außerordentlichen Professor der Theologie Johann Christian Tietz vermuten, der 1754 Diakonus an der Burgkirche, 1761 Diakonus und 1764 Pfarrer an der Stadtkirche zu St. Pcmkraz*) wurde. Die Geschichte der Burgkirche ist wahrscheinlich auch von ihm aus einer an ihn gelangten Handschrift veröffentlicht. Durch diese Beiträge, besonders aber durch die fortgesetzten Nachrichten über die Universität, durch ihre regelmäßig abgedruckten Vorlesungsverzeichnisse und die „Lektions-Kataloge" des Pädagogiums wird das Gießener Wochenblatt zu einer bis jetzt noch nicht gewürdigten Quelle für die Geschichte unserer Stadt, der Universität und des Gymnasiums. Die mehr auf's Nützliche gerichteten Bestrebungen der Herausgeber (es ist jetzt immer von „den Verfassern" die Rede) erhalten Ausdruck in den vermehrten„ökonomischen" Nachrichten, an denen sich Mitarbeiter aus der Provinz in anscheinend größerer Zahl beteiligen. Zugleich aber wird dem Unterhaltungsbedürfnis Rechnung getragen. Es erscheinen viele Gedichte und kleinere Erzählungen, ja sogar ein Lustspiel wird zu seinem größten Teil wörtlich abgedruckt. Wie sehr die Gießener Gesellschaft an litterarischen Ereignissen Anteil nahm, zeigt der Jabrgang 1775. Er enthält mindestens drei Beiträge über Werthers Leiden, die im Jahre vorher erschienen waren. Einer davon, ein Gedicht betitelt „Lotte bey Werthers Grab" ist ein Symptom des „Wertherfiebers", das auch hier um sich gegriffen hatte. Schade nur, daß unmittelbar darunter ein triviales Poem, „Der Caffee-Freund", zu stehen gekommen ist. Nur eins gelang nicht, nämlich den Anzeigeteil zu vergrößern, da das Publikum der Reklame abgeneigt sich sogar durch das vom Verleger gemachte Angebot der unentgeltlichen Aufnahme zur Aufgabe von Anzeigen nicht verlocken ließ. Dieser verhältnismäßig reiche Inhalt ist vermutlich dem rührigen Verleger, Johann Philipp Krieger, zu verdanken, der es immer wieder verstanden hat, tüchtige Mit- *) Die Gießener Stadtkirche war ursprünglich dem heil. Pankraz geweiht. arbeiter zu gewinnen. Denn genau mit seinem Tode (1775) wird das Blatt dürftiger. Schon der Jahrgang 1776 wird mühsam mit Anekdoten und anderen aus fremden Zeitschriften entnommenen Dingen gefüllt, soweit amtliche Verordnungen und Bekanntmachungen Raum übrig lassen. Mit Schluß des Jahres 1777 wird das Erscheinen ganz eingestellt. Bereits früher hatte der Verleger um Zahlung der „rückständigen Praenumerationsgelder" (!) mahnen müssen mit der Drohung, denen, die seit mehreren Jahren nicht gezahlt hätten, das Blatt nicht mehr zusenden zu wollen. In der letzten Nummer erklärt er melancholisch: „die weitere Fortsetzung dieser Blätter wird mit diesem Jahre gänzlich aufgehoben. Der Zeitpunkt muß günstiger werden, wann es wieder anfangen soll. Dürftigkeit an Materialien . ... ist der stärkste Beweggrund es aufzuheben. Eigennutz hat, schon lange keinen Anteil mehr daran, demi von Anfang her restieren viele noch die Vorschußgelder, die nun hier zum letztenmal erinnert werden". Das Aeußere des Blattes war seither unverändert geblieben. Nur der Titel hatte wieder mit der alten Bezeichnung „Gießer Wochenblatt" abgewechselt und die Bezeichnung der Verlagsfirma lautete seit 1773: „in der Kriegerschen Buchhandlung". Die oben benannten reichhaltigen Jahrgänge führten bezeichnend das Horazische Motto: „Et prodesse volunt et delectare".*) Titelblatt und Register wurden zu jedem Jahrgang mit Ausnahme der beiden letzten geliefert. Der Preis betrug jetzt jährlich 1 Rthl., einzelne Nummern wurden für 4 Kreuzer das Stück abgegeben. Ob diese Reihe des Blattes bei Krieger auch gedruckt ist, steht dahiu, da ein Jahrgang, der von 1764, aus der Druckerei von Johann Christoph Schröder, fürstl. Cantzlei Buchdrucker, hervorgegangen ist. Alle übrigen Bände tragen keinen Druckereivermerk. Es ist aber wahrscheinlich, daß Schröder nur ausnahmsweise beauftragt war. *) Nützen wollen (diese Blätter) und ergötzen. Schluß folgt. tmann. 'n au» Mainz (Alt). (Klavier). Ki>iw Wilhelm B- Scholz, (geb. 1835k ^ahnts. (18ss"1S97,) 1 W, K. Mozart. | (1756-1791.) R. Strauss. (geb. 1884.) Kari Haine. Klara Fallet • Hugo Wolf. , „ (geb. 1860.) . V Brahms, (1833-1897.) ! . C. M. von Weber. (1786-1825.) 7 P Tschaikowsky. (1840-1893.) . Fr. Liszt. (1811-1886.) Fr. Schobert (1797-1828.) M. Meyer-Olberslebet (gib. 1850.) 1. Brahms. (im-WST.) N. W. Bade. (1817-1890.) Mk. 3—) sind in der ■ (Rudolphs Nacht.) zu ermässigten Preis« kcheeter): mittags 5 Ohr. SU nfeli, »klplatz. istrasse 10. gtri,.. und höhere tigte Leb«™* . infll. 3U« 11900 98 (■ 91» 22 f 41- 41: 99, f lvo Nentenb. DbL Vbl. Silbrrrrnl« idHtNtt len gj.ni rÄ*1* sw Nr. 7 Zweites GlM Mittwoch den 10. Januar 1SM>O Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen deS In- und Auslandenehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Psg. Nezugspreis vierteljährl. Mk. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh»- durch die AbholesteS« vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Erscheint täglich imt Ausnahme d«S Montags. Die Gießener AamitieuVkätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" rvöchtl. 4 mal beigelegt. Amts- unh Anzeigeblatt für beit Avei» Gsefzs««. Redaktion, Expediüon und Druckerei: Schulst raße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«». Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hesßsche Landwirt, Mütter für hessische Ustkskunde. * Die Uebergriffe Englands. Gießen, den 9. Januar 1900. Die Engländer sitzen stark in der Patsche, das kann trotz aller noch so optimistischen Anschauungen im Insel- reiche jenseits deS Kanals nicht in Abrede gestellt werden. Äm so unbegreiflicher muß jedermann daS Vorgehen der Briten gegenüber der Handelsmarine befreundeter Länder erscheinen, wobei Deutschland wieder einmal der Hauptleidtragende ist. Noch wissen wir nicht, welche Schritte unsere Regierung bisher in London gethan hak, nur soviel muß leider konstatiert werden, daß irgend eine Abhilfe bisher noch nicht erfolgt ist, daß die Engländer vielmehr als ihr gutes Recht ansehen, was alle übrigen zivilisierten Nationen als unerhörte Gewaltthätigkeiten betrachten. Mag auch Deutschland noch so viel Rücksicht nehmen auf den befreundeten Staat, so war doch vorauSzusehen, daß der englische Uebermut nicht ohne Folgen bleiben werde. Und das ist nun geschehen! Die russische Regierung hat Veranlassung genommen, sich an die übrigen Kabinette zu wenden »egen der Unterbindung des internationalen Telegraphen- serkehrs seitens der Engländer. Wir haben schon früher mehrfach darauf hingewiesen, welche Schädigungen in jeder Hinsicht entstehen durch die scharfe Zensur, welche England Über alle vom Kontinent nach dem Süden Afrikas ausgetauschten Telegramme ausübt. Nicht nur werden die wichtigsten Depeschen um Tage in der Beförderung verzögert, es steht vielmehr auch ganz in dem Belieben der englischen Zensuren, Telegramme ganz zu unterdrücken oder nur teilweise an den Bestimmungsort gelangen zu lassen. Man fragt sich mit Recht, wozu denn internationale Tele« graphenverträge abgeschlossen werden, wenn es im Belieben jeder Macht steht, dieselben zu brechen. England ist nun in der glücklichen Lage, einen großen Teil des internationalen Depeschenverkehrs zu beherrschen, aber jede Machtfülle legt auch Verpflichtungen auf, die für England darin beständen, Rücksichten auf das allgemeine Handelsbedürfnis zu nehmen. Das Vorgehen Rußlands hat großes Aufsehen hervor- gerufen, denn es ist in mancher Beziehung bedeutungsvoll. Schon daß es Rußland ist, welches auf die Uebergriffe Englands hinweist, giebt der Sache einen ernsten Hintergrund. Sucht die Petersburger Regierung vielleicht nach einem Vorwande, um die Gelegenheit beim Schopf zu nehmen und die lange zurückgehaltene Abrechnung mit dem Rivalen zu beginnen? Und weshalb wendet sich Rußland Femlletm. Per Gießener Anzeiger vor 150 Jahren. Ein Stuck heimischer Kulturgeschichte von Dr. Karl Ebel. Fortsetzung. Wie groß die Pause war, ließ sich nicht feststellen, da in der an der Universitätsbibliothek vorhandenen Reihe der Jahrgänge eine Lücke ist. Der nächste vorliegende Band ist der Jahrgang 1764, doch geht aus einer Notiz der ersten Nummer hervor, daß mindestens ein Jahrgang, wahrscheinlich aber schon mehrere, vorher erschienen sind. Die Einrichtung des Blattes war so ziemlich die alte geblieben, doch führte es jetzt den Titel: „Giesische wöchentlich-gemeinnützige Anzeigen und Nachrichten". Auch das Format war nicht verändert. Die Zahl der Mitarbeiter hatte sich augenscheinlich vermehrt. Der Inhalt war da- .durch vielseitiger geworden. Statt der ewig humoristischphilosophisch-moralischen Betrachtungen des ersten Jahrganges erschienen jetzt öfter Aufsätze historischen und ethnographischen Inhalts. Besonders bei vaterstädtischen beschichte wird in den Jahrgängen 1764, 1765, 1766 und 1771 Aufmerksamkeit geschenkt. Aus Hausbüchern und nicht näher bezeichneten Chroniken werden Stücke veröffentlicht; der Jahrgang 1765 enthält eine heute wertvolle Beschreibung des Oberamtes Gießen und der Jahrgang 1771 ist angefüllt mit Aufsätzen, die für unsere Ortsgeschichte von höchster Bedeutung sind. Wir finden darin eine Ueber- Ichung der lateinisch abgefaßten Topographie Gießens in Tieterich's institutiones orator. mit außerordentlich wertvollen Anmerkungen und Ergänzungen aus der Feder des Jac. Theod. Franz Rambach, des Begründers der Mliothek des akademischen Pädagogs, an dem er mehrere bahre erster Lehrer war. Die Anonymität der Mitarbeiter beginnt sich um diese Zeit etwas zu lichten, einzelne Auf- werden wenigstens mit einem Buchstaben gezeichnet. Taher dürfen wir auch als den Verfasser eines Beitrages M Wietzener Kirchengeschichte im Jahrgang 1771 den nicht mit feiner Beschwerde direkt an die englische Regierung? Man kann nicht annehmen, daß dies schon geschehen, und eine Zurückweisung die Folge gewesen ist, vielmehr scheint die Absicht vorzuliegen, die Angelegenheit zu einer internationalen zu machen, um ihr desto größeren Nachdruck geben zu können. Daß Rußland auch nicht zögern wird, einem etwaigen Vorgehen der Mächte gegenüber dem von England beanspruchten Prisenrechte sich anzuschließen, ist ohne Zweifel, und man darf wohl annehmen, daß gegebenen Falls alle Staaten gegen England Front machen würden. Großbritannien steht wieder einmal völlig isoliert da. Es scheint, als wolle es feine ganze Macht aufs Spiel fetzen und (leichtfertig verscherzen. Diesmal ist die Hoffnung auf eine Dissonanz im europäischen Konzerte kaum gerechtfertigt, aus der England wieder Vorteil ziehen könnte. Mit großer Spannung darf man der Weiterentwickelung der Angelegenheit entgegensehen, die durch die Initiative Rußlands zu einer internationalen geworden ist. Wir haben übrigens von jeher die Ansicht vertreten, daß der Krieg in Südafrika weitere Kreise ziehen würde. Das neue bürgerliche Recht. Mit dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ist nunmehr das neue Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft getreten, was dem Datum dieses ersten Januar eine ganz besondere Bedeutung verleiht. Das Deutsche Reich war gegründet worden, auf allen Gebieten machten sich Einheitsbestrebungen geltend, und auch bezüglich unseres Rechtswesens wurde als ein unumgängliches Ziel erkannt, daß von Nord bis Süd, von Ost bis West unseres deutschen Vaterlandes ein Recht gelte, daß die verschiedenen Formen, nach denen Recht gesprochen wurde, beseitigt würden, und für das ganze Reich ein einziges Gesetzbuch geschaffen werde, das seinerseits in hohem Grade berufen fei, den Einheitsgedanken zu stärken und weiter auszubilden. Wie wir schon früher ausgeführt haben, ist der LandeS- gesetzgebung auch nach der Jnkrasttretung des neuen bürgerlichen Gesetzbuches ein gewisser Spielraum gelassen worden. Es gatt, die berechtigten Eigentümlichkeiten zu schonen, die nicht ohne weiteres durch die Reichsgesetzgebung umgestoßen werden konnten. Aber der Schritt auf dem Wege zum einheitlichen Rechte ist trotzdem ein gewaltiger, und die Befriedigung, die über die Errungenschaft allenthalben sich geltend macht, ist wohl gerechtfertigt. Die kommenden Generationen werden das neue Recht als etwas selbstverständliches ansehen, und kaum begreifen den Segen, welchen es gestiftet hat. Wir aber, die noch die Misere der alten Rechtsprechung kennen, die da wissen, daß vielfach mit der Landesgrenze auch das Recht wechselte, ja, daß innerhalb eines und desselben Landes verschiedene. Rechte Giltigkeit hatten, wir wissen den großen Fortschritt wohl zu würdigen, insbesondere wenn man der Schwierigkeiten gedenkt, die dem Werke entgegenstanden. Wir haben schon vorhin angebeutet, daß gegen Vorurteile aller Art an- gekämpst werden mußte, daß die verschiedensten Anschauungen unter einen Hut zu bringen, und die Ansprüche aller Stämme zu befriedigen waren. Das ist nach jahrzehntelanger Arbeit gelungen, das Werk ist gut, es lobt den Meister. Für unsere Justizbehörden bedeutet die Einführung des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches eine schwer zu bewältigende Arbeit, die alle Kreise in Bewegung hält und ein gründliches Studium erfordert, für welches die Zeit recht knapp bemessen war. Es wird aller Voraussicht nach nicht alles glatt sich erledigen, und es werden der Schwierigkeiten viele sich einstellen. Aber da heißt es: „Gut Ding will Weile haben." Es gilt, Nachsicht zu üben und daran zu denken, daß über Jahr und Tag, wenn erst das neue Gesetz sich eingebürgert hat, die Dame Justitia auf dem jetzt noch glatten Boden sich heimisch fühlen wird. Das alte Jahrhundert wird nie erwähnt werden, ohne daß man der Fertigstellung des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches gedenkt. Das ist ein Geschenk des verflossenen Jahrhunderts für die kommende Zeit, das nicht genug gewürdigt werden kann. Hoffentlich erfüllen sich alle an das neue Gesetz geknüpften Erwartungen in reichstem Maße. Es deckt uns ein Recht, das ist der Wahlspruch, unter welchem Deutschland in das neue Jahrhundert eingetreten ist. Dr. Karl Peters über den Krieg. lieber den Krieg in Südafrika äußert sich vr. Karl Peters, der soeben von einer Forschungsreise, auf der er das alte Ophir entdeckt zu haben glaubt, nach London zurückkehrte, in der letzten Nummer der Londoner „Finanz-Chronik". Wir entnehmen dem Aufsatz die folgenden Stellen: Die deutschen Sympathien sind, soweit ich erkennen kann, vorwiegend auf der Burenseite. Nicht ebenso in Südafrika selbst, wo die Mehrhei richt wird in Kürze erscheinen. 4- Sich, 8. Jannar. In die hiesige Pfennigsparkasse wurde im verflossenen Jahre von 353 Einlegern bie Summe von 10249 Mk. 90 Pfg. einbezahlt. Dieses so segensreiche Institut wurde im Jahre 1883 errichtet, und ist während seines Bestehens eine Gesamteinlage von ungefähr 190000 Mk. erfolgt. £„ k , Schotte», 8. Januar. Die Baugenehmigung für das neue an der Gederner Chaussee aufzuführende P o st- gebäude ist jetzt eingetroffen; mit den Erdarbeiten wird in aller Kürze begonnen werden. Sehr wahrscheinlich ist auch, daß in der Nähe des neuen Postgebäudes noch weitere Neubauten erstehen, da einige Briefträger erklärten, dieselben unter günstigen Bedingungen übernehmen zu wollen. — Die unterhalb Schotten gelegene, den Herren Göbel und Böhm gehörige Lohmühle ist für den Kaufpreis von 3350 Mk. in den Besitz der Herren Wilhelm Arcularius und Schlörb, Wagnermeister, übergegangen. Q Vom Vogelsberg, 6. Januar. Immer hört man in verschiedenen Zeitungen Klagen über das Weid- hirtenwesen ix Gebirgsgegenden, besonders in der rauhen Alp. Auch bei uns im Vogelsberg hat man diesen Uebelstand zu beklagen. Im Frühjahre werden die Kinder gedingt, und es ist nun während des ganzen Frühjahrs und Sommers, sogar bis zum Herbste, ihre Pflicht, das I nehmer in Betracht kamen, denn von diesen ging nur ein Delogierter und ein Ersatzmann nach Darmstadt, während die anderen entsagte und sch trat er in das ' 18858 vom Bisch» wche erhielt. S! in Bingen, tourbi Meligionslehrer b< •* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der G r o ß - Herzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Dezember 1899 den Ortsgerichtsmännern Philipp Hofmann II. zu Fränkisch Crumbach und Johann Philipp Daum zu Herchen- rode das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. ** Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Am 10. No- _ vember wurde derGericbtsassessor Alexander Marx aus entfernten Brunnen geholt werden, was eine sehr beschwer- Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht 1 liche und zeitraubende Arbeit rst. Nbei um PräumetMF vo HnsüM gchllt ha MM R W E' ju 5 Jahren erha libfli und sich übt M sind. Von Menbun, 2! gesehen werden, we Wsing bet at, wird glgett- . hatten feü Xbxv itanb der hMchn t flattzufmden, iu s den ihr beigeord- aehmer einen Der- Die Versicherung bt, Mainz, Gieba üeier Vorschrift o* zur Vornahmt der Verjichernngsanslck der Leitung unfertr var anscheinend nm der Wahlordnung !t nur die zur Bet- und Arbeilnehmn lahme der Wahlnaj der gefchäilSleiteM worden sein, man sich erzählt,« öfe kontrollieren, un letzten Augenblick s Vertreter ber.W ,n aHia nur ein W Ehrend die anderen LKAL China-Eisenbitter angenehmes Eisenmittel gegen tgr Blutarmut sw. e Prionn xin ängere oe « M so n*1” (a)|cn 5 Doster 5 ^ne der in %flctonnnj. i, woher ausge eivartei, ^214^7 Gascokes. Infolge Stadtverordneten-Beschlusses vom 28. dieses Monats wurden die Preise unserer Gascokes mit Wirkung vom 1. Januar 1900 ab bis auf weiteres festgesetzt wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes...... 1,10 Mk. Nutz-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofeuschächte passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthractt, gangbarste Sorte . . 1,20 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit ...........1,25 Mk. Für Aufuhr au das Haus werden 5 Pfennig für deu Ceutner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes auf die betr Lagerplätze lKeller, Stall rc ) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Der Verkauf uuferer Gascokes unter und bis ein- fchlietzltch 5 Ceutuer findet bis auf Weiteres im Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Ceutuer verabfolgt. — Dagegen ist bei folgeudeu hiestgeu Firmen ein Kleinverkaus unserer Gascokes von 1 bis 5 Ceutuer eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengasse 11 und Bahnhofstraße 33, Jakob Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascokes sammt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter 5 Centner zu. Die seitherige Ermäßigung des CokeSpreiseS bei gleichzeitiger Entnahme in Wagen- und Waggonladungen, von 36 bezw. 200 Centnern kommt vorläufig in Wegfall. Gießen, den 29. Dezember 1899. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Hufeisen-H-Stollen (Patent Neuss) Stets scharfl Kronentritt unmöglich! Schonung der Pferde durch stets sicheren Gang. Das einzig Praktische für glatte Wege. tvbtSc- Die "Vorzüge der H-8tollen sind bedingt durch die besondere Güte des [•LJ Stahle, den nur wir dazu verwenden. Zum Schutze gegen minder-1 ■ .1 werthige Nachahmungen ist jeder einzelne unserer H-Stollon mit neben- I stehender Fabrikmarke versehen, worauf man beim Einkauf achtel Grosse Preisermässigung. Preisliste und Zeugnisse gratis und franco. Leonhardt & Co., Berlin-Schöneberg. .<• uipft'hhhhicu Krepp ein täglick srffck. 272 Friedrich Noll, Hofbäcker, Mäusburg. Für alle Hustende sind Kaisers I Brust-Caramellen I aufs dringendste zu empfehlen. H QZOn notariell beglaubigte I ulOy Zeugnisse liefern den ■ schlagendsten Bemei' als unüber- I troffen bei Husten, Heiser- I leit, Catarrh und Ver- I schleimuug. Paket 25 Pfg. ber | A. Sf G. Walleusels, Markt 21, Telephon 46, Chr. Wallenfels, Heinrich Wallach in Gießen. 7180 Ausposaunt hat es die Kundschaft, daß meine Cigarren die besten sind. 28 Richard Buchacker, Cigarrengeschäft, Neuen Baue 11. Filiale r SellerSweg 16. 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M«in jhiuterroetn ist frfn «.hrimmtUcl: feint »efionbleUe sind: Malavawrli, 450 0 Eelnfprit 100,0, Tlycerin 100 0, Rvlwtln 240,0, Ebtrtfchmsast 150,0, Ki?sch,aft 320,0, Ulanna 30,0 HnU, Htlentnwurzel, amertt Kraslwurzrl, Enzlonwurztl, Kalmnt- routjtt aa 10,0. Dltse BtstandleUt mische man! ä jqh eröffnet den Jahrgang 1900 mit den beiden hervorragenden erzählenden merken: Im Masserwmhel" Die Herren Kaufliebhaber, welche auf Verlangen bis vier Tage vor dem Termin gegen Einsendung von 1 Mk. in Briefmarken Auszüge aus dem Nummerbuch erhalten können, werden gebeten, das Holz an Ort und Stelle einzusehen. Die Vorzeiger sind für das Holz in Höler und Graudorn Forstwart Dö rmer in Lich (Oberhessen), für das Holz in Münchwald und Riedwald Waldwärter Stein in Hattenrod bet Reiskirchen (Oberhessen). Die Gebote müssen nach Sortimenten getrennt abgegeben werden und können sich auf das Holz der einzelnen Schläge oder auf das Holz mehrerer, ja sämtlicher Schläge beziehen. Es behält sich aber die Ober- försterei ror, die Gebote so auszusuchen, wie sie ihr zur Erzielung der höchsten Gesamteinnahme und der größtmöglichen Sicherheit für Eingang des Kaufpreises am günstigsten erscheinen. Der Kaufpreis ist alsbald nach dem Zuschlag bar mit 2% Skonto zu bezahlen oder durch Wertpapiere sicher zu stellen. Die Gebote sind schriftlich, mit passender Aufschrift versehen, bis zum 22. Januar einzureichen, die Eröffnung derselben findet am 23. Januar, vormittags 10 Uhr, auf dem Obersörsterei-Büreau statt, wozu die Interessenten eingeladen find. Die Erteilung des Zuschlags kann bis zum 10. Tage nach der Eröffnung hinausgeschoben werden. i Homburger j ^HeilkrafL.. Anterkossekteure werden unter günstigen Bedingungen arrgestelN. 112 Ain nächsten taa folgende Bl Wn Oelonvn , Die Bottt'üt -urchgeführte schastung)" son Ötingemit/ef". Herr Direkto SellerSheim ■ fc „SüLlfru mit derselben. Ich lade jed Äorträgen fttunbl ueister -er Mr/ra Stfannt Qiifjen, bin Der Dirck im Distrikt Höler: 10 fm Nadelholz-Schnittholz, 18 kmFichten- Bauholz, 78 fm Kiefern^Bauholz, Vz km Fichten-Stangen; im Distrikt Graudoru: 12 fm Nadelholz-Schnittholz, 11 fm Fichten Bauholz, 108 frn Kiefern-Bauholz,'/, fmFichten-Stangen; im Distrikt Mönchwald: 52 fm Fichten-Bauholz, 94 fm Kiefern-Bauholz, 10 fm^Fichten-Stongen; im Distrikt Riedwald: 15 fm Nadelholz-Schnittholz, 183 fm Fichten Bauholz, 194 fm Kiefern-Bauholz 7s fm Fichten-Stangen. Lich, am 5. Januar 1900. Iürstlich Sotmstsche Höerförsterei. LaÄch rmensech ordne 3 -er Reichs folgt: I . r". SCH EL LEK SOCJI Mv * DESTILAT4ÖN. HOMBURG-V.J.H Hauptkollekteur der Großh. Hess.Landeslotterie Offenbach am Main Markt 9 im Kaufe des Kerrn Schildger empfiehlt Lose der Hess. Lotterie Schnitt- u. Aauhokz-Ierkaus in der Aürstüch Sotmstschen Köerförsterei Kch. Die fürstliche Oberförsterei verkauft: Vs______Vio . von Beethoven. . „ Schubert. . „ Brahme, . „ Mozart. . „ Brahms. n Strauss. „ d’Albert. r Dvorak. numerierter Platz Vttr.: Maul- und Nachdtlu in A sech in allen W die Aushebung Hyrne bei einen t Giehen, oer Mk. 33.— 16.50 6.60 3 30 Programm. 1. Trio für Klavier, Violine und Violoncell, op. 1°, C- noll . Höhere u. mittlere Fachechnle Air : Klektro- und Maschinen-Ingenieure, Elektro- u. MMChlnan-Technlker u. -Werten eilt. Nachweis v.Lehrstellen f.VolontÄre * Direktor Jentzen. ^^ystaatekom m I e sa n WMMsk 8>nna: K A "‘bl, btn •<*| 8 55p * Slontofl81 *Ä' 2QttbS Ndj; .ff M ptbaftion< ^alßrai „Der Schutzengel" ... Paul I)eysc Der handel i Krise Wetzlar bi Erboten. 2. Lieder: .) » Sländchen ;..... 3. Soloslücke für Violine: a) ! -:) SüS : 5. Dumky-Trlo für Klavier, Violine und ViolouesU, op. • • Billets: ^ong'5™" Fü%nen'Abend: {Sperrsitz Mk. 2.50, unnumerierter Platz --0- . Mk 1 __ Bind in der Musikalienhandlung Ernst Challier “dolph; Nach™ ‘- haben, Studentenkarten a-=h beim H.usverwalter Herrn Stork. Zweiter Abend: Dienstag den 6. Februar 1900. G e ß a n g: Herr A. Leimer (Bariton).________ 137 Zuwiderhandi KteichSgewerdeordni snb im Unverniögk Diese «rorbni Koblenz, d Stositer Stock, vier Zimmer, - "-"1 - ......- * kVietiq Erben) in Gießen, '--------* Jur Magenleidende! V 8Utn bmen die Och durch Erkälttmg oder Ueberladung de« Magen«, durch Senub .u Wfc .d« tu WU. epdfm .b.t »urch mähige 8ebm«rodfe ein Magenleiden wie: WageuKatarry, Wagenkrampf, Wagenschmerzen, schwere Verdauung oder Serschkeimung luocAoain haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügtiche Mrkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. 6» ist die« da; bekannte A-rdauungs- und Rlutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich’sche Kräuterwein Dieser Kräuterwein ist auS vorzüglichen, yeUkrifti- brsundenen Kräutern mit flutem Wein bereitet und stärkt und belebt den »crdauungSorganismus deü Menschen ohne ein Absührmittcl zu sein. Kräuterwein beseitigt Stär, u m3 en in den Blutgesähen, reinigt daß Blut von verdorbenen, krank- machenden Stossen und wirkt fördernd aus die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch der Kräuler-WeineS werden Magenübel meist schon im Leime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, rote: Kopfschmerzen, Auf- stoben, Sodbrennen, Blähungen, Nebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen 8 ist je die erste Etage mit fünf und allem Zubehör, Garten und Bleichplatz per .sofort oder später zu vermieten. Näheres im Hause daselbst öd" bei Jac. Helfenbein Wwe., Marburqerstraße 83.___________________ 18] ytoep mehrere 6- und 5-Zimmer- wohnungen sind zu vermieten; zumteil zumteil per April in Goethe» lirafee, Nordanlage und Plockstraße. _ Birkensto» &. Schneider. 29] 2- bis 3. Zimmerwohnung mit Wasserleitung zu vermieten. Nähere- Schiffenbergerweg 88. 82] Weserftratze 3 (Ecke der Nord- nla^) 'chöne 6-Zimmerwohnung mit nU^-oubehor auf 1. April zu vermieten. Näheres im 3. 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