J'-Ä '.efudit. 214 6teW 016 *" 1 . nU) an dl! .tenuTlt^05"" illen ssener Anzeigers, Trauerkarten, welche ert werden. les mg. ßie Gemälde auch noch von 3 bis W von 11 bis 3 Uh ir an Werktagen 50 Pf?1 MAL inbiger, iüngexet Me gesucht. er Exped b. M. hriing •intr biefigen Gigantn« t, hnhp„ t18?8 unb öirnia j|, Moitbti m® ivahreM'^en. welche Wogen null W Globus - Woinade ‘bet Wrtratt" oO erreidn < $°SMn ,e6H,™4 urt* "K'eielkreide" Sln i".-. welche für I. "> leinen einaerj^?-^ SÄ Svä Jlej & Keussen Krefeld. Ä M'n ^»Bafedtaaa. der Expebitioa -. LV. 'Bureau erueb ^uVu’« LtvrUng gesucht. ie Offerten erbeten unter irpeb. b. BI. RT laudarbeit gesucht. 161 ;ofstraße 61, II. lsstge Frau oder Mäbchnt ieinigung von Geschattr- etUtfSwtfljL M, mit der Hausarbeit alb gesucht. Dr. Tommerlab, Steinfirahe 17. _ Hoerläsßges Laufmäim ine Frau gegen gute Be- jeiudit, Liebigstr 57,Jj. ^rlmimöbchm . Wbchen! ®S koch« Hausarbeit versteht. E>n r gjlitte Sanufli- Wdcht.' shM ghftcd erbeten- DiknsKi-i dni 9. J^'nimr 1OOO bnM daß uitf i am Anfang, beier. Wtifttrwrft M. lonnni Cantatur in Hevdor an die Sj werden. M ftr 1'191 entftanden, al öeide Werke sind aid würdigste, was tat. Das Misericoi tie wenigen angegeb olt, klassisch streng i einer Originalität u ünitrapunktik, daß caste Genius eines habe. Die Geschütze der Engländer bombardierten bie Stellungen der Buren mit großem Nachdruck. Die Buren beantworteten das Geschützfeuer nur durch Gewehrfeuer - Ein Telegramm vom 6. ds. aus demselben Lager berichtet Deutsches Keich. Berlin, 6. Januar, Der Kaiser -mpfing,g-ft»n nachmittag den Fürsten Eulenburg, welcher zu F lafel geladen war, Heute cormittag hatte der Sa er n B sprechung im Auswärtigen Amte und nahm später » Probe der zur Ausstellung nach Pans besttmm. n «oldatm figuren in Augenschein, Im kontgltchen sch Kaiser alsdann die Borträge des C°s des Generalstabe« Grafen Schlieffen, de« Chess de« Müttarkabtnetts v. Hahnte und des Oberstallmeisters Grafen Wedel, , - - Dem Reichstage ist gestern der Gefetzentwurs, einqeqangen und auch von sonstigen Meldungen liegt = nichts vor was auf eine schleunige Abhilfe der deutschen _ Beschwerden hinweist. — Nach einer Meldung aus Hamburg i erhielt die Ostafrika-Linie von ihrem Adener Vertreter gestern s die Bestätigung der Nachricht von der Freigabe des Dampfers < „General" zugleich mit der Meldung, daß die Mefart- setzung voraussichtlich Mittwoch, bis wohin die Wieder- Verladung der Güter beendigt sein werde, erfolgen könne, t - Dem „Berl. Tgbl." zufolge ist in Sachen des . Dampfers „Bundesrat" eine Antwort Englands < auf die deutsche Beschwerde noch immer nicht 1 eingetroffen. Nachdem die englische Regierung auf die Überreichung der deutschen Protestnote, die in maßvollem Tone gehalten war, dem deutschen Botschafter mündlich eine loyale Untersuchung des Falles und eine baldige Antwort zugesagt hatte, hat fich die deutsche Regierung tn der Folge, ■ als sich die Fälle von Behelligungen deutscher Reichspoftdampfer mehrten, und die englische Antwort sich dagegen verzögerte, genötigt gesehen, in London seine Vorstellungen in schärferem und dringenderem Tone zu wiederholen. Es unterliege keinem Zweifel, daß von deutscher Seite alle diplomatischen Mittel angewendet werden, um die deutschen Interessen gebührend zu wahren. I — Gegenüber anderen Angaben hört die „Nat.-Ztg. , I daß die auf die erste Nachricht von der Beschlagnahme I des „Bundesrat" von hier nach London gerichtete Rekla- I mation in sehr bestimmtem Tone gehalten war. Es dürfe I erwartet werden, daß die englische Regierung inzwischen nach Durban und Aden die Aufforderung hat ergehen lassen, I die Untersuchung zu beschleunigen, damit dem deutschen Aus- I wärtigen Amte die versprochene Erklärung baldigst erteilt I werden könne. — Wie die „Nat.-Ztg." weiter zuverlässig I erfährt, ist hier nichts von Vorgängen bekannt, die I zu der falschen Meldung Anlaß geben konnten, daß in I Neapel ein Dampfer der deutschen Ostafrika-Linie an der I Weiterfahrt verhindert worden fei. Wenn sich etwas der. I artiges ereignet hätte, so würde der deutsche Konsul in I Neapel sicherlich telegraphisch hierüber Bericht erstattet haben. I — Auch der Ausschuß der deutschen Kolonial- I g esellschaft hat sich in seiner gestrigen Sitzung dahin I entschieden, daß den Abteilungen der Gesellschaft bie Ab- I Haltung von Agitationsverfammlungen zum Zwecke des I Ausdrucks der Entrüstung über die Beschlagnahme deutscher | Schiffe durch die englische Marine so lange nicht zu | empfehlen sei, als der Thatbestand nicht genügend auf- I geklärt und die diplomatische Verhandlungen zwischen den I Regierungen eine gerechte und friedliche Erledigung er- I hoffen lasse. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisherigen ersten Sekretärs bei der Botschaft in Paris v. Schön zum Gesandten am dänischen Hofe. — Dem bisherigen Oberpräsidenten der Pro- vinz Pommern, Staatsminister v. Puttkamer, wurde, dem „Reichsanz." zufolge, die Brillanten zum Kreuz und Stern der Großkomthur des Hohenzollerschen Hausordens verliehen. — Der Ka'iser hat sein Erscheinen bei der am Dienstag in der Charlottenburger Technischen Hochschule fiatt- findenden Säkularfeier nunmehr zugefagt. Berlin, 7. Januar. Der „Post" zufolge liegt eine Bestätigung der Meldung, daß Prinz Heinrich demnächst Saigon besuchen werde, bis jetzt nicht vor. Berlin, 6. Januar. Nach einer Blättermeldung aus Dresden wird der Generalfeldmarschall Prinz Georg von Sachsen Ende März das Kommando über das 12. Armeekorps niederlegen. Sein Nachfolger ist der Generalleutnant Frhr. v. Haufen. Prinz Georg wird Inspekteur in der Armee. Berlin, 8. Januar. Die Berliner „Montags-Zeitung" meldet aus London: Ganz London steht unter dem Eindruck eines neuen Unglücks, welches die britische Streitmacht in Südafrika betroffen haben soll. Die Meldung bewirkt enorme Sensation Bei dem Angriff bei Ren s bürg am Freitag sollen 70 Ena- länder, darunter 7 Offiziere, als Gefangene in die Hände der Buren gefallen fein. Hier herrscht trotz der zuversichttichen Berichte aus dem englischen Lager in Südafrika große Befürchtung über den Ausgang der Schlacht bei Ladysmith deren Ergebnis noch unbekannt ist. y' Loudon. 6. Januar. Ein Telegramm aus dem Laaer I Konzert des Konzertvereins bracht von Frere vom 5. ds. berichtet, daß eine Abteilung V I Bekanntschaft des Waldemar Meyer-Quartetts rittener Engländer unter dem Befehl des Komn-andam«»« I Ciner .Künstlervereinigung, die feit u Macdonald einen Kundfchaftsritt bis Jllangwane aemackt größtem Erfolg konzertiert und sich, wie überall, habe. Die Geschütze der Engländer ^bo«erten di » ließen die Gunst des musikalischen Publikums 1 - • ~ oomoaroierten die I mi Sturm erobert hat. Auf dem Programm prangten die Namen Haydn, Mozart und Beethoven, ein Umstand, der jeöen, auch wenn er die angekündigten Werke nicht kannte, im voraus überzeugen mußte, daß nur ganz hervorragende Ausland. ,om 7 Jamiar. Nach einer Meldung ans Malta erhielte» bie’im roten Meer stationierten -ngl'kche» ; K?e°zer „W, 1 b^ Oftfe« um| in England dem Herzog von Orleans einen kurzen i Besuch abzustatten. Buffet wird nicht m England bleiben : Indern seinen Aufenthalt in einem Lande nehmen wo er die französische Erziehung seines KmdeS durch- setzen kemm 0 $anuar Die Kosten, welche den vom Staatsgerichtshofe Verurteilten durch die Prozeßführung entstanden sind, belaufen sich auf mehrere hunderttausend Franks. Um diesen Betrag zu decken, beabsichtigt der Fiskus den Grundbesitz Buffets in der Nahe vonMire- coust zu beschlagnahmen. Der bekannte Sportsman Deacon hat sich bereit erklärt, für seinen Freund Doroulöde die Gerichtskosten zu bezahlen. . Paris, 6. Januar. Aus San Domingo wird gemeldet, daß das französische Konsulat von den Einwohnern mit Steinen beworfen worden ist. Die französische Regierung hat energische Vorstellungen gemacht, und den Admiral Richard mit einem Kreuzer nach San Domingo gesandt. Der jetzige Präsident von San Domingo Jeminez, hat sich geweigert, den Franzosen wegen Ermordung der beiden französischen Offiziere eine Entschädigung zu zahlen. Paris, 7. Januar. Der Aus st and in St. Etienne ist nunmehr gänzlich beendet. Der Vertreter der Arbeiter Jaurös und derjenige der Grubengesellschaften Gruner haben gestern die Vereinbarung unterzeichnet, wonach den Arbeitern eine Lohnerhöhung von 43 Centimes täglich zugesagt wird. Morgen wird die Arbeit überall wieder ausgenommen werden. Paris, 7. Januar. Marchand ist zum Oberstleutnant befördert worden. Er verbleibt indeffen bei dem vierten Marineinfanterie-Regiment. Paris, 7. Januar. Durch ministeriellen Beschluß wird dem verstorbenen Komponisten Ambroise Thomas ein Denkmal errichtet werden. r Loudon, 7. Januar. Lord Salisbury verbrachte gestern mehrere Stunden auf dem Auswärtigen Amt in einer Konsultation mit den juristischen Beratern der Krone und hatte am Abend eine Konferenz mit dem portugiesischen Gesandten, woraus geschlossen wird, daß Fragen des internationalen Rechts, speziell der Beschlagnahme von Schiffen, beraten, und die Delagoabai-Frage verhandelt wurde. London, 7. Januar. Wie verlautet, wurde der deutsche Dampfer „Herzog" von einem englischen Kriegsschiffe aufbracht. ______ ^•>7, i Ä(e Ä das Wesen 4V * tat, nur ÄK ÄJ ML shmack tine5 Mvzc 1 - Gan; anbtxS v Ttliyofen Stil ! in w wahihafi Eischm Gesa: Kgleiche Fiöm Mulkseligkiit ft- ein Mozart r - Qnb weiter hat geschrieben:! '"ed" ^Gedicht von< Ü? kalten Geqen titüntnl Weit hört! s '*tnb, in wulid, Schema Don o c5 £ C/2 1/2 'S Werkes von den Erbauern der Firma Schuckert, in Nürnberg statt. Nach Vollziehung eines Abnahmeprotokolls wird das Werk aus dem bisherigen Probebetrieb definitiv an die Stadt Mainz übergehen. — Mit dem heutigen Tage ist die zweite Trajektverbindung zwischen hier und Kastel wieder in Betrieb gesetzt worden. Wegen Eisgang und niederen Wasserstand war die sür die Bewohner der Neustadt besonders wichtige Verbindung mehrere Wochen unterbrochen. Klagen unserer Landwirte sind die gegenwärtig allerorts laut werdenden über die infolge der leidigen Maul- und Klauenseuche entstandenen Nachteile und Verluste wohl am berechtigtsten. Der Viehhandel liegt vollständig darnieder, und gar manche Einnahme, auf welche man sicher gerechnet hatte, blieb aus. Auch der Handel mit fetten Schweinen wird durch die Seuche ungünstig beeinflußt. Trotz des geringen Preises von höchstens 50 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht hält es den Leuten vielfach schwer, ihre gemästeten Schweine abzusetzen. — In einzelnen Gemeinden sind eine Menge von Kälbern und'Ziegen infolge der Maul- und Klauenseuche eingegangen, sodaß sich der Schaden oft auf Tausende von Mark beläuft. Hoffentlich lassen sich unsere Landwirte durch diese trüben Erfahrungen des letzten Jahres die Lust an der Viehzucht, die immerhin einen der einträglichsten Zweige der Landwirtschaft bildet, nicht verleiden. nn. Darmstadt, 7. Januar. Mit Beginn der nächsten Woche wird der neue Landtag seine Arbeiten wieder aufnehmen. Der Finanzausschuß wird zusammentreten, um über eine Reihe von Regierungsforderungen für Nebenbahnbauten zu beraten, insbesondere über den Gesetzentwurf, die Regulierung der Gehalte der Volksschullehrer. Auch der Gesetzgebungs-Ausschuß, dem eine Reihe von wichtigen Gesetzentwürfen zur Umarbeitung zugewiesen sind, wird an die Prüfung dieser Regierungs-Vorlagen herantreten, um sie für die Plenarsitzungen der Zweiten Kammer spruchreif zu machen. Das Plenum der Kammern soll dann dem Vernehmen nach im Februar, jedoch nicht vor der zweiten Hälfte des Monats zusammentreten. △ Seligenstadt, 7. Januar. Im hiesigen städtischen Schlachthause wurden pro 1899 geschlachtet: 98 Ochsen, 2 Faseltiere, 89 Kühe, 565 Rinder, 166 Stiere, 259 Kälber, 1122 Schweine, 38 Hämmel und 163 Ziegen, also im ganzen 2502 Schlachttiere. Davon wurden 87 Tiere beanstandet, und hiervon 74 aus die Freibank verwiesen. — Die seit 10. Dezember 1899 unterbrochene Schifffahrt auf dem Main ist nun wieder im Gange. Die ersten Miltenberger Steinschiffe passierten heute vormittag auf ihrer Thalfahrt unsere Stadt. cT Mainz, 7. Januar. An die städtische Verwaltung hier ist seitens eines Bahnbaukonsortiums das Ansinnen gestellt worden, die Erbauung einer Kleinbahn Gustavsburg-Griesheim-Kornsand in Darmstadt fördern zu helfen, beziehungsweise finanziell zu unterstützen. Durch den lebhaften Verkehr, der zwischen Mainz und der Gustavsburg besteht, ist die Erbauung der angedeuteten Bahnlinie für Mainz nicht ohne Bedeutung. — Für die Truppen der hiesigen Garnison sind letzter Tage verschiedene Mal größere Quantitäten gefrorenes Ochsenfleisch von Thorn hier angenommen. Die schon seit ! längerer Zeit von der Militärbehörde gemachten Versuche haben ergeben, daß das von Tho.n hierher gelieferte gefrorene Fleisch bezüglich seiner Schmackhaftigkeit und seines Nährwertes der besten Oiwlttät des hier geschlachteten Fleisches in nichts nächstes. — In den letzten Tagen in verstossener Woche fand futcnS der städtischen Verwaltung I die osfizielle Abnahme des städtischen Elektrizitäts- •* Noch vierzehn arbeitsame Tage stehen dem akademischen Eesaugvereiu bevor, dann aber hofft er, an seinem Ehrentage I zu seinen alten Freunden eine große Zahl neuer zu gewinnen. Und wahrlich, was er bringt und was er will, ist dessen I wert! Möge der unermüdliche Eifer, den der Verein und I an seiner Spitze sein Dirigent der guten Sache weihen, durch das schöne Bewußtsein belohnt werden, recht, recht vielen köstliches dargeboten zu haben. Für heute möchten wir zunächst die Aufmerksamkeit der Musikfreunde und vor allem der Musiksreundinnen auf das in heutiger Nummer veröffentlichte Programm aufmerksam machen. Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen! Wir möchten hier den Chornummern einige Worte zum Geleite geben, so sehr I sie ja freilich schon sür sich selbst sprechen. Was ein echter, wahrer Mozart ist, der lebt heute noch so jung und frisch, als wie vor hundert Jahren, mag auch der große Meister ach allzufrüh dahingeschieden sein. Wenn der Akademische Gesangverein diesmal zwei ernste Sachen der Musica sacra von Mozart auf sein Programm gesetzt hat, so verdient er dafür doppelten Dank, doppelte Aufmerksamkeit! Und dazu kommt, daß uns geboten werden zwei Werke, deren eines am Anfang, deren anderes am Ziele seiner musikalischen Meisterwerke steht. 1780 schrieb Mozart sein „Misericordias Domini Cantatur in aeternum“ in der Hoffnung, von Karl Theodor an die Spitze des Münchener Orchesters gestellt zu werden. Und fein „Ave verum Corpus“ ist am 18. Juni 1791 entstanden, also wenige Monate vor seinem Tode. Beide Werke sind nächst dem „Requiem“ das herrlichste und würdigste, was Mozart in der Kirchenmusik geschrieben hat. Das Misericordias besteht aus Chor und Fuge über die wenigen angegebenen Worte; es ist ewig jung und ewig alt, klassisch streng durch und durch, und dabei doch von einer Originalität und Großartigkeit in der Modulation und Contrapunktik, daß man sagen muß: hier hat sich der tiefernste Genius eines Bach mit dem genialen Gefühl und Geschmack eines Mozart in einzig dastehender Art verbunden! — Ganz anders und doch ein ebenso vollkommenes Muster des religiösen Stils ist das „Ave verum“. Es ist ein Gebet von wahrhaft himmlischer Inspiration, in einfachem melodischem Gesang (ohne Fuge). Kindliche Einfachheit, engelgleiche Frömmigkeit, priesterlicher Ernst, seraphische Glückseligkeit sind hier in einem Chor vereinigt, wie ihn auch ein Mozart nur an der Grenze zum Jenseits schrieb. — Und weiter hat der Akademische Gesangverein auf seine Fahne geschrieben: Johannes Brahms! Sein „Schicksalslied" (Gedicht von Hölderlin) giebt unvergleichlichen Ausdruck den uralten Gegensätzen: Erdennot und Himmelsseligkeit. Furchtloses titanenhaftes Ringen hier, olympische Ruhe und Heiterkeit dort! Scharf und knapp, ergreifend und erschütternd, in wunderbarer Steigerung wird dieses ewige Kampfesthema von Brahms bis zur Erlösung durchgeführt, unvergleichlich großartig! — Bernhard Scholz, der in Frankfurt lebende Meister, kommt mit seinen „Sylvesterglocken" wie zu einer Nachfeier der Jahrhundertwende! Es ist eine äußerst wirkungsvolle Komposition ernsten Charakters; vor allem zu rühmen ist die treffende Instrumentierung, die in unübertroffener Weise das Glockengeläute behandelt, ein beliebtes Orchesterproblem. Wir Stolze-Schrey war erschienen und feierte den Verein in I einer längeren Ansprache. Aus der mit großem Beifall auf- genommenen und mit begeistertem „Schriftheil" geschlossenen Begrüßungsrede — Rückblicke auf die Vereinsthätigkeit in den vergangenen fünf Jahren — ist besonders hervorzuheben, daß der Verein bei seiner Gründung nur aus Vorstands- I Mitgliedern bestanden und sich dieses von dem Marburger | Verein nach hier verpflanzte zarte Reis, dank der rührigen und regen Arbeit seiner Glieder, von Jahr zu Jahr aufwärts strebend entwickelt hat und zu einem stattlichen Baum emporgewachsen sei, dessen Aeste sich nicht allein über Gießen | ausbreiteten, sondern bereits in die Umgegend desselben I hineinragten. — Die in allen Teilen so gelungene Stiftungs- I feier legte Zeugnis dafür ab, daß dieser noch junge Verein es nicht allein versteht, in stillen, ernsten und arbeitsreichen Stunden seine Fertigkeit in der Stenographie zu üben, sondern auch der Fröhlichkeit die rechte Weihe zu geben. — Eine Nachfeier fand am Sonntag nachmittag auf der „Liebigs- höhe" statt. — Schließlich sei noch auf den in nächster Woche beginnenden Unterrichtskursus für Anfänger in der verein- I fachten deutschen Stenographie (Einigungssystem Stolze- Schrey) aufmerksam gemacht, und auf das Nähere im | Inseratenteil hingewiesen. ** Das Winterfest der „Wanderer", Gießener Rad- fahr-Gesellschaft findet am nächsten Samstag dem 13. d. M., in sämtlichen Räumen von Steins Saalbau statt uib sind I die Einladungen dazu bereits unterwegs. Aus dem vor- | läufigen Programm entnehmen wir, daß in sportlicher Be- 1 ziehung ein Eröffnungsfahren, ein Reigen und eine Radfahrer-Quadrille geplant sind, während für den unterhaltenden Teil ein theatralischer Schwank unter gefl. Mitwirkung des Herrn Direktor Helm und ein Konzert mit sehr entsprechend gewähltem Programme, unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektor Krauße, vorgesehen wurden. Pünktlich um 11 Uhr soll der Ball seinen An- I fang nehmen, bei dem es, wie wir hören, an kleinen Ueber- I raschungen ebenfalls nicht fehlen soll. ** Polizeibericht. In der Nacht vom Samstag auf I Sonntag wurden zwei bekannte hiesige Raufburfchen wegen I Ruhestörung notiert und mußte einer derselben, weil er I trotz Aufforderung die Ruhestörung fortsetzte, verhaftet I werden. Hierbei machte sich der andere des Versuchs der I Befreiung von Gefangenen schuldig, indem er mit Gewalt I versuchte, die Verhaftung zu verhindern. Derselbe sieht I feiner Strafe entgegen. — Ein hier bediensteter Knecht I wurde gestern am Bahnhofe zu Lollar von mehreren, an- I geblich Lollarer Burschen., überfallen und mit zwei I Stichwunden, sowie einer Schnittwunde am Kopse verletzt, so daß er in hiesiger Klinik ärztliche Hilfe in Anspruch I nehmen mußte. • ___________ x Vom Lande, 7. Januar. Unter den mancherlei Neueste WMunM. DevesÄm deS Bureau „fcerolb*. Berlin, 8. Januar. Am gestrigen Sonntage, dem 10jährigen Todestage der Kaiserin Augusta, hatte die Schloß-Verwaltung zu Charlottenburg die Ruhestätte der verstorbenen Kaiserin sinnreich geschmückt. Um 11 Uhr erschien eine Abordnung von Offizieren des Königin Augusta Garde - Grenadier-Regiments Nr. 4, um einen herrlichen Kranz am Grabe niederznlegen. Kurz nach 12 Uhr fuhr der Kaiser vor. Er war allein. Der Kaiser legte einen prachtvollen Kranz aus weißen Rosen nieder und verweilte längere Zeit in stiller Andacht am Sarge. Auch die Zöglinge der Kaiserin Augusta-Stiftung erschienen im Mausoleum. In der Zeit von 1 bis 2 Uhr fand in der Kapelle der Stiftung Gottesdienst statt. Berlin, 8. Januar. Wie das „Kleine Journal" erfährt, soll eine neue Oper, die „Berliner Stadt-Oper" hier errichtet werden. Dieselbe soll Werke lebender Komponisten vornehmlich zur Aufführung bringen. Die Verhandlungen sind schon soweit gediehen, daß schon ein General-Direktor gesucht wird. Mährisch-Ostrau, 8. Januar. Nachdem die streikenden Grubenarbeiter durch den Arbeitsführer Prokesch neue Forderungen aufstellen ließen, sind alle Verhandlungsversuche des Regierungs-Vertreters erfolglos geblieben. Die Situation erscheint äußerst ernst und eine Ausdehnung des Streikes wahrscheinlich. Prag, 6. Januar. Der im Kladnoler Kohlen-Revier ausgebrochene Brand wurde, nachdem alle anderen Löschungsversuche gescheitert waren, dadurch erstickt, daß mittelst Bomben Kohlensäure in den Schacht geleitet wurde. Auf diese Art ist es gelungen, den Kohlenflötz zu retten. Brüssel, 8. Januar. Die Beschlagnahme des deutschen Dampfers „Herzogs durch die Engländer hat ungeheures Aufsehen hervorgerufen. Sämtliche Blätter geben ihrer Entrüstung Ausdruck über die Neutralitäts-Verletzung und fordern die Großmächte auf, dagegen einzuschreiten. Paris, 8.Januar. Zola hat in den ihm vom Kriegsministerium ausgehändigten Aktenstücken, betreffend die seinerzeit gegen seinen Vater erhobenen Verdächtigungen, eine Reihe von Fälschungen entdeckt. Da Zola entschlossen ist, die Rehabilitierung seines verstorbenen Vaters mit allen Mitteln zu betreiben, so scheint eine neue Skandal-Affaire bevdrzustehen. M ^Ncw York, 8. Januar. Der „Tribüne" zufolge wird Mac Kinley einen Vermittelungsversuch zwischen England und Transvaal machen, sobald England nicht grundsätzlich sich gegen eine solche Vermittelung ausspricht. wünschen dem noch jungen Werke den wohlverdienten Erfolg. Zum Schlüsse bringt das Konzert uns N. W. Gade's Frühlingsbotschaft. Sinnende, melodische Heiterkeit macht das Wesen dieser Komposition aus, und gewiß erinnert man sich hier gern an frühere Aufführungen dieses Werkes, das ja wohlbekannt ist und überall, wo es erscheint, nur Freunde findet. Wie man sieht, der akademische Gesang-Verein hat sich hohe Ziele gesteckt, und Herr Trautmann wird sie sicherlich erreichen, lieber die Solisten und ihre Mitwirkung ein andermal. -hr "* Der Verein für vereinfachte deutsche Stenographie (Einigungssystem Stolze-Schrey) feierte am 6. ds. Mts. in „Steins Saalbau" sein fünftes Stiftungsfest. Ein gut gewähltes Programm mit Unterhaltung, Aufführung eines der Feier entsprechenden Theaterstückes und darauf folgendem Ball vereinigte seine zahlreich erschienenen Mitglieder und eingeladenen Gäste bis zur späten Morgenstunde. Die Vereine Marburg, Wetzlar, Lollar und Laubach hatten Vertreter entsandt, während die Vereine Dillenburg, Heuchelheim, Hungen, Alsfeld und in der Ferne weilende, dem Verein früher angehörende Mitglieder ihre Glückwünsche telegraphisch und schriftlich übermittelten. Auch der Bundesvorsitzende des Mittelwestdeutschen Stenographenbundes nach I s - y I Z •2- S **<*8 -'m Werken en Kuren in JA** d«. 'JBt8.H r dii «t 1^. «L teiil bie 8ut« »otben f®a$t haben. (?) jo&en bereits QBl '.angegriffen und Elchen Truppen Seuer auf Ladu- m Tagesanbruch Nultat des Ge- ^S der Truppe», en- nimmt mit stch- gegen die Um irhen, da fie einen 1. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeiude. Montag den 8. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstttttdo im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Ap.-Gesch. Kap. 9. Pfarrer @^6^ g cyQnuaT/ nachmitags 5*/, Uhr: Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde rm Schwesternhaus (Johannesstraße). Pfarrer Euler. Sandel und Uerkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 6. Januar. "Wechsel auf New-York zu 4,21-22. Prämien auf Kredit per ult. Januar 1.95%, do. per ult. Februar 3.40%, Diskonto Kommandit per ult. Jan. 1.50%, do. per. ult. Februar 2.80%, Lombarden per ult. Jan. 0.60%, do. per ult. Febr. Notierungen: Kreditaktien 232.40-281.90-232, Disk.- Kommandit 191.30.10.20 Staatsb. 135-34.90-135.20-135, Gotthard 141.70, Lomb. 28.80, Ungar. Goldrente 97.90, Italiener 93 40, 3proz, Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.18 / Privat-Diskont 5%%G„ ..... .n 1% bis 2% Uhr: Kredit 231.90-232.50, Diskonto 192 20-40, Staatsbahn 135.10, Lombarden 28 80. _ irllrs. lchen Inhalte», ommrrr.) inuar 1900. gliche Hoheit der ezetnder 1899 dem oritz Hempel in seines 50jährigen 11. Klaffe des Ler- zu verleihen. it König!. Hoheit m 30. Dezember n die 1. lutherische Groß-Umstadt, zu ^eit der Großer ben frrnfarb (Stabe ßubtvig ßalb prMerürrr \. P. mann zu Darm- Cornelius Frei« >rms, den Dekan a Pfarrer August Otto Bonhard chften ordentlichen gliche Hoheit der Januar die Regie- auS heujinstamm, d Johann Nicolai ng vom Tage ihres en zu ernennen, «glich- W bt,am23.®U* iu Mainz aus Anlaß ’aS Silberne Kreuz roßmütigen zu ver- Hoheit der Groß- jöij itiM®'6®* *ift: .» * itr Schog-"' Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Man schreibt uns aus Licht Zur nähren Landplage wird eine Anzahl junger Manner, die^angeblich einen sogenannten Bibelkursus im hiesigen christlichen Vereinshaus absolvieren. Mittags und Abends durchqueren sie die Stadt, mit bedruckten Zetteln in den Händen, jedem Begegnenden sich herandrängend, fast den Weg versperrend, um die Zettel los zu werden. Richt genug damit, sie gehen in die Häuser, sogar abends. Sie sind dabei so zu» dringlich, daß sie Aergernis erregen. Trotz Auffordern, die Wohnung zu verlassen, weichen sie erst auf Wiederholung der Aufforderung. Wir wollen den Leuten ihr Vergnügen gönnen, sie sollen aber den seines Wegs gehenden in Ruhe lassen und diejenigen Häuser verschonen nut ihren Besuchen, wo sie zur Genüge wissen, daß sie draußen bleiben sollen. Durch derartiges Benehmen wird kein anständiger Mensch sür ihre Ideen gewonnen. Hoffentlich wird die Polizei, die wohl von etmm derartigen Treiben keine Kenntnis hat, Veranlassung nehmen, em lolches unqualifizierbares Benehmen in seine Schranken zu verweisen. genüffe geboten werden würden. Mit dem Vorträge der Quartette von Haydn (Kaiserquartett) und Beethoven (fiarfenquartett) haben Die Herren Prof. Meyer, Hemecke, Mckward - nicht Löwenthal, wie urtümlich auf dem Piogramrn stand - und Löffler den Beweis geliefert. daß fie den höchsten Anforderungen gerecht zu werden wissen imd den Veraleich mit den ersten Konkurrenz-Vereinigungen nicht scheuen brauchen. Herr Professor Waldemar fintier der sich als Virtuos und Solist längst eines ausgezeichneten Rufes erfreut, ist ein vorzüglicher Primgeiger per mit den drei übrigen Herren em köstliches Ensemble bildet das in Bezug auf alle musikalischen Feinheiten kaum einen Wunsch offen läßt. Wenn es erlaubt ist, aus den genannten Quartetten Einzelheiten hervorzuheben, so mochten mir aus dem Kaiserquartett die Variationen über das Lied Gott erhalte Franz den Kaiser" und aus dem Harfenquartett den ersten Satz — Poco adagio, Allegro — als besonders wohl gelungen bezeichnen. Da der Vortrag mehrerer Quartette das Publikum erfahrungsgemäß abspannt, so hatte Herr Prof. Meyer an zweiter Stelle das Violinkonzert in D-dur von Mozart zum Vortrag gewählt, em Werk, das nicht nur vortrefflich in den Rahmen des übrigen Konzerts paßte, sondern auch dem Künstler, namentlich in der Doppelgrifftechnik, schöne Gelegenheit bot, seinen längst bekannten Ruf hier aufs neue zu bewähren. Wenn an dem gestrigen Konzert ein Wunsch offen bleiben soll, so kann es nur der sein, daß uns das Waldemar Meyer-Quartett recht bald wieder mit seinen Darbietungen erfreuen möge. Pr. ihJ’J w«” ’ 1 aufet*” »ftwii ,e ait d°r roöe !- «Sfcine 'W'Xil 9ebt* d-° : LWs .stveltvis $ fluf 'er-Quart ^ br(l t seit e übet*111' und fi* Publik^ prangt r ganz ■C 8 :Cd Karl Lens ------ r Ecflz’scher MenWr. ) Die Er»ffnn„g der Wirtschaft in den neu hergerichteten Lokalitäten findet ? Donnerstag den II- Januar • 8tatt Mm ich Freunden und Bekannten mein Unternehmen bestens empfehle, sichere ich prompte I unT reelle Bedienung zu, sehe geneigtem Zuspruch entgegen und zerchne M Hochachtungsvoll Geschäftsbücher von Edler & Krische, Hannover Alleinige Niederlage Grösste Auswahl in den billigsten bis feinsten Qualitäten. Briefordner (Registratoren) Adler - Beller - Leitz - Merkur - Shannon - Soennecken etc. Schreibmaschinen. Kontor-Utensilien. Ernst Baisex* 11 Mäusburg 11. m * M Besch □aoötxxxxxxx 266 1900: Verton Steinert. die Schulstrasse 7. 443 rm Rsr. 284 Berantwortiichrr Redaktkur: H. Roe gl er. 2>ie heutige Yummer umfaßt 10 Seite« neu: Walter KSuigl. Vderförsterei Krssdorf. Montag den 15. Januar 1900 werden in der Weißbrod- schen Wirtschaft zu Talz höben von 10 Uhr vormittac ab öffentlich meistbietend verkauft: Tchutzb. WaldhauS. Lindenschied, Distr. 57 a unb 59: Buchen: 262 rm Scheite und Knüppel, 19 rm Stockh., 724 rm Rsr. Tchutzb. Salzböden. 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