1900 Freitag dm Februar 11 vor- Zlints- Mitt' Anzeigeblatt für bcn Ureis Gieren ua. 1028 wer 1029 Zreznftsprcis Vierteljahr!. SJlt. 2,28 monatlich 75 Psg. mit Bringerlahn; durch die Abholcstclle« vierteljährl. Ml. 1,98 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Itetette«, Expedition und Druckerei: Achukfiratze Nr. 7. Nachdem Bullers geschlagene Armee sich am 25. Januar auf die Südseite des Tugela zurückgezogen hatte, hat dec Herr Kommandierende der englischen Streitkräste seine Zeit damit zugebracht, allerhand Scherzhaftes zu telegraphieren von „Glauben" und „Hoffen". Er hat auch seinen Truppen — wenigstens denen, für die es noch ein „Zurück" vom Spionkop gegeben hat — eine schwungvolle Rede gehalten, und ihnen einen neuen Marsch in der Richtung auf Lady- mith und ihren Einzug dort binnen Wochenfrist in Aussicht gestellt. Der Besieger vom Tugela hat aber soviel an Glaubwürdigkeit verloren, daß seinen Worten nicht einmal mehr soviel Bedeutung zugemessen wird, wie den Bankettreden englischer Minister. Und nun geht doch etwas vor am Tugela! Bullers Hauptmacht steht in der Nähe von Spearmansfarm, und von hier aus scheint er thatsächlich wieder nach Norden vorgerückt zu sein, wenn diese Bewegungen wirklich mehr bedeuten als Vorpostenplänkeleien. Bewaffnung von Kaffern durch C-rgläuder. Es gibt noch immer eine Menge von Menschen, die nicht glauben wollen, daß England Kafferu gegen die Buren bewaffnet. Die über die Morde in Derdepoort abgelegte» beeidigten Erklärungen waren nicht einmal im stände, ihren Glauben zum Wanken zu bringen. Jetzt aber enthält eines der großen englischen Wochenblätter: „The Jllustrated London News", eine photographische Reproduktion, aus der klar hervorgeht, daß die Engländer Kaffern bewaffnet haben, damit diese gegen die Buren kämpfen. Enthält doch vorerwähntes Wochenblatt in der Nummer vom 27. Januar, Seite 7 des Supplements, die Reproduktion einer Photographie von R. B. Harris, unter der Aufschrift: „Die Kriegsereignisfe in Rhodesia", auf welcher eine Menge von bewaffneten Kaffern vorkommen, mit der Unterschrift: „Some of Khama’s 1000 trained Soldiers, now acting with us“. Uebersetzt lautet diese Unterschrift: „Einige von Khama's 1000 geübten Soldaten, jetzt mit uns kämpfend". Und damit erklärt die englische Regierung mit dem größten Ernst, sie weise die Beschuldigung, daß sie Kaffern bewaffne, weit von sich. Alle Anzeigen-BermittlungSstellm des In« unb Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Laud- gemeindeu des Kreises. Auf vorstehende Bekanntmachung, die Sie in ortsüblicher Weise zur öffentlichen Kenntnis bringen wollen, weisen wir Sie zu Ihrem Bemessen hiermit besonders hin. v. Bechtold. Gratisbeilagen: Gießener Famitienblätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hesssche Volkskunde. ____________ Adreff« für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. 33 Zweites Blatt ♦ Vom Kriegsschauplatz. lieber die Schwierigkeiten deS Cutsatzes von Ladysmith spricht sich Minston Churchill, der Korrespondent der „Morning Poft", der früher in Ladysmith gewesen ist, und vor kurzem aus seiner Gefangenschaft in Prätoria entfloh, in einem aus Pietermaritzburg vom 29. Januar datierten Berichte folgendermaßen aus: „Solange Ladysmith den Buren tapfer Widerstand leistet, hilft es ihnen zugleich, wie ein Magnet die Entsatz- armer nach den furchtbaren Stellungen jenseits des Tugela hinüberzuziehen. Die Buren haben diese Höhen bereits auf eine Strecke von vielen Meilen befestigt. Ihre PiketS stehen auf den Bergspitzen und melden die Bewegungen der britischen Kolonnen dem in der Ebene hinter den Bergwällen zurückgehaltenen Gros, das sich dann schnell auf jeden Punkt wirft, der gerade gefährdet erscheint. Wo daher die Briten auch angreifen, sie stoßen auf die burische Hauptmacht, und jede Umgehungsbewegung wird wieder zum Frontalangriff. Auch ermöglicht es die Zeit, die zum Ueberschreiten des Flusses erforderlich ist, den Buren, sich einzuschanzen und ihre Artillerie in Stellung zu bringen. Trotzdem zwingt uns die Lage in Ladysmith dazu, durch immer neue Anstrengungen diese außerordentlichen Schwierigkeiten zu überwinden zu suchen. Nach meinen in Prätoria eingezogenen Erkundigungen beläuft sich die Streitmacht der Buren in Natal auf 18,000 Mann, 7000 Mann davon bilden die eigentliche Deckungsarmee, 7000 Mann halten Ladysmith eingeschlossen und 4000 Mann stehen der einen oder der anderen Abteilung je nach den Umständen zur Verfügung. Diese Zahlen decken sich mit den Erkundigungen, die kürzlich hier gesammelt wurden, der Kundschaftsdienst ist jetzt dem Obersten Sandberg unterstellt und ist sehr thälig. So muß Geueral Buller, wenn er Ladysmith entsetzen will, in der Front eine an sich außerordentlich starke Stellung nehmen, die von 10- bis 12,000 der besten Schützen der Welt, unterstützt durch eine überlegene und mit großem militäri schient Geschick eingeschanzte Artillerie, verteidigt wird. Nach europäischen Grundsätzen sollte der Angreifer dem Verteidiger dreifach an Zahl überlegen sein, danach müßte also Buller 36,000 Mann ins Feld führen können. Wie dem aber auch sein mag, alle fühlen, daß eine letzte Anstrengung gemacht werden muß. Die Truppen sind ent- fchloffen und die Offiziere sind kampflustig, aber auch daheim muß man seine Nerven stärken." Dieses Urteil Churchills lautet wenig zuversichtlich- Daheim muß man seine Nerven stärken" läßt tief blicken. Churchill scheint demnach einen bösen Ausgang zu befürchten. Die unverantwortlich uachläsfigeu Kriegsvorbereitungeu, die im englischen Parlamente jetzt der Gegenstand längerer, aber verhältnismäßig zahmer Debatten sind, er- halten durch ein soeben ausgegebenes Blaubuch der eng- lischen Regierung eine eigentümliche und, was mehr beBekanntmachung. Im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 28. Dezember 1899, letzterAbsatz (Kreisblatt Nr. 5 von 1900) bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß nach einer inzwischen ergangenen Ministerial-Versügung ein Eingabe-Stempel bei Gesuchen um Dispensation von Bauvorschriften nicht mehr zu entrichten ist für den Fall, daß die Dispensation erteilt und ein Befreiungs-Stempel entrichtet wird. Wird jedoch die Dispensation nicht erteilt, so muß der Eingabe-Stempel nachentrichtet werden. Gießen, den 6. Februar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger Äit itgnq «ahme des MontagS. Die Gießener >«*tne*6tatter »erben dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt* «. „Blätter t&t hey. Volkskunde* »hchtl. 4mal beigelegt. ü ntutS ©tbäuic id, MimlM i-, ib -autiovtu -m tarnte und Pimie ungen burd) 10-1 ,M bei Berlin, vrt-siraße IS- _ deutet, amtliche Beleuchtung. Aus einem Schriftwechsel über die Verteidigung Natals gegen einen möglichen Angriff der Buren ist hervorzuheben, daß die Regierung von Natal bereits am 16. Juli den Gouverneur der Kap- kolonie daran erinnerte, daß er s. Z. versprochen habe, „im Falle des plötzlichen Ausbruches eines Krieges Natal mit der ganzen Kraft des Reiches zu verteidigen." Der Gouverneur telegraphierte diese Note an Chamberlain und fügte dabei die Mitteilung hinzu, General Symons, der die Truppen in Natal kommandiere, habe chm vertraulich mitgeteilt, er halte zur völligen Verteidigung Natals 5600 Mann weiterer Truppen für nötig. Trotzdem fagte Chamberlain am 3. August nur 2000 Mann Verstärkungen zu. Diese hielt die Regierung von Natal für ungenügend und machte in diesem Sinne Vorstellungen. Aber erst am 9. September benachrichtigte Chamberlain den Gouverneur von Natal, daß 5700 Mann in fünf Wochen aus Indien in Natal eintreffen würden. Infolge der vollständigen Niederlagen der englischen Truppen hat man sich nachträglich doch entschließen müssen, die ganze Kraft des Reiches für Natal einzusetzen. Aber die getrennt und in großen Zwischenräumen und in verschiedenen Häfen eintreffenden Verstärkungen wurden verzettelt und an die einzelnen Armeen verteilt, so daß mit ihnen keine große strategische Bewegung ausgeführt werden kann. Trotzdem also die „ganze Kraft des Reiches" aufgeboten ist, erscheint die Lage ziemlich hoffnungslos. Der nahende Sturm im Kaplaude. In Kapstadt gährt es gewaltig. Der Bond (Afrikander-Bund) bereitet sich jetzt offenbar zu einem entscheidenden Schlage vor: Die gestrige Sitzung seines Ausschusses hat beschlossen, den Sturm gegen den englischen Gouverneur des Kaplandes, Sir Alfred Mi ln er einzuleiten, und die Agitation im ganzen Lande zu beginnen, welche feine Abberufung fordern und, wie die Bondführer hoffen, „auf gesetzlichem Wege erzwingen soll". Vorläufig hat man die Parole an alle Zweigorganisationen des Bond ausgegeben, überall Versammlungen einzuberufen, in denen die allgemeine Lage erörtert, und Resolutionen gefaßt werden sollen, welche den Krieg verurteilen, Sir Alfred Milner und seinen direkten Chef Mr. Chamberlain für denselben verantwortlich machen, die Herstellung des Friedens und zu diesem Ende die Abberufung Milners als einziges Mittel fordern sollen, um zu einem billigen und gerechten Frieden zu kommen. Dem bevorstehenden großen Kongresse des Bond soll dann in Uebereinstimmung hiermit folgende Resolution unterbreitet werden: „Der Kongreß drückt seine absolute Mißbilligung der Politik aus, welche zu dem gegenwärtigen blutigen Kriege geführt hat, anstatt auf dem Wege schiedsgerichtlicher Entscheidung eine friedliche Lösung der zwischen Ihrer Majestät Regierung und der südafrikanischen Republik bestehenden Differenzen zu sichern. Der Kongreß fordert dringend die schleunige Wiederherstellung des Friedens auf Grund billiger und gerechter Bedingungen und ebenso eine gründliche Untersuchung der Art und Weise, in welcher während des Krieges das Privateigentum, tue bürgerlichen Freiheiten, und die verfassungsmäßigen Rechte der Bürger behandelt worden. Diese Untersuchung ist durch das Kapparlament zu führen." Die Organe des Bonds beginnen bereits mit der Veröffentlichung von Dokumenten, welche beweisen sollen, daß der britische Oberkommissar nichts anderes als ein Instrument in den Händen der Rhodespartei und der Verschworenen des „Jameson-Einbruches" gewesen und in deren Auftrage den Krieg „arrangiert" habe. Die Uitlander- organe, wie der „Argus", die „Cape Times", usw. antworten darauf bereits mit dem Rufe nach Ausnahmemaßregel«, Suspendierung der Verfassung, Proklamierung des Belagerungszustandes in der Stadt und des Standrechts in der gesamten Kolonie, sowie der Forderung, der Ober- kommissar solle die Abhaltung des Bondkongreffes, sowie aller öffentlichen Versammlungen einfach untersagen und die „aufrührerische Preffe" brevi manu unterdrücken. Dieser Appell an die Gewalt dürfte, wenn ihm Folge gegeben wird, wahrscheinlich den Engländern teuer zu steheu kommen, denn die Antwort kann nur der Ruf: „Zu den Waffen!" sein. Cs geht etwa- vor am Tugela. „ES geht wirklich was vor am Tugela, man weiß nur nicht was", so möchte man jetzt ein bekanntes Wort variieren. ■>a«bme een Anzeigen zu der nachmittags für bea «•tatetcn Tag erscheinenden Nummer btS vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Deutsches Reich. Seit der Unterzeichnung der sogenannten Februarerlasse Kaiser Wilhelms II. sinb> gestern zehn Jahre verflossen. Die „Berl. Polit. Nachr." benutzen diese Gelegenheit, der Behauptung sowohl dev sozialdemokratischen, wie einiger allzu reformsüchtiger bürgerlicher Blätter, daß in der sozialpolitischen Reform- gesetzgebung nichts.geschehe, durch Aufzählung dessen entgegenzutreten, was seit der Bekanntmachung der Erlasse wirklich geschehen ist: „Die umsassendste Neuregelung auf diesem Gebiete ist m der G e w e r b e - O r o n u n g s - N o v e l l e von» 1. Juni 1891 enthalten. Die Arbeit der schulpflichtigen Kinder wurde darin ganz verboten, der Maximal - Arbeitstag für Frauen einge- sührt, die F r a u e n - N a ch t a r b e i t eingeschränkt, die Schutzvorschriften für die jugendlichen Arbeiter wurden erweitert, es wurden die Arbeits-Ordnungen eingeführt, dem Bun des rate wurde die Befugnis zur Ausdehnung der Arbeiterschutz-Vorschriften auf Werkstätten mit Motorenbetrieb, auf die Hausindustrie re. gegebe^, die Anordnungen über den Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeiter wurden ergänzt durch solche über den Schutz der Sittlichkeit, und vielfach verschärft, die S o n n t a g s r u h e wurde eingeführt, kurz es wurde eine Fülle von neuen Maßnahmen geschaffen, die in ihrer Gesamtheit weit über den Nahmen der Forderungen der Arbeiterfürsorge hinausgingen, welche von der Berliner internationalen Arbeiterschutzkonferenz im Anfänge 1890 ausgestellt wurden. Dazu kam, daß dem Bundesrate Vollmachten gegeben wurden, auf denen späterhin weiter gebaut wurde. Wir erinnern xn dieser Beziehung nur an den § 120 e, auf Grund dessen die einschneidendsten Anordnungen über die Arbeitszeit der erwachsenen männlichen Arbeiter verschiedener Berufszweige erlassen wurden. Die ersten neunziger Jahre wurden ausgefüllt mit Maßnahmen, die sich auf die Sonntagsruhe bezogen, es folgte die Ausführung der von der Kommission für Arbeiterstatistik unterbreiteten Vorschläge, gegenwärtig wird an der Regelung der Verhältnisse der Hausindustrie gearbeitet. Ueberall, wohin man sieht, ist eine Verwirklichung der in den Februarerlassen Kaiser Wilhelms II. niedergelegten Gedanken zu bemerken. Dazu kommt, daß, wie die Erlasse als eine Ergänzung der kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881 anzusehen sind, auch dem Ausbau der auf Grund der letzteren ge- mar, UP6 i« M». jruar. ToN jeiö-Müburg. LieM' , 9. „ [ M- M" KOt Wckt lfl 5 Mn von jiiptmann- KS' fdjaffcnen Gesetzgebung in den letzten zehn Jahren die größte Aufmerksamkeit zugewendet wurde. Am 1. Januar 1893 trat die erste Novelle zum Kranken- Ver>icherungsgefetz in Kraft, am 1. Januar 1900 das neue Jnvalidenversicherungsgesetz, die Revision der Unfallversicherung wird gegenwär- Ug im Reichstage beraten, und eine neue Reform der Krankenversicherung ist bei den zuständigen Regierungsstellen in Arbeit. Auch auf anderen sozialpolitischen Gebieten ist die'eifrigste,Thätigkeit zu.'beobachten gewesen. Älr erinnern nur an den Erlaß des Gewerbe - Gerichts-Gesetzes im Jahre 1890, an die Bemühungen zur Ausgestaltung der staatlichen Betriebe zu Musteranstalten, an die von den verschiedensten Seiten und nicht zum mindesten vom Staate unternommene Lösung der Arbeiterwohnungsfrag e". Die „Bert. Polit. Nachr." hätten noch manches andere aufführen können; vor allem aber hätten sie daran erinnern sollen, daß der Kaiser in dem Erlasse vom 4 Februar 1890 an den damaligen Reichskanzler sagte: „Ich bin entschlossen, zur Verbesserung der Lage der deutschen Arbeiter die Hand zu bieten, so weit die Grenzen es gestatten, welche meiner Für- sorge durch die Notwendigkeit gezogen werden, die deutsche Industrie auf dem Weltmärkte konkurrenzfähig zu erhalten, und dadurch ihre und der Arbeiter Existenz zu sichern. Der Rückgang der heimischen Betriebe durch den Verlust ihres Absatzes im Auslande würde nicht nur die Unternehmer, sondern auch ihre Arbeiter brodlos machen. Die in der internationalen Konkurrenz begründeten Schwierigkeiten zur Verbesserung der Lage unserer Arbeiter lassen sich nur durch internationale V e r st ä n d i g u n g der an der Beherrschung des Weltmarktes beteiligten Länder, wenn nicht überwinden, doch abschwächen". _, Es läßt sich nicht verkennen, daß die hier betonten Schwierigkeiten durch sozialreformatorische Maßnahmen anderer Länder allmählich etwas abgeschwächt sind. Aber es darf auch nicht verkannt werden, daß diese auf deutsche Anregung hin erfolgten Maßnahmen noch nicht ausreichen, um die gesetzgebenden Faktoren von der Fürsorge für die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie auf dem Weltmärkte zu entlasten. Wenn trotz dieser Fürsorge Deutschland auch in den letzten Jahren an der Spitze der sozialreformatorisch chätigen Mächte geblieben ist, so darf es sich über alle Verkleinerungsversuche berufsmäßiger Hetzer und unpraktischer Idealisten trösten. Berlin, 7. Februar. Die teure Kohle. Bei der Fortsetzung der Beratung des Berg-Etats in der Dienstag- Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden wiederum die Preissteigerungen für Kohlen erörtert. Der konservative Abgeordnete v. Werdeck betonte den Kohlenmangel, einen Mangel, der so groß sei, daß man den Ausstellern auf der Pariser Weltausstellung anheimgegeben habe, sich Kohlen aus der Heimat mitzubringen, wenn sie ihre Maschinen in Betrieb setzen wollten. Redner bemerkte zum Schluß, daß die fiskalischen Grubenverwaltungen den ländlichen Einkaufsgenossenschaften nicht genügend entgegen kämen. Auf seine und die Klagen des Abgeordneten v. Brockhausen (kons.) entgegnete der Geh. Rat v. Ammon, daß die Menge der von den Gruben an die Händler abgegebenen Kohlen allerdings von 23 Prozent im Jahre 1896 auf 25 Prozent im Jahre 1899 herabgegangen sei. Im übrigen sei der Kohlenmangel durchaus nicht so groß, auch die Besorgnis wegen der Kohlenversorgung auf der Pariser Weltausstellung sei nach der Versicherung des Reichskommissars unbegründet. Redner versprach eine größere Berücksichtigung der ländlichen Einkaufsgenoffenschaften, wenn sie auf den bisher verlangten Rabatt verzichten wollten. (Hört! Hört! links.) Im gleichen Sinne äußerle sich Handelsminister Brefeld, welcher außerdem hinzufügte, daß die Abgabe von Kohlen an Oesterreich seitens der fiskalischen Gruben geringer geworden sei. Dagegen könne die Regierung nichtstaatlichen Gruben nicht verbieten, Kohlen nach Oesterreich zu exportieren. Der Rest des Etats wurde ohne wesentliche Debatte erledigt. Es folgt der Etat der Handels- und Gewerbeverwaltung. — Deutschland in Transvaal nach dem Kriege. Herr L. de Waard aus Prätoria äußert sich in der „Deutschen Niederländischen Wochenschrift" über die Aussichten der Deutschen nach dem Kriege in sehr beachtenswerter Weise. Das Verhältnis zwischen Deutschen und Buren schilderte er als ein im allgemeinen sehr gutes. Individuelle Abneigungen find vorhanden; dieselben sind aber dann zumeist dem etwas anmaßenden Auftreten des Neulings zuzuschreiben. Da nach Ablauf des Krieges die Abneigung gegen die Engländer so groß sein dürfte, daß der englische Kaufmann in Südaftika kein ergiebiges Absatzgebiet mehr finden kann, so wird fich zwischen den übrigen Nationen eine heftige Konkurrenz entwickeln, welcher Deutschland auf dem Gebiete von Handel und Industrie siegreich begegnen kann, denn die Deutschen haben schon ziemlich festen Fuß gefaßt. Der Handel bedarf aber kräftiger finanzieller Grundlagen, welche dem englischen Kaufmann bisher die Alleinherrschaft gesichert haben. Dieser Handel muß sich nicht ausschließlich auf die großen Städte beschränken, sondern das ganze Land überziehen. Filialen auf dem Lande, welche, als primitive Hotels und Restaurants eingerichtet, damit den Handel vom Zündholz bis zum Konzertflügel verbinden, haben Aussicht zu prosperieren, denn der Bur kauft gerne, wenn er etwas paffendes sieht. Sparen ist seine starke Seite nicht. Hat er Geld eingenommen, so giebt er's auch wieder mit vollen Händen weg Die deutsche Maschinen-Jndustrie muß sich viel mehr ins Zeug legen, wie dies bisher geschah. Haben doch selbst dortige Bergwerke in den Händen von Deutschen ihre Maschinen aus England bezogen. Der Engländer dominiert auf diesem Gebiet. Wenn nach dem Kriege der Bergbau und das Grubenwesen wieder aufleben, wird sich die Nachfrage nach Maschinen bedeutend steigern, denn viele Maschinen sind absichtlich oder von den Kaffern böswillig unbrauchbar gemacht worden, und andere dürften in den ertrunkenen Minen schwer gelitten haben. Für deutsche Bergwerksingenieure eröffnet sich nach Gründung von neuen Gesellschaften zur Ausbeulung des an Mineralien so außerordentlich reichen Bodens ein lohnendes Arbeitsfeld. Auch einigermaßen bemittelte Bauern sind dort willkommen. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, das ganze Land sei unter die Buren verteilt, konstatiert Herr de Waard, daß die Regierung noch über ungeheure Flächen, sogenannte „okkupatieplaatsen" verfügt, welche sie in beliebiger Größe unter der Bedingung abgiebt, daß das Land rationell bebaut wird. Der „Bur" betreibt nämlich nur ungern Ackerbau: beinahe ausschließlich verlegt er sich auf Viehzucht. Schon jetzt ist in der Umgebung von Prätoria und Johannesburg der Obst- und Gemüsebau in deutschen Händen. Viele deutsche Ackerbauer haben sich im Distrikt Barberton niedergelassen und finden dort eine reiche Existenz; werden doch in der Republik noch alljährlich für Millionen Pfund Sterling Landbauprodukte eingeführt, da die Buren selbst zu wenig produzieren. Natürlich müssen Neulinge auf alle möglichen Enttäuschungen vorbereitet sein. Hessischer Kandtag. Zweite Kammer der Laudstäude. Die dritte Sitzung der 2. Kammer der Landstände findet am Dienstag, dem 13. Februar 1900, vormittags 10 Uhr statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1. Regierungsvorlage, Kap. 14 „Landstände" betreffend. (Berichterstatter: Abg. Möllinger.) 2. RegierungS- -1C' ?*c Verlängerung des Finanzgesetzes betreffend. (Berichterstatter: Abg. Köhler-Darmstadt.) 3. Regierungsvorlage, die Bewilligung von 90 000 Mk. für weitere Tiefbohrungen in Bad-Nauheimbetreffend. (Berichterstatter: Abg. Jöckel.) 4. Regierungsvorlage, den Ankauf des Gruner'schen Wasserwerkes m Bad-Nauheim betreffend. (Berichterstattter: Södel.) 5. Regierungsvorlage, die Anlage einer Süßwasserversorgung vom Bad Salzhausen betreffend. Berichterstatter: Abgeordneter Weidner.) 6. Regierungsvorlage, die Versuchsbohrungen und die Hebung der m Bad Salzhausen betteffend. (Berichterstatter: Abg. Weidner.) 7. Regierungsvorlage, die Anlegung einer Holztransportbahn in den Domanialwaldungen zwischen Frankfurt und Darmstadt betreffend. (Berichterstatter: Abg. । Ulrich.) 8. Regierungsvorlage, die Erweiterung des Be- triebs der Braunkohlengrube Ludwigshoffnung betreffend. (Berichterstatter Abg. Jöckel.) 9. Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf, die Aufhebung des Gesetzes vom 9. Dezember 1876, die Besteuerung des Weins betreffend. (Berichterstatter: Abg. Ulrich.) 10. Regierungsvorlage, die Neugestaltung des Kassewesens im Großherzogtum betreffend. (Berichterstatter: Abg. Möllinger.) 11. Regierungsvorlage, die Vermehrung der etatsmäßigen Stellen bei der Main- | Neckar-Bahn betreffend. (Berichterstatter: Abg. Jöckel.) 12. Vorstellung des Hauptsteueramtsdieners Heinrich Mitsch m Mainz, die Anrechnung seiner Dienstzeit betreffend. (Berichterstatter: Abg. Jöckel.) 13. Wahlprüfungen: a) Provinz Starkenburg: nämlich: 1) im 1. Wahl- bezirk, Beerfelden—Hirschhorn—Wimpfen; 2) im 3. Wahlbezirk, Höchst; 3) im 5. Wahlbezirk, Fürth—Reinheim; 4) im 8. Wahlbezirk, Lorsch—Zwingenberg; 5) im 10. Wahl- bezirk, Gernsheim—Darmstadt—Zwingenberg; 6) im 11. Wahlbezirk, Zwingenberg; 7) im 12. Wahlbezirk, Beffungen-Darmstadt-Land; 8) im 14. Wahlbezirk, Groß- Gerau—Langen; 9) im 15. Wahlbezirk, Langen—Offenbach; 10) im 17. Wahlbezirk, Seligenstadt; (Berichterstatter: Abg. Weith.) b) Provinz Oberhessen: nämlich: 1) im 1. Wahlbezirk, Vilbel; 2) im 2. Wahlbezirk, Friedberg— Bad-Nauheim; 3) im 4. Wahlbezirk, Hungen—Lich; 4) im 7. Wahlbezirk, Homberg—Grünberg—Ulrichstein; 5) im 8. Wahlbezirk, Alsfeld—Ulrichstein; 6) im 13. Wahlbezirk, Altenstadt —Büdingen. (Berichterstatter: Abg. Backes.) 0 Provinz Rheinhessen: nämlich: 1) im 2. Wahlbezirk, Alzey; 2) im 3. Wahlbezirk, Wöllstein—Alzey; 3) tnt 4. Wahlbezirk, Osthofen; 4) im 7. Wahlbezirk, Oppenheim—Nieder-Olm; 5)im 8. Wahlbezirk,Mainz—Nieder-Olm; 6) im 10. Wahlbezirk Bingen—Ober-Ingelheim, (Berichterstatter: Abg. Erk); 7) im 5. Wahlbezirk, (Berichterstatter Abg. Backes), d) Ersatzwahl für den 9. Wahlbezirk der Provinz Starkenburg, (Berichterstatter: Abg. Cramer). | e) Ersatzwahl für die Provinzialhauptstadt Gießen, (Berichterstatter: Abg. Pennrich). 1 Lokales and Vrooiryietles. Wuouwt Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 8. Februar 1900. * * GefchichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 111 Jahren, am 9. Februar 1789, erblickte in München Franz Xaver Gabels berg er das Licht der Welt. Er ist der Begründer der Stenographie in Deutschland und E> sinder deS nach ihm benannten, am weitesten verbreiteten Systems. Gabelsberger staib am 4. Januar 1849 in seiner Vaterstadt, wo ihm 1890 ein Denkmal errichtet worden ist. • • Empfang. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 7.Februar u. a. Seine Erlaucht den Grafen Georg Albrecht zu Erbach, den Oberleutnant Ebel vom Infanterie-Regiment Nr. 69. * * Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der Nroßherzog haben Allergnädigft geruht, am 7. Februar )en Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach Dr. Heinrich Marx zum Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Rheinheffen, und den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld Wilhelm Müller zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Worms, beide mit Wirkung vom 16. Februar, zu ernennen; den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein Ernst Eckstein in den Ruhestand zu versetzen. — tannt wurde am 7. Februar der Hilfsgerichtsschreiber >ei dem Amtsgericht Worms Georg Elz zum Hilfsgerichts' chreiber bei dem Amtsgericht Lorsch, der HilfSgerichtS- schreiber bei dem Amtsgericht Lorsch Karl Vierheller zum Hilfsgerichtsschreiber bet dem Amtsgericht Wald-Michelvach, der Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Wald. Michelbach Karl Hartmann zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Mainz und der Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Mainz Johann Peter Philipp Müller zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Worms. e* Der Zusammentritt der 6. ordentlichen evangelischen Landesfynode zum Zwecke der Budgetberatung ist für Mittwoch den 21. Februar in Aussicht genommen. Der Finanzausschuß (Vorsitzender Herr Direktor Brand Mainz), Berichterstatter Herr Rechtsanwalt Dr. Lucius-Mainz) hat fernen Bericht abgeschlossen. Von dem Gesetzgebungsausschuß wurde Herr Wirkl. Geheimerat D. Hallwachs-Darmstadt, üon dem Petitionsausschuß Herr Kirchenrat Pullmann- | Grünberg zum Vorsitzenden gewählt. I ** 3nr Berufswahl. Seitdem wieder Anwärter für die mittlere Beamtenlaufbahn der Post- und Telegraphen- Verwaltung angenommen werden, finden sich in den Zeitungen von neuem Ankündigungen von sogenannten Postfachschulen. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß die Kaiserlichen Ober-Postdirektionen Anweisung erhalten haben, nur solche Bewerber als Postgehilfen oder Telegraphengehilfen anzunehmen, welche die erforderliche Schulbildung durch das Zeugnis einer öffentlichen Schule nach- welfen können. Die Bewerber müssen auf einer neunstufigen höheren Lehranstalt mindestens die Reife für die Untersekunda oder auf einer sechsstufigen öffentlichen höheren Lehranstalt mindestens die Reife für die erste Klasse erlangt haben oder von einer öffentlichen Knabenmittelschule mit neun Jahreskursen mit dem Reifezeugnis entlasten fein. Von der Regel, daß die Bewerber das Zeugnis einer öffentlichen Schule vorzulegen haben, ist als Ausnahme nur Melassen, daß auch die von den Prüfungskommissionen für Einjährig-Freiwillige ausgestellten Berechtigungszeugniste sowie die auf gewissen Privat-Lehranstalten erlangten Be- fähigungszeugniffe für den einjährig-freiwilligen Militärdienst als Nachweis der vorgeschriebenen Schulbildung angenommen werden können. Hiernach kann nur empfohlen werden, daß die Anwärter, die in die mittlere Beamtenlaufbahn der Post und Telegraphenverwaltung eintreten wollen, sich die verlangte Vorbildung auf einer öffentlichen Schule erwerben, nicht aber eine der sogenannten Postfachschulen besuchen. x Aus dem Großherzogtum Heffen, 7. Februar. Auf Anregung des hessischen Richtervereins wird in nächster Zeit ! eme neue Zeitschrift für hessische Rechtsprech- ! ung erscheinen, die namentlich die praktische Einführung des neuen Rechtes erörtern, und wichtige hessische Entscheidungen mitteilen wird. △ Flensungen, 6. Februar. Gestern morgen gegen 4 Uhr brach in der Scheuer des hiesigen Gastwirtes Reitz Feuer aus, welches diese nebst der angrenzenden Stallung tn Asche legte. Das rechtwinkelig zur Scheuer stehende Wohn- und Gasthaus konnte gerettet werden. Ein Glück war es, daß zurzeit des Brandes Südostwind wehte; wäre die Windrichtung die entgegengesetzte gewesen, so hätte da« Feuer sicher größere Ausdehnung genommen. Der Abgebrannte ist versichert; das Vieh konnte gerettet werden. , 2- Dodenhausen (Kreis Frankenberg), 7. Februar. Beim Holzfällen hat sich gestern wieder ein beklagenswerter Unglücks fall ereignet. Ein gefällter Baum wendete sich im Stürzen und fiel nach einer anderen Richtung. Dieses ging so rasch, daß der 34jährige Fäller R. nicht mehr ausweichen konnte. Der Unglückliche erlitt Schädelbrüche und Gehirnerschütterung, außerdem wurde ihm das Schlüstelbem zerschmettert. Seine Verwundungen sind derartig, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. R. ist Familienvater. i. Aus Starkenburg, 7. Februar. Das neueStempel- gesetz hat allerlei Schwierigkeiten, aber Geld bringt es ein. Hier soll auf etwas aufmerksam gemacht werden. Die Zeit ist da, wo viele Bürgscheine gemacht werden, damit die Leute Zahlungsfrist bis Martini erhalten können. Wenn nun der Bürgermeister die Unterschriften auf den Bürg- scheinen beglaubigt, so braucht keine Stempelmarke auf die Scheine geklebt zu werden, thut es aber der OrtSgerichts- vorsteher, so muß eine Stempelmarke herbei. Das ist eine Kleinigkeit, die sich die Leute, welche sich Bürgscheine zulegen wollen, leicht merken können. Darmstadt, 7. Februar. Mit dem 1. April d. I. soll für die Behörden und Staatsbetriebe im Geschäftskreise des Großh. Ministeriums der Finanzen eine Betriebskrankenkasse in Wirksamkeit treten. Dieser Kasse werden als Mitglieder anzugehören haben alle gegen Gehalt oder Löhn bei den genannten Behörden und Betriebsverwaltungen beschäftigten Personen, soweit sie nach Gesetz oder behörd- licher Anordnung, wie sie nach § 2a des Krankenversicherungsgesetzes zulässig ist, der Krankenversicherungspflicht unterliegen. Befreit von der Versicherungspflicht sind die Mitglieder eingeschriebener Hilfskassen, ebenso wie alle angestellten Staatsbeamten. Die neue Einrichtung, welche auch in anderen Staaten, so im Königreich Sachsen, für die staatliche Wafferbauverwaltung bereits besteht und sich bewährt hat, bezweckt in erster Linie, den vom Staate beschäftigten Arbeitern ein höheres Maß der Fürsorge für den Krankheitsfall zu gewähren, als es die meisten Krankenkaffen, insbesondere die Gemeindekrankenversicherungen, zu leisten vermögen. In dem Statut wird eine Krankenunterstützung auf die Dauer von 26 Wochen für die Versicherten, sowie die Gewährung von freier ärztlicher Behandlung und Medikamenten für die Ehefrau des Kassemitgliedes auf die Dauer von 13 Wochen vorgesehen. Einen weiteren Grund für die Errichtung der staatlichen Betriebskrankenkasse bildet die Rücksicht auf die kleineren und ärmeren Gemeinden des Landes, welche die Zugehörigleit der meist gerade während der ungünstigen Jahreszeit beschäftigten fiskalischen Arbeiter — man denke namentlich an die Holzhauerei — zur Gemeindekrankenversicherung, deren Ausfälle die Gemeindekaffe Sä Z- af » r>bt- Mtttt Ihwitftn, ^""ä «Salten l'!n ober Ter,. :tbt;!idi«6(Sui. * Slhale nafc J" die litet. HSHeren . aUt trlanqt WM nut Eaffen fein. Zeugnis tun »uSvahve nut •'flungbyuqnijjt »langten Se- ’igtn Militär' ulbildung an. m rnch^^en tot ^tamttn» dulg tinlttltn un öjfrntlichn mnten Postjach- Febrnar. Auf in nächster Zeit Rechtjprech- jche Einführung jfijche Entscheidmorgen gegen ifttoirttf Reitz •nbtn Stallung 'euer fttfynbt . Ein Sluck xottyv, w 4 \» Mr dar len. Dn N- Itrtttd werten, sebruar. 8t® rgenSverter m wendete sich jtung. Dieses icht mehr aus- SLrlbrüche und A TWrlbein rackg, « ; FanckrMtn. eue Stempel- ld bringt eS ein. irden. Die Zeit M, damit die können. Wenn auf den Bürg- elmarke auf die er OrtSgerichtS- i Das ist ein' Sürgfcheine ji* dml »■ 5 tiftttoifi M ieHttniW* e wndr^ al- mtt obetM« rtoatW." i ober beharr 'tnwtfiii«* , sind * «l- W bi Sn, B ° jt ueb sich 1 om ©ta«« b< zttiarg- f" trift« $«*, sicherunge«' « , (ttanftnunlcT )ie Lersicherteve )ehandlunS .. bildet Mw «‘"‘'See.» 9‘± arbeit« ahW"1 ’ @c au decken hat, drückend empfanden. Für bie staatlichen Behörden, welche der fortgesetzten An- und Abmeldungen der im staatlichen Betrieb beschäftigten Personen beijedem Wechsel des Beschäftigungsorts enthoben sind, ^enso für Oie lokalen Krankenkassen, bei denen ^ Versicherung zu bewirken war, wird die Einführung der staatlichen Betriebskasse voraussichtlich mit der Zeit eine Arbeitsentlastung und eine Verminderung des behördlichen Schreibwerks herbes führen Qn dem Statut ist vorgesehen, daß Behörden und Staatsbetriebe im Geschäftskreis anderer Ministerien ,eder- % auf Anordnung ihres Ministeriums der Betriebskrankenkasse beitreten können. Die Staatseisenbahnen. bei welchen feit fahren bereits besondere Betriebskrankenkassen bestehen, die eine segensreiche Wirksamkeit entfaltet haben, sind von der Zugehörigkeit zu der neuen Betriebskrankenkasse ausdrücklich ausgenommen. ,D. 3tq. *• Darmstadt, 7. Februar. Die Marine-AuS- stelluna bildet alltäglich das Ziel Tausender; am letzten Dienstag wurde sie von 3600 Personen besucht. Wir machen das Darmstädter Publikum wiederholt darauf aufmerksam, daß es gut thut, thunlichst in den Abendstunden von 6 bis 10 Uhr die Ausstellung in Augenschein zu nehmen, da um diese Zeit der Besuch von auswärts sehr nachgelassen hat und man daher in der Lage ist, bequem und ohne störendes Gedränge die Gegenstände zu besichtigen. Die ebenso ein stimmige wie lebhafte Anerkennung, die die ganze Veranstaltung findet, spiegelt sich deutlich auch in den Berichten her auswärtigen Presse, in der wir zahlreiche ausführliche Referate finden, die stets des wärmsten Lobes voll sind. Die Ausstellung ist aber auch thatsächlich eine Sehenswürdigkeit; eS ist daher jedermann dringend zu raten, ihren Besuch nicht zu versäumen. Wie bereits wiederholt mit- getcilt, zeigt sie Hunderte von kunstvoll ausgeführten Modellen von Panzerschiffen, Kreuzern, Schnell- und Passagier- dampfcrn rc., Seeminen, Schiffskanonen, Geschütze aller Art in natürlicher Größe, sowie Gemälde, Photographien, Zeichnungen rc., welche insgesamt ein so vollständiges und interessantes Bild des Marinewesens geben, wie man es csteich vollkommen wohl nie wieder zu sehen bekommen wird. Bezüglich des ausgestellten Modells des SegelschoonerS .Frauenlob" dürfte wohl die Mitteilung von Interesse sein, daß, als dies Schiff im Jahre 1860 in einem Teifun an der ostasiatischen Küste mit Mann und MauS unterging, der jetzt in Berlin lebende Admiral von Reibnitz der einzige vom Schiffspersonal war, der dem Tode entging, und zwar dadurch, daß er als alleiniger Kenner der holländischen Sprache, zufällig auf ein in der Nähe liegendes Schiff auf kurze Zeit abkommandiert, sich mit der Rückkehr etwas verspätete und auf der Station infam, als sein Schiff gerade abgegangen war. Seine Mutter hatte bereits wochenlang um ihn getrauert, als er rines Tags zu ihrer großen Freude wohlbehalten bei ihr t intraf. Die Dauer der Ausstellung erstreckt sich nur bis zum Montag, dem 12. d. M.; wir wollen daher nicht verfehlen, nochmals darauf hinzuweisen, daß der Besuch möglichst nicht bis zu den letzten Tagen zu verschieben ist, da dann die Räume schon an und für sich überfüllt sein werden. — Mainz, 7. Februar. In der letzten Zeit cirkuliert in der hiesigen Gegend viel falsches Geld. Erst wurden viele falsche Zweimarkstücke angehalten und jetzt Hal man auch noch mehrfach falsche Thaler- und Fünfmarkstücke in Umlauf gefunden. Die Falsifikate sollen ziemlich gut nach geahmt sein. Kassel, 6. Februar. Auf der Halle-Kasseler Bahn hinter der Station Eichenberg wurde ein Bahnwärter im Bahnwärterhaus überfallen und mit zerschmettertem Schädel tot aufgefunden. Vermischtes. * Petersburg, 2. Februar. Aus Petersburg wird dem „Berl. Lok..Anz." geschrieben: Das schädlichste aller Getränke, der „Wottka", dem der Russe mit aufrichtiger Zuneigung ergeben ist, hat seinen Weg auch zur lernenden Jugend gefunden. Schuld daran sind in den meisten Fällen das Beispiel und die Anregung der Eltern, die in ihrer Verblendung oft meinen, daß dem schulpflichtigen Kinde ein kleiner Schnaps vor dem Essen durchaus dienlich sei. Die Wiederholung zeitigt darauf die Gewohnheit, und so hat sich die Trunksucht unter den Schülern allmählich zu einer Aufsehen erregenden Erscheinung herangebildet, gegen welche die Gesellschaft zur Bekämpfung der Trunksucht bereits Stellung zu nehmen beginnt. Man schritt zu einer Umfrage bei den Petersburger Schulärzten, und dabei stieß man denn auf schauerliche Fakta, speziell in den Gemeinde- schulen. Bei einem Teil der alkoholisch durchseuchten Kinder machte sich eine vollkommene Apathie bemerkbar, die oft in Blödsinn überging. Durch den regelmäßigen Genuß entstand eine chronische Schlafsucht. Bei andern trat Epilepsie ein, die durch kein Mittel zu beseitigen war, und die unglücklichen Opfer auch in ihrem späteren Leben nicht mehr verließ. Der Genuß von „Wottka" überwog bald die kindliche Naschhaftigkeit, das ganze Taschengeld wurde in die Schnapsniederlage getragen. Besonders schauderhafte Erscheinungen zeigten sich in der Provinz; so konstatierte ein Professor der Kasanschen Universität, daß dort von 27 Zöglingen der Elementarschulen 19 dem Alkohol ergeben, von 21 Gymnasialschülern 10 bereits vollkommene Trinker waren. Die Aufstellungen eines Petersburger Dr. Skar- schinski weisen schreckliche Resultate auf, zumal in den Mädchenschulen. Von 30 Schülerinnen einer höheren Mädchenschule waren 26 schon einmal betrunken gewesen. Wetterbericht. Das Depressionsgebiet ist ostwärts weiter gewandert, und zieht sich heute sackförmig von dem Rande der Ostsee-Provinzen gegen den Kontinent nach dem westlichen Miktelmeerbecken. Dabei treten innerhalb dieses Depressions-- gebietcs namentlich an seinen Rändern zahlreiche Teilgebilde aus Ein weiteres Minimum liegt über dem oberen Teile der Nordsee und dem angrenzenden skandinavischen und vlämiichen Küstengebiete. Ucber Irland besteht relativ hoher Druck fort. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch unbeständiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen. 5. Woche vom 28. Januar bis Februar 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 21,22°/«, nach Abzug der Ortsfremden 14,86°/*. Kinder Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im Lebensjahr: vom 2.—15 Jahr: Lungenschwindsucht 2 1 — 1 Tuberkulose der Gehirnhäute 4 — — 1 Influenza 1 1 — — Schlagfluß 1 (1) 1 (1) — — Herzfehler 1 (1) I M — — Rückenmarkentzündg. 1 (1) 1 (1) im Wochenbett: 1 1 — — — — Bauchflllenentzündg. 1 — — 1 Lebensschwäche 1 — _ 1 — Summa: 10 (3) 6 (3) 1 3 Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vem 6. Februar- Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult Februar 1.30%, do. per ult. März 2.50%, Diskonto Kommandit per ult. Febr 1 10%, do. per ult. März 1 90-e/o, Lombarden per ult. Februar 0.60% do. per ult. März 0 95 /fi, Deutsche Bank per ult März 0.00%, Dresdener Bank per ult. März 0 00%, Berliner Handelsges. per ult. Febr. 0.00. Notierungen: Kreditaktien 237 60, Diakonto-Kommandit 196 50-60, Staatsbahn 140.10-139.70-141, Gotthard 142.20, Lombarden 27.80-90-80, Ungar. Goldrente 99.35, Italiener 94.50, Sproz. Mexikaner 26.50, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 4%. 1% bis 2% Uhr: Kredit’237.6O-7-7.2O, Diskonto 196 50-10-50, Staatsbahn 139.50-141-140.70, Lombarden —.— Limburg a. d. Lahn, 7. Februar. Frucht markt. Durch, schnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.00 Mk-, Weißer We.zen —Mk., Korn 10.78 Mk., Gerste 9.20 Mk., Hafer 6.77 Mk., Erbsen —Mk., Kartoffeln —Mk. ist sehr ergiebig, denn eine Messerspitze voll genügt, Geschmack und Farbe des Essenz Kaffees zu verbessern. 302 Bekanntmachung, detr.: die Stiftung des GemeiuderatsmitgliedS Friedrich Louy *en. Die diesjährigen Zinsen aus der rubr. Stiftung sollen an 8 Arme »er Stadt Gießen mit je 20 Mark vergeben werden. Bewerbungen um dieselben find dis zum LV. d. Mts. schriftlich oder mündlich bet dem Armenamt, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Gießen, den 5. Februar 1900. 1010 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Bekanntmachung, betreffend: die Stiftungen der Fran HofgerichtSrat v. Krug und ihreS Sohnes, des HofgertchtSratS Dr. Karl v. Krug. Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stiftungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mark vergeben werden. Bewerbungen um dieselben find bis zum LV. d. Mts. schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Gießen, den 5. Februar 1900. Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 1011 iJi'lunintiuiiiljniiiu'ii Verdingung vonFuhrlöhne«. Die Abfuhr des Straßenkehricht» j« Rechnungsjahr 1900/01 nach den städtischen Wiesen „im Utersbrunnen", „Im Altentisch" und „in den Torf löchern" soll Mittwoch ben 14. Februar b. Io., vormittags IIV2 Uhr, Sffentlich verdungen werden. Die Abfuhr umfaßt ca. 1500 cbm, die in 4 Lose geteilt sind. Die Bedingungen liegen während der Dienst- stunden bei uns zur Einsicht offen rund sind Angebote auf vorgeschrirbe- wem Formular bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagssrist 3 Wochen. Gießen, 5. Februar 1900. Das Stadtbauamt. Schmandt. 1003 Verdingung. Die Räumung vou Al ut- gräbeu in der Gemarkung Gießen, geteilt in 2 Lose, soll Mittwoch btu 14. Februar b. Io., vormittags lU/t Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeüsbefchreibung und Beding ungen liegen während der Dienst- stunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin daselbst einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 5. Februar 1900. Das Stadtbauamt. Schmandt. 1002 Verdingung. Die Lieferung des zur laufenden Straßenunterhaltung erforderlichen Lahukiefes soll, in 3 Lose geteilt, Mittwoch bk» 14. Fkbruar b. Io., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bet uns erhältlich, sind spätestens bi« zum genannten Termin daselbst einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 5. Februar 1900. Das Stadtbauamt. _________Schmandt.______1006 Berdingung vonFuhrlöhrren. Das Anfahren von Holz re. für die städtischen Anstalten, sowie die Leistungen der TageSfuhreu für das Rechnungsjahr 1900/01 sollen Mittwoch btn 14. Februar b. Io., vormittags 11% Uhr, verdungen werden. Die Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum genannten Termin etnzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 5. Februar 1900. Das Stadtbauamt. Schmandt. 1004 Kttunhch-Dttßkisttllng in der GräAicheu Oberförstern Arnsburg. Mittwoch den 14. Februar, nach Zusammenkunft 9*/, Uhr vormittags am Jägerpfad, werden aus den Distrikten Hain, Nußgarten, Lauterbachs- und Murkenwäldchen versteigert: Scheiter rm: 95 Buchen, Prügel rm: 29 Buchen und Eichen, Lrtöcke rm: 62 Buchen und Eichen, Stammreiser rm: 645 Eichen und 100 Weichholz, Astreiser rm: 106 Buchen und 178 Eichen. Die Reiser aus dem Nußgarten verden nicht vorgezeigt. 980 Versteigerung. Donnerstag den 15. Februar und wenn nölig Freitag den 16. Februar soll auf Henriettenhof abzugshalber folgendes lebende und tote Inventar versteigert werden: 1. 5 Pferde, darunter eine belg. trächt. Stute, 3 Aohke«, 24: Stück HUudvieh, darunter importierte Simmenthaler, ei« Arrlle, sämtliche Schweine. 2. Ferner: 1 Areaü, 1 Schlitten, Harvenbinder, Grasmäher (neu), fämtt. Wirtschaft-- und Kansgeräte, Metten, Schränke «sw. Anfang IO Uhr vormittags. Henriettenhof bei Villrngen (Nebenbahn Hungm-Lauhach). 972 Gebr. Nafziger, Stamm- u. Nutzholz- Versteigerung. Die am 30. Januar 1900 im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Pfingstweide und Köhlerwald, ab- gehaltene Holzversteigerung hat die Genehmigung nicht erhalten und soll dieses Holz Dienstag den 13. d. MtS., vormittags IO Uhr, nochmals zur Versteigerung kommen. Es kommen zum Ausgebot: 63 Eichenstämme von 3 bis 10 m Länge» 18 bis 40 cm Durchm., 145 Nadelstämme von 5 bi« 20 m Länge, 14 bis 45 cm Durchm, worunter auch schwere Lärchen- stämme, 350 Nadelstangen 1. 2. und 3. Kl., 143 rm Nutzholz Knüppel, meistenteils Eichen, zu Grubenholz geeignet, 5 Haufen Nadelholz«Reifer', zu Letterbäumen und Spalier geeignet. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr in der Pfingstweide. Waldgirmes, 6. Februar 1900. D:r Bürgermeister. Bernhardt. 1001 U: in p fr hl n in)cn Krepp ein täglich frisch. 272 Friedrich Noll, Hofbäcker, Mäusburg. Emser Pastillen mit Plombe, dar gestellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felsenquellen, sind ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenschwäche und Verdauungsstörung. Zum Gurgeln, Inhaliren und sur Verstärkung des Emser Wassers beim Trinken benutze man das aus den nämlichen Quellen gewonnene natürliche Emser Quellsalz mit Plombe. Um keine Nachahmungen zu erhalten, beachte man, dass jede Verpackung mit einer Plombe verschlossen ist u. verlange ausdrücklich Emser Pastillen mit Plombe oder Emser Quellsalz mit Plombe. Vorrätig in Giessen bei Heinrich Wallach, M. 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PROGRAMM. b) Nacht und Träume, op. 43, No. 2 ... . o) Erlkönig, op. 1...........] 5- Tasso, Lamento e Trionfo. Symphonische Dichtung No. 2, komponiert 1849 ............ Eintrittskarten zum Konzert; für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) -------------------sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphe Nachf.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. 985 Hauptprobe : vormittags II Uhr. Eintrittspreis 1 Mk. Portland-Cement: Marke Diamant von absoluter Gleichmäßigkeit, feinster Mahlung, höchste, Heftigkeit und Bolumenbeftändigkeit. Ständige wiffenschaftliche Prüfung jeder Lieferung in eigenem Laboratorium, Smorrts mit firme liefert billigst »rüyesche Nniv.-Ar»ck4Ug. Montanus Nachfl., I gesucht. — Offerten beliebe man an Inh.. 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