Zweites Matt 1» Meßmer Anzeiger Heneral-Nnzeiger Aints- und Zlnzeigsblatt für den Kreis Gieren ot: 082 [tut, Dienstag Len 9. Januar Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Auslandenehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. ne eller, W. zerin, »tter, wiederfinden. Es giebt ein „Lokales", ein „Vermischtes^, „aus der Gelehrtenwelt" u. s. w. Da lesen wir Beförderungen und Versetzungen von Beamten nicht nur in Gießen und Hessen, auch Personalien hoher Beamten und Offiziere im Reiche, Nekrologe und andere Mitteilungen über hervorragende Persönlichkeiten. Besondere Aufmerksamkeit wird den Vorgängen an unserer Universität geschenkt. Jede Promotion und Disputation mit Angabe der verteidigten Dissertation und des Namens des präsidierenden Professors wird verzeichnet. Die Vorlesungsverzeichnisse erscheinen im Wochenblatt und häufig finden wir Mitteilungen über Professoren und ihre Werke. Auch auswärtige Universitäten werden hie und da berücksichtigt. Daran schließen sich buchhändlerische Nachrichten über kürzlich erschienene oder demnächst herauszugebende Bücher, ost mit Angabe des Inhalts. Die Land- und Hauswirtschaft wird ebenfalls gepflegt. In bald größeren, bald kleineren Beiträgen werden allerlei gute Ratschläge gegeben z. B. zur Spargelzucht, zur Bekämpfung der Hornviehseuche und der Heuschreckenplage, zur Verwahrung des Krauts gegen das Wild, Vertilgung von Raupen und Engerlingen u. s. w. In 25 Strophen wird die Kartoffel sogar besungen, und hierdurch ein anderer Dichter zu einem fast eben so langen Hymnus auf den Kaffee begeistert. Den Schluß einer jeden Nummer bilden einige Anzeigen, von denen diejenigen der beim Verleger neu angekommenen Bücher fast ständig wiederkehren. Wertvoll sind die Auszüge aus den Kirchenbüchern und die Lebensmittelpreise, die markttäglich veröffentlich werden. Die Fremdenlisten sind uns auch heute noch von Interesse zur Beurteilung des Verkehrs sowohl, als auch für gewisse historische Zwecke. Erhält man doch durch sie Kenntnis von dem Aufenthalt bedeutender Männer, wie (in späteren Jahrgängen) Wielands, Klopstocks, M. Claudius' u. a. in Gießen! Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß auch die Abteilung „Eingesandt" vertreten ist. In einer der ersten Nummern wird der Brief eines „Ungenannten" abgedruckt, der sich in einem entsetzlichen mit Fremdwörtern überladenen Stil über das nächtliche Randalieren der Studenten beschwert. Dieser Brief mit den darauf folgenden Erwiderungen ist ganz interessant. Es scheint, als ob man den Studenten ihr ungebührliches Treiben auf lustige Art Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erfcheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Zur Beschlagnahme des „Bundesrat". Gießen, 8. Januar. Als die ersten Nachrichten von der Beschlagnahme des deutschen Reichspostdampfers „B u n d e s r a t" nach Europa kamen, da war man nicht nur in Deutschland, sondern auch in den wenig zahlreichen besonnenen Kreisen Englands verblüfft. Der „Dank vom Hause Habsburg" ist ja sprüch- wörtlich geworden; aber das hatten wohl nur wenige erwartet, daß der unmittelbare Dank für die mit der Kaiserreise erwiesene Höflichkeit seitens der Queen und ihrer Organe in einem veritablen Fußtritt bestehen würde. Wir unsererseits sind nicht einmal erstaunt darüber gewesen. Nur daß der britische Dank so schnell und so prompt abgestattet werden würde, das hatten wir doch nicht erwartet. Man hätte doch immerhin auf die Einhaltung einer gewissen Respektszeit rechnen dürfen. Aber es ist auch so gut. Je schneller dem guten deutschen Michel und einigen ang- lomanen, vor Großbritanniens Macht und Größe ganz er- gebenst rutschenden Staatsmännern klargemacht wird, wo Barthel den Most holt, desto eher darf man auf eine Einkehr und auf eine Umkehr von dem verhängnisvollen Wege rechnen. Man darf eigentlich darüber erstaunt sein, daß die Offiziösen der Reichshauptstadt bisher über den empörenden Vorfall nur schweigen, daß sie nicht vielmehr schon den Versuch gemacht haben, die Beschlagnahme unseres Dampfers als einen Akt ganz besonderen Wohlwollens und freundwilliger Nachbarlichkeit hinzustellen. Man wird immer vorwurfsvoll ermahnt, nicht auf die Vergangenheit zu exemplifizieren und vor allem den Fürsten Bismarck in seinem Grabe ruhen zu lassen, und wenn man dennoch sich untersteht, sein Wesen und seine Art den Epigonen als leuchtendes Beispiel zur Nachahmung vor die Augen zu führen, so wird man mit dem banalen Hinweise beglückt, daß doch nicht alle Staatsmänner das Wesen und die Größe des Gewaltigen zeigen könnten. Und doch ist es gut, sich einmal vorzustellen, welche Wendung eingetreten wäre, wenn zu des großen Kanzlers Zeiten die englische Impertinenz die Formen angenommen hätte, die sie heute gewählt hat. Der erste Schritt wäre eine scharfe und schroffe Betonung des deutschen Standpunktes in einem halbamtlichen Organ gewesen, die Absendung eines kalten Wasser- Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hessische UMskunde. ___________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. strahls, wie man ihn in den Tagen BoulangerS und auch in anderen Zeilen erlebt hat. Der zweite Schritt wäre, unmittelbar nach den in Hamburg getroffenen Feststellungen über den Charakter der Ladung eine geharnischte Protesterklärung gewesen, die man nach London geschickt und die jenen lapidaren Stil gezeigt hätte, wie ihn Götz von Berlichingen den Kaiserlichen Kommissaren gegenüber angewandt hat. Und es hätte Tausend gegen Eins gewettet werden können, daß die schmähliche Affaire; nicht durch acht Tage — gnb wer weiß, wie lange noch! — das deutsche Ehrgefühl empört hätte, daß man durch schmähliche Ausreden und durch den Hinweis auf den Urteilsspruch des englischen Prisengerichtes sich hätte an der Nase herumführen lassen. Freilich, wenn der Grundsatz herrscht „Sacht stets, sacht und bedacht stets", wie ihn die Philister in Scheffels Lied vom Roden- steiner proklamieren, dann ist es auch möglich, daß der ersten Ohrfeige die zweite und der zweiten Die dritte folgt, daß der Affaire „Bundesrat" die Affaire „Hans Wagner" und dieser wieder die Affaire „General" folgt. Und schon sieht man in London frohen Gemütes den Tag Heraufziehen, an dem englische Schiffe die Nordsee durchkreuzen und jedes Fahrzeug, das einen deutschen Hafen verläßt, als gute Prise abführen, ob es nun Priemtabak oder Unterhosen als Ladung an Bord hat. Der Priemtabak könnte ja bestimmt sein, die Buren, wenn sie auf Vorposten stehen, zu laben, und die Unterhosen könnten den Zweck haben, sie gegen Rheumatismus oder Schnupfen zu schützen. Und auch die weitere Folgerung wäre dann einfach genug: der ganze deutsche Seehandel wird unterbunden, auf daß er nicht allzusehr erstarke, auf daß er doch auch seinen Anteil trage an den britischen Kriegskosten! Das Bild ist hübsch, aber es ist keineswegs übertrieben. Wenn England alles, was ihm beliebt, als Kontrebande ansehen, und wenn es Schiffe beschlagnahmen darf, wo es ihm beliebt, dann steht es auch in seiner Willkür, wie es vor fünfzig Jahren geschah, frech zu erklären, es kenne keine deutsche Flagge, und für uns wäre es das Beste, Hannibal Fischer mit den Fingernägeln aus seinem rühmlosen Grabe hervorzukratzen, auf daß er noch einmal die deutsche Flotte auf die Gant bringe und an den Meistbietenden verkaufe. Rückwärts, rückwärts, Don Rodrigo. ES ist ganz zweifellos, daß die englische Regierung, wenn anders die Ladung der beschlagnahmten Schiffe ihr wirklich einen Schein des Rechtes für das Verhallen ihrer Organe böte, sofort und mit großem Triumphgeschrei diese Feststellung in alle Welt hinausposaunt hätte. Aber sie hat sich davor weislich gehütet. WaS kann also unsere Regierung dazu bestimmen, ihrerseits sich eine Reserve auf- zucrlegen, die von dem ganzen Volke mit tiefster Erbitterung empfunden, die von ihm geradezu als Ang stm ei erei ausgelegt wird? Es handelt sich doch schließlich nicht um verschmitzte Rechtsauslegungen und rabulistische Erklärungen der Juristen. Es handelt sich in allererster Linie und ganz ausschließlich um eine geradezu wüste Verletzung unseres Nationalgefühls, unseres Nationalstolzes. Und da können wir mit Leichtigkeit alle Rhetorik von Jahrhundertsreden und alle schönen Wendungen von festlichen Toasten entbehren, wenn wir an ihrer Stelle ein derbes Wort vernähmen, das sich an die unverschämte Gesellschaft jenseits des Kanals, an jenes hochmütige Volk richtet, das nicht einmal lernen will, das furchtbare Gottesgericht zu begreifen, das aus dem Kriege in Transvaal heraufzieht. Der Bundesrat hat den Beginn des neuen Jahrhunderts dekretiert, soll nun der „Bundesrat" auch den Charakter des neuen Jahrhunderts bestimmen? Soll der deutsche Name wieder vogelfrei werden für jeden, der ihn beschmutzen will? Zunächst darf man auf die Antwort gespannt sein, die wir auf die Frage erhalten werden, ob Deutschland die letzte Ohrfeige quittieren wird mit der Erlaubnis, die Krupp'schen Kanonen unbehindert nach England zu führen. Bisher scheint es, als finde man wieder einmal nichts darin, die Rücksicht auf den Handelsprofit über alles andere zu stellen. „Non ölet“, die englischen Pfunde und Schillinge stinken ja nicht. Mit Verlaub: Sie stinken dennoch, sie stinken unerträglich. England legt Beschlag auf unsere Schiffe, die Bier, Verbandstoffe, Messingdraht, Salzgurken, Seife, Cigaretten und Zwiebeln ausführen nach neutralen Häfen, wir aber dulden es ruhig, daß einer kriegführenden Macht, eben den Engländern, Kanonen und Munition zugeführt werden! Das fehlte gerade noch, um das Bild abzurunden! Nun, vielleicht besinnt sich der frühere national-liberale Abgeordnete Herr Krupp noch, ob er, wie in Reuters „Stromtid" der alte Moses von seinem Sohne David sagt: „den Dukaten aus dem Dr . . . holt"; sollte das nicht geschehen, auch jetzt nicht, wo die ätiif '«**| Putzpulver lei Putzmittel für alle Feuilleton. Der Hießener Anzeiger vor 150 Jahren. Ein Stück heimischer Kulturgeschichte von Dr. Karl Ebel. Fortsetzung. Weisen uns die beiden zuletzt genannten Aufsätze geradezu auf Beziehungen von Mitgliedern des akademischen Lehrkörpers zu unserem Wochenblatt hin, so ist es ganz zweifellos, daß auch die Verfasser der oben skizzierten Artikel in jenen Kreisen zu suchen sind. Es ist doch wohl mehr als Zufall, wenn in Nr. 10 eine Uebersetzung von Horaz Epist. I, 18, „ad Lollium" erscheint und bald darauf in, Nr. 16 Heinr. Christoph Nebel ein Kolleg über die Dichtkunst des Horaz ankündigt, oder wenn Andreas Boehm in demselben Semester über die Vernunftkunst liest und gleichzeitig ein Aufsatz „ob der Vernunft verschiedene Unvollkommenheiten, die ihr beygelegt werden, zuzuschreiben sind", in den Spalten des Wochenblatts abgedruckt wird. Und schließlich, wer anders hätte in dem kleinen Gießen gelehrte Artikel schreiben sollen, für wen anders wären sie bestimmt gewesen, als für den engen Kreis der Gebildeten, der sich um die Universität schloß? Daher konnte auch in dem Provinzblättchen eine nur den Eingeweihten verständliche Verteidigung des Theologie-Professors und Superintendenten Benner gegen einen Angriff der Frankfurter gelehrten Blätter ihre rechte Stelle finden. Der übrige Inhalt des Wochenblattes von 1750 ist nicht so ausschließlich für eine bestimmte Klasse bestimmt, er wendet sich vielmehr an einen größeren Leserkreis. Im allgemeinen entspricht er der Ankündigung und sucht dem Interesse vieler gerecht zu werden. Hie und da nimmt der Aufsatz, den eine jede Nummer bringt, den Charakter eines Leitartikels an, wenn er nämlich Dinge bespricht, die gerade .Aktuell" sind. So erscheint z. B. in der Passionszeit ein Artikel „von der Bitterkeit des Todes" und zu Ostern ein solcher „von der Auferstehung der Toten". Die einzelnen Abteilungen, in die sich heutzutage der nichtpolitische Teil eines Blattes gliedert, lassen sich im Wochenblatt, wenn auch nicht systemathisch geordnet und benannt, hat vor Augen führen wollen, um sie möglichst wenig zur Rache, id est zum Einwerfen der Fenster im Hause des Verlegers, aufzustacheln. Die Ankündigung des Wochenblattes war in der Stadt beifällig ausgenommen worden und der Verleger hatte von verschiedenen Seiten teils mündlich, teils schriftlich für den künftigen Inhalt Vorschläge erhalten, die er nach Möglichkeit zu befolgen versprach. Indessen brachte er bei Beginn des zweiten Halbjahrs einen Briefen dem ihm von einem Freunde wohlmeinend geraten worden war, das Erscheinen des Blattes mit dem Schluß des ersten Semesters aufhören zu lassen, da sich das Wochenblatt nicht viele Anhänger erworben habe, dagegen von vielen verächtlich „der Zettel" genannt werde. Dies gab Veranlassung, in einem längeren Artikel zu widersprechen und die Lebensfähigkeit des Blattes darzuthun. Der Brief kann erdichtet sein, um zur nochmaligen Entwickelung der Grundsätze, nach denen das Blatt geleitet wurde, Gelegenheit zu geben. Immerhin ist er sowohl wie die Erwiderung interessant, indem wir daraus erfahren, daß das Wochenblatt in der Stadt selbst vielfach auf Widerspruch stieß, dafür aber auch auswärts gern gelesen wurde. Der Rat auf Einstellung des Erscheinens mußte aber dennoch befolgt werden und zwar schon am Ende des ersten Jahres, trotz dem guten Urteil Auswärtiger und der geneigten Aufnahme an entfernten Orten. Das läßt darauf schließen, daß sich der Leserkreis inider Stadt sehr verringert Hat.. Da „in-und ausländische" Gelehrte nicht so fleißig Aufsätze einschickten, als der Verleger gehofft hatte, so fiel dem „Verfasser" (Schriftleiter) die Hauptarbeit allein zu und dieser konnte nur mit Mühe bis zum Schlüsse des Jahres auszuharren überredet werden. Sodann gesteht der Verleger ein, daß „der Gewinn oder vielmehr die Einnahme, worauf der Verleger ohnehin weniger, als auf den zu stiftenden allgemeinen Nutzen gesehen, nicht so reichlich ausgefallen, als nötig wäre, um seinem Beutel weitere Auslage zumuthen zu können". Dessenungeachtet beschließt er, das Erscheinen nur so lange auszusetzen, bis er „mit einer neuen und zu dem gemeinen Vortheil noch mehr beitragenden Einrichtung" zustande gekommen sein wird. Fortsetzung folgt. iS wg öttt, Klein-Linden. aöaaaaaacD .UMi-etz Mädchen, fotte Mädchenschule aftet» soll, wird zu i in feinerem Hause i unter A. L. 285 tion d. BL erbeten. XXXXXXXHB 'Stadttheater. 8. Januar 1900t -gor/Mfunß. Mfiott&er >dn rordueteufitzuvg n von G. von Moser, fönen: Alfred Helm. Wilhelmineveln ßucie Kugler. Wh. MM Frieda Kruse. Nosa Knöfel. Alwin Henry. Waller Sleineil AugustknM Anlonie Rux. Ludwig Joos!. Paul Paren. Franz W Mpb Cmland. Earl Wler. Wald. Eetarß. P.Zimnermnn * ML SS’/Ü*»"* m 9.3«»“ 19001 um 2- ®«l,; 5 Sten W El--'" nd S'Ulou- iterd). Freitag 12. Januar. 7 Uhr. „D e r Herr im Hause". Im Ab. gew. Pr. Samstag 13. Januar. 7 Uhr. Zum ersten male „Jugend von heute" von Otto Ernst- Im Abonn gew. Preise. Sonntag 14. Januar. 31/, Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen: „P r o m o n t jr. und R i 8 l e r sen." Auß. Ab 7 Uhr. Zum ersten male wiederholt. „Jugend von heute" von Otto Ernst. Im Ab. gew. Pr. Montag 15. Januar 7 Uhr. „Donna Dian a". Im Ab. gew. Pr. Enthüllungen über Khamberlain veröffentlicht die in Brüssel erscheinende „Jndependance Belge". Die Welt weiß, daß Mr. JoS Chamberlain, früher Schraubenfabrikant in Birmingham, und jetzt englischer Kolonialminifter, der eigentliche Anstifter des Krieges gegen Transvaal ist. Man hat auch den Verdacht gehabt, daß er mit Cecil Rhodes und anderen Minenspekulanten schon der eigentliche Entrepreneur des „Jameson Raid" gewesen ist, obschon er den Dr. Jameson später in London gerichtlich aburteilen ließ und offiziell jede Beteiligung an diesem Raubzuge ableugnete. Das Brüsseler Blatt bringt jetzt den aktenmüßigen Beweis, daß Minister Chamberlain trotz seiner entschiedenen Desavouierung Jamesons der wahre „Macher" war, der hinter den Kulissen die Fäden in der Hand hatte. Näheres meldet nachstehendes Telegramm : Brüssel, 5. Januar. Es sind im ganzen 17 Briefe und Depeschen, welche die „Jndependance Belge" von einem der am wenigsten Schuldigen an der Affaire Jameson erhalten haben' will. Die Serie beginnt mit einer Korrespondenz zwischen Mr. Fairfield, dem Chef der südafrikanischen Abteilung des englischen Kolonialamtes, und Mr. HawkeSley, dem Anwalt der Chartered Company sowohl als auch Privatadvokaten von Rhodes. Am 11. Februar 1896 benachrichtigt Fairfield letzteren, daß die Negierung einen Bericht über den Raubzug JamesonS vorbereite, und rät ihm, mit Hilfe der Druckerei der Regierung bei der Firma Eyre and Spottiswood vorher in den Bericht Einsicht zu nehmen. Am 6. Mai versichert Fairfield Hawkesley, daß während der Untersuchung, falls eine solche nach den Gerichtsverhandlungen stattfinden sollte, nichts gegen die Chartered Company unternommen werden" würde. Dieser vertrauliche Antrag sei unter anderem von den Lords Selborne und Mead gestellt worden. Ueberdies werde Chamberlain sich in seiner Rede über die vorteilhafte Entwickelung der Company für die Regierung in Ländern, wie z. B. Matabeleland, auSlaffen. Chamberlain wünsche da- her die Annahme der Erklärung durch die Compagny noch vor der Freitag-Debatte zu besitzen. Chamberlain nimmt der Gesellschaft nicht den Freiheitsbrief, den sie ge mißbraucht hat, sondern verlangt nur,'daß RhodeS seine Stellung als Direktor niederlegt. Am Tage -darauf benachrichtigt Fairfield Hawkesley, daß der voraufgegangene Brief und der Antrag Lord Selborues null und nichtig seien, falls die Chartered Company nicht die sofortige Demission Rhodes ausspreche, die alsbald veröffentlicht werden solle. Mit anderen Worten: Chamberlain könne die Company nicht anders retten. Am 22. Juli erkundigte sich der Rechts- beistand der Company bei Fairfield, ob es wahr sei, daß die Regierung eine Untersuchungskommission aus Mitgliedern des Unterhauses ernennen werde. Er ersucht um die allergrößte Vorsicht bei der Wahl der Mitglieder im Interesse der Direktoren der Gesellschaft und empfiehlt die Justizräte Carson und Cripps, ferner George Wyndham. Zugleich fragt Hawkesley seinen Vertrauensmann, ob er mit ihm die Ausdrücke des an jene Parlamentskommission zu richtenden Berichtes der Regierung durchsprechen könnte. Cripps und Wyndham wurden in ber That gewählt, Carson nicht, weil er zu unabhängig schien. Am 27. Juli depeschiert Hawkesley an Alfred Beit, et habe die Herren Bourke, Wyndham und Fairfield gesprochen und thue sein Möglichstes, um Wyndhams Ernennung zum Vertreter der Chartered Company durchzusetzen. Hawkesley sucht unterm 2. April 1897 auch Jackson, den Präsidenten der irischen Regierungstruppe, zu bearbeiten. Ein Brief vom 17. Februar 1897 von Hawkesley an Maguire, jenen Irländer, den Rhodes zu Lobengula sandte, um die von der Chartered Company garantierte Grubenkonzession zu erhalten, für den ferner Rhodes 10000 Pfund Sterling an Parnell zahlte, um die Wahl Maquires zum Parlamentsmitglied durchzusetzen, enthüllt die Daten d°r K-b-lt-lkgramm-, die Sabelabreffe Golhical in Kap, flabf, überhaupt bie ganze Sorgfalt, welche die Mithelfer von Rhode« beim Jam-sonsch-n Raubzuge aufwendeten. Die hier erwähnten Depeschen gehören zu jenem Aktenmater,al, welches die Regierung Transvaal« auffing Der abvofat von Rhode« gesteht in biefent Brief, daß eine ae ntlffe Zahl dieser Telegramme nach gemeinfamem Beschlüsse abgefafet waren, trotzdem sie al« vnterschrist nur den Namen Harris trugen. Der Prozeß vor der Unkersuchunqskom m.ssion hat begonnen, und Hawkesley schreibt am 20. Sebruar an ßotb ©rep unter anderem: „RhodeS war ausgezeichnet Ich glaube, er wird sich au« der Affaire ziehen. Wir sind zwar noch nicht au« dem Walde, aber es ist Aussicht dafür vorhanden, daß man, als im öffentlichen Interesse gelegen, die Nichteröffnung der während der elften Hälfte des JahreS 95 gewechselten, die Einzelheiten der damaligen Verhandlungen enthaltenden Kabeltelegramme beschließen wird. Ich fürchte aber, daß man sie doch veröffentlichen wird; allerdings hat Chamberlain das dann nur sich selbst zuzuschreiben." Am 16. Februar telegraphiert Hawkesley an Dr. Harris in Liverpool: „Sie und ich würdigen Jim Jameson besser als jeder andere. Wir sollten die Empfindlichkeiten nicht vermehren, sondern beschwichtigen. Wir wollen von alledem reden, wenn wir heute nachmittag mit Jameson und RhodeS beisammen sind." Einen weiteren Beweis für die Intimität zwischen den Angeklagten, den Sekretären des Kolonialamtes und den Kronanwälten bilden Telegramme Jamesons an Hawkesley vom 27. März, worin es heißt, er habe eine ©limbe mit „Johnny" zugebracht. „Er wird sehr gut fein; Wyndham versprach, ihm zur Seite zu bleiben, bis er gewonnenes Spiel hätte." Schließlich fei noch ein vertrau- hajer Bries ber Schwägerin Chamberlains an Hawkesley erwähnt. Diese Dame schreibt ohne Datum: „Unsere Pflicht !J* es, dem Bruder mit allen Kräften zu helfen. Er wird sich im Beginn des nächsten Monats einschiffen. Ich stimme mit Ihnen darüber ein, daß mit Chamberlain für den Augenblick garnichts oder doch nicht viel zu machen ist; er weiß, was uns und ihn selbst erwartet, und kann bis zur ^0". ^^odes darüber nachdenken. So lange Sie es Rhodes nicht.möglich machen, sich des Doktors zu entledigen wird er in Bezug auf ihn loyal bleiben. Ich bin aber überzeugt, Rhodes hat bereits die Eventualität ins Auge gefaßt, ttn gegebenen Augenblick den Doktor zu opfern. Sie allein können Rhodes auf dem geraden Wege erhalten. .ctnc Unterredung mit Ihnen bezüglich der Zu- kunft des Doktors und, um zu hören, was Sie von meinem ^lane galten.*• Ein allerletzter Brief von Sir M. W. Rid- wi- t l be§ Innern, am Lady Dudley beweist, Afcn J bte Damen ber höchsten Aristokratie für die ?C ’nbe genug Verurteilten interessierten. Der verlebt^ f $!' "würde niemals eine glücklichere Weihnacht verlebt haben, als wenn er die verurteilten Dffuien* hätte Steift s°tz°n dürfen, fühl- aber daß er niemals dst Zustimmung feiner Kollegen erhalten haben würde. Mäh' stiSN AetM'jie dahtt * von bem ti Bereit« bü tititt sn -olMgen. Mich wir .He Anmeldung m AMrase bis zu 3 in Teilnahme an d auf zMellung mry.it btt Mribri MMbn, Wi AW. W1 Mtigen aus H Wehrordnung m da verspätete Ge Gießen,. Mit ZE werden alle $ Meren Zahm? iteiuna vom M " Miber in GM ßqinnalW iw«’- WMbeMie,r «Milt Afl bem @n ’M bet (Mbioittfä gewahrt, daß (aut i W99 an SM bei wkn ifv. Balth Gießen, am 1 Zn das Hanb M zu to .« bChrffiia ^ssrestamtm. b r । e Die rchuli «W worben. «Wen (a6in, aa«t i« der M •*!.«**” fr I Ein Ha . Geh ^*°b' Vttottkt, ötti arint Stumys, geh, । Stumps, 81 Jche 2tt°, M« bei ütt. m 30« Tezember. Wt alt, sind d« *tr- Tochter bei verfahre Ilf, stirb bm L"» ■* * c”9 Mta, *" h,m«, L"" ««km ’ ®«5n, tu Sy** * e»K (Stu, 2'" Sofa, ",ln ®°t«, Sojero «8116dm Sto* ! M^ckn. lutrHans", hierauf Mmvoch 10. Januar, irinzessin Sold- üß. Preisen: „Fieder« '«'W. „Zauber- rtadttheater in Freiburg ! Januar. Teschtossen. mnLd- Pr.: „Printer Evangeti- Zanu«. 3‘/t Uhr. Borst. t‘ Luß. Lb. 1 Uhr. 26. 6t. Pr. Montag 't" Ufjr ^Rienzi" r Echuldiose/r< Uhr. „RaUVvW nn«6tai 11. Jmuar. ime SansGöne". Herr im Hause'. )t. Zum ersten malt n Abonn gern. Preise, g bei «einen Preisen: . 1 Uhr. Zum ersten m Otto Ernst. Im W. rnna Diana". Iw en Jnlerefse gelegen, :cn Hälfte des JahreS damaligen Lerhan^ eschlichn wkd. Ich -etlichen wird,- aller« h selbst Mschreiben." en an Dr. W « n Jameson besser als ivlichkeiten nicht ver« wollen von alledem Jameson und Nhow .eis für die JutnmtÄ en des Solonialamte ramme Msons ° beißt, er habe tw fiVsS« i«e"- .chpM t Ini« fit da BjanW’a«« I „ nten- f. ,u ent- i d-« Ä qch bi« ÄK hnen meiner was Si A, B von Slt ' Semeis Lady Dudl bll n Slristokrat' inter£re Vrih"^ iffefSema« 66 hÄ ^ie- Bekanntmachung. I« Gemäßheit Beschluss s der Stadtoerordnerm-Bersammlung vom 15. Juni 1879, wonach zur dauerndm Erinnerung an die goldene Hochzeit d:6 deutschen Kaiserpaares, Seiner Majestät b<§ Kaiser Wilhelm I. und Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta, von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten bedürftiger Ehepaare, welche hier ihr goldenes Ehejubiläum erleben, errichtet worben ist, fordern wir alle diejenigen, welche im laufenden Jahre ein solches Fest zu begehen haben und Anspruch auf Zuwendung der zu 150 Mk. bemessenen Stiftungsgabe erheben wollen, auf, fich bei uns zu melden. Gießen, den 3. Januar 1900 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 243 Gnauth. Bekanntmachung. Mit Bezugnabme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1880 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine destnitive Entscheidung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, ober als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst boten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekru- üerungsstammrolle in der Zeit vom 10. bis 20. Zauuar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, weuw sie dahier nicht geboren find, ihren Geburtsschein welcher von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben, ihren Losungsschein oorzulegen. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung Unterlasten, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zurzeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32, pos. 2, lit. a, b, c, d, e, f und g der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen find, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 3. Januar 1900. Der Oberbürgermeister: I. V.: Wolff. 179 Bekanntmachung. In dem Genostenschaftsregister unterfertigten Gerichts wurde bezüglich des landwirtschaftlichen Konsumvereins Leihgestern I, e. G. m. u. H., gewahrt, daß laut Beschluß der General-Versammlung vom 18. Dezember i899 an Stelle des aurgffchiedenen Direktors Peter Damm neu gewählt worden ist: Balthasar Schäfer zu Leihgestern. Gießen, am 4. Januar 1900. 287 Großherzogl'ches Amtsgericht. Bekauütmachung. In das Handelsregister unterfertigten Gerichts wurde eingetragen: Jean K,rch zu Gießen betreibt daselbst seit 1. Januar 1900 unter drr Fi-Ma „Christian Krämer (Inhaber Jean Kirch)" eine Bahnhofsrestauration. Gießen, den 3. Januar 1900. 289 Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Schuldverschreibungen der Stadt Hungen Nr 2 und 12 a 300 Mark, sind laut Tilgungsplan zum 1. April 1900 zur Rückzahlung ausgelost worden. Diejmigen, welche die genannten Schuldverschreibungen in Händen haben, werden aufgesordert, das Kapital bis zu dem genannten Tage on der hiesigen Gemeindekasse in Empfang zu nehmen; die Verzinsung endet mit 31. März d. I. Hungen, im Januar 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. ________________________Buttron.______________________286 Beschluß der Keneral-Aersammlung vom 23. Dezember 1899. Die Eintragung des Gesellschaftsverelns in das Vereinsregister be bem Amtsgericht Gießen soll beantragt werden. 283 Lösliche Frühstücks-Sappen Gemüse- und Kraft-Soppen Bouillon-Kapseln Suppen-Würze___ tonnen den Hausfrauen bestens empfohlen werden. Zu haben bei 39 PH. Herrmann, Seltersweg 33. MAGGI Zum Beginn des neuen Jahrhunderts erscheint^soeben: Weltgeschichte. Von den ältesten Zeiten bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Handbuch von Hermann Schiller, Geh, Oberschulrat und Univ.-Professor a. D, Das Werk umfasst vier gleichmässige Bände und erscheint: 1) in Bandausgabe, vollständig in 4 Bänden, mit 90 Portraits und Karten. Preis des Baades broch. Mk. 8,—, gob. Mk. 10,—. -) in äbteilungsausgabe, vollständig in 16 Abteilungen L Mk. 2.—. f m Lieferungsausgabe, 80 Lieferungen L 40 Pfg. Za beziehen durch 204 Univ.-Buchliandlung August Frees, Giessen. Schnitt u. Aaichokz-Werkauf in der Iürstlich Sotmstschen Kverfürsterei /z Uhr au, soll im Anneröder Gemeindewald in der Abt. 4 Pfingst- wride nachverzeichnetes Holz versteigert werden. A. Bau- und Werkholz. 277 Kiefern- und Fichtenstämme, 18 bis 44 cm Durchmesser, 11 bis 22 m Länge mit 196,15 fm Inhalt. B. Brennholz. 10 rm Nadel-Scheitholz, 32 „ Nadel-Knüppelholz, 2300 Nadel-Wellen, 57 rm Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunft ist am Oppen röderweg bei Abt. 4 Pfingstweide. Annerod, den 5. Januar 1900. Großh. Bürgermeisterei Annerod. _____ Horn_____ 244 Achversteigemng. Freitag den 12. Januar 1900, vormittags 10 Uhr begiuueud, sollen im Muschen- heirner Markwald, DistriktVorderwald, versteigert robben: 150 Fichtenstämme von 15 bis 18 cm mittlerem Durchvi., 9 bis 22 m Länge, 44,56 fm haltend. 514 Fichtenderbstangen von 7 bis 13 cm mitt!. DurHm., 7 bis 20 m Länge, 44,15 fm haltend. Anfang in der Lache bei Nr. 1. Großh. Bürgermeisterei Muschenhcirn. ___________Roth._________253 Versteigerung. Dienstag den 9. Januar l. Js., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: i. verschiedene mednin- bezw. veterinärwissenschaftliche Werke über Opera» tivnslehre, Geburtshilfe, Chirurgie, Anatomie, Pathologie und Therapie rc. rc., desgleichen Kleidungsstücke, darunter ein neuer, noch nicht getragener schwarzer Gehrockanzug, 2 Sessel, 6 Rohrstühle, 1 großen Spiegel, 1 Kommode, 1 Zimmerteppich, I Häng, lampe, 1 Tisch, 1 Nähmaschine, 2 Deckbetten mit Kolter u. s. w. 2. 1 Kassaschrank, mehrere Bilder, 3 Fahrräder, 1 Partie Schuhwaren, 1V Hühner und Möbel aller Art. Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt, zu 2 teilweise statt. 263 Born, Gerichtsvollzieher. KuipfMuMis Süßrahmbutter VrPfd.'St. 55 Pf. prima Laudbntter ä Pfd. 1 Mk. Kochkäse ä Pfd. 40 Pfg. 94 Pampfmelktrei Giehru. Ph. Lahr. Feinste Kerliner Rollmöpse nnb rnff. Sardinen, Rollmops per Stück 7 Pfg., 100 Stück 6,50 Mk., empfiehlt 53 E. Dort, Wallthorstraße 45. Trauerkleider Blusen und Röcke 154 stets grosser Vorrat bei: Aug. 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