Donnerstag den 10. Mai Nr. 108 Zweites Blatt Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. an». 0m i bis ilirtbiiM t am SeÜrrt' ir: ttotb. rm )tftoab. RMHm, Expedition und Druckerei: Kchulstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Oießen- Fernsprecher Nr. 51. Alle Anzeigen-VermittlungSstessen deS In- und Auslandes nehmm Anzcigm für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. herein« flufftnan b£ß insA Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Ka»ikte«ötLtter »erden dem Anzeiger tat Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. .glätter 56r Hess. Volkskunde" »Schtt. 4 mal beigelegt. A« Für den Fuhrwerksverkehr. a. von vormittags SVi Uhr an: 1. die Bahnhofstraße vom Bahnhof bis zur Liebigstraße; 2. die Liebigstraße von der Bahnhofstraße bis zur Frank- furterstraße; 3. die Frankfurterstraße von der Liebigstraße bis zum Seltersthor; 4. der Seltersweg; 5. der Kreuzplatz; 6. die Mäusburg; 7. die Marktstraße von der Wettergaffe bis zum Marktplatz; 8. die Schulftraße; und zwar die unter 1 bis 3 benannten bis nach Passieren des Zuges etwa 10% Uhr, die unter 4 bis 8 angeführten bis nach Abfahrt Ihrer Königl. und Großherzogl. Hoheiten des Großherzogs und Prinz Wilhelm bezw. der Ehrengäste und dem Abrucken des Festzuges etwa 12 Uhr. b. vou vormittags 10% bis 121/* Uhr: die Kirchstraße. B. Für den Personenverkehr, von 9 bis 1V/2 Uhr: 1. der Marktplatz; 2. die Mäusburg; . 3. die Marktstraße von der Wettergasse bis zu« Marktplatz; 4. die Fahrbahn der Schulstraße; 5. die Fahrbahn der Kirchstraße; letztere jedoch nur vou 10,/2 bis etwa 12% Uhr. Gießen, den 8. Mai 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. 185. - Zusammen, u poltl „ 3426 Sahrwart. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Kälter für hessische Uolkskundr.________________ Deutscher Reichstag. 188. Sitzung vom 8. Mai. 1 Uhr. In der heutigen Sitzung des Reichstags teilte Präsident Graf B a l l e st r e m zunächst mit, daß noch eine Vorlage eingegangen sei, und zwar ein Gesetzentwurf betreffend die militärisch e Strafrechtspflege in $1 ^Nach^Erledigung einer Rechnungssache tritt das Haus sodann in die Beratung der vom Aba. Grafen Sch werin-Löwitz gestellten Interpellation, ob der Reichskanzler Auskunft darüber erteilen könne, warum der Bundesrat zu den wiederholten y2 W: kai i MM »staub. gl bohei! dieKameradm HtsWt» mb Helm, ormrmdo. itl terketz ^nwith '«Bg N Wal, find ad 3428 schänd. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Anläßlich der Donnerstag, den 10. d. M., abends stattfindenden Beleuchtung des Kriegerdenkmals und des hierbei zu erwartenden starken Zudranges des Publikums werden der Marktplatz und dessen Zugänge vor Eintritt der Dunkelheit für den Wagenverkehr gesperrt. Das Publikum wird im eigensten Interesse gebeten, den Marktplatz ohne Aufenthalt zu passieren. Der Verkehr in der Schulftraße, Mäusburg und vom Kirchenplatz her darf nur in der Richtung nach dem Marktplatz und auf dem Marktplatze selbst nur nach der Marktstraße hin erfolgen. Gießen, den 8. Mai 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Meßmer Anzeiger Heneral-Anzeiger egt et" 02O6I 1900 Bezugspreis Vierteljahr!. Mk. 2,20 monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholcstellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. iH 1,1 [3083 A,v,hmr von Anzeigen zu der nachmittag- für den spenden Tag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. I« Beschlüssen des Reichstages, betreffend die Aufhebung der gemischten Privattransitläger und Mühlenkonten, sowie betreffend Einschränkung der bei der Getreideeinfuhr zinsfrei aewährten Zollkredite keine Stellung genommen hat. Der Interpellant verweist zur Begründung seiner Anfrage m erster Reihe auf die früheren Verhandlungen des Hauses, er meint, die Regierung habe die Pflicht, zu den mit großer Mehrheit gefaßten Beschlüssen eine Erklärung abzugeben. Die wechselnde Stellung der Landwirtschaft zu der Angelegenheit sei kein Grund für den Bundesrat, sich der Stellungnahme zu enthalten. Redner entwickelt sodann unter Anführung von Ziffern die agrarische Anschauung, daß mit Hilfe der Transitläger die Zollkredite mißbraucht würden um das Inland mit ausländischem Getreide zu versorgen. Er fürchtet, daß die Haltung der Regierung durch Rücksichten auf das Ausland-bestimmt werde. Reichsschatzsekretär Frhr. v- Thiel mann tritt ernt» aen nach seiner Meinung unrichtigen Mgaben des Vor redners entgegen. Zum Kernpunkt der Interpellation erklärt der Staatssekretär, daß der Bundesrat noch keme Stellung genommen habe, weil auch der ganze TraM^ verkehr bei den zur Zeit in Vorbereitung befindlichen neuen Handelsverträgen neu geregett werden fttte un die Verhandlungen hierüber noch schwebten, tr tonnt jedoch mitteilen daß die preußische Regierung der M- i'rfnffuna der bestehenden Zollkredite geneigt sei und dafür ^ tteirate'wirten werde; die übriflen R-grerungen aber hätten hierüber noch nicht Beschlug gefaM Es stehe noch dahin, ob die Zollkredite gänzlich abgeschafft, oder ob vielleicht dem Bundesrat die Befugnis gegeben werdet I solle, sie gegen angemessene Verzinsung auch in Zuku f äu ^ie mtt großer Mehrheit beschlossene Besprechung der ^'L"Herold'M.), der von der Antwort des Staats- nicht befriedigt ist. Man dürfe mit der Beseitigung der die Landivirtschaft schwer.schädigenden Mißstande nicht bis zum Abschluß der neuen Handelsverträge warten. I Abq. Dr. Rösicke-Kaiserslautern (Bd. d. Ldw.) hat I in den Ausführungen des Staatssekretärs die Angabe eines I Grundes für den Widerstand der Regierung gegen die I Wünsche der Landwirtschaft nicht finden können. Mit d> m I Hinweis auf die Zukunft könne sich diese nicht zufrieden I neben Die Zollkredite müßten vollständig aufgehoben werden, die Aufhebung der Zinslosigkeit allein genüge nicht. I Mn. Gamp (Rp.) steht auf dem Standpunkte des! I Bunedsrats von 1894, wo derselbe die Aufhebung der Transitlager, welche nicht exporbierten, guthieß- Daß I Frankfurt a M. ein Transitlager bekommen hat, obwohl ks dort überflüssig war, läßt sich blos aus der Vorliebe I erklären, die der preußische FinaMmiNister immer noch I für diese Stätte seiner ftüheren Wirksamkeit hat. Nach I dem Vorgang Frankfurts verlangten auch die anders sud- I deutschen Handelsplätze die Transitlager, und mit Recht, I sie laben aber keine oder nur höchst geringe Mengeni ez- portieren können, in der Hauptsache haben sie nurdazu aedient, den Zollschuh für das mlaMlche Getreide I schwächen Für Königsberg und Tanzrg mögen andere [Künde obwalten, eventuell Versprechungen d,e man der russischen Regierung gemacht hat (Hort! hort,, aber das I trifft doch auf die a nderen Transitlager nicht zu. Dw I Verhältnisse von Königsberg und ranzig liegen doch himmelweit verschieden von denen von Mannheim, Mainz, Lindau oder Stuttgart Heute m der Zeit der Geldknapp- I fielt und der hohen Zinsen hegt die Frage auch ganz I anders, als 1886, wo der Diskont nicht : 7 oder 6, sondern- I blos eineinhalb Prozent betrug. Ich bitte den Bundesrat, einen einmal gefaßten entM I Abq. Graf Klinckow ström (kons.): So gut wie der I grobe Mißstand des Rendements schleunigst zu emem an- I dern.Regulativ geführt hat, so gut müssen die Mißstände I der zinsfreien Zollkredite zu ihrer schleunigen Aufhebung führen. Thatsächlich sind nur verschwindende Mengen I Getreide von den Transitlagern ms Au^^std gegangen, ' I das meiste ist im Jnlande geblieben. Die reinen Transit I lager mag der Handel behalten, die gemischten müssen auf- ■ ^Graf^Schwerin verlangt voin Reichsschatzamt genauere Statistiken über den Verkehr auf den gemischten Privattransitlagern. Warum habe er sich das nicht schon vor fünf Jahren überlegt? Es Ware dann der deutschen. Landwirtschaft viel Verdruß und Verlust erspart worden.. Tas Haus setzt die zweite Lesung der Novelle zum Gewerbeunfall-Versicherungsgesetz ort. Abschnitt 2 §§ 11 ff. behandelt die Organisation und Veränderung der Berufsgenossenschaften. § 16 betriff Statut der Berufsgenossenschaft. . t t eincn An- Abg. Molkenbuhr (Soz.) befürwortet e^^ Bä a&Kgg ,ä e Die Hälfte der ö™fÄrGUb=88'«lcichon un- Amtlicher Teil, Bekanntmachung. Betr.: Die Veranstaltung von Verlosungen innerhalb I des Großherzogtums. Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat dem I Biehmarkt-Komitee zu Vilbel die Erlaubnis zur Beran- I staltung einer mit dem am 21. August l. Js. stattfindenden I Viehmarkt zu verbindenden Verlosung von Vieh und land- I wirtschaftlichen Geräten unter der Bedingung erteilt, daß I nicht mehr als 6000 Lose, zu 1 Mk. das Stück, ausgegeben I werden dürfen, und mindestens 60% des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenstänoen zu verwenden sind. , t m Zugleich ist der Vertrieb der Lose tn der Provinz Ober- hefsen und dem Kreise Offenbach gestattet worden. Gießen, den 8. Mai 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. ! Gießen, den 8. Mai 1900. Betr.: Lehrerkonferenzen. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Schulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises. Die diesjährige Kreislehrerkonferenz findet Aireitaa den 1. Juni d. I , vormittags 10% Ul)r, in Steins Garten dahier statt. Sämtliche Lehrerinnen und Lehrer des Kreises sind verpflichtet, an derselben teilzunehmen. Tagesordnung: 1. Statistische Mitteilungen über das Volksschulwesen des Kreises für das Jahr 1900/1901. 2. Vortrag deS Oberlehrers Hahn-Gießen über den Unterricht geistig zurückgebliebner Kmder. 3. Vortrag deS Lehrers Lentz-Geilshausen über den Lehrer in der Litteratur. , An Die Konferenz schließt sich -'N Sach-S Mittag- effen an. Wir beauftragen Sie, die Lehrer Ihrer Gemeinden hiernach zu bedeuten. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Garbenteich. Freitag, 28. Mai I. I., vormittags S% bis 10% Uhr, findet im Rathause zu Garbenteich die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung der ganzen Gemarkung (Ackerfeld und Wiesen) statt. Die Wünsche sind schriftlich — mindestens auf % Bogen — einzureichen, vom Grundstückseigentümer zu unterzeichnen, und müffen genau angeben, welche alten (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) Grundstücke zusammengelegt werden sollen, und in welche Gewann das neue Grundstück gelegt werden soll. _ . L . o- • Wünsche, welche nicht in dem obengenannten Termin vorgebracht werden, finden keine Berücksichtigung. Zur Orientierung der Beteiligten liegt eine Ueber- sichtSkarte über die ganze Gemarkung auf dem Rathause zu Garbenteich offen. Friedberg, 4. Mai 1900. Der Großherzogliche BereinigungSkommissär: Süffert, Regierungsrat. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogl. Bürgermeistereien Annerod, ISarbeoteich" Grotzen B»s-S. Grosieu - Linde», Grüuinge«, Heuchelheim, Hol^eim, Langgöns, Leihgestern, Lich, Lollar, Reiskirchen, Rödgen, Watzenborn und Wieselt. Nachstehende Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Gießen wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnis bringen lassen. Gießen, den 8. Mai 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Enthüllungsseier eines Kriegerdenkmals dahier. Bei Ihrer, Donnerstag den 10. Mai l. Js. anläßlich der tzuthüllungsfeier eines Kriegerdenkmals dahin stattfindenden Anwesenheit werden Ihre Köuigl. und Hoheiten der Großherzog und P-inz Wilhelm voraussichtlich die nachbenannten Straßen und Platze der Stadt zu den angegebenen Zeiten passieren. 3 1 Zwischen 10 und 10V4 Uhr: Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurterstraße, Seltersweg, Kreuz, Mäusburg, Marktplatz. 2. Zwischen 11 und 11% Uhr: Marktplatz, Schulstraße, Neuenbäue, Gartenstraße. 3. Zwischen 11% und 12% Uhr: Gartenstraße, StephM- ftrafje? Goethestraße, Südanlage, Westanlage, Oswalds- 4. Zwischen 12% und 1 Uhr: Oswaldsgarteu, Westanlage, Seltersweg, Kreuz, Sonnenstraße. 5 «wischen 3% und 3% Uhr: Sonnenstraße, Schulstraße, Marktplatz, Kirchenplatz, Lindeuplatz, Wallthorstraße, Ost- anlage, Gartenstraße, Bergstraße. 6 Zur Abfahrt: Bergstraße, Garteustraße, Sudaulage, Frank- ' furterstraße, Liebigstraße, Bahnhofstraße. Wegen des au diesem Tage zu erwartenden fiarkeu Fremdenverkehrs, und um einen ungestörten Verlauf der Feier zu sichern, werden gesperrt: Politische Tagesschau. sind. Welchen Erfolg ihre Missionsthätigkeit hat, entzieht sich unserer Beurteilung. In sehr vielen Fällen begnügen lieber die Amerikaner in Siam wird der „Welt Korr." aus Bangkok geschrieben: Wenn Deutschland jetzt auch hier in Siam den ihm gebührenden Platz in der ersten Reihe der Völker einnimmt, so verdankt es diesen Erfolg stiller ehrlicher Kulturarbeit; die deutsche Politik konnte bisher nur relativ wenig dazu thun, da sie infolge ihrer strengen Grundsätze in ihrer Bewegungsfreiheit etwas eingeengt ist. Es ist nun für uns besonders interessant, das Verhalten und Die Politik der Amerikaner in Siam Abg. Hilbck (nl.) spricht sich für den Antrag Stumm aus. , a Abg. Hitze: Der verletzte Arbeiter weiß unter den heutigen Verhältnissen nicht, welcher Beurteilung sein Unfall unterliegen wird; er bekommt schließlich nichts als em Stück Papier in die Hand. Dem Arbeiter fehlt die persönliche Fühlung mit den Berufsgenossenschaften; es geht heute alles bureaukratisch zu, es fehlt das Zwischenglied zwischen den Berufsgenossenschaften und den Arbeitern. Die einzig richtige Hilfe würde die Festsetzung der Renten durch das Schiedsgericht sein. Die sozialdemokratischen Anträge werden abgelehnt, die Anträge Stumm angenommen, womit die Kommissionsvorschläge erledigt sind. Nasch! 7 Uhr wird die weitere Beratung auf Mittwoch 1 Uhr vertagt. (Vorher dritte Beratung der Post- dam p f e r v o r l a g e.) letzten Absatzes des § 57 durch die Kommission M die °llA icbeitffafilte Aenderung des ganzen Gesetzes überhaupt. Außer für den Berussgenossenschaftsvorstand enthalte der Kommynonsbeschlutz auch ein Mißtrauensvotum gegen den Vertrauensarzt der Berufsgcnosscnschaster. Wenn diese Kommrsstonsbeschlüsse angenommen werden und auch ein Eventualantrag abgelehnt wird, den er zur Anbahnung einer Vermittelung zu stellen beabsichtige, so würde er nicht bI? ,.9J-9en das Gesetz stimmen, sondern auch seinen vier- zehniahrrgen Vorsitz tu der Kmappschafts-Berufsgenosset^ 'chatt mederlegen müssen. (Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Aus Stadt und Kund. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 9. Mai 1900. W. Ein hoher Festtag steht uns für morgen bevor, die Weihe unseres Krieger-Denkmals in Anwesenheit Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs und Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Wilhelm. Unsere Stadt steht im Begriff sich zu schmücken. Am Bahnhof erhebt sich eine Ehrenpforte, und die Anwohner des Marktes treffen umfassende Zurüstungen. Bei den Vorständen des Festzuges herrscht regste Thätigkeit, in den Ausschüssen der städtischen Verwaltung und des großen Festkomitees verhandelte man lange hin und her um eine Reihe von Konzessionen, die man machen sollte rc., in den städtischen Baubureaus studierte man wochenlang allerhand Pläne und Zeichnungen. Andere siadierten die Zeremonien, die für die Feierlichkeiten zu be- obachten sind, und wieder andere addierten und kalkulierten effng bie Namen und Zahlen der offiziell zu ladenden Per- fonen. — Unb Geld kommt unter die Leute. Abgesehen davon, daß dieStadt, das Festkomitee, der Veteranenausschuß rc. Abg. v. Rt chth o fen-Damsdorf (kons.): Wir erkennen zwar die Existenz gewisser Uebelstände an, aber das von der Kommtitton vorgeschlagene Rcmedium halten tuir für durchaus ungeeignet. ^..^-.Rösicke Dessau (wild): Die Kommissions-Vorschlage sind ein Kompromiß, an dem festgehalten werden muß. Die Arbeiter haben das lebhafteste Interesse daran endlich einmal selbst über die Festsetzung ihrer Rente gehört zu werden. Staatssekretär Graf Posadowskh glaubt, auch die verbündeten Regierungen haben gegen die sachlichen Bestimmungen dieses Paragraphen kein Bedenken. Die Bedenken liegen lediglich auf geschäftstechnischem Wege. Ich kann Ihnen nur empfehlen, den Antrag v. Stumm anzu- mehmen, der dem behandelnden Arzt Gelegenheit giebt, gehört zu werden. -Staatssekretär Graf Posadowskh: Die Berufs-- Genossenschaften sollten sich davor hüten, sich mechanisch an ärztliche Gutachten zu halten, sondern sie sollten an der des ärztlichen Ältestes beurteilen, welche Arbeiten der Mann noch verrichten kann, entweder im eigenen Be- rufe oder in einem anderen. Geschähe dies, dann würden viele schiedsgerichtliche Beschwerden vermieden werden. Wir müssen uns hüten, auch nur den Argwohn zu erwecken, n>ir^bcn Arbiter nicht unparteiisch behandeln. Des- halb muß der Arzt gehört werden, der der nächste Zeuge des Dhatbestandes ist. Und täuscht sich auch dieser Arzt in seinem Urteil — Aerzte täuschen sich auch manchmal — so bietet es doch dem Verletzten ein gewisses Gefühl der Berechtigung und Befriedigung, wenn er weiß, daß der Arzt, der ihn behandelt hat, auch gehört wird. Der von dem Abg. v. Stumm angekündigte Vermittelungsantrag lautet: „Vor der Feststellung der Entschädi- A,uvg ist IN jedem Falle der behandelnde Arzt zu hören. Steht der behandelnde Arzt in einem Vertragsverhältnis zu der Berufsgenossenschaft, so ist auf Antrag ein anderer Arzt zu Horen". Daneben soll der Antrag auf Wieder- herstellung des Absatz 3 des § 57 der Vorlage aufrecht erhalten bleiben. ' I anstellen müssen, um alleBorbc I M tU@t9-n- Tnkmnen erbauen zu können rc., hat auch fnrn^n^HUfttke V°«°ile. Fahnenbänder, « ?tlon8ftoffc' H°lMassen gelangen zur Berwenduna Ansichtspostkarten und andere kleine GeleqenbeitSartike! werden aus den Markt geworfen, Kränze werän gewunden sovrel, daß man mit Kalchas rufen könnte: Blumen ni»«S als Blumen! Unb dann unsere bildhauerisches Italien die Figuri-Männer aus den Dachstuben und Kellern v°n oben und unten! Sie werden gewiß auch mit allem ihrem Elstr arbeiten, unsere großherzogliche Familie, unsere drei Kaiser und die andern Monarchen des Dreibundes allenthalben feilbieten, und auch Bismarck und Moltke nicht fehlen I lassen, die sozusagen den Dreibund gemacht haben. Sü treiben überhaupt gar eifrig Politik, die Figuri-Männer, ch I dem Büstensormen, und lenken ihre Aufmerksamkeit auch auf I Ole sophokleische Behäbigkeit der Königin von England unb den prächtigen Zylinderhut Ohm Krügers. Ebenso unsere I Buchhändler, die das patriotische und praktische Interesse I des Tages werden verbinden können, und die gegenwärtige I politische Lage in ihren Schaufenstern dekorativ darzustellen I vermögen. Und die Veteranen gilt's zu begrüßen aus 1 den benachbarten Städten und Dörfern. Diese werten Gäste der Stadt heißen auch wir herzlich willkommen. Möge das bedeutsame Fest einen so glänzenden Verlauf nehmen, I wie ihn die Vorbereitungen verheißen. I <- /*• Zweiten Kammer der Landstände I ^egt em Antrag des Abg. Korell zur Regierungs-Vor- | “?9e, betreffend: den Gesetzentwurf, die Abänderung des Gesetzes vom 7. Juli 1896, die Entschädigung für an I llzbrand und Rauschbrand gefallene Tiere vor. Ernennungen. Der landständische Archivar Georg Betz wurde auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt, und ihm das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der Regierungsassessor Ernst I Schenck aus Nidda zum Kanzlei-Direktor der Zweiten Kammer der Stände, der Vizefeldwebel Georg Wagner I w Darmstadt zum Kanzlisten bei der Zweiten Kammer der I Ittinde ernannt. Der Finanzaspirant Karl Lotz aus Unter- Schmitten wurde zum Vorsteher des Bureaus des Feld- bereinigungskommiffärs zu Friedberg ernannt. Der Re- gierungsaffeffor Schön in Heppenheim mit Aushilfeleistung bei dem Kreisamte Bensheim beauftragt. *’ P. Der heftige Wolkenbruch, der gestern nachmittag unweit Kassel niedergegangen ist (siehe den ausführlichen Bericht aus Kassel), hatte zur Folge, daß die Züge von Kassel mit 30 bis 50 Minuten Verspätung hier ankamen. ** Oeffentliche Lesehalle. Im April wurden 1617 Bände ausgeliehen: Illustrierte Zeitschriften 469, Erzählende Litte- ratur 717, Versdichtungen 14, Jugendschriften, Märchen, Sagen 221, Litteraturgeschichte 5, Geschichte und Bio- graphieen 64, Länder- und Völkerkunde 45, Naturwissenschaft, Technologie 64, Land« und Hauswirtschaft 5, Medizin 3, Staatswissenschaft 4, fremdsprachliche Litte- ratur 6 Bände. An Männer: Handwerksmeister 197, akademisch Gebildete 48, Kaufleute 176, Beamte 17, Unterbeamte 106, Techniker, Schriftsetzer 115, Arbeiter, Tagelöhner 76, Diener, Burschen, Kellner 52, Lehrlinge, Gehilfen 239, Schüler 13, Studenten 21, Soldaten 2, zusammen 1062 Bände; an Frauen: Ehefrauen, Witwen, ältere Unverheiratete 190, Gewerbetreibende 98, Dienstmädchen, Aufwärterinnen 36, Arbeiterinnen, Ladenmädchen 48, Beamtinnen 25, Pflegerinnen 13, junge Mädchen, Lehrmädchen 145, zusammen 555 Bände. Nach auswärts kamen 26 Bände. •* Verein für Hausbeamtinuen, Zweigverein Frankfurt a. M. Junge Damen, die entsprechende Ausbildung als Kindergärtnerin, Kinderfräulein, Erzieherin, Stützen, Haushälterin besitzen und Stellung suchen, werden auf obigen Verein aufmerksam gemacht. Derselbe hat stets eine Anzahl von Stellen in guten Familien zu besetzen und sucht Bewerberinnen mit guten Zeugnissen resp. Referenzen. Jahresbeitrag 1 Mk. Die Gebühr für erfolgte Vermittlung beträgt nur 2 Mk. Während des Winterhalbjahres finden gesellige Zusammenkünfte der Hausbeamtinnen statt. Abendkurse für den Unterricht in französischer Sprache und im Schneidern das ganze Jahr hindurch. Persönliche Fürsorge, Rat und Hilfe wird gerne erteilt. Damen des Vorstandes sind in den Sprechstunden anwesend und beteiligen sich neben der Leiterin der Stellenvermittlung an der gemeinnützigen Thätigkeit. — Geschäftsstelle Kaiserhofstraße 14 Part. Sprechstunden: Wochentags von 3 bis 5 Uhr. F. Friedberg, 8. Mai. Unsere Augustinerschule, Gymnasium und Realschule, hat 105 neue Schüler ausgenommen, eine Zahl, wie sie noch nicht da war. — In Weckesheim siegte der seitherige Bürgermeister H. mit 61 Stimmen über seinen Gegner, der 30 Stimmen erhielt. bm. Mainz, 8. Mai. Die Torpedoflottille, die am Montagvormittag hier eiutreffcu soll, wird nach gestern festgestelltem Programm in folgender Weise empfangen werden: Ein Dampfer wird der Flottille bis> Rüdesheim entgegenfahren und sie bis an das hiesige Ufer geleiten, wo die offizielle Begrüßung durch die Behörden stattfindet. Am Abend wird den Offizieren im Mi- litärkasino durch das Offizierkorps der Garnison ein Festessen gegeben werden, während welcher Zeit die Mannschaften durch die Krieger- und Marinevereine Bewirtung finden. Am folgenden Vormittag folgen die Offiziere einer Einladung der Stadt zu einem Frühstück im „Guten- bergkasino" und die Mannschaften zu einem solchen in die Stadthalle. Ein Nachtfest in der „Neuen Anlage" bildet eint Abend den Abschluß der Festtick; ketteln!. — In einer gestern hier stattgehabten A u s s ch u ß s i tz u n g des Landwirtschaftlichen Vereins der Provinz Rheinhessen gaben die Vorstalndswahlcn Anlaß zu sehr erregten Auseinandersetzungen. Während der seitherige erste Präsident durch Akklamation wiedergewählt wurde, rief ein Vorschlag, den Oekcknomierat Werüher von Nier- Iahrtgen Arbeiter gewählt sind, welche im Unfallversicherungspflichtigenbetriebe beschäftigt sind. Abg. Hitze (Ztr.): Auch wir halten die Vertretung der Arbeiter innerhalb des Rahmens dieses Gesetzes nicht für genügend und sind im Prinzip für eine Erweiterung. Angesichts des Widerstandes der BerufsgeUossenschaftew und der praktischen Schwierigkeiten ist man indes zum Verzicht auf diese Erweiterung gezwungen. Abg. Fischbeck (fr). Vp.) hält insbesondere die Schwierigkeiten der Durchführung einer derartigen Arbeitervertretung gegen den Antrag für durchschlagens: auch dürfe nicht übersehen werden, daß die Unternehmer allein die Kosten der Versicherung tragen. Nach einer kurzen Erwiderung des Abg. Molken- b n h r wird der Antrag der Sozialdemokraten abgelehnt und § 16 unverändert angenommen, desgleichen ohne Debatte der Rest des zweiten Abschnitts und der Abschnitt 3 (Mitgliedschaft des einzelnen Betriebs, Betriebsveräitder- ungen). Abschnitt 4 regelt die Feststellung und Auszahlung der Entschädigungen. §§ 51 bis 56 a behandeln die Anzeige und Untersuchung der Unfälle. § 51 schreibt schriftlich Anzeige des Unfalls durch den Betriebsiunternehmer bet der Ortspolizei und dem durch Statut zu bestimmendeyt Genos)enschaftsorgan vor. — Ein Antrag M o l k e n b u h r, obligatorische Anzeige auch bei der zuständigen Krankenkasse vorzuschreiben, wird vom Abg. Hitze bekämpft und gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt: §51 totrb_ unverändert angenommen, ebenso §§ 52 bis 56 a. — D.o7 ff. regeln die Feststellung der Entschädigungen. Nach 8 57 hat für gewisse Entschädigungsfeststelluitgen der Sek- L , ........ _____________________ ttonsvorstand der Genossenschaft, in allen übrigen Fällen zu beobachten, weil man ihr Verfahren im ganzen etwa Tp^tpn f, entscheiden. Nach dem als das Gegenbild des deutschen Vorgehens bezeichnen kann. ?Äpspu §57 der Vorlage, der dem bestehende I Amerikaner ist hier gleichbedeutend mit Missionar- denn E-Ä-SLWBLK LL-LWÄL Gelegenheit gegeben werden, sich binnen einer Frist von I ihre Mlssionsthätrgkert hat, entzieht einer Woche zu äußern. Diesen Absatz hat die Kommission g? u*Mcrc.r. "bUAuung. sehr vielen Fällen begnügen durch eine Reihe neuer Bestimmungen ersetzt. Danach I ober Die Missionare nicht mit der Seelenrettung, son- sollen die erwähnten Unterlagen dem Entschädignngs-Be- bcrn ste vermitteln auch wohl einmal ein kleines HandelS- rechttgten durch die untere Verwaltungsbehörde vorgelegt geschäft; ja, bei einigen ist das zur Hauptsache iücröen. Diese tjat den Entschädigungsberechtigten zu Pro- worden, wie auch thatsächlich verschiedene 0^1^61^ 2 tSÄ.!111 ^lten der Bernfsgenossenschaft die schäften und Geschäftsunternehmungen von offensichtlich be- weiteren Ermittelungen vorzunehmen I deuten-em Umfange von solchen frommen Herren üis Leben hör-n be ^X SMnbCn Sausen worben sind und b°tri-b°n werden. D° sie nun tragsverhältnis, so ist auf Antrag ein anderer" Arzt zu allem aus Kosten ihrer Missionen hierher kommen, Horen. Dem Entschädigungsberechtigten kann gestatte/wer! I ^ben und ihre häufigen Urlaubsreffen machen, son- den, einen Beistand zuzuziehen und sich durch einen Bevoll- be5n aut$ Waren auf einzelnen Linien als MissionS- mächtigten vertreten zu lassen, die entstandenen Berhand- I 9,itcr ermäßigten Frachten befördern können, so liegt lungen sind der Berufsgenossenschaft zu übersenden. Giebt ! auf der Hand, daß sie mit der übrigen und der Entichadigungsberechtigte keine Erklärung ab, so ist der eigentlichen Geschäftswelt hier nicht aus besonders Berufsgenossenschast alsbald 'Jiadjridjt hiervon zu geben, I «utem Fuß- stehen. Das ist etwa die Art der ameri- 8 57 der den letzten Absatz des kanischen Arbeit hier zu Lande; man wird sie nicht be fllrwor t^rni % SefifonberS fair nennen können. Die am = rifani^c Abg hoch lSorl tritt de^eknn^7^ « a Regierung aber steht mit großer Energie hinter seinen missionsbeschliisse ein, die nach estwm^ÄrUraa seiner^ Partei Blirg-rn und Unterstützt sie auch dann ausdrücklich, wenn noch dahin erweitert werden sollen, daß Beschlüsse de^s Ge 'm” keineswegs ganz zweifelfrei sind, nosfenschafts- bezw. Sektionsvorstandes im Verein mit den I fcy,c flc c8 ,Bot ewigen Jahren unter Aufgebot Arbeitervertretern, die in gleicher Zahl und mit denselben ctne8 Kanonenbootes durch, daß die siamesische Re^ Rechten wie die Vorstandsmitglieder bei den Beschlüssen I geling an die Familie eines inzwischen verstorbenen rmtznwirken haben, zn fassen sind: daß ferner der Ent- I Missionärs noch über eine Million Mark anszahlen mußte, schadigungsberechtigte nicht verpflichtet sein soll, einer Vor- I nachdem sie demselben früher schon einen ungefähr gleichen I öre mitere Verwaltungsbehörde Folge zn leisten, I Betrag geliehen hatte. Der Herr hatte seine Thätigkeit I unoeii so",, seine Anträge und Erklär- als Missionsarzt begonnen und so viel Einfluß gewonnen, 9 Oq ? ©lumm (ÄÄ «fr k daß er die Regierung veranlassen konnte, ihm zur Au§: 3 b-ukung von T-akholzwalduug-n mehrere Hunderttausend Dollars Vorschuß zu geben. Als er dann nach einigen Jahren die vereinbarten Zinsen nicht bezahlte, machte die I siamesische Regierung den Fehler, anstatt sich an den amerikanischen Konsul zu wenden, eigenmächtig Beschlag auf Eigentum ihres Schuldners zu legen, und das genügte, I im Verlauf von langen, umständlichen und künstlichen Ver- I Handlungen, nicht nur, um alle Ansprüche von Seiten der I Siamesen als verfallen, sondern auch sie als schuldig zu I erklären, den verursachten Schaden wieder gut zu machen. I Den letzteren auf beliebig viele Hunderttausende zu be- I rechnen war ja dann eine Kleinigkeit. Es kann nicht, I wie gesagt, wunder nehmen, daß unter diesen Umständen I die Amerikaner hier bei den Siamesen wie auch bei I den Europäern nicht gerade beliebt sind. Dazu kommt, daß Grund zu der Annahme vorliegt, daß von amerika- I nifcher Seite gelegentlich Sensationsnachrichten über Siam I in die Presse Europas und Amerika lanciert werden, die I geeignet scheinen, das Vertrauen in unsere Verhältnisse zu I erschüttern. Hierhin gehört die unglaubliche Nachricht von I einem Ue6 er falle, der hier auf den Prinzen Heinrich I gemacht worden sein soll, sowie auch die Lügenmeldung I über den Ausbruch der Pest in Bangkok, die der jetzt hier I so erfreulich entwickelten deutschen Schiffahrt leicht I schweren Schaden hätte zufügen können. I 1897er W Slück 1200 L 1898er erM MN 12 M nvd waten MN unb der Heul * L -in sr&Ä khrist '"'-"iw» «u*’i "glii IO talie sthr «Ium ** flftiut 5 * Mit Beginn auch die imA ! äsche Bele! in Butzbach - Nr. 43, Ml hin dort hält, dort nicht viel Mainz avic sich zm Tran ynivv Mi MviitzM eine so gri schreiten muf des 7. Mi, ■ in dessen St Süfer Sturm Der Mörder i ! M Hast gebrc sein Opfer ab Dolch bei sich, in Flammen. ' - Das Laut ZuftiMinisteriu ßckM In nnsnei wurde elngeln Römer zu rownmlad notariellen Ber IM für ihr Errungenschaftr der §$ 15191 einbcrck TieW, M Süll! In imfe: wurde ein, Dchlitt zu [«» Annc babm durch vom 1. ouf ifa Hell ~~1518 bei Men Mn. ließen, am ^"rgermeisiel Wtz mei^ietenb i a-d. r' ^lirgerm zu 3413 in billigst. 01772 ßadibed-Dreedeii Liebhabern Tasse Thee >ltnbe Sitte: n, Micher t unb Bio- Wuroifltn» itvirlschch 5, ichlicht Sitte» sllieister 191, ile 17, Unter. :btiltr, Tage- Lehrlinge, 0t> ldatcn 2, zn- ,en, Witwen, 98, Dienst- entnähmen 48, bfyn, Lch- väiU tomB Jelepyon Telegraphen Klekir.Nhren Wasserstands' Aernmelder Sicherheits- Anlagen 2067 Selbsttätige Aeuermelder liefert billigst Max Weißbäcker Südanlage 23. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Mit Beginn der diesjährigen Badesaison in Ems wurde auch die im Kursaal während des Winters ausgeführte neue elektrische Beleuchtungsanlage dem Betrieb übergeben. — In Butzbach hat man petitionirt, daß der Schnellzug Nr. 43, Frankfurt (ab 1115 abends) —Gießen, auch fernerhin dort hält. Seit dem 1. Mai hält jener Zug bekanntlich dort nicht mehr. — Eine aufregende Szene spielte sich in Mainz am Stadthause ab. Einem jungen Paar, welches sich zur Trauung begeben wollte, stellte sich eine Frauensperson mit einem Kinde in den Weg und beschuldigte den Bräutigam der Treulosigkeit. Die Geschichte verursachte eine so große Menschenansammlung, daß die Polizei einschreiten mußte. — In Sachsenhausen waren am Abend des 7. Mai zwei junge Küfer in einen Wortwechsel geraten, in dessen Verlauf einer der Streitenden, der 19jährige Küfer Sturm aus Rothenburg o. T., erschossen wurde. Der Mörder ist der 22 jährige Küfer Behrmann, der bereits zur Haft gebracht ist. Der Mörder gab vier Schüsse auf sein Opfer ab und trug außer einem Revolver noch einen Dolch bei sich. — Die Zündholzfabrik in Kostheim steht in Flammen. Die Fabrik dürfte vollständig verloren sein. — Das Landgericht in Mainz hat in einem an das Justizministerium erstatteten Bericht die Frage, ob nach Bereinigung der Aießener Wilitärvereine. Für die an der Spalierbildung und dem Festzuge teilnehmenden Veteranen und Vereinsmitglieder ist bei der um 12 Uhr stattfindenden Parade auf Oswaldsgarten ein besonderer Platz neben dem Osfiziercorps des Beurlaubtenstandes, nach der Neustadt zu, vorgesehen. Die Zuschauer müssen um m Uhr ihre Plätze eingenommen haben. Socken, Söckchen und Sportstrümpfen echt diamantschwarz, lederbraun und Fantafiegewebe, prima Qualität. Der präsidierende Verein: Kriegerverein Gießen I. A.: Bommersheim. in $mV- > MbÄmh xin, TtüM, werben aus hat stets ein: .tzen unb sch , Referenzen, le Vermittlung bjahres studen statt. Abend- rache und im HeMrsorSt' es Borsts beteilig ch n -tl gcmeM K* 14 * Gustav Waller, Mäusburg 13. Kartoffeln magnum bonum dem bürgerlichen Gesetzbuch die Adoption eines unehelichen Kindes durch die eigene Mutter möglich sei, in bejahendem Sinne entschieden. — Die drittstärkste Eiche in Deutschland ist die alte Eiche (Dicke Eich), die unweit der Kreisstadt Wetzlar bei dem Dorfe Waldgirmes im Walde steht. Diese Eiche hat in Brusthöhe noch einen Durchmesser von 3,15 Meter; der Stamm hat nur eine Höhe von 3 Meter, teilt sich dann aber in 3 Hauptäste, die jeder für sich schon einen Riesenbaum bilden. 7 Mann mit ausgebreiteten Armen sind eben imstande, diese Eiche zu umspannen. — In Koblenz ist der Oberbürgermeister Schüller infolge eines Herzschlags gestorben. Er stand im Alter von 57 Jahren und wohnte noch am Freitag in Köln dem Bankett zu Ehren der Torpedobootsdivision bei. Vorher Beigeordneter in Krefeld, wurde der Verblichene im Jahre 1888 zum ersten Bürgermeister von Koblenz gewählt. Universität und Hochschule. Gestorben: Der außerordentliche Professor an der Universität Wien, Dr. Rudolf v. Lim deck im Alter von 39 Jahren. Er war eine Autorität auf dem Gebiete der Hämatologie. Limbeck hat eine Reihe von Arbeiten klinischen Inhalts publiziert. Sein Hauptwerk bildet der im Jahre 1897 in zweiter Auflage erschienene Grundriß einer klinischen Pathologie des Blutes. VerschitbtneSr Der an Stelle des Hofrates Prof. Dr. Karl Schenk! als ordentlicher Professor der klassischen Philologie aus Rostock nach Wien berufene Philologe Dr. Hans v. Arnim hielt am 4. d. M. seine Antrittsvorlesung. Empfehle besonders einen sehr haltbaren Schulstrumpf. Das Stricken, Anstricken, sowie AnwebenvonStrümpfenwird schnellstens und billigst besorgt. 3069 Ph. Schlatter. Man kaufe nur 2823 MWiMAnckttki. Größtes Lager in Damen- und Kinderstrümpfen, Jagd und Sport. Sportplatz an der Hardt. Rach dem am nächsten Sonntag stattfindenden Großen Frühjahrs-Rad,Wettfahren findet abends von 7 Uhr an Konzert auf der schönen Hardt-Terrasse statt, deren Anlagen in der besten Weise durch die große neue Halle erweitert worden sind, die bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal der allgemeinen Benutzung übergeben wird. Die Briefmarkensammler werden mit Schmerzen auf die neuen französisch en Briefmarken warten, die chnen Unterstaatssekretär Mougcot für das Weltausstellungsjahr versprochen hat. Voraussichtlich werden die Marken aber nicht vor Ende Juli aus- gegeben. Inzwischen hat der französische Generalpostmeister eine andere neue Marke in Umlauf gesetzt, nämlich eine 2 Frcs.-Marke vom bisherigen Typus. Zwischen den 1 Frcs.- und 5 Frcs -Marken war bisher eine von den Kaufleuten unangenehm empfundene Lücke. Zur Frankierung eines 4 Frcs. Porto kostenden Briefes mußten sie 4 Em- francsmarken nehmen. Diese 2 Frcs-Marke vom alten Typus wird in einigen Monaten ebenfalls durch eine 2 Frcs-Marke vom neuen Typus ersetzt. ________________________________ ganz rein, zum Setzen, empfiehlt außergewöhnlich billigen Preisen 3399 die Kartoffelhandlung von I. UeisehZWmstraße 6. Landwirtschaft. — Das Viehmarktkomitee zu Vilbel beabsichtigt, mit dem am 21. August l. Js. fiattfindenden Viehmarkt eine Verlosung von Vieh Gräskrei-DtrpchiNS. Dienstag den 15- Mai lfd. Js., vormitags IOV2 Uhr, oll die Grasuntznng au der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim für das laufende Jahr an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft am rechten Lahnufer unterhalb der Wieseckmündung. Mainz, den 7. Mai 1800. Großh. Wasserbauamt Mainz. Schmitt. 3408 Kunst und Wissenschaft. Der Mittelrheinische Aerztetag findet am 5. Juni (Dienstag nach Pfingsten) in Bad Homburg v. d. H. statt. Eme Reche interessanter Vorträge wurde bereits angemeldet. Vorrätig bei: 3412 Jos.Seeler, Lugwigstr.20 Fussbodenanstrich Berusteirrlackfarbe, lose gew., 90 Pfg., über Nacht trocken, hochglänzend, Spirituslackfarbe, lose gew., 75 Pfg., sofort trocken, hochglänzend, Pinsel, Oelfarben, Lacke re. stein zum Vicepräsibenten zu wählen, lebhafte Proteste hervor, und zwar um deswillen, weil der Genannte seinerzeit für die besonders in Rheinhessen sehr verhaßte W e i nst e u e r eingetreten ist. Tie Anhänger Wernhers, der wegen seiner Haltung in b>er Weinsteuerfrage auch seinen Sitz in der Zweiten hessischen Kammer embußte, waren in der Versammlung sehr zahlreich vertreten unb setzten alle Hebel in Bewegung, jedoch vergeblich: bie Wemfteuer- gegner bildeten die Mehrheit, und Wernher unterlag mit 136 Stimmen gegen 161 Stimmen, die auf Bürgermeister Christ von Wörrstadt, einen Gegner der Weinsteuer, fielen und der somit als Vicepräsident gewählt ist. bm Nierstein, 8. Mai. Heute sand dahier die Weinner steig erun g des Philipp Finckschen Weingutes — zu dessen Kleinbesitz die weltberühmte Niersteiner „Glöck" gehört — statt. Zum Angebot kamen 6 ganze und 11 halbe Stück 1897 er und 6 ganze und 10 halbe 1898 er, darunter 7 Faß Niersteiner Glück. Bei sehr zahlreichem'iBesuch der Versteigerung und coulantem Zuschlag wurden für die Weine durchgängig sehr gute Preise erzielt, und zwar gingen die letzteren bis auf einzelne Nummern vielfach über die Taxe. Bezahlt wurden für 1897 er Halbstück 1000 bis 2500 Mk und für die ganzen Stück 1200 Liter 1230 bis 1580 Mk. Die Halbstück 1898 er erzielten Preise von 840 bis 1340 Mk. und die ganzen Stück 870 bis 1290 Mk. Der Gesamterlös für 12 ganze und 21 Halbstück war 39 780 Mk. Steigerer waren größtenteils die Vertreter der ersten Weinsirmen und der bedeutenderen Hotels der umliegenden Städte. für Damen und Kinder in allen Fayons. Brüsseler Korsetten Marke P. D. Korsett „Hygiene“. Zurückgefetzte Korsetts bedeutend unter Preis. lS67 Robert Haas Nacht und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden, um die Mittel zur Prämiierung zu gewinnen. Großherzogliches Ministerium des Innern hat die nachgesuch'e Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr a!8 600U■ Stofe, 8« ' Mar d°S Stück, ausqeaeben werden dürfen und mindestens 60Proz. des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewmngegenständen zu verwende sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen und dem Kreise Offenbach gestattet worden., Wrr, D, he'tSartikej Wunder, <7- fe JManb; Ne Steif' . gegenlväch ? JjÖtüfen iL ^ese foeitc tvillkomE Arbeiterbewegung. Mainz, 8. Mai. Unter den hiesigen Metallarbeitern ist von neuem c ne Lohnbewegung dadurch hervorgerufen, daß die von den einzelnen Innungen und Gesellenausschüfsen vereinbarten Tarife von mehreren Seiten nachträglich nicht anerkannt wurden. I" zwei größeren Spenglerwerkstätten ist der Ausstand bereits angekundigt. Kinderwagen von den einfachsten bis zu den elegantesten hi großer Auswahl iei Friedr. Kühne Ww., 257v Seltersweg. Ne ffrukeite« sind eingetroffen. 3088 Aug. Montanus Nacht. Inh.: Rob. &. Max Imheuser Marktplatz 9-10. Cb« einer feinen empfohlen. ' *6. ** 5* * WM bis Mch 6‘8?i. liere« K», in Äie,e ? „ W«' *1 Joe"eililC einer 'TbeäS“"6, eini »' ■ 1,1,1 m riet Hekanntmachung. In unserem Güterrechtsregister wurde eingetragen: Ferdinand Römer zu Wteseck und Lina Sommerlad daselbst haben durch notariellen Vertrag vom 21. März 1900 für ihre bevorstehende Ehe Errungenschaftsgemeinschaft im Sinne der §§ 1519 ff. d. B. G. Bs ver- cinbart. ^410 Gießen, am 28. April 1900. Großherzogliches Amtsgericht. Hekanntmachung. In unserem Güterrechtsrezister wurde eingetragen: Theodor Schlitt zu Gießen und dessen Ehefrau Anna geb. Krebs daselbst haben durch gerichtlichen Vertrag vom 1. Mai 1900 vereinbart, daß auf ihre ehelichen Güterrechtsverhält- niffe die Bestimmungen der §§1473 — 1518 des B. G. Bs. Anwendung finden sollen. 3411 Gießen, am 1. Mai 1900. Großherzogliches Amtsgericht. Hekanntmachung. Freitag den 11. Mai d. I., mittags 12 Uhr, wird auf drm Bürgermeiftecei-Vureau ein kräftiget M!chs meistbietend versteigert. Treis a. d. L., den 7. Mai 1900. Gr. Bürgermeisterei Treis a. d. L. Benner. 3396 KWvAebrr'r SS Würfel' ""dsiänd! >.lerungs-Voi Äderung b(; Un9 für ar ue Ziere voi t®torg8(! versetzt, ur; dens Philhs- iaMor der Zweiter >rg Wagiie- 1 Sammer to tz auS llM- us des t, Der Re- tylftltiftuiy wifoii'ttüg Sführlichen jügr von hier an« Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. E. Echzell, 8. Mal. Dom herrlichsten Frühlingswetter begünstigt vertirf der gestrige Maimarkt. Am Dormittag fand Vtehma ft statt, roobd der Umsatz an Schweinen die Hauptrolle spielte. Die Pieffe si d durchgängig um 10-20 Prozent gegen früher In allen Sortimenten gewichen. — Der Krämermarrt am Nachmittag war ungewöhnlich gut besucht, sodaß Käufer und Verkäufer mit dem Ergebnis sehr zufrieden waren. Hinaus in die Ferne ist jetzt der Wahlspruch aller Welt nnd das Reisebündel, welches während des Winters in der staubigen Ecke lag, wird hervorgesucht, neu in Stand gesetzt, und frisch hinaus zieht der Wanderlustige, sich von den Strapazen des Winters zu erholen und um neue Kräfte zu sammeln. Vor 100 Jahren war dies schwierig und kostspielig, denn derjenige, welcher nicht zu jenen Glücklichen gehörte, Fuhrwerk zu besitzen, mußte langsam per pedes seines Weges ziehen. Später kam die Zeit des Dampfrosses, welches uns pfeilschnell dem Ziele zuführte, doch ach, von den schönen Gegenden, welche wir durchstreifen, bekommen wir nur wenig zu sehen. Zwar wmkt uns von der F> rne manch schöner Punkt, welchen wir gern besichtigt hätten, doch ist uns dies nicht möglich, denn es gibt kein Rasten und kein Halten, bis wir am Ziel sind. Welchen Vorteil bietet uns jetzt für Touren die am häufigsten vorkommende Art des Wanderns, das Radfahren. Wir verbinden bei demselben die Annehmlichkeit der Fußwanderungen mit btnen der Bahnfahrt, bequem können wir alles uns Interessante be- sg Sehen wir uns z. B. den Katalog des weltbekamüen Nahrrad-Bersan-'Hauses -er Deutschen Fahrra-in-ustrie, Richard Driessen, Hannover, welche einem leden aus Verlangen gratis und franko zugesandt wird, an. Richt nur Räder, sondern alle Ausstaattungsgegenstände für den Radfahrer als Laternen, ©loden, Schraubenschlüssel, Ketten, Pedale, ja sogar Sweaters und Radfahrschmucksachen findet man hier in überraschend reicher Ausstattung, bei im Verhältnis zu der vorzüglichen Qualität erstaunend billigen Preisen. 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