Mcht. 5bitt6tttte« InskU r mann S’ÄÄ OfüiL ---- y&Sitfaw Ms t ist M M OW Mm MMGD »Äiete teilte 7/ ZW obt 'rfidjeriitiyii fiii MM WM WMßÄktik WH mi -sch EiliriGV I« rä? RGW iirh jtbt W- ,z gewährt, tz« t*ii fönte Gewm echeh erfolgt Wüt -oii Zkaffo. ö r belieben M i Pani Lehn t Ealistratze J Ben. «9l"£.eS“Btlfc*1 SJsfrSJ »MsS runde .!C; ^gjten ***■'tM1*1* l<4 ygsS» 4? eli* 5 lkeine^B unter^t. _ M. 13t Zweites Blatt Freüag den 8 Juni 190» Meßmer Anzeiger Henerat-^n^iger Amts- und Zlnzergeblertt für den Kreis Gieren Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2LS monatlich 75 Pfg. nut Bringerlohn; durch die Abboicstellr« oicrtkljährl. Mk. I,-I monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljäha. mit Bestellgeld. Alle Lnzeigen-BermtttlungS-ellen deS In- und Lu-laudeL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegr». ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. rnnoahmr een Anzeige« zu der nachmittags für de« ^etgendm teg erscheinender. Nummer bis vorm. 10 Uhr. 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Vornehme chinesische Einwohner folgen ihrem Beispiele. — Wie aus Brüssel telegraphirt wird, übernimmt auf Ansuchen Belgiens die österreichische Schutztruppe in China den Schutz der Belgier. — Der „Central News" wird aus Tientsin telegraphiert: Die Ermordung der Missionare Robinson und Norman wird bestätigt. Robinsons Leiche war furchtbar verstümmelt und die Eingeweide waren herausgeriffen. Die Rebellen verbrannten und zerstörten die Station Anting und umzingelten Langfang. In Peking laufen keine Züge aus oder ein, und die Lokomotivführer weigern sich, ohne ausländischen bewaffneten Schutz ihre Lokomotiven zu besteigen. Es laufen Gerüchte um über einen Kampf und einen Tumult im Palaste von Peking. — Die amerikanische Regierung beschloß die Entsendung des Kanonenboots „Helena" von Manila nach Tientsin mit Marinetruppen zum Schutz der Amerikaner. Weitere Verstärkungen werden folgen. Die „Helena" führt 10 Offiziere und 166 Mann an Bord. Man erwartet, daß Admiral Remey noch eine oder zwei Kompagnien Seesoldaten mitsendet. Politische Tagesschau. Wider Erwarten kam eS schon in der Sitzung des Reichstags am Mittwoch zur Abstimmung über den § 1 des Flottengesetzes, der die Verstärkung der Flotte enthält. Mit 152 gegen 79 Stimmen wurde, wie ja ohne weiteres anzunehmen war, der Paragraph angenommen; zwei Abgeordnete enthielten sich der Abstimmung. Es fehlten also auch in dieser wichtigen Sache noch über 140 Abgeordnete. Der Referent Müller-Fulda und Staatssekretär Tirpitz wechselten Erklärungen über die abgelehnte Vermehrung der Auslandsschiffe. Abg. Bebel griff sehr lebhaft das Zentrum an wegen seiner Haltung in der Flottenfrage und provozierte dadurch den Abg. Gröber zu einer Erwiderung. Indessen war, wie aus Berlin geschrieben wird, die Aufmerksamkeit des Hauses nicht allzu rege, weil ja schon zweimal gründlich Uber die einschlagenden Fragen im Plenum verhandelt worden. Di- Abgg. Bassermann, Graf Stolberg, Graf Arnim, Rickert, Liebermann von Sonnenberg beschränkten sich auf kurze Erklärungen für die An« nähme. Abg. Richter faßte in einer halbstündigen Rede die Grüyde zusammen, aus denen seine Partei gegen das Flottengesetz stimme. Die Erwähnung der Torpedo, bootödivision auf dem Rhein gab zu mehreren scherzhaften Reden und Gegenreden Anlaß. — Der Rest des Flottengesetzes wird am Donnerstag anstandslos passieren. Jndeß wird an den § 6 eine Generaldebatte über die Deckungsfrage angeknüpft werden. Bei den nachfolgenden Steuergesetzen verteilt sich dann die Diskussion auf die einzeluen vorgeschlagenen Tarifsätze. Der Krieg in Südafrika. Lord Roberts hat nun in der Hauptstadt von Transvaal die Flagge gehißt, unter der das Geschick dieses Landes sich nunmehr abwickeln wird. Es ist em denkwürdiges Ereignis und wird als solches allenthalben verstanden werden. Für dis ganze Welt ist die Einnahme von Pretoria das Zeichen des endgiltigen Erfolges Englands. Der „Stand." sagt der Einmarsch der britischen Armee m Pretoria kenn- lekfrnet eine Epoche in der Geschichte und bildet das Ende der holländischen Republik, wie den Beginn der Existenz eines unter britischer Herrschaft vereinigten Südafrikas. Der Berliner Korrespondent des „Telegraph" berichtet über das Verhältnis Kaiser Wilhelms zum Burenkriege Folgendes: „Ich bestehe auf der Authentizität dessen, was ich hier wiederhole, daß der deutsche ^tfer von unseren Rückschlägen in Afrika mit tiefem Bedauern und'Sympathie für die tapferen Gefallenen erfuhr und daß er die ganze Zett über unsere (der Engländer) Sieae iubelte und unseren sicheren und letzten Erfolg hoffte Ml kann versichern daß kein Mann im Reichl sich mehr und o über die letzten Nach- SS« gefreut hat wie Kaiser Wilhelm selbst. Diese Gefühle hat er wiederholt seinen erhabenen Verwandten in England und jedem englischen Offizier gegenüber ausgedruckt, mit dem er wahrend des Krieges zusam- menkam Als Marschall Roberts das Kommando über, nahm erklärt« der Kaiser, datz die Buren keine Aussicht auf Erfolg mehr hätten". at der Kaiser wie folgt benannt: Das Werk gun „F e ft e Kronprin z", das Werk ,F e ft e Kaiseri n", das Werk bei auf dem| Gorgimont: bei Le Point du jour: altmodische Puritaner, in dogmatischer wie in geselliger Hinsicht und gerade wie die strengeren Puritaner im siebzehnten Jahrhundert besitzen sie neben dieser kirchlichen Rigorosität eine Charakterfestigkeit, die ihnen zu einer unverhältnismäßig großen politischen Macht verholfen hat. Außerhalb Pretorias ist das Land einsam und schweigend, wie ganz Transvaal mit Aussnahrne der GrubenbezirkH Hier und dort, in langen Zwischenräumen, stößt man aufi eine Gruppe von Häusern, die man aber kaum ein Dorf nennen kann. Wenn die Bergwerke nicht wären, würde die Bevölkerungsdichte Transvaals kaum einen Menschen aufs die englische Quadratmeile betragen. Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 7. Juni. Unter den bei Lindley gefangen genommenen Engländern befinden sich zwei Kompagnien der Aeomanry desHerzogS von Cambridge, darunter verschiedene Mitglieder deS höchsten Adels. Pretoria, 7. Juni. Auf Verlangen des Generals Buller ist ein Waffenstillstand von drei Tagen geschloffen worden. Präsident Stein befindet sich an der Spitze bedeutender Streitkräfte östlich von Kronstadt und rückt gegen Wynburg vor. _____________________ Deutsches Reich. Berlin, 6. Juni. Der Kaiser hörte heute vormittag den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus. In Gegenwart des Kaisers fand dann die Beratung über eine wissenschaftliche Expedition nach Baalbek statt. Au derselben nahmen u. a. teil: Der türkische Botschafter Tewfill Pascha, der Generaldirektor der Museen, Wirkt. Geheimrat Dr. Schöne und Professor Dr. Puchstein aus Freiburg in Baden. — Die bei Metz in Ausführung begriffenen Befesti - Saulny: „Feste Lothringen". Es soll dies, wie er in einem Erlaß an den Statthalter hervorhebt, „ein Zeichen sein, wie eng verbunden ich und mein Haus uns mit dem Reichs lande fühlen". — Dem Generalmajor z. D. Graf v. Klinkow- st r o e m und dem Generalmajor z. D. Graf zur Lippe- Biest er feld ist der Rote Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub, dem Prinzen Albrecht zu Solms- Braunfels (der bekanntlichi mit der Verwaltung des Fideikommisses für den minderjährigen Fürsten, seinen Neffen, betraut ist. D. Red.) der Stern zum Kronenorden zweiter Klasse, dem Polizeipräsidenten von Wiesbaden Prinz v. Ratibor der Kronenorden dritter Klasse und dem Ober-Bürgermeister von Wiesbaden Dr. v. I b e l l der Rote Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife verliehen worden. — Finanzminister v. M i q u e l ist heute vormittag nach Posen abgereist, um der morgen dort stattfindenden Eröffnung der landwirtschaftlichen Ausstellung beizuwohnen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt: Der Direktor der Kolonialabteilung, v. Buchka, wird auf seinen Antrag von seinemPo st en enthoben werden. Zu seinem' Nachfolger ist der Gesandte in Chile, Dr. St übel, ausersehen. — Von der Schulkonferenz (Siehe Leitartikel) wird noch! gemeldet: Während der um 1 Uhr eingetretenen Pause wurde ein vom Minister Dr. Studt in seiner Woh- nung dargebotenes Frühstück eingenommen. An der Konferenz nahmen 50 Herren teil, darunter außer den bereits Genannten: Ministerialdirektor Dr. Althoff, General Frhr. von Funck, General-Inspekteur des Militär-Erziehungsund Bildungswesens und Generalmajor Frhr. von Seckendorfs, Kommandeur des Kadettenkorps zu Berlin, sowie die Professoren! von Bezold, Koser und von Wilamowitz- Moellendorff. \ — Nach einer Meldung aus Rom macht das italienische auswärtige Amt bekannt, daß die Auswanderung italienischer Landarbeiter nach Ostpreußen durchaus nicht ratsam sei. Die Gleichgiltigkeit und Habsucht der Grundbesitzer bereite den Tagelöhnern eine so elende Lage, daß die Lohn-, Nahrungs- und Wohnungs- Verhältnisse selbst in Italien besser seien. (?) — Nach einer weiteren Meldung aus Rom soll die Frage betreffend die Errichtung einer amtlichen Vertretung des heiligen Stuhles in ®eHm von diesem neuerlich ernstlich erörtert werden. Als Aeqinvalent für das Entgegenkommen würde dann der Vatikan die Wünsche der deutschen Regierung hinsichtlich der theologischen Fakultät in Straßbura ohne weiteres befriedigen. Wie ferner mitgeteilt wird, habe sich der Papst auf perfönlichen Wunsch Kaiser Wilhelmsbe- reit erklärt^ dem Kölner Erzbischof beim nächstem Im Kriegsamt verlautet, daß Marschall Roberts die I Eisenbahnlinie Pretoria —Delagoa zerstören | will, uni ZU verhindern, daß die Burenkommandos nach I Lydenburg per Bahn entkommen. Es geht das Gerücht, daß | die Bahn bereits westliche von Middelburg zerstört ist. Die Generale Hunter und Baden-Powell trafen | in Lichten burg ein: ohne Buren vorzufinden. Der Afrikanderbund beschloß, alle Geschäfte I ohne die Engländer zu mack>en und diese kommer- I ziell und industriell in ganz Südafrika zu boykot - ] tieren. Das wird ihnen freilich wenig nützen. Das Bureaü Reuter telegraphierte aus Newcastle: I Historische Erinnerungen! binden die Buren an Laings | Nek. Sie haben sich noch nicht völlig entschließen können, I es aufzugeben. Für sieben Kanonen sind Verschanzungen I aufgeworfen. Es ist aber unmöglich, zu sagen, wie viele I Kanonen die Buren haben. 200 Mann der Kapstädter Volunteers gingen zur Ver- I stärkung der Streitkräfte des Generals Warreus nach Dou- I glas ab. Laut Nachrichten aus Johannesburg erklären die I Grubendirektoren, die Gruben seien niemals so g u t I beaufsichtigt gewesen, wie während des Krieges. Man I hat in den Gruben einen Aufruf Krügers gefunden, der I die Beschädigung der Anlagen untersagt. Eine Schilderung, die James Bryce, einer der gründ- I lichsten Kenner Südafrikas, übrigens ein Gegner des Krie- I ges, in Deutschland in der letzten Zeit auch durch den I Brief Mommsens an Professor Müller in Oxford in wei- I teren Kreisen bekannt geworden, von Pretoria ent- | wirft, dürfte allgemein interessieren. Bryce sagt: Einen großen Gegensatz zu dem geschäftigen Johannesburg bietet das schläfrige Pretoria, das vor dreiundvierttg Jahren gegründet und 1863 der Sitz der Regierung wurde. D»e Stadt, die etwa 12 000 Einwohner zählt, darunter 8000 Weiße, liegt in einem warmen und gutbewässerten Thale, etwa 48 Kilometer in nordöstlicher Richtung von Johannesburg, ganz hinter Gummibäumen und Weiden versteckt. Von den niedrigen Bergen aus, die sich hinter der Stadt erheben und seit 1896 mit Batterien gefrönt sind, hat man eine hübsche Aussicht über das Thal hin. Die Straßen sind breit und nach einem Regen so schlammig, daß sie fast unpassierbar sind, die Häuser unregelmäßig, gebaut, selten malerisch. Nichts kann häßlicher sein, als die große holländische Kirche, die in der Mitte des Marktes oen besten Platz einnimmt. Das Regierungsgebäude, in dem auch der Volsraad tagt, kann jedoch stattlich, ja prächtig genannt werden. Es soll 200000 L. gekostet haben. | Der Saal, in dem der erste Volksraad zusammentritt, ist | geräumig und schon. Obgleich ziemlich viel Buren und ' Holländer dort wohnen, und man viel holländisch sprechen | hört, ist doch der Eindruck im allgemeinen der einer englischen Kolonialstadt: die englisch-kapländische Bevölkerung ist auch recht beträchtlich und einflußreich. Es giebt inj Pretoria wenig Handel und gar keine Industrie; der Orb ist eigentlich nur der Sitz der Verwaltung und der Gerichtshöfe, nur sind die meisten Rechtsanwälte Engländer aus der Kapkolonie ober aus dem Mutterlande. Die großen Interessen, die in den Goldfeldern auf dem Spiele stehen, und die zwischen den Gesellschaften entstehenden Streitigkeiten geben zu vielen Prozessen Anlaß, und eine ganze Straße, die gewöhnlich das Aasvogelsnest (Geiemest) genannt wird, besteht aus den Kontoren der Rechtsanwälte. Diese und die Richter, von denen die bedeutendsten ebenfalls entweder Kapholländer oder englischer Abkunft sind, bilden den gebildetsten und, abgesehen von der Politik, einflußreichsten Teil der Gesellschaft. Johannesburg enthält fast den ganzen Reichtum und die halbe weiße Bevölkerung Transvaals, eines Landes, das so groß ist, wie Großbritannien. Pretoria und das einsame Land im Norden, Osten und Westen les giebt noch einige Gold- und Kohlengruben in anderen Gegenden, meistens im Osten des Landes, mit einer kleinen, größtenteils neu eingewanderten Jndustriebevölkerung) enthält den Rest der Bevölkerung und die ganze politische Macht. Präsident Krüger wohnt in einem Hause, das ihm von der Republik geschenkt worden ist. Es ist ein langes, niedriges Landhaus, wie ein indisches Bungalow gebaut, und unterscheidet sich in nichts von den anderen Häusern. Der Präsident bezieht ein Jahresgehalt von 7000 L., außerdem noch das foganannte Kaffeegeld zu Repräsentationszwecken. Gerade gegenüber steht die kleine Kapelle der Dopper- sekte, in der er zuweilen predigt. Wie die Schotten in früheren Zeiten, haben die Buren im allgemeinen mehr Interesse für kirchliche als für weltliche Politik gezeigt. Ein scharfer Konflikt tobte früher zwischen ihnen, indem die eine Partei sich der holländisch-reformierten Kirche im Kaplande anzuschließen wünschte, die andere dagegen vorzog, für sich zu bleiben, da sie, scheinbar mit Unrecht, der Rechtgläubigkeit jener Kirche mißtraute. Die Döppers! (d. h. Wiedertäufer) halten noch streng an ihren alten Sitten fest. Als ich nach ihren Glaubensartikeln fragte, bekam ich zur Antwort, daß sie lange Westen trügen und sich weigerten, Gesänge zu singen. Sie sind in Wahrheit Konsistorium den, Purpur zu verleihen, eine Auszeichnung, die ,mögliLl>erlveise noch einem anderen deutschen Prälaten zu teil werden dürfte. — In dem Befinden des Abg. Dr. Lingens ist eine anhaltende Besserung zu verzeichnen. Der „Germania" zufolge ist durch tarn Schlaganfall eine leichte Einseitige Lähmung eingetreten, jedoch läßt das günstige Allgemeinbefinden des Patienten erhoffen, daß er sich bald erholen wird. — Der frühere Leutnant Fritz Wolf, dessen Name im Zusammenhang mit den neuesten französischen Spionagegeschichten mehrfach genannt wurde, teilt mit, daß er im Avril nach elfmonatlicher Untersuchungshaft außer Verfolgung gesetzt wurde, da der gegen ihn entstandene Verdacht des Hochverrats sich als unbegründet herausstellte. — Der Senioren-Konvent des Reichstages beschloß heute, außer dem Flottengesetz sowie den. Novellen zum Stempelsteuer- und Zolltarifgesetz vor dem Sesswnsschluß auch noch das Reichste u ch e n g e s e tz zu erledigen. Außerdem wird am Samstag die Interpellation der Sozialdemokraten beraten. — Der Schluß des Reichstages erfolgt wahrscheinlich am 12. Juni. — An hiesiger amtlicher Stelle wird die Sachlage im chinesischen Aufstandsgebiete deswegen ernst angesehen, weil das Ueber greifen der Bewegung, auf deutsches Gebiet jeden Augenblick erfolgen kann. Uebrigens wird gehofft, daß es gelingen wird, die Bewegung in absehbarer Zeit zu unterdrücken. — Nach den heute hier eingetroffenen Nachrichten über die Bewegungen unserer Kriegsmarine ist der große Kreuzer „H e r t h a" mit Viceadmiral Bendemann an Bord gestern von Tsintau Nach Tahif in See gegangen. Leipzig, 1. Juni. Der Kaiser hat den Reichsanwalt Heinemann hier, Kammergerichtsrat Stock in Berlin und Hanseat. Oberlandesgerichtsrat Schraub in Hamburg zu Reichsgerichtsräten, sowie den Staatsanwalt Leid em bat-erischen Oberlandesgericht München, T r e u t - lein-Mördes, zum Reichsanwalt ernannt. — Heinemann wurde 1840 in Bischofsburg (Ostpreußen) geboren, begann seine Richterlaufbahn 1870 als Gerichtsassessor und Hilfsarbeiter am Kreisgericht Stallupönen, 1871 wurde er diätarischer Vertreter des Staatsanwalts in Heydekrug und 1872 Kreisrichter in Ragnit. 1872 erfolgte seine Ernennung zum Staatsanwaltsgehilfen, 1879 zum Staatsanwalt in Posen, 1882 zum Staatsanwalt in Berlin und 1886 zum Ersten Staatsanwalt in Göttingen. 1892 als Hilfsarbeiter der Reichsanwaltschaft nach Leipzig berufen, wurde er 1894 Oberlandesgerichtsrat in Stettin, 1895 Reichsanwalt. — Stock begann seine Richterlaufbahn 1874 als Gerichts- assessor und wurde ift demselben Jahre Kreisrichter in Darkehmen. 1879 wurde er Landrichter in Berlin, 1889 Landgerichtsrat, 1892 Kammergerichtsrat. Zwickau, 6. Juni. Seitens sächsischer Kohlenwerke sind Unterhandlungen mit böhmischen Kohlenwerken zwecks. Bildung eines mitteleuropäischen Kohlenrings eingeleitet. Fulda, 6. Juni. Dem Landtagsabgeordneten G o e - beilnsnd dem Oberbürgermeister Antoni ist vom Papste der Gregoriusorden verliehen worden. Wiesbaden, 6. Juni. Oberhosmarschall Eduard v. Li eben au, 61 Jahre alt, ist am Herzschlag gestern hier gestorben. Der Kaiser sandte folgendes Telegramm an Frau v. Liebenau: Tief ergriffen pon der Trauerkunde des Hinscheidens Ihres Gemahls spreche Ich Ihnen.und Ihren Kindern Meine herzlichste Teilnahme aus. Es ist mir eine wehmütige Genugthuung, den Verstorbenen noch kurz vor seinem Tode haben sprechen und ihm durch Meinen Besuch haben beweisen zu können, daß Ich dankbar der langen Jahre gedenke, während er Mir mit seiner Energie, seiner nie ermüdenden Pflichttreue und seiner auch das Kleinste nicht zu gering achtenden Gewissenhaftigkeit treue und wertvolle Dienste geleistet hat. Seien Sie überzeugt, daß Ich dieselben nie vergessen und das Andenken Ihres Mannes stets hochhalten werde. Wilhelm. I. R. München, .6. Juni. Ueber das Befinden des' K ö n i g s O t t o bringen die „M. N. N." nachstehende Ausführungen, die wahrscheinlich auf Prof. Dr. v. Ziemssen zurückzuführen sind, der dem Konsilium der den König behandelnden Kliniker angehört. Nichts berechtigt zu der Annahme, daß der König an Blasenkrebs erkrankt sei. Er nimmt Speisen zu sich, wenn er auch regelmäßige Mahlzeiten nicht einhält. Während der Nacht genießt er längere Zeit festen, ruhigen Schlaf. Die Möglichkeit, daß Zwangs^ Vorstellungen den König bisher vom Stehen und Gehen abhielten, wird dadurch zur Wahrscheinlichkeit, daß der König eben in den letzten Tagen mehrfach Geh- und Stehversuche mit Erfolg gemacht hat. Die Hallucinationeu duUern ununterbrochen an. Er gestikuliert und spricht fortwährend laut, häufig sehr laut, aber schwer, sehr oft gar nicht verständlich. Daß bei seinen Reden ^nanchsss einfließt, was für Vergangenheit und Gegenwart zutreffend ist, wird nicht erstaunlich erscheinen. Die mit dem lebhaftem Gestikulieren und Sprechen verbundenen physischen' Anstrengungen sind so groß, daß es in Wahrheit Erstaunen erregt, wie der kranke König diese Anstrengungen zu leisten vermag. Ausland. Brussel, 6. Juni. Dem „Soir" zufolge beabsichtigt dre Regierung, die HeereSreform in die Hand zu nehmen und die Einführung persönlicher Dienstpflicht vorzuschlagen. Paris, 6. Juni. Gestern ist der internationale Kongreß für Forftwisjenschaft vom Landwirtschafts- Minister Dupuy eröffnet worden. Es hatten sich etwa 300 ^Teilnehmer eingefunden. Der Kongreß wird bis nächsten Montag tagen. — Der internationale Kongreß für bewegliche Werte ist gestern unter dem Borsitz des Finanzministers Caillaux eröffnet worden. Dieser bewillkommnete die Anwesenden und übergab dann den Vorsitz an Cochery, der die Bedeutung des Kongreffes hervorhob, auf dem 14 fremde Staaten offiziell vertreten find. Im Bureau, das hierauf gewählt wurde, ist Deutschland durch Professor Lex iS vertreten. Zurich, 6. Juni. In der Bundesversammlung wird der Bundesrat interpelliert werden über das vertragswidrige Gebühren der preußischen Regierung gegen die in Preußen ansässigen Schweizer Bürger. Preußen hat von denselben unter Androhung der Ausweisung verlangt, entweder den Nachweis über den Schweizer Militärdienst zu erbringen oder die Aufnahme in den preußischen Staatsverband nachzusuchen. Dieses Vorgehen steht dem klaren Wortlaut des Niederlassungsvertrages strikte entgegen. Wien, 6. Juni. Bei Schluß der heutigen Parlamentssitzung richtete Ministerpräsident von Körber an die Abgeordneten die dringendste Mahnung, ihre verfassungsmäßige Befugnis ordnungsgemäß auszuüben, da der jetzige Zustand unhaltbar sei. Diese Erklärung rief im ganzen Hause große Bewegung hervor. Dr. Herold polemisiert gegen die Rede des Ministerpräsidenten und erklärte, die Tschechen würden auf ihrem Standpunkte so lange beharren, bis ihnen eine volle Genugthuung geworden sei. — Der Jungtschechen-Klub beschloß die Fortsetzung der Obstruktion. Dieser Beschluß dürfte zur Auflösung der slavisch - feudalen Majorität führen. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, daß der Ministerpräsident v. Körber morgen einen letzten Appell an das Parlament richten werde. Salzburg, 6. Juni. Zwischen den zum Kar teil fest hier versammelten katholisch-klerikalen Studentenverbindungen und Deutschnationalen kam es nachts bei der Rückkehr von einem Ausflug zu einem Zusammenstoß, bei dem mehrere Personen verwundet wurden. Polizei und Militär stellten die Ruhe wieder her. Aus Stadt und Land. * * Bon, der Universität. Die Gesamtzahl der immatrikulierten Studenten beläuft such in diesem Semester auf 855. Das bedeutet gegenüber dem letzten Sommer-Semester eine, Mehrung von 31, gegenüber dem vergangenen Winter-Semester eine solche von 43 Studenten. Genaueres! werden wir demnächst mitteilen. • * Akademischer Vortrag. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist, findet der letzte der akademischen Vorträge, in dem Prof. Dr. von Wagner den Kampf ums Dasein in der Tierwelt behandeln wird, am Mittwoch, dem 20. Juni statt. * * Meuschenmeffuug. Auf Verfügung des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz werden sich in den nächsten Tagen eine Anzahl Polizeibeamte aus Darmstadt, Mainz, Worms, Offenbach, Gießen (Kriminalschutzmann Pfeffer) rc. nach Bruchsal begeben, um sich an einem, in dem dortigen Zellengefängnisse etwa vierzehn Tage andauernden Kursus in der Anthropometrie zu beteiligen. Unter Anthropometrie versteht man die Lehre von den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers. Durch die Bemühungen von A. Bertillon in Paris hat die Anthropometrie eine praktische Bedeutung für die Wiedererkennung rückfälliger Verbrecher gewonnen. BertillonS anthropome- trisches Signalement besteht darin, daß von den Verbrechern eine Anzahl Maße genommen und gebucht werden, die sich bei erwachsenen Personen gar nicht mehr oder nur ganz wenig verändern, nämlich 1. die Länge und Breite des Kopfes, 2. die Länge des linken Fußes, des Mittel- und kleinen Fingers der linken Hand, 3. die Länge des Ober- und Unterkörpers nebst Gesamthöhe, 4. Armspannlänge, 5. Höhe und Breite des linken OhreS und 6. Länge des linken Armes. Die Maße der linken Seite werden, da sie weniger veränderlich als die der rechten Seite sind, vorgezogen. Diese Maße werden ganz besonders aus Zählkarten mit dem Namen der betreffenden Person versehen. Diese Messungen werden jetzt in ganz Deutschland eingeführt. Durch >ieseS System hat die Pariser Polizei innerhalb weniger Jahre tausende von rückfälligen Verbrechern, die unter falschen Namen verhaftet worden waren, wieder erkannt, o daß viele Ausschreiben, um die Identifikation von Ver- irechern herbeizuführen, unnötig wurden. Die Kosten für >en in den nächsten Tagen für die hessischen Polizeibeamten reginnenden Kursus trägt der hessische Staat und werden als Versuchsobjekte die in dem Zellengesängnis zu Bruchsal internierten Verbrecher verwendet. • * Evangelischer Bund. Der Vorstand des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes ließ folgenden Aufruf ergehen: „Im Interesse der deutsch-evangelischen Bewegung in Oesterreich haben sich allerorts und aus allen Lagern des deutschen Protestantismus Männer zusammen- jefunden, um den deutschen Stammes- und evangelischen Glaubensgenossen, die jetzt aus der römischen Kirche ausgetreten sind, Handreichung zu thun, da wo es nötig ist. Auch für das Großherzogtum Hessen soll sich ein Ausschuß bilden, der im Anschluß an den allgemeinen »eutschen Ausschuß zur Förderung der evangelischen Kirche in Deutsch-Oesterreich mithilst, freiwillige Gaben zu sammeln, welche dort die Anstellung evangelischer Geistlicher und den Bau evangelischer Gotteshäuser ermöglichen sollen. Hat ich schon seither die Liebe zu den bedrängten Stammes- md Glaubensgenossen in einzelnen Teilen Hessens wie von elbst geregt, so wird sie um so erfolgreicher sein können, wenn sie an allen Orten unseres engeren Vaterlandes geweckt wird. Darum bitten wir alle evangelischen Bewohner unseres Großherzogtums, dem neu zu gründenden Hilfsausschuß für Hessen als Mitglieder beizutreten. Sobald ich der Hilssausschuß gebildet hat, werden wir uns er- auben, zu einer konstituierenden Versammlung nach Darmstadt einzuladen. Indem dann der Evangelische Bund, der es als seine Pflicht angesehen hat, diese bedeut- äme Angelegenheit anzuregen und für das Großherzogtum Hessen ins Werk zu setzen, von der weiteren Leitung der Geschäfte zurücktritt, wird diese Versammlung über die Errichtung, Ausgaben und Thätigkeil des Ausschusses, insonderheit auch über einen alsdann zu veröffentlichenden Aufruf zu beschließen haben." ' ' '* Der Hessische Gefchichtsvereiu unternahm Dienstag von Marburg aus die zweite Burgenfahrt unter zahlreicher Beteiligung. Nach kurzem Aufenthalt auf dem W i n d h o f bei Gießen wurde von Bieber aus durch das schöneBiebertbal bei drückender Sonnenhitze der Marsch nach Königsberg angetreten. Von dort aus wurde Hohensolms besucht und die dortigen Burganlagen in Augenschein genommen. Rach Besichtigung der inneren Räume des Schlosses wurde auf dem Rückwege Königsberg besucht und über Bieber die Heimfahrt angetreten. • • Stipendien für Bakteriologen. Die Düngerabteilung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft hat beschloßen, drei Stipendien von je 1800 Mk. jährlich auözusetzen, um jungen, naturwissenschaftlich gebildeten Gelehrten, die genügende Vorkenntnisse in der Botanik und auch in der Chemie haben, eine weilergehende Ausbildung in der Bakteriologie zu ermöglichen. Die Bedingungen, die für die Erteilung des Stipendiums maßgebend find, können aus der Kanzlei des Ministeriums des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, zu Darmstadt, Wilhelminenstraße 3, eingesehen werden. Darmstadt, 6. Juni. Der gestern in seiner Heimat Büdesheim zur letzten Ruhe bestattete Stadtbaumeister unserer Stadt, Baurat Braden, bekleidete diese Stelle als Nachfolger des jetzigen Stadtbaurats Hechler in Chemnitz seit dem 5. April 1880, also über 20 Jahre lang. Der Verstorbene hat seine Ausbildung auf der damaligen höheren Gewerbeschule hier, dann auf dem Polytechnikum in Hannover und auf der Landesuniversität in Gießen empfangen und war bis zu seiner Ernennung zum Stadtbaumeister im hessischen Staatsbaudienst in mannigfacher Weise thätig. Während seiner Dienstführung als Stadtbaumeister find eine große Anzahl größerer Bauten ausgeführt worden, wir nennen nur den Schlachthof, das Pfründnerhaus, das Schulhaus der Mädchenmittelschule in der Viktoriastraße, die neue Viktoriaschule. Baurat Braden war ein äußerst gewissenhafter, pflichtgetreuer Beamter, ausgezeichnet durch reiches Wissen und Können, dabei ein bescheidener, im Umgang höchst liebenswürdiger und gegen das Publikum zuvorkommender Mann, der sich aus all diesen Gründen hierorts der allgemeinsten Sympathien erfreute. Bor einigen Wochen wurde er von einem Schlaganfall betroffen, von dem er sich nicht mehr erholen sollte. Er hat ein Alter von 61 Jahren erreicht. D. Fl. V. Darmstadt, 6. Juni. Seitens deS Deutschen Flotten-VereinS wird für die Zeit vom 21.—25. d. M., während der sogenannten „Kieler Woche" eine Rundfahrt nach der Wasserkante veranstaltet werden. Das vorläufige Programm hierfür lautet: 21. Juni. Vormittags : Besichtigung der Hafenanlagen und sonstiger SchiffsahrtSeinrichtunge» Hamburgs, Sehenswürdigkeiten, Seewarte unter sachkundiger Führung von Kapitänen und Offizieren der Hamburg- Amerika-Linie, bezw. der Beamten der Seewarte. Nachmittags: Dampferfahrt ElbeabwärtS. — 22. Juni: Fahrt nach Helgoland und zurück nach Hamburg. — 23. Juni: Fahrt durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach Kiel. — 24. und 25. Juni: Besichtigung von Kiel, der Regatten, der im Hafen ankernden Kriegsschiffe, der Institute der Kaiser- lichen Marine, alles unter Führung von Seeoffizieren. Homburg v. d. H., 6. Juni. Ein Eisenbahnunfall auf dem hiesigen Bahnhof ereignete sich heute früh bei dem 763 einfahrenden Frankfurter Zug dadurch, daß der Lokomotivführer den bei dem starken Gefäll einfahrenden Zug nicht mehr halten konnte,, sodaß dieser über die Drehscheibe hinaus in das Mauerwerk fuhr, das die Luisenstraße vom lieser- liegenden Eisenbahnkörper trennt. Da die meisten Passagiere, um auszusteigen, bereits aufgestanden waren, so flogen diese mit den Köpfen an die Seitenwände oder aneinander. Außer drei Schwerverletzten haben sich noch sieben mit leichteren Kontusionen gemeldet. Schwer betroffen ist die Frau des Stationsvorstehers Mohlscheid aus Weißkirchen, die in Folge von Nervosität sich auf eine Monatskarte täglich zum Kurgebrauch nach Homburg begab und jetzt infolge der Aufregung und Verletzung im Eisenbahnhotel, wohin man die Ohnmächtige gebracht, sehr krank befindet. Nicht unbedeutend verletzt wurde Lina Veite aus Wehrheim, die eine Verletzung oberhalb des Auges erhielt, sowie ein Portier von hier, der eine klaffende Stirnwunde davontrug. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und deu Nachbarstaaten, Der erste Staatsanwalt am Landgericht zu Marburg, Geh. Justizrat Grawert, ist Dienstagmorgen im 69. Lebensjahre gestorben. — Als Heeresunsicherer wurde am SamStag n Frankfurt der Bruder des bekannten Radfahrers Lehr, der bisher im AuSlande gelebt hat und zu Radrennen nach Deutschland kam, von der Polizei aufgegriffen und der Militärbehörde Überwiesen, die ihn dem Mainzer Jnsanterie- Kegiment Nr. 88 zuteilte. Man schloß ihn und brachte ihn in die Kaserne auf der Citadelle. Da Lehr mehrmals äußerte, daß er sich doch eher töten würde, als daß er als Soldat diene, wurde ihm sein Messer abgenommen und er von zwei Gefreiten bewacht. — Bei Wilhelmsbad wurde auf einem Bauplatz eine große Anzahl wertvolle kirchliche Gerätschaften, darunter zwei Monstranzen, gefunden. Sämt- iche Edelsteine sind aus den Gegenständen herausgebrochen. Ueber die Herkunft der Gegenstände ist noch nichts bekannt. — Als Ort der nächsten Versammlung des mittelrheinischen Aerztetages wurde gestern Bingen bestimmt. — In Fürstenberg bei Warburg wurden ein Hirt und zwer Kühe durch Blitzschlag getötet. Drei Wohnhäuser sind durch Blitzschlag eingeäschert worden.__ Deutscher Turnlehrertag in Magdeburg. Zu dem alle drei Jahre stattfindenden deutschen Turnlehrertage waren am ersten Pfingstfeiertage viele Teu- nehmer aus allen Teilen unseres deutschen Vaterlandes m- Magdeburg eingetroffen. Nach einer Ausschuß- und Vor- itfMtiüfdjtn v 21.-25. b.®., i" eint Mbschl , Das vorläußgk ttagl: BtfichtiWü jahrt-tt/rrichmgu unkt fatyunbigti i btt Hamburg- sttwarte. Nach- YL ^kox\ W1 - U. 3ttfl naä) Sitl - X , der Segatttn, bti Mute der Laiser- i Seeoffizieren, iisenba-nunsall tyate früh bei dm h,^derLokomotiv ührnLu Äug liichl euftrahe m ^VX; i bie n* W ibenwaitn, W nbe oder antiu^- sich noch fttM* m troffen iP?' ib aus MW aab unb B M »kl# t ml H*. *! au« N*”'* itlf, (oluie eu V,r m baDonttug- ;Xf 111 üJlatb**^ S>Ä ÄgS bl«$Ä JfijJ [$aW* |M “w ;Ä LtzS |eb‘gb fai, lii ’ e' Dan,^ « feinet M- - StadtbaL Mb in Wt lang. ^maligm höh^ in §anno:.- len empfangen - «mtbaumtistn 3 * Weist ptabtbaumeifter fr Egesührt teortr Pstündntrhanr, ta der Littorichi en war ein t*- ausgezeichnet bescheidener, nUt- W Publikum put, en Gründen fytrt! Lor einigen fsen, Don bim n llkermS/Mtn ***<^ ;5iJ‘ •«» ru? auch h';J sollten sich der Sache annehmen. -m. unb treffender Aphorismen „lieber Zigarren". Hier mögen sie folgen: „Zigarren sind wie Menschen: so schwer zu behandeln, so leicht zu verletzen. — Zigarren sind wie Blumen: für uns duften und sterben sie. — Zigarren sind tuie Mädchen: sie glühen für die Männer. — Die Männer beurteilen Zigarren meist so, wie sie Frauen beurteilen: nach der Außenseite; innen steckt oft der beste Tabak, abev wegen des Deckblattes allein verschmäht man sie sehr oft. Zigarren sind wie gute Ehefrauen: sie hängen glühend am Munde des Mannes; der Mann aber wirft oft die halb gerauchte Zigarre fort, wenn er zufällig anderswo eino Sorte findet, die ihm besser schmeckt. — Zigarren sind wie Minister, sie dauern nicht allzulange. — Zigarren sind wie Edelleute: sie werden nach ihrer Herkunft" geschätzt.— Zigarren sind wie Theaterstücke: es muß immer etwas abgeschnitten werden, wenn sie brauchbar sein sollen. —« Zigarren sind wie Hausfrauen: sie taugen nicht viel, wenn sie immerfort ausgehen. — Zigarren sind wie Büh- nen-Novitäten: man bezahlt sie teuer, weil sie von einem berühmten Fabrikanten herrühren und hinterdrein sind sie oft gar nichts wert. — Zigarren sind wie Liebesschwüre: man weiß niemals genau, ob sie echt sind. — Zigarren sind wie böse Kritiker: sie sind immer schief gewickelt. — Zigarren sind wie politische Reden: wenn man sie an der unrechten Stelle»' in den Mund nimmt, verbrennt man sich das Maul. — Zigarren sind wie Theater-Agenten: sie «machen einem blauen Dunst vor, sind teuer und selten gut zu haben. — Zigarren sind wie Feeerien: die Ausstattung ist oft prachtvoll, aber der Inhalt taugt nichts. — Zigarren sind wie wichtige Entschließungen: sie müssen abgelagert sein und kühl behandelt werden. — Zigarren sind wie realistische Theaterstücke: dem einen wird übel, weil sie ihm viel zu stark sind, dem anderen, der sie vertragen kann, schmecken sie vortrefflich. — Zigarren sind wie tugendhafte Frauen: sobald man mit ihnen die Grenze überschreitet, hat man Unannehmlichkeiten. — Zigarren sind wie Schauspieler: man muß sie fest packen, sonst reiben sie sich fortwährend und Schaden sich gegenseitig. — Zigarren sind wie Bühnenkünstler: man muß ihnen die richtigen Formen beibringen, so lange sie noch jung und grün sind. — Zigarren sind wie die Moral: Jedermann führt sie im Munde, aber -niemanden fällt es ein, in ihr Innerstes einzudringen, ündi wenn er sich sie einmal ins Einzelne zerlegt, dann ist sie für ihn unbrauchbar geworden. — Die Zigarre ist wie eine Geliebte: wenn du aufhörst, für sie anziehend zu sein, erlischt ihre Glut sehr bald. — Zigarren werden wie die Menschen in ihrer frühesten Jugend gewickelt; aber die Zigarre kommt aus der Kiste, wenn sie gebraucht wird, während der Mensch dann in die ; Kiste kommt, wenn er verbraucht ist. Beide aber werden । zu Asche". flandSfitzung im „City-Hotel* begaben sich nachmittags , 4 Uhr sämtliche anwesenden Turnlehrer nach dem Anger, I um Spielvorführungen beizuwohnen. Die Spiele ver- I liefen schön und erregten allseitiges Interesse. Abends I 61/, Uhr fand in der „Freundschaft" die Begrüßung der I Gäste statt. Hierauf fand unter Borsitz von Prof. Keßler bie Voroersammlung zur Erlebigung innerer und geschäft- licher Angelegenheiten statt. Um 8 Uhr begab man sich nach den ^National-Festsälen", wo vom Turnverein „Jahn" das Festspiel „Erntefest" von H. Mohr aufgeführt wurde. Hierzu hatten sich gegen 1000 Personen eingefunden; auch Vertreter von staatlichen und städtischen Behörden, Leiter von Schulen und Stadtverordnete waren anwesend. Die Aufführung nahm einen glänzenden Verlauf und befriedigte alle Besucher. — Am zweiten Psingstfeiertage früh begannen unter sehr starker Beteiligung aus allen Teilen | Deutschlands im großen Saale der „Freundschaft" die , Verhandlungen der 14. allgemeinen deutschen Turnlehrerversammlung und des 2. Turnlehrertages des deutschen Turnlehrervereins. Anwesend waren u. a. die Professoren Euler und Eckler-Berlin, der Direktor der Zentral-Turn- lehrer-BildungSanstalt in München, Wirk!. Rat Weber, aus Württemberg Professor Keßler, Direktor Bier-Dresden, Schmuck-Darmstadt, Inspektor des Turnwesens im Großherzogtum Hessen, Prof. Dr. Rühl-Stettin, Geschäftsführer der deutschen Turnerschaft. Die Verhandlungen nahmen ihren Anfang mit der Vertreter-Versammlung des deutschen Turnlehrervereins. Städtischer Lehrer und Turnlehrer Kalp-Berlin sprach über das Thema: In wie weit bleibt das Schulturnen hinter den Forderungen und Wünschen der Behörden zurück, und wie ist Abhilfe zu schaffen? — Auf Vorschlag des Prof. Eckler-Berlin beschloß die Versammlung, die um daS Turnwesen so hochverdienten Herren Hofrat Maul-Stuttgart, Moritz Böttcher-Görlitz, Profeffor Dr. Euler-Berlin, Prof. Dr. Lion-Leipzig und Prof. Dr. JÜger-München zu Ehrenmitgliedern des Vereins zu ernennen. — Die erste Hauptversammlung, an der Ober- Präsident v. Böttcher, Oberbürgermeister Schneider, Bürgermeister Fischer u. a. teilnahmen, wurde von dem Vorsitzenden der 14. allgemeinen deutschen Turnlehrer-Versammlung, Prof. Keßler-Stuttgart mit einer kurzen Begrüßung eröffnet. Nach weiteren Begrüßungsansprachen hielt der Wirk!. Rat ®.. H. Weber-München einen Vortrag über „Die Angriffe auf unser heutiges Schulturnen und ihre Abwehr". Insbesondere besprach und verteidigte er die Vorteile der Spieß'schen Methode. Den zweiten Vortrag hielt Turnlehrer K. Möller-Altona über „Kunst und Leibesübung in ihrer Wechselbeziehung". Der Redner führte aus, daß die Vollendung einer ästhetischen, ebenso einer ethischen Bildung nicht gedacht werden könne ohne eine gründliche Körperpflege. Nachdem noch mit großer Mehrheit beschlossen worden war, als Ort für die Errichtung des GutS-Muths-Denkmals Quedlinburg, deffen Geburtsstadt, in Aussicht zu nehmen, vereinigte man sich zu einem gemeinschaftlichen Mittagsmahl in der „Freundschaft". Darauf begab man sich nach dem Turnplatz im Friedrich WilhelmS-Garten, wo turnerische Vorführungen der Schüler unter Leitung des Turnlehrers Köhler stattfanden. Abends begab man sich zu einer Schwimmvorführung des Schwimmklubs von 1896 nach dem WilhelmSbade. Am nächsten Morgen wurden die Verhandlungen des deutschen TurnlehrertageS fortgesetzt. Nach einer Vertreterversammlung, in der verschiedene geschäftliche Angelegenheiten erledigt wurden, begannen die Hauptversammlungen. Zunächst sprach Gymnasiallehrer Chr. Kohlrausch-Magdeburg Über das Thema: Welche Förderung kann für den Turnunterricht von der Anstellung der Schulärzte erwartet werden? Wirk! königl. Rat Weber-München bemerkte, man müsse deu Aerzten sehr zu Dank verpflichtet sein für das energische Eintreten zu Gunsten des Turnens. Turninspektor Bottcher- vannover sprach über die Turnlehrerfrage, lieber Turnen und Turnlehrerbildung an deutschen Hochschulen sprach zum Schluß Oberlehrer Heinrich-Schöneberg Berlin. Es wurde beschlossen, die nächste Tagung der deutschen Turnlehrer- Versammlung und den Turnlehrertag des deutschen Turn- lebrer-VereinS wieder gemeinsam abzuhalten. Turninspektor Schröer-Berlin schloß die Verhandlungen, nachdem noch die Äusschußwahlen vollzogen worden, mit herzlichem Danke für die freundliche Unterstützung. Im großen Saale der Gesellschaft zur „Freundschaft" fand daun das Festessen statt, an dem etwa 150 Personen, darunter Vertreter der Staatsund städtischen Behörden teilnahmen. Mit der Absendung eines Huldigungstelegramms an den Kaiser erklärte sich bie Versammlung jubelnd einverstanden. Nach dem Esten begab man sich nach der Friesenturnhalle, wo em Turnen der Turnlehrerinnenvereinigung stattfand. Kunst und Wissenschaft. Der große Erfolg, den die Neubearbeitung des Oberon an dem König!. Theater zu Wiesbaden gefunden und der dadurch zum Ausdruck kommt, daß die Oper bisher stets vor total ausverkausten Häusern gegeben wurde, hat die Intendantur veranlaßt, sie vorläufig auf dem Repertoire zu belasten; sie wird voraussichtlich 2 bis 3 mal wöchenllich zur Aufführung gelangen. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) «N die städtische Verwaltung zu Gießen. Freunde der Natur vermißten an den verflossenen Festtagen den an der Ltcherstraße gelegenen sogenannten „Lumpenmanns- brmmen", d. h. der Brunnen ist noch da, nur har er den Betrieb vollständig eingestellt. Er soll, wie man härt, an chronischer Verstopfung leiden! — Müd' und malt und von Durst geplagt, steht der Wanderer davor, und denkt an die schönen vergangenen Zeiten, in denen man noch das köstliche Naß schlürfen konnte, und jetzt soll das vorbei sein? — Hoffer tlich wirb diese kleine Anregung genügen, daß die städtische Verwaltung die nötige Anordnung trifft, um den Brunnm recht bald wieder zum Laufen zu bringen. Auch wäre es gewiß sehr wünschenswert, dem Förster in dem daneben stehenden Forsthautz die Erlaubnis zu erte len, dem Publikum auf Wunsch Milch, Bier rc. verabreichen zu dürfen. Korporationen Familien Nachrichten. Verlobter Magdalena Momberger mit Friedrich Feiling, Butzbach. Gießen. — Bella Fleischmann mit Jakob Grünewald, Fürth (Bayern) Gestorben r Frau Katharina Hummer geb. Glitsch in Darmstadt. — Herr Karl Berg in Offenbach a. M. — Herr Philipp Pfeffer IV. in Bad-Nauheim. — Herr Joseph Jacobsohn in Homburg v. d. Höhe. Krieskasten der Redaktion. Serrn Vürgrrmeister M. ta W. Wir werden Ihren Wunsch erfülle^ obwohl sich die Großh. Badedirektion in Nauhemi wenig entgegenkommend zeigt. __ Arbeiterbewegung. W. Gießen, 7. Juni. Die im Ausstand befindlichen Wetß- bin bet hielten gestern nachmittag in d«r O.big'jchen Wirtschaft in der Riltergaffe eine gut besuchte Versammlung ab, in der einstimmig der Beschluß gefaßt wurde, an den früher präzisierten Forderungen festzuhalten. Eine rasche ®cenbigung deS Ausstandes dürste also kaum zu erwarten sein. , v . Berlin, 7. Juw. Ein Biick-rftreik wird nach btr in den Gesellenkreisen benschenden Stimmung ru urteilen, wahrscheinlich heute nachmittag proklamiert werden. Die Arbeit wird in denjenigen Bäckrnien nicht wirket -ausgenommen, wo die Forderungen nicht anerkannt stad. _ „, . «. . Königsberg L Pr., 6. Juni. Zwischen den Bediensteten und btr Direktion der bustgen Psetdebahng-.sellschaft ist wegen Ver- b fferung der Lage b?t Bediensteten eine Einigung erzielt worden, so daß kein Ausstand eintreten wird. Märkte Gießen, 7. Juni. Marktbericht. Aus dem heutigen Dochemnarkt kosteten: Butter per Pfd. «M» 0 90—1.00, Hühnereier per 6t. 5—6 H, 2 St. 10—11 A, Enteneier 2 St. 12—14 A. Gänse» eiet per 6t 10—11 H, Käse 1 6t. 5—7 H, Käsematte 2 6t 5—6 A, Erbsen per Liter 19 A, Linsen per Liter 30 A, Tauben per X < .83—0.90, Hühner per 6t. X 1.20—1.60, Hahnen per Stück X 1.40—2.20, Enten per 6t. X 2.00—2.50, Gänse per Pfund X o.oo—o.oo, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 A. Kuh. und Rindfleisch per Pfd. 62-64 A, Schweinefleisch per Pfd. 50-70 A. Schweine, fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 A, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 tzammemeisch per Pfd. 50—66 A, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bis 5.00 X, Seil traut perEt 00—00, Zwiebeln per Etr. X 8.00—9.00, Milch per Liter 16 A- Limburg sch betha- iu$t. Heute sendet er von dsrt eine Anzahl sehr feiner Neueste Wldungen. Darmstadt, 7. Juni. (Telefonmeldung.) Die „D. Ztg." erfährt von maßgebender Seite, baß bie Mitteilungen von dem Selbstmorb bes Försters Sau er wein unb bie angeblichen Enthüllungen besselben in ber Mordsache Kuh- michel von Anfang bis zu Ende erfunden sind. Mainz, 7. Juni. (Telefonmeldung.) In ber Sitzung bes Allbeutfchen Verbandes, welche z. Z. hier tagt, wurde beschlossen, aus dem Burenfond, welcher etwa i/4 Million Mark beträgt, 10 000 Mark an die Ortsgruppe Johannesburg für bie Hinterbliebenen ber Gefallenen zu überweisen. Weitere 20000 Mark wurden zu dem gleichen Zwecke ber Hauptleitung des Verbandes zur Verfügung gestellt. Heber den Rest des Fonds wird später Beschluß gefaßt werden. Berlin, 7. Juni. Die große FrühjahrS-Parade der Berliner Garnison, die bereits zweimal wegen des schlechten Wetters ausfallen mußte, fand heute vormittag auf dem Tempelhofer Felde vor dem Kaiser und in Anwesenheit der Kaiserin, des Kronprinzen und der Kronprinzessin von Griechenland, sowie zahlreicher anderer Fürstlichkeiten unter dem Befehl deS kommandierenden Generals des GardekorPS, General von Bock und Polach statt. Berlin, 7. Juni. Der Kaiser und der Kronprinz von Griechenland waren gestern abend einer Einladung des Offizierkorps des 2. Garde-RegimentS, bei dem letzterer im Jahre 1890 Dienste gethan hat, zum Diner gefolgt. Berlin, 7. Juni. Die Schul-Konferenz hat sich (siehe Leitartikel) in ihrer gestrigen Sitzung grundsätzlich für die Gleichberechtigung der Abiturienten der Real-Gymnasien mit denen der humanistischen Gymnasien ausgesprochen. Einige Vorbehalte mußten gemacht werden, da gewisse Disziplinen, auf denen ber ganze Stubiengang einer Fakultät sich aufbaut, ben Real-Gymnasien fehlt. Betreffs ber Reform-Gymnasien erklärte die Konferenz, daß die ins Leben gerufenen Anstalten vollste Würdigung und Beachtung verdienten, doch sei man heute noch nicht in der Lage, die Stellung des Staates zu diesen Lehranstalten schärfer zu präzisieren, müsse vielmehr eine abwartende Haltung einnehmen. Die Konferenz dauerte bis 7 Uhr abends. Jüterbog, 7. Juni. Gestern abend gegen 6 Uhr schlug der B l i tz in den Lager-Pulverschuppen ein und zündete. Die Chaussee wurde, da man jeden Augenblick eine Explosion befürchtete, für den Verkehr gänzlich 'gesperrt. Gegen 8 Uhr erfolgte auch thatsächlich unter furchtbarer Detonation die E x p l o s i o n. Das Magazin enthielt 15 000 Kilogramm Pulver. Das Gebäude selbst ist nicht gänzlich zerstört. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Könitz, 7. Juni. Der Erste Staatsanwalt erläßt folgende Bekanntmachung: In der Untersuchung wegen ber Ermorbung des Gymnasiasten Ernst Winter ist es bisher nicht gelungen, zwei sehr wichtige Zeugen zu ermitteln, nämlich zwei junge Leute, anscheinend Gymnasiasten, die am Sonntag ben 11. März gegen 2 Uhr nachmittags sich auf ber Danziger Straße in der Nähe der Mauerstraße bei Winter befunden haben. Einer von ihnen soll ebenso groß wie Winter, ber anbere kleiner gewesen sein unb einer einen grünen Hut getragen haben. Eine namhafte Belohnung wird diesen beiden jungen Leuten, wenn sie sich melden, oder demjenigen zugesichert, der ihre 5”ameonbin’bt7. Juni. Den „Zenlral-News" wird aus Tientsin telegraphiert: Nach Peking, gehen keine Züge. Schiffsnachrichteu Der Postdampfer ^Friesland^ der „Red Star Linie", in Antwerpen, ist laut Telegramm am 4. Juni wohlbehalten in New-Pork an« gekommen. _______________________________________________ Handel und Urrkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse von 6. Juni. Wechsel aal New-York zu 4.201/i_211/i« Prämien auf Kredit per ult Juni 1.25 %, do. per ult Juli 2.400/e, Diekonfo-Kommandit per ult. Juni 1.05®/©, do. per ult. Juli 2.40 o/o, Lombarden per ul*. Juni 0.60 °/c, do. per ult. Juli 1.05%, Berliner Hondelages, per ult. Juli 0.00. Notierungen: Kreditaktien 223-222.90-00., Diskonto- Kommandit 185-184 60-00, Staatsbahn 140.90-00.00, Gotthard 140.80, Lombarden 28.90-00.00, Ungar. Goldrente 97 20, Italiener 95.00, Sproz. Mexikaner 25 25. Oesterr Coupons 84, Ämerik. Coupon* 4 18»/4 Privat-Diflkont 43/t°/o Brief. l lieber die' EtilS „Es wurde gieunklassl! derOberre uni) Hochschule voraussichtlich tlniversita juristischen Fc her zulün, beamten a batten sehen ti .der Meinung, Aiorrnidee z und Philvioo Höcht, wie fn Die für gen Spezialkenn ber Unioerji werben. Sc Unterbau als erster Fr handelt. Den tauschen Beri Organisation schule", daß, stigerer Bk ferenten des dahin gefaßt r cinzunchten, s sprechende We war VV «r von 9 emha Aus de zu ersehen, Konferenz v „Schulmäm genannt mu Konferenz, ladenen 20 jetzt nur 5 Mer, Rein und 5 Hochs Die „fti detz: Als । daß zunäch- mütigteit j Abiturient, «ust alten, der Oberre Universität geöffnet toi Beamtenlai Wn zu c lagen der ium Xeifpj, We Lai bei der Sta S .^lteinist ^leichbercch' ^Versam Professoren RllcksMdai Fassung z, ber vollend Lc «nerkennuu lun9en eint M der 5 ichneben it pichen taen an Jnr allgen Wt. datz "'Ser b, J u? 9 < r o «°n iiVn9li e n aus n V sch die $ Sb7n. J hf" zur ”n iu Av die Grnvdbkfltzer der Gmarkukg Gießen. Wir machen die Grundbesitzer der Gemarkung Gießen dringend darauf aufmerksam, daß ihnen die Befugnis zusteht, vor Offenlegung des Grundbuchs bei Großh. Amtsgericht Gießen bezüglich derjenigen Grundstücke, welche noch nicht in dem Mutationsverzeiämis vorkommen, ihre Erwerbtitel anzuzeigen und deren Eintrag in das Grundbuch zu veranlassen. Daß letzteres geschehe, daran haben die Grundbesitzer selbst das größte Interesse, denn 1. erlangen die bis dahin nur als Besitzer anerkannten Grundstücksinhaber durch die Beifügung des Erwerbtitels bis zum Beweis des Gegenteils die Vermutung für sich, daß sie rechtmäßige Eigentümer der ihnen mit Erwerbtitel im Grundbuch zugeschriebenen Immobilien sind, sie auch die Ersitzung derselben, das Vorhandensein der übrigen Ersitzungserfordernisse vorausgesetzt, in 5 Jahren, vom Tage des zu erlassenden Legalisierungsdekrets an gerechnet, vollenden können; 2. erlangen sie durch die Beifügung des Erwerbtitels die Sicherheit, daß die betreffende Sache nicht mehr durch Ersitzung seitens eines dritten Besitzers erworben werden kann; 3. bietet sich den Grundbesitzern die Gelegenheit, bei der Erlassung von Edictalien, die bezüglich der durch Urkunden nicht vollständig bewiesenen Erwerbtitel stattfinden werden, mit ganz geringem Kostenaufwand ihr Eigentum an allen ihren Immobilien feststellen zu laffen, was bei zukünftigen Veräußerungen und Verpfändungen vom größten Vorteil ist. Seitens Großh. Amtsgerichts Gießen wird bezüglich der angezeigten Erwerbtitel eine Sachuntersuchung vorgenommen, und wenn diese Zulässigkeit des Eintrags ergiebt, die Beifügung des Erwerbtitels im Grundbuch veranlaßt werben. Wir fordern deshalb die Grundbesitzer auf, aus Großh. Ortsgericht Gießen von dem Grundbuch Einsicht zu nehmen, wonach sie beurteilen können, ob das Vorstehende auf sie zutrifft. Es ist im höchsten Grade wünschenswert, daß dies noch im Laufe des Monats Juni 1900 geschehe. Gießen, den 6. Juni 1900. Soeben sind sämtliche neue Modelle von „Opel“ eingetroffen, und mache ich das sich dafür interessierende Publikum auf die großartiger Neuerungen und Ausstattungen derselben besonders aufmerksam. Vorjährigr Fahrräder verkaufe ich, um damit zu räumen, zu Fabrikpreisen. Außerdem führe ich noch eine billigere Marke in Herren» und Damenrädern komplett zu 120 Mk. mit Glocke und Laterne unter jährlicher Garantie. Großer Posten gebrauchter Herren- und Damenräder werden zu seht billigen Preisen abgegeben. Auch Nichtkäufern ist es gestattet, mein Lager zu besichttgen. Wilh. Hamel, KleWraßk 7. Großartiges Lager in Zubehörteilen. Besteingertcht. Reparaturwerkstätte. Beamten-Berein Gießen. Die Stelle eines Dereinsdieners für den Beamten-Vereiu ist per 1. Juli 1900 neu zu besetzen. Zuverlässige Bewerber wollen ihre Meldung schriftlich bis zum 15. d. Mts. bei dem Präsidenten — Steinstraße 19, II — einreichen. — Persönliche Vorstellung nicht erwünscht. 400S Der Vorstand. Kursbericht voll J. Kurz