rNtlty, bafe ittin, Shittit, 376 Witte le Wetten: ke. 877 >r, nachmittags aus statt. L.13.MW von 8 Uhr abr evaliMcht terhaltuns Hotel Einhorn, amen werben himn« it noch ganz besonder! MD itiakeitMttiv). 1*. Januar 1900, lt-gs * M" 3' flu S Freitag den 12. Januar Zweites Blatt 1900 M. 9 Kießener Anzeiger Heneral -Anzeiger timte* unb Zlnzeigeblatt für den "Kreis Gieren ASezugspreie »iertrljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die AbholesteSe» vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 66 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulfirahe Kr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter; Der hessische Landwirt, Klütter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen« Fernsprecher Nr. 51. Erscheint tägNch mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Ilamitie«0tät1er werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" n. „Blätter für Hess. Volkskunde" wöchll. 4 mal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. * Kabinettskrise in England? Gießen, 11. Januar 1900. Für die gegenwärtige Lage im Jnselreiche jenseits des Kanals ist es immerhin bezeichnend, daß einflußreiche konservative Blätter gegen daS Kabinett zu agitieren beginnen und auf das Alter des Ministeriums Hinweisen, das sich nach ihrer Anschauung also überlebt hat. Es ist noch in Erinnerung, daß vor einigen Jahren schon einmal von dem Rücktritte Lord Salisburys die Rede war, und noch kürzlich, nach dem Tode seiner Gemahlin und nach seiner bedenklichen Erkrankung glaubte man damit rechnen zu können, daß der Premier sich bald von den Geschäften zurückziehen werde. Daß die Stellung der gegenwärtigen englischen Regierung eine ungemein schwierige ist, darf nicht verkannt werden; denn die jetzigen leitenden Männer können sich den Vorwurf nicht ersparen, die schweren Schlappen, welche ihr Vaterland erhält, selbst verschuldet zu haben. Selbst wenn Lord Salisbury und einzelne seiner Kollegen nicht die treibende Kraft waren, welche den Krieg veranlaßte, so hätten sie aber mehr Widerstandsfähigkeit zeigen und die Machenschaften Chamberlains und seiner Genossen verhindern müssen. Schwer rächt sich diese Unterlassungssünde, und die Verantwortung für die Einbuße des englischen Prestige fällt auf die Gesamtregierung zurück. Wir haben schon einmal ausgeführt, wie schwierig sich die Situation auf internationalem Gebiete für England gestaltet hat. Blicken wir uns um und schauen nach einem Volke aus, das heute noch Sympathien für das britische Reich hat! Giebt es ein solches Volk? Wir können diese Frage getrost verneinen, selbst die Türken, die ja noch kürzlich ihre Freundschaft für England bekundeten, dürften jetzt anderer Ansicht geworden sein. Die maßgebenden Männer in London wissen sehr wohl, daß sie heute isoliert in der Welt dastehen und nirgends auf Beistand rechnen dürfen. Das macht aber die Lage des Kabinetts Salisbury so besonders schwierig, weil es wahrend seiner Thätigkeit England die Sympathien deS Auslands völlig verscherzt hat. Aber auch die inneren Schwierigkeiten mehren sich, sie sind insbesondere seit dem Beginn des BurenkriegS eine Gefahr für den Staat geworden. Wir brauchen dabei nur auf Irland zu verweisen, dem die Londoner Regierung jetzt unausgesetzte Aufmerksamkeit schenken muß. Ebenso wie die Nachrichten vom Kriegsschauplatz einer strengen Zensur unterworfen werden, so Feuilleton. U Im Reich her Dichtung ist die Schönheit Tugend A »Und Priesterin der Schönheit ist die Jugend.« I Wilh. Hertz. « • DaS große Los gewonnen und — verloren. Wie vor einige» Tagen mitgeteilt wurde, ist der „glückliche" Gewinner des ersten Hauptgewinnes der fünften Berliner Pferdelotterie bisher unauffindbar gewesen. Fast sämtliche Gewinne sind abgeholt worden, und für den Fünfzehntausender fand sich kein Liebhaber. Jetzt hat sich die Sache geklärt. Durch die Notiz im „Berliner Lokal-Anzeiger" wurde ein aus Brasilien stammender Ingenieur Dr. H., der sich zwecks Verwertung einer Erfindung in Berlin aufhält, daran erinnert, daß er sich im September v. Js. in der Filiale des Eigarrenhauses von Krüger u. Oberbeck, Rix- borf, Hermannplatz, ein Los der genannten Pferdelotterie gekauft habe. Er zog die Quersumme der Nummer des Hauptgewinnes, sie stimmte mit derjenigen deS von ihm gekauften Loses überein; schnell sah er in seinem Notizbuch «ach der Nummer, welche er beim Kauf des Loses im Herbst notiert hatte, es war wirklich 120 294, er war der glückliche Gewinner. Aber — das Los selbst war nicht zu finden. Dr. H. durchsuchte Kisten und Körbe, alles war vergebens, das wertvolle Papier blieb verschwunden. Der Cigarrenhändler, bei dem das Gewinnlos gekauft war, erinnert sich bestimmt, daß Di. H. der Käufer war. Dieser hat jetzt seinen Verlust an zuständiger Stelle gemeldet, und alle Schritte gethan, um zu verhindern, daß ein Unbefugter sich in den Besitz deS Hauptgewinnes setzt. dürften auch über die wahren Zustände in Irland kaum authentische Meldungen in das Ausland gelangen. In dem stolzen England giebt es noch viel zu reformieren, und die letzten Ereignisse haben deutlich gezeigt, daß auf manchen Gebieten England nicht auf der Höhe der Zeit steht. Ein Nachfolger Salisburys würde also ein reiches Arbeitsfeld vorfinden, auf dem besonders die veralteten Ueberlieferungen und Vorurteile umgeackert werden müßten. Daß Mr. Chamberlain nach den letzten Enthüllungen der Brüsseler „Jndependance" noch länger in seinem einflußreichen Amt bleiben kann, erscheint uns ausgeschlossen, und wir halten es für angebracht, daß bei dieser Gelegenheit die ganze Regierung umgestaltet werde. GDie Eröffnung des preußischen Landtages. Am Dienstag ist nun auch das preußische Parlament zusammengetreten, und Ober- sowie Unterhaus hatten sich eingefunden, um die Thronrede entgegenzunehmen, welche diesmal vom Ministerpräsidenten Fürsten Hohenlohe verlesen wurde. Wer da auf besondere Ueberraschungen ge- gerechnet hatte, wird sehr enttäuscht gewesen sein, denn der Ton der Thronrede ist so ruhig und geschäftsmäßig, als lägen nicht schwere parlamentarische Kämpfe hinter uns, als hätte es keine Ablehnung der Kanalvorlage, keine Maßregelung von Landräten und Regierungspräsidenten, die sich als Kanalgegner erwiesen hatten, gegeben. Auch wer da glaubte, die Kanalvorlage würde nun das Hauptstück der Thronrede bilden, ist enttäuscht worden; es wird nur kurz wiederholt, was schon längst bekannt ist, daß nämlich die Regierung an der Durchführung des Mittellandkanals festhält, dafür aber auch andere Landesteile mit Kanalbauten und mit Verbesserungen der Wasserläufe bedenken will. Daß die Kanalfrage trotz alledem auch ferner im Vordergründe des politischen Interesses stehen wird, ist damit nicht ausgeschlossen. Der preußische Staat kann schon etwas für wirtschaftliche, kulturelle und Berkehrszwecke ausgeben; denn deutlich genug klingt es aus der Thronrede heraus: Wir habens ja dazu! Die Finanzen sind günstig, und die Staatsbetriebe, insbesondere die Eisenbahnen, werfen befriedigende Ueber- schüsse ab. Es ist nicht mehr als billig, daß nun auch zur Erweiterung des Staatseisenbahnnetzes reichliche Mittel in den Etat eingestellt worden sind und daß zu gunsten der von den großen Verkehrswegen weitab liegenden Landesteile das Kleinbahnnetz eine Vervollständigung erfährt. * Der Aufsatz deS Tertianers. Von einem alten Herrn aus Schlesien, der in seiner Jugend viel in dem Städtchen Oels verkehrt hat, wird der „Frkf. Ztg." folgendes hübsche Vorkommnis mitgeteilt: Geht da vor etwa sechzig Jahren ein alter Herr auf der Promenade in Oels spazieren und denkt wahrscheinlich an sein Mittagessen, als ihm ein hübscher Knabe von etwa vierzehn Jahren begegnete, dessen Gesicht einen ganz verzweifelten Ausdruck hatte, und der bitterlich weinte. Der alte Herr rief den Knaben an, und befragte ihn um die Ursache seines Kummers. Zuerst wollte der Knabe nicht recht antworten, auf freundliches Zureden aber sagte er, daß er Tertianer auf dem Gymnasium sei, und daß er das Unglück habe, daß ihn der deutsche Lehrer nicht leiden könne. Deshalb gebe ihm dieser auch stets die aller- schlechtesten Noten unter seine Aufsätze, obgleich er sich bei der Abfassung die größte Mühe gäbe. So stände unter dem Aufsatze, den er heute wieder bekommen habe: „So schreibt nicht einmal ein Quartaner!" und nun würde ihm zu Hause ein recht schlechter Empfang zuteil werden. Der alte Herr ließ sich den Aufsatz zeigen, sah ihn durch und sagte dann: „Habt Ihr schon wieder ein neues Thema?" Der Knabe bejahte die Frage und nannte auch das Thema. Darauf sagte der alte Herr: „Nun gut; komme morgen mittag um dieselbe Zeit wieder hierher. Dann werde ich Dir den fertigen Aufsatz geben; Du schreibst ihn wörtlich ab, und giebst ihn dann ab. Am nächsten Montag, wenn ihr die Aussätze zurückerhaltet, werde ich Dich hier erwarten!" Es verlief alles so, wie eS verabredet war, und am Montag überreichte der Knabe, der wiederum Thränen in den Augen hatte, dem alten Herrn das Aufsatzheft. Dieser schlug es auf, sah, daß der Aufsatz von Ansang bis zum Ende durchgestrichen war, und las die Unterschrift: „Infames Deutsch". Ohne ein Wort zu sagen, steckte er daS Heft in die Tasche und ging nach dem Gymnasium, wo er den Mit besonderer Befriedigung muß es ausgenommen werden, daß der Emdener Hafen für die Aufnahme großer transatlantischer Dampfer ausgebaut werden soll. Es bleibt nur zu bedauern, daß damit so lange gezögert und dem Nationalvermögen viele Jahre hindurch eine große Summe entzogen worden ist. Das rheinisch-westfälische Industriegebiet war bisher fast ganz von ausländischen Häfen abhängig, insbesondere von den belgischen und holländischen, waS nun anders werden wird, wenn der Verkehr auf Emden geleitet werden kann. Schon in der vorigen Periode war eine Besteuerung der großen Warenhäuser in Aussicht genommen worden, jedoch kam man nicht zur Beratung eines bezüglichen Gesetzentwurfs. Ein solcher soll nun in dieser Tagung vorgelegt werden. Ob ec freilich seinen Zweck, die Erhaltung und Stärkung des Kleingewerbes, erreichen wird, darüber sind die Ansichten bekanntlich verschieden. Der Versuch kann ja immerhin gemacht werden. Auch auf sozialem Gebiete ist dem Landtage eine ausgedehnte Wirksamkeit Vorbehalten: Die Zwangserziehung der Jugend soll angesichts der zunehmenden Verwahrlosung der letzteren eine Erweiterung erfahren. Daß eine solche Notwendigkeit vorliegt, ist kein gutes Zeichen, und es ist nur zu wünschen, daß die geplanten Maßregeln auch wirklich wirksam sind. Was die Thronrede sonst noch enthält, ist nicht besonders bemerkenswert. Man darf annehmen, daß vorläufig die Verhandlungen einen ruhigen, sachlichen Charakter tragen werden. Stürme sind freilich nicht ausgeschlossen, aber es bleibt zu hoffen, daß der vornehme Ton, der bisher die Sitzungen des preußischen Landtags ausgezeichnet hat, diesem auch fernerhin bewahrt wird. Lokales uni) ProomMer. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen«) Gießen, den 11. Januar 1900. ** Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 381 Jahren, am 10. Januar 1519, starb zu WelS in Oberösterreich der Kaiser Maximilian I. Er galt als erster Ritter seiner Zeit und unterzog daS Heerwesen einer gründlichen Neugestaltung. Die deutsche Nation erblickte in ihm daS Ideal einer Kaisers. In allen Leibesübungen von außerordentlicher Tüchtigkeit, besaß er zugleich hervorragenden Unternehmungsgeist und war ein eifriger Förderer von Kunst und Wissenschaft. •• Der Januar, benannt nach dem Gotte JanuS, ist in der Regel der kälteste und rauheste Monat des JahreS. Direktor aufsuchte. Dieser empfing ihn sehr freundlich und es entspann sich folgendes Gespräch: Direktor: „Was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?" — Alter Herr: „Herr Direktor, glauben Sie, daß ich Deutsch verstehe?" — Direktor: „Aber welch' überflüssige Frage!" — Alter Herr: „Glauben Sie, daß ich gut Deutsch schreibe?" — Direktor: „Diese Frage ist eigentlich noch überflüssiger als die erste." — Alter Herr: „Nun, es giebt Leute, die anderer Meinung sind, z. B. der Herr Professor N. N., welcher meint, daß ich ein infames Deutsch schreibe." — Der Direktor machte bei dieser Eröffnung ein sehr erstauntes Gesicht, worauf ihm der alte Herr das Aufsatzheft des Knaben überreichte und ihm erzählte, wie der Aufsatz entstanden war. „Das ist aber wirklich unerhört," sagte der Direktor; ich werde die Sache untersuchen, und Sie sollen volle Genugthuung haben, mein lieber Herr v. Holtei." „Brauche ich nicht, brauche ich nicht," antwortete lachend Holtei und ging fort. Der Herr Direktor ließ sich den Herrn Professor zu einer Unterredung unter vier Augen kommen. Man darf hoffen, daß dieser der Gewohnheit, die Aufsätze seiner Schüler nach seinen Sympathieen oder Antipathien zu kritisieren, für die Zukunft wohl entsagt hat. * Kämpfende Millionäre. Auf welche Weise zwei bekannte amerikanische Millionäre von Montana, W A. Clark und Marcus Daly, erbitterte Feinde geworden sind, erzählt ein New-Dorker Blatt. Daly baute Schmelzwerke in Anakonda, wo er fabelhaft wertvolle Kupferbergwerke besitzt. Für die Schmclzwerke brauchte er Wasser-Triebkraft, und so kaufte er unter der Hand die Wasser-Gerechtsame des Warren Springs Creek auf, welcher durch den Ort fließt. Ungefähr */* der Wasser-Privilegien hatte er für eine verhältnismäßig geringe Summe aufgekauft, etwa 10 000 oder 15 000 Dollars. Clark, ein Konkurrent DalyS, machte sich vorher. — Der Besuch im von 25 000 Dollars. U vuiui IIUUI HUI pie auch getränkt und gefüttert sein wollen, 293 im Monat sich verteilt, wie Schwimmbad Wannenbäder 586 77 48 319 Butzbach, 10. Januar. Die „Butzb. Ztg." schreibt: Ein wohl noch nicht gehabter Besuch wurde dem hiesigen Amtsgericht Ende voriger Woche zu teil, indem die — Kuh eines in der Nähe wohnenden Oekonomen die Räume der zwei Paar Stiefel gestohlen. Alles Nachsuchen war umsonst. Vor einigen Tagen bekam nun der Betreffende von Sachsenhausen ein Packet, in dem sich die beiden Paar Stiefel zerrissen befanden. In dem beiliegenden Brief stand, der Eigentümer möge die Stiefel wieder sohlen lassen und auch vorschuhen, da sie etwas eng gewesen wären. Im Monat Februar wolle der Dieb die Stiefel wieder holen, um auf den Maskenball zu gehen! Als Stunde der „Abholung" gab er die Zeit von 12 bis 2 Uhr nachts an. Dampf, und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 97 Männer, 4 Frauen, Brausebäder zusammen 986. Die Personenwage wurde von 60 Personen benützt, das Bad von 12 Personen besichtigt. •• Die akad. evang. Vereinigung (Ortsgruppe des evan- gelischeu Bundes) hält am Freitag, dem 12. d. MtS., abends 8'/, Uhr in der Bavaria ihre dritte Versammlung im laufenden Semester ab. In der Dezemberversammlung referierte Herr etnd. theol. Keller über den „heiligen Herrn von Offenbach", dessen mysteriöse Geschichte am Anfang des 19. Jahrhunderts in Offenbach und darüber hinaus großes Aufsehen erregte, und die erst in unserer Zeit als das folgt: 3137 Männer, darunter 401 Frauen, „ 1. Klaffe 200 Männer, 2. i, 573 i, „Heute kostet daS schon 50 000 Dollars." Der Agent zog »jeder ab, und Daly stampfte und schimpfte das Blaue vom Himmel herunter. Nach ein Paar Tagen hatte er sich soweit von seiner Wut erholt, daß er seinen Mann Wieder zu Clark schickte, um die 50 000 Dollars zu erlegen. Clark empsing den Agenten vergnügt lächelnd, zwinkerte mit den Augen und bemerkte lakonisch: „Kostet jetzt 100 000 Dollars." Daly bezahlte schließlich 125 000 Dollar«. Seit der Zeit herrschte eine wilde Fehde zwischen den beiden, die fich am liebsten aufgefressen hätten, wenn sie sich nicht gegenseitig für unverdaulich halten würden. Bei dem Kampf um einen Sitz in dem Bundessenat standen sie sich als erbitterte Gegner gegenüber und sagten einander so viel Schlechtigkeiten nach, wie man sie nicht einmal einem amerikanischen Milliardär zutraut, geschweige denn einem „lumpigen" Millionär. Daly verlor in dem Kampfe, weil er zu knickerig war, und jetzt läßt erS sich hinterher Hunderttausende kosten, Clark wieder zu entthronen. Dalys angebliche BestechungS- beweise wurden für unzureichend erklärt, aber der grimmige Millionär gibt nicht nach und häuft Banknoten auf Bank- noten, um seinen intimsten Feind als Schurken zu brandmarken. * tzjn Dieb mit Humor. Aus Oberursel wird folgendes DiebSstücklein gemeldet: Ende Oktober wurden in einem Zeitraum von ungefähr vierzehn Tagen einem Oberurseler Schon Karl der Große nannte ihn in richtiger Erkenntms dieser Thatsache den Wintarmanoth, und unser Kalender bezeichnet ihn heute noch in Wort und Bild als Wmter- «onat. Schnee und Kälte, Schittenfahren und SchlMichuy- laufen sind seine äußeren Kennzeichen. In dieser Smfon find uns dieselben keine Neulinge mehr; denn König Ets- bart hat schon vor Beginn des Januar sew Szepter g - schwung-n und uns seine Macht bezeugt. Schon IN der zweiten Hälfte de« Dezembers beschäftigte der Eislaufi die Jugend, und die Schlittenfahrt war auf den Land^raßen ebenfalls eine lebhafte. Freilich hat sich 'n. ?enn letzten Tagen nicht kernfest und auf die Dauer erwiesen. Die Härte des Winters empfindet immer die Armut am meisten. Di- knappen B°rrä,e an Wiuters-uerung find infolge der früh eingetretenen Kälte schon längst verbrauch, dazu sind die Preise gestiegen, sodaß ein solcher Haushalt sich weiseste Beschränkung auserlegen muß, um die Mchr- ausaaben für Feuerung decken zu können. Freude bereitete dagegen die früh eingetretene Kälte den Bierbrauern. Die seit Jahren leeren Eiskeller und Eismieten sind wiederum mit den erwünschten Vorräten angefüllt worden, sodaß in diesem Winter mit erheblich weniger Kostenaufwand der Bedarf an Roheis gedeckt werden konnte. Jeden Einzelnen mahnt die Winterzeit, recht auf seine Gesundheit bedacht zu sein, da der Uebergang von der erwärmten Stuvenlust in die kalte Außenluft leicht Erkältungen und Erkrankungen mit sich bringt. Wer sich eine anschauliche Vorstellung von der um diese Jahreszeit herrschenden Katarrh- und Husten- epidemie machen will, der gehe nur in das Theater oder in ein Konzert. Mit Beginn des Januar sind bereits die kürzesten Tage des Jahres überwunden. Die Zett, in der unsere Sonne am meisten mit ihrem Lichte, ihrer Warme kargte, liegt wieder hinter uns, und von Tag zu Tag steigt unser Zentralgestirn höher am Himmel empor und verweilt immer länger über uns. Vermißt wird seit dem 1. Januar der 50 jährige Bahnarbeiter Heinrich Becker von Heuchelheim. Derselbe verließ morgens früh, wie jeden Tag, seine Wohnung, um sich zur Arbeit zu begeben, wozu er den für ihn kürzeren Weg über die Heuchelheimer Lahnbrücke und den Heßler «ahm. Becker, ein nüchterner, braver Arbeiter, ist fragt. Vormittag an der Arbeitsstätte nicht angelangt und auch nicht hierher zurückgekehrt, sodaß angenommen werden muß, daß er in der Dunkelheit verunglückt, und so den Tod in willigen-Schühenkorps Herzog von Edinburg vor und stellte fest, day aus meinem Abschnitt der Bahnlinie, etwa 140 Kilometer, nod) zwei weitere Kompagnieen von jedem der beiden Truppen- wrper stehen. Zu bewachen ist eine bedeutende Zahl wichtiger Brucken und ein gewaltiges Wasserbecken nebst Damm. Fast sämtliche Zuge, die durchfahren, halten hier eine Stunde für eine 1 l'oäÄ61 Mahlzeiten, und die Einrichtungen zum Tränken mid Futtern der Pferde waren nur die allernotdurftigstcn. Allein es befindet sich hier eine Eisenbahn-Reparaturwerkstätte mit einem ^-tabe von Zugenieuren und Handwerkern, und mit ihrer Hilfe mir bald, vorläufige Einrichtungen zu treffen, mit deren allmählicher Vervollkommnung wir beschäftigt find. Die Eisen- oahnteute sind prächtig, und wenn sie nicht gearbeitet hätten ivie ?le Helden, hatte ich nicht die Hälfte dessen leisten können, was ,l^l^her zustande gebracht habe. Gegenwärtig habe ich Dampf- ressel un Betrieb, die das nötige heiße Wasser für den Thee bei Jnfunft der Mannschaften liefern, sowie für eine Anzahl Tröge zum Braschen, das erste, wonach der Soldat verlangt, wenn er Eisenbahnzuge entsteigt. Auch habe ich für Trmkwasser und zahlreiche gute Latrinen ge- lorgt Zch batte Weisung, zu ermitteln, was der Ort an Lebens- Mitteln beschaffen könne, Anerbietungen zu veranlafscn und dahin uwtrken daß womöglich die örtlichen Bedürfnisse am Orte selbst k morden konnten. Ich finde, daß wir uns im besten Wcide- unVr■ il01!iCn • ?otonic befinden, daß die Fleischzufuhr als bezeichnet werden kann, und daß auch Kartoffeln ."J/J01 reichlich und gut find. So habe ich denn zu Liefernngs- angeboten aufgefordert, nach Kapstadt berichtet, und von dort emen Ossizier vom Intendantur- und Trainkorps herangezogen,, der hier große Vorräte aller Art anhäufen soll. ^beiten gegenwärtig mit Hochdruck, heißt es im Tagebuch hrr spater. Ich war bis drei Uhr heute Morgen bei mh-h pa6i ! k ? flim Ns schon wieder in Thätigkeit, und heute ^elm Wi ^T bC!! $Lei,C wettergehen denn es gehen heute fiinf- ’S durch, von denen acht eine Stunde verweilen, um zu essen. Dazu kommen dann noch fünf 3üae mit Vierden, bte auch getränkt und gefüttert sein wollen Ze? alttdem mußte der^Raauwvonr?p^(Äp^pn^ Besatzung ausgesandt werden, da in hrn^ 9-b' etwa achtzig Kilometer von hier, ein -vurenaufstcmd droht, tso hatte ich nicht nur die Mühe, die der Lahn gefunden hat. *• Gießener VolkSbad. Der Besuch des Bades im abgelaufenen Monat Dezember weist gegenüber dem Vormonat einen erheblichen Rückgang auf, veranlaßt in erster Linie durch die strengere Kälte, des weiteren dadurch, daß — abgesehen von den Feiertagen — das Schwimmbad wegen vorzunehmender Bauarbeiten während mehrerer Tage geschlossen bleiben mutzte. Insgesamt wurden abgegeben 5765 Bäder gegen 8193 im Monat November, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badelag 222 Bäder gegen — • ~~ ' ~ r ' einzelnen hat An der Verbindungslinie. London, 5. Januar. „Notizen aus einem Offizierstagebuch" betitelt die „Daily News" einige interessante Aufzeichnungen, die ihr von den Verwandten des Schreibers zur Verfügung gestellt wurden. Der Versasser ist, nach unserm Sprachgebrauch Etappenkommandant an einem Eisenbahnpunkte im Norden der Kapkolonie und erzählt die Abenteuer des Dienstbetriebes. 1 Ich kam mit einem Militärzüge an — schreibt er am 19 Nnn - uub Mte a“f b« Rm- öekgenbeit. mir manches Wer b - Inwendigen Einrichtungen in meinem Wirkunaskreife au merf™ und Stelle machte ich bald die Entdeckung 'daß L vri stark holländisch und voll von au ässigen Leuten ift kta Vorsteher ist ein verschlagener alter Fuchs, ein wütender Auk,^ des Afrikanderbundes, der sorgfältig bewacht kin will ^Indessen anderseits ist das meiste Geschäft hier in ben J Hollandern, und die Leute finden, daß wir große Bestell an Lebensmitteln machen und sofort dafür uiMen&unh fn ii„h9r den» bereit, den Stolz in die Toiche zu stecken u-ib an m s G ib zu verdienen. Eine ganze Anzahl von Personen ist verdälbti? mit dem Oranie-Freistaat Verbindung zu unterhalten nnb^ müssen uns sehr zusammennehmen, nichts über Truvv nZ! wegungen bekannt werden zu lassen. B i meiner Ank!nftE- sand ich zwei Kompagnieen des Regiments tzocklänNp. ^^? Infanterie und zwe, Kompagnieen des südasrikonischen F?ci- schmähliche Ende der Sabbatianerbewegung aufgeklärt wurde Am nächsten Freitag wird Herr Repetent Herrmann einen $ortrag4über katholisch- und protestantisch-W-ltanschanung halten. Wie immer, so sinl> auch zu diesem Abend Ga,te herzlich willkommen. , 0Tnh nebört *• (Eingesandt.) Auf einen groben Klotz gehor_r ein grober Keil. Zur Herstellung Bieres der Eulenwirt in X. ist nämlich Brauer h „ ', alle Bierbrauer, viel Wasser nötig. Da ihm die Entnat mc desselben aus der Gemeinde-Wasserleitung zu teuer schien, so tz er sich einen Brunnen bohren. Wochenlang wurde ebohrt, aber das ersehnte Wasser blieb aus; darob groß Aeraer beim Brauer, mancher Witz bet den Gasten. Fr 6 da eüter d7r letzteren eines Abends, ob noch kemer auf der anderen Seite der Erdkugel angebohrt worden sei, denn der Bohrer müsse doch bald ..durch" sem. .,O, ! g b der liebe Gasthalter sofort zur Antwct, -heute morgen bat einer Schafskopf aus dem Loch gerufen . —»ue ^asl waren über diese Antwort einen Moment verblüfft, nur der Fragesteller nicht. Ohne sich zu besinnen, und ohne die geringste ^Erregung spricht er: „Donnerwetter, muß der Kerl da unten ein gutes Auge haben, da er Sie auf solche ffntfpmurQ sieben sah". — Allgemeines, langanhaltendes Gelächter zeigte Freund Grobian, daß man ihm die derbe Abfertigung Mljiiirdien.stfrage der Volks- schullehrer. Diejenigen Schulamtskandidaten, die zu Ostern dieses Jahres ihre Entlassungsprüfung bestehen, und sich bisher noch nicht gestellt haben, müssen bis spätestens 1. Februar ihr Gesuch um Ausstellung des Berechtigungsscheines an die Prüfungs Kommission für Einjährig-Freiwillige ihres Aushebungsbezirkes einreichen. Diejenigen, die schon im zweiten Militärpflichtjahre stehen, aber erst diese Ostern das Seminar verlassen, haben sofort bei der Ersatzbehörde 3. Instanz (z. H. des Herrn Zivilvorsitzenden der Ersatz-Kommission des betreffenden Aushebungsbezirkes) um Erlaubnis zu bitten, nachträglich um Ausstellung des Berechtigungsscheines einkommen zu dürfen. Diejenigen, die schon im Amte sind, und sich zum zweiten, resp. dritten Male stellen, haben ebenfalls sofort ein Gesuch an die Ersatzbehörde 3. Instanz zu richten, und um Erlaubnis zu bitten, nachträglich um Ausstellung des Berechtigungsscheines einkommen zu dürfen. ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Schirmmacher Franz Joseph Esch weil er aus Köln wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Gießen; Russensteinmacher Heinrich Füge aus Eiterfeld wegen Notzucht und Schuhmacher Heinrich Stock aus Freiensteinau wegen Strafvollstreckung, beide von Großh. Stantsanwaltschaft Gießen; Scherenschleifer Konrad Heil aus Ottertrap wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Wimpfen; Schlosser Wilhelm Ernst Franz Herzig aus Aachen wegen Diebstahls von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Maschinenschlosser Anton Karl Koch aus Höchst a. M. wegen Betrugs, Dreher Oskar Neumann aus Elbing wegen Betrugs, Bäckergeselle Lorenz Oftermeier aus Ingolstadt wegen Unterschlagung und Dienstknecht Jakob Trump tz- hell er aus Mörlenbach wegen Betrugs, sämtlich vom Großh. Amtsanwalt zu Worms; Simplieius Leist Ehefrau Marg. geb. Gutberlet aus Wehrda wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Offenbach; Dienstmagd Elisabetha Marx aus Kaiserslautern wegen Diebstahls vom Großh. Amtsanwalt zu Friedberg; Taglöhner Jakob Sa- toni aus Laubach, Kreis Usingen, wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Vilbel; Backsteinmacher Bernhard Wißner aus Breslau wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Lorsch; Taglöhner Friedrich Zybach aus Mey- ringen in der Schweiz wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Bingen. zu 10 Pf., .. io „ Frauen, ii «-? big-n FM lilhLedrrfo ^?iabr habt" »• 34( A *^\,i** e üereiniJ ^'ri£o6b«S StfS ,:t «nl«8«W ihtag Eie » ** L SltrhfiU: -- 251500 M m 3® Suftritt gab tl »1 ferüdi, tvelche JW’lJ W bie Rannte d ^stellte Äibedtt » hie Atürke gehen ui Fabrik logierenden? Der Wächter Ivies । vilch alsbald entfern fontüb Am von iS tarn zu einem, Mtzer, unb btt S »tWt \n bit V unb ertrank. Dr hast genommen. Mttade», 1 güter in der M gütig an die Gilt Mreuhen verk 400 M. bezahlt, ben außerordentli Hektar. ÄM 10. 9 mgnett sich in bti ifn bit OiitraHtt ti ?serde, welches ins M, in tintn im Äeittr tilitt bei btt warbt durch Soldat Werne heckigtkilt Garnisonlazarett an Ungleich schwieriger berauszuholen, man lEordern, welche mit! ««letzte Pferd nach ,, ' Kassel, 1( Mtgetmeifttiftelk vtben fich ^utm rnngcimeifterd üo ■<*nb des früheren ”on ^fenad), Cvua 2ar auch bereit v Bürgermeisters un ^rchhoin, 9, j 1lflt abermals seine Lnb Konditor Herdt in aller Stille daran, das letzte Achtel anzukaufen, ohne | welches Dalys 7/e nichts wert waren. Daly erfuhr es, schickte einen seiner Agenten zu Clark, um mit ihm ein Abkommen zu treffen, weigerte sich aber, den geforderten Preis von 25 000 Dollars zu zahlen. Am nächsten Tage besann er sich und sandte Agenten wieder zu Clark mit einem Chck Clark aber erklärte ganz gemütlich: betrat und den langen Korridor hindurch bis an da ftirnrner b-S G-richtsbi-n-rS Borbrang. Mit Mühe tonnte b°"fiH°ng-w°rb-n- Tier wieder ahre'sattorde auszuheben, da infolge der theueren Material- Preise die Leistung g-g-nllb-r der bisherigen Bezahlung nicht im richtigen Verhstltnis steht. Nach Sage der Sache steht zu erwarten, daß diese Maßnahme der erwähnten Gewerbetreibenden in den in Betracht kommenden Kreisen als gerechtfertigt anerkannt wird. Darmstadt, 10. Januar. Gestern abend fand im Alten Palais der zweite Hofball statt, woran teilnahmen Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin, Seine Großherzogliche Hoheit Prinz Wilhelm, Seine Hoheit der Prinz und Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Seine Durchlaucht der Prinz und Ihre Hoheit die Prinzessin Franz Joseph von Battenberg, Se. Erl. der Graf und I. D. die Gräfin Georg Albrecht zu Erbach-Erbach, Se. Erl. der Graf und I. D. die Gräfin Arthur zu Erbach Erbach, Se. Erl. Graf Adalbert zu Erbach-Fürstenau, der Königlich Preußische Gesandte Se. Durch!. Prinz zu Hohenlohe-Oehringen, der Königlich Bayerische Gesandte Freiherr von der Pfordten, der König- sich Großbritannische Geschäftsträger Mr. Buchanan und Lady Georgina Buchanan, der Legationssekretär bei der Kaiserlich Russischen Gesandtschaft Kammerherr von Dou- bensky. Im ganzen waren etwa 280 Personen erschienen. Die Tanzmusik wurde durch die Kapelle des Großh. Feld- Art. Regts. Nr. 25 ausgeführt. DaS glanzvolle Fest hatte den animiertesten Verlauf. Birstem, 10. Januar. Prinzessin Elisabeth von Isenburg und Büdingen-Birstein trat in Trier in die Kongregation der Schwestern vom hl. Joseph ein. Geboren zu Schloß Birstem 1877 als vorjüngste Tochter des Fürsten Karl (f zu Schlackenwerlh in Böhmen am 4. April 1899) und der Fürstin Luise geb. Erzherzogin von Oesterreich findet die Prinzessin in der vom Herrn Bischoff Korum zum Wohle der Fabrikarbeiterinnen gegründeten Kongregation ihre älteste Schwester wieder, die bereits vor fünf Jahren ihre Familie verließ, um sich als Schwester Michaela im Ordensstande der Fürsorge für die arbeitende Klasse zu widmen. Daisbach bei Michelbach, 9. Januar. In Hennethal ist auf das Weihnachtsfest in einer Familie große Freude eingekehrt. Ein Verwandter dieser Familie war seiner Zeit nach Amerika ausgewandert. Es war ihm geglückt, 80 000 Mk. Vermögen zusammen zu bringen, das er seinen hiesigen Erben hinterlassen hat. □ Mainz, 10. Januar. Die gestrige ordentliche Generalversammlung der Äktienbierbrauerei Schöfferhof-Dreikönigshof beschloß, aus dem vorig- jährigen Reingewinn eine Dividende von 14 Prozent zur Auszahlung zu bringen. Ferner beschloß man eine Firm» änderung vorzunehmen, und lautet die Firma jetzt: „Hof- bierbrauerei Schöfferhof Aktiengesellschaft." ß Mainz, 10. Januar. Seitens der hessischen Staatsregierung ift an die Stadt Mainz das Ansinnen gestellt worden, zu den Baukosten für die projektierte Kleinbahn Gustavsburg—Griesheim—Kornfanb —Darmstadt einen Beitrag zu leisten. Der städtische Finanzausschuß ist geneigt, diesem Ansinnen der Negierung nachzukammen, jedoch unter der Bedingung, daß die Bahnlinie in Kastel beginnt, und über Kostheim nach der Gustavs- burg weilergeführt wird, sodaß sie durch die Straßenbahn Mainz—Kastel einen direkten Anschluß an Mainz gewährt. — Aus dem KonsularbezirkMainz wurden im verflossenen Jahr nach den Vereinigten Staaten von Amerika für 658 514 Dollars Wein auSgesührt, für 65 891 Dollars mehr als im Jahre 1898. — Zu dem Gerüchte über den Verkauf der Mainzer Lederwerke an die Firma Cornelius Heyl in WormS, das jetzt in aller Form demen- SM -Ks Sw™.. geii Ml Je„*» N-1 Mdeif ?e- u1_b du »fist? Lrs-r di, Q'Nklfcöton iüt V h Z^enraun L'" . V n baar g sastv ib'a'■,“b'« t( «h Ä «l h Äag, >&S l!nbtl Mq im «lki * l,[nalmen S ftA J Adalbert iu r ^sandte C, der Jta */ der er <’»rer „Allianz" ml ^endlich Bedrucke ms Vertrauen in Eerall verloren m Alles Volk k mch Windsor und sagte ge Schichte gereifte Stehen könne am Tarnung verhallte ,. und heute? 9ii, MenJrrkum bekc Trauerkleider auf weiteres festgesetzt wie folgt: 154 1,20 Mk. Bettfedern 1,25 Mk. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für de« und 7344 Gchillerstratze 23. mieten. bei: 152 8888soso33sMws8ösöo8ö Emser Quellsalz mit und in der Engel-Apotheke. 44 Herren Ausposaunt 2. 153 3. 4. Görnert. 316 Zuschlagsfrist 8 Wochen. 317 Verantwortlicher Redakteur: H. Rot gier. 1000 2000 5000 10000 Grünberg i. H., den 8. Januar 1900, Großh. EisenbahN'Bauabteilung. 3,— 5,- 8,50 15,50 mittags. Ettingshausen, am 8. Jan. 1900. Gr. Bürgermeisterei Ettingshausen. Blusen und R5cke stets grosser Vorrat bei: Auß. Montanus Nachfl., Inh. R. & M. Imheuser, Giessen, Marktplatz 9—10. 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Emser Pastillen, mit Plombe, Stück-Cokes............ ■ Nuß Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite «ub enge Ofenschachte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte . . Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit ........... fittb zu haben in den durch Plakate keuutlichen Verkaufs- stellen._____________ 247 erhalten, beachte man, dass jede Verpackung mit einer Plombe verschlossen ist u. verlange ausdrücklich zu melden Gießen, den 29. Dezember 1899. Direktion des Spar- und Leihkaffevereins Gießen. Wiener. 17»] In ein. industriereichen Städtchen Hessen-Nassaus ist ein kleines Iaörikanwesen mit 12 Pferdekräften Wasserkraft, in welchem seither eine Lohmühle mit Erfolg betrieben wurde, wegen Todesfall günstig zu verkaufen. Dasselbe eignet sich auch zu jedem anderen industrieellen Betrieb. Näheres durch WUH. Hild, Bahnhofstraße 1». Der Kursus beginnt am 15. Januar l. IS. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen- Akademische Zaschueideschale Die Zusammenkunft ist am ersten der Hessischen Landeslotterie empfiehlt »u Tage beim Teich, am zweiten Tage Originalpreisen im Bruch, jedesmal 9Vs Uhr vor- Muouft Roll, Bahnhofstraße 51. - Druck und «erlag der vrühl'schen Unwersilat^uch. Schneider.__________ q UTtD Stnudruckern (P.etsch Erben) in «ießm7 18] Mansardenwohnungen von drei Zubehör in Goethe- und »Ja an e Ju bermieten zu 20 und 25 Mk. Rim^rn0^ beeoflkcine solche von vier Zimmern f^ 32 Mark pro Monat. Birkenstock & Schneide. 096] Stadtkundiger, jüngerer Hausbursche sofort gesucht. H. Wallach, Seltersweg «2. J. Vogel, Sonnenstraße 12. [90 Bekanntmachung. Nachdem uni die Haupt - Versammlung wieder die Mittel zur Prämiierung von Dieustboteu des Sparkaffeubezirks zur Verfügung gelt llt bat, bringen wir diel mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß Prämien nur solche Dienstboten im engeren Smm von 5 zu 5 Jahren erhalten können welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich über gute Führung durch Zeugnisse auszuweisen rm- stande sind. , Von Vollendung der 5 Jahre kann nur bann im letzten Dienstiahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushaltes der Herrschaft, oder durch Gründung eines eigenen Haushaltes seitens des Dienstboten erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, ansgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung und daß Kost und Logis im Hause gewahrt wird, sowie eines etwaigen Sparkaffebuchs bei unserer Kaffeoder der Großh. Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 15. l. Mts. Plombe. Vorrätig in Giessen bei Heinrich Wallach, M. Krause, Hirsch-Apotheke, welche sieh einen eleganten Anzug oder Paletot anfertigen lassen wollen, machen wir aufmerksam auf unser grosses Lager in Stoffneuheiten. Für dm Centner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mk. Gascokes. Infolge Stadtverordneten-Beschluffes vorn 28. dieses Monats wurden die Preise unserer Gascokes mit Wirkung vorn 1. Januar 1900 ab bis Eine gangbare Bäckerei zu verkaufen. 22 Näheres in der Expedition d. BL Unterzeuge für Herren finden Sie in grösster Aus- Daunen i« jeder Preislage billigst bei C. 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Die Bedingungen und Zeichnungen liegen bei der unterzeichneten Bauabteil- img während der Geschäftsstunden zur Einsicht au8, auch können erstere gegen »ostsreie Einsendung von 50 Pfg. (nicht in Briefmarken) bezogen werden. Angebote sind verschloffen mit entsprechender Aufschrift versehen postfrei viS Mittwoch den 24. Januar, vormittags 11 Uhr, zu welcher Zeit die Eröffnung erfolgt, an die Unterzeichnete einzurerchen. GksttzklMk !« 50 Ufg. empfiehlt die ArühPfche Aniv.-Druckerei, Schukstraße 7. Das Geheimniss, w Hemeindtwakd. I Hautunreinigkeiten und Ausschläge, DleuStag de» 16. nud wie Mitesser, Finnen, Blütchen etc. zu ver- Mittwoch de» 17. Januar treiben, besteht in tägl. Waschungen mit 1900, vormittags um »Va Uhr Carbol-Theerschwefel-Seife 144] Wegiugshalber ist der 2. Stock ollem Zubehör und Bletchplatz per 1. April anderweit zu verm. geräumige Mansarden- Wohnung zu vermieten. ----Renstadt 10. Z^Eiter Stock, vier Zimmer, «üche, Korridor und sonstiges Zu- ^^^etzungshalberper I. April lvoozu vermieten. Wolfstratze 10. Scke Grünbergerstratze. beginnend, sollen im Ettingshäuser I von Bergmann & Co., RadebeuL Gerneindewald, Distrikt Teich unb Pre8den a stück so Pfg bei 363 Bruch, versteigert werden: > Emil Bendep’ MarktPlatz 18- 1. 56 Stück Fechten (Schnittholz) Centner berechnet. NB. Sofern da? Verbringen der CokeS auf die betr. Lagerplätze lKeller, Stall rc.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohu« besondere Vergütung. Der Verkauf nuferer Gascokes unter «ud bis ein- fchliehlich 5 Ceutuer findet bis anf Weiteres im Gaswerk nicht wehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Ceutuer verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiefigeu l dargestellt aus den echten Salzen Sirrnen mt der König Wilhelms-Felsenquellen, " _. _ , , , Äwt t I sind ein bewährtes Mittel gegen Kleinverkaus unserer «ascokes von 1 bis 5 Ceutuer I Störung. eingerichtet worden, nämlich bet den Herren: „ Zum Gurgeln, inhaliren ™d zur IQ I Verstärkung des Einser Hassers Joh. Fischer, Alicestraße 19, beim Trinken benutze man das aus H. Hof, Löwengafse 11 und Bahnhofstraße 33, I den nämlichen Quellen gewonnene Jakob Kahl, Frankfurterstraße 151, natürliche Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emser Quellsalz Emil Lotz, Kirchenplatz 9, .. pi mbe Emil Pistor Nachfolger, Marttstraße 10, üm ’ n n Georg Tchäser, Licherltrabe 2, 1 Um keu,e Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascoker sammt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter 5 Centner zu. Die seitherige Ermäßigung des Cokespreises bei gleichzeitiger Entnahme in Wagen- und Waggonladungen, von 36 bezw. 200 Cen nern kommt vorläufig in Wegfall. Gießen, den 29. Dezember 1899. Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Otto Bergen. von 27 bis 49 cm Durchmesser und bis 28 m Länge mit 86 fm, 525 Stück Fichten (Bauholz) von 12 bis 26 cm Durchmesser und bis 24 m Länge mit 210km I bat es die Kundschaft, daß meine 1570 Stück Fichtrn-Derbstangen I Cigarren von 8 bis 11 cm Durchmesser die Vesten stnd7 28 ÄUXS'Ä R'ch"^ Buchocker, mit 15 fm. Cigarrengeschaft, Neuen Baue 11. Bemerkt wird, daß das Bau- und! Filiale r Seltersweg 16. Schnittholz am ersten Tage zur Der- «j— T ------ steigerung kommt. IdOSC 265] 6-Zimmerwohnung in der 1. Etage mit allem Zubehör, Gartenante l, Bleich- platz rc per 1. April zu vermieten. E. Kalbfleisch, Grünbergerstraße 16. 0114] Zu verm. 5- bis 6-Zimmerwohn., sow. Wohn, mit 3 Zimm., der Neuzeit ent- sprech, einger. A. Grünebaum, Bahnhofstr. 4] Ein Logis, 4 Zimmer und Zubehör, im 1. Stock, per 1. April zu ver- Lehrling per Ostern gesucht A. Kröll Söhue, Eisenhandlung. 0106] Unabhängige Lauffrau gesucht. __Ludwtgstratze 64, I. 0110] Laufmädchen gesucht. Auskunft_________Moltkeftratze 7. 251] Braves Dienst- ob. Laufmädchen sofort gesucht. Steinstratze 15, part. 339] Laufmädchen oder Frau für regelmäßige Arbeit gesucht. __Ferber, Kirchenplatz 11. _ 0103] Lauffrau oder Mädchen gesucht. Goetheflraße 34, n. 1] Wegzugshalber ist die Wohnung Alicestraße 12, II, 8 Zrmmer und Zubehör, per 1. April 1900 anderweit zu vermieten. Näheres Südanlage 19, II. 18] Noch mehrere 6- und 5-Zimmer- Wohnungen sind zu vermieten; »umteil sogleich, zumteil per April in Goethe- straße, Nordanlage und Plockstraße. _________»irkenftock & Schneider. 82] Weserstratze 3 (Ecke der Nordanlage) schöne 6-Zimmerwohnung mit allem Zubehör auf 1. April zu vermieten. Näheres im 8. Stock.________________ 245] 4- bis 5-Zimmerwohnung in der Mansarde zu verm. Ludwigstr. 46. 256] Freund!. 2-Zimmerwohnung zu verm. bei L. Hettmold, Steinstr. 31. fiOBÜforti und Lückkkki Carl Spamer, Neuenweg 2, empfiehlt 201 täglich frischeKreppeln in bekannter Güte. Nur reine Naturbutter-Zuthaten. täglich frisch. 272 Friedrich Noll, Hofbäcker, Mäusburg. (Offene ^teilen Ifevinietniigen