Freitag den 9. März Zweites Matt Nr. 57 1900 Amts- und Anzeigeblutt füv den lircte (ßiefeen Aezuqsprei» vicricljährl. Mk 2,91 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohnj durch btt Abholkstrlle» vierteljährl. Mk. 1,94 monatlich 65 Pfg. Bei Postbrzug Mk. 2,40 vicrteljKtzrt. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Au-laadel nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. H**to*, Expedition und Druckerei: ><*fNr«6e Mr. 7. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heMche Landwirt, Dlätter für heffifche DolbsKunde. Die Stetzmer ■*** d«« Anzeiger t* ■* -Hekf. „Blätter Mr hrg. »eil»tunk' Adreffe für Depeschen: Auzetger Kietz«». Fernsprecher Nr. 51. Anzeigen zu der nachmittags für de, Iglyebei |e| srscheinmden Nummer bis Dorrn. H) Uhr. II.fl "—j:“ spätestens efewM vorher. Kiehmer Anzeiger Heneral-Nnzeiger Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Die Aenderung der Artikel 46 und Artikel 53 der allgemeinen Bauordnung. Durch Artikel 278 des Hessischen Gesetzes vom 17. Juli 1899, die Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend (Regierungsblatt Nr. 24 von 1899), ist der Artikel 46 und 53 der allgemeinen Bauordnung geändert worden. I. An die Stelle des Artikels 46 ist folgende Borschrift getreten: „Für unmittelbar aneinanderstoßende Gebäude genügt als Scheidewand eihe Brandmauer. Will ein Grundeigentümer an eine schon bestehende Brandmauer des Nachbars bauen, ohne eine eigene Brandmauer zu errichten, so kann er verlangen, daß der Nachbar ihm gegen eine angemessene Geldentschädigung eine entsprechende Grunddienstbarkeit bestellt. Die Einräumung des Rechtes, die Brandmauer zu erhöhen, kann der Anbauende nur insoweit beanspruchen, als eine Erhöhung der Brandmauer nach Regeln der Baukunst zulässig ist. Ein Anspruch auf seitliche Verlängerung der Brandmauer auf dem Nachbargrundstücke steht dem An« bauenden nicht zu. Die bestellte Grunddienstbarkeit geht allen Rechten an dem belastenden Grundstücke, auch den älteren, vor. Auf den Entschädigungsanspruch des Nachbarn sinden die Vorschriften des § 1128 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, sowie des Artikel 53, Absatz 1, Satz 2, 3 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche entsprechende Anwendung. Die Vorschriften des Artikel 82, Abs. 2, Abs. 3 Satz 1, 2 dieses Gesetzes finden entsprechende Anwendung." Der Artikel 82, Absatz 2 «nd Absatz 3, Satz 1 und 2 des obige« Gesetzes vom 17. Juli 1899 laute«: „Der Eigentümer des Grundstückes, von dem aus die Erhöhung erfolgt ist, kann dem Eigentümer des anderen Grundstückes die Benutzung des Aufbaues verbieten, bis ihm für die Hälfte, oder, wenn nur ein Teil des Aufbaues benutzt werden soll, für den entsprechenden Teil der Baukosten Ersatz geleistet wird. Ist der Bauwert geringer als die Baukosten, so bestimmt sich der zu ersetzende Betrag nach dem Bauwerte. Die Ersatzleistung kann auch durch Hinterlegung oder Aufrechnung erfolgen. Solange das 93er« bietungsrecht besteht, hat der Berechtigte den Mehraufwand Fruiüeto«. Die Klatsch-Lawine. An einem Maitag, der so frisch, so heiter, so sonnig und wolkenlos war, wie unser einjähriges Eheglück, ging ich mit meinem jungen Weibe über den Paradeplatz von Munkelsdorf. Es war Helenens erster Ausgang nach der Ankunft unseres Baby und wir waren immens vergnügt; wir gingen nicht sittsam Arm in Arm, sondern meist Hand in Hand, wie ein verliebtes Paar auf einem Feldrain. Bei der Blumenfrau an der Tomecke, bei dem ersten Parfümeur des Städtchens, in einem Spielzeugladen, bei einer Modistin und zuletzt beim Konditor wurde eingekauft. Wir waren wie Kinder, die einen Patengroschen auf dem Jahrmarkt verjubeln. Das letzte Paket, das mit Fondants und Pralinees und den anderen süßen Herrlichkeiten, konnte ich nur mehr mühsam auf meinen Armen unterbringen. Dann wollte es Lena tragen — ich ließ es ihr nicht willig — sie brauchte Gewalt. Ein Windstoß kam, und sie mußte ihren Hut festhalten, den eben bei Madame Rosabelle gekauften Hut, ein wahres Gedicht, ein Ritornell aus Rosen, Reseden, Goldspitzen und grünem Seidenband! Da fiel ihr das Paket aus der Hand und kollerte über die srühlingsregenfeuchte Erde. Wie mußten wir lachen! Und als ich wieder Atem hatte, sagte ich — Aber nein! Das vermelde ich aus guten Gründen später, was ich sagte, als meine Frau die Bonbonsdüte fallen ließ. Was ich aber drei Tage später zu meinem Freunde Eduard, dem frischgebackenen Rechtsanwalt, sagte, will ich unverkürzt und unabgeschwächt, ohne Sternchen, Punkte und Gedankenstriche gleich hier mitteilen. Nämlich: zu tragen, den die Unterhaltung der Mauer infolge der Erhöhung verursacht. Wird die Mauer zum Zwecke der Erhöhung verstärkt, so ist die Verstärkung auf dem Grundstück anzubringen, dessen Eigentümer die Erhöhung unternimmt. Der nach Abs. 2 von dem Eigentümer des anderen Grundstücks zu ersetzende Betrag erhöht sich um den entsprechenden Teil der Kosten der Verstärkung und des Wertes der zur Verstärkung verwendeten Grundfläche, insoweit als die Verstärkung auch für seine Zwecke nötig gewesen wäre." II. Artikel 53 ist aufgehoben und durch Artikel 96 des oben genannten Gesetzes vom 17. Jnli 1899 ersetzt worden. Artikel 96 lautet: „Die Teilung eines Gebäudes unter verschiedene Eigentümer ist nur zulässig, wenn gleichzeitig eine entsprechende Teilung des Grund und Bodens stattfindet. Im übrigen ist zu einer solchen Teilung die Genehmigung der Polizeiverwaltungsbehörde erforderlich. Die Genehmigung darf, unbeschadet der Vorschriften des Art. 72 der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881, nur erteilt werden, wenn das Gebäude durch eine Scheidewand (Art. 47 der allgemeinen Bauordnung) getrennt wird, und jeder Teil besondere Feuerungsanlagen erhält. Gießen, den 6. Mäq 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gießen, 6. März 1900. Betr.: Lehrerkonferenzen. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Schulvorstände der Gemeinden des Kouferenzbezirks Gieße«. Die Frühjahrskonferenz des Konferenzbezirks Gießen soll Dienstag den 2 0. dss. Mts., vormittags 101/* Uhr, im Zeichensaale der Knabenschule zu Gießen abgehalten werden. Das gemeinschaftliche Mittagessen findet um 1 Uhr im CafL Ebel statt. v. Bechtold. △ Englische Sorgen. Gießen, 8. Februar. Zum Kriegführen gehört vor allen Dingen Geld, und zwar sehr viel Geld. Das fühlt jetzt auch England sehr empfindlich, das bekanntlich in dem Rufe steht, finanziell gut gestellt zu sein. Der britische Schatzkanzler hat am Montag dem Unterhause ein Bouquet von Forderungen überreicht, wonach eine Reihe von Steuern erhöht bzw. ausgedehnt werden soll, um die Kriegskosten zu decken. Es ist ein groß angelegter Plan, dessen Durchführung sich nur ein reiches Land leisten kann, und es ist als sicher anzunehmen, daß das Parlament der Regierungsforderung zustimmen wird. Auch an Widerspruch wird es freilich nicht fehlen, doch dürften hierbei lediglich politische Rücksichten in Frage kommen, wie es z. B. die Opposition der Iren beweist. Man darf nun aber nicht etwa behaupten, daß die Engländer von den neuen Steuern sehr erbaut fein werden; denn trotz ihrer vollen Taschen verstehen sie zu rechnen und zu knausern, und in der gegenwärtigen kritischen Lage machen ihnen die großen finanziellen Aufwendungen, die Anspannung des englischen Kredits nicht die kleinste Sorge, aber es muß dem Briten rühmend nachgesagt werden, daß ihm die Rücksicht auf die Ehre der Nation denn doch über alles andere geht und daß persönliche Opfer, die er dem Vaterlande zu bringen hat, keine ausschlaggebende Rolle spielen. Die letzten Tage haben England auf dem Kriegsschauplätze einige Erfolge gebracht: Der Entsatz von Kimberley und Ladysmith, sowie die Gefangennahme Cronjes sind immerhin geeignet, den schon stark angewachsenen Pessimismus abzuschwächen und die Brust der Englishmeu mit einigen Hoffnungen zu erfüllen. Aber damit ist die schwere Sorge, die auf der Nation lasten muß, nicht gehoben. Noch steht die schwerste Aufgabe bevor, wenn es England gelingen soll, der Buren Herr zu werden, und, wie wir bereits früher ausgeführt haben, dürften die Schwierigkeiten für England gerade mit dem Augenblick beginnen,- wo es den Feind zu seinen Füßen liegen sieht. In unseren Tagen hat die Willkür des Siegers gegenüber dem Besiegten viel von ihrer Schärfe verloren, und dem ersteren werden jetzt vielfach die Früchte des Sieges streitig gemacht, wie wir im chinesisch- japanischen und im griechisch-türkischen Kriege gesehen haben. Es ist kaum anzunehmen, daß alle Großmächte ruhig zusehen werden, daß England sich die Burenrepubliken einverleibt, ebensowenig aber darf man erwarten, daß es sich eine gleiche Rolle aufzwingen lassen wird, wie es Japan und die Türkei thun mußten. Und deshalb sehen wir noch schwere internationale Verwickelungen voraus, die besonders für England verhängnisvoll werden können. Man ist in London sehr mißtrauisch geworden, und die Anstrengungen, welche die Regierung angeblich macht, um die indisch-afghanische Grenze nach Möglichkeit zu sichern, beweisen, daß die maßgebenden Kreise mit großer Sorge um die Weiterentwickelung der internationalen Lage erfüllt sind. „Himmelherrgottsapperrnent noch einmal!" Es giebt im Leben Augenblicke, wo auch der wohlerzogenste Mensch, falls er fein Waschlappen ist, seine Empfindungen in einem anständigen Kernfluch entladen muß! Und das war zum Beispiel jetzt: Gestern hatte mir mein Büreaugewaltiger in jener unnahbaren Art, die keine Erwiderung auftommen ließ, in einer kurzen und ohne mein Zuthun gewährten Audienz erklärt, es sei eine Schande, wenn ein Mann nach kaum einjähriger Ehe so schlecht mit seiner Frau lebe, daß es bis zum öffentlichen Skandal komme. Heute morgen hatte die kleine Else Müller, die Jn- stitutsfreundin meiner Frau, dieser ein Briefchen folgenden Inhalts geschickt: Liebe Lena Weil Mama das zwischen Dir und Deinem Mann erfahren hat und Du wirst wohl selber einsehen daß ich als junges Mädchen das auf seinen Ruf hält jetzt nicht mehr gut in Euer Haus kommen kann so bitte ich Dich dies nicht Übelnehmen zu wollen Deiner Dich innig liebenden Freundin Else! Und das so kurzhin und ohne jedes Unterscheidungszeichen ! Gemütsmädchen! Himmelherrgottsapperrnent! Und jetzt war es Nachmittag, und es lag das Skandal- blättchen des Ortes vor mir, die „Munkelsdorfer Laterne", ein publizistischer Wechselbalg, so schäbig und niederträchtig, daß man seine sämtlichen Leser und Abonnenten ohne vorhergegangene Untersuchung ruhig hätte ins Loch stecken dürfen — man hätte keinem Unrecht gethan. Da stand nun schwarz auf weiß zu lesen: „Recht erbauliche Dinge vernimmt man wieder aus den „gebildeten .Kreisen" unserer Stadt. Ein gewisser Schriftsteller W. W., der seit Jahren mit seiner Frau im bittersten Unfrieden lebt" — (elf Monate und vierzehn I Tage war ich verheiratet!) — „ließ sich neulich auf offener Straße zu Mißhandlungen hinreißen und überhäufte zugleich seine Frau mit den unflätigsten Beschimpfungen. Nun soll die Frau, dieses traurigen Ehelebens müde, mit einem als Lebemann bekannten Maler durchgegangen sein, und der liebenswürdige Gatte, dessen trübes Vorleben eine solche Entwicklung der Dinge voraussehen ließ, sucht, die Nächte einsam durchkneipend, Trost im Alkohol. Und das sind Menschen aus der Gesellschaft! Wenn ein Arbeiter nach zwölfstündiger Marter in Essenglut und Kohlenrauch ein Glas über den Durst trinkt und mit seiner Frau in Streit gerät, dann sind jene sauberen Herrschaften gewiß mit ihrer Entrüstung zur Hand. Aber sie selbst geben ein Beispiel, daß Gott erbarme!" — „Zum Donnerwetter, was soll man mit dem Gesindel thun? In ganz Munkelsdorf lebt kein Ehepaar so glücklich zusammen, wie Lena und ich! Und nun diese Infamie! Man könnte lachen, wenns nicht zum Weinen wäre!" „Hast Du Verdacht auf irgend eine Klatschbase, daß sie den Unsinn in die Welt gesetzt?" fragte mich Eduard. „Auf irgend eine? Auf alle! Du weißt ja, wie es hier zugeht. Wenn die Hunde nur alle zusammen einen Kragen hätten, daß ich mich einmal satt schütteln könnte. Aber ich muß mir die Schuldigen herausgreifen, koste es, was es wolle!" „Abgemacht? Fangen wir die Hallunken!" „Aber wie?" „Ganz einfach! Jede derartige Verleumdung wächst aus einem winzigen Kern, einem Mchts allmählich zur Lawine an, dadurch, daß jede von den Klatschbasen ein weniges dazu thut beim Weitergeben. Dieser Zeitungsartikel, der Brief der blonden Else, die Predigt Deines Chefs — da ist die Lawine! Nun kannst Du entweder vom Kern aus die Sache bis zu ihren ungeheuerlichen Schluß- Mit furchtbar ernster Miene saßen wir in der Putzstube der Rätin auf deren weißbehosten Sammetstühlen. Eduard hielt dabei sein orangegelb gebundenes deutsches Strafgesetzbuch in der Hand, den Daumen zwischen jene Seiten geklemmt, die von der Verleumdung handeln. Die Frau Konsistorialrätin wand sich wie ein Wurm. Sie wußte nicht .... sie hatte nicht .... Eduard schlug das Strafgesetzbuch auf und las: „Wer wider besseres Wissen in Bezug auf einen anderen eine unwahre Thatsache verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen geeignet ist, wird wegen verleumderischer Beleidigung mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft. — Es ist der § 187, meine Gnädige... für das schlechte Deutsch bitte ich nicht mich verantwortlich zu machen —" Die Frau Konsistorialrätin hatte es vom Doktor Beutemann, einem Quacksalber, der bekannt dafür war, seine Patienten statt der Heilung, die er der Natur überließ, mit endlosen Klatschgeschichten zu regalieren. Und dazu gethan hatte die Frau Rätin doch auch etwas: das mit dem langjährigen Zerwürfnis . . . „Guten Morgen!" Mit weit offenem Mund sah uns die würdige Dame nach. „Machen Sie doch das Gehege Ihrer Zähne zu", sagte Eduard ungezogen — „es zieht!" Es war doch wirklich empörend, zu sehen, wie die Leute da klatschten und logen, blos um zu klatschen und zu lügen! Der Herr Doktor Beutemann versuchte zuerst, unseren Angriff mit Grobheit abzuschlagen. Er hatte schon so vielen Klatsch umhergetragen, daß es ihm auf eine solche Kleinigkeit mehr oder weniger nicht ankam. Erst meine Versicherung, daß ich ihm unnachsichtlich verklagen werde, half. Er schnarrte was von der Empfindlichkeit der jungen Leute von heutzutage, und gab dann die Quelle seiner 600 des des ein- — Lich, 6. März. Nächsten Samstag werden es Jahre, daß das damalige Dors Lich auf Ansuchen Grafen Philipp von Falkenstein durch Genehmigung Kaisers Albrecht I. in die Zahl der deutschen Städte Kokales and Nrovüyirtles. (Ammyme Eissendrrnger», gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Hießen, den 8. März 1900. «eschicht-kalender. (Nachdruck verboten.) 93er 12 Jahren, am 9. März 1888, starb zu Berlin Kaiser Wilhelm I. Mit Scharfblick wählte er Männer wie BiSmarck, Moltke und Roon, die mit ihm das deutsche Volk zur ersten Großmacht erhoben. Mit Kaiser Wilhelm I. ist ein erfolgreiches, glückbegünstigteS Leden, eine Erscheinung, die kommenden Geschlechtern wie eine Sage dünken wird, zu Grabe getragen werden. Er wurde am 22. März 1797 geboren. _____________ ** Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Tienstmagd Franziska Böhmer aus Bolanden wegen Diebstahls vom Großh. Amtsanwalt zu Offenbach; Robert Heppner, genannt Schnellbächer, aus Lützel-Wiebelsbach, Franz Heinrich Burckhardt aus Bruchweiler und Josef Richter aus Wien, sämtlich wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Offenbach; Schreinergeselle Ernst Georg Huttenlocher aus Stuttgart, wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Worms; Taglöhner Karl Philipp Jost aus Brötzingen wegen Bettelns vom Großh. Amtsanwalt zu Zwingenberg; Karl Machenaer aus Gundersheim wegen Diebstahls von der Polizeiverwaltung zu Worms; Fuhrknecht Josef Mayer aus Worms wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht zu Worms; Christian Gustav Johann Ludwig Eichelmann aus Steinfurth, zuletzt Lehrer in Bad Nauheim, wegen betrügerischen Bankrotts von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Dienstknecht Franz Josef Mock aus Stöckach wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Alzey; Schuhmacher Adam Sauter aus Affolterbach wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Worms; Taglöhner Gottlieb Schimpf aus Offenbach wegen Körperverletzung und Bedrohung von Großh. Staatsanwaltschaft Darmstadt;, Jakob Schmelzet aus Ober- ! Hilbersheim wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amts- ! gericht Oppenheim; Maurer Franz Steinbrecher aus Winnweiler wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Bingen; Malergehilfe Otto Straube aus Gnölbzig wegen Diebstahls vom Großh. Amtsanwalt zu Büdingen; ein Unbekannter, angeblich Schreiner Heinrich Busch, in der Nähe von Dresden gebürtig, wegen Betrugs vom Polizeiamt Mainz; Geometer Karl Vorbach aus Burg-Gemünden, zuletzt in Offenbach, wegen Urkundenfälschung u. s. w. von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Dienstmagd Amalie Wiebach aus Strenznaundorf wegen Betrugs von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Sandfärscher Wilhelm Göttert aus Mainz, Versicherungsbeamter Julius Gläßner aus Mainz, Maurer- I geselle Wilhelm Adam Beith aus Hechtheim, Maurer Adam Josef Orth aus Hechtheim, Taglöhner Martin Marbeck I aus Laubenheim, Bierreisender Friedrich Oppermann und I dessen Ehefrau aus Kaltenholzhausen, Taglöhner Ludwig Christian Wirth aus Schierstein und Kesselschmied Franz Montag aus Wanzleben, sämtlich wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Mainz. ** Eine für Radfahrer interessante Zivil - I klage wird demnächst das Gericht beschäftigen. Die Ehe- I fr au des Journalisten S. hatte sich bei einer Gesellschaft I gegen Unfall beim Radfahren versichert. Als sie an einem I ^anuartage ihr Rad nach längerer Pause für eine Fahrt I vorbereitete, geriet sie mit dem linken Zeigefinger zwischen I Kette und Zahnrad und quetschte das oberste Glied. Es I trat Blutvergiftung hinzu, wodurch die Verunglückte sich I wahrend einer Woche jeder häuslichen Thätigkeit ent- I halten mußte. Der behandelnde Arzt hielt es für selbst- I verständlich, daß die Ursache und die Art des Unglücksfalls I der Versicherungspflicht der Gesellschaft unterliege, und dieselbe Ansicht vertrat der Vertrauensarzt der Gesellschaft I Trotzdem erhielt die Versicherte den Bescheid, daß die er- I litztene Verletzung nicht durch die Police gedeckt sei, da nach dieser nur solche Unfälle zu berücksichtigen seien, welche dem Versicherten beim Radfahren zustoßen. Diel Klägerin, die alle Instanzen in Anspruch nehmen will, I macht dem gegenüber geltend, daß das Schmieren des I vom Radfahren selbst unzertrennlich ist und ein Unterschied nicht gemacht werden darf, wenn diese Arbeit I vor der Fahrt oder etwa unterwegs vorgenommen tvird. ** Die seit einigen Jahren vorbereitete Deutschlandsfahrt des Deutschen Kriegerbundes von New-York gelangt im Mai I b. I. zur Ausführung. Eine zahlreiche Abordnung des um die Pflege des Deutschtums und der Kameradschaft in Amerika I wird sich Bad-Nauheim hierfür stets anerkennend und würdigend zeigen. Aber auch den Männern, welche bei dem Unternehmen speziell beteiligt waren, gebührt unser Dank! Die Projektierung und Oberleitung der Neubohrunz lag in den bewährten Händen des Herrn Geheimen Ober, bergrats Professors Dr. Lepsius, während die Beaus« sichtigung und Kontrollierung der Arbeiten von der Tiefbohrung und der übrigen Quellen den Herren: Geheimer Bergrat Weiß, Ingenieur Städel und Bademeister Kissel übertragen war. △ Babenhausen, 7. März. Der hier beschäftigte Müllerbursche Jakob Kurz aus Stöckach verschwand in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar ds. Js. auf Nimmer« Wiedersehen. Die Annahme, derselbe sei in die Gersprenz gestürzt und ertrunken, hat sich neuerdings bestätigt. Gestern wurde nämlich seine Leiche unweit unserer Stadt aus dem Flüßchen gezogen. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des Vermißten ein Ausschreiben erlassen. Die Amts« gerichtsbehörde aus Seligenstadt stellte heute an Ort und Stelle den Thatbestand fest. Es liegt zweifellos ein Unglücksfall vor. Der Verunglückte war unverheiratet, stand im 31. Lebensjahre und im Rufe eines unbescholtenen und tüchtigen Müllerburschen. A Mainz, 7. März. Die Influenza fängt hier an, auf das ganze öffentliche Leben störend zu wirken. In allen Beamtenkorporationen werden durch stets neue Erkrankungen die Lücken immer größer, und in allen Verwal tungSzweigen müssen wegen Mangel an Arbeitskräften Arbeiten zurückgestellt werden. Im Theater ist das ganze Repertoir durch viele Erkrankungen aus dem Geleise gekommen, und nun hat die Krankheit auch noch unseren Ober» bürgermeister und einen Beigeordneten befallen, was bei den bevorstehenden Beratungen des städtischen Budgets besonders störend ist. A Mainz, 7. März. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der hiesigen Handelskammer, Geh. Kommerzienrat St. C. Michel findet den kommenden Sonntag hier eine Kommissionssitzung des deutschen Handelstages statt, die einzig zu dem Zwecke einberufen ist, um über den Gesetzentwurf betr. den Verkehr mit Wein zu beraten. Insbesondere sollen der Beratung die Abänderungsvorschläge der Konferenz zwischen dem Reichstagsabgeordneten Dr. Schmidt Mainz, Vertreter des landwirtschaftlichen Provinzial- Vereins Rheinhessen und der Handelskammer Mainz zlk gründe gelegt werden. Die Handelskammer in Mainz weicht in ihrer Ansicht über den Weingesetzentwurf bekanntlich in vielen Punkten von den Ansichten anderer fcanbelSgremier; und landwirtschaftlichen Korporationen ab und hat sich insbesondere ganz entschieden gegen die Kellerkontrolle ausgesprochen. — In Sachen der Lohnbew egung der Schreiner, fand gestern abend eine öffentliche Versammlung der Gesellen statt, welcher die von dem Fabrikanten- und Meisterverein auf die gestellten Forderungen gemachten Zugeständnisse unterbreitet wurden. Statt der geforderten 9stündigen Ar- beitSzeit wollen die Meister eine 9i/zstündige bewilligen und für die Ueberzeitarbeiten haben sie einen Lohnzuschlag von 331/3 Prozent zugesagt, wogegen die verlangten 50 Prozent für Sonntags- und Nachtarbeiten sowie die Abschaffung der Akkordarbeiten abgelehut wurde. Die Versammlung erklärte sich mit den Zugeständnissen des Fabrikanten- und Meisterverbandes nicht zufrieden und beauftragte ihre Lohnkommission den Arbeitgebern zu unterbreiten, daß man aus sämtlichen Forderungen beharre. Marburg, 7. März. In der vergangenen Nacht ist dis Kranzmühle bei Wetter größtenteils niedergebrannt. Eine Person ist schwer verletzt. [] Von der Lahn, 6. März. Die Eisenstein- grübe „F a l k e n st e i n", welche in der Nähe von Amerau bei Dietz an der Lahn liegt, und auf welcher seit einigen Jahren flotter Betrieb herrschte, ist durch lleberflutuiig des Hochwassers der Lahn zufammengestürzt und im wirklichen Sinne des Wortes ersoffen. Die Grube gehört der Gewerkschaft „Buderus". Die Belegschaft, welche 80 Mann stark war, ist durch diesen Unfall außer Thätigkeit und 93er» hochverdienten Kriegerbundes von New-York wird die Hauptstädte Deutschlands, seine Ehr- und nationalen Gedenkstätten besuchen und die langgehegte Sehnsucht nach der alten Heimat befriedigen. Die Kriegerverbände von Preußen, Baiern, Sachsen und Baden treffen festliche Vorbereitungen, um ihren überseeischen Kameraden, die einst im deutschen Heer als Kampfgenossen und Krieger ihre Ehrenpflicht erfüllten und deutsche Vaterlandsliebe treu bewahrten, gebührenden Empfang zu bereiten. Die Gäste werden deutschen Boden zunächst in Hamburg betreten und vom Hamburger Kriegerverband in würdiger Weise begrüßt werden. gereiht wurde. Die Feier soll aus einer Schulfeier, einer I kirchlichen Feier und einem FestkommerS bestehen. Die I Uebersetzung der Urkunde hat folgenden Wortlaut: Albrecht, von Gottes Gnaden römischer Kaiser, allzeit Mehrer des Reichs, entbietet seinem getreuen Diener Philipp von Falkenstein seine Gnade und alles Gute. Deinem Ansuchen geneigt und in der Absicht, aus königlicher willfähriger Gesinnung, Dir eine besondere Gunst zu erweisen, erteilen Wir Dir durch Gegenwärtiges die Ermächtigung, gestützt auf Unsere wohlwollende Zustim- I mung. Dein Dorf Lich zu einer Stadt zu erheben, und I verleihen ihr in Gnaden und ihren Einwohnern, gegenwärtigen und zukünftigen als Beweis Unserer Allerhöchsten Gewogenheit das Recht einer Bürgergemeinde und schenken ihr alle Freiheiten in dem vollen Umfang, wie sie andere Städie des Reiches und ihre Einwohner besitzen, wobei Uns und Unseren Nachfolgern vor allem die Gewalt Vorbehalten bleibt, solches Recht und solche Freiheiten wieder aufzuheben, wenn das Bestreben, gegen wen es auch sei, darauf gerichtet sein sollte, Unsere erwähnte Vergünstigung vielleicht zum Nachteile anderer Städte des Reiches zu wenden. Zur Beglaubigung dessen erteilen Wir diese Urkunde, verbrieft mit unserem kaiserlichen Siegel. Gegeben zu Heilbronn im Jahre Eintausend dreihundert am 6. Tage vor den Jdus des Monats März, im zweiten Jahre Unserer Regierung. § Butzbach, den 7. März. Zum Besten des hiesigen Frauenvereins für Krankenpflege brachte unser Turnverein gestern abend im großen Saale des Hessischen Hofes das fünfaktige Lustspiel „Der Erbonkel" wiederholt zur Aufführung. Dieselbe erfreute sich eines szahlreichen Besuchs, sodaß ein namhafter.Ueberschuß dem so segensreich wirkenden Frauenverein zugewendet werden kann. Bei dem kunstverständigen Publikum bezw. Theaterfreunden aber ernteten die Akteure des gehaltvollen Stückes reichlichen Beifall ob des genußreichen Abends. Bad-Nauheim, 7. März. Endlich nach langem Harren und Hoffen hat sich der Wunsch der Einwohnerschaft von Bad-Nauheim um Vermehrung der vorhandenen Badequellen, erfüllt. Die d r i t t e Thermalsoolquelle, reichanKohlen- säure und Salzgehalt, ist heute nachmittag 47» Uhr zutage gefördert worden, nachdem die Wildwasser aus dem Steigrohr der Neuquelle durch Abpumpen entfernt worden waren. Die Bohrung, welche von der Firma A. Thumann in Halle a. d. S. anfangs des Winters begonnen, wurde nach Ueberwindung vieler schwieriger Hindernisse in den Terrain- und Gebirgsverhältnissen in den letzten Tagen in einer Tiefe von 209,43 Metern zu Ende geführt, nachdem sich in geringerer Tiefe die Quelle bereits vor einiger Zeit gezeigt hatte. Das Soolwasser der neuen Quelle geht einige Zentimeter über das Ausflußrohr, hat 32 Grad Celsius Wärme und ist in ergiebiger Menge vorhanden, sodaß hoffentlich, da die beiden anderen Quellen (VII und XII) nicht beeinträchtigt sind, für die nächste Zeit ein Mangel an Sprudelwasser nicht mehr ein- treten wird. Außer Gott sind wir der Großherzoglichen Staatsregierung für das uns durch Gestattung und Be- willigung der Geldmittel für die Neubohrung dankbar, und dimenssonen verfolgen ober vom Lawinenzustand zurück bis zum Kern! Hast Du dem Kern?" 9 „Keine Ahnung!" „Also fangen wir am dicken Ende an! Der Letzte muß Chef^" kte ^pur des Vorletzten bringen. Da ist z. B. Dein weiter"^ 00,1 ^iner Frau — da komme ich nicht „Oder der Redakteur der „Laterne" . . „Der steckt sich hinter das Redaktionsgeheimnis, läßt eventuell feinen armen Teufel von Sitzredakteur für sich brummen und lacht sich ins Fäustchen!" „Also die Elfe Müller. Aber woher die es hat, wissen 1« von ihrer Mutter. Und die hat es natürlich von ihrer Schwester, der Frau Geheimen Regierungsrätin Tilde Meierstem — meinen Kopf zum Pfände! Die alte Schachtel hat eine der bösesten Zungen in Munkelsdorf. Donner und Dona! Da geht sie". ... ^!neI plötzlichen Eingebung erfaßt, ging ich quer stEb die biedere Frau und fragte, auf die ?evr^rft ^halten zu werden, sehr energisch: „Woher wissen Sie es?" b ’ ' Und richtig! Ihr schlechtes Gewissen ließ sie sofort verraten, um wav es sich handelte. Sie machte große, bange Augen und hauchte: ä D ' y ,,«on njeineni 93etter bem Oberstleutnant v. Winbow" Natürlich! Darauf hätte ich selber fommen können! Seit btefer gute Mann ben kleinen Brief bekommen hatte — für feine berühmte Kavallerieattake auf eine Gartenmauer — beschäftigte er sich eifrigst bamit, bie Gesichter anberer Leute so sauer zu machen, als sein eigenes ist' Na warte!" Ich inguirierte weiter: „llnb Sie haben bie Geschichte ganz ohne Zuthat weiter erzählt?" „Aber, mein Herr. . ." t . "Bitte, gnäbige Frau! Ich gebe Ihnen hiernit mein heiliges Ehrenwort, Daß ich jeden- an biefer nieberträchtigen Verleurnbung Beteiligten, schonungslos bem Gericht übergeben werbe, wenn er mir nicht bie volle Wahrheit sagt". „Aber . . ." Unb n,och brei „Aber . . ." Dann geftanb sie, baß sie bie Geschichte mit bem Maler unb meiner Frau „dazugethan". Sie hatte gesehen, wie mein biefer Freunb Egon — Der unb ein Lebemann! — mit meiner Frau in ber Richtung gegen ben Bahnhof ging!--- „Guten Morgen, meine Gnäbige!" Ich verbeugte mich unb hierauf nahm ich mit Ebuarb, dem die Sache, wie er sich ausdrückte, eine „diebische Freude" machte, einen Wagen. Wir warfen uns erst in feierliches Schwarz, und dann traten wir unsere Untersuchungsrundfahrt an. Zuerst ging es zu Window. Nachdem wir ihm mit einem deutlichen Hinweis auf den Amtsrichter alle Haudegenallüren und Heldenredensarten abgewöhnt hatten, richtete ich an ihn die Frage, was er „ba&u* gethan" habe. „Die Geschichte mit dem stillen Suff!" „Wie kommen Sie denn darauf?" „Ich sah Sie doch am Samstagabend im Stadthauskeller, wo ich allabendlich meinen Schoppen Mosel nehme . .... es können auch zwei fein". Richtig! An jenem Abend hatte Lena, von der rauhen Frühlingsluft müde, zeitig ihr Lager gesucht. Und da war ich, viel zu vergnügt, um schon zu schlafen, fortgegangen, und hatte ein einsames Glas Maibowle auf unser Glück geleert — also daher der „Ruin der Familie!" „Und woher hatten Sie die Geschichte, Herr Oberstleutnant?" Er hatte sie von der Konsistorialrätin Heintze. Also zu der!^ Die Entfernungen in Munkelsdorf sind nicht sehr groß, und zu gewissen Tageszeiten trifft man alles zu Hause. E-kl-s» »*■1» 1«” iid’ letzten - ’ üi n Ende § niill,0.1Lf ine Erfolg niW W „ bt »* spn eingebauten «v Lkiib Mtnis ® .siediqend, Es M Meßender Firm dm Hein M W schritte n* golft U Ma ipurbe in der Statioi tioMistent Lange Hnida, < M bto Wen- nnd ( Mentisch kbaw Dieben h- img leichtesten Vege, wurde mit einem gedrungen. Die Dietrich nicht gec das Schloß alsd Thitre wurde ebe steckte, geössnet. Schmucksachi starkem Verschl gcmaltfam erb st-ren, Mnge 1 sielen den anfdj zur Beute, sonde Tchaukästen, den, haben die C _u?!v „untujt JvUl Gegenstände lagen baden. Ter Wert 8000 Warf belaufe Ih’ebeutifd) vor etwa gMichen Besuch vc viindtiche Verluste daß man die Thäti die Vermutung naf ihr unsauberes Hani . Mühlhausen -vier werben deninä« -Itasselränzchen /ort entstand eine- Hotelbesitzer sei in' Ihn Renoinniee zn nnen energischen 1 «tat, daß er g, "u,t Mienen ü E Untersuchung W- daß die Qu Schnelligkeit feint ein Kaffeek Wenschafl in bi u°nen-Direktor S erzählt. ' "Unb was bnf ien Mtiinftlet. „Mein Herr "Guten •git» SiKtz- Jone: . IhijiAs' 'S 1 otu rgangencn Nacht ij [enteil« niederg« rht. Die Eisenstei'. >r Nähe von Am«:, welcher seit einig-- durch Ueberilutun: 'stürzt und im Win ie Grube gehört bc oft welche 80 W Dhätigkeit undN wir in der MM metstühlen- EM. ,es deutlches f- zwischen jene^ fahren bestra f für das M HZ: E- d°s» !ch W°s. «”• Mi 1,l‘ n Geheim Ehrend 4t b,‘ M ^d duftet LH "nb*lt<*ro fängt fr eb 8” Witt, > S M« neue r lb'«allen ® Weilst, ,s toliift (t, N*«Citt. “Wen, t»M bei lW bb ywft des Wsi, ®£9- Sommerjum. Sonntag hier w "Handelstagk- " ist, um über K Wem zu beruh! mderungsvorschlüü MdMdneten i lastlichen Provinz:.^ lkanimer Mainz i. ^er in Mainz mit1. Itvnrf be/MH in ittr ch uni iat stch M -Fertontrolle Mgr- ^ngdnTchreM imlung der Gesellen - und Meistervere-n iten Lngejiändniji- tat 9ftünbigtn 8t' gt btnißigen m Lohnzuschtag m Were Äß ^ivzent btr Sammlung ertlarlc inten« und Meister, agte ihre Lohntor. ten, daß man ans die ®i* T’”' tet 3*ä“” * •;,!SÄ >x-G SSS n d'k dienst gesetzt. Zum Glück sind Verluste an Menschenleben nicht zu beklagen, da alle Bergleute rechtzeitig in Sicherheit sich bringen konnten. ... . m § oblenz, 6. März. Zur Verminderung der Rauch - entwickelung auf den R h e i n d a m p f e r n sind seit einiger Zeit von der Rheinstrom-Bauverwaltung bemerkenswerte Versuche gemacht worden. So konnte schon bei der letzten Strombefahrung der Rheinschifsahrts - Korn- nussion Ende August o. I. ein kleiner fiskalischer Dampfer vorgeführt werden, auf dem der Langer-Marcottysche Ranchverminderungsapparat eingebaut und mit sichtlichem Erfolg in Thätigkcit war. Die damals anwesenden rheinischen Schiffsreeder erklärten sich auf Wunsch des Herrn Cbcrpräfibciiteu gerne bereit, auch ihrerseits Versuche auf ihren Dampfern anzustellen. Inzwischen hat nun Generaldirektor Kannengießer aus Mülheim a. d. Ruhr derartige Versuche in großem Maßstabe ausgeführt, indem er auf seinem Radschleppdampfer Kannengießer Nr. 6 Nauch-Ver- lmtungs-Apparate bei allen acht Kesselfeuern einbauen ließ. Ter gestrigen Probefahrt von Koblenz aufwärts wohnte der Oberpräsident Exzellenz Nasse mit den höheren Beamten der Rheinstrom-Bauverwaltung bei. Der reich beflaggte, stattliche Schleppdampfer führte hierbei 4 Schleppkähne mit GO OOO Zentner Kohlenladung zu Berg und passierte gegen 4 Uhr nachmittags unsere Schiffbrücke. Von den eingebauten Apparaten und ihrer Wirksamkeit wurde eingehend Kenntnis genommen. Die Versuche, bei denen abwechselnd ohne und mit Einschaltung der Rauch-Verzehrungs-Apparate gefahren wurde, verliefen recht befriedigend. Es steht zu hoffen, daß durch das bereitwillige Vorgehen der Firma Kannengießer die Rauchverhütung auf dem Rhein zur Freude der Anwohner immer weitere Fortschritte macht. Kassel, 6. März. Auf der Bahnstrecke Kassel-Berlin wurde in der Station Sangerhausen der dienstthuende Sta- tionsassistent Lange von der Maschine des Berliner Schnellzuges ersaßt, über fahr en und getötet. Fulda, 7. März. In der vergangenen Nacht wurde das Uhren- und Goldwarengeschäft des Herrn Hermann Nebentisch bedauerlicherweise abermals von frechen Dieben heimgesucht. Die Einbrecher sind auf dem leichtesten Wege, durch den Hausgang — die Hausthüre wurde mit einem Dietrich geöffnet — in das Haus ein- ^edrungen. Die sehr schwere Thüre zum Laden, die mit Dietrick) nicht geöffnet werden konnte, ist ausgebohrt, und das Schloß alsdann zurückgedrückt worden; eine zweite Dhüre wurde ebenfalls mittels Dietrich, der noch im Schloß tteckte, geöffnet. Die mit Uhren und goldenen .2 ch m u ck s a ch e n reich belegten Schaufenster, die mit starkem Verschluß versehen waren, sind von innen zewaltsam erbrochen worden. Nicht nur die besten Uhren, Ringe und Schmuckfachen in den Schaufenstern sielen den anscheinend raffinierten „Kennern vom Fach" ^ur Beute, sondern auch ebenso die besten Sachen, die in S ch a u k ä st e n , Kommoden u. s. w. aufbewahrt wurden, haben die Gauner mitgenommen, dabei aber „echt" ü'n.d ,,'imtu/t" tvurji unterschieden, denn die minderwertigen Gegenstände lagen in dem Geschäftslokal zerstreut am Fußboden. Der Wert der geraubten Objekte soll sich auf etwa SOOO Mark belaufen. Man wird sich erinnern, daß Herr Rebentisch vor etwa zwei Jahren von einem gleichen unglücklichen Besuch von Dieben, wodurch ihm ebenfalls em- vsindliche Verluste entstanden, heimgesucht wurde, ohne daß man die Thäter ausfindig machen konnte. Es liegt die Vermutung nahe, daß die Diebesgesellen von damals ihr unsauberes Handwerk jetzt wiederholt haben. ^Fuld Z ) Vermischtes. Mühlhause n, 6. März. (D i e K l a t s ch l a w i n e!) .Hier werden demnächst alle T e i l n e h m e r i n ne n eines K a f f e k r ä n z ch e n s vor Gericht erscheinen müssen. Dort entstand eines Tages das Gerücht, einer der ersten Hotelbesitzer sei in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Um sein Renommee zu wahren, erließ daher der Hotelbesitzer einen energischen Protest in den Tagesblättern, worin er erklärte, daß er gegen die Verbreiter jener völlig aus der Luft gegriffenen üblen Nachrede gerichtlich vorgehen werde. Die Untersuchung förderte das interessante Ergebnis zu Tage, daß die Quelle, aus der jenes Gerücht mit rasender Schnelligkeit seine Verbreitung durch die Stadt gefunden hatte, ein Kaffeekränzchen war! Eine Teilnehmerin des- Wissenschaft in dieser Angelegenheit an: Der Herr Domänen-Direktor Flaus hatte die Sache am Stammtisch erzählt. „Und was haben Sie dazugelogen?" fragte (Sbuaro den Heilkünstler. „Mein Herr. . ." Er liebäugelte mit einem Paar bunt eingezogener Schläger an der Wand. „Nach der Gerichtsverhandlung mit Vergnügen!" sagte mein Freund. Schließlich gestand der Herr Doktor zu, daß er mein „getrübtes Vorleben" erfunden, d. h., wie er sich auszudrücken beliebte, „selbständig aus dem Gesamtvor- zang logisch rekonstruiert" habe.-- „Guten Morgen!" Unter der Thüre kehrte sich mein nun schon in Hitze geratener Freund Eduard um und sagte: „Sie sind ein netter Onkel! Aber, im übrigen ließe ich mir von Ihnen immer noch lieber die Ehre abschneiden, als auch nur die Nägel. Sie schnitten gewiß daneben!" Der Herr Dornänendirektar Flaus hatte es von seiner Frau; er wurde butterweich, sobald wir von einer drohenden Klage gesprochen hatten. Seit einer langwierigen, peinlichen und nur «durch die Barmherzigkeit seines früheren Jrodherrn eingestellten Untersuchung Über das Verschwinden gewisser Ueberschüsse hatte er eine Art von Idiosynkrasie gegen das Buch mit dem gelben Umschlag, das er in Eduards Hand sah. Er gestand alles ein, und zwar sonderbarerweise ungefragt auch das, was er selber dazu erfunden batte: Die Realinjurien, die ich meiner Lena zugefügt buben sollte. Seine Frau hatte ihm nur von einer skandalösen Schimpferei erzählt. „Sie haben's nötig!" sagte Eduard im Hinausgshen. Und der Herr Doinänendirektor a. D. stotterte etwas von „großem Vergnügen". Von seiner Frau hatte er es also! Von der Frau fannh Flaus! Und die war wirklich die abscheulichste lafseeschwester der Stadt, ein Geschöpf, das fein Familien- selben hatte die „Sensationsnachricht" von ihrem Schwager erfahren, dem das „Ereignis" wiederum von dritter Seite, jedoch nur angedeutet worden war Ter hinkende Bote in Form einer Anklage wegen Privatbeleidigung kam ba d nach. Möge der Vorfall allen Mitgliedern von Kaffee kranzchen zur Warnung dienen? * Stuttgart, 6. März. In Kannstatt ist der Kommerzienrat Daimler, der Erfinder des Daimler-Motors gestorben. * Görlitz, 6. März. Der Schuhmacher Riedel hat seine Frau erwürgt. Vorher versuchte er die Frau und seine beiden Kinder zu vergiften. Salzburg,?. März. Großes Aussehen erregt der Sel b strn ord des Jnfanteriehauptmannes O n d r a c z e k Derselbe hatte auf Befehl des Korpskommandanten gegen den Redakteur des Salzburger Tageblatt Freisinger Klage erhoben, weil derselbe den Hauptmann Ondraczek schwerer Soldatenmißhandlunaen beschuldigt hatte. Heute sollte die Verhandlung stattfinoen. * Paris, 6. März. Atschinoff, jener Kofack, welcher 1889 mit seinen Kaukasiern den abenteuerlichen Zug nach Afrika unternahm, wurde heute einer Irrenanstalt übergeben. * Montgomery (West Virginia), 6. März. Heute früh ereignete sich in den Redash-Gruben eine Explosion, durch welche 70 Bergleute verschüttet wurden. Bisher sind nur zwei derselben gerettet; 40 Leichen wurden geborgen. Wer die Wahl, hat die Qual! Dr. Vorster, der Direktor der Irrenanstalt Stephansfeld im Elsaß, machte neulich einen eigentümlichen Versuch, die Neigungen der Kinderwelt zu erforschen, und gewann so ein Spiegelbild des Geistes, der im Elternhaus herrscht. Er stellte einer Anzahl Kinder drei Teller zur Auswahl hin, von denen der eine Aepfel, der andere ein Zehnpfennigstück, der dritte ein Glas Wein enthielt, — sämtliche Kinder griffen nach dem Wein! Kunst und Wissenschaft. Geheimer Kommerzienrat Carl Bechstein ch. Im Alter von 74 Jahren ist, wie wir gestern bereits kurz telegraphisch meldeten, am Dienstag infolge von Wassersucht der Geheime Kommerzienrat Carl Bechstein sanft und schmerzlos entschlafen, nachdem ihm kurz vor Weihnachten seine Gattin in den Tod vorangegangen war. Mit ihm ist einer der genialsten Meister auf dem Gebiete der Pianosorte-Jndustrie dahingegangen, desien Ruf über die ganze Welt verbreitet ist. Carl Bechstein war aber nicht nur der tüchtige Techniker, der seine Instrumente in vollendeter Weise zusammenstellte, er war eine tiefe Künstlernatur, von inniger. Liebe zur Musik erfüllt. Am 1. Juni 1826 zu Gotha geboren, arbeitete er zunächst in verschiedenen Pianosorte-Fabriken, und wurde im Jahre 1848 Geschäftsführer der Firma Perau; dort blieb er bis 1852, machte sodann Studienreisen nach Paris und London, um sich, aus reiche Erfahrungen gestützt, im Jabre 1856 hier in Berlin zu etablieren. Er gründete sein Geschäft mit nur geringen Mitteln, bald jedoch nahm es dank seiner eminenten Tüchtigkeit einen großartigen Aufschwung, sodaß sich viele große Meister für seine Fabrikate interessierten. Hierdurch wurde er in die Lage versetzt, sich mehr und mehr dem Bau großer Konzert-Flügel zuzuwenden. Schon seit Jahren beschäftigt die Firma, der er den Namen und ihren Weltruf gegeben, mehr als 1000 Arbeiter; in den Weltausstellungen in London 1862, in Paris 1867 und in Sydney 1880 wurden seine Fabrikate mit ersten Preisen bedacht. — Seit etwa 14 Tagen war Herr Carl Bechstein ^'bettlägerig, gestern nun hat der Tod dem berühmten Meister ein sanftes Ende bereitet Die Leiche des Verstorbenen wurde schon gestern in den frühen Abendstunden nach dem Leichenhause des Sophienkirchhofes übergeführt, wo auch seine Gattin beigesetzt ist. Von den drei Söhnen, welche bereits seit Jahren in dem umfangreichen Geschäft thätig sind, wirb der älteste, Herr Edwin Bechstein, hie Fabrik in vollem Umfange weiterführen. Außer den drei Söhnen trauert noch eine Tochter um den Dahingegangenen. Theater. Sarah Bernhardts Huterlatz. Die Pariser Theaterbesucher sollen nicht mehr mit Verzweiflung und Zorn im Herzen die herrlichen Federhüte der vor ihnen sitzenden Schönen statt der Bühne vor Augen haben. Sie werden endlich, selbst wenn sie in der letzten Reihe sitzen, die Bretter sehen können, auf denen etwas vorgeht. Sarah Bernhardt wird dem Hut in den Pariser Theatern zuerst den Krieg erklären, trotzdem sich die Damen gerade im Theater so gern damit schmücken. Die Diva hat bestimmt, daß die Damen int Parquet und auf dem Balkon nicht im Hut zugelaffen werden. Aus dem Gcschüstsleven. — Wie nicht anders zu erwarten, wurde der Firma Adam Opel, in Rüsselsheim a m Main auf der Ende des glück ungetrübt lassen formte, dessen Schadensucht was Dämonisches hatte. Kein Freudenbecher wurde leer getrunken im Orte — sie hatte ein Tröpflein Gift hineinzustreuen oder ein Blättlein vom Maut Wermut. Sie war beim Verhör die Zäheste von allen. Aber es war auch glorios zu sehen, wie sie Freund Eduard langsam an seinem Jnquisitionsfeuer briet. Sie gestand und sie widerrief. Sie hatte nichts gesagt — gar nichts. Im Gegenteil! Sie fand meine Fran reizend, mich charmant. „Und doch haben Sie die Leutchen verleumdet. . ." „Mein Herr, Sie sprechen mit einer Dome!" „Einer Dame? Nicht, daß ich's wüßt'!" Noch einmal versuchte sie es mit dem Tone verletzter weiblicher Hoheit: „Nun denn, mein Herr! Nennen Sie das verleumden, wenn man weiter erzählt, was man mit eigenen Augen gesehen, mit eigenen Ohren gehört hat?" Ich gestehe, daß ich nie in meinem Leben neugieriger gewesen bin, als in diesem Augenblicke. Die ganze Lawine war ja bereits auseinandergewickelt — jetzt kam der Kern. „Wollen Sie die Güte haben, mir mitzuteilen, was Sie gehört und gesehen haben?" Sie hoffte wohl, durch eine maßlose Unverschämtheit sich noch aus der Affaire ziehen zu können. „Jawobl! Waren Sie nicht am letzten Samstags vormittags 11 Uhr auf dem Paradeplatze mit Ihrer Frau vor der Konditorei von Hoven?" „Gewiß!" „Und hier hatten Sie einen Wortwechsel! Das kann ich beschwören!" Einen Wortwechsel! Mir dämmerte ein Licht auf. Fast hätte ich laut aufgelacht. „Und da gebrauchten Sie einen Ausdruck. . ." „Als Dame kann ich ihn nicht wiederholen — es war „Welchen?" „Mein Wort darauf: wenn Sie mir jetzt nicht Antwort vorigen Jahres in Bremen stattgchabten Allgemeinen Ausstellung die goldene Medaille mit Ehren-Tiplom zuerkannt. Hierdurch ist zu den zahlreichen früheren Auszeichnungen von kompetenter Seite eine weitere Anerkenmlng der vorzüglichen Eigenschaften des Opel'schen Fabrikats hinzugekommen, und ist dies für uns der beste Beweis, daß die Leiter der Firma rastlos bemüht sind, das Ansehen ihres Fabrikates auf dem Fahrrad-Markte, dessen sie sich nun schon seit Jahren erfreuen konnten, zu befestigen, und eifrig bestrebt sind, alle technischen Neuerungen, welche irgend wie für die Fahrradsabrikation vorteilhaft erscheinen, sich zu eigen zu machen, um auch fernerhin an der Spitze der deutschen Fahrradindustrie marschieren zu können. — Trotzdem im letzten Jahre die Verhältnisse auf dem Fahrrad-Markte nicht gerade als günstig zu bezeichnen waren, hat die Firma, die nebenbei bemerkt, eine der wenigen alten Fahrradfabriken ist, die sich feit, ihrer Gründung im Privatbesitz befinden, doch über zweitausend Fahrräder mehr als im Vorjahre abgesetzt, und hat auch dieses Jahr wieder, um ihre Produktionsfähigkeit zu erhöhen, ihren Betrieb bedeutend erweitern müssen; denn, wie wir hören,, hat dieselbe, nach den vorliegenden Abschlüssen zu urteilen, dieses Jahr wieder eine bedeutende Erhöhung ihres Umsatzes zu erwarten. — Wir freuen uns, daß der Firma oben erwähnte, wohlverdiente Auszeichnung geworden ist, und wünschen ihr eine gedeihliche Weiterentwickelung. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 7. März Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult. März 1.20 %, do. per ult. April 2.20% Diskonto Kommandit per ult. März 0 95%, do. per ult. April 2%. Lombarden per ult März 0.75 /0, do. per ult. April 0.95%, do per ult. Mai 0.00, Deutsche Bank per ult. März 0 00. Notierungen: Kreditaktien 235.90-236-235.60, Diskonto- Kommandit 197 90-70, Staatsb. 189.90, Gotthard 143.60, Lombarden 29.60-50, Ungar. Goldrente 98 30, Italiener 94 80-00, 3proz. Mexikaner 26.20, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%. Privat-Diskont 5% G. 4% B ' 1%bis 2%Uhr: Kreditaktien 235.50-234.80, Diskonto-Komman- dit 197.80-60, Staatsbahn 139.90-70, Lombarden 29.40. Limburg a. d. Lahn, 7. März. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.11 Mk., Weißer Weizen —-- Mk., Korn 10.93 Mk., Gerste 9.18 Mk., Hafer 7.00 Mk., Erbsen —Mk., Kartoffeln —.— Mk. Diehmärkte. Die süddeutschen Viehmärkte waren in der Berichtswoche nicht besonders stark frequentiert, es entwickelte sich aber auch der Handel fast allenthalben nur mittelmäßig. Gutgemästetes Großvieh fand gerne Käufer, während in geringeren Qualitäten ziemlich Ueberstand blieb. In Kälbern war das Geschäft verhältnismäßig ruhig, die Preise mußten auch etwas nachgeben, es blieb aber trotzdem Ueberstand. Fette Schweine fanden glatten Absatz, Läufer und Milchschweine weniger begehrt, es wurde bei nachgebenden Preisen doch ziemlich verkauft. Verlosungen. (Ohne Gewähr.) Ungarische Rote Kreuz-Lose von 1883. Prämien- und Amortisations-Ziehung am 1. März. Hauptpreise: Serie 2322 Nr. 36 40(00 Kr. Ser. 6243 Nr. 8 2000 Kr., Ser. 358 Nr. 63 Ser. 849 Nr. 86 je 1000 Kr., Ser. 1779 Nr. 55, Ser. 2326 Nr. 35, Ser. 2436 Nr. 89, Ser. 3676 Nr. 39, Ser. 4448 Nr. 62, Ser. 5460 Nr. 6, Ser. 5603 Nr. 48, Ser. 6325 Nr. 14, Ser. 7474 Nr. 97, Ser. 7742 Nr. 98 je 200 Kronen Amortisationsziehung: Serie 1735 2278 2784 3049 3257 3676 3826 4382 4537 4879 5330 5591 5640 5798 6329 7011 7404 7572 7753 7994. Auszahlung am 2. April. — Es ist erfreulich, daß auch im Mittelstände Meßmers Thee sich täglich mehr einbürgert. Durch ihn haben viele die Vorzüge dieses Getränkes überhaupt erst kennen gelernt, und überrascht von seiner Güte und Billigkeit find sie selbst Theetrinker geworden und haben die Marke in ihren Kreisen weiterempfohlen. Dies hat Meßmers Thee groß gemacht. Probepackete 60, 80 Pfg. und Mk. 1.—. Verkaufsstellen durch Plakate kenntlich. 113 UI^bäer praktischen Hausfrau dringend zu empfehlen, denn man kann durch ESSdlZ ihren Gebrauch an Bohnenkaffee sparen. Konvcrsations Lexikon (auoh in Umtansok gegtu Uten «Werke) sowie alle andern Bücher . Beiert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an EL O. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VIL 6 geben, werden Sie Einern Rede stehen müssen, der Sie zwingen kann!" Frau Fanny wurde ganz bleich: „Sie stritten um ein Paket, das Keines von ihnen tragen wollte. . ." „Das jedes von uns beiden tragen wollte!" „Da warf Ihre Frau das Paket zornig zu Boden." „Sie ließ es fallen, weil ein Windstoß ihr fast den Hut nahm". „Und dann sagten Sie . . ." „Nun, wird's bald?" „Das Schimpfwort!" „Welches?" Ich glaube, ich hob drohend den Arm mit dem Regenschirm. Und nun stammelte Frau Domänendirektor Flaus das Wort, das ich zu meiner Frau gesagt hatte: „Tschaperl!" Tschaperl! Und daraus machten Sie eine wüste Schimpferei, Mißhandlung, Familienunglück, Ehebruch, Säuferwahnsinn — weiß Gott, was? Tschaperl! Das war der Kern der Lawine. Bevor wir gingen, wandte sich Eduard nochmals um und beehrte die Frau Fanny Klaus, die schluchzend in einer Sophaecke lehnte, mit folgender Ansprache: „Wenn Sie die Jakobstraße da hinaufgehen, kommen Sie zuletzt an ein Haus mit vergitterten Fenstern: Schauen Sie sich's gelegentlich einmal an. Es stecken allerhand arme Teufel drin, mit denen Sie nicht an einem Tische sitzen möchten, Diebe und Einbrecher, Fälscher und Totschläger. Aber ein miserableres Metier, als Sie, meine Gnädige, hat sich von der ganzen, traurigen Gesellschaft doch Keiner ausgesucht? — Guten Morgen". Fritz v. Ostini. Ausstellung für Krankenpflege Frankfurt am Main Landwirtschaftliche Halle (Ostendst rasse) S. bis 18. März 1568 p 25 bis 1795 300 1566 Länge, 2700 bei Willi. Balth. Hofmanns Ederstraße 4. 2. 3. 4. Zur Saison ___Jacob Renner II., Heuchelheim. Westfäl. n // Trauerkleider dto. 154 140 // ff dto. // dto. n Kölner Konsum-ArchU Bahnhosstr. 27. 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