tüdjuger * ernd geaen 05133 8. Smw-, r Zuverliih ZeitttnM für Heochchii'ich Sntrbieten ,Gi4ener Aniem' ■642] qüißwi (WmgutiffW bw > 'm tfroö- unb M U- y\u*t. Dlcxaodtt «! «raves Wd^WMl einen kleinen 4!V NäbereS fowHtt tt>; R. jjlotiifl^ SÄStz *wä®<' Äigtänt^ °--L r^116 n,f 8^ ’! W JÄM-! «I "7m »«!*-' J w 051smO!SJS< Hs« s •OTfese °'*Ä«W' gnii. DinDP junges MLdlben fit J! 0 Kunden fofllet^^ Mode Lehrmädchk« ^HennLehmann, M. 290 GrRes Blatt. Dienstag de« 11. Dezember 150. Jahrgang *LDOO gtfibt Int lägttch rii Ausnahme des MontagS. Die Gießener 3> «airtenöfitter ■iel;r dem Anzeiger KmkStÄsel mit „Heft, flhubroir.-t* u. „Blätter ftß.t hiss. Volkskunde- »»chhtl 4mal beigelegt. Gießener Anzeiger Aczugsprei» vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestellen viexteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. IDinobme von Anzeigen zu der nachmittags für den fUdjmbrn Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. 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B. in den nächsten Han- i^Isluicträgen dem Kohlensyndikat die im Gegensatz zu i tau i'nn Jnlande geforderten hohen Preisen billige Kohlen- iGsfuhr durch einen Ausfuhrzoll auf Kohlen erschwere? jm gunzen drehte sich die Erörterung um das rheinischs- iMMijche Kohlensyndikat, dessen Geschäftsgebarung einen iwrari monopolistischen Charakter angenommen hat — i »er B ettbewerb der StaatSgrubcn macht demselben keine -Zvcgem —, daß der ncttionall. Abg. H e Y l v. H e r r n s - ll'fiiti anregte, derartige monopolistische Betriebe unter jsHrfcre Staatsaufsicht zu stellen. Die Vertreter der Re- < I itruiig nahmen das Kohlensyndikat in Schutz, und wenn ßjüc zucsaben, daß die Kohlenpreise eine wucl-erische Höhe vmeicht hätten, so 'belasteten sie damit den Zwischen- 1| anbei. Ausnahmetarife lehnten sie ebenso ab, wie das LLohleniausfuhrberbot, das schon angeregt worden >var, 61 ainit das Ausland nicht billiger deutsche Kohlen erhalte, sck brr Deutsche selbst. Graf Kanitz nahm ganz besonders Kohlensyndikat aufs Korn. Den einzigen Trost, den t)«ie Regierung gegenüber der Teuerung geben konnte, । um düe Verweisung auf die Zukunft, wo es wieder nor- . iiüIci, zugehen werde, und die Mitteilung,, daß ein Teil j M Förderung der staatlichen Gruben für den genossen- chastl ichen Bezug Vorbehalten sei. Damit solche Ausbeut- Bg ides Publikunis nicht niehr vorkomme, verlangten i)«ic Sozialdemokraten die Verstaatlichung der Kohlen- ! gnibuit. Den: reichsparteiliche Abg. G a m p hielt zwar das : «ohiemsyndikat für eine ersprießliche Gründung, meinte «uhr idoch, es sei gut, wenn der Staat im westdeutschen : jöchemgebiet Gruben zu erwerben suche. Tie Erörterung i )«tr Interpellation nahrn nicht weniger als drei Tage Ä Einspruch, dreimal soviel, al^ die Behandlung des , Mc canz-Antrages" des Zentrums. In ruhiger, fast aka- i ^Mischer Art nahmen die Rebner der Parteien dem Zen- i uwn-yantrag gegenüber Stellung. Der Reichskanzler Graf ' Ksi'tw gab, ehe noch die Verhandlung begonnen hatte, ikm Erklärung im Ramen des Bundesrats ab, des Jn- l Wses!, daß die verbündeten Regierungen dem Anträge n ck zuskimmeu konnten, da derselbe den bundesstaat- (Iiiiieit Charakter des Reiches und die Autonomie der SthmibcSgHeber beeinträchtige, seine Zustimmung zu dem- !■!?—————■——— Hießcner Sladltüeater. I Die Schlierseer. Die Schlierseer sind wieder bei und eingezogen. Der t »ixnlÄmliche Reiz, Bauern, veritable Doifkinder in Stücken i ui! ihrem heimischen Milieu Komödie „spülln" zu sehen, i^i oon feiner alten Anzichungskrast noch nichts eingebüßt. '-Tmlicher, stärkerund unmittelbarer muß ja allerdings die : Sirfumg an Ort und Stelle, im idyllischen Schliersee selbst f!tii, das man freilich im Hochsommer auch häufig von der 5i^»riantentruppe entblößt sieht und, wie'S mir im vorigen %Ht<: ging, auch ein Sommerwetler kennt wie das der ^^^Gießelier Woche, das just zum Abschiednehmen nur ®o rechte Bauern sind ja die Schlierseer Spieler nicht wenigstens die Protagonisten nicht, die die Kosten k.'«i Erfolges in der Hauptsache Abend für Abend tragen jDer Stcrn des Ensembles, Xaver Terofal, l'm erste Komiker der Truppe, ist sogar ein ganz hervor- Jf Wiber Künstler, eine Spezialität auf ziemlich knapp be Sintern Gebiete, aber darin schlechterdings nicht zu über Ihztfien. Ihm allein ist es auch zu danken, daß sich die C Blitfit der Schlierseer, durchweg keine litterarische Helden- iHiicn, längere Zeit auf dem Repertoire halten, ja über IIrJiipt genießbar wurden. Bon w lcher ergötzlichen Komik iMZerofal als der Klarinetten-Muckl im „Liserl von 68chlüersee", aber was wäre die ganze Posse „Der -Huie rika seppl" ohne Terofal! Ens der blödesten 8üüuennstücke, die Rauchenegger und Manz auf dem Ge« > Mjsiiu haben, eine der größte« litterarische« Sünden, für t4 nirgends Vergebung gibt. Es soll allem Anschein N eine Uebertragung der unheimlich erfolggekrönten «Camleys Tante" ins Oberbayerische fein. Auf die ’-Midjen Verwickelungen der Posse einzugehen, alle die ^ipcroquod zu r giftrierea und den oft unglaublich albernen, u*r lnimer z«m Lachen reizenden Situationen nachzuspüren, r?**0'16 tväre eine „got esfürchierliche" Arbeit. Um allen 01,1111 3U beweisen, daß der Sonntagnachmittag im Theater M ausgelassenster Lustigkeit war, genügt es zu berichten, daß selben also das Vertrauen zur Reichsverwaltung schmälern würde. Persönlich fügte Graf Bülow hinzu, daß allerdings in «einzelnqn Staaten ein Zustand der "konfessionellen Gesetzgebung bestehe, der dem Grundsatz freier Religionsübung widerspreche. Schließlich ging der Antrag, dem Vorschläge des Abg. Lieber gemäß, an eine bejondere Kommisfion von 28 Mitgliedern. Bei der Landtägswahl in Württemberg hat das Kartell der Deutschen Partei, des Bundes der Landwirte und der Konservativen wenig Erfolg gehabt. Tas Zentrum wahrte seinen Besitzstand, die Volkspartei verlor eine Reihe von Mandaten, hofft aber Ersatz in den Stichwahlen, die Sozialdemokraten dagegen gewannen zwei Sitze und erreichten bedeutend stärkere Stimmenzahlen. Erst nach den über 30 Stichwahlen ist der volle Ueberblick möglich. Von Herbesthal aus hatte Präsident Krüger beim deutschen Kaiser seinen Besuch ankündigen lassen; durch direkte Mitteilung auf dem Drahtwege aus Berlin, dann auch in amtlicher Form durch den deutschen Gesandten in Luxemburg wurde jedoch Ohm Paul kund gethan, daß der Kaiser ihn infolge schon früher getroffener Anordnungen, bezw. früher eingegangener Verbindlichkeiten nicht empfangen könne. Tie deutschen Offiziösen hatten schon längere Zeit vorher bekannt gemacht, daß an einen Empfang durch den Kaiser nicl)t zu denken sei. Sie wußten schon, daß der Kaiser den Präsidenten überhaupt nicht empfangen wollte und zwar aus Rücksicht auf England, mit dem in chinesischen Dingen ein so wichtiges Abkommen geschlossen worden ist. An und für sich hätte für Kaiser Wilhelm II. ebensowenig wie für Präsident Loubet ein Hindernis im Wege gestanden, das Oberhaupt des Transvaal zu empfangen. Aber unsere gegen 1896 auf den Kopf gestellte Politik gegenüber Südafrika verhinderte es. Krüger verlängerte infolge dessen seinen Aufenthalt in Köln, um am Donnerstag nach dem Haag zu fahren. Seine Hoffnung, doch noch eine Macht zu einem guten Dienste für Transvaal in Bewegung zu setzen, hat durch die Abweisung aus Berlin einen schweren Stoß erlitten. Wenn er nach Holland geht, thut er das nicht, um von dort eine diplomatische Aktion ins Leben zu rufen, sondern nur, um der Königin Wilhelmina zu danken, weil sie den Kriegsdampfer für die Fahrt Krügers nach Europa zur Verfügung gestellt hat. Es heißt, daß Präsident .Krüger auch noch' den Zaren besuchen wolle; da dieser aber wegen seiner Gesundheit kaum vor dem Frühjahr nach St. Petersburg zurückkehren. Xaver Terofal eine Weibsperson, die „Hauserin", des Batzen- hoserS Schwester zwei Akte hindurch fpielt, um der künftigen Schwagerschaft aus Gründen finanzieller Spekulation Sand in die Äugen zu preuen. Man muß es gesehen haben was die ehrsame Pseudodame alles aufstellt, um diese „Komödie" durchzuführen. Etwas handgreiflich geht es dabei allerdings zu, und em etwas weniger starkes Unterstreichen der Effekte wäre oft erwünscht, wenn die Würde der Kunst zum mindesten nominell gewahrt bleiben soll. Aber was hilft's? Um des wirklich außerordentlich komischen Terofal willen lacht man aus Leibeskräften herzlich mit und findet es kaum verwunderlich, daß die falsche Hauserin mitten in einem hahnebüchenen Schuhplattler zum Entsetzen ihres geldgierigen „Bräutigams", der in seiner Dämlichkeit noch immer an die „Dämlichkeit" des Amerikaseppl glaubt, (in Paar Purzelbäume in Nock und Schürze schlägt. Neben der Figur des fast übertoll spaßhaften Amerikaseppl sind alle andere Rollenträger nicht viel mehr als Staffage, auch das übrigens recht ansprechende Liebespärchen, Anna Dengg und I. Berger. Der letztere scheint die Auf gab.« Joseph Meths, des früheren vorzüglichen Liebhabers dcs Ensembles, übernommen zu haben, führt sie aber leider weit konventioneller aus als fein prächtiger Vorgänger, der eine der Hauptstützen der Gesellschaft war und schon durch feinen imposanten Wuchs so etwas wie einen Tele- mach der Berge vorstellte. Die echte Hauserin spielt Anna Reil drastisch und derb, wie sie sich die Verfasser der Posse gedacht haben mögen. Auch Niedermeier, Dengg und Wagner verdienen Hervorhebung. Als Beigaben von nie versagender Wirkung wurden außer den „Schnadahüpfeln" im ersten Akt die mit Verve ausgeführten Schuhplattlervorträge und die Zitbermusik in den Zwischenakten auch mit g oßem Beifall aufgenommen, sie erhöhten den außerordentlichen Lacherfolg noch um ein Bedeutendes. Mit dem oberbayerischen Volksftück „Der Herrgott- schnitzer von Ammergau" von Ludwig Ganghofer und Hans Neuert beendeten die Schlierseer ihren Gießener Sonntag. Dieses „Watschen"-Stück giebt wohl Gelegenheit, hier und da Temperament und wahres Gefühl zu zeigen, ellenlanges undramatisches sentimentales Geschwätz aber auch vorerst wohl niemand empfangen wird, kann davon so bald nicht die Rede sein. Nackchem ihm von Sonntag bis Donnerstag in Köln unausgesetzt von großen Mengen trotz den sicherheitspolizeilich^n Einwendungen Huldigungen dargeboten worden waren, trat Präsident Krüger, von der außerordentlichen Burengesandtsci,'aft aus dem Haag abgeholt, in Gesellschaft einer zahlreichen journalistischen Begleitung die Fahrt nach Holland an. In den rheinischen Städten, die der Zug berührte, erneuerte sich die Begeisterung nach dem Vorgänge der anderen Städte. Auf holländischem Boden berührte den Präsident die Wärme des gastlichen Empfanges durch die amtlichen Persönlichkeiten. Wie in Frankreich hat auch in Holland die Kammer dem Präsidenten Krüger ihre Sympathie ausgesprochen, mit Rücksick)t auf die Stammverwandtschaft in noch freundlicherer Form. Im Deutschen Reichstage wurde erwartet, der neue Kurs unter dem Grafen Bülow werde sich auch darin kennzeichnen, daß eine amtliche Erklärung wegen des Richtempfanges Krügers gegeben werde. Andererseits wurde eine Interpellation angekündigt, um eine solche Erklärung herauszufordern. Sehr bemerkt wurde die in der offiziösen Presse bei der Erörterung des Wandels der deutschen Politik gegenüber Transvaal betonte Thcttsache, daß Frankreich gleich nach dem ersten Telegramm des Kaisers an Krüger 1896 sich in London als Bundesgenosse in einem etwaigen Kriege gegen das burenfreundliche Deutschland angeboten habe. Deshalb stehe es, wurde geschlossen, Frankreich am wenigsten an, jetzt über die zurückhaltende deutsche Politik sich aufzuhalten. Das Ministerium Italiens hatte kürzlich in der Kammer unangenehme Stunden. Zunächst erlitr der Kriegsminister eine Niederlage durch eine sehr antimilitaristische Abstimmung; auf einen Antrag der Sozialisten wurde nämlich die Abschaffung aller Krieasgeri. ! beschlossen. Dann kam eine Interpellation wegen des Sicherheitsdienstes bei Ermordung des Königs Humbert. Dieses Verbrechen ist begangen worden, als noch Pelloux Ministerpräsident war, während jetzt Saraeeo dessen Stelle einnimmt. Saraeeo' gab die für den damaligen Sicherheitsdienst Verantwortlichen völlig preis, setzte sich und seine jetzigen Ministerkollegen aber außerhalb der Affaire, da sie ja damals nicht am Ruder gewesen seien. Für den Augenblick kam das Ministerium noch einmal davon. Auf der Rückkehr von Kalgan hak das deutsche Detachement in China, das seine Aufgabe so gut gelöst, einen schweren Verlust erlitten. Oberst York von macht es stellenweise unleidlich. Wir sind überzeugt, daß die Leute aus Bayern noch einen ganz anderen Rciz böten, wenn sie zu ihrer echten Kunst, ihren echten Kostümen, ihrem echten Schuhplattler auch echte Stücke mitbrächten. Wohl athmen ihre Stücke hier und da alpine Kraft, Natur und Schönheit, wohl sind auch sie zu einem Teil realistisch, dann aber sind sie auch wieder von gartenlaubenhaftcr Sentimentalität und ganze Szenen mit der Theaterschee, e zugeschnilten. Die Realistik der Schlierseer besteht in wenig anderem als daß sie sich selbst spielen; darin liegt auch das ganze Geheimnis des Erfolges. Aber welcher gesunde Gaumen findet nicht Schwarzbrot und Milch schmackhafter als Apfelkuchen mit Schlagsahne mit etwas Paprika darauf, wie ihn etwa die Herren Blumenthal und Kadelburg urd ihre zahllosen Genossen dem verehrten Publikum mit kellner- belfter Gewandtheit zu servieren belieb, n. Wer an den Schlierseer« Gefallen findet, der wird allmählich auch di; Meisterdramen der Realistik, deren dichterische Schönheiten und Kunstfortschritte namentlich in der Auffindung der fub tilften Empfindungen, der Ausprägung atomistischer Gefühlswerte bestehen, zn würdigen wissen, ohne mit dünkelhaft-r Prüderie an den aus tief und ernst fühlenden Dichlerherzcn heroorgestoßenen brennenden Daseins- und Wesensfragen mit nichtssagendem Nasenrümpfen vorbeizustolzieren. Wie die Milch von mancher Kuh zusammenfließen muß, damit ein schmackhafter Käse daraus wird, so ist aus den bewähttesten Motiven von einem halben Schock Bolksstückm auch im „Herrgottichnitzer" ein gesälliges Ding zusammen gerührt. Unter allen schablonenhasten Figuren des Stückes H der Loisl, der „dalketa GaiSbua", die einzige, die ihre künstlerische Berechtigung hat: eS ist der alte, Gottlob nie Zu vertreibende Hanswurst der echten Posse in seiner alpine * Sbart. Wird er gut dargestellt, so ist der Erfolg des Abends gesichert. Und Erfolge werden's wohl auch, wie am Sonntagnachmittag, am Sonntag und am Samstagabend gewesen fein, über die aus eigener Anschauung zu berichten ich leider nicht in der Lage bin. p. w A«SMg s«s se« KircheudSchrri Sikjs Auf die Frage des Vorsitzenden, was sie mit den modellstehenden Mädchen gewollt habe, erwidert die Zeugin, darauf verweigere sie die Antwort, auch darauf, ob sie die Aufwärterin Ecke eingeschlossen habe. Frau Miller sagt weiter aus, daß in New-Pork der frühere Rechtsanwalt Dr. Fritz Friedemann, der New-Aorker Notar Kaempner und Eugen Friedmann an sie herangetr'eten seien, es habe sich darum gehandelt, daß das, was die Woyda ausgesagt, ihr vorgelegt wurde und man Die Berliner Anwaltskammer wird, wie die „freu; ztg." hört, gegen den Rechtsanwalt und Notar vW> Zeugin habe gar keinen Grund gehabt, auf ihn böp x fein, wenn er später seinen Versprechungen nicht m!>: nachgekommen fei, so fei feine Verhaftung daran SM. Ded Vorsitzende bemerkt, dies fei nicht Eh, denn trotz der Verhaftung seien aus dem Bureau des Angeklagten Summen auf Summen ausgegeben werde, z. B. habe Kommissar Thiel allein ca. 7000 Mark erhalte Sternberg erklärt, er wisse von all den Sumnui' nichts, auch von der Sache Thiel habe er nicht ein Boi: gewußt. Er spreche sein tiefstes Bedauern über das Vor kommnis Thiel aus. Der Präsident bemerkt, ob benii Sternberg leugnen wolle, daß die an Thiel gezahlt,e 7000 Mark aus seiner Kasse geflossen feien. Ter Angeklagte entgegnet: Ich leugne nichts, ich behaupte niM denn ich weiß von nichts. Die Zeugin Miller betört, noch, daß sie für 20 000 Mark eine wahre Aussage ge macht haben wurde, eine falsche nicht für 100 000 ’'M. Hierauf wird die Weiterverhandlung auf Tierisch vormittag vertagt. Doch wir glauben mit dir an ein ewiges Recht Ob geschlagen, uns bleibst du der Sieger I Und es lebt noch ein Gott, der getreu und gerecht; Den Hut ab, Mynheern, vor Ohm Krüger. Die letzten beiden Verse bildeten den Schlußsatz eines Telegramms an den Präsidenten Krüger, das die Verfamm- bitoe^l^^he,rfn™Um.b: "'Merlan I von ihr wiffen wollte, was daran" wahr und unwahr " g r " $ümt(er Berlin» senden dem sei. Der St a a 1 s a n w al t fragt, ob sie nicht ein Tele- £l‘ , '"neS Volkes, der tn Not und Tod sich und der grarnrn irgend eines Mannes vor einiger Zeit erhalten 9 e, uno dem Rechte getreu geblieben, begeisterten Gruß." I habe, in dem gesagt worden sei, daß sie in Southampton ■■ I bei ihrer Ankunft Besuch erhalten werde. Zeugin Miller Prored Sterubera. I ^widert, sie wisse nicht mehr, was in dem Telegramm ° n • ? q cts c. I ^standen habe, denn sie sei seekrank gewesen. Der z .. Berlin, 8. Dezember. I Staatsanwalt bemerkt daraus, das sei ja gar nicht wahr; Maroaretbe JuJr^ ber Zch95" ergiebt sich, daß sie sei nicht seekrank gewesen. Zeugin gesteht ein, daß ^ran9 WH ^wyork in Berlin erschienen ist. das Telegramm von Eugen Friedmann gesandt worden auiaerü en^Irscher, wird besonders fti Friedmann sei aber in Southampton nicht gewesen. 9^u& °ber rT?1' - . «uf eine Reihe von Fragen verweigert die Zeugin ihre x ■ 9tetlt hreraus zu der Frage der I Aussage. Der Präsident fragt, ob sie sich der Bade- Aufolae ®terat’traieine Erklärung ab, der- szene in ihrer Wohnung entsinne. Zeugin erwidert, sie undeken^ Tbat?°ch-N w, se n chts davon; sie würde so em-as nicht gelitten will hab^ ia ftpt“ 1 X ’-n e r- bestreiten haben, lieber ihre Flucht nach Amerika erzählt die Miller, ch n ®olmm a* mü «elbl w tn b/r Fischer- daß sie nach einem Zeitungsartikel total den Kopf oeri tarnen" frien^babeTaroftenS nicht nlü16" “rte$rt W- koren habe, obgleich alles übertrieben gewesen fei. Stern- deit^Namen"der Callis habe er"rttcht^aäa.nnt^"^b"L>"^^ berg habe ihr vor ihrer Abreise Verfprechungeu gemacht, auk keinen allaemeinen strfehr in b,? i 1c ,Jn ^rug und zwar habe er ihr auf ein Jahr vierteljährlich 1000 Mk. uung erklärte er nach wie vor auf das I ~ <■. --xEinmal 1 f. erhalten. »•« 1« ««*.» ».rd, M, „«.imn.,«,,,- , l.i.bm.'.unnwJbta. iÄS'»«5 Car Weil ein garantiert reines P es als Brat-, Koch giebiger al lüm-f des fürsorg Prospekte, sowi General-Agem Lebei R. Fröhl Ludwigsplati Wd W Ausschau Kalt« und wai Prin &0Q8 L2 Für die Weihuachtsbäckerei ist Bedauern Äa: k Präs ident ■ Vie, daß die an M a- ffl! Fiselitali. Ludlwigsplatz 13 Ludwigsplatz I3> 'S 853t Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Inaktiven Bernhard Schwarz, cand. ehern am 9. Dezember nach langem, schwerem Leiden zu sich zu nehmen. 8008 Biickznthaten jeder Art nur prima, wie bekannt. .altskammer wird, w: Rechtsanwalt und A- SorkomninW in dem T ^anwMaft des Koir oufrisziplinan Etliche Verfolg Weinstube zur tuMuMi. J. SeibeL Aasschank nur prima reiner Weine -KE im Glas und in Flaschen. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Prima Bois-Mischungen. Aufmerksame Bedienung. Echte, geräucherte Kieler Bücklinge empfiehlt 7129 E. Dort, WalllhorftraL 45. Schwarze Seide, Selden-Reete j Äasse geflossen seien. Ttr' ch leugne nichts, Ä WM cbts. Tie Zeugin Äiiiee 00 Mark eine wahres ine falsche nicht für M Veiterverhandlung ® >>- Alf .ee»»1 s. 2** , --W6 Von höchstem Werte als W eihnachtsge^chenk ist eine iihi$-Vcr$i(fc(r6i|$-P6li(t des fürsorglichen Ehemannes und Familienvaters. IProspekte, sowie Auskünfte durch die 7862 (lemeral - Agentur der New - Yorker Germania, Lebensvers -Geeellsch. in Berlin: A. Fröhlich, Giessen, Goethestrasse 29. ChrittbkschkkWg der Klti«kiNdek-Kmllhra»stlllt. Am 4. Advents Sonntag, dr» 28. Dezember d. I., soll die Christ- bescherung für tue Kinder unserer Anstalt stallfinden. Wir haben in diesem Jahre für 240 Kinder die Bescherung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Geldgaben, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumqegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben reckt bald an eine der nackbenannten Vorstandsdamen gelangen zu laffen: Fräulein Amalie Aa«sa, Diez- straße 15, Frau Dr. Atmet, Moltkestraße 3, Frau Amtsgerichtsrat Hcöhardt, Bergstraße 3, Frau RechtSanwalt Hrimervatd, Liebigstraße 21, Frau Rechnungsrat Kakvfleisch, Ludwigstraße 7, Frau Pfarrer Aaumann, Südanlage 8, Frau Luise Httens, Bismarckstraße 11, Frau Fabrikant Lina Schmält, Ostanlage 36, Fräulein Luise Wortman«, Asterweg 16. Auch die Schwester« unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, am 10. November 1900. Der Vorstand der Kteinrrndee-Bewahranstalt. Dr. Naumann. •Carl Mowack. Seidenstoffe. ^erveiifeux, Mk. 1.20 bis 7.—. öamasse, Mk. 1.50, 1.80 und 2.20. Damasse, wundervolle, grosse Dessins, per Meter Mk. 3.80, reeller Wert Mk. 5.80. die Bluse Mk. 3.60, 4.80 und Mk. 8.80. das Kleid „ 10.—, 14.— „ „ 18.—. I. 3T. u. A. des Giessener Wingolf: Sandmann, d. zt. 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Dezember 1900, Familie Friedrich Bolz ßflktilion ^"lßratzt Todes-Anzeige. nnüdFnJiLÄ^hr verschied nach kurzem aber schwerem Leiden lWOIL> SjM iu JXÄ' ° Ä?9 -Sre Marie Schoberth, geb. Schirmer. Georg Schoberth, Eisenbahndirektor. Faul Schoberth. Georg Schoberth. Klara Wüstenfeld, geb. Schirmer. Luise Zawitz, geh Schirmer. Emilie Duval, geb. Schirmer. Fräulein Hermine Oppermann. Wiesbaden, den 9. Dezember 1900. Die Beerdigung findet Dienstag den 11. Dezember, nachmittags 2 Uhr, in Alsfeld vom dortigen Bahnhofe aus statt Heute nachmittag 6 Uhr entschlief nach längerem Leiden unser lieber, unvergesslicher Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder und Schwager findet Mittwoch den 12. Dezember 1900, nachmittags 3 Uhr, vom St-rbehause, Lonystrasse 20, aus statt. Todes-Anzeige. Üeute morgen */»$ Ubr entschlief unser^innigstgeliedtcs Töchterchen und Schwesterchen Frieda Nachdem der Prä das Bureau der Werreichuna bet als September beschlösset Audienz empfangen n zialberatnng der euttvurf, die £ treffend, ein. Zu Artikel 2 l)abe tzöhler-LmMf ei Die Mifnaf)ine von Lä' ifcm vierten Schulsch stehenden Borschultlas erste Teil des Antrag inhaltlich deckt, eiitfpr Teil des Antrages ei Mg. Dr. David Heilsschule und roiinji schulen zunächst dem gemacht werden, daß i noch nach dem dritte svlgeu tauu, damit w wie sie ßente zwisck gymnasinm ic. best neuesten Berliner < Lebracht; bei gleid lassen der verfchie Aeichtum für das 'j um ein bebeutenbü W Lberschnlrc Regierung für die $ anWren Bürgerst Öfchen Erwägungen der Einheitsschule Drittels vorhanden denn durch die Au meinden finanziell Ä . W Wolf fte hinein Mag ftefi b.erWWn Volks M Die ftiterefle. Öc''/..aber die N ''dg. Backes er! fein fönn Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsern innigst geliebten Sohn, Bruder und Sehwager Statt besonderer Anzeige Todes-Anzeige. Wie erlebt errichtet Ä li-nbene 9,.aI*5» il’öfiteu. K,Meh Giessen und Berlin, den 9. Dezember 1900 heute abend 7 Uhr nach längerem Leiden in seinem 25. Lebensjahre in die ewige Danksagung. Für die überaus vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme c " läßlich der Krar kheit, des Ablebens und der Beerdigung ihr 6 lieben, unvergeßlichen Wilhelm sagt herzlichsten Dank 19 ® Jamitie Jacob Jung. am gleichen Tage vormittags 11 Uhr. nach kurzem Leiden im Alter von 1 Jahr. so> s Familie Hamel. Giesten, 8. Dezember 900. aket wen M-ig DankHagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem so plötzlichen Hiusoheiden unserer lieben Tochter, Schwester und Braut Margarethe Inderthal und für die trostreichen Worte desHerrn Pfarrer Naumann sairen herzlichen Dank Familie Inderthal. Giessen, 11. Dezember 1600. Familie Hepp. i I