1900 Sonmag den iL Februar Aints- und Zluzeigeblatt für den 'Kreis Gieren eilen 5 ärt» 20 Pfg. Erscheint tägNch mit Ausnahme deS Montag-. Die Gießener »««itienvrLtt-r »erden dem Anzeiger im Wechsel mit Landwirt" u. „Mütter fftt Hess. «olkSkuad«' Wgch« 4 mal beigelegt. per Tauseni Mehrbettag. daß eine größere Summe in Teilbeträgen bei irgend einem Postamt erhoben Wirb, 10 Pfg. für lebe Ab- Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmitt Klätter für hessische Volkskunde belW )tt t'onm mw Mrefi« für Depesche«: Anzeige» Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. 1,1 • «*. Nr. 35 Drittes Blatt Feuilleton. Berliner Bries. (Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck verboten.) Hauptmanns Erholung. — Berliner draußen nnd daheim. Es giebt Menschen, die zu ihrer Erholung in die Alpen reisen, und die wagehalsigsten Bergbesteigungen mit obligatem Unwetter und heimtückischen Gletscherspalten vornehmen; es giebt andere, die in kleinen Gehirgshörfern den ganzen Vorrat an Brennholz für den Winter, Haus bei Haus, mit Sage und Bett zerkleinern, und den uneigennützigen Landbewohnern dafür noch eine angenehme Entschädigung zahlen; es soll sogar Kauze geben, die sich nach langem aufreibenden Frondienst daheim flott in das aufbrausende, sinnverwirrende Gewühl der Großstadt mit ihren „Vergnügungen" stürzen, und dabei ihre Nerven wieder kräftigen, während die Durchschnittsmenschen sie dabei zerrütten: warum soll jemand nicht zu seiner Erholung „Possenspiele schreiben? Gerhart Hauptmann, der Heiland der modernen Dichtung, hat das mit seinem „Schluck und Jau" gethan, und wenn er dabei wieder zu Kräften gekommen ist, so hat er einen nicht zu unterschätzenden Gewinn davoiigetragen. Die deutsche Buhne hat dabei nichts profitiert. Der Stoff ist uralt, und in manchen -ocria» Honen aus der Bühne gewesen. Aus dem Stallduft des „Fuhr- mann Henschel" führt Hauptmann seine Gemeinde in Die Fusel- Atmosphäre zweier trunkener Vagabonden, die zu Scherz und Spott von einer Hofgesellschaft aufgelesen, und. für die Lange eines Gießener Anzeiger General-"Anzeiger neuen Sommernachtstraumes zu einemi Fürstenpaar «-oben werden, dem dann ein groteskes Erwachen folgt! Wie Egmont seinem Klärchen einmal „spanisch erscheint, so wollteberbegabte Dichter der „Weber" und der „Himmelfahrt Hannele s uns einmal in der Königstracht der großen Briten von Avon kommen — aber der modern-nervöse Sohn der Gegenwart hangt nur in den Gewändern William Shakespeares; seine Gesten sind leger aber nicht souverain, und in seinen Worten fiebert Die Unent- scklossenheit, die einem großen Wollen das größere Können ver- agt! Also kein Schuß ins Schwarze! Doch das passiert dem besten Schützen und wird ihm beim nächsten Meisterschuß schon vergessen. Unangenehm berührt bei alledem nur das Tamtam der Trabanten, die sich wie eine Leibwache um ihn scharen und Wochen-, ja monatelang vorher in immer grelleren Posaunenstößen die Herrlichkeit des kommenden Werkes verkünden zu müssen glauben! Traurige Herolde, die ohne eigenes Urteil alsbald jeden niederschreien, der nicht in Verzückung gerät! Armer General - Feld - Hauptmann? Gott schütze Dich vor Demen Freunden . . .! Die Düse hat einmal gesagt, die Berliner seien das kritischste Theater-Publikum der Welt! Wenn es wahr sein sollte, so sind diese „Berliner" jedoch ein unglaublich zusammengekochter Extrakt, nicht die oberen Zehntausend, nicht einmal die oberen Zehnhundert, Denn hier wie anderswo informiert sich der Premierenbesucher schnell erst im Morgenblatt über die Meinung seines Kritikers, ehe er eine bestimmte Ansicht als das gereifte Resultat seines tiefen Nachdenkens zum besten giebt. Die große Menge aber lobt wahllos alles, wobei sie tüchtig lachen kann: gleichviel ob sichs um Blödsinn, Pikanterieen oder wirklichen Humor handelt. Die alten klassischen Stücke aber empfiehlt vvv «u-eig-u ju der «achmitf-S für de« felftafcen Tag erscheinenden Nummer bi« norm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten» abend» vorher. Briefumschläge und Zahlkarten werden für 1,5 Pfg. für daS Stück von den Checkämtern geliefert, desgleichen Checks für ie 3 Pfg. Alle Postchecks sind nach dem Gesetz betreffend: die Wechselftempelsteuer von einer Stempelabgabe befreit. Die Preise für die im Checkverkehr erforderlichen Formulare werden nicht bar bezahlt, sondern von den zahlungspflichtigen Kontos abgeschrieben ; ebenso die Gebühren, die sich aus der Teilnahme am Checkverkehr für die Kontoinhaber ergeben. An Gebühren werden er mit einem unterdrückten Gähnen der Jugend! Ueberhaupt ist der Berliner nur auf der Höhe der Situation, wenn er draußen ist. Dort erwacht seine kritische Natur, seine Erhabenheit über das lächerliche Gewoge des Alltags. In Berlin selbst ist er genau so harmlos neugierig, und zuzeiten rührend albern, wie der waschechteste Philister von Bromberg oder Brandenburg, und ich erinnere mich eines Mannes, der sich als Berliner Kurgast in Harzburg über die Leute lustig machte, die den braven varz- buben Brockensträuße und Steinchen auf Treu und Glauben als echt vom Gipfel abkauften. Wie konnte jemand so beichraukt fein, sich von diesen geriebenen Jungen düpieren zu lasfen! Denselben traf ich unlängst an der Ecke der Friedrich- nnd Kochstraße inmitten eines großen Haufens neugieriger Landsleute, die einen Verkaufsstand refp. einen dazu eingerichteten Handwagen umringten, von dem ein schlauer Rixdorfer mit einer wahren Figaro- Zunqe die exzellenten Eigenschaften und unschätzbaren Vorzüge eines „ganz neuen, patentierten" Glas- und Porzellankitte^ in den leuchtendsten Farben schilderte. Und es dauerte nicht, lange, da griff auch mein Harzburger in die Tasche und erstand Nch.^n Zauberfläschchen. Es war ganz wie auf dem Jahrmarkt einer von der Zeit vergessenen, im sechzehnten Jahrhundert cinge- schlafenen Kleinstadt! Und doch mitten im Gewoge des brausenden Berlins. Ich konnte nicht umhin, ihm zu feiner Crwerbun« Glück zu wünschen. Und wahrhaftig: er wurde rot, wennesnicht der Widerschein der grellleuchtenden Oellampe vom Wagenftan» war. Eine ganze Weile gönnte ich mir das Vergnügen, den Geschäftsgang zu beobachten. Es wav ein' flotterBetrieb der sich auf keinem Jahrmarkt der Provinz hatte erreichen lassen. C» ist eben der Berliner wenn er daheim ist! ... erhoben: 1. Grundgebühr für jede Zuschrift oder AMreibung bet Beträgen bis 5 Mark 5 Pfg., über 5 Mark 10 Pfg- 2. Rückzahlgebühr für Auszahlungen, die auf Grund von Checks in bar erfolgen, bei Beträgen bis 3000 Mark ein Viertel per Tausend, über 3000 Mk. V«°/oo von 3000 Mk. und /8 /»<> vom fcbnng. ben Widerruf eines Checks 50 Pfg. «v..., .hlttnpn 5. Wenn die Zahlkarten auch zu schriftlichen Mitteilungen benutzt werden, 5 Pfg. In der Praxis gestaltet sich das Checkverfahren ungefähr f°1Sme8”ear6Sto6 in Wiesbaden will am P°st-Che-kv-rk-hr teil- nehmen. Er teilt dies schriftlich dem Postamt Wiesbaden mit, und zahlt die Stammeinlage von 100 Mark. Daraufhin wird ihm durch Vermittelung des Postamts Wiesbaden beim zuständigen Checkamte Frankfurt ein Checkkonto eröffnet; wovon Klotz durch das Checkamt schriftlich in Kenntnis gesetzt wird. Gleichzeitig übersendet das Checkamt dem Klotz ein Formular zur Abgabe der Unterschrift. Wünscht Klotz, daß außer ihm auch seine Frau und fein Sohn über das Checkguthaben i. F. verfugen sollen, dann müssen auch diese ihre Unterschrift abgeben. „Das Formular mit den Unterschriften ist an das Checkamt zuruckzusenben, welches auf Grund dieser Unterschriften die Richtigkeit der zukünftigen Checks zu prüfen hat. Nunmehr kann Klotz alle seine vorübergehend zur Verfügung stehenden Geschäftsgelder der Post zur ^Lwabrung ^nd^Verwaltung^^sich in auf 606 Mark, und zur Bestreitung laufender Einnahmen seien 100 Mark erforderlich, dann blieben an vorübergehend zur Verfügung stehenden Geldern 500 Mark. Diese zahlt Klotz mittels Zahlkarte beim Postamt Wiesbaden ein, und zwar auf sein Konto. Das Postamt nimmt den Betrag entgegen unb laßt denselben beim Checkamt in Frankfurt dem Konto des Klotz gut chreiben. Von der erfolgten Gutschrift wird Klotz schriftlich in Kenntnis gesetzt. Die Gebühr für die Zuschreibung betragt 10 Pfg. Nun versendet Klotz aber auch Waren nach, auswärts, für die ihm die Geldbeträge mittels Post - Anweisung überfandt werden; Die Gebühr für die Anweisung beträgt je nach Hohe des Betrages 10—60 Pfennig, und wenn der Betrag durch Nachnahms erhoben wird, 20—70 Pfennig. Diese Gebühren „lassen sich durch das Check - Verfahren erheblich ermäßigen eine Zahlkarte mit der Bitte, den Betrag auf Grund der Karte in Homburg einzuzahlen. Geschieht dies, dann wird auf Veranlassung des Postamts Homburg beim Checkamt Frankfurt dem Konto des Klotz der Betrag von 800 Mark gutgeschrieben; wofür eine Gebühr von 10 Pfg. zu zahlen ist.; wahrend bei Ueber- sendung des Betrages mittels Postanweisung 60 Pfg. Gebühr zu zahlen gewesen wären. Aber nicht nur die mittels Check oder Zahlkarte eingehenden Gelder für Klotz sondern auch ine Postanweisungsbeträge werden auf Verlangen dem Klotz nicht mehr bar ausbezahlt, sondern seinem Konto gutgeschrieben. Es bleibt damit erspart, die Quittungsleistung auf den einzelnen Anweisungen, das Nachzählen und Ausbewahren der emrelnen Geldbeträge. Auf diese Weise,wird allmählich bei zu Gunsten des Klotz ein Guthaben, lagen wir von 2000 Mark angefammelt, über welches er jederzeit nach Belieben verfugen kann Die Notwendigkeit zur Verfügungergabt lick, sehr bald.,,^tz f^uwtt dem Händler Darin in Frankjurt 1000 Mark Zur Begleichung dieser Schuld stellt Klotz einen Kassencheck in Hohe von 1000 M aus und übersendet diesen dem Darm, der auf Grund des Checks den Betrag in Frankfurt erhebt, ober zur Bezahlung emes Dritte» verwertet; der dann das Geld erhebt. Was innerhalb 14 Tage» (vom Tage der Ausstellung an) geschehen muß. Besitzt Darm elbst ein Checkkontv, dann wird ihm auf seinen Wunsch, dem er >urch entsprechenden Vermerk auf der Rückseite des Checks Aus-, druck verleiht, der Betrag nicht ausgezahlt, sondern gutgeschrieben. In diesem Falle werden an Gebühren erhoben: w Pfg. von Darm für die Gutschrift. 10 Pfg. von Klotz für die Abschreibuns des Bettages. Erscheint dem Klotz die Ueberfenbung eines Kafsen- checks nicht geeignet, weil ber Kassencheck von jebeni abgehoben werben kann, bann nimmt er zur Ausgleichung lemer Schuld bei Darm einen Namenscheck, ben er auf Darm m Frankfurt ausstellt, und dem Checkamt (nicht dem Darm) übersendet. Auf Grund dieses Namenschecks zahlt das Checkamt dem Darm oder dessen Bevollmächttgten, den Betrag des C^cks mittels Zahlungsanweisung tn bar, wofür außer der ^schreibegebühr von 10 Pfg. eine Rückzahlgebuhr einViertel v H., also 25 W, erhoben wird. Hat Darm indessen Checkkonto, dann wird ihm der Betrag nicht aüsbezablt, sondern gutgeschrieben; wovon er schriftlich in Kenntnis gesetzt wird. Die Ruckzahlgebühr kommt dann in Wegfall. Die Schuld des Klotz ist ausgeglichen durch Zu. und Abschreibung für eine Gebühr 10 plus 10 gleich 20pffl. Suf diese Weise können im Checkverkehr jährlich zahlreiche Forderungen und Verbindlichkeiten ber Checkkonttsten ansgegl chen werben, ohne daß bar Geld jedesmal in Bewegung (Metzt wurde wie unter heutigen Verhältnissen. Bis jetzt gestaltet sich daS Verfahren sehr einfach, weil Darm in Sranfiurt, bem ©tfte eines Hauptcheckamtes wohnt. Wohnte nun Darni nicht in ^ranr furt, sondern in Rüdesheim, bann müßte er den Kassencheck unter Briefumschlag an das Checkamt in Frankfurt senden, worauf ihm der Betrag mittels Postanweisung und unter Abzug derPostanweisungsgebühr übersandt Wird, besitzt er auch m Rüdesheim Checkkonto, bann Wird auf fein Verlangen der Betrag .feinem Konto gutgeschrieben. Da die Postanweisungsgebuhr bei 1000 Mark verhältnismäßig noch hoch ist, so empjiehlt jich, wenn Darm in Rüdesheim wohnt, unb fein Checkkonto besitzt, bte Verwenbung des Namenschecks. Dieser wird wie bereits gejagt, statt an daS__ anweifung das Postamt Rüdesheim «veranlaßt, den Betrag vo» 1000 Mark dem Darm in Rüdesheim zu Zahlen. Besitzt Darm aber Checkkonto, dann wird ihm auch, wenn er tn Rüdesheim ober sonstwo wohnt, ber Betrag bes Namenschecks ohne weiteres gutgeschrieben und er davon schriftlich in Kenntnis gesetzt. Die Gebühren sind dieselben wie im Falle, daß Darm in Frankfurt, dem Sitze eines Hauptcheckamts wohnt. Klotz hat aber nicht nur auswärts sondern auch in Wiesbaden Verbindlichkeiten ; er schuldet dem Bindfadenhändler Kordel 400 Mark. Zur Begleichung dieser Schuld stellt er einen Namenscheck für Kordel aus, auf Grund dessen auf Veranlassung des Eheckamts Franksurt das Postamt Wiesbaden dem Kordel 400 Mark zahlt, oder ihm, wenn er ebenfalls Checkkonto hat, gutschreibt. Hat Klotz für gewisse Zwecke bar Geld nötig, dann stellt er einen Namenscheck für sich selbst aus, übersendet diesen dem Checkamte Frankfurt unb erhalt bann mittels Zahlungsanweisung vom Postamt Wiesbaben ben ge- . Wünschten Betrag in bat ausbezahlt ; dies alles kann natürlich nur so lange geschehen, als Klotz noch Guthaben bei der Post hat. Beträgt sein Restguthaben noch 600 Mark und er will diese beim Postamt Wiesbaden nach und nach abheben, dann stellt er-einen Namenscheck für sich über die ganze Summe aus, und schreibt darauf: „abzuheben in Teilbeträgen beim Postamt Wiesbaden . Nunmehr kann Klotz die 600 Mark auf Grund von Kassencheck« nach und nach, mindestens aber in Beträgen zu 50 Mark, beim Postamte Wiesbaden in Empfang nehmen. In diesem Falle wird aber außer der Rückzahlgebühr von 25 Psg. und der Grundgebühr von 10 Pfg., eine Gebühr von 10 Psg. für jede einzelne Abhebung berechnet. Die Abhebung von Guthaben tn einer Summe oder in Teilbeträgen kann aber nicht nur beim Postamte des Wohnorts, sondern bei jedem Postamte erfolgen Geht Klotz zum Markte nach Köln, und hat dort etwa 4000 Mark notig, dann zahlt er diesen Betrag mittels Zahlkarte in Wiesbaden ent, stellt einen Namenscheck auf feine Person z. Z. Köln, Hotel Stier, Post. Checkverkehr. De« Postcheckverkehr, welcher in einzelnen Ländern, z. B. in Österreich schon seit einigen Jahren besteht, und. sich großer ^iebtheit erfreut, wird im Laufe d. «j. auch im Reichspostgebiet Zur Einführung gelangen, durch denselben soll nicht nur bte Gelb- ibernittdung vereinfacht, fonbern auch ber Gelbverkehr an unb für sicx, möglichst beschränkt werben; unb zwar in ber Weise, daß Zah«ngSverbinblichkeiten unb Forberungen ber am Check- oerkehr L-ilnehmenden nicht ausschließlich burch jebesmalige Barzahlung, fonbern thunlichst burch Zu- unb Abschreibungen ausgeglichen nCrbcn. Die Notwenbigkeit unb Zweckmäßigkeit eines solchen Befahrens ergiebt sich, wenn man berücksichtigt, daß im deutschen Laiche jährlich durchschnittlich 5—6 Milliarden Mark auf PostanWcZungen ein- unb ausgezahlt werben; unb diese Milliarben sich au3 einzelnen größeren unb kleineren Beträgen zusammsetzeii, btt auf Grund einzelner Postanweisungen bar ein- und (mit wenigen Ausnahmen) auch bar ausgezahlt »erben müssen. Hierburch erwachsen nicht nur der Postverwal- tung, fonbern auch bem Publikum Arbeit unb Zeitverluste, ebenso macht sich hier und da ein fühlbare»- Mangel an Münze geltend, der leicht geeignet ist, den ganzen Gettverkehr nachteilig zu beeinflussen; was im Interesse der Gesamtheit möglichst vermieden werden soll. Zum Teil wird dies ja heul- schon erreicht, durch den Check-Giro-Verkehr der Reickjsbank rc. Ta aber aus gewissen Gründen nur größere Geschäfte sich am Giro-D«rkehr der Reichsbank beteiligen, unb beteiligen können, so bleibt breiten Schichten der Bevölkerung, mittleren und kleineren Geschäftsleuten, Handwerkern, Beamten rc. der Vorteil der vereinfachten Geldübermitte- Uing zumeist verschlossen. Diese Vorteile aber möglichst vielen zugänglich zu machen, ist Hauptzweck des Post-Checkverkehrs. Um diesen zu erreichen, werden in Berlin, Breslau, Köln, Danzig, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe und Leipzig Poft- Checkämter eingerichtet, bei welchen jedem auf Antrag, gegen Einzahlung einer unverzinslichen Stammeinlage von 100 Mark ein Checkkonto eröffnet wirb. Diesen neun Checkämtern smb bie 13 000 deutschen Poftanstalten als Zweigcheckämter unterstellt, sie vermitteln als solche den Verkehr zwischen Kontoinhabern und Checkämtern, nehmen während der Schalterstunden bare Einzahlungen entgegen, und überweisen die Ruckzahlunaen in lrn^ «n die Emvfanasborcchttuicn. ©Innungen .un Checkverkehr können erfolgen mittels: Zahlkarte, Postanweilung und Postt Check. Von jeder erfolgten Einzahlung Wirb ber Kontoinhaber «lsbalb schriftlich in Kenntnis gefetzt Mittels einer karte können Beträge bis 10 000 Mark eingezahlt- werb«. Die Höhe des Gesamtguthabens eines Kontoinhabers unterliegt keiner Beschränkung. Das Guthaben, tveld)e§ mvt wird, wird angesammelt, indem die mit Ler Post emgeyenoen Barbeträge ben Kontoinhabern nicht bar ausbezahlt, wnbern »utgeschrieben werben; hierzu Kommen bann ) pin,at.(en' Ueebe¥^kfOentangeiamm9kn Gu^be^können bie Kontoinhaber stberleit nach Belieben mittels Check verjugen, sie können bas lefamte Guthaben ober Teile besselben sich selbst bar auszahlen ober für anbere Personen (ohne Rücksicht auf ben jeweiligen Wohnort) überweifen lassen; bie Ueberweisungen erfolgen durch Barzahlungen ober, wenn bie anberen Personen ebenfalls Check- fonto haben, burch Gutschriften auf das Konto der Zahlungsempfänger. Die Abhebung ober Ueberweiiung eines Checks mutz innerhalb 14 Tagen, vom Tage der Ausstellung an gerechnet, erfolgen. werden eingeteilt in Kassen- und Namenscheck. Kassenchecks sind solche, die auf den Inhaber lauten Der jeweilige Inhaber kann den Betrag eines solchen Checks abheben, oder seinem Konto zuschreiben lassen, auch kann er den Check einem Dritten in Zahlung geben. Namens-Checks werden jur bestimmte Personen ausgestellt, sie werden deshalb nur denjenigen «usgezahlt bezw. gutgeschrieben, die von den Ausstellern als Hmpfänger in den Checks vermerkt sind. Kassencheck^ werden den Zahlungsempfängern direkt, Namenschecks ben vorgesetzten Hauptcheckämtern übersandt. Namenschecks werben portofrei befördert, wenn bei Versendung derselben die vorgeschriebenen Briefumschläge benutzt werden. iiiin. BgeT 8 l’hr abend, er: sundhei > Frßes’eohen u; ” ®errn Verwalte oufmertjam maie nod ntWtn cwtrtta munal pramiirt. 1 ‘“fftn ju Wollen. »»se 6, Hl. _ bei Vaier. 9i(ne* bekamt, m zahstelchen W iet Vorstand. 1 eD IS. Febrati. Prowa* 3 ®ü,° CJhule Knabenchorecn ■“'15 -»'7 Z -**5 aus, und hebt dann in Köln den Betrag in Teilbeträgen oder in einer Summe ab: auch kann er seinen Hotelier und die, von denen er kauft, mittels Kassenchecks (zahlbar beim Dostamt Köln) nach Belieben bis zur Höhe seines Guthabens befriedigen. Er braucht also auf der Reise das Geld nicht in bar bei sich zu führen, er ist vor Diebstahl, Verlusten durch Verlieren injebcr Beziehung geschützt. Hat er beim Antritt der Reise bereits ein Guthaben von 4000 Mark beim Post-Checkamt Frank urta. M., dann ist selbstverständlich die Einzahlung der 4000 Mark in Wiesbaden nicht erforderlich. Nimmt Klotz auf der Reise größere Summen ein, die er nicht mit hcrumtragen will, dann zahlt ev mittels Zahlkarten, die er bei sich sühren muß, die eingenommenen Geldbeträge bei dem nächsten Postamte ein, und dieses veranlaßt dann die' Gutschrift der eingczahlten Beträge beim Checkamt Frankfurt am Main. Diese Abhebung von Geldbeträgen bei jedem beliebigen Postamte ist es in erster Linie die den Post-Check-- verkehr außer für Geschäftsleute auf Reisen, auch für andere Personen, die sich öfter auswärts längere Zeit aufhalten, außerordentlich empfiehlt. Insbesondere für solche, die in der Lage sind, Bäder und Luftkurorte im Lause des Sommers zu besuchen. Selbst wenn der Aufenthaltsort im Auslände liegt, hat das Guthaben bei einem Checkamt gewisse Vorteile für den Inhaber des Kontos. Hält sich jemand, der am Checkverkchr teilnimmt, im Sommer einige Wochen in Genf auf, dann hat er nicht nötig, das gesamte Geld, das er während dieser Zeit zu verbrauchen gedenkt, bei sich zu führen. Er zahlt vielmehr diesen Betrag zum Teil beim Postamt seines Wohnorts mittels Zahlkarte ein, nimmt sein Chcckbuch auf die Reise mit, und sendet sobald er Geld nötig hat, einen auf seinen Namen ausgestellten Namenscheck (in diesem Falle frankiert) an das zustehende Checkamt: welches ihm alsbald den gewünschten Betrag von seinem Guthaben abschreibt, und per Postanweisung übersendet. Das gewünschte Geld wird ihm dann auf Grund der Postanweisung in der Währung des Bestimmungslandes ausgezahlt. Ein Austausch seines mitgebrachten Geldes bei Geldwechslern ist dann nicht erforderlich, auch kann es nicht vorkommen, daß er sein ganzes Reisegeld verliert oder unfreiwillig einem Unberechtigten überlassen muß. Aus all dem dürfte zur Genüge hcrvorgehen, daß der Post- Checkverkehr sich nicht nur für Geschäftsleute, Handwerker und Landwirte, sondern auch für Privatleute, Offiziere und Beamte außerordentlich empfiehlt, namentlich für solche, die ihre Gehälter vierteljährlich beziehen oder öfter in die Lage kommen, größere Summen vorübergehend zu Hause aufzubewahren. Bei der Post ist es sicher und zweckmäßig angebracht und wird zu 1,2 pCt. verzinst. C. H. Jatodrs mrS KroviuMtes. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gieße«, den 10. Februar 1900. ** GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Bor 250 3*bren, am 11. F-bruar 1650, starb in Stockholm der tiefe Denker DeScartes (RenatuS Cartesius). Dom Selbstbewußtsein und Denken ausgehend, schließt er auf die Existenz der denkenden Substanz der Seele, und aus dem Vorhandensein eines absolut vollkommenen Wesens in der menschlicher Seele folgerte er die Existenz Gottes. Er routbe am 31. März 1596 zu La Haye geboren. — Vor 96 Jahren, am 12. Februar 1804, starb in seiner Vaterstadt Königsberg Emanuel Kant, ein Denker voll von tiefer Natur-, Men'chen- und GeschichtskenntnrS. In seinen Hauptwe>ken trocken und schweroerständlich (Kritik der reinen Vernunft!), ist er in seinen kleineren Schriften lebendig, voller Witz und Laune, so in der Abhandlung: „lieber die Macht beß Gemüts, durch bloßen Vorsatz seinem lraickhaften Gefühle Meister zu werden." Kant wurde am 22. April 1724 geboren. *• Etwas vom Karneval. Zu allen Zeiten und in allen Landen hat man gleich übermütig den Karneval begangen. In Leipzig zogen ehedem die jungen Gesellen einen Pflug durch die Stadt, an welchen sie alle jungen Mädchen spannten, deren sie habhaft werden konnten, gleichsam, um sie zu verspotten, daß sie noch nicht geheiratet hatten. Wie später am AuSgang der 60er und Anfang der 70er Jahre dort der Karneval gefeiert wurde — Kappenfahrt, Narren- abende, Korso, Festzug u. s. w. u. s. w. — darauf können sich die älteren Leipziger noch gar wohl besinnen. In Königsberg trugen die Gesellen zu verschiedenen Malen eine ungeheure lange Wurst herum. Die Träger wären alle sauber gekleidet, Trommler und Pfeifer zogen vorauf, und eine weiße oder graue Fahne wurde vorangetragen. Mit jedem Jahre wurden diese Würste länger, aber die längste war die vom Jahre 1601. Sie maß 1005 Ellen, und wurde von 103 Fleischhauerknechten getragen. In München fand noch bis vor 30 Jahren der sogenannte Metzgersprung start. Es sprangen nämlich vor mehreren tausend Menschen etliche nervige Burschen in eiskaltes Wasser, und wurden durch diesen Sprung zu Metzgergesellen erhoben. Die welschen Karnevalfestlichkeiten übertrafen die deutschen Fast« nachtslustbarkeiten bei weitem an Pracht und Geräusch. In Florenz begann der Karneval mit einem nächtlichen Feste, La Beffana geheißen, welcher Name von Epiphanias herkommt. Man setzte eine von Stroh gemachte und mit Epheu und Lorbeerzweigen geputzte Frau auf einen offenen Wagen, der nun in Begleitung von Fackeln, Trommeln und Pfeifen, sowie unter endlosem Freudengeschrei durch die Straßen der Stadt gezogen ward. Von dem römischen Karneval hat uns Goethe eine lebendige Schilderung entworfen. Im Ganzen genommen, unterschied er sich nicht besonders von eidenscone, »« Sammle von Elten &J(eu8se# und Velvets M« dem in den anderen Städten. Die FastnachtSlustbarkeiteir der Ruffen beginnen schon acht Tage vor Weihnachten, und ziehen sich bis zum DreikönigStage hin. In Petersburg dauert der tolle Karneval zehn Tage. Alltäglich ziehen maskierte Gesellschaften von HauS zu Haus, wo sie immer kalte Küche und starke Getränke finden. In der ganzen Zeit soll in ganz Petersburg kein Nüchterner zu finden sein. In Paris ist die Hauptperson deS Karnevals Bouef gras, ein wohlgemästeter Ochse, der zuerst ein kleines Kind auf dem Rücken trug, später aber dasselbe in einem Prachtwagen umherzog. Aufgeputzte Metzgergesellen begleiteten ihn teils zu Fuß, teils zu Pferde und unter dem Schalle rauschender Musik. Nach einigen Tagen wurden seine Hörner deS Goldes entkleidet und er selbst in Beefsteaks und Kotelettes verwandelt. Im übrigen hatte man auch hier eine Unzahl von Narren und Masken. Letztere, Harlekins und Pierrots genannt, suchten sich ihre Gefährtinnen in den Harlekinetten und Colombinen. Mit der Reformation verschwand die Fastnachtsfeier in den protestantischen Ländern nach und nach, aber auch in den katholischen Gegenden zeigt sich der Karneval immer schwächer und schwächer. Wirklichen Kafiee-Geschnack besitzt Kathreiner’s patentierter Malzkaffe, nach wissenschaftlichem Urteil der beste und gesündeste Ersatz für Bohnenkaffee; als Zusatz e.'ig6mein beliebt. 802 OR.IL Fleisch - Extract übertrifft trotz billigeren Preises an Nlhrkr*a und Wohlgeschmack die Liebig’schen Ext**** und ist in allen besseren Drogen-, Delio**16®* _____und Colonialwaaren-Handlungen Der praktischen, sparsa en Hausfrau empfiehlt die Gesellschaft, Berlin W. 57: 11 usiiche Frühstück’*- Suppen in Würfeln zur sofortigen Herstellung eines zeichneten FRÜHSTÜCKS MÄGGi’s lösliche Frühstück’,-Supp6fi verbinden seltenen Wohlgeschmack mit grösstem Nährwerte und sind in folgenden Sorten erhältlich: , o । 1. Gelbes Band (Vanille). «-*12. Rotes Band (Anis). = | 3. Grünes Band (Kola). 60 '4. Blaues Band (Special^ Gemüse- Kraft- Suppen In Würfeln zur sofortigen Herstellung von 2 PORTIONEN vorzüglicher SUPPE MAGGl’s Gewiss- und Kraftsuppen für sind nur mit Wasser in wenigen Minuten herstellbar. In 25 verschiedenen Sorten der beliebtesten Suppen erhältlich. Bouillon-Kapseln zur sofortigen Herstellung von 2 PORTIONEN kräftiger FLEISCHBRÜHE — fett — für IMGßl’s GüuiHofi-Kapseln sind durch einen Paraffinüberzug ge- Bouillon-Kapseln zur sofortigen Herstellung von 2 PORTIONEN feinster KRAFTBRÜHE — entfettet, extra stark für MAGGl’s-Bouiilao - Kapseln für Kraftbrühe enthalten extra stark konzentrierten entfetteten Fleisch- saft von feinstem Auszug und sind äusser für körperlich und geistig stark Angestrengte besonders wertvoll auch für Kranke und Genesende, herstellbar! schützt. JcdeKapsel für Fleischbrühe enthält2 Port, konzentrierten Auszug von bestem mit Gemüse abgekochtem Fleisch nebst dem nötigen Kochsalz. Ohne weiteren Zusatz, nur mit Wasser, sofort zum ‘Würzen. Probe-Fläschchen Wenige Tropfen genügen, Pfg. um augenblicklich jede Suppe und jede schwache Bouillon gut und kräftig zu machen. Fläschchen: No. I. No. 2. Original: 65 Pf. 110 PC Nachgefüllt: 45 w 70 w MAGGI’5 Gemüse- und Kraftsuppen ä 10 Pfg Tapioka-Suppe: kräftig und sehr beliebt. Zu haben in allen Delikatess-, Kolonialwaren - Geschäften und Droguerien Pikante Sorten ä 15 Pfg. per Würfel (ä 2 Portionen): Londonderry-Suppe: sehr nahrhafte, pikante Suppe, besonders in Holland sehr beliebt. Curry-Suppe: sehr pikante, englische Suppe; vorzüglich, um andere, besonders Schleimsuppen, zu kräftigen. Sorten-Verzeichnis von Erbsensuppe: feiner Erbsongeschmack. Erbsen- mit Bohnensuppe: äusserst nahrhaft und wohlschmeckend. Erbsen mit Reissuppe: Erbsengeschmack, sehr nahrhaft. Erbsen- mit Sagosuppe: sehr kräftig und schmackhaft, feines Aroma. Erbswurstsuppe: die vorzüglichste ihrer Art; giebt eine äusserst schmackhafte, sehr nährende und sättigende Erbssuppe. Gemüse- (Julienne-) Suppe: erfrischend, von hervorragendem Wohlgeschmack. Gerstensuppe: sehr gut u. gesund, vorzügliche Abendsuppe. Grünerbsensuppe: feiner, aromatischer Geschmack. Grünkernsuppe: feine Restaurationssuppe. Haferschleimsuppe: sehr fein im Geschmack; auch als Kranken- und Kindersuppe vorzüglich. Kartoffelsuppe: fein und kräftig, sehr beliebt. Kerbelsuppe: blutreinigend; vorzüglich geeignet als Beimischung zu anderen Suppen. Kraftmehlsuppe: besonders nahrhaft, leicht verdaulich. Linsensuppe: echte Linsensuppe, sehr geschätzt. Reissuppe: recht gut und schmackhaft. Rels-Julienne-Suppe: Reis- und Gemüsekräutergesohmack, vorzüglich. Sago-Suppe: feines Sago-Aroma, schleimig und kräftig. Tapioka-Crecy-Suppe: feine Tapioka mit Karotten, sehr gut, schönes Aussehen. Tapioka-Jullenne-Suppe: sehr kräftig und beliebt, als Beimischung zu anderen Suppen vorzüglich geeignet. Weizengriessuppe: sehr schmackhaft und gesund. Rlebelesuppe: \ aus Eierteig, besonders wohlschmeckend Sternchensuppe: I und nahrhaft. 815 1/2 Klio genügt für 1OO Tassen ;1 1015 Wolff. 908 ES«29 Holzversteigcrung 872 8 3 bis zu 12 m Länge mit 6,88 fm 980 werden nicht vorgezeigt. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Fuchsstrauch, in der Rahe der Ueberfahrt 885 Neuling. 1033 Stahl. Rock. rzen. ;hen Dersteigerungen Kolz-Suömisston. vorgezeigt werden. Die Gebote müssen nach Sor- timenten getrennt angegeben werden. unMnol \&.Weu8sefl K-Mkld. njn SlrftiNrtieM und bis zu 20 m Länge mit 55,80 fm Inhalt, Buchenstämme von 34 bis 56 cm Durchmesser und bis zu 8 m Länge mit 6,64 fm Inhalt, Birkenstämme von 17 bis 25 cm Durchmesser und bis zu 12 m Länge mit 1,17 fm Inhalt, über die Bahn. ^ich, am 7. Februar 1960. 1024 Fürstliche Höerförsterei. Die Spar- und Leihkasse dahier bat die Erbauung eine« neuen Lparkafiegebäudes beschlossen. Er werden auf Grund weiteren Beschlusses die hiesigen Herren Architekten eingeladen, einen allge meinen Entwurf des Baues im Maßstabe von 1:200 mit generellem Kostenvoranschlag binnen acht Wochen auf dem Bureau der Kasse einzu- reichen. Das Bauprogramm liegt daselbst zur Einsicht offen, und wird auch weitere Auskunft dort erteilt. Die von einem bestellten Preisgericht als die beiden besten bezeichneten Pläne sollen prämiiert werden, zu welchem Zwecke 800 Mark zur Verfügung stehen. 1 nß91 Tichen-Schni! tholz-, Fichten-Schnitt- ----- Holz-, Buchen-, Birken-, Fichten-Derb- I stangen-, Kiefern Schnitt- und Kiefern- AusführungSbedingungenu.Arbeits befchreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und Inhalt, 20 fm Kiefern-Schnittholz und Ts behält sich aber die Gemeinde vor, die Gebote so auszusuchen, wie sie ihr zur Erzielung der höchsten Gesamteinnahmen und der größtmöglichen Sicherheit für Eingang des Kaufpreises am günstigsten er scheint. Der Kaufpreis ist alsbald nach dem Zuschlag mit Bürgschaft oder durch Wertpapiere sicher zu stellen. Die Gebote find schriftlich mit paffender Aufschrift versehen bi» zum 15. Februar 1900 rinzureichen an die Großh. Bürgermeisterei. Die Eröffnung findet am 16. Februar 1900, mittags 1 Uhr, auf hiesigem Rathaus statt, wozu die Interessenten eingeladea find. Die Erteilung kann sofort oder acht Tage später erfolgen. Hattenrod, den 5. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Stück Fichten-Derbstangen von 8 bis 12 em Durchmesser und act an fachen Eit** M-, Deliv*u» ireoju »to. Bauholz-Verkauf in der Aemeinde «Hattenrod. 5 Stück Eichen - Schnittholz von 40 bis 56 cm Durchmcss>:r und dis zu 7,8 rn Länge mit 5,29 fm Inhalt, 39 Siück Fichten - Schnittholz von 28 bis 44 cm Durchmesser Gießen, den 7. Februar 1900. Die Direktion der Svar und Leihkasse Gießen. Wiener. Domizil: fliessen. unter J. A. 9714 befördert Kndolf Ho**e, Berlin SW. UNS abzugeben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 1. Februar 1900. Grobherzogliches Hochbauamt. Neuling. 884 Verdaulichkeit und schnelle Bereitungsweise. Van Houtens Cacao wird niemals tose verkauftsondern ausschliesslich In den bekannten Blechbüchsen. Bel lose ausgewogenem Cacao bürgt nichts für die gute Qualität. nicht zu verwechseln mit amerikanischen Marken, in garantiert reiner, ungebleichter, weisser, stet* frischer Ware. Tüchtige eingefüterte Vertreter gesneht.______993 Ein einmaliger Versuch überzeugt, dass van Houtens Cacao für den täglichen Gebrauch alten anderen Getränken vorzuziehen Ist. Er Ist nahrhaft, nervenstärkend und stets wohlschmeckend. Wettere Vorzüge sind die leichte s Erutx für )bt 802 Exportschlachterei u. Schmalz-Raffinerie A.-G HAMBURG 4. Pinnasberg 74—75 empfiehlt ihre beliebten und anerkannt vorzüglichen Schmalz-Fabrikate allerfeinster Qualität Vergebung von Dchreiuer- und Schlosser- arbeiten. Die Lieferung von 15 Stück hö zernen Steiamaßeu mit Be schlag wird im Wege schriftlichen Angebot» vergeben und find Angebote bis Gamstag den 17. Februar l. I, vormittags 8‘/a Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Plan und Beschreibung zur Einsicht offen liegen, abzuged n. Gießen, am 7. Februar 1900. Der Großh. Kreisdauinspektor. „IMPERIAL“ ; porlioBeD^ SopP0» ** for^Ul ,a Gsneral-Ag*ent — für 907 Haftpflichtversicherung gesucht. in der Jürlttich Solmfischen Köerförkerei Lich. (Eichen- und Bucheu-Gchnitt- und Brennholz) E8 sollen versteigert werden: Montag den 19. Februar, von vormittags 9*/a Uhr an, im 2l’hlf fbo?”^230 rm Buchen, 8 rm Eichen; Knüppelholz: 45 rrn Buchen, 11 rm Eichen; Stockholz: 158 rm Buchen. 22 rm Eichen; Reisholz: 3070 Wellen ®Ud,Cn2)U7 8ufammentunft*ift im Distrikt Fuchsstrauch, in der Nähe der Ueberfahrt über die Bahn. Dienstag den 80. Februar, von vormittags .10 Uhr an, im rotis°. :b fld- [jebmeck®8“ 6ken«hoh-Nklttk!Sklllll8 in der Gräflichku Gderförsterei Arusbor-. Mittwoch den 14. Februar, nach Zusammenkunft 91/, Uhr vormittags am Jägerpfad, werden aus den Distrikten Hain, Nutzgarten, Lauterbachs- und Murkenwäldchen versteigert: Scheiter rm: 95 Buchen, Prügel rm: 29 Buchen und Eichen, Stöcke rm: 62 Buchen und Eichen, Stammreiser rm: 645 Eichen und 100 Weichholz, Astreiser rm: 106 Buchen und 178 Eichen. Die Reiser aus dem Nußgarten Versteigerung1. Donnerstag den 15. Februar und wenn nö ig Freitag den 16. Februar soll auf Henrietteuhof abzugshalber folgende» lebende und tote Inventar versteigert werden: 1. 5 Pferde, darunter eine belg. tächt. Sinke, 3 Aohken, 24 Stück Hliudvieh, darunter importierte Simmenthaler, ein Aulle, sämtliche Schweine. 2. Ferner: 1 Break, 1 Schlitten, Sarvenkinder, chrasmäher (neu), fämtl. Wirtschafts- nnd Kansgeräte, Netten, Schränke nsw. Vklßrigtmg. Meine Hofraite, in der Bahnhofstraße gelegen bestehend in zwei Wohnhäusern, Scheuer, Stallung, Garte« und geräumigem Hof, z« jedem Geschäftsbetrieb geeignet, beabsichtige ich Samstag den 17. Februar er., uachmittag- 5 Uhr, auf hiesigem Rathause öffentlich zu versteigern. 938 Grünberg, 3. Februar 1900. Coxra» Aintzer. 's*.; NS «C;:; 7LL ywiiet tu 5 'we “ll*1 tietroti "betn unb tn rngt sich btt Anfang 80 Uhr vormittags. Henrietteuhof bei Villmgen (Nebenbahn Hungcn-Laubach). Gebe. Nafziger Brennholz TQNneN'Abfallholz kurz geschnitten, in Quantitäten von 5 Centner an stet an» Haus in Gießen per Centner 1 Mark offeriert 626 B. Huhn, DmWzmttk, Lollar. Marte „KREVZ“ end Beka»»tmach««g I Euren Buttr Gier ic, sowie die Fertigung der Schuhe unb Särge füd i.l?me 's°ll m Weg« der Submtffwn »ergeben werden und sind Offerten > Z tiemus »erschlaffen sanier B-ischluh non Proben bezügltch der Kolonial. G ,314. b. Mts., abends 6 Uhr. beim Armenante. 'ff welchem auch die Bedingungen einaesehen, sowie die zur Submiflion l!af Kolonialwaren -r. zu verwendenden Formularten bezogen werden können, tAjeßen, den 5. Februar 1900. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Holz -V erkauf. Gemeinde Groß Altenstädten. Wrikt Srhankrftld. 5 Eichen-Stämme 1. Klasse = 14,42 Festmeter. 27 „ „ 2. „ = 42,15 37 „ „ 8. „ = 33.98 1 Eicheu-Stamm 1. N --- o,28 Verschlossene Angebote werdcn bi» zum Mittwoch den 14. Fe- bruar, vormittags IO Uhr, vo« mir entgegen genommen. Verkaufsbedingungen können bet dem Herrn Förster Knoop zu Grotz- LUenstädten eingeseben werden, welcher auch jede nähere Auskunft erteilt. Hohensolms (Kreis Wetzlar), den 2. Februar 1900. «39 Der Bürgermeister: Hnttel. Neues Bürg rtiches Gesetzbuch nebst Einfübrungsgesetz und Jnhult4verzeichnis. Garant, vollftänd. 2603 §. Hrötzter WassenartiLek! i Postpackei enth. 25 Expl., dauerb. brochiert u. beschnitten ä 25 4 oder 22 Expl, dauerh gebund. ä 40 Schwarz & Ho., Merlin C 14, Annenstr 39. 978 MA|APA neu u gebraucht, für GaS D1UIU1 V Benzin, Petrol u. Dampf rc Arbeilsmaschinen all. Art, Acetylen« und LuftgaS-Anlageu. Günstige 8ahl- ungsbeding. A. Collin, Frankfurt a. M., G., ttaiserstraße 60. L230 Regenschirme. Reparatsrkll und Aeberftehea billigst. 218 I. Zufall, Kreuzp'.atz 4. Uergedung von Kauarveilcn. Die zur Erbauung einer Forst wartwohnnng in Lumda nötigenAibett n,nämtch: Maurer-, Zimmer-, Dachdecker, Schrei uer-, Schlosser-, Glaser, Weist biuder-, Spengler-, Pflaster- uud Chauffierarbeit, sowie Drägerlieferuvg und Stein metzarbeit in Lungstein werdcn hierdurch unter H n;vet» auf den Mnifterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submission» weg ausgeschrieben. DieAussührunasbedingungen.Zich- niutgen und Arbeit»beschretbunger liegen an den 5 ersten Woch ntagen in unserem Amtslokal, Samstag in dem Rathaussaale zu Grünberg zur Snficht offen, und können letztere mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots Ve> merk verschen, daselbst zum Selb Postenpreis in Empfang genommen werden. Angebote find bis zum LI. Februar lOOO, vormittags IO Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 1. Februar 1900. Großherzogliches Hochbauamt. DÄ^sämuähe Eicheu-Schuittholz und Buchen-Tchuittholr au» der ganzen fürstliche« Oberförsterei Lich, zusammen 66 Eichen-Abschnitte von 7115 Festmeter und 51 Buchen-Abschnitte von 82,57 Festmeter, und zwar. Distrikt Lard: 18 Eichen-Abscknitte von 37 bis 95 cm Durchmesser und bis 8 4 rn Ange ----- 19,59 fm; 4 Bucken-Abschnitte von 87 bis 41 cm Durch-1 L02 messer und 5 bis 6.6 m Länge = 2,80 fm. Distrikt Konzeöüht: 29 Eicken-Ab- chnitte von 41 bis 65 cm Durchmesser und 2 bis 8 rn Länge — 2*,96 fm; 2 Buchen-1 Vbschnitte von 43 und 49 cm Durchmesser und 7,4 bezw. 7,6 m Länge — 2,50 fm. I Distrikt Kek^rvverg: 8 Eicken-Abschnitte von 41 bis 50 cm Durchmesser und I 8,2 bis 6,4 m Länge ---- 2,4 fm. Distrikt Köter: 2 Eichen-Abschnitte von 40 und zirka , . 4» cm Durchmesser und 4,4 bezw. 2,4 m Länge — 1,00 km. Distrikt MeitVach: ßQ hi» 60 hn Kiefern-Bauholz. 4 Elchen-Abscbnitte von 42 bis 57 cm Durchmesser und 3,8 bis 9,2 m Länge I . . . , . , - 4 60 fm- 7 Buchen-Bbschnitte von 86 bis 49 cm Durchmesser und 8 bis 7 rnI Bemerkt wird, daß daS KieferU- £inge — 5,75 fm. Distrikt Anchsstrauch: 10 Eichen-Abschnitte von 43 bis 72 em I Schnitt- und Kiefern-Bauholz nur Durchmesser und 2,8 bis 10,4 m Länge — 14,29 fm; 88 Buchen-Abschnitte von gnaefähr angegeben worden ist, da 44 bis 115 cm Durchmesser und 8,4 biS 10,2 m Länge *= 71,52 fm. I » jetzt noch nicht alles Bei der Versteigerung wird nur das Holz im Fuchsstrauch vorgezeigt, alleS ' mnrhf>n .a übrige Hol, wird gleich zu Anfang blind versteigert und muß vorher eingesehen I gesaur rootuen i«. iverben. Vorzeiger find: für den Distrikt Hard: Forstwart Schöne in Lick (Ober-1 Den Kaufliebhabern kann auf Verbissen), für die Distrikte Konzebühl, Kellersberg und Haler: Forstwart Dörmerl r^,n Holz vor dtM Termin in Lick (Oberhessen), für den Distrikt Meilbach: Waldwärter Stein zu Hattenrod & Forstwart Atbach dahier Bekanntmachung. HiükHarkeit Doauerstag den 18.Februar 1900, nachmittags2V,Uhr, AleiNyttUeruroeil -sollen die an Großh. Polizeiamt abqelieferten gefundenen, von den Bei- jrr Ikrem nicht abgeholten Gegenstände, darunter verschiedene Gold- urd O* »r Eilbersachen, Sonn- und Regenschirme, Kleidungsstücke, Brillen u. s. w. I Die Snliefetung des Stellsocke^s allen Rath-Use dahier zu Gunsten der Armenkaffe gegen Barzahlung für die Einfriedigung der n-u.n «rffetaert werdcn. Amtrger>cht«h°frane zu Gründer z Gießen, den 2. Februar 1900. 100 om hoch. 20 cm brt t iznka Die Armcn-Deputation der Stadt Gießen. 1052 7 cbm), wird hierdurch unter Hin- Spar- und Whkaste Gießen Die an Dienstboten bewilligten Prämien kdnnen bei unserer I können letztere, mit Vordruck zu dem Kaffe an den Rahltagen — Mittwochs und Samstag« — erhoben werden, b-zUgluh-n Augebots-Verm-rk »«'- Mbei zugleich die vorgelegten Dienstbücher rc. zur Rückgabe gelangen. s-h-n, daselbst »um Seldgkoft-npret- . w™. i* rysfirsv«: Direktion der Spar und Leihkasse Gießen. btuar 1900, vormittags Wiener. -----Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an llcrltciticrmiiuii Neuester Ernte. Thee Neuester Ernte. Vorzüglich In Getebmack. Hochfeine Mischungen. Hervor mgeed fein In Aroma. per Pfd. «/* Pfi. V» Pfie echten Prell A Fl. 50 Pf., 1.—, 1.50 u. 3.— Mk. ES giebt keinen Ersatz s. d. echt. Lllck'schen den von Familien eingeführt! Sollte in keinem Haushalt fehlen! Do« Beste, Mildeste. wäbrti Ein Beweis Verstopfung, Verdaunngostörungen. Schuh des kaiserlich, für Güte,Solidität u. Appetitlosigkeit, Mageubeschwerdeu, Patentamt«I Ein auS- ungewöhnliche Eigen- Blähungen, saure» Aufstotzeu, Lod- gezeichnetes Mittel bei schasten!—InTausen- brennen. schlechter Verdauung, Schwäche de« MageuS. IIM^II I ■ ■ajij.j__i_mu.Mi_jLj_LL .i ■ —~ clahgummL ISO gT. L , ,inntt, Eti- LSr.b.n.cbwemw, ktie n. ©tt0 Verkleinerte Abbildung der gesohützten rothen Umhüllung, parfg.genle&. Rachahmungeu werde« bestraft. D£.Fernes! sehe Lebensessenz nur acht von G lück Colberg 13.500.000 Flaschen pf. 22 o 70 70 85 100 100 115 125 200 200 200 Auf die Lifchwetn marken und Dessertwein c; SMS M..... F* —rtCU . „ \sr-*rTf RAN KE URTAtaW — Gegründet unter dem Pr^fe/dorat^ . der Kön ig l^^ieh^eg^ung^ bis jetzt onsum Gloria roth..... Gloria weiss .... G’lcria extra roth . . Perla d’ltalia roth , . Perla d’ltalia weiss. . Flora roth ..... Chianti roth . . . . Perla Siciliana Lfl. Marsala ...... Yermouth di Torino Wird die rlnsmerksamkeit de- P T. 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August Will. 3W Goethestratze 27 elegante Wohnung, 5 geräumige Zimmer mit Bad, Loggia und zwei Kammern nebst allem Zubehör per März oder April zu vermieten.________Georg Balser Der zweite ß und dritte Stock neu hergerichtet, je 4 irreiu- audergeheude große Zimmer und Küche, zu vermieten. 925] Eine 6-Zimmerwohnung mit Bad und allem Zubehör ist in unserem Neubau in der Plockstraße per April oder früher zu vermieten. — Desgleichen daselbst eine Mansardenwohnung mit drei Zimmern und Kammern. _________Birkeustock & Schneider. 924] Das 2. Obergeschoß in unserem Neubau Göthestraße mit 5 evtl. 6 Zimmern uebst Bad und allem Zubehör ist zu verm. _________Birkeustock & Schneider. 861] Die Mansarde in meinem Haule, 8 auch 4 Zimmer, mit Wasserleitung rc., zu vermieten. Frau S. Katzeustein, Wilhelmstr. 1. 804] Die seit Jahren von Herrn Leutnant Ebel innegehabte Wohnung Schillerftraße 14 (Nordanlage), bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Mansarde rc., ist wegen deffen Versetzung, per 1. 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