Wz bjVtöem r „NC ?8 »Ml Br ^ZNage 'DZr ^'""N k»L '"«-Idu», bli ^LQflen. eg, les. unb itoei Lehr- Ww Mdche» J 11 Nil gefu? ÜJWtJJejiftt! vomittags gefufc. L JÄberSSj« |UO)t. Ln> fafabt 41 >M 0454 ^avlage S I7 Wftltfl. halt 18 UL KiM unb tzüur Ät y\u4*r»r»6< Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Famiiienblütter, Der hessische Landwirt, glätter für hessische Volkskunde.__________________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher leit Bekanntmachung. Betreffend: Abhaltung von Viehmärkten. Der für Dienstag den 13. und Mittwoch den 14. d. MtS- vorgesehene Biehmarkt in Gießen muß nochmals verboten werden, da in der weiteren Umgebung die Maul- und Klauenseuche noch in größerem Umfange herrscht. Gießen, den 6. Februar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Der Landwirtschaftliche Bezirksverein Gießen will auch in^diesem Jahre den gemeinschaftlichen Bezug von Saatkartoffel« aus fremde« Gegenden übernehmen. Es ist insbesondere beabsichtigt, die bewährten Sorten: Prof. Märcker, Magnum bonum, Bruce, Silesia zu beziehen, aber auch, im Falle größerer Bestellungen, andere Sorten Mitzubeschaffen. Bis jetzt sind angeboten Magnum bonum zu 3 Mk., Prof. Märcker zu 2,50 Mk., Bruce zu 3 Mk., Silesia zu 4 Mk. L Zentner. Es wird darauf Bedacht genommen werden, nur gesunde, gute Ware zu kaufen, und die Lieferung bei frostfreiem Wetter Ende März, spätestens erste Aprilwoche zu sichern. Die Bedingungen des Bezuges sind: 1. Bestellungen find bis spätefteus 1. März bei dem Unterzeichneten zu machen; 2. bei Bestellungen von Bereinsmitgliedern werden die Kosten des Eisenbahntransportes bis Gießen oder der nächsten Eisenbahnstation des Bestellungsortes bis zum Belauf einer Bestellung von 40 Mk. auf die Vereinskasse übernommen. Bei größeren Bestellungen haben die Vereinsmitglieder die Transportkosten insoweit zu übernehmen, als die Bestellung den Betrag von 40 Mk. übersteigt; 3. Bestellungen von Landwirten, die nicht Mitglieder des Vereins sind, werden ebenfalls übernommen; dieselben haben aber die Transportkosten zu vergüten ; 4. die Zahlung erfolgt bei Empfang; für Säcke ist 30 Pfg. pro Stück zu vergüten. Ich ersuche die Herren Bürgermeister, vorstehendes alsbald ortsüblich bekannt zu machen, die Bestellungen entgegenzunehmen und bis spätestens 1. März an mich einzusenden. Gießen, den 8. Februar 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereins, v. Bechtold. Deutscher Reichstag. 142. Sitzung vom 7. Februar. 1 Uhr. Die Beratung der Strafgesetznovelle, lex Heinze, wird fortgesetzt bei § 184 a, welcher jeden mit sechs Monat Gefängnis oder mit Geldstrafe bis 600 Mark bestraft, der Schriften, Abbildungen, Darstellungen, die ohne unzüchtig zu sein, das Schamgefühl gröblich verletzen, einer Person unter 18 Jahren gegen Entgelt überläßt oder anbietet, oder zu geschäftlichen Zwecken, oder in der Absicht, das Schamgefühl zu verletzen, öffentlich in Aergernis erregender Weise ausstellt oder anschlägt. — Diese von der Kommission vorgeschlagene Fassung deckt sich im Wesentlichen mit dem Paragraphen der Regierungsvorlage, nur fehlen in letzterer die Worte: „einer Person unter 18 Jahren" bis „anbietet". Abg. Müller- Meiningen (frs. Vp.) befürwortet einen Antrag Beckh (frs. Vp.) auf Streichung des ganzen Paragraphen. Derselbe gebe gar zu subjektiven Anschauungen Raum, und es würde eine Gefährdung des ganzen deutschen Kunsthandels und des Knnstlebens zu befürchten sein. Schon jetzt seien die Kunsthändler polizeilichen Behelligungen ausgesetzt. Wie solle es erst iuerben, wenn dieser § 184 a durchgehe! Die liberale Partei würde geradezu den Ast absägen, auf dem sie sitze, wenn sie eine derartige Schädigung der Kunst zulasse. (Beifall links.) Abg. R ö r e n (Zentr.) erklärt, seine Partei nehme mit diesem Paragraphen vorlieb. Die schamlosen Ausstellungen von Abbildungen hätten so überhand genommen, daß Abhilfe unbedingt geschaffen werden müsse. Redner geht dann gleich dem Abg. Müller auf die bekannten neuerlichen Schritte der Polizei gegenüber etner hiesigen Kunstmittelhandlung ein und bemerkt, wenn der Derr Vorredner nicht von einem hocharistokratisch aussehenden verrn gesprochen hätte, der in der Kunsthandlung mehrere Bilder gekauft habe, dann würde er, Redner, glauben, er sei der Be- rsefsende gewesen (stürmische Heiterkeit). Er habe aber nicht a c - egen aller der Bilder verlangt, sondern sie seien ihm oyne ferne Aufforderung gezeigt worden. Redner verbreitet sich dAinn Aber bre Zunahme der Sittlichkeits-Verbrechen bei der Jugend, deren Ursache hauptsächlich in der öffentlichen Verbreitung unsittlicher Schriften und Bilder zu suchen sei. Der Präsident teilt mit, daß die Abgg. Müller-Sagan und Gen. namentliche Abstimmung über diesen Paragraphen beantragen. Staatssekretär Nieberding wendet gegenüber den erhobenen Bedenken ein, daß der Paragraph ja nur in Anwendung trete, wenn die Sckmustellung in öffentliches Aergernis erregender Weise erfolge. Der von der Kommission hier hineingebrachte Schutz der jugendlichen Personen passe gar nicht hier hinein. Es handele sich überhaupt hier darum, das Sittlichkeitsgefühl zu fchützen. Wolle man einen besonderen Schutz für die Jugend, dann würde dazu ein besonderer Paragraph gehören. Er bitte um Annahme der Regierungsvorlage. Abg. Deine (Soz.) erblickt in dem Paragraph eine Gefährdung derjenigen Kunst, welche auf das Ungeschminkte, auf die Wahrheit gerichtet sei. Dem Reinen sei alles rein, dem Schweine werde alles zur Schweinerei. Je mehr die Jugend abgesperrt werde, desto mehr wittere dieselbe die verbotene Frucht, und desto gieriger sei sie danach. Wolle man die Jugend schützen, dann müsse das in erster Linie geschehen gegen Unterhaltungen im Beichtstühle über die Notwendigkeit der Keuschheit. Er, Redner, behaupte, die ganze Tendenz dieses Paragraphen sei nicht keusch, sondern u nkeusch. (Beifall.) Geh. Rat v. Lenthe bezeichnet die Vorlage als unbedingt notwendig. Abg. Gaulke (frs. Vg.) ist gegen den Paragraphen. Abg. H o e f f e l (Rp.) bemerkt, ein Teil der Fraktion werde für die Fassung der Regierungsvorlage, der andere Teil für die der Kommission stimmen. Abg. Henning (kons.) ist gleichfalls für den Paragraphen und hält dafür, dah daS Gesetz der Kunst als Wegweiser dienen werde. Die Debatte wird geschlossen. — In namentlicher Abstimmung wird § 184 a in der Fassung der Kommission mit 159 gegen 100 Stimmen angenommen. — Es folgt § 184 b, sog. Theaterparagraph (Aergerniserregung durch gröbliche Verletzung des Scham- und Sittlichkeitsgefühls). — Der Paragraph ist erst von der Kommission eingefügt worden. Abg. Müller-Meiningen (frs. Vv.) beantragt Streichung des Paragraphen. Wie könnten, falls derselbe Gesetz werde, noch Schiller und Shakespeare, Sudermann, Halbe und Hauptmann auf den Bühnen bestehen? Und wie gehe jetzt schon der Zensor zu Werke? Wenn der Zensor sich um Dinge kümmere, die er, Redner, nicht näher anführen wolle, dann rate er ihm, einmal auf die Hofbälle zu gehen und zu sehen, wie die Damen dekolletiert seien. (Beifall.) Geh. Rat Kruse bemerkt, in einem Punkte befinde sich der preußische Minister des Innern in Uebereinstimmung mit dem Redner, nämlich in Bezug auf die Mißgriffe der Zensur. Der Minister meine, daß gegen die ernsten Theater zu scharf, und gegen die Varietees zu duldsam verfahren werde. Er habe auch einen entsprechenden Erlaß ergehen lassen, der sich hauptsächlich gegen laxe Moral auf den Bühnen richte. , Abg. Roer en (Zentr.) tritt lebhaft für den Paragraphen ein. Die Bühnenaufführung unserer Klassiker sei dadurch in keiner Weise gefährdet. Staatssekretär Nieberding führt aus, daß es neuer strafstrafrechtlicher Vorschriften, wie der hier zur Beratung stehende Paragraph sie enthalte, nicht bedürfe. Was auf der Bühne an schamlosen Dingen vor sich gehe, sei schon jetzt strafrechtlich faßbar. Abg. Träger (frs. Vp.) führt aus, wie schwankend die Rechtsprechung bisher schon in Bezug auf den Begriff „unzüchtig" war. Wie werde es erst werden, wenn da noch der Begriff der Verletzung von Scham- und Sittlichkeitsgefühl hinzukomme! 8 184 b wird alsdann angenommen. — Zum § 362, der von Unterbringung im Arbeitshause, Besserungsanstalt, Polizeikontrolle rc. handelt, liegen verschiedene Anträge vor, die ledoch mit Rücksicht auf die Geschäftslage bis zur dritten Lesung zurückgezogen werden. — Damit ist die zweite Lesung beendet. — Morgen 1 Uhr: Erste Lesung der Flottenvorlage. Schluß 5 Uhr 45 Minuten. * Bom Kriegsschauplatz. Berlin, 7. Febr. Das „Berl. Tageblatt" berichtet aus London: Der „Central News" wird vom Dienstag aus Kapstadt mitgeteilt, daß ein Flüchtling aus Transvaal die Burenarmee auf 80 000 Mann schätzte und die Vernichtung des deutschen Korps in der Schlacht bei Elandslaagte bestätigte. Laings Nek, Majuba Hill und der Van Reenens Reß seien durch Befestigungen uneinnehmbar gemacht. Dr. Leyds habe die Buren versichert, haß er im Falle des Eindringens der Engländer in republikanisches Gebiet definitive Zusicherungen einer Intervention europäischer Mächte erhalten habe. — Die „World" sagt, daß Methuen gezwungen war, das Remington-Streifkorps' aufzulösen, weil sich darunter Burenspione befanden. — Die „Central News" erfahren aus Durban von gestern: Ein Brief von der Delagoabai welcher heute hier angekommen ist, behauptet, daß die Mehrheit der Passagiere des deutschen Reichspostdampfers „Herzog", welche Transvaal als Mitglieder der Roten Z^reuzambulanz betraten, ihre Rote Kreuzabzeichen vor der Ankunft in Pretoria entfernt hat. Sie begahen sich sofort zur Front und befinden' sich, jetzt in der Gefechtslinie der Buren. Das „Berl. Tagebl." bemerkt hierzu: „Bis zum Beweise der Wahrheit erklären wir diese vage englische Behauptung für eine infame Lüge. Eine anständige englische Telegraphenagentur sollte sich doch hüten, derartige schwere Verdächtigungen auf so fadenscheinige Beweise wie irgend einen beliebigen Brief eines ungenannten Absenders zu stützen." — 116 Fremde, hauptsächlich Russen und Franzosen, seien in den letzten paar Wochen nach Transvaal gegangen. London, 7. Febr. Aus Laurenco Marques wurde gestern telegraphiert: Nach einem Telegramm aus Pretoria traf dort eine Depesche aus dem Burenhauptquartier vor Ladysmith ein, daß am Montagmorgen ein heftiges Bombardement von Ladysmith begonnen habe und beim Absenden der Depesche noch sort- bauere. Eine Depesche aus Kapstadt von heute Morgen meldet, daß Lord Roberts mit seinem Stabe zur Front abgegangen ist. Deutsches Reich. Berlin, 7. Februar. Der Kaiser hatte heute morgen eine Konferenz im Auswärtigen Amt mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und hörte im Schlöße die Vorträge des Hausminifters von Wedel und des Chefs des CivilkabinettS von Lucanus. — In der Budgetkommission des Reichstages wurde heute die Beratung des Etats der Reichseisenbahnen fortgesetzt. Petitionen der Eisenbahnsekretäre um Gehaltsaufbesserung wurden dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen. Hierauf wurde folgender Antrag deS Abg. Singer einstimmig angenommen: Die Reichseisenbahnverwaltung um Nachweise der thatsächlichen Dienstzeit deS Fahr- und Stationspersonals zu ersuchen. Referent Dr. Paasche trat für die Beschaffung größerer Güterwagen ein, zur Abhilfe des Wagenmangels. Zur Vorberatung des außerordentlichen Etats der Reichseisenbahnen wurde eine Subkommission gewählt, die heute abend zusammentritt. — Das Befinden des Finanzministers Dr. v. Miquel hat sich, dem „Berl. Tagebl." zufolge in den letzten Tagen wesentlich gebessert. Der Minister ist bereits imstande, in seinem Privatbureau AmtSgeschäfte zu erledigen, wenn ihm auch nicht gestattet ist, das Zimmer zu verlaßen. — Wie dem „Berl. Lok. Anz." aus Plauen (Vogtland) telegraphiert wird, beschloßen die dortigen Großindustriellen im Verein mit denjenigen aus den JnbustriestÜdten des Erzgebirges, die sächsische Regierung aufzufordern, sofort beim Bundesrat Schritte zum Erlaß eines Kohlenausfuhr-Verbots zu thun, eventuell in Sachsen selbständig vorzugehen, um dem drohenden vollständigen Stillstand der sächsisch-thüringischen Industrie vorzubeugen. — Die „Germania" bestätigt, daß in dem Befinden des Abg. Dr. Lieber seit gestern abend eine Verschlimmerung eingetreten ist, welche zu ernsten Besorgnissen Anlaß giebt. — Dr. Lieber empfing, dem „B. L. Anz." zufolge, heute vormittag die Sterbesakramente. — Der Gesandte Dr. Leyds begiebt sich, wie die „Kreuz-Ztg." meldet, morgen abend mit dem Nord-Expreß- zuge nach Brüssel zurück. — Dr. Leyds ist von seinem Besuche in Weimar, wo er vom Großherzog in einstündiger Audienz empfangen wurde, hierher zurückgekehrt. Wie der „Berliner Lok.-Anz." berichtet, bringt man diesen Besuch mit Friedensvermittelungen in Verbindung und weist darauf hin, daß der Großherzog ein naher Verwandter des holländischen Königshauses ist und sehr freundschaftliche Beziehungen zum holländischen Hofe unterhält. Der „Berl. Lok.-Anz." meldet, daß die Zentrumsfraktion des Reichstages zum Redner über die Flottenvorlage den bayrischen Abgeordneten Dr. Schädler bestimmt hat, der als Vertreter der schärferen Richtung bekannt ist. — Wie die „Nat. Ztg." von unterrichteter Seite erfährt, handelt es sich bei den Mitteilungen des Pariser „Matin", nach welchem Deutschland aufgefordert wurde, die Initiative zum Abschluß eines internationalen Vertrages über die Neutralisierung des Suezkanals zu ergreifen, lediglich um eine private Preßkundgebung. Diese Frage sei von keinem Kabinette in Berlin angeregt worden. — Zum Präsidenten der Seehandlung als Nachfolger des Frhrn. v. Zedlitz ist nach der „Berliner Korresp." nunmehr der Geh. Oberfinanzrat aus dem Finanz- ministerium Havenstein ernannt. Ausland. Antwerpen, 7. Febr. Anläßlich des hier am 5. März vor Anker gehenden deutschen Schulschiffes „Nixe" bereitet die hiesige deutsche Kolonie große Em- morgen Freitag statt- Künstlerin spielt, wie be- Fraukfurt a. M., 6. Februar. Heute gab es in der Stadtverordnetensitzung wieder lange und heftige Kämpfe über die Sonntagsruhe. Nach dem im Jahre 1892 erlassenen Ortsstatut ist hier die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern im Handelsgewerbe an Sonn- und Feiertagen nur vormittags von 10l/a bis 1 Uhr gestattet. Die Handlungsgehilfen dringen aber schon lange auf Einführung der vollständigen Sonntagsruhe, während die Handelskammer sich dagegen ausspricht, so lange sie nicht durch ein Reichsgesetz allgemein eingeführt würde. Der Magistrat wollte zunächst die Arbeitszeit für Groß- geschäfte am Sonntag herabsetzen, die Stadtverordneten ließen aber so viele Ausnahmen zu, daß der Magistrat jetzt mit ganz neuen Vorschlägen kommt. Seine Vorlage will die Sonntagsruhe auch im Kleingeschäft regeln; sie bestimmt^ daß am Sonntag in allen Geschäften nur von 8 bis 10 Uhr vormittags gearbeitet werden darf und daß den Angestellten jeder zweite Sonntag freigegeben werden muß. Diese Vorlage stieß in der heutigen Stadtoerordnetensitzung auf heftigen Widerspruch. Man wandte ein, den Großkaufleuten nütze die Zeit von 8 bis 10 Uhr nichts, da die Sonntagspost erst gegen 10 Uhr ausgetragen werde, die Angestellten müßten, statt am Sonntag ausschlafen zu können, eine Stunde früher aufstehen, da die Geschäfte Werktags erst um 9 Uhr beginnen usw. Oberbürgermeister Adickes wies in seiner Entgegnung darauf hin, daß die Lebensmittelgeschäfte gerade die Zeit von 8 bis 10 Uhr gewünscht haben, um für den Rest des Tages ihre Geschäfte schließen zu können. Außerdem erklärte er sich bereit, für andere Geschäfte eine Arbeitszeit von 1/212 bis 1 Uhr zuzulassen, und erreicht dadurch wenigstens, daß die Vorlage nicht kurzerhand abgelehnt, sondern zur Prüfung an einen Ausschuß verwiesen wurde. bereits zur Weiterbeförderung zugegangen. — Die hessische Regierung wird sich demnächst mit der Frage zu befassen haben, in wie weit sie die Einführung der Fäkalien in den Rhein für thunlich erachtet. Die Stadt Mainz war vor einiger Zeit um die Erlaubnis eingekommen, die Fäkalien aus einem Schulhausneubau in den Rhein einführen zu dürfen, worauf ein ablehnender Bescheid erfolgte, jedoch in der Art, daß das Ministerium erklärte, aus prinzipiellen Gründen für die Einführung der gesamten Fäkalien der Stadt in den Rhein und nicht nur für einen Teil derselben zu sein. Als Vorbedingung dieser generellen Zusage wird von dem Ministerium natürlich verlangt, daß die Fäkalien dem Rhein nur in gereinigtem Zustande zugeführt werden. — Die hiesige Handelskammer hat bei dem Bundesrat den Antrag gestellt, dem § 139 der Novelle zur Gewerbeordnung betr. die Ruhezeit für Gehilfen in offenen Ladengeschäften, die Fassung zu geben, daß in Ladengeschäften in den Städten mit über 20 000 Einwohner das Personal, welches im Geschäfte Kost und Logis erhält, statt einer 11 stündigen nur eine 9stündige ununterbrochene Ruhezeit gewährt bekommt. Bei der dritten Lesung im Reichstag wurde bekanntlich eine 11 stündige Ruhezeit festgesetzt. O Nidda, 7. Februar. Gestern nachmittag machten sich zwei 11 jährige Jungen an einer H ä ck s e l m a s ch i n e zu schaffen. Der eine fingerte an dem Kammrad herum, während der andere zu drehen begann. Die rechte Hand des ersteren kam in das Rad; zwei Finger wurden oben abgequetscht, der dritte gebrochen, die ganze Hand zerdrückt. Man brachte ihn sofort zur Klinik nach Gießen. — Gestern weilte das Fuhrwerk eines Besitzers in Salzhausen oberhalb der Station, als der Zug abfahren wollte. Durch das Geräusch des Dampfes erschreckt, rissen diePferde aus und sprengten gegen die über die Bahn führende Brücke, deren eisernes Geländer teilweise abgerissen wurde. Mit den Resten des Wagens rasten sie die engen Parkwege hinab. Vor ihrem Stall angelangt, rannten sie mit der Wagendeichsel die Thür ein und blieben erst an ihren Plätzen im Stall halten. Der abgeschleuderte Fuhrknecht trug eine Anzahl Kontusionen davon, der Wagen ging total in Stücke, die Pferde selbst waren blos ein wenig zerschunden. Leute, die sie aufhalten wollten, wurden wie Spielbälle bei Seite geworfen. — Bis Sonntag werden es 25 Jahre sein, daß der hiesige Ortsgewerbeverein als „Lokalgewerbeverein- gegründet wurde. Man gedenkt den Tag besonders zu feiern. — Am Sonntag hatten die hiesigen Kasinomitglieder einen besonderen Genuß, die Aufführung des „ Datterich-; diese Darmstädter Lokalpoffe wurde meisterhaft gespielt. Die Hauptrolle hatte ein aus der Nähe von Darmstadt stammender Herr. Heiterkeit erregte besonders die in der Mode der fünfziger Jahre gehaltenen Garderobeftücken (Krinolinen, Schmiegentaillen, Kapothüte.) Demnächst soll eine nochmalige Aufführung für auswärtige Kasinogäste stattfinden. § Ans dem Vogelsberg, 6. Februar. Als ob es die Schlittenbesitzer geahnt hätten, daß die Schlittenbahn nur von kurzer Dauer sei, so fleißig wurde von dem Schlittenfahren Gebrauch gemacht. Seit drei Jahren rasteten und rosteten die Schlitten, da es während der zwei vorausgegangenen Winter nicht ein einziges Mal schneite, daß man die Schlitten hätte brauchen können. Auch die Post fuhr seit dieser Zeit wieder zum ersten Mal auf den Post- Radschlitten. Vom morgen bis abend klang auf den Straßen fröhliches Schlittengeläute. Aber die Schlittenbahn war nur von kurzer Dauer. Bereits am Sonntag war cd in den tieferen Lagen des Gebirges schwierig, mit den Schlitten durchzukommen. Mancher, der des morgens noch gute Fahrt gehabt, kehrte des abends mit knarrendem, auf der schneefreien Straße ächzenden Schlitten nach Hause. Die Sektion Nieder-Gemünden des Vogelsberger Höhenklubs hatte auf Sonntag gleichfalls einen Ausflug per Schlitten nach Ruppertenrod geplant. Die Schlittenfahrt wurde buchstäblich zu Waffer; man ließ sich aber dadurch nicht abhalten und führte den Ausflug zu Wagen aus. Kaum ist heute der Schnee gewichen und die Straßen sind ganz schneefrei, so fängt es schon wieder an zu schneien, und das Ende der Woche bringt vielleicht wieder Schlittenfahrt und Schlittengeläute. Sv rasch vollzieht sich in diesem wetterwendischen Winter der Witterungswechsel. dd. Darmstadt, 7. Februar. Vor dem hiesigen Landgericht Darmstadt I, wird demnächst eine für weitere Kreise interessante Sache zur Verhandlung und Entscheidung kommen. Der Großh. Beigeordnete Wolff zu Offenbach war vor kurzem aus der dortigen Gesellschaft „Großer verordneten-Sitzung eine ehrenrührige Beschuldigung gegen das m der betreffenden Sitzung nicht anwesende langjährige X Aus Rheinhessen, 7. Februar. Das am 1. Januar m Kraft getretene neue hessische Stempelgesetz hat trotz seines kurzen Bestehens schon viel böses Blut ab> gesetzt. Insbesondere sind es die Wirte, und unter diese» wieder die Gastwirte auf dem Lande, die sich durch die verschiedene Art, wie sie durch die Stempelgebühren zu neuen Steuern herangezogen werden, außerordentlich belastet fühlen. In einer vor einigen Tagen in Oppenheim stattgehabten Versammlung von Wirten aus dem dortigen Kreise wurde der Mißstimmung über diese neue Steuer Ziemlich lebhaften Ausdruck verliehen, und eine Resolution an dw Regierung gefaßt, in welcher eine Beseitigung und teilweise Verminderung einzelner der Stempelsätze verlangt wird. Als besonders hoch wird der Stempel bei Tanzmusiken angesehen, bei welchen nach dem neuen Gesetz 30 Mk. für den Stempel zu entrichten sind. ? Mainz, 7. Februar, Aus der Weltausstellung rn Paris wird Mainz durch Pläue und Ansichten der hiesigen Stadt vertreten sein. Dieselben werden im Saale des deutschen Buchgewerbes untergebracht werden. Hfangsfeierlichkeiten vor: auch ein amtlicher Empfang wird stattfinden. Die „Nixe" wird bis zum 15. März im hiesigen Hafen verbleiben. Wien, 7. Febr. Der portugiesische Gesandte verständigte die hiesige Regierung, daß die P e st in P o r t u gal vollständig erloschen ist. W i e n, 7. Febr. Die „Pol. Corresp." dementiert die Gerüchte, daß die französische und die russische Regierung/ gegen eine eventuelle Besetzung der Delagoabai durch die Engländer Protest erheben wollen. Wien, 7. Febr. Der „N. Fr. Pr." zufolge dürfte der Reichsrat zum 20. Februar einberufen werden. , < “ , —_ "u™' "o— ——“• dwuiti erhoben hatte, bie sich als nicht zutreffend erwies. Der Ausschluß des Beigeordneten Wolff war von 60 Mitgliedern beantragt worden, der Vorstand hatte den Antrag zu seinem eigenen gemacht, und in der Generalversammlung stimmten dann auch 82 von den erschienenen 90 Mitgliedern für den Ausschluß. Beigeordneter Wolff, der darauf verzichtet hatte, die in den Statuten verlangte Verteidigungsschrift Generalversammlung einzureichen, hat nun die Ausschließung als zu Unrecht geschehen angefochten und bei dem Großh. Landgericht Darmstadt den Antrag auf Auf- Hebung des Ausschließungsvotums gestellt, und hat das Gericht Termm zur Verhandlung auf den 20. Februar I festgesetzt. kannt, das „Rautendelein Universität und Hochschule. — Jena, 7. Februar. Bei der gestern nachmittag in Weimar erfolgten Bestattung des Hofrats Professor Dr. Schaeffer gab sich eine starke Beteiligung seitens der hiesigen Universität mit deren Studenten kund. Es waren erschienen der Prorektor Prof. Dr. Rosenthal als Vertreter der Universität, Geh. Hofrat Prof. Dr. Thomae in Vertretung des durch Krankheit behinderten Dekans der philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Gutzmer, Schaeffers Nachfolger, Prof. Knopf u. a. Seitens der Studenten hatten sich etngefunden die Burschenschaft Germania und Deputationen der Burschenschaften Teutonia und Arminia im vollen Wichs mit Fahnen, der Mathematische Verein, Vertreter des medizinischen Vereins, der Landsmannschaft Rhenania und Suevia unb Turnerschaften Normannia und Suevia, ferner viele alte Schüler Schaeffers und Deputationen der Gewerbevereine zu Weimar, Jena und Buttstädt, deren Ehrenmitglied der Verewigte gewesen ist. Die alte Burschenschaftsfahnc . ------ in dem Märchendrama „Dle versunkene Glocke". Zu den Benefizvorstellungen haben AbonnementsbilletS mit Zuzahlung von 50 Pfg. für Loge, Sperrsitz unb 1. Parkett, unb 30 Pfg. für 2. Parkett GlltigkeU: Theatervereins-Gutscheine werben bei Benefizen nicht in Zahlung genommen. •* Stadttheater. Auf bas .. 1. w u finbenbe Benefiz bes Fräulein Agnes Hammer machen wir nochmals aufmerksam. Die f" '• ' " ** Kostendeckungsfrage der städtischen Kanalisation. In der kommenden Sitzung des landwirtschaftlichen Lokalvereins Gießen am 9. Februar abends 5 Uhr im Cafs Ebel steht dies Thema zur Besprechung. Ein- ladnngen sind ergangen an den Stadtvorstand, bie Herren Stadtverordneten, Mitglieder der Handelskammer, ferner an bie Vorstänbe bes Gewerbe- unb Hausbesitzervereins. ** '&m Dezember b. Js. finbet im ganzen deutschen Weiche une Volkszählung statt. Bestimmungen für biefe finb nach ber „Kreuz-Ztg." bem Bundesräte zugegangen. * Die Landwirte auf der Weltausstellung in Paris. Seitens des Vorsitzenden der „Society des agriculteures de France“ Marquis de Voguss, ist eine Einladung zum , ^ uu,HV,vctvcx, uulCtucutuWl u^uu. ÄS in Paris für Dem Reichskommiffar in M finb bie Deutsche Lanbwirtschafts-Gesellschast an ben Vorsitzenben 1 £—— - - - - - - - - des Direktoriums, Herrn v. Arnim-Criewen, ergangen, unb es wirb eine Vertretung ber Gesellschaft ber Einlabung Folge leisten. Auch werben Anmelbungen zur Teilnahme an bem Kongreß burch bie D. L.-G. vermittelt. Außer biesem allgemeinen landwirtschaftlichem Kongresse findet noch ein solcher für landwirtschaftliche Bezugs- und Absatz-Vereinigungen statt. i •#.« <- «w. dabei so reizend, daß man schließlich mit dem Personen- I L„„ v,. ÖIKnnn mmr , x. Äckaue"/ hflntbCr*Cin f°noC' ^ad ganze Jntereffe der Mitglied des Kollegs, Herrn Medisinalrat Dr Köhler Zuschauer pflegt sich im „Kaufmann von Venedig" dem * e?u,i 1 . ’• «?Yter Juden Shylock zuzuwenden, der durch Herrn Rolan in ganz ausgezeichneter Weise dargestellt wurde. Dieser junge Künstler hat uns zwar schon oft Proben seines hervorragenden Talents als Charakterspieler gegeben, als Shylock übertraf er aber stellenweise unsere größten Erwartungen. Ww wir hören, wird Herr Rolan in aller Kürze sich wieder in einer großen Rolle zeigen, nämlich als Königsleutnant, den er zu seiner Benefizvorstellung gewählt hat. Nach seinem Shylock sind wir in ber That auf seinen Königsleutnant sehr gespannt. Lokales and Provinzielles. («lnorryme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, ben 8. Februar 1900. •* Verzeichnis der Geschworenen des Schwurgerichts pro 1. Quartal 1900. 1. Glock, Heinrich, Rechner in Schotten. 2. Junker, Karl, Baumeister in Ortenberg. 3. Sartorius, Georg, Landwirt in Merlau. 4. H o r st, Heinrich, Bürgermeister in Nieder-Bessingen. 5. Trapp, Karl, Fabrikant in Friedberg. 6. Klingelhöfer, Oswald, Gutspächter in Hof.Graß. 7. Blödner, Ernst, Tapetenhändler in Gießen. 8. Nahrgang, Heinrich, Müller in Ruppertenrod. 9. Zül ch, Hermann, Kaufmann in Gießen. 10. Willms, Heinrich Emil, Kaufmann in Grünberg. 11. AlthauS, Wilhelm, Gemeinderechner in Großen-Buseck. 12. Geiß, Johannes III., Landwirt in Windhausen. 13. Dörr, Johannes II., Landwirt in Stumpertenrod. 14. Sogt, Wilhelm Hermann, Landwirt in Reichelsheim i. b. Wetterau. 15. Görnert, Peter III, Lanbwirt in Queck- boru. 16. Schrnandt, Heinrich Ernst, Lanbwirt in Holzheim. 17. Schön, Lubwig, Lanbwirt in Staufenberg. 18. Groß, Karl, Rentner iu Friebberg. 19. Zimmer, Heinrich XI., Müller in Lich. 20. Ruhl, I. P., Fabrikant in Herbstein. 21. Mäser, Wilhelm, Lanbwirt in Selters. 22. Brück, Karl, Goldarbeiter in Gießen. 23. Aß muß, Theodor II., Landwirt in Wallernhausen. 24. Eifer, Philipp, Rechner in Nnter-WidderSheim. 25. Bloch, Johannes III., Landwirt in Stockhausen, Amtsgericht Lauter- I bach. 26. Robert, Otto, Buchdrucker in Grünberg. 27. Fülberth, Dr. August, Gutspächter in Utphe. 28. Sehrt, Emil, Kaufmann in Grünberg. 29. Lipp, Heinrich, Landwirt in Eichelhain. 30. Heuser, Dr. Emil, Custos in Gießen. ** Sektion Gießen, D. Oe. A. V. In Gottes freier I Natur ist es zu jeder Jahreszeit schön! — So dachte ein I kleines, unerschrockenes Häuflein Alpinisten, das sich, des I wenig einladenden Wetter ungeachtet, am Sonntagmorgen I dem Zug nach Marburg anvertraute, um von Nieder- I Weimar aus ein Fleckchen Erde in Gießens Nähe zu durch- I wandern, das trotz seiner Schönheit nur selten besucht I wird. In den Frühstunden verbarg zwar der immer dichter I werdende Nebel manch' schönen Ausblick, doch ließ es sich I die gute Sonne nicht nehmen, um die Mittagszeit hinter I den Nebelschleiern hervor neugierig nach den tapferen Wan- I berern auszulugen unb vor ihrem Scheiben bie prächtige I Winterlandschast mild zu beleuchten. Unter bes Touren- I warts bewährter Führung erreichte man bald das wenig I bekannte, doch lieblich gelegene Cyriaxweimar, wo- | bei unterwegs die spärlichen lleberrefte der früherem I Heinskirche besichtigt wurden, die leider dem Stall- | gebäude eines Gutshofes einverleibt worden sind. Daß I trotzdem der kirchliche Sinn nicht erstorben, bewiesen die I zahlreichen, in ihre malerische Landstracht gekleideten Kirch- I gängerinnen. — lieber eine bewaldete Anhöhe gelangte I man weiter in bas liebliche Thal ber Obe oder Odde und I in biesem aufwärts, von ben Kobolben bes Nebels geleitet, I auf guter Straße nad) den Neuhöfen. Von hier führte I em schöner Weg. über die D a m m ü h l e durck) Wald nach I dem reizend gelegenen Elkerhausen. Der Himmel hatte I sich inzwischen aufgehellt und das Auge erfreute sich an I den malerischen Häusergruppen dieses Dorfes und seinem I Kranz bewaldeter Höhen. Besonders der alte Herrensitz I zog die Blicke an, in dessen Umfangsmauern von merk- I würdigem Gefüge noch die alten Schießscharten, wenn auch I vermauert, zu erkennen sind. — Ueber die Höhe hinter dem I Dorfe führt, sanft ansteigend, ein Fußpfad weiter nad) I dem durch ein prächtiges Waldthal ziehenden Ellnhäu - I fer Grund. Zwar hatte das Thauwetter den Weg I in einen strömenden Bach verwandelt, dessen Wasser I in kleinen Kaskaden herabstürzte und dessen Rauschen bie I einem Saumpfad verfolgenden Wanderer begleitete. Doch I je höher man kam, desto besser der Weg, um so schöner I ber „Grund". Aus dem Walde heraustretend zeigte sich I den überraschten Blicken der stolze, an Höhe dem Dünsberg I gleiche Kegel des „R i m b e r g e s", den bald auch ein Aus- I fichtsturm krönen soll. Von diesseits und jenseits des I Lahnthales grüßten andere Bergeshäupter herüber, — man I hotte K alber n erreicht, dessen Kirchturm und Dächer I aus ber Tiefe heraufwinkten unb zu wohlverdienter Rast 1 einluden. Hier schmiedete man neue Pläne für den Som- 1 mer, denn der gute Rebensaft von ben Ufern bes Rheines I in Verbrühung mit bem Wohlklang des börslichen Namens I geleitete durch Jdeenassoziation die Alpinisten hinüber in I das sonnige Etschland, an den „Kalteoer S e e" und I ju dessen vielgerühmtem Blute. Einstimmig war Mich der I Wunsch, die prächtige, durch die genußreiche Wanderung I über bie Diarbad} nad) Marburg noch vervollständigte I Tour im Maiengrün und Frühlingsduft zu wiederholen. I ** Stadttheater. Als 15. Volksvorstellung ging Dienstag den 6. Februar wiederum ein klassisches Stück I in Szene: Shakespeares seit zwei ober gar brei Jahren hrer nicht gesehener „Kaufmann von Benebig", unb | erfreute sich, ein gutes Zeichen für bas bie Bolksvorstellunaen freguentierenbe Publikum, eines sehr zahlreichen Besuches Infolge Erkrankung beS Herrn Henry, welcher laut Theater- I zettel ben Graziano spielen sollte, hatte noch am Tage der Aufführung eine Umbesetzung stattfinden müssen, berart, baß Herr Wilh elmi neben bem Prinzen von Aragon noch I den Graziano übernahm, unb ben Lanzelot Godbo an Frl I Eiche nm alb abgab. Während verschiebene Ungleichheiten, I namentlich im 1. Akt, jedenfalls dieser Neubesetzung zur I “®Mten der werben i® ty werben. lungSoWr v\W & W\\vt : Walten Stabt Mainz rkomniev, die m Rhein ein« scheid erfolgte, aus prm« mten Fäkalien neu Teil der« n Zusage wird ! die Fäkalien führt werden. InndeSrat den Geverbeord- 'n offenen 6 in iahen» wohnet das vM, W «6)1X11 Auheim Reichstag M-t. jult. ie 'N ®St, nf u. ®* .. «nb ab es in der und heftige t Jahre 1892 ng von Se- zgewerbe an. if.UIVHr x $on tagt uhe, toÜ)X«b so lauge sie eführt würde. >it für M adtverordneten Magistrat jetzt Vorlage will . fie bestimmt, 1'8 bis 10 Uhr en Angestellten ß. Diese Dor- tzung auf W ^!aufltuten M Sonntag^ eSngestelltcn eine Stunde -« xxi Me gerade um für den innen. W* Mfte ei« nö erreicht tthand * $ verwiesen ■’S «Ach f “»ft LL,; ? ®'«t ab', * dich» darch dik e[9ef>U^ren >, en,|i« beloftet ffQ|tl ‘® da«!,« DfUe Steuer !e. Resolution L'Mg und 'ützr 2,btlN- Gesetz HM Arbeiterbewegung. Besserung der Lage im Wurmrevier hielt auch heute" an. Ter Ausstand in diesem Gebiete kann als beendet angesehen werden. Die größte Zahl der hollandischeu Arbeiter ist wieder angefahren, und die kleinen Trupps der noch Aus- Üändischcn bieten keinen Anlatz zn ^^end welcher weiteren Ve-- uaruhigung. Dieser kurze Ausstand ,m Wurmrevier hat wieder gezeigt daß auch die denkbar größte Fürsorge der Arbeitgeber jür die Arbeitnehmer nicht pllc Arbeiter zusriedenstellt und daß die ozialdemokratisäu' Verhetzung und Wühlarbeit überall ansetzt, roo sich Gelegenheit bietet, im grüben zu.filtern Zn den Aus- ftandsgebieten der österreichischen Monarchie hat sich auch von gestern aus heute wenig verändert. Die Arbeiterbewegung scheint dort weitere Kreise zu ziehen, wie ine Bewegung unter den Arbeitern der österreichisch-ungarischen Staatseisenbahn-Geiell- iebast erkennen läßt. 4 Aachen, 6. Februar. Dre Lage im Wurmrevrer hat sich weiter gebessert. Von den beim Eschweiler Bergwerks-Verein iehlenden 180 Holländern sind heute etwa 100 emgesahren, sodaß diu der annähernd 2000 Mann zählenden Belegschaft des Berg- werksvereins nur 80 abwesend waren. Von der 474 Mann betragenden Belegschast der Grube Nordstern fehlten bei der gestrige» Nachtschicht 220, bei der heutigen Tagesschicht nur loO. 3m Wurmrevier hat die Zahl der Ausständiscl>en auf allen üö» üben abgenommen, ein baldiges Ende des Ausstandes scl)ernt ziemlich sicher. . an ■ 3 Kohlscheid, 6. Februar. Dre Drrektron des Wurmreviers ziibt soeben durch Anschlag die Gewährung von vorläusrg 5 1t. Piümie an jeden Arbeiter, der nicht gestreikt hat, und Lohn- erlröhung vom 1. April ab bekannt. , Annabcrg, 6. Februar. Aus dem Bahnhot des benach- horten böhmischen Grenzorts Weipert versuchte dre ärmere Bevölkerung unter Drohungen gegen sächsische Bahnbeamte eine Zahl von Kohlenwagen, die nach Sachsen bestrmmt sind, mit Awalt zu leeren. Die Gendarmeriewache mußte einstchretten. Zeitz 7 Februar. Hier haben sich 5000 Bergleute des Meuselwitzer-Nietlebener Braunkohlenreviers m r t d e n b ö h - mischen Bergleuten solidarisch erklärt Sie for- dc»n die Einstellung sämtlicher Kohlenlieferungen nach Böhmen und drohen, bei Nichterfüllung dieser Forderung rn den Ausstand zu treten. Eine Kommission wurde zur Unterhandlung mit der Arubenverwaltung ernannt. — Das „Bert. 4,gbt. erfahrt aus Zwickau" Gestern abend und heute vormittag fanden grotze Berg- arl>eiterversammlungen statt. Man stellte folgende Forderungen auf- Achtstundentag, keine Ueberschichtcn, 15 pCt. Lohnerhöhung !Üi die Grubenarbeiter, 20 pCt. für die Tagarbeiter, einen M nidestlohn von 1,80, einen Mindestlohn im Gedinge von 4,20 Mark. Ferner sollen keine Kohlen mehr nach Oesterreich geidndt werden. Die Antwort der Grubenverwaltungen wird bis Sams- lOfl W^"n! 6. Februar. Nach Blättermeldungen aus Pest gewann der vorgestern in den Werken der österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft in Reschitza ausgebrochene Aufstand gestern durch den Anschluß weiterer 1000 Manu an Ausdehnung. Die Arbeiter fordern Herabsetzung der Arbeitszeit und besondere Löhne für die Nachtarbeit. Die Gendarmerie ist verstärkt worden. T e s ch e n 7 Februar. Nachdem die Arbeiter aus der vollständigen Erfüllung sämtlicher Forderungen bestehen, dursten die Verhandlungen des Einigungsamtes resultatlos sein und vertagt werden. E Burgkeller würbe dem Sarge vorangetragen «^chen Simufpenben befand sich auch eme solche von h. dem P ) ©rnf» °°n S>Altenburg, ber ben v. Pawel Weimar beteiligten sich der Ch.f des Kultus V Jacobi 6i“CMCn 1,5 “-ÄS’ «Äö &» n^t angenommen ^t ben an ihn ergangEn Ruf^ach F ^^g ^^^iben. - Wie die uab wird in f«w« JReibet, entbehrt bie kürzlich burch ver- khemikerzeltung au« Erlangen Chemiker unb Apotheker nur lodene Blätter Doktorpromotion zugelasfen ' °Uf ?^^n.» ?ar bie d°rtige Universität jeber Begrünbung - In I ®e5,.e" b aebt'heMe ber ©enemlbireftor des Museums für Naturkunde, L ? I yeu gjlöbiuä, ben 75. Geburtstag. — Zum Pr^rettor der Universität Jena für bas nächste Semester ist Hofrat f nr Rinswanaer gewählt worben. Dekane werben tn ber ibeolöaischen^Fakultät Pros. Dr. Nippold, in ber juristischen Professor Dr. Rosenthal, in der medizinischen Geh. Hofrat Prof. Dr. Gärtner, in ber philosophischen Geh. Hofrat Dr. Winkelmann. Telegramme beS „Gletzener Anzeiger^. _____ I r Zwickau, 8. Februar. Gestern abend wurden auf sämtlichen I Zechen von ben Arbeitern Plakate angeschlagen, baß vom nächsten Montag ab kein Bergmann mehr anfahren soll. Damit ist ber Streik proklamiert. ____________________________________ Vermischtes. ♦ Hamburg, 5. Februar. Ein rührendes Zeugnis 1 geschwisterlicher Liebe hat ein Knabe gegeben. Er näherte sich dem kleinen Mädchen, das vor einem Hause in der Königstraße mit einer Puppe spielte, fragte es nach Namen und Wohnung, die er sich aufschrieb, und riß dann plötzlich dem verwundert dreinschauenden Kinde die Puppe aus der Hand. Das Mädchen erhob ein lautes Geschrei, worauf Passanten dem davonlaufenden jugendlichen Räuber nachstürzten und ihn einholten. Der Knabe wurde zur Wache gebracht. Ueber die Veranlasfung zu dem Raube befragt, gab er an, daß er die Puppe für seine kleine, mit dem Tode ringende Schwester haben wolle, die unaufhörlich nach einer Puppe verlange. Seine Eltern hätten kein Geld, eine solche zu kaufen. Deshalb sei, als er das Kind in der Königstraße habe mit der Puppe spielen sehen, in ihm der Gedanke aufgetaucht, die Puppe für seine Schwester zu nehmen. Er habe sich aber vorher Namen und Wohnung des Kindes ausgeschrieben, um die Puppe später zurückzugeben, denn seine Schwester werde, wie die Eltern sagten, nicht mehr lange leben. Die sofort bei den Eltern eingezogenen Erkundigungen ergaben thatsächlich, daß das kranke Kind in seinen Fieberphantasieen nach einer Puppe verlangt hatte. Es war aber inzwischen verstorben. Die Puppe wurde dem Kinde zugestellt, der Knabe aber aus der Wache entlassen und seinen Eltern zugesührt. • Brüssel, 7. Februar. Bei einem hiesigen großen Fabrikbrande wurden drei Feuerwehrleute schwer verwundet. Schiffsnachrichte» Der Postdampfer „Kensington" der „Red Star Ltne" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 6. Februar wohlbehalten tn Nen- Bork angekommen. Gottesdienst in der Zynazs^. SamStag den lv. Februar 1SOO. Vorabend 5«s Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 6» Uhr. Markus Bauer Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener lverkstätte. Gießen, Airchenplatz 718 sind stets eine rauhe, rote, spröde, He-Pdlljif Hf rissige Haut an Hänben unb im Gesicht, aufgesprungene Lippen, ein unreiner Teint ic. Schienen sie sich beshalb ber ärztlich warm empfahl. Neuen Creme Iris unb Sie sinb sicher, baß biefe Uebelstänbe nicht entstehen ober sofort verschwinben. Verlangen Sie jeboch ausbrücklich verbesserte Neue Creme Iris in blauer Packung von Apotheker Walter Weiss, Berlin 80. 33 (früher Gießen). Neue Creme Iris, Tops Mk. 1 (auch schon in Tuben ä 60 unb 20 Pfg.), baju gehöriger Puber (elegante Blechdose) Mk. 1, Neue Creme Iris Seife Stück 50 Pfg. Eventl. direkter Versand. Kunst-Ausstellung. ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Bonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. Ärmste Meldunge». Depeschen deS Bureau ,£>erolbe. Darmstadt, 8. Februar. Das Großherzogspaar mit der Prinzessin Elisabeth tritt am nächsten Samstag eine aus mehrere Monate berechnete Italien-Reise-an. Berlin, 8. Februar. Die sozialdemokratische Parte, hatte sür den gestrigen Abend in Berlin und Vororten 19 Versammlungen gegen die Fl o tt en - V orlage ein- berusen. Besonders lebhast waren die Diskussionen in jener Versammlung, in welcher Bebel den Standpunkt seiner Partei gegen den Prosesior Adolf Wagner und in der Versammlung, in welcher der Abgeordnete Schmidt gegen den Professor Sombart aus Breslau polemisierte. In sämtlichen Versammlungen gelangte eine gleichlautende Protest- Resolution zur Annahme. Berlin, 8. Februar. Von zuständiger Seite erfährt das „Berliner Tageblatt" daß die Nachricht, es würde von Reichswegen ein Zuschuß zur Zivilliste des Kaisers verlangt werden, jeder Begründung entbehr^. Berlin, 8. Februar. Nach dem „Berl. Tagebl'" soll Dr. Leyds seinen Berliner Aufenthalt dazu benutzt haben, um mit Finanzkreisen Fühlung zu nehmen behufs einer Transaktion, die der südafrikanischen Republik die Beschaffung von Geldmitteln in größerem Umfange zu ermöglichen geeignet wären. Berlin, 8. Februar. Das Befinden des Abgeordneten । Dr. Lieber giebt andauernd zu Besorgnissen I Anlaß. Im Laufe des gestrigen Tages verblieb der Kranke bei vollem Bewußtsein und ohne Fieber. Er ist I aber sehr schwach und kann feste Nahrung nicht zu sich nehmen. ___________ Vom Kriegsschauplatz. London, 8. Februar. Ein Telegramm aus dem Burenlager von Ladysmith vom 6. Februar berichtet, daß die Engländer am Montag beim Ueberschreiten des Tugela bei Pont Drift größere Verluste erlitten haben. Die Engländer bemächtigten sich der Furt von Mobdrift und zweier kleinerer Punkte auf dem rechten Ufer des Tugela. Die Buren verloren vier Tote. Die Beschießung mittelst schwerer Geschütze hat begonnen. London, 8. Februar. Nach einer Meldung aus SPearmans Kamp vom 7. d. Mts. belaufen sich die englischen Verluste am Montag auf 250 Mann. Diese Zahl ist angesichts der errungenen Vorteile nur unbedeutend. Loudon, 8. Februar. Das KriegSamt giebt bekannt, daß General Buller am Montag den Tugela wieder überschritten habe. Die Operationeir dauerten noch fort, doch liegen keine Nachrichten über das Resultat vor. Diese amtliche Meldung wird durch nachfolgende Privatmeldung ergänzt. In Lorenzo Marquez ist aus dem Buren-Hauptquartier die Nachricht eingetroffen, daß die britischen Truppen am Montag den Tugela an zwei Punkten unter dem Schutz einer surchtbaren Kanonade überschritten haben. Bei einer Furt sollen die Engländer zurückgeschlagen sein. Das Artillerie-Feuer begann am Dienstag von neuem. Berlin, 8. Februar. Das „Berl. Tageblatt" meldet aus Brüssel: Die hiesigen Burenkreise erklären die eng. lische Meldung, wonach 7000 Buren in Colesberg eingeschlossen seien, für unwahr. Der Rückzug in den Oranjestaat stehe immer noch offen. NebrigenS seien in der Umgebung von Colesberg 25,000 Buren konzentriert, welche stark genug seien, um die Truppen der Divisionen French und Gatacre abzuwehren. Man glaubt nicht, daß General Roberts seinen Plan einer Invasion des Oranje- Freistaates vor Anfang März auSsühren kann. Zurzeit stehen auf der Burenseite 100,000 Mann im Felde, mit Einschluß der Kap-Holländer. 1 MmnMlhlNUM Vergebung von Schreiner» und Schlosser- arbeiten. Die Lieferung von 15 Stück hölzernen Steiuwaßeu mit Be- schlag wird im Wege schriftlichen Angebots vergeben und find Angebote bis Samstag de» 17. Februar L I, vormittags SV» Uhr, in Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Plan und Beschreibung zur Sinficht offen liegen, abzugeb«n. Gießen, am 7. Februar 1900. Der Großh. Kreisbauinspektor. Stahl. 1033 Kekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 6. Fe bmar ist genehmigt. Empfang der klbsuhrscheine bei Großh. Rentamt Sießen am 15., Holzüberweisung »ab erster Abfuhrtag am 16 Februar. Treis a. d. Lda., den 7. Febr. 1900. Nr. Oberförsterei Treis a. d. Lda. Schneider.1016 Stähl Mchjhaus. Hreibank. 1038 $ente unb morgen: Zchmillkfiejsch 50 Ksg. tzolzverfteigerung in der Aürsttich Solmfischen Hberförsterei Lich. (Eichen- und Bucheu-Schnitt- und Brennholz.) Es sollen versteigert werden: Montag den 19. Februar, von vormittags 97s Uhr an, im Distrikt Anchsstranch; Sckeitbol,: 230 rrn Bucken, 8 rrn Eicken; Knüppelholz: 45 rrn Bucken, 11 rm Eichen; Stockholz: 158 rrn Buchen, 22 rm Eichen; Reisholz: 3070 Wellen Buchen, 370 Wellen Eichen. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Fuchsstrauch, tn der Nähe der Ueberfahrt über die Bahn. Dienstag den 20. Februar, von vormittags 10 Uhr an, im Distrikt Auchsstrauch: Das sämtliche «ichea-Schnittholz unb »uchen-Schnittholz aus der ganzen Fürstlichen OberfSrsterei Sich, zusammen 66 Eicken-Abschnitte von 71,45 Festmeter und 51 Buchen-Abschnitte von 82,57 Festmeter, und zwar: Distrikt Kard: 18 Eichen-Abscknitte von 37 bis 95 cm Durchmesser und 2,4 bis 8,4 m Länge — 19,59 fm; 4 Bucken-Abschnitte von 37 bis 41 cm Durchmesser und 5 bis 6,6 m Lange — 2,80 fm. Distrikt Aouzevü-k: 29 Eicken-Ad- scknitte von 41 bis 65 cm Durchmesser und 2 bis 8 m Länge — 29,96 fm; 2 Bucken- Abschnitte von 43 und 49 cm Durchmesser und 7,4 bezw. 7,6 m Länge — 2,50 fm. Distrikt Kellersberg: 3 Eicken-Abschnitte von 41 bis 50 cm Durchmesser und 3,2 bis 6,4 m Länge — 2,4 fm. Distrikt Köker: 2 Eichen-Abschnitte von 40 und 49 cm Durckmefser und 4,4 bezw. 2,4 m Länge — 1,00 fm. Distrikt Meitöach: 4 Elcken-Abscknitte von 42 bis 57 cm Durchmesser und 3,8 bis 9,2 m Länge — 4,60 fm; 7 Buchen-Abfchnitte von 36 bis 49 cm Durchmesser und 3 bis 7 rn Länge — 5,75 fm. Distrikt Juchsffrauch: 10 Eichen-Abscknitte von 43 bis 72 cm Durchmesser und 2,8 bis 10,4 m Länge — 14,29 fm; 38 Buchen-Abschnitte von 44 bis 115 cm Durchmesser und 3,4 bts 10,2 m Länge = 71,52 fm. Bei der Versteigerung wird nur das Holz im Fucksstrauch vorgezeigt, alles übrige Holz wird gleich zu Anfang blind versteigert und muß vorher eingesehen werden. Vorzeiger sind: für den Distrikt Hard: Forstwart Scköne in Lick (Oberhessen), für die Distrikte Konzebühl, Kellersberg und Höler: Forstwart Dörmer in Lich (Oberheffen), für den Distrikt Meilbach: Waldwärter Stein zu Hattenrod bei Reiskirchen (Oberhessen). Die Zusammenkunft ist im Distrikt Fuchsstrauck, in der Nähe der Ueberfahrt über die Bahn. am 7. Februar 1900. 1024 Aürstliche Höersörsterei. -llcrllcißcrniiiuii Dohversteigerung. Dienstag ben 13. Februar b. I. werden aus den Distrikten Zuhaag, Koppe, Krummstrauch, Bettenwald, Hinkelberg und Klösgesrod sder Forstwartei Harbach versteigert Stämme r 46 Eichen mit 16 fm, 3 Ahorn mit 0,36 fm, 1 Bucke mit 0,5 fm, 302 Fichten mit 113 fm, 142 Kiefern mit 56 fm, 1 Lärche mit 0,6 fm; Derbftangenr 1 Ahorn mit 0,03 fm, 6 Buchen mit 0,18 fm, 535 Fichten mit 22 fm. Zusammenkunft vormittags 7,10 Uhr im Distrikt Zuhaag auf der Chausiee Grünberg — Lindenstruth bei Stamm Nr. 541. Nur das Holz in Abtb. Zuhaag 2b und Krummstrauch 1b wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Nach Schluß der Bauholzverfieigerung wird das nicht aufgear beitete Reisig auS verschiedenen Schlägen versteigert. Grünberg, den 7. Februar 19C0. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 1021 Versteigerung. Montag ben 12. b. Mts., nachmittags 2 Nhr, versteigere ich im Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: a. 1 Fahrrad, ca. 60 Stück Gerüst- stanyen, 1 Faß Eitophone, b. 1 Pferd, 1 Ptanino, 1 Schreibsekretär, 1 Kassaschrank, Sofas, Kommode, Kleiderschrank u. a. m. Die Versteigerung zu a findet voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 5. Februar 1900. 956 Mulch, Pfandmeister. (ihnpfrhhi iifleii Donnerötagabeub eintreffenb: Kroße Sendung levendfrischer Schellfische Kölner Konsum Anstalt C. F. Hackenberg Bahnhofstratze 27. Linbenplatz 12. Ferner empfehle: Weizenmehl 000, per Pfd. 15 Pfg., bei 10 Pfd. 13 Pfg., Blütenmehl, per Pfd. 17 Pfg., bei 10 Pfd. 15 Pfg., Hutzucker, per Pfd. 28 Pfg., Zucker, gemahlen, per Pfd. 27 Pfg., Schweineschmalz, gar. rem, per Pfd. 46 Pfg. bei 5 Pfd. 44 Pfg, Speck, fett, per Pfd. 65 Pfg., Delikateßschinken, 5 bis 7 Pfd. schwer, per Psd. 65 Pfg. 103 - Schellfische Kabeljau in la. feinster, blutfrischer Ware soeben eingetroffen bei 52b A. & G. Wallenfels. Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. Prima neue finftn, pa. fte. Frankstr. Wörkihkn empfehlen in anerkannt besten Dualitäten billigst 508 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. geziemend in Kenntnis zu setzen 1028 1029 Danksagung Fran Pfarrer Schmehl 1025 Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen 0497 Verantwortlicher vedakteur: H. Sorgt er Druck un> Verla- der Brühl'scheu UuiverfitätL^vuch. und Strmdruckerei (Pietsch Erben) in »icfera. Kinder beider Die Nackbarin Der Pfarrer Der Schulmeister Der Barbier Für die zahlreichen Beweise inniger Teilnahme an unserem schweren Verluste faßen herzlichen Dank Carl Walter Wilh. Wilhelmi. Wald. Eckertz. WilhelmineHelm Agnes Hammer- und Sohn. Mittel-Seemen, den 7. Februar 1900. ion] Ein großes, starkes, ein- und zweispanmg zugfestes Mittwoch den 7. Februar verschied nach kurzem Leiden zu Arnshain unser lieber, guter Vater, Schwiegervater und Onkel B. von dem vor Samstag den 10. Februar, abends 7 Uhr Hauptversammlung im Iltis. Sonntag den 11. Februar: Tour II. Burgsolms—Braunfels—Weilburg. __________Abiahrt 10.12 Uhr. Peter Bringe Gießen, den 7. Februar 1900. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns Empfehle neck hiermit in allen M* Lchuhmacherarbeiten ***£ bei nur guter Bedienung. Trotz der teueren Lekerpreise immer noch Sohlen und Flecke für Herren 2,80 Mk., für Damen 2 Mk. Alle anderen Reparaturen billigst. H. Hartung, Neuenweg 28, 984] Vorderhaus Gastbaus zum Löwen- iessen, den 8. Februar 1900. Giessener Stadttheater. Freitag den 9. Februare Zum Kcnkfil für Agnes Hammer Die vechlideve Glocke. Märchendrama in 5 Akten von Gerhart Hauptmann. Personen: Georg Erml Seng und Frau Giessen, den 8. Februar 1900. Die alten Wittichen Rautendelein: ein elbisches Wesen Der Nickelmann: ein Elementargeist. Frisch geschossene Hasen bei I. Hormann, Mäusburg 6. . Franz Rolan Ein Waldsckratt: faunischer Waldgeist._____________August Kirchhoff. an sehr gutem Platz mit 5- biS 6000 Einwohnern, Eisenbahn - Knotenpunkt, Haus mit modernem Laden, neuestem, vorteilhaftem Backofen, Hofraum, Stallung, Remise und Lagerräume Familienverhältnisse halber zu dem svottbilligen Preise von 16000 Mk. mit 3 Mille Anzahlung zu verkaufen. Offerten an Haasenstein & Vogler, A.. G., Gieße«, unter U. 2 zu rickten. 1026 Mk 4,25 50 Kilo mit Sack versendet unter Nachnahme 1022 J. 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