für Staatsrecht entzog. Sein Lehrberuf führt ihn 1857 als Professor nach Erlangen, 1868 nach Bonn. Fürst Bismarck berief Aegidi 1871 als Vortragenden Rat ins Auswärtige Amt zur Bearbeitung des Preßwesens. In dieser Stellung blieb er bis 1877. Seitdem ist er o. Honorar- profeffor bei der juristischen Fakultät zu Berlin. Die temperamentvolle Art seines Vortrags feffelt meist eine große Schar von Studenten. — In Moskau werden im Sommer d. I. Hochschulkurse für Frauen eröffnet werden Gerichtssaal. Leipzig, 10. April. Das Urteil im Harmlosenprozeß aufgehoben. Das Reichsgericht hat die Revision des Staatsanwalts als begründet anerkannt, weil von dem Gerichtshof der Begriff der Gewinnsucht verkannt worden sei, das Urteil erster Instanz aufgehoben und den Prozeß zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht in Berlin zurückverwiesen. Es ist also eine Neuauflage der Verhandlungen, die vom 2. bis zum 21. Oktober v. I. im Moabiter Kriminalgericht der Oeffentlichkeit einen Einblick in ein bis dahin weiteren Kreisen wenig bekanntes Milieu öffneten, zu erwarten. Allerdings wird der eine der Hauptangeschuldigten mit Sicherheit, und der zweite möglicherweise auf der Anklagebank fehlen. Der früher« Regierungsreferendar v. Kayser ist ausgewandert und wird in keinem Falle fick zu einer erneuten Verhandlung einfinden. Herr v. Kröcher aber befindet sich zur Zeit in Monaco, und es wird von seiner freien Entschließung abhängen, ob er sich dem Richter nochmals stellen oder bi» auf weiteres außer Landes bleiben will. An der Anwesenheit des dritten Angeklagten, des Herrn v. Schachtmeyer, auf die allein wohl mit Sicherheit zu zählen wäre, wird dem Strafrichter nicht allzu viel gelegen fein. Wie sich im Oktober v. Is. ergeben hat, ist er so wenig kompromittiert, daß seine abermalige Freisprechung mit Sicherheit zu erwarten ist. — Die Revisionsverhandlung verlies im wesenllichen folgendermaßen: Nach Verlesung des Revlfionsantrags uud einer pro- zeKuellen Eingabe des Angeklagten v.^ Kröcher ergriff Reichsanwalt Jsenbiel das Wort zur Verteidigung der Revision. Er wies darauf hin, daß durch Hereinziehung allzuvieler Details im Berliner Prozeß das Gesamtbild der Anklage leider getrübt worden sei. Alle Umstände, die die Verhandlungen begleiteten, hätten das typische Bild gewerbsmäßiger Spieler nur noch vervollständigt. Es unterliege keinem Zweifel, daß die vermögenslosen Angeklagten das luxuriöse Leben nur infolge ihrer Spielgewinne geführt haben könnten. Er beantrage Aufhebung des freisprechenden Urteils und Zurückweisung an die Vorinstanz, um eine Vereinigung dieser Straffache mit der " telMJ ?’* mV ** d» »tr. „”6*r 6oi ft,, WM Htm*. Ä" % »* vvdgsoü hofft u j L und sich der 1DW ab. Die Aschanti- lai., leiL Der «ifficu eriXte8onnittag8 11V. Uhr: Rinbertirib« für biE SRarWaemeinb«. Pfarrer Dr. Grein. AbendS 6 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Schlosser. In der JohanneSttrche. Vormittags 91/. Uhr: Pfarrer Euler. v v. Beichte und heil. Abendmahl für die Lnka»- und die Jo« hanneSgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeoet @Cme9?od)mütafl8 2 Uhr: Kinder-otteSdienft für die Luka»« ^^^A?d*iefem TageÄrd nach allen Gottesdiensten eine ^olUrte für Jerusalem erhoben zur Förderung der evangelischen Anstalten im heil. Lande. Samstag den 14. April. Nachmittags 2 Uhrr «eichte. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Mittwoch den 11. April. Nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Donnerstag den 12. April. Gründonnerstag. Vormittags von 6V$ Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. um 7 und 8 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. um 9Vi Uhr: Hochamt. Nach dem Hochamt wird das ASerheiligste nach dem log. heil. Grab übertragen und dort bis zur Abendandacht aufbewahrt. Nachmittags um 6 Uhr: Andacht. Vormittags von 10>/, Uhr bis nachmittags 6 Uhr find stille An- betungSstunden. Freitag den 13. April. Karfreitag. Vormittags um 7Vs Uhr wird daS Allerheiligste nach dem heü. Grab übertragen und dort bis zur Abendandacht aufbewahrt. „ um 9Vs Uhr beginnt die sog. .verstörte Meffe". von 7V, Uhr biS nachmittag- 5*/, Uhr sind stille An- betungSstunden. Nachmittags um 5»/s Uhr: Predigt: darauf Andacht. SamStag den 14. April. Karsamstag. Vormittags um 7 Uhr beginnen die heil. Weihen. „ um 8i, Uhr: Hochamt. Nachmittags um 4 Uhr und abendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte., Wölfischen zu ermöglichen. Der Verteidiger plattierte auf Verwerfung I 1 der Revision. Der Senat schloß sich den Ausführungen und dem An- I Handel und Verkehr. Uolksmrtschast. Konfirmaiideti-Mift Biehmärkte. H ■ Tf.iAtnfl festgestellt war, wurde der Thäter durch die Polizei i Gießen in der Person deS Kaufmannslehrlings Ludwig N . JiTtn aus Heuchelheim ermittelt und verhaftet. Der Thäter , Rauptet, der verhängnisvolle Schuß sei ihm unvorsichtiger ZAÄ ’ '' ■ | MM 6 N* 1 ! Rihtitlti' : gemeinde. Abends 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heil. Abendmahl für die LukaS- hannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Gemeinde erbeten. Karfreitag den 13. April. In der VtadMrche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl. für Matthäus-, gemeinde. Anmeldungen zuvor bet dem Pfarrer feder Gemeinde messer durch Wegrasieren der Haare hergestcllt hatte, Um sie 1 als „Studentenschmisfe" erscheinen zu lassen. Diese Pro- I redur war von ihm äußerst kunstgerecht ausgeführt, sodaß I selbst einem scharfen Auge beim ersten Anblick diese Linien I als „Schmisse" erscheinen mußten. Im Besitze des Ver- I hafteten wurde eine Paukmütze, ein Kouleurband und ein | Rasiermesser vorgefunden. Der Gauner verübte unter deu I verschiedensten Namen und unter der Angabe, Student der I Medizin zu sein, großartige Schwindeleien, indem es ihm I in zahlreichen Fällen gelang, von vertrauensseligen Ge- I schäftsleuten goldene Uhren, wertvolle Ringe, Fahrräder I und theure Anzüge ohne Bezahlung herauszulocken, um diese Gegenstände dann sofort an Ort und Stelle wieder zu versetzen. Unter anderen nannte er sich: Karl Freiherr v. Höninger, Karl Freiherr v. Hertzenberg und Freiherr v. Boden. In Greifswald, wo er sein letztes Debüt gab, hat er allein an zwölf verschiedenen Stellen derartige Betrüb geraten aus geführt, auch einen gefälschten Wechsel in Zahlung zu geben versucht. Der gefährliche Mensch wird, so- | weit bis jetzt bekannt geworden ist, gesucht von den Polizeibehörden resp. Staatsanwaltschaften in Gießen, Jena, Tübingen, Darmstadt und Dortmund. Da der Festgenommene die ihm zur Last gelegten Strafthaten ableugnet, so wurde er photographiert und je eine Abbildung zur Rekognoszierung an diejenigen Behörden gesandt, welche Steckbriefe hinter ihm erlassen haben. Ter Hochstapler, der sich bereits eine Fahrkarte nach Rostock gelöst hatte, wahrscheinlich um dort seine Schwindeleien fortzusetzen, wurde unter sicherer Bedeckung zunächst nach Greifswald transportiert und in das dortige Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. * Stuttgart, 10. April. Der Bankier Saly Nörd- linger wurde heute vom Schwurgericht wegen Sittlichkeitsverbrechen zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Verhandlung dauerte vier Tage. Es waren 89 Zeugen geladen. Die angebotene Kaution wurde abgelehnt, und der Angeklagte sofort in Haft genommen. * Innsbruck, 10. April. In Bozen ist der Kutscher der dortigen Kunstmühle, Florian Großrubatscher, als ! Mörder des Gymnasialdirektors Alton in Roveredo verhaftet worden. ♦ Budapest, 10. April. Bei Scenicz stürzte eine Lokomotive mit einem Waggon II. Klasse von einer vom Hochwaffer unterwaschenen Brücke in sechs Meter 1 i e f e s W a s s e r. Die in dem Waggon befindlichen Passagiere konnten sich durch Schwimmen retten. Der Lokomotivführer und der Heizer ertranken. r Nidda 10. April. Der bei dem Eisenbahn- Unfall in ' Unter - Schmitten verletzte Fuhrknecht Sanner ift feinen Verletzungen erlegen, offne ba« »e- tlütfein wieder erlangt zu haben. Der Arbeiter Uhl ° beute unter großer Beteiligung non allen Seiten ieerb at ®« W W M- daß d,e beiden ihre schweren löpsnerletzungen daburch erhalten ,Haben, daß sie wieber e („genannte eiserne Säutetafel geschleudert wurden, Sen ber sie beibe liegenb gefunben rourben, ob b.e ganz Itumm gebogen war. — Gestern würben bte .snfaffen eine« Zuge« der Nibba-Schollener Bahn m Schrecken gesetz kich ba« Halten be« Zuge« aus offener Strecke scheu Ober-Schmitten unb Eichelsdors. Die Ursache n«, daß eine Zigeunerbande mit 'Am Fuhrwerk aus bim an ber Straße begruben Bahnkbrper sich be, »egten, unb weder durch Zuruse noch durch Signale der Maschine sich zu entfernen bewogen werden konnte. Schließ, lick wurden sie dingfest gemacht. Darmstadt, 4. April. Dieser Tage fand hier eme Üesamtsitzung des Hessischen L an dwirt- ichaftsrats statt. Bei der Wahl des Präsidenten und der außerordentlichen Mitglieder wurden Geh. Regrerungs- rcu H a a s in Offenbach als Präsident, Oekonomrerat Dett- wk i ler in Darmstadt und Oekonomierat Schien ke aus Hardthof bei Gießen als Vizepräsidenten einstimmig wikidergewählt. Desgleichen wurden die Sachverständigen und» außerordentlichen Mitglieder Geh. Hofrat Professor 2r Wagner in Darmstadt, Landgerichlsrat Dr. Meisel in Darmstadt, Heinrich Dettweiler in Wintersheim wieder- uni» Herr v. Brentano in Offenbach neu hinzugewahlt. 1 'M Neuwahl der Ausschüsse wurde die Frage der Stellung- mFührerdür-.! nähme des Landwirtschaftsrats gegen die Angriffe auf und den ilM: - da- landwirtschaftliche Vereinswesen und bie^Förderung ab, erniordm l " ' ' ' '“, ident teilte k/rr • d»» ~ ••• —< ------- > 4. < _ Schreiben gefaßten Resolution anzuschließen. Hierauf wurde der: Lor- .. a m, , m hpä 9nnhtnirtfdinft5rat§ iür 1900/1901 mit 43 000 Kirchttche KachriltM. Svaugelifche Gemeiudt. Gottesdienst. GrLndonnerSiag den 12. April. In der Dta-Mrche. v R _ Vormittags SV, Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden auS der Markus« und der Militärgemeinde. Pfarrer Dr. Grem. Abends 6 Ubr: Pfarrer Schlaffer. «nnr»„a Beichte und heil. Abendmahl für die Matthaus- und MarkuS- gemeinde. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer lebet Gemeinde erbeten. In der JohanneSkirche. Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Euler. Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der 8uta»* 9Ufer hJL Schlag des Landwirtschaftsrats für 1900/1901 Mit 43000 V* J •i” ' Mc rk in Einnahme und Ausgabe genehmigt; desgleichen wurde der auf Grund der von den landwirtschaftlichen Privoinzialvereinen eingereichten Voranschläge aufgestellte Sel-amtvoranschlag über die Verwendung der Staatsmittel 1tnb »ddjtn 6iw zur Förderung der Viehzucht, sowie des Obst- und Gemüse- lUÜbtn. MüN lm baie§ für 1900/1901 mit 197 833 Mark nach dem Anträge de- Ausschusses für allgemeine und Finanzangelegenheiten sestzzesetzt und der Großh. Regierung zur Genehmigung epWsohlen. Es folgte die Verhandlung der von den ein- sckliiigigen Ausschüssen gestellten Anträge zu den Aus- siilrungsbestimmungen über die Verwendung der Staats- itii; tel für Viehzucht und Obst- und Gemüsebau. Dieselben werden im wesentlichen angenommen und beschlossen, die Regierung um definitive Genehniigung zu ersuchen. — Die üon den Ausschüssen eingereichten Berichte und Anträge ui: Ergänzung und teilweisen Abänderung des Landes- ai^stellungsprogrammes werden unter thunlichfter Beruck- sickkigung hierzu geäußerter Wünsche angenommen und dein Ausschuß für Ausstellungswesen und Viehzucht uber- . lassen, die vorgesehenen Preise auf die ^bsamtsumme von hittUfenrr-SM-r 93^ Mark zu reduzieren. Der Landwirtschaftsrat schließt Wirb bit Erhöhe j ferner dem Antrag des Vereins der D^utfchen Zucker- rtitfl in Herbst dru indmstrie, betreffend Stellung der künstlichen Süßstoffe / mit er den Apothekenzwang einstimmig an. Zur Ausdehnung hu SerbiiMt des Versuchswesens und Errichchng von Versuchswirt- J m Mafien herben für 1901/1902 im ganzen 25 0M Mark »aatSmittel bei der Regierung zu beantragen befchlofsen. . bcr p-raqe des Fleischbeschaugesetzes schließt sich der ^^irtschaftsrat mit allen gegen zwei Stimmen voll- W- «« jionnnicn den Beschlüssen des Reichstags in zweiter Lesung . unb beschießt die Regierung um deren Unterstützung ersuchen. Fahrt , Frankfurt a. M., 10. April. In den letzten dem erstell ZU : Wochen hat die Lösung der schwebenden Theaterfrsge mehrere hohe« »esentliche Fortschritte gemacht. Die Sachlage gestaltet sich A, c folgt: Ueber die Notwendigkeit einer mäßigen Tr- nach ' föhung des Aktienkapitals und Garantiefonds der "staqdrrM > ^er-Aktien-Gesellschaft herrscht im wesentlichen Ein> ttrständnis. Ueber die Verstärkung der Orchesters, Jahrestag orr M xh^ater - Aktien - Gesellschaft herrscht im wesentlichen Em^ rlobungdev»» ,(cftänbni6i ueber die Verstärkung deS Orchesters, 'H wofür die Stadt 15,000 Mk. jährlich mehr bewilligt, ritteToWro Unverständnis. Ebenso ist man über eine Statuten, ^^äbrenbdcr^ ivderung einverstanden, durch welche die artistische Gütung in die Hände zweier gleichberechtigten Serben. Es» Direktoren, wovon einer für das Schauspiel, einer für Ä K-onprinz "k |ie Oper, gelegt werde. Die Theaterferien sollen für beide •t auf ein paar > Beater abwechselnd stattfinden, sodaß die beiden Theater Mbettachtder'« lic gleichzeitig geschlossen werden. I man, sich. 7 --------------------------- ie Kosten t 'nilar vcraniaMtz.,^ „ toben sch°" A * Leipzig, iu. »prti. -uaa ieu tanger iW 1 to=nbe sefvannte »er^ältnra zwischen bem S> e diibM^jto Scheche unb bem Oberbergrat Hilger hat zu einer >m «5°Xmd- kwellsorberung geführt, bie von bem ßanbrat ab- j! lehnt würbe. Die Angelegenheit würbe bem Ehrender MÄ «etrfF ,incht unterbreitet, unb ßanbrat Scheche hat sofort einen d-«l?,Mch d°l°«L «ßergewShnlich langen Urlaub angetreten. bet/Ä a her * Verhaftung eines falschen Stu b ent en, •agen. jftije üuä dem Zuge heraus wurde auf Bahnhof Str alsund »V & Io!‘ Kseitlicher Hvchstopler verhaftet, Le^vo^gs^ise die SA-' Abholer auf «uf der linken Wange beigevracyr, aucy am nun utjunu 1 5 - mit M eine durch einen großen Jodofornistreifen verdeckte dellbnrö "LJt. J Lum de, ferner wies sein kurz geschorenes Kopfhuar vier t Älinl & in i i's fünf kahle Linien auf, die er künstlich mit dem Raster- in einfachem und feinem Genre mit Patent-Mat ritzen 27N Fritz Nowack eben eingetroffen bei 528 Telephon W Darmstadt, Mainz, Gießen, den 10. April 1900. 2751 Rock über allen 2752 Haftung abgewendet. 2754 I« Oi 4 Ung. Gold'Rente 94.40 8 Portugiesen 00.00 5 Mexicaner !exicaner amort. S. LH1 2a oeo.eo 4 ambrgr ^reuß.Hi »ypA.Bkunkb.L900 Veldfortrnt ihrttf trW1 000.0f* | rvoerr. Eredtt-Actien Verantwortlich für dm allgemeinen Teil: P. W.ttko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. - Druck und Verla, der Brühl'schen UniverfitätS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are heutige Wummer umfaßt 12 Seiler- llefinietninien (Offene Stellen llrrnü|rl)h(6. Vereine liiiipfclihinncii 4 8 8 96 95 86 85 94.50 93 40 Brief 16 30 20.45 4.20 Geld 16 26 20.41 4.17 omrm Hyp.A-Bk. unk. b.1904 ^kfLdw.Ered^Sk.unkch.rsoo He N.-W». Guauth, Oberbürgermeister von Gießen. Sprottau, den 26. März 1900. Königlicher Amtsgericht. üi !C (Ul B i < DaS Kuratorium: Br. Gaßner, Oberbürgermeister von Mainz. Vroeent 41/, Oesterr. SUberrente A. & G. Wallenfels Markt 2«. — ^k'rninrecb-Nr 46. Telegraphen ßlektr.Ahren W WasserkandS' Aernmclder Sicherheits- Anlagen 2067 Selöstthätige Aeuermelder liefert billigst Max Weißbäcker Südanlage 23. 00.00! 00.00' u C0Ä)0 4,r* Bett en.- Geschäft, 5 Seltersweg, neben Restaurant Roy/ Morneweg, Oberbürgermeister von Darmstadt. 01492] Ein gut erhalt. 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Das Stipmdium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jedoch nur Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben. Hiernach berechtigte und qualifizierte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungranstalt besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu bewerben beachsichtigen, sind eingeladen, ihre Gesuche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre betr. Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Rheinhessen an dir Bürgermeisterei Mainz, aus Oberhessen an die Bürgermeisterei Gießen, bis längstens znm 1. Mai d. I. gelangen zu lassen. Gießener Hmnröus-Gesellschaft. Mr 15. April ein tüchtiger Mann in Stall gesucht. 2541 $7, Deutsche dieiLSanl S Srrufi. SorrsolS 87«. Sr. HeM>r Obl. 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