Wx. 211 Drittes Blatt. Sonntag den 9. September 15». Jahrgang ü>QO tok Lozrigen-BermltNimgSstellea des Jv- trab ÄnlUeUB nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger cntzr,«. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwäriS 20 Pfg. ttftttei Ugn4 srit KuleefreK des 3Re*te®l. Lv ®tefce*er gie*U4t*ICittef W** k« Lnzeigcr 6* W-chr-l ** .H-ff- 9w>wrT *. J^tt« »r M. MMunhe« Seee|*< »•* Anzeige« zu bet wH^eritteg» für test {«tfoitai Sog «scheinenden Nuuuner Ml wenn. 10 Ahr. WftMhmyR fPüttScnS **W vorher. ZSezug-prei» vierteljährl. Mk. SM monatlich 75 P^. mit Bringerlochnz durch die AbholesteAm vierteljährl. Mk. IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 tncctelHK mit Bestellgeld. Meßmer Anzeiger Hmerat-AnMger Amt»« nnd Anzsigebtatt ffir den 'Kreis Gieren. ?WM——JUg. ----- «Edition und Druckerei: §ch«rßT«ße Nr. 7. GrMsdeilsMl: Gießener Familienblätter, Der hosstjche Landwirt, MAter für heUche UMsKsnde. Adrest« für Depeschen: Anzeiger chtstzM. Fernsprecher Nr. 5L Vorboten des Sturmes. Seitdem vor drei Jahren die auswärtige Politik des Deutschen Reiches in die Hände des seitherigen Botschafters am italienischen Hofe gelegt worden ist, hat Gras Bülow unter uneingeschränkter Anerkennung wohl aller Parteien im Lande nut Glück und Erfolg seines ebenso schweren wie, indirekt, verantwortlichen Amtes gewaltet. Der frischere und straffere Zug, der von der Wilhelmstraße in Berlin hinüberwehte nach Paris und London und überall dorthin, wo er von Nöten ivar, that nach einer Politik zarter Rücksichtnahmen dem Auslande gegenüber uns Deutschen wohl, und es wollte fast scheinen, als wäre Graf Bülow im Begriffe, auf dem Gebiete der auswärtigen Politik das Erbe seines großen Vorgängers Bismarck anzutreten, das Kraft und Festigkeit den Anmaßungen des Auslandes gegenüber, weise Ueberlegung und reifliches Abwägen aber bei allen Dingen, durch welche die friedliche Weiterentwicklung des Reiches berührt werden könnte, zur Richtschnur der deutschen auswärtigen Politik gemacht hatte. Die allerneueste Zeit aber läßt mehr und mehr Bedenken darüber auftauchen, ob wir in dem Grafen Bülow in Wirklichkeit den Testamentsvollstrecker des ersten Kanzlers zu erblicken haben. Seine laue und weiten Kreisen unverständliche Haltung den mancherlei englischen Unverschämtheiten der neuesten Zeit gegenüber hat dem Staatsmann viele seiner Freunde entfremdet und mehr noch scheint das der Fall zu sein angesichts der Politik, die neuerdings vom Deutschen Reiche in Ostasien eingeschlagen worden ist, eine Politik, die tagtäglich die Zahl derer vermehrt, die mit Sorgen der nächsten Zukunft entgegenschauen, die bereits durch die letzttägigen Ereignisse in ihrer Bedenklichkeit illustriert worden ist. Wenn vielleicht auch angenommen werden kann, daß Graf Bülow, als er seine Zustimmung zu den großen Aktionen Deutschlands in China, zur Entsendung des Grafen Waldersee nach Ostasien und zu der Weltpolitik gab, die damit eingeleitet wurde, mehr dem Zwange höherer Instanzen gehorchte als dem eigenen Triebe, so wird er es doch in erster Linie sein, der, wenn auch nicht verfassungsrechtlich, so doch moralisch die Verantwortung zu tragen hat, und ihm wird die nicht ganz leichte Aufgabe zufallen, vor dem Lande die Schritte zu rechtfertigen und zu verteidigen, welche die auswärtige Politik des Reiches in der China-Affäre gethan hat. Die Aufgabe wird um so schwerer sein, als weite Kreise des Volkes in Mißstimmung versetzt sind, ob der fortgesetzten Ignorierung, die dem Reichstage durch die Regierung zuteil wird und weil die Gefahr vorliegt, daß sich Deutschland in einer Weise in Ostasien engagiert hat, die weder den Interessen des Reiches in China entspricht, noch auch den Machtmitteln, die es aufzubieten hat, wenn, was Gott verhüten wolle, die nur lose Einigkeit der Mächte in die Brüche geht, und die gelbe Rasse zur Ursache wird, daß die Mächte, statt den gemeinsamen Gegner zu bekämpfen, untereinander selbst zusammengeraten. ■ft—i Die Vorboten dieser tiefgehenden Unzufriedenheit zeigen sich fortgesetzt schon jetzt auf allen Seiten, und es ist dabei in hohem Maße beachtenswert, daß Graf Bülow resp. die Leitung der auswärtigen Politik Deutschlands selbst auf den Seiten mit Gegnern zu rechnen hat, von denen er bisher sagen konnte, daß sie eifrige Förderer seiner Politik waren. Ja, es ist unschwer nachzuweisen, daß gerade die Presse der rechtsstehenden Parteien, derjenigen Richtungen, welche seither für ein Groß-Deutsch- land eintraten, und gegen eine deutsche überseeische Weltpolitik kaum etwas einzuwenden hatten, das gröbste Geschütz gegen das Auswärtige Amt aufsährt. Nur ganz wenige Blätter sind es, die mit ihrem Tadel noch zurückhalten und in altem Vertrauen zum Grafen Bülow stehen, der aber trotzdem ihre Besorgnisse zwischen den Zeilen lesen könnte; von der „Kreuzztg.", „Dtsch. Tages-Ztg." und „Post" an bis zur „Köln. Ztg.", „Rhein.-Westf. Ztg." über die „Berl. N. dtachr." hinüber zur führenden Zentrumspresse, die ja, soweit nicht spezifisch katholische Interessen in Frage kommen, ebenfalls zur Regierung hält, geht mit der deutschen auswärtigen Politik scharf ins Gericht und ist durchaus nicht zurückhaltend in der Beurteilung der neuesten staatsmännischen Leistungen des Grafen Bülow. Die nationalliberale „Rheinisch-Westfälische Ztg.", hinter der die gesamte Großindustrie Westfalens und eines Teiles der Rheinprovinz steht, wirft dem Grafen sogar unverblümt vor, eine Reibungsfläche mit Rußland geschaffen und entgegen seinem klarsten und bündigsten Versprechen versucht zu haben, die führende Nolle in Ostasien an Deutschland zu reißen. Das Blatt spottet über den Walder- see-Rummel, der uns den Spott der ganzem Welt eingetragen habe. Bezeichnend sei der siünlose Taumel, mit dem gerade viele national gesinnte vaterländische Kreise auch oiese Form der Chinapolitik mitgemacht hätten. Erstaunt müsse man sein über die gedankenlose Dummheit eines großen Teils des deutschen Volkes, der, von den Offiziösen angeführt, für jeden, auch bedenklichen Schritt der Reichsregierung sich begeistere, ohne irgendwie an die Folgen zu denken. Verspottet werden die „Tintenkulis" des Auswärtigen Amts, die das Ausland, vor allem Wien, mit Lobeshymnen auf den Grafen Bülow überschwemmt hätten. „Räumen wir Peking", so schreibt die „Rhein.- Westf. Ztg.", „so haben wir uns unsterblich lächerlich gemacht und sind von Rußland gedemütigt. Räumen wir Peking nicht, so stehen wir zu Unrecht als die heißhungrigen Angreifer und Friedensstörer da; zugleich ist das sich anbahnende bessere Verhältnis zu Rußland jäh zerrissen." Aehnlich, wenn auch hier und da in der Form weniger scharf, sind die Auslassungen, die aus vielen anderen Blättern herausklingen, und man hat deshalb wohl recht, wenn man sie als Vorboten des Sturmes ansieht, der über kurz oder lang das Reichshaus am Königsplatz durchbrausen wird, und die Frage nach dem Reichskanzler wird eine der treibenden Kräfte sein, die diesem Sturm seine Intensität mit verleihen helfen dürfte. Ob die Regierung ihm gewachsen sein wird? Es dürfte kaum ausgeschlossen sein, daß der Regierungsapparat des Reiches, der sich in neuerer Zeit so sehr in Widerspruch mit der großen Mehrheit des Volkes gesetzt hat, erheblich beschädigt aus dem parlamentarischen Wetter hervorgeht, und wir würden das unter den gegenwärtigen Zeitverhältnissen kaum o!5i einen besonderen Nachteil ansehen können. Die Atmo- sphäre, die über dem Volke lagert, ist drückend und schwül, und ihre Reinigung kann nach jeder Richtung hin nun erwünscht sein. Das deutsche Volk hat ein vitales Interesse daran, seine Meinung nach oben hin deutlich laut werden zu lassen; der Respekt vor der Verfassung verlangt auch die Berücksichtigung des Volkswillens, und die leitenden Staatsmänner sollten es als ihre vornehmste Aufgabe betrachten, diesen Willen bei ihren Entscheidungen in Berücksichtigung zu ziehen und eventuell bei der Krone mannhaft zu vertreten; aber dazu gehören Männer dec That und Energie, nicht Männer der Repräsentation, die dem Geiste der Verfassung widersprechen. Vermischter. * Der mit großen Ausstellungen verbundene Medaillenschwindel wird in dem soeben erschienenes Heft 10 der „Pariser WeltaussteNung in Word und Bild", Verlag Kirchhoff & Co., Berlin (pro Heft 40 Pfg.), von dem Syndikus der Handelskammer zu Halberstadt, Dr. Otto Freiherrn v. Boenigk, treffend beleuchtet. Es wird nachgewiesen, daß sich an die Ausstellung eine Reihe von Privatunternehmungen gehängt hat, die auss die Eitelkeit der Fabrikanten und Gewerbetreibenden spekuliert und durch einen schwindelhaften Handel mit Medaillen) und Diplomen sich zu bereichern versucht. * Das Verhalten des deutschen Kronprinzen im Felddienst läßt erkennen, daß der Thronfolger ein warmes Herz für seine militärischen Untergebenen hat. Ein Augen- und Ohrenzeuge teilt folgendes aus dem Brigade-Manöverterrain mit: Als der Kronprinz an einem der letzten heißen Tage mit seinem Zuge eiC Wäldchen in der Nähe von Stücken besetzt hielt, lehnte er einen erfrischenden Trunk, den ihm einer der Kompagnie-Offiziere anbot, mit den Worten ab: „Ich führe noch eine halbe Flasche Wein bei mir, die ich jedoch für meine Leute aufheben will, falls ihnen auf dem beschwerlichen Marsche etwas passiert." Nach Beendigung des Gefechtes bestieg der Kronprinz das Pferd seines Haupt- manns und galoppierte nach Schlunkendorf, um selbst dafür Sorge zu tragen, daß die abmarschierenden erschöpften Gardisten durch Wasser erquickt würden. * Von Professor Galetti in Altenburg, der noch zerstreuter gewesen sein muß, als das Gerücht von manchem Gelehrten behauptet, erzählt die „Magd. Ztg." anläßlich seines 150. Geburtstages folgende rednerische Entgleisungen: Was die Farbe des Mondes betrifft, so ist sie gewöhnlich groß. — Servius kam nach Rom und wurde daselbst geboren. — Varus war der einzige römische Feld- Berliner Brief. (Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck verboten.) »3u viel Waldersee". — Die Bilderwut unsrer Tage. — Eine photographische Familie. — Wer den Schaden davon hat! Tie Stimmung eines so vielköpfigen Ungeheuers, wie das Berliner Publikum es ist, schwankt im Handumdrehen aus einem Extrem ins andere; und wenn die lieben Weiß- bierphilister auch nicht gleich „Kreuzige ihn" schrein, nachf- dem sw gestern „Hosiannah" gerufen haben, so sind sie doch im stände, dem „Liebling" von ehegestern recht bittere kritische Blicke zuzuwerfen, die bekannte Denkerstirn zu runzeln und die Unterlippe spöttisch hängen zu lassen, nota bene, wenn das des eingeklemmten Stummels wegen möglich ist. Einsichtigen Leuten war es von Anfang an nicht geheuer, wie laut und lärmend die allezeit Servilen den Abschied des „Höchstkommandierenden in China" in Scene setzten. Es waren für einen nüchtern Denkenden zu viel der Begrüßungen, Ansprachen, Anekdötchen, Abbildungen rc. und man fragte sich hier und dort, wenn auch mit Unrecht, da der Feldmarschall je die schnellste Gelegenheit, auf seinen Posten zu kommen, wahrgenommen hat: „Warum nimmt er so lange Abschied? Vielleicht ist es in China schon vorbei, wenn er endlich hinkommt?" Das Publikum vergaß die notwendigen Vorbereitungen für eine solche Expedition, sah nur immer und immer wieder die mehr als zweifelhaften Bilder in den gräßlichen sensationsbedürftigen Berliner Massenblättern: Waldersee zu Fuß, Waldersee zu Pferde, Waldersee mit Frau, Waldersee in Khati-Uniform, Waldersee mit seinem Stabe, Waldersee in Cassel, in Hannover, in Berlin, in Rom — Waldersee ^nd kein Ende! Unwillkürlich dachte man an den alten Mojtke mit seinen Riesenthaten, der jeder öffentlichen I Ovation abhold war — und hatte sich Dank der nimmer- I müden Weihrauchspender und Hurraschreier den Magen über Nacht verdorben. Es war zuviel des Guten! Und wenn nun die Affaire in China durch die meisterhaften Schachzüge des chinesischen Bismarck wirklich früher zu Ende ginge, ehe der „neue deutsche Moltke" dort in Aktion treten konnte, mußte der ganze pomphafte Abgang des alten Herrn, der als Heerführer noch keine Gelegenheit gehabt hat, sein Licht leuchten zu lassen, nicht ungeheuer bedrückend auf ihn wirken? Diese tausend Bilder in allen Schaufenstern, nicht zu vergessen die Wachsfigur in Castans unerbittlichem Panoptikum? Es ist die entsetzliche Bilderwut von heute, die den größten Teil der Schuld an dieser ins Maßlose gegangenen Verherrlichung trägt; die Sucht, es einander znvorzuthun und keine Gelegenheit verstreichen zu lassen, sich als best- informiert und überall gut angeschrieben zu präsentieren. Und dazu eignen sich Bilder, die ein günstiger Zufall oder ein forsches Trinkgeld, vielleicht auch nur aufdringliche Schmeichelei, den Zeitungsjockeys zur Wiedergabe in die Hände spielte, am allervorzüglick)sten. Mitunter führt ein bischen Phantasie noch viel schneller ans Ziel. Ein armer Teufel von Zeichner ist willig und Papier noch immer gieduldig. Dann entstehen die famosen Illustrationen aus Transvaal und China, deren hervorragendste den Gesandtenmord in Peking darstellte. Herr v. Ketteler zu Pferde und die Boxer mit geschwungenen Messern um ihn her, während der Botschafter bekanntlich in einer Sänfte erschossen wurde. Es sind die selbstverständlichen Folgen einer immer größere Kreise ziehenden Modekrankheit, die hier zutage treten: das Photographie-Fieber, auch Camera-Rappel oder Okular-Wut genannt. Man sehe nur einmal Sonntags die modernen Ausflügler zum Grünewald oder nach: Finkenkrug und in die Tegeler Heide ziehen. Welcher Unterschied gegen früher, wo sentimentale Jünglinge eine Guitarre mit grünem Bande über der Schulter hängen hatten und ein anderer vielleicht verschämt eine Flöte trug. Heute schleppt Nr. 1 einen mehr oder minder großen Moment-Apparat am Riemen über der Schulter mit und statt der Flöte trägt Nr. 2 das Stativ dazu. Ja, wie es radelnde Familien giebt, wo die Sprößlinge vor dem Abc in die Geheimnisse des Pedals eingeweiht werden, so giebt es andere, die von der Großmutter an bis zum fünfjährigen Enkelkind dem Kodak-Teufel verfallen sind und mit ihrem satanischen Knippskasten von früh bis spät auf der Lauer liegen, um im Bilde festzuhalten, wenn zwei sich raufen oder küssen, von schrecklichen Scenen gan$ zu schweigen. Alles in dieser Familie dreht sich um die leidigen Aufnahmen; ob die Beleuchtung günstig war, ob man die Linse lange genug offen gelassen oder nicht, ob- Bello wieder mit dem Schwänze gewackelt hat und wann man die Ausbeute der Woche zu entwickeln gedenkt. Ach das Entwickeln! Heiliger Daguerre, was hast Tu angerichtet! Alle möglichen und unmöglichen Räume werden zu Dunkelkammern umgewandelt; die ganze Wohnung riecht nach gräßlichen Säuren und ewigem Lampenblak, und die Fußböden bekommen Löcher wie der Schweizer Käse. Die armen Berufsphotographen aber, denen die Wertheim, Jandorf und andere Riesenbazare schon das Geschäft verdorben haben, sitzen in ihren mehr oder minder teuren Ateliers und warten auf einen Kunden. Das „Abnehmen" ist im Zunehmen; aber bei ihnen entwickelt fidv nichts. Wie viele müssen dabei untergehen, wenn sie nicht wie dieser und jener auf den Dienstmädchenfang ausgehen und den unschuldigen Würmern vom Lande mit Offerten: 3 Mark das Dutzend, bei Zusage 1 Mark Anzahlung, den Mund wässerig 'machen wollen. Reichtümer .werden sie schließlich auch dabei nicht mehr erwerben. . . A. R. Herr, dem es gelang, von den Deutschen besiegt zu werden. — Ja, da darf man nur an den Vesuv denken, um zu wissen, wann Plinius gelebt hat. — Tie Cimberu und Teutonen stammen eigentlich von einander ab. — Es gelang dem Fernando auch, König von Spanien zu werdens oder vielmehr, er wurde es nicht. — Nach der Hinrichtung der Maria Suartt erschien Elisabeth im Parlament, in der einen Hand das Schnupftuch- in der anderen die T^räne. — Von Newton brauche ich nichts weiter zu sagen, aiZ! daß er gestorben ist. — Wellington kaufte in Portugal ein Silbergeschirr für 12 000 Thaler, wofür er anderswo ein goldenes Silbergeschirr hätte bekommen können. — Es kam mit Napoleon sogar so weit, daß sein erstes Kind sogar ein Sohn war. — Sie kriegten den Grumbach her, rissen ihm das Herz aus dem Leibe, schlugen es ihm um den Kopf und ließen ihn laufen. — Nach 8er Schlacht bei Leipzig sah man Pferde, denen drei, vier und noch mehr Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen. * EinejugendlicheMuttervon 11 Söhnen. Mit kaum 22 Jahren beinahe ein Dutzend Kinder und noch dazu ausschließlich Knaben in die Welt gesetzt zu haben, kann sich wohl nur eine einzige Frau auf dem ganzen Erdenrund rühmen. Und diese „Rekordmutter" ist nicht etwa eine Proletariersfrau, sondern gehört zur vornehmsten Pariser Gesellschaft, sie nennt sich Madame la Vi- comtesse de Rochemaille. Die ebenso schöne wie liebenswürdige Aristokratin scheint es sich zur Pflicht gemacht zu haben, zehnfach einzuholen, was ihre Landsmänninnen versäumen, und so ein Segen für das kinderarme Frankreich zu werden. Wie aus oer Seinestadt berichtet wird, hat die Vicomtesse vor wenigen Tagen ihren verblüfften Gatten mit Drillingen männlichen Geschlechts beschenkt. Mutter und Kinder erfreuen sich des besten Wohlseins. In den ersten Jahren ihrer seit dem Winter 1895/96 bestehenden Ehe hat sie bereits viermal einem Knaben- Zwillingspärchen das Leben gegeben. Diese acht kleinen Buben, von denen der Aelteste noch nicht vier Lenze zählt, sind so gesund und kräftig, wie es die überreich gesegneten Eltern nur wünschen können. Ihrer Freude über die Ankunft von drei neuen winzigen Brüdern verliehen die zwei Erstgeborenen in so lärmender Weise Ausdruck, daß sie mit ihrer Bonne in die entlegensten Zimmer des eleganten Palais verbannt werden mußten. Lehrerbcsoldrrng und Lehrermangel. Man schreibt uns: Allmählich rückt der Oktober heran und mit ihm tritt der hessische Landtag aufs neue zusammen. In demselben wird auch das Lehrerbesoldungsgesetz feinen endgiltigen Abschluß finden. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, so war die Frage „Was ist zu thun, um in Bälde die äußerst dürftigen Gehaltsverhältnisse der Lehrer zu regeln?" Gegenstand eingehender Erörterungen der verschiedenen Landtagsfraktionen. Diese Verhandlungen gipfelten sämtlich in dem Beschluß, daß uoch in diesem Herbste auf gesetzlichem Wege eine rückwirkende Gehaltsregulierung durchgeführt werden müsse. Denn die Volksvertretung hat eingesehen, daß der Lehrerstand ohne eine bessere Bezahlung quantitativ und qualitativ zurückgehen must Es ist Thatsache, daß gegenwärtig einzelne Schulfiellen von benachbarten oder im Ort wohnenden Lehrern mitoersehen werden, obwohl man schon seit vorigem Jahre zahlreiche Ruhestandsversetzungen verschoben hat. Es soll außerdem an eine ganze Anzahl fron Pensionären das Ersuchen um Wiedereintritt in den Dienst ergangen sein, und thatsäMich sind seit Frühjahr mehrere derselben in den aktiven Schuldienst zurmckgekehrt. Es liegt uns gänzlich fern, den älteren Lehrern in irgend einer' Weise zu nahe zu treten, aber frage sich doch jeder selbst: Kann ein Greis, bei dem das Bedürfnis nach Ruhe bereits zum Ausdruck gekommen ist, das leisten, was ein junger, kräftiger Mann vermag? Und der Lehrerberuf fordert einen ganzen Mann. Auf diese Weise sollte man also nicht dem Lehrermangel entgegenarbeiten. Wir sagen Lehrermangel, und mit Recht. Denn feit den letzten Jahren sind die vom Seminar entlassenen Schulamtskandidaten schon nach einigen Wochen verbraucht. Hierzu kommt nun nody, daß mit Herbst dieses Jahres die Bestimmung in Kraft tritt, laut der die Volksschullehrer das Befähigungszeugnis zum einjährig-freiwilligen Dienst erhalten, sodaß sie statt der bisherigen zehn- wöckstgen Militärübung fernerhin ein ganzes Jahr dienen müssen. Dadurch werden ungefähr zwei Drittel der in einem Jahre ausgebildeten Schulamtskandidaten für ein volles Jahr dem Schuldienst entzogen. Schon jetzt zeigt es sich in den einzelnen deutschen Bundesstaaten mehr oder weniger, daß der Zugang zum Lehrerberuf, in dem ohnedies kein Ueberfluß besteht, seit den letzten Jahren bedeutend abgenommen hat. Schuld hieran ist allein die schlechte, unzeitgemäße Besoldung der Lehrer. Während früher immer junge Leute von den Aufnahmeprüfungen zurückgewiesen werden mußten, melden sich jetzt nur noch so viel, daß eine eigentliche Auswahl nicht mehr denkbar ist. Zu den Kosten der Ausbildung kommt von nun an noch ^die erhebliche Summe, die der einjährig-freiwillige Dienst fordert. Mancher dürfte es sich deshalb bei der jetzigen Besoldung zweimal überlegen, ehe er sich entschließt, Volksschullehrer, zu werden, und wer könnte das auch einem jungen Manne verübeln! Es ist gewiß nicht besonders verlockend, sich einem aufreibenden Berufe zu widmen, der nicht imstande ist, seinen Mann zu ernähren und erst nach 32 jähriger Dienstzeit ein Höchstgehalt von 2000 Mark in Aussicht stellt. Ter Lehrermangel wird auch dadurch noch verschärft werden, daß ohne Zweifel mancher junge Lehrer — unter denen übrigens schon genug Enttäuschung und Mißvergnügen herrscht — beim Militär bleiben wird, sei es um sich dauernd dem militärischen Verwaltungsdienst zu widmen, oder um nach zwölf Jahren den Zivilversorgungsschein zu bekommen, der bei der Ausbildung der Lehrer Aussicht zu Beamtenstellungen bietet, die mindestens das Doppelte der Lehrerbesoldung eintragen. Diese Thatsache sollten die Regierungen der einzelnen Bundesstaaten beachten und bei Zeiten dem Lehrermangel durch eine angemessene Besoldung des Volksschullehrerstandes entgegenwirken; nur hierdurch können Lehrerstand und Bolksschulwesen gehoben werden. Dankbar sei anerkannt, daß in diesem Bestreben die hessische Staatsregierung mit an erster Stelle marschiert. Bei den Verhandlungen im Frühjahr war bekanntlich der Umstand, daß man damals das Ergebnis des neuen Steuergesetzes noch nicht genau überblicken konnte, der Gehaltssache hinderlich. Nach neueren Erhebungen sollen nun aber die Fi/anzen des Staates es möglich machen, die Gehalte der Volksschullehrer im Sinne des ursprünglichen Backes- schen Antrags zu regeln. Der Lehrerstand ist deshalb der festen Hoffnung, daß bei dem Zusammentritt der Landstände im Oktober seine Gehaltsangelegenheit zur Zufriedenheit aller geordnet werden wird. Kunst und Wissenschaft. Gegen die Pest! Die Mitte September in Trier stattfindende Generalversammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege wird sich in erster Reihe mit Maßregeln zur Bekämpsung der Pest beschäftigen. T^r für diesen Gegenstand ernannte Berichterstatter, Geh. Medizinalrat Professor Dr. Gaffky-Gießen, schlägt folgende Leitsätze vor: 1) Die Maßregeln zur Bekämpfung der Pest haben durch die Entdeckung des spezifischen Krankheitserregers und durch die Forschungen über sein Verhalten im und außerhalb des menschlichen und tierischen Körpers schon jetzt eine sichere Grundlage erhalten. 2) Die zum Schutz gegen das verseuchte Ausland erforderlichen Abwehrmaßregeln lassen sich innerhalb des Rahmens durchführen, welcher durch die Bestimmungen der internationalen Sanitäts- Konvention von Venedig gegeben ist. Jene Maßregeln werden ihren Zweck um so sicherer erfüllen, je zuverlässiger und je besser vorgebildet die mit ihrer Ueber- wachung betrauten Organe sind. 3) Da die Pest den günstigsten Boden für eine epidemische Verbreitung in dicht gebauten, überfüllten uni) unreinlichen Wohnquartieren findet, so ist auf die Sanierung solcher Quartiere schon in seuchefreien Zeiten großes Gewicht zu legen. 4) Je früher die stattgefundene Einschleppung der Pest an einem Orte bakteriologisch festgestellt wird,- um so sicherer wird es gelingen, die Epidemie im Keime zu ersticken. Wenn bei drohender Pestgefahr ein auffallendes Sterben unter den Ratten bemerkt wird, so ist alsbald eine bakteriologische Untersuchung der Kadaver zu veranlassen. Gruppenweise vorkommenden Lungenentzündungen ist in Pestzeiten besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. 5) Um eine Einschleppung der Pest auf dem Seewege thunlichst frühzeitig erkennen und unschädlich machen zu können, ist neben der gesundheitlichen Kontrolle der einlaufenden verdächtigen Schiffe vor allem auch eine ständige ärztliche lieber» wachung des Gesundheitszustandes der Schiffsbevölkerung in den Häfen selbst notwendig. Gute Einrichtungen zur Desinfektion, sowie zur Unterbringung von kranken und verdächtigen Personen dürfen in den Häfen nicht fehlen. 6) Beim Auftreten der Pest innerhalb des Deutschen Reiches bieten die in dem sogenannten Reichsseuchengesetze enthaltenen Bestimmungen über die Anzeigepflicht, die Ermittelung der Krankheit, die Schutzmaßregeln usw. ausreichende Handhaben zur Bekämpfung der Seuche. Anzustreben bleibt der Erlaß eines die obligatorische ärztliche Leichenschau regelnden Reichsgesetzes. Die Bestimmung in Paragraph 10 des Reichsseuchengesetzes, nach welcher für die von der Pest bedrohten oder befallenen Orte unt> Bezirke durch die zuständige Behörde die Leichenschau angeordnet werden kann, ist als ausreichend nicht zu betrachten. 7) Tie Entsendung bakteriologisch geschulter Sachverständiger ist nicht nur zu diagnostischen Zwecken, sondern auch gur Unterstützung der Medizinalbeamten und Behörden bei der Bekämpfung der Seuche dringend zu empfehlen. 8) Tie guten Erfolge der Schutzimpfung mit abgetöteten Pestbakterien machen es wünschenswert, daß zur Immunisierung der in erster Linie der Ansteckung ausgesetzten Personen (Aerzte, Krankenpfleger usw.) Impfstoff bereit gehalten wird. Es empfiehlt sich,, die Herstellung des Impfstoffes einer Zentralstelle zuzuweisen, welche sich zugleich mit der Gewinnung eines wirksamen Schutz- und Heilserums zu beschäftigen hätte." Die Nordpol-Expedition des Herzogs der A b r uzzen hat mit einem Mißerfolg geendet, das wissenschaftliche Resultat aber ist aussichtsreich. Nach einer Trahtmeldung aus Hammerfest, 5. September, schleppt der Dampfer „Hertha" gegenwärtig den Dampfer der Expedition des Herzogs der Abruzzen „Stella polare" südwärts. Eine weitere Meldung aus Hammerfest lautet: „Ter Dampfer „Hertha", der vor einiger Zeit mit einer privaten Jagdgesellschaft von hier abgegangen war, war gestern hierher zurückgekehrt, ohne Franz Josefsland erreicht zu haben, wo die Jagd stattfinden sollte. Die für den Herzog der Abruzzen bestimmte Post wurde damals dem Herzog nicht zugestellt. Die Insel war mit mehrere Meilen sich hinstreckendem Eise umgeben. Die „Hertha" versuchte vergeblich von mehreren Seiten, an die Insel heranzukommen, traf aber überall große Eisberge an. Der kürzeste zwischen der „Hertha" und der Insel erreichte Abstand betrug sechs Seemeilen; man wagte aber nicht, da das Eis in starker Bewegung war, das Schiff zu ber- lassen. Als die „Hertha" Hammerfest wieder verließ, begegnete sie in der Nähe der Stadt der „Stella polare" Die Post wurde sofort an Bord gebracht, weshalb die „Stella polare" nicht mit dem Festland korrespondierte, sondern südwärts weiterging." Ter Herzog der Abruzzen geht direkt mit der „Stella polare" nach Trondhjem, dann mit der Eisenbahn nach Christiania und später nach Italien. Die „Stella polare" geht später nach dem Sanbefjord. Sie wurde in der Tafelbay vom Eise ganz aufs Land geschoben. Der Schiffsraum war mit Wasser gefüllt. DaS Schiff wurde ausgebessert, war aber immer noch leck. Aus den beiden Zelten, die mitgeführt wurden, wurde ein Zelt errichtet, über das ein Schiffssegel gelegt wurde. Tas ganze Zelt wurde alsdann auf Planken gestellt, die vom Schiffe losgerissen und mit Segeltuch überdeckt wäre«. Außerdem wurde ein mitgebrachter Ofen in dem Zelte aufgestellt. In der ersten Nacht waren sieben Grad Kälte, sodaß im Zelte die Stiefel gefroren. Später war der Aufenthalt gut. Das Zelt, ungefähr 18 Fuß hach, war ganz eingeschneit. Vier Expeditionen wurden ausgesandt, die erste nordwärts, um Stationen zu erricfyten. Di« zweite, bestehend aus einem norwegischen Maschinisten un» zwei Italienern, sollte zwölf Tage fortbleiben, kam aber nicht zurück. Tie dritte dauerte 24 Tage, die vierte 105 Tage. Die letzte Expedition erreichte 8 6 Grad 3 3 Min. nördlicher Breite (Nansen kam nur bis 86,14 Grad. D. Red.) und bestand aus dem Korvettenkapitän Cagni-Cueden und drei Mann. Cagni errichtete Depots für die Verschollenen. Jedoch war wenig Hoffnung, daH diese noch lebten. Die wissenschaftlichen Resultate der Expedition sind befriedigend. Gefangen wurden 40 Bären und ein Walroß. Ter Herzog war tief bewegt, als er die .Kunde von der Ermordung des Königs Humbert empfing. Tie Flagge der „Stella polare" wurde augenblickliche gesenkt. Von 123 Hunden sind nur 14 zurückgekehrt. Nach der Rückkehr der letzten Expedition arbeitete man 3 Monate mit pen größten Anstrengungen, um die „Stella polare" zu befreien und zu reparieren. Tepots für 20 Menschen wurden am Cap Flora, Cap Rudolf und im Franz Josefs- land hinterlassen. „Stella polare" besuchte auf dem Hinweg Nansens Hütte auf Franz Josefsland. Die elf Monate andauernde Einschließung im Eise erfolgte aus dem Rückwege. Diejenige Expedition, welche 86 Gra» 33 Min. nördlicher Breite erreichte, lebte 100 Tage ausschließlich von Hundefleisch. Weil er zwei Finger erfror, wurde der Herzog der Abruzzen verhindert, an ocefer Expedition teilzunehmen. Schiffsllachrichten. Nordd-utfchn Lloyd, in Gießm ncrtrrten dmch Me Agenten r«rl Loos und 3. M. Schulhof. Bremen. 6. September. sPer transatlantische Telegraph.j Der Scknellooftdampfer„Labn", Kapitän öoijüal.Haus-.Hilss- und Linderungsmittel > - -olltc in teinem Haushalt sthleu ! -Ueberraschend gnust. Erfolge! Freiwillig ertheilte, glänzende Auer- tennnngen, maffenhaftr Dankschreiben I Name, ENkrtte und Verpackung geniesten weitestgehenden Schutz deS kaiserlich. Patentamtes. Bekannt al« beste«, wirksamste« Linderungsmittel b. Huste« jeder Art, Kinder« CrfcMCkS Gesundheit: KPäuten-Honig Bringe mein faÄiiliiiT aas der Krauem Sichler in erupfeykende Krinnernng. Bestellungen in jeder Quantität liefere frei ins Haus. 03579 PL Bob, MlihMraße 11. FrnchtKcke Kaetssfelsäcke rreue und gebrauchte, Slrohsäcke Pntzlüchsr empfiehlt billigst 5909 Robert Stahl, NeuWt 23. § Hotel Victoria I Ö führt z 0 Exportbier 0 C aus der 6601 J 9 Brauerei Friedel & Asprion. H g 0 Tanz-Unterricht. Mein Tanz-Unterricht beginnt wieder üflontag den S- Oktober 1900. 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Einem geehrten Publikum zur gefällig.n Nachricht, d-ß wir das seither unter der Firma Prang & Fischer betriebene Dachdecker-Geschäft getrennt führen. Mit der Bitte um gefl. Kenntnisnahme dieser Aenderung empfehle ich mich zur Nedermhme «nb besten Ausführung aller vordammeuben Neubauten sowie Reparaturen von Dächern aller Art unter Zusicherung schnellster und billigster Bedienung. 6760 Hochachtungsvoll Wilhelm Fischer, Asterweg 13. Dachdecker. Asterweg 13. K Zar NMNinmg über gewisse Irrthümer, welche vielfach infolge unrichtiger Heclamebehaupfungen Im Publikum Eingang gefunden haben, stellen wir hiermit fest: Die sogenannten Suppenwürzen werden nicht- aus Fleisch bereitet, sie geben folglich nicht fleiscbbrühe, wie t.ietng'e fleioch-extrMt, und können zur Fleischbrühe nur ab Zufhat, als Ersatz fflr Luppenkraut, Gewürz und Salz dienen. Vie neuen Präparate, welche unter pbantaofenamen ebenfalb als Fleisch-Exfract angepriesen werden, von denen sogar in den Peolameschriften gänzlich umMbr behauptet wird, das» sie aSmmtliche Nährstoffe des Fleisches enthielten, sind mit viel Wasser und Kochsalz verdünnte und mit etwas (chemisch zersetzter) Eiweisseubetanz wieder verdickte pseudo - fletsch - 6xtraste, welche nur wenig über 60 Prooent Fleisch-Extraot, und zwar ungenannten Ursprungs, Lsmyagntt Cliblg, Weiße und Grime-Worstänge in großer Auswahl, abgepatzt und am Stück. Großer Posten Vorhänge von 3 Mk. an per Fenster zum Ausverkans. Vorhänge in Wolle. Seide u.d gestickt. 4189 Th. sSrück. Schlotziaffe 16. Winter’s Germania.Spar^Kooliliefd. filt Familien, Stadt- und Landbedarf, Herrschaftl. Küchen, Restaurationen, für IrdrS Brrnnmaterlal eingerichtet. Speclalltät: Kocheinrichtungen für Militär-, Schiffs- und Hotelküchen. Oscar Winter, Hannover, gegründet 1796. 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