Nr. 237 Drittes Blatt. Mittwoch den 10 Oktober 15V. Jahrgang 1OOO Gießener A nzeiger General-Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Diontags. Tie Gießener Kamillen ö tättc r werden dem Anzeige', im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: löt’! 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Amts- und Anzrigrblatt für den Areis Giefzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Matter für hessische Ualksbunde. Adresse für Depeschen: Anzsiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Die Lehre« der Pariser Weltausstellung. Der ehemalige französische Handelsminister Jules Roche verbreitet sich im „Figaro" über die Lehren, die Frankreich aus der Weltausstellung ziehen müsse, wie folgt: „Die Ausstellung", schreibt er, „sollte der Gesamtheit der Franzosen die ihnen fast ganz fehlende, unumgängliche Kenntnis des Auslandes verschaffen. Wir haben unter diesem Mangel furchtbar gelitten. Er war eine der Hauptursachen unserer Niederlagen vor dreißig Jahren und würde uns heute sicher töten, wenn er uns ankleben bliebe. . . . Wie viele Franzosen wissen denn genau, was seit fünfzig, fünfundzwanzig, seit zehn Jahren die Nationen geworden sind, was sie täglich neu werden, die Nationen, deren Geschichte sie — der Himmel weiß wie! — aus der Schule lernten? Wer kennt nur die Hilfsquellen, die Regsamkeit und den außerordentlichen wirtschaftlichen Aufschwung der uns so naheliegenden Länder Belgien und der Schweiz? — Nirgendwo anders stellt man in dem gleichen Grade wie in Frankreich die völlige Unkenntnis bezüglich des Auslandes fest. Ueberall findet man ein lebhafteres und aufgeklärteres Bemühen, das kennen zu lernen, was die anderen Nationen thun und vermögen, was man von ihnen zu erwarten und zu befürchten hat. In den äußersten Winkeln der entferntesten Länder habe ich diese „Planeten - Uebersicht" angetroffen, die eine wesentliche Vorbedingung des individuellen Lebens jedes Volkes _ und selbst jeder einzelnen Person geworden ist. Tie Feststellung wurde mir leicht, daß das Vorhandensein und die Stärke dieser Kenntnis in geradem Verhältnisse zu der Lebenskraft derer steht, die sie besitzen, und daß da, wo sie am meisten mangelt, auch die Bewegung, die Gesundheit und die Kraft am wenigsten vertreten sind. — Ich hatte nur zu oft Gelegenheit zu bemerken, wie sehr wir an dem Gedanken haften geblieben sind, daß wir allein auf der Welt zählen, daß Frankreich das einzige Land des Reichtums, des Fortschrittes, der Wissenschaft, der Zivilisation und der Kunst sei, daß die anderen Völker nichts weiter zu thun hätten, als bei uns Lektionen zu nehmen, daß wir bei ihnen dagegen nichts Nachahmenswertes, Gutes und Nützliches zu entdecken vermöchten, daß es ausschließlich von unserem Willen abhinge, den Kontinenten, Archipelen und Ozeanen unseren Willen zu diktieren, daß wir einen besonderen Organismus bildeten, der völlig unabhängig wie ein vereinzeltes Gestirn nach eigenem freien Willen im Raume sich bewege, daß wir den anderen schon eine große Ehre anthun, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen, ihnen zuhören, mit ihnen sprechen und ihnen ihr Geld nehmen, — kurz, daß wir allein existierten, allein Geist hätten und daß unsere Kinder allein schön und gut gewachsen seien. Wenn wir noch einige Jahre in solcher Verdummung weiterlebten, so hätten die prächtigsten Gaben der Natur, die hervorragendsten Vorzüge unserer Rasse und unseres Nationalgenies uns nicht vor einem unvermeidlichen Verfall retten können. Eine kräftige Aufrüttelung allein konnte Frankreich aus diesem Hypnotismus reißen. Die Ausstellung hat diese harte, aber notwendige Lehre gegeben. . . . Zweifellos haben wir auf dieser einen unvergleichlichen Glanz entfaltet. Aber welche Nebenbuhler umringen uns von allen Seiten und aus allen Gebieten! Wie bedrängen sie uns auf gewissen Punkten, wie nähern sie sich uns überall, erreichen uns hier, überflügeln uns fast dort, werden uns sicher in allernächster Zukunft überflügeln, wenn wir nicht unsere Energie, unsere Arbeitskraft und unsere Initiative aufs schärfste anfpannen! . . . Man sieht das bei jedem Schritte in den Ausstellungsgalerien, nicht nur bei den mächtigen Nationen, sondern auch bei den kleineren, wie beispielsweise Schweden, das in manchen unseren Ingenieuren wohlbekannten Gruppen als Königin thront. Es genügt aber nicht, daß die Eindrücke von allen Besuchern der Ausstellung lebhaft empfunden wurden; sie müssen in ihrem Geiste erhalten werden, um wirksam zu bleiben, und allen bis in die bescheidensten Dörfer mitgeteilt werden. Ich wünschte, daß Kataloge, wie der deutsche, in dem in so frappierender und einfacher Weise die Dokumente das furchtbare Reich sozusagen in seiner lebenden Wirklichkeit weniger stark durch den Handel als durch die Waffen zeigen, in populäre Monographien zusammengefaßt uns in allen Volksschulen verbreitet werden. Das wären etwas nützlichere Lehrbücher als die heute üblichen, von der Universität approbierten. . ______, Vermischtes. * Ueber die Verkleidung von'Kriminal- beamten werden, der „Deutsch. Tages^tg^" zufolge, folgende interessante Einzelheiten berichtet. Bekanntlich wurden zum Schutze des Kaisers nach Eadmen fünf Berliner Kriminalbeamte abkommandiert. Der eine dieser Beamten bewegte sich als Zim-rn ermann mit dem Zollstock in. der Hand, der zweite lag als „Stromer" im Chausseegraben und sprach eifrigst seiner nut Thee gefüllten Schnapsftasche zu, der dritte zog als Handwerksbursche durch das Land rc. Ter Aufsicht führende Beamte fuhr Zweirad und erteilte in dieser Verkleidung als Tourenradler an seine Untergebenen die notwendigen Instruktionen in unauffälligerweise. Natürlich waren die Beamten den Gendarmen und den Ortspolizisten aus Elbing gut bekannt. Auch in der Umgebung von Tilsit, Danzig, Marienburg, Rominten rc. bewegten sich die Sicherheitsbeamten in ähnlicher Verkleidung. * Die Hochzeitsgeschenke der. Herzogin Elisabeth. Sehr zahlreich und kostbar sind die Hochzeitsgeschenke, welche die Herzogin Elisabeth in Bayern, deren Vermählung mit dem Prinzen Albert von Belgien in München stalt- fand, erhalten hat. Besonders graziös und elegant ist das Kollier gefaßt, das der Prinz Regent der Braut bestimmt hat. Persische Türkise von tiefem Himmelblau, hochgewölbt und groß, sieben an der Zohl, sind aneinandergereiht und durch funkelnde Diamantranken miteinander verbunden, zwischen denen tropfenartig neun mandelförmige Türkise herabhängen. Der Schmuck ist ebenso sinnig wie kostbar. Eine reiche Auswahl von Broschen wird der Braut dargeboten, ein aus größeren und kleineren Solitären gefaßter Aehrenstrauß von der Königin von Neapel, ein mittelalterliches Schwert, deffen Klinge aus Diamanten ä jour besteht, vom Herzog und der Herzogin von Urach, ein goldener, auf einem Dreizack reitender Delphin mit Leib und Flügeln aus grün-blau schillerndem Aquamarin von der Prinzessin Ludwig Ferdinand, ein Kleeblatt aus Brillantenparo, das in der Linie deS Blatt geäderS von Rubinchen durchzogen wird, von den Erzherzoginnen Maria Annunziata und Elisabeth, ein aus Diamanten und Saphiren gebildetes Kleeblatt von Erzherzog Ludwig Viktor, ein Rosenzweig modernen Pariser Stils mit großen Diamanten in dem Kelchblatt der Knospen von Infantin Maria de las Neves. Ein prächtiges Kettenarmband mit großem Rubin und zwei Diamanten von seltener Schönheit haben der König und die Königin von Sachsen gewidmet, ein zweites Kettenbracelet mit Smaragdschloß, das sechs große Brillanten umrahmen, die Erzherzogin Maria Theresia, ein auch als Diadem verwendbares breites Renaissancearmband aus Diamantblättern und Perltropsen der Fürst von Monaco. Eine Uhr mit dem Allianzwappen ist das Geschenk der Brüder der Braut, wozu die Herzöge Siegfried, Christoph und Luitpold eine lange Goldkette mit erbsengroßen Perlen gewidmet haben. Der dem Goldhaar der Braut so kleidsamen Mode blonder diamantincrustierter Schildpattkämme begegnen mit ihren Geschenken Graf und Gräfin Törring, die zwei Seitenkämme mit Festons aus Brillantrevisrcn mit Perlagraffen gespendet, der Ecbgroßherzog und die Eibgroßherzogin von Luxemburg mit einem dazu passenden großen Aufsteckkamm, den ein diamantenes Schleisendecor von anmutig moderner Schleisensührung reizend bereichert, und durch eine Garnitur mit Perlen und Brillanten bekrönter, gleichfalls mattgelber Schildpattkämme der Graf und die Gräfin von Bardi. Die Reihe der Vasen eröffnet die mit Lilien bemalte tiefrote große Porzellanvase der Prinzessin Adalbert. An Schalen und Bechern ist viel künstlerisch Bedeutendes vorhanden. Eine vorzügliche kunstgewerbliche Leistung ist der mit weißem Moirö bezogene Lehnstuhl, dess n gefällig geschweiftes, vergoldetes Gestell Myrten- und Rosenzweige zieren. Louis Shamelhout in Brüssel hat dieses Prachtstück geschaffen und gesendet. Von heimischen Meistern hat Fritz August v. Kaulbach einen schönen Pastellkopf gewidmet. Richard Adam erriet einen Wunsch der Prinzessin, indem er ihr das Porträt ihres Lieblingspferdes „Miezi" malte. * Deutsche Industrie in Südamerika. In Santiago de Chile ist kürzlich die bis jetzt fertiggestellte Strecke von 50 Kilometer der elektrischen Straßenbahn^ für den Betrieb eröffnet worden. Die Bahn ist gebaut ourch die Allgemeine Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft Berlin und ist mit ihrer Gesamtlänge von 100 Kilometer die größte der bisher bestehenden Straßenbahnen Südamerikas. Die Anzahl der Motorwagen beträgt 170, der Anhängewagen 150. Der Leiter dieser großartigen Anlage, Herr Hugo Zimmermann, ist ein geborener Hesse und früherer Schüler der hiesigen Realschule (u. a. unter den Professoren Tache und Buchner) und der Technischen Hochschule zu Tarmstadt. Einem Ausschnitt der chilenischen Zeitung „Deutsche Nachrichten", Ausgabe für das Ausland, entnehmen wir darüber folgendes: „Santiago, 3. Juli 1900. (B esuch bei der elektrisch e n K r a f t st a t i o n.) Bei Gelegenheit seines Vortrags über das Elektrizitätswerk Santiago im Deutschen Wissenschaftlichen Verein hatte Herr Chefingenieur fr. Zimmermann die Freundlichkeit, die Anwesenden für den letztvergangenen Sonntag zu einem Besuch, der Kraft- station der Elektrizitätsgesellschaft einzuladen. In den Nachmittagsstunden war eine große Anzahl Damen und Herren der hiesigen deutschen Kolonie erschienen — etwa 200 Personen — um die großartigen Maschinen und Einrichtungen zu besichtigen. Die Herren Direktoren und Ingenieure der Gesellschaft hatten die Freundlichkeit, die Anwesenden zu begleiten und die nötigen Erklärungen bei der Besichtigung der Maschinen rc. zu geben. Die zahlreichen Besucher wurden gegen Abend zu einem Glas Bier und Butterbrod eingeladen und verbrachten ein gemütliches Stündchen in den hübschen Räumen der elektrischen Kraftstation." Es freut uns, zu hören, daß es immer wieder u n s er e Landsleute sind, die sich durch ihr Wissen und Können auch im Ausland Achtung und Anerkennung zu verschaffen in der Lage sind. Auszug aus den KircheukSchrr« der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 29 September. Heinrich Hillgärtner, Schreiner zu Gießen und Katharine Elisabethe Schmidt. Tochter des verstorbenen Bahnarbeiters Ludwig Schmidt zu Güßen. Lukasgemeinde. Den 29. September. Wilhelm Hirdes, Hilfsheizer zu Gießen, und Emilie Zeiler, Tochter des Bergmanns Heinrich Zeiler zu Marienberg. Johannesgemeinde. Den 29. September. Karl Lorenz Haack, praktischer Tierarzt zu Höchst i. O. und Anna Katharina Lina Ruckstuhl, Tochter des Privatiers Peter Ruckstuhl zu Gießen. Denselben. Dr. Philipp Otto Ernst Schönewald, praktischer Arzt zu Groß-Salze, und Elisabethe Johannette Karoline Wilker, Tochter des EisenbaHnsekretärs Georg Alexander Witter zu Gießen. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 30. September. Dem Schutzmann Wilhelm Seitz ein Sohn, Heinrich Johann, geboren den 6. September. Lukasgemeinde. Den 30. September. Dem Bureaugehilfen Karl Lingelbach ein Sohn, Karl Heinrich Philipp Ludwig, geboren den 30. August. Johannesgemeinde. Den 1. Oktober. Eine uneheliche Tochter, Margarethe Emma Sina, geboren den 11. September. Den 4. Oktober. Dem Uhrmacher Heinrich Marx ein Sohn, Walter Konrad Emil, geboren den 12. August. Beerdigte. .Lukasgemeinde. Den 2. Oktober. Auguste Diery, geb. Riegelmann, Witwe des Justizrats Dr. Karl Diery, 76 Jahre alt, starb den 29. September. Johannesgemeinde. Den 5. Oktober. Heinrich Noll, Rentner, 78 Jahre alt, starb den 3. Oktober. Mteratur. — Dekorative Kuust. Ein drittes, besonders mit der Pariser Weltausstellung sich beschäftige! des Sonde,heft dieser bet F. sBruckmann in München .er scheinenden Zeitschrift für angewandte Kunst liegt uns vor. „Ftnland auf der Pariser Weltausstellung" eröffnet das sowohl textlich als künstlerisch vortrefflich ausgestattete Heft. Deutsche in b österreichische Model und Jn- tcrters, daS russische Doif, der Bing'sche Pavillon l'art nouveau d.lden den übrigen Teil der die Weltausstellung behandelnden Schilderungen und Illustrationen. Zum Schluß folgt eine wertvolle kritische Uebersicht von Erich Heenel über die „modernen Bestrebungen in der Architektur aus der ersten deutschen Bauausstellung in Dresden". Wir empfehlen nochmals die in ihrer Art und Vollendung einzig in Deutschland dastehende Zeitschrift, die, monatlich erscheinend, zum Preise von 3.75 Mk. pro Quartal durch jede Buchhandlung zu beziehen ist. uww—w»hhiwjiiiiii.aosvn» Humoristisches. * Serenissimus (beim Guß einer Kirchcnglocke): „Ach. mein lieber Hof-Glcckengießermeister, sagen Sie mal, wird eigentlich der Klöppel gleich mitgegossen?" * * * Heiratsgesuch. Ein flotter, vorwäetsstrebender junger Mann, der bereits 60,000 Kilometer zurückgelegt hat, sucht eine Lebens- und Tourengefähitin mit ebensoviel Mark. * ♦ * Optimist: .Sag' was Du willst: die Ehe ist und bleibt eine der hervorragendsten Institutionen in der Weltordnung." — Pessimist: „Natürlich! Sie giebt zwei Leuten Gelegenheit, sich gegenseitig als die Ursache ihres Unglücks zu bezeichnen." . * Gut Bescheid gesagt. Junger Herr: „Ich halte um die Hand Ihrer Tochter Luise an, Herr Schwarz!" — Protz: „So? Wie viel Geld haben Sie denn?" — Junger Herr: „Erlauben Sie, ich will Ihre Tochter nicht kaufen, sondern betraten." * * * Nicht seine Schuld. Amtsrichter: „Was, schon wieder hier? DaS ist nun gewiß das zwanzigste Mal, daß Sie vor mir erscheinen." — Angeklagter: „Na, Herr Amtsrichter, da kann i do nix dafür, daß S' nöt befördert werd'n." 6641 4436 Keschäfts-Werfegung Meine 6620 Kassenschrank-Fabrik verbunden mit Born, Gerichtsvollzieher. 3006 verlegt l'rietlr. Krogtnann über 1/2 KHo genügt für 1OO Tassen 600 qm Wiese daselbst, Acker 894 6486 Papier b) Fachschulen Markt 22. 6607 Verbindungstr. Marktplatz u. Kirchenplatz Kaufen Sie nur d. 5 Pf. 6698 statt 6609 160a — 190’/« H. Kühn, Geschäftsbücherhandlung. 10 Pf, 15 Pf., 25 Pf. empfiehlt und Sttmdruckmi ftittU Erb.n, in schmuck, Innendekoration. Dekorationsmalerei. Möbel-, Bau- und Kunstschreinerei. Holzbildhauer. Modelleure und Ciseleure. Graphische Künste. vermalter ernannt. Konkursforderungen sind bis 29. Oktober 1900 bei Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung für Schreiner geeignet), Einschalbogen und eine größere Partie Lerrazzo- steine, sowie Brennholz u. s. w. Die Geräte find meistens gut erhalten. Die Versteigerung findet bestimmt Franzos. Cognac per Flasche Mk. 3, 4, 5, 6. Samos- Cognac (zuckerfrei) Vi Fl. Mk. 4.—, t/g Fl.Mk. 2.20. Verantwortlich für den allgemeinen Teil: I. B.: A. Stessen Hagen; für dm Anzeigenteil: HanS Beck. Kimstgewerbeschule und Kandwerkerschule, Mainz. (Staatlich beaufsichtigte und unterstützte Schule des Mainzer Gewerbvereins.) I. Kunstgewerbeschnle. Tages-Unterricht. Verdingung Die in Gemarkung Laubach zur Um Wandlung eines Gemeinde-Waldgrundstückes in Wiese erforderlich werdenden Graben-Verschleifungs- und Rodungsarbeiten, veranschlagt zu 5417,40 Mark, sollen durch schriftliches Angebot _ in mehreren Losen vergeben werden. Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Laubach zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten, deutlich auf Bogen in Aktenformat geschrieben, in verschlossenem Umschläge mit der Aufschrift „Meliorationsarbeiten" postfrei bis zum Eröffnungstermine einzureichen sind. Die Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen. Die Eröffnung der Offerten findet: Samstag, de« 13. dS. Mts., vor» mittags 10 Uhr auf dem Rathause zu Laubach in Gegenwart der erschienenen Bieter statt. Gießen, am 1. Oktober 1900. Großh. Kulturinspektion Gießen: 6544 Wißmann. versteigert werden. Gießen, den 6. Oktober 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Meße» 3. SB.: Wolsf. Bekanntmachung. Mittwoch bett IO. Oktober, nachmittags S Uhr. sollen bei d-r N-umühle 58 Partien alte Hölzer, teilweise zu Werkholz geeignet, und eine Partie altes Gnheise« öffentlich meistbietend Mosel-Coghac AfilhemÄEssenzen, pr. Fl. Mk. 1.80, 2.40, 3, 4,5. Peru-Cognac Gießen, den 4. Oktober 1900. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des Herrn Gutspächters Bietor von Oven in Hungen wird auf Antrag des Gemeinschuldners heute am 1. Oktober 1900, vormittags 111/2 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Herr Sparkassenrechner Emmel in Hungen wird zum Konkurs- Versteigerung Mittwoch, den 10. Oktober, nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Auftrag der Hermann Thiele'schen Konkursverwaltung auf dem Lutherberge dahier in der daselbst befindlichen Halle, (links des Eingangs zum Friedhof) gegen Barzahlung: Alle zum Asphalt- und Cementgeschäft gehörigen Geräte, insbesondere Schaufeln, Pickel, Hacken, Rechen, Siebe, Stampfer, Eimer, Züber, Schienen, Brecheisen, 2 »oakskörbe; ferner eine größere Partie Cement-Krippen- schalen, Eisen zu Rabihwänb-rr, Teile einer Arbeiterbude zum Zusammenstellen, Einschaleisen, Ein- schalhSlzer (diese auch als Werkdolz Anmeldungen am 5. und 6. Oktober und spätestens 2. und 3. November. Unterrichts-Anfang: 5. November. 0) Abendzeichen- und Modellierschule. Anfang: 8. Oktober. Anmeldung: 5., 6. und 7. Oktober. , ,r . d) Frauen- und Mädchenkurs. Anfang: 9. Oktober. Anmeldung: 6., 6. und 7. Oktober II. Handwerkerschule. Abend- und Sonntags-Unterricht. a) Sonntagszeichen- und Modellierschule. Anfang: 7. Oktober. Anmeldung an sämtlichen Sonntagen des Oklober. 10 bis '2 Uhr. Unterricht im Freihandzeichnen, geometrischem Zeichnen, darstcll.nder Geometrie. b) Die Aufnahmen in die Abendfortbildungsschule finden nur im Frühjahr statt. c) Mathematik-Unterricht: Planimetrie, Stereometrie, Algebra, Trigonometrie, Statik. Abendkurse. Anmeldungen hierzu am 7., 14. und 21. Oktober, Sonntags, 10 bis 12 Uhr. Auskunft, Schulordnung rc. kostenlos durch den Sekretär der Sckule, Zimmer 5, Gewerbvereinshaus. 6347 Der Vorsitzende des AussichtSrates: Der Großherzogliche Direktor: Geh. Kommerzienrat RSmheld. Prof. E. B. F. Kübel. Bekanntmachung. Das Hospitalgrundstück Flur XXVIII Nr. 163 — 16987 Quadratmeter Acker am Erdkauterweg, Gemarkung Gießen, soll für die Zeit von Martini 1900 bis dahin 1904 Donnerstag den 11. Oktober 1900, vormittags 11 Uhr, auf dem Armenamt, Zimmer Nr. 2 des Bürgermeistereigebäudes, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Keinen Knch mehr! 2000 Mk. Belohnung demjenigen, der beim Gebrauch meine? Bruchbandes ohne Jeder nicht von seinem Bruchleiden vollständig geheilt wird. Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen. Auf Anfrage Broschüre gratis und franko durch das Pharmacentische Bureau Balkerr- burg (8.), Holland Nr. 0, di AuS- land Donpelporto 6091 ^^en 3n blau weißen Dosen. Ueberall erhältlich. Billigste rauchlose Patronen. 100 St., Cal. 16 Mk. 8.50 Cal. 12 „ 9.60. Bei Abnahme von 500 Stück an billiger, franko inkl. Kiste. 6441 A. Dickere, Giessen, Kauplvertreluug für Hveryessen. die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Glau- bigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — auf Montag den 15. Oktober 1900, vormittags 9V2 Uhr, — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag den 5. November 1900, vor mittags 91/2 Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkurs vermalter bis zum 29. Oktober 1900 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht Hungen, (gez.) Steinberger. Veröffentlicht: 6469 Kehr, Großh. Gerichtsschreiber. Fahr r adhandlnng* und Schlosserei hr'e ich von Wetzsteiugasse 33 noch W 30 Bahnhofstraße 30 & Hacbmr-Badeöfen < O.R.P. Uber 50000 im Gebrauch D.R.P. fiouben'sßasbtizöien ferospeefe gratis.Uertreter an tast allen PlÄlzeft» J.G.fiouben Sohn Carl,Hachen Mittwoch dku 10. Moder 1900, nachmittags Vs3 Uhr, lassen die Karl Sack I. Erben auf hiesigem Ortsgericht folgende Grundstücke öffentlich meistbietend, freiwillig und erb- teilungshalber versteigern: Flur 3 Nr. 131 — 1531 qm Acker auf dem Leufertsröder Weg, „ 3 „ 132 — 1531 qm Acker daselbst, „ 4 „ 60 — 1619 qm Acker am Wißmarer Weg über dem Schwalbackischen Acker, „ 18 „ 47 — 2356 qm Acker am Wetzlarer Weg im Eisenfeld, „ 23 „ 22 — 788 qm Acker im Schlangenzahl, bei d. Zollstock, „28 w 159 = 1069 qm Wiese auf den Sandkauter Weg und Heegstrauch, „ 28 „ 160 und 122 — 5881 qm Wiese daselbst. zwischen dem Sandkauterweg und Erdkauterweg, „ 28 „ 190a — 850 qm Acker daselbst, „ 29 „ 25 — 1400 qm Acker auf der Weißerde, „32 „ 44 — 2219 qm Acker am Heegstrauch. Gießen, den 2. Oktober 1900. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. .) Vorbereitungskurs (kostenlos). Beginn: 8. Oktober. Dauer: 4 Wochen. Anmeldungen: 5. und 6. Oktober, 10 bis 12 Uhr und 2 bis 4 Uhr. für Architektur, Bauschmuck und Baukonstruktion. „ Kleinkunst, Kunstschlosser«, Keramik, Gold- und Silber- Ein einmaliger Versuch überzeugt, dass vae Houten Ceeee für dea täglichen gebrauch allen anderen Betränken vorzuziehen Ist. Er Ist nahrhaft, nervenstärkend und stete wohlschmeckend. Weitere Vorzüge sind die leichte Verdaulichkeit und schnelle Bereltungswolsn. Van Houtens Casus wird niemals lose verkauft, sondern ausschliesslich e In den bekannten Blechbüchsen, le# lene ausgewogenem Caeao bürgt nichts für die gute Qualität. von der Firma Erste Taunus ■ Cognac - Brennerei Fritz Scheller Söhne Hombnrg v. d. Höhe Gegründet 1843 Wenn Sie Pelzwaren modern um gearbeitet wollen haben, so bitte, geben Sie solche in die Kürschnerei von August Kretzschmar, Möbel-Lager A. Grünebaum 1 Bahnhofstr. 36. I Spezialität: Komplette 6858 Wohnungseinrichtungen.! ärztlich empfohlen gegen Keuchhusten, Tuberknhs^und^DannkranWie^ten^^ 8 20 Niederlage bei: H^inrich ^engeagel, «ies«v», ^uvnd^ue 10; ferner bei: 849 Heuchelheimer Konsumhallei) Heuchelheim, Ant Conr. Müller, Kol.-u. Ei g. n L g ' Aug. Seibert in I 1