Dienstag den 10. Juli Zweites Matt i9oe Amts- und Anzeigeblntt für den Areis Gieren rsezugüprrts vierieijührl. Mk. 2M monailid) 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die AbholrsteLe» vierlcljahrl. Mk. 1,S< monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljLhrt. mit Bestellgeld. Ulle Anzetgen-Bermittlungsstellen deS In- und AuSlaob«s nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegai, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. We Anzeigen zu der muhmittagS für de» felytike Xeg «scheinenden Nummer bis norm. 10 Uhr. «Ne-eLungen spätestens ebeaM vorher. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Rk. IS« chrfcheivl ■ui iumbrnt oeS R.ntagS Die Gießener M«Wtlte-»vrLlter »erden dem Anzeiger I» Wechftl mit „Heff. SeEbmirt* a. ^Blätter Jk Hess. «ollSkunde- Wbchti. 4 mal beigelegt. WhWe**, Gspedition und Druckerei: S4»lßraße Nr. 7. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heffisthe Landwirt, Kälter für hefstfchr Uslkskunde. Adrefie für Depeschen: Anzeiger Klr-«, Fernsprecher Nr. 5L Die Wirren in China. Die unheimlichen Gerüchte, wonach die Vertreter aller Kulturmächte mit ihren Familien und Schutzmannschaften dem entfesselten Pöbel in Peking zum Opfer gefallen sein sollten, werden jetzt fast zur Gewißheit. Wie der offiziöse Draht auS London meldet, berichteten die dortigen Blätter a-rS Shanghai: Die Nachricht über die Niedermetzelung der Gesandten in Peking sowie ihrer Frauen und Kinder nab bet europäischen Wachen nach achtzehntagigem Wider- staube wird bestätigt. Als die Munition und die Lebensmittel erschöpft waren, drangen die Chinesen in die Gesandtschaften ein, töteten die am Leben gebliebenen, steckten dann die Gesandtschaftsgebäude in Brand und ver- brannten die Verwundeten und die Toten. Vom Prinzen Tn an wurden selbst gegen Chinesen schr e ckliche Grausamkeiten verübt. Er ließ 4000 angesehene chinesische Bürger töten, weil sie gewagt hatten, in einer Petition ihn zu ersuchen, dem Blutbade Einhalt zu thun. Auch der frühere Vizekönig von Tschili Wangwentschao soll von den Boxern getötet worden sein. Auch dieser „Bestätigung" fehlt die Angabe der Quelle, und es ist nicht daraus ersichtlich, wann das schreckliche Ereignis stattgefunden haben soll. Die Gerüchte, die schon seit dem 5. Juli darüber an der Küste umgehen, nennen abwechselnd den 30. Juni oder den 1. Juli. Ist das richtig, dann hätte also die Belagerung der Gesandtschaften am 12. Juni begonnen. Immerhin bleibt, so wahrscheinlich diese Gerüchte sind, noch eine Hoffnung, denn im Widerspruch zu allen diesen Nachrichten veröffentlicht das Staatsdepartement zu Washington ein Telegramm vom 7. d. M. aus Shanghai, wonach die englische Gesandtschaft in Peking am 5. d. M. noch unversehrt war. Und der französische Minister des Auswärtigen Delcassä hat ein Telegramm des französischen Konsuls in Shantung erhalten, in dem dieser mitteilt, er habe aus guter chinesischer Quelle erfahren, daß die europäischen Gesandtschaften am 4. d. M. noch unver- sehrt waren. — Ein beruhigendes Telegramm des englischen Konsuls in Shanghai, nach dem sich noch zwei Gesandtschaften in Peking halten sollen, wird in London freilich allgemein für eine Lüge der chinesischen Bizekönige angesehen, deren Zweck sei, die Mächte irre zu führen. Wie das „Kleine Journal" erfährt, ist der bekannte Zslldirektor Del ring mit seiner Familie in Sicherheit. Er hat sich rechtzeitig zu seinem Schwiegervater, dem Direktor der Eisenbahnen in Shanghaikwan, geflüchtet. Mit Bezug auf eine Londoner Meldung, daß sich unter den in Peking eingeschlossenen Personen auch der chinesische General v. Hanneken nebst seiner Frau und deren beiden Schwestern, den Töchtern des Zolldirektors Detring, befänden, wird mitgeteilt, daß General v. Hanneken mit seinen beiden Schwägerinnen sich in Tientsin aufhält. Eine Shanghai-Drahtung des „Daily Expreß" schildert das Blutbad, das die Boxer unter den chinesischen Christen in Peking anrichteten. Die katholischen Missionen wurden angegriffen, die Christen zu Hunderten niedergemacht. Frauen wurden vor der Tötung gefoltert; Kinder und Säuglinge zerhackt und die Körperteile in die Flammen geworfen. Fünf- bis sechstausend Christen sollen umgekommen sein. Laut einem Londoner Telegramm besteht die Verwundung des Admirals Seymour in einer Verletzung der Schulter durch Granatsplitter. Die Unruhe und Verwirrung in China wird dadurch erhöht, das zehn Regimenter des Generals Rieh desertierten und sengend und brennend das Land durchziehen. Weiter wird aus London depeschiert: Prinz Tuan hat dem Statthalter von Schantung den Befehl erteilt, mit 18 000 Mann aus Nanking zu marschieren und die Stadt in seine Gewalt zu bringen. Der Eisenbahnpräsident Cheng ist plötzlich aus Shanghai nach Nanking zum Vizekönig Liu abgereist; der Statthalter der Provinz Chekiag hat sich den bisher fremdenfreundlichen Gouverneuren von Nanking und Wuchang angeschlossen. — Vom 30. Juni wird aus Tschifu gemeldet, daß die Lage in der Mandschurei alarmierend fei. Bewaffnete chinesische Streitkräfte befanden sich innerhalb 60 Meilen von Niutschwang. Die nordmasurische Eisenbahn sei zerstört. Ein russischer Beamter sei getötet. Die Brücke zwischen Tongku und Tientsin sei von Chinesen okkupiert. 800 Ruffen seien abmarschiert, um mit den Chinesen zu kämpfen. — Verschiedene Londoner Blätter veröffentlichen aus Tientsin vom 29. Juni eine Meldung, daß das Leben in Tientsin immer unerträglicher für die Fremden werde. Das Bombardement halte fast ununterbrochen an, und auch innerhalb der Stadt werde von in Schlupfwinkeln verborgenen Chinesen aus die vorübergehenden Chinesen geschoffen. — Der Ches der Boxer soll sich als Ehrengast im Tsungliyamen befinden. 80 000 Chinesen sollen westlich von Peking stehen. * * * Einige englische Blätter haben den ernsten Augenblick für passend gehalten, in schmählicher Weise die Haltung Deutschlands zu verdächtigen. Anknüpfend an eine falsch aufgefaßte Aeußerung deutscher Zeitungen hat sich z. B. der „Daily Graphic" erlaubt, Deutschland umterzuschieben, es befürworte nicht das Eingreifen Japans in die chinesischen Wirren und lasse aus Unterwürfigkeit gegen Rußland die Mitglieder seiner Gesandtschaft in Peking abschlachten. Der gallige Erguß des Blattes gipfelte in folgendem Satze': „Männer, die, wie jetzt die Leiter frei Politik in Rußland und Deutschland, egoistisch ihre Interessen abwägen können, wo europäische Männer und Frauen in Peking tapfer für ihr Leben kämpfen, sind eine Schande für unser Zeitalter und unser Geschlecht". Also auch hier wieder die in den letzten Jahren so oft beobachtete Erscheinung, daß englische Zeitungsschreiber, im Gegensatz zu den bewährten Grundsätzen der ailten englischen Journalistik, leichtfertig verleumden und verhetzen, ohne ein solches Gebühren auf einen ausreichenden Untergrund zu stützen, und das zu einer Zeit, wo Einigkeit not thut wie das tägliche Brot. Jede Macht, der es ernst ist mit ihrer Verpflichtung, abzuwenden, daß die unermeßlichen politischen Folgen der traurigen Crisis in China in einem Weltbrand ihren Ausdruck finden, muß ihre Sorge auf die Erhaltuitg cti Einigkeit und Einmütigkeit der Mächte gerichtet halten. Nach Meldungen aus Petersburg beharrt Rußland in der Chinafrage auf der Politik der freien Hand. Rußland wird keinen Einspruch erheben gegen die weitere Landung von Truppen seitens der anderen Mächte, jedoch niemandem ein Mandat erteilen. Danach hat also Rußland auch der japanischen Regierung Aktionsfreiheit eingeräumt. In Wiener diplomatischen Kreisen verlautet, die russische Regierung habe die Mächte verständigt, daß infolge der Ereignisse in Peking der Befehl zum Einmarsch russischer Truppen in die Mandschurei erfolgt sei und daß an den Operationen der Mächte in Südchina Rußland selbstredend weiter teilnehmen werde. — Auch die deutsche Regierung räumt Japan volle Aktionsfreiheit ein. Sie hat zugleich mit Recht in ihrer Antwort an Japan darauf hingewiesen, daß das Einvernehmen der Mächte gewahrt werden müsse. Man darf es wohl als eine Erwiderung der deutschen Regierung auf die haltlosen Verdächtigungen jener englischen Blätter auffassen, wenn das Wolffsche Büreau über Verhandlungen zwischen Deutschland und Japan folgendes meldet: „Die japanische Regierung wies darauf hin, daß ihrer Ansicht nachher waMende« Ernst der Lage än China die so fort: ge Entsendung größerer Truppenkörper erheische, und spracht hierbei den Wunsch aus, die Ansicht der Mächte zu kennen. Die Deutsche Regierung antwortete, sie erblicke das Hauptmoment der Lage in der Erhaltung des Einvernehmens unter den Mächten und würde d'ementsprechMd allen Maßnahmen zu ft im men, die von anderer Seite keinem Einspruch begegnen." Da aber offenbar, wie man voraussetzen dürfte, von keiner Macht Einspruch gegen ein Vorgehen Japans erhoben worden ist, so ist ihm auch, die Zustimmung und man darf sagen die freudige Zustimmung Deutschlands gesichert. Inzwischen hat die britische Regierung an Japan die Anfrage gerichtet, ob es mit Zustimmung der übrigen Mächte bereit wäre, weitere starke Truppensendungen nach China zu schicken. Als Antwort darauf soll der „Central News" zufolge dem japanischen Gesandten in London, Hayaschi, die Erklärung seiner Regierung zugegangen sein, Japan sei nicht nur bereit, sondern auch willens, den Vorschlag auszuführen; eine Division könne unverzüglich! abgehen. Damit wird hoffentlich diese Episode ihren Abschluß gefunden haben, und es ist erfreulich, festzustellen, daß diesmal die Uneinigkeit der Mächte nur in der Phantasie einiger mißgünstiger englischer Journalisten bestanden hat, und daß „eine Schande für unser Geschlecht und unser Zeitalter" vorderhand nur solche Leute sind, die sich nicht scheuen, ohne jeglichen Anhalt ihren Mitmenschen die Ehre abzuschneiden. — Die „Post" hebt im übrigen hervor, daß alle diese Nachrichten nicht etwa so aufzufassen seien, als ob damit stillschweigend Japan der Mandatar der Mächte werden solle. Innerhalb des Rahmens der Kooperation hat jede Macht eine gewisse Aktionsfreiheit. Würde Japan ein Mandat der Mächte erhalten, so wäre das etwas wesentlich! anderes; dann würden sich die Mächte ihrer eigenen Aktionsfreiheit zu Gunsten Japans begeben. Die Anregung, daß Deutschland den Zaren für die Zustimmung zu einer Mandatsübertragung von Japan gewinnen möge, ging von England aus. — Der von der französischen Regierung gemachte Vorschlag, alle chinesischen Behörden und Funktionäre für Leben und Gut der Europäer haftbar zu machen, hat die volle Zustimmung Englands gefunden. Die Zustimmung der übrigen Mächte gilt als sicher, sodaß ein Kollektivschritt der Kabinette in diesem Sinne alsbald erfolgen dürfte. Was allerdings Amerika anbetrifft, so wird trotz eines Dementis des amerikanischen Botschafters in London in Wiener unterrichteten Kreisen behauptet, daß ein geheimer Staatsvertrag zwischen Amerika und China besteht. Derselbe soll im Jahre 1867 abgeschlossen worden sein. Die amerikanische Regierung soll auch heute noch an diesem Freund schaftsvertrage festhalten, wie dies kürzlich die an die Mächte übersandte Note des Staatsdepartements in Washington beweise. * * * Ueberhie deutsch enKriegsrü st unge ft liegen heute zunächst folgende Einzelheiten aus Kiel vor. Der Abgang der fünf Torpedoboote, von denen zwei in Äel und drei in Wilhelmshaven die Besatzung an Bord nehmen, erfolgt Mitte Juli. Die Boote sollen hauptsächlich für den Depeschendienst und den Krankentransport verwendet werden. Der kleineKreuzer „Bussard" geht Dienstag morgen nach China ab. Für die ausgeschiedene erste Panzerdivision wird eine neue aus den Panzern Baden, Bayern und zwei Küstenpanzern zu bildende Division dem heimischen Linienschiffsgeschwadern eingefügt,tnit dem Flaggschiff „Kaiser Wilhelm, II". — Die stach China ausreisende Linienschiffsdivision wird fortan die Bezeichnung „O st a s i a t i s ch e s P a n z e r g e s ch w a d e r" führen. Die Kommandanten und höheren Offiziere der zu dieser Division gehörenden Schiffe nahmen^ auf Einladung des Kaisers vorgestern an Bord der „Hohenzollern" am Diner teil. Nach einer weiteren Meldung aus Kiel hat das Kanonenboot „Luchs" am Samstag seine Chinafahrt angetreten. Der Kaiser beobachtete die Abfahrt an Bord der „Hohenzollern". Brausende Hurrarufe der Kameraden begleiteten das Schiff. Am Freitag in später Abendstunde ließ der. Kaiser signalisieren, daß die Panzerdivision auf ihrer Chinafahrt zu einem höchst zwölfstündigen Aufenthalt Wilhelmshaven anläuft. Dort sollen einige überzählige Mannschaften und noch Geschosse an Bord genommen werden. — Der Kaiser hat um Freitag und Samstag mit dem Kontreadmiral Geißler den Reiseplan der Schiffe festgestellt. Die Besichtigung der ersten Panzer-Division durch den Kaiser fand am Sonntag morgen um 10 Uhr, die Abfahrt nach China heute früh 10 Uhr statt. Wie die „Berl. N. Nachr." aus Wilhelmshaven melden, ist außer den Panzerschiffen auch eine Torpedodivision mobilisiert, die ebenfalls heute schon fertig zur Ausreise sein soll. — Der Transport der in der Bildung begriffenen kriegsstarken Brigade nach China wird wiederum auf Dampfern des Norddeutschen Lloyd erfolgen. Wie das genannte Blatt erfährt, ist in Wilhelmshaven die Mitteilung der Direktion eingetroffen, daß sie trotz der Brandkatastrophe in Hoboken zehn Salon- dampfer, und zwar sämtlich Schnellschraubendampfer, stellen könne. — Die Befehle zur Bereitstellung und Versendung des Kriegsbedarfs für die nach China gehenden Truppen sind in Spandau eingetroffen, und ihre Ausführung ist in vollem Gange. Der Bedarf ist jetzt viel größer als bei der zuerst erfolgten Mobilmachung der beiden Seebataillone. Darum haben auch die Arbeiten einen erheblich größeren Umfang, sodaß im Artillerie-Depot, der Munitionsfabrik und auch in zahlreichen privaten Werkstätten eifrigst gearbeitet werden muß. Die Umfrage nach Freiwilligen ist bei sämtlichen Truppenteilen erfolgt. ES meldeten sich durchweg noch bedeutend mehr als zu der ersten Sendung. Diesmal werden Personen fast sämtlicher Dienstgrade gebraucht. Der Entschluß Kaiser Wilhelms, für die Rettung eines jeden Fremden aus Peking, gleichviel welcher Nationalität, eine Belohnung von 1000 Taels (nach deutschem Gelde etwas über 6000 Mk.) auszusetzen, ist in London mit warmer Zustimmung begrüßt worden. • • * Telegramme des Gießener Anzeigers. Berlin, 9. Juli. Wie dem Londoner Korrespondenten der Berliner MontagS-Zeitung aus hervorragenden Finanzkreisen versichert wird, ist die in Shanghai thätige englische Kaufmannschaft seit Jahr und Tag auf den Ausbruch dieser und ähnlicher Greuel gefaßt gewesen, und sie hat es auch an Warnungen maßgebenden Orts nicht fehlen laffen. Der leitende Direktor eines großen Shanghaier Unter« nehmens hatte erst im Februar eine längere Unterredung mit dem britischen Gesandten in Peking, gelegentlich der er und dem Vorsitzenden des TranSvaal-UnterstützungS-Komitees Besuche ab. Telegramm deS Gieheuer Anzeigers. Paris, 9. Juli. Die Buren-Delegierten werden am Dienstag im Rathause feierlichft empfangen werden und darauf ihre Besuche bei den französischen Regierungs- Mitgliedern beginnen. Die Delegierten statteten gestern dem Bruder des in Südafrika gefallenen Obersten Billebois Verrichtungen eines Amtsrichters wurde bei dem Amtsgericht Osthosen der Gerichtsassessor Dr. Gebhard in Mainz, bei dem Amtsgericht Nieder-Olm der Gerichtsassessor Bohn in Zwingenberg, und mit Wahrnehmung der Dienst- Verrichtungen eines Amtsanwalts in Zwingenberg der Gerichtsassessor Küchler in Darmstadt beauftragt. — Der außerordentliche Professor bei der medizinischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Ferdinand Fuhr zu Gießen wurde aus sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt; der Lehramtsassessor Carl Braun aus Bonn wurde zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Vilbel und zum Leiter dieser Anstalt mit dem AmtStitel Rektor, der Lehramtsassessor Heinrich FörmeS aus Darmstadt zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Lauterbach und zum Leiter dieser Anstalt mit dem Amtstitel Rektor ernannt. Erneuerung des DoktordiplomS. Von der Landes- Universität wurde das Doktordiplom des Gymnasialdirektors i. P. Dr. Keller in Bensheim aus Anlaß seines 50jährigen Doktorjubiläums erneuert. •* Französische Bortrage. Morgen abend hält Lektor A. Goetschy seinen zweiten Vortrag, in dem er den „Pessimismus bei Chateaubriand" und insbesondere in seinem Roman „Renö" behandeln wird. •• Laudeslotterie. Bei der heute vormittag stattgehabten Ziehung der hessischen LandeSlotterie fielen solgende Hauptgewinne aus folgende Nummern: 60 000 Mark auf Nr. 32802, 15 000 Mk. aus Nr. 1857, 10 000 Mk. auf Nr. 27359, 5000 Mk. aus Nr. 5349, je 4000 Mk. auf Nr. 21622 und 24518, je 3000 Mk. aus Nr. 5819, 7746 und 25269, je 2000 Mk. aus Nr. 16094, 16331, 22292 und 30526, je 1000 Mk. aus Nr. 3510, 4429, Aus Stadt und Land. Gießen, den 9. Juli 1900. •• Perfonalnachrichten. Der Sekretär der Technischen Hochschule, Rechnungsrat Wilhelm Koch, wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mit Eifer und Treue geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. August 1900 an in den Ruhestand versetzt; mit Wahrnehmung der Dienst- 19063, 20588, 31501 und 32320. ** Der „Gesangverein Gemütlichkeit" feierte am Sonntagabend in „Steins Garten" sein 15. Stiftungsfest. Das reichhaltige und interessante Programm wurde flott durchgeführt. Sowohl der festgebende Verein, wie die zahlreich geladenen Brudervereine leisteten Vorzügliches. Zur Verschönerung der allgemein befriedigenden Feier trugen alle Teilnehmer in hohem Maße bei. Der „Gemütlichkeit" wurden mannichsache Ehrungen zu teil; u. a. stifteten die Damen des Vereins eine prachtvolle Fahneuschleise. *• Zirkus Althoff. Die Erwartungen, die wir nach dem Urteil auswärtiger Blätter an den „Zirkus Althofi" gestellt halten, haben uns nicht enttäuscht. Das Hauptinteresse nahmen die Vorführungen der Pferde und zu Pferde in Anspruch. Die vorzügliche Dressur der von Herrn Althoff vorgeführten vier FalbenponnyS übertraf sogar unsere kühnsten Hoffnungen. Auch dem in Freiheit dressierten lippischen Hengst, der mit dem Kops seinen im Rollstuhl sitzenden Herrn spazieren „schiebt", lohnte reicher Beifall. Die Bravourleistung der gestrigen Abendvorstellung bot entschieden Herr Richter als rumänischer Jokey-Reiter und am Samstagabend Herr Baptist Althoss als TexaS- Reiter. Die hohe Schule wurde zur allgemeinen Befriedigung in allen Gangarten von Herrn Hasenbauer auf seinem arabischen Schimmelhengst „Montiffeur" geritten, während die Leistungen der Reitkünstlerin Frl. Fanny nicht über das Mittelmäßige hinausgingen. Reichen Beifall ernteten die jugendlichen GeschwisterPavey als ungarische Nationaltänzerinnen und vor allem als Künstlerinnen am I Balance-Trapez. Als geschickter Kops- und Handequilibrist zeigte sich Herr Shmeling und als sichere Drahtseit- künstlerin Frl. Shmeling. Andauernde Heiterkeit erregten die Gebrüder Marcelly als musikalische Clowns und Clown Fredy mit seinem singenden Esel. Die Witze des „dummen" August gingen manchmal etwas weit, machten aber sonst seinem Namen alle Ehre und versehlten nicht ihre Wirkung aus die LachmuSkeln der Zuschauer. Der Zirkus war bis auf den letzten Platz besetzt. Für heute abend ist im Inseratenteil eine weitere Vorstellung angekündigt. *• Turnerisches. Das gestrige Gauturnsest in Kirche I Hain war von Turnern und Freunden der Turnkunst stark besucht. Die Lage und Einrichtung des Turnplatzes waren ganz nach Wunsch, und so verlies auch daS Turnen zum I Nutzen und zur Förderung der bewährten Turnsache. Bon den angetretenen Turnern erhielten in der Oberstufe 14 I und in der Unterstufe 58 Turner Preise, die sich aus fol- aende Vereine verteilen: AlSseld, Unterst. 5; Bad-Nauheim, Oberst. 2, Unterst 2; Butzbach, Oberst. 1, Unterst. 1; Fried- bera, Oberst. 2, Unterst. 2; Gedern, Unterst. 2; Gießen I T -B., Oberst. 4, Unterst. 6; Gießen M.-T.-V., Unterst. 3; I Großen-Linden, Unterst. 2; Grünberg, Unterst. 1; Heuchel- I heim, Unterst. 1; Kirchhain, Unterst. 2; Krosdors, Unterst. 1; I Laubach, Unterst. 1; Lauterbach, Unterst. 2; Lich, Unterst. 1; I Lollar, Unterst. 3; Marburg T.-G., Oberst. 1, Unterst. 3; I Marburg T.-V., Oberst. 2, Unterst 4; Marburg A.-T.-V., I Oberst. 1, Unterst. 4; Nidda, Oberst. 1. Unterst. 1; Schlitz, I Unterst. 3; Schotten, Unterst. 1; Usingen, Unterst. 1 Wetzlar, Unterst. 3; Wieseck, Unterst. 3. Von der Gie ß en ev I Turnerschaft gingen als Sieger hervor a) tn der Oberstufe 1. Preis Karl Müller T.-V., 6. PreiS W. Braun I T.-V., 7. Preis W. Kröck T.-V., 14. Preis Karl Erb T.-V., I b) in der Unterstufe 1. Preis Otto Wittkopp T.-V., 2. Preis I H. Henß T.-V., 7. Preis W. Georg M.-T.-V., 16. Preis I A. Noll T.-B., 24. Preis Ch. SavelSberg T.-V., 29. Preis I Aua. Weiß T.-V., 30. Preis Gg. Kock M.-T.-V., 42. Preis I CH. Schmidt M.-T.-D., 43. Preis W. Rothamel T.-B. Außerdem erhielten Gedenktafel: der Männer-Turnverein für Zöglingsriege, Pferd, der Männer-Turnverein für Spiel- I riege, der Turnverein für Musterriege, Barren, der Turn- I verein für Zöglingsriege, Pferd. Die Sieger werden heute I abend 8»3 mit Musik vom Bahnhofe abgeholt werden. •• Brieftaubenklub Gießen. Es werden in letzter Zeit von unseren Mitgliedern sehr viel Klagen über das l I Abschießen von Brieftauben laut. Die Tiere - I kommen teils angeschoffen nach Hause, teils bleiben fie ganz berg zwischen Senekal und Vinburg. Präsident Krüger hat dem Korrespondenten des „Daily Telegraph" durch den Staatssekretär Reitz folgende Botschaft mitteilen lassen: „Es ist durchaus nicht notwendig, über Frieden zu diskutieren. Sagen Sie Ihrer Zeilung, ünd damit her Welt, daß! die Südafrikanische I Republik für ihre Unabhängigkeit kämpfen wiro, b i s n u r 500 Burennoch^mLebensind, und selbst dann werden wir den Kampf fortsetzen. Das ist unser felsenfester Entschluß". Aus Kapstadt wird gemeldet, der Burengeneral De- w e t verfüge über 12 000 Mann, die den größten Mut und Entschlossenheit zeigten. Eine B u d a p e st e r Mühle hat mit der englischen Regierung einen Vertrag auf Lieferung einer größern Menge Brodmehls abgeschlossen, das für Südafrika bestimmt ist. Ter erste Transport von 3 500 Tonnen wird gegenwärtig in Fiume verladen. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt: Der in Johannesburg tagende Untersuchungsausschuß habe gegen die Agenten der niederländischen Ersenbahngesellschaften Thatsachen zutage gefördert, die eine Konfiskation der Bahnen zu rechtfertigen geeignet sind. Berlin, 8. Juli, Aus Kiel wird gemeldet: Der I Kaiser mit den Sperren der Umgebung und des Gefolges I begab sich am Samstag vormittag nach dem Klubhaus des I kaiserl. Aachlklubs bei der Seebadeanstalt und ließ von den I Fenstern des Erkers aus das auf der Ausreise begriffene I Kanonenboot „L u ch s" an sich! vorüberfahren. Zu der I Frühstückstafel beim Kaiser an Bord der „Hohenzollern" I waren geladen: der Geschwaderchef Kontreadnnral Geiß- I ler, die Kommandanten, Stabsoffiziere und Kaprtanleut- I nants des nach Ostasien gehenden Geschwaders. Der Kaiser I verblieb nachmittags an Bord. Heute vormittag beabsich^- I tigte der Kaiser an Bord des Flaggschiffes „Kurfürst Friedriche Wilhelm" den Gottesdienst abzuhalten und besichtigte I darauf die Linienschiffe „Brandenburg", „Weißenburg" und „Wörth". Gerüchtweise verlautet, daß der Kaiser Montag abend oder Dienstag früh sich auf der „Hohen- I zollern" nach Wilhelmshaven begeben wird, um der ersten I Division seine letzten Grüße selbst zu übermitteln. End- I gütige Bestimmungen über die Nordlandrei se sollen I noch nicht getroffen sein. . _ - Ein englisches Blatt meldet, daß der deutsche Kaiser I den diesjährigen Regatten in Cowes beiwohnen werde und I gibt sogar ein Programm für den Aufenthalt des Kaisers I in England an. Diese Nachricht ist der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge falsch. Der Kaiser wird den Regatten tn Cowes nicht beiwohnen. x „ .. —Prinz Ka n i n von Japan hat Berlin gestern verlassen und die Reise nach Petersburg angetreten. - Der Reichstagsabgeordnete Dr. Arendt (Rp.) ist zum Mitglied der Reichs - Schulden - Kommission erwählt worden. .. .. , — Der „Reichsanz." veröffentlicht die Brüsseler Konvention, die heute in Kraft trat, in französischer und deutscher Sprache. . — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekannt- । machung des kaiserlichen Kommissars und Militär-Inspekteurs der freiwilligen Krankenpflege, wonach alle Angebote von Personal und Material, sowie Sammlungen von Geldmitteln an die zur freiwilligen Krankenpflege berechtigten Organisationen, die deutschen Vereine vom roten Kreuz und ine Ritterorden zu richten sind, durch deren Zentralstelle sie dem kaiserlichen Kommissar zwecks Unterstützung des amtlichen Sanitätsdienstes zur Verfügung gestellt werden. , - Das Fleischbeschaugesetz hat die kaiserliche Genehmigung erhalten. Das Einfuhr-Verbot ; von Wurst und Büchsenfleisch dürfte in den nächsten Monaten zu erwarten sein. , a Hannover, 7. Juli. Bei der gestrigen Reichstag s e r s a tz wa h l im Wahlkreise Einbeck-Northeim wurden im ganzen 14 629 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Jorns (natl.) 5282 Stimmen, Fischer (Soz. 3626, Lüders (Bund der Landwirte) 3559, v. Hake (Welfe) 2162 Stimnten. Zwischen hen beiden ersten findet mithin Stichwahl statt. Die Stichwahl ist auf den 16. I an gesetzt. » ., ... ., , Cronberg, 8., Juli. Die Kaiserin ist mit den kaiserlichen Kindern von Homburg kommend, in Schloß I Friedrich, shof eingetroffen und kehrte nach dem Lunch um 3 Uhr nach, Homburg zurück. Straßburg, 7. Juli. Infolge der Niederlage bei der Mülhauser Reichstagsersatzwahl (es wurde bekanntlich der gemäßigt-liberale Großindustrielle Schlumberger gewählt. D. Red.) sind schwerwiegende Differenzen I im Schoße der reichsländischen Sozialdemokratie ausgebrochen. Das offizielle sozialdemokratische Organ I Elsaß-Lothringens beschuldigt den bisherigen Mulhauser | Reichstagsabgeordneten Bueb, durch seine Disziplmlosig- I feit den Rückgang der sozialistischen Stimmen in Mülhausen I verschuldet zu habeni. Brüssel, 8. Jult. Trotz des Ableugnens der Familie scheintSipido dieGrenze Belgiens überschritten zu haben, um sich der Einsperrung in ein BefferungshauS | zu entziehen. Andererseits sagt man, der Vater habe für । den Augenblick mit ihm Brüssel verlassen, nur um den Sohn nicht von seinen bisherigen Genossen als Helden und Märtyrer feiern zu lassen. Paris, 7. Juli. Infolge der gestrigen Auftritte m der Kammer kam es zu verschiedenen Duellforderungen, die indeffen beigelegt wurden. Madrid, 8. Juli. Die Oppositions-Presse meint, der Rücktritt Villaverde'S habe als Ursache die durch seine Finanzwirtschaft hervorgebrachte Verwirrung und sei der Vorläufer des Sturzes des ganzen Kabinetts. Triest, 7. Juli. Aus Anlaß des bevorstehenden Eintreffens des englischen Mittelmeer-Geschwaders im hiesigen Hafen finden zu Ehren des Osfizierkorps mehrere offizielle Festlichkeiten statt. Namens des Kaisers wird Oberstallmeister Graf Kinoky daS Osfizierkorps be- : grüßen. Gmunden, 8. Juli. Zur Teilnahme an Der Dienstag stattfindenden Hochzeit des Prinzen Max von Baden trafen heute der Großherzog und die Großherzogin von Baden, ferner der Erbgroßherzog von Baden, Prinz Friedrich Karl von Hessen und der Erbprinz von I Hohenlohe-Langenburg mit ihren Gemahlinnen, sowie Prinz I Ernst von Sachsen-Altenburg hier ein. ihm aus Grund zuverlässiger Informationen, die er von Seiten fremden-freundlicher Mandarinen erhallen halle, I über die gefährlichen Absichten des Prinzen Tuan die I U$'!Btr liia,^9*3ul u' ^9! a d) den bisherigen Bestimmungen I trifft der Kaiser am 19. Juli in Wilhelmshaven zur Verabschiedung der chinesischen Brigade ein. FaUS die I Verhältnisse es gestatten, wird der Kaiser eine Ivtagige I ErholungSsahrt nach Bergen unternehmen. I Kiel. 9. Juli. Der Kaiser hielt an die Mann- I schäften der heute nach China abgehenden ersten Panzer- I Division eine Ansprache, in der er ste daran erinnerte, I baß sie mit hinterlistigen, aber mit modernen Massen am!- I gerüsteten Gegnern kämpfen müssen, und sie ermahnte, I Weiber und Kinder zu schonen. Er, der Kaiser werde I nicht ruhen, bis China niedergeworfen sei, und I alle Blutthaten gerächt seien. Schließlich forderte der I Kaiser von den Mannschaften, mit den Soldaten der ver- I schiedenen Nationen gute Kameradschaft zu halten. I Loudon, 9. Juli. Nach einer Meldung aus Nanking I veröffentlichen die fremden feindlichen Chinesen noch immer I Mauer Anschläge gegen die Fremden in Wutschau. Die I Kanonenboote „Sandpiper" und „Robin", sowie ein eng- I lischer Dampfer, der an der Fi-Kiang-Küste kreuzte, be- I merkten bei KamaShak 4000 Mitglieder der „schwarzen I Fahne", die sich auf dem Wege nach Kanton befanden. London, 9. Juli. Aus Muk den ist von der protestantischen schottischen Mission gestern folgende Depesche I vom 7. eingetroffen: Kirche und Hospital sind zer- I stört, Missionare in Sicherheit. I Paris, 9. Juli. General D o d d S, der kommandierende I General der französischen Truppen in China, wird mit 1 einem der nächsten Schiffe abreisen. Man scheint hier zu I glauben oder zu hoffen, der deutsche Kaiser werde vor- schlagen, daß dem General Dodds der Oberbefehl I über die internationalen Streitkräfte übertragen I werde, weil Frankreich im nördlichen China am wenigsten interessiert, also gewissermaßen neutral sei. Wien, 9. Juli. An hiesiger amtlicher Stelle ist bisher keine Nachricht aus China eingelaufen, welche die Meldung, daß die Gesandten in Peking sich noch am Leben befinden, bestätigt. . Wien, 9. Juli. Von unterrichteter Seite wird versichert, daß Oesterrich-Ungarn keinerlei Truppen nach China weiter entsendet, im übrigen aber sich an der ge= meinsamen Aktion der Mächte beteiligen wird.__ Der Krieg in Südafrika. Feldmurschall Roberts telegraphierte aus Pretoria: „General Paget wurde am 3. ds. von den Buren bei Pleiserfontein in einen Kampf verwickelt; es gelang ihm, die Buren aus der starken Stellung gegenüber Leeuwkop (30 Kilometer östlich von Lindley) bis Brons- fontein (Bronsfontein? 30 Kilometer südlich von Lindley) zu verdrängen; an letzterm Orte schlug er ein Biwak auf, verfolgte dann den Feind und war am Nachmittag des folgenden Tages am Blaauwkopje, 24 Kilometer nordwestlich von Betlehem. Paget meldet, sämtliche Mitglieder der Regierung des Oranjefreistaates, mit Ausnahme des Präsidenten Steijn und des Generalschatzmeisters, welch letzterer sich nach> Vrede begab, befänden sich gegenwärtig in Betlehem, das zur neuen Hauptstad't ausgerufen sei. D-em Vernehmen nach sei Steijn in die Berge geflohen. Buller meldet, die Eisenbahnlinie bis Heidelberg sei derart wieder hergestellt, daß die Bahnverbindung zwischen Natal und Pretoria vollständig ist". Soweit der englische Oberkommandierende. Nun werben über den General Buller zwei neue Nachrichten verbreitet, die sich direkt widersprechen. Nach der einen soll Roberts telegraphiert haben, daß Buller am 7. d. M. in Prewria eingetrosfen sei. Nach, der „Neuen Freien Presse" dagegen erhielt ein Wiener Finanzinstitut eine Depesche, wonach General Bullerund sein ganzer Stab von den Buren in Transvaal gefangen worden sei. Bis- he fehlt jede Beglaubigung dieserr sehr unwahrscheinlich klingenden Nachricht. Aber auch die erste Meldung ist noch nicht bestätigt. Das Londoner Kriegsamt erhielt ferner eine Depesche Lord Roberts aus Pretoria vom 7. Juli, wonach! 800 englische Gefangene vom Staatssekretär Reitz über die Grenze nach, Natal entlassen wurden und sich jetzt auf dem Wege nachi Ladysmith befinden. Offiziere befinden sich nicht darunter. — General Brabant besetzte Voorn- X Frankfurter Börse Procent 4 4 Brief 000.00 Darmst. Dk.'Actim Pkrschitdents Capitnlien k ?iit verknusen 4 4 3 3 00.00 4 56.90 4 94.70 86.05 92.80 99.60 00.00 20.34 4.17 4 3 5 4 Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 Jtal. staatSgar. Eisend. 95.70 96.50 23.05 40.75 44.15 98.00 00.00 100.00 99.00 99.00 99.00 Selb 81.25 84.16 4.17'/» «hendcourfer 000.00 s Oestcrr. Eredit-Actiev vom 7. Juli 1900. Procent 4771] Sine Grube Mist zu verkaufen. Westanlage 44. 20 Franken-Et. Engl. Sovereign- Dollars in Gold Portugiesen Mexicancr amort. S. Monopol-Griechen von 1887 Eisend. Rentmb. Obl. BuderuS Obl. Hambrgr.Hyp.Bk. unk. b. 1905 Preuß. Hyp. A. Bk. unk. b. 1900 Pomm.HhP.A.Bk.unk.b.1904 Frkf. Ldw.Tred. Bk. unk. b. 1900 Alles, was ich dem Herrn Schreiner Schät tler-Großen-Linden nachgesagt, erkläre als unwahr, und bitte um Verzeih' ung. I. «Uhl, Groß-Rechtenbach. () Nidda, 7. Juli. Der Orts gew e rb e verein veranstaltete heute im Saale „Zum Gambrinus" die fünfte ordentliche Gesellenprüfung mit Überreichung der Gesellenbriefe. Von der Zentralstelle für die Gewerbe hatten sich hierzu eingefunden: Herr Gewerbeschulinspektor tion nach China gemeldet hatten, befindet fich auch ein| polnischer Soldat, der indessen am anderen Tage, nachdem^ er von anderen Kameraden darüber aufgekärt worden war, was es mit dem Kommando nach China für eine Bewandtnis habe, seine freiwillige Zusage zurücknahm, indem er, wie das „Jauersche Stadtbl." berichtet, erklärte: „Hab' ich geglaubt, handelt es sich um Erntearbeit bei Dresden!" Dem Wunsche wurde auch entsprochen, und er brauchte die. Reise nicht mitzumachen. _____________ 31/, Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. ConsolS 37, Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Buchhalter emvf. sicb Beitragen v Geschäftsbüchern und sonst, sckriftl. Arbeiten, Jnkasios 2c. Näheres Südanlage 7, H. 02865 Kursbericht m J. Kurz & Co., Gießen, Kahnhsfstrch 63. Familien Nachrichten. Verlobte: Johanna Schellenberger mit David Rau, Wetzlar. -- Anna Weber mit Albert Geyr jr., Arheilgen bei Darmstadt, Köln a. Rh. — Bertha Mann mit Jakob Stein, Darmstadt. Gestorben: Herr Heinrich Störiko in Butzbach. — Frau Forstmeister Marie Pfannekuchen, geb. Schwabe, in Braunfels. - Frau Elis- Dehn, geb. Steinmetz, in Darmstadt. — Herr Ludwig Pfannstiel in Darmstadt. — Herr Friedrich Simon in Darmstadt. — Herr Philipp Knaus in Darmstadt — Fräulein Kätchen Firchau in Darmstadt — Frau Simon Hirsch Wwe-, geb. Herz in Osthofen. - Geldsortenr Brief Geld 20.38 4.20 41/5 Ocsterr. Silberrmte Ung. Gold-Rmte «AS. Wir machen deswegen nochmals daraus aufmerksam, I ; daß Brieftauben unter dem Schutze des Brieftauben-Ges tz I _ oQ srüfli 1894 stehen. Jedem, der dem Klub Tauben» I Ä* Ä' baßer sie g-richMch belangen iann »ablt der Klub hohe Belohnung. Freiwillige nach lphina. Es geht ln der Stad I Gerücht daß sich mehrere Osfizi-re unseres Regiments zur Beteiligung an der Expedition nach China gemeldet haben und einer. Leutnant von N-r6e, bereus ärztlich untersuch d^iger^Stell^einge^ogener E^undigun? Offiziers ist bis jetzt jedoch noch nicht getroffen. ch* Die Grostb Regierung, Abteilung für Schul- I aeben Darnach! wird Reifeprüfung eines Gymnasiums nur noch verlangt für Theologie, Rechtswissenschaft, Heilkunde I Ä klassische Philologie. Abiturienten eines Realgymnasiums die in der Reifeprüfung im Deutschen, Französischen und in der Mathematik wenigstens das Prädikat genügend" ohne jede Einschränkung erhalten haben, können durch eine Reifeprüfung im Lateinischen und Griechischen an einem Gymnasium die Berechtigungen der Gym- nafialabiturienten erwerben. Ob und inwieweit entsprechende Vergünstigungen den Oberrealschulabiturienten zuerkannt werden können, bleibt weiterer Beschlußfassung Vorbehalten. Für Mathematik und Naturwissenschaften mit Prüfung für das höhere Lehrfachs ferner für das Bau- | und Maschinenfach, Elektrotechnik, Elektrochemie Chemie mit Prüfung für den Staatsdienst, sowie für den höheren Post- und Telegraphendienst, endliche für Schiffsbau- und Maschinenbaufach mit Staatsprüfung bei der Kaiserlichen Marine berechtigt das Reifezeugnis eines Gymnasiums oder Realgymnasiums oder einer Oberrealschule. Für neuere Sprachen mit Prüfung für das höhere Lehrfach, für das Forstfach, für Erlaß der FähnrMprüfung wird Reifeprüfung an einem Gymnasium oder Realgymnasium verlangt, ebenso für Erlaß der Seekadettenprüfung, jedoch müssen die Abiturienten im Englischen das Prädikat „gut" haben. Zulassung zum Reichsbankdienst kann erworben werden durch ein Reifezeugnis für Prima eines Gymnasiums oder Realgymnasiums oder einer Oberrealschule. Für Zahnarzneikunde, Tierheilkunde, Zulassung zur Roß- arztfchule und -Prüfung, sowie zur Fähnrichs- und Seekadettenprüfung wird das Reifezeugnis für Prima eme§ Gymnasiums oder Realgymnasiums gefordert. Ein Jahr muß die Prima eines Gymnasiums oder Realgymnasiums oder einer ÖberrealsckMle besucht haben, wer als Zivil- supernumerar in den preußischf-hessischen Eisenbahndienst ausgenommen werden, ebenso werden in den Marineverwaltungsdienst, das Verwaltungs-Sekretariat bei den Kaiserlichen Werften, in den Zahlmeisterdienst und das Intendantur-Sekretariat bei der Marine eintreten will, doch müssen die Gymnasiasten Kenntnis des Englischen haben. Für das Apothekerfach wird erfordert Reife für Prima eines Gymnasiums oder Realgymnasiums. Einjähriger erfolgreicher Besuche der Untersekunda aller drei höheren Schulgattungen berechtigt zur Zulassung zum Vorbereitungsdienst für die Gerichtsschreiberprüfung, sowie zum einjährig-freiwilligen Dienst. Einer sog. Abschlußprüfung nach einjährigem Besuche der Untersekunda eines Gymnasiums, Realgymnasiums oder einer Oberrealschule haben sich.zu unterziehen alle, die 1) zur speziellen Prüfung der ersten Kategorie in dem hessischen Finanzfach,; 2) zum Jntendantur-Subalterndienst beim Heere; 3) zu den Maschinisten- und Jngenieurprüfungen bei der Karser- Mten und Handels-Marine zugelassen werden wollen; endlich 4) erhalten die Schüler der einfachen Realschule und der Progymnasien (Gymnasien oder Oberrealschulen ohne Primakurse), ein nach! einjährigem Besuch der Untersekunda oder vor völlig durchlaufener Obersekunda die Anstalt verlassen wollen, das wissenschaftliche Befähigungszeugnis für den einjährig-freiwilligen Dienst nur dann, wenn sie zuvor die Abschlußprüfung bestanden haben. § Butzbach, 8. Juli. Gestern wurde in der hiegen Zellenstrafanstalt ein etwa 25 Jahre alter Gefangener in seiner Zelle erhängt aufgesunden; er hatte sich durch seine Hosenträger an dem Bettgestell erdroffelt. Die Leiche des angeblich aus Bingen gebürtigen Lebensmüden wurde nach der Landes-Anatomie zu Gießen verbracht. hiell. Handwerker (Schuhmacher oder Schneider), der in seinem Berufe nicht voran kommt, kann durch Verkauf eines in fein Fach ein- schlagenden Haushaltungsartikels gegen feste Bezüge (Salair und Provision) guten Verdienst finden. Falls Kaution gestellt werden kann, wird das Jnkasio mit übertragen. Offerten unter 8 4666 an die Er- pebition dieses Blattes erbeten. Weber von Nidda der Aufsichtsrat, das Lehrerkollegium I i der Handwerkerschule, die Prüfungskommission und die Schaumeister. Von 12 Prüflingen bestanden 11, davon 7 mit bet Note „gut", 4 mit „genügend . Es waren < I Maurer 1 Weißbinder, 1 Schreiner, 1 Zimmermann, I 1 Wagner Die Maurerarbeiten (Gewölbe) waren m Bad I Salzhausen ausgesuhr, worden Ausgestellt waren: 1 ^e- denztisch von Jaeger (aus Steinheim, Kreis Gießen), I Wa- I genrad von Niklas (ebendaher), 2 Modelle eines Saaldaches I und einer gewundenen Treppe; ferner war noch ein Frr- I menschild angefertigt worden. Die notigen Zeichnungen I lagen bei. Hauptlehrer Höhn begrüßte die Versammlung, besonders Sperrn Meyer, dankte ihnen, wie den Lehrmeistern I der Prüfungskommission und den Lchaumetstern für ihre I Mühewaltung und ermahnte die jungen Leute zu fernerem Eifer in der Ausbildung; denn für die Folge wurden noch I Meisterprüfungen gesetzlich eingesührt, gründlichst theor^ tische und praktische Kenntnisse seien deshalb unumgänglich nötig. Herr Meyer bekundete das hohe Interesse der i Zentralstelle für die Gesellenprüfung und betonte besonders I den jungen Leuten gegenüber, keinen Stillstand in ihrer I Ausbildung eintreten zu lassen, weil das gleich), Rückgang sei. Dekan H o f m e y e r wünschte noch Namens des Aus- [ sichtsrats »dien jungen Leuten Glück auf dem ferneren I Lebenswege. — Die hiesige Sonntags-Zeichenschule wird I I gegenwärtig von über 80 Schülern von hier und au^warto I gesucht, sodaß die Räume kaum ausreichen. I b M a i n z 7 Juli. Den Landstanden ist von der Regierung vor einiger Zeit ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, der speziell die Besteuerung des Gewerbe- betriebs im Umh erz re he n behandelt und auf 1 neuer Grundlage ordnet. Wahrend dre seitherige Besteuer- I ung durch Zusammenfassung des Wandergewerbes Mit dem stehenden Gewerbebetrieb nur wemge Klassen nnt festen Steuersätzen aufwies und eine Einteilung lediglich nach I äußeren Merkmalen vorsah, soll durch den neuen Gesetzentwurf die Möglichkeit geschaffen werden, die einzelnen Gewerbebetriebe nach ihrer Leistungsfähigkeit und nach ihrem Umfang individuell zu besteuern. Die Regierung hat nun diesen Gesetzentwurf der hiesigen Handel s k a m - mcr zur Begutachtung unterbreitet und diese erkannte nach eingehender Beratung grundsätzlich die Zweckmäßigkeit eines besonderen Gesetzes über die Besteuerung der Wandergewerbe, sowie auch die Bemessung der Steuer nach der Leistungsfähigkeit und dem Umfang der einzelnen Gewerbebetriebe als zweckmäßig und richtig an. Bei der außerordentlichen Dehnbarkeit des dem vorliegenden Gesetzentwurf beigegebenen Tarifs erscheint ihr die Wirkung des I Gesetzes jedoch vorzugsweise von der Art der zu erlassenden ! Ausführungsbestimmungen und der thatsächlichen Einschätzung abhängig zu sein, und die Kammer beschließt daher, I sich 1. mit dem Grundgedanken des Gesetzentwurfs einverstanden zu erklären, 2. die Regierung zu bitten, den Handelskammern vor dem Erlaß der Ausfuhrungsbestim- mungen den Entwurf der letzteren zur gutachtlick)en : I Aeußerung mitzuteilen. — Mit Rücksicht auf die Bestim- I mungen des neuen Fl eis ch b e schau g e s e tze s hat das I Ministerium des Innern bei der hiesigen Handelskammer ' ungefragt, ob für die hiesige Zollstelle die Errichtung emer ' Eingangsstelle für ausländisches Pökelfleisch im Interesse der hiesigen Industrie wünschenswert erscheine und ob die Ausführung der vorschriftsmäßigen Untersuchung keine Schwierigkeiten machen werde. In Ueberetn- stimmung mit den Vorschlägen des hiesigen Hauptsteue^ amts hat die Kammer sich dahin geäußert, daß, wenn auch in neuerer Zeit ausländisches Pökelfleisch nicht m bedeutenden Mengen hier zur Einfuhr gelangt, es sich im ^nterefje des Verkehrs empfehle, der hiesigen Zollstelle die Befugnis einer Eingangsstelle für solches Fleisch beizulegen. Die Untersuchung würde am zweckmäßigsten in dem hiesigen Schlacht- und Viehhof auszuführen und Anordnung dahin zu treffen fein, daß nicht die ganzen Sendungen nach der genannten Anstalt zu verbringen wären, sondern daß geeignete Proben bei dem Zollamt erhoben und die Waren dortselbst bis nach erfolgter Untersuchung zuruckbehalten werden. V 16.29 16.25 Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. Vermischter. • Dresden, 8. Juli. Zum13. deutschen BundeS- schießen sind deutsche Schützenvereine aus allen Tellen Deutschlands und aus dem Auslande erschienen. Mittags sand ein historischer Festzug statt. Am Rathause wurde das Bundesbanner übergeben. Oberbürgermeister Beutler hielt eine Ansprache. Am Postplatz war das Königszelt errichtet, worin Prinz Georg in Vertretung des Königs die Begrüßung entgegennahm. Bei dem Festmahl um 2 Uhr brachte der Oberbürgermeister ein Hoch auf den deutschen Kaiser und den König von Sachsen aus. ♦ „Hab' ich geglaubt . Unter den Freiwilligen, die sich vom Jauer'schenInfanterie-Regiment für dte Expedi- Arbeiterbewegung. Mainz, 6. Juli. Dor kaum zwei Monaten waren die hiesigen Friseur- und Barbiergehilfen mit einer Lohnerhöhungsforderung an die Prmzipale herangetreten. Bis dahin hatten sie bei freier Kost und Logis durchschnittlich 20 Mk. pro Monat bezogen (dre meisten hatten nur 16—18 Mk. pro Monat). Ihre Forderung aus Lohnerhöhung wurde in der Höhe des geforderten Lohnes bewilligt und die über 20 Jahre alten Gehllsen bekamen 28 Mk., die unter 20 Jahren 24 Mk. pro Monaf incl freier Kost und Logis. Die Gehilfen gaben bei dieser Lohnerhöhung selbst zu, daß sie den Meistern zu gewähren nur möglich fei, wenn diese selbst ihre Preise erhöhten. Trotzdem kommen setzt die Gehilfen und verlangen wieder eine ganz bedeutende Lohnerhöhung. Sie drohen, bn Nichtbewilligung in den Ausstand einzutreten. Bedenkt man nun och; die Meister trotz des Preisaufschlags keinen großen Mehrverdrenft haben, weil trotz der nur geringen Preiserhöhung von 5 Pfg ^le Kunden wegbleiben (sie rasieren sich entweder selbst oder lassen sich dm Bart stehm), so muß man diese nach so kurzer Zeit schon wieder an sie heran- tretende Forderung der Gehilfenschaft unbedingt als eme ungereckte bezeichnen. Die Meister haben sich denn auch mtschloffen, die Forderung der Gehilsen nicht zu bewilligen. Die Gehilfen verlangen letzt 10 Mk pro Woche für die über 20 Jahre alten und 8 Mk. für die untet 20 Jahre alten Gehilfen; das bedeutet einen Lohnausschlag von nahezu 100 Prozent. In einer Freitagabend im „Gärtner-Eck abgehal^neu , Versamnüung, in der das Gewerkschaftskartell durch die Herrm Schell von her DrtMranlentaff« und Schritt,-»-- Ad-lung und । ,u der die Innung drei Meister und dre Gehilfenschaft zwei Mitglieder entsandt hatten, einigte man sich. Das Gewerkschaftskartell erksärte nach Anhörung der Meister die Forderung der Gehilfenschaft für eine völlig ungerechte und wies jede Unterstützung bei event. Stnke zurück. Es kam dabei auch zu tage, daß das Gewerkschaftskartell dem Vorhaben der Gehilfenschaft, die Lohnforderung zu erhöhen und event. m den^Ausstand eintreten zu wollen, völlig fern gestanden hat und daß es nur wenige Heißsporne der Gehilfenschaft waren, die die ganze Sache tn- I szeniert haben. Ärmste Meldungen. Stuttgart, 9. Juli. In der Nacht von Samstag auf Sonntag erschoß der 35jährige Bankier Eduard Becker, Vater zweier Kinder, seine Frau und dann sich selbst. Beide waren sofort tot. Das Motiv der That ist in verfehlten Spekulationen zu suchen. München, 9. Juli. Der Kaiser richtete an den Prinz-Regenten ein Schreiben, worin er für me Entsendung des Prinzen Rupprecht zur Taufe des „WtttelS- bach" dankt und zugleich der Wirren in China Erwähnung thut. Der Monarch glaube im Sinne aller deutschen Fürsten und des gesamten deutschen Volkes zu handeln, indem er energisch vorgehe. . Paris,9. Juli. Präsident Loubet veranstaltete gestern in den Gärten des Elysee ein großes Fest, zu dem über 3000 Personen geladen waren. Sämtliche., höheren Staatsbeamten, Minister, Abgeordnete, Senatoren sowie die Mitglieder des diplomatischen Korps waren erschienen. ., , Paris, 9. Juli. Negus Menelik hat eine aus 30 Mitgliedern bestehende Mission zum Zwecke des Stu- , diums der Weltausstellung nach Paris gesandt. Dieselbe wird Ende dieses Monats in Marseille eintreffen. Wien, 9. Juli. Ein S pr ache n-Ge s e tz - En t- Wurf wird ausgearbeitet und den Partei-Führern vorgelegt werden. Sollte- auchs-er, neu ausgearbeitete Sprachen- Gesetz-Entwurf nichst angenommen werden, so wird die Auflösung des Parlaments erfolgen. Wien, 9. Juli. Ein Universitäts-Lehrer, der gleichzeitig R e s e r v e - O f f i z i e r ist, wurde vom Militär- Ehrengericht seiner Chargefürverlusti g erklärt, weil er sich an den letzten Demonstrationen zu Gunsten des Parlaments beteiligte und mit einem Poliziften in Konflikt I geraten war. v c . ,, . - I Budapest, 9. Juli. Das anhaltend k a l t emnd r e g- | nerische Wetter sowie zahlreiche H a g e l s ch l ä g e rich- I teten in ganz Ungarn großen Schaden an. 4757] guter FederRollwagen preiswert zu verkaufen. __GettfuS, Westanlage. 02863] Ein Haufen Pferdemist zu verkaufen. Licherstraße 19. Auf erste Hyvotbek möglichst für Juli 30,000 Mk. zu leihen gesucht. Objekt und Lage vorzüglich. Offerten nimmt die Expedition d. Bl. u. Aufschrift „Kapital 4275* entg. 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Loos nach langem, schwerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden im Alter von beinahe 37 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christian Wallenfels. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 10. Juli, nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehause, Kirchenplatz 21, aus. Todes- Anzeige. Gott dei^^JlmZditig^n^gefalk^hat^uneM'e Äto °° Frau Katharine Schäfer Zu zahlreichem Besuch ladet ein Peter Herr. J Bei hoher Provision! Mk. wöchentl. Gehalt Sache tficht. 47681 Ein solider, tüchtiger Arbeiter für sofort gesucht. Brarrgaffe 6, Nachhilfestunden I22Ä < Unterrichtsgegenständen Personen . Mm Perkco ^^^DieuStag den 10. Juli, von abends 8 Uhr an- Bier-Konzert. - August bis Oktober d. Js. - ,1W ötuoent m höherem Semester gegen freie, i :—r;---r—;—■=■—— evtl, telliv. freie Station zu erteilen. IMj hjg hPpi $rfdfl|frr ! 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