vl - Hgjdi. ■ Puht. - Schumann, ■ Bildt ob. Paohe. • MenieUsohn. • WW. • Beethoven. Mn Koschat, 8 ühr, 18: nkarte \ Mk. ^aohtogef). »ns. , der Kgl. Oper a in Nizza etoj tockho/iii. aus den Opern i rie Lieder von I Dreher, Ha« •.tun, r°"p«, l «. PerrS«» Ws angefertCt .tat i« e*”, m 6«««"to, *' ladllhe» 9. W lM sM 5 Mzügrn w Mas- °° itl"1 gtiguflSo^ ^grani*11 r ®* k 9°6erfM»- SK Kalt. dBertrü" MK AaK— sm. Jfärz er/. ,te. Ernst. Darmstadt. Jude lO’/i Uhr. ids an der Kasse n IBM l-Gemeivde. denaafle. m .... , 5«/< M W et K. Urech. 58 Zweites Blatt_____Samstag den 10 März 1900 Gießener Anzeiger awrWw be* luytger Henerat-Azeiger Bezugspreis vierleljährl. Mk 8,30 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholrstelle« virrtcljährl. Mk. 1,91 monatlich 65 Pfg Bei Postbezug Mk. 2,40 vierleljährl mit Bestellgeld. SMtatoT B. «Hätte« ► H *^lhi*bc* «MC 4 WM Mpfeft Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de< In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. W «n-.tgen zu der »»chmitta-S für W* MMtefcaSa« scheinenden Nummer bi» »arm. >0 Iflpr. WGMeGuiegen spätesten- »betebs vmchir. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Adresse für Depeschen: Anzeiger KießSC Fernsprecher Nr. 51. BAhMmi, BuhMH«! und Druserei: Achtelst» te Ar. 7. GrMsbeÜKge«: Weßener Famitienblätter, Der hesfifthc Landwirt, ALttrr Mr heWtze DMstmnde._____________ Amtlicher Teil. Bekanntmachung. r Betr.: Den Forst« und Jagdschutz. Da die bestehenden Forst- und jagdpolizetltchen Strafbestimmungen §§ 368 Z. 9 und I I, 361 Z. 9 R.-St.-G^B. Art. 25 und 34 Jagdstrafgesetzbuchs vielfach nicht beachtet werden, machen wir darauf aufmerksam, daß an die Polizei- organe Weisung ergangen ist, alle Zuwiderhandlungen un- nachfichtlich zur Anzeige zu bringen; insbesondere weisen wir darauf hin, daß es verboten ist: Schonungen, die mit einer Einfriedigung versehen sind, oder deren Betreten durch Warnungsabzeichen unter- fagt ist, zu betreten; jD Hunde in fremdem Jagdgebiet außerhalb der erlaubten Verbindungswege über 100 Schritte von diesen l ntfernt frei Herumlaufen zu lassen; Anstalten für die Wildfütternug, Fallen oder andere Werkzeuge zum Fangen von Raubzeug rechtswidrig zu beschädigen; „daß ferner straffällig wird, wer Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Personen, welche seiner Aufsicht untergeben sind, und zu seiner Hausgenossenschaft ge hören, von der Begehung strafbarer Verletzungen der Gesetze zum Schutze der Forsten, der Feldfrüchte, der Jagd oder der Fischerei abzuhalten unterläßt." Gießen, den 7. März 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogl. Bürgermeistereien, Polizeibehörden nnd Gendarmerien des Kreifes. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, Uebertretungen der erwähnten Art zur Anzeige zu bringen. Soweit Ihnen Feldschützen und Polizeidiener unterstellt sind, wollen Sie dieselben entsprechend bedeuten. v. Bechtold. Realgymnasium und Mediziner. Die „M. N. N." erhalten von einem angesehenen Mitarbeiter ihres Blattes folgende Zuschrift: Nach den Erklärungen, die der Staatssekretär Graf Posadowsky am 13. Januar im Reichstag abgegeben hat, kann es einem Zweifel nicht unterliegen, das; seitens der Reichs- und der preußischen Regierung beabsichtigt ist, den Realgymnasien — unter Voraussetzung einer „Vertiefung" ihres lateinischen Unterrichts — das Recht der Reifcdiplom- Erteilung an Studierende der Arzneiwissenschaft zu erteilen. Angesichts dessen beginnt es in der ärztlichen Welt sich lebhaft zu regen, und so weit bis jetzt ein Urteil möglich ist, machen die Aerzte so gut wie ausnahmslos gegen diesen Entwurf womöglich noch entschiedener Front als 1879, wo namentlich die medizinischen Fakultäten, darunter viele Kliniker von europäischem Ruf, und die Aerztevereine in ihrer übergroßen Mehrzahl erklärten: Wir wollen von der humanistischen Vorbildung nicht lassen, und wenn man sie nicht mehr für die beste und idealste Art der Jugendbildung ansieht, so soll man sie überhaupt abschaffen, nicht aber uns Mediziner allein davon ausschließen, bezw. erklären, daß man sie zwar für Juristen, Theologen und Philologen für unentbehrlich betrachtet, für uns Aerzte allein aber nicht. Münchner, Hamburger und Berliner Fachblätter, die offizielle Organe der Aerztevereine sind, sprechen sich übereinstimmend mit großer Schärfe auch diesmal im gleichen Sinne aus, und so hat sich z. B. auch der ärztliche Landesausschuß Württembergs, in dem die Bezirksvereine des Landes sämtlich vertreten sind, einstimmig für Beibehaltung der humanistischen Vorbildung ausgesprochen. So weit wir die Stimmung der Aerzte in Baden und Bayern, ja im ganzen Süden kennen — und wir glauben sie gut zu kennen —, wird überall die Stimmung dieselbe sein. Aber wie man uns mitteilt, befürchten die Aerzte, daß man eben deswegen, weil man von den Aerztekammern und den Fakultäten eine Einsprache erwartet, in Berlin die sogenannte „Reform" über den Kopf der Aerzte weg durchführen, diesen also die Sache aufzwingen will. So ungeheuerlich das klingt, so ist es leider nicht so ganz unglaublich — experto crede Ruperto! Wir halten es deshalb für Pflicht der unabhängigen Presse, gegen eine solche beabsichtigte Vergewaltigung zum voraus entschiedene Verwahrung einzulegen — sie müßte die schlimmsten Zeiten bureaukratischen Allmachtsdünkels ins Gedächtnis rufen und auf Kreise tief verbitternd wirken, welche bis jetzt als loyal und als Stützen der Autorität galten. Wenn die Aerzte einmal vom humanistischen Gyln- nasium los sein wollen, so werden und müssen die Gymnasiallehrer und Gymnasialfreunde sich darein finden. Solange die Aerzte aber selbst an ihm festhalten, soll man ihnen das natürliche Recht lassen, selbst ihren Bildungsgang zu bestimmen, nicht aber sie einem Andrang der Realgymnasien, welche ihre Klassen füllen wollen, und der Feinde des humanistischen Bildungsideals gegen ihren Willen opfern. Das ist des modernen Rechtsstaates absolut unwürdig. Auch eine Kritik der Gründe der Aerzte ist zwecklos: sie müssen doch am besten wissen, was ihnen frommt. Wenn man nun gar weiterhin hört, daß, um gründliche Arbeit zu machen, par ordre du mufti gleich das ganze humanistische Gymnasium beseitigt und das sogenannte Reform-Gymnasium allgemein gemacht werden soll, so wäre damit freilich ein Wunsch der Aerzte, der nach gleicher Behandlung aller Studierenden, erfüllt, zugleich aber eine noch viel schlimmere Vergewaltigung weiter Kreise vollzogen, welche am humanistischen Gymnasium hängen. Es mag ja sein, daß das Reform-Gymnasium sich schließlich breite Bahn bricht: aber das darf keinesfalls von heute auf morgen gemacht, darf nicht in absolutistischer Weise von Oben kommandiert werden, sondern es muß sich — wie das vor ein paar Tagen schon von anderer Seite hier ganz zutreffend betont wurde — —allmählich und organisch entwickeln und gestalten. Jedenfalls soll man die Thatsache nicht absichtlich übersehen wollen, daß unter der Herrschaft des humanistischen Gymnasiums die deutsche Wissenschaft auf allen Gebieten sich glanzvoll entwickelt hat, und wenn man mit dem gedankenlosen und lächerlichen Schlagwort operiert: „Wir wollen nicht junge Römer und Griechen erziehen, sondern junge Deutsche", so antworten wir mit der Gegenfrage: Dient nicht der ganze.humanistische Betrieb im letzten Grunde der Kenntnis des deutschen Wesens, und hat es jemals ein deutscheres Geschlecht gegeben, als das, welches, auf dem humanistischen Gymnasium erzogen, 1848 bis 1870 das Deutsche Reich geistig vorbereitett und in der Stunde der Entscheidung mit dem Schwert er= kämpfen half? Was auf der Welt will man denn mehr? Schwurgericht. W. Gießen, 8. März 1900. Heute vormittag 9 Uhr wird vom Schwurgericht in die Sache gegen den Tagelöhner Georg Lein von Feuilleton. Universität Pichelsdorf. Als vor etwa 60Jahren infolge „Auflehnens gegen die akademische Ordnung" eine größere Anzahl Berliner Studenten aller vier Fakultäten relegiert worden war, zogen die übermütigen Musenföhne „a. D." eines schönen Tages durch Charlottenburg und den Grünewald nach dem benachbarten Pichelsdorf, und gründeten hier eine Alma mater mit all den Statuten und Gesetzen, wie sie eine wirkliche Universität nur besitzen kann. Die Hörsäle befanden sich in einem recht primitiv ausschauenden Häuschen, unter dessen Strohdach Rauch und Qualm lustig hervordrangen, um den Weg in die Wolken za nehmen; Schornsteine besaßen nämlich die niedrigen Häuser des Dorfes, für welche die Bezeichnung Hütten entschieden angebrachter gewesen wäre, damals noch nicht. In diesem Universitätsgebäude walteten Rektor und Senat ihres schweren Amtes und sorgten dafür, daß an einem schwarzen Brett die Vorlesungen der Pichelsdorfer Studentenschaft angezeigt wurden, die übrigens in ihren Freistunden in Pichelsdorf — ein dem Gambrinus sehr lieber Name durchaus nicht verdurstete. Der Ruhm der jungen Universität drang bald in alle Welt; kein Wunder, daß auch aus Berlins Mauern tagtäglich Wißbegierige und Philister herausströmten, um dke neue Pflegestätte der Wissenschaft in Augenschein zu nehmen. Auf die neue Universität blickte aber die Alma mater Berolinensia mit neidischen Augen, und da sie eine bedeutende Konkurrenz in der Pichelsdorfer Kollegin befürchtete, so erschien nach einigen Wochen der Berliner Unioersitätsrichter (Krause war sein Name) und ließ durch die mitgebrachten Pedelle die Universität Pichelsdorf einfach schließen. Betrübt sollen die Exmittierten nicht »on dannen gezogen sein. Ein amüsantes Geschichtchen aus der englischen Finanzkammer, für deren Wahrheit er sich verbürgt, erzählt Sir Wemyß Reid im „Nineteenth Century": Ich erinnere mich an einen Mann, der eine sehr hohe Stellung im Staatsdienst einnimmt und mir aus dem Schatze feiner Erfahrungen folgendes zum besten gab: An dem Tage, als er zum ersten mal als jüngerer Sekretär in ein StaatSbureau eintrat, war er Augenzeuge einer Szene, die ihn höchlichst in Erstaunen setzte. Ein alter Herr, der an einem anderen Pult in demselben Raume saß, stand plötzlich von seinem Sitze auf, zog seinen Stuhl an den Kamin, ergriff das Schüreisen und bearbeitete damit das unschuldige Möbelstück mit rasender Wut. Als er dem Stuhl endlich ein Bein abgebrochen hatte, schien seine Wut sich erschöpft zu haben. Er schleuderte den beschädigten Stuhl in eine Ecke des Zimmers, nahm einen andern Stuhl und setzte sich ruhig wieder an seine Arbeit, als wenn nichts geschehen wäre. Als mein Freund an jenem Nachmittag mit seiner Arbeit zu Ende war, wagte er es, mit der Zaghaftigkeit eines Neulings einen anderen Sekretär, der die Szene auch mit angesehen hatte, nach der Bedeutung derselben zu fragen: „Ist Mr. X. derartigen Anfällen öfter unterworfen?" fragte er. „Mr. £.!" lautete die Antwort, „mit dem war doch nichts los. Eines der Röllchen unter seinem Stuhl hatte sich gelöst, und die Finanzkammer läßt solche Kleinigkeiten nicht ausbessern, sie entschließt sich zu Reparaturen nur dann, wenn es sich um ernsthafte Schäden, wie ein abgebrochenes Bein handelt. Deshalb brach er ein Bein ab, und jetzt wird auch das Röllchen erneuert werden." Die Heirat des japanischen Thronfolgers. Den neuesten Nachrichten aus Tokip zufolge wird in allernächster Zeit die Vermählung des einzigen Sohnes des Kaisers von Japan stattfinden. Die 15jährige Prinzessin Sada Kujo, die Tochter des Oberhauptes einer der fünf vornehmsten Familien des Landes, ist dazu ausersehen, die Gemahlin des Prinzen Iosi Hito und somit zukünftige Kaiserin von Japan zu werden. Der kaiserliche Bräutigam hat bereits sein 20. Lebensjahr zurückgelegt und man erblickt den Grund dafür, daß er nicht schon wie sein Vater mit kaum 16 Jahren den Ehebund schließen durfte, in seiner außerordentlich schwächlichen Gesundheit. Es heißt, daß der japanische Kronprinz schwindsüchtig sei, und daß er sich beständig unter der Obhut der tüchtigsten Aerzte befinde. Er ist nicht der eigne Sohn der Kaiserin, sondern das Kind einer bef zwölf Nebenfrauen des Mikado, von denen jedoch jede einzelne einen mindestens 1000jährigen Stammbaum aufweisen kann. Die kinderlose Kaiserin hat den Prinzen adoptiert und nimmt das innigste Interesse an seinem Wohlergehen. Er hat eine vorzügliche Erziehung genossen und weiß ebensogut in den modernen, wie in den alten japanischen Wissenschaften Bescheid. Das Französische spricht er ziemlich gut, sein Studium der englischen und deutschen Sprache ist nicht ganz soweit gediehen. Prinzessin Sada hat bis vor kurzem die „Kaiserinnen-Schule" in Tokio besucht; seitdem sie aber die Braut des Thronerben ist, wird sie nur von hervorragenden Lehrern im Hause unterrichtet. Sie besitzt ein nicht unbedeutendes musikalisches Talent und wird ferner allgemein für ein dichterisches Genie erklärt. Was aber den um die Thronfolge besorgten Kaiser hauptsächlich dazu bewog, Sada Kujo zu seiner Schwiegertochter zu erwählen ist ihre geradezu robuste Gesundheit. Gegenwärtig wird das junge Mädchen von den Hosärzten mit Argus äugen bewacht, damit sie nichts thut, was ihr schädlich sein könnte. Die Prinzen Kujo sind direkte Nachkommen der berühmten Familie Fujiwara, die vom 7. bis 11. Jahrhundert sich der größten Macht in Japan rühmen durfte Während jener Epoche waren die Kaiser nicht als Marionetten in den Händen der Fujiwaras, die ihre Söhne in die höchsten Staatsämter einsetzten und ihre Töchter zu Kaiserinnen machten. Das japanische Gesetz bestimmt auch heute noch, daß die Herrscher in eine der fünf ältesten Familien hineinheiraten, die sämtlich von den Fujiwaras abstammen. Für den Trousseau der zukünftigen Kaiserin des Mikadolandes sind 1200000 Den. ungefähr 2400000 Mk. ausgesetzt worden. Die Damen des japanischen Hofes, die Kaiserin und die Prinzessinnen an der Spitze, erscheinen jetzt bei allen formellen Gelegenheiten in europäischer Tracht. Prinzessin Sada wird daher nicht nur einen Ueberfluß an prächtigen japanischen Gewändern erhalten, sondern auch mit einer großen Anzahl der elegantesten Pariser Toiletten ausgestattet werden. Der neue Palast, der für das junge Paar erbaut wird, sieht seiner baldigen Vollendung entgegen. Es ist ein drei Stock hohes, ein sehr großes Terrain umfassendes Gebäude, dessen Kosten sich auf nahezu fünf Millionen Mark nach unserem Gelbe belaufen dürften. Eichelsdorf wegen Meineid eingetreten. Der Angeklagte ist wegen Beleidigung vorbestraft; er ist am 30. April 1865 geboren und verheiratet. Er bestreitet die ihm zur Last gelegte Strafthat begangen zu haben. Die Anklage wird wieder vom Staatsanwalt Zimmermann vertreten, als Verteidiger ist Rechtsanwalt Rosenberg II. erschienen. Es sind 14 Zeugen zu vernehmen. Der Angeklagte ist beschuldigt, am 16. März und am 14. Dezember 1898 vor der Civilkammer II des Landgerichts Gießen, den in der Ehescheiduugssache Falk gegen Falk geleisteten Eid wiffent- lich falsch abgegeben zu haben. I Don den üblen Nachreden, die der Angeklagte im ganzen I Dorf gegen sie verbreitet hat. Der Zeuge Heinrich Falk von Eichelsdorf gesteht zu, I fr. 9Qbe den Angeklagten wegen Meineid angezeigt. Er sei I oer dessen Vernehmung vor der Civilkammer des Landge- I ri(9td Zugegen gewesen und sei erstaunt gewesen über das, I was dieser dort beschworen habe. Es sei besten ganze Aus- I sage falsch und aus der Luft gegriffen. Karl Biedenkapp bezeichnet den Angeklagten als I einen Menschen, der lügt und keinen Glauben verdient. — Diesem Urteil über die Glaubwürdigkeit des Angeklagten treten fast alle Zeugen bei. Der Bürgermeister Frey- mann bemerkt, Lein sei ein Mann, der sich überall ein- dränge und sich selbst als Zeuge anbiete. Den Geschworenen werden 2 Hauptfragen vorgelegt, die dahin gehen, ob der Angeklagte im März und im I Dezember 1898 je einen Meineid geleistet, weiter im Fall der Bejahung der beiden Fragen, ob ein fortgesetztes Verbrechen vorliegt, eventuell ob ein oder der andere Eid fahrlässig falsch abgegeben sei. Staatsanwalt Zimmermann Plaidiert auf Bejahung der beiden Hauptfragen. Ebenso vertritt er die Ansicht, daß beim Angeklagten nur ein Entschluß vorlag, meineidig zu werden. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Rosenberg, hatte den erdrückenden Belastungsmomenten der Beweisaufnahme gegenüber eine schwere Aufgabe, er wieß auf die Möglichkeiten i hin, daß trotzdem der Angeklagte die Wahrheit gesagt haben kann. Die Geschworenen waren lange im Beratungszimmer. Ihr Wahrspruch lautete schuldig des Meineids in einem Falle, während die Frage ob der Angeklagte im Dezember 1898, also bet feiner zweiten Vernehmung, falsch geschworen, veruemt wurde. Das Urteil lautete, dem Antrag des Staatsanwalts gemäß, auf 3 Jahre Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer von 5 Jahren und dauernde Unfähigkeit vor Gericht, als Zeuge oder Sach, verständiger vernommen zu werden. Lokales und Vroomfietles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 9. März 1900. ,7*-A*schi-tskalerrder. (Nachdruck verboten.) Vor 112 Jahren, °ml0. Marz 1788, wurde auf dem Schlöffe Lubowttz bet Ratibor V Schl. Joseph Frhr. v. Eichendorfs geboren. Man hat ihn «Witter der Romantik genannt, mit der er das unbestimmte Gefühlsleben gemein hat, über die er sich aber erhebt durch Wahr- ^l und Empfindung. Seine Lieder besitzen bei tiefer Innigkeit des Gefühls eine anspruchslose Einfachheit, wie sie dem echten Volkslied ^gen ist, z. B. „In einem kühlen Grunde, da geht eia Mühlenrad". Er starb am 26. November 1857 in Neiße. •* Ans dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern wurden die Gerichtsaccessisten Otto Gennes aus Baumholder, Ludwig Haberkorn aus Windhausen, Rudolf Müller aus Hannover und Hermann Pfeiffer aus Darmstadt zu Regierungsassessoren ernannt. ’* Aus dem Gerichtsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz wurden die Gerichts- accessisten August Bernhards aus Mainz, Wilhelm Dähn aus Darmstadt, Karl Dölp aus Lollar, Otto Dupont | aus Westhosen, Johannes Gläser aus Büdingen, Albert Hofmann aus Schlitz, Hans Küchler aus Darmstadt, Dr. Rudolf Reuter aus Worms, Fritz Schade aus Altenburg, Josef Schül aus Heppenheim, Gustav Vetz- berger aus Nidda, Dr. Wilhelm Weiffenbach aus Friedberg, Dr. Karl Werner aus Darmstadt zu Gerichtsassessoren ernannt. *• Ernannt wurde am 6. März der Gefangenwärter an dem Haftlokale zu Schlitz Wilhelm Brehm zum Gefangenwärter an dem Haftlokale zu Höchst mit Wirkung ! vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers an. ** Theaterverein Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, findet die 8. Vorstellung am nächsten Mittwoch, dem 14. März, statt. Zur Darstellung kommt die hervorragendste Novität dieses Winters, die Komödie „Jugend von heute" von Otto Ernst, welche in der letzten Woche vom Dresdener Hoftheater, wo sie zum überhaupt ersten Male im Dezember zur Darstellung kam, schon zum 25. Male gegeben wurde. Sofort von fast allen bedeutenden I Bühnen angekauft, hat sie dort erst von verhältnismäßig I wenigen wegen der Kürze der seit ihrem Erscheinen ver- I fivffenen Zeit gegeben werden können, sodaß unsere kleine I Bühne auch mit dieser Novität wieder an der Spitze I marschieren wird. Die männliche Hauptrolle wird Herr I Löhr, der jugendliche Heldendarsteller des Darmstädter I Hoftheaters, wo die Komödie jetzt ebenfalls zum ersten I Male gegeben wird, spielen, die ganz entzückende weibliche I Hauptrolle liegt in den Händen unserer bewährten Lieb- I habenu, des Fräulein Hammer. Ein recht zahlreicher I Besuch dieser Vorstellung wird hoffentlich den Theaterverein I für die großen Opfer, welche er sich mit der Erwerbung I dieser Novität auferlegen mußte, schadlos halten. ** Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- I geborenen, betrug in der Woche vom 18. bis 24. Februar I in Mainz 39, in Darmstadt 27, in Offenbach 23, in Worms 22 und in Gießen 11, zusammen 122, davon I 28 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 100 Einwohner kamen auf Mainz 24,9, Darmstadt 19,9, I Offenbach 27,6, Worms 30 und auf Gießen 23,1 (ohne I Ortsfremde 16,8. — Die Todesursache anbelangend, ver- I starben an Masern und Röteln 2 (je 1 in Mainz und I Worms), an Scharlach 1 (Darmstadt), an Rachenbräune I (Diphtherie) 2 (je 1 in Mainz und Gießen), an Diarrhöe I und Brechdurchfall 2 (je 1 in Darmstadt und Worms), an I Wochenbettkrankheit 1 (Worms), an Lungenschwindsucht 13 I (5 in Mainz, je 4 in Offenbach und Worms), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 31 (10 in I Mainz (davon 5 an Influenza). 8 in Darmstadt (davon I I 3 an Influenza), 5 in Offenbach (davon 2 an Influenza), 6 in Worms, 2 tu Gießen), an Gehirn-Apoplexie 6 (je 2 in Mainz und Offenbach, je 1 in Worms und Gießen), an allen übrigen Krankheiten 53 (17 in Mainz, 14 in Darmstadt, 8 in Offenbach, je 7 in Worms und Gießen); gervaltsamen Tod erlitten 7 Personen (3 in Mainz, je 1 in Darmstadt und Worms, 2 in Offenbach). Vom Lande, 8. März. Während in vielen Kon- )um - Artikeln eine, bemerkenswerte Verteuerung stattgefunden hat, ja, fast alles, wie man zu sagen Pflegt, teurer geworden ist, bleibt ein Hauptproduktionsartikel des Land auf sehr niedriger Preisstufe. Es ist eine eigentüm- liche Erscheinung, daß die Konsum- und Produktionsartikel Landwirtes in umgekehrtem Preisverhältnis stehen, das sich so ausdrücken läßt: teure Einkaufspreise^- billige ^rkaufspreise. Wir meinen hier die Preise für die Mastschweine. Die Schweinezucht bildet für den Landwirt eine §aU£tetn”?I)mequeIIe- Durch sie vermag er die billigen Frachtpreise einigermaßen auszugleichen. Aber die Preise für die fetten Schweine waren während des ganzen Winters 6/genwärtig sehr niedrig. Man zahlt eben für das Pfund Lebendgewicht nur 34 bis 36 Pfennig §f9en 44bls 45 Pfennig in vorausgegangenen Jahren. Da» macht für ein gutes Schwein im Durchschnitt einen Miudererlos von ungefähr 20 Mark aus. Zweifellos wird diese Pretsdruckung außer der Einfuhr durch starke Pro duktton im ^nnenlande verursacht. Die gute Getreideernte UL» tue billigen Fruchtpreise ließen den Landmann die Schweinemast forzieren, so daß auf dem Markte starkes Angebot herrscht, em Umstand, der bekanntlich immer die Preise sinken läßt. ,,, § Aus dem Ohmthal, 8. März. Der Kälte-Rück lchlag, der dem Frühlings- und Sommertag zu Ende Februar gefolgt, hat die befiederten Gäste aus Wald und Hain in die Wiesen unseres Thales getrieben. Hier auf den nassen Wiesen finden sie und namentlich die Insektenfresser und Kechjäger bessere Nahrung. Der Staar, der schon seine Nistplätze in den Nistkästen ausgesucht, hat sich wieder zu Scharen gesellt, und durchsucht die Wiesen des Thales. Au den Gräben sehen wir Amsel, Drossel und Misteldrossel Der matte Flug dieser Vögel zeigt, daß der Tisch für sie nicht reich gedeckt ist. Aber auch seltenere Gäste bemerkt ■!!an Wiesenthale, so mehrfach die Kiebitze, die auf ibrern Wanderzuge durch die Ungunst der Witterung zurückgehalten werden. Da indes ein Umschwung der Witterung nngetreten, kommt die bessere Zeit für die befiederten Gaste auch wieder hoffentlich bald. Der Thatbestand der Anklage ist der folgende: Am 19. Oktober 1890 heiratete der Landwirt Heinrich Falk zu Eichelsdorf die Katharine Zörkel daselbst und soll die Ehe von Hause aus keine glückliche gewesep sein. Schon nach IVi Jahren reichte der Ehemann die Scheidungsklage bei Gericht ein, zog diese aber kurze Zeit danach zurück. Im Jahre 1897 reichte die Ehefrau Falk bei Gericht die Ehescheidungsklage ein, wogegen der Ehemann Widerklage wegen Ehebruch erhob. Infolgedessen wurde die Ehe durch Urteil vom 7. Juni 1899 getrennt und zwar wegen unüberwindlicher Abneigung. Es wurden beide Teile für gleich schuldig erklärt. Die Ehescheidungsklage wurde von beiden Teilen mit äußerster Erbitterung geführt. Vom Vater der Frau Falk wurde der Angeklagte als Entlastungs zeuge bezeichnet. — Infolge davon wurde Lein am 16. März und 14. Dezember 1898 vor dem Landgericht Gießen vernommen und vor Abgabe seiner Bekundung vereidet. Er verwickelte sich bei seiner Vernehmung in Widersprüche, beharrte aber trotz Vorhalt bei den einmal gemachten Angaben. Von dessen Bekundungen stehen folgende als wissentlich falsche unter Anklage: Er sei 1891 am Hause des Ehr. Post in Eichelsdorf vorbeigegangen, bei dem Falk damals geschlachtet hat. Post j habe ihn hereingerufen und er habe mit diesem, dem Falk u. a. mehrere Stunden daselbst verweilt und getrunken. Ein Bedürfnis habe ihn in den Hof des Post'schen Grundstücks geführt, es sei dunkel gewesen, und da will der Angeklagte dicht an Falk und der Pflegetochter des Post, der Bertha Becht, vorübergegangen sein. Er will deutlich gesehen haben, daß Falk die Bertha umfaßt gehabt hatte und diese küßte, er habe deutlich das Geräusch des Küssens gehört. Ohne ein Wort zu sagen will Lein wieder ins Haus und dann I bald darauf nach Hause gegangen sein. „Ich", so heißt es in den Zeugeneidlichen Depofitionen des I Angeklagten, „legte mich zu Hause ins Bett; da ist plötzlich I Falk und die Bertha in die Stube gekommen. Falk hat I wich gebeten von dem Vorfall nichts zu sagen. Falk habe I ihn wieder mit zu Post genommen, und man habe dann I dort weiter getrunken. Einige Tage nach dem Vorfall ist Frau Post zu mir gekommen und hat mich gefragt: was I ift denn mit Falk und der Bertha eigentlich los, was hat I derselbe mit derselben denn gemacht?" Der Angeklagte hat I weiter zeugeneidlich behauptet Karl Suppes habe ihm mit- I geteilt, er habe Falk mit der Bertha am Abend beim Schlachten in der Wurstküche beobachtet, und gesehen, wie I diese sich unsittlich benahmen; unwahr sei, daß er an Karl I Biedekopp jemals mitgeteilt habe, Falk habe mit der Bertha I Ehebruch getrieben. Falk habe einmal ihm gegenüber ge- I sagt, eine Fensterscheibe sei kaput, es gingen noch mehr I kapnt, es gäbe Appell in der Geschichte. Diese ganze Aussage soll in allen Punkten eine un- I wahre fein, und offenbar unter dem Einfluß des Vaters I der geschiedenen Ehefrau Falk abgegeben sein bei welchem I der Angeklagte sehr häufig arbeitet. Der Angeklagte hält in allen Punkten seine Aussagen I als wahr aufrecht, er behauptet aber, er sei bei seiner Ver- I nehmung vor Der Civilkammer des Landgerichts im De- I Zember 1898 nicht eidlich vernommen worden. Der Vor- I sitzende konstatiert nach dem Protokoll über jene Verhand- I hing, daß Lein zwar darnach vor Meineid verwarnt sei, I d?ß aber sonst aus demselben die Angabe des Angeklagten nicht zu widerlegen sei, man werde im Laufe der Beweis- I aufnahme die Sachlage prüfen. Der Landwirt Chr. Post von Eichelsdorf erklärt, daß I die Depofitionen, die der als Zeuge 1898 vor dem Landgericht Gießen vernommene Lein gemacht hat, unwahr sein I wüsten, denn nach der ganzen Oertlichkeit seiner ^Hofraite I fei es überhaupt unmöglich, von der Stelle aus wo der I Sein die Wahrnehmung gemacht haben will, etwas zu sehen. I W will auch nie wahrgenommen haben, daß zwischen Falk I fnnden h^t ^^tochter ein unschicklicher Verkehr stattge I Die Ehefrau Post unterstützt die Bekundungen ihres I Ohemannes; sie bestreitet mit aller Entschiedenheit beim An- I genagten gewesen zu fein, und gefragt zu haben, was es I mit Falk und ihrer Tochter Bertha auf sich habe. Landgerichtsdirektor Wiener hat seinerzeit den An- I geklagten a'S Zeugen vernommen; derselbe habe im Termin im Marz 1898 vor seiner Vernehmung einen Eid geleistet, I ob Lein im Termin im Dezember eine Erklärung dahin ab- I gegeben l)abe, daß er seine weiteren Depofitionen in der I SaAc Falk auf den schon früher geleisteten Eid nehme, I biefeS kann mit aller Bestimmtheit der Zeuge nicht aus- I । lagen- Er glaube aber sicher, daß dies geschehen ist. Er i als Richter gerade bei der Eidesleistung stets ein sehr : vorsichtiges Verfahren eingeschlagen und glaube, dies auch ! im vorliegenden Fall nicht unterlassen zu haben I Der Zeuge Karl Suppes von Eichelsdorf'stellte, dem ; Angeklagten gegenübergestellt, entschieden in Abrede, diesem i g-sagt 'Zu haben, daß Falk mit der Bertha Ehebruch ae- ' trieben hat. I < Die Polizeidiener-Ehefrau Freymann wird vom Vor- I \ stunden Landgerichtsrat Seeger streng ermahnt, bei der I i Wahrheit zu bleiben. Sie stellt entschieden in Abrede, von ' Falk je geküßt worden zu sein, es wäre ja gar nicht schlimm, i dies zuzugestehen, wenn es wirklich wahr sein mürbe. Alles । was Lein ihr nachgesagt, fti erlogen. Erst feit 1898 wiste « 1 Lr Frankfurt a. M., 8. März. Balneologische Ausstellung. Großem Jntereffe in allen gebildeten I Kreisen begegnet die Balneologische Ausstellung, welche am 8. März m der landwirtschaftlichen Halle in Anwesenheit I der Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden feier I lich eröffnet wurde. In Verbindung mit ihr steht eine I Ausstellung für Krankenpflege, Sanitätswesen und Chirurgie, I welche aus den verschiedensten Teilen des Reiches beschickt I wurde. Der Vorsitzende der balneologischen Gesellschaft, Professor Liebreich-Berlin entwickelte die Grundzüge der Ausstellung, nach ihm ergriff Prof. v. Leyden das Wort zn einem interessanten Vortrag über die Aufgaben der I Balneologie und den heutigen Stand der Krankenpflege, welche durch die Ausstellung aufs beste illustriert würden. Regierungspräsident Graf von Zedlitz-Trützschler eröffnete sodann in seiner Eigenschaft als Verwaltungschef der'Provinz mit dem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Kaiser die Ausstellung, die der Oberbürgermeister Adickes mit herzlichen Worten des Dankes, daß gerade Frankfurt zum Ausstellungsort gewählt worden sei, übernahm. Die Aus- | stellung ist sehr hübsch arrangiert und enthält ein reiches Material, dessen eingehende Besprechung noch folgen wird. Im Anschluß an die Ausstellung beginnt heute ein großer balneologischer Kongreß, der zahlreiche Gelehrte nach Frankfurt geführt hat. m. Treysa, 7. März. Der am Sonntagabend im Gasthause „Zur Burg" abgehaltene Transvaal-Abend war verhältnismäßig gut besucht und nahm einen befriedigenden Verlauf. Um das Zustandekommen desselben hat sich Herr Brauereibesitzer Haaß wohl das meiste Verdienst erworben, wie es ebenso anerkannt werden muß, daß der Gesang- und Turnverein dahier ihre Kräfte in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Die Feier wurde durch einen Prolog des Herrn Krug eingeleitet, in den Pausen durch die er hebenden Klänge der Vaterlandslieder des Gesangvereins, unter Leitung seines bewährten Dirigenten, Herrn Lehrer Stumpf, angenehm unterbrochen und erreichte ihren Höhepunkt in der Ansprache des Herrn Dr. Winterstein aus Raffel, die insbesondere Land und Leute der Buren ^um Gegenstand hatte. Als eine sachgemäße Ergänzung des Vortrages darf die Vorführung einer Reihe von Lichtbildern gelten. Erfreulich war der Reinertrag; er beläuft sich auf 61,10 Mark.___ Professoren der Leipziger Universität über die Flottcnvorlage. Wir sind in der Lage, die nachfolgenden interessanten Aeuße- rungen Leipziger Universitätsprofessoren zur Flottenvorlage übermitteln zu können. „ . Profest-r Dr. Ernst Haste. Außerordentlicher Professor für Wirtschafts- geschichte usw. Die Verdoppelung der deutschen Seewehr unter Kaiser Wilhelm II. ist ebenso die Vorbedingung für die Erfüllung der Aufgaben, die der deutschen Weltmacht im 20. Jahrhundert bevor- neben, wie die Verdoppelung der preußischen Landmacht unter König Wilhelm I. die Vorbedingung war für die Schaffung des Deutschen Reiches durch die Großmacht Preußen. Damals war das Ziel nur unter schweren Verfassungskämpfen zu erreichen. Wir sind zu der Hoffnung berechtigt, daß die politische Erziehung des deutschen Volkes so weit vorgeschritten ist, daß es solcher inneren Kämpfe nicht bedürfen wird, um dem Deutschen Reiche letzt auch die erforderliche Seemacht zu schaffen. Professor Dr. G. Heinrtci. Konsistorialrat, ordentlicher Professor an der evangelisch-theologischen Fakultät. Ob die Leistungsfähigkeit des Deutschen Reiches eine Ver doppelung der Flotte gestattet, und die Sicherung seiner Politik 9 “«? ßi112 Lh-K Men M N- i|t eine S hbuÄW ^rhältni"?^, »» M SS i4 bis 36 PfE Zangenen TA i, ^klsellos Ufa durch >lar/e $ „ **< u ^onbinttin di- «»rltete' Vilich immei b\t ^KtteMck-, ayu Ende : Mr aui btn ^^eltenfrefjet dtt schont slch lieber iU 'drsThales. i lud Misteldroisci derTisch für |ü Gaste bemerk Mbitze, die ayi Witterung jurüd der Wterur, 11 die befiedert. Sölneolo^t allen gtbilbtttn idhing, M öt in 8iMftnf}tit i, Bchürden \(wc üi ihr sieht eine sen und Chirurgie, s Reiches beschick! >n AMchchl, ßrunbjiigt btr yden bai Wt Än^üdrn der x KreMndflrge, üchriert würben, cützschler eröffnete ungSches der'B- och auf denSaisu üster Adickes ml de Frankfurt zur nahm. Die Aut enthält ein reiche noch folgen wiri. : heute ein groß« lehrte nach Fran! tagabend im W aal-«bend nw nen befriedigend Iben hat sich tzrn erdienst erworben ß der Gesang- Dienst der g"i» durch einen tyoW isen durch II ten, lijH der ®uxt» P HW",V t beläuft Mit iverfität» ASS ^Virtschasi^' ir unter ürfüllA 3«ö - Hs- *ii|jen* erielt^ “ÄS® Jutf1- sfen- vtuM * -Ut unter dieser Bedingung möglich ist. V-NNW ^'ch^nichli ,u -LWLMLW-ÄL ^u"chd?ungen^non"de "ueberzeugung. MB 1»« UL°'°°n °!s70 Vorgehens der Regierung in der Flotlemrage. Professor Dr. Otto «irr». Ordentlicher *Pr°sess°r ° n d » « « n 0 e 1, f d) - Die von bentiüntin Regierungen geforderte Bermeh- h^iitfrben Kriegsflotte halte ich unter den gegebenen Verhättnissen eine unumgängliche politische Notwendigkeit „nd die Bewilligung der Forderung für eine unzweifelhafte .rationale Pflicht. wäre ein verhängnisvoller Fehler, wenn , , das Mißverhältnis zwischen unteren überseeischen Jntereften ii nb unseren maritimen Machtmitteln noch ferner andauern und ficb verschärfen lassen wollten. Daß die Flottenvorlage eine Politik auswärtiger Abenteuer einleiten sollte, kann niemand im Ernst befürchten, der den Charakter der deutschen Politik in den letzten Jahren mit einiger Ausrnerkiarnkeit beobachtet hat. Hs ist vielmehr die Hoffnung berechtigt, daß eine stärkere Flotte geeignet sein wird, Kränkungen unserer Rechte und bannt mege» i jsche Verwickelungen von vornherein auszuschließen. Die er- !->rderlichen Mittel werden für das deutsche Volk um so weniger unerschwinglich sein, als das Bedürfnis einer größeren Flotte flii« der wachsenden Ausdehnung des deutschen Exports hervor- , .ichst und seine weitere Entfaltung zu schützen bestimmt ist. Professor Dr. Lamprecht. Ordentlicher Professor b er Geschichte. Tie Flottenfrage ist nur ein Teil des viel größeren Problems, wie sich unsere Nation mit der Eingewöhnung in den ungeheuer viel größeren Welthorizont abfinden soll, der sich durch die Entdeckungen und Eroberungen der europäischen Völker feit der Mitte des 18. Jahrhunderts gebildet und seit einigen Jahrzehnten definitiv eröffnet hat. An der Ausnutzung des rächst zurückliegenden Horizontes, jenes Erdhorizontes, der durch vie Entdeckungen des 15. und 16. Jahrhunderts eröffnet wurde, tat u*nfer Volk nicht Teil genommen. Tie Folge war unser r ationaler Rückgang im 16. Jahrhundert, unser Elend und Rückgang im 17. und 18. Jahrhundert. Diese Zusammenhänge sind irr jeden historisch Denkenden von unumstößlicher Klarheit. Durch c ergangenes Unglück sind unsere Augen geöffnet für die Pro- t lerne der Zukunft. Wo unsere Väter einstens unbewußt fehlten, rjürben wir, wenn wir nicht unsere Pflicht thun, bewußt schulbig r erden an der Zukunft unseres Volkes. Professor Dr. Erich MarSS. Ordentlicher Professor ber © eschichte. Seit bem Anbruch ber mobernen Weltepoche sinb nur bie beevölker im allseitigen Sinne lebensvoll gewesen, nach innen r.'ic nach außen hin; unb nur ber Bund zwischen Arbeit unb staatlicher Macht, wobei bie Macht bie Führung hatte, hat ihnen, in Jahrhunderte langem kriegerischen Ringen, ihren Teil an iVr großen Welt und ihre innerliche Lebendigkeit erworben und erhalten. Während der liberalen Zeit, um die Mitte des 19. Jahrhunderts, hat England freilich seine Weltstellung und Welt- bcsiedelung fast ohne staatliche Führung immer weiter zu dehnen v rmocht, aber nur deshalb, weil es in den voraufgegangenen i'ölkerkämpfen jeglichen Nebenbuhler bereits geschlagen und beseitigt hatte. Heute kehrt man überall zu den alten Mitteln .mrüd: die Macht steht voran, unb der Kampf droht. Alle Geschichte predigt uns, daß wir fähig und bereit fein müssen, in ihn einzutreten, wenn Deutschland nicht verdorren soll: unb nur durch die Macht wird es auch heute vermögen, seinen Wohlstand und sein Dasein selber innerhalb der Welt zu wahren und sein eigenes Leben frei, weit und stark zu machen. Professor Dr. Georg Schnederrnann. Außerordentlicher Professor an der evangelisch- theologischen Fakultät. Gerne will ich das gemeinsame Zeugnis vieler davon mehren, daß in den mir nahestehenden Kreisen Lehrender und Lernender ein kräftiges Bewußtsein von der Notwendigkeit einer starken deutschen Flotte und .ein entschiedenes Verlangen nach deren Beschaffung lebt, verknüpft mit der Bereitwilligkeit zu den dazu etwa nötigen Opfern unb ber Besorgnis, baß bie gegenwärtige Vorlage in ihren Forberungen noch immer zu bescheiben, unb ihre Vertretung gegen bie aus Parleigeist noch Wiberstrebenden unnötig zaghaft sein mochte. Ich halte insbesondere dafür, daß bie Ereignisse ber letzten Wochen unb Monate aufs beutlichste gezeigt haben, eine einigermaßen mächtige Flotte sei für bie Blüte, ja für den Bestaub bes Deutschen Reiches unb bas Wohlergehen aller seiner ©lieber ebenso nötig, wie ein starkes Laub- Heer, sobaß eine Unterlassung ber bazu erforderlichen Schritte gleichbedeutend wäre mit schwerem Unrecht gegen bie gegenwärtigen und — zukünftigen Volksgenossen aller Stände. Ich zweifle daher nicht, daß sich bei gutem Willen die entgegen» stehenden Bedenken werden überwinden lassen, umsomehr, als der Aufwand für den Bau ber Flotte feinem vollen Betrage nach in ben Hänben arbeitenber ©lieber unseres Volkes bleibt unb bie allgemeine herzliche Teilnahme an ben afrikanischen Kriegsereiguissen bie beste Gewähr für bas täglich wachsenbe Verstänbnis aller Volksschichten barbietet. Daruni in Gottes Namen vorwärts! Professor Dr. Moritz Voigt. Ordentlicher Professor ber Rechte. Die Beschaffung einer ausreichenden Kriegsflotte erhob Rom zur Großmacht unb ermöglichte, nicht allein im Kampfe mit Carthago bie eigene Existenz siegreich zu behaupten, fonbern auch zur Stellung einer Weltmacht sich emporzuschwingen. Profeffor Dr. G. Witkowski. Außerorbentlicher Professor ber Sitter atur» geschichte. Man spricht jetzt immer nur von unserer politischen Stellung als Weltmacht, von bem Aufschwung bes deutschen Handels unb ber beutschen Jnbustrie, ben es zu schützen unb zu erhöhen gelte. Man scheint ganz zu vergessen, baß wir seit hunbert Jahren bie erste geistige Großmacht sind unb baß uns baraus Pflichten erwachsen. Jeber Deutsche in der Fremde stellt für uns ein wertvolles Kapital dar, so lange er ber baheim empfangenen Sinnesart treu bleibt. Damit uns bie Br über in ber Frembe nicht verloren gehen, muß ihnen bas Bewußtsein ber gefunben Kraft ber Nation, ihrer Gleichberechtigung mit allen anderen Völkern das Rückgrat steifen, ihnen die Ueberzeugung erhalten, daß sie als Vertreter einer großen Kultur, als friedliche Eroberer für das geistige Deutschland einzutreten haben. Wie kann das anders erreicht werden, nls durch eine tüchtige, für alle Fälle ausreichende Seemacht? Profeffor Dr. Karl Binbing. Ordentlicher Professor des Rechts. Für die Notwendigkeit einer starken, dem Verteidigungs- bebürfniffe bes Deutsck)en Reiches, bes beutschen Hanbels, also auch ber beutschen Industrie und der deutschen Landwirtschaft, sowie des deutschen Volkes im Auslande genügenden Flotte eintreten zu sollen, kommt mir allerdings — um mit Dahlmann zu sprechen — so vor, als sollte ich eine „Lobrede auf das Einmaleins halten." Darin liegt die Schwere und die Genüge ber ganzen Frage. Wer seither — besonders von Samoa bis heute — jene Not^ Wendigkeit und den absoluten Zwang, uns baldmöglichst in Verteidigungszustand zu setzen, noch nicht begriffen wem die Empörung noch nicht den politischen Verstand beflügelt, wer noch nicht eingesehen hat, daß ein großes Reich nicht in politischen Kinderschuhen gehen kann, ber wirb auch weiterhin Tur bas politische Einmaleins verschlossen bleiben. Wir andern aber, die wir sehen gelernt, müssen letzt auch starken Willens sein. Not bricht Eisen — bricht auch die sonst so wichtige Pflicht der ökonomischen Rücksichtnahme. Wir brauchen die Flotte unbedingt, also werden wir sie auch bezahlen müssen. Geheimer «ircheurat Profeffor Dr. Kricke. Domherr. Ordentlicher Proscssor der evangelisch-theologischen Fakultät. Es giebt gewisse Dinge, die für jeden patriotischen und denkenden Menschen außer Diskussion gestellt unb . Sie sind reif! Zu diesen Dingen gehört mir schon längst unb schon vor ben beschämenden Erfahrungen in Südafrika, die Flottenverstarkung für Deutschlands Weltstellung, wie sie dem Reichstage jetzt vorgelegt ist. Nur die Deckungsfrage kann noch zur Diskussion stehen. Sie ist bei der Wichtigkeit der Sache unb bei unserer wirtschaftlichen Lage nicht von entscheidenber Bedeutung. Handel und Verkehr. UslkswirtschM. Frankfurter Börse vom 8. März. "Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult. März 1.10 %, do. per ult. April 2.1Ge/o Diskonto Kommandit per ult. März 0 95’/o» do. per ult April 1.90*/o- Lombarden per ult März 0 651/o, do. per ult. April 0.90%, do. per ult. Mai 0.00, De ätsche Bank per ult. März 0.00. Notierungen: Kreditaktien 284.90-000-000.00, Diskonto- Kommandit 197.70-00, Staatsh. 139.50, Gotthard 143.30, Lombarden 29.30-00, Ungar. Goldrente 98.20, Italiener 94 80-00, Bproz. Mexikaner 26.20, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.20, Privat-Diskont 51/ie% G- li/4 bis 2% Uhr: Kreditaktien 235.10-234.50, Diekonto-Komman- dit 197 70-196.50-70, Staatsbahn 139.50, Lombarden 29 30. — Eine glückliche Vereinigung wirb ben Hausfrauen, soweit sie Anhängerinnen von Fleisch-Extrakten sind, in neuerer Zeit geboten. Der kostspielige Extrakt englischer Gesellschaften, bie nach bem System bes beutschen Gelehrten Justus v Liebig arbeiten, war bisher in weiten Kreisen bekannt und gekauft, weil — man nichts besseres kannte. Erst jetzt erfahrt bas große Publikum, baß bieser Fleisch-Extrakt weiter nichts ist, als ein Mittel zur Verbesserung bes Geschmacks für schwach gewürzte Suppen, Saucen 2c. unb — worüber man am meisten erstaunt — baß berselbe keinen Nährwert enthält. Bloß alH. Suppenwürze sind aber solche Fleisch-Extrakte entschieden zw teuer. Eine glückliche Erfindung des Herrn Geheimrats Pros. Dr. ©lassen vereinigt nun bie Vorzüge ber bekannten Fleisch- Extrakte mit bem Nutzen bes Nährwertes in einem Fabrikat, welches unter bem Namen „Toril" sich rasch überall eingebürgert hat. Toril ist ein aus bestem Ochsenfleisch her- gestellter Fleisch-Extrakt mit einem Auszug aus ben feinsten Suppengemüsen und mit aufgeschlossenem, nährenden Flei sch - Eiweiß, daher besser unb billiger (weil bentsches Gewicht), als wie jene auslcmbische Marke. Die rasche Einführung und die Beliebtheit des Fleisch-Extraktes Toril hat vielfach einer gewissen Konkurrenz zu unlauteren Anfeindungen Veranlassung gegeben, wenn auch dadurch der immer weiteren Verbreitung desselben kein Einhalt gethan werden konnte. Bekanntmachung. Gamstag, 10. März l. I, nachmittags 3 Uhr beginnend, soll verschiedenes Abfallholz, darunter einige Lindenstämme, in den Friedhossanlagen, an dec Gründer aerstraße, aus dem Lagerplatz an der Bismarckstraße, im Bürgermeistcreihof, in der Südanlage, Ostanlage, im Oswaldsgartcn, am alten Viehmarktplatz und am Krofdorferweg an Ort unb Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Friedhof. Gießen, am 7. März 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1817 Gnauth. Bekanntmachung. Die Abteilung Nr. 5 der auf dem Viehmarktplatze zu Wirtschaft-- zwecken Hergerichtei en, mit Tischen, Bänken und Kochherden versehene Halle ist für die Zeit vom 25. März a. c. bis 31. März 1901 zu verpachten. Die Verpachtungsbedingungen können bei der unterzeichneten Behörde — Zimmer Nr. 15 — eingesehen werden, woselbst auch die Ange- Lote schriftlich bis zum 20. März a. c. einzureichen find. Gießen, den 7. März 1900. Großherzoglickn Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 1816 Versteigerung städtischer Bauplätze an der Crednerstratze. DieuStag den 13. März er., nachmittags 3 Uhr, sollen por Großh. Ortsgericht Gießen vier der Stadt Gießen gehörige Bauplätze an dec Crednerstratze einer einmaligen öffemlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Die Bauplätze haben einen gemeßenen Inhalt von je rund 460 Quadratmeter und sind pro Quadratmeter zu 8 Mk. geschätzt. Lagepläne und Bedingungen sind auf unserem Sekretariat — Zimmer Nr. 15 — einzusehen. Gießen, ben 5. März 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 17 40 Gnauth. Jersteigerung städtischer Aauptätze an der oberen Grünbergerstratze. DieuStag den 13. März er., nachmittags 8 Uhr, sollen o or Großh. Onsgericht Gießen drei der Stadt Gießen gehörige Bauplätze o der oberen Grünbergerstraße einer einmaligen öffentlichen Ver- sceigerung ausgesetzt werden. Die Bauplätze haben je 15 Meter Front u.nd rund 37 Meter Tiefe und sind zu 6 und 7 M. pro Quadratmeter geschätzt. Lageplan und Bedingungen sind auf unserem Sekretariat — Zimmer No. 15 — einzusehen. Gießen, den 5. März 1900. 1741 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Jagd-Bsrpachtung. Montag den 12. März 1900, nachmittags 2 Uhr, wird die der Kreisstadt Büdingen zustehende Wald- und Feldjagd, ca. 700 Hektar Feld und 1010 Hektar Stadt- unb Markwald in zwei Abteilungen oder auch zusammen auf weitere sechs Jahre auf hiesigem Rathause verpachtet. Büdingen, den 8. Februar 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdingen. Knaf. 1630 1206 i. B. a. M. mehrere Häuser und sowie SMT Bedienung streng reell. 1801 Hotel Hotel Hotel Hotel de l’Europe, Freiburg Metropole, Bad Ems de Russie, Bad Ems Reichshof, Frankfurt etc. ete. etc. Bauplätze. Central-Hotel, Mainz Hotel Bremer Hof, Bad Ems Hotel zum Fass, Aschaffenburg Hotel Pfälzer Hof, Frankfurt a. M. Karl Küche Immoöikien-Agent Frankfurt a. M. Telephon Nr. 2160 empfiehlt sich zum Verkauf von Hotels, Häusern, Bauplätzen, Hypotheken etc. Derselbe verkaufte im letzten Jahre: UMjiMM posten« Feinstes Uäer Fetzbräu im Zapf. 1624 GaO^Xä2Q5XXXXXXX3QO Warum sterben oft im blühendsten Alter? VullVil Weil sie es leider versäumen, rechtzeitig die gegen Hnsten, IlllllkU Kitzeln im Kehlkopf, Hei. »»Mn BÄ.""— bewährten Jßleibs 184 AsthmaBonbons (12% Alliumsast, 88% Raffinade) zu gebrauchen. Beutel & 30 Pfg. und in Schachteln L 1 Mark. Emil Fischbach, Drogerie, Seltersweg 24 I August Noll, Drogerie, Bahnhofstr. 51. Cognac ärztlich empfohlen in allen Preislagen von Mk. 1,80 an pro Flasche. 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Vachi beschlüsse, öaß k bezeichnet, in W Don den Agranei sei das eine Derb gehen, obwohl m< maßen abgeharte. § 14, daß nämlia Deutschlands zu 1 Frakm aß gegeb läuft fönne er nid). der dauern. Mig f Landwirten einen D als ilr es bisher t weiden, dann roüihi losbrechen. Fürchte die Ungnade der de werde ja auch hier Teil sein. Das moc die oberschlesischen [ gf Amnika zu fr Slottenvermehrung I Augen ^t(n sich ai Aer M es doi fwigen etwa eine daß sie damit lierung bruncht Ä ttlanten-, denn me »er Landrate ans Unrnhe nnd Gela broßgrundbesitzer! Mer rechts, |c Hurfr Hohenlohe erwarte ich, daß um Ablehnung de ^ovolinks, Ziscj Abg. Gras ch"che,niuhr uni AeAe. Die 9 ’ei versch Manz, welche fl L'°« Ä», Wolfe SJ”6 b,c S sich hier um to°We 1 ÄZA LLtzK Gesek ;9*^ Nm ^derige?M Sehr Jnteress- J$nö-b: ffCiSeS'"" Jure nch n,rif?ei Ä? lÄ agSi Stäu* Sy* »SS N) ;:?1 die tQn^n i N "Ngg ES*? •"Si* NV*5*>I Ausstellung für Krankenpflege Frankfurt am Main . Landwirtschaftliche Halle (Ostendstrasse) 8. bis 18. März. — Eintritt 50 Pfg. Geöffnet von 10 Uhr vormittag» big 9 Uhr abends. (Guter Restauration* - Betrieb zu mässigen Preisen.) 1568 (Nur in Flaschen.) 6757 | Vertreter für Giessen und Umgebung: C. Roth II., Giessen. V1 Flasche Mk. 6.—, */, Flasche Mk. 8.20. Nk.Goth.Cervkllilivulst in bekannter Güte empfiehlt 1840 L. Kalkhof. 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Friedberg: Isidor Schulhof, Grün berg: Julius Karl, Homberg: Carl Stern. 20 Buchen-Derbstangen, 16 Eich-n-Derbstangen. Die Zusammenkunft ist beim Gemeinde Sandsteinbruch. Staufenberg, dm 5. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. 1735 Hohversteigerung. Freitag den 16. März soll.n in den Zimmer'schen Waldungen zu Winnerod, Distrikt Burgwald, Buchwald und Neuhof versteigert werden: gemischter Reisig erster Durchforstung, Nadel-Reifig erster Durchforstung. Hand unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. I. Trapp. 140 cbm MIWchtpßastttsteiue zu liesern sollen auf dem Submi'sions' wege, im Ganzen, auch in Teil- lüferungen von 50 Kubikmetern, vergeben werden. Die Steine müssen überall regelrecht behauen, in rechteckiger oder quadratischer Form 12 bis 15 cm Kopfbrette, paralleler Randfläche, 12 bis 14 cm hoch, mit schwacher Verjüngung hergeftellt sein. Die Angebote sind bet der unterzeichneten Bürgermeisterei bis zum 17. b. M., mittags 1 Uhr, einzureichen, zu welcher Zeit auch die Eröffnung stailfindet. LieferungSzeit 1. Mai d. I. Gambach, den 2. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Gambach Seidenhaus David Inh : Paul Friedr. David Hoflieferant — Darmstadt, allbekanntes und berühmtes Seiden - Versandhaus, staatlich bestellte Haupt Kollektur der Großh. Hessischen LandeSlolttrie. DiSkr-te und coulante Bedienung. Zusammenkunft vormittags 9«/, Uhr am Buchwald, an der Straße Winnerod—Bersrod. Winnerod, den 7. März 1900. Französ. Cognac per Flasche Mk. 3, 4, 5, 6. 30 Eichenstämme von 23 34 cm Durchmesser, 3 7 m Länge mit 27 fm, 25 Nadelffämrne von 14 Vom 1. April d. I. ab können 1200 bis 1700 Mark gegen erste Hypothek zu 4 Proz. aus der Kirchenkasse Lang-Göns ausgeliehen werden. 1836 Für den Kirchenvorstand: Weber, Pfarrer. (zuckerfrei) 71 Fl. Mk. 4.—, 7, Fl.Mk. 2.20. 800 Fichtenstangen mit 8,10 Inhalt, 13500 Fichten-Bohnenstangen, Gebrauchte eiserne Pumpe zu kaufen gesucht. Offerten unter S. (891 an die Ex- vedüion dieses Blattes. Derdingung der Lieferung von 220000 kg Portland- Zement für die Bauwerke der Reben- bahn Lollar—Londorf in einem Lose. Termin: 22. März 1900, vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Bauahteilung. Bedingungen u. s. w. können daselbst eingesehen und die Verdingungsunterlagen gegen kostenfreie Einsendung von 0,40 Mk von daher bezogen werben. Zuschlagssrift 4 Wochen. 1703 Grünberg (Hessen), im März 1900. Großh. Eisenbadn-Bauabteilung. Hohversteigerung. Montag den 12. März ds. IS., vormittags 10V3 Uhr, kommt im Cleeberger Markwald, 7i Stunde westlich von Weiperfelden gelegen, in den Distrikten Herrwald und Sankhardsberg nachstehendes H^lz zur Versteigerung: 162 rm Buchen-Scheit u. Knüppel, 24 „ Nadelholz-Knüppel, 6525 Buchen Wellen, Welcher Gutsbesitzer hat einige Waggon gesunde Dickwurzeln abzugeben? Höchster Preis wird gezahlt. Gefl. Anerbieten unter W. 1792 besorgt die Exped. dieser Zeitung. 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Niederlage bei: Heinrich Gengnagel, Giessen, Neuenbäue 10; ferner bei: 849 Heuchelheimer Konsnmhalle, Heuchelheim, Ladung. Georg Krick, Taglöhner, geboren am 5. Oktober 1872 zu Leihgestern, zuletzt dortselbst wohnhaft gewesen, ledig, evangelisch, z. Zt. un- bkkanmen Aufenthalts in Amerika, wird beschuldigt, als Wehrmann der Landwehr ohne Erlaubnis aus- gewandert z» sein. Übertretung gegen § 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuches. Derselbe wird auf Freitag den 27. April 1900, vormittags 9 Uhr, vor das Großh. Schöffen gerrcht Gießen zur Hauploerhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem Großh. Bezirks-Kommando zu Gießm ausgestellten Erklärung verurteilt werden. Gießen, den 6. März 1900. Der Großh. Amtsanwalt. Schumacher. 1884 Aohversteigerung. Montag den 12. März d. I., von vormittags 9»/2 Uhr an, soll im Staufenberger Gemeindewald in den Distrikten Strakeloh, Eichwald und Maistrauch nachvrrzeichnetcs Holz versteigert werden: 73 Nade stämme mit 18.91 km Inh. 2405 Ftchten-Derbstangen bis 18 m lang, 383 Fichten-Reitzstangen, Darlehen Geschäfts!., Beamt, üdl ivllvll coul. m jed.Höhe. Ruckp.l 1693] Salle, Berlin 8.0. 16. Ein hiesiges Engrosgeschäft sucht für sofort oder 1. April d. I. einen Kontoristen. Gesi. Offerten unter L. M. Nr. 1791 an die Exp. d. Bl. 0905] Für Schneider. Ein tüchtiger Arbeiter aus Werkstatt, sowie ein Lehrling gesucht. I. 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