Mittwoch den 9. Mm Anrts- imfc 2lnzeigeblott fiw den Ttveis Gieren 8333 arte 4t. flirt* Wäft, 255t Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener K-amtlteuvtättcr werden dem Anzeiger kn Wechsel mit „Hess. Landwirt" n. .^ölätter für heff. Volkskunde" wöchtl. 4 mal brigelegt. ««tÜ.Stt, llhr, ®*'Wieta4 se. 3235 ize Führung dem Verleg olL tt. rolle, mli bei SWl Siedaktion, Expedition und Druckerei: KchukSraße Nr. 7. Adrefle für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Alle Anzeigen.VermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal. 12 Psg., auswärts 20 Psg. M. 107 Erstes Blatt. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische Volkskunde.__ Gießener Anzeiger Heneral-Nn^eiger !< |8»«* IM "XTio. 1900 ZZczugspreis vierteljährl. Mk. 2.20 monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. dem Kronprinzen als Gabe zur gestrigen Feier die Hul- diqungsadresse der Stadt Berlin, von der Hand Adolf v Menzels geschmückt, überreichen, mit welcher dre Stadt Berlin am 18. Oktober 1849 dem Kaiser Friedrich, damaligen Prinzen Friedrich Wilhelm, die Glückwünsche zur Mündigkeitserklärung darbrachte. Tä Herzog von Oporto erhielt wahrend des Galadiners den Schwarzen Adler-Orden. Prmz Christian von Dänemark, der Vertreter des dänischen Königs, der dem Kronprinzen den Elephantenorden überbrachte, ist heute früh wieder abgereist. lieber die staatsrechtliche Bedeutung der Großjahrig- keitserklärung berichtet die „Märk. Volksztg.": Zunächst wird damit dem Kronprinzen die Fähigkeit zuerkannt, bei Erledigung des Thrones denselben zu besteigen. Wahrend seiner Minderjährigkeit hatte der Kronprinz nur Anspruch auf Gewährung von Sustentationsgeldern aus dem Kron- fideikommißfonds. Mit erlangter Großjährigkeit stehen hm zwar fortan Apanagen zu, doch bestimmen die Hausgesetze der Hohenzollern nur, daß ste zur „standesgemäßen Erhaltung" ausreichen müssen. Die Hohe zu bemessen steht I daher in dem Befinden des Kaisers als be» Familienoberhauptes. Dieser Kronfideikommitzfondv, aus dem auch die Apanagen entnommen werden, betragt gegenwärtig vier Millionen Thaler. Im übrigen steht den Mitgliedern des königlichen Hauses eine staatsgesetzliche Geldgewahrung^nur nach Maßgabe ihrer amtlichen Stellungen zu. Da Mon I ürinA Wilhelm Leutnant a la Smte des 1. Garde-Reg^ I ments zu Fuß ist, so hat er zunächst gesetzlich nur Anspruch aus das Jahresgehalt eines Leutnants (900 Mk.) und aus I den Wohnungsgeldzuschuß für Leutnants, ^n ferner^Eigen- I schäft als Statthalter von Pommern, welche eine erbl^e I Würde ist und jedesmal auf den ThErfolger Preußens I fällt, erhält er keine Vergütung. Mit der Großfahrigkeitserklärung trat der Kronprinz gleichzeitig den Besitz des I der Kaiser den General-Obersten Grafen I Waldersee zum General-Feldmarschall ernannt hatte, I wandten sich der General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen, als der älteste Offizier der Armee, sowie der Chef des Militär-Kabinetts, General der Infanterie von I Hahnke, im Namen der Armee mit der Bitte an Kaiser I Wilhelm, doch auchselbstdieFeldmarschallwurde I anzunehmen. Die Kaiserliche Entscheidung über diese Bitte dürfte unmittelbar bevorstehen. Die Verleihung der österreichischen Generalfeldmarschallswürde an Kaiser Wilhelm I hat in Oesterreich einigermaßen überrascht. Es wird darauf I hinaewiesen, daß bisher Generalfeldmarschälle nur selbständige Oberkommandierende der Armee im Kriege wurden, welche die Fahnen der Habsburger zum Siege geführt hatten. Die letzten Generalfeldmarschälle waren Graf Radetzky und Erzherzog Albrecht, die beide den Marschallsstab auf den Schlachtfeldern Oberitaliens erworben hatten, I Erzherzog Albrecht in der Schlacht von Custozza. Seit dem Tode des Erzherzogs Albrecht gab es in der österreichisch- ungarischen Armee außer dem Kaiser selbst keinen General- I feldmarschall. Die höchste Generalswürde in Friedens- I reiten, die auch Kronprinz Rudolf bekleidete, ist die eines I Feldzeugmeisters. Erzherzog Albrecht starb 1895 als letzter I der sechs Feldmarschälle, die es unter Kaiser Franz Josefs I Regierung gegeben hat. Von den anderen fünf starb Gras I Radetzky 1858, Fürst Alfred Windischgrätz 1862, Graf Leval Nugent 1862, Graf Eugen Wratislaw 1867, Freiherr von nähme von Anzeigea zu der nachmittags für den fhenden Tag erfchcincnder. Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abends vorher. ^"Wahrlich, Deutschland kann mit hoher Befriedigung I zurückblicken auf die glanzvollen Tage in Berlin, wo die deutsche Macht das Ansehen, das Deutschland in aller Welt qemeßt, deutlich in die Erscheinung traten durch die spontane Huldigung, welche die fremden Fürsten unserem Kaiser und seinem Hause durch ihre Anwesenheit am Ehrentage des Kronprinzen darbrachten. Nicht gering anzu- schlagen ist die Beruhigung, die notwendigerweise durch die von so hohen Stellen aus ergangenen Friedensversicher- ungen eintreten muß, denn niemand darf m Abrede stellen, daß die internationale Lage in letzter Zeit gar nicht allzu | zuversichtlich aussah. Den Frieden freventlich zu stören, wird heute kaum jemand wagen, dre Verantwortung sur die Folgen wären größer, als ,re erne Macht allem zu tragen vermöchte. Ein Hort des Friedens bleib der Drei- bund möchten sich um ihn nach und nach alle Staaten schäaiem Zamit ein uneinnehmbares Bollwerk geschasi-n werde gegen alle Bestrebungen, den frieden zu stören. Den Beginn der Feierlichkeit am Sonntag in der Schloßkapelle zu Berlin kündete Glockengeläut an. Am Altar hatte die Geistlichkeit Platz genommen seitlich vor demselben stand ein Fahnenträger des 1. Garde-Regiments mit der alten ruhmreichen Fahne des 1. Bataillon^, daneben 2 Offiziere. Rings in den Nischen standen die Mannschaften der Leib-Kompagnie mit Gewehr bei Fuß, das Haupt mit der Blechmütze bedeckt. Links vor dem Altar eine große Gruppe gold- und silberschiMnernder Zivü- und Militär-Uniformen, malerischer und kostbarer Trachten- das diplomatische Corps, an seiner Spitze der Reichskanzler, die Botschafter (zunächst der italienische und der österreichische) und Gesandten, ferner die in besonderer Mission entsandten Vertreter fremder Souveräne, die Mitglieder des Bundesrats, die fremdherttichen Offiziere, die Deputationen fremder und deutscher Regimenter. Gegenüber saßen die Ritter des schwarzen Adler-Ordens darunter Minister Graf Goluchowski; weiter die Generale und Admiräle, die Minister und der ^heAdel, die Kabinettschefs, ine Umgebungen und Gefolge der Al erhochsten und höchsten Herrschaften, die Damen der Hofe, die Präsidien der Parlamente die Räte ^ind Kommandeure. Unter großem Vortritt der sämtlichen Hofchargen und während bet Domchor zum Psalm 121 einsetzte, betraten die Majestäten und tfurft» lichkeiten den Saal. Es führten der Kaiser von -.esterreich t>ie Kaiserin und Königin, der 'Kaiser die Großherzogin Rückblick auf die Berliner Festtage. Verrauscht sind die Festtage in der deutschen Reichs- I hauptstabt, die einen über Erwarten glanzenden Verlauf genommen haben. Frohe Tage behalten wir gern im Gedächtnis, und ein Rückblick aus solche bildet stets eine angenehme Abwechselung im Alltagsgetriebe. Um so mehr I ist es angezeigt, zurückzuschauen auf die Ereignisse, die I sich am Freitag, Samstag und Sonntag ui Berlin ab- I spielten und von denen die Gesamtheit des deutschen Boltes I in so hohem Grade interessiert war. Die Bedeutung, welche I die Festtage über den Rahmen der Familienfeier hinaus I bitte, spiegelte sich insbesondere wieder in den bei den I Galadiners gehaltenen offiziellen Trinkspruchen, deshalb I möchten wir gerade die letzteren noch einmal zum Gegen- I stände unserer Besprechung mackjen. Und was ist es denn, I das diesen TrinksprüchM den hohen Wert verleiht? Daß sie eine Friedenskundgebung darstellen, an deren Ausrich- | ligkeit zu zweifeln frevelhaft wäre. Ein Hort und ein I Bollwerk des Friedens wurde am Freitag der Dreibund von beiden Kaisern genannt, und aus diesem Grunde kann cs.die -ganze Weltuur> mit großer Genugthuung aufnehmen, wenn die Festigkeit und Unerschütterlichkeit dieses Bundes neuerdings offenbart, wenn die Hoffnung auf die Fortdauer der unverbrüchlichen Freundschaft zwischen den Dreibundstaaten so zuversichtlich betont wurde. In seinem Trinkspruche am Sonntag ergänzte Kaiser | Wilhelm noch die am Freitag gegebenen Friedejns-Ver- । sicherungen. Er sprach nicht vom Dreibund allein, sondern er führte aus, daß das deutsche Reich eine Politik verfolge, die es befähige, mit j e d e r m a n n in gutem Frieden und iü Freundschaft zu leben. Der Kaiser sieht in der Anwesenheit der fremden Fürsten und der Vertreter der Staatsoberhäupter ein Anerkenntnis der von ihm geführten Friedenspolitik, und zwischen den Zeilen kann man den lebhaften Wunsch des Kaisers herauslesen, daß die übrigen! Staaten von gleichen Gesinnungen beseelt sein, daß alle Regierenden ihm nacheifern möchten in dem Bestreben, der Welt den Frieden zu erhalten. e. , In dem Auslande haben die Berliner Trinkspruche natürlich die gebührende Beachtung gefunden, und hoap befriedigt ist man insbesondere in Oesterreich und Italien. Aber aiich die Presse der übrigen Länder^beurteilt den Anstalt der Trinksprüche überaus sympathisch, da aus demselben neuerdings hervorgehe, daß der Dreibund। tan aggressiven Charakter trägt, sondern lediglich der Aufrecht- echaltung des Friedens dient. Alle aber- geben der Zuversicht Ausdruck, daß es auch ferner gelingen möge, den | Frieden zu wahren und schweren internationalen Konflikten von Baden, der König von Sachsen die Prinzessin Friedrich I । Leopold von Preußen, der Kronprinz von Italien die Prin- I j zessin Heinrich von Preußen, der Großherzog von Baden I । die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, der Großherzog I von Hessen die Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, der I Herzog von York die Prinzessin Friedrich. Karl von Hessen, I der Großfürst Konstantin von Rußland die Prinzessin I Aribert von Anhalt, der Herzog Johann Albrecht zu Meck- I lenbura die Erbprinzessin von Hohenzollern, Prinz Christian I von Dänemark die Prinzessin Karl von Hohenzollern, der I Herzog von Oporto die Prinzessin Feodora zu Schleswig- Holstein. Gleich hinter dem Kaiser von Oesterreich und der I Kaiserin schritten die jüngsten kaiserlichen Kinder einher, I Prinz Joachim im Matrosenanzug, Prinzessin Victoria I Luise in Weiß, hinter dem Kronprinzen von Italien und I der Prinzessin Heinrich folgten der Kronprinz und seme älteren Brüder. Vor dem Altar nahmen Platz: der Kron- I prinz zwischen dem Kaiser und der Kaiserin. Es folgten rechts vom Kaiser die Großherzogin von Baden, der König I von Sachsen, die Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen, I die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, links von der I Kaiserin der Kaiser von Oesterreich, die Prinzessin Hemrich! von Preußen, der Kronprinz von Italien, die Prinzessin I : Adolf zu Schaumburg-Lippe. In den folgenden Rechen saßen: die Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein, der Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, die Erbprinzes in von Hohenzollern, der Herzog von York, die Prmzessm I Friedrich Karl von Hessen, der Großherzog von Baden, der Großherzog von Hessen, die Prinzessin Aribert von Anhalt, der Großfürst Konstantin von Rußland, die Prm- I zessin Karl von Hohenzollern, Prinz Christian von Dänemark, Gräfin von Brockdorff. Ferner Prinz Albrecht von Preußen, Prinz Friedrich Leopold von Preußen, Prmz Heinrich von Preußen, Prinz Albert von Belgien Prmz Karl von Schweden und Norwegen, Prmz Leopold von Bayern, der Herzog von Oporto, Prinz Eitel Fredrich von Preußen, Prinz August Wilhelm von Preußen, Prmz Oskar I von Preußen, Prinz Joachim von Preußen Prinzessin Victoria Luise von Preußen, Prinz Friedrich Karl von I Hessen, der Herzog zu Schleswig-Holstein, der Erbgrost- | Herzog von Oldenburg, Herzog Albrecht von Württemberg, Prinz Joachim Albrecht von Preußen, Prinz Adalbert von I Preußen, der Prinz von Rumänien, Prmz Friedrich Hemrick) von Preußen, der Erbgroßherzog von Sachsen, Landgraf Alexis von Hessen-Ppilippsthal-Barchfeld, der Fürst von Hohenzollern, Prinz Bernhard Heinrich von Sachsen- I Weimar, Prinz Karl von Hohenzollern, der Erbprinz von Reuß j. L., Prinz Albert zu Schleswig-Holstein-Sonder- burg-Glücksburg, Prinz Ernst von Sachsen-Altenburg, Prinz Clodwig von Hessen-Philippsthal-Barchfeld, Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg, Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg-Strelitz, Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Prinz Aribert von Anhalt, Erbprinz von Hohenzollern, Prinz Leopold von Schwarzburg-Sondershausen, Prmz Adolf zu Schaumburg-Lippe. Der präsidierende Bürgermeister Gröning (Bremen), der präsidierende Bürgermeister Dr. Klug (Lübeck), der präsidierende Bürgermeister Dr. Hachmann (Hamburg). qUr Großjährigkeitserklärung des Kronprinzen erhielt der Kaiser warme Glückwunschdepeschen vom Kaiser von Rußland, dem König von Italien, der Königin der Niederlande, dem König von Rumänien, dem Koma und der Königin von Schweden, dem König der Belgier und anderen Fürstlichkeiten. Die Regierungen der Freistaaten Guatemala und Catarica haben durch ihre hier beglaubigten Vertretungen dem Kaiserpaar ihre aufrichtigsten Glückwünsche ausdrücken lassen. — Ter König von Sachsen hat dem Kronprinzen den Hausorden der Rautenkrone verliehen. — Der Berliner Daily Telegraph-Korrespondent meldet, der Kronprinz werde den Kaiser bei seinem diesjährigen Besuche in Cowes im August begleiten, unfr nachher die Königin Viktoriain Balmoral besuchen, wo er mit dem Hosenbanborden ausgezeichnet werden würde. Ter Herzog von York überbrachte dem! Kronprinzen ein sehr herzliches .Handschreiben der englischen Königin und eine massive silberne Schale als Geschenk derselben. — Der Obergouverneur der kaiserlichen Prinzen, Generalleutnant von Deines ist mm Generalabjutanten des । Kaisers ernannt worden. — Wie das „Bett. Tgbl." hört, I hat Kaiser Wilhelm dem österreichisch-ungarischen Botschafter v. Szöggeny eine besondere Auszeichnung zugedacht. Der Kaiser läßt sein Bild malen, um es dem Botschafter zum Geschenk zu machen. Ferner hat der Kaiser den in Berlin anwesenden russischen Offizieren Auszeichnungen verliehen, u. a. dem General- adjutanten v. Richter seine Büste und dem Hofmarschall Selenoi den Roten Adlerorden 1. Klasse. Wie der „Reichsanz." berichtet, nahm unter den dargebrachten Glückwünschen der Kronprinz auch diejenigen seiner Großmutter, der Kaiserin Friedrich, die durch Unwohlsein am Erscheinen verhindert war, durch den Ober- I Hofmeister Grafen Seckendorfs entgegen. Die Kaiserin ließ AuZOÄnlaß der Großjährigkeitserklärung sind folgende militärischen Verfügungen ergangen: Anderweite Benennung des Grenadier-Regiments König r5rie0, Lacke «• oifli Salta ASS c-’T St Md« tens®4- istnnco. ilnbeck Berlin, 7. Mai. Der Kaiser hatte heute vormittag im Auswärtigen Amte eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und hörte später im Königlichen Schlosse die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus, des Staatssekretärs Tirpitz und des Chefs des Marinekabinetts v. Senden Bibran. Nachmittags trat das Kaiser- _„„ö___™,.,VVMltupv ... v.v «..v paar mit seinen beiden jüngsten Kindern vom Potsdamer sich auf beiden Seiten der Anfahrtstraßen bis etwa zum Bahnhofe aus die Reise nach den Reichslanden, und zwar * 1 " " ' ■ - - - - - p - zunächst nach dem Schlosse Urville an. — Wie die „Berliner Montagszeitung" zuverlässig erfährt, hat das Staatsministerium in seiner letzten Sitzung beschloffen, auf das dringende Verlangen des Ministers Thielen die Kanalvorlage dem Landtage in seiner gegenwärtigen Tagung zugehen zu lassen. — Der Großherzog von Hessen empfing am 6. Mai vormittags im Residenzschloß zu Berlin in Audienz: den Staatssekretär Vizeadmiral Tirpitz, den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Dr. v. Neid- hardt, den Oberst Winter beim Stabe des Jnf.-Regiments Graf Werder (4. Rhein ) Nr. 30, kommandiert zur Gewehr- prüsungS-Kommission, den Rittmeister Frhrn. v. Senden, Eskadronschef im 2. Garde-Dragoner Regiment Kaiserin Alexandra von Rußland, den Oberleutnant v. Köckritz im 4. Garde Regiment z. F., den Leutnant v. Kietzell, Adjutant des Kadettenkorps. Namen der Königin Viktoria und des Präsidenten Mac Kinley ausgepfiffen, diejenigen der Buren-Gene- rale mit Beifall ausgenommen wurden. London, 8. Mai. Lord Roberts telegraphiert aus Smaldeel von gestern: General Hunter hat, nachdem er den Feind geschlagen, Fühlung mit General Paget nahe bei Warrenton genommen. Der Feind hatte 30 Tote und Verwundete. Wir machten außerdem mehrere Gefangene. Unsere Verluste waren gering. — Die Buren haben sich aus ihrer starken Stellung vor Thabanchu zurückgezogen. General Rundle rückte in dieselbe ein. I Volksbade fort. Gruppe 1, gebildet aus den Kriegerver- I einen von Gießen und Umgegend, steht von der Einmündung der Bahnhofstraße in die Bahnhnfsanlagen bis zur Mitte der Anlagen neben dem Hauptpostamte. Im Anschluß an Gruppe 1 folgen die Schulen als Gruppe 2, und zwar die höhere Mädchenschule bis zum Garten des Hauptsteueramtes, die Stadtmädchenschule bis zum früheren chemischen Institut, die Stadtknabenschule bis zur Uuiversitäts - Ohrenklinik. Gruppe 3 wird gebildet von dem Verein zur Erhaltung oberhessischer weiblicher Volkstrachten, und nimmt Aufstellung von der Universitäts-Ohrenklinik bis zum Verwaltungs- 1 gebäude der Staatseisenbahnen. Ihm schließen sich in Gruppe 4 die höheren Lehranstalten an bis zur Lesehalle. Den Schluß bildet die Gruppe 5, bestehend aus 15 nicht militärischen Vereinen der Stadt Gießen. Nach den vorliegenden Anmeldungen wird sich diese letzte Gruppe bis etwa zum Volksbade ausdehnen. Der Festzug passiert die Südanlage und betritt den Festplatz von der Schulstraße aus. Seine Auslösung erfolgt gruppenweise in verschiedenen Straßen. Für Eltern, welche ihre Kinder bei Auflösung des Zuges abzuholen wünschen, fügen wir bei, daß Gruppe 2 sich in der Johannisstraße und Johannisplatz, Gruppe 4 in der Südanlage auflöst. Während der Feier sind der Marktplatz und die Zugangsstraßen für den Verkehr ganz gesperrt, in der Schulstraße bleiben die Trottoirs dem Publikum zugänglich. Wir machen auf die Bekanntmachung Großh. Polizeiamts an dieser Stelle besonders aufmerksam, die die Fuhrwerksbesitzer in erster Linie betrifft. Auch die Straßen die der Großherzog im Laufe des Tages passieren wird, sind aus der Bekanntmachung zu ersehen. Das offizielle Festzugsprogramm ist bei Herrn Ernst Balser erschienen und dort käuflich. Festessen der Veteranen. An den Festtafeln, die die Stadt Gießen den am Kriege von 1870/71 beteiligten ehemaligen Soldaten des 2. Infanterie-Regiments giebt, nehmen 988 Personen teil. Nach Kompagnien geordnet verteilen sich die Gäste wie folgt: Leib-Kompagnie (124 Mann) im Hotel Großherzog von Hessen, 2. Kompagnie (118 Mann) im CafL Leib, 3. Kompagnie (103 Mann) im (Safe Ebel, 4. Kompagnie (122 Mann) im Cafs Leib, 5. Kompagnie (129 Mann) in Steins Garten, 6. Kompagnie (124 Mann) in Steins Garten, 7. Kompagnie (141 Mann) im Hotel Einhorn, 8. Kompagnie (97 Mann) in Steins Garten. Daselbst speisen auch die in Gießen Seine König!. Hoheit der Großherzog wird 6er seiner Fahrt nach dem Denkmal die Bahnhof-, Liebig-, Frankfurterstraße, Seltersweg, Kreuzplatz und Mäusburg passieren. Die Ankunft erfolgt um 9$« vormittags. — Das Spalier der Vereine und Schulen beginnt an der Einmündung der Bahnhofstraße in die Bahnhofsanlagen, und setzt Zur Denkmalserrthüllung. Gießen, den 8. Mai 1900. — Dem Reichstage ist das 17. Verzeichnis der eingegangenen Petitionen zugegangen. Daraus ist zu ersehen, daß in der jetzigen Tagung dem Reichstage mehr als 28,000 Petitionen zugegangen sind. — Zur freien Besprechung über die Frage der Besteuerung der Kompensationsgeschäfte bei den Banken waren heute die Abgg. Dr. Paasche und Dr. Heiligen- stedt mit Vertretern der verbündeten Regierungen im Reichstage zusammengetreten. Es sind die Anträge formuliert worden, welche der Unterkommission der morgen tagenden Budgetkommission in Verfolg der Sitzung vom Freitag unterbreitet werden sollen. Man glaubt, eine Lösung ge funden zu haben. Gelingt diese Besteuerung der Kompensationsgeschäfte, so läßt sich in der Kommission oder im Plenum des Reichstags vielleicht noch eine Mehrheit finden, die den Umsatz stempel, der vorläufig mit 4/io°/oe beschlossen ist, etwas her ab setzt, denn in's Blaue hinein mehr Steuern zu bewilligen als für die Vermehrung der Flotte unbedingt notwendig ist, wollen auch verständige Mitglieder der Mehrheit nicht. Es ist also noch Zeit, aber allerdings knappe Zeit, daß die betroffenen Handelskreise sich rühren und in sachverständlichen Eingaben einzugreifen versuchen. Schnell wird das Ganze erledigt werden; denn es besteht in einflußreichen Kreisen die Absicht, die Session vor Pfingsten zu Ende zu führen. Karlsruhe, 7. Mai. Obgleich Preußen in loyalster Weise den mit Baden geschlossenen Jnstradierungsvertrag bezüglich der Main-Neckarbahn erfüllt hat und obgleich der für den badischen Anteil erfolgte Betriebsausfall nicht die befürchtete Höhe erreicht hat, will, wie der Minister v. Brauer in der Zweiten Kammer erklärte, Baden für seinen Anteil nicht in die preußisch-hessische Eisenbahngemeinschaft für die Main-Neckarbahn eintreten. T)ie badische Regierung zieht in Ermägung, ob nicht die Auflösung des zurzeit bestehenden Gemeinschaftsvertrags Hessens, Preußens und Badens in Aus- । ficht zu nehmen ist. geborenen Kombattanten (ca. 30), die in anderen Truppenteilen gestanden. Beteiligung der Gesangvereine. Bei der Denkmalseinweihung beteiligen sich die Gesangvereine „Liederkranz", „Sängerkranz". „Männer-Gesangverein", „Bürger- Gesellschaft" und „Heiterkeit" unter Leitung des Herrn Franz Bauer. Sonderzug am 10. Mai. An den Vorsitzendem des Ausschusses für das Veteranen-Fest, Herrn Louis Emmelius, ging auf seine Eingabe hin von der Eisen- bahn-Betriebs-Jnspektion der Bescheid ein, daß der Zug 501, der fahrplanmäßig nur an 3 Tagen ab Stockheim verkehrt,.. «Ä 6' ^gönnen. Md eine Seiten 8 qi*r ® Liebig-De' Ehrenteuts LoÜcndulil Eindruck-, fßoti nN* *> Old MeriM MoßherM Ritterkreuz l 2 Wde-Dr lanb* stabe der Gr unb dem Ob Metz, sc Regiment m erdens W *• M lityeiten in btt Bahnhof Prinz unt nebst Gefolo sowie Herz benutzend; VtM. "A Abend wa 8nj($ 1 feier bei i halö btfäli der TageSo liche Haupte Herr L. Pi eiusjahr, übi haltenen Gar abgehaltenen haste Bespre Allgemeinen für nolmenbi die Förderung Mchng ne m M M lollMism t der Kommiss ebenfalls dic beschäftigen. ** Port Masburg, phie des fii Dr. Bose c ist, und aus Das M \ stimmt. " Ä ersichtlich, bandeS an im oberen Saalbau i des vor £ Su Unter- auch mit £ sE Letzte rauschendem «Das Land pachte Herr darunter wu von Liizt. Ehrers her e« Wm Wegleitung ?ns Konze befriedigt g ', Darmfi 'N heute begab read bie bt h 81 Da, 'LWo Lö t »om Ä * * ♦ Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 8. Mai. Aus WarreNton wird vom 7. Mai 1 Uhr 30 Min. Nachm. gemeldet: Die Bure.n sind aus Fourteenstream zurückgeschlagen, und die englischen Truppeu Hubert ihr Lager am Nordufer des, Vaalslusses aufgeschlagen. London, 8. Mai. „Daily Mail" berichtet aus Mafe- nng, der Mangel an Lebensmitteln mache sich, rmmer mehr fühlbar und der Gesundheitszustand der Belagerten lasse sehr viel zu wünschen übrig. L o n d o n, 8. Mai. In hiesigen militärischen Kreisen verlautet, Lord Roberts.' nächstes Ziel sei die Besetzung Bethlehem und Harrysmith, um so eine zweite Etappenlinie nach Natal hcrzuftellen. In Regierungs- kreisen hegt man die Ueberzengung, daß die Buren in kürzester Zett ihre Unterwerfung anbieten werden. (?) Lo"don, 8. Mai. Lady Roberts hat Bloemfontein X ?? wird sich über Kapstadt nach Colenso an das Grab thres Sohnes begeben. L Mai. Tie heutigen Blätter besprechen neuerdingv m sehr optimistischer Weise die allo em eine ^rtegs l a g e. „Morning Post" lobt die Vatte^X Eberts'. „Daily Mail" ist der Ansicht, daß , ^Tte9 nunmehr bald auf das Transvaalgebiet verschoben werden wurde. Im allgemeinen herrscht die Ansicht vor, daß die Hauptschwierigkeiten erst auf dem Gebiete Transvaals für Lord Roberts beginnen werden L o n d o n , 8. Mai. Nach einer Meldung aus Kapstadt hat ibie Militärbehörde Vorkehrungen getroffen, ein Sanatorium für kranke englische Soldaten und Buren bei Rondbosh zu errichten. London, 8. Mai. „Morning Leader" berichtet aus New-York: Eine stürmische Versammlung fand gestern hier stzatt, in welcher äußerst heftige Reden gehalten und die Paris, 7. Mai. Der anläßlich der Großjährigkeits. «^rung des deutschen Kronprinzen in der deutschem Bo schäft stattgehabte große Empfang verlief überaus glanzend. Unter den zahlreich erschienenen Gästen befand sich der Landgraf von Hessen. — Die Gemeindewahlen in den Provinzen sind durchaus zugunsten der Republikaner ausgefallen Sie bedeuten eine Niederlage der Nationalisten. Die Republikaner verloren nirgends Sitze, gewannen sogar an vielen Orlen neue. Die Wählerschaft ist also, wie die „Agence Havas" ihrer Meldung hinzusügt, in ganz Frankreich durchaus republikanisch gesinnt. In Nizza erhielt der ausscheidende Bürgermeister Blanchi drei Messerstiche. Sein Zustand ist ernst. In Algier wurden Rechts an walt Tedeschi und General Varloud von einer Rotte Antisemiten verfolgt und b e s ch i m p f t. Tedeschi erhielt einen Hieb über den Kopf. Der ausscheidende Rat Lionne ohrfeigte einen Juden auf öffentlichem Platze. Mehrere Schlägereien fanden statt. In Paris wurde der ausscheidende Rat Vaudet vorgestern Abend von dem nationalistischen Kandidaten Galli ins Gesicht geschlagen; er hatte dem Angreifer ein Stockhieb versetzt und war dann von den Nationalisten mißhandelt worden. Athen, 7. Mai. Der König hat von Korfu dem Premierminister mitgeteilt, daß heute die Verlobung des Großfürsten Georg Michailowitsch mit der Prinzessin Marie von Griechenland gefeiert werde. Die Heirat soll im Laufe des Sommers in Petersburg stattfinden. (Der Großfürst Georg ist der am 23. August 1863 geborene Sohn des Großfürsten Michael, jüngsten Sohnes des Kaisers Nikolai I. und der Prinzessin Cäcilie (Olga Feodorowna) von Baden. Die Braut, Prinzessin Marie, ist 13 Jahre jünger als der Bräutigam.) NewYork, 7. Mai. Der „New-York Herald" meldet aus Guagaquil: Am Samstag wurde ein Mordanschlag auf den Präsidenten von Ecuador, Alfaro, ausgeführt. Der Präsident wurde nicht verletzt, der Thäter verhaftet. Das Kridgsministeriuin hat diese Meine Ordre der Armee bekannt zu machen. Bon der an das Regiment gerichteten. Ordre füge ich Abschrift bei. Berlin, den 6. Mai 1900. Wilhelm. Der WertderOrden,dieKaiserFranzJosef mitgebracht hat, wird, wie aus Wien verlautet, auf 127 000 Gulden geschätzt. Der „Lok. Anz." veröffentlicht eine Unterredung mit einem Diplomaten eines Deutschland befreuw deten Staates über die Kaiser-Zusamimenkunft. Dieser Diplomat erklärte u. cl, daß der Kronprinz von Italien über alle wichtigen, den Dreibund betreffenden Fragen mit den beiden Kaisern Fühlung nehmen sollte. Der Allianz-Vertrag Oesterreich-Ungarns mit Italien bringe es mit sich, daß keine der beiden Mächte etwas im Orient ohne das Einverständnis der anderen unternehmen kann. Wäre diese Klausel des Bundes-Vertrages zwischen Italien und und Oesterreich-Ungarn der italienischen Publizistik bekannt, so hätte man sich viele verbitternde Erörterungen in letzter Zeit ersparen können. Pläne betreffs Macedoniens habe Oesterreich nicht, ebensowenig habe es Absichten auf Albanien. Ter Allianz-Vertrag zwischen Oesterreich und Italien sei geheim und es sei nicht anzunehmeu, daß die deutsche Reichsregierung, die eingeweiht sei, sich veranlaßt gesehen habe, das Petersburger Kabinett in das Geheimnis zu ziehen. Zwischen Oesterreich und Rußland besteht keine Konvention, sondern eine Entente, die über ein Einvernehmen zur Erhaltung des status quo auf dem Balkan! nicht hinaus gehe. Ter DreibMd gewinne an innerer Stärke, wenn die einzelnen Staaten keine inneren Schwierigkeiten haben. Durch die laute Bekräftigung der Freundschaft mit Oesterreich stärke Deutschland auch die Nachbar- Monarchie im Indern. Durch die Annäherung Deutschlands an Cmgland werde die internationale Position Italiens befestigt. Kaiser Wilhelm habe eine hohe Meinung! von der österreichischen Armee und halte sie für die zweitbeste in Europa. An erster Stelle stehe natürlich I die deutsche. Politische Tagesschau. Die Bauernunruhen in Bulgarien nehmen einen ipimer gefährlicheren Charakter an. Sie werden in maßgebenden bulgarischen Kreisen auf politische Jntriguen, und zwar auf Aufreizungen der Zankowisten und Karawe- lowisten zurückgeführt; derselbe Korrespondent meldet folgende Details: Im Dorfe Tresnik, 26 Kilometer von Rust- schuk jagte die Gemeinde den Dorffchulzen am 20. April weg. Darauf erschien der Rustschuker Bezirkshauptmann mit 40 Gendarmen, um den Dorffchulzen mit Gewalt wieder einzusetzen. Die Bauern überfielen aber die Gendarmen und prügelten sie halbtot, während sie den Bezirkshauptmann töteten. Der Dorfschreiber, ein Gendarm und viele Bauern wurden verwundet, zwei blieben tot. Am Mai kamen zwei Kompagnien Soldaten unter dem Kommando des Oberstleutnants Georgiew, zusammen 200 Mann, die alle entwaffnet wurden. Am 2. Mai erschienen 3000 bewaffnete Bauern aus den Dörfern Streklowo und Pirgeos in Mogili, umzingeln das Dorf und besetzen die aus dem russischen Kriege aufgeworfenen Laufgräben. Am 3. Mai kommen weitere zwei Kompagnien, kommandiert vom Kapitän Dinoiv, umzingeln das Dorf, und eine Beschießung beginnt. Dinow wird vom Pferde geschossen, aber nach kurzem Kugelwechsel laufen die Bauern fort und werden von der Kavallerie verfolgt; 40 von ihnen wurden gefangen. Später kam Militär von Tirnowo; der Belagerungszustand wurde proklamiert.und ein Kriegsgericht in Funktion gesetzt. Der Brigadekommandant Oberst Christof von Sofia leitet die Untersuchung. Oberstleutnant Georgiew nebst anderen Offizieren, die entwaffnet sind, wurden arretiert und wegen Feigheit vor ein Kriegsgericht gesteNt. Vom Militär wurden 25 Mann verwundet, von den Bauern etwa 50. Der Krieg in Südafrika. Die Streitmacht Lord Roberts fand auf dem Marsche vom Vetflusse hierher keinen Widerstand. Die Buren hatten auf der westlichen Flanke 40 Tote. Die Nachhut des Feindes steht noch hinter einigen zehn Meilen entfernten Kopjes. In Smaldeel wurde eine große Menge EisenbaHnmaterial, Viehfutter und Getreide vorgefunjdem Die Brücke über den Zandfluß soll zerstört sein. Lord Roberts meldet aus S in a l d e e l vom 6. d. M. nachmittags: Wir haben heute morgen den Vetfluß überschritten und unser Lager jetzt in Smaldeel aufgeschlagew Der Feind befindet sich in vollem Rückzug nach dem Zandfluß und Kroonstad. Die gestrige Umgehüngsbewegung der berittenen Infanterie wurde glänzend ausgeführt. Wir eroberten ein Maximgeschütz und machten 25 Gefangene. Unsere Verwundete betragen 15 Verwundete und 1 Toter sowie 3 Vermißte. Aus K a p st a d t wird telegraphiert: Polizeikominissar Honey hat sich von Kimberley nach Spytfontein begeben, und veranlaßte die Exhumierung der Leichen britischer, in der Schlacht vom 16. November Verwundeter, die angeblich nachträglich erschossen worden sein sollen. Die Leichen trugen ganz neue Kleider, die ihnen offenbar angelegt worden waren, und lagen in Särgen. Zwei lagen in Gräbern mit holländischen Leichensteinen. Die Untersuchung ist eingeleitet. Eine Brandforter Depesche des „Standard" besagt, e r n st e n W i d e r st a n d d e r B u r e n g e g e n R o b e r t s j Vorstoß sei erst am Vaalflusse zu erwarten. Die Besetzung von Kronstod dürfte allem Widerstand südlich vom Vaal ein Ende setzen. Die Transvaalburen erklären offen, es sei unmöglich, den Kampf im Freistaate fortzusetzen, sie wollen sich mit der Verteidigung des eigenen Landes begnügen. Ein Telegramm der „Times" aus Lourenco Marques meldet, Louis Botha sei im Freistaat geweseü, um die Burghers zur Erfüllung ihrer Pflichten zu bewegeu; sei aber entmütigt und von Ekel erfüllt zurückgekehrt. Seinen Freunden soll er offen erklärt haben, die Frei- staatler seien so völlig demoralisiert, daß es unmöglich sei, I irgend etwas von ihuen zu erwarten. Es sei mehr als I wahrscheinlich, daß eine Menge Burghers sich am Wider- I stand gegen die Belagerung von Pretoria nicht beteiligen | würden. Mld» melk ordanshl^ M[«0, Mty: t, der Pkl >en j- “’Lw501, 15**** PW® deutsch., ? C sind >1* « 1' iit a- W Varloud • W Nebelt auSscheid^ }f dßentli^ !' 3« fe Mn Abk, 'Ns Gesij ' Stockhj,j '"allsten mji n Korsu bti uobung b(i "it der jitit- rl lverde. $ Osburg s,e August 18f "flfltti Sohl- Cäcilie (& nzessin Mm! 0* Mi 1900. ] wird bei if«, Liebig-, MäuSburg gS. - Das er Einmün- tn, und seht i etwa zum Kriegervec- Linmülidung s zur Mitte Änschlutz an mb zwar die Heunawtes, ischen Institut, I - Ohrenklinil. |iir Erhaltung ml Aufstellung Verwaltungs' !ßen sich in iir Seft^Oc. iu515 nicht Lch den w t M ag haM >er Schutstra^ in ötr^iebentr. bei WR mir bei, bah JohaniliSPlah, renb der Feiu i itr den 8«1 ;n die TrottB s die Jekann!' ifdi ■rftet Lm- » nog im ? getaenwH it iß 6ii$,rr” M * jjro/n t - ■rit»®“1’ »mW"”1 2-, L,2'w; '(103®««"! Ts«*6”'y AS £1 «** EK ,(!eM Hürgel *u«- Aus Stadt und Sand. *• Ordensverleihungen. Dem Hauptmann beim Stabe des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 51 v. Hahn, seither Batteriechef im 1. Großh. Feld-Artillerie-Negiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie-Korps), wurde die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse, dem Rittmeister und Eskadronchef im 2. Garde-Dragoner-Regiment Kaiserin Alexandra von Rußland Frhrn. v. Senden, seither Hauptmann im Generalstabe der Großh. (25.) Division, das Ritterkreuz 1. Klasse, und dem Oberleutnant im 4. Garde-Regiment zu Fuß von Köckritz, seither im 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde«) Regiment Nr. 115, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Pilipps des Großmütigen verliehen. ** Fürstliche Gaste. Auf der Durchreise von den Feierlichkeiten in Berlin kommend, nahmen heute früh das in der Bahnhofrestauration telegraphisch bestellte Frühstück ein: Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen nebst Gefolge, mit dem V-Zug 76 nach Darmstadt reisend, sowie Herzog von York nebst Gefolge, einen Extrazug benutzend; das Frühstück wurde in den Salonwagen serviert. •* Die Hauptversammlung des Turnvereins am Montag Abend war wohl infolge Inanspruchnahme einer größeren Anzahl Mitglieder durch die bevorstehende Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmals, schwach besucht. ES wurde deshalb beschlossen, für die Beratung über den Hauptpunkt der Tagesordnung: „Turnhallenneubau" eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Der erste Sprecher, Herr L. Pirr erstattete Bericht über das abgelaufene Ver- eiusjahr, über den am 18. Februar d. I. in Gießen abgehaltenen Gauturntag und über den am 29. April in Mainz abgehaltenen 61. Turntag des Mittelrheinkreises. Eine lebhafte Besprechung entwickelte sich über den Turnbetrieb im Allgemeinen und die im Interesse der Hebung der Turnerei für notwendig erachteten Aenderungen und Verbesserungen, die Förderung des Damenturnens usw. Hierauf fand die Auslosung von acht Schuldverschreibungen im Gesamtbetrag von 200 Mk. statt. Der Bericht der Rechnungs-Prüfungskommission konnte infolge Verhinderung einiger Mitglieder der Kommission nicht erstattet werden; der Gegenstand soll ebenfalls die nächste außerordentliche Haupt-Versammlung beschäftigen. Porträt. Im Schaufenster des Herrn Carl Schwan, MäuSburg, ist soeben eine lebensgroße Photographie des kürzlich verstorbenen Geh. Med.-RatS Professor Dr. Bose ausgestellt, die in künstlicher Weise ausgeführt ist, und aus dem Atelier des Herrn Chr. Zimmer stammt. Das Bild ist eine Widmung von ehemaligen Schülern des Professor Dr. Bose und für die chirurgische Klinik bestimmt. c . ♦♦ Altdeutscher Verband. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, hat die Ortsgruppe Gießen des alldeutschen Verbandes am Mittwoch Abend 3/t9 Uhr, eine Zusammenkunft im oberen Saal des „Kaiserhof". auch am Donnerstag, dem 10. Mai, 4.30 Dorrn, ab Büdingen fahren und an jeder Station halten wird. Ausschmückung. Vom Rampenabschlußbau am Bahnhof an hat man mit dem Aufstellen der Fahnenmasten begonnen. Zwischen der Wieseckbrücke und dem SelterSthor wird eine via triumphalis hergerichtet, indem zu beiden Seiten Fahnenmasten aufgestellt werden. Von dem Bau großer Ehrenpforten hat man abgesehen. Auch am Liebiq-Denkmal bemerkten wir vier Fahnenmasten. — Der Ehrentempel mit dem daranschließenden Podium gehen ihrer Vollendung entgegen und machen einen recht ansprechenden Eindruck. . m Votivtafeln. Heute vormittag wurden im Vorsaale des Rathauses zwei Votivtafeln mit den Namen der am Kriege beteiligten Söhne Gießens und der Kombattanten des Jnf.-Regts. Nr. 116 (Kaiser Wilhelm) angebracht, die auch am Donnerstag feierlich enthüllt werden. § Nidda, 7. Mai. Gestern abend fand in Krafts Saalbau ein Konzert statt, für die Hinterbliebenen des vor Ostern bei dem Bahnunglück umgekommenen Uhl zu Unter-Schmitten. Es wurde geboten: Klavierstücke, auch mit Begleitung von Cello und Violine, und einige Baßsoli. Letztere brachte Herr Meyer von Ortenberg unter rauschendem Beifall zu Gehör, z. B. „An der Weser" und Das Land Tyrol". Die Einzelpartieen auf dem Klavier brachte Herr Buchholz aus Frankfurt a. M. zum Vortrag, darunter wurden besonders applaudiert: „Zweite Rhapsodie- von Liszt. Die Violinvorträge lagen in der Hand des Lehrers Hertel zu Michelnau und der Cellovortrag in der des Lehrers Pfaff von Bleichenbach. Beide Herren be. herrschen ihr Instrument in hervorragender Weise. Die Begleitung lag in den Händen von Frl. Hotz von hier. Das Konzert war gut besucht und ließ keinen Besucher unbefriedigt gehen. e Darmstadt, 7. Mm. Der Großherzog traf mit Ge- folge heute vormittag 10 Uhr auf Station Egelsbach ein und begab sich sofort nach Jagdschloß Wolfsgarten, während die drei Herren des Gefolges hierher weiterreisten. 8. Darmstadt, 7. Mai. Unter starker Beteiligung fast der ganzen hiesigen Studentenschaft fand heute mittag 3 Uhr vom städtischen Krankenhause aus die Beisetzung des Stud. Albert Hall aus Appenweier statt, der infolge einer Blutvergiftung am Samstag gestorben war. Unter Borantritt der Hilge'schen Kapelle bewegte sich der stattliche Trauerzug durch die Straßen der Stadt. Die Professoren, sowie sämtliche Korps, Verbindungen, Burschenschaften re. mit umflorten Fahnen und Lorbeerkränzen gaben dem Verblichenen, der erst kürzlich in den Studentenausschuß ge- »vählt worden war, das Geleite. Hierauf fand um 5 Uhr im Kaisersaal ein Trauersalamander statt, dem Stud. Schneider (Korps „Hassia") präsidierte, und dem mehrere Professoren, sämtliche Chargierten, sowie eine Anzahl Freunde des Verstorbenen beiwohnten. A Seligenstadt, 6. Mai. Der heute abend um 6 Uhr von hier nach Babenhausen abgelassene Personenzug mußte in der Nähe des Zellhäuser Waldes auf freier Bahnstrecke wegen Maschinendefekts halten. Infolge dieser Betriebsstörung konnte, da die Strecke nur eingeleisig ist, der um >/,7 Uhr hier fällige Personenzug in Babenhausen nicht abgelassen werden. Rach vieler Mühe gelang es endlich, den liegen gebliebenen Zug in die hiesige Station zurückzubefördern, worauf mit einer Verspätung von rund einer Stunde der Babenhäuser Zug hier einfahren konnte. Die Passagiere des verunglückten Zuges wurden von dem um 8 Uhr 12 Min. aus Hanau hier eintreffenden Zuge ausgenommen, verfehlten aber die Anschlußzüge. bm. Mainz, 7. Mai. Laut offizieller Benachrichtigung des Kapitänleutnants Funke soll die Torpedobootdivision am 14. Mai auch hier eintreffen. Trotz dieser amtlichen Meldung zweifelt man nach wie vor an der Möglichkeit, mit den Booten hierher kommen zu können, und zwar um so mehr, als inzwischen der Rhein- wasserstand um etwas zurückgegangen ist. — Die Mainzer Großbrauereien beabsichtigen, einen Aufschlag im Bierpreise eintreten zu lassen. Als Grund des beabsichtigten Preisaufschlags wird das fortgesetzte Steigen der Kohlenpreise angeführt. — Die Schickert'sche Real- und Handelsschule, eine seit langem bestehende Privatanstalt mit der Berechtigung der Erteilung der Einjährigenreife, hört auf zu bestehen. Trotz des außerordentlich zahlreichen Besuches der Anstalt ist der Leiter der Schule, der ein sehr tüchtiger Pädagog, aber wenig erfahrener Geschäftsmann ist, in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die eine Fortführung der besonders von außerhalb stark frequentierten Schule unmöglich machten. ff. Bingen, 7. Mai. Nach einem bei der hiesiges Bürgermeisterei eingegangenen Telegramm wird die zurzeit den Rhein befahrende Torpedoflottille am 14. os. Mts. hier eintreffen und auf der hiesigen Rhede vor Anker gehen. Der offiziellen Begrüßung durch unsere Stadtvertretung soll sich ein Festmahl und eine gastliche Bewirtung der Besatzung anschließen. § Bad Salzhausen, 7. Mai. Gestern sind hier die ersten Kur gäste augekommen. Salzhausen bietet im frisch grünen Schmuck der Wälder seiner Umgebung und der weißen Blütenbäume einen geradezu reizenden Anblick. Wie anders hat sich aber auch alles gestaltet. Der früher wegen Schmutz und Nässe kaum gangbare Fußweg nach Nidda ist verbreitert und mit Kies bestreut; neue Wege nach den Quellen sind angelegt und sämtlich mit Bäumen bepflanzt. Nunmehr sind außer dem Kurhaus noch zwei Gasthäuser und eine Privatvilla zur Aufnahme von Kurgästen bereit- gestellt. Alte unschöne Gebäude aus alter Zeit sind beseitigt, und an ihrer Stelle Beete angelegt worden. Die Bohrungen nach Süßwasser werden fortgesetzt, um ganz Salzhausen mit demselben versehen zu können. Ebenso wird demnächst die Bohrung nach Soole wieder ausgenommen werden. Gestern herrschte hier durch viele Passanten zu Fuß und Rad schon ein reges Leben. Vermischtes. ** Von der Pariser Weltausstellung. Im Sculpturengarten des Kunstpalastes stürzte, angeblich infolge einer Bodensenkung, Graults Statue der Republik herab und beschädigte im Falle mehrere andere Statuen. — In der Sonntag Nacht wurde der O el- b eh älter der Lachmayer'schen Dynamomaschine in der deutschen Abteilung der Elektrizitätsgalerie auf dem Marsfelde mit Sand gefüllt. Glücklicherweise wurde der Bubenstreich rechtzeitig entdeckt. Die Maschine hat 1500 Pferdekräfte und ein Gewicht von 36000 Tonnen. Der Thäter ist zweifellos ein Fachmann gewesen, denn er mußte schwierige Abschraubungen vornehmen, um zum Oelbehälter zu gelangen. Die Lach- mayersche Maschine sollte zur elekrischen Beleuchtung des Hauptportals dienen. * Ein anarchistisches Attentat. Vier angebliche Anarchisten im Alter von 18 bis 20 Jahren sind in Vincennes verhaftet worden. Sie haben Bomben auf das Geleise der Eisenbahn zwischen Belair undSaint-Mande gelegt. Der Zugführer des Postzuges sowie zwei Reisende wurden schwer verletzt, 36 andere Reisende wurden mehr oder weniger verletzt. Tas Geleise war die ganze Nacht hindurch gesperrt. Die Verwundeten wurden nach Versailles transportiert. „Petit Journal" zufolge sollen mehrere Personen und zwar Soldaten und ein Reisender getöte.t worden sein. Zwei Personen sollen im Hospital ihren Verletzungen erlegen sei. * Neapel, 7. Mai. Seit 48 Stunden wirft der Vesuv andauernd Lava. Der Anblik ist großartig. Der Krater schleudert unter gewaltigem Getöse große Steinmassen in beträchtlicher Höhe empor, während die brennende Lava vom Kraterrand herabfließt. Der obere Bahnhof und die Schienen der Drahtseilbahn sind beschädigt. Universität und Hochschule. — Verschiedenes: Man schreibt aus Gießen: Der jüngst zum o. Professor dahier ernannte Chirurg Dr. Poppert hat seitens der Stadt Dresden den Antrag erhalten, zum 1. Januar nächsten Jahres die Leitung des dortigen Krankenhauses zu übernehmen. — Wie die Nationalzeitung mitteilt, sind zu wissenschaftlichen Unternehmungen von der philosophisch-historischen Klasse der Akademie der Wissenschaften eine Reihe namhafter Beträge bewilligt worden. Profeffor Dr. Leopold Cohn in Breslau zu einer Reise nach Italien zum Zweck der Ver- gleichung von Handschriften des Philo 850 Mk ; Oberlehrer Dr. Johannes Kromayer in Straßburg i. E. zur kartographischen Aufnahme griechischer Schlachtfelder, namentlich der Caesarischen und Triumviral-Epoche, 1800 Mk.; Oberlehrer Dr. Wilhelm Schmidt in Helmstedt, zu einer Reise nach Italien zum Zweck der Vergleichung von Handschriften des Heron von Alexandria 700 Mk. — Wie Wiener Blätter berichten, legte Frl. Cäcilie Wendl aus Troppau vor einer Prüfungskommission mit Auszeichnung das Hauptrigorosum ab. Die Kandidatin, die sich dem Studium der Mathematik mit großem Talent und eifernem Fleiße ge- widmet hatte, wird noch im Laufe dieses Sommers das philosophische Rigorosum ablegen und an der Wiener Universität zum Doktor der Philosophie promoviert werden. In den von Professor Gegenbauer veröffentlichen „Monatsheften für Mathematik und Physik" veröffentlichte sie eine Reihe von wissenschaftlichen Aufsätzen, die in den Gelehrtenkreisen viele Beachtung sanden. Jagd und Sport. Gießen, 7. Mai. DaS für nächsten Sonntag, nachmittag 3«/t Uh r angesetzte Große Frühjahrs-Rad-Rennen umfaßt die folgenden sechs Konkurrenzen: 1. Erstfahren; 2. Gauverbands-Wanderpreisfahren, 3. Mehrsitzerfahren-, 4. Dauerfahren über 25 Kilometer mit Schritt, machern; 5. Hindernisfahren und 6. Seniorenfahren. Aue Feioer werden, soweit die bisher schon eingelaufenen Nennungen zeigen, narr beseht sein und div. Vorläufe nötig machen. Zu dem Dauerfahren sinv eine ganze Anzahl Motorräder als Schrittmacher gemeldet, fodatz mqer Teil des Programms wohl das größte Interesse in Anspruch nehmen wird. Nicht minder gespannt aber ist man auch auf das Hindernis - fahren, bei welchem die persönliche Geschmeidigkeit und Gewandyeit den Ausschlag geben wird, und auf das Seniorenfahren, an dem nur solche Konkurrenten teilnehmen können, welche das 35. Lebensjahr bereits überschritten haben. t . Die Gauturnfahrt des GaueS Hessen findet am 20. Mar in Grünberg statt. Vormittags ist Empfang der auswärtigen Turner, um IOV2 Uhr Sitzung des Kampfgerichts. Das Programm für den Nachmittag lautet: 1% Uhr Aufstellung des Festzuges, 2 Uhr Festzug, 2h nerl'.nnten Vermietungen alsbald gesucht. Näheres Hofmauustraße 14. V. Fiesser, chrünvergerstraße 23. W Mittwoch kintrefiend: "W la. Hafek-KchMsch Seelachs 8257] Für erste Hypothek werden per 1. September 40000 bis 45000 Mark gegen doppelte Sicherheit zu leihen gesuchte Näheres in der Expedition d. Bl. m nächsten Donnerstag ist unsere Wank wegen der KnMünngs- feier des Kriegerdenkmals geschlossen. Großherzoglichs Bürgermeisterei Gießen. Guauth. Wocheumarkt am 10. l. Ms. aus. Gießen, den 8. Mai 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Chr. Wallenfels 17 Marktplatz 17. Artillerie-Verein Gießen. Donnerstag den IO. Mai, vormittags 9 Uhr r Sammlung Mitglieder Sei Kamerad Weitzel, Kotek Schütz. Abends findet daselbst Fkft K0MMkrs st°U. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet dringend Der Vorstand. Kartoffeln magnum bonum ganz rein, zum Setzen, empfiehlt per Pfund 20 Pfg., Uortions-Iische Wrat-Schellfische Kekanntmachung. Freitag den 11. Mai d. I., mittags 12 Uhr, wird auf dem Bürgermeisterei-Bureau ein kräftigt! Muchs meistbietend versteigert. Treis a.d. 2., den 7. Mai 1900. Gr. Bürgermeisterei Treis a. d. L. Dr. med. vet Koehler, * Tierarzt. X Mädchen Frau Professor Kutsch, Ludwigstr. 19. ALlohrrung von 6 Zimmern per 1. Juli zu vermieten. 02046 Asterweg 40, Ecke der Nordanlage. Ein Kürschchru in meine Färberei 1M rf ö r auf der Rothohl (vor der l Schönen Aussicht) zu verpachten oder zu verkaufen. Näheres bei Herrn Kart Moll, Gartenstraße. 3329 I. C. Wallenfels, Kirchenplatz 21. Albcitem unü MW, die das Kleidermachen gründlich erlernen Ausripper auf Tagelohn sofort gesucht von Bekanntmachung. Aus Anlaß der Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmals fällt der per Pfund 18 Pfg., Itußhechte Wotzungen Kölner Konsum-Anstalt Bahnhofstraße 27. E. F. Hackenberg Nachfolger. Lindenplatz 12. 3398 Ietephon-Uuf Ar. 231. Gewerbebank z« Gießen Eingetragene Genosienfchaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Bekanntmachung. Aus Anlaß der Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmals find alle städtischen Büreaus, mit Ausnahme des Standesamts, am 10. l. Mts., geschloffen. Dar städtische Schlachthaus ist an diesem Tage von 4 dir 8 Uhr morgen» geöffnet, von da ab geschloffen. Gießen, den 8. Mai 1900. Stadt. Schlachthaus. Arriba»!. 8370 AltWsch 45 Pfg. Schmiurfftisch 30 Pfg. „Die Wanderer" Kießener Kadfatzr-Kesellsch. Mittwoch den 9. Mai a. c.: 3402 Abendtour nach Dutenhofen. Abfahrt präzis 8 Uhr VereinSIokal. 2016] Für die Restauratio» Änys Bierkeller wird ein tüchtiger Kolporteure zum Vertrieb der Iest-Wokkarten zur Denkmals Enthüllrrngsfeier und der offiziellen Zug-und Mprogramme gesucht. Ernst Balser, Verantwortlich für bcn allgemeinen teil: P. 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Verdingung »m ßanarbtiitn uni) Fllhrlkiflllngkn. Die bei der Wiederherstellung einer Bewässerungsanlage bei der Sommersmühle, Gemarkung Harbach, erforderlichen Graben-, Maurer-, Rohrverlegungsund Pflasterarbeiten, sowie Fuhrleistungen sollen im Wege deS schriftlichen Aner- kietungsverfahrens vergeben werden. Hinsichtlich ter Bedingungen um die Bewerbung, sowie der allgemeinen Vertragsbedingungen wird auf denMinisterial- erlaß vom 16 Juni 1893 verwiesen. Die Vergebungsunterlagen liegen in unserem Bureau — Bleickstraße 3 — zur Einsichlnabme offen, daselbst werden auch die Angebotsvordrucke gegen Erstattung der Kopialgebühren abgegeben. Die Offerten sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens zum 17. Mai d. I-, vormittags 11 Uhr, verschloßen und postfrei an uns einM- reidjen. Freie Auswahl unter den Bietern bleibt ausdrücklich Vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 7. Mai 1900. Großh. 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Bk. unk. b. 1900 98.9b orten: Brief Gel» Franz. Banknoten 81.46 Oesterr. dto. 84.30 Americ. 4.171/» course: | Oesterr. Credit-Actien__227.50