1900 Mittwoch den 11 April Amts- und Anzeigeblntt für den Areis Gieren ofmimstraße l! Feuillets«. Bezugspreis vierlkljnhrl. T>!k. 2,20 monatiich 75 Pfg. mit Bringerlolm; tzurch die Slbholestellen viencljährl. Mk. 1,90 luonattüh 65 Pfg. Bei Postbezug Ml. 2,40 vierteijährl. mit Bestellgeld. Äefcaftüm, Expedition und Druckerei: -churstrutze Ar. 7. Hat «nzeigen.BermittlungSftellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Adresie für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Zamilienblätter, Der hessische Landwirt, Matter Mr heslische Dalkskunde.________________ tnscheint täflfid) nii Ausnahme des MontagS. Die Gießener ^mikienStätter l^en dem Anzeiger rAechstl mit „Hess jxtnrirt" ». „Blätter sti Hess Volkskunde" dichrl. 4w«( beigelegt. Mck Jff SÜüWHtH, Mommsen über die Rechtsfrage zwischen England und der Hransvaal-VepuöliK. Schluß. Breslau das Licht der Welt. Sein Vater war ein jüdischer Kaufmann und von mäßigem Wohlstand. Schon früh widmete er sich geschichtlichen Studien und trat mit schriftstellerischen Arbeiten in die Oeffentlichkeit. Er war ein Brausekopf, der selten von kalten Verstandeserwägungen sich leiten ließ; darum war sein Einfluß auf die Volksmassen sehr groß. Seine feurige Beredsamkeit, eine glühende, weitschweifende Phantasie machten ihn zu einem Bolksredner von Berufswegen. Im Jahre 1848 wurde er in den Hatzfeld'schen Kasiettendiebstahl Prozeß verwickelt, er wurde verhaftet, aber aus Mangel an genügenden Beweisen freigesprochen und aus der Haft entlüften. Verschiedene Stimmen wurden laut, daß die Verhaftung lediglich auf Machinationen einer gewissen, Lassalle feindlichen Partei zurückzuführen war, dis es gern gesehen hätte, wenn der gefährliche Volksaufwiegler einige Jahre hinter Schloß und Riegel seinen Ideen hätte nachhängen können. Aber diese Einflüsse waren nicht stark genug. Sein Schicksal erreichte ihn zuerst 1849, da er wegen sozialdemokratischer Agitation zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde, die er auch abgebüßt hat. Sein Hauptverdienst ist bald zusammengefaßt. Er wirkte insbesondere für das allgemeine direkte Wahlrecht, er gab 1863 den Anstoß zur Gründung eines allgemeinen deutschen Arbeitervereins, den er im inter- nationalen Sinne leitete, und war der geistige Urheber der Produktiv AssoziaüonSidee, durch die die Arbeiterbevölke- rung zur gleichen Beteiligung an dem gesamten Nationalvermögen und am Staatsregiment herangezogen werden follte. — Noch jetzt hat Ferdinand Lassalle in den Arbeiterkreisen Anhänger und Verehrer. Seinem Andenken wird bei vielfachen Gelegenheiten mehr Ehre angethan, als im Hinblick auf die von ihm erzielten Ergebnisse berechtigt erscheinen dürfte. Lassalle starb an einer Wunde, die er im Duell mit dem walachischen Bojaren Racowitza davontrug. Des letzteren Frau Helene von Racowitza, eine Tochter des bayerischen Diplomaten Ritter von DönnigeS, betrachtete man in ein- geweihten Kreisen als die intellektuelle Urheberin dieses Duells. Sie lebt jetzt in Amerika und hat ein Buch herausgegeben mit dem Titel: „Meine Beziehungen zu Lassalle". Lesenswert von ihr ist auch der Roman „Gräfin Vera", in dem sie, wie es den Anschein hat, ihre eigenen Erlebnisse ein wenig mitwirken läßt. Außer den zahlreichen Agitationsschriften, die von Lassalle verfaßt und nach feinem Tode herauSgegeben wurden, hat dieser geschrieben: „Die Philosophie Herakleitos des Dunkeln von Ephesos", „Das System der erworbenen Rechte", „Bastiat-Schulze von Delitzsch" und ein „Tagebuch", das Bekanntmachung. Betr.. „Fides" Derficherungs-Aktien-Gesellschast in Berlin. Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat der obengenannten Gesellschaft die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb im Großherzogtum unter den üblichen Bedingungen auf Widerruf erteilt. Gießen, den 9. April 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Nachdem unter dem Viehbestände zu Wohnfeld und Ulrichstein, Kreis Schotten, die Seuche festgestellt worden ist, ist Gemarkungs- bezw. Gehöftsperre angeordnet worden. Nachdem in mehreren Gehöften zu Ruppertenrod, Kreis Alsfeld, die Seuche ausgebrochen ist, ist über die verseuchten Gehöfte, sowie über die Gemarkung Ruppertenrod die Sperre verhängt worden. Zn Ober-Eschbach, Kreis Friedberg ist die Seuche ausgebrochen und Gehöftsperre verfügt worden. Zu Mehlbach, Kreis Friedberg, ist die Seuche wieder trlvschen, und sind die Sperrmaßregeln aufgehoben worden. In einem Gehöfte zu Kinzenbach, Kreis Wetzlar, ist die Seuche amtlich festgestellt worden. In Ebersgöns und Wetzlar, Kreis Wetzlar, ist die Seuche erloschen. Gießen, den 9. April 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Samstag den 21. April l. IS, vormittags | 10 Uhr, findet in dem Regierungsgebäude dahier eine Sfseütliche Sitzung deS Kreistages deS KreiseS Gießen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Neuwahl der drei Körkommisfionen des Kreises auf 3 Jahre (Art. 6 des Gesetzes vom 26. Oktober 1887). 2. Wahl zweier Mitglieder und zweier Ersatzmänner zur land- und forstwirtschaftlichen BerufSgenossen- schaftS'Bersammlung für das Großherzogtum Heften, gemäß Art. 7 deS Gesetzes vom 4. April 1888, für die Jahre 1901/1906 ----- 6 Jahre. 3. Beschluß über die nach Art. 2 des Gesetzes vom 24. Mai 1893, die Kosten der Landarmenpfiege betreffend, aus der Staatskasse an den Kreis Gießen für die nächsten drei Jahre zu zahlende Pansch- summe. 4. Vorlage der Kreiskasserechnung pro 1898/99 und Erstattung des Rechenschaftsberichts hierzu, sowie Genehmigung der Kreditüberschreitungen. ö. Festsetzung des Voranschlags für 1900/1901. Gießen, den 4. April 1900. Per Vorsitzende des Kreistags. v. Bechtold. Gießener Anzeiger General-Anzeiger 85 Zweites Blatt Humoristisches. Letzter Vers deS Liedes vom „Wirtshaus an der Lahn". Fr«u Wirtin hat auch einen Kummer, Der raubt ihr nächtlich letzt den Schlummer, Was hat se nur, was weint se? Ihr Wirtshaus an der Lahn geht em i Warum? N- ja - MN u, ... ine AfaMn 'fa ch Horm jfttin iw r-«' insioB Wbildvng itesi; le tauitfc. lkdient jfa, W 9M ity gb Dl 12. fyil, tfate Nwt , Stabt Gründung nm einKnden. falten faden qewifi. eines atabemifa gv >es. Zugl. RarbW 1t. 2149 an ine Up es. berühmt» der Reserven und die Absendung einer starken Truppenmacht angekündigt." Die englische Regieruna hat den Krieg beschlossen ohne einen völkerrechtlich zureichen- den Kriegsgrund. „Indem die englische Regierung", sagt Bryce, „die Wahlfrage als das Ziel hrnstellte und sie durch Demonstrationen unterstützte, weiche ihre Gegner unter die Massen riesen, brachte sie sich m die Lage, einen ^ieg begonnen zu haben ohne Casus belli unbjtd) alp der Verurteilung des Auslandes auszusetzen. So führte N- den Krieg herbei, ohne ihn rechtsertigen zu können durch Aus- zciquna eines Grundes, wie der Gebrauch zivilisierter Staaten ihn fordert, ... 66 ist Thatsache und wesenttich dre Wurzel der ganzen Frage, daß die Buren das Verhalten der Briten als ein System der Gewalt und der Unwahr- baftigkeit betrachten." Er legt weiter dar, wie guten Grund sie dafür gehabt haben, und fährt fort: „Seit dem Einfall vom Dezember 1895 sind sie argwöhnischer als je und meinen daß die britische Regierung dann dre Hand gehabt bat und daß einflußreiche Geldmänner ihre Ränke gegen sie spinnen." Haben sie geirrt? Der fanatische Frecheits- sinn und das fanatische Vertrauen auf den Herrn der Heer- schaaren haben diesen Holländern die Waffen in die Hand gedrückt; man mag beides eine Thorheit nennen, aber es ist eine Lästerung, diese Erhebung als Angriffskrieg zu bezeichnen. — Unvorbereitet war die englische Regierung nicht auf den Krieg, wohl aber auf dessen Unmittelbarkeit jund auf dessen Gewalt; die ersten Monate desselben zeigen pns neben ihrer staatsmännischen ihre militärische Inferiorität. Daß die Frau Par excellence, wie Max Müller sie nennt und gern mit ihm jeder Deutsche, daselbst regiert, kann an dieser Inferiorität nichts ändern. Das Schicksal der Buren erscheint uns Deutschen als besiegelt, und wir sind es ja gewohnt, dem Un-- heil zusehen zu müssen, ohne helfen zu können. Wir hegreifen vollständig, daß das Englische Kolk wünscht Und wünschen muß, das englische Element in seinen Kolonien zu stärken, und daß es ein solches Ergebnis von dem südafrikanischen Kriege erhofft. Wir sind auch „Bei dem Jameson-Einfall", so bemerkt weiter Beyer, tTinren es enalische Offiziere und Truppen unter eng- ' facher Flagge, wenn nicht England selbst« die die Missechat ' verübt hatten." Daß Jameson bloß em gemeiner Straßen? räuber gewesen sei, werden auch in England nicht viele glauben, und vor allem diejenigen nicht, die den weiteren (i «erlauf der Dinge erwägen, die lediglich nominelle Be- faofunq der unmittelbar an dem Putsch beteiligten, die orqfältige Verhinderung jeder auf die Anstiftung desselben ' gerichteten Erklärung, die parlamentarische Untersuchungs- ! kornmission zum Zwecke der Richtuntersuchung, und was ' 5 allen noch frisch im Gedächtnis hegt. Auf Chamber- Iains Rechtfertigung wartet man bereits seit fünf Zähren, und es hat an Anschuldigungen wahrlich während derselben . cht qcfthu Der Verdacht der Mitschuld ist wotzlbegrun- " ? und es wäre die Pflicht der englischen Regierung und E allem des englischen Parlaments gewesen, gegen In- L und Ausland die volle Rechtfertigung zu erbringen »md, wenn dies nicht möglich war, Schuwigen krnnmUl »mb vor allem politisch zu strafen, um sich also von der S.,ä| »famX"».«... ...... * ™ sfflSWBSi SKSSSKMF s nicht der Meinung, daß dadurch unsere eigenen Jnterefaen irgendwie verletzt oder gefährdet werden; die verständigen Deutschen wenigstens erkennen es vollkommen an, daß Englands Größe un d Englands Macht, mögen noch so viele Engländer Deutschland und Deutsche travestieren und insultieren, auch für Deutschlands Weltftellung eine Lebensfrage ist. Aber wir waren und bleiben der Meinung, daß Jameson ein Ver brecher niederen Ranges war, und daß seine höhergestellten Mitschuldigen straflos und einflußreich geblieben sind. Aus Verbrechen Gewinn zu ziehen dann, wenn dieser Gewinn nicht der eigenen Person, sondern dem Staat erwächst, versagen sich wenige, vielleicht nur quichottische Köpfe. Zahllose Engländer, die vor dem Anteil an der That selbst geschaudert haben würden, betrachten d«en Krieg und den Kriegsgewinn als Glücksfall für England. Ob sie recht haben? Ob die holländischen Südafrikaner, wenn sie in engere Beziehung zu dem Hauptland gebracht, die Segnungen der modernen Zivilisation dankerfüllt empfangen oder die Wege der Irländer em- schlagen werden, wer will es Vorhersagen? Aber was auch die Zukunft bringe, eines ist für die Gegenwart und für die Zukunft gewiß: in der ruhmvollen Geschichte Englands wird ein neues Blatt aufgeschlagen, die Verrichtung des Henkerdienstes an den verspäteten Gesinnungsgenossen Wilhelm Tells. Theodor Mommsen. hlgtntai Tag «ich-m-'d-» M 10 U6r- Abbestellungen spätestens abends vorher. E. mWi- in EMM r Ui TM f lieht lilikU. Bekanntmachung. Betr.: „Prudentia" Versicherungs-Aktien-Gesellschaft m Berlin. Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat der ybengenannten Gesellschaft die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb im Großherzogtum unter den üblichen Bedingungen auf Widerruf erteilt. Gießen, den 9. April 1900. Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. Bechtold. ______ Ferdinand Lassalle. Zu seinem 75. Geburtstage am 11. April 1900. W. Gießen, 10. April 1900. „Die Sozialdemokratie ist eine vorübergehende Erscheinung". Aus kaiserlichem Munde ist dieses stolze sieges- bewußte Wort ertönt und hat teils freudigen und lauten Widerhall, teils energischen Widerspruch gefunden. Es ist kein Zweifel, das lehrt uns die Geschichte, daß politische Parteien stets nur eine beschränkte Lebensdauer haben. Sie kommen und gehen wie die Menschen, deren Anschauungen, Wünsche und Hoffnungen zu verschiedenen Zetten verschieden sind. Dem heutigen Geschlechte liegt die Zeit eines Lassalle, I eines Marx ziemlich fern, und ihre politischen Lehren fangen an von den kritischen Blicken der Geschichtsforscher und Staatsphilosophen betrachtet zu werden. Marx wird heute schon von manchem namhaften deutschen Gelehrten, dem cd durchaus fernliegt, den Marxschen staatsökonomischen Ideen beizustimmen, mit einem gewissen Stolz zu den bedeutendsten Philosophen Deutschlands gezählt. Für die breite Masse der Bevölkerung aber bedeuten die Namen Marx und Laftalle, die einst auf aller Munde waren, nichts als I eine „klingende Schelle", als Schall und Rauch. Nur die „Genossen" feiern zuweilen Erinnerungsfeste an sie, um | auch der heute aufstrebenden Menschheit das Wirken dieser Männer nahezuführen. 1Ö9, . Ferdinand Lassalle erblickte am 11. April 1825 tn ’S , W- 2125 von Lindau 1891 herausgegeben wurde. Jedoch haben sich seine Werke einer geringeren Berühmtheit zu erfreuen gehabt als seine Person. Er wird im Gedächtnis der Volks- massen noch jahrelang als der Erretter und Freund der unterdrückten, um ihrTagesbrot Ringenden gepriesen werden. Seinen Namen in den Staub der Landstraße zu ziehen, wie es hier und da auch heute noch geschieht, halten wir für ungerechtfertigt. Bei unparteiischer, sachlicher und ruhiger Beurteilung seines ganzen Lebensganges und seines Schaffens bleibt, wenn seine Anschauungen auch keineswegs die unseren sind, sein Name bestehen als der eines Mannes, dessen eminente Befähigung Hand in Hand mit edler Gesinnung und aufopfernder Menschenliebe ging. Politische Tagesschau. Der deutsche Handelstag ist, wie wir mitteilten, vom Staatssekretär Grafen Posadowsky mit einer Ansprache eröffnet worden, die nach mehreren Richtungen hin besonders bemerkenswert ist. Jetzt, da es sich entscheiden soll, in welchem Sinne .unsere Wirtschaftspolitik demnächst ihre Bahnen wandeln wird, ist es von größtem Interesse, aus dem Munde eines Reichsministers Worte zu hören, die einen Schluß zu- laffen auf das, was die Regierung zu thun gedenkt. Noch find die wirtschaftspolitischen Verhältnisse festgelegt durch die vor 10 Jahren abgeschloffenen Handelsverträge. Diese laufen aber bekanntlich mit dem Jahre 1903 ab, und schon jetzt find die Vorbereitungen für deren Erneuerung im vollsten Gange. Unser ganzes innerpolitisches Leben wird sich darauf zuspitzen, unter welchen Bedingungen die neuen Verträge zustande kommen werden. Es ist natürlich, daß jeder einzelne unserer großen Erwerbszweige möglichst viel Vorteil aus den neuen Abmachungen herausschlagen will, und man kann es verstehen, daß der Kampf um sie bereits auf der ganzen Linie entbrannt ist. Im Interesse des inncrpolitischen Friedens würde es liegen, wenn die Gegensätze im weitesten Sinne ausgeglichen würden, wenn strikte nach dem Grundsatz verfahren werden könnte: Dem Handel und der Industrie, was diesen beiden gebührt; der Landwirtschaft, was der Landwirtschaft gebührt. Man befürchtete vielfach, daß die Bestrebungen auf Bevorzugung der agrarischen Interessen überwiegen würden, daß Handel und Industrie eine nicht genügende Berücksichtigung finden könnten. Aber nach dem, was man in dieser Hinsicht bereits aus Allerhöchstem Munde vernommen hat, und waS auch aus den Worten des Grafen Posadowsky herausgehört werden kann, braucht man sich wohl nach dieser Richtung keiner allzugroßen Besorgnis hinzugeben. — Der deutsche Handelstag hat sich auch, wie wir gleichfalls bereits mitteilten, mit allen gegen eine einzige Stimme für die Vermehrung der Flotte gemäß der Regierungsvorlage ausgesprochen. Jene einzige Stimme dürfte vom Vertreter der Handelskammer Bingen abgegeben worden sein, der den Antrag stellte, der Handelstag möge eine Stellungnahme in dieser vorwiegend politischen Angelegenheit ab- lchnen. Nach dem Empfang einer Belehrung über die jüngsten Ereignisse auf dem Weltschauplatze zog der Bingener Flottengegner seinen Antrag zurück; der Handelstag aber verschärfte noch die von einem Münchener begründete, von einem Franken willkommen geheißene Resolution, indem er beschloß, nicht die Hoffnnng, sondern die Erwartung aus Annahme der Flottenvorlage im Reichstage auszu- sprechen.______________________________________________________ Ackaies rmd UrssinMÜes. ** Handelskammer. (Auszug aus den: Sitzungsprotokoll vom 3. April.) Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Scheel, Balser, Grünewald, Kommerzienrat Heichelheim, Hoos, Jhring, Katz, Moll, Ramspeck, Rinn, Schirmer, Schmall, Steinecke, Wallach. Entschuldigt fehlen die Herren: Dürbeck, Nowack, Kommerzienrat Wortmann. Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt der Vorsitzende das neugewählte und bestätigte Mitglied, Herrn Emil Schmall, Gießen. Aus dem über die seit der letzten Sitzung vom Büreau erledigten Geschäfte erstatteten Bericht ist folgendes zu bemerken: l.Erweiterungder Reichsbanknebenstelle Gießen zur Reichsbank stelle. Bei den zuständigen Stellen sind weitgehende Schritte gethan worden, um die Umwaudlung der hiesigen Reichsbanknebenstelle in eine Reichsbankstelle und Angliederung der bestehenden oder noch zu begründenden Reichsbantnebenstellen: Alsfeld, Friedberg, Marburg und Wetzlar an dieselbe herbeizu- sühren. Jedoch hat das Reichsbankdirektorium geantwortet: Es bedauere, die beantragte Umwandlung nicht in Aussicht stellen zu können, da nach den seither gemachten Erfahrungen dem hiesigen Platze die dazu nötigen Voraussetzungen fehlten. ( 2. Späterlegung des dritten Bestellgangs. Die dahingehenden Bemühungen haben den Erfolg gehabt, daß nach Mitteilung des Kaiserlichen Postamts vom 9. April ab der Beginn der dritten Briesbestellung versuchsweise auf 1 Uhr 45 Minuten nachmittags verlegt wird, damit die mit den Zügen 121 und 45 von Coblenz und Frankfurt a. M. eintreffenden Briefsendungen noch auf diesem Bestellgange zur Austragung gelangen. 3. A u s h ä n d i g u n g telegraphischer Postanweisungen. Rach Mitteilung des Reichspostamts soll in Zukunft bei Ausbezahlung telegraphischer Postanweisungen dem Empfänger der Abschnitt einer gewöhnlichen Postanweisung ausgehändigt werden, auf welchen die Angabe des Absenders, sowie Betrag und Tag der Einzahlung, ferner die etwaigen auf die Verfügung' über das Geld bezüglichen Mitteilungen aus dem Ueberweisungs- Telegramm übertragen worden sind. Bietet der Abschnitt für die deutliche Niederschrift dieser Mitteilungen nicht genügenden Raum, so werden diese auf ein besonderes, dem Abschnitt beizufügendes Blatt niedergeschrieben. 4. Vorlage des Budgets. Laut einstimmigen Beschlusses der Kammer ist der Sekretariatsassistent der Stuttgarter Handelskammer Dr. Kehm zum ständigen Sekretär der Kammer gewählt worden Derselbe wird Jemen Dienst am 1. Juli antreten. 5. Sitzung de sHes fischen Handelskammer- tagS vorn 25. März d. I. Bei demselben war die Kammer durch ihre beiden Vorsitzenden vertreten. Die Verhandlungen dienten einer Vorberatung der Tagesordnung des Deutschen Handelstages. Tie in dessen Ausschußsitzung gefaßten Beschlüsse fanden auch in Mainz Zustimmung und wurden ebenso in der Plenarversammlung jener Körperschaft am 6. und 7. d. Mts. in Berlin angenommen. Mau stimmte zu: 1. Der Neuordnung des Deutschen Handelstages auf der Grundlage einer erweiterten Leistungsfähigkeit, namentlich auf dem Gebiete der Industrie 2. Einer Vermehrung der Kriegsflotte. 3. Eine Umsatzsteuer auf Großbetriebe im Kleinhandel und der Müllerei wurde abgelehnt. 4. Fleischbeschaugesetz. Ter Handelstag schließt sich der Protestbewegung gegen das vom Reichstag beschlossene sofortige Verbot der Einfuhr von gepökeltem und Büchsenflcisch und das der Einfuhr von frischem Fleisch von 1904 ab an. 5. Einrichtungen zur Förderung des auswärtigen Handels. Die hierher gehörige Schaffung von deutschen Handelskammern im Ausland wird als ein wertvolles Mittel zur Förderung des auswärtigen Handels bezeichnet. Ueber die Zweckmäßigkeit der Errichtung amtlicher Auskunftsstellen im Inland sollen Erhebungen stattfinden. 6. Gewerbegericht. Einer Ausdehnung der Zuständigkeit des Vorsitzenden im Ge- werbegerick)t dahin, daß er berechtigt sein soll, bei Arbeiterausständen die Parteien unter Androhung einer Geldstrafe zu laden, wird die Zustimmung versagt. Ter Hessische Handelskammertag trat sodann in eine Beratung ein über: Kaufmännisches Fortbildungsschulwesen in Hessen. Schon am 23. März fand in Frankfurt a. M. eine Vorbesprechung über diesen Punkt statt, bei der die Kammer durch ihren stellvertretenden Vorsitzenden vertreten war. An dieser Sitzung. wie auch au den Beratungen des Handelskammertags ii- Mainz nahm auf Veranlassung der Kammer der Leiter der hiesigen Kaufmännischen Fortbildungsschule, Herr Lehrer Knauß, teil, der ausführliche schriftliche Vorschläge, die Organisation dieser Schulen betr., vorlegte. Auf Grund der von Gießen und Offenbach erstatteten Referate einigte sich der .Handelskammertag zu Mainz wie folgt: 1. Tie verantwortlichen Leiter der Schulen sind die Großh. Handelskammern; doch steht der gemeinsamen Fortftihrung der Anstalten mit den seitherigen Trägern nichts im Wege. 2. Die kaufmännischen Fachschulen sind in der Hauptsache für Handlungslehrlinge bestimmt, doch können auch junge Leute aus verwandten Berufsarten zugelassen werden. 3. Als Mindestforderung für die Aufnahme gilt der einjährige Besuch der ersten Klasse einer Volksschule mit Erfolg in den Hauptfächern. 4. Es soll auf Grund der Gewerbeordnung für die obligatorischen Fächer Schulzwang eingeführt werden. 5. Als obligatorische Fächer sind zu bestimmeu: einfache und doppelte Buchführung, Handelskorrespondenz, kaufmännisches Rechnen und -Schönschreiben. Die näheren Bestimmungen über weitere obligatorische und die fakultativen Fächer bleibt den einzelnen Schulleitungen überlassen. 6. Für die ganze Einrichtung ist ein schulgemäßer Aufbau in drei Jahresklassen nötig; für die obligatorischen Fächer sollen nur Tages-, für die fakultativen Abendstunden in Petracht kommen. 7. Alles andere über Lehrstoff, Lehrplan, Sck;ulordnung re. bleibt den einzelnen Schulleitungen überlassen. 8. Die Kosten sind aufzubringen durch Schulgeld, Unterstützungen von Staat, Gemeinde und Handelsstand. Ter Regierungsvertreter, Herr Ministerialrat Braun, der den Verhandlungen anwohnte, erklärte sich damit einverstanden unter au^)rücklicher Betonung, daß eine staatliche Beihilfe davon abhängig gemacht werden würde, daß die Oberleitung den Großh. Handelskammern überlassen bleibe und betr. der obligatorischen Fächer nur Tagesunterricht stattfinde. 6. Plenarversammlung des Deutschen Handelstags am6. und 7. April. Um ihre Vertretung bei dieser Versammlung hat die Kammer Herrn Geh. Kommerzienrat Michel in Mainz gebeten. 7. Sitzung des Bezirks-Eisenbahnrats Frankfurt a. M. Die Kammer beauftragt ihren Vertreter in der Ende Mai stattfindenden Sitzung des Bezirks- Eisenbahnrats Frankfurt a. M. folgende Anträge zu stellen: 1. Anschluß des von Mainz in Frankfurt 12 Uhr 43 Min. ankommenden Zuges an den 12 Uhr 40 Min. Frankfurt- Kassel abgehenden Schnellzug herbeizuführen. 2. Einlegung eines Nachmittags-Schnellzuges Frankfurt-Kassel event. eines Gegenzuges zwischen vormittags 5 Uhr 24 Min. und 12 Uhr (Schnellzug 3. Klasse) eintreten zu lasseu. Ferner wird derselbe bemüht sein, in geeigneter Weise auf beiden Oberhessischen Linien Erleichterungen im Personenverkehr anzustreben. 8. Zweifelhafte Firmen im Ausland. Der Kammer sind von berufener Seite Mitteilungen über derartige Firmen in Rustschuck, Widdiu, Sevilla, Madrid, Lille, Haag, Utrecht, Rotterdam, Amsterdam, Wischoten, Leiden, Salonik zugegangeu. Interessenten erhalten auf dem Sekretariat während der Geschäftsstunden Auskunft. 9. Handel im Ausland. Neu liegt vor eine Verordnung der spanischen Regierung vom 26. Dezember 1899 betr. den Verkehr mit Warenmustern. Einsicht kann auf dem Sekretariat genommen werden. **K. Pferdemarkt. Am morgenden Mittwoch wird auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimerstraße der erste Pferdemarkt abgehalten werden; die Anmeldungen namhafter Pferdehändler und -Züchter sind zahlreich eingelaufen, und so dürfte dieser erste Versuch allem Anscheine nach von gutem Erfolge begleitet und unfere Stadt um ein zeitgemäßes und nutzbringendes Unternehmen reicher sein. Tue Lose sind bereits seit Wochen vergriffen, und mancher, der sein Glück versuchen wollte, mußte diesmal verzichten. Die recht praktischen und zum Teil wertvollen Gewinne sind sämtlich bei hiesigen Geschäftsleuten gekauft worden, während die Pferde zur Verlosung auf dem Markt selbst angekauft werden. Die Prämiierungs-Kommission beginnt bereits früh 9 Uhr ihre Arbeiten. Ueber 800 Mk. find für Prämiierung der besten Reit-, Wagen- und Arbeitspferde sowie Fohlen vorgesehen. Nachmittags 2 Uhr findet die Preisverteilnug statt, und werden alsdann die prämiierten Tiere, die Reitpferde unter dem Sattel, die Wagenpferde im Geschirr, vorgeführt, worauf wir Interessenten und Pferdeliebhaber besonders aufmerksam machen. ** Die Abgeordneten • Versammlung des oberhesfischen Verbandes freiwilliger Feuerwehren fand, wie in voriger Nummer bereits mitgeteilt, am Sonntagnachmittag 2*/3 Uhr Mi „Gambrinus" zu Nidda statt. Nach Begrüßung b reißt an der Klingel, daß sie scharf durch die Wohnung, schrillt. Der Doktor steht auf und fährt in Schlafrock un> Pantoffeln, aber da läutet es schon wieder mit ungebü^r' licher Gewalt und Heftigkeit. Nun begiebt sich der Arzt der inzwischen etwas Toilette machte, ans Fenster unk ruft: Wer ist da? Keine Antwort; er ruft drei-, viermal, aber vergeblich; er geht auf die entgegengesetzte Seite der Wohnung und ruft in den Hof, doch alles bleibt stumm wie zuvor. Aergerlich schlüpft der Doktor wieder ins Beck und brummt: Da hat sich ein Taugenichts einen schlechten j Spaß mit mir gemacht. Gegen 11 Uhr geht der Arzt durch das Dorf und besucht die Patienten; als er an Melchior X. Haus vorbeikommt, klopft dieser, ruft unb winkt, und der Doktor tritt ein. „Eich hunn heut m aller Froih bei Eahne gescheallt, Säi sein awwer nätt kumme, sprach 36., „der Oettervatter eas unpaß woarn." — „So, Herren Herren- •»M » M R» MK Wbt Herren- > i l?1' in dir Hz 5 "" «Hier at »«»wtn her । Äy I Ä- nCW i“ M" MI MdM« M „Mi" w iwttf ... Qn bt® v“1 ”, flli . l,. m wurde ei» gd i(ri» Ml 5, ttfi, rf ®«1 jen dem Md, Vl itnt LrrunMrr ZM wird W nötig- daß at v Mewerk, sondern leit tritt. Wäre' M Unglück w ich in Mchtt ta hMn W - tmitW jährliche Stelle über bie Salzh« schon w'Mjolt entgingen. bin. Vom 5 $oot Menberc her Ächt bet ( Schein hat erbau Probefahrt ftror Lrhiff am Sanis! ii nh alfiann ben Lad 'i H Mtbi MV" zwischen 500 Erbsen V' Milch ptr Lner 16 TOR.1L verstehen!) Schutzmarke. 3 fflrn, würde zu weit sichren, und nenne ich nur u. a.: 9.50 9.00 7 50 Lade zu einem Besuch meine« Lagers höflichst ein. 6 HOch 6. Adolf Baer. 6 HOch »> iebenen W 360 Photographische Apparates 2722 Erlernen gratis. 73! Heinrich ISToll^ Mänsbvrg 7 2011 Dunkelkammer freie Benutzung. von Mk. 1.25, Mk. 3.— u. Mk. 5.— bis zu den hochfeinsUnCameras tfb "Zubehöre erprobt undbilligst. tungsratsmitgliedern und Großaktionären, die Fahrt nach Mainz fortsehen. Das Schiff, das in seinem Aeußern sehr dem „Arnold von Walpod" gleicht, ist ausschließlich ans deutschem Material hergestellt und kostete ca. 240 000 Mk. * Hanau, 8. April. Einen guten Ulk leisteten sich in der vergangenen Nacht eine Anzahl Musen söhne, die hier bei den väterlichen Penaten ihre Ferien verbringen. In der Rechten den gefüllten Becher, in der Linken einen kräftigen Stuhl, zogen sie unter ailentio strictissimo vom Restaurant Carlsberg im wohlgeordneten Gänsemarsch vor das eherne Standbild ihrer beiden Kommilitonen auf dem Marktplatz. Zunächst ließ man sich auf den nutgebrachten | x i Subsellien nieder, dann erhob man sich und brachte barhäuptig den beiden „Alten Herren" eine kräftige Blume. Stillschweigend, wie sie gekommen, zogen die sidelen cives Dtö Taubenpost die F'ugel sch'ägt Und untetm Arm sie lorcU« tragt Das Pulver, das in st llrn Stunden Von Dr. Oetker ist erfunden! Nicht jenes Pulver, datz gefährlich Dem Krieger schlägt die blttern Wunden, Nein, jenes, welches unentbehrlich Für jede Hausfrau, jeden Bäcker, — Dteweils die Kuchen macht so lecker.— DaS Pulver, das die Menschen preisen, Wenn Pudding sie und Kuchen spei en. Drum, Mensch, ersah daS Glück beim Wickel Und folge meinem klugen Rat — DaS Päckchen kostet nur 'nen Nickel, Drum kaufe Oetkers Fabrikat! (Ein Feinschmecker.) Scherze", so bemerkt der „Han. Anz." in wohlwollendem Zusatze, „bei denen der „Philister" ruhig seiner Siesta pflegen kann, verstehen wir und rufen: Vivat academia!“ (Vielleicht lernt man auch noch in Hanau einmal mehr »amen-Knopfstiefel hochelegant, hellgelb und dunkelbraun Paar Mk. LV.W »amen-Chevr.-Stiefel in allen Fayons Paar Mk. »amen-Kidknopfstlefel mit echt russischem Kalblederbesotz Pear Mk. 2329 bZ" Prämien auf Kredit per ult. April 1.10 %, do. per ult Mai 2.10%. Diskonto Kommandit per ult. April 1 00%) do. per „erben ni«; sahst"! M ung^ fÄ ftt ', gab zu "ficht, Wte- ofcrn biejelbei rit: eiben Wehr: ,&• l bitfianbfttr?:. ll nicht glch?. i halten fÖner, v lache über jttigir.i «t fuMißttfraitt' f fid) itbod) btt An- 'irg, öesondnS aber besser gestellt, unb e der stütvilligii M-, bu gr- \ t Md dichter bevö! Mgr Thätigkei! ir .ich wurde btt Neber- reger WM ber ing steiwillM^Mr> or to mstr ck mit theoretischen. ihrer zu erhallen, >. von Fhrerkursir. atur ufit). empfehlt L- ? nhr Bekann1m»ch«ng Bei den Anmeldungen der Kinder zur Aufnahme in das Mroffh. «ymuasium, bas «rotzh. Realgymnasium und die Realschule, ”in die höhere und erweiterte Mädchenschule Esin die i,tern unter anderem auch einen Geburtsschein des betr. Kinde« den Anzahl ttchnischli ügtw von mit Rck ien gegen ba8 6in- r Schläuche u. s. ip. Provinz räloerbaribci MN der Sichnrr M. - Dee usfischeu W* hl, nachdem stM- Salamander M h «uf tsführung * entgangen. bm. Vom Rhein, 0. April. Das neue Halbsalon^ foct „Gutenberg", das die Düsseldorfer Gesellschaft aus bei- Werft der Gebrüder Sachienberg in Mühlheim am Sihk'in hat erbauen lafsen, wird am Samstag ferne erste lüvibescrhrt stromanfwärts machen, und zwar rotrp das Cdn ff am Samstag zunächst von Köln nachKoblenzsahren und alsdann den Sonntag mit geladenen Gasten, Verwal- ult Mai 2 00% Lombarden per ult. April 0 50%, do. per ult. Komr^ndit 19140-20-00, Staatsbahn 135.6C-€00 G°tth“^ , 94 nn ro ( 0 Ungar. Ooldrente 97.45, Italiener »i ou, oX. Coupon. 84../,. A-erik. Coupon, 80-70 D^nio-Ko^a. dH 191.20-50, ^tHAtabahn 135 60-136.10, Lombarden 28 00. ue»Ä8 s beutiy'”. 1899 getj T&S t Jayre allen, uni" fitem uni er anoerem uuu> -----—- — -- »ultoren der genannten Anstalten vorlegen. Da sich er,ahrung«gemäb riebbergb,S "Gesuche um Erteilung der Auszüge au« dem G-burlrregtster bet dem SchMnsanz derart anhäufen, daß unliebsame V-rzSgerungen in der Ab. i tigumr nicht zu vermeiden sind, ersuchen wir die Inten ssenten. schon rtzt L "unt-ireichneten Behörde schrisiltch oder mündlich die Auszüge ou- l01 Geburtiregistern, welche gegen Erstattung der gesetzlichen Gebühr non 50 Pfg. für jeden Schein verabfolgt werden, zu erwirken. Gießen, ^g^^ogt^efanbieomt Gießen. S. SB.: Wolfs.__________ Ausstattungen in Glas und Porzellan liefert billigst 2221 Emil Wagner, 61 Bahnhofatr. 61. Kaffee getrunken wird, empfiehlt es sich, sowohl aus Gesundheits- wie aus Sparsamkeit s - Rücksichten, den wohlschmeckenden Kathreiners Malzkaffee zu verwenden. 302 Fleisch-Extract aus bestem Ochsenfleisch mit löslichem nährendem 1 Fleisch-Eiweiss übertrifft trotz billigeren P^ses alle Liebig’schen Extracte an Näorkraft und W »bl- -s geschiuack und Ist in allen besseren Drogen , Dell catessen- u. 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Lus ihrem Kopf drang durch einen klaffenden Spalt Gehirw -ässe, auch war des einen Bein zermalmt. Wahrscheinlich «Dachte das Fuhrwerk noch vor dem Zuge den Uebergang ui passieren. Die Unsallstelle sah gräßlich aus, Fleischteile M dem Pferd, Blutlachen, zerstreute Frucht und die von dm Verunglückten gekauften Biktualien lagen umher. Soviel wird hier wieder klar: ES ist unumgänglich nötig, daß an so gefährlichen Bahnstellen nicht nur daS Mut (tu et t sondern vor allem die Dampfpfeife in Thatt^ leit rtritt. Wäre dies hier geschehen, so wäre wahrscheinlich das Unglück vermieden worden. Eine Frage kommt hier noch in Betracht: Da die Bahn keine Schuld trägt, und der Arbeiter Uhl nicht im Betrieb der Fabrik gestorben ist -wen trifft die Haftpflicht? - Eine ähnliche ge- sLhrlliche Stelle ist an derselben Strecke bei dem Uebergang über die Salzhäuser Straße oberhalb KraftS Brauerei, wo |d)o« wiederholt Fuhrwerke knapp dem überfahren werden -.„ortete bet T-ktor, Sie haben den Lärm gemadjt; waj bad-" Sie nicht gewartet unb mir gefagt, wer Itaint sKs: fciiwsA'SSÄB > te&H; ./.»uevaa,. w -«puu -v -.»■ bem Vernehmen isHilfen ®;d)tneHbhen ^eitbcrineu Oberkellner im Taunushotel zu 9‘ »orten. I Rutoirfen, J- «» Statut.!^ '^DerSomWs. ''bezeichnete ei! /^belstand.! n /0^°den, zu iß. ?.e^eute auszuijj ^'"^htlerschast t- '^ung sah von tn be[ bitfet $i,fc HO Olt 6on liutb Mins jätend sannnein Feuerwehr zu gir Wahrungen sind worden, und tti !!Seltener Gelegenheitskauf!! 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Rezntcek beleuchtet in zwei Zeichnungen das junge Eheglück von verschiedenen Seiten, I. B. Engt hat wieder einett glanzenden Witz in der Nummer, während Wilhelm Schulz etne seiner gemütvollen Märchenzeichnungen mit eigenen sttm- munasvollen Versen begleitet. Der Text bringt .Humoresken von Otto Erich Hartleben und Korfiz Holm, sowte aktuell satirische Gedichte von den „Hansdichterit" Hase und Peter Schlemihl und einige amüsante Anekdoten xer Simplizissimus kostet für das Quartal Mark 1,25 (Einzelnummer 10 Pfg.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Postanstalten mnd der Verlag Albert Langen tn München entgegen, der Probenummern berettwilltgst versendet. _____________________________________________ Handel und Verkehr. Uolkswirtschaft. Frankfurter B3rse vem 9. April. Wechsel auf Now-York zu 4.211/8-221/«. Bezugsrecht für Parkbrauerei 0.40 bz. G., Friedr.-Hütte-Aktien Mr -re Karwnckc nnd Ostern empfehle oom Wit^n ©MW Ule Zollen link- n. ZceWe, leb. ßarpseu. 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